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Veranstaltungen 

Vom Traum zum grünen Wunder

Vom Traum zum grünen Wunder
Blumberger Mühle (c) NABU/Sebastian Hennigs

NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle feiert 25-jähriges Jubiläum

Berlin/Angermünde, 10. Juni 2022 – Das NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle in Brandenburg feiert am 18. Juni sein 25-jähriges Jubiläum. Jedes Jahr kommen mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher auf das 14 Hektar große Gelände in der Schorfheide, erleben die Artenvielfalt von Streuobstwiesen, Naturgarten und Teichen hautnah und können seltenen Tierarten wie Sumpfschildkröte, Seeadler und Biber beobachten.

„Die Realisierung des ,Grünen Wunders‘ vor den Toren von Angermünde war nur möglich, weil sich viele Akteure und Institutionen gemeinsam auf den Weg gemacht haben, dieses Projekt zu verwirklichen“, erzählt Dr. Aija Torkler, Leiterin des Zentrums. Von Anfang an waren Prof. Michael Succow und Dr. Eberhard Henne, der damalige Leiter des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin, dabei. Es begann schon zu DDR-Zeiten mit einer sehr aktiven Umweltgruppe. Dr. Eberhard Henne und Klaus Dürkop, damaliger Präsident des Deutschen Bundes für Vogelschutz (DBV), standen im Jahr 1990 an den Teichen der Blumberger Mühle. In dem Moment, als 27 Seeadler gleichzeitig über den Teichen kreisten, muss die Entscheidung gefallen sein: „Das müssen wir den Menschen aus nah und fern zeigen. Das müssen sie erleben. Hier muss ein Naturerlebniszentrum entstehen.“

Die Politik wurde ins Boot geholt und der NABU als Träger gewonnen. Die Umsetzung der Idee erforderte sieben Millionen Euro Förderung, der Großteil davon kam von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Wenn Dr. Henne davon berichtet, merkt man, dass es turbulente Zeiten waren: „Es war eine gemeinsame Aufbruchstimmung, natürlich auch mit Matthias Platzeck als Umweltminister, der sich den ersten Spatenstich nicht nehmen ließ.“ Architekt Bernd Kühn hat das ungewöhnliche Gebäude entworfen, für dessen Gestaltung er sich von der Natur inspirieren ließ. So ist ein Gebäude entstanden, das an einen Baumstumpf erinnert. Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Blumberger Mühle 1997 als Natur- und Umweltzentrum eröffnet.

Es ist das größte und wohl auch ungewöhnlichste Informationszentrum des NABU und das einzige Besucherzentrum des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin. Ein hervorstechendes Merkmal der Blumberger Mühle ist das weitläufige Freigelände mit den angrenzenden Fischteichen. Es eignet sich hervorragend, biologische Vielfalt erlebbar zu machen. Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer: „Die Blumberger Mühle steht seit 25 Jahren für Naturerfahrung aus erster Hand. Wir bilden dort kleine Naturschutzmacher und Naturschutzmacherinnen aus. Die Abenteuer, die Kinder zusammen mit der Schulklasse am Froschteich oder im Wald erleben, sorgen für eine positive und starke Beziehung zur Natur. Diese Erlebnisse prägen ganz entscheidend das Bewusstsein für die Dringlichkeit von Arten- und Naturschutz.“

Die Blumberger Mühle wandelt sich ständig, um attraktiv zu bleiben. Das Motto des Teams der Blumberger Mühle ist: „Mit neuen Ideen, Konzepten und Aktionen wollen wir auch in Zukunft die Menschen für Natur und Umwelt begeistern.“

Hintergrundinformation:
Die Blumberger Mühle ist eins von mehr als 80 NABU-Naturschutzzentren in ganz Deutschland. Es liegt mitten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg. Durch eine Ausstellung und Führungen können Besucher hier eine vielseitige Tier- und Pflanzenwelt erleben. Dem Gelände schließen sich mehr als 20 Fischteiche an, die im Herbst ein beliebter Rastplatz für Zugvögel sind. Eine Moorlandschaft, Wiesen und verschilfte Teiche warten mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt auf: Biber und Europäische Sumpfschildkröte sind hier zu Hause, ebenso Seeadler, Beutelmeise und Rohrweihe.

