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Verschiedenes 

ÖKO-TEST Zahnzusatzversicherungen

ÖKO-TEST Zahnzusatzversicherungen
Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2015 gibt es seit dem 25. September 2015 im Handel.

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Weil die gesetzlichen Kassen die Kunden bei der Zahngesundheit weitgehend allein lassen, boomt das Geschäft mit den privaten Versicherungen. Doch privater Zahnschutz hält nicht, was er verspricht. Oft ist er sogar ein Minusgeschäft. Das ist das Resümee einer aktuellen Untersuchung des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST.

Die Marketingversprechen der Zahnzusatzversicherungen sind vollmundig: „100 % für perfekte Zähne“, kündigt etwa die Allianz an. Doch die neue Analyse von ÖKO-TEST zeigt: Kunden müssen bei den Verträgen schon genau hinschauen. Denn fast jeder Tarif hat Leistungsausschlüsse, Erstattungshöchstgrenzen und -summen, die erst mit längerer Vertragslaufzeit anwachsen. Die Berechnung der Erstattung ist kompliziert; für Kunden erscheint die Leistungsermittlung wie ein Buch mit sieben Siegeln. ÖKO-TEST wollte deshalb wissen, was private Zahnzusatzversicherungen tatsächlich zahlen. Es zeigte sich, dass es bei den 65 untersuchten Tarifen nicht nur große Leistungsunterschiede gibt, sondern auch dass selbst die leistungsstärkste Versicherung im Durchschnitt nur knapp mehr als die Hälfte der Kosten erstattet. Einen Vollschutz bietet somit keiner. Der schlechteste Tarif hat sogar nur eine Erstattungsquote von 8,3 Prozent.

Außerdem sollten Verbraucher darauf achten, dass sie keine Versicherung abschließen, die nur leistet, wenn ein Preis- und Leistungsverzeichnis für Material- und Laborkosten des Versicherers beachtet wird. Denn theoretisch müssten Zahnarzt und Patient die Behandlung auf das Verzeichnis abstimmen, damit überhaupt etwas erstattet wird – in der Praxis ist das nicht praktikabel. Eine Zahnzusatzversicherung rentiert sich auch nicht für jeden. Wer nur selten die Kosten für Zahnbehandlungen bzw. Zahnersatz abfordert, macht Verluste.

Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2015 gibt es seit dem 25. September 2015 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

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Verschiedenes 

ÖKO-TEST Unerlaubte Bankgebühren

ÖKO-TEST Unerlaubte Bankgebühren
Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2015 gibt es seit dem 25. September 2015 im Handel.

Zu Unrecht abkassiert

Um auch in Niedrigzinszeiten gut zu verdienen, drehen Banken und Sparkassen immer kräftiger an der Gebührenschraube. Doch Kunden müssen sich nicht alles bieten lassen. Bei unberechtigten Entgelten – und deren Liste wird immer länger – lohnt Gegenwehr. ÖKO-TEST gibt Tipps, wie man sein Geld zurückbekommt.

Banken lassen sich immer wieder Neues einfallen, um Kunden still und leise abzukassieren. So verlangen sie etwa Pauschalgebühren für Buchungen oder sogar für Informationen über den eigenen Kontostand. Bisweilen wischen sich wohl auch Privatkunden beim Blick auf die Kontogutschrift verwundert die Augen, weil die Bank bei Münzeinzahlungen bis zu fünf Euro einbehalten hat. Manche Geldhäuser legen hier einen ausgesprochenen Erfindergeist an den Tag, um in Zeiten magerer Zinsen noch kostendeckend arbeiten zu können.

Doch Kunden müssen sich nicht alles bieten lassen. Manche Entgelte sind gar nicht erlaubt. ÖKO-TEST hat daher eine Liste mit Bankgebühren zusammengestellt, die Gerichte längst für unzulässig erklärt haben. So dürfen Banken beispielsweise keine Pauschalgebühren für jedwede Buchung verlangen. Auch haben Kunden das Recht, sich kostenlos über den Kontostand zu informieren. Werden Kontoauszüge länger als 30 Tage nicht abgeholt, darf die Bank für die Zwangszusendung keine Gebühren erheben. Ebenso darf das Geldinstitut nichts für das Führen von Darlehenskonten berechnen.

