Grüne Quellen
Sonntag, 22. September 2019 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Mittag liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

Welttag der Meere

Welttag der Meere
Zeichen gegen Überfischung (c) Slow Food Archiv

Verantwortungsvolles Fischereimanagement für den Schutz der Meere

Meere und Ozeane stehen aufgrund von Klimakrise, Verschmutzung und Überfischung unter massivem Druck. Auf europäischer Ebene läuft aktuell der Countdown für ein nachhaltiges Fischereimanagement: Die EU hat sich verpflichtet, die Überfischung bis 2020 zu beenden, um den Raubbau an den marinen Ökosystemen maßgeblich einzudämmen. Zum Welttag der Meere am 8. Juni ruft Slow Food Deutschland alle verantwortlichen Entscheidungsträgerinnen und -träger dazu auf, die Ziele der Fischereireform endlich entschlossen umzusetzen.

Meere und Ozeane stabilisieren unser Klima und sichern unsere Ernährung. Der EU bleiben noch sieben Monate, um einen wichtigen Beitrag zu ihrem Schutz zu leisten und die Nachhaltigkeitswende in der europäischen Fischerei herbeizuführen. Diese hat sie mit der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik im Jahr 2013 selber angestoßen. Damals verpflichteten sich die Mitgliedstaaten rechtlich dazu, die Überfischung in Europa bis zum Jahr 2020 zu beenden. Mithilfe wissenschaftlich empfohlener Fanggrenzen sollten sich Fischbestände wieder auffüllen und auf lange Sicht ergiebig sein. Bei mehr als einem Drittel der europäischen Fischbestände ist dieses Ziel noch immer nicht erreicht. Dazu Nina Wolff, Fischerei-Expertin von Slow Food Deutschland: „Die Fortschritte sind schlichtweg zu langsam, in der Ostsee verzeichnen wir sogar erhebliche Rückschritte. Die Fangquoten für viele Bestände liegen weiterhin oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen. Aus unserer Sicht aber erweisen die verantwortlichen Entscheidungsträger, darunter das Bundeslandwirtschaftsministerium, der Fischerei damit einen Bärendienst. Biologisch notwendige Kürzungen der Fangquoten zu umschiffen schadet letztlich allen Beteiligten, nicht zuletzt, weil schrumpfende Fischbestände anfälliger für andere Stressfaktoren wie beispielsweise steigende Wassertemperaturen und Sauerstoffmangel sind.“
Aktuell sind zwei wichtige Fischbestände – der westliche Hering und der östliche Dorsch in der Ostsee – in einem so schlechten Zustand, dass die Wissenschaft einen Fangstopp empfiehlt. Ab 2020 sind Fangquoten oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen keine Option mehr, da nicht mehr rechtmäßig. Dass die Politik ihre eigene Gesetzgebung einhält ist für Slow Food nicht nur ökologisch und sozial unabdingbar, sondern auch eine Voraussetzung dafür, dass die Menschen das Vertrauen in die Politik nicht weiter verlieren. Seit 2019 sind Fischerinnen und Fischer der EU außerdem dazu verpflichtet, alle getätigten Fänge mit an Land zu bringen. Bislang wurden unbeabsichtigt mitgefangene Fischarten oder nicht vermarktungsfähiger Babyfisch ungenutzt, verletzt oder tot wieder über Bord geworfen. Aus Sicht von Slow Food ist das eine nicht zu verantwortende Verschwendung marinen Lebens und lebensnotwendiger Ressourcen, für deren Beendigung es strengerer Kontrollen auf den europäischen Meeren bedarf. „Meeresschutz ist ein Querschnittsthema. Es muss in der Umwelt- und Klimapolitik ebenso weit oben auf der Agenda stehen wie in der Landwirtschaftspolitik, und zwar in jedem EU-Mitgliedsstaat. Die verantwortlichen Ressorts sollten eng zusammenarbeiten“, so Wolff weiter.

Verbraucherinnen und Verbrauchern rät Slow Food zu einem reduzierten und diversifizierten Fischgenuss mit Fischarten aus regionaler und nachhaltiger Bewirtschaftung aus Seen, Flüssen und Teichwirtschaft. Verzichten sollten sie auf Fisch aus intensiver Aquakultur und aus bedrohten Beständen. Informationen zu Veranstaltungen und Projekten von Slow Food finden Sie online (klicke unten auf "mehr") ...

