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Verschiedenes 

Für eine sozialverträgliche Verkehrswende

NABU startet Dialogprozess mit Gewerkschaften und Sozialverbänden

Miller: Die Verkehrswende kann nur gemeinsam gelingen

Berlin – Der NABU dringt auf die Entwicklung einer gemeinsamen Roadmap für die anstehenden Umwälzungen im Mobilitätssektor. Auf seiner heutigen Konferenz „Sozialverträgliche Verkehrswende“ startete der NABU in Berlin einen entsprechenden Dialogprozess mit Gewerkschaften und Sozialverbänden. Gleichzeitig rief er dazu auf, die Verkehrswende als gesamtgesellschaftliches Großprojekt zu begreifen, das nur im Verbund wesentlicher Akteure gelingen könne. Der Zivilgesellschaft komme dabei eine entscheidende Rolle als Vermittler zwischen den unterschiedlichen Interessenlagen zu, die es aktiv auszufüllen gelte. Ziel sei es, die teilweise unterschiedlichen Positionen von Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbänden einander weiter anzunähern und so einen gerechten Übergang in ein zukunftsfähiges Mobilitätssystem zu organisieren. Nur so könne auch einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft angesichts der enormen Herausforderungen vorgebeugt werden.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Eine sozial verträgliche Verkehrswende kann nur gemeinsam gelingen. Für den Klimaschutz braucht es zentrale Weichenstellungen wie den Abbau umweltschädlicher Subventionen für fossile Kraftstoffe. Um diese Hebel in Bewegung zu setzen, ist ein gesellschaftlicher Konsens notwendig. Entscheidend wird sein, den Transformationsprozess und den damit verbundenen Strukturwandel in der Fläche zu organisieren. Der NABU mit seiner Verwurzelung in den Regionen möchte seinen Teil zum Gelingen dieses Mammutvorhabens beitragen. Die Anliegen der Beschäftigten der Automobilindustrie müssen bei der Verkehrswende ebenso berücksichtigt werden, wie die Frage nach inklusiver, verlässlicher und bezahlbarer Mobilität. Dann können die Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor schnellstmöglich und umfassend wirksam werden.“

Daniel Rieger, Leiter Verkehrspolitik: „Die verkehrspolitische Debatte war bisher vor allem von Schreckensszenarien und einem gegeneinander Ausspielen von Klimaschutz- und Arbeitnehmerinteressen geprägt. Die berechtigte Frage nach der Sozialverträglichkeit von Klimaschutzmaßnahmen wurde politisch dazu instrumentalisiert, am bestehenden System festzuhalten. Dabei schafft die derzeitige Verkehrspolitik selbst erhebliche soziale Verwerfungen. Sie diskriminiert sozial Benachteiligte und schwächere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer und hinkt beim Klimaschutz massiv hinterher.

Die Autoindustrie setzt durch ihr zögerliches Vorgehen beim Umstieg auf emissionsfreie Antriebe ihre Zukunftsfähigkeit und damit hunderttausende Arbeitsplätze aufs Spiel. Wir stehen beim Umbau des Mobilitätssektors im Stau. Eine partnerschaftlich entwickelte Roadmap für eine sozialverträgliche Verkehrswende erscheint vor diesem Hintergrund als einzig erfolgversprechender Ansatz.“

Auf der NABU-Konferenz „Die Verkehrswende sozialverträglich gestalten“ am heutigen Montag in Berlin nehmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall, ver.di, dem Sozialverband Deutschland, dem Deutschen Städtetag, der evangelischen Kirche, Umweltverbänden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil.

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Verschiedenes 

Zoo Karlsruhe: Flusspferdnachwuchs ist männlich

Zoo Karlsruhe: Flusspferdnachwuchs ist männlich
Halloween und seine Mutter Kathy / Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Halloween entwickelt sich sehr gut und ist zum Publikumsliebling avanciert

Lange hatte sich das junge Flusspferd Halloween gegen neugierige Blicke der Tierpfleger im Zoo Karlsruhe verwehrt. So war bislang nicht klar, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. "Jetzt konnten wir aber doch den entscheidenden Unterschied ausmachen und sind uns sicher, dass es ein junger Bulle ist", berichtet Revierleiter Robert Scholz.

