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Veranstaltungen 

Karlsruhe: "Tag der offenen Tür" am 6. Mai rund um das Waldzentrum

"Wald und Gesundheit – gesunder Wald": Mitmachangebote und Vorführungen

Der Wald tut gut. Er beruhigt und lässt die Menschen auftanken. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes stellt am Sonntag, 6. Mai, der "Tag der offenen Tür" rund um das Waldzentrum in der Linkenheimer Allee 10 und im benachbarten Waldklassenzimmer in den Mittelpunkt. Unter dem Motto "Wald und Gesundheit – gesunder Wald" gibt es von 11 bis 17 Uhr zahlreiche Mitmachangebote und Vorführungen. Sportliche können sich an den Fitnessparcours wagen oder sich beim Schnupperkurs in Yoga oder Qi Gong ausprobieren. Wer sich vom Alltag erholen möchte, nutzt Relaxliege oder Dufthütte. Außerdem können Interessierte Greifvögel und Eulen aus der Nähe beobachten, eine Kutschfahrt machen, in der Holzwerkstatt kreativ arbeiten, von gesunden Waldprodukten kosten oder Waldbewohner kennenlernen.

Das Forstamt informiert über die Arbeit in den Karlsruher Wäldern und den Zustand der Bäume, die Waldpädagogik stellt die Waldbox vor. Zahlreiche Stände von Partnerinstitutionen wie dem Nationalpark Schwarzwald, der Falknerei Karlsruhe, Urban Gardening oder dem Storchenhof Dettenheim laden zum Besuch, ebenso der Gastronomiebereich mit regionalen, saisonalen und fair gehandelten Produkten.

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Verschiedenes 

Forsa-Umfrage zum Wolf: Zustimmung in der Bevölkerung bleibt hoch

Miller: Klima für die Akzeptanz des Wolfes ist nach wie vor gut

Berlin – Die große Mehrheit der Bundesbürger (79 Prozent) findet es erfreulich, dass der Wolf wieder Teil der Natur in Deutschland ist. Wölfe gehören genauso wie Füchse, Rehe oder Biber in unsere Landschaft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des NABU zum Tag des Wolfes (30.4.) durchgeführt hat. 55 Prozent verbinden mit dem Wolf positive Gefühle, bei nur zwölf Prozent kommen negative Empfindungen zum Tragen. 78 Prozent sagen, dass Wölfe in Deutschland leben können sollen, auch falls es teilweise zu Problemen käme. Bei der hohen Zustimmung zum Wolf gibt es keinen Unterschied zwischen Bewohnern im städtischen Umfeld und im ländlichen Raum. Der NABU hatte 2015 eine forsa-Umfrage mit der gleichen Fragestellung zum Wolf durchgeführt, die Ergebnisse sind nahezu identisch.

„Die Menschen in Deutschland stehen der Anwesenheit des Wolfes nach wie vor positiv gegenüber. Auch wenn es von Teilen der Politik, der Bauern- und Jagdlobby immer wieder Stimmungsmache gegen den Wolf gibt, bleibt das Klima für den Wolf 18 Jahre nach seiner Rückkehr gut“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der europaweit streng geschützte Wolf sei nach seiner Ausrottung in Deutschland vor 150 Jahren für die meisten Menschen bis vor ein paar Jahren nur ein Fabeltier gewesen. „Wir müssen wieder lernen mit dem Wolf zu leben, dazu gehören neben Information und Aufklärung vor allem auch Unterstützung für Nutztierhalter beim Herdenschutz.“

Eine klare Absage erteilt der NABU Forderungen der Union und SPD, die Anzahl der Wölfe zu begrenzen. Ebenso lehnt der NABU eine Änderung des Schutzstatus beim Wolf – wie im Koalitionsvertrag gefordert – ab. Dies bekräftigte auch die EU-Kommission kürzlich erneut, der strenge Schutzstatus solle nicht gelockert werden. „Die Bedingungen für den ‚guten Erhaltungszustand‘ sind längst nicht erfüllt. Für Ausnahmefälle wie beispielsweise beim Umgang mit Wölfen, die unerwünschtes Verhalten zeigen, reichen die bestehenden gesetzlichen Regelungen aus, um – wenn erforderlich – auch den gezielten Abschuss eines Wolfs anzuordnen“, sagt NABU-Wolfsexperte Markus Bathen.

