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Verschiedenes 

Löwenquartett unternimmt erste Erkundungen

Löwenquartett unternimmt erste Erkundungen
Kigali mit ihren 4 Jungen auf der Freianlage der Löwensavanne © Zoo Leipzig

Nächster Entwicklungsschritt für die vier Löwenjungtiere

Das Löwenquartett entdeckt die Freianlage: Die am 5. Juli geborenen Jungtiere haben sich in den vergangenen sieben Wochen stetig weiterentwickelt, fressen inzwischen kleine Fleischportionen und zeigen auch bei der Gewichtszunahme deutliche Fortschritte. „Die Pfleger konnten in den letzten Tagen die Neugierde der Jungen ausnutzen und sie im Zuge des Trainings eigenständig auf die Waage locken. Zwischen 6,6 und 7,4 Kilogramm wiegen die Jungen. Das ist nicht nur für die Pfleger ein Erfolg, sondern ein großer Vertrauensbeweis vonseiten Kigalis, die währenddessen die Gelegenheit nutzt, die Außenanlage aufzusuchen“, freut sich Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Die positive Entwicklung der Löwenfamilie lässt auch den nächsten Schritt im Tiermanagement zu: Ab sofort kann Kigali zusammen mit ihrem Nachwuchs die Freianlage durchstreifen. „Während der ersten Ausflüge vor der Besuchszeit hat sie den Radius ihrer Jungen noch stark eingeschränkt und sich auch nach kurzer Zeit in die rückwärtigen Bereiche zurückgezogen. Sie ist weiterhin sehr vorsichtig und reagiert aufmerksam auf jede Veränderung, insofern soll und wird sie selbst das Tempo der Eingewöhnung ihrer Jungen auf der Außenanlage bestimmen. Wir geben ihr selbstverständlich diese Zeit und bieten ihr jederzeit den Zugang zu den rückwärtigen Bereichen an, sind aber zuversichtlich, dass das bewegungsfreudige Quartett und Kigali sich an die neue Situation gewöhnen und dann auch regelmäßig für unsere Besucher zu sehen sein werden. Heute waren sie bereits sehr neugierig unterwegs“, ergänzt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Das Geschlechterverhältnis von Kigalis (9) Nachwuchs bleibt nach wie vor ein Geheimnis. Sobald es gesicherte Erkenntnisse gibt, werden wir darüber informieren.

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Autor: Prof. Dr. Jörg Junhold, Zoodirektor







Verschiedenes 

Tularämie bei Feldhasen

Tularämie bei Feldhasen
© Stadt Karlsruhe, Umwelt- und Arbeitsschutz

Kontakt mit toten oder krank erscheinenden Tieren vermeiden

Im Stadtkreis Karlsruhe, wie auch in vielen anderen Regionen in Baden-Württemberg, gibt es seit Jahren vereinzelte Nachweise der Hasenpest (Tularämie). Im Juli und August wurden zwei an Tularämie verstorbene Feldhasen in der Region Scheibenhardt sowie aktuell in Wettersbach aufgefunden. Betroffen sind vorwiegend Nagetiere, aber auch andere Tiere einschließlich Vögel mit unterschiedlicher Empfänglichkeit. Sie versterben meist nach kurzem Krankheitsverlauf.

In Baden-Württemberg wurde der Erreger in den letzten Jahren zu 95 Prozent bei Feldhasen nachgewiesen. Bei der Tularämie, wie auch bei einigen anderen Krankheiten von Wildtieren, handelt es sich um eine Zoonose - das heißt, auch Menschen können sich mit dem Erreger anstecken. Als Übertragungsweg kommen Haut- oder Schleimhautkontakt mit kranken Tieren oder der Verzehr von nicht ausreichend durcherhitztem Fleisch in Frage. Es können grippeähnliche Symptome mit Fieber, wie auch Durchfall oder Erbrechen hervorgerufen werden. Hunde und Katzen sind wenig empfänglich und stecken sich nur in sehr seltenen Fällen an. Um eine Ansteckung von Mensch und Tier zu vermeiden, gilt die grundsätzliche Regel, den Kontakt mit toten oder krank erscheinenden Tieren konsequent zu vermeiden.

