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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Entdeckertage im Waldklassenzimmer

Familienprogramm mit Spiel und Spaß am 17. und 20. Juni

Das Waldklassenzimmer im Karlsruher Hardtwald lädt für Sonntag, 17. Juni, und Mittwoch, 20. Juni, jeweils von 14 bis 18 Uhr zu Entdeckertagen mit freiem Spiel und Forschungsmöglichkeiten ein. Am Mittwoch wird zudem der Holzbackofen angeheizt, so dass Kinder und Familien Flammkuchen, Pizza, Brot, Brötchen oder Kuchen backen können. Zutaten oder Teige müssen mitgebracht werden, die Nutzung des Ofens kostet 5 Euro.

Die Entdeckertage sind eintrittsfrei, für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen und eine Anfahrtsbeschreibung finden online ...

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Verschiedenes 

Die stille Königin aus Baden ...

... die "Bühler Frühzwetschge" ist der 69. Passagier in der Arche des Geschmacks

Ob roh, eingelegt oder verarbeitet in Kuchen, Marmelade, Knödel und Edelbränden: Zwetschgen sind allseits beliebt. Die "Bühler Frühzwetschge" ist eine besondere unter ihnen. Sie galt einst als Markenbegriff für die badische Zwetschge und hat eine lange Tradition. Inzwischen ist es stiller um sie geworden, doch ist sie noch immer die Referenzsorte für den Reifezeitpunkt von Zwetschgen und Pflaumen in Deutschland: Alle, die vor ihr reifen, zählen zu den Frühsorten, alle, die ihr folgen, zu den Spätsorten. Slow Food engagiert sich dafür, dass die Bühler Frühzwetschge in ihrer geschmacklichen und kulturellen Einzigartigkeit wieder stärker wahrgenommen und nachgefragt wird.

Die Bühler Frühzwetschge, auch "Frühe aus dem Bühler Tal" oder "Kappler Zwetschge" genannt, wurde 1840 im Stadtteil Kappelwindeck gefunden. Wurden 1957 in Mittelbaden 19.800 Tonnen dieser Frucht für den Frischverzehr gewonnen, waren es 2016 gerade noch 720 Tonnen. Heute wird der Baumbestand im Neben- und Zuerwerb sowie von (Hobby-)Obstanbauern bewirtschaftet. Zu kaufen gibt es die Frucht auf dem Obstgroßmarkt in Oberkirch, auf Wochenmärkten und Hofläden in der Region. Die Ernte beginnt Ende Juli und geht bis Anfang September. Lioba Kopf aus Sasbachried in Baden-Württemberg gehört zu den wenigen Erzeugerinnen. "Unsere Zwetschge ist außergewöhnlich aromatisch und saftig. Sie löst sich hervorragend vom Stein und ist pur sowie weiterverarbeitet ein Genuss. Für Zwetschgenschnaps etwa ist sie die beliebteste Sorte. Sie ist widerstandsfähig und schont damit unsere Umwelt. So braucht sie beispielsweise weniger Fungizide, weil sie nicht so anfällig gegenüber Pilzkrankheiten ist", schwärmt Kopf. Die Bäume, welche bis zu 70 Jahre alt und viereinhalb Meter hoch werden können, tragen auf Streuobstwiesen zum natürlichen Landschaftsbild bei, so Kopf. Viele der neueren Zwetschgensorten müssen hingegen bereits nach zehn Jahren nachgepflanzt werden.

Beschränkte sich das Verbreitungsgebiet der Bühler Frühzwetschge zunächst auf Mittelbaden, expandierte sie ab 1890 in viele Regionen Europas. Sie wurde zum Inbegriff der badischen Zwetschge und machte Bühl zur Obstbauregion. Der rasante und weiterhin anhaltende Rückgang in Anbau, Vertrieb und Genuss der Bühler Frühzwetschge begann ab den 1970er Jahren. "Industrielle Rationalisierungsprozesse verschonten auch diese Traditionsfrucht nicht. Niedrig wachsende Obstbäume setzten sich aufgrund ihrer leichteren Ernte durch. Der Handel verlangte nach immer größeren und festeren Früchten für längere Transportwege und Verbraucher eiferten nach süßeren Konkurrenzfrüchten wie Aprikosen und Pfirsichen", erläutert Tina Schey, die den Aufnahmeantrag für die Zwetschge in die Arche vornahm und die Regionalgruppe Slow Food Baden-Schwarzwald leitet. Gemeinsam mit Produzenten arbeitet sie an der Gründung einer Erzeugergemeinschaft, um die Zwetschge und ihre Verwertung vor Ort selbst zu vermarkten. "Mit der Bühler Frühzwetschge haben wir eine Obstsorte in die Arche aufgenommen, die noch nicht so ganz selten ist, deren Ende im Erwerbsobstbau aber absehbar ist, wenn sich die Entwicklung der letzten Jahre fortsetzt und wir hier nicht gegensteuern", sagt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. Die Stadt Bühl ist ihrer fruchtigen Namensvetterin treu: Das Erntedankfest heißt hier "Bühler Zwetschgenfest" und bis heute wird jedes Jahr eine Zwetschgenkönigin zur Repräsentation der Frucht und der Stadt Bühl gewählt.

