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Veranstaltungen 

Pilze, Pilze, Pilze: Die Waldhaus-Termine im September 2019

Pilze, Pilze, Pilze: Die Waldhaus-Termine im September 2019
Pilze / Foto: LauraFischer

Freiburg. Die Anzahl und die Vielfalt der Pilze ist nahezu unüberschaubar. Auch das Wachsen und Vergehen der Bäume und Pflanzen im Wald ist auf eine Fülle unterschiedlichster Pilzarten angewiesen. Neben dem Pilzpfad des Holzkünstlers Thomas Rees hinter dem Waldhaus bietet das Waldhaus allen Interessierten mit einer Pilzexkursion und einer Frischpilzschau Möglichkeiten an, sich zum Thema Pilze weiterzubilden. Auch Schulklassen können einen Vormittag zum Thema Pilze buchen.

Während der Pilzsaison können Pilzsammler ihre Funde jeweils sonntags, am 1. und am 8. September, im Waldhaus gegen einen Betrag von 5 Euro der Pilzexpertin Veronika Wähnert vorlegen und sich zwischen 15 und 17 Uhr beraten lassen. Dieses Angebot gilt, wenn es witterungsbedingt Pilze gibt. Mit der Diplom-Biologin Wähnert, Pilz-Coach und Pilzsachverständige der DGfM, steht eine ausgewiesene Pilzexpertin bereit.

Dienstag, 3. September, 13 bis 17 Uhr // Anmeldeschluss: 26. August
Pilzexkursion: Ohne Pilze kein Wald
Pilze sind überall in großer Zahl und ungeheurer Artenvielfalt zu finden. Bei dieser Exkursion stehen die Pilze im Mittelpunkt, die uns je nach Wetterlage mehr oder weniger zahlreich im Wald begegnen werden. Erfahren Sie interessante Einzelheiten zu Lebensweise, Vorkommen sowie Speisewert oder Giftigkeit einzelner Arten. (Das Sammeln von Speisepilzen ist nicht Ziel der Veranstaltung.). Die Exkursion wird geleitet von Pilz-Coach Veronika Wähnert. Bitte mitbringen: Pilzkorb, Messer, Schreibzeug, ggfs. Fotoapparat und Bestimmungsbücher. Teilnahmebeitrag: 17 Euro, Kinder 9 Euro.

Sonntag, 29. September, 10 bis 17 Uhr // Ohne Anmeldung
Frischpilzausstellung im Waldhaus
Bei dieser zweiten großen Frischpilzschau im Waldhaus sind frische und getrocknete Pilze sowie viele weitere Exponate zum Thema Pilze zu bestaunen. Informiert wird u.a. über Pilze, die für den Menschen schädlich oder nützlich sind, über Färbepilze, Vitalpilze, über Zeitschriften und Bücher sowie über Alltagsgegenstände mit Pilzbezug. Die Ausstellung wird von der Pilzsachverständigen Veronika Wähnert und dem Freiburger Pro Pilz-Team organisiert und begleitet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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Verschiedenes 

Umweltverbände: Erhalt der Artenvielfalt zur Chefsache machen

Bundeskanzlerin Merkel muss mit Frankreich beim Kampf für die Biodiversität vorangehen

Berlin/Biarritz, 23. August 2019 - Anlässlich des G7-Gipfels in Biarritz fordert ein breites Bündnis aus deutschen Umweltverbänden die Unterstützung der Bundeskanzlerin für eine französische Initiative zum Schutz der Artenvielfalt.

Kanzlerin Angela Merkel muss dafür sorgen, dass der Kampf gegen das weltweit dramatisch voranschreitende Artensterben und den Verlust der Natur auf dem G7-Gipfel endgültig zur Chefsache gemacht wird, fordern die Verbände. „Der Internationale Biodiversitätsrat (IPBES) prognostiziert, dass in den nächsten Jahrzehnten eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind. Wenn das Realität wird, ist die Menschheit selbst in Gefahr. Die Bundeskanzlerin muss gemeinsam mit Gastgeber Emmanuel Macron und anderen Staatschefs eine starke Allianz für die Artenvielfalt und den Erhalt der Natur schmieden“, so die Umweltverbände. Nur so könnten Regenwälder, Mangroven, Korallenriffe und andere wertvolle Lebensräume vor der weiteren Zerstörung bewahrt werden.