"Wir haben uns von Anfang an sehr über den Nachwuchs gefreut, sind aber immer wieder darauf angesprochen worden, welches Geschlecht Halloween habe. Nachdem dieses Geheimnis für uns als Zoo-Team gelüftet wurde, freuen wir uns sehr, dies auch der Öffentlichkeit mitteilen zu können", sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.
Halloween entwickelt sich seit seiner Geburt am 31. Oktober, was ihm auch den Namen eingebracht hat, prächtig. "Das Geburtsgewicht haben wir auf etwa 50 Kilogramm eingeschätzt, jetzt dürfte er knappe 100 Kilogramm haben. Das ist ein sehr gutes Zeichen. Das Wachstum deutet darauf hin, dass es dem Kleinen sehr gut geht", so Scholz.

Flusspferdmütter verteidigen Nachwuchs
Eine Routine-Untersuchung wie bei anderen Jungtieren durch die Zootierärztin ist nicht möglich, da Flusspferdmütter ihren Nachwuchs verteidigen. Und Mutter Kathy nimmt ihre Rolle sehr ernst. Ein Herausnehmen des Jungtiers aus dem Gehege wäre lebensgefährlich für die Pfleger. Somit bleibt nur das Beobachten. Und mit dem, was zu sehen ist, sind die Mitarbeiter des Dickhäuterhauses sehr zufrieden.
Halloween trinkt regelmäßig bei seiner Mutter, was bei Flusspferden immer unter Wasser geschieht. Zudem nimmt der kleine Bulle auch schon geringe Mengen Heu auf, wenn er neben der fressenden Mutter Kathy an Land steht. "Halloween ist ein sehr agiles und neugieriges Jungtier, das bereits früh an allen Dingen interessiert ist, die rund um das Gehege passieren", so Scholz.

Und es ist teilweise sehr viel los im Dickhäuterhaus, schließlich ist der Mini-Flusspferdbulle zum Publikumsliebling avanciert. Manchmal müssen die Zoogäste sogar anstehen und warten, um dann einen Blick auf das Kleine zu erhaschen, bevor es wieder im Wasser abtaucht. Häufig döst Halloween aber einfach vor sich hin, legt dabei seinen kleinen Kopf neben oder direkt auf die riesige Schnauze seiner 1,8 Tonnen schweren Mutter.

Vater bleibt von Mutter und Sohn getrennt
Flusspferd-Vater Platsch bleibt weiterhin von Mutter und Sohn getrennt. "Er würde dem Kleinen zwar nicht direkt etwas antun. Indirekt könnte es aber dennoch sehr gefährlich werden, wenn er seine Partnerin wieder begatten und Halloween dazwischen geraten würde", erklärt Scholz. Erst im Frühjahr, wenn das Jungtier nicht mehr bei der Mutter gesäugt wird, kommt es zur Familienzusammenführung. "Wir hoffen, dass Halloween später auch einmal ein solch beeindruckender Bulle wie sein Vater wird", sagt Reinschmidt. Etwa zwei Jahre kann der Kleine in Karlsruhe bleiben, bis er in die Pubertät kommt und mit seinem Vater in Konkurrenz tritt. Spätestens dann wird der jetzt noch so kleine Halloween in einen anderen Zoo umziehen, um dort eine eigene Familie zu gründen.

zum Bild oben:
Halloween und seine Mutter Kathy sind immer eng beeinander.
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe





