Grüne Quellen
Mittwoch, 25. Mai 2022 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Veranstaltungen 

Bei Vollmond durch den Hardtwald wandern

Bei Vollmond durch den Hardtwald wandern
Blick in den Hardtwald / Foto: Monika Müller-Gmelin, Stadt Karlsruhe

Waldpädagogik Karlsruhe lädt zu literarischer Wanderung ein / Anmeldung erforderlich

Die Waldpädagogik Karlsruhe lädt für Freitag, 18. März, ab 19 Uhr zu einer literarischen Vollmondwanderung im stadtnahen Hardtwald ein.

Revierförster Martin Kurz zeigt bei einem etwa anderthalbstündigen Spaziergang den Wald von einer unbekannten Seite - mit einer Vielzahl von Gedichten und Geschichten rund um den Mond, die Nacht und den Wald.

Für diese kostenfreie Veranstaltung ist eine Anmeldung entweder telefonisch unter 0721 133-7354 oder per E-Mail waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de erforderlich. Der genaue Treffpunkt wird im Rahmen der Anmeldung mitgeteilt.

- - -

Wald­päd­ago­gik Karlsruhe

- Koope­ra­tion von Stadt Karlsruhe, Landkreis Karlsruhe, Landes­forst­ver­wal­tung Baden-Württem­berg (LFV), Anstalt des öf­fent­li­chen Rechtes Forst Baden-Württem­berg sowie ­Schutz­ge­mein­schaft Deutscher Wald e. V. (SDW).

- Seit 1996 Umsetzung des im Waldgesetz von Baden-Württem­ber­g ­ver­an­ker­ten Bildungs­auf­tra­ges in den Wäldern im Stadt- und Land­kreis Karlsruhe sowie rund um das Waldzen­trum und das Wald­klas­sen­zim­mer im Karlsruher Hardtwald.

- Bei etwa 800 Veran­stal­tun­gen im Jahr lernen rund 30.000 Menschen al­ler Alters­grup­pen den heimischen Wald aus unter­schied­lichs­ten ­Per­spek­ti­ven kennen.

- Anbieter von Wald-Veran­stal­tun­gen für alle Bevöl­ke­rungs­grup­pen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe mit zielgrup­pen­spe­zi­fi­schen ­Kon­zep­ten, die dem Alter, dem Wissens­stand und den jewei­li­gen ­Be­dürf­nis­sen entspre­chen. Außer­schu­li­sche Veran­stal­tun­gen sind in­halt­lich an die Vorgaben der Bildungs­pläne (2016) angepasst und fördern Kompe­ten­zen im Sinne der dort veran­ker­ten Leit­per­spek­tive Bildung für nachhal­tige Entwick­lung (BNE).

- Klas­si­sche Umwelt­bil­dung (Natur­er­fah­rung, Natur­er­leb­nis) und Bil­dung für nachhal­tige Entwick­lung (BNE) gleich­wer­tig ­ne­ben­ein­an­der. Mit zuneh­men­dem Alter der Teilneh­men­den ­stei­gen­der Anteil an BNE-Elementen mit gezielter Förde­rung ­ver­schie­de­ner Teilkom­pe­ten­zen zur Erfassung des Nach­hal­tig­keits­ge­dan­kens.

- Seit 2017 gemeinsam mit anderen Umwelt­bil­dungs­or­ga­ni­sa­tio­nen ­Teil des Karls­ru­her ­Netz­werks für Natur- und Umwelt­bil­dung (NUB) zur Förde­rung ei­nes nachhal­ti­gen Lebens­sti­les.

- Schutz­ge­mein­schaft Deutscher Wald e.V.

