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Verschiedenes 

NABU begrüßt Aufgaben der Wasserstraßenverwaltung im Sinne des „Blauen Bandes"

Miller: Wer Ufer befestigt hat, darf sie nun auch wieder befreien

Berlin, 26.3.21 – Der Bundestag hat am Donnerstagabend die Anpassung des Bundeswasserstraßengesetzes beschlossen. Der NABU begrüßt die Novelle, mit der Renaturierungsmaßnahmen an großen Flüssen durch die Wasserstraßenverwaltung (WSV) des Bundes ermöglicht werden.

“Seit Jahren setzen wir uns für mehr Natur an Bundeswasserstraßen ein. Bisher konnten die Wasserstraßenämter aber zu wenig tun, die Novelle macht nun endlich den Weg frei dafür“, erläutert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Es sei längst überfällig, dass die für die verkehrliche Unterhaltung zuständigen Behörden auch Maßnahmen im Sinne des Natur- und Gewässerschutzes durchführen können. „Wer Flussufer befestigt hat ist nun endlich auch berechtigt, sie wieder zu befreien“, fasst Miller die Bedeutung des Gesetzes zusammen.

Bisher konnten die Wasserstraßenämter nur für die Verbesserung der Schifffahrt Baumaßnahmen umsetzen. Mit der Gesetzesanpassung darf die WSV künftig auch umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands in Angriff nehmen. Dazu gehören zum Beispiel die großflächige Umgestaltung von Uferbereichen, die Entwicklung von Flussinseln und –bänken, der ökologischer Umbau von Buhnen und Leitwerken oder die Anbindung größerer Auengewässer und Nebenarme.

Der NABU hatte bereits 2015 mit einem Rechtsgutachten aufgezeigt, wie ein Schlussstrich unter die jahrelange Diskussion zwischen Bund und Ländern über die Zuständigkeit an den Bundeswasserstraßen gezogen werden kann. Es ist deshalb umso erfreulicher, dass dieses wichtige Vorhaben kurz vor Ende der Legislatur noch abgeschlossen werden konnte.

Die Anpassung ist auch für die Umsetzung des Bundesprogramms Blaues Band (BBD) essentiell. Mit dem Programm soll ein Biotopverbund entlang der großen Flüsse des Bundeswasserstraßennetzes entwickelt werden. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesverkehrsministeriums (BMVI).Die Arbeitsteilung sieht vor, dass die WSV im Zuständigkeitsbereich des Verkehrsministeriums Maßnahmen an Fluss und Ufer umsetzt. Das BMU hingegen unterstützt über das Auenförderprogramm Projekte Dritter, z.B. von Kommunen oder Umweltverbänden in der Aue.

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Verschiedenes 

NABU zu Auenzustandsbericht

Immenser Handlungsbedarf an Deutschlands Flüssen geboten

Miller: Potenziale der Auen für Naturschutz, Klimaschutz und Klimaanpassung müssen stärker genutzt werden – wir brauchen eine Renaturierungs-Agenda

Berlin, 25.3.21 – Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz haben heute den neuen Auenzustandsbericht vorgelegt. Dieser attestiert Deutschland in der letzten Dekade nur sehr geringe Fortschritte beim Auenschutz: Weiterhin sind rund zwei Drittel der Auenfläche nicht mehr an die Gewässer angeschlossen. Vom verbliebenen Drittel weisen mehr als 50 Prozent einen stark oder sehr stark veränderten Charakter auf. Der NABU nimmt den Bericht zum Anlass, um für Renaturierungen im großen Stil zu werben.