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Veranstaltungen 

Haben wir Relikte einer Jägermentalität in uns?

Haben wir Relikte einer Jägermentalität in uns?
Foto: Dominik Saladin

Wie wurde der röhrende Hirsch zur Pop-Ikone? Und was macht der echte Hirsch?

Ab Sonntag, 17. Juni, zeigt das Waldhaus seine neue Ausstellung „Wild und Jagd – Grenzgänge zwischen Kultur und Natur“

Viele Bereiche unserer Lebenswelt erscheinen besonders attraktiv, wenn sie mit der Eigenschaft „wild“ ausgestattet sind. Wie schon in der Epoche der Romantik stehen Natur und Wildnis dabei für eine Sehnsucht nach Unberechenbarkeit, nach Urtümlichkeit. Aber wie ist es um deren Urtypen bestellt, das Wild und die Jäger? Was prägt das heutige Bild von der Jagd und dem Wild? Diesem Thema widmet sich die neue Ausstellung „Wild und Jagd – Grenzgänge zwischen Kultur und Natur“ im Waldhaus Freiburg.

Erarbeitet wurde die Ausstellung von der Stiftung Waldhaus mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), dem städtischen Forstamt und der Kreisjägervereinigung. Zu sehen ist sie im Waldhaus (Wonnhaldestraße 6) von Sonntag, 17. Juni, 12 Uhr bis zum 22. September 2019. Danach wandert sie in die Stoll-Vita-Stiftung in Waldshut.

Haben wir tatsächlich noch Relikte einer Jägermentalität in uns, wie kürzlich Christian Sewing, der neue Chef der Deutschen Bank, meinte? Wie kam es zur kulturellen Wiedergeburt des so lange verstaubten röhrenden Hirschs als Pop-Ikone? Und was machen die echten Hirsche? Wie wird Jagd in einer Zeit gerechtfertigt, in der manche Menschen „wild auf Wild“ sind, andere es aber ablehnen, Fleisch zu essen, und Dritte in Tierschutzorganisationen sogar gegen jagdliche Aktivitäten mobil machen?

Die Ausstellung spürt all diesen Fragen nach. Sie will erkunden, mit welchem Naturbewusstsein oder welcher Absicht Jägerinnen und Jäger durch mehr oder weniger wilde Wälder oder intensiv genutzte
Maisfelder streifen. Folgen sie dabei einer Leidenschaft oder haben sie einen Auftrag zu erfüllen, wie der Slogan des Landesjagdverbands nahelegt? Ein Teil der Ausstellung ist den Wildschweinen gewidmet, die sich in Stadt und Land fröhlich vermehren. Thematisiert wird die Rolle der Jagd auch im Kontext mit Klimawandel, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz.

Zu guter Letzt erzählt die Ausstellung „Wild und Jagd“ etwas über die Geschichte der Jagd und ihre Spuren in unserer Sprache, unserer Kultur und unserer Landschaft. Sie vermittelt auf anschauliche Weise aktuelles Wissen über die heutige Jagdpraxis. Kinder und Erwachsene können einen Rothirsch bestaunen, auf einen Hochsitz klettern und mit dem Fernglas im Wald nach Tieren suchen. Sie können Fragen aus der Jägerprüfung beantworten und sich anhören, warum junge Frauen und Männer heute einen Jagdschein machen wollen. Indem die Ausstellung zeigt, was hinter unterschiedlichen Sichtweisen auf die Jagd steckt, regt sie dazu an, eigene Vorstellungen zu überdenken.

