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Verschiedenes 

Bauernproteste, Agrardiesel, Bauernsterben und falsche Freunde

Bauernproteste, Agrardiesel, Bauernsterben und falsche Freunde
(c) mitwelt.org

Freiburg, 8.01.2024. Heute erschüttern massive Bauernproteste das Land. Es geht den Landwirten nicht nur um die Kürzungen beim Agrardiesel. Der kleinen und mittleren Landwirtschaft (nicht nur) in Deutschland geht es beschissen. Die Erträge stimmen nicht. Es gibt zu viel Arbeit und entsetzlich viel Bürokratie für zu wenig Geld. Wer macht gerne unzählige Überstunden in einer Landschaft, in der immer mehr Spaziergänger mit immer mehr Freizeit immer alles besser wissen? Die Kinder wollen die Höfe nicht übernehmen und die Landwirtschaft hat ein schlechtes Image, das durch die heutigen Blockaden nicht besser wird. Investoren haben Ackerland als Finanzanlage entdeckt. Die Kauf- und Pachtpreise sind enorm gestiegen und für viele Landwirte schlicht nicht mehr bezahlbar. Immer verzweifelter versuchen die Betroffenen mit Gift, Dünger, Wachstum und Protesten gegen eine internationale Konkurrenz anzugehen, die auf gigantischen Feldern mit in Europa verbotenen Giften und billigen Arbeitssklaven arbeiten kann.

Der Aufhänger für die heutigen Proteste sind die Kürzungen bei den klimaschädlichen Subventionen für Agrardiesel. Das hat die CDU mal wieder genial gemacht. Sie klagte erfolgreich vor dem Bundesverfassungsgericht und die Ampel hat jetzt 60 Milliarden weniger im „Klima- und Transformationsfonds“. Auch so lässt sich die Energiewende bekämpfen. Da lacht sich die FDP ins Fäustchen, die in einer "informellen Koalition" mit der Opposition jede Gelegenheit nutzt, um die Energiewende zu bekämpfen und auch die AfD freut sich. Und dann streicht die Regierung die Subventionen für den Agrardiesel und löst heftige Bauernproteste aus.

Dabei ließen sich die klimaschädlichen Subventionen auch gerechter kürzen.

"Klein- und Nebenerwerbsbetriebe erhielten im Wirtschaftsjahr 2020/21 im Durchschnitt eine Erstattung von 874 Euro auf die gezahlte Energiesteuer für ihren Dieselverbrauch. Großbetriebe in Form juristischer Personen in Ostdeutschland kamen hingegen durchschnittlich auf eine Steuererstattung von 26.620 Euro. Wer viel Diesel verbraucht, zahlt umso mehr Energiesteuer und erhält einen entsprechend höheren Betrag erstattet." schreibt Agrarheute.
Ein steuerbefreiter Sockelbetrag von 5000 Euro für Agrardiesel, der insbesondere kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben nutzt, wäre ein Beitrag für mehr Gerechtigkeit, Klimaschutz und gegen die Verwandlung der Landwirtschaft in eine Agrarfabrik.

Haben die kleinen und mittleren Landwirte mit AfD, CDU, CSU & FDP die richtigen Freunde und mit SPD, GRÜNEN und der Umweltbewegung die richtigen Gegner?
Die AfD leugnet den Klimawandel, der die Landwirtschaft besonders stark betrifft. Und sie ist gegen die zukunftsfähigen Energien, von denen gerade die Landwirtschaft besonders profitiert.

CDU, CSU und FDP reden zwar gerne von der Unterstützung der kleinen und mittleren Landwirtschaft. Doch welche politische Farbe hatte die Mehrzahl der Bundes-Landwirtschaftsminister, als bundesweit die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe starben? CDU, CSU & FDP sind die stärksten Lobbyisten der Globalisierung und der großen Agrarfabriken.

Es ist peinlich für Rot-Grün, dass sie heute das EU-Mercosur Freihandelsabkommen unterstützen, das der einheimischen Landwirtschaft massiv schaden wird. Die mächtigen Agro-Chemie-Konzerne und die "Spitzen" von CDU, CSU, FDP & Bauernverbänden haben nur ein vorgeschobenes Interesse an kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben. Sie träumen und realisieren den zerstörerischen Traum von der großen, global aufgestellten Agrarfabrik.