„Aus dem Bericht lassen sich zwei Schlussfolgerungen ziehen. Erstens: Der Handlungsbedarf ist immens, nicht zuletzt deshalb, weil intakte Auen als Kohlenstoffsenken einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und als Überflutungsflächen eine wichtige Hilfe zur Milderung der Folgen der Klimakrise sind. Die zweite Schlussfolgerung ist eine hoffnungsvolle: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das zeigen wir zum Beispiel an der Unteren Havel, in Deutschlands größtem Flussrenaturierungsprojekt. Es darf aber nicht bei einzelnen Leuchtturmprojekten bleiben, wir brauchen eine Renaturierungs-Agenda“, stellt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller fest. „Es muss nun darum gehen, die Weichen für die Umsetzung großflächiger Renaturierungsvorhaben zu stellen.“

„Zum Ende des Jahres erwarten wir eine Renaturierungsgesetzgebung der EU, hier sollte Deutschland vorbereitet sein“, so Miller weiter. Das Auenförderprogramm für das „Blaue Band“ laufe gerade gut an, dabei allein dürfe es aber nicht bleiben. Deshalb fordert der NABU von der zukünftigen Bundesregierung die Einrichtung eines Renaturierungsfonds in Höhe von 500 Mio. Euro jährlich, um Projekte zur Wiederherstellung von Artenvielfalt und Ökosystemen zu fördern – neben Flussauen z.B. auch Moore, Wälder und Wildnisgebiete.

„Eine neue Bundesregierung kann für den Auenschutz aber noch viel mehr tun als nur die notwendige Finanzierung bereit zu stellen. Wir schlagen deshalb vor, einen Bundesraumordnungsplan "Gewässerkorridore" aufzustellen. So können Grundsätze für die Gewässerentwicklung auf Bundesebene planerisch festgelegt werden", erläutert NABU-Biodiversitäts-Experte Till Hopf eine weitere Wahlforderung des NABU. Außerdem müsse zukünftig auf eine Privatisierung von Bundesflächen verzichtet werden, um diese unter anderem für den Gewässer- und Auenschutz zur Verfügung zu stellen. So könne der nationale Biotopverbund gestärkt werden.

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Neuer Passagier der Arche: Das Leineschaf – der „Pfennigsucher“

Neuer Passagier der Arche: Das Leineschaf – der „Pfennigsucher“
Leineschaf: Arche Passagier (c) Karin Weinsberg

Mit dem Leineschaf hat Slow Food Deutschland die siebte Schafrasse und den 77. Passagier an Bord der ‚Arche des Geschmacks‘ aufgenommen. Unter diesem Namen schützt Slow Food alte Nutztierrassen und Kulturpflanzen, Lebensmittel und Zubereitungsarten vor dem Vergessen. Ab sofort auch das Leineschaf, dem wir die Kulturlandschaft im Leinebergland und Eichsfeld verdanken. Aufgrund seiner Genügsamkeit trägt es den Spitznamen „Pfennigsucher“.

Das Leineschaf ist eine alte, robuste Landschafrasse, die jahrhundertelang ackerbaulich ungenutzte Flächen und Brachen, Wegränder und Stoppelfelder entlang der Leine pflegte; vom thüringischen Eichsfeld über Göttingen bis Hannover. In der Nachkriegszeit verschwand die Rasse weitgehend aus ihrem Herkunftsgebiet, wobei 1.500 Leineschafe als Reparationszahlungen nach Polen gebracht und dort nahezu unverkreuzt gehalten wurden. In Deutschland verblieb eine kleine Gruppe des alten Typs im Erfurter Zoopark; in die übrigen Herden wurden Rassen eingekreuzt, die höhere Erträge bei Milch und Fleisch versprachen.

Die Rückkehr zur Leineschafzucht des „ursprünglichen Typs“ begann in Deutschland in den 1990er Jahren, als 30 Zuchtböcke und etwa 70 weibliche Tiere als ‚Polenrückkehrer‘ Sachsen und Thüringen erreichten. Heute gibt es in insgesamt sieben Bundesländern wieder mehrere tausend dieser Schafe mit langem, schmalem, unbewolltem Kopf. Der Erhalt und die Ausweitung des Bestandes des Leineschafs in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet jedoch bedarf einer aktiven Unterstützung. Der Landschaftspflegeverband Göttingen hat sich dem sehr erfolgreich verschrieben. In Göttingen finden jährlich im Herbst die „Leinelamm-Wochen“ statt, wo Produkte aus Fleisch, Milch und Wolle käuflich erwerblich sind. Das besonders zarte Lammfleisch etwa schmeckt durch das langsame Wachstum und das kräuterreiche Futter dezent würzig und leicht kräuterig.

