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Veranstaltungen 

GreenmotionsFilmfestival: Programm

GreenmotionsFilmfestival: Programm
Normal is over / Foto: Veranstalter

Drittes internationales Greenmotions Filmfestival 11.-13. Nov. 2016 in Freiburg i.Br.

Dokumentarfilme aus aller Welt und Kurzfilmwettbewerb zu Umwelt und Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Energiewende und Ernährung

Am Wochenende vom 11. – 13. November 2016 findet in Freiburg im Breisgau das dritte internationale Greenmotions Filmfestival statt. Im Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof in der Urachstrasse werden zu Umwelt und Nachhaltigkeit 14 ausgewählte aktuelle Dokumentarfilme aus aller Welt vorgeführt.

Das Festival eröffnet am Freitag um 17:00 mit dem englischsprachigen Film „Normal is over“ von Renée Scheltema. Ab 19 Uhr wird der Klima-Aktionsfilm "Beyond the Red Lines – Systemwandel statt Klimawandel" des Freiburger Medienkollektivs cine rebelde aufgeführt. Nach den Filmvorführungen findet ab 22:00 Uhr eine Fahrraddisko im Jós Fritz Café statt: Radfahrende Partygäste liefern den Strom für die Musikanlage. Erstmals präsentiert das Festival am Abend des 12. und 13. November Filme zum Thema „Fluchtgrund Klimawandel“ und wird einen Preis zu diesem Thema vergeben.

Am Sonntag startet das Programm mit einem Fahrradkino um 11:00 Uhr im Waldhaus, Wonnhaldestr. 6. Die Zuschauerinnen und Zuschauer treten in die Pedale um den Film “Power to Change - die Energierebellion“ zu sehen. Um 13:30 Uhr wird das Programm im Kommunalen Kino fortgesetzt. Im Anschluss zu jeder Filmvorführung kommen Regisseure und aktive Partner des Festivals zu Wort.

Am Sonntagabend 13. November um 19 Uhr findet der internationale Kurzfilmwettbewerb des Festivals mit anschließender Preisverleihung statt.

Der deutschsprachige 94-Minuten-Film „Passion for Planet“ des Freiburger Regisseurs Werner Schuessler am Sonntag um 15:30 Uhr eignet sich auch für Kinder. Darüber hinaus engagiert sich der gemeinnützige Verein in Freiburger Schulen: Beim Sonderteil mit Fahrradkino produzieren Schülerinnen und Schüler aus Freiburger Schulen den Strom für den Filmprojektor mit Hilfe ihrer Fahrräder selbst.

Mitte Oktober wird auf der Internetseite www.greenmotions-filmfestival.de das endgültige Programm veröffentlicht. Die Festivalgäste entscheiden nach den Filmvorführungen selbst welchen Betrag sie geben möchten, nach dem Motto: “Zuerst Ansehen, dann bezahlen“.

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Verschiedenes 

Dringendes Umsteuern erforderlich

Slow Food Deutschland e.V. zum Welternährungstag 2016

Nachdem der Hunger in der Welt immer noch nicht besiegt ist, fordert Slow Food Deutschland e.V. zum Welternährungstag am 16.10.2016 eine umfassende Änderung des globalen Lebensmittelsystems. Umfangreiche Umstrukturierungen müssen vor allem bei der Eindämmung von Nahrungsmittelverlusten, beim Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen sowie der Macht- und Marktkonzentration im Produktions- und Vertriebssystem erfolgen.

Neue Wege für die Bekämpfung des Hungers dringend gesucht!

Auch zum Welternährungstag 2016 wird klar: Der Hunger in der Welt bleibt bestehen. Der soeben veröffentliche Welthungerindex - zu dessen Präsentation die Vorsitzende von Slow Food Deutschland e.V. Ursula Hudson sprach - macht klar, dass Fortschritte bei der Hungerbekämpfung erzielt wurden. Eine Überwindung des Hungers bis 2030 kann aber nur durch weitaus entschlossenere Schritte als bisher garantiert werden.