Die kleine und mittlere Landwirtschaft hat allen Grund, unzufrieden zu sein. Manche falschen Freunde der heutigen Demos wollen aber auch einen rechten Umsturz der Demokratie. Und der Staat muss sich fragen, ob alle Menschen und Straßenblockierer, Klimaschützende und Landwirte, vor dem Gesetz gleich sind, wie es im Grundgesetz steht.

Ein steuerbefreiter Sockelbetrag von 5000 Euro für Agrardiesel wäre eine gute Teil-Lösung der aktuellen Probleme. Die Naturschutzbewegung, die bei den heutigen Demos teilweise auch kritisiert wird, ist nicht der Feind der kleinen und mittleren Landwirtschaft in Deutschland. Die Umweltbewegung zählt zu den letzten Verbündeten der kleinen und mittleren, naturnäheren, nachhaltigen und somit auch moderneren und zukunftsorientierten Landwirtschaft. Wir müssen den Wachstumswahn brechen, den Traum von der globalen Agrarfabrik beenden und die Globalisierung menschengerecht und nachhaltig gestalten. Dazu braucht es, nicht nur beim Agrardiesel, eine andere, neue Agrar- und Subventionspolitik, die nicht nur die Interessen der großen, deutschen Agrarfabriken und der Investoren bedient. Und die Landwirtschaft braucht gute Preise für gute, umweltschonend erzeugte Produkte. Mit den falschen Freunden der heutigen Aktionen ist das nicht zu machen.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

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Verschiedenes 

Haushalt ohne Geld und Ordnung

Krüger: Ohne öko-soziale Transformation wird es existenzgefährdend

Berlin, 12.1.24 - Auch Wochen nach dem Urteil zum Klimafonds steht die Bundesregierung bei der Aufstellung des Bundeshaushalts vor großen ungelösten Herausforderungen. Entwicklungen, wie beispielsweise aktuell die Bauernproteste oder auch die weiter zunehmende gesellschaftliche Polarisierung erschweren die Aufgabe. Gleiches gilt für die umstrittene Schuldenbremse. Aus Sicht des NABU wird die Frage nach der Zukunftsfähigkeit unseres Landes durch eine zu starke Gegenwartsorientierung nur unzureichend beantwortet. Auch die Krisen um Klima, natürliche Vielfalt und den Umbau der Wirtschaft erfordern eine vorausschauende Politik und eine nachhaltige Verteilung der Haushaltsmittel. Dazu gehört auch, die Wirksamkeit der einzelnen Instrumente in den Blick zu nehmen. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger sagt dazu:

“Die haushaltspolitischen Auseinandersetzungen gleichen stürmischen Gewässern, durch die die Steuerleute der Ampel versuchen, ein rettendes Ufer zu erreichen. Weil aber Karte und Kompass fehlen, wird das Schiff von jeder Welle hin und her geworfen. Diese Orientierungslosigkeit der Bundesregierung führt zu einem zunehmenden Vertrauensverlust in ihre Handlungsfähigkeit. Wir erleben gerade, wie bitter sich verspätetes, unzureichendes und unterlassenes Handeln der Vorgängerregierungen rächen. Der Druck, die öko-soziale Transformation voranzutreiben steigt enorm. Keine Lösungen für die anstehenden Herausforderungen zu finden ist existenzgefährdend - für Ökosysteme, Wohlstand und Wirtschaft.”

