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Verschiedenes 

Neuseelands Küstenmeere werden zum marinen "Hope Spot" erklärt

Neuseelands Küstenmeere werden zum marinen "Hope Spot" erklärt
Haifisch (c) NABU/Jürgen Schrön

NABU International: Zeichen für neuseeländische Regierung, die letzten Maui-Delfine endlich zu schützen

Berlin – Ein guter Tag für die seltenen Maui-Delfine sowie ihre schwimmenden und fliegenden Nachbarn – Schwertwale, Pinguine, Albatrosse und andere: Ihre Heimat, die neuseeländischen Küstengewässer, sind am 26. November zu einem marinen „Hope Spot“ erklärt worden. Die NABU International Naturschutzstiftung hatte sich gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Otogo in Neuseeland bei der amerikanischen Naturschutzorganisation Mission Blue (Mission Blue Sylvia Earle Alliance) für die Anerkennung der Küstenmeere als schutzbedürftigen „Hope Spot“ eingesetzt.

Thomas Tennhardt, NABU-Vizepräsident und Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung, begrüßt diesen Schritt. „Zusammen mit internationalen wissenschaftlichen Institutionen drängen wir seit Jahren auf ein Verbot von Kiemen- und Schleppnetzen im Lebensraum von Maui- und Hector-Delfinen in Neuseeland. Unter dem Motto „Einer für alle, alle für einen!“ soll unser Hope Spot längst überfällige Maßnahmen zum Schutz dieses einzigartigen Habitats unterstützen und so die Erholung betroffener Populationen und Lebensräume ermöglichen“, so Tennhardt. Neuseelands Küstengewässer sind außerdem durch die Suche und Förderung von Öl und Gas, Sandbergbau sowie industrielle und landwirtschaftliche Wasserverschmutzung bedroht.

Der Hope Spot erstreckt sich über eine 17.000 Kilometer lange Küstenlinie bis zu einer Wassertiefe von 100 Metern und umfasst sowohl subtropische als auch subantarktische Gebiete. Die Gewässer beheimaten eine Vielfalt seltener Tiere, darunter Neuseeländische Seelöwen, Buller-Albatrosse, Gelbaugen- und Zwergpinguine, Riesenhaie und Zwergblauwale. Viele kommen ausschließlich in Neuseeland vor. Vor allem die akut vom Aussterben bedrohten Maui-Delfine und ihre nahen Verwandten, die Hector-Delfine, erregen immer wieder die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit.

Die international renommierte Meeresforscherin Sylvia Earle, Gründerin von Mission Blue, hat das weltweite Konzept der Hope Spots im Jahr 2009 ins Leben gerufen, um eine Welle öffentlicher Unterstützung für ein globales Netzwerk von Meeresschutzgebieten zu schaffen. Denn während rund zwölf Prozent der weltweiten Landflächen unter Schutz stehen, sind dies bei den Meeren gerade einmal sechs Prozent. Mit den Hope Spots sollen bis zum Jahr 2030 globale Meeresschutzgebiete auf 30 Prozent ansteigen. „Die Erklärung der neuseeländischen Küstengewässer als Mission Blue Hope Spot sollten wir als Anlass dazu nehmen, jetzt gemeinsam alles dafür zu tun, die herrlichen und seltenen Maui- und Hector-Delfine vor dem Aussterben zu bewahren. Wir haben nur noch eine einzige Chance dazu, diese müssen wir jetzt ergreifen“, sagte Earle.

„Obwohl es nur noch etwa 50 Maui-Delfine gibt, sind nur 19 Prozent ihres Lebensraums vor Kiemennetzen und sogar nur fünf Prozent vor Schleppnetzen geschützt“, erklärte Barbara Maas, Leiterin Internationaler Artenschutz der NABU International Naturschutzstiftung. „Das Aussterben der Maui-Delfine steht unmittelbar bevor. Die Erklärung der neuseeländischen Küstenmeere zum Hope Spot setzt erneut ein klares Zeichen für die Regierung des Landes, ihre Handlungen endlich in Einklang mit wissenschaftlichen Empfehlungen zu bringen. Andernfalls droht Neuseeland seinen Ruf als umweltbewusstes Land und unberührtes Naturparadies für immer zu verlieren.“

Das neuseeländische Ministerium für Naturschutz und das Ministerium für Primärindustrien treffen sich Ende diesen Monats und im Dezember, um Optionen für den Schutz der Delfine vorzuschlagen.