1. Ansatz: Entschlossene Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung ist Teil der Überwindung agrarindustrieller Strukturen

Zur Zeit gehen ca. 25% der global erzeugten Kalorien zwischen Acker und Teller verloren oder werden verschwendet. Diese enormen Verluste auch nur zu halbieren würde die zu erwartende Lücke in der Ernährungssicherung im Jahr 2050 um 20% vermindern.
Eine neue Studie weist nach, dass z.B. in den USA ca. 50% der produzierten Nahrungsmittel (60 Millionen Tonnen) aus reinem "Perfektionskult" verschwendet werden oder verloren gehen - neben den negativen Auswirkungen auf Ökosysteme auch ein volkswirtschaftlicher Schaden von 160 Milliarden US Dollar.

"Auf der Welt leben zur Zeit sieben Milliarden Menschen, im Jahr 2050 werden es neun Milliarden sein. Die Agrarindustrie fordert deshalb, konventionelle Landwirtschaft massiv auszubauen, um die vermeintlich absehbare Nahrungslücke zu schließen. Dabei produzieren wird heute bereits Nahrung für zwölf Milliarden Menschen! Es geht nicht um ein "Mehr" und "Intensiver", es geht um ein besseres Lebensmittelsystem mit regionaler Bioernährung und mäßigem Fleischkonsum - so bekommen wir auch alle Menschen mit guten, sauberen und fairen Lebensmitteln im Jahr 2050 satt", so Ursula Hudson auf der Veranstaltung zur Vorstellung des Welthungerindex am 11.10.2016 in Berlin.

2. Gentechnik ist keine Lösung

Aktuell versuchen die bekannten Agrarmultis Monsanto, DuPont und Syngenta den Anbau von gentechnisch verändertem Mais in der EU massiv auszuweiten: Statt einer Variante sollen in Zukunft vier Varianten angebaut werden dürfen. Unterstützt werden diese Agrarmultis von der industriefreundlichen europäischen Lebensmittelbehörde EFSA. Dabei wird die Gefahr von Superunkräutern, die durch Kreuzung von transgenem Mais und herkömmlichen Unkräutern entstehen können, in diesem Prozess völlig unterschätzt. Ursula Hudson hierzu: "Das verzweifelte Streben der Agrarmultis, die Agrarwende noch hinauszuzögern, gefährdet nun nicht mehr nur die Ernährungssicherheit in Südamerika alleine, sondern mittlerweile auch noch in Europa. Ausgeräumte Agrarlandschaften in Entwicklungsländern inklusive der Zerstörung wertvoller Ökosysteme und der Vernichtung kleinbäuerlicher Strukturen als klares Signal für die verheerende Auswirkungen der Agro-Gentechnik werden von der europäischen Politik weitestgehend übersehen. Dabei ist der breite gesellschaftliche Wandel unübersehbar und der Tenor klar: Politiker - hört auf zu schlafen!"

3. Markt- und Machtkonzentration in der Landwirtschaft müssen durchbrochen werden

Ein großes Problem des derzeitigen Lebensmittelsystems sind die Flaschenhälse der Weiterverarbeiter. Dies zeigt sich in Deutschland beispielhaft an der Marktmacht der Molkereien und dem auch hiermit verbundenen Preisverfall von Milchprodukten. Entsprechende Strukturen führen zu einer Weiterführung der konventionellen Landwirtschaft einerseits, aber auch zu einer zunehmenden Verdrängung kleinbäuerlicher Strukturen andererseits. "Wir können es nicht zulassen, dass immer mehr Bauern aufgeben und das Land in die Hände einiger Weniger fällt: nicht in Deutschland und nicht weltweit" so Ursula Hudson. "Auch im Bereich der Einzelhandelsstrukturen muss etwas geschehen. Es kann nicht sein, dass oligopolistische Strukturen darüber bestimmen, was die Menschen essen sollen und essen dürfen".