*******
Welttag der Meere: Initiator dieses Aktionstages sind die Vereinten Nationen. Seit 2009 lenken sie an diesem Tag die weltweite Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Meere und Ozeane für unsere Ernährungssicherheit, Gesundheit und das Überleben allen Lebens sowie für das Klima. Hingewiesen wird dabei auf aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit Meeren und Ozeanen.

Mehr







Verschiedenes 

NABU: Mehr Schutz für Schweinswale, Seevögel und Seegraswiesen

Zum Tag des Meeres fordert der NABU, schädliche Nutzungen in Meeresschutzgebieten stärker zu regulieren - 50 Prozent müssen nutzungsfrei werden

Berlin – Zum Internationalen Tag des Meeres am 8. Juni fordert der NABU die Bundesregierung und die Küstenbundesländer auf, die Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee endlich ernsthaft umzusetzen und dadurch bedrohte Arten und Lebensräume besser zu schützen. „Angesichts der dramatischen Zahlen des Weltbiodiversitätsberichts zum Zustand der Natur können wir uns Schutzgebiete, die nur auf dem Papier existieren, nicht mehr leisten. 50 Prozent der Meeresschutzgebiete müssen zu nutzungsfreien Zonen werden. Die Hälfte der Natura-2000-Gebiete muss Schweinswalen, Seevögeln und Seegraswiesen vorbehalten sein“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Weltweit drohen laut Report des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) bis zu eine Million Arten auszusterben. Davon sind auch die Ozeane betroffen. Sie sind industrialisiert, verschmutzt und bereits auf 60 Prozent ihrer Fläche stark geschädigt. Auch der Nord- und Ostsee geht es nicht besser. Ein Drittel der Arten sind bedroht und stehen auf der Roten Liste. „Das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 kann in seiner heutigen Umsetzung Arten und Lebensräume nicht schützen. Selbst in den Meeresschutzgebieten wird flächendeckend gefischt, werden Rohstoffe abgebaut und für Gaspipelines der Meeresboden umgepflügt. Unser tägliches Handeln konterkariert europäische Naturschutzziele und sägt an dem Ast, auf dem wir sitzen“, kritisiert NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff.

In einer Naturbewusstseinsstudie des Bundesamtes für Naturschutz hatten sich 93 Prozent der Menschen für mehr Meeresschutzgebiete ausgesprochen. Mehr als 90 Prozent meinten, dass Fischerei und Gaspipelines nicht in diese Gebiete gehören. „Die Politik ist in Erklärungsnot und stellt sich mit ihrer Klientelpolitik gegen die eigene Bevölkerung und gegen geltendes EU-Umweltrecht. Inzwischen hat die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. So darf es nicht weitergehen“, so Detloff.

Der NABU fordert ein Zonierungskonzept für die deutschen Meeresschutzgebiete. Die Hälfte der Schutzgebietsfläche muss frei von schädlichen Nutzungen bleiben. International haben sich diese sogenannten „No-Take-Areas“ bewährt. Die Natur erholt sich schneller, Artenvielfalt, Biomasse und auch die Größe der Individuen steigen an. Nur durch diese ungenutzten Bereiche entstehen Rückzugsräume für bedrohte Arten und Lebensräume. Detloff: „Durch sich erholende Fischbestände und gesunde Seegraswiesen als natürliche Klimaschutzmaßnahmen profitieren davon letztlich auch wir Menschen.“

Hintergrund
Deutschland hat 45 Prozent seiner Nord- und Ostseegewässer unter den Schutz von Natura 2000 gestellt. Dazu zählen die Schutzgebiete nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und EU-Vogelschutzrichtlinie. Sie sollen insbesondere Schweinswale, seltene Seevögel sowie artenreiche Riffe, Sandbänke und Seegraswiesen schützen. Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Anerkennung durch die Europäische Kommission fehlen für viele Schutzgebiete noch immer Managementpläne, die schädliche Eingriffe wie die Fischerei, Schifffahrt oder Kies- und Sandabbau effektiv regulieren können.

Mehr




Veranstaltungen 

Umweltverbände zeigen sich solidarisch mit Protest-Netzwerk Ende Gelände 2019

Keyenberg, 7. Juni 2019. Umwelt- und zivilgesellschaftliche Organisationen zeigen sich solidarisch mit den friedlichen Aktionen zivilen Ungehorsams des Protest-Netzwerks Ende Gelände. Tausende Aktivistinnen und Aktivisten wollen sich ab 19. Juni 2019 vor Kohlebagger und -züge im Rheinischen Braunkohlerevier setzen. Sie fordern den sofortigen Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit weltweit.