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Verschiedenes 

NABU zum Wind-an-Land-Gesetz: Das Wo entscheidet

Krüger: Bei den pauschalen Abständen zur Wohnbebauung ist für den Naturschutz noch nachzubessern, dann sind wir auf einem guten Weg

Berlin, 9.6.22 - Die Bundesregierung plant, das Wind-an-Land-Gesetz vorzulegen. Darin soll geregelt werden, wie zwei Prozent der Bundesfläche für die Windenergie auf die Länder verteilt werden sollen. Der jetzt bekannt gewordene Entwurf hat damit das Potenzial, den Ausbau der Windenergie durch den Fokus auf die Auswahl konfliktarmer Flächen naturverträglich auszugestalten und zu beschleunigen. Dafür muss aber noch nachgearbeitet werden.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert: “Wir brauchen mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren, vor allem der Windenergie. Der Standort, an dem Anlagen gebaut werden, ist entscheidend für die Frage, ob es zu Konflikten mit dem Naturschutz kommt. Sensible Naturbereiche und wertvolle Lebensräume sollten bei der Flächenauswahl tabu sein. Der vorgelegte Gesetzesentwurf ist grundsätzlich ein guter Ansatz. Jetzt gilt es, den Naturschutz bei der Frage der Umsetzung des 2-Prozent-Ziels maßgeblich zu berücksichtigen. Auch in den kommenden Jahren sollen in einigen Bundesländern pauschale Abstandsregelungen zur Wohnbebauung gelten, die die Windparks in natursensible Bereiche verschieben - die Natur zahlt dann einen hohen Preis für die Energiewende. Hier müssen die Länder stärker in die Pflicht genommen und die pauschalen Abstände auf die für den Lärmschutz wichtigen Abstände eingekürzt werden. Angesichts der fortschreitenden Naturkrise brauchen wir hier Lösungen im Einklang mit der Natur.”

Zum Hintergrund

Viele der derzeit diskutierten Gesetzesvorhaben dienen dem Klimaschutz und sollen die Energiewende beschleunigen. Dabei fehlt eine ausgewogene Berücksichtigung der Schutzinteressen der Natur. Die Zwillingskrisen von Natur und Klima können jedoch nur gemeinsam und nicht gegeneinander gelöst werden. Die Bekämpfung beider Krisen muss im überragenden öffentlichen Interesse liegen.

Mit dem Entwurf eines Wind-an-Land-Gesetzes regelt die Bundesregierung erstmals die Frage, wie die Bundesländer dazu gebracht werden können, zwei Prozent der Fläche für den Ausbau der Windenergie bereitzustellen. Durch eine gezielte Steuerung, welche Flächen für die Windenergie genutzt und welche frei bleiben sollten, können Konflikte zwischen der Windenergie und dem Naturschutz frühzeitig minimiert oder ganz vermieden werden. Entscheidend ist dabei, dass naturschutzfachlich sensible Bereiche vom Ausbau freigehalten werden. Wichtig an dem Entwurf ist deshalb der Ansatz, dass Windenergieanlagen im Regelfall nicht mehr außerhalb der ausgewiesenen Flächen errichtet werden können, wenn ein Land den im Gesetz festgelegten Flächenwert erreicht. Diese Regelung hat das Potenzial, den Ausbau der Windenergie wirksam räumlich zu steuern. Zu einer besseren räumlichen Steuerung trägt auch der Ansatz bei, dass der Bau von Windenergieanlagen auf ausgewiesenen Flächen einen Vorrang besitzen soll. Die jetzt vorgeschlagene Regelung ließe aber bei einem Nichterreichen der Flächenziele durch die Bundesländer einen Ausbau der Windenergie überall und stets mit einer baurechtlichen Privilegierung zu. Die steuernde und konfliktreduzierende Wirkung entfiele somit. Der Erfolg des Ansatzes und die Frage, ob eine naturverträgliche Flächenplanung möglich ist, hängt also von dem Willen der Länder ab, ausreichend Flächen auszuweisen.

