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Verschiedenes 

Studie belegt: Gute Milch lohnt sich

Studie belegt: Gute Milch lohnt sich
Auf das System kommt es an - Handwerk statt Industrie (c) Holger Riegel

Wie können Milch und Milcherzeugnisse „gut, sauber, fair“ erzeugt, verarbeitet und vertrieben werden? Mit dieser Frage setzte sich Slow Food Deutschland zwei Jahre lang intensiv auseinander. Die Ergebnisse stellt der Verein in seiner neuen Studie "Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft - Gute Praxisbeispiele für sozial-ökologisch innovative Betriebsformen" vor. Umgesetzt wird jetzt eine digitale Landkarte, die Verbraucherinnen und Verbrauchern den Zugang zur guten Milch erleichtert.

In dem vom Umweltbundesamt geförderten Projekt „Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft“ hat Slow Food Deutschland in bundesweiten Workshops gemeinsam mit Milchbauern, Händlern, Verarbeitern, Wissenschaftlern und Verbrauchern entscheidende Kriterien und Rahmenbedingungen für die „gute“ Milch definiert. Eine solche Milch kommt in Erzeugung, Weiterverarbeitung und Vertrieb den Menschen und Tieren sowie der Umwelt gleichermaßen zugute. Praxisbeispiele aus Nord-, Ost-, Süd- und Westdeutschland belegen, dass eine auf Grundfutter basierte Milcherzeugung trotz reduziertem Leistungsniveau der Kühe wirtschaftlich erfolgreich sein kann und zudem die Biodiversität und das Klima schützt. Neben einer an den Boden, das Grundfutter und die Weide gebundene Milcherzeugung sind verkürzte Produktionsketten und Vertriebswege entscheidende Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle Milchwirtschaft. Ausschlagend ist natürlich auch der faire Preis: Eine solche Milch kann nicht zu Dumpingpreisen von weit unter einem Euro angeboten werden. So etwas ist außerhalb von Massenproduktion schlichtweg nicht zu finanzieren.

Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Die Ergebnisse untermauern unsere Forderung nach dem Ende einer Milchwirtschaft, deren Produktionsmengen unsere Nachfrage an Milch übersteigt, die Preise entsprechend drückt und Überschüsse exportiert. Ein System also, in dem es keineswegs ums Tier- und Menschenwohl, geschweige denn um Geschmack und Qualität geht. Von kaum einem Grundnahrungsmittel haben wir uns so stark entfernt wie von der Milch. Als Organisation möchten wir künftig die Erzeugerinnen und Erzeuger, die die Kriterien von ‚gut, sauber, fair‘ erfüllen oder auf dem Weg dahin sind, noch gezielter unterstützen. Denn auch wenn es kein einfacher Weg ist, so ist es ein gangbarer“. Um den Ergebnissen der Studie eine praktische Relevanz zu geben und Verbraucherinnen und Verbraucher an Landwirtinnen und Landwirte sowie Handwerkerinnen und Handwerker zu bringen, die Milch und Milcherzeugnisse gemäß den Kriterien der Studie erzeugen, wird Slow Food in den kommenden Monaten eine Art Landkarte realisieren. Sie wird auf der Webseite des bundesweit tätigen Vereins veröffentlicht. Darauf werden Milchviehbetriebe, handwerklich arbeitende Käsereien und lokale (Genossenschafts-)Molkereien verzeichnet sein.
Auch die Aufklärung der Menschen kann zukunftstaugliche Milcherzeugung vorantreiben und steht deswegen weiterhin oben auf der Slow-Food-Agenda. „Was den Menschen heute als frische Milch vorgesetzt wird ist ein Witz. Selbst die sogenannte ESL-Milch, die länger haltbar gemachte Milch, kann als ‚frische‘ Milch verkauft werden. Dabei ist an ihr rein gar nichts mehr frisch. Sie nützt einzig dem Handel und der Industrie, die mit ihrer Hilfe lange Lieferketten und Vorratslagerung bewerkstelligen. Es ist daher an uns, den Geschmack, die Qualität und die Vorteile von wirklich frischer Milch zu vermitteln. Wir möchten die Wertschätzung für sie wecken, damit sie nachgefragt und verkauft wird“, erklärt Hudson. Und frisch ist für Slow Food naturbelassene (Roh-)milch, Vorzugsmilch und pasteurisierte Milch, nicht aber hoch verarbeitete Produkte wie H- und ESL-Milchen.