17 Organisationen haben die Solidaritäts-Erklärung unterzeichnet. Darin heißt es: „Zwanzig weitere Jahre Kohle-Verbrennung sind mit dem Pariser Klimaabkommen nicht vereinbar. Wir fordern, dass der Hambacher Wald und die derzeit noch bedrohten Dörfer erhalten bleiben. Wir können angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen.“ Zu den Unterzeichnern gehören neben Campact unter anderem der BUND, Oxfam, Robin Wood, Urgewald und die NaturFreunde.

Am 22. Juni gibts es am Tagebau Garzweiler außerdem einen Aktionstag unter dem Motto “Kohle stoppen - Klima und Dörfer retten!”. Schülerinnen und Schüler der Fridays-for-Future-Bewegung machen sich um 11 Uhr von Hochneukirch bei Erkelenz auf den Weg in Richtung des bedrohten Dorfes Keyenberg, zeitgleich startet aus Erkelenz eine Fahrrad-Demo. Um 13 Uhr ist die Aktion “Platz nehmen” geplant, bei der sich Demonstrantinnen und Demonstranten symbolisch zwischen Keyenberg und den Tagebau stellen werden.

Mehr




Veranstaltungen 

NABU: Stadtgrün muss im Baurecht verankert werden

Tschimpke: Masterplan Stadtnatur wichtiger erster Schritt, geht aber nicht weit genug

Berlin – der NABU begrüßt den heute im Kabinett verabschiedeten Masterplan Stadtnatur als ersten Schritt zu einer nachhaltigen und grünen Stadtentwicklung. Allerdings bleibt der Plan deutlich hinter den im Weißbuch Stadtgrün beschlossenen Zielsetzungen zurück.

„Damit schaffen wir es nicht, wie in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen, bis 2020 das Grün im wohnortnahen Umfeld deutlich zu erhöhen“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Dabei wird städtisches Grün immer wichtiger, auch weil es in Zeiten des Klimawandels für zusätzliche Kühlung überhitzter Innenstädte sorgt. Die Förderung von mehr Wohnungsbau und gleichzeitig qualitativ hochwertiger Grünflächen muss oberste Prämisse bleiben. Der angedachte Förderschwerpunkt Stadtnatur im Bundesprogramm biologische Vielfalt mit 15 Millionen Euro ist hierfür wesentlich. Was allerdings noch fehlt, ist eine Verankerung von Stadtgrün im Baurecht.“

Hintergrund

2013 hatte sich die Koalition erstmals umfassend und ressortübergreifend dem Thema „Grün in der Stadt“ angenommen. 2017 wurde das Weißbuch Stadtgrün als Ergebnis eines umfassenden Dialogprozesses mit konkreten Handlungsempfehlungen und Umsetzungsmöglichkeiten des Bundes für mehr Grün in unseren Städten veröffentlicht. Der Masterplan Stadtgrün dient der Umsetzung der im Weißbuch gesetzten Ziele zur Erhöhung der Arten- und Biotopvielfalt in den Städten. Der NABU sieht in den Städten einen wichtigen Lebensraum für eine hohe Artenvielfalt, von der auch die Menschen durch Erholungsräume und die Möglichkeit zur Umweltbildung und Naturerfahrung profitieren. Hierdurch kann einer abnehmenden biologischen Vielfalt sowie den Klimaauswirkungen entgegengewirkt werden.





Verschiedenes 

Pappelschnee weht durch Karlsruhe

Pappelschnee weht durch Karlsruhe
Pappelschnee im Grötzinger Bruchwald / Foto: Stadt Karlsruhe

Fasern leicht brennbar / Rauchverbot im Wald beachten

Ähnlich wie Schneeflocken wirbeln derzeit auch in Karlsruhe die weißen Samenfasern von Pappeln durch die Luft. In den Auewäldern, wo stellenweise viele Pappeln wachsen, lagern sie sich an windruhigen Stellen in großen Mengen ab und werden häufig als Pappelflaum, Pappelbaumwolle, Pappelwolle oder heimische Baumwolle bezeichnet.

Da die Fasern an manchen Tagen ähnlich wie Schnee in Massen in der Luft herumgewirbelt werden, bezeichnet der Volksmund sie auch als "Pappelschnee" oder "Sommerschnee". Dieser besteht aus sehr feinen, reinen Zellulosefasern und löst normalerweise keine Allergien aus. Mit hoher Wärmeisolation und einer sehr guten Fähigkeit zur Wasserdampfaufnahme und -abgabe fand Pappelbaumwolle früher Verwendung in der Herstellung von Edelpapier und wird heute noch von einigen Vögeln für den Nestbau benutzt.