Nach Ansicht des NABU werden zur Umsetzung der Transformation auch starke Anreize und Investitionen benötigt. Fehlt das Geld könnten nur schärfere Vorschriften in Richtung der notwendigen öko-sozialen Transformation führen. Der NABU hat das anhand dreier Beispiele exemplarisch aufbereitet:

Meeresschutz

Erlöse aus den Ausschreibungen für die Offshore-Windenergie sollen helfen, die Auswirkungen auf die Ökosysteme in Nord- und Ostsee, auf Seevögel, Schweinswale und ihre Lebensräume zu minimieren und den Umbau der Fischerei anzugehen. Je 670 Millionen Euro stehen dem Bundesumwelt- und dem Landwirtschaftsministerium dafür nach dem Windenergie-auf-See-Gesetz zur Verfügung. Laut neuer Haushaltsplanung dienen nun fast 60 Prozent dieses Geldes nicht mehr dem Ausgleich zum Schutz der Meere, sondern fließen in den Bundeshaushalt ab, um dort Löcher zu stopfen und den Fortbestand umweltschädlicher Subventionen wie das Dienstwagenprivileg zu gewährleisten. Konkret bedeutet das: Es fehlt Geld, die langfristigen Auswirkungen der Windenergie auf die Nord- und Ostsee abzufedern und die Ökosysteme zu stabilisieren. Besonders scharf kritisiert der NABU, dass über die EU-Notverordnung gleichzeitig etablierte ökologische Standards für den Ausbau Erneuerbaren Energien auf See abgebaut werden und Versprechen des Koalitionsvertrags zur Umsetzung streng geschützter Meeresschutzgebiete oder die Wiederherstellung mariner Lebensräume nicht angegangen werden.

Agrarnaturschutz

Ein bewährter und in vielen Regionen Anreiz für landwirtschaftliche Betriebe stellen Agrarumweltmaßnahmen dar, die Naturschutzleistungen landwirtschaftlicher Betriebe finanziell ausgleichen. Dies trägt erheblich zu den Einnahmen von Landwirten, besonders auf ertragsarmen Standorten bei. Bleiben diese Einnahmen aus, werden die Naturschutzleistungen anderen Einnahmequellen weichen müssen, die vielleicht sogar eine gegenteilige Wirkung entfalten. Zwar wird im aktuellen Vorschlag im Bereich der Landwirtschaft verhältnismäßig wenig gekürzt. Es gilt aber zu beachten, dass bereits in der ersten Runde der Haushaltskürzungen geplant war, die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur- und Küstenschutz, die das Hauptfinanzierungsinstrument für Natur- und Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft darstellt, um fast 400 Millionen Euro zu kürzen. Auch wenn das zum Teil zurückgenommen wurden, werden hier über 200 Millionen Euro fehlen. Konkret geht es dabei beispielsweise um viele Agrarumweltmaßnahmen, wie den Schutz von extensivem Grünland mit seiner vielfältigen Artengemeinschaft oder dem zum Schutz von Ackerwildkräutern. Auch das Fehlen von Richtlinien trägt in diesem Fall dazu bei, dass Agrarumweltmaßnahmen nicht mehr finanziert werden können. Allein in Bayern betrifft das 12.000 ha an Flächen. Darunter leiden besonders Betriebe, die sich für den Naturschutz und damit Gemeinwohlleistungen einsetzen.

Natürlicher Klimaschutz / Hochwasserschutz

Auch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) soll um mind. 500 Millionen Euro gekürzt werden. Für angepasstes Waldmanagement sollen im Haushalt des BMEL außerdem eine halbe Milliarde Euro weniger bereitgestellt werden. Dabei gehören diese Maßnahmen mit ihrem Dreiklang aus Naturschutz, Klimaschutz und Klimafolgenanpassung zu den kosteneffizientesten im gesamten Bundeshaushalt und sind viel wirksamer als technische Lösungen. Trotzdem sollen Minderausgaben am Ende eines Jahres in den Gesamthaushalts zurückfließen und stünden dadurch nicht mehr zur Verfügung. Wie dringend wir bei der Bewältigung der Klimakrise auf die Hilfe der Natur angewiesen sind, zeigen die jüngsten Überschwemmungen in vielen Teilen Deutschlands. Renaturierte Flüsse und Auen halten das Wasser länger in der Landschaft und mindern so die Gefahr gefährlicher Hochwasserwellen. Das trägt außerdem zur Grundwasserneubildung bei und mildert die Folgen von Dürren.

Mit mehr als 900.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben.