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Kunst und Natur

Karlsruhe: Kunst und Natur
Führung Kunst und Natur im Exotenhaus / Zoo Karlsruhe

Exklusive Sonderführung nachts durch das Exotenhaus

„Schräge Vögel“ ins besondere Licht gerückt/Zweite Versteigerung zugunsten der Artenschutzstiftung

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe bietet am Mittwoch, 9. November, um 20.30 Uhr eine exklusive Nachtführung durch das Exotenhaus an. „Es wird eine ganz besonders stimmungsvolle Kombination aus Kunst und Natur“, verspricht Dr. Clemens Becker. Der stellvertretende Zoodirektor leitet die Führung selbst, den künstlerischen Part übernimmt Axel Birgin.

Der Künstler hat seit Juni einige seiner Vogelskulpturen im Exotenhaus ausgestellt. Er plaudert über die Idee hinter der Kunst sowie die Entstehung der Unikate. Die Kunstobjekte sollen an dem Abend zudem besonders illuminiert werden. Becker wird den Teilnehmern die vielfältigen Bewohner näherbringen. Die Besucherinnen und Besucher erleben das „Nachtgesicht“ des Exotenhauses. Mit nur wenig Licht soll sich es in eine einmalige und stimmungsvolle Kulisse verwandeln.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird zudem die bereits im Juni zugunsten des Artenschutzes versteigerte Skulptur an den neuen Besitzer übergeben. Wer nicht zum Zuge kam, hat eine weitere Chance. Denn: „Axel Birgin hat uns eine zweite Skulptur überlassen, die wir ebenfalls versteigern können“, berichtet Becker. Somit schließe sich der Kreis zwischen Eröffnungs- und Ausstellungsende-Versteigerung.

„Wir hoffen, damit nochmals einen großen Betrag für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe einnehmen zu können“, so Becker. Gebote können bereits während der Führung abgegeben werden, vom 10. bis einschließlich 30. November auch per E-Mail unter office@zoo.karlsruhe.de. Das Mindestgebot beträgt 50 Euro, danach kann in Fünf-Euro-Schritten gesteigert werden. Das aktuelle Höchstgebot wird auf der Internetseite www.karlsruhe.de/zoo sowie auf dem Facebook-Auftritt des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe veröffentlicht.

Die Führung am 9. November wird im exklusiven Rahmen sein. Insgesamt 20 Personen können sich dafür anmelden. Die Teilnehmer dieser zoologisch-künstlerischen Führung erwartet im Anschluss noch ein kleiner Imbiss mit Umtrunk im Exotenhaus. Statt einer Teilnahmegebühr wird eine Spende für die Artenschutzstiftung von mindestens 50 Euro erwartet. Anmeldungen sind ausschließlich per E-Mail unter office@zoo.karlsruhe.de möglich. Bei Bestätigung der Teilnahme ist die Spende direkt auf das Konto der Artenschutzstiftung (IBAN DE07 6619 0000 0000 2121 21) zu überweisen. Die Einnahmen werden für das Ecuador-Projekt der Stiftung zum Erhalt und zur Aufforstung von Regenwald eingesetzt. Infos dazu unter www.karlsruhe.de/artenschutz.

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Verschiedenes 

NABU und LBV: Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017

NABU und LBV: Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017
Waldkautz / Foto: nabu

Höhlen für den lautlosen Jäger der Nacht gesucht

Berlin/Hilpoltstein – Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Waldkauz (Strix aluco) zum „Vogel des Jahres 2017“ gewählt. Auf den Stieglitz, Vogel des Jahres 2016, folgt damit ein Eulenvogel.

„Stellvertretend für alle Eulenarten haben wir für 2017 den Waldkauz zum Jahresvogel gewählt. Mit ihm wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren“, sagte Heinz Kowalski, NABU-Präsidiumsmitglied.

„Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren“, sagte Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender.

Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.

Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.

Auch wenn sein Name anderes vermuten lässt: Der Vogel des Jahres 2017 ist keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten fühlt. Als ideal gilt ein Lebensraum mit einem Waldanteil von 40 bis 80 Prozent, dazu Lichtungen und angrenzende Felder. Längst ist er daher auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand und geeigneten Bruthöhlen zuhause. Dabei kommt er uns Menschen recht nah, wenn er auch eher zu hören als zu sehen ist. Tagsüber versteckt er sich in Höhlen oder in dichten Baumkronen.

Die Anpassungsfähigkeit bei der Wahl des Lebensraumes trägt dazu bei, dass der Waldkauz die häufigste Eule in Deutschland ist. Der Waldkauz ist gut getarnt mit seinem rindenfarbigen Gefieder. Sein großer Kopf ohne Federohren sitzt auf einem gedrungenen Rumpf. Der beigebraun gefärbte Gesichtsschleier ist dunkel umrahmt. Sein freundliches Aussehen verdankt er seinen großen runden „Knopfaugen“ sowie den zwei hellen Querstrichen oberhalb des Gesichtsrahmens, die auf uns Menschen wie Augenbrauen wirken. Der stark gekrümmte Schnabel ist beim Waldkauz gelblich. Fast immer hören wir die Rufe des Jahresvogels in TV-Krimis, wenn es dunkel und unheimlich wird. Im wahren Leben erklingt das lang gezogene „Huu-hu-huhuhuhuu“, wenn Waldkäuze balzen oder ihre Reviere markieren, vor allem im Herbst und im Spätwinter. Fast das ganze Jahr über machen sie außerdem durch ihren Kontaktruf „ku-witt“ auf sich aufmerksam. Die lautlosen Jäger werden mit 40 bis 42 Zentimeter Länge etwa so groß wie Krähen, bringen 400 bis 600 Gramm auf die Waage und erreichen eine Flügelspannweite bis zu 98 Zentimetern.

Gleichzeitig zum Waldkauz-Jahr starten NABU und LBV ab 2017 eine neue Aktionsreihe. Der Waldkauz steht dabei als nächtlicher Jäger für alle Tiere der Nacht. Unter dem Namen „NABU- bzw. LBV-NachtnaTOUR“ bieten die Verbände Exkursionen, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen zu den Besonderheiten der nächtlichen Tier- und Pflanzenwelt an. Am 20. Mai 2017 wird dazu eine bundesweite „NABU NachtnaTour“ durchgeführt. Von der Dämmerung bis zum frühen Morgen stehen in der Nacht zum Sonntag Waldkauz, Fledermäuse und Co. im Mittelpunkt.

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Verschiedenes 

Unser "badisches Nashorn" ist der Wolf!

Unser "badisches Nashorn" ist der Wolf!
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

"Der langsam zurückkehrende Wolf war in Deutschland lange ausgestorben" steht immer wieder in den Medien.
"Ausgestorben" ist ein seltsam beschönigendes Neusprech-Wort. Es klingt nach "still von uns gegangen". Bekämpft, verfolgt, ausgerottet, ausgemerzt..., diese Begriffe beschreiben den Umstand des "Aussterbens" ein wenig treffender.

Jetzt kommt der Wolf langsam zurück und wie wird er empfangen?

Wir zitieren aus einer Stellungnahme des BLHV „Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.“:
"Der BLHV spricht sich gegen eine Wiederbesiedlung von Baden-Württemberg durch den Wolf aus. (...) Der BLHV kritisierte auch die verbreitete Willkommenskultur für den Wolf. Diese sei der ländlichen Bevölkerung und den Weidetierhaltern im Besonderen nicht zu vermitteln."

"In Zeiten eines, auch durch die industrielle Landwirtschaft ausgelösten globalen Artensterbens haben wir gegenüber bedrohten Arten eine regionale Bringschuld", meint BUND-Geschäftsführer Axel Mayer.

Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, gut verdrängte, sechste Welle im Zeitalter des Anthropozän in vollem Gange. Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.

Es ist gut und wichtig, dass sich Medien und Öffentlichkeit verstärkt mit Themen wie dem bedrohten Blauflossenthunfisch, dem gefährdeten Great Barrier Reef, der Abholzung des Dschungels in Amazonien und der Ausrottung der Nashörner in Afrika und Asien beschäftigen. Doch unsere "badischen Nashörner" sind Wolf, Luchs, Wildkatze und Schmetterlinge. Für sie tragen wir hier bei uns Verantwortung.

Die Rückkehr einzelner, überlebender Tierarten nach Baden ist leider immer noch keine Trendumkehr im anschwellenden globalen Artensterben. Sie wird im zunehmend natur- und wildtierfeindlichen Umfeld am Oberrhein auch nicht einfach und darf nicht idealisiert und romantisiert werden. (Neue Hochgeschwindigkeitstrasse der Bahn, Autobahnausbau, Industrialisierung der Landwirtschaft, zunehmende Verlärmung, Klimawandel...)

"Der BLHV sagt, dass das Auftauchen des Wolfes das Aus für die Weidehaltung bedeuten würde. Das Gegenteil ist richtig: In den allermeisten Ländern Europas, wo es noch große Flächen mit intakter Weidekultur gibt, leben gleichzeitig Wölfe. Wie schaffen es die Menschen, die dort auf das Vieh aufpassen, mit den Wölfen zurechtzukommen? Sie halten die Wölfe auf Distanz mit traditionellen Systemen (Herdenschutzhunde) oder modernen Ergänzungen (doppelte Zäune). Es ist im Schwarzwald noch offen, in welche Richtung sich die Jagdtradition von jungen Wolffamilien ausbilden wird, daher kann man auch noch gar nicht sagen, was genau möglich ist und was nicht möglich ist. Und bei den technischen Schutz-Möglichkeiten sind wir sicher erst am Anfang. Es gibt durchaus Vergrämungsmaßnahmen, die ausgelöst werden können, wenn sich Wölfe einer Herde nähern. Diese dienen nur als Ergänzung zu der zielführenden Variante Herdenschutzhund", meint der Biologe und BUND-Vorstand Carsten Brinckmeier.

Nach seiner Ansicht könnte auch eine weitere, ohnehin sinnvolle Entwicklung helfen: "Die Tierwelt der halboffenen Weidelandschaften in Baden-Württemberg ist verarmt. In Weideschwerpunktgebieten, die dann auch gezielter gefördert werden könnten, wäre auch der Herdenschutz einfacher. Damit wäre auch dort der Wolfsschutz einfacher. Und Landwirte könnten in Zeiten des Rückgangs landwirtschaftlicher Erlöse zu Experten im Umgang mit Wildtieren werden und würden dafür entlohnt."

Es macht wenig Sinn, wenn sich Verbände „gegen die Wiederbesiedlung durch den Wolf“ aussprechen – denn das angesprochene Wildtier entscheidet selbst wo es zur Jagd geht und seine Nachkommen aufzieht. Dass er dabei nicht erheblich beeinträchtigt werden darf, ist glücklicherweise europaweit abschließend geklärt und auch in unseren nationalen Gesetzen verankert. Bisher ist nicht absehbar, ob und wann sich ein Rudel im Schwarzwald etablieren wird.

Wir sollten Mensch, Landwirtschaft und Wolf nicht gegeneinander ausspielen, sondern weiterhin gemeinsam nach guten, machbaren Lösungen suchen. Viele Schritte in die richtige Richtung, wie das Wolfsmanagement mit dem Ausgleichsfonds der Naturschutzverbände für Wolfsrisse und dem Leitfaden zum Umgang mit einzelnen Wölfen, sind schon getan.