Begleitend zur Ausstellung bietet das Waldhaus Führungen, Veranstaltungen für Schulklassen und Kindergeburtstage an. Zudem findet am Donnerstag, 19. Juli, um 19 Uhr ein Hornkonzert statt. Informationen zum gesamten Begleitprogramm gibt es unter www.waldhaus-freiburg.de oder Tel. 0761/89647710.

Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags 12 bis 17 Uhr. Angebote für Schulklassen und Gruppen gibt es nach Absprache auch über die regulären Öffnungszeiten hinaus.

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Verschiedenes 

NABU: Sperling wieder auf Platz eins, Vogelzahlen leicht rückläufig

NABU: Sperling wieder auf Platz eins, Vogelzahlen leicht rückläufig
Stunde der Gartenvögel / Foto: nabu, Sebastian Hennigs

56.000 Teilnehmer haben aus fast 37.000 Gärten über 1.244.000 Vögel bei der Stunde der Gartenvögel gemeldet

Berlin – Der NABU und sein bayerischer Partner LBV freuen sich über eine gute Beteiligung bei der 14. Stunde der Gartenvögel, die von Vatertag bis Muttertag, vom 10. bis 13. Mai, stattfand. Über 56.000 Teilnehmer haben aus fast 37.000 Gärten Beobachtungen gemeldet. Der Haussperling bleibt mit 4,9 erfassten Individuen pro Meldung häufigster Gartenvogel, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Star und Feldsperling.

„Die gute Beteiligung zeigt, dass viele Menschen ein großes Interesse an der Natur haben und bereit sind, sich für den Erhalt der Artenvielfalt zu engagieren“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Das lässt auch darauf hoffen, dass immer mehr Hobbygärtner darauf achten, ihren Garten besonders vogel- und naturfreundlich gestalten.“

Insgesamt wurden bei der Stunde der Gartenvögel 33,8 Vögel pro Garten gesichtet. Damit liegt das Endergebnis 3,1 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt von 34,9 Vögeln pro Garten. „Sieben der 15 häufigsten Gartenvogelarten weisen in diesem Jahr den niedrigsten jemals pro Garten gemessenen Wert auf. Nur vier Arten wurden in den üblichen Mengen gesichtet“, sagt Miller.

Leicht positive Nachrichten gibt es vom Vogel des Jahres 2018, dem Star. „Er wurde mit im Schnitt 2,1 Vögeln pro Garten gemeldet“, so Miller. „Das ist nur leicht unter dem Durchschnitt von 2,35 Staren, der seit 2006 gemessen wurde. Vor Beginn der Stunde der Gartenvögel, insbesondere zwischen 2002 und 2006 hatte der Star deutschlandweit dramatisch um über ein Drittel abgenommen. Seitdem hält sich der Bestand fast stabil, von den Beständen, die es bis zur Jahrtausendwende gab, sind die Stare jedoch weit entfernt.“

Bei Amsel und Grünfink haben sich die vermutlich krankheitsbedingten Rückgänge fortgesetzt. Die Amsel leidet unter dem Usutu-Virus. Bereits im vergangenen Jahr konnten NABU-Experten gemeinsam mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin nachweisen, dass der Rückgang der Amsel vor allem im Verbreitungsgebiet des Virus stattfindet. Beim Grünfink zeigen sich seit 2013 deutliche Rückgänge im Bestand, die vermutlich auf das Grünfinkensterben aufgrund von Trichomonaden-Infektionen zurückzuführen sind.

Besonders Arten, die ausschließlich Insekten fressen oder zumindest ihre Jungen mit Insekten füttern, wie Meisen, wurden in diesem Jahr deutlich weniger gezählt. „Das passt zum generellen Trend der besonders starken Abnahme insektenfressender Vogelarten und muss weiter beobachtet werden“, so Miller. „Wer diesen Vögeln helfen will, sollte seinen Garten naturnah mit heimischen Büschen und Bäumen bepflanzen.“ Wie es um die Nahrung vieler Vögel, die Insekten, in Deutschland bestellt ist, darum geht es bei der neuen Citizen-Science-Aktion Insektensommer, dessen erste Phase noch bis 10. Juni läuft. Miller: „Wem das Schicksal unserer Gartenvögel am Herzen liegt, der sollte auch bei unserer Insektenzählung mitmachen.“

