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Verschiedenes 

Tag des Waldes

Tag des Waldes
(c) NABU/Bruno D'Amicis

Krüger: „Naturschutz ist eine Frage der globalen Gerechtigkeit“

NABU und BMZ unterzeichnen „Kompetenzpartnerschaft Natur“

Berlin, 21.3.21 – Zum Internationalen Tag des Waldes haben der NABU und das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) eine verstärkte Zusammenarbeit zum Waldschutz angekündigt. „Wälder dienen nicht nur als Kohlenstoffspeicher und Lebensraum für bedrohte Artenvielfalt. Weltweit sind mehr als eine Milliarde Menschen ganz unmittelbar von intakten Wäldern abhängig und nutzen sie als überlebenswichtige Ressource, z.B. für Lebensmittel, Brennstoffe, Baumaterialien oder Heilpflanzen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Der NABU arbeitet daher mit dem BMZ zum Schutz der Bergnebelwälder in Äthiopiens Kafa-Biosphärenreservat zusammen. Dort konnte die nachhaltige Bewirtschaftung von 10.000 Hektar Wald langfristig gesichert werden. Um die Zusammenarbeit auszubauen, haben der NABU, die NABU International Naturschutzstiftung und das Bundesentwicklungsministerium die „Kompetenzpartnerschaft Natur“ unterzeichnet. Darüber hinaus kooperieren der NABU und das BMZ beim neugegründeten Legacy Landscapes Fund, der privates Kapital für den Naturschutz mobilisieren soll.

„Der NABU und das BMZ verbindet das gemeinsame Ziel, die Natur und Umwelt zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Nicht nur wegen und mit Covid-19 ist jetzt der Zeitpunkt da, umzusteuern und Themen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland und weltweit zu stärken. Saubere Luft, reines Wasser, fruchtbare Böden, eine reiche Artenvielfalt, ein intaktes Klima – all das ist wichtiges Naturkapital. Wo dieses Kapital zerstört wird, leiden die Ärmsten der Welt am meisten. Natur zu schützen, ist eine Frage der globalen Gerechtigkeit“, so Krüger anlässlich der Unterzeichnung.

„Die grünen Lungen unseres Planeten sind in großer Gefahr. 420 Millionen Hektar Wald sind in den letzten 30 Jahren verloren gegangen - das ist fast die Fläche der EU. Der Waldverlust ist Jahr für Jahr weiterhin alarmierend hoch. Jedes Jahr verschwinden von der Erde rund zehn Millionen Hektar Wald - das ist fast ein Drittel der Fläche von Deutschland. Weltweit wird alle vier Sekunden die Fläche eines Fußballfeldes abgeholzt - vor allem für riesige Soja- und Palmölplantagen. Das müssen wir stoppen! Wir brauchen endlich eine streng überwachte Zertifizierung und ein Importverbot für Soja, das auf gerodeten Waldflächen angebaut wurde. Es dürfen keine Regenwälder für den Anbau von Soja und Palmöl brennen. Die Biodiversitätskonferenz dieses Jahr in China muss grundsätzlich eine Trendwende einleiten: Wir brauchen ein ‚Paris Abkommen‘ für den Artenschutz. Denn Wälder sind auch Lebensräume: Weltweit leben 300 Millionen Menschen von und mit dem Wald. Sie bieten drei Vierteln aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde eine Heimat. Dieses Welterbe müssen wir konsequent schützen“, so Bundesentwicklungsminister Gerd Müller.

