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Dienstag, 26. Januar 2021 Uhr

 
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Buch- und CD-Tipps 

Grüner leben nebenbei

Grüner leben nebenbei

Was jeder für Klima und Umwelt tun kann

Dass etwas fürs Klima getan werden muss, ist den meisten Menschen klar. Nur vor konkreten Schritten schre­cken viele zurück: zu anstrengend, zu teuer, zu viel Verzicht. Dass Klima- und Umwelt­schutz viel weniger Aufwand erfordern, als viele denken, und gute Taten keine lebens­fernen Einschränkungen bedeuten, sondern vor allem eine klare, konsequente Haltung, das erklärt ein neuer Ratgeber der Stiftung Warentest. Grüner leben nebenbei heißt er, und er zeigt: Man kann nebenbei eine Menge tun fürs Klima.

„Schritte zu mehr Nach­haltig­keit lassen sich natürlich nicht völlig im Vorbeigehen machen“, so Autor Christian Eigner, der mit diesem Buch umfassendes Expertenwissen der Stiftung Warentest gebündelt hat. Doch das Ganze sei nicht so kompliziert, als dass es nicht jeder in seinen Alltag einbauen könnte. Eigner: „Sind die richtigen Weichen erst einmal gestellt, läuft vieles von allein. Der Strom ist dann öko und kommt wie sonst auch aus der Steck­dose, auf dem Teller liegt auch mal ein Stück Fleisch – aber eben bio.“

Das Buch liefert einen frischen Blick auf Bekanntes und erläutert verständlich Zusammenhänge. So bietet es Orientierung für alle Lebens­bereiche sowie Argumente auch für Diskussionen mit Anders­denkenden. Und schließ­lich hat das Buch jede Menge aktuelle Zahlen zu Einspar­potenzialen in allen Bereichen parat. Einkaufen und Verpackung, Essen und Trinken, Haushalt und Garten, Wohnen und Energie, Mobilität, Frei­zeit und Finanzen sind die Kapitel für den großen, grünen Rund­umschlag.

Darin werden Themen aufgegriffen wie pflanzenbasierte Ernährung, Hausdämmung mit nach­wachsenden Materialien, spritsparendes Auto­fahren, Shared Mobility, grüne Geld­anlagen sowie eigenes Engagement in Interes­senverbänden. Das Buch gibt zahlreiche praktische Tipps für den Alltag beim Einkaufen, Infos über alle wichtigen Siegel, stellt heimisches Superfood gegen exotisches, das vor allem weite Wege zurück­legen muss.

Das Ganze wird locker und munter erklärt auf je einer Doppelseite nach dem Motto der erfolg­reichen Nebenbei-Reihe: Nebenbei alte Gewohn­heiten ablegen und genauso nebenbei neue Gewohn­heiten integrieren. Kapitel für Kapitel kann man durch das Buch spazieren und dann die richtigen Schritte gehen.

Das Buch passt in unsere Zeit wie kaum ein anderes, es macht Spaß, Mut und tut gut. Es ist ein Gewinn für Klima und Umwelt und damit für jeden einzelnen und uns alle.

Grüner leben nebenbei hat nach den strengen Umwelt­vorgaben des Blauen Engel produzierte 224 Seiten. Es ist ab dem 8. Dezember 2020 für 16,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/gruener-leben.

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Verschiedenes 

Freiburg: Freie Fahrt fürs Fahrrad von der Uni-Klinik bis St. Georgen

Rad-Vorrang-Route FR2 weiter ausgebaut
Hagelstauden wird zur Fahrradstraße und für den Autoverkehr gesperrt
FR2 führt jetzt über mehr als vier Kilometer ohne Stopp quer durch Freiburg

Die Rad-Vorrang-Route FR2 wurde in den letzten Jahren erheblich ausgebaut. Abkürzungen durch Brücken und Durchstiche, Verbreiterungen oder neue Vorfahrtsregeln sorgen für komfortables, sicheres und zügiges Radfahren quer durch Freiburg. Bislang führt die Route von der Breisacher Straße im Norden bis zur Guildfordallee - diese Woche wird eine Verlängerung bis in den Stadtteil St. Georgen hinein fertiggestellt.