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Verschiedenes 

NABU: So gedeiht Gemüse ganz ohne Gift im Garten

Der NABU gibt Tipps, wie Pflanzen natürlich stark werden gegen Krankheiten, Pilze und Schädlinge

Berlin – Abwarten und Tee trinken – das ist auch im Garten oft das beste Rezept bei kleineren Problemen. Denn wer seinen Pflanzen ausreichend Zeit gibt, sich selbst gegen Schädlinge, Pilze und Krankheiten zu wehren, wird mit gesunden und kräftigen Pflanzen belohnt. Zum Tag des Gartens am 10. Juni gibt der NABU Tipps, wie Hobbygärtner ganz ohne den Einsatz von Gift ihre Pflanzen stark machen können.

„Pestizide sind im Garten leider immer noch weit verbreitet“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb, „Fast 6.000 Tonnen landen pro Jahr in privaten Gärten – sei es gegen Ameisen auf dem Gartenweg, Unkraut in den Pflaster-Fugen oder Blattläuse am Apfelbaum. Dabei tötet man mit diesen Giften nicht nur die unliebsamen Gäste, sondern auch nützliche Insekten.“ Auch Wildpflanzen, die für viele Insekten wichtig sind, wie Brennnessel, Löwenzahn und Taubnessel, werden beim Einsatz von Herbiziden wie Glyphosat mitvernichtet. „Wer also Insekten und mit ihnen auch Tiere wie Vögel, Igel, Fledermäuse und Eidechsen schützen will, sollte besser auf die Trickkiste der Natur als auf den Giftschrank zurückgreifen“, so Marja Rottleb.

Die Natur bietet eine Fülle wirksamer Mittel – und das dazu noch meist gratis. Jauche aus Brennnesseln kann zum Beispiel als Dünger und ein Brennnessel-Aufguss zum Bekämpfen von Blattläusen eingesetzt werden. Ackerschachtelhalm enthält Kieselsäure. Diese stärkt die Zellwände der Pflanzen und macht so Gemüse stark gegen Blattläuse, Pilze & Co. Rottleb: „Dazu setzt man einen Tee aus diesen Pflanzen an und besprüht die betroffenen Kulturen damit.“

Auch Standort, Boden und Lichtverhältnisse entscheiden mit darüber, ob eine Pflanze gut gewappnet in die Saison startet. Ist der Boden auf die Bedürfnisse der Pflanze angepasst, bekommt sie genug Licht und ist auch an nassen Tagen schnell wieder trocken, haben Pilze kaum eine Chance. Hat die Pflanze ausreichend Abstand zu ihren Nachbarn, können sich Pilze, Blattläuse und andere ungebetene Gäste weniger gut verbreiten. Wichtig ist es auch, Wirtspflanzen von Pilzen aus dem Garten zu verbannen. Etwa den Wacholder, der im Sommer den Birnengitterrost, einen Pilz, beherbergt, der das Laub der Birnbäume befällt.

„Im Gemüsegarten ist die Mischkultur eine Jahrtausende lang erprobte Methode Schädlinge und Krankheiten fernzuhalten und die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen“, so Marja Rottleb. „So gedeihen Erdbeeren gut neben Knoblauch, Kartoffeln neben Dicken Bohnen und Möhren stehen gern neben Lauch.“

Gärtner können also viel tun, um ihre Pflanzen stark zu machen – und so die Bekämpfung von Schädlingen, Pilzen und Krankheiten weitgehend der Natur überlassen – ganz ohne Gift.

Hintergrund:
Die biologische Vielfalt nimmt deutschlandweit seit Jahren dramatisch ab. Um dem etwas entgegen zu setzen, hat der NABU die Kampagne #gönndirgarten für mehr Vielfalt in Deutschlands Gärten gestartet. Der NABU zeigt Hobbygärtnern, wie jeder etwas für die Tier- und Pflanzenwelt tun kann – mit Tipps und Tricks für den eigenen Balkon oder Garten.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Vortrag "Bienenschwärmerei" am 12. Juni

Karlsruhe: Vortrag "Bienenschwärmerei" am 12. Juni
Bienen in Reih und Glied / Foto: Rainer Romer

Ein Abend mit Rainer Romer in der Begegnungsstätte Grötzingen

Bienenschwärmereien geht am Dienstag, 12. Juni, um 20 Uhr Rainer Romer nach. Sein Vortrag in Kooperation mit der Ortsverwaltung Grötzingen handelt vom Thema „Globale Gerechtigkeit und ökologisches Gleichgewicht fangen bei jedem von uns an". Der Abend im Augustaraum der Begegnungsstätte Grötzingen, Niddastraße 9, steht im Zusammenhang mit dem temporären Kunstwerk und der Ausstellung von Eva-Maria Lopez "I Never Promised You a Green Garden" in der Begegnungsstätte.