Mehr







Verschiedenes 

NABU: Ernährungssicherheit hat ohne Natur- und Klimaschutz keine Chance

Krüger: Green Deal und Farm-to-Fork-Strategie sind heute wichtiger denn je

Berlin, 11.3.22 – Auf Einladung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kommen heute die G7-Agrarministerinnen und -minister zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um über die Stabilisierung der Agrarmärkte und die globale Ernährungssicherung zu sprechen. Zuletzt waren in der öffentlichen Diskussion Forderungen laut geworden, wegen möglicher Versorgungsengpässe durch den Ukraine-Krieg die Ziele der sogenannten Farm-to-Fork-Strategie und des Green Deals zu überdenken. Der NABU warnt vor Schnellschüssen und vermeintlich einfachen Lösungen, welche die Natur- und Klimakrise ignorieren und die langfristige globale Ernährungssicherung weiter bedrohen. Statt reflexhaft die Intensivierung der Landwirtschaft zu diskutieren, gelte es die bisherige Flächennutzung, die sich auf Tierfuttermittel und Bioenergie konzentriert, wieder stärker auf Lebensmittelproduktion auszurichten.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: “Natur- und Klimakrise sind die größten Bedrohungen für die globale Ernährungssicherheit in der Zukunft. Es ist notwendig, die Widerstandsfähigkeit der Lebensmittelproduktion in Europa und der Welt gegen Wettextreme, Erderhitzung und Importabhängigkeiten zu erhöhen. Forderungen nach einer Abschwächung des Green Deals und eine politische Rückkehr zur intensiven Landwirtschaft ignorieren diese langfristigen Herausforderungen. Die überzogene Intensivierung der Landwirtschaft hat viele der heute bestehenden Klima- und Naturprobleme erst verursacht. Eine Abkehr von Nachhaltigkeitszielen verschärft die Auswirkungen der Klima- und Naturkrise sogar. Zum einen treibt hoher Pestizideinsatz den gravierenden Biodiversitätsverlust weiter voran. Zum anderen heizt die Intensivierung der Landwirtschaft das Erdklima weiter auf. Der Green Deal und die Farm-to-Fork-Strategie sind heute wichtiger denn je.”

Konkret fordert der NABU eine sofortige Abkehr von Nutzpflanzen für Agrokraftstoffe zu Gunsten der Lebensmittelproduktion, die bislang nur 27 Prozent der Flächennutzung ausmacht. Langfristig gelte es, den Futtermittelanbau zu reduzieren. In dieser Konsequenz ist auch eine deutliche Reduktion der Tierbestände und eine Anpassung der Konsumgewohnheiten notwendig. Der Umweltverband fordert Landwirtinnen und Landwirte für den Umbau der Tierhaltung zu entlohnen und für Ertragseinbußen angemessen zu entschädigen. Dafür brauche es eine ausreichende Finanzierung, um wirkliche Anreize für landwirtschaftliche Betriebe zu schaffen. Auch der Erhalt und die Wiederherstellung der Artenvielfalt und naturnaher Lebensräume spielt langfristig eine wichtige Rolle. Sie fördern eine Vielzahl von Ökosystemleistungen, wie zum Beispiel die Bestäubung durch Insekten oder fruchtbare Böden, die deutlich resilienter gegen Wetterextreme und Schädlingsbelastungen sind. Außerdem sind sie als Kohlenstoffspeicher wichtige Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise, die einer der großen Treiber des Welthungers ist.

NABU-Agrarexperte Pierre Johannes: “Das einseitig-industrielle und verwundbare Agrarsystem muss sich zu einer naturverträglichen und damit widerstandsfähigen Form der Landwirtschaft verändern, um zukünftige Krisen bewältigen und die globale Ernährung auch langfristig sichern zu können. Darüber hinaus ist unsere industrielle Landwirtschaft stark von mineralischem Stickstoffdünger abhängig, der unter hohem Energieeinsatz hergestellt werden muss. Die aktuell sehr hohen Mineraldüngerpreise laden dazu ein, so schnell wie möglich den Einstieg vom Ausstieg aus der hohen Energieabhängigkeit unserer Landwirtschaft einzuleiten."