Daher verurteilt der NABU auch die Forderungen des Deutschen Jagdverbandes nach Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdrecht als fachlich nicht zielführend und unnötige Befeuerung einer immer wieder aufgewärmten Scheindebatte.

Das A und O ist ein flächendeckender Herdenschutz in Deutschlands Wolfsgebieten. Erste Projekte zum Herdenschutz habe der NABU bereits mit Partnern in Brandenburg, Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen initiiert. „Doch auch Bund und Länder müssen sich endlich gemeinsam für den Herdenschutz engagieren“, so Miller weiter. Der NABU fordert die Einrichtung eines nationalen Herdenschutzzentrums ergänzend zur bereits bestehenden bundesweiten Dokumentations- und Beratungsstelle zum Wolf (DBBW), sowie deren dringende Verstetigung. Die Förderung der DBBW wird nach momentanem Stand im Herbst 2018 beendet, was die Errungenschaften der letzten drei Jahre zunichtemachen würde.

Die Rückkehr des Wolfes ist eine Erfolgsgeschichte und wird, wie die forsa-Umfrage zeigt, von der Mehrheit der Bundesbürger positiv wahrgenommen. Um diese breite Akzeptanz des Wildtieres in der Bevölkerung nachhaltig zu stärken, bedarf es aus Sicht des NABUs vor allem eines lösungsorientierten Umgangs mit möglichen Mensch-Tier-Konflikten - dafür muss eine praxisnahe, unbürokratische Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen ebenso gefördert werden wie Investitionen in Wissenschaft und Forschung. „Wir nehmen Ängste und Sorgen sehr ernst und appellieren an alle Interessengruppen, sich am seriösen, wissenschaftsbasierten Dialog über den Umgang mit dem Wildtier Wolf zu beteiligen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Miller.

Die Befragung wurde im Auftrag des NABU von der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH durchgeführt. Hierzu wurden im Zeitraum vom 23. Februar bis zum 4. März 2018 mittels des bevölkerungsrepräsentativen Befragungspanels forsa.omninet 2.009 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse weisen eine Fehlertoleranz von ± 2,5 Prozent auf.

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Verschiedenes 

Wildtiere im Wald nicht stören

Spaziergänger und Hunde sollten auf Wegen bleiben

Karlsruhe. Viele Wildtiere in den Karlsruher Bruch- und Auewäldern bekommen jetzt Nachwuchs. Die Elterntiere sind emsig bei der Nahrungsbeschaffung und die Jungen unternehmen schnell ihre ersten Ausflüge. Um die Wildtiere nicht zu stören, rät Stefan Lenhard, Wildtierbeauftragter beim Forstamt, bei Aktivitäten im Wald auf den Wegen zu bleiben, um die Tiere nicht unnötig zu beunruhigen.

Trifft man trotzdem auf Jungtiere, so empfiehlt er den Rückzug. Scheinbar alleingelassene und hilflose Jungtiere warten lediglich auf ihre Elterntiere. Diese werden aufgrund ihrer Scheu vor dem Menschen nur zu ihrem Nachwuchs zurückkehren, wenn im wahrsten Sinne des Wortes "die Luft rein ist". Es ist zum Beispiel bei den Greifvögeln und Eulen typisch, dass die noch nicht flügge gewordenen Jungvögel, die ihr Nest oder ihre Bruthöhle verlassen haben, von den Altvögeln auf den Ästen weiterversorgt werden. Dabei kommt es auch vor, dass solch ein sogenannter Ästling auf dem Boden landet. Das ist zunächst kein Grund zur Sorge, da die Alten ihr Junges weiterversorgen, sofern sie nicht dabei gestört werden. Besonders Hundebesitzer sollten darauf achten, dass ihr vierbeiniger Freund keine Streifzüge auf eigene Faust abseits der Wege unternimmt.