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Die Wilhelma blickt auf ein Erfolgsjahr zurück

Die Wilhelma blickt auf ein Erfolgsjahr zurück
Koala (c) Foto: Wilhelma / Lisa-Marie Grimmer

Die Wilhelma in Stuttgart zieht für 2023 eine positive Bilanz: Eine Rekordzahl von 1,8 Millionen Besucher*innen nutzte im vergangenen Jahr die Gelegenheit, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in Deutschlands einzigem zoologisch-botanischen Garten zu erleben. Direktor Dr. Thomas Kölpin führt dieses satte Plus von mehr als 12 % gegenüber dem Vorjahr in erster Linie auf die Eröffnung der neuen Themenwelt „Terra Australis“ zurück, mit welcher die Wilhelma seit Juli 2023 große und kleine Tierfreunde begeistert: „Die Terra Australis entführt unsere Besucher*innen in die faszinierende Welt des fünften Kontinents. Zu den absoluten Publikumslieblingen gehören zweifellos die Koalas. Eine Rarität, die es in keinem einzigen anderen Zoo Europas zu sehen gibt, sind die Quokkas: Diese kleine Känguruart ist nicht größer als ein Feldhase. Quokkas haben einen lächelnden Gesichtsausdrucks – kein Wunder, dass ihnen die Herzen unserer Besucher*innen zufliegen.“ Eine weitere Besonderheit der Terra Australis: Durch die Bepflanzung mit in Down Under heimischen Pflanzenarten wie Eukalyptus oder Flaschenbaum werden natürliche Lebensraumtypen nahezu originalgetreu nachgebildet.

Fast zeitgleich mit der Terra Australis eröffnete der Asiatische Schaubauernhof – mit asiatischen Nutztieren wie Kaschmirziegen, Romanow-Schafen oder Vietnamesischen Hängebauchschweinen. Auch hier wird ganzheitlich gedacht: Ein Reisfeld, Bananenstauden und Teesträucher stehen beispielhaft für in verschiedenen Regionen Asiens angebaute Kulturpflanzen. Aktuell schreitet in direkter Nachbarschaft der Bau der Anlage für Sibirische Tiger voran. Das Gegenüber von Nutz- und Wildtieren soll den Konflikt veranschaulichen, der entsteht, wenn sich Menschen und Großtiere einen Lebensraum teilen – was nicht nur in Asien eine große Hürde für den Artenschutz darstellt.

Aus diesem Grund ist auch die Nachzucht, nicht nur von bedrohten Arten, eine Herzensangelegenheit für Wilhelma-Direktor Kölpin: „Besonders hervorzuheben war 2023 der Nachwuchs bei den Schneeleoparden. Zwar züchten wir die als gefährdet eingestufte Art schon seit über 30 Jahren. Dass unser mit 13 Jahren hochbetagtes Weibchen Kailash noch einmal ein Jungtier bekommen hat, war aber eine Überraschung.“ Eine weitere erfreuliche Nachricht war die Geburt von Zwillingen bei den Servalen – nur wenige Monate, nachdem das Pärchen Nio und Duma im März seine neue Anlage bezogen hatte. Kurz vor Weihnachten stellte sich zudem Kindersegen bei den Bonobos ein, wo das Weibchen Liboso ein gesundes Jungtier zur Welt brachte.

Zum Jahreswechsel wurde auch bei den Hirschebern ein „Glücksschweinchen“ geboren. Die in Südostasien beheimatete und aufgrund von Lebensraumzerstörung bedrohte Art wird bislang nur selten nachgezüchtet. Gefiederten Nachwuchs gab es bei zahlreichen Arten, darunter den Keas, den als verspielt geltenden Papageien aus Neuseeland und bei den zu den Nashornvögeln gehörenden Von-der-Deckens-Tokos. Leider gab es auch Rückschläge zu verkraften: Nachdem die Wilhelma 2022 mit der Geburt des Schabrackentapir-Kalb Mashuri einen großen Zuchterfolg erzielte, verstarb das Jungtier im August 2023 nach einer dreiwöchigen Krankheit.