Die doppelte Krise des Artensterbens, die Zerstörung der Ökosysteme und die zunehmende Erderhitzung bedroht unsere Lebensgrundlagen, unsere Gesundheit, Sicherheit und Wirtschaft in einer nie da gewesenen Art und Weise. Denn leider werden die bestehenden internationalen und europäischen Vereinbarungen nur schleppend in Taten umgesetzt. Strafverfahren der EU gegen Deutschland wegen mangelhafter Ausweisung von Schutzgebieten oder Überdüngung seien hierfür nur Beispiele, mahnen die Umweltverbände.

Die G7-Chefs müssten daher bei ihrem Treffen ein deutliches Zeichen setzen. Die von Frankreich initiierte Erklärung der G7-Umweltministerinnen und Umweltminister zur Erhaltung der Natur und zum Stopp des Artenschwundes, die sogenannte „Charta von Metz zur biologischen Vielfalt“ vom 6. Mai 2018, müsse von Deutschland uneingeschränkt und mit Nachdruck unterstützt werden. Bundeskanzlerin Merkel sollte hier den Schulterschluss mit Frankreichs Präsident Macron herstellen und die anderen Staatschefs auf einen klaren Naturschutzkurs einschwören.

Die G7-Staaten müssen außerdem vereinbaren, den Stopp des Artensterbens im kommenden Jahr zum Top-Thema des nächsten G20-Gipfels in Saudi-Arabien sowie der 75. UN-Generalversammlung im Jahr 2020 machen. Denn nur so könne der „Weltnaturschutzgipfel“ im chinesischen Kunming im Oktober 2020 ein Wendepunkt für die Rettung der Biodiversität werden.

Ausgehend von der Charta von Metz muss der G7-Gipfel nach Ansicht der Verbände folgende vier Kernforderungen konkret aufgreifen:

1. Wende in der Wirtschaftspolitik: Ein neues internationales Abkommen muss endlich primär und effektiv die Treiber des Artensterbens angehen. Dafür ist eine grundlegende Wende in der Nutzung von Landflächen und Meeren hin zu einer natur- und klimaschonenden Land-, Waldwirtschaft und Fischerei einzuleiten, wie vom Weltbiodiversitätsrat angemahnt. Hierzu gehört die rasche Abschaffung aller naturschädlichen Subventionen ebenso wie die Etablierung positiver Anreize zur Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen.

2. Schutzgebiete: 30 Prozent der Land- und Meeresfläche müssen bis zum Jahr 2030 im Einklang mit indigenen Völkern und lokalen Gemeinden effektiv für den Erhalt der Natur geschützt werden. Hierfür sind Regeln und Gelder notwendig, die sicherstellen, dass damit die wichtigsten Gebiete für den Erhalt der Artenvielfalt und Ökosysteme gesichert, gut gemanagt, ausreichend finanziert und untereinander vernetzt werden. Dabei sind die Bedürfnisse von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften zu berücksichtigt.

3. Finanzierung: Die Investitionen in den Schutz unserer Lebensgrundlagen müssen enorm gesteigert werden. Die G7-Länder müssen ihre Investitionen in den Naturschutz massiv erhöhen. Damit würde auch ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens durch den Schutz wichtiger Kohlenstoffsenken geleistet werden. Deutschland macht dabei seine eigenen Hausaufgaben bisher nicht. Bund und Länder müssen ihre Ausgaben für den Schutz von Arten und Lebensräumen von derzeit gut 500 Millionen Euro auf mindestens 1,4 Milliarden Euro jährlich steigern.

4. Kontrolle: Konkrete und einheitliche Umsetzungs- und Berichtspflichten für die 196 Vertragsstaaten müssen sicherstellen, dass Regierungen, die die Naturschutzziele in ihren Ländern nicht ausreichend umsetzen, öffentlich zur Rechenschaft gezogen werden.

