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Verschiedenes 

ÖKO-TEST Gartendünger

ÖKO-TEST Gartendünger
Das ÖKO-TEST-Magazin Mai 2015 gibt es seit dem 24. April 2015 im Handel.

Schwermetalle für die Blumen

Die meisten Gartendünger enthalten zu viele Schwermetalle. Zu diesem Ergebnis kommt das ÖKO-TEST-Magazin in der aktuellen Mai-Ausgabe. Außerdem stecken bis zu sechs Pestizide in manchen Produkten. Ärgerlich ist ebenso, dass die Diskrepanz zwischen den tatsächlich gemessenen Gehalten an Nährstoffen und den Angaben auf der Verpackung häufig sehr groß ist.

Nur zwei mineralische Dünger kann ÖKO-TEST empfehlen. Die anderen 18 getesteten Produkte konnten das Verbrauchermagazin nicht überzeugen. Das hat mehrere Gründe: So tragen 13 Dünger mehr als dreimal so viel Schwermetalle in den Boden ein, als ihm im Laufe einer Vegetationsperiode entzogen werden kann. Da sich diese im Boden anreichern, erhöht sich in dem selbst gezogenen Obst und Gemüse der Schwermetallgehalt. Zudem besteht die Gefahr des Eintrags ins Grundwasser.

ÖKO-TEST kritisiert außerdem, dass die Hersteller zu viel Phosphat zusetzen. Denn das kann einerseits zur Überdüngung des Gewässers beitragen. Andererseits ist dieser Rohstoff nur mehr begrenzt verfügbar, da er aus fossilen Lagerstätten gewonnen wird, die langsam zur Neige gehen.

In zwölf Marken wies das Labor Chlorat nach, sechs enthielten Perchlorat. Beide Stoffe können unter anderem die Aufnahme von Jodid in die Schilddrüse hemmen. Darüber hinaus fand das Labor in neun Produkten Pestizide, in zwei Düngern sogar je sechs verschiedene. Dioxine, eine Gruppe von toxischen, schwer abbaubaren Stoffen enthielten alle organischen Dünger, zum Glück nur in Spuren. In einem fanden sich aber auffällige Werte an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen), von denen einige krebserregend sind.

Schlechte Karten haben auch Hobbygärtner, die genau nach Bedarf düngen möchten. Denn bei den meisten Produkten ist nicht drin, was auf der Verpackung steht. Die Abweichungen im Nährstoffgehalt liegen teils bei mehr als 50 Prozent.

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Verschiedenes 

Gegen den Strom zurück an die Quelle Europas

Gegen den Strom zurück an die Quelle Europas
Kanufahren im Donautal / Foto: TMBW Düpper

Baden-Württemberg und Bayern entdecken die „Junge Donau“ neu

ULM, 21. April 2015 – Mit einer Gesamtlänge von fast 3.000 Kilometern ist die Donau nicht nur der bekannteste, sondern auch der zweitlängste europäische Strom. Von der Quelle im Schwarzwald bis ins bayerische Passau fließt die junge Donau durch einige der schönsten, teils noch unentdeckten Landschaften in Deutschlands Süden. Gemeinsam mit der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) haben die Landesmarketingorganisationen von Baden-Württemberg und Bayern deshalb das Projekt „Die Junge Donau“ ins Leben gerufen.

Bei einer Reise entlang der jungen Donau ergeben sich zahlreiche neue Blickwinkel auf einen altbekannten Fluss. Wer sich „Gegen den Strom“ auf den Weg macht, wird außergewöhnliche Einblicke in Naturphänomene und unerwartete Aktivangebote auf und an der Donau erleben. Gleichzeitig machen einige der ältesten Fundplätze der menschlichen Kulturgeschichte eine Fahrt entlang des Flusses zu einer Zeitreise zurück an die „Quelle Europas“. Unter diesen beiden Schwerpunktthemen haben die Donau-Anrainer in Baden-Württemberg und Bayern ihre Angebote gebündelt und werben gemeinsam im In- und Ausland dafür, die junge Donau neu zu entdecken.