Die Straße Hagelstauden wird dort deshalb zur Fahrradstraße. Sie führt von der Guildfordallee bis zur Basler Landstraße. Der 300 Meter lange Abschnitt wird für den Autoverkehr gesperrt, Stabpoller verhindern die Durchfahrt. Parkplätze entlang der Straße fallen weg, angeschlossene Parkplätze von Kleintierzucht- und Kleingartenvereinen werden nun über die Obere Hardtstraße erreicht. Die Fahrt auf dem Rad über die Hagelstauden wird außerdem entspannter, da hier jetzt Vorfahrt gilt. Die Fahrbahn wurde dazu auch in besten Zustand versetzt, die Entwässerung erneuert, damit kein Wasser auf der Straße steht oder vereist. Die Arbeiten des Garten- und Tiefbauamts an den Hagelstauden haben rund 300.000 Euro gekostet, das Land hat davon einen großen Teil übernommen.

„Es ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Sicherheit und des Komforts für Radfahrende, der außerdem dazu beiträgt, dass sie schneller durch Freiburg kommen“, so Baubürgermeister Martin Haag. Mit dem Umbau der Hagelstauden entsteht auf dem FR2 eine mehr als vier Kilometer lange Strecke ohne rote Ampeln oder andere Stopps, die gut ausgeleuchtet quer durch Freiburg führt.





Verschiedenes 

Konsequent auf recyclingfähige Mehrwegverpackungen setzen

vzbv veröffentlicht Stellungnahme zur Reform des Verpackungsgesetzes

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert in einer Stellungnahme einen Systemwechsel im Verpackungsgesetz (VerpG). Eine Reduzierung des Abfallvolumens und der Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft seien nur erreichbar, wenn Mehrwegsysteme ausgebaut sowie ambitionierte Rezyklateinsatzquoten vorgegeben würden.

Nach Ansicht des vzbv kann der vorgelegte Gesetzentwurf entsprechend nachgebessert werden:

- Verpackungsabfall reduzieren statt auf andere Materialien zu verschieben. Ein verpflichtendes Angebot von Mehrwegverpackungen ist sinnvoll. Allerdings muss die Pflicht auch für Anbieter von Einwegverpackungen gelten, die nicht aus Kunststoff sind. Sonst drohen Einweg-Plastikverpackungen schlicht durch Einwegverpackungen aus anderen Materialien ersetzt zu werden.

- Den Markt für Mehrwegsysteme stärken, indem möglichst wenig Ausnahmen gemacht werden. Verbrauchern sollen dort Mehrweglösungen angeboten bekommen, wo sie Außerhaus-Verpflegung kaufen.

- Herstellerverantwortung zur Finanzierung von Verbrauchersensibilisierung ausbauen. Die Kommunikation mit den Verbrauchern muss professionell und zielgruppengerecht gestaltet werden und von einer unabhängigen Stelle koordiniert werden.

- Pfandpflicht ausbauen und Mehrwegquote rechtlich verbindlich machen. Die Ausweitung der Pfandpflicht ist richtig und hilft Littering zu vermeiden, aber erst eine verbindliche Mehrwegquote bei Getränkeverpackungen würde Verpackungsmüll nennenswert reduzieren.





Verschiedenes 

NABU: Lkw-Maut um CO2-Komponente ergänzen

Miller vor EU-Verkehrsministerrat: Scheuer muss Blockadehaltung aufgeben

Berlin, 8.12.2020 – Der NABU fordert anlässlich des Treffens der Verkehrsminister der Europäischen Union am morgigen Dienstag Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, die Deutsche Ratspräsidentschaft zu nutzen, um mit den Mitgliedstaaten eine Einigung zur Novellierung der Wegekostenrichtlinie zu erzielen. Die Überlegungen zur sogenannten Eurovignette waren zu Jahresbeginn nahezu abgeschlossen. Künftig sollte sich die Höhe der Mautkosten auch nach dem CO2-Ausstoß der Lkw richten. Dann aber torpedierte Scheuer mit seinem Vorstoß, zeitgleich die Pkw-Maut neu regeln zu wollen, die Verhandlungen.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller kommentiert: „Bundesverkehrsminister Scheuer muss endlich seine Blockadehaltung aufgeben und eine zeitgemäße Eurovignette auf den Weg bringen. Der Straßengüterverkehr hat einen erheblichen Anteil an den CO2-Emissionen des Verkehrssektors. Für den Klimaschutz ist es daher zentral, endlich auch den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge bei den Mautsätzen in Rechnung zu stellen. Indem die Treibhausgase bei den Mautsätzen berücksichtigt werden, wird dem Speditions- und Logistikgewerbe ein starker Anreiz gesetzt, auf emissionsfreie Antriebe umzusteigen.“