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Verschiedenes 

Fessenheim-Abschaltung 2020!?

Das alte französische Atomkraftwerk Fessenheim wird nach Angaben von Frankreichs Staatspräsident Macron im Jahr 2020 abgeschaltet. Für die Bevölkerung und den BUND am Oberrhein ist das nun die neunte Ankündigung eines Abschalttermins für das älteste AKW Frankreichs.

Bei der vorletzten Ankündigung hatten wir "ein neues, rechtlich wasserdichtes Dekret" von Herrn Macron verlangt. Die Ankündigung des französischen Präsidenten (die hoffentlich für beide Reaktoren gilt) nehmen wir zwischenzeitlich erfreut-hoffnungsfroh-illusionslos zu Kenntnis. Wir halten einen Abschalttermin 2020 für möglich und wir hoffen, dass die beiden alten Reaktoren so lange durchhalten. Die Gefahr eines extrem schweren Unfalls ist aber erst gebannt, wenn die Reaktordruckbehälter und die extrem unsicheren Zwischenlagerbecken entleert sind. Es freut uns, dass auch andere französische Reaktoren abgeschaltet werden sollen.

Wir würden uns auch sehr freuen, Sie zukünftig nicht mehr mit Presseerklärungen zu diesem Thema quälen zu müssen.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

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Veranstaltungen 

Tempo machen beim Kohleausstieg: Klimakrise lässt sich nicht vertagen

Breites Bündnis stellt Doppel-Demonstration in Köln und Berlin am 1. Dezember vor

Berlin/Köln, 27. November 2018. Mit Pressekonferenzen in Berlin und in Köln hat ein breites Bündnis aus Umwelt- und zivilgesellschaftlichen Organisationen für die Doppel-Demo "Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt!" am 1. Dezember in den beiden Städten geworben. Am Kanzleramt in Berlin und an der Deutzer Werft in Köln erwarten sie viele Tausend Menschen, die für den konsequenten Kohleausstieg und mehr Klimaschutz auf die Straße gehen.
"Wir brauchen mehr Tempo beim Kohleausstieg", fordert das Bündnis und kritisiert, dass Deutschland mit leeren Händen zum Weltklimagipfel fährt. Die Klimakrise ist unabwendbare Realität. Alle in den nächsten Tagen und Wochen nationalen und internationalen Entscheidungen werden das Leben heute und das der Kinder- und Enkelgeneration maßgeblich prägen. Der Strukturwandel in den Kohle-Regionen und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Daher ist der Protest am 1. Dezember gegen das Zögern und gegen halbherzige Maßnahmen zum Klimaschutz so wesentlich, so der Trägerkreis.
Zitate der Rednerinnen und Redner in Berlin und Köln:

BUND, Dirk Jansen, Geschäftsleiter Umwelt- und Naturschutzpolitik BUND NRW:
"Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, muss sofort die dreckigsten und ineffizientesten Kohlemeiler abschalten. Kohleausstieg heißt aber auch ganz konkret: Alle Umsiedlungen und Dorfzerstörungen müssen sofort gestoppt, der Hambacher Wald in seiner jetzigen Größe erhalten werden."

Campact, Christoph Bautz, Geschäftsführer:
"Wenn wir ein Klimadesaster verhindern wollen, müssen wir endlich raus aus der Kohle. Die Mitte der Gesellschaft steht dagegen auf, wie die Kohlelobby die Kohlekommission torpediert und unsere Zukunft verheizt. Viele Tausend Menschen verlangen am Samstag, dass Deutschland endlich ernst macht mit dem Kohleausstieg."

Greenpeace, Martin Kaiser, Kampagnen-Geschäftsführer:
"Angesichts des Hitzesommers, andauernder Dürre in Deutschland, Überschwemmungen und Waldbränden in Europa liegt es an der Zivilgesellschaft, die Bundesregierung zurück auf einen Klimakurs mit einem schrittweisen Kohleausstieg bis 2030 zu bringen."