Der NABU hat bereits zahlreiche Vorhaben mit finanzieller Unterstützung des BMZ umgesetzt, darunter das Projekt „Forests for Future“ im Südwesten Äthiopiens, wo drei große Bergnebel- und Regenwaldgebiete in Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden und Behörden wiederhergestellt werden. Im gemeindebasierten Schutzgebiet Mahavavy-Kinkony auf Madagaskar konnte der NABU mit Unterstützung des BMZ durch die Einrichtung von Brandschneisen und Aufklärung der Bevölkerung Waldbrände um fast 20 Prozent reduzieren. Auch Kampagnen zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) setzten die Partner gemeinsam um. Zukünftig möchten die Partner in den Bereichen internationaler Naturschutz, Klimaanpassungen und nachhaltige Regionalentwicklung strategisch zusammenarbeiten, Projekte entwickeln und sowohl in den Partnerländern vor Ort als auch in Deutschland Bewusstsein für notwendige Naturschutz - und Nachhaltigkeitsmaßnahmen schaffen.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO hat den Tag des Waldes in den 1970er Jahren ins Leben gerufen, um auf die globale Waldzerstörung aufmerksam zu machen.

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Verschiedenes 

NABU und LBV: Der Vogel des Jahres 2021 ist das Rotkehlchen

NABU und LBV: Der Vogel des Jahres 2021 ist das Rotkehlchen
Rotkehlchen (c) NABU/Rolf Müller

Der beliebte Gartenvogel setzt sich in der ersten öffentlichen Wahl gegen Rauchschwalbe und Kiebitz durch

Berlin, 19.3.21 – Der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres ist das Rotkehlchen. Es hat mit 59.338 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. An der von NABU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) organisierten Wahl haben seit dem 18. Januar über 326.000 Menschen teilgenommen. In der Vorwahl hatten knapp 130.000 Menschen die zehn Vögel für die Hauptwahl bestimmt.

„Wir freuen uns über diese überwältigende Wahlbeteiligung“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Da das Interesse an der heimischen Vogelwelt so groß ist, stellen wir auch in Zukunft den Vogel des Jahres öffentlich zur Wahl. Ein Fachgremium des NABU wird jedes Jahr fünf Kandidaten bestimmen, aus denen der Vogel des Jahres öffentlich gewählt wird.“ Die erste Wahl nach diesem neuen Modus wird bereits in diesem Jahr von Oktober bis Mitte November stattfinden.

„Das Rotkehlchen ist einer der bekanntesten und beliebtesten Vögel Deutschlands“, so Miller, „Der zarte und doch stimmgewaltige Sympathieträger kann ganzjährig beobachtet werden. Mit seiner orangeroten Brust und seiner zutraulichen Art ist er besonders leicht zu erkennen und fast überall in Wäldern, Parks und Siedlungen zu Hause. Er hat im Wahlkampf mit dem Slogan ‚Mehr Gartenvielfalt‘ für sich und vogelfreundliche Gärten geworben.“

In Deutschland leben 3,4 bis 4,3 Millionen Brutpaare, der Bestand ist derzeit nicht gefährdet. Das Rotkehlchen trägt den Titel bereits zum zweiten Mal: Schon 1992 war der bekannte Gartenvogel Vogel des Jahres.

Vorläufiges amtliches Endergebnis der Wahl:

1. Rotkehlchen, 59.338 = 17,4%
2. Rauchschwalbe, 52.410 = 15,3%
3. Kiebitz, 43.227 = 12,6%
4. Feldlerche, 40.523 = 11,9%
5. Stadttaube, 31.453 = 9.2%
6. Haussperling, 28.137 = 8,2%
7. Goldregenpfeifer, 23.054 = 6,7%
8. Blaumeise, 22.908 = 6,7%
9. Eisvogel, 22.711 = 6,6%
10. Amsel, 17.988 = 5,3%





Verschiedenes 

Weltwassertag: NABU fordert Gewässerpolitik von der Quelle bis zum Meer

Missmanagement des Hamburger Hafens und Grubenwasser aus Erzgebirge gefährden Elbe und Wattenmeer

Berlin, 19.3.21 – Zum Weltwassertag der Vereinten Nationen am 22. März appelliert der NABU an die Regierungen von Bund und Ländern, ökologische Zusammenhänge zu berücksichtigen und Gewässerpolitik von der Quelle der Flüsse bis zum Meer zu denken.