Das internationale Engagement der Wilhelma für den Artenschutz zahlt sich immer mehr aus – im wahrsten Sinne des Wortes: Durch die für alle Besucher*innen freiwillige Zahlung des Artenschutz-Euros und die Spendenbereitschaft des Wilhelma-Fördervereins wurde erstmals die Schwelle von 1 Million Euro an Geldern für den Artenschutz geknackt und zu 100 % an Projektpartner in aller Welt weitergegeben.

Bei den Besucher*innen konnte die Wilhelma auch 2023 wieder mit einem abwechslungsreichen Event-Programm punkten: Von den gleich mehrfach durchgeführten Wilden Wochenenden über den Wilhelma-Kinder-Tag am Pfingstmontag, den Wilhelma-Tag im September bis hin zur schaurig-schönen Halloween-Veranstaltung am 31. Oktober. Noch bis zum 14. Januar 2024 kann man zudem beim Christmas Garden abends ab 17.00 Uhr die in eine glitzernde Lichterwelt getauchte Wilhelma bestaunen.

Die Arbeit der Wilhelma beschränkt sich in Stuttgart nicht nur auf die 30 Hektar des zoologisch-botanischen Gartens: Der Fachbereich Parkpflege betreut alle landeseigenen Flächen in der Landeshauptstadt, darunter auch den Rosensteinpark. Hier wurde im Juli 2023 ein neuer Spielplatz eröffnet, dessen zentrales Spielelement, der „Rosenstein-Dino“ an einen Dinosaurier erinnert. Wie Finanzstaatssekretärin Gisela Splett im Rahmen der Einweihung betonte, ist der Dino-Spielplatz „für den Park, das Naturkundemuseum und die Wilhelma eine attraktive Ergänzung.“

Eine Herausforderung für die Wilhelma stellen die in den vergangenen Jahren enorm gestiegenen Kosten für Energie, Futtermittel, Verbrauchsmittel und Gehälter dar. Nachdem die Eintrittspreise seit 2019 unverändert geblieben waren, wird es daher zum Start des Sommertarifs ab 1. März 2024 eine moderate Anpassung geben: Am günstigsten werden Tickets im Online-Shop angeboten. Hier wird der Einzeleintrittspreis für Erwachsene um zwei Euro steigen. An den Kassen vor Ort wird die Preiserhöhung insgesamt drei Euro betragen. Weiterhin sind ermäßigte Tarife für Schüler*innen und Studierende sowie sehr günstige Familientarife erhältlich. Wilhelma-Direktor Kölpin verdeutlicht: „Uns ist wichtig, dass die Wilhelma ein Ausflugsziel für die breite Öffentlichkeit bleibt – auch für diejenigen mit einem kleinen Geldbeutel. Nur so können wir unseren Bildungsauftrag erfüllen und möglichst viele Menschen für den Schutz der globalen Artenvielfalt begeistern.“

zum Bild oben:
Die Koalas gehören zu den größten Publikumslieblingen in der neuen Terra Australis.
Foto: Wilhelma / Lisa-Marie Grimmer





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Zoo Leipzig: Erster Nachwuchs des Jahres

Zoo Leipzig: Erster Nachwuchs des Jahres
Giraffennachwuchs im Innenstall liegend © Zoo Leipzig

Giraffenweibchen Tamika brachte ein männliches Jungtier zur Welt

Zuchterfolg bei den Rothschildgiraffen in der Savanne (Giraffa camelopardalis rothschildi): Die vierjährige Giraffenkuh Tamika (seit 2022 in Leipzig) brachte am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr in einem für sie eigens vorbereiteten Gehege ein männliches Jungtier zur Welt. Die Geburt verlief für die Erstgebärende ohne Komplikationen und dauerte circa zwei Stunden. „Wir sind erleichtert, dass die Geburt für die noch unerfahrene Tamika so reibungslos verlaufen ist und sie sich vorbildlich um ihr Junges kümmert. Dieses trinkt regelmäßig und macht einen gesunden Eindruck, wie die heute durchgeführte Jungtierprophylaxe durch unseren Zootierarzt ergeben hat. In den nächsten Tagen werden wir Tamika und ihr Jungtier ausreichend Ruhe für die Ausprägung der Mutter-Jungtier-Bindung gewähren und sie dann schrittweise mit den anderen Herdenmitgliedern zusammenlassen, die sich die ganze Zeit in Sichtkontakt befinden“, zeigt sich Seniorkurator Johannes Pfleiderer zufrieden. Vater des Neuankömmlings ist der Giraffenbulle Matyas (4), der im Dezember 2020 aus dem Zoo Prag nach Leipzig kam und bereits im letzten Jahr mit Giraffenkuh Sipiwe (5), die wie ihre Schwester Tamika aus Aalborg stammt, den Nachwuchsreigen eröffnete. Sipiwes Tochter Niara (geb. 06.02.2023) ist gut in der Herde integriert, entwickelt sich bislang bestens und hat nun einen Halbbruder an ihrer Seite.