Eine naturverträgliche Flächenausweisung kann auch nur dann erfolgen, wenn die verfügbaren Flächen nicht künstlich verknappt werden. Ein Grund dafür sind pauschale Abstände zur Wohnbebauung. Den Schutz der Anwohner*innen vor Lärm und Schattenwurf regelt das Bundesimmissionsschutzgesetz mit Grenzwerten, die nicht überschritten werden dürfen. Windenergieanlagen werden also nicht direkt neben ein Wohngebiet gebaut, sondern müssen ohnehin ausreichend Abstand einhalten. Zusätzliche pauschale Abstände, wie die 1.000m-Regel in NRW, bieten für die Anwohner*innen keinen zusätzlichen Schutz. Gleichzeitig wird der Bau der Windparks aber weiter in den Naturraum hinein verschoben, wodurch sich die Konflikte mit dem Naturschutz erhöhen. Diese pauschalen Abstände zur Wohnbebauung müssen im Wind-an-Land-Gesetz deshalb komplett abgeschafft werden. Die jetzige Regelung, die Abstände dann auszusetzen, wenn die Flächenziele nicht erreicht werden, reicht für eine naturverträgliche Energiewende nicht aus. Denn zu einer Verschiebung in sensible Naturräume kommt es dadurch trotzdem.
Mit mehr als 875.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Veranstaltungen 

Botanischer Rundgang durch den Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe

Botanischer Rundgang durch den Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe
Eine Rose im Zoologischen Stadtgarten / Foto: Ida Jaag/Zoo Karlsruhe

Rosen stehen im Mittelpunkt der Führung des Gartenbauamts

Das Gartenbauamt lädt am kommenden Sonntag, 12. Juni, zu einer Führung zum Thema "Rosen" im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe ein. Treffpunkt ist um 10:30 Uhr beim Eingang Nord (Kongress). Die Führung selbst ist kostenfrei, es ist jedoch eine Eintrittskarte erforderlich. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Im Rahmen der Führung wird die bis weit ins vorchristliche Zeitalter
reichende Geschichte der Rose, ihre Entdeckung, Vermehrung und Verehrung sowie die Verwendung und Bedeutung der "Königin der Blumen" näher beleuchtet. Der Karlsruher Rosengarten mit seinen etwa 15.000 Rosen, die sich aus 130 Sorten zusammensetzen, ist weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Rosenfreunde haben bei der Führung die Gelegenheit, sich von fachkundiger Seite viele praktische Tipps geben zu lassen.

zum Bild oben:
Etwa 15.000 Rosen aus 130 Sorten gibt es bei der Führung des Gartenbauamts am kommenden Sonntag im Zoologischen Stadtgarten zu entdecken. (Foto: Ida Jaag/Zoo Karlsruhe)





Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Jason Hickel "Weniger ist mehr"

Buchtipp: Jason Hickel "Weniger ist mehr"

Warum der Kapitalismus den Planeten zerstört und wir ohne Wachstum glücklicher sind

Wege in eine postkapitalistische Welt: In seinem neuen Buch »Weniger ist mehr« rechnet Jason Hickel mit dem Kapitalismus ab, doch seine Alternativen heißen weder Kommunismus noch radikaler Verzicht. Stattdessen schlägt er konkrete Schritte für ein Wirtschaftssystem vor, das innovativ und naheliegend zugleich ist; ein System, das unsere Lebensgrundlagen erhält und zum Wohle aller agiert.