Auskünfte erteilt das Ordnungs- und Bürgeramt, Abteilung Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen unter der Telefonnummer 0721-133 7101 oder per E-Mail: luv(at)oa.karlsruhe.de.

Weitergehende Informationen zur Krankheit sind auch beim Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (www.fli.de) und, zur Bedeutung beim Menschen, beim Robert-Koch-Institut (www.rki.de) zu erhalten

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Verschiedenes 

Graue Federknäuel bei den rosa Langhälsen

Graue Federknäuel bei den rosa Langhälsen
(c) Foto: Wilhelma Stuttgart

Nachwuchs auf der Flamingoanlage

Bei den Rosaflamingos der Wilhelma hat es Nachwuchs gegeben: Sieben Küken sind in den letzten Wochen in der Anlage neben der Historischen Gewächshauszeile geschlüpft. Damit hat sich diese Vogelschar im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart auf über 40 Tiere vergrößert. Flamingos leben in der freien Wildbahn in großen Kolonien. Die Jungvögel schließen sich zu sogenannten Kindergärten zusammen und bleiben dicht beieinander, bewacht von einigen Elterntieren. Das ist auch in der Wilhelma zu beobachten. Im Gegensatz zu den grazilen Erwachsenen, die sogar auf einem Bein stehend schlafen können, staksen die grauen Federknäuel auf ihren noch kurzen Beinen eher unbeholfen umher und warten darauf, von den Eltern gefüttert zu werden. Flamingos haben stark gebogene Schnäbel, mit denen sie ihre Nahrung aus dem Wasser filtern. Dazu tauchen sie mit den Köpfen unter und filtern das Wasser nach kleinen Krebstierchen und Plankton aus. Die Jungtiere können das noch nicht: Ihr zunächst gerader Schnabel beginnt sich erst nach zwei Wochen langsam zu krümmen. Deshalb werden sie zwei bis drei Monate lang mit einem nahrhaften Sekret gefüttert, das ihre Eltern in der Speiseröhre bilden. Die Küken beginnen nach etwa vier Wochen, das Durchsieben des Wassers zu üben.

Die in ihrer Nahrung enthaltenen Carotinoide sorgen dafür, dass Flamingos nach und nach erröten. Die Küken tragen noch graue Federn. Etwa drei Jahre dauert es, bis ein Flamingo das charakteristische Erscheinungsbild mit den rosaroten Schwingen und Beinen entwickelt hat. In der Natur bevorzugen Flamingos Marschland, Brackwasser und Salzseen, in der Wilhelma dürfen sie dagegen in feinstem Cannstatter Mineralwasser stehen. Darin leben allerdings nicht dieselben Futterorganismen wie an den Küsten am Mittelmeer, in Afrika und Asien, wo die Rosaflamingos ursprünglich zuhause sind. Deshalb werden dem Futter Carotinoide beigemischt.

Flamingos können sehr alt werden – in der Natur im Schnitt etwa 30 Jahre. In Zoos, wo sie immer reichlich Nahrung bekommen und keine Feinde haben, können sie ein Alter von 50 bis 80 Jahren erreichen.

zum Bild oben:
Direkt hinter dem Haupteingang der Wilhelma werden die Gäste derzeit von kleinen Flamingoküken begrüßt.
(c) Foto: Wilhelma Stuttgart





Verschiedenes 

Klima- und Naturkrise lassen sich nicht vertagen

NABU veröffentlicht Jahresbericht 2022 / Mitgliederzahlen weiter gestiegen

Berlin, 25.08.23 – Der NABU blickt in seinem heute veröffentlichten Jahresbericht auf ein durch Krisen geprägtes Jahr 2022 zurück - allen voran der russische Angriffskrieg auf die Ukraine.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Der Krieg hat vermeintliche Gewissheiten erschüttert. Nach Jahrzehnten relativer Stabilität in Deutschland gibt es nun viele Unsicherheiten und Herausforderungen. Es wäre fatal, die Wiederherstellung der Biodiversität unter dem Vorwand aktueller Krisen weiter hintanzustellen: Klima- und Naturkrise lassen sich nicht vertagen. Nur wenn wir uns die wachsenden Auswirkungen von Klimawandel, Flächenverbrauch, Verschmutzung und Nutzungsintensivierung auf Ökosystemen und Arten bewusst machen und entsprechend handeln, können wir unsere natürliche Lebensrundlage auch für die Zukunft sichern.”