"Selbst Lkw-Hersteller zeigen sich über Scheuers Manöver verärgert. Die Branche steht unter Druck: Sie muss den CO2-Ausstoß der Neufahrzeuge bis zum Jahr 2025 um 15 % senken. Gleichzeitig sieht das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung vor, dass bis zum Jahr 2030 ein Drittel der Fahrleistung elektrisch oder auf Basis strombasierter Kraftstoffe abgewickelt werden soll. Um diese Ziele zu erreichen, ist ein massiver Flottenumbau in den kommenden Jahren nötig“, so Daniel Rieger, Leiter Verkehrspolitik. Hier käme der Maut eine zentrale Rolle zu. Neue, effizientere oder elektrifizierte Lkw fänden am ehesten Käufer, würden Fahrzeuge mit hohen Emissionen bei der Maut stärker zur Kasse gebeten.





Verschiedenes 

„Effizienzpreis Bauen und Modernisieren“

„Gebäude müssen klimafreundlicher werden. Die heutigen Gewinnerinnen und Gewinner beweisen eindrucksvoll, wie dies kosteneffizient möglich ist“

Umweltminister Untersteller hat heute (08.12.) in Stuttgart die Preise des zweiten Landeswettbewerbs „Effizienzpreis Bauen und Modernisieren 2020“ verliehen. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von insgesamt 102.000 Euro dotiert.

„Der Effizienzpreis Bauen und Modernisieren ist ein wichtiger Baustein für die Wärmewende in Baden-Württemberg. Der Gebäudesektor verursacht einen hohen Anteil der CO2-Emissionen des Landes. Es muss uns deshalb unbedingt gelingen, Gebäude in Zukunft klimafreundlicher zu machen“, betonte Minister Untersteller in seiner Laudatio. Die Preisträgerinnen und Preisträger des Landeswettbewerbs zeigen anschaulich, dass besonders energieeffiziente Gebäude im Bestand und im Neubau machbar und praktisch umsetzbar seien – und das bei verhältnismäßigen Kosten. „Und das gilt auch für Nichtwohngebäude, für die wir in diesem Jahr den Wettbewerb geöffnet haben“ erklärte der Minister beeindruckt.

„Es haben sich dieses Jahr insgesamt 71 Projekte um den Effizienzpreis beworben. Das zeigt mir deutlich, dass sich der Landeswettbewerb innerhalb der vergangenen zwei Jahren etabliert hat. Wir treffen mit dem Preis den richtigen Nerv“, sagte der Minister. Es gebe in Baden-Württemberg viele Bauherrinnen und Bauherren, die sich intensiv mit den unterschiedlichsten Bauweisen auseinandersetzen, um Gebäude energieeffizient und kostengünstig zu erstellen oder modernisieren. Dabei übertreffen sie die gesetzlichen Anforderungen bei weitem. „Wenn alle diesen Beispielen folgten, wären wir dem Klimaziel im Gebäudesektor ein gutes Stück näher“, würdigte der Minister die Leistungen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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Verschiedenes 