Seit rund einem halben Jahrhundert ist bekannt, dass die menschliche Zivilisation auf dem Spiel steht. Dennoch hat es bei den Bemühungen, den ökologischen Zusammenbruch aufzuhalten, bislang keine nennens-werten Fortschritte gegeben. Für den renommierten Anthropologen Jason Hickel liegen die eigentlichen Ursachen dafür auf der Hand: Es ist unser Wirtschaftssystem, das den gesamten Planeten unter seine zerstörerische Herrschaft gebracht und soziale Ungleichheiten massiv verschärft hat – der Kapitalismus.

In seinem gerade erschienenen Buch »Weniger ist mehr. Warum der Kapitalismus den Planeten zerstört und wir ohne Wachstum glücklicher sind« erklärt der Autor, warum grünes Wachstum schlicht unmöglich ist – und entwickelt gleichzeitig eine klare Vorstellung davon, wie eine andere, bessere Wirtschaft aussehen könnte; eine Wirtschaft, in der das Geld an die Menschen fließt, die es benötigen; in der Menschen nützliche und langlebige Güter und Dienstleistungen produzieren und verkaufen und dabei für ihre Arbeit gerecht entschädigt werden; und ein System, das gesunde Ökosysteme aufrechterhält, ohne die es sonst schon bald keine Wirtschaft mehr gäbe.

»Wenn wir das Anthropozän überleben wollen, müssen wir den Kapitalismus überwinden«, warnt Hickel. Sein Buch liefert dazu Antworten – und zugleich einen wichtigen Beitrag zu der Frage, wie der Schutz unseres Planeten auch sozial gerecht umgesetzt werden kann.

oekom Verlag 2022, 352 Seiten, € 24,00 (D), 24,70 (A) /
ISBN 978-3-96238-284-1

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Privatgartenschau "Offene Pforte" lädt in naturnahe Hausgärten ein

Karlsruhe: Privatgartenschau "Offene Pforte" lädt in naturnahe Hausgärten ein
Offene Pforte: Kirchhofstraße 11 © Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt

Streifzüge durch das sonst verschlossene Grün bieten Anregung und Inspiration

Was sich in Karlsruhe hinter fremden Gartenzäunen verbirgt, steht im Rahmen der "Offenen Pforte" zur Erkundung bereit. Die vom Gartenbauamt initiierte Aktion bietet von Frühsommer bis Herbst die Möglichkeit, private Gärten und Höfe zu besuchen.

Kunst im frühsommerlichen Garten
Zum letzten Mal in diesem Jahr kommen Kunst- und Gartenfreunde in der Kirchhofstraße 11 gleichermaßen auf ihre Kosten. Der durch einen großen Nussbaum geprägte Garten in Neureut empfängt am Samstag, 4. Juni, von 11 bis 17 Uhr Besucher, die sich zuvor telefonisch angemeldet haben. Die Kontaktdaten sind in der Broschüre hinterlegt. Pflanzbeete mit Stauden und Rosen durchziehen den Garten und bieten Keramiken Raum, die Interessierte hier ebenfalls erwerben können.

Artenvielfalt auf der Wildwiese
Von Juni bis August lädt ein naturnaher Hausgarten in der Nordweststadt zur Entdeckung ein. Nach telefonischer Anmeldung – Kontaktdaten finden sich in der Broschüre – öffnet die Eigentümerin das rund 400 Quadratmeter große Areal in der Dürkheimer Straße 6. Die Blütenvielfalt der Wildrosen, Rankpflanzen, Stauden und Obstbäume zieht das ganze Jahr über zahlreiche Insekten an. Zusätzlich wachsen in einem Trockenbeet heimische Kräuter und mediterrane Arten.

zum Bild oben:
Den Neureuter Hausgarten zieren nicht nur vielseitig bepflanzte Beete und ein großer Nussbaum, sondern auch verschiedene Keramiken.
© Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt

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Veranstaltungen 

NABU: Hummeln am Hintern erkennen

Insektensommer startet am 3. Juni / Alle können mitmachen und Insekten zählen

Berlin - Augen auf, Lupe raus und Stift gezückt: Der NABU Insektensommer steht wieder vor der Tür. Vom 3. bis 12. Juni und vom 5. bis 14. August heißt es Sechsbeiner beobachten und zählen. Groß und Klein sind aufgerufen, eine Stunde an einem schönen Platz mit Blick in die Natur wichtige Daten für die Artenvielfalt zu sammeln.