Da das Material sehr leicht brennbar ist, weist das Forstamt erneut auf das über den ganzen Sommer geltende Rauchverbot im Wald hin.





Verschiedenes 

Zahl des Monats: Schon 601 neue Freunde für Schwalben

Deutlich mehr Bewerbungen für die NABU-Plakette "schwalbenfreundliches Haus"

Berlin – Gib Schwalben ein Zuhause: Von Januar bis Ende Mai haben sich bereits 601 Schwalbenfreunde um die NABU-Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ beworben. Im gleichen Zeitraum 2018 waren es 506 Bewerbungen. Die Auszeichnung wird vom NABU seit 2009 an Hausbesitzer vergeben, an deren Gebäuden Schwalben nisten dürfen. Seit dem konnten schon rund 13.800 Häuser mit der Plakette verziert werden.

Bundesweit sind Mehl- und Rauchschwalben stark gefährdet. Der Bestand an Rauchschwalben ist seit 1985 um mehr als 20 Prozent gesunken. 455.000 bis 870.000 Brutpaare brüten in Deutschland. Bei Mehlschwalben ist der Rückgang ähnlich stark. Es gibt noch 480.000 und 900.000 Brutpaare.

Nicht nur der Mangel an Nistmöglichkeiten ist ein Problem. Als Insektenfresser sind Schwalben besonders stark vom Insektenschwund betroffen. Schwalbenfreunde sollten bei der derzeit laufenden Mitmach-Aktion des NABU teilnehmen und beim „Insektensommer“ Sechsbeiner zählen.

Gebäude mit vorhandenen und erhaltenen Nistplätzen für Schwalben werden vom NABU als „Schwalbenfreundliches Haus“ mit einer Plakette ausgezeichnet. Alle Infos zur NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ online ...

Mehr




Verschiedenes 

Die Stadt Freiburg prüft derzeit Potenzial für Dachausbau und Dachaufstockung

Es soll ermittelt werden, wie viele Wohnungen so entstehen könnten

Die Potenzialanalyse für Dachausbau und Dachaufstockung wird gefördert durch das Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Am 29. Mai wurde es in öffentlicher Sitzung dem Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt.

Innenentwicklung und Nachverdichtung sind ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Wohnraumknappheit. Welchen Stellenwert Dachausbau und Dachaufstockung dabei einnehmen können, wird derzeit kontrovers diskutiert. Es existieren deutschlandweite Studien, die große Wohnraumpotenziale im Dachraum der Städte sehen.

Für Freiburg werden nun die Möglichkeiten und Herausforderungen von Dachausbauten und -aufstockungen in Fallbeispielen untersucht. Faktoren wie die Eigentümerstruktur, die baurechtlichen Möglichkeiten, die Kosten und das Stadtbild werden für beispielhafte Gebäude betrachtet. Im Fokus stehen drei städtebauliche Typologien, die besonders geeignet sind: zeilenähnliche Geschosswohnungsbauten, die Blockrandbebauung und Sonderbauten wie Supermärkte oder Parkhäuser.

Dabei geht es in erster Linie darum, zusätzliche Wohnungen zu schaffen, statt nur mehr Wohnfläche für die bestehenden Wohnungen im Haus. Die Studie soll die Frage beantworten, wie viele neue Wohnungen, vor allem preiswerte Mietwohnungen durch Dachausbauten und -aufstockungen kurz-, mittel- und langfristig in Freiburg realisierbar sind, und wie groß der Beitrag dieser Form der Nachverdichtung zur Entspannung des Wohnungsmarktes sein kann.

Für Baubürgermeister Martin Haag ist es wichtig, „dass durch die Potenzialanalyse, mit der eine Arbeitsgemeinschaft aus Stadtplanerinnen und –planern, sowie Architektinnen und Architekten beauftragt wurde, die Diskussion über zusätzlichen Wohnraum durch Dachausbau und -aufstockung versachlicht wird.“ Die Ergebnisse, die im Winter 2019 / 2020 erwartet werden, sollen zudem Impulse für künftige Bauvorhaben geben und eine Hilfestellung für Bauherren sein.

