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Verschiedenes 

NABU: UNESCO weist vier neue Weltnaturerbestätten aus

Tennhardt: Anerkennung der Naturerbe im Iran und in China ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt der Artenvielfalt

Berlin/Baku - In Baku endet heute die 43. Sitzung der UNESCO-Welterbekommission, die über die Neuaufnahme von Natur- und Kulturräumen in die Liste der Welterbestätten entscheidet. Den Titel hat die Kommission dieses Jahr an 30 der 35 nominierten Gebiete verliehen. Unter den neuen Stätten finden sich 24 Kultur- und vier Natur- sowie zwei gemischte Welterbegebiete.

"Die Ernennung der Naturerbestätten im Iran, in China, Island und den Französischen Süd- und Antarktisgebieten ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt der globalen Artenvielfalt", sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. 1.121 Welterbestätten gibt es nun weltweit, davon sind aber nur 213 Weltnaturerbe. "Die Ernennung von Weltnaturerbegebieten hat sich als wirksames Instrument für den Naturschutz erwiesen. Für die Zukunft ist es wichtig, die Zahl der Naturerbestätten deutlich zu erhöhen", so Tennhardt.

Mit der Ernennung der Hyrkanischen Wälder im Iran, die zur Ökoregion Kaukasus zählen, stehen nun einzigartige Laubwälder unter dem Schutz der UNESCO. Der Waldtyp zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Pflanzenvielfalt aus und bietet seltenen Tieren, wie dem Persischen Leoparden, eine Heimat. Die Hyrkanischen Wälder erstrecken sich rund 850 Kilometer entlang der Südküste des Kaspischen Meeres in Aserbaidschan und dem Iran. Vor 25 bis 50 Millionen Jahren bedeckten diese Wälder den Großteil der Region, die letzten Eiszeiten überstanden sie jedoch nur hier. Bereits zu Beginn der 2000er Jahre beriet der NABU das aserbaidschanische Ministerium für Ökologie und Natürliche Ressourcen bei der Nominierung der Hyrkanischen Wälder. Diese Nominierung soll nun aktualisiert und als Erweiterung des neu ausgewiesenen Gebiets im Iran eingereicht werden.

Der NABU begrüßt auch die Ernennung der Französischen Süd- und Antarktisgebiete und des Nationalparks Vatnajökull in Island zum Weltnaturerbe sowie die Regionen Paraty und Ilha Grande in Brasilien und Ohrid in Albanien als gemischte Kultur- und Naturerbestätten. Für besondere Freude unter Naturschützern weltweit sorgte die Aufnahme der Zugvogelschutzgebiete entlang der Küste des Gelben Meeres in China, zu der die NABU-Partnerorganisation Birdlife Australien beigetragen hat. Das Schutzgebietsnetzwerk umfasst Teile des größten Gezeiten- und Wattsystems der Welt und ist ein wichtiger Rast- und Überwinterungsplatz für zahlreiche Zugvögel aus 22 Ländern. Darunter der Löffelstrandläufer, der mit weniger als 120 Brutpaaren zu den seltensten Vögeln der Welt gehört und für dessen Rettung sich der NABU seit 2015 engagiert. "Das Gelbe Meer liegt mitten in der ostasiatisch-australischen Migrationsroute - nirgendwo auf der Welt ist die Vielfalt und Abundanz von Zugvögeln größer", so Tennhardt.

In den 1990-er Jahren hat der NABU mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums bei der Nominierungen der Weltnaturerbegebiete in Russland erfolgreich mitgewirkt, darunter das UNESCO-Weltnaturerbegebiet "Westkaukasus". Seit über 25 Jahren setzt der NABU im Kaukasus Projekte zum Schutz der Biodiversität, Umweltbildung und Ökotourismus um. "Die Ausweisung eines zweiten Weltnaturerbegebiete in der Ökoregion Kaukasus ist ein großer Erfolg für die internationalen Bemühungen zum Schutz ihrer Naturschätze", sagte Vitalij Kovalev, Leiter des NABU-Kaukasusprogramms.