Das Forstamt weist zudem auf das häufige Vorkommen von Zecken im Wald hin. Diese sind Überträger von FSME und Borreliose, ernsthafte Krankheiten bei Menschen und Tieren. Nach dem Waldspaziergang sollte man an der Kleidung und am Körper nach Zecken schauen und diese entfernen, bevor sie zubeißen.

Liebhaber des Bärlauchs sollten beim Betreten der Waldfläche unbedingt beachten, dass von stehendem, hängendem und liegendem Totholz erhebliche, waldtypische Gefahren ausgehen können. Vor allem beim Betreten von Wäldern mit Eschen ist derzeit besondere Vorsicht geboten. Seit einiger Zeit verursacht ein Pilz namens "Falsches Weißes Stengelbecherchen" ein Absterben von Eschentrieben oder sogar ganzen Bäumen. Das abgestorbene Holz ist dann besonders brüchig und ganze Bäume können ohne Vorwarnung, auch ohne Sturmeinwirkung, umbrechen. Das Forstamt weist darauf hin, dass das Betreten des Waldes stets auf eigene Gefahr erfolgt.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Benefizkonzert für den Artenschutz

Karlsruhe: Benefizkonzert für den Artenschutz
Uhu Sligo mit Tierpfleger Thomas Ramm / Foto: Zoo Karlsruhe

Veranstaltungen auf der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten

Traditionell ist am Tag der Arbeit, 1. Mai, die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten Veranstaltungsort für den Deutschen Gewerkschaftsbund (11 Uhr). Mit einem Benefizkonzert für den Artenschutz wird das Mai-Programm am Freitag, 4. Mai, fortgesetzt. Von 19 bis 22 Uhr unterhält das Jugendorchester der Stadt Karlsruhe unter der Leitung von Thomas Paha unter dem Motto "Musik aus aller Welt - kulturelle Vielfalt für den Erhalt biologischer Vielfalt". Dazu gibt es Geschichten aus dem Zoo und rund um den Artenschutz von Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt und Artenschutzkurator Dr. Clemens Becker.

Der Zugang zur Veranstaltung ist ab 18.15 Uhr über die Kasse Nord (Festplatz) möglich, der Eintritt kostet zehn, ermäßigt acht Euro. Der Erlös geht komplett an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe. Bei Regen muss die Veranstaltung leider entfallen. Kurzfristige Infos dazu gibt es unter der Telefonnummer 0721/133-6801 oder auf der Internetseite www.karlsruhe.de/zoo.

Konzerte sowie "Tiere auf der Seebühne"

Am Samstag, 5. Mai, betritt der Musikverein Weingarten um 15 Uhr für ein zweistündiges Konzert die Bühne. Nach der erfolgreichen Premiere 2017 gibt es auch dieses Jahr wieder "Tiere auf der Seebühne" zu erleben. Beginnend mit dem Sonntag, 6. Mai, möchte der Zoo seine Tiere jeweils sonntags bis zum Ende der Sommerferien von 14 bis 14.30 Uhr (Ausnahme: 2. September, 13.30 Uhr) seinen Gästen näher bringen. Papagei, Pony oder Uhu: In kurzweiligen Präsentationen gibt es allerhand Interessantes über die Tiere zu erfahren. Neben dem reinen Tiererlebnis wird viel Wert darauf gelegt, die Menschen für die Bedrohung der Tiere in der Natur zu sensibilisieren und den Artenschutzgedanken zu erläutern. "Tiere auf der Seebühne" ist dieses Jahr komplett durch Zoo-Mitarbeiter gestaltet.