Auf die Bedeutung der jungen Donau als „Quelle Europas“ macht Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, bei der Vorstellung des Projekts in Ulm aufmerksam: „Bei uns im Süden Deutschlands entspringt nicht nur die Quelle dieses wichtigen europäischen Stroms, hier liegen auch die kulturellen Anfänge Europas. Es war unweit der Donau, wo vor rund 40.000 Jahren in den Höhlen der Schwäbischen Alb die ältesten Kunstwerke der Menschheit entstanden, wo die ältesten Pfahlbausiedlungen errichtet wurden und wo noch immer zahlreiche Burgen, Schlösser und Klöster das Landschaftsbild prägen.“ Nirgendwo könne man die Anfänge der europäischen Kultur besser erleben als bei einer Reise entlang der jungen Donau.

„Die vielfältigen Angebote in Bayern sind der Grund, weshalb wir unsere Gäste einladen, die Donau ‚gegen den Strom‘ zu bereisen“, ergänzt Jens Huwald, Geschäftsführer der Bayern Tourismus Marketing GmbH. „Wir möchten die Touristen dazu inspirieren, die Donau nicht entlang der typischen Reiserichtung flussabwärts zu bereisen, sondern den deutschen Teil der Donau in Richtung Westen zu erkunden. Um eine neue Zielgruppe anzusprechen, informieren wir über unkonventionelle, junge Angebote entlang der Donau. So können Besucher zum Beispiel mit einer fantasievollen Audiotour die Römerstadt Günzburg erkunden, in Neu-Ulm auf eine Segway-Tour gehen oder Design und Lifestyle in Ingolstadt entdecken.“

„Unter der Marke ‚Die junge Donau‘ entsteht ein gemeinsames Dach mit unseren Partnern in Baden-Württemberg und Bayern, um die Angebote der Städte und Regionen und die Nachfrage aus den wichtigsten Märkten zusammenzuführen. Gezielte Marketingaktionen sollen den Bekanntheitsgrad der Regionen im Ausland steigern und den Incomingtourismus in der Fläche beleben“, so Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Zentrale für Tourismus, zur neuen Initiative.

Erstmals werden in dem länderübergreifenden Projekt „Die Junge Donau“ touristische Angebote entlang des gesamten Verlaufs der deutschen Donau vernetzt und gebündelt vermarktet. Um die junge Donau für den Gast als einheitliches Reiseziel erlebbar zu machen, haben sich Gemeinden und touristische Akteure entlang der Donau zusammengeschlossen und neue Angebote entwickelt. Das Spektrum reicht von Naturerlebnissen zu Fuß, auf dem Rad und auf dem Wasser über kulinarische Angebote bis hin zu historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten und Erlebnisangeboten.

Weitere Informationen zur „Jungen Donau“ und zu den zahlreichen Angeboten entlang des Flusses zwischen Donaueschingen und Passau gibt es im Internet.

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ÖKO-TEST Kinderhalbschuhe

ÖKO-TEST Kinderhalbschuhe
Das ÖKO-TEST-Magazin April 2015 gibt es seit dem 27. März 2015 im Handel.

Schadstoffbomben an den Füßen

In der aktuellen April-Ausgabe hat das ÖKO-TEST-Magazin Halbschuhe für Kindergartenkinder getestet. Hier zeigte sich, dass der Weg zu einem schadstofffreien Modell noch weit ist. Denn das Labor analysierte verschiedene Schadstoffe, die unter Krebsverdacht stehen oder Allergien auslösen können. Im Praxistest machten zudem zwei Modelle bei der Dauerbiegeprüfung schlapp.

Insgesamt 13 Schuhmodelle hat ÖKO-TEST ins Labor geschickt, mit einer einzigen Ausnahme sind alle „mangelhaft“. Der Grund für diese überaus schlechte Bewertung ist die erhebliche Schadstoffbelastung. Allein in neun Kinderschuhen wurde Anilin nachgewiesen. Dieser Farbstoffbestandteil steht unter Krebsverdacht. Auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) stecken – teilweise sogar in stark erhöhten Gehalten – in neun Produkten. Und das ist noch nicht alles: Um das Leder zu erhalten, setzen einige Hersteller hautreizende Konservierer ein.

Wenigstens im Praxistest erwiesen sich elf Schuhe als robust. Zwei Produkte machten jedoch bei der Dauerbiegeprüfung schlapp: Bei dem Schuh von C&A brach die Schuhsohle durch, während sich beim anderen starke Risse im Profilansatz bildeten.

ÖKO-TEST empfiehlt Eltern, dass diese ihre Kinder möglichst viel barfuß laufen lassen. Angesichts der Schadstoffbomben in den Schuhen sollten diese auch längere Socken und keine Sneakersöckchen tragen. So kommt die Haut nicht direkt mit den bedenklichen Inhaltsstoffen in Kontakt.