ÖKO-TEST rät, auf den Kontoauszügen nachzuprüfen, ob ungerechtfertigte Entgelte in Rechnung gestellt wurden. Diese kann man zurückfordern und hat dafür sogar eine Frist von drei Jahren.

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Veranstaltungen 

Bleichheim: Garten der Herrenmühle letztmals geöffnet

Bleichheim: Garten der Herrenmühle letztmals geöffnet
Foto: Veranstalter

Ein letztes Mal in diesem Jahr steht der Garten von Hansjörg Haas für Besucher offen.

Der Herbst zeichnet außergewöhnliche Stimmungen in den romantischen Garten im nördlichen Breisgau. Späte Blütenstauden und Teppiche von Spanischen Gänseblümchen, die die Mauern überwallen, bezaubern die Betrachter und spiegeln sich im Wasser. Vielfältige Gräser geben den verschiedenen Räumen Fülle und doch Leichtigkeit. Der Gartenfachmann beantwortet den Besuchern gerne ihre Fachfragen.

Der Garten am Schloßplatz 2 in Herbolzheim-Bleichheim ist am Sonntag, 11. Oktober von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Eintritt : Erwachsene 4 Euro, Kinder frei

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Naturgruppe der städtischen bilingualen Kita Obere Setz gestartet

Karlsruhe: Naturgruppe der städtischen bilingualen Kita Obere Setz gestartet
Lesestunde der Naturgruppe / Foto: Tanja Still

Seit dem 1. September beleben die „Grashüpfer“ oder auch „Grasshopper“ als Karlsruhes erste städtische bilingual, deutsch und englisch, betreute Naturgruppe die zweisprachige Grötzinger Kindertagesstätte (Kita) Obere Setz - und bilden sozusagen eine Fußballmannschaft, die sich aber noch Verstärkung wünscht: Elf Kinder und drei Trainer, in diesem Fall Fachkräfte, eine davon englischsprachig, sind erfolgreich gemeinsam in die Natur gestartet. Das Angebot richtet sich an Drei- bis Sechsjährige und ermöglicht die umfassende Betreuung von 20 Jungen und Mädchen. Noch sind also einige Plätze frei, die interessierte Eltern, so sie ihren Kindern lehrreiche Abenteuer und viel frische Luft ermöglichen möchten, nutzen können. Alles Weitere erklärt Kita-Leiterin Elisabeth Krautt. Informationen und Anmeldung unter Telefonnummer 0721/482335 oder per E-Mail an kita-groetzingen@sjb.karlsruhe.de.

Am Freitag, 25. September, feiern die Grashüpfer zusammen mit der ganzen Kita von 16 bis 18 Uhr ein Apfelfest als offizielle Einführung der neuen Gruppe. Das spielt sich auf deren Basisgrundstück „Am Schiffgraben“, gleich neben dem Parkplatz des Grötzinger Baggersees, ab: mit kleinem Programm und kulinarischen Köstlichkeiten rund um den reichlich geernteten Apfel. Gegen 17.15 Uhr hält die von Idee und Umsetzung begeisterte Ortsvorsteherin von Grötzingen, Karen Eßrich, eine Eröffnungsrede.

Vom Festgelände aus starten die Grashüpfer auch ihre täglichen Expeditionen. Dort steht inzwischen ein grasgrüner Bauwagen als Unterschlupf für ungemütliche Wetterlagen und natürlich auch als Materiallager. Besonderer Höhepunkt für die Kinder war die Anlieferung des Bauwagens per Unimog. Fröhlich wurde das eigene Domizil von den Jungen und Mädchen sofort in Beschlag genommen, inspiziert und für gut befunden. Ein Kind meinte: „Jetzt können wir hier richtig wohnen.“ So kam und ist es. Alle Kinder und Erzieher fühlen sich sehr wohl, freuen sich täglich auf spannende Erlebnisse und Wissenswertes. Grundstück und Revier rund um den See und im Bruchwald bieten vielerlei Abwechslung. Nach Frühstück und Stilleminute als ersten Ritualen stimmt das Naturteam sich auf die Eindrücke der Umgebung ein. Den Morgenkreis bereichern Fingerspiele, Geschichten und Lieder.