Es sind Netzwerke aus Schäfer*innen, Züchter*innen, Schlachter*innen sowie der Gastronomie und den Verbraucher*innen, die eine regionale Wertschöpfung rund um das Leineschaf ermöglichen. Aus Sicht von Slow Food geht es darum, genau dieses Miteinander zu stärken, um die biokulturelle Vielfalt zu schützen und Genussvielfalt zu erhalten. Dazu Axel Reetz, Mitglied der Arche-Kommission: „Wir brauchen alte Tierrassen wie das Leineschaf, um unsere Kulturlandschaften auf natürliche Art und Weise zu erhalten. Das ist vielen von uns nicht bewusst, wenn wir den Ausblick auf blühende Wiesen entlang der Leine genießen. Das Leineschaf zeigt außerdem exemplarisch, wie wir Nutztiere ihrer Art und auch unserer Umwelt gerecht halten können. Daraus entstehen dann eben keine ‚Massenprodukte‘ minderer Qualität, sondern hochwertige und vielfältige Erzeugnisse in geringen, angemessenen Mengen.“

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Gemeinsame Agrarpolitik/Nationale Strategieplanung

Agrarministerkonferenz: Zukunftskommission in Entscheidungsprozess einbeziehen

Krüger: Erfahrungen und Erkenntnisse der Kommission können dabei helfen, Einigung bei der Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik zu finden

Berlin,24.3.21 – Nach der gescheiterten Sonder-Agrarministerkonferenz kommen am Donnerstag und Freitag erneut die Landwirtschaftsministerinnen und -minister von Bund und Länder zusammen, um über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Deutschland zu verhandeln. Konkret geht es darum, wie die milliardenschweren EU-Fördergelder bis 2027 für die Landwirtschaft ausgegeben werden sollen. Nachdem es bei der letzten Zusammenkunft zu keiner Einigung kam, fordert der NABU alle Beteiligten dazu auf, die Konsense der Zukunftskommission Landwirtschaft bei der Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik in Deutschland einzubeziehen.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Während die Landwirtschaftsministerinnen und -minister der Länder um eine Lösung zur nationalen Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik ringen, versucht das Bundeslandwirtschaftsministerium mit völlig unzureichenden Vorschlägen den Weg für Landwirtschaft und Umwelt für das kommende Jahrzehnt im Alleingang vorzugeben. Die Agrarministerinnen und -minister müssen nun aufeinander zugehen und Lösungen finden, die Natur und Klima schützen und den Landwirtinnen und Landwirten eine klare Zukunftsperspektive bietet. Die Beratungen in der Zukunftskommission können in diesem Prozess eine Schlüsselfunktion einnehmen: Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Gräben der Vergangenheit hinter sich zu lassen und gemeinsame Antworten auf die drängenden Fragen zur Zukunft der Landwirtschaft zu finden. Wichtige Akteure aus Umwelt, Landwirtschaft und Wissenschaft arbeiten hier an Konsensen, beispielsweise die Honorierung für Umwelt- und Tierschutzleistungen oder der Umbau des aktuellen Systems der pauschalen Flächenprämien. Damit die Agrarministerkonferenz von diesen Erkenntnissen und Erfahrungen profitieren kann, sollte die Diskussionen aus der Zukunftskommission aktiv in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Ein weiteres Scheitern der Verhandlungen würde ein falsches Signal für Natur- und Klimaschutz und die Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland senden.“

Eine kürzlich veröffentliche Studie des Instituts für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB) im Auftrag des NABU zeigt auf, wie eine zielführende Ausgestaltung der GAP in Deutschland aussehen könnte. Sie stellt konkrete Maßnahmen dar, die die zerstörte Artenvielfalt wiederherstellen und den Landwirtinnen und Landwirten Planbarkeit und Perspektive bieten. Das aktuelle Gesetzespaket zur GAP von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist laut Studie hingegen nicht mit den Zielen des Europäischen Green Deals vereinbar. In seiner bisherigen Form droht der Entwurf somit von der EU-Kommission abgelehnt zu werden.