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TV-Film über Baden-Württemberg für Emmy nominiert

TV-Film über Baden-Württemberg für Emmy nominiert
Alte Brücke in Heidelberg / © Copyright 2011 TMBW

Dokumentation über den Grünen Süden steht im Rennen um den renommierten US-Fernsehpreis

STUTTGART, 13. April 2015 – Mit naturnahen und nachhaltigen Urlaubsangeboten hat sich Baden-Württemberg in den letzten Jahren zu einem Vorreiter entwickelt und als „Grüner Süden“ im Deutschlandtourismus positioniert. Auch im Ausland blickt man mit großem Interesse auf die nachhaltigen Projekte und Angebote in Deutschlands Süden. 2014 strahlte der US-Sender NY1 landesweit eine Dokumentation über Baden-Württemberg unter dem Titel „Is Renewable Doable?“ aus. Die „National Academy of Television Arts and Sciences“ nominierte die Produktion nun für einen der renommierten „New York Emmy Awards“. Mit dem Preis, der am 2. Mai verliehen wird, zeichnet die Akademie herausragende Fernsehproduktionen aus.

Der Dokumentarfilm entstand mit organisatorischer Unterstützung der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) und stellt ausgewählte nachhaltige Projekte vor. Die Bioenergiedörfer Freiamt und Siebeneich begeisterten die Filmemacher dabei ebenso wie klimaneutrale Unterkünfte und Wohnsiedlungen in Freiburg und Heidelberg, Elektromobilität im Schwarzwald und regionale landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Hohenlohe. Thomas Farkas, der den Film produzierte, war vor allem von der breiten Akzeptanz des Themas in Baden-Württemberg angetan: „Der entschlossene Einsatz für nachhaltige Projekte und Technologien ist wirklich beispielhaft und wird ganz offensichtlich von fast allen geteilt – vom Landwirt bis zum Wissenschaftler.“

Mit rund 655.000 Übernachtungen im Jahr sind die USA der wichtigste außereuropäische Quellmarkt für den Tourismus in Baden-Württemberg. Neben den bekannten Destinationen und Sehenswürdigkeiten interessieren sich immer mehr Amerikaner auch für die Pionierrolle, die Baden-Württemberg im Bereich Nachhaltigkeit einnimmt.

Der Film „Is Renewable Doable?“ steht in der Mediathek des Senders NY1 zur Verfügung ...

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ÖKO-TEST-Magazin April 2015

ÖKO-TEST-Magazin April 2015
Die April-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 27. März im Handel.

Aus dem Inhalt

Test: Weidemilch
Der neueste Trend auf dem Milchmarkt ist Weidemilch. Doch entsprechend ausgelobte Produkte im Test enthalten zu wenig gesunde Omega-3-Fettsäuren. Das zeigt, dass die Kühe nicht genug Grünfutter gefressen haben. Zudem konnten und wollten nicht alle Hersteller belegen, dass die Tiere tatsächlich viel auf der Weide waren.


Test: Ostereierfarben
Die gute Nachricht zu Ostern: Eierfarben sind unbedenklich. Die verwendeten Farbstoffe sind
alle als Lebensmittelfarben zugelassen und damit, zumindest auf Eierschalen, in Ordnung. Auch sonst fand ÖKO-TEST bis auf eine halogenorganische Verbindung keine bedenklichen Inhaltsstoffe. Schwächen offenbarten sich allerdings im Praxistest. Manche Farben schmierten und kleckerten, andere leuchteten auf der Verpackung intensiver, als sie dann tatsächlich waren.

Test: Kinderhalbschuhe
Der Weg zu einem schadstofffreien Kinderschuh scheint noch weit zu sein. Das Labor analysierte die verschiedensten Schadstoffe: In neun Schuhen steckte beispielsweise Anilin, ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das Gleiche gilt für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die in neun Produkten – teilweise in erhöhten Gehalten – entdeckt wurden. Im Praxistest machten zudem zwei Modelle bei der Dauerbiegeprüfung schlapp und bildeten starke Risse im Profilansatz.