Putzig, pelzig und mit einem ganz eigenen Streifenmuster: Hummeln stehen in diesem Jahr ganz besonders im Fokus der Aktion. „Kannst Du Hummeln am Hintern erkennen?“, lautet die Entdeckungsfrage 2022 für alle, die zum ersten Mal genauer bei den Insekten hinschauen. Ackerhummel, Steinhummel und Erdhummel sind die häufigsten Arten, die bei uns vorkommen. Und jede hat ihr ganz eigenes Muster auf dem Hinterteil, mit dem man sie auseinanderhalten kann. Gezählt werden können aber alle Sechsbeiner, die entdeckt werden.

„Insekten sind unverzichtbar für uns Menschen und die gesamte Natur. In unseren Ökosystemen tragen sie zur Vermehrung von Pflanzen und zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe dafür“, betont NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Man schützt bekanntlich das, was man kennt. Mit dem Insektensommer wollen wir für den Schutz dieser wichtigen Tiergruppe sensibilisieren.“

Stück für Stück mit viel Freude die faszinierende Welt der Sechsbeiner entdecken und sie zu bestimmen lernen – das leistet dieses Citizen Science Projekt jeden Sommer aufs Neue. Die gemeinsame Aktion von NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogelschutz, ist einzigartig beim Insektenzählen. In diesem Jahr feiert sie außerdem ein kleines Jubiläum: Seit fünf Jahren werden jedes Jahr im Juni und August tausende Menschen zu Hobbyforschern. Die Daten der Zählaktion werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah auf www.NABU.de/insektensommer-ergebnisse veröffentlicht.

Rund 33.000 heimische Insektenarten gibt es allein in Deutschland. “Bei so einer riesigen und vielfältigen Tiergruppe kann wirklich jeder immer wieder etwas Spannendes und Wunderbares entdecken. Und das Abenteuer Insektenwelt beginnt direkt vor der eigenen Haustür!”, freut sich Daniela Franzisi, Projektleiterin des Insektensommers.

Beobachten und zählen kann jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standort aus. Gezählt wird bis zu eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App NABU Insektensommer. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de zum Aktionsstart abrufbar.

Mithilfe des NABU-Insektentrainers (www.insektentrainer.de) lassen sich die Krabbeltiere ganz einfach erkennen und unterscheiden.

Der NABU-Insektensommer hat auch in diesem Jahr prominente Unterstützung durch die Moderatorin Ruth Moschner, den forensischen Entomologen Dr. Mark Benecke, die Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler oder die bekannte Figur Biene Maja und ihre Freunde. (www.diebienemaja-bienenschutz.de).

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Klimakampagne startet neuen Blog und Instagram-Kanal

Informationen, Angebote und Tipps rund um den Klimaschutz in Karlsruhe

"KA° – Wir machen Klima" bündelt Infos rund um den Klimaschutz in Karlsruhe auf der Informationsplattform klima.karlsruhe.de. Nun ist die Kampagne auf zwei weiteren Kanälen zu finden und informiert per Blog und bei Instagram.

Angebot der Klima-Plattform wächst
Während die Portalseite die lokalen Angebote rund um das erste Schwerpunktthema "Solar" übersichtlich darstellt, beleuchten die Blogbeiträge einzelne Themen genauer. Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise ergänzen das Informationsangebot.

Dabei lebt die Plattform vom Zusammenspiel von Stadt und Stadtgesellschaft. Neben den städtischen Angeboten stehen auch Klimaschutzaktivitäten aus lokalen Gruppen und Organisationen im Fokus der Kampagne. "Denn den Klimaschutz in Karlsruhe können wir nur gemeinsam gestalten", davon sind Bürgermeisterin Bettina Lisbach und das KA°-Organisationsteam im städtischen Umwelt- und Arbeitsschutz überzeugt.