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Neue Bäume im Stadtgebiet Karlsruhe

Neue Bäume im Stadtgebiet Karlsruhe
Linden auf dem Tunnel in der Kriegsstraße © Stadt Karlsruhe / M. Müller-Gmelin

Über 800 Neupflanzungen / Schadbäume ersetzt / Fokus auf Ahorn, Linde, Eiche und Zürgelbaum

Nach einem vergleichsweise kalten Winter treiben die ersten Bäume ihr frisches Grün und manche fangen bereits zu blühen an. Damit Karlsruhe weiterhin ihr Bild als Grüne Satdt bewahren und weiterentwickeln kann, hat das Gartenbauamt wieder viele neue Bäume gepflanzt. Insgesamt waren dies in der vergangenen Pflanzperiode 818 Exemplare im gesamten Stadtgebiet und damit 249 mehr als in der vorangegangenen Pflanzperiode

Zahlen und Baumarten
Der größte Teil der Pflanzung erfolgte im Herbst 2020 mit 721 Exemplaren. In diesem Frühjahr wurden noch einmal 97 Bäume gepflanzt. Das Gartenbauamt bevorzugt aus fachlichen Gründen die Herbstpflanzung, da diese die besseren Voraussetzungen für ein gutes Anwachsen und Gedeihen bietet. Insbesondere die gute Feuchtigkeitsversorgung im Winter kommt den Jungbäumen zugute.

Der größte Anteil der Baumpflanzungen, nämlich 493 Exemplare, erfolgte als Ersatz für Schadbäume, die aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten. 325 Bäume wurden im Rahmen von Neubaumaßnahmen gepflanzt.

Hauptbaumart bei den Neupflanzungen sind wieder Ahorne (156), gefolgt von Linden (115). Auf Platz drei liegen Eichen (87), von denen Jungbäume in unterschiedlichen Arten und Sorten gepflanzt wurden, dicht gefolgt von den Zürgelbäumen (71), die in der Neupflanzungsliste den vierten Platz einnehmen.

Größere Pflanzmaßnahmen
Die größte Pflanzmaßnahme erfolgte im Rahmen der Kombilösung. 33 Linden wurden in der Ludwig-Erhard-Allee, vor allem auf Höhe des Mendelssohn-Platzes, gepflanzt. Diese ersetzen gefällte Linden. In der Fortführung erhielt die Kriegsstraße neue Bäume auf zusätzlichen Standorten auf dem neuen Straßentunnel. Hier wurden 20 Linden gepflanzt. Sie flankieren die neue Straßenbahnlinie als Teil des grünen Kriegsstraßen-Boulevards. Diese Bäume erhalten eine automatische Bewässerung, damit sie sich auf dem Tunnel gut entwickeln können. In der Kapellenstraße wurde die neu angelegte große Vegetationsfläche mit einem Baumhain aus Paulowinien überstellt. Diese Baumart setzt dort einen besonderen Gestaltungsakzent durch ihre markante Blüte.

Auch im Zuge weiterer Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen erfolgten Baumpflanzungen. Entlang der verlängerten Straßenbahnlinie 2 ins Baugebiet Knielingen 2.0 wurden 40 Bäume gepflanzt und zwar Ahorne, Gleditschien und Hainbuchen.

Mit dem Neubau der Ballsporthalle bei der Elisabeth-Selbert-Schule mussten die Freianlagen geordnet und neu angelegt werden. Hier kamen 45 Zürgelbäume in hainartiger Anordnung zum Einsatz. Im Zuge der baulichen Erweiterung wurden die Schulfreiflächen der Drais-Gemeinschaftsschule komplett überarbeitet. In Ergänzung zu dem erhaltenen Baumbestand wurden insgesamt 16 neue Bäume unterschiedlicher Arten gepflanzt, die dem Schulhof ein neues Bild geben und den Schülerinnen und Schülern viel Schatten spenden sollen.

Intensive Bewässerung nötig
Neben diesen größeren Pflanzmaßnahmen erfolgten zahlreiche kleinere Baumpflanzungen, viele an Straßen und auf Spielplätzen, aber auch in Schulhöfen oder Freianlagen von Kindertageseinrichtungen.

Damit die Neupflanzungen gut gedeihen, ist jetzt ein intensives Bewässern notwendig. Nur so können die jungen Bäume die trockenen Wetterlagen gut überstehen und sich zu stattlichen Exemplaren entwickeln, die Stadtbild und Stadtklima wohltuend verbessern.