Der Mensch greift mit einer Vielzahl von Aktivitäten in den Naturhaushalt ein. Zwei entscheidende Faktoren jedoch gefährden zunehmend unsere Lebensgrundlagen, die von der Bestäubung durch Bienen und eine Vielzahl anderer Insekten abhängen: Unser Flächenfraß und die Vergiftung mit Ackergiften. Rainer Romer zeigt unter anderem belegte Fakten über Glyphosat und Neonikotinoide nachvollziehbar auf, widmet sich aber auch dem Bienenvolk als eine eusoziale Gemeinschaft. Sein Vortrag mündet schließlich in der Fragestellung: Was können wir von den Entscheidungsprozessen der Bienen und anderer Schwarmtiere lernen, um das Überschreiten der Belastungsgrenzen unserer Erde zu verhindern.

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Verschiedenes 

Meeresschutz braucht entschlossenes Handeln ...

... auf politischer ebenso wie zivilgesellschaftlicher Ebene

Meere und Ozeane bedecken rund zwei Drittel unserer Erdoberfläche. Sie sind essentiell für das Überleben auf unserem Planeten. Anlässlich des Welttags der Meere am 8. Juni ruft Slow Food Deutschland Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den marinen Ökosystemen und deren Ressourcen auf. Der Erhalt der handwerklichen Fischerei sowie ein reduzierter und reflektierter Fischkonsum sind wichtige Voraussetzungen dafür.

Der Welttag der Meere wird jährlich von den Vereinten Nationen ausgerufen und lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit auf die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit den Meeren: Die Auswirkungen des Klimawandels auf marine Ökosysteme, welche in Gänze noch nicht absehbar sind, die Interessenskonflikte über Ressourcennutzung vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung, die illegale Fischerei und nicht zuletzt die anhaltende Überfischung. Die Welternährungsorganisation bewertet 31 Prozent der weltweiten Fischbestände als überfischt. Fangquoten für viele Bestände liegen oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen, unerwünschter Beifang landet im Netz und geht tot und ungenutzt wieder über Bord.

Nicht zuletzt der EU mangelt es weiterhin an einem konsequent nachhaltigen Fischereimanagement - trotz der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP). Diese hat zum Ziel, der Überfischung ein Ende zu setzen, Fischpopulationen schrittweise wieder aufzufüllen und sie bis 2020 auf ein ökologisch verträgliches Niveau anzuheben. "Auch wenn wir seit der GFP-Reform Fortschritte verzeichnen, setzen wir die darin definierten Ziele längst nicht konsequent und zügig genug um. Die EU muss nun politische Führungsstärke beweisen und ihre eigene Gesetzgebung einhalten", fordert Nina Wolff, Leiterin der Fisch-Kommission bei Slow Food Deutschland. Sie weist zugleich auf die Handlungsspielräume der Verbraucher hin. "Ein jeder von uns, der die Grenzen der Ökosysteme ignoriert und seinen Fischkonsum nicht kritisch hinterfragt, ist ein kleiner Überfischer. Verbraucher sollten zu Arten greifen, die sich schneller erholen, sich der legalen Herkunft ihres Fischs versichern und ebenso wie bei landwirtschaftlichen Nutztieren nicht nur die edlen Teile, sondern möglichst viel vom Tier genießen", so Wolff.

Slow Food setzt sich für einen Meeresschutz ein, der ökologisch, wirtschaftlich und sozial verträglich ist. "Dazu gehört, die traditionell handwerkliche Fischerei zu fördern, sie in Entscheidungsprozesse einzubinden. Es sind die Kleinfischer, welche ihre lokalen Ökosysteme und Bestände kennen, klug und flexibel auf Änderungen in ihrer Region, beispielsweise aufgrund des Klimawandels, zu reagieren wissen. Ihre Existenz sichert lokale Lebensmittelversorgung in Küstenregionen. Doch sind sie vielerorts zu Zulieferern für Zwischenhändler, den Großhandel und Auktionen degradiert worden", erklärt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland und fordert die Politik auf, regulierend einzugreifen, um die notwendigen Voraussetzungen für Direktvermarktung und Diversifikationsmaßnahmen zu schaffen.