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer




Veranstaltungen 

Science Days im Europa-Park

Science Days im Europa-Park
Foto: Europapark

Der Förderverein Science & Technologie e.V. präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Europa-Park sowie zahlreichen Partnern vom 10. bis zum 15. Oktober 2016 (außer Mittwoch, 12. Oktober) die beliebten „Science Days“. Bereits zum 16. Mal können Kinder, Jugendliche und Familien täglich von 9 bis 17 Uhr auf eine fesselnde Entdeckungsreise in Deutschlands größtem Freizeitpark gehen. Weit über 80 Aussteller garantieren unter dem Motto Elektrizität zahlreiche Aha-Erlebnisse.

Bei den jährlichen Science Days präsentiert der Förderverein Science & Technologie e.V. ein abwechslungsreiches Programm bestehend aus Mitmachaktionen, Shows und Workshops. Erstmals kann an fünf Tagen, am 10. und 11. sowie vom 13. bis zum 15. Oktober, täglich von 9 bis 17 Uhr im Europa-Park Confertainment Center nach Lust und Laune experimentiert und ausprobiert werden. Kompetente Partner aus Lehre, Forschung, Industrie und Wirtschaft sind an den interaktiven Ständen vertreten. Mehr als 80 Aussteller können während des Festivals zum Schwerpunktthema Elektrizität besucht werden.

Anfang der Woche treffen Kunst und Wissenschaft auf einzigartig aufeinander: Die israelische Künstlerin Noa Haim lässt gemeinsam mit den Besuchern gigantische Molekülstrukturen aus faltbaren Kartons entstehen. Als besonderes Highlight kann am Donnerstag und am Samstag der Start eines Stratosphärenballons beobachtet werden. Dieser überträgt Live-Bilder aus bis zu 30 Kilometern Höhe direkt auf eine Videoleinwand vor dem Europa-Park Confertainment Center.

Die Science Days finden bereits zum 16. Mal im Europa-Park statt und richten sich nicht nur an Schüler und Lehrkräfte, sondern an alle Interessierten zwischen 9 und 99 Jahren. Traditionell besuchen angemeldete Schulklassen überwiegend vormittags die Science Days. Nachmittags und am Samstag sind Familien, kleinere Gruppen und Einzelpersonen willkommen. Gruppen, die gerne die Science Days besuchen möchten, können sich unter 07822 77 66 88 anmelden. Tickets kosten 5 Euro. Für Schulklassen gibt es außerdem die Möglichkeit, ein Kombi-Ticket (Science Days und Eintritt in den Europa-Park) für 26,50 Euro pro Schüler zu erwerben.

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Verschiedenes 

ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2016

ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2016
Die Oktober-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 29.09. im Handel

Aus dem Inhalt

Test: Donuts
Donuts sind zwar Homer Simpsons Lieblingsspeise, doch alle anderen sollten besser die Finger von ihnen lassen. Denn die Hefekringel enthalten hohe Gehalte an Fettschadstoffen, die durch den Einsatz von Palmöl in die Donuts gelangen und als besonders gefährlich gelten. Dazu sind alle getesteten Produkte mit Mineralöl belastet.

Test: Tiefkühl-Pommes
Pommes mag wohl so gut wie jeder. ÖKO-TEST kann zum Glück die Hälfte der getesteten Marken empfehlen. Doch es gibt auch Kritikpunkte: So sind neben einem Keimhemmer erhöhte Acrylamid-Werte immer noch ein Thema. Der Schadstoff wird vor allem dann gebildet, wenn kohlenhydratreiche Lebensmittel gebacken, gebraten, frittiert oder geröstet werden. Acrylamid löst in Tierversuchen Krebs aus und ist erbgutschädigend. Zwei Hersteller setzen den Fritten Glukose bzw. Dextrose zu. Der zusätzliche Zucker ist aber unnötig.