Im zweiten Halbjahr 2020 wird die Bundesregierung die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen und daher eine große Verantwortung dafür tragen, dass gemeinsam mit dem Gastgeber China auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD COP15 in Kunming/China) die richtigen Weichenstellungen für das nächste Jahrzehnt gestellt werden. Ein Versagen der Bundesregierung, der EU und der Weltgemeinschaft beim Schutz der Artenvielfalt und der Ökosysteme würde in naher Zukunft zu irreparablen Schäden nicht nur mit verheerenden Folgen für unsere Lebensgrundlagen, sondern auch mit immensen Kosten für Wirtschaft und Gesellschaft führen“, so die Verbände.

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, DNR, Forum Umwelt & Entwicklung, Greenpeace, NABU, WWF Deutschland zum G7-Gipfel in Biarritz (24.-26. August 2019)





Verschiedenes 

NABU zu Strukturwandel in Kohle-Regionen: Viele Maßnahmen sind klimaschädlich

Tschimpke: Milliarden-Hilfen nur für nachhaltige Entwicklung und wirklichen Strukturwandel einsetzen

Berlin – Der NABU kritisiert die aktuellen Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums zum Strukturwandel in den Kohle-Regionen als zum Teil klimaschädlich. Ein Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle oder der Neubau von Autobahnen würden den Klimazielen zuwiderlaufen. Kritik übt der NABU auch an der viel zu kurzen 24-stündigen Frist zur Beteiligung der Verbände am „Referentenentwurf Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“. „Es kann nicht sein, dass Verbände und Politik sich zu solch komplexen Plänen innerhalb von 24 Stunden eine Meinung bilden sollen. Deshalb haben wir eine Fristverlängerung beantragt und erwarten ein ordentliches Beteiligungsverfahren“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Der NABU kritisiert, dass jetzt überstürzt neben sinnvollen auch zahlreiche klimaschädliche Maßnahmen gefördert werden sollen. So ist neben der Ansiedlung von Bundes- und Forschungseinrichtungen etwa der Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle angedacht, außerdem der Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen. Fest eingeplant sind dabei der sechsspurige Ausbau der A4 bis zur polnischen Grenze und der Neubau der B176 zwischen Neukieritzsch und Pödelwitz südlich von Leipzig.

„Es ist absurd: Statt in die Kohle sollen jetzt Millionen in eine andere klimaschädliche Branche fließen. Der Straßen- und Flugverkehr werden gefördert, obwohl Anwohner und Natur schon jetzt zu stark belastet sind. Dem Bundeswirtschaftsministerium geht es mit dem Gesetz offensichtlich nicht um einen nachhaltigen, klimafreundlichen Strukturwandel in den Kohleregionen“, so Tschimpke.

Bei der B176 müsse es sich zudem um einen Irrtum handeln, so der NABU. Denn diese ist bereits seit 2011 im Bau. Ihr Neubau müsse Aufgabe der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft MIBRAG sein, schließlich ist die Straße zur Ausweitung des Tagebaus „Vereinigtes Schleenhain“ gedacht. In diesem Fall wäre das Bergbauunternehmen als Verursacher des Eingriffs auch für die Finanzierung verantwortlich. „Dieser Entwurf ist nicht ausgegoren. Dafür haben das Bundeswirtschaftsministerium und die Länder sieben Monate gebraucht – und den Verbänden räumen sie nur einen Tag zur Stellungnahme ein“, so Tschimpke.

Mit den vorgelegten Plänen würden die Kohle-Regionen nicht klimagerecht modernisiert, kritisiert der NABU. Zwar stehen im Bedarf 38 Bahninfrastrukturvorhaben, doch schon jetzt schöpft die Bahn ihre Mittel für den Ausbau des Schienennetzes nicht aus. Aus den nicht abgerufenen Geldern könnten laut Entwurf 74 Pläne zum Ausbau von Fernstraßen finanziert werden. „Das lehnen wir ab. Das Gesetz ist nicht dazu da, den Straßen- und Flugverkehr zu fördern. Und mit Blick auf das Klima ist dies keinesfalls tragbar“, so Tschimpke.