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Fleischersatzprodukte: Gutes Gewissen im Kühlregal?

Noch während der laufenden Grillsaison wetteifern kapitalintensive Unternehmen weiter um die beste Fleischalternative für Grill und Burger. Der Hype um vegane Patties hat seit dem Beyond Burger neue Ausmaße angenommen und Fleischersatz wird aufgrund der Debatten um Klimawandel und Tierwohl ein immer lukrativeres Geschäft. Ab August bringt auch Aldi einen neuen veganen Burger auf den Markt. Slow Food sieht darin eine Gewinnmaximierung durch gutes Gewissen - langfristige Lösungen hingegen bleiben aus.

Der Markt für Fleischersatzprodukte wächst seit Jahren und floriert weiter. Jüngst angeheizt haben ihn amerikanische Unternehmen wie Beyond Meat, die eine neue Ära des veganen Bratlings einläuteten. In Textur, Optik und Geschmack ahmen diese Fleisch täuschend echt nach und sollen damit vor allem Fleischesser davon überzeugen, ihren Fleischkonsum drastisch zu reduzieren. Aldi zieht jetzt nach und stockt sein Sortiment mit dem veganen „Wonder Burger“ auf, dessen Hauptbestandteile Sojaprotein, Kokosöl und Maisstärke sind.

An diesem Ersatz-Trend kritisiert Slow Food, dass hoch verarbeitete Produkte wie diese als Nahrungsmittel grundsätzlich problematisch sind und den Menschen außerdem immer weiter vom Ursprung seiner Grundnahrungsmittel entfernen. Der Ersatz stille außerdem in erster Linie das schlechte Gewissen der Menschen. Das konsequente Umdenken verbunden mit der Einsicht, dass kein Lebensmittel in unverhältnismäßigen Mengen konsumiert werden dürfe, bleibt aus. Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Diese neuen Produkte bringen die Ur-Slow-Food-Frage nach dem Ursprung unseres Essens wieder auf den Tisch. Die alles entscheidenden Fragen sind auch hier, aus welcher Art von Landwirtschaft das Soja, der Mais und die Kokosnuss kommen und ob sie sozial und ökologisch verantwortungsvoll erzeugt und weiterverarbeitet wurden. Letzteres wage ich aufgrund der industriellen und kapitalintensiven Strukturen unserer Nahrungsmittelbranche zu bezweifeln. Denn hier entscheiden Menge und Preis“.

Den Fleischkonsum drastisch zu reduzieren ist auch aus Sicht von Slow Food längst überfällig. Alles Tierische per se zu verschmähen greift dem Verein jedoch zu kurz. „Wir brauchen Wiederkäuer, die wir auf Wiese und Weide tier- und artgerecht als Teil einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft halten. Sie unterstützen uns dabei, die Bodengesundheit und die Artenvielfalt zu erhalten und das Klima zu schonen“, so Hudson. Beim Genuss tierischer Erzeugnisse motiviert der Verein Verbraucherinnen und Verbraucher zu einem gesunden Mittelmaß zurückzufinden. So auch Sebastian Junge, Mitglieder der Slow Food Chef Alliance und Besitzer des Restaurants „Wolfs Junge“ in Hamburg: „Wir brauchen keinen Ersatz für den haltlosen Konsum von Fleisch, sondern viel weniger aber dafür gutes Fleisch. Und wir brauchen die Wertschätzung grandioser vegetarischer Speisen, die keinen vermeintlichen Fleischmangel kompensieren müssen“. Solche Speisen können selbst zubereitet werden und zwar aus wertvollen Proteinquellen wie Linsen, Bohnen und Erbsen sowie saisonalem Gemüse aus der Region, erzeugt von ökologisch arbeitenden Landwirtinnen und Landwirten.