Klima-Allianz Deutschland, Stefanie Langkamp, Leiterin Kohle- und Energiepolitik:
"Auf der COP24 in Kattowitz müssen die internationalen Leitplanken für erhöhte Klimaschutzambitionen festgezurrt werden. Dies muss Hand in Hand mit einer Paris-kompatiblen Erhöhung der nationalen Klimaschutzziele gehen und Maßnahmen, wie einem raschen Einstieg in den Kohleausstieg, um diese zu erreichen. Nur so kann Deutschland seine internationale Glaubwürdigkeit zurückgewinnen."

Misereor, Armin Paasch, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte:
"Wir brauchen einen globalen Kohleausstieg: Das erfordert ein schnelles Ende der Steinkohleimporte und der Exportförderung für deutsche Kohlekraftwerkstechnologie. Die Schäden für Umwelt und Menschenrechte dürfen nicht zum Schutz der deutschen Industrie in den globalen Süden ausgelagert werden."

NABU, Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU Nordrhein-Westfalen:
"Am Kohleausstieg führt kein Weg vorbei, wenn Deutschland das Pariser Abkommen erfüllen will. Jetzt geht es darum, ihn so zu organisieren, dass die Klimaziele erreicht werden, ohne Strukturbrüche zu provozieren. Das muss in der Kohlekommission gelingen. "

NaturFreunde Deutschlands, Maritta Strasser, Bundesgeschäftsführerin:
"Alle Anzeichen sprechen dafür, dass wir am Samstag in Köln und Berlin zwei kraftvolle, bunte und friedliche Demonstrationen sehen werden. Die Mobilisierung läuft sehr gut. Dieses Echo zeigt uns, dass die Menschen besorgt sind wegen des Klimawandels. Sie wissen: Es braucht jetzt den Druck der Straße."

WWF, Jörg-Andreas Krüger, Geschäftsleitung Ökologischer Fußabdruck:
"Die Bundesregierung hat den Klimaschutz über ein Jahrzehnt verschleppt. Wir brauchen endlich einen Rahmen, mit dem solch unverantwortliches Handeln rechtliche Sanktionen nach sich zieht. Das Klimaschutzgesetz muss den Kohleausstieg festschreiben und verbindliche Vorgaben für die einzelnen Sektoren machen - abgeleitet vom verbleibenden CO2-Budget Deutschlands."

Infos zur Doppel-Demonstration "Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt!"

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Verschiedenes 

NABU: Tipps für den ökologischen Weihnachtsbaum

Bäume aus der Region und nachhaltige Alternativen

Berlin – Jährlich werden rund 25 bis 30 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft, wovon etwa 90 Prozent aus Deutschland kommen. Bei der Aufzucht der nicht heimischen Baumarten, wie Nordmanntanne oder Blaufichte werden meist Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die sich negativ auf Boden, Wasser und Artenvielfalt auswirken können. Umweltfreundlicher ist es, sich für eine heimische Fichte, Kiefer oder Weißtanne als Weihnachtsbaum zu entscheiden, die aus einer Öko-Weihnachtsbaumplantage oder aus dem Wald stammt.

Im ökologischen Weihnachtsbaumanbau werden die zur Neupflanzung vorgesehenen Flächen nicht mit Herbiziden kahlgespritzt, sondern mechanisch von Aufwuchs befreit. „Schafe halten die Gräser zwischen den Bäumen kurz, weil sie durch ihr wählerisches Fressverhalten die Weihnachtsbäume nicht gefährden. Gleichzeitig düngen die Schafe durch ihre Ausscheidungen die Fläche“, sagt NABU-Waldexperte Stefan Adler.

Ökologische Weihnachtsbäume erkennt man an dem FSC-, Naturland- oder Bioland-Siegel. „Während Bioprodukte im Nahrungsmittelsektor aus den Produktpaletten nicht mehr wegzudenken sind, fristet der ökologische Weihnachtsbaumanbau leider noch ein Schattendasein“, so Adler.