Die Welterbekonvention ist das erfolgreichste Instrument zur Erhalt der bedeutendsten Kultur- und Naturstätten der Welt. Bereits 190 Staaten haben die Konvention ratifiziert. Der NABU fordert mehr internationales Engagement beim Schutz der bestehenden und bei der Nominierung von neuen Weltnaturerbegebieten.








Verschiedenes 

NABU begrüßt Wildnisfonds

Tschimpke: Weitere Schritte zum Erhalt der Artenvielfalt müssen folgen

Berlin – Der NABU begrüßt den heute vom Bundesumweltministerium vorgestellten Wildnisfonds, fordert aber weitere Schritte, um die Artenvielfalt in Deutschland zu erhalten. „Wildnisgebiete sind echte Hotspots der biologischen Vielfalt. Selbst im dichtbesiedelten Deutschland muss Wildnis möglich sein. Das sind wir auch kommenden Generationen schuldig. Der Wildnisfonds ist ein Schritt in die richtige Richtung“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es sei aber schon abzusehen, dass eine Aufstockung des Fonds, der mit zehn Millionen Euro pro Jahr ausgestattet ist, notwendig werde. „Um den Naturschutz in Deutschland voran zu bringen, muss die Bundesregierung aber auch weitere Zusagen aus dem Koalitionsvertrag einhalten. Die Sicherung von zusätzlichen 30.000 Hektar wertvoller Flächen des Nationalen Naturerbes muss nun endlich zügig erfolgen.“

Hintergrund:
Die Bundesregierung hat sich bereits im Jahr 2007 in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt das Ziel gesetzt, auf zwei Prozent der Landesfläche natürliche Entwicklung zuzulassen. Die in der Initiative „Wildnis in Deutschland“ zusammengeschlossenen Naturschutzverbänden unter Beteiligung des NABU hatten die Einrichtung eines Fonds für die langfristige Sicherung von Wildnisflächen im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 gefordert. Die Regierungsparteien hatten diese Forderung in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Dabei verständigten sie sich auch auf eine Ausweitung um zusätzliche 30.000 Hektar des „Nationalen Naturerbes“, mit dem wertvolle Flächen in Bundesbesitz für den Naturschutz bereitgestellt werden.





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Neuer Slow-Food-Deutschland-Vorstand gewählt

Neuer Slow-Food-Deutschland-Vorstand gewählt
Neuer Vorstand / Foto: Slow Food

Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung von Slow Food Deutschland e. V. am 06. Juli in Erfurt wurde turnusmäßig ein neuer Vorstand gewählt. Der neue Vorstand besteht aus der Vorsitzenden Dr. Ursula Hudson, der stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Nina Wolff, sowie aus dem Schatzmeister Dr. Rupert Ebner, dem Beisitzer Klaus Flesch und der Beisitzerin Lea Leimann.

Die Mitgliederversammlung bestätigte am vergangenen Samstag die Kulturwissenschaftlerin Dr. Ursula Hudson (Convivium Zugspitzregion), die dem Vorstand von Slow Food Deutschland (SFD) seit Februar 2010 angehört, im Amt der Vorsitzenden. Ebenfalls verlängert wurde die Amtszeit von IT-Experte Klaus Flesch (Convivium Freiburg) als Beisitzer und von Tierarzt Dr. Rupert Ebner (Convivium München) als Schatzmeister. Neugewählt in das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden wurde die Juristin und Fischerei-Expertin Dr. Nina Wolff aus dem Convivium Berlin sowie die Konditorin und Slow-Food-Youth-Aktivistin Lea Leimann aus Köln (Slow Food Youth Deutschland) in das Amt der Beisitzerin.