Test: Reiswaffeln
Schon vor vier Jahren hat ÖKO-TEST krebserregendes Arsen in Reiswaffeln gefunden. Haben die Hersteller mittlerweile ihre Produkte verbessert? Die Antwort ist so traurig wie kurz: Nein. Mehr als die Hälfte der Reiswaffeln rasselt mit einem fetten „ungenügend“ durch. In drei Produkten steckt so viel von krebserregendes Arsen, dass der seit Januar geltende EU-Grenzwert für Reiswaffeln überschritten wird. Dazu sind in einigen Marken weitere Schadstoffe wie Acrylamid und Mineralöl enthalten. Es gibt allerdings eine Alternative: Ein Produkt im Test überzeugte mit dem Testurteil „sehr gut“.

Test: Stillkissen
Stillkissen werden mit kleinen Kunststoffperlen, Polyesterwatte oder Schaumstoffen gepolstert. Wer es natürlich will, greift zu Füllungen aus Getreidespelz. Die Hälfte der untersuchten Produkte kann ÖKO-TEST empfehlen. Es gibt allerdings für die Hersteller noch einiges zu verbessern. So fanden die Labore in einigen Kunststofffüllungen Styrol, welcher ausgasen kann und beim Einatmen gesundheitsschädlich ist. Bei einem Produkt aus Bio-Baumwolle wurde Formaldehyd nachgewiesen. Die mit Dinkelspelz gefüllten Kissen hatten ein erhöhtes Bakterien- und Pilzaufkommen und bei einer Naturfüllung aus Wolle wies das Labor Mottengift nach.

Test: Handcremes
Insgesamt 15 der 29 getesteten Produkte kann ÖKO-TEST mit „sehr gut“ empfehlen. Einen besseren Notenschnitt verhindert vor allem der umstrittene Duftstoff Lilial. Der nach Maiglöckchen riechende Stoff ist bei weitem nicht so harmlos wie es sein frühlingshafter Duft vermuten lässt. Schwerer als ein verhältnismäßig niedriges Allergiepotenzial wiegt die Tatsache, dass Lilial sich in Tierversuchen als fortpflanzungsgefährdend erwiesen hat.

Test: Mittel gegen Harnwegsinfektionen
ÖKO-TEST hat 21 Blasen- und Nierentees, 13 rezeptfreie Arzneimittel sowie zwei D-Mannose-Präparate eingekauft, die von den Anbietern für eine Behandlung entzündlicher Harn- und Blasenprobleme angeboten werden. Das Ergebnis ist enttäuschend: Das Gros der Produkte fällt mit den Noten „mangelhaft“ und „ungenügend“ durch und das aus ganz unterschiedlichen Gründen: Bei Blasen- und Nierentees sind häufig Pflanzengifte das Problem, andere Produkte sind schlicht ohne Wirkung bei Harnwegsinfektionen oder sie enthalten einen Wirkstoff mit krebserregendem Potenzial.

Test: Holzspalter
Wer Holz selbst spaltet, kann Geld sparen – und mit Holzspaltern auch Zeit und Mühe. Mit manchen Einsteigermodellen arbeitet es sich aber auf lange Sicht unnötig beschwerlich. Und Handschutz braucht man nicht nur gegen Holzsplitter, sondern auch gegen Schadstoffe. Die stecken bei den Senkrechtspaltern vor allem in den Griffen. Dafür sind sie aber über längere Zeit hinweg angenehmer zu bedienen als die Waagrechtspalter, weil man an ihnen aufrecht stehen kann und sich nicht so oft nach dem Holz bücken muss.

Test: nachhaltige Fonds
Produkte für eine ethische oder grüne Geldanlage gibt es viele. Doch manche Fonds investieren auch in Kohle, Rüstung und Atomkraft – betreiben also nur Augenwischerei. Ein neues Gütesiegel, das FNG, soll für mehr Transparenz im Markt sorgen. Die Analyse von ÖKO-TEST zeigt aber, dass das Auswahlverfahren für eine Siegelvergabe zwar sehr anspruchsvoll klingt, doch in der praktischen Umsetzung zeigen sich Schwächen.