Verschiedenes 

NABU-Halbzeitbilanz zur Klimakonferenz: Lieber keine als schlechte Ergebnisse

Krüger: Erfolge bei Eindämmung von Treibhausgasen noch nicht erkennbar

Madrid – Der NABU und seine Jugendorganisation NAJU ziehen eine verhaltene Halbzeit-Bilanz zur 25. UN-Weltklimakonferenz, die unter chilenischem Vorsitz in Madrid stattfindet. Nach der ersten Verhandlungswoche ist noch nicht erkennbar, wie die Klimaziele aus dem Pariser Abkommen erreicht werden können.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Das wichtigste Verhandlungsthema der diesjährigen Klimakonferenz sind die Regeln für ein Emissionshandelssystem. Bisher liegen noch Optionen auf dem Tisch, die sowohl den Transfer alter Zertifikate aus dem Kyoto-Protokoll als auch Doppelzählungen von Emissionsminderungen in mehreren Ländern ermöglichen. Das Offenhalten beider Möglichkeiten gefährdet das Ziel, die globalen Treibhausgas-Emissionen wie erforderlich einzudämmen. Keine der diskutierten Optionen ist tatsächlich ein Hebel, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, wie 2015 im Pariser Abkommen beschlossen.“

Die Verabschiedung eines Kompromisses, der nicht sicherstellt, dass Handelsmechanismen tatsächlich zu Absenkungen der gesamten globalen Treibhausgas-Emissionen beitragen, muss in der kommenden Woche unbedingt verhindert werden. NABU-Klimaexperte Sebastian Scholz: „Einmal beschlossene Regeln sind für die nächsten Jahre gültig und können im schlechtesten Fall über Jahre hinweg für den Anstieg von Treibhausgasemissionen sorgen. Als Erfolg wird Ende der nächsten Woche nur gewertet werden können, wenn gute Regeln verhandelt werden. Lieber keine als schlechte Ergebnisse.“

Kurz vor Beginn der zweiten Woche unter Anwesenheit vieler Ministerinnen und Minister und Regierungschefs irritieren Ankündigungen der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass die europäischen Klimaschutzziele erst im Oktober des kommenden Jahres erhöht werden sollen. Wenn es tatsächlich so käme, sei die EU viel zu spät dran, um die Klimaschutzziele bei der kommenden Klimakonferenz in Glasgow einzubringen. NAJU-Klimaexpertin Janine Wohlers: „Damit würde die EU den Prozess zur Steigerung der weltweiten Klimaschutzambitionen torpedieren und schwer beschädigen. Das ist inakzeptabel. Deshalb haben sich die europäischen Jugendlichen vernetzt, um die Verschärfung der Klimaziele voranzutreiben! Nächste Woche, zur Vorstellung des Green Deals der EU, werden wir genau hinschauen, wann welche Klimaziele verabschiedet werden sollen.“

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Veranstaltungen 

NABU: Welche Vögel sind noch da?

NABU: Welche Vögel sind noch da?
Weidenmeise (C) AdobeStock/Alexander Erdbeer

Der Naturschutzbund und der LBV rufen zur bundesweiten Stunde der Wintervögel auf

Berlin – Wer flattert denn da durch den winterlichen Garten? Der NABU und sein bayerischer Partner LBV rufen wieder zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Vom 10. bis zum 12. Januar können Vogelfreundinnen und -freunde eine Stunde lang Vögel beobachten, zählen und dem NABU melden. „Nach dem zweiten Rekordsommer in Folge könnte die Zählung Aufschluss darüber geben, wie sich anhaltende Dürre und Hitze auf die heimische Vogelwelt auswirken“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.“