Verschiedenes 

Ausbau der Rad-Vorrang-Route FR2 - zweimal neue Vorfahrt für den Radverkehr

Badenweilerstraße wird Freiburgs 17. Fahrradstraße

Markierungsarbeiten starten heute

Die Badenweilerstraße und der Geh- und Radweg nördlich des Kronenmühlebaches Richtung Dreisam sind Teil der Rad-Vorrang-Route FR2 entlang der Güterbahn. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) führt nun in diesem Bereich weitere Verbesserungen für den Radverkehr durch. Dabei werden auch Hinweise aus der Bevölkerung aufgegriffen. Bei einer Verkehrszählung kam heraus, dass fast drei viertel des Verkehrs in der Badenweilerstraße Radverkehr ist. Und dementsprechend biegen fast drei viertel der Verkehrs-teilnehmer aus der Badenweilerstraße ab in den Geh- und Radweg Richtung Dreisam.

Die Badenweilerstraße wird daher in den nächsten Tagen zur Fahrradstraße und an dem genannten Abzweig wird eine abknickende Vorfahrt eingerichtet. So wird die Verkehrs-regelung deutlicher - wie aus der Bevölkerung angeregt - und entspricht dann den tatsächlichen Verkehrsströmen. Auch am anderen Ende erhält die Fahrradstraße Vorfahrt gegenüber dem Abzweig zum Unteren Mühlenweg.

Für die Anwohnerschaft ändert sich in der Badenweilerstraße durch die Einrichtung der Fahrradstraße nur wenig: Es gilt nach wie vor Tempo 30 und die Fahrradstraße wird für den motorisierten Verkehr freigegeben, es gibt also keine wesentlichen Einschränkungen. Lediglich im Laufe der Markierungsarbeiten sind in den nächsten Tagen temporäre Beeinträchtigungen unumgänglich, für die das GuT um Verständnis bittet.

Gegenüber dem Kinderspielplatz an der Badenweilerstraße wird ein Parkplatz entfernt, um Kindern eine bessere Sicht beim Überqueren der Straße zu ermöglichen - so ein Wunsch der Anwohnerschaft. Auch im Bereich der Brücke über den Dorfbach wird ein Parkverbot angeordnet. Hier gab es Hinweise aus der Bürgerschaft, dass die Einmündungen der Wege durch parkende Autos unübersichtlich wären.

Der anschließende Weg Richtung Brücke über die Haslacher Straße und Dreisam wird im Herbst dann noch verbreitert und die dort vielfach beklagte enge Kurve gefälliger gestaltet.

In den letzten Jahren hat das GuT bereits entsprechend des Radverkehrskonzeptes 2020 auf dieser Route einige Baumaßnahmen umgesetzt, um sie für den Radverkehr sicherer und attraktiver zu machen. So hat das GuT beispielsweise eine Brücke über die Ferdinand-Weiß-Straße gebaut, einen Durchstich unter dem Unteren Mühlenweg und einen unter der Opfinger Straße hindurch.

Die Maßnahmen zeigen gute Erfolge, in den letzten Jahren benutzen immer mehr Radfahrende die Vorrang-Route FR2: Die durchschnittliche Zahl der Radfahrenden pro Tag wuchs von 2015 bis Juli 2019 um über 50 Prozent an. Fuhren an der Zählstelle nördlich der Dreisam zu Beginn der Zählungen im Sommer 2015 meist um die 2.000 Radlerinnen und Radler vorbei, sind es in diesem Sommer meist über 3.000, Mitte Juli waren es sogar über 4.400.