Ziel des neuen Vorstands ist es, den Verein zu öffnen, neue Zielgruppen zu erschließen und bestehende Netzwerke zu stärken. Bildung und Mobilisierung für eine gute, saubere und faire Ernährungswelt sowie die Einflussnahme auf Entscheidungsträger werden weiterhin im Zentrum der breitgefächerten Vereinsaktivitäten stehen. „Unser Vorstandsteam macht sich in den nächsten drei Jahren zur Aufgabe, den größtmöglichen Beitrag zu leisten, um die dringend notwendige tiefgreifende Systemveränderung des aktuellen Lebensmittelsystems auf allen Ebenen umzusetzen. Ganz bedeutend für unsere Arbeit ist dabei, stets einen ganzheitlichen Ansatz zu vermitteln und Lebensmittel in den Kontext von Klima, Umwelt und Gesundheit stellen“, so die Vorsitzende Ursula Hudson im Rahmen ihrer Wiederwahl.

Die fünf Vorstandsmitglieder decken nicht nur verschiedene Regionen Deutschlands ab sondern verfügen gemeinsam über ein beachtliches Spektrum an Kompetenzen und Erfahrungen, die für die Vorstandsarbeit von Slow Food Deutschland erforderlich sind. Die neu gewählten Vorstandsmitglieder bereichern den Verein mit Expertenwissen in den Bereichen Fischerei und Lebensmittelhandwerk.

Zum Bild oben: Der neu gewählte Vorstand von Slow Food Deutschland e. V. (v. l. n. r.) – Dr. Nina Wolff, Klaus Flesch, Dr. Ursula Hudson, Dr. Rupert Ebner und Lea Leimann.





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Maiswurzelbohrer, Gift & Fruchtfolge: Die unendliche Geschichte

Maiswurzelbohrer, Gift & Fruchtfolge: Die unendliche Geschichte
Demo gegen Gifteinsatz / Foto: Axel Mayer

Erneut dürfen viele Landwirte in der Region am Oberrhein nicht mehr Jahr für Jahr Mais auf der selben Fläche anbauen. Hintergrund ist die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers mit Fruchtfolgen. Der Schädling wurde in den vergangenen Jahren in Pheromonfallen am Oberrhein stark vermehrt nachgewiesen, obwohl teilweise seit dem Jahr 2010 Fruchtfolgen angeordnet waren...

Erneute Allgemeinverfügung gibt es jetzt in den Landkreisen Lörrach, Emmendingen, dem Ortenaukreis und Rastatt, melden im Juni 2019 die Medien.
Die neuere Verordnung gilt bereits seit 2017, sie wurde aktuell bis 2022 verlängert. Doch warum nimmt die Zahl der Maiswurzelbohrer nicht ab sondern massiv zu?

Der BUND vermutet, dass sich bisher nicht alle Landwirte an die alte Verfügung gehalten haben und dass von den Behörden nicht kontrolliert wurde, denn auf der Karte des Ministeriums für Ländlichen Raum sind die Fangzahlen für den Maiswurzelbohrer einzusehen – die Region zwischen Kandern und Lahr ist dabei rot gekennzeichnet.

In der aktuellen Medien-Berichterstattung spielt der Widerspruch zwischen den bisherigen Verboten und der Zunahme des Problems leider keine Rolle. Ein wenig erinnert das alles an die unendliche Geschichte der Grundwasser-Nitratwerte und ihrer „Bekämpfung“ oder an die unsägliche 30-Jahre-Debatte zum Klimawandel.

Die Geschichte des Maiswurzelbohrers am Oberrhein spiegelt die Geschichte fast aller Umweltprobleme:
Ein Problem tritt auf, es wird falsch (mit Gift) bekämpft, der BUND fordert ökologische Lösungen, die Probleme und Kollateralschäden (Insektensterben) verstärken sich, nach langem Warten wird die alte BUND-Forderung viel zu zögerlich umgesetzt, aber nicht kontrolliert...