Dass dies dringend nötig ist, zeigt das Beispiel des Hamburger Hafens. Getrieben durch Dürresommer und Elbvertiefung droht ein ganzes System zu kippen. „Hier zeigt sich, wie eng der Zustand des Meeres von den Aktivitäten im Fluss abhängt“, so NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff, „Wenn die Elbe vertieft oder mit Schwermetallen belastetes Grubenwasser aus dem Erzgebirge eingeleitet wird, wirkt sich das auch auf die Nordsee und das Weltnaturerbe Wattenmeer aus. Falsche Entscheidungen können ganze Ökosysteme ins Wanken bringen.“

Der NABU sorgt sich auch um Deutschlands Ästuare und fordert eine bessere Politik für Elbe, Ems und Oder. Sie sind die Lebensadern ganzer Regionen und wirken sich positiv wie negativ auf den Zustand der Nord- und Ostsee aus. Die extremen Dürresommer der letzten Jahre haben Hamburg und die Elbe zusammen mit der neunten Elbvertiefung in eine fast ausweglose Sackgasse geführt. Der Fluss stirbt, wichtige Flachwasserbereiche gehen verloren, der Sauerstoffgehalt sinkt und der Stint-Bestand ist eingebrochen. Während die Verschlickung der Elbe und des Hamburger Hafens weiter zunehmen und Kosten explodieren, drohen durch den weltweiten klimabedingten Meeresspiegelanstieg verstärkte Hochwasser und Sturmfluten bis weit ins Landesinnere.

Der NABU warnt bereits seit Jahren vor den Folgen der Elbvertiefung. Hamburg sucht aktuell mit Hochdruck nach zusätzlichen Möglichkeiten, um den belasteten Hafenschlick in der Nordsee und an der Grenze zum UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer zu verklappen. „Das Meer ist keine Müllkippe des Hamburger Hafens und kein Endlager des Bergbaus in Sachsen“, mahnt Aline Kühl-Stenzel, NABU-Referentin für Meeres- und Wattenmeerschutz, „Wir brauchen endlich ganzheitliche Konzepte für Fluss-, Ästuar- und Sedimentmanagement. Die Elbe darf nach der Ems nicht ein weiterer toter Fluss werden. Wir fordern eine Gesamtstrategie der Küstenländer und des Bundes für nachhaltiges Fluss-, Seehafen- und Küstenschutzmanagement. Angesichts von Klimakrise und der internationalen Verschiebung der Hauptumschlaghäfen aus dem Norden Europas gen Mittelmeer ist kein Platz für sektorale Irrläufe und Kleinstaaterei.“

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Karlsruhe ist erneut fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands

Karlsruhe ist erneut fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands
Fahrradklima-Test / Quelle: ADFC

Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests veröffentlicht / OB Mentrup freut sich über Rückenwind für die Verkehrswende

Mission Titelverteidigung geglückt: Karlsruhe ist unter allen Großstädten weiterhin die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands. Im aktuellen Fahrradklima-Test des ADFC errang die Fächerstadt erneut die Spitzenposition und verwies dabei mit einer Durchschnittsnote von 3,07 wie beim letzten Mal vor zwei Jahren die langjährige Fahrradhochburg Münster auf Rang zwei, gefolgt von Freiburg auf dem dritten Platz.

"Dieses Ergebnis ist eine wunderbare Bestätigung unserer Anstrengungen, das Radfahren in Karlsruhe noch attraktiver zu machen", freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Bekanntgabe der Resultate. "Der Spitzenplatz zeigt, dass unsere Radverkehrsförderung gut angelegtes Geld ist und die Nachhaltigkeit sichtbar wird.“ Letzteres bestätigte der ADFC bei der digitalen Auszeichnungsveranstaltung mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Karlsruhe wurde von ADFC-Vorstandsmitglied Rebecca Peters explizit als "gut durchdachtes Gesamtbild" dargestellt sowie als Beispiel dafür, "dass Ernsthaftigkeit und Konsequenz genau das sind, was der Radverkehr braucht". Dafür benötigt es aber auch Unterstützung aus der Bundespolitik und deshalb richtete OB Mentrup bei der Veranstaltung einen konkreten Wunsch an den Bundesverkehrsminister: Der Bund solle es über eine Versuchsklausel ermöglichen, dass in Städten grundsätzlich 30 km/h Höchstgeschwindigkeit erlaubt sei und 50 km/h nur noch in Ausnahmefällen. Dies sei nötig, weil "wir unser Ziel von mehr als 50 Prozent Radverkehrsanteil über die normale Radverkehrsinfrastruktur nicht bewältigen können“, begründete Mentrup.