Verschiedenes 

NABU-Kreuzfahrt-Ranking 2019: Luft wird etwas sauberer, Klimabelastung steigt

Miller: Kreuzfahrt darf nur mit Nullemissionsantrieben eine Zukunft haben

Hamburg/Berlin – Der Kreuzfahrtmarkt boomt und belastet trotz einzelner Verbesserungen die Luft und auch das Klima zunehmend. Das ist das Ergebnis des NABU-Kreuzfahrtrankings 2019, das der Umweltverband am heutigen Mittwoch in Hamburg vorstellte. Ein kleiner Teil der Flotte wird zwar zunehmend sauberer, das Gros der Branche setzt aber weiterhin auf Schweröl und verzichtet auf den Einsatz von Abgastechnik. Besonders verheerend schlägt die Klimabilanz der Schiffe zu Buche, die der NABU dieses Jahr zusätzlich in den Fokus nimmt. Sämtliche der 89 bewerteten Schiffe werden mit fossilen Kraftstoffen betrieben, die enorme Treibhausgasemissionen verursachen. Einzig zwei Segelschiffe schneiden hier besser ab, entsprechen jedoch auch nicht dem gängigen Schiffstypus.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Es ist ein Schlag ins Gesicht der Jugend, dass sich die Kreuzfahrtbranche im Grunde geschlossen dem Klimaschutz verweigert. Gerade dieser Tage kann niemandem entgangen sein, unter welch enormen Handlungsdruck die Weltgemeinschaft angesichts der Klimakrise steht. Dennoch spülen die Anbieter Jahr für Jahr weitere Riesenschiffe auf den Markt, die allesamt mit fossilen Kraftstoffen betrieben werden. Das ist absolut unzeitgemäß und verantwortungslos. Die Kreuzfahrt darf nur mit Nullemissionsantrieben eine Zukunft haben.“ Laut NABU dominieren Schweröl-getriebene Dieselmotoren weiterhin die Antriebstechnik. Seit Kurzem nehmen auch immer mehr Kreuzfahrtschiffe mit Flüssiggasantrieb den Betrieb auf. Doch auch dieses Flüssiggas (LNG – liquid natural gas) ist weiterhin ein vollständig fossiler Brennstoff, der zudem teilweise mit erheblichen Eingriffen in die Umwelt gewonnen wird. Hinzu kommt der sogenannte „Methanschlupf“, bei dem das hoch-potente Klimagas „Methan“ in die Atmosphäre entweicht. Entsprechend bietet der Gasantrieb zwar in puncto Luftschadstoffminderung unbestreitbare Vorteile gegenüber Marinediesel und Schweröl, nicht jedoch in Hinblick auf die Klimabilanz der Flotte.

Daniel Rieger, NABU-Leiter Verkehrspolitik: „Die Steuerbefreiung mariner Kraftstoffe in Zeiten der Klimakrise ist fatal und muss dringend beendet werden. Solange der Einsatz fossiler Energieträger massiv subventioniert wird und auch die Emissionsstandards und Anforderungen an Energieeffizienz der Schiffe lächerlich gering sind, wird es keine Antriebswende in der Schifffahrt geben. Wir müssen die gesetzlichen Bestimmungen massiv verschärfen, um die Entwicklung und den flächendeckenden Einsatz emissionsfreier Technologien auch in der Schifffahrt zu befördern. Anders kann die Branche nicht bis 2050 komplett klimaneutral werden.“

Der NABU erfasste dieses Jahr erstmalig Technologien zum Klimaschutz im Bereich der Antriebe und der Energieversorgung, die nun in einer gesonderten Kategorie ausgewiesen sind. Einzig zwei Segelschiffe sowie jene Schiffe, die über einen Landstromanschluss verfügen und über diesen ihren Energiebedarf während der Liegezeit im Hafen mit Strom aus erneuerbaren Quellen speisen, schneiden hier besser ab. Auch Hurtigruten setzt mit dem Hybridschiff „Roald Amundsen“ neue Maßstäbe, die einen Effizienzgewinn des weiterhin dieselelektrischen Antriebs und damit eine CO2-Minderung ermöglichen.