Test: Gesichtscremes mit UV-Schutz
Das Testergebnis von Gesichtscremes mit UV-Schutz ist durchwachsen: Fast die Hälfte der Produkte ist aufgrund von bedenklichen Inhaltsstoffen nur „ausreichend“ oder schlechter. Zudem ist es fraglich, ob ein Kombiprodukt aus Tagescreme und UV-Schutz sinnvoll ist. Denn für den Sonnenschutz werden meist chemische Filter eingesetzt, die möglicherweise wie ein Hormon wirken. Und die Cremes schmiert man sich jeden Tag ins Gesicht, unabhängig von der Jahreszeit und dem Tagesablauf. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass der Lichtschutzfaktor zu niedrig ist.

Test: Aknemittel
ÖKO-TEST hat zwölf rezeptfreie Aknemittel aus der Apotheke unter die Lupe genommen und kann lediglich vier empfehlen. Während diese Präparate Wirkstoffe enthalten, die nachweislich Akne behandeln, fehlen bei anderen Produkten Wirksamkeitsbelege. Dazu kommen hautreizende Inhaltsstoffe, die unter Krebsverdacht stehen. In einer Creme ist zudem ein Stoff, der selbst Pickel verursachen kann.

Test: Fahrradtaschen
Wer sein Gepäck per Pedale transportieren will, benötigt eine stabile, wasserdichte und nach Möglichkeit schadstofffreie Fahrradtasche. Doch nur zwei getestete Modelle kommen diesem Anspruch nahe. Bei den anderen Produkten ließen teilweise im Testlabor die Nähte Wasser durch. Das günstigste Modell bestand auch die Belastungsprüfung nicht: Das Außenmaterial scheuerte an einer Stelle durch und innen war ein durchgehender Bruch des Trägermaterials erkennbar. Dazu kommt, dass keine Tasche im Test ohne Schadstoffe auskommt.

Test: Fertigspachtelmassen
Fertigspachtelmassen bestehen meist aus Gips oder ähnlichen Bindemitteln. Da sie fast immer mit Wasser vermischt sind, müssen sie mit Konservierungsmitteln haltbar gemacht werden. Und diese sind oft gesundheitlich problematisch. Auch im Praxistest konnten viele Produkte nicht ganz überzeugen. Jede untersuchte Spachtelmasse schrumpfte beim Trocknen und bildete eine Delle. Dadurch muss ein zweites Mal gespachtelt werden, wenn man eine glatte Oberfläche haben will.

Test: 104 private Pflegezusatzversicherungen
Seit 2013 gibt es den Pflege-Bahr. Doch die geförderten Tarife sind viel zu teuer, während sie gleichzeitig die Lücken, die die gesetzliche Absicherung hinterlässt, in keiner Weise schließen können. Die Leistungshöhen sind vollkommen unzureichend. So erhält ein 35-Jähriger für den Mindesteigenbeitrag von 10 Euro im Monat in der Pflegestufe 1 im besten Fall 240 Euro, in Pflegestufe 2 sind es rund 530 Euro und in Pflegestufe 3 1.200 Euro. Diese Beträge sind weit von den Pflegelücken entfernt.

Und außerdem: Extra Radfahren

Beleuchtung und Bremsen: Es werde Licht
Moderne LEDs und USB-Anschlüsse haben Glühbirnen und quietschende Dynamos am Fahrrad verdrängt. Und auch an der Bremstechnik wird gefeilt: Die Hersteller arbeiten an wartungsarmen und leistungsstarken Lösungen. ÖKO-TEST stellt diese vor.

Verreisen mit dem Rad: Aus dem Sitz in den Sattel
Egal welches Verkehrsmittel man für die Reise in den Urlaub wählt, fast immer kann man sein Fahrrad mitnehmen. Beim Komfort muss man allerdings mitunter Abstriche machen.

Elektrofahrräder: Radeln mit Rückenwind
Während der Verkauf von Elektroautos nicht in Gang kommt, entwickeln sich Elektrofahrräder mehr und mehr zum Zugpferd der Zweiradindustrie. Pedelecs und Co. sind vielseitig und machen jedermann mobil – im Alltag und in der Freizeit.

Verkehrsplanung: Das Fahrradfahren soll attraktiver werden
In Deutschland soll eine neue Radkultur wachsen. Dafür müssen sich die Städte auf die Bedürfnisse der Radler einstellen. Unsere Nachbarn zeigen schon jetzt, wie das geht. Und teuer muss es auch nicht unbedingt sein.