Investitionen für die Titelverteidigung
Für die Titelverteidigung hatte Karlsruhe einiges investiert. Rund 1,75 Millionen Euro sind in den letzten beiden Jahren jeweils in die Förderung des Radverkehrs geflossen. Die Bilanz kann sich sehen lassen, denn für sichereres und zügiges Vorankommen der Radfahrenden wurde einiges getan. Neue Fahrradstreifen entstanden auf Hauptverkehrsachsen, wie beispielsweise der Haid- und Neu-Straße, der Rheinstraße und der Kapellenstraße. Durch die Ummarkierung von früheren Autospuren haben die Radler dort nun mehr Platz, wodurch sich die Konflikte mit dem Kfz-Verkehr reduzieren. Dieser Teilbereich des Klimatestes wird mit guten Noten bewertet. Auch in die Diebstahlsicherheit (Note 4,2) wurde investiert, denn rund 700 zusätzliche stabile Fahrradständer bieten nun die Möglichkeit, sein Zweirad sicher anschließen zu können. Um neue Kundenkreise für die umweltfreundliche Mobilität zu erschließen, wurde ein Zuschussprogramm für Lastenräder initiiert. Dieses Programm ist mit einer sozialen Komponente ausgestattet, so dass einkommensschwache Familien einen höheren Zuschuss erhielten. Zudem gibt es einen Nachhaltigkeitsbonus für alle, die nach drei Jahren ihr Auto abgeschafft haben.

Dass der Radverkehr spätestens mit der Corona-Pandemie rasant an Stellenwert gewinnt, zeigt die Resonanz des ADFC-Fahrradklima-Tests. In diesem Jahr wurde bundesweit ein neuer Rekord an Teilnehmenden erzielt. Karlsruhe liegt dabei mit einem Zuwachs von 41 Prozent auf nunmehr 2.682 ausgefüllte Fragebogen deutlich über dem Deutschschnitt. Grundsätzlich macht es den Karlsruherinnen und Karlsruhern mehr Spaß als Stress (Note 2,6) in der Fächerstadt zu radeln, auch wenn beispielsweise Ampelschaltungen (Note 3,9) und Falschparkerkontrolle auf Radwegen (Note 4,3) nicht so gut weg kommen. Auch wurden die großen Bemühungen der Stadt, den Radverkehr an den Kombilösungsbaustellen sicher zu führen, nicht honoriert, die Note war mit 4,1 wieder wie vor zwei Jahren.

Ansporn für die Zukunft
Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests sieht der Oberbürgermeister zugleich als einen Ansporn für die Zukunft, denn mit Blick auf die Gesamtnote sagte Mentrup: "Wir sind zwar auf dem ersten Rang gelandet, aber mit der Note ‚befriedigend‘, da ist noch viel Luft nach oben." Karlsruhe hat sich vorgenommen, den Anteil der Radfahrenden am Gesamtverkehrsaufkommen von derzeit rund 30 Prozent weiter zu steigern und gleichzeitig die Zahl der Fahrradunfälle um 25 Prozent zu reduzieren. Um Komfort und Sicherheit gleichermaßen zu erhöhen, sind verschiedene Schwerpunkte geplant. So sollen beispielsweise die Radrouten weiter ausgebaut und mit dem Umland vernetzt werden. Die Planungen für vom Bund geförderte Radschnellwege in Richtung Ettlingen und Rastatt zählen ebenso zu den wichtigen Bausteinen wie die künftige innerstädtische Rad-Südtangente. "Klimaschutz und Mobilitätswende sind wichtige Anliegen, die nicht an der Stadtgrenze enden dürfen", betonte OB Mentrup, "wir möchten auch die Pendlerinnen und Pendler aus der Region zum Umsteigen anregen". Bei dieser Gruppe bewege sich der Anteil der Radelnden am Gesamtverkehrsaufkommen teilweise nur im einstelligen Prozentbereich.