Hintergrund: Ernährungssicherheit in Deutschland, Europa und weltweit

Während die Lebensmittelversorgung in Deutschland und der EU nach wie vor gesichert ist, ist außerhalb der EU mit größeren Versorgungsengpässen zu rechnen – vor allem im globalen Süden, wo viele Menschen bereits heute hungern. Laut dem Internationalen Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFE) machen die Exporte von Russland und der Ukraine etwa zwölf Prozent der weltweit gehandelten Lebensmittel aus. Auch in den Industrieländern könnten die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse ansteigen – etwa direkt durch die Auswirkungen auf den internationalen Getreidehandel und die Entwicklung der Getreidepreise oder indirekt durch die Preise für Stickstoffdünger.

Mehr




Verschiedenes 

Nur noch jeder fünfte Fisch aus deutschem Fang

Nur noch jeder fünfte Fisch aus deutschem Fang
Netze © Archivio Slow Food

„End of Fish Day“ 2022 so früh wie noch nie

Berlin, 10.03.2022 – am 11. März, und damit so früh wie nie zuvor, ist „End of Fish Day“. An diesem Tag sind die im gesamten Jahresverlauf unter deutscher Flagge gefangenen und hierzulande gezüchteten Fische und Meeresfrüchte rechnerisch verbraucht. Zu diesem Ergebnis kommen die Berechnungen von Brot für die Welt, Fair Oceans und Slow Food Deutschland. Der von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bestimmte Selbstversorgungsgrad mit Fisch und Fischerzeugnissen liegt in diesem Jahr bei nur noch 19 Prozent. Im vergangenen Jahr fiel der „End of Fish Day“ noch auf den 17. März.

In Deutschland werden Jahr für Jahr weit mehr Fisch und Meeresfrüchte verzehrt, als zur Verfügung stehen. Eine unvermindert große Nachfrage bei gleichzeitig rückläufigen Fangquoten aufgrund von Überfischung, Wasserverschmutzung und Klimawandel vor allem in den marinen Fanggebieten sind Treiber dieser Entwicklung. Um die Nachfrage zu decken, ist Deutschland neben Importen verstärkt auf die Erzeugung in Aquakulturen angewiesen. Doch auch die bringt Probleme mit sich.

Francisco Mari, Fischereiexperte von Brot für die Welt, blickt auf die weltweiten Folgen industrieller Aquakultur: „Ein aktuelles Streitthema ist in Bezug auf Aquakulturen die Fischmehlproduktion. Wertvolle Schwarmfische werden in Fabriken Futtermitteln verarbeitet. Diese Fische werden entweder den marinen Nahrungsketten entzogen oder sie gehen der Fischereiwirtschaft und damit der Ernährungssicherheit im globalen Süden verloren. Sie fehlen also gerade dort, wo die Küstengemeinden am stärksten auf intakte Meeresökosysteme und Fischbestände angewiesen sind.“ Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, hat die Welternährungsorganisation das Jahr 2022 zum Jahr der handwerklichen Fischerei und Aquakultur erklärt.

Viele der Probleme von Fischerei und Meeresschutz wie auch deren regionale und globale Auswirkungen zeigen sich besonders klar am „Lieblingsfisch der Deutschen“, dem Lachs. Manfred Kriener, Autor des Bestsellers „Leckerland ist abgebrannt“, ist für die Fisch-Kommission von Slow Food Deutschland auf Spurensuche gegangen. Im neu erschienenen Dossier „Aquakultur: die blaue Revolution“ nimmt er speziell auch die Lachszucht unter die Lupe.