Die Bewertung anhand der Luftschadstoffemissionen führt wie auch bereits im vergangenen Jahr die deutsche Reederei AIDA mit ihrem jüngsten Flottenzugang, der AIDA Nova an. Der italienische Mutterkonzern von AIDA, Costa Crociere, konnte mit seinem ebenfalls flüssiggasbetriebenen Neuzugang „Costa Smeralda“ gleichziehen. Auf dem dritten Platz landen drei Schiffe der Reederei Hapag-Lloyd: Die „Europa 2“, Sieger des Jahres 2013, sowie die beiden neuen Expeditionskreuzfahrtschiffe „Hanseatic Nature“ und „Hanseatic Inspiration“. Weit abgeschlagen und seit jeher auf die letzten Plätze abonniert sind die Schiffe der Branchenriesen MSC und Royal Caribbean. Auch der deutsche Anbieter TUI Cruises rangiert mittlerweile nur noch auf dem 13. Platz.

Partikelfilter und Stickoxidkatalysatoren sind weiterhin Mangelware. Immerhin hat dafür mit dem französischen Anbieter Ponant die erste Reederei den freiwilligen Abschied vom Schweröl verkündet und damit die Voraussetzung für zeitgemäße Abgasnachbehandlung geschaffen. Nach wie vor fordert der NABU den generellen Verzicht auf Schweröl und den flächendeckenden Einsatz von Abgastechnik für alle Schiffe im Bestand.

Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg: „Dass heute noch Schiffe mit einem Jahrzehnte alten technischen Standard unterwegs sind, ist ein Skandal. Die umfassende Reduktion von Luftschadstoffen ist heute technisch möglich. Die Technologien für Neubau und Nachrüstung sind verfügbar und kosten einen Bruchteil im Vergleich zu den Baukosten für ein neues Schiff. Jetzt gilt es, saubere Abgastechnik schnellst möglich auf allen Schiffen zu verbauen und zur gesetzlichen Vorschrift für das Einlaufen in Häfen zu machen. Außerdem ist die Landstrompflicht in allen europäischen Häfen überfällig.“ Das setzt neben der ernsthaften Bereitschaft der Kreuzfahrtunternehmen auch voraus, dass z.B. in Hamburg und nicht nur in Altona, sondern auch an den Terminals in der Hafencity und Steinwerder Landstromanlagen installiert werden.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Waldbaden im Hardtwald

Einführung mit Naturpädagogin am 14. September

Einen Schwimmanzug braucht man nicht, nur die Bereitschaft, die heilsame Wirkung des Waldes anzunehmen, um sich - zumindest für einige Stunden - vom stressigen Alltag zu erholen. Am Samstag, 14. September, bekommen Interessierte im stadtnahen Hardtwald von 14 bis 18 Uhr einen Einblick in das "Waldbaden", das in Japan schon lange unter der Bezeichnung "Shinrin Joku" bekannt ist.

Naturpädagogin Daniela Schneider bringt den Teilnehmenden die heilsame Wirkung des Waldbadens näher. Die Veranstaltung kostet 20 Euro und setzt eine Anmeldung bis zum 7. September bei der Waldpädagogik Karlsruhe voraus, entweder telefonisch unter 0721/133-7354 oder per E-Mail unter waldpaedago-gik@fa.karlsruhe.de. Dabei wird auch der Treffpunkt bekannt gegeben.

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Veranstaltungen 

Tag der Fische

Tag der Fische
Kleinboot am Strand © Valerie Ganio

Slow Food fordert tragfähige Lösungen für Dorsch und Hering in der Ostsee

Zum Tag der Fische am 22. August fordert Slow Food Deutschland von der Politik, die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Fischerei rechtzeitiger und konsequenter umzusetzen. Nur dann können Menschen auch künftig von Fischfang und -verarbeitung leben und Fisch als wertvolles Lebensmittel genießen. Am Aktionstag diskutiert der Verein am Beispiel der Ostsee mit Experten und Verbrauchern in Lübeck, wie ein tragfähiger Meeresschutz gelingen kann. Zum Abschluss wird es eine öffentlichkeitswirksame Fotoaktion geben, um politische Entscheidungsträger auf Bundes- und EU-Ebene zum Handeln aufzurufen.