Mithilfe des Innenentwicklungsmanagements - ein weiteres Förderprojekt aus dem Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ - sollen im Anschluss mögliche Projektentwicklungen angestoßen und umgesetzt werden. Durch Gesprächsangebote sollen Eigentümerinnen und Eigentümer motiviert werden, ihre Möglichkeiten zum Dachausbau oder zur Aufstockung ihrer Gebäude zu nutzen.

Die Potenzialanalyse geht als Fachgutachten in den Neuaufstellungsprozess des Flächennutzungsplans 2040 ein.

Das Team der Arbeitsgemeinschaft MESS Stadtplaner und bayer | uhrig Architekten aus Kaiserslautern erarbeitet die Potenzialanalyse. Aktuell finden Expertengespräche mit verschiedenen Akteuren auf dem Wohnungsmarkt statt. Im Herbst 2019 soll über die bis dahin vorliegenden Zwischenergebnisse informiert werden. Vor dem Abschluss des Projektes ist eine öffentliche Dialogveranstaltung vorgesehen.





Verschiedenes 

Veggie-Produzenten aus Biobranche wehren sich gegen Namensregeln

Eine Reihe namhafter Hersteller pflanzlicher Bio-Produkte haben sich zusammengeschlossen, um sich gegen die „Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel mit Ähnlichkeit zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs“ * auszusprechen. Sie sehen die Ende 2018 von der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) veröffentlichten Regeln als nicht umsetzbar an.

- Die DLMBK hat Leitsätze zu veganen und vegetarischen Lebensmitteln erarbeitet - Die Leitsätze kamen ohne Einbeziehung der betroffenen Unternehmen zustande - Die Leitsätze greifen prägend in einen funktionierenden Markt ein - Hersteller wollen die Leitsätze deshalb nicht umsetzen und eigene Vorschläge machen

Seit der Veröffentlichung der neuen Leitsätze herrscht bei Herstellern, Behörden, Händlern und Verbrauchern Unsicherheit darüber, wie diese umgesetzt werden sollen. Die Leitsätze haben, wie auch von Sachverständigen und Rechtsexperten bemängelt **, wenig Praxisbezug und wirken sich sogar zum Nachteil der Verbraucher aus.

Die Regeln, die z.B. vorsehen, dass ein veganes Produkt nicht mehr „Steak“ genannt werden darf, entstanden auf Betreiben des Deutschen Fleischer-Verbands und des Deutschen BauernVerbands ***. Eine solche Beeinflussung der DLMBK ist fragwürdig. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sollen Leitsätze der DLMBK „unabhängig von Weisungen“ **** beschlossen werden. Die DLMBK darf nur unter ganz bestimmten Bedingungen „prägend“ in den Markt eingreifen – nämlich, wenn es bisher keine Verkehrsauffassung gibt, was hier nicht der Fall ist: Seit Jahrzehnten sind vegane und vegetarische Produkte unter Bezeichnungen zu finden, die sich an tierischen Lebensmitteln orientieren.

Führende Hersteller pflanzlicher Bio-Produkte haben deshalb gemeinschaftlich beschlossen, die Leitsätze in ihrer jetzigen Form nicht anzuwenden. Die Taifun-Tofu GmbH ist hier treibende Kraft. Stattdessen sollen die marktüblichen Bezeichnungen weiter genutzt werden, da es eine beim Verbraucher etablierte Verkehrsauffassung gibt und die Kennzeichnung eines Lebensmittels als vegan oder vegetarisch oder durch ein bekanntes Siegel vollkommen ausreicht, um einer „Verwechslungsgefahr“ vorzubeugen. Die Hersteller bezweifeln, dass für den Verbraucher ein mit den Leitsätzen konformes Konstrukt wie „Veganes Würstchen nach Wienerart auf Basis von Seitan“ verständlicher sein soll als die einfache Bezeichnung „veganer Seitan-Wiener“.

Grundsätzlich begrüßen sie, dass die DLMBK eine klare Definition der Begriffe vegan und vegetarisch anstrebt. In diesem Fall entsteht jedoch der Eindruck, dass das Anliegen des „Verbraucherschutzes“ ein vorgeschobenes ist und es mehr um eine Wettbewerbsschwächung geht – darum, fleischlose Alternativen weniger attraktiv zu machen. Anstatt die Leitsätze in ihrer jetzigen Form umzusetzen, kündigen die Hersteller daher an, eigene Vorschläge für verbraucherfreundliche Richtlinien zu erarbeiten und diese zeitnah zu veröffentlichen sowie der DLMBK zu übergeben.







Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25