Brexit: Kein Last-Minute-Deal auf Kosten der Umwelt

Krüger an Merkel: Green Deal und Umweltrecht sind nicht zu verhandeln

Berlin/Brüssel,7.12.2020 – Der NABU verfolgt die aktuelle Entwicklung der Brexit-Verhandlungen mit Sorge. Medienberichten zufolge soll Bundeskanzlerin Angela Merkel am vergangenen Freitag beide Seiten dazu aufgerufen haben, sich über ihre roten Verhandlungslinien hinaus zu bewegen. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger appelliert aus diesem Anlass an die Bundeskanzlerin: „Die sich abzeichnende Einigung im Konflikt um Fischereifragen ist vergiftet, wenn sie auf Kosten der Umwelt- und Sozialstandards erfolgt. Gar kein Deal zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich wäre verheerend. Noch viel verheerender wäre allerdings ein Deal, durch welchen die EU eingeschränkt würde, ihr bestehendes Umweltrecht durchzusetzen und die neue „Green Deal“-Agenda fortzusetzen. Dieses geopolitische Desaster kann sich Deutschland nicht leisten. Für einen fairen Wettbewerb und Innovation braucht es sowohl gemeinsame als auch ambitionierte Standards. Deutschland sollte sich auf die Seite von Frankreich und anderen EU-Mitgliedstaaten stellen und klarmachen, dass hier kein weiterer Verhandlungsspielraum besteht. In keinem Fall darf Bundeskanzlerin Angela Merkel dem EU-Chefverhandler Michel Barnier in den Rücken fallen.“





Verschiedenes 

Neue Slow Food Youth Leitung beginnt die Arbeit

Neue Slow Food Youth Leitung beginnt die Arbeit
Slow Food Youth Deutschland (c) Slow Food

Faire Wertschöpfungsketten, offene Netzwerkarbeit, nachhaltige Ernährungswende: Eine neue Slow Food Youth-Leitung beginnt die Arbeit

Slow Food Youth, nationales Convivium von Slow Food Deutschland, hat ein neues Leitungsgremium gewählt. Fünf junge Menschen wollen zusammen mit ihren Mitstreiter*innen für faire Wertschöpfungsketten, Anerkennung des Lebensmittelhandwerks und eine nachhaltige, ganzheitliche Ernährungswende arbeiten und netzwerken.

Caroline Barth (27) aus Berlin, Anna Christ (23) aus Stuttgart, Nelia Häuser (23) aus Berlin sowie Janina Hielscher (29) und Henry Rayher (26) aus Münster bilden für ein Jahr das Leitungsgremium von Slow Food Youth (SFY). Sie decken damit die ganze fachliche und biographische Bandbreite der ‚Jugendorganisation‘ von Slow Food in Deutschland ab. Während Janina Hielscher bereits den vergangenen zwei Leitungsgremien angehörte, sind ihre vier Mitstreitenden neu an Bord. Was sie eint: Der Wunsch, eine Wende in Deutschland und der Welt hin zu einem ganzheitlichen Ernährungssystem voranzutreiben sowie das Engagement und die Liebe zu nachhaltigen Lebensmitteln und die Wertschätzung echten Lebensmittelhandwerks. Um dies weiter in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu tragen, bringt das neue Team verschiedene Voraussetzungen mit: Janina Hielscher, Anna Christ und Nelia Häuser haben die Slow Food Youth Akademie absolviert, ein interaktives Weiterbildungsprogramm für den Nachwuchs in Handwerk, Gastronomie, Land- und Ernährungswirtschaft. Henry Rayher und Caroline Barth haben praktische Erfahrungen im Käser- und Lebensmittelhandwerk, Janina Hielscher und Henry Rayher sind Ökotropholog*innen.

„Bei Slow Food Youth geht es für mich um die ganze Wertschöpfungskette, zunächst wollen wir alles wissen, wie geht es den Menschen, die unser Essen produzieren, wie werden die Tiere behandelt und welche Auswirkungen hat unser Lebensmittelsystem auf die Natur“, sagt die Berlinerin Nelia Häuser. „Mit diesem Wissen fordern wir dann eine Ernährungswende, da wir im Einklang mit allen Menschen, Tieren und der Natur leben wollen.“ Dabei motiviert sie vor allem die Möglichkeit, über SFY in Netzwerken arbeiten zu können. „Egal ob auf dem Weinberg oder auf dem Acker, in Gemeinschaft packe ich gerne mit an und freue mich deshalb auf die Aufgaben in meiner neuen Leitungsrolle, die ich gemeinsam mit einem tollen Team angehen darf“, sagt Henry Rayher.