Trotz aller Krisen wurden 2022 beim Natur- und Klimaschutz sowohl in Europa als auch global entscheidende Weichen gestellt: Bei der Weltnaturkonferenz in Montreal hat sich die Weltgemeinschaft auf wichtige Ziele beim Schutz von Ökosystemen und Arten verständigt. Ein Naturschutzpaket im Rahmen des europäischen Green Deal soll EU-Mitgliedsstaaten dazu verpflichten, den Pestizideinsatz zu reduzieren und Ökosysteme zu renaturieren. Für Letzteres hat sich das Europäische Parlament im Juli mit seiner Zustimmung zum EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur ausgesprochen.

Der Blick auf die Arbeit der Ampelregierung, die im vergangenen Jahr ihre Arbeit aufgenommen hat, zeichnet ein gemischtes Bild: So reißt sie einerseits erneut die Klimaziele im Verkehrssektor und möchte den Ausbau der erneuerbaren Energien teils zu Lasten von Ökosystemen und Arten beschleunigen. Andererseits fließen vier Milliarden Euro in das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz, um geschädigte Wälder, Moore und Auen wiederherzustellen. Und endlich bringt der Bund ein Nationales Artenhilfsprogramm auf den Weg.

Krüger dazu: „Die Bilanz des Jahres 2022 ist gemischt. Die Befürchtung, dass angesichts der vielen Krisen der Naturschutz aus dem Fokus gerät, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Doch es gibt noch viel zu tun. Der NABU wird sich daher als mitgliederstärkster Naturschutzverband Deutschlands weiter mit Leidenschaft für unsere Natur stark machen, diskutieren und streiten – vor allem aber Druck auf die Politik ausüben, damit endlich gehandelt wird.”

Der NABU hat sich 2022 mit zahlreichen Projekten und Aktionen und durch das Engagement Haupt- und Ehrenamtlicher für den Naturschutz eingesetzt. Als wichtiger Meilenstein ist der NABU-Klimafonds gestartet, um auf großer Fläche Moore wiederherzustellen und die Landwirtschaft auf Moorböden klimafreundlicher zu machen. Mitinitiator und Hauptgeldgeber ist REWE. Bis 2026 stellt der langjährige NABU-Partner dafür 25 Millionen Euro bereit.

Die Mitgliederentwicklung ist weiterhin positiv. Der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) zählten zum 31. Dezember 2022 über 829.700 Mitglieder und 81.000 Fördernde und sind in allen Bundesländern mit rund 2.000 Gruppen vor Ort aktiv. Die Einnahmen des NABU aus Mitgliedsbeiträgen sind um 1,3 Mio. Euro auf 32,6 Mio. Euro (Vorjahr 31,3 Mio. Euro) deutlich gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus dem Zuwachs von rund 26.800 Mitgliedern (ohne LBV) sowie aus einem gestiegenen durchschnittlichen Beitrag. Mehr als 70.000 NABU-Ehrenamtliche waren 2022 vor Ort für den Schutz von Natur und Klima aktiv.

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Veranstaltungen 

Flugshows am abendlichen Augusthimmel

Flugshows am abendlichen Augusthimmel
Braunes Langohr (c) nabu / Eckhard Grimmberger

Die Batnight lädt am 26. und 27. August deutschlandweit zu Veranstaltungen ein

Berlin, 24.08.23 – Komm, wir gehen Fledermäuse gucken: Zur Internationalen Batnight am 26. und 27. August kann man die wendigen Flugkünstler auf zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland erleben. NABU-Gruppen informieren über die Lebensweise der faszinierenden Tiere, machen auf Nachtwanderungen ihre hochfrequenten Rufe mit Bat-Detektoren hörbar, bieten Basteln für die ganze Familie an und zeigen, wie jeder die fliegenden Säugetiere schützen kann. Denn von den 25 in Deutschland lebenden Fledermausarten sind drei akut vom Aussterben bedroht. Vier Arten gelten als stark gefährdet und weitere drei als gefährdet. Es fehlt an Nahrung aufgrund des Insektensterbens und durch unbedachte Gebäudesanierungen und das Abholzen alter Bäume geraten sie zunehmend in Wohnungsnot.