Die Ostseefischerei hat bei der Beendigung der Überfischung in der EU über einige Jahre hinweg eine Vorreiterrolle gespielt. Nun aber ist die Situation einiger der wichtigsten Fischbestände in der Ostsee wissenschaftlichen Analysen des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) zufolge höchst kritisch. Zu den regionalen ‚Sorgenkindern‘ gehört der Dorsch, die wirtschaftlich wichtigste Zielart. Sein Bestand in der östlichen Ostsee verschlechtert sich seit vielen Jahren. Auch der Hering in der westlichen Ostsee ist weit von den EU-rechtlichen Nachhaltigkeitsmarken entfernt. Als Gründe nennt die Wissenschaft neben der übermäßigen Fischerei erhöhte Wassertemperaturen in Folge des Klimawandels und gebietsweise auftretenden Sauerstoffmangel, für den Einträge aus der Landwirtschaft mitverantwortlich sind. Ende Juli wurde für den Ostdorsch ein Fangverbot verhängt, auch für den Hering in der westlichen Ostsee wurde ein Fangstopp empfohlen.

Slow Food fordert die Entscheidungsträger in BMEL und BMU auf, konsequenter für nachhaltige Fischbestände in der Ostsee einzutreten. Dazu Nina Wolff, Fischereiexpertin und stellvertretende Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Um in der Ostsee Fischbestände in ökonomisch relevanten und ökologisch sinnvollen Größen zu erhalten, müssen in Berlin und Brüssel gleich mehrere Hebel umgelegt werden. Die unverzichtbare Grundlage bilden wissenschaftskonforme Fanggrenzen und -pausen, gemäß dem rechtlich bindenden Versprechen der EU, bis 2020 ausnahmslos alle Fischbestände nachhaltig zu bewirtschaften. Immer deutlicher zeigt sich aber auch, dass die hinlänglich bekannten Defizite in der Klima- und in der Agrarpolitik auch für die Fischbestände, Fischer und Fischgenießer schwerwiegende Folgen haben. Solche Versäumnisse sind aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht unverantwortlich und erfordern der Dringlichkeit entsprechend zügige Abhilfe“. Slow Food fordert langfristige Erholungspläne für Dorsch und Hering, ein Ende der Überdüngung der Ostsee infolge der industriellen Landwirtschaft sowie eine ambitionierte Klimastrategie der Bundesregierung bis September.

Den diesjährigen Tag der Fische nutzt der Verein, um die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren und lädt Lübecker am 22.8. ab 18:30 Uhr ins Europäisches Hansemuseum ein. Gemeinsam mit Experten diskutieren sie, wie das Management von maritimen Ökosystemen und Fischerei für Mensch, Tier und Umwelt sauber und fair gelingen kann und welchen Beitrag Verbraucher leisten können. Mit dabei sind Vertreter des Naturschutzbund Deutschland e.V., der Interessengemeinschaft InfoPortal „Fisch vom Kutter“, der Lighthouse Foundation und des Fischereischutzverband Schleswig-Holstein e.V. Im Anschluss bilden die Gäste eine Art Fischschwarm, um sich mit Plakaten von Dorsch und Hering zum Meeresschutz zu bekennen.

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Verschiedenes 

NABU-Insektensommer: Steinhummel und Ackerhummel am häufigsten beobachtet

Insekten profitieren von blütenreichen Gärten - Sommer der Wanderfalter - Weniger Wespen als 2018   

Berlin – Fluginsekten wie Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und Fliegen wurden beim NABU-Insektensommer 2019 am häufigsten beobachtet. Wie im Vorjahr ist die Steinhummel Spitzenreiterin bei der Zählung im Frühsommer und die Ackerhummel im Hochsommer. Gewinner dieses Sommers sind aber zwei Wanderfalter. Admiral und Distelfalter legten stark zu, so die Bilanz der großen NABU-Insektenzählung. An jedem zehnten Insektensommer-Beobachtungspunkt wurden Distelfalter beobachtet. Auch der schwarz-rot gezeichnete Admiral wurde deutlich häufiger gesichtet als im Vorjahr.