Ein Rezept für selbstgemachte Gemüsefrikadellen von Sebastian Junge finden Sie online ...

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Insektensterben, Bauernsterben & Volksbegehren Artenschutz

Insektensterben, Bauernsterben & Volksbegehren Artenschutz
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Stuttgart. Heute am 26. Juli 2019 werden der Antrag auf das Volksbegehren Artenschutz - “Rettet die Bienen” und die erforderlichen Unterschriften dafür beim Innenministerium Baden-Württemberg eingereicht.

Insektensterben
Das Wissenschaftsjournal PLOS ONE veröffentlichte 2017 die Studie „More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas“. Diese bestätigt die massive Insektensausrottung in Deutschland. Zahlreiche ehrenamtliche Entomologen hatten wissenschaftliche Daten zwischen 1989 und 2015 an über 60 Standorten gesammelt und die Ergebnisse sind mehr als erschreckend. Sie müssen auch im Zusammenhang mit dem bedrohlichen globalen Artensterben gesehen werden.

Bauernsterben
Seit 1949 sind in Baden-Württemberg 75 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe aus der Land- und Forstwirtschaft verschwunden. Bundesweit gab es einen Rückgang von 196.568 Betrieben oder 42 Prozent innerhalb der letzten 17 Jahren. Und mit den kleinen und mittleren Betrieben sterben auf größer werdenden Äckern auch Bäume, Hecken, Insekten, Vögel und jede Art von biologischer Vielfalt. Die Landwirtschaft in Baden-Württemberg konkurriert auf einem weltweiten Agrarmarkt im Rahmen der Globalisierung und des Freihandels mit Ländern wie Kanada. Unsere in kleinen Teilen immer noch erfreulich kleinräumige Landwirtschaft (insbesondere in Südbaden) verkauft teilweise auf dem gleichen Markt wie die giftdominierte großindustrielle Landwirtschaft in den USA. Auch in Nord- und Ostdeutschland dominiert eine politisch gewollte, industrielle, massiv umweltzerstörende Landwirtschaft. Wir sind auf dem Weg zur großen, globalen Agrarfabrik mit Gift und Gentechnik und gefährden Mensch und Natur. Wenn nur noch der Preis und der „freie Markt“ zählen, wenn eine verfehlte EU-Agrarpolitik nur die großindustrielle Landwirtschaft und Agrarfabriken unterstützt, wenn die Bauernverbände in Baden-Württemberg diese Zusammenhänge nicht erkennen wollen, dann haben Insekten, Vögel, Hecken, Grundwasser, aber auch die Mehrzahl der Landwirte in Baden-Württemberg selbst keine Chancen.

Die Naturschutzbewegung und das Volksbegehren sind nicht die Feinde der Landwirtschaft, sondern potentiell Verbündete einer insektenfreundlichen, grundwasserfreundlichen, naturnäheren, giftärmeren, nachhaltigen und somit auch moderneren und zukunftsorientierten Landwirtschaft. Wir müssen den Wachstumswahn brechen und die Globalisierung menschengerecht und nachhaltig gestalten. Dazu braucht es nicht nur ein Volksbegehren, sondern eine andere Agrar- und Subventionspolitik als die von CDU, CSU, FDP und der Europäischen Kommission. Und die Landwirtschaft braucht endlich auch gute Preise für gute, umweltschonend erzeugte Produkte.

Was jetzt langsam anläuft ist die gut organisierte PR-Kampagne gegen das Volksbegehren
Das Volksbegehren greift die finanziellen Interessen der großen Agrochemie-Konzerne massiv an. Es stört den Traum der Politik und der Konzerne von der ständig wuchernden, großen, globalen Agrarfabrik.
Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden solche Konflikte direkt zwischen Umweltbewegung und Konzernen ausgetragen, doch die PR-Strategien haben sich geändert. Heute schieben Bayer, Höchst & Co. industriegelenkte Initiativen, Stiftungen und Kleinbauern vor, um im großen Streit nicht selber öffentlich in Erscheinung zu treten. Ängste werden geschürt und einzelne Landwirte und Öko-KritikerInnen des Volksbegehrens gezielt in die PR-Kampagnen eingebaut. Das Volksbegehren weckt "gut organisierte" aber auch durchaus nachvollziehbare Sorgen in der von allen Seiten massiv bedrängten Landwirtschaft. Hier gibt es eine "Bringschuld" der Initiatoren des Begehrens, diese Sorgen ernst zu nehmen. Die Debatte um das Volksbegehren sollte genutzt werden um die dringend notwendige Debatte zwischen Umweltbewegung und Landwirtschaft zu intensivieren, und nicht um Gräben aufzureißen. Gemeinsam sollten nicht nur auf Baden-Württemberg schauen. In Brüssel wird über Milliardensubventionen für die Landwirtschaft entschieden. Mit diesem Geld könnten Bauern und Bienen gerettet werden.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