Veranstaltungen 

Karlsruhe: Maßnahmen für Klima und Naturschutz

Grötzingen veranstaltet am 31. März einen digitalen Workshop

Die Ortsverwaltung Grötzingen lädt für Mittwoch, 31. März, um 19 Uhr zu einem Online-Workshop des Arbeitskreises Klima- und Naturschutz ein. Nach der Kurz-Vorstellung bisheriger Aktionen im Ort wird gemeinsam überlegt, was im nächsten Jahr umgesetzt werden soll. Dabei geht es hauptsächlich um Maßnahmen im Naturschutz, der eigenen Lebensweise und im Wohnumfeld. Themen wie energetische Sanierungen und Mobilität werden dann in einem von der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH (KEK) organisiertem World-Café am Donnerstag, 22. April, um 18 Uhr bearbeitet. Den Link zum Online-Workshop erhalten Interessierte nach Voranmeldung unter groetzingen@karlsruhe.de.





Verschiedenes 

Tag des Waldes

Tag des Waldes
(c) NABU/Bruno D'Amicis

Krüger: „Naturschutz ist eine Frage der globalen Gerechtigkeit“

NABU und BMZ unterzeichnen „Kompetenzpartnerschaft Natur“

Berlin, 21.3.21 – Zum Internationalen Tag des Waldes haben der NABU und das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) eine verstärkte Zusammenarbeit zum Waldschutz angekündigt. „Wälder dienen nicht nur als Kohlenstoffspeicher und Lebensraum für bedrohte Artenvielfalt. Weltweit sind mehr als eine Milliarde Menschen ganz unmittelbar von intakten Wäldern abhängig und nutzen sie als überlebenswichtige Ressource, z.B. für Lebensmittel, Brennstoffe, Baumaterialien oder Heilpflanzen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Der NABU arbeitet daher mit dem BMZ zum Schutz der Bergnebelwälder in Äthiopiens Kafa-Biosphärenreservat zusammen. Dort konnte die nachhaltige Bewirtschaftung von 10.000 Hektar Wald langfristig gesichert werden. Um die Zusammenarbeit auszubauen, haben der NABU, die NABU International Naturschutzstiftung und das Bundesentwicklungsministerium die „Kompetenzpartnerschaft Natur“ unterzeichnet. Darüber hinaus kooperieren der NABU und das BMZ beim neugegründeten Legacy Landscapes Fund, der privates Kapital für den Naturschutz mobilisieren soll.

„Der NABU und das BMZ verbindet das gemeinsame Ziel, die Natur und Umwelt zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Nicht nur wegen und mit Covid-19 ist jetzt der Zeitpunkt da, umzusteuern und Themen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland und weltweit zu stärken. Saubere Luft, reines Wasser, fruchtbare Böden, eine reiche Artenvielfalt, ein intaktes Klima – all das ist wichtiges Naturkapital. Wo dieses Kapital zerstört wird, leiden die Ärmsten der Welt am meisten. Natur zu schützen, ist eine Frage der globalen Gerechtigkeit“, so Krüger anlässlich der Unterzeichnung.

„Die grünen Lungen unseres Planeten sind in großer Gefahr. 420 Millionen Hektar Wald sind in den letzten 30 Jahren verloren gegangen - das ist fast die Fläche der EU. Der Waldverlust ist Jahr für Jahr weiterhin alarmierend hoch. Jedes Jahr verschwinden von der Erde rund zehn Millionen Hektar Wald - das ist fast ein Drittel der Fläche von Deutschland. Weltweit wird alle vier Sekunden die Fläche eines Fußballfeldes abgeholzt - vor allem für riesige Soja- und Palmölplantagen. Das müssen wir stoppen! Wir brauchen endlich eine streng überwachte Zertifizierung und ein Importverbot für Soja, das auf gerodeten Waldflächen angebaut wurde. Es dürfen keine Regenwälder für den Anbau von Soja und Palmöl brennen. Die Biodiversitätskonferenz dieses Jahr in China muss grundsätzlich eine Trendwende einleiten: Wir brauchen ein ‚Paris Abkommen‘ für den Artenschutz. Denn Wälder sind auch Lebensräume: Weltweit leben 300 Millionen Menschen von und mit dem Wald. Sie bieten drei Vierteln aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde eine Heimat. Dieses Welterbe müssen wir konsequent schützen“, so Bundesentwicklungsminister Gerd Müller.