Ökumenischer Gottesdienst

Ein ökumenischer Gottesdienst schließt sich um 15 Uhr an, nach der "Kirche im Grünen" musiziert der Musikverein Wolfartsweier von 16 bis 18 Uhr für die Gäste des Zoologischen Stadtgartens.

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Verschiedenes 

EU-Agrarpolitik droht zum Blankoscheck für weitere Naturzerstörung zu werden

EU-Agrarpolitik droht zum Blankoscheck für weitere Naturzerstörung zu werden
Landwirtschaft / Foto: NABU/K. Karkow

Tschimpke: Mehr Freiheit für Staaten wird Turbo-Intensivierung verschärfen - Naturschutz von Landwirten muss besser honoriert werden

Berlin/Brüssel – Mit den am gestrigen Mittwoch bekannt gewordenen Entwürfen für die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2020 droht die EU-Kommission die Schraube der Turbo-Intensivierung in der Landwirtschaft noch weiter zu drehen. Agrarkommissar Phil Hogan plant, den einzelnen Mitgliedsstaaten wesentlich größere Freiheiten bei der Verwendung der EU-Milliarden zuzugestehen – und das ohne ausreichende Leitplanken und wirksame Sanktionen, wie etwa bei Verstößen gegen die Nitratrichtlinie.

„Dieser Vorschlag ist nichts anderes als ein Milliarden-Blankoscheck an die Agrarminister der Länder, in der Hoffnung, dass diese schon das Richtige tun werden. Dass die Agrarminister aber plötzlich zu Naturschützern werden, muss doch stark bezweifelt werden“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Nach Hogans Willen wären Natur und Umwelt mehr denn je abhängig vom Gutdünken der Mitgliedstaaten. „Das sind schlechte Nachrichten für die ohnehin im freien Fall befindlichen Insekten- und Vogelbestände. Aber auch für uns Steuerzahler, die wir die Folgekosten – etwa in Form von steigenden Trinkwasserpreisen – bezahlen müssen“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Zwar könnten ambitionierte Staaten mit mehr Entscheidungsfreiheit künftig auch naturverträglich wirtschaftende Landwirte besser fördern. „Aber die Gefahr von Verschwendung, Korruption und Begünstigung ist deutlich höher“, so der NABU-Präsident. Zugleich drohe durch auseinanderdriftende Standards die Chancengleichheit der Betriebe im gemeinsamen EU-Markt untergraben zu werden. Ebenso steige die Gefahr, dass sich die EU-Staaten bei Umweltstandards versuchen gegenseitig zu unterbieten. Und nicht zuletzt ignoriere der Agrarkommissar mit seinem Vorschlag den immer lauter werdenden Wunsch der Bevölkerung nach einer naturverträglichen Landwirtschaft.

Nach Ansicht des NABU und weiteren europäischen Naturschutzverbänden sind klare Regeln und Sanktionen notwendig, um das massive Insekten- und Vogelsterben zu stoppen und die bislang hochgradig umweltschädliche und ineffiziente Verwendung der Agrarsubventionen zu beenden. „Im nächsten EU-Haushalt brauchen wir vor allem eine klare Zweckbindung von Mitteln: Mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr müssen bereit stehen, um Naturschutzleistungen von Landwirten attraktiv zu honorieren“, so Tschimpke.

Derzeit werden Landwirte von der EU-Agrarpolitik in eine zerstörerische Abwärtsspirale getrieben. „Sie werden gezwungen, immer mehr Pestizide und Dünger zu verwenden – alles andere lohne sich nicht. Mit besserer Förderung für naturverträgliches Wirtschaften kann die EU aber eine grundlegende Umkehr einleiten: zum Vorteil für Natur und Landwirte gleichermaßen. Andernfalls droht die GAP zum Sargnagel des ländlichen Raumes zu werden“, so der NABU-Präsident.

Nun sei Haushaltskommissar Günther Oettinger am Zug, Hogan zu Nachbesserungen bei seinen GAP-Vorschlägen zu zwingen. Am 2. Mai will Oettinger seinen Vorschlag für den künftigen EU-Haushalt vorstellen.