Im Jahr 2003 wurden in einer - von Alsace Nature und BUND heftig kritisierten - beinahe militärisch anmutenden, "Abwehrschlacht" im Elsass über 1,5 Tonnen Insektizide per Hubschrauber ausgebracht. Auch auf der deutschen Seite wurde ein Gebiet entlang des Rheins mit Insektiziden vorsorglich "behandelt". Heute zeigt sich dass, wie damals von Umweltschützern befürchtet, der „chemische Ausrottungsversuch“ vergeblich war.

Später war der Käfer auch in Südbaden angekommen. Seine Bekämpfung mit falsch angewendetem Bayer–Gift, den berüchtigten, insektenvergiftenden Neonicotinoiden, hat 2008 zu einem massiven Bienensterben am Oberrhein geführt.

Die vom BUND-Regionalverband seit Beginn des Auftretens 2003 vorgeschlagene Bekämpfung des Käfers mit Fruchtfolge war und ist die einzige realistische Alternative zum Gifteinsatz. In der Schweiz wird diese giftfreie Bekämpfung schon jahrelang sehr erfolgreich praktiziert, allerdings bekommen die Landwirte in der Schweiz auch erheblich mehr Geld für ihre landwirtschaftlichen Produkte. Eine deutsche und EU-Agrarpolitik, die nicht auf Gift, Agrarfabriken und Bauernsterben setzen würde, hätte nicht nur dieses Problem schon lange ökologisch und ökonomisch sinnvoll gelöst.

Wir freuen uns (wieder einmal) über die erneute Allgemeinverfügung und die angekündigte, sinnvolle Fruchtfolge, gerade auch in Zeiten des globalen und regionalen Insektensterbens, sind aber auch verärgert, dass es so lange braucht, bis sich die giftfreie Variante durchsetzt.

Wir fordern eine strenge Kontrolle der Einhaltung der Fruchtfolge. Der Maiswurzelbohrer lässt sich nicht ausrotten. Durch Fruchtfolgen lässt sich der Schaden aber wesentlich stärker minimieren als mit Gift. das heißt für den BUND, dass auch nach dem Jahr 2022 diese einzig sinnvolle Maßnahme beibehalten werden muss.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, 1.7.19

zum Bild oben:
Foto von Demo gegen Gifteinsatz bei der Bekämpfung des Maiswurzelbohrers im Elsass 2003 / Quelle: Axel Mayer

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Zahl des Monats: 44 Klagen wegen Fehlplanungen bei Windenergie in zehn Jahren

Nicht der NABU verhindert den Windenergieausbau, sondern eine planlose Energiepolitik

Berlin – 44 Klagen gegen den Ausbau der Windenergie hat der NABU in den vergangenen zehn Jahren geführt, weil die Planungen gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen. Davon sind 20 abgeschlossen, bei denen die Gerichte planungsrechtliche Fehler festgestellt haben. 24 laufen noch. Bei fast 30.000 bestehenden Windenergieanlagen in Deutschland und rund 9.000 Genehmigungsanträgen in diesem Zeitraum sind das nur etwa 0,5 Prozent der Anträge, die vom NABU beklagt wurden. Das zeigt, dass der NABU keinesfalls das Haupthindernis beim Ausbau der Windenergie darstellt. Vielmehr stehen eine fehlende regionalplanerische Steuerung sowie ein nicht funktionierendes Ausschreibungsmodell dem Ausbau der Windenergie im Weg. Die durch die Untätigkeit der Politik entstandenen Folgen, wie die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber der Energiewende, dürfen nicht auf dem Rücken des Naturschutzes ausgetragen werden.

Dass der NABU bei so gut wie allen Verfahren vor Gericht gewonnen hat, zeigt, dass der NABU nur dann Klage erhebt, wenn nachweislich gegen Naturschutzrecht verstoßen wird und massive qualitative Mängel bei der Planung oder Genehmigung vorliegen.