Der NABU hat bereits zahlreiche Vorhaben mit finanzieller Unterstützung des BMZ umgesetzt, darunter das Projekt „Forests for Future“ im Südwesten Äthiopiens, wo drei große Bergnebel- und Regenwaldgebiete in Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden und Behörden wiederhergestellt werden. Im gemeindebasierten Schutzgebiet Mahavavy-Kinkony auf Madagaskar konnte der NABU mit Unterstützung des BMZ durch die Einrichtung von Brandschneisen und Aufklärung der Bevölkerung Waldbrände um fast 20 Prozent reduzieren. Auch Kampagnen zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) setzten die Partner gemeinsam um. Zukünftig möchten die Partner in den Bereichen internationaler Naturschutz, Klimaanpassungen und nachhaltige Regionalentwicklung strategisch zusammenarbeiten, Projekte entwickeln und sowohl in den Partnerländern vor Ort als auch in Deutschland Bewusstsein für notwendige Naturschutz - und Nachhaltigkeitsmaßnahmen schaffen.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO hat den Tag des Waldes in den 1970er Jahren ins Leben gerufen, um auf die globale Waldzerstörung aufmerksam zu machen.

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Verschiedenes 

NABU und LBV: Der Vogel des Jahres 2021 ist das Rotkehlchen

NABU und LBV: Der Vogel des Jahres 2021 ist das Rotkehlchen
Rotkehlchen (c) NABU/Rolf Müller

Der beliebte Gartenvogel setzt sich in der ersten öffentlichen Wahl gegen Rauchschwalbe und Kiebitz durch

Berlin, 19.3.21 – Der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres ist das Rotkehlchen. Es hat mit 59.338 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. An der von NABU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) organisierten Wahl haben seit dem 18. Januar über 326.000 Menschen teilgenommen. In der Vorwahl hatten knapp 130.000 Menschen die zehn Vögel für die Hauptwahl bestimmt.

„Wir freuen uns über diese überwältigende Wahlbeteiligung“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Da das Interesse an der heimischen Vogelwelt so groß ist, stellen wir auch in Zukunft den Vogel des Jahres öffentlich zur Wahl. Ein Fachgremium des NABU wird jedes Jahr fünf Kandidaten bestimmen, aus denen der Vogel des Jahres öffentlich gewählt wird.“ Die erste Wahl nach diesem neuen Modus wird bereits in diesem Jahr von Oktober bis Mitte November stattfinden.

„Das Rotkehlchen ist einer der bekanntesten und beliebtesten Vögel Deutschlands“, so Miller, „Der zarte und doch stimmgewaltige Sympathieträger kann ganzjährig beobachtet werden. Mit seiner orangeroten Brust und seiner zutraulichen Art ist er besonders leicht zu erkennen und fast überall in Wäldern, Parks und Siedlungen zu Hause. Er hat im Wahlkampf mit dem Slogan ‚Mehr Gartenvielfalt‘ für sich und vogelfreundliche Gärten geworben.“

In Deutschland leben 3,4 bis 4,3 Millionen Brutpaare, der Bestand ist derzeit nicht gefährdet. Das Rotkehlchen trägt den Titel bereits zum zweiten Mal: Schon 1992 war der bekannte Gartenvogel Vogel des Jahres.

Vorläufiges amtliches Endergebnis der Wahl:

1. Rotkehlchen, 59.338 = 17,4%
2. Rauchschwalbe, 52.410 = 15,3%
3. Kiebitz, 43.227 = 12,6%
4. Feldlerche, 40.523 = 11,9%
5. Stadttaube, 31.453 = 9.2%
6. Haussperling, 28.137 = 8,2%
7. Goldregenpfeifer, 23.054 = 6,7%
8. Blaumeise, 22.908 = 6,7%
9. Eisvogel, 22.711 = 6,6%
10. Amsel, 17.988 = 5,3%







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