Einige regionale Forstbetriebe haben zwar kein Biosiegel, nutzen aber sogenannte Sonderflächen unter Strom- oder auf Leitungstrassen, auf denen sie heimische Christbäume anpflanzen. Hier wirkt sich – neben der heimischen Baumart – auch der kurze Transportweg positiv auf die Ökobilanz der Bäume aus. Bei Interesse kann beim regionalen Förster oder Forstamt nachgefragt werden. Oft gibt es Aktionen, bei denen man den Baum selbst aussuchen und absägen kann.

Zum umweltverträglichen Baumschmuck gehören Nüsse, Holz, Plätzchen, Stoffbänder, Obst und Figuren aus Papier, Holz, Stroh oder Bienenwachs. Damit lassen sich Christbäume wunderschön dekorieren. „Schnee- oder Glitzersprays sollten nicht auf Weihnachtsbäumen landen, da Glitzer häufig aus PET besteht und sich dieses Mikroplastik in der Umwelt nur sehr langsam abbaut. Außerdem können Tannen mit Glitzerspray nicht kompostiert werden“, so Verena Bax, NABU-Ressourcenexpertin.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Wissenswertes und Erstaunliches über Zecken

Karlsruhe: Wissenswertes und Erstaunliches über Zecken
Ungeliebter Wegbegleiter: Eine Zecke aus der Nähe betrachtet / Foto: KIT

Vortragsreihe im Zoo wird am 29. November fortgesetzt

Unter dem Titel "Die Zecke, unser ungeliebter Wegbegleiter – Wissenswertes und Erstaunliches" gibt Dr. Denise Böhnke vom Institut für Regionalstudien des KIT am Donnerstag, 29. November, ab 18.15 Uhr im Exotenhaus des Zoos Karlsruhe Einblicke in eine für die meisten Menschen unbekannte Welt.

Nach einem schönen Spaziergang im Wald kommt plötzlich der Moment, in dem der Spaziergänger etwas Dunkles entdeckt, das sich in seine Haut vergraben hat: eine Zecke. Doch wieso hat die Zecke sich genau diesen Menschen ausgesucht, welche Faktoren spielen beim Zecke-Mensch Kontakt eine Rolle? Welche menschlichen Verhaltensweisen erhöhen die Kontaktgefahr? Die dafür verantwortlichen ökologischen und auch individuellen Aspekte werden in dem Vortrag vorgestellt. Zudem wird Böhnke über die Lebensweise und den Lebenszyklus der Zecken berichten, sowie die mit ihnen verbundenen Krankheiten FSME und Borreliose.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe willkommen. Der Einlass in das Exotenhaus erfolgt ab 18 Uhr ausschließlich über die Ettlinger Straße 4b. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Zoo und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

zum Bild oben:
Ungeliebter Wegbegleiter: Eine Zecke aus der Nähe betrachtet / Foto: KIT

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Verschiedenes 

Mit der Marke „Tofu Mama“ gegen Lebensmittelverschwendung

Der Tofuhersteller Taifun-Tofu GmbH hat gemeinsam mit dem Onlineshop Veggie Specials die Marke Tofu Mama entwickelt. Dahinter verbergen sich fehlerhafte, aber genießbare Produkte, die neu etikettiert und damit vor der Abfalltonne bewahrt werden.

„Bei der Produktion von Lebensmitteln geschehen immer wieder kleine Missgeschicke technischer oder menschlicher Art“, erklärt Valentin Jäger, Leiter Qualitätsmanagement bei Taifun-Tofu. So komme es zu Produkten, die aufgrund von Konsistenz, Farbe oder Gewicht vom Standard abweichen oder ein falsch gedrucktes Etikett haben. Über die regulären Vertriebswege darf diese Ware dann oft nicht mehr verkauft werden, obwohl sie bezüglich der Lebensmittelsicherheit unbedenklich sind. „Das hat rechtliche Gründe oder hängt mit den Handelsverträgen zusammen“, weiß Jäger.

Mit der Marke Tofu Mama wurde nun eine Lösung gefunden, ausgemusterte Produkte mit Schönheitsfehlern wieder in den Verkauf zu bringen, statt sie weg zu werfen: Durch die Umetikettierung mit der Marke Tofu Mama werden die veganen Spezialitäten aus dem Hause Taifun-Tofu wieder verkehrsfähig. „Als ökologisches Unternehmen sind wir schon immer darauf bedacht, die Lebensmittelverschwendung innerhalb unserer Produktion gering zu halten“, betont Valentin Jäger. „Deshalb geben wir solche Ausschussware seit Jahren kostenlos an die Tafel und an Schulen ab.“ Die können aber nur eine bestimmte Menge eines Produktes verwerten.