In diesem Jahr könnte es zudem interessante Erkenntnisse für den Eichelhäher geben. „Im Herbst haben wir einen massiven Einflug dieser Art nach Deutschland und Mitteleuropa beobachtet“, sagt Miller. „Im September waren es über zehnmal so viele Vögel wie jeweils im gleichen Monat der vergangenen sieben Jahre. Im Oktober registrierten Vogelzugzählstationen sogar 16 Mal so viele Eichelhäher. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt 1978.“ Als Grund vermuten die Ornithologen, dass es 2018 in Nordosteuropa eine sogenannte Eichelvollmast gab, also besonders viele Eicheln herangereift sind. So konnten deutlich mehr Eichelhäher den vergangenen Winter überleben und in diesem Jahr brüten. „Viele dieser Vögel sind nun zu uns gezogen, weil in ihren Herkunftsgebieten nicht mehr genug Nahrung für alle Vögel vorhanden ist“, erklärt Miller. „Seit die Eichelhäher nicht mehr aktiv wandern, scheinen sie jedoch wie vom Erdboden verschluckt. Die Stunde der Wintervögel könnte zeigen, wo diese Eichelhäher geblieben sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sich in den Wäldern und Gärten des Landes verteilt haben.“

Vielleicht kann bei der Stunde der Wintervögel sogar der in Deutschland fast noch nie beobachtete Hakengimpel entdeckt werden. Dieser kernbeißer-große Finkenvogel aus der nördlichen Taigazone wurde in diesem Herbst vermehrt weit südlich seines normalen Vorkommens im südlichen Skandinavien beobachtet. Besonders in Gärten mit früchtetragenden Vogelbeerbäumen könnten diese roten oder gelben Vögel mit ihren typischen weißen Flügelstreifen auftreten.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum zehnten Mal statt. Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 20. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 11. und 12. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2019 beteiligten sich über 138.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 95.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.

Für die „Schulstunde der Wintervögel“ vom 6. bis 10. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW
Zählkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz für Kindergruppen und Schulklassen an. Bei fünf Aktionen lernen sie Vögel und ihre Anpassungsstrategien an die kalte Jahreszeit kennen. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

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Verschiedenes 

NABU: Europas Natur im roten Bereich

Krüger: Von der Leyen muss Investitionsprogramm für die Ökosysteme vorlegen /Landwirtschaft Ursache Nummer Eins für das Artensterben

Brüssel/Berlin, 4-12-19 – Die Europäische Umweltagentur (EEA) zeichnet mit ihrem am heutigen Mittwoch veröffentlichten Bericht „Die Umwelt in Europa – Zustand und Ausblick 2020“) ein katastrophales Bild: Der Zustand der Natur in Europa ist extrem besorgniserregend. 77 Prozent der wichtigen Lebensräume in der EU sind in einen schlechten Zustand, 60 Prozent der in der EU geschützten Arten sind bedroht. Dramatische Rückgänge gibt es besonders in der Agrarlandschaft: Die Bestände von Vögeln sind in den letzten dreißig Jahren um 30, die von Schmetterlingen um 40 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig ist Europa weit davon entfernt einen guten ökologischen Zustand seiner Flüsse und Meere zu erreichen – obwohl dies die EU-Gesetzgebung verlangt.

Angesichts aktueller Proteste von Bäuerinnen und Bauern gegen höhere Umweltauflagen stellt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger fest: „Leugnen hilft nichts. Der Bericht benennt die Landwirtschaft klar als Ursache Nummer Eins für den Rückgang von Arten, Lebensräumen und Ökosystemen. Wir brauchen einen Systemwechsel in der EU-Agrarpolitik, damit sich nachhaltige Produktion auch für die Betriebe lohnt.“

Mit Blick auf den von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für nächste Woche angekündigten „European Green Deal“ fordert Krüger: „Wir erwarten jetzt ein großes Investitionsprogramm für unsere Ökosysteme. Die Mitgliedstaaten der EU müssen dazu verpflichtet werden, in den nächsten zehn Jahren jeweils 15 Prozent ihrer geschädigten Land- und Meeresflächen wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen. Damit können entscheidende Schritte gegen das Artensterben und die Klimakrise gemacht werden.“

Moore, Wälder, Wiesen, Flüsse und die Meere verarmen laut Bericht immer mehr und verlieren die Fähigkeit Kohlenstoff und Wasser zu speichern, für fruchtbare Böden zu sorgen und vor Extremwetter zu schützen. Laut NABU haben freiwillige Versprechungen zu ihrer Renaturierung nichts gebracht. Jetzt müssen diese Ziele für alle Regierungen verbindlich werden. So könnten bis 2030 insgesamt fast 450 Millionen Hektar Land- und Seefläche renaturiert werden.