Den letzten Nachwuchs des zurückliegenden Jahres gab es ebenso in der Kiwara-Savanne. Am Silvestertag sorgte die 10 Jahre alte Grevy-Zebrastute (Equus grevyi) Lilian mit ihrem Hengstfohlen für den insgesamt dritten Nachkommen des Jahres bei den im natürlichen Verbreitungsgebiet stark gefährdeten Grevy-Zebras. Die Pfleger berücksichtigten selbstredend den Tag der Geburt bei der Namensgebung und tauften das männliche Zebrafohlen auf den Namen Silvester.

Für die Besucher ist das Giraffenhaus ab sofort geöffnet. Mit etwas Glück sind Tamika und ihr Sohn, die sich in einer separaten Box aufhalten, auch zu sehen. Silvester befindet sich zusammen mit seiner Mutter gegenwärtig noch im nicht einsehbaren rückwärtigen Gehege und wird in den nächsten Tagen an die Herde und die Außenanlage gewöhnt.

Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

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Veranstaltungen 

Vögel zählen auch bei Regenwetter

Vögel zählen auch bei Regenwetter
Zaunkönig (c) NABU / Foto: Kathy Büscher

Vom 5. bis 7. Januar ruft der NABU wieder zur „Stunde der Wintervögel“ auf

Berlin, 3.1.24 – Fällt die „Stunde der Wintervögel“ ins Wasser? Der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) rufen vom 5. bis 7. Januar wieder dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu zählen und zu melden. Doch statt Winterwetter gibt es in diesem Jahr Dauerregen und Hochwasser in vielen Teilen Deutschlands.

„Unsere Vögel sind bei Dauerregen weniger aktiv. Wird ihr Gefieder nass, kühlen sie schneller aus und brauchen mehr Energie, um die nass-kalte Zeit zu überstehen“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Hält der Regen über Tage an, kann das vor allem im Winter ein Problem sein. Durch die Überschwemmungen ist viel Boden durch Wasser bedeckt, das erschwert die Nahrungssuche.“ Es könne daher sein, dass sich zur diesjährigen Zählung mehr Vögel an den Futterstellen einfinden. Miller: „Das Beobachten und Zählen lohnt sich daher auch bei Regenwetter – und natürlich auch das Füttern der Vögel.“

Die mit der Aktion gewonnenen Daten über die heimische Vogelwelt helfen dabei, die Situation von Vögeln in Städten und Dörfern besser einzuschätzen. Der NABU hofft, auch Erkenntnisse über Wintergäste zu gewinnen, die aus kälteren Regionen in Nord- und Osteuropa zu uns nach Deutschland kommen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum 14. Mal statt. Im vergangenen Jahr haben knapp 100.000 Menschen mitgezählt. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel vor dem Fenster, im Garten oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Von jeder Art wird die höchste Anzahl Vögel notiert, die während der Stunde gleichzeitig gesichtet wurde.

Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de und mit der App „NABU Vogelwelt“ bis zum 15. Januar gemeldet werden. Zudem kann am 6. und 7. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-1157-115 gemeldet werden.

Die NAJU lädt mit der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 8. bis 12. Januar 2024 alle Kinder ein, die heimischen Wintervögel spielerisch kennenzulernen, zu beobachten und zu zählen. Alle Infos unter www.naju.de/sdw.