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Water Festival Freiburg 2019

Vom 11. – 13. Juli 2019 findet erstmalig das „Water Festival Freiburg“ in Freiburg im Bürgerhaus Seepark statt. Im Mittelpunkt des Events steht die Vision, mit Hilfe kollektiver Intelligenz und einer neuen Qualität von „Open Innovation“ zu plastikfreien Ozeanen und Gewässern bis 2050 zu kommen - statt der vielfach zitierten Prognose der Ellen McArthur Foundation, dass bei weiterhin steigendem Plastikeintrag dann mehr Plastik als Fisch in den Weltmeeren sein könnte.

In diesem Sinne finden drei Veranstaltungen statt: Ein Water Innovation Lab vom 11. – 12.07. mit dem Titel „We need a Wave of Change: Transforming Ocean Plastics“. Zielgruppe für diesen Innovations-Workshop sind Forscher, Unternehmer und veränderungsorientierte Akteure in Industrie, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Als Impulsgeber sind Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Club of Rome, sowie Jo Ruxton, Produzentin des Filmes „A Plastic Ocean“ und Geschäftsführerin der NGO Plastic Ocean UK, dabei. Die Veranstaltung beginnt am 11.7. um 14 Uhr und endet am 12.7. um 18 Uhr.
Zugang: Unternehmens-Mitgliedschaft (ab 148 €)

Am 13.07. findet ein Water Citizen Lab zum Thema „Wir sind dran: Saubere Ozeane durch plastikfreie Kommunen?“ statt, ebenfalls ein Innovations-Workshop im „Barcamp-Stil“, in dem die Fragen und das Engagement der Bürger*innen und Lösungsansätze auf der persönlichen und kommunalen Ebene im Mittelpunkt stehen. Beginn ist um 10 Uhr, Ende um 18 Uhr.
Zugang: Persönliche bzw. Unternehmens-Mitgliedschaft (ab 48 €) oder Einzelticket (29 €)

Abgerundet wird das Festival-Angebot durch eine Water Celebration Night am 12. Juli von 19 bis 22 Uhr mit dem Motto „Being inspired by the Beauty of our Oceans“. Hier zeigt das Internationale Meeresfilmfestival CINEMARE aus Kiel eine Auswahl seiner schönsten Kurzfilme, bevor der Abend in ein Tanzevent namens „WAVE“ mit Ocean Lover und „DJane for the Future“ Aniketa übergeht.
Zugang: Persönliche bzw. Unternehmens-Mitgliedschaft oder Einzelticket (19 €)

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NABU: Bundesregierung auf dem Betonweg

Tschimpke: Vorschläge der Baulandkommission führen in die Irre

Berlin – Der NABU kritisiert die heute von der sogenannten „Baulandkommission“ vorgelegten Vorschläge als in Teilen kontraproduktiv und schädlich für die Natur. Die jetzt vorliegenden Vorschläge konterkarieren das Ziel der Bundesregierung, den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag reduzieren völlig.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Der ‚Zersiedelungs-Paragraf 13b‘ des Baugesetzbuches gehört nicht verlängert, sondern abgeschafft. Er verstärkt nur die Zerstörung siedlungsnaher Lebensräume und Landwirtschaftsflächen. Einfamilienhäuser lösen nicht die Wohnungsnot. Kurzsichtig ist es auch, die Säge an städtische Waldflächen anlegen zu wollen. Wäldchen und Baumgruppen in der Stadt sind nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern dienen auch der Klimaanpassung und der menschlichen Erholung.“ Auch die Einführung einer Grundsteuer C sei nicht der Weisheit letzter Schluss zur Mobilisierung von Baugrundstücken, da mit einer grundsätzlichen Änderung der Grundsteuer in eine reine Bodensteuer eine geeignetere Alternative zur Verfügung stehe.