Ein zusätzliches Plus an Sicherheit versprechen zudem die Aufgeweiteten Radaufstellstreifen (ARAS) an Kreuzungen, die sukzessive umgesetzt werden. Bei der Markierung von Fahrradstraßen will sich die Stadt zukünftig an der Musterlösung des Landes Baden-Württemberg orientieren, die ersten drei Abschnitte sind bereits in Vorbereitung.

"Vorzeige-Stadt der Verkehrswende"
Für die Weiterentwicklung der erfolgreichen Radverkehrsförderung setzt die Stadt Karlsruhe auf ein neues Format. Nach Abschluss des Audit-Verfahrens BYPAD wird aus dessen Ergebnissen das "Karlsruher Programm für aktive Mobilität" weiterentwickelt. "Mit diesem Programm wollen wir zu einer Vorzeige-Stadt der Verkehrswende werden", erklärt der Oberbürgermeister. Nicht nur die Radfahrenden, sondern auch der Fußgängerverkehr und weitere Aspekte einer klimafreundlichen Mobilität sollen hierbei angemessen berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise die Förderung des Car-Sharings und neue Formen des Lieferverkehrs, etwa mit Lastenrädern für Gewerbetreibende.

Seit kurzem hat das Thema Radverkehr in Karlsruhe sogar eine wissenschaftliche Komponente erhalten. Zum 1. März hat Professorin Dr. Angela Francke an der Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft die vom Bundesverkehrsministerium initiierte Stiftungsprofessur für Radverkehr angetreten. Als Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sieht Professorin Francke die Förderung der nachhaltigen Mobilität, geleitet von der Frage, wie das Fahrrad im Zusammenspiel mit allen anderen Verkehrsteilnehmenden das Verkehrsmittel der ersten Wahl werden kann. Dabei geht es auch um verkehrspsychologische Hintergründe, Fragestellungen zur Mobilitätsnutzung und Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität in urbanen und ländlichen Räumen. Bei dem Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis ist die enge Zusammenarbeit mit den Partnerinnen und Partnern in Verwaltung, Planung und Politik von besonderer Bedeutung, "Wir freuen uns schon jetzt auf einen regen Austausch mit Frau Professorin Francke und auf neue Impulse", sagt Oberbürgermeister Mentrup und hofft, dass „die Stiftungsprofessur für Radverkehr ein wichtiger Baustein ist, um unsere Spitzenposition als Fahrradhauptstadt weiter ausbauen zu können".

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Verschiedenes 

Erstes Müllsammelfahrzeug mit Brennstoffzelle Süddeutschlands vorgestellt

Umweltminister Franz Untersteller: „Es begeistert mich, wie sich die Kommunen im Land für den Klimaschutz engagieren“

Franz Untersteller, baden-württembergischer Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, hat heute (16.03.) in Reutlingen das erste vollelektrische Brennstoffzellen-Müllsammelfahrzeug Süddeutschlands eingeweiht. „Heute ist ein besonderer Tag für die Stadt Reutlingen, aber auch ein besonderer Tag für Baden-Württemberg“, sagte Untersteller bei der Präsentation auf dem Reutlinger Marktplatz.