„Der Lachs, einst eine Delikatesse, ist heute meist ein Produkt aus industrieller Massenzucht mit vielfältigen Tierwohl- und Umweltproblemen. Slow Food rät daher Handel und Verbraucher*innen zu handwerklichen Fischerzeugnissen. In Anbetracht unseres geringen Selbstversorgungsgrads sollten auch nachhaltige Optionen selten und in geringen Mengen genossen werden“, sagt Nina Wolff, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Slow Food Deutschland, der Fischhandel Fish Klub Berlin, Fair Oceans und Brot für die Welt nehmen daher den „End of Fish Day“ zum Anlass, in einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Lachsfreie Zone! Für nachhaltigen, regionalen Fischgenuss und eine global gerechte Sicherung der Ernährung aus dem Meer“ die gegenwärtigen Probleme zu adressieren, und zugleich nachhaltige und sozialverträgliche Alternativen vorzustellen. Der Fish Klub geht dabei mit gutem Beispiel voran und hat sich entschieden, Lachs komplett aus seinem Sortiment zu nehmen. Die Veranstaltung findet am 11.03. von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr in der Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg statt.

Mehr




Verschiedenes 

Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe öffnet am Montag wieder

Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe öffnet am Montag wieder
Tierpflegerin füttert Humboldt-Pinguine / Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Vogelgrippe: Positive Entwicklung / Tageskarten wieder an den Kassen / Exotenhaus geschlossen

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe musste vor einem Monat wegen eines großen Ausbruchs der "hochpathogenen aviären Influenza", auch bekannt als Vogelgrippe, geschlossen werden. Am kommenden Montag, 7. März, können erstmals wieder Zoogäste in die Anlage kommen. "Wir haben die Genehmigung bekommen, mit einigen Auflagen endlich wieder öffnen zu können. Das freut uns sehr, zumal jetzt im Frühjahr eine sehr besucherstarke Zeit ist", berichtet Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt und kündigt an: "Jahreskarten, die zum Zeitpunkt der Schließung gültig waren, werden um einen Monat verlängert."

Zu den Einschränkungen gehören die Schließung des Exotenhauses mit dem großen Bestand an freifliegenden Vögeln, die Aufrechterhaltung der Aufstallung vieler Vogelarten, die sonst innerhalb des Zoologischen Stadtgartens leben, Absperrungen vor Volieren und Anlagen, in denen sich Vögel befinden, sowie die Desinfektion von Schuhen der Zoogäste beim Eintritt sowie am Ausgang. Dafür sind mit Desinfektionsmittel getränkte Matten an den Kassen und Ausgängen ausgelegt, über die verpflichtend gelaufen werden muss.

Änderungen durch neue Corona-Verordnung
Durch die neue Corona-Verordnung des Landes können Tageskarten nun auch wieder an den Kassen erworben werden. "Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, empfehlen wir unseren Zoogästen, die Eintrittskarten weiter online zu erwerben", sagt Steffen Karcher, der beim Zoo für die Finanzen und somit auch für die Kassen zuständig ist. Mit der App eTicket@KA (für Android und iOS im Google Play Store sowie im Apple App Store verfügbar, sowie ohne Smartphone-App als Desktopversion unter eticket-ka.de) können die Karten auch direkt vor dem Besuch erworben werden. Eine Registrierung der Zoogäste ist nicht mehr notwendig, es gilt die 3G-Regel. Ein Besuch ist somit für Personen möglich, die vollständig geimpft, genesen oder getestet sind. Einzelheiten dazu sind in der Corona-Landesverordnung nachzulesen.

Im Zoologischen Stadtgarten gilt eine Pflicht zum Tragen einer Maske im Eingangs- und Kassenbereich, in den Tierhäusern, beim Anstehen an Verkaufsständen und im Bereich der Toiletten. Ansonsten sind die Masken dort aufzuziehen, wo der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. In den Innenbereichen muss ein FFP2-Standard bei der Maske eingehalten werden. Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche können auch andere medizinische Masken tragen. FFP2-Masken sind auch an den Kassen erhältlich.