Der Bericht schildert auf 500 Seiten in einer großen Detailfülle, dass es Europa trotz ausgefeilter Strategien und Maßnahmeplänen nicht schaffen wird, die selbstgesteckten Ziele bis 2020 zu erreichen. Im Bereich „Naturkapital“ wird die EU nur zwei von 13 Zielen für 2020 erreichen, nämlich die Ausweisung von Schutzgebieten an Land und auf See voranzutreiben – wobei diese oft nur auf dem Papier existieren und nicht ausreichend finanziert und gepflegt werden.

Auch für 2030 stehen die Bewertungsampeln in den meisten Bereichen auf gelb-rot. Bei der Land- und Forstwirtschaft wagen die Wissenschaftler sogar die Prognose, dass bis 2050 keine Nachhaltigkeit erzielt werden wird, wenn es nicht zu einem drastischen Umsteuern der Politik kommt. „Der Bericht konstatiert ein Scheitern auf der ganzen Linie und ist ein dringender Appell an die Politik“, so Krüger.

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Verschiedenes 

Zahl des Monats: Ein Grad weniger spart sechs Prozent Heizkosten

Der NABU gibt Tipps zum Energiesparen beim Heizen

Berlin – Wer die Heizung um nur ein Grad herunterdreht, kann bis zu sechs Prozent Heizkosten sparen. Das gilt vor allem für Altbauwohnungen. In gut isolierten Neubauten fällt die Einsparung etwas geringer aus. „Da die Heizkosten aber über zwei Drittel der Energiekosten einer Wohnung ausmachen, lohnt sich das auf jeden Fall“, so NABU-Energieexperte Danny Püschel.

Das Umweltbundesamt empfiehlt für Wohn-, Ess- und Kinderzimmer 20 Grad als behagliche Raumtemperatur. Im Bad liegt die Wohlfühl-Temperatur bei 22 Grad. In der Küche, wo Herd und Kühlschrank mitheizen und man ständig in Bewegung ist, sind dagegen 18 Grad ausreichend. Die Toilette sollte auf 16 Grad geheizt werden. Auch im Schlafzimmer sind 16 Grad die richtige Wahl für einen gesunden und erholsamen Schlaf.

Weitere Tipps zum Energiesparen beim Heizen online ...

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Veranstaltungen 

"Minga" - Gemeinsam für den Wald in Karlsruhe

Mitmachaktion zum Umpflanzen junger Eichensämlinge im Oberwald

Eine Mitmachaktion für die Bevölkerung im Stadtwald veranstaltet das Forstamt mit Unterstützung der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) und des Umweltamtes am kommenden Samstag, 7. Dezember, von 10 bis 13 Uhr. Eingeladen sind alle Interessierten. Dabei werden einjährige Eichensämlinge so verpflanzt, dass sie an lichten Waldorten weiter wachsen können. Die Aktion ist ein Baustein im Korridorthema "Grüne Stadt". Ziel ist der Waldumbau für klimastabilere Wälder.

Anmeldungen zu der Mitmachaktion sind weiterhin unter dem Stichwort "Mitmachaktion Eiche" mit Angabe der teilnehmenden Personenzahl per E-Mail an forstamt@karlsruhe.de möglich. Feste Schuhe, wetterfeste Kleidung und Arbeitshandschuhe müssen mitgebracht werden, Werkzeug wird gestellt. Bei frostigen Temperaturen oder extrem schlechtem Wetter muss die Aktion kurzfristig abgesagt werden. Information für diesen Fall gibt es unter der Telefonnummer 0721/ 133-7353.