„Im Spätsommer bereiten sich die meisten europäischen Fledermausarten auf die kalten Monate vor. Insbesondere müssen sie genügend Fettreserven anlegen. Darum kann man die Tiere jetzt besonders gut beobachten“, sagt Sebastian Kolberg, NABU-Fledermausexperte. Fledermäuse sind in unseren Breiten echte Winterschläfer. Zwischen November und März brauchen sie einen sicheren und ruhigen Rückzugsort, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Neben den für die erfolgreiche Jungenaufzucht wichtigen Wochenstuben sind funktionierende Winterquartiere wesentlich für den Erhalt von Fledermauspopulationen. Dabei kommen die Tiere auch den Menschen nahe. Auf Dachböden, in Kellern, hinter Rollläden oder Fassaden bleiben die friedlichen Untermieter oft unbemerkt. Doch oft werden die Tiere durch Baumaßnahmen vertrieben. Dabei gibt es gute Wege, ihre Quartiere auch nach einer Sanierung zu erhalten. Wer Fledermäusen ein Zuhause geben will, kann Fledermausbretter oder Flachkästen sowie Höhlenkästen anbringen. Diese sind im Fachhandel erhältlich oder einfach nachzubauen. Hierfür bietet der NABU eine Bauanleitung für einen Fledermauskasten an.

Veranstaltet wird die Batnight von EUROBATS, dem Europäischen Büro für Fledermausschutz. Über 30 Länder machen mit. In Deutschland wird sie vom NABU organisiert, dabei finden bis zu 200 Batnight-Veranstaltungen statt.

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Verschiedenes 

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Wohnhaus in Bodman

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Wohnhaus in Bodman
Bodman: Wohnhaus Seestr. (c) Wegner / DSD

Schäden an Fachwerk, Tragwerk und Fassaden werden behoben

Das Fachwerkhaus Seestraße 26 liegt zwischen Torbogenhaus und Torkel in der Ortschaft Bodman am Bodensee. Aufgrund seiner historischen Konstruktion und Ausstattung besitzt es überregionale Bedeutung. Das dendrochronologisch auf 1607 datierte Gebäude gilt als Wohnhaus eines Gehöfts aus dem 17./18. Jahrhundert, möglicherweise sogar um das Vogt-Gebäude der Herrschaft von Bodman.

Eine genaue Analyse des Baubestandes schaffte die Grundlagen für die Behebung der Schäden an Fachwerk und Tragwerk sowie an den Fassaden. Bei der anstehenden Sanierung beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale an den Maurerarbeiten mit 80.000 Euro. Den dazugehörigen symbolischen Fördervertrag überbringt Christine Blessing vom Ortskuratorium Villingen-Schwenningen der DSD bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 8. August 2023 um 9.30 Uhr im Beisein von Bärbel Rankl von Lotto Baden-Württemberg an den Denkmaleigentümer Mathias Kreibich. Das Denkmal gehört zu den über 400 Projekten, die die private DSD dank Spenden, Mittel ihrer Treuhandstiftungen sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Zum Objekt:
Im Süden von Bodman befindet sich in der Nähe des Bodensees das Fachwerkhaus in der Seestraße. Das Wohnhaus eines ehemaligen Gehöfts stammt aus dem 17./18. Jahrhundert. Ein Satteldach schließt das zweigeschossige Sichtfachwerkgebäude ab. Erdgeschoss und Obergeschoss trennt ein profiliertes Horizontalgesims. Sowohl an der Eingangstraufseite als auch am straßenseitigen Giebel sind dekorative Wandfelder mit rautenförmigem Fachwerk angeordnet. Im Innern hat sich ein Teil der wandfesten Ausstattung wie Täfer - hölzerne Wand- und Deckenverkleidungen -, Bohlenbalkendecken und Kachelofen erhalten.