Test: Versicherungsvergleich
Versicherungsvergleiche im Internet versprechen Verbrauchern Transparenz bei der Wahl eines Versicherungstarifs. Doch oft geht es den Betreibern der Portale nur darum, die persönlichen Daten von Interessenten einzuholen, um sie dann teuer zu verkaufen. Auch sollte man den Ergebnissen und Ersparnisversprechen dieser Portale nicht trauen.

Test: Krankenhaus-Zusatzversicherungen
Wer privat vorsorgt, liegt im Einzelzimmer und wird vom persönlich ausgewählten Arzt behandelt. Das dürfte die Genesungslage deutlich verbessern. Eine Kranken-Zusatzversicherung kann sich also durchaus rentieren, vor allem weil die von ÖKO-TEST untersuchten Tarife oftmals eine starke Leistung bieten. Doch es gibt große Preisunterschiede. Ein Vergleich ist daher ein Muss.

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Dieses Mal im Heft: Extra Geld und Versicherungen


Bessere Versicherungsbedingungen: Kleingedrucktes groß geschrieben
Niemand liest Versicherungsbedingungen. Doch die Lektüre ist bares Geld wert. Denn der Markt ist hart umkämpft, ständig gibt es zusätzliche Leistungen zu sinkenden Preisen.

Geld vom Staat: Sanierungsstau im Heizungskeller
Der Umstieg auf effiziente Heiztechnik wird umfangreich vom Staat gefördert. Doch so richtig lockte das in den letzten Jahren keinen hinter dem Ofen hervor. Jetzt gibt’s neuen Anschub.

Kampf um die Rente: Jeder gegen alle
15 Jahre nach der letzten großen Rentenreform brennt es im deutschen Alterssicherungssystem wieder an allen Ecken und Enden. Die staatliche Rente reicht in Zukunft nicht mehr zum Leben. Die Riester-Rente gilt als gescheitert. Die betriebliche Entgeltumwandlung kommt nicht in Schwung. Wie sich der mittelfristig drohenden Altersarmut gegensteuern lässt, könnte zu einem heiß diskutierten Wahlkampfthema werden. Die Parteien bringen sich bereits mit diversen Reformvorschlägen in Position.

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Und außerdem:

Fracking: Gefahr aus dem Gestein
In deutschen Gasfördergebieten tritt mancherorts gehäuft Krebs auf. Bewohner sind beunruhigt, die Industrie sieht sich als unschuldig. Internationale Studien aber geben Anlass zur Sorge.

Dyskalkulie: Die Qual mit der Zahl
Es gibt Kinder, die normal intelligent sind, aber mit Zahlen und Mengen einfach nicht klarkommen. Auch bei der Rechenschwäche ist eine frühe und intensive Förderung notwendig.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: 20 Jahre Waldpädagogik

Ausstellung im Waldzentrum an der Linkenheimer Allee

Die Geschichte begann bereits vor 20 Jahren: Seit 1996 sorgen Pädagoginnen und Pädagogen der Waldpädagogik dafür, Kindern, Familien und Erwachsenen die Ökologie des Waldes näher zu bringen. Dies dokumentiert eine Ausstellung im Waldzentrum an der Linkenheimer Allee 10, der ehemaligen Gustav-Jacob-Hütte. Unter dem Titel "Das Beste aus 20 Jahren Waldpädagogik Karlsruhe" zeigt das städtische Forstamt vom 9. bis 30. Oktober die Vielfalt der waldpädagogischen Aktivitäten in diesem Zeitraum. Anhand von Exponaten, Fotos und Presseartikeln wird erlebbar, wie sich Waldpädagogik in Karlsruhe entwickelt hat. Zu sehen ist die Schau montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr, Samstag ist sie geschlossen. Der Eintritt ist frei.

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