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Dienstag, 28. Januar 2020 Uhr

 
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Verschiedenes 

Karlsruhe: In öffentlichen Grünanlagen nicht füttern

Insbesondere Krähen kommen ohne Zufütterung aus

Im vergangenen Jahr stellten städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wiederholt fest, dass in den öffentlichen Grünanlagen Vögel aller Art gefüttert wurden. Das darf nicht geschehen.

Die Stadt Karlsruhe hat Hinweisschilder zur Vermeidung von Fütterungen in Grünanlagen (etwa in der Fanny-Hensel-Anlage) aufgestellt. Grundlage hierfür ist die Straßen- und Anlagenpolizeiverordnung. Hintergrund sind die mit der Fütterung verbundenen negativen Auswirkungen an den Futterplätzen. Diese können Keimstätten von Krankheitserregern sein, die auch auf den Menschen übertragbar sind. Ausgelegte Lebensmittelreste und illegale Fütterungen führen zu Überpopulationen, die sich nachteilig auf die Tiergesundheit auswirken können. Auch die Gewöhnung an den Menschen kann Probleme wie mangelndes Fluchtverhalten, mangelnde Furcht vor Hunden oder nicht wohlgesonnenen Menschen hervorrufen.

Schäden in der heimischen Vogelwelt
Des Weiteren möchte die Stadtverwaltung darauf hinweisen, dass Vögel, insbesondere Rabenvögel, nicht auf Fütterungen durch den Menschen angewiesen sind. Gerade Rabenvögel, hierzu gehören die Krähen, sind konkurrenzstark und können sehr gut für sich selbst sorgen. Auch der örtliche Naturschutzbund (NABU) weist darauf hin, dass die Fütterung von Rabenvögeln ökologisch unsinnig ist und unter Umständen zu Schäden in der heimischen Vogelwelt führen kann.

Um ökologische Schäden und Verunreinigungen der Grünanlagen zu vermeiden, bittet die Stadt Karlsruhe um Beachtung des Verunreinigungsverbots. Wer sich nicht an diese Regelungen der Straßen- und Anlagenpolizeiverordnung hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Ergänzend weist die Stadtverwaltung auch darauf hin, dass in allen Naturschutzgebieten und flächenhaften Naturdenkmalen ein striktes Fütterungsverbot für Krähen und andere Vögel gilt. In den vergangenen Jahren wurden leider immer wieder ungenehmigte, ökologisch nachteilige Fütterungen wie beispielsweise im Naturschutzgebiet Alter Flugplatz Karlsruhe festgestellt. Auch für die Naturschutzschutzgebiete gilt, dass Zuwiderhandlungen erhebliche Bußgelder bewirken können. Der Wortlaut der Verordnung findet sich unter https://web1.karlsruhe.de/Stadt/Stadtrecht/s-1-1.php.

Die Stadt Karlsruhe erarbeitet derzeit ein Biodiversitätskonzept. Im Rahmen der städtischen Öffentlichkeitsarbeit wird auch hinsichtlich der Fragen zur ökologisch sinnvollen Fütterung informiert werden.

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Verschiedenes 

NABU: Ausstieg aus der Braunkohle kommt viel zu spät

Krüger: Einigung zur Umsetzung des Kohlekompromisses reicht nicht, um Klimaziele zu erreichen

Berlin, 16. Januar – In der Nacht auf den heutigen Donnerstag haben sich Bund und Länder auf einen Pfad zum Kohleausstieg als Umsetzung des Kohlekompromisses geeinigt. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert:

„Der nun vereinbarte Ausstiegspfad für die Abschaltung der Kohlekraftwerke reicht vorne und hinten nicht, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Er entspricht noch nicht einmal dem im letzten Jahr ausgehandelten Kohlekompromiss. Zwar sollen in den kommenden beiden Jahren die ersten Kraftwerke abgeschaltet werden, allerdings wird mit Datteln auch noch ein neues Kraftwerk ans Netz gehen. Auch von einem stetigen Ausstieg – wie im Kohlekompromiss vereinbart – kann keine Rede sein. Insbesondere der viel zu späte Ausstieg aus der Braunkohle wird das verbleibende CO2-Budget schmerzlich verringern. Wie der gleichzeitig dringend notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien mit den aktuell diskutierten Abstandregeln zu Windenergieanlagen realisiert werden soll, steht in den Sternen. Energie- und klimapolitisch bleibt diese Bundesregierung immer noch weit hinter dem Notwendigen zurück.“





Veranstaltungen 

NABU und Biosphere Expeditions ...