Verschiedenes 

Zoo Basel: Tag der Fische

Am Dienstag, 22. August 2023, ist der «Tag der Fische». Das Vivarium bringt Ihnen die Vielfalt der Unterwasserwelt näher. Auf den digitalen Touchscreens lesen Sie spannende Informationen zu seinen Bewohnern.

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Verschiedenes 

Marine Hitzewellen: Ozeane mit Fieber

Miller: Meere stoßen immer öfter an ihre Grenzen und müssen besser geschützt werden

Berlin, 16.8.23 – Pazifik, Atlantik und Mittelmeer werden immer öfter von Hitzewellen heimgesucht. Anfang August erreichte die Durchschnittstemperatur der Ozeane mit fast 21 Grad Celsius einen traurigen Rekord. Das Klimaphänomen El Niño tritt häufiger und intensiver auf. Auch daraus resultierende Extremwetterereignisse nehmen zu, mit fatalen Folgen für Mensch und Natur. Der NABU fordert die Bundesregierung deshalb auf, dem Klima- und Meeresschutz endlich Vorrang einzuräumen.

„Die Ozeane sind die stabilisierende Kraft unseres Klimasystems: Ein Drittel des von uns ausgestoßenen Kohlendioxids und 90 Prozent der Wärmestrahlung der Sonne werden von ihnen aufgenommen. Doch sie stoßen an ihre Kapazitäts- und Belastungsgrenzen. Klimastress, zunehmende Übernutzung und Industrialisierung führen zu ökologischen Kipp-Punkten und Artensterben, auch an unseren Küsten. Das wird von der Bundesregierung nicht ausreichend berücksichtigt“, mahnt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Während im Mittelmeer jüngst fast 29 Grad gemessen wurden waren es um die Florida Keys sogar 38 Grad Celsius. In der Folge starben massenhaft Korallen. Nach Angaben des Weltklimarates IPCC hat sich die Häufigkeit von Hitzewellen seit 1982 verdoppelt, und sie werden immer heißer und großflächiger.

„Wir müssen immer öfter beobachten, wie Riffe sterben und Fischbestände zusammenbrechen. Der überfischte Ostseehering kann sich in der bis zu fünf Grad zu warmen Ostsee nicht erholen, weil seine Larven verhungern. Dem Nordsee-Kabeljau wird es zu warm, er wandert nach Norden. Hitze und Nährstoffüberschuss führen zu giftigen Algenblüten, unser heimisches Seegras, Hotspot der Biodiversität und wertvolle Kohlenstoffsenke droht bei andauernden Wassertemperaturen über 25 Grad zu verschwinden,“ erläutert NABU-Meeresexperte Kim Detloff die Folgen.

Die Wissenschaft sorgt sich um die Meeresströmungen im Nordatlantik, wozu der das Klima Europas bestimmende Golfstrom gehört. Die atlantische Zirkulation ist Motor des globalen Strömungsbandes, welches mit seinen Wassermassen Temperatur, Sauerstoff und Nährstoffe verteilt. Stottert der Motor ändert sich das Klima, verschieben sich Niederschläge, kommt es häufiger zu Stürmen.

Angesichts der Klimakrise rächt sich der jahrzehntelange Raubbau an den Meeren doppelt. Arten gehen verloren, Lebensräume werden zerstört und als Folge nimmt die Widerstandskraft mariner Ökosysteme ab. Doch es ist nicht zu spät. Der NABU fordert neben dem schnellstmöglichen Ausstieg aus den fossilen Energien klimarelevante Biotope wie Algenwälder, Salz- und Seegraswiesen wiederherzustellen und die deutschen Meeresschutzgebiete umgehend wirksam zu schützen. „Die Hälfte der Schutzgebiete muss nutzungsfrei werden. Wir brauchen mehr Tempo. Die Bundesregierung sieht in Nord- und Ostsee immer nur den Wirtschaftsraum, versäumt es Ökosystemleistungen, ja unsere Lebensgrundlagen im Meer zu sichern. Wir können als Deutschland die Weltmeere nicht allein retten, aber wir können in Nord- und Ostsee zeigen, wie es besser geht und zum Vorreiter für den Schutz von Meer und Klima werden“, so Detloff.

Die 10 Punkte des NABU für den Schutz der Meere und mehr Infos gibt es online.

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