Veranstaltungen 

Zählen, was zählt - NABU startet Aktion Insektensommer

Zählen, was zählt - NABU startet Aktion Insektensommer
Lederwanze (c) Helge May / nabu

Insekten melden vom 1. bis 10. Juni und vom 3. bis 12. August

Berlin – Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startet der NABU sein neues Citizen Science-Projekt „Insektensommer“. Es ist die erste bundesweite Insektenzählung in Deutschland. Naturfans sind bundesweit aufgerufen das Summen, Brummen und Krabbeln in ihrer Umgebung vom 1. bis zum 10. Juni sowie vom 3. bis zum 12. August zu beobachten und unter www.insektensommer.de online zu melden.

„Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!“ In Deutschland gibt es nach Schätzungen 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang.

Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling ­– jeder Sechsbeiner soll gemeldet werden. Auf 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten soll dabei aber besonders geachtet werden. Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer) zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade und die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libellenart sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke.

„Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Eine gezielte Erkundungstour ist für jeden schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel der Blick in die Blumentöpfe“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi.

Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für unser Ökosystem, tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund.

Die Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.

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Verschiedenes 

Zu lang unterschätzt: Lachgasemissionen aus entwässerten Mooren

NABU startet mit LIFE Peat Restore Projekt Treibhausgasmessungen in degradierten Mooren

Berlin – Degradierte Moore emittieren global bedeutsame Mengen Lachgas: Ihre Auswirkungen auf den Klimawandel sind damit größer als lange angenommen. Das hat das internationale Wissenschaftler-Team um Professor Ülo Mander von der Universität Tartu in Estland in der Zeitschrift Nature bestätigt. Neben Kohlenstoff speichern Moore auch erhebliche Stickstoffmengen. Werden sie entwässert, setzen Moore das Distickstoffmonoxid, Lachgas, frei. Ein Grund zur Sorge. Denn das Treibhausgaspotenzial von Lachgas ist 298-fach höher als das von Kohlendioxid und wirkt sich dementsprechend negativ auf die Klimabilanz aus. Die internationale Studie macht deutlich: 72 Prozent der globalen Lachgasemissionen stammen aus entwässerten Mooren. Die EU-Klimaschutzziele 2030 können nicht erreicht werden, wenn nicht alle bereits degradierten Moore vollständig restauriert werden. Allein in Deutschland müssten ab sofort jährlich etwa 38.000 Hektar degradierter Moore wieder hergestellt werden.

„Die Landnutzung unserer Moore muss sich grundsätzlich ändern“, fordert NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. „Moorschutz ist heute eine der wichtigsten Stellschrauben für den Klimaschutz. Die auf Entwässerung ausgerichtete Landwirtschaft müssen wir vollständig aufgeben“, so Tennhardt. In der Vergangenheit waren es vor allem die Tierhaltung und die künstliche Düngung, die im Sektor der landwirtschaftlichen Emissionen für die hohen Lachgasemissionen verantwortlich gemacht wurden.

Auch Letícia Jurema, Leiterin des vom NABU koordinierten EU-LIFE-Projektes Peat Restore, plädiert für die konsequente Restaurierung von Mooren. „Wir müssen heute damit beginnen, um die EU-Klimaziele 2030 noch zu erreichen“, sagt Letícia Jurema. Bis 2021 wird sie mit ihrem Projektteam 5.300 Hektar der degradierten Moore in Deutschland, Polen, Litauen, Lettland und Estland restaurieren. Derzeit beginnen auf den Projektflächen umfangreiche Treibhausgasmessungen im Hinblick auf die für den Klimaschutz relevanten Gase, Kohlendioxid, Methan und Lachgas.