„Für mich ist es immer wieder begeisternd zu sehen, wie engagiert sich hierzulande die Menschen für den Klimaschutz und für die Energiewende einsetzen. Ein Nutzfahrzeug mit Wasserstofftank ist ein weiterer Meilenstein, um die schädlichen Treibhausgasemissionen im Verkehr zu senken.“

Bundesweit gebe es 15 dieser Brennstoffzellen-Müllsammelfahrzeuge auf dem Markt, erläuterte Energieminister Untersteller. „Auch in Freiburg werden schon bald zwei zum Fuhrpark gehören, im nächsten Jahr sogar weitere zwölf.“ Er hoffe, dass noch weitere Kommunen im Land diesem wunderbaren Beispiel folgen werden und so wie Reutlingen und Freiburg beim Klimaschutz neue Wege gehen.

Land investiert mehr als 100 Millionen Euro in Wasserstoffwirtschaft

„Wir tun in Baden-Württemberg einiges dafür, das gesamte Themenfeld Wasserstoff weiter voranzubringen“, fügte Untersteller hinzu. „Denn wir wollen das Land im nationalen und internationalen Vergleich als führende Region bei den Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien etablieren, um so schnell wie möglich Klimaneutralität zu erreichen.“

Insgesamt investiere Baden-Württemberg mehr als 100 Millionen Euro in den Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft. „Wir nehmen das Thema sehr ernst“, verdeutlichte Untersteller in Reutlingen. Die wichtigsten ersten Aufgaben seien der Markthochlauf, die Wasserstoffversorgung und eine Wasserstoffinfrastruktur insbesondere für Nutzfahrzeuge und Busse zu schaffen.

In Reutlingen gebe es seit Jahren erfolgreiche Bemühungen beim Klimaschutz und beim Mobilitätswandel, hob Oberbürgermeister Thomas Keck hervor. Im Fuhrpark der Stadt, der Stadtwerke und der Technischen Betriebsdienste Reutlingen seien bereits viele klimafreundliche Fahrzeuge wie Busse, Personenkraftwagen, Lastendreiräder oder eine vollelektrische Kehrmaschine im Einsatz. „Das Abfallsammelfahrzeug mit Brennstoffzellen-Technologie ist ein weiterer Baustein in unserer klimaorientierten Entwicklung in Reutlingen – und jetzt das Juwel in unserem Fuhrpark“, sagte Keck.

Ergänzende Informationen:

Das Müllfahrzeug mit Brennstoffzelle ermöglicht es, Abfälle klimaneutral zu sammeln. Speziell von der Firma Zoeller für den Einsatz in der Entsorgungswirtschaft entwickelt und gebaut von der Firma Faun, dem derzeit einzigen Hersteller von Brennstoffzellen-Müllfahrzeugen.

Beim Brennstoffzellen-Müllsammelfahrzeug wird ein vollelektrisches Fahrgestell mit der sicheren Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik kombiniert. Durch diese Kombination werden die Einsatzzeiten und Reichweiten von Fahrzeugen mit konventioneller Antriebstechnik erreicht.

Die Reichweite des Brennstoffzellen-Müllsammelfahrzeugs der Stadt Reutlingen liegt nach Herstellerangaben innerstädtisch bei rund 370 Kilometern.

In Reutlingen wird die Batterie für den Antrieb des Fahrzeugs mit 100 Prozent Öko-Strom aufgeladen. Die nächste Wasserstofftankstelle liegt im benachbarten Metzingen.

Nähere Informationen zur Wasserstoffwirtschaft im Land finden Sie online ...

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Tag des Waldes: NABU bittet um Rücksicht für Fledermäuse

Flächen mit klimabedingten Waldschäden sind wichtige Lebensräume / die gefährdete Mopsfledermaus profitiert davon besonders

Berlin, 18.3.21 – Deutschlands Wälder leiden unter der Klimakrise: Auf tausenden Hektar sind Waldschäden entstanden. So dramatisch das für die Forstwirtschaft ist, durch abgestorbene Bäume entstehen auch neue Habitate für viele bedrohte Waldbewohner. Darunter sind viele Insektenarten und Vögel, aber auch Fledermäuse. „Gerade die bundesweit stark gefährdete Mopsfledermaus profitiert von dem erhöhten Quartierangebot. Die Fledermaus des Jahres 2020/2021 zieht ihre Jungen von Mai bis August in Baumspalten und unter den Rindenschuppen abgestorbener Bäume groß“, sagt NABU-Artenschutzreferent Sebastian Kolberg.