Mehr Infos zur Aktion, Artenporträts, Fütterungstipps und E-Learning-Tool Vogeltrainer: www.stundederwintervoegel.de

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Bauernproteste: Von der Straße zurück an den Tisch

Krüger: Politik darf die Transformation im ländlichen Raum nicht noch weiter verschlafen

Berlin, 5.1.24 - Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zu den Bauernprotesten kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Bei allem Verständnis für die Proteste, deren Wurzeln vor allem im mangelnden politischen Gestaltungswillen von Bundesregierung und Bundestag liegen – die Proteste müssen friedlich und in einem rechtsstaatlichen Rahmen stattfinden und dürfen den Dialog nicht aus den Augen verlieren. Landwirtschaft fit für die Zukunft zu machen, bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Bauernschaft und Politik müssen wieder an einen Tisch. Dabei steht die Politik in der Verantwortung, endlich die Transformation in Landwirtschaft und ländlichen Räumen aktiv voranzubringen.“





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Charlotte verlässt Zoo Karlsruhe

Charlotte verlässt Zoo Karlsruhe
© Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe, Timo Deible

Eisbären: Kap soll möglichst bald neue Partnerin bekommen

Der weibliche Eisbär Charlotte ist heute Morgen aus dem Zoo Karlsruhe ausgezogen. Auf Empfehlung der Zuchtbuchkoordinatoren wird er zukünftig im italienischen Zoo Fasano leben. In einer Eisbärenkiste wird die seit 2020 in Karlsruhe lebende Charlotte von einer speziellen Zootier-Spedition transportiert.

Damit ist jetzt noch Eisbär Kap im Badischen. Er war erst Juli nach Karlsruhe zurückgekehrt. Die vergangenen drei Jahre lebte er im Tierpark Hagenbeck und konnte sich erfolgreich mit dem dortigen Weibchen fortpflanzen. „Mit ihm haben wir einen der genetisch besonders wertvollen Eisbären bei uns. Seine Linie ist außer bei dem jetzigen Jungtier in Hamburg nirgends vertreten. Für die Erhaltungszucht dieser Art ist er enorm wichtig“, hatte Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt bereits bei Kaps Ankunft betont.

Dazu muss nun die 2014 im Tiergarten Nürnberg geborene Charlotte auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in einen anderen Zoo umziehen. Möglichst bald soll ein für die Zucht geeignetes Weibchen nach Karlsruhe kommen. Charlotte hingegen ist nicht für die Fortpflanzung vorgesehen.

Eisbärweibchen Charlotte hat am frühen Morgen den Zoo Karlsruhe verlassen.
© Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe, Timo Deible

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Festessen zu Weihnachten: Nur „Guter Fisch“ auf den Tisch

Forschungseinrichtungen, Umweltverbände und die Verbraucherzentralen aktualisieren die gemeinsame Liste “Guter Fisch” für bewussten Fischeinkauf
Für eine gute Wahl zu Weihnachten sollten Verbraucher*innen, Händler*innen und Restaurantbetreiber*innen vorrangig Fische und Muscheln einkaufen, die genau mit der Liste übereinstimmen. Zwölf Arten erfüllen weiterhin die Kriterien für nachhaltigen Fischfang , Makrele und Sprotte verschwinden von der Liste.

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch die Frage nach dem Festessen. Gerade Fisch ist beliebt, doch ist „guter Fisch“ überhaupt noch zu haben? Überfischung, Zerstörung von Lebensräumen und hohe Beifangmengen sorgen dafür, dass die nachhaltige Wahl beim Einkauf immer schwerer fällt. Deshalb haben die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR), der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), der World Wide Fund For Nature (WWF) und die Verbraucherzentralen die gemeinsame Liste “Guter Fisch“ aktualisiert.

Leider ist die Liste kürzer geworden. Die Makrele und die Sprotte aus der Ostsee wurden im letzten Jahr noch als bedingt empfehlenswert eingestuft, allerdings wurde ihr Verbleiben auf der Liste an Bedingungen geknüpft. Da die notwendigen Schutzmaßnahmen nicht ergriffen wurden und sie weiter überfischt werden, sind diese Arten nicht mehr zu empfehlen.