Obwohl Moore nur rund drei Prozent der Landfläche bedecken, speichern sie ein Drittel der erdgebundenen Kohlenstoffvorräte. Alle Wälder der Erde zusammengenommen, speichern nur etwa die Hälfte davon. Unter natürlichen Bedingungen wirken Moore als Kohlenstoffsenken. Sie entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid und Stickstoff und speichern die Stoffe im Torf. Die durch Landwirtschaft entwässerten Moore setzen klimaschädliche Treibhausgase frei.

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Verschiedenes 

NABU fordert nationales Herdenschutzzentrum

NABU fordert nationales Herdenschutzzentrum
Herdenschutzhund mit Ziegen / Foto: Sebastian Hennigs; nabu

Miller: Scheindebatte zur Bejagung überlagert konstruktive Diskussion zum Herdenschutz

Berlin – Der NABU begrüßt den konstruktiven Austausch zum Herdenschutz, aber bewertet auch viele Aussagen der heutigen öffentlichen Anhörung im Umweltausschuss zum Thema Wolf kritisch. „Die Debatte hat wieder einmal gezeigt, dass an vielen Stellen reine Stimmungsmache und Populismus die Wolfsthematik regieren. Anstatt ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben von Mensch, Wolf und Weidetier in den Vordergrund zu stellen, werden immer noch unsachliche Forderungen nach der Bejagung von Wölfen sowie haltlose wissenschaftliche Theorien diskutiert “, sagt NABU-Geschäftsführer Leif Miller.

Dabei zeigt die Erfahrung, dass Weidehaltung und Wolf möglich ist - wenn am Herdenschutz gearbeitet wird. „Eine Bejagung des Wolfes ist keine Lösung, denn die Herden müssen geschützt werden, egal ob sechs oder zehn Wölfe in der Region sind. Und hier sind Bund und Länder in der Pflicht, gemeinsam mit den Weidetierhaltern und weiteren Experten Lösungen zu finden“, so Miller. Der NABU fordert deshalb die Einrichtung eines nationalen Herdenschutzzentrums.

Der NABU weist außerdem darauf hin, dass der günstige Erhaltungszustand der zentraleuropäischen Wolfspopulation noch längst nicht erreicht ist, was sowohl wissenschaftlich als auch von der EU-Kommission mehrfach bestätigt wurde. Die unwissenschaftliche Debatte zur Wolfsgenetik und Auflösung von Populationsgrenzen wird dazu genutzt, einen nicht vorhandenen günstigen Erhaltungszustand herbeizureden. „Diese Taktik ist nicht zielführend und aus fachlicher Sicht absurd. Die EU-Kommission hat die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien jüngst für fit erklärt - der strenge Schutzstatus des Wolfes steht nicht zur Diskussion und die unter anderem von der FDP geforderte Regulierung des Bestandes ist somit obsolet“, sagt NABU-Wolfsexperte Markus Bathen. Der NABU appelliert zudem an DJV und DBV zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Die Einordnung des Wolfes ins Jagdrecht kann nicht die Lösung sein und lässt die Schäfer gnadenlos im Stich.

Unabdingbar für ein transparentes und akzeptiertes Wolfsmanagement ist die zentrale Sammlung aller Monitoring-Daten der Länder sowie deren Verfügbarkeit für alle Interessengruppen. Dies ist die Aufgabe der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) als zentrales Expertengremium. Die Förderung der DBBW läuft jedoch im Herbst 2018 aus, so dass alle bisherigen wichtigen Errungenschaften der letzten drei Jahre zunichte gemacht würden. Der NABU fordert die Bundesregierung auf, sich für die Verstetigung der DBBW einzusetzen, anstatt Kapazitäten in unnötige Scheindebatten über Bejagung oder an Verschwörungstheorien grenzende Hybriden-Diskussionen zu stecken. „Jetzt ist die Zeit zu handeln und sich gemeinsam für einen lösungsorientierten, wissensbasierten Umgang mit der Wildtierart Wolf einzusetzen, um eine nachhaltige Koexistenz von Mensch und Wolf zu ermöglichen. Dabei ist praktikabler, flächendeckender Herdenschutz das A und O“, so Bathen.







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