Seit Juli sind die „Waisenkinder“ der Marken Taifun und Tukan deshalb zudem im Onlineshop veggie-specials.com erhältlich – unter neuen kreativen Namen wie Super Super Softie (Seidentofu), Smokey Hills (Räuchertofu) oder Wiener Randalierer (TofuWiener). „Wird bei Taifun-Tofu eine Produktcharge nicht zum Verkauf freigegeben, geht diese in Gebinde verpackt an uns“, beschreibt Matthias Beuger, Inhaber von Veggie Specials, das Prozedere: „Wir etikettieren diese Umkartons mit dem neuen Namen und verkaufen sie über unseren Onlineshop an Endkunden – zu einem viel günstigeren Preis.“ Damit werden sie für noch mehr Menschen interessant und ein breiteres Bewusstsein für nachhaltige bio-vegane Ernährung wird geschaffen.

Mit der neuen Kooperation haben Taifun-Tofu und Veggie Specials sich gerade für den Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ beworben, der im Januar vom BMEL vergeben wird. „Lebensmittelwert-schätzung ist die effektivste Möglichkeit, Ressourcen zu schonen und etwas gegen den Welthunger und Klimaprobleme zu tun“, ist sich Matthias Beuger sicher. Er und sein kleines Team sind Überzeugungstäter: Veggie Specials finanziert sich allein aus dem Verkauf der Ware und durch den ehrenamtlichen Einsatz des Gründers. Auf der Homepage können alle Produkte eingesehen werden, die bereits gerettet wurden...

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Verschiedenes 

NABU: Palmöl im Tank zerstört einzigartige Lebensräume

Tschimpke: Bundesregierung muss sich gegen die Verwendung von Palmöl im Bio-Diesel einsetzen

Berlin, 23.11.2018 – 76 Prozent der Deutschen wissen nicht, dass in Bio-Diesel-Kraftstoff Palmöl enthalten ist. Das zeigt eine Umfrage, die der NABU zusammen mit anderen Verbänden in der Inititative #NotInMyTank in Auftrag gegeben hat. Demnach wollen 64 Prozent der Befragten, dass Bio-Diesel künftig kein Palmöl mehr beigemischt wird. Diese Zahlen sind Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zum Palmölkonsum in neun EU-Ländern. Die Umfrage zeigt, dass eine breite Mehrheit in der Bevölkerung damit einverstanden ist, dass die Verwendung von Palmöl in Bio-Dieselkraftstoff beendet werden soll. Die EU-Kommission muss nun bis zum 1. Februar 2019 einen Gesetzentwurf vorlegen, der die schrittweise Beseitigung von schädlichen Bio-Kraftstoffen so wie Palmöl in Bio-Dieselkraftstoffen festlegt.

„Der Anbau von Ölpalmen für Bio-Diesel fördert die Abholzung von Regenwäldern und zerstört einzigartige Lebensräume für bedrohte Arten wie den Borneo-Orang-Utan“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Das muss aufhören, wir fordern die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass diese Natur zerstörenden Praktiken unterbunden werden.“

Die Ausweitung des Ölpalmen-Anbaus zur Versorgung der Autos in Europa treibt Entwaldung und Moorentwässerung in Ländern wie Indonesien und Malaysia voran. Biodiesel aus Palmöl ist für das Klima dreimal so schädlich wie fossile Dieselkraftstoffe. 2017 landeten 51 Prozent des in Europa verwendeten Palmöls in den Tanks von Autos und Lastwagen. Der Verkehr ist damit der Hauptverbraucher von Palmöl in Europa.