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Umweltpreisträger fordern CO2-Steuer

Umweltpreisträger fordern CO2-Steuer
Alice Kaudia, Environment Secretary, Ministry of Environment / Foto: EEF

Über 100 Umweltpreisträger aus der ganzen Welt haben auf ihrem vierten internationalen Konvent in Freiburg einen Appell unterzeichnet, in dem sie die Regierungen auffordern, eine CO2-Emissionssteuer einzuführen und die Subvention fossiler Brennstoffe zu stoppen.

„Überschwemmungen, Stürme, Dürren, wilde Wetterschwankungen und die damit einhergehenden ökonomischen Destabilisierungen plagen die Welt. Die polaren Eisschilde schmelzen und der Meeresspiegel steigt. Schwere Hitzewellen, Wasserknappheit, lokale Luftverschmutzung und der dramatische Verlust der Artenvielfalt erreichen ein alarmierendes Ausmaß“ – so haben die mehr als hundert Preisträger, die sich in Freiburg zum vierten internationalen Umweltkonvent getroffen haben, die Klimasituation der Welt zusammengefasst.

„Bei uns ist der Klimawandel auf allen Ebenen Wirklichkeit“, berichtet beispielweise Alicia Kaudia, die Umweltministerin Kenias, in ihrem Vortrag zur Anpassung an den Klimawandel. „Afrika ist der am stärksten vom Klimawandel betroffene Kontinent, gleichzeitig hat er die geringsten technischen und finanziellen Möglichkeiten, um sich an die Folgen anzupassen. In Kenia leben 18 Millionen Menschen in bitterster Armut.“

In einem dringenden Aufruf haben die versammelten Preisträger die Regierungen aufgefordert, „eine Steuer auf CO2-Emissionen einzuführen und Subventionen fossiler und nuklearer Brennstoffe einzustellen, um die Menschheit auf den richtigen Weg zu bringen und einen katastrophalen Klimawandel abzuwenden.“

„Emissions-Steuern bergen“, so die Preisträger in ihrem Appell, „gegenüber dem CO2-Handel große Vorteile. Sie sind einfach zu verwalten, kalkulierbar und bieten weniger Möglichkeiten für Betrug und Schlupflöcher. Die Einnahmen sollen teilweise dazu verwendet werden, um den internationalen Green Climate Fund zu finanzieren, um Entwicklungsländern dabei zu helfen den Klimawandel zu mäßigen und sich an diesen anzupassen und gesunde Ökosysteme zu erhalten.“ (Im Anhang der Appell im Wortlaut).

Um die Einführung einer solchen Steuer zu erleichtern, soll sie mit fünf Dollar pro Tonne CO2 zunächst relativ niedrig beginnen. Jedes Jahr soll sie aber um jeweils einen Dollar erhöht werden. „Damit haben Volkswirtschaften und Unternehmen ausreichend Zeit, sich bei den jetzigen niedrigen Energiepreisen auf höhere Belastungen einzustellen und Alternativen zu entwickeln“, betont Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg und als Kuratoriumsvorsitzender der Europäischen Umweltstiftung Moderator zwischen den Preisträgern bei der nendgültigen Verabschiedung des Appells. „In 10, 15 oder 20 Jahren werden fossile Brennstoffe so verteuert, dass alternative Energien in allen Bereichen die Nase vorn haben. Genau das ist es, was wir brauchen, um eine Chance zu haben, das von allen geforderte 2- Grad-Ziel doch noch zu erreichen.“

Die Preisträger sehen ihren Appell als Signal an die Regierungsvertreter aus der ganzen Welt, die sich des Ende des Jahres in Paris zum nächsten Klimagipfel COP 21 treffen, um dort endlich ein ehrgeiziges und tragfähiges Klima-Abkommen zu verabschieden. „Wir hoffen, dass dieser Aufruf dazu beiträgt, die Belastung der Atmosphäre in Grenzen zu halten“, so Eicke R. Weber.

Veranstalter der „International Convention of environmental Laureates“ ist die Europäische Umweltstiftung, deren Kuratorium sich aus 16 in Umweltbelangen verdienten Persönlichkeiten wie Ernst Ulrich von Weizsäcker, Monika Griefahn, Marcello Palazzi, Professor Antonio Luque oder Giovanna Melandri zusammensetzt. Kuratoriumsvorsitzender ist Eicke R. Weber, Direktor des europaweit größten Solarforschungsinstituts, des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg.