Im nahen Forst ist mit Hilfe von Rolf Roser ein fester Wohlfühl- und Sammelplatz mit hölzernem Waldsofa entstanden. Dort können die Grashüpfer nach Herzenslust forschen, entdecken, klettern, eine Räuberhöhle aus Ästen bauen und vieles mehr. Auch machten sich die Naturburschen und -mädels bereits nützlich mit der eigenen Apfelernte. Elf große Säcke voll haben Kinder und Erzieher gepflückt und eingesammelt, dann zum Pressen gebracht, um bereits mehr als 200 Liter köstlichen Apfelsaft zu gewinnen. „Apfelmus auf dem Lagerfeuer kochen“, steht ebenfalls auf dem Plan. So wächst, was 17 naturbegeisterte Elternpaare und Kinder der städtischen Kita mit dem Ziel initiiert hatten, die energiegeladenen und wissbegierigen Kleinen fünf Tage die Woche im Freien unterwegs sein zu lassen. Egal, ob es regnete, kalt oder heiß war: Nichts konnte schon die Angehörigen der Projektgruppe davon abhalten, täglich den Rucksack zu schultern. Sehr schnell wurde klar, dass ein fester Ort als Sammelpunkt für das stärkende gemeinsame Frühstück wünschenswert wäre. Und letztlich kam dafür nur das Gewann „Am Schiffgraben“ als prädestiniert in Frage. Jeden Morgen um 8 Uhr treffen sich die Kinder nun am Grötzinger Spielplatz Ecke Bruchwaldstraße / Weingartenerstraße. Von dort fährt die Gruppe mit dem Bus zur Haltestelle Emil-Arheit-Halle und läuft dann von dort aus zu ihrem Startgelände. Streifzüge durch Wiesen, Wälder und Felder mit pädagogischen Mitarbeitern sind fester Bestandteil des Programms, das Vertrautheit mit Lebensräumen, Pflanzen und Tieren schafft, deren Namen die Jungen und Mädchen wie weitere Phänomene spielerisch lernen. Bis zum Mittagessen gegen 13 Uhr verweilen die Kinder hin und wieder auf dem Basis-Areal, und um 14.30 Uhr erreichen sie dann wieder den Spielplatz.





Verschiedenes 

Karlsruhe: Junges Wisent im Tierpark Oberwald

Karlsruhe: Junges Wisent im Tierpark Oberwald
Junges Wisent im Oberwald: Gut aufgehoben zwischen den Beinen der Großen

Der Kleine entwickelt sich nach Anfangsschwierigkeiten gut

Der Start war etwas holprig, nun aber steht das kleine Wisent mit festen Beinchen auf dem Boden mitten in der Herde im Tierpark Oberwald. Am 7. August war das männliche Jungtier geboren worden. An der Fürsorge der Mutter mangelte es nicht, dennoch wollte der Kleine in den ersten Tagen nicht „richtig in die Gänge“ kommen. Gerade als die Zootierärztin sich den Nachwuchs, der oft auf dem Boden lag und schlecht trank, anschauen wollte, rappelte er sich auf und trank ausgiebig. Seitdem geht es aufwärts mit dem kleinen Wisent. Eine Vermutung ist, dass dem Tier das Wetter anfangs zusetzte: Als es auf die Welt kam, lag über Karlsruhe eine tropische Hitzeglocke, der kurz darauf am Wochenende dann ein heftiges Gewitter folgte.

Die Mutter ist wurde 2010 geboren und kam im Herbst 2014 in den Oberwald. Die Besucherinnen und Besucher des Tierparks können das Jungtier in der nun insgesamt sechs-köpfigen Herde – zwei Männchen und vier Weibchen - beobachten. Etwa am Sonntag, 20. September, wenn der Zoo um 14.30 Uhr zu einer Führung durch den Oberwald einlädt (Treffpunkt: Spielplatz Affenplätzle).

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ÖKO-TEST Kinderteppiche

ÖKO-TEST Kinderteppiche
Das ÖKO-TEST-Magazin September 2015 gibt es seit dem 28. August im Handel.