Entwicklung der Vogelgrippe
Während die Wiedereröffnung kurz bevorsteht, sei auch die Entwicklung des Vogelgrippe-Infektionsgeschehens im Tierbestand sehr positiv zu bewerten, so Zootierarzt Dr. Marco Roller. Im Vogelbestand von rund 700 Individuen waren Anfang Februar 90 Tiere positiv getestet worden. Alle Vögel waren da schon auf 25 epidemiologische Einheiten aufgeteilt worden, zwei Gruppen waren betroffen. In den ersten Tagen sind insgesamt 27 Tiere gestorben, darunter 14 Pelikane. "Seit drei Wochen haben wir jedoch keinen Todesfall mehr im Bestand durch die Vogelgrippe. Immer mehr ursprünglich positiv getestete Tiere werden bei den wöchentlichen Beprobungen nun negativ auf das Virus, das Immunsystem der Tiere hat es also erfolgreich bekämpft", sagt Roller.

"In der jüngsten Testrunde hatten wir noch sieben positive und 21 fragliche Tiere", berichtet Dr. Lukas Reese, ebenfalls Zootierarzt in Karlsruhe. Als fraglich gelten die Tiere, deren Viruslast schon stark gesunken sei. Sie scheiden zwar das Virus noch aus, allerdings in sehr geringem Maß. Diese Tiere könnten eventuell schon bei der Auswertung der anstehenden Beprobung als negativ gelten, führt Reese aus. Tritt in den kommenden Wochen der Fall ein, dass alle Tiere negativ sind, müssen dennoch 42 Tage lang alle Biosicherheitsmaßnahmen bei den Vögeln aufrecht erhalten werden. Dabei sind geschulte Tierpflegerinnen und Tierpfleger für das Versorgen der Vögel zuständig. Vor dem Betreten der jeweiligen Anlage ziehen sie sich einen Schutzanzug, Brille, Maske, Handschuhe und Überschuhe an. Diese Schutzkleidung wird vor dem Eintreten bei jeder Einheit komplett erneuert.

Laut Gesetz sind Vögel, die positiv getestet sind, sowie deren Kontakttiere, unverzüglich und ausnahmslos zu töten. Für den Zoo Karlsruhe konnte eine Ausnahmeregelung erwirkt werden, dass nicht nur negativ getestete Kontakttiere am Leben bleiben konnten, sondern sogar mit dem Virus infizierte Vögel teilweise gerettet werden konnten. "Dies verdanken wir der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, die an einem Strang ziehen. Der Zoo, das Veterinäramt, das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt, das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und die Task Force Tierseuchenbekämpfung des Landes haben gemeinsam versucht, so viele Vögel wie möglich zu retten. Das ist ein großer Kraftakt, aber er lohnt sich", betont Zoochef Reinschmidt.

"Sehr viel Anteilnahme bekommen"
In den vergangenen Wochen hatten zudem bereits Tierpfleger begonnen, die Insel am Ludwigsee, auf der die Pelikane untergebracht waren, von möglicherweise mit dem Virus kontaminierten Material zu säubern. Am kommenden Wochenende wird zudem der Veterinärzug Ravensburg erwartet. Dessen Mitarbeiter werden sowohl die Teichfläche des Ludwigsees als auch den gegenüberliegenden Affensee desinfizieren. Damit sind dann auch alle Maßnahmen abgeschlossen, die für die Wiedereröffnung des Zoos notwendig sind.

"Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viel Anteilnahme aus Karlsruhe, der Region und der gesamten Zoogemeinschaft bekommen. Es haben uns zahlreiche Nachrichten erreicht, die uns Mut zugesprochen und uns die Daumen gedrückt haben. Das hat in dieser Phase gut getan", erzählt Reinschmidt. Auch wenn es in den kommenden Wochen weiter Einschränkungen geben wird, sei es einfach sehr wichtig, die grüne Oase mitten im Herzen Karlsruhes wieder öffnen zu dürfen. "Die Vorfreude ist bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schon sehr groß, endlich wieder Zoogäste begrüßen zu können", betont Reinschmidt.