Informationen, Angebote, Tipps
Drei Kategorien führen durch Blog und Social-Media-Auftritt: Mit #entdecken erzählt KA° von den zahlreichen Angeboten, Orten, Projekten und Menschen, die für Klimaschutz in Karlsruhe eintreten. Unter #wissen finden Leserinnen und Leser Infos rund um den Klimaschutz in Karlsruhe. #verändern stellt hilfreiche Tipps und Anregungen für Veränderung im privaten Alltag vor.

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Verschiedenes 

NABU: Nachtigall, ick hör dir trällern

NABU: Nachtigall, ick hör dir trällern
Nachtigall (c) NABU / Tom Dove

Bei der 18. „Stunde der Gartenvögel“ wurde der stimmgewaltige Singvogel mehr als doppelt so häufig wie 2021 gemeldet

Berlin, 31-5-2022 – Bei der 18. „Stunde der Gartenvögel“ vom 13. bis 15. Mai haben Teilnehmende dem NABU und seinem bayerischen Partner LBV mehr als doppelt so viele Nachtigallen wie 2021 gemeldet. „Wir haben inzwischen alle Meldungen ausgewertet und können nun das Endergebnis der Vogelzählung bekannt geben“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Nachtigall kommt dabei auf ein sattes Plus an Sichtungen von 122 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf Platz eins der Meldungen kommt wie so oft der Haussperling, danach folgen wie im Vorjahr Amsel, Kohlmeise und der Star. Auf Platz fünf bis zehn liegen Blaumeise, Feldsperling, Mauersegler, Elster, Ringeltaube und Mehlschwalbe. 32,2 Vögel wurden pro Garten oder Park gemeldet. Das entspricht in etwa den Zahlen der Vorjahre.

Dass die Nachtigall in diesem Jahr so häufig zu sehen und vor allem noch mehr zu hören war, freut die Ornithologen des NABU besonders. „Nachtigallen gehören zu den wenigen Langstreckenziehern, die im Bestand zunehmen“, so Miller. „Laut Nationalem Vogelschutzbericht hat sich ihre Anzahl allein zwischen 2004 und 2016 um 26 Prozent erhöht.“

Die Nachtigallen waren in diesem Jahr etwa eine Woche früher aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück als im letzten Jahr. Entsprechend früher startete auch die Balz- und Brutaktivität. Miller: „Da junge Männchen nach den älteren zurückkommen, und sie sich nicht gleich im ersten Lebensjahr verpaaren, waren dieses Jahr vielleicht tendenziell mehr unverpaarte Männchen zu hören. Sie singen länger und konstanter während der Brutsaison als die bereits verpaarten Männchen.“ Unverpaarte machen allgemein bis zu 50 Prozent der Nachtigall-Sänger aus. Miller: „Die Stunde der Gartenvögel ist in diesem Jahr offenbar in die Phase der größten Balzaktivität der Nachtigall gefallen. Viele Männchen waren noch auf der Suche nach einer Partnerin. Daher konnten so viele der variantenreichen und ausdauernden Sänger am zweiten Maiwochenende gehört und gesehen werden.“

Insgesamt haben fast 67.000 Menschen an der Zählung teilgenommen und fast 1,5 Millionen Vögel aus mehr als 44.000 Gärten und Parks gemeldet. Alle Ergebnisse – auch nach Bundesländern und Regionen aufgeschlüsselt, gibt es unter www.NABU.de/gartenvoegel-auswertung.

Die „Stunde der Gartenvögel“ ist eine wissenschaftliche Mitmachaktion von NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) und findet seit 2005 jedes Jahr am zweiten Maiwochenende statt. Jeder kann mitmachen und die Vögel zählen, die er oder sie im Laufe einer Stunde sieht oder hört.

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