Krankmacher Plastik

Auf manche Kinderteppiche sollten die Kleinen besser keinen Fuß setzen. Denn sie stecken voller Schadstoffe, die gesundheitsschädigend sind oder Allergien auslösen. Das zeigt ein neuer Test aus dem ÖKO-TEST-Magazin September. Ein Produkt ist nach Ansicht des Verbrauchermagazins sogar nicht verkehrsfähig.

Kleinkinder spielen täglich oft viele Stunden auf Motivteppichen. Doch das viele Plastik darin kann im Kontakt mit der Haut die Kleinen krank machen. ÖKO-TEST hat 15 Kinderteppiche ins Labor geschickt. Zwar kann das Verbrauchermagazin neun davon empfehlen, doch vier rasseln beim Test mit „ungenügend“ durch. Ein Produkt enthält etwa Benzidin in einer Menge, die sehr deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert liegt. Dieser Schadstoff verursacht mit oft langjähriger Verzögerung, aber eindeutig nachweisbar, Blasentumore. Der Teppich dürfte folglich aus Sicht von ÖKO-TEST nicht verkauft werden. Eine andere Matte wird von seinem spanischen Hersteller Lorena Canals als „schadstofffrei“ angepriesen. Doch das Labor fand in ihm Anilin in großen Mengen. Das ist im Blut stark giftig und steht unter Verdacht, für Blasenkrebs zu sorgen.

Bei zwei Produkten fielen die Antirutschnoppen negativ auf, weil sie den fortpflanzungsschädigenden Weichmacher DEHP enthalten. Bei einem weiteren wurden Latexproteine analysiert, die bei Allergikern Juckreiz, Hautquaddeln und Atemnot hervorrufen können.

Zumindest bestanden fast alle Teppiche den Praxistest. Von keinem löste sich Farbe in Schweiß oder Speichelsimulanzien. Nur einer lud sich über Reibung so stark elektrostatisch auf, dass sich der Nachwuchs einen Schlag einfangen kann.

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ÖKO-TEST Schwarzer Tee

ÖKO-TEST Schwarzer Tee
Das ÖKO-TEST-Magazin September 2015 gibt es seit dem 28. August im Handel.

Problemstoffe in der Tasse

Schwarze Tees stecken oft voller Pestizide und anderer Schadstoffe. Dieses Resümee zieht das ÖKO-TEST-Magazin in der neuen September-Ausgabe. Ein türkischer Tee ist sogar so hoch belastet, dass er nicht hätte verkauft werden dürfen. Das Verbrauchermagazin kritisiert zudem, dass viele Anbieter nicht ausreichend belegen konnten oder wollten, dass sie sich um faire Löhne und menschenwürdige Verhältnisse in den Anbauländern bemühen.

Die Arbeit auf den Teeplantagen in den klassischen Anbaugebieten ist eine Schufterei und noch immer Handarbeit, die vor allem von Frauen durchgeführt wird. Die Löhne sind oftmals nicht existenzsichernd. ÖKO-TEST wollte wissen, was Teehersteller tun, um die Menschen in den Ursprungsländern zu unterstützen. Es zeigte sich, dass nur wenige bereit oder in der Lage waren, konkrete Fakten zu den Arbeits- und Anbaubedingungen vorzulegen. Einige Anbieter führten Unternehmensgrundsätze, Lieferantenkodizes oder den Verhaltenskodex des Deutschen Teeverbandes als Nachweis für ihre Anstrengungen ins Feld. Keines dieser Papiere sieht jedoch eine unabhängige, externe Kontrolle vor.

Verbraucher, denen faire Löhne und menschenwürdige Verhältnisse wichtig sind, können sich aber laut ÖKO-TEST an bestimmten Labels orientieren. So wiesen acht Tees im Test Siegel wie Fairtrade oder Naturland aus, die die Einhaltung und unabhängige Kontrolle von sozialen und ökologischen Standards vorschreiben.