Der NABU appelliert vor diesem Hintergrund an die Forstwirtschaft in Deutschland, bei der Aufarbeitung von klimabedingten Schadflächen ein besonderes Augenmerk auf den Fledermausschutz zu legen. Wo immer möglich sollten abgestorbene Bäume, von denen kein Borkenkäferrisiko mehr ausgeht, im Wald stehen gelassen werden. Es rechne sich oft gar nicht mehr, dieses Schadholz aufzuarbeiten. Denn die Lage am Holzmarkt sei für Fichten- und Buchenindustrieholz derzeit schlecht, so Kolberg. Hinzu kommt, dass die Holzernte im Frühjahr und im Sommer besonders kritisch zu bewerten sind, da zu dieser Zeit sowohl viele Waldvögel als auch die waldbewohnenden Fledermäuse ihre Jungen großziehen und durch den Maschineneinsatz und durch Baumfällungen gestört werden.

Auch Privatwaldbesitzende fordert der NABU zu besonderer Vorsicht auf und empfiehlt ihnen, sich an den Fördermaßnahmen zum Erhalt von Habitatbäumen zu beteiligen oder sich für den Nutzungsverzicht in kleinen Waldbeständen einzusetzen, die es in einigen Bundesländern gibt.





Verschiedenes 

NABU: So kann jeder seinen CO2-Fußabdruck verkleinern

Sieben Tipps für mehr Klimaschutz im Alltag

Berlin, 17.3.21 – Der am vergangenen Dienstag veröffentlichte Klimabericht 2020 zeigt, dass noch viel mehr passieren muss, wenn wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreichen und den menschengemachten globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius begrenzen wollen. „Die großen Aufgaben beim Klimaschutz liegen ganz klar im Spielfeld der Politik“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger, „Viele Menschen fragen sich aber auch, was sie selbst tun können, um den eigenen CO2-Verbrauch zu senken.“ Der NABU gibt sieben Tipps, wie jeder seinen CO2-Fußabdruck verkleinern kann.

Tipp 1: So oft es geht, das Auto stehen lassen. Zehn Kilometer mit dem eigenen Pkw produzieren zwei Kilogramm CO2, mit Bus und Bahn fallen für die gleiche Strecke nur 0,6 Kilo an. Wer Rad fährt, ist noch klimafreundlicher unterwegs – die CO2-Bilanz ist null.

Tipp 2: Wäscheständer statt Trockner und nur waschen bei voller Maschine. Dazu immer möglichst niedrige Temperaturen nutzen. Etwa 14 Prozent des privaten Stromverbrauchs gehen laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft für Waschen und Trocknen drauf. Bei der Wäschepflege lässt sich also viel CO2 einsparen.

Tipp 3: Zu einem lizenzierten Ökostrom-Anbieter wechseln. Dabei darauf achten, dass der gelieferte Strom zu 100 Prozent öko ist, im Zweifelsfall nachfragen. Der grünste Strom bleibt aber der, der nicht verbraucht wird. Also auch bei Öko-Strom-Nutzung weiter auf Stromsparen achten.

Tipp 4: Öfter mal ein vegetarisches Rezept ausprobieren. Wer weniger Fleisch isst, kann richtig viel Klimagas sparen. Etwa 2.000 Kilogramm CO2 pro Jahr verbraucht jeder Mensch in Deutschland allein fürs Essen. 40,7 Prozent davon gehen für Fleisch und Wurst drauf. Rindfleisch ist im Vergleich besonders CO2-intensiv; Für ein Kilo werden bis zu 13,3 Kilo CO2 freigesetzt.