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NABU-Projekt will mehr Bio-Anbaufläche in Deutschland schaffen

NABU-Projekt will mehr Bio-Anbaufläche in Deutschland schaffen
(c) Alnatura/Marc Doradzillo

Bundesumweltministerin Schulze ist neue Schirmherrin von "Gemeinsam Boden gut machen"


Berlin, 22.11.2018 – Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist seit dem heutigen Donnerstag Schirmherrin des NABU-Projekts „Gemeinsam Boden gut machen“. Mit dieser Initiative unterstützt der Umweltverband Landwirte, die von konventionellem Anbau auf Öko-Landbau umsteigen wollen. Bisher konnte deutschlandweit eine Fläche von fast 10.000 Hektar, in etwa die Größe der Insel Sylt, umgestellt werden.

Unterstützt wird das Projekt durch die „Alnatura Bio-Bauern-Initiative“ des Bio-Händlers Alnatura und weiteren Partnern aus der Biobranche. Beim Verkauf jedes Produkts in einem Alnatura-Markt, das mit „Gemeinsam Boden gut machen“ gekennzeichnet ist, sowie von allen monatlichen Aktionsartikeln, geht ein Cent an das Projekt. Bei ihrem Besuch des Alnatura-Marktes in Berlin-Moabit kündigte Bundesumweltministerin Schulze an, sich für eine bessere finanzielle Honorierung der Umweltleistungen von Landwirten und für eine Steigerung des Bio-Anbaus in Deutschland stark zu machen.

Bundesumweltministerin Schulze sagte im Rahmen eines Interviews mit dem Alnatura-Magazin: „Der Anteil des Ökolandbaus an der Gesamtanbaufläche wächst kontinuierlich – aber nicht schnell genug. Das Projekt ‚Gemeinsam Boden gut machen‘ hilft Landwirten dabei, vom konventionellen auf den ökologischen Landbau umzustellen. Das unterstütze ich. Denn eine solche Umstellung hat zahlreiche Vorteile für Mensch und Umwelt – beispielsweise für die Bodenqualität, die Gewässer, die Artenvielfalt und das Landschaftsbild.“

Bis 2030 will die Bundesregierung erreichen, dass 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands biologisch bewirtschaftet werden. Noch sind dazu weitere zwölf Prozent notwendig. Fehlende finanzielle Anreize, vor allem durch die EU-Agrarpolitik, sind bislang ein entscheidendes Hindernis.

„Landwirte stehen heute oft vor der schwierigen Entscheidung: wachsen oder weichen. Wir freuen uns, dass wir – gemeinsam mit der Bundesumweltministerin – Bäuerinnen und Bauern über das Projekt die Chance bieten können, einen alternativen Weg zu gehen. Ziel muss es sein, dass sich umweltgerechtes Wirtschaften für Landwirte lohnt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der entscheidende Hebel für eine naturverträglichere Landwirtschaft liege, so betonte der NABU-Bundesgeschäftsführer, in der Ausgestaltung der künftigen EU-Agrarpolitik. Landwirte müssten deutlich besser für ihre konkreten Naturschutzleistungen entlohnt werden.

Einmal pro Jahr – von Februar bis Juli – sind neue Bewerbungen für den Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ möglich. Die ausgewählten Betriebe erhalten dabei eine Anschubfinanzierung von bis zu 60.000 Euro. Auf der Fachmesse für Bio-Lebensmittel in Nürnberg oder dem Umweltfestival am Brandenburger Tor werden sie feierlich ausgezeichnet. 2018 konnte insgesamt eine Fördersumme von rund 310.000 Euro ausgeschüttet werden.

Seit Beginn des Projekts wurden 53 Landwirte aus elf Bundesländern auf ihrem Weg zum Bio-Betrieb unterstützt, vom Milchbauern über Saatgut-Produzenten, Winzer oder Schäfer bis hin zum Walnuss-Bauern. Durch die Umstellung sind ihre Flächen nun beispielsweise frei von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat, die nachweislich Böden, Insekten und Vögeln schaden.

Alnatura-Geschäftsführer Götz Rehn: „Wir freuen uns, den Bio-Landbau in Deutschland entscheidend mit steigern zu können. Auch unsere Kunden haben durch die Wahl der ‚Gemeinsam Boden gut machen‘-Produkte die Chance, ihren Beitrag zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft in Deutschland zu leisten.“

Die nächste Bewerbungsrunde startet im Februar 2019 und läuft bis zum 31. Juli 2019

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