Ein bitteres Fazit zieht ÖKO-TEST zudem aufseiten der Inhaltsstoffe. Knapp die Hälfte der Produkte fällt durch. Einer der Gründe dafür sind Pestizide. Die Marke Öztürk Tee Yaprak Filiz Cayi Schwarzer Tee enthielt mehr als 20 Rückstände verschiedener Insekten- und Unkrautvernichter, darunter zwei Stoffe in so hohen Mengen, dass gesetzliche Grenzwerte überschritten wurden. Das Labor fand in einigen Tees aber auch das krebsverdächtige Anthrachinon, das sich allerdings nur schlecht im Teegetränk löst, sowie giftige Pflanzenstoffe, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide. Zwei Marken wiesen eine deutliche Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf. Auch Aluminium ist, gerade in Beuteltee, ein Thema.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Werkzeugkiste auf drei Rädern

Karlsruhe: Werkzeugkiste auf drei Rädern
Thomas Kalesse mit Lastenrad / Foto: Stadt Karlsruhe

Schreiner testen Lastenrad der Stadt Karlsruhe – ein Fahrbericht

Drei Wochen lang hat Thomas Kalesse, Geschäftsführer der gleichnamigen Schreinerei in der Oststadt, Erfahrungen mit dem Karlsruher Lastenrad gesammelt. Organisator der Aktion ist das Stadtplanungsamt, das Bürgerinnen und Bürgern dieses alternative Transportmittel praxisnah vorstellen möchte.

Der alteingesessene Familienbetrieb an der Ostendstraße hat sich auf Fenster- und Türenbau spezialisiert. Für kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten im Umkreis von zwei bis drei Kilometern hat die vierköpfige Belegschaft bereits heute zwei Fahrradanhänger im Fuhrpark. Meister und Gesellen testeten nun, ob sich ein Lastenrad noch besser für ihre Zwecke eignet.

„Als ich das Rad entgegennahm, war ich erst einmal überrascht“, berichtet der 61-jährige. „Die Konstruktion mit drei Rädern war für mich ungewohnt“, sagt der Schreinermeister, der in der Zeitung von der Aktion erfahren hatte. Nach ein paar Proberunden auf dem Firmengelände habe dann aber Neugier über Skepsis triumphiert.

„Als Stadtrat a.D. bin ich Einsparmöglichkeiten und Verbesserungen gegenüber immer aufgeschlossen“, begründet der Firmenchef sein Interesse an dem Transporter, der kostensparend und klimafreundlich mit Muskelkraft betrieben wird. Für den Transport sperriger Materialien oder einer Leiter eigne sich das getestete Modell hingegen nicht, habe der Praxistest bei Kalesse ergeben. Daher setzen er und seine Mitarbeiter das Lastenrad vornehmlich als eine Art rollender Werkzeugkasten ein.

Für den langfristigen Einsatz käme nur ein auf die Ansprüche der Schreinerei zugeschnittenes Lastenrad in Frage. Keine unlösbare Aufgabe: Wie vielfältig sich moderne Lastenräder bereits heute auch für Dienstleister und handwerkliche Betriebe einsetzen lassen, zeigt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) unter http://lastenrad.vcd.org/branchenloesungen. Bis dahin radelt das Kalesse-Team weiterhin mit seinen Fahrradanhängern zum Kunden.

Als nächstes wird die Hausgemeinschaft eines Mehrgenerationen-Projekts in Karlsruhe das Lastenrad Probe fahren. Hier freuen sich insbesondere die älteren Mitbewohner darauf, den neuen Trend bei Transportmitteln kennenzulernen. Aufgrund der starken Nachfrage hat die Stadt Karlsruhe eine weitere Testperiode eingerichtet: Im September wird die Arbeiterwohlfahrt (AWO) testen, ob sich Lastenräder für den Tagespflegedienst eignen.

Die Aktion ist Teil der Info- und Werbekampagne „Tu's aus Liebe!“ des Stadtplanungsamtes Karlsruhe. Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs in der Stadt von derzeit 25 auf 30 Prozent bis zum Jahr 2020 zu steigern. Das Lastenrad wollen die Organisatoren als günstige Transportalternative ohne CO2-Emissionen und als stressfreies Fortbewegungsmittel bekannt machen - inspiriert von Boomregionen wie Kopenhagen, wo bereits etwa 40 000 Lastenräder zu einem entspannten Stadtbild gehören.

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