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ÖKO-TEST Obstbreie in Tüten

ÖKO-TEST Obstbreie in Tüten
Das ÖKO-TEST-Magazin März 2015 gibt es seit dem 27. Februar im Handel.

Süß, süßer, Quetschobst

Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat in der aktuellen Märzausgabe Obstbreie in Alutüten getestet. Das Resümee: Sie sind von Natur aus etwa so süß wie Fruchtzwerge – und manche Hersteller finden sogar noch versteckte Wege, diese Süße „natürlich“ zu steigern. In einem Brei stecken dann schon mal umgerechnet bis zu sechs Würfelzucker.

Die Hersteller preisen ihre Obstbreie meist mit Versprechen wie „ohne Zuckerzusatz“ an. Doch das ist in einigen Fällen eine Mogelei. Denn manche Anbieter mischen zwar keinen Kristallzucker unter, dafür aber Apfelsaftkonzentrat, Traubensaftkonzentrat oder Fruchtsüße. Fruchtsüße hört sich zwar gesünder an, ist aber ernährungsphysiologisch dem normalen Haushaltszucker gleichzusetzen. Und auch Konzentrate süßen den Brei zusätzlich. Ein Produkt im Test enthält sogar stolze 17,7 Gramm Zucker pro 100 Gramm – etwa so viel wie in zwei Milchschnitten.

ÖKO-TEST macht darauf aufmerksam, dass diese Mischung aus Säure und Zucker eine erhöhte Kariesgefahr für Kinder birgt – gerade weil der Brei über ein Mundstuck gesaugt wird und die Milchzähne umspült, die deutlich empfindlicher sind als die Zähne der Erwachsenen. Das Verbrauchermagazin kritisiert aber auch die Alutüten: Denn die Einwegverpackungen lassen nicht nur die Müllberge wachsen. Einige Produkte sind zudem mit verschluckbaren Verschlüssen ausgestattet. Für Spielzeug regelt die Europäische Spielzeugrichtlinie eine Mindestgröße für abreißbare Kleinteile. Allerdings ist diese Norm nur für Spielzeug bindend – nicht für Lebensmittelverpackungen für Kinder. Der Gesetzgeber hat bisher keine Vorgabe für kindgerechte Lebensmittelverpackungen entwickelt hat.

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ÖKO-TEST antibakterielle Produkte

ÖKO-TEST antibakterielle Produkte
Das ÖKO-TEST-Magazin März 2015 gibt es seit dem 27. Februar im Handel.

Reinheitsverbot

Antibakterielle Produkte sind überflüssig. Dieses Resümee zieht das ÖKO-TEST Magazin in einem aktuellen Test. Denn die Desinfektionssprays-, -tücher, -gels und -seifen bringen dem Verbraucher keinen hygienischen Vorteil. Dazu kommt, dass in einigen Marken bedenkliche Stoffe stecken, die unter anderem zu Resistenzen gegen Keime führen oder Allergien auslösen können.

Antibakterielle Produkte sollen laut Hersteller bis zu 99,999 Prozent aller Bakterien und Viren wegputzen. ÖKO-TEST wollte wissen, ob das für den Verbraucher tatsächlich sinnvoll ist. Es zeigte sich aber, dass man sich das Geld sparen kann. Kein Hersteller konnte eine Studie vorlegen, aus der hervorgeht, dass der Verbraucher einen Gesundheitsvorteil durch die Anwendung des Produktes gegenüber einer ganz normalen regelmäßigen Hygiene hat.

Im Gegenteil: So kommt in einigen Marken Benzalkoniumchlorid als antibakterieller Stoff zum Einsatz. Doch er kann zu Resistenzen bei Pseudomonas aeruginosa führen – einem hartnäckigen Keim, der in Krankenhäusern für Infektionen verantwortlich ist. Zudem können Benzalkoniumchlorid und andere quartäre Ammoniumverbindungen die Zellmembran angreifen und Allergien auslösen. In einigen Produkten stecken halogenorganische Verbindungen, darunter das für seine allergieauslösende Wirkung bekannte Methylchlorisothiazolinon.

ÖKO-TEST empfiehlt daher, auf antibakterielle Mittel zu verzichten. Denn gründliches Händewaschen ist die einfachste Hygienemaßnahme und entfernt 90 bis 99 Prozent der Keime. Sollte der Arzt aus medizinischen Gründen eine Desinfektion anordnen, sind Produkte, die auch im medizinischen Bereich verwendet werden, ratsam.

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