Interne wie externe Netzwerke möchten die Leitungsmitglieder im kommenden Jahr weiter ausbauen. Dazu passt, dass sie alle tief in der Bewegung für nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft verankert sind: Ob als Akademie-Alumni oder als Mitstreiter*innnen von Fridays for Future und des „Wir haben es satt“-Bündnisses. „Ich möchte die Menschen aus dem Netzwerk weiter kennenlernen, aber mich auch mit anderen Organisationen vernetzen. Ich möchte mehr Wissen über die Missstände im Ernährungssystem erlangen und gemeinsam politische Aktionen planen, um die Politik und Wirtschaft zu einem nachhaltigen Kurs zu bewegen”, sagt Nelia Häuser. Die politischen Entscheidungsträger*innen sieht SFY in der Pflicht, die Basis für einen Lebensmittelgenuss zu schaffen, der die Grenzen des Planeten wahrt.

Aktionsformate, die SFY ehrenamtlich auf die Beine stellt sind u.a.: Schnippeldiskos, Eat-Ins und Film-Festivals. Sie sind kulinarischer und politischer Protest zugleich.

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Verschiedenes 

Umweltministerium ändert Vorgaben für den wolfsabweisenden Grundschutz

Umweltminister Franz Untersteller: „Der Schutz der Weidetiere wird durch die neuen Vorgaben vereinfacht und verbessert.“

Mit den geänderten Vorgaben für die Zäunung von Weidetieren wird es für Nutztierhalterinnen und -halter im Fördergebiet Wolfsprävention (Schwarzwald) künftig einfacher, für einen wolfsabweisenden Grundschutz zu sorgen. Grund für die Änderungen sind neue DIN-Vorgaben für Elektrozäune. Aber auch Erfahrungswerte aus der Praxis wurden berücksichtigt.

„Unter anderem tragen wir mit den neuen Vorgaben stärker als bisher schwierigen topographischen Bedingungen bei der Weidetierhaltung Rechnung und kommen so den Halterinnen und Haltern entgegen“, sagte Umweltminister Franz Untersteller heute (03.12.) in Stuttgart. Das betreffe insbesondere die Anforderungen an die Erdung und Spannung eines Elektrozauns.

Im Sinne der Tierhaltenden wurden unter anderem folgende Regelungen zum Grundschutz angepasst:

- Reduktion der geforderten Mindestspannung eines Elektrozauns von ≥ 4.000 Volt auf ≥ 2.000 Volt
- Ergänzung der Beurteilungs-Kriterien für die Erdung
- Anerkennung der Präsenz von Herdenschutzhunden als Grundschutz
- Anerkennung eines Wolfsübergriffs auch auf gutachterlicher Basis und ohne einen so genannten C1-Wolfsnachweis (eindeutiges Foto oder DNA-Analyse)

„Tierhaltende bekommen mehr Flexibilität und die Anforderungen an den Grundschutz sind insgesamt pragmatischer jetzt“, sagte Untersteller. Der Umweltminister machte aber auch deutlich, dass es ohne einen zum Teil hohen Mehraufwand für die Nutztierhalter und -halterinnen auch künftig keinen wolfsabweisenden Grundschutz gebe. „Es war und bleibt so, dass Schutzzäune für Schafe und Ziegen im Fördergebiet Wolfsprävention elektrifiziert sein müssen und konkreten Anforderungen genügen müssen, um einen Anspruch auf Entschädigung bei Rissen durch einen Wolfsangriff zu haben.“

Das Land fördert den Herdenschutz allerdings auch mit bis zu 100 Prozent. Innerhalb des Fördergebiets übernimmt das Land die Materialkosten sowie anteilige Kosten für die Installation für Herdenschutzmaßnahmen. Außerdem beteiligt sich das Land an den Unterhaltkosten für Herdenschutzhunde.

Vom Wolf verursachte Nutztierrisse werden außerhalb eines Fördergebiets über den Ausgleichsfonds Wolf ohne besondere wolfsabweisende Anforderungen an den Herdenschutz erstattet. Innerhalb der Gebietsabgrenzung des Fördergebiets Wolfsprävention sind Erstattungen im Nordschwarzwald (innerhalb des bereits am 25. Mai 2018 ausgewiesenen Areals), schon heute daran geknüpft, dass ein wolfsabweisender Grundschutz bestand. Im Südschwarzwald und den Erweiterungsgebieten im Nordschwarzwald, die erst seit kurzem Fördergebiet sind, gilt bis Ende Juli nächsten Jahres noch die bedingungslose Erstattung.







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