zum Bild oben:
Eine Tierpflegerin füttert die Humboldt-Pinguine im Zoo Karlsruhe. Auch wenn diese Vögel nicht vom Ausbruch der Vogelgrippe betroffen sind, müssen sie dennoch unter besonderen Schutzmaßnahmen versorgt werden.
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Mehr




Verschiedenes 

Für den Erhalt von Karlsruhes Artenvielfalt

Für den Erhalt von Karlsruhes Artenvielfalt
Auch Schmetterlinge müssen geschützt werden / Foto: Stadt Karlsruhe

Biodiversitätskonzept geht in die Umsetzung / NuB startet Projekt

Typische Tier- und Pflanzenarten in und um Karlsruhe stehen 2022 im Fokus des Karlsruher Netzwerks für Natur- und Umweltbildung (NUB). Bei ihrem Projekt im Rahmen des Korridorthemas "Grüne Stadt Karlsruhe" bringen die Akteure das 2021 vom Gemeinderat verabschiedete Biodiversitätskonzept in die Umsetzung.

Denn aufgrund der geographischen Lage treffen im Stadtgebiet mehrere Naturräume aufeinander, wodurch eine besonders hohe biologische Vielfalt entsteht. Aktuelle Studien zeigen gleichzeitig, dass das Wissen über heimische Pflanzen und Tiere immer mehr zurückgeht und auch häufige Arten oft nicht mehr erkannt werden. Im Karlsruher Umland gibt es zudem viele Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind. Gerade die gefährdeten Arten kommen in der Natur besonders selten vor und sind deshalb vergleichsweise unbekannt. Das kann weitere fatale Folgen für den Natur- und Artenschutz und damit für die Biodiversität haben. So sind gute Kenntnisse eine wichtige Grundlage dafür, biologische Vielfalt wahrzunehmen und zu schützen.

Mehr Wissen generieren
Ziel des Netzwerkes für Natur- und Umweltbildung ist es daher, dass die Teilnehmenden dank neuer Formate und Konzepte die Artenvielfalt in der Stadt und im Umland besser kennenlernen und deren Lebensweise verstehen. Zum Beispiel indem sie der Frage nachgehen, wie sich Hummeln, Schmetterlinge und Co. wohlfühlen.

Hierfür gibt es Veranstaltungen für Familien, Vorschulen und Schulen, Exkursionen für Erwachsene sowie Fortbildungsangebote speziell für Lehrkräfte und Betreuende in Kindertageseinrichtungen. Mehr Informationen auf nubnetzwerk.karlsruhe.de oder per E-Mail an nubnetzwerk@karlsruhe.de.

zum Bild oben:
Auch Schmetterlinge müssen geschützt werden, wenn das Biodiversitätskonzept in die Umsetzung geht.
Foto: Stadt Karlsruhe

Mehr




Verschiedenes 

Fischadler soll sich wieder in Baden-Württemberg ansiedeln

Fischadler soll sich wieder in Baden-Württemberg ansiedeln
Foto: Dr. Daniel Schmidt-Rothmun

Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe unterstützt NABU / Horst im Landkreis Rastatt angebracht

Im Jahr 1907 wurde der Fischadler in Baden-Württemberg durch Bejagung ausgerottet, zukünftig soll er wieder im südlichen Landkreis Rastatt brüten. Möglich gemacht wird das durch eine gemeinsame Aktion des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) und der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe. Eine künstliche Horst-Plattform wurde dafür auf einem geeigneten Baum im südlichen Landkreis Rastatt in unmittelbarer Nähe zu Rhein und Altrhein aufgesetzt.

"Im Elsass haben sich 2019 am südlichen und mittleren Oberrhein wieder Fischadlerpaare angesiedelt und erfolgreich gebrütet. Das ist für uns auf der badischen Seite die einzigartige Chance, weiteren Paaren attraktive Brutplätze zur Verfügung zu stellen und sie somit bei uns wieder heimisch zu machen", erläutert Martin Klatt, Artenschutzreferent beim NABU Baden-Württemberg.