„Der häufigste Beobachtungsort ist wie auch im vergangenen Jahr der eigene Garten. Unsere Insektenzählung zeigt, dass Gärten inzwischen zu wichtigen Lebensräumen für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten geworden sind, weil sie hier noch Nahrungsquellen finden. Daher ist es umso wichtiger, dass Gartenbesitzer auf naturnahe Gärten mit heimischen Stauden und Kräutern setzen“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der Insektensommer fand vom 31. Mai bis zum 9. Juni und vom 2. bis zum 11. August statt. Insgesamt nahmen mehr als 16.300 Insektenfans teil und gaben über 6.300 Meldungen ab.

Während Schmetterlinge im Frühsommer nicht unter den Top Ten vertreten waren, lagen im August vier Tagfalter auf den vorderen Plätzen. Neben dem Distelfalter auf Platz vier und dem Admiral auf Platz acht, konnte der Kleine Kohlweißling den dritten Platz beanspruchen, vor dem Kleinen Fuchs auf Platz sechs. Bei vielen Schmetterlingsarten hat wohl der extrem trockene Sommer 2018 zu einer Verknappung der Raupenfutterpflanzen geführt, so dass die Frühjahrsgeneration auf niedrigem Niveau startete, dann aber gute Bedingungen vorfand, was eine hohe Fortpflanzungsrate zur Folge hatte.

„Der Frühling kam in diesem Jahr mit Verspätung. Der Mai war insgesamt zu kühl, daher waren im Juni weniger Schmetterlinge als üblich zu beobachten. Dieser wetterbedingte Nachteil im Juni hat sich aber im Hochsommer wieder ausgeglichen“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. Auch scheint es ein weniger gutes Jahr für Wespen zu sein als der vergangene Hitzesommer. Die Gemeine Wespe – eine typische Besucherin, wenn es Essen im Freien gibt – belegte im August 2018 Platz fünf. In diesem Jahr stehen Wespen auf Rang 12 und 16.

Während die Falter gegenüber dem Frühsommer aufgeholt haben, sah es bei Bienen und Hummeln bereits im Juni gut aus und dabei ist es geblieben. Die Blaue Holzbiene zum Beispiel breitet sich weiter in Deutschland aus, ihr kommt die trockenwarme Witterung zugute. Erdhummeln und Steinhummeln haben gegenüber 2018 deutlich zugelegt.

Insgesamt wurden mit 11,5 Arten je Beobachtungspunkt 20 Prozent mehr Insektenarten notiert als 2018 mit 9,5. Zu den Artengruppen, die häufiger als 2018 gezählt wurden, gehören auch Wanzen, Heuschrecken und Schwebfliegen. Ähnliche Werte wie 2018 haben Fliegen, Käfer, Ameisen und Libellen. Erfreulich ist das große Interesse an der NABU-App „Insektenwelt“, die über 204.000 Mal heruntergeladen wurde. Sie ist kostenfrei unter www.NABU.de/apps erhältlich und bietet ausführliche Insektenporträts der 122 bekanntesten Arten, die in Deutschland vorkommen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich in beiden Zählräumen zusammen genommen 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen.

Wenn Admiral und Distelfalter im Herbst wieder gen Süden ziehen, überwintern heimische Insekten in unterschiedlichen Stadien hierzulande.
„Ebenso wichtig wie das Insektenbuffet im Frühjahr und Sommer ist es, im Herbst Mut zu wilden Ecken zu beweisen. Dann bieten die vertrockneten Blüten, Stängel und Blätter Unterschlupf für viele Insektenarten, die als Raupe, Larve, Puppe oder Ei überwintern“, so Franzisi. Die Daten der Zählaktion „Insektensommer“ werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Mit dem „Insektensommer“ will der NABU auf die enorme Bedeutung von Insekten aufmerksam machen. Diese Tiergruppe ist stark gefährdet und am wenigsten erforscht. In Deutschland gibt es etwa 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor. Im kommenden Jahr findet der Insektensommer vom 29. Mai bis 7. Juni und vom 31.Juli bis 9. August 2020 statt.

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