Tipp 5: Weniger neu, sondern öfter gebraucht kaufen und Dinge länger nutzen. Beispielsweise fallen bei der Herstellung einer Jeans bis zu 30 Kilogramm CO2 an. Für ein Smartphone sind es 58 Kilogramm CO2.

Tipp 6: Bei Einkauf auf möglichst kurze Distanzen des Warenverkehrs achten. Beim Onlinekauf Retouren möglichst vermeiden. Waren aus der Ferne kommen mit einem großem CO2-Rucksack zu uns. Luftfrachten sind dabei pro Kilometer bis zu 15-mal schädlicher als Lkw-Frachten und bis zu 90-mal schädlicher als Schiffsfrachten.

Tipp 7: Mailverkehr reduzieren. Jede E-Mail kostet zehn Gramm CO2. Anhänge möglichst klein halten. In Deutschland wurden laut Statischem Bundesamt 2018 848,1 Milliarden Mails versandt, Tendenz stark steigend. Spam-Mails sind da noch gar nicht mitgerechnet.

Noch mehr Tipps für Klimaschutz im Haushalt: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/klima-und-luft/klimawandel/06740.html

Mit dem NABU-CO2-Rechner den eigenen Verbrauch ausrechnen: https://nabu.co2-rechner.de/de_DE/.

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse. Mehr Infos: www.nabu.de/wir-ueber-uns

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Veranstaltungen 

Mitmach-Aktion: Deutschland summt!

Mitmach-Aktion: Deutschland summt!
Natternkopf mit Biene und Hummel © Stadt Karlsruhe / Gartenbauamt

Aufruf zum bundesweiten Pflanzwettbewerb "Wir tun was für Bienen!"

Neben eigenen Wettbewerben und Aktionen zur Erhöhung der ökologischen Vielfalt und Biodiversität unterstützt das Karlsruher Gartenbauamt nun den Aufruf zum bundesweiten Pflanzwettbewerb "Wir tun was für Bienen!". Im Rahmen des Wettbewerbs sollen vielfältige Strukturen und Nahrungsquellen für Insekten, Wild- und Honigbienen geschaffen und auf die Situation des dramatischen Insektensterben hingewiesen werden. Hintergrund ist der stete Rückgang von Nistplätzen und Nahrungsangeboten, der dazu führte, dass derzeit mehr als die Hälfte der über 550 heimischen Wildbienen-Arten in ihrer Existenz bedroht sind.

Was wird gesucht?
Gesucht werden kreative Ideen zur Gestaltung naturnaher Flächen mit insektenfreundlichen Strukturen als Lebensraumerweiterung, sowie Pflanzungen heimischer Blumen und Gehölze, die den Bienen und Insekten als Nahrungsquelle dienen. Darüber hinaus geht es um Motivation und Engagement, um möglichst viele Menschen im Familien- und Freundeskreis und in der Nachbarschaft mit dem "Bienenvirus" zu infizieren und zum Mitmachen zu bewegen.

Prämiert werden insektenfreundliche Gärten und inspirierende Aktionen in Privatgärten, auf Balkonen, in Kleingärten, in Firmen- und Vereinsgärten, in Schul- und Kitagärten, auf kommunalen Flächen, in Parks und Baumscheiben, bei der Pflege bestehender Naturgärten sowie musikalische Beiträge.

Teilnahme und Anmeldung
Teilnehmen können Privatpersonen mit Beiträgen in Gärten und auf Balkonen, Personengruppen in Kleingärten, Firmen, Kommunen, Vereinen, Schulen und Kindergärten sowie Musikbegeisterte mit ihren kreativen Beiträgen.

Losgehen kann es ab sofort mit der Planung, Pflanzung und Dokumentation. Ab Donnerstag, 1. April, können die Aktionen online beschrieben und zusammen mit Vorher-Nachher-Bildern auf www.wir-tun-was-fuer-bienen.de hochgeladen werden.

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