Hintergrund
Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie sieht eine Reduzierung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrsfläche von aktuell gut 60 Hektar auf weniger als 30 Hektar pro Tag vor. Gleichzeitig möchte die Bundesregierung den Verlust der biologischen Vielfalt aufhalten, hat das Bundesprogramm Biologische Vielfalt aufgestockt, einen Masterplan Stadtnatur beschlossen und arbeitet an einem Aktionsprogramm Insektenschutz. Der ursprünglich bis zum Ende 2019 befristete §13b des Baugesetzbuches läuft all diesen Bemühungen zuwider, in dem er die Ausweisung von Baugebieten ohne Umweltprüfung und ohne Ausgleich für die entstehenden Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt ermöglicht. Erste Studien zeigen deutlich, dass der Paragraf insbesondere im ländlichen Raum Anwendung findet, um Einfamilienhaus-Siedlungen zu schaffen oder zu erweitern. Der Wohnungsnot in den Ballungsgebieten wird dadurch in keinster Weise abgeholfen.





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NABU-Gärten bieten Tipps zum naturnahen Gärtnern

Mit Förderung von IKEA sind in ganz Deutschland über 30 grüne Oasen und Projekte entstanden

Berlin/Hofheim-Wallau – NABU-Gärten laden zum Schauen und Lernen ein: Deutschlandweit hat der NABU im Rahmen eines Wettbewerbs 32 Modellgärten und Gartenprojekte von NABU-Gruppen mit insgesamt 25.000 Euro gefördert, unterstützt von IKEA Deutschland. Dazu zählen NABU-Gärten, die neu angelegt oder ökologisch aufgewertet wurden, etwa mit Insektennisthilfen, Blühwiesen, Teichen und heimischen Pflanzen. Viele der grünen Oasen können – etwa jetzt in der Ferienzeit – besucht werden. Hobbygärtnerinnen und -gärtner bekommen dort Beratung und Tipps zum naturnahen Gärtnern und Gestaltungsanregungen für den eigenen Garten oder Balkon.

In Zusammenarbeit von NABU, Schulen und Kitas sind ebenfalls Gärten angelegt worden, gemeinsam mit Kindern, Erziehern, Lehrern und Eltern. Kindern und Jugendlichen wird so Naturerleben, Artenschutz und die Produktion gesunder Nahrungsmittel nahegebracht. Ebenfalls gefördert wurden Veranstaltungen zum naturnahen Gärtnern, wie Workshops und Vorträge. Der Wettbewerb lief von Herbst 2017 bis März 2019. Noch bis Ende 2019 werden Gärten und Projekte umsetzt.

„Wir wollen das Bewusstsein dafür schaffen, dass Hobbygärtnerinnen und -gärtner auch auf kleinen Flächen viel für dem Erhalt der Artenvielfalt tun können“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Naturnahe Gärten sind wichtige Rückzugsräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Das möchten wir mit unseren bundesweiten Bildungsangeboten und NABU-Gärten vermitteln.“

„Natur- und Artenschutz sind wichtige Themen für uns“, sagt Christiane Scharnagel, Sustainability Managerin IKEA Deutschland. „Deshalb haben wir auch unsere Kundinnen und Kunden eingeladen, bei der Gestaltung von Balkon und Garten neue Wege zu gehen. An einem gemeinsamen Gewinnspiel zu dem Thema haben über 150.000 Menschen teilgenommen. Wir freuen uns, dass wir so viele Menschen erreichen konnten“, sagt Christiane Scharnagel.

Hintergrund:

NABU und IKEA haben 2017 eine längerfristige Zusammenarbeit gestartet, um naturnahes Gärtnern zu fördern. So wurden 2017 und 2018 Naturgärten am IKEA Einrichtungshaus in Kaarst und am NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle in Angermünde bei Berlin angelegt. Der NABU engagierte sich bereits bundesweit mit eigenen Mustergärten und Beratungsangeboten für mehr biologische Vielfalt im Garten. Mit den Gewinnerprojekten des Gartenwettbewerbs wird dieses Angebot erweitert. Am Beispiel der neuen Themengärten soll veranschaulicht werden, wie jeder durch naturnahes Gärtnern dazu beitragen kann, die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür zu fördern und zu erhalten.

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