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Freiburg: Solarkraftwerk Eichelbuck erweitert

Wichtiger Beitrag zum regenerativen Energiekonzept der Stadt

Im nördlichen Mooswald, auf der 60 Meter hohen Deponie Eichelbuck, befindet sich seit 2011 Freiburgs größte Photovoltaikanlage. Ihre installierte Leistung von 2,6 Megawatt Peak (MWp - elektrische Leistung von Photovoltaikanlagen) deckt den Jahresbedarf von über 1.000 Haushalten. In den letzten Monaten wurde die Anlage mit finanzieller Unterstützung aus dem städtischen Klimaschutzfonds um 1.350 Solarmodule erweitert und ihre Kapazität auf rund 3 MWp gesteigert. Damit lassen sich weitere rund 200 Haushalte mit klimafreundlich erzeugtem Strom versorgen.

„Wenn wir beim Klimaschutz spürbar vorankommen wollen“, so Oberbürgermeister Martin Horn, „müssen wir unsere Anstrengungen vervielfachen – auf internationaler, europäischer und auf nationaler Ebene. Dafür braucht es entscheidende Impulse von den Kommunen und von den Menschen vor Ort. Unsere ehemalige Hausmülldeponie in ein leistungsfähiges Solarkraftwerk zu verwandeln, ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Regenerative Energieerzeugung fördern und damit aktiv den Klimaschutz voranbringen – diesen Zielen haben sich die Stadt Freiburg, badenovaWÄRMEPLUS und die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg verschrieben. Als weithin sichtbares Gemeinschaftsprojekt wurde 2011 auf der stillgelegten Hausmülldeponie das Solarkraftwerk als bedeutendes Freiburger Leuchtturmprojekt installiert. „Die Erweiterung unserer Anlage bedeutet ein weiteres Plus für den Energieberg Eichelbuck“, sagt Michael Broglin, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft ASF Solar GmbH & Co. KG. Die ASF Solar wurde 2010 als Tochtergesellschaft von ASF und badenovaWÄRMEPLUS gegründet, um auf dem städtischen Betriebshof St. Gabriel Freiburgs damals zweitgrößte Solaranlage zu installieren.

Ende 2018 begannen die Arbeiten, um weitere rund 2.050 Quadratmeter Modulfläche im oberen Hangbereich der Deponie zu verankern. Mit einer zusätzlichen installierten Leistung von 423 Kilowatt peak beträgt die Gesamtleistung der Anlage nun rund 3 MWp, damit wird bei Freiburger Einstrahlungsverhältnissen mit einer jährlichen Sonnenstromproduktion von 3 Millionen Kilowattstunden (kWh) gerechnet. Verantwortlich für die Planung und den Bau der Anlage ist badenova WÄRMEPLUS.