Das Forstamt des Landkreises Rastatt hatte bei der Auswahl des Baumes geholfen, auf dessen Spitze der Horst befestigt wurde. Dr. Daniel Schmidt-Rothmund, Greifvogelexperte und Leiter des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen, betätigte sich selbst als Baumkletterer, um die stabile Nisthilfe anzubringen.

"Es ist klasse, wenn wir dem Fischadler hier helfen können", sagt Schmidt-Rothmund. Durch das Anbringen von künstlichen Horstunterlagen, bevorzugt in hohen Kiefern, die die übrige Kronenschicht eines Waldes überragen, ließen sich brutwillige Fischadlerpaare zur Nestanlage bewegen. Das sei aus jahrzehntelanger Erfahrung bekannt, erläutert Klatt.

Die Kosten in Höhe von 3.500 Euro übernimmt die Artenschutzstifung Zoo Karlsruhe. "Wir unterstützen den NABU bei diesem Projekt sehr gerne. Für uns sind neben dem internationalen Engagement gerade auch die Anstrengungen für die Artenvielfalt unserer Heimat sehr wichtig", betont Dr. Clemens Becker, Vorstand der Artenschutzstiftung und Artenschutzkurator des Karlsruher Zoos.

"Es wäre sensationell, wenn diese prächtigen Tiere auch wieder auf der badischen Seite brüten würden", freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, und ebenfalls Vorstand der Artenschutzstiftung. Die Nähe zum Rhein und die vielen Wasserflächen im mittelbadischen Raum würden die Region im südlichen Landkreis Rastatt zum idealen Raum für die Installation von passenden Horstunterlagen machen. Angebrachte Wildkameras können die Brut dokumentieren, sollten Fischadler nach 115 Jahren erstmalig wieder Jungtiere in Baden-Württemberg aufziehen.

zum Bild oben:
Der Fischadler soll 115 Jahre nach seiner Ausrottung in Baden-Württemberg wieder auf der badischen Rheinseite brüten.
Foto: Dr. Daniel Schmidt-Rothmun

Mehr




Verschiedenes 

Karlsruhe: Olaf ist zurück und hat Elsa mitgebracht

Karlsruhe: Olaf ist zurück und hat Elsa mitgebracht
© Zoo Karlsruhe/ Timo Deible

Schneeziegen im Tierpark Oberwald angekommen

Schneeziegenbock Olaf ist nach sechsmonatigem Aufenthalt in Litauen wieder zurück im Tierpark Oberwald. Auf seiner Reise von Kaunas nach Karlsruhe hatte er Begleitung. Das Weibchen Elsa lebt jetzt mit ihm zusammen im großen Naturgehege in direkter Nachbarschaft zu den Wisenten.

"Schneeziegen faszinieren mich, sie haben etwas von einem Fabelwesen. Ich bin glücklich, dass wir nun ein Pärchen dieser eindrucksvollen Tiere haben", freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Europaweit gibt es nur noch zehn Schneeziegen-Haltungen. Die Bestände in Menschenobhut sind in den vergangen Jahren stark zurückgegangen, es sind lediglich noch rund 25 Tiere in Europa. Ursprünglich stammen Schneeziegen aus den nördlichen Rocky Mountains.

Olaf war im August nach Kaunas umgezogen. Im Zoologischen Garten Litauens, der rund 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Vilnius liegt, sollte er bei den dort gehaltenen vier Weibchen für Nachwuchs sorgen. Der Zoo Karlsruhe könnte jetzt sogar doppelt von dieser "Hochzeitsreise" profitieren. "Die Paarungszeit liegt in den Wintermonaten. Wenn es gut gelaufen ist, sind alle vier Weibchen trächtig, auch Elsa, die jetzt als Gegenleistung für Olafs Auslandsreise in unseren Bestand übergeht. Im Sommer werden wir dann sehen, ob wir ein Jungtier bekommen", berichtet Zootierarzt Dr. Lukas Reese.