Treffpunkt für die Freiwilligen ist am Holderweg direkt beim Oberwaldsee. Er ist erreichbar von Osten über die Edgar-Heller-Straße (Buslinien 42, 44; Haltestelle „Tiefbauamt“) oder zu Fuß beziehungsweise mit dem Fahrrad von Westen über den Holderweg. Parkplätze sind am Waldeingang kurz vor dem Oberwaldsee in begrenztem Umfang vorhanden.





Verschiedenes 

NABU: Gemeinnützige Vereine sind Stütze der Gesellschaft

Krüger: Politisches Engagement stärkt die Demokratie - Beteiligungsrechte nicht schwächen, sondern stärken

Berlin – Ohne das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre es um die wildlebenden Pflanzen und Tiere mit ihren Lebensräumen schlecht bestellt. Allein im NABU kümmern sich in 2.000 örtlichen Gruppen rund 40.000 Naturschutzmacherinnen und Naturschutzmacher um wertvolle Streuobstwiesen, Trockenrasen oder Fließgewässer. Nicht weniger als drei Millionen Stunden unbezahlter Arbeitszeit leisten sie jährlich im Sinne der guten Sache. Angesichts der aktuellen Herausforderungen im Arten- und Klimaschutz wächst nach Beobachtungen des NABU die Bereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern, sich aktiv am Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu beteiligen.

„Umso wichtiger ist es, dass die Politik die richtigen Weichenstellungen unternimmt, um das Engagement zu fördern. Notwendig sind konkrete Hilfen auf lokaler Ebene, damit zum Beispiel ehrenamtliche Vereinsvorstände mit der wachsenden Zahl von Gesetzen und Vorschriften, die auch das Ehrenamt betreffen, besser und rechtssicher umgehen können“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Die von der Bundesregierung geplante Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt müsse daher so ausgerichtet sein, dass sie tatsächlich praktische Hilfestellungen gibt und das Engagement konkret fördert und unterstützt. Das bedeute auch gezielte Unterstützung bei bürokratischen Anforderungen wie zum Beispiel der Datenschutzgrundverordnung.

Ein klares Bekenntnis zur Bedeutung ihres dem Gemeinwohl dienenden Engagements erwarten die NABU-Ehrenamtlichen auch, wenn es um die steuerrechtliche Würdigung ihrer Arbeit geht. „Wer die Gemeinnützigkeit des verbandlichen Natur- und Umweltschutzes in Frage stellt, nur weil sich ein Umweltverband kritisch zur Umwelt-, Naturschutz- oder Klimapolitik der Regierung äußert, brüskiert alle diejenigen, die sich selbstlos und unentgeltlich in den Dienst der guten Sache stellen. Am Recht von Umweltverbänden, sich politisch einzumischen, darf sich nichts ändern“, so Krüger. Umweltverbände seien eine notwendige Stimme der Zivilgesellschaft und kritische und engagierte Bürgerinnen und Bürger ein Fundament der Demokratie.

Kritisch sieht der NABU auch die von interessierten politischen Kreisen immer wieder eingeforderte Beschneidung von Mitwirkungsrechten und die Beschleunigung von Verfahren, die zu Eingriffen in den Naturhaushalt führen. Umweltverbände haben durch ihr gerichtliches Engagement erst dafür gesorgt, dass EU-Umweltvorgaben oder Völkerrecht in Deutschland tatsächlich auch umgesetzt werden.

Die Herausforderungen im Arten- und Klimaschutz können nur unter aktiver Beteiligung einer engagierten Öffentlichkeit bewältigt werden. „Ohne Bürgerinnen und Bürger, die aktiv mithelfen, ihre Wohnorte an sich verändernde Klimabedingungen anzupassen oder vor Ort dafür sorgen, dass Moore durch Naturschutzmaßnahmen wieder zu Verbündeten im Klimaschutz werden, wird es nicht gehen. Die Bereitschaft zum Anpacken und Mitmachen ist da. Die Politik muss fördern und dort, wo es notwendig ist, Steine aus dem Weg räumen, damit auch in Zukunft viele Menschen Interesse und Spaß am ehrenamtlichen Engagement haben“, so der NABU-Präsident.

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