Auf der Liste befinden sich weiterhin regionale Plattfische wie Scholle, Kliesche und Flunder aus der Ostsee. Auch ausgewählte Heringsbestände sowie Keta- und Rotlachs aus Alaska oder der Iberische Stöcker sind auf der Liste. Insgesamt werden zwölf Bestände empfohlen, wenn sie mit akzeptablen Fangmethoden gefangen werden.

Dr. Rainer Froese, Meeresökologe und Fischereiwissenschaftler am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, erklärt: "Speisefische wie Dorsch, Hering oder Sprotte spielen als Räuber oder Beute zentrale Rollen im Ökosystem. Dafür müssen ihre Bestände aber ausreichend groß sein und dürfen nicht überfischt werden, was zum Beispiel für die Sprotte nicht mehr zutrifft.”

Damit uns Fisch als Teil der Ernährung, aber auch im Ökosystem erhalten bleibt, ist eine nachhaltige, bestandsschonende Befischung äußerst wichtig, betont auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH): Dr. Katja Hockun, Teamleiterin Meeresschutz bei der DUH, erläutert: „Unsere Meere stehen unter Druck: Klimakrise, Verschmutzung, Infrastrukturausbau, und auch Fischerei setzen dem Ökosystem zu. Damit die Fischerei eine Zukunft hat, darf nur so viel gefischt werden, wie auch wieder natürlich nachwachsen kann. Außerdem müssen konsequent nachhaltige Fanggeräte eingesetzt werden. Mit der Liste „Guter Fisch“ wollen wir Verbraucher*innen helfen zu verstehen, worauf es beim Fischfang und -kauf ankommt.”

Verbraucher*innen haben die Wahl

Die Nachfrage entscheidet mit, was der Markt liefert. Nachhaltige Kaufentscheidungen können deshalb helfen, die Umweltverträglichkeit der Fischerei zu beeinflussen. Dr. Britta Schautz, Expertin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Berlin: „Viele Verbraucher*innen essen gerne Fisch und kennen auch allgemein das Problem der Überfischung. Aber es fehlt ihnen an konkreten Hinweisen, welche Bestände davon betroffen sind. Mit Hilfe dieser Liste kann jeder einfach selbst entscheiden, welcher Fisch noch zu Weihnachten auf dem Tisch landen kann.“

Dr. Kim Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz, erklärt: „Fischpopulationen kollabieren, Fischereibetriebe geben auf. Die Fischereipolitik der letzten Jahre ist gescheitert. Am Ende der Transformation muss ein System der Qualität und Nachhaltigkeit stehen. Wenn „Guter Fisch“ auf den Tellern landet, dann leisten Verbraucher*innen hierbei einen wichtigen Beitrag.“
Dr. Philipp Kanstinger, WWF-Fischereiexperte, gibt Verbraucher*innen noch einen weiteren Tipp für den Einkauf: „Wenn Fisch zu Ihrem Fest gehört, dann ist neben den Meeresfischen von der Liste “Guter Fisch” auch Karpfen aus der regionalen Teichwirtschaft eine sehr gute Wahl für Weihnachten."

So funktioniert die Liste

Für unverarbeiteten Fisch und Tiefkühlprodukte sind Angaben zu Fischart, Fangmethode und Fanggebiet verpflichtend. Diese sollten genau mit der Liste verglichen werden, damit am Ende kein Fisch aus einem stark bedrohten Bestand im Einkaufswagen landet. Allerdings ist die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung nicht immer ausreichend detailliert, um bewerten zu können, ob ein Produkt “guter Fisch” ist. Im Zweifel ist eine gezielte Nachfrage zu empfehlen.
Neben der Herkunft ist die Fangmethode ein wichtiges Kriterium. Verschiedene Geräte wirken sich unterschiedlich auf die Bestände, den Meeresboden und die anderen Tiere im Ökosystem aus. Besonders schädlich sind häufig Grundschleppnetze, da sie viel Beifang haben und den Meeresboden zerstören. Trotzdem werden sie vielerorts sogar noch in Meeresschutzgebieten eingesetzt.

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