Der 2015 geborene Olaf kam Ende 2018 zusammen mit seinem Vater McPit aus dem Zoo Augsburg nach Karlsruhe. Seit dem Tod des Vaters war Olaf in Karlsruhe alleine. Mit der dreieinhalbjährigen Elsa sind nun wieder zwei Schneeziegen im Tierpark Oberwald, der Dependance des Zoos mitten im Wald, zu sehen. Die ersten Tage während der Eingewöhnung bleibt der Weg zum Gehege jedoch gesperrt.

zum Bild oben:
Die Schneeziegen Olaf und Elsa leben jetzt gemeinsam im Tierpark Oberwald
© Zoo Karlsruhe/ Timo Deible

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Insektenschutzpaket fehlt noch das Ampel-Upgrade

Krüger: Kein Glyphosat durch die Hintertür/Versäumnisse der Vorgängerregierung beheben

Berlin, 25-2-22 – Auf den letzten Drücker hatte die Vorgängerregierung das Insektenschutzpaket bestehend aus Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatschG) und der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PflSchAnwV) vergangenes Jahr noch verabschiedet. Am 1. März 2022 tritt nun das novellierte BNatschG in Kraft. Aus Sicht des NABU ist das Insektenschutzpaket zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Bis Insekten allerdings damit wirksam geschützt werden, ist es noch ein langer Weg.

Vor allem mit Blick auf das umstrittene Unkrautgift Glyphosat fordert der NABU ein unmissverständliches Zeichen. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger merkt an: „In ihrem Koalitionsvertrag hat die Ampel-Regierung versprochen, dass Glyphosat bis Ende 2023 vom Markt kommt. Hier muss sie also Wort halten und sich gegen eine Wiederzulassung aussprechen.”

Die Anwendung von glyphosathaltigen Mitteln wird laut PflSchAnwV, die schon im September 2021 in Kraft getreten ist, zwar mit dem Auslaufen der Zulassungen verboten. Der Termin des Ausstiegs kann allerdings verschoben werden, sollte die EU-weite Zulassung für Glyphosat Ende 2022 verlängert werden. Dazu wird auf EU-Ebene bereits an einem Antrag gearbeitet. Von einem Ausstieg kann dann also keine Rede sein, denn das nationale Verbot ist vom Ausgang des Zulassungsverfahrens des Wirkstoffs Glyphosat auf EU-Ebene abhängig.

„Abgesehen davon, dass das Paket insgesamt stark verwässert wurde, sieht das neue Bundesnaturschutzgesetzes nun zwar unter anderem ein Verbot einzelner Biozide in Schutzgebieten vor und stellt weitere Biotope unter Schutz. Damit steht der Insektenschutz aber erst ganz am Anfang. Wir erwarten, dass die Versäumnisse der Vorgängerregierung korrigiert werden”, so Krüger weiter.

Denn diese hat beim Insektenschutz zahlreiche Baustellen hinterlassen. Dr. Laura Breitkreuz, NABU-Referentin für Biodiversität und Entomologie: „Es fehlen zum Beispiel konkrete Verbote für Himmelsstrahler, Insekten-Lichtfallen sowie die rechtliche Umsetzung des Refugialflächenansatzes. Dieser macht die Anwendung von biodiversitätsschädigenden Pestiziden davon abhängig, ob Rückzugsflächen für Pflanzen und Tiere auf und angrenzend an Anwendungsflächen vorhanden sind. Es ist außerdem höchste Zeit, endlich eine allgemeine Strategie zur Reduktion der Risiken durch Pestizide in der gesamten Agrarlandschaft auf den Weg zu bringen. Das sind wichtige Bausteine, um die negativen Auswirkungen auf die Biodiversität zu kompensieren.”

Mit mehr als 875.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25