Die Anlage ist Bestandteil eines Projektes zum Stadtjubiläum: bis zum 900-jährigen Jubiläum möchte die Stadt Freiburg auf eigenen Liegenschaften 900 kWp an neuen PhotovoltaikAnlagen auf städtischen Liegenschaften errichten. Zu diesem Ziel werden auch Schulen, die Dachflächen von Flüchtlingswohnheimen und Feuerwachen beitragen. Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik betont: „Mit der Erweiterung am Eichelbuck leistet Freiburgs ehemalige Hausmülldeponie einen erheblichen Beitrag zum regenerativen Energiekonzept der Stadt. Insbesondere die effizienten Freiflächenanlagen sind im dichtbesiedelten Stadtgebiet sehr schwer zu realisieren. Hier hilft nur eine Mehrfachnutzung von Flächen und der Eichelbuck ist ein Paradebeispiel: Es werden auf einer Fläche fachgerecht Abfälle entsorgt, brennstoffgeführt Energie aus Deponiegas erzeugt, und brennstofffrei Solarstrom erzeugt!“

Schon seit 1991 wird am „Energieberg“ Deponiegas nutzbar gemacht und seit 2010 mit Biogas aus der Vergärungsanlage der Firma Remondis gemischt. Im Blockheizkraftwerk der badenovaWÄRMEPLUS in Landwasser entstehen daraus große Mengen erneuerbarer Energie: Strom für rund 4.900 Haushalte und Wärme für 1.200 Wohnungen.





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NABU: Naturnahe Wälder sind Verbündete im Kampf gegen Klimawandel

Kowalski: Waldumbau darf nicht nur wirtschaftliche Ziele im Blick haben

Berlin – Unserem Wald geht es schlecht: Sich stark vermehrende Eichenprozessionsspinner und Borkenkäfer, ausgetrocknete Böden, vertrocknende Waldbäume, die Zunahme von Waldbränden – all das sind Auswirkungen der Klimakrise, in der wir uns längst befinden. „Die durch Insektenbefall stark in Mitleidenschaft gezogenen forstlichen Monokulturen sollten uns ein Warnsignal sein“, so Heinz Kowalski, waldpolitischer Sprecher des NABU. Die sich abzeichnenden Trockenheitsprobleme bei den standortheimischen Laubbäumen seien sogar noch alarmierender. „Die Hitze macht derzeit den Klimawandel spürbar und die vielen durch Dürre und Borkenkäfer abgestorbenen und braun gewordenen Fichtenbestände machen ihn für viele Menschen sichtbar“, beschreibt Kowalski die Situation. „Die Entwicklung, die unsere Wälder gerade nehmen, ist besorgniserregend.“

Naturnahe Wälder und ihre Böden sind starke Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise. Bäume, die hundert und mehr Jahre alt werden, bieten die Chance, atmosphärischen Kohlenstoff längerfristig zu binden. Wenn die Wälder diese Funktion verlieren, verschärft sich die Situation des Klimawandels. Die Politik ist daher dringend gefordert, schnell wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dazu gehören allen voran die zügige, konsequente und wirksame Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Darüber hinaus muss alles getan werden, um die Senkenfunktion der Wälder zu erhalten und durch Neupflanzungen mit Laubbäumen nach Möglichkeit zu verbessern. Dabei ist es nicht allein damit getan, neue, vermeintlich klimaresiliente Bäume anzupflanzen. Auch der Wasserhaltung in der Landschaft, der Fähigkeit des Waldes zur Naturverjüngung bei Vermeiden von Wildverbiss, der Bildung von Mischwäldern oder der Ausweisung von Waldwildnisgebieten muss die besondere Aufmerksamkeit gelten.

Die Tatsache, dass das Ziel des Naturschutzes von fünf Prozent Waldwildnis bis 2020 nicht erreicht werden wird, zeigt, welchen Stellenwert dem Wald von der Politik bisher eingeräumt wurde. Von der Politik fordert der NABU deshalb überarbeitete Waldbaukonzepte, die den Wald nicht unter dem Primat der wirtschaftlichen Nutzung betrachten, sondern gerade angesichts des voranschreitenden Klimawandels den vielfältigen Ökosystemleistungen breiten Raum einräumen.

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Droht das Ende der Freiheit auf eine gentechnikfreie Ernährung?