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Verschiedenes 

Zootier des Jahres auch in Karlsruhe zu sehen

Zootier des Jahres auch in Karlsruhe zu sehen
Stark bedrohte Art: Gelbrand-Scharnierschildkröte / Foto: Zoo Klrh/Timo Deible

Gelbrand-Scharnierschildkröten im Exotenhaus eingezogen / Zoo Karlsruhe Platin-Förderer

Im Exotenhaus des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe leben zwei neue Bewohner. Die beiden Gelbrand-Scharnierschildkröten haben ein großes Terrarium in unmittelbarer Nähe zu den großen Aquarien bezogen. Scharnierschildkröten sind 2018 „ Zootier des Jahres“. Damit machen die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP), die Deutsche Tierparkgesellschaft (DTG), die Gemeinschaft der Zooförderer (GDZ) und der Verband der Zoologischen Gärten (VDZ) auf die starke Gefährdung der Scharnierschildkröten aufmerksam.

Die Gelbrand-Scharnierschildkröte wird seit dem Jahr 2000 in der roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als stark bedrohte Art geführt. Dass in Karlsruhe diese Art gezeigt werden kann, ist Marcel Poos zu verdanken. Er betreibt mit einem weiteren Reptilienfachmann in Köln eine private Zuchtstation für verschiedene Scharnierschildkröten-Arten. „Wir freuen uns, über diese Partnerschaft zwei männliche Tiere, die derzeit nicht in der Zucht eingesetzt werden, als Leihgabe bekommen zu haben. So können wir die Art auch ganz direkt unseren Zoobesuchern als Botschaftertiere vorstellen“, berichtet der Karlsruher Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „Wir engagieren uns sehr in dieser Kampagne. Damit wollen wir die Aufmerksamkeit auf diese sonst kaum beachteten Tiere lenken“, so Reinschmidt. Unterstützt wurde die Aktion zudem mit 5.000 Euro für Schutzmaßnahmen im natürlichen Lebensraum der Tiere und für Zuchtprojekte zur Erhaltung der Scharnierschildkröten. Der Zoo Karlsruhe ist somit Platin-Förderer der Aktion.

Einige asiatische Schildkrötenarten sind im Freiland bereits ausgerottet oder nur noch in geringen Beständen vorhanden. Dieses Schicksal teilen auch die Vertreter der Gattung der Scharnierschildkröten (Cuora), zu der insgesamt 13 Arten zählen. Vor allem der Lebensraumverlust, besonders aber der exzessive Handel als Nahrungsmittel oder als vermeintliche Medizin macht den Beständen der Scharnierschildkröten sehr zu schaffen.

Konkret werden zwei Programme aus den Mitteln der Aktion Zootier des Jahres finanziell gestärkt. Eines davon ist das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS), angesiedelt im Allwetterzoo Münster. Seit 2003 züchtet das IZS erfolgreich neun der 13 Scharnierschildkrötenarten. Mit dem Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) in Kambodscha ist das zweite unterstütze Projekt direkt vor Ort angesiedelt. Unter naturnahen Bedingungen wurden bereits mehr als 100 Jungtiere der Amboina-Scharnierschildkröte erfolgreich gezüchtet, so dass nun die Auswilderung in einem geschützten Gebiet wissenschaftlich begleitet angegangen werden kann.

Bei der Wahl zum jeweiligen Zootier des Jahres werden Tierarten berücksichtigt, deren Bedrohung bisher nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht. Schon mehrfach wurden Arten unbeachtet ausgerottet – weil das Wissen über sie nicht ausreichend war oder die Notwendigkeit, sich für ihren Erhalt einzusetzen, nicht genug Anklang fand. Um die Ausrottung der jeweiligen bedrohten Tierarten möglichst effektiv zu verhindern, werden die Bemühungen der Projektteams vor Ort mit der Artenschutzarbeit der Zoos und Tiergärten vereint. 2017 war der Kakadu Zootier des Jahres, die Proklamation damals unter großem Medienecho im Zoo Karlsruhe.

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