Teilnehmende für Expeditionen nach Armenien und Kirgistan gesucht

Laienforscherreisen helfen beim Schutz bedrohter Großkatzen

Berlin - Die Naturschutzorganisationen NABU und Biosphere Expeditions suchen noch Teilnehmende für die diesjährigen Großkatzen-Expeditionen nach Armenien und Kirgistan. Die Forscherreisen ermöglichen es Laien als Bürgerwissenschaftler, aktiv am Schutz seltener Großkatzen wie Schneeleoparden und anderer Wildtiere mitzuwirken. Die Termine für die Expeditionen sind 10.-22. Mai und 24. Mai - 5. Juni (Armenien) sowie 22. Juni - 4. Juli und 6. - 18. Juli (Kirgistan). Anmeldungen sind unter www.biosphere-expeditions.org/armenia und www.biosphere-expeditions.org/kyrgyzstan möglich.

Die Expedition nach Armenien, wo in den entlegenen Khustup-Bergen im Süden des Landes seltene Leoparden, Luchse und Bären leben, bieten die Organisationen dieses Jahr erstmalig an. "Der NABU freut sich, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Biosphere Expeditions nun auch nach Armenien auszuweiten und über die zusätzlichen Kapazitäten, die diese für den Schutz der bedrohten Tierwelt mit sich bringt", sagte Thomas Tennhardt, NABU-Direktor Internationales.

Die Expeditionsteilnehmenden bauen zusammen mit NABU-Mitarbeitern Fotofallen auf oder prüfen bereits aktive. Sie suchen und identifizieren Spuren von Schneeleoparden, Persischen Leoparden, Braunbären und Luchsen, führen Wildzählungen an Wildschafen, Steinböcken, Murmeltieren und Vögeln durch und helfen dabei, die Akzeptanz für Großkatzen in der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Daher gehört der Austausch mit den örtlichen Hirten und Dorfbewohnern ebenfalls zu den Aufgaben der Teilnehmenden. Zu Fuß oder im Geländewagen geht es in teils abgelegene Siedlungen und Bergdörfer in Höhen bis zu 3.600 Meter hinauf. "Körperliche Fitness ist daher eine Teilnahmevoraussetzung", erklärte Dr. Matthias Hammer, Gründer und Geschäftsführer von Biosphere Expeditions. Auch zumindest grundlegende Englischkenntnisse seien wichtig. "Weitere Vorkenntnisse oder spezielle Fähigkeiten sind nicht erforderlich - was man für die Feldarbeit wissen muss, wird vor Ort im Rahmen einer zweitägigen Ausbildung zum Beginn der Expedition vermittelt", so Hammer weiter.

Sowohl der Persische Leopard als auch der Schneeleopard sind durch Wilderei und Lebensraumverlust stark bedroht. Der NABU engagiert sich seit zwanzig Jahren in Armenien und Kirgistan für den Schutz dieser und anderer bedrohter Tiere. Bereits seit 2014 bietet Biosphere Expeditions zusammen mit dem NABU die Forscherreisen für alle in den Tian Shan an. Das lokale Wissen der NABU-Mitarbeiter vor Ort und die Erfahrung von zwanzig Jahren im nachhaltigen Wissenschaftstourismus von Biosphere Expeditions bilden die Grundlage für die Expeditionen.

Übrigens: Für beide Expeditionen gibt es einen Teilnahmeplatz im Wert von ca. 3.000 Euro zu gewinnen. Bewerbungen und Informationen unter www.nabu.de/expedition. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 1. März.

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Veranstaltungen 

Bürgerstrom ohne Atom

Zum 9. Fukushima-Gedenktag am Mittwoch, den 11. März 2020, 17.00 Uhr laden Oskar Kreuz und Erhard Schulz die Bürgerinnen und Bürger mit Kindern zu einem kleinen Familien-Spaziergang zu drei Bürger-Wasserkraftanlagen im Emmendinger Stadtgebiet ein: Die Teilnehmer treffen sich um 17.00 Uhr am Wasserrad an der Romaneistraße mit Wasserkraftpionier Oskar Kreuz, welcher hier seit 1999 jährlich über 200.000 kWh elektrischen Strom produziert. Anschließend geht es zum Schneckenkraftwerk am Ahornweg, welches 2008 errichtet wurde und