Droht das Ende der Freiheit auf eine gentechnikfreie Ernährung?
Foto: Slow Food

Am 25. Juli 2018 entschied der Europäische Gerichtshof, dass Lebewesen, die durch neue Züchtungstechniken wie die Genschere CRISPR/Cas entstanden sind, wie bisherige gentechnisch veränderte Organismen behandelt werden sollen und somit unter das EU-Gentechnikrecht fallen. Aktuell setzen Industrievertreter und mehrere EU-Mitgliedsstaaten EU-Entscheidungsträger unter Druck, neue Gentechnikverfahren aus dem EU-Gentechnikrecht auszuschließen. Slow Food kritisiert, dass dies das Vorsorgeprinzip unterschlagen würde und für Verbraucherinnen und Verbraucher würde das das Ende der Freiheit auf eine gentechnikfreie Ernährung bedeuten.

Slow Food nimmt das einjährige Jubiläum des EuGH-Urteils zum Anlass, die EU-Entscheidungsträger aufzufordern, dem Druck von Lobbyisten und EU-Mitgliedsstaaten nicht nachzugeben. Es gilt, an der Einstufung von Organismen, die durch neue Gentechnikverfahren verändert worden sind, als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) unter dem EU-Gentechnikrecht festzuhalten, und damit das im EU-Recht verankerte Vorsorgeprinzip zu wahren. Das meint auch Christine von Weizsäcker, deutsche Biologin und Umwelt-Aktivistin, die die aktuelle Debatte um neue Gentechniken mit kritischem Auge betrachtet: „Das Vorsorgeprinzip wurde beim Erdgipfel in Rio völkerrechtlich fest verankert und ermächtigt Staaten, vorsorglich Schäden zu vermeiden und abzuwenden. Es ist die Grundlage von Umwelt- und Verbraucherschutz in der Europäischen Union. Chemiekonzerne und viele Forschungsministerien wollen die neuen Gentechniken am Vorsorgeprinzip vorbeischmuggeln. Die vorsorgliche Gesetzgebung soll ausgehebelt oder zumindest dank des neu erfundenen sogenannten Innovationsprinzips massiv geschwächt werden. Um der Umwelt und der Verbraucher willen: Schützt das Vorsorgeprinzip, das uns schützt“.

„Neben dem Festhalten an der Einstufung neuer Gentechnikverfahren als Gentechnik, muss die EU aber noch einen Schritt weitergehen und dafür sorgen, dass keine gentechnisch veränderten Lebensmittel auf unserem Teller landen. In die EU importiert werden aktuell schon über 60 GV-Pflanzen, die vor allem als Futtermittel verwendet werden und somit durch tierische Produkte indirekt auf unseren Tellern landen. Die Crux daran ist, dass dies auf dem Produkt nicht gekennzeichnet werden muss“, so die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Dr. Ursula Hudson.

In der Anwendung von Gentechnik in der Lebensmittelproduktion sieht Slow Food ganz grundlegende Probleme für die Zukunft der Ernährung und fordert die EU-Entscheidungsträgerinnen und -träger auf, GV-Pflanzen in der EU gänzlich zu verbieten, egal ob diese durch neue oder bisherige Gentechnikverfahren erzeugt wurden, denn: „Für jede gentechnische Manipulation gilt: Ihre Folgen - für die Tiere, die Pflanzen, das Ökosystem und letztlich auch uns Menschen - sind nicht absehbar. Nur drei Unternehmen kontrollieren 60 Prozent des internationalen Saatgutmarktes. Fast alle heutigen Gentechnik-Pflanzen sind giftig für Insekten und/oder resistent gegen Herbizide - wie Glyphosat. Das GV-Saatgut wirkt im Paketverbund mit Pestiziden, welche Erzeugerinnen und Erzeuger gleich mit kaufen müssen. Kontaminationen bei der Freisetzung sind kaum vermeidbar – und die transgenen Pflanzen können sich dann weiter ausbreiten“, kommentiert die Slow-Food-Expertin, Tierärztin, Mediatorin und Leadautorin im Weltagrarbericht Dr. Anita Idel.

„Hinzu kommt, dass gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere patentiert und somit Eigentum des Konzerns sind. Die Gentechnik schafft finanzielle und Produkt-Abhängigkeiten für Erzeugerinnen und Erzeuger und folgt so der Logik agrarindustrieller Produktion: Die eigene Ernte darf nicht als Saatgut verwendet werden und dieses muss jedes Mal neu gekauft werden. So wird Ernährungssouveränität unmöglich gemacht und die Ernährungssicherheit zunehmend gefährdet. Ob Ackerland oder Weide – Notwendigkeit und Chance liegen in der Ökologisierung der Landwirtschaft. Den erforderlichen Rahmen muss eine gemeinwohlorientierte Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU bieten”, so Idel weiter.

Einmal in der Umwelt, immer in der Umwelt: Auch Dr. Angelika Hilbeck vom Institut für Integrative Biologie der ETH Zürich und Vorstandsmitglied des Europäischen Netzwerks der Wissenschaftler für soziale und ökologische Verantwortung (ENSSER) schätzt den Wirkungsgrad neuer Gentechniken in Organismen und Umwelt noch höher ein als bei den „alten Gentechniken“ - so werden sie auch hinsichtlich ihres Nutzenpotentials beworben, womit aber auch das Risikopotential steigt - und lässt daher die Forderung nach höheren Standards zur Regulierung und Risikoabschätzung laut werden, als dies aktuell für die alten Gentechnikverfahren der Fall ist: "Die größere Eingriffstiefe und Wirkmächtigkeit von CRISPR & Co gepaart mit unzureichendem Grundlagenwissen von Genfunktionen und deren Interaktionen mit der Umwelt sowie deren Nichtrückholbarkeit, rufen nach grösstmöglicher Vorsorge und einer strikteren Regulierung als bei den herkömmlichen Gentechniken“. Eine strikte Regulierung sei laut Hilbeck vor allem auch notwendig, weil man aktuell viel zu einfach und unkontrolliert an die CRISPR-Zutaten im Internet gelangen könne.





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Karlsruhe: Waldbrandgefahr im Hardtwald steigt

Grillstellen ab sofort geschlossen / Rauchen und Feuer machen verboten

Wegen anhaltender Hitze und Trockenheit und demnach steigender Waldbrandgefahr ist die Nutzung der Feuerstellen an den Grillplätzen im Hardtwald ab sofort verboten. Von der Schließung betroffen seien der Grillplatz an der L 604 zwischen Waldstadt und Eggenstein sowie der Grillplatz "Lager" in der Nähe des Gartencenters an der Linkenheimer Allee, teilt das städtische Forstamt mit. Auch die Nutzung mitgebrachter Grills oder das Entzünden offener Feuer sei untersagt. Durch die hohen Anteile an Kiefern in den Mischwäldern ist der Hardtwald in besonderem Maße durch Waldbrände gefährdet. Die übrigen Grillplätze stehen weiter zur Verfügung. Sie liegen in Laubwaldgebieten, die derzeit in einer geringeren Waldbrandstufe eingeordnet sind als der Hardtwald. Aber auch dort muss Feuer beaufsichtigt und beim Verlassen des Platzes vollständig gelöscht werden.

Vom 1. März bis zum 31. Oktober gilt im gesamten Wald absolutes Rauchverbot. Das Forstamt bittet eindringlich darum, die Anordnung zu beachten. Auch wildes Grillen oder Feuer machen ist im Wald grundsätzlich verboten.





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Für waschechte Kerle: Duschgel für Männer im Test

In der kommenden Ausgabe des ÖKO-TEST Magazins stehen die Inhaltsstoffe und Verpackungen von 50 Männer-Duschgelen auf dem Prüfstand. Unter den Produkten befinden sich sowohl konventionelle Kassenschlager von Marken wie Nivea und Dusch Das als auch zwölf Duschgele, die als Naturkosmetik zertifiziert sind. Das Augenmerk des Tests liegt auf einer Duftstoffanalyse und dem Nachweis von kritischen Konservierungsmitteln. Außerdem gibt es Punktabzug für unnötige Kartons oder umweltschädliche Kunststoffverbindungen in der Verpackung. Alle Naturkosmetik-Duschgele erhalten das Gesamturteil „sehr gut“. 13 Produkte schneiden aufgrund bedenklicher und/oder umstrittener Duft- und anderer Inhaltsstoffe mit „ungenügend“ ab - darunter Produkte der Marken Dove und L’Oréal.

Die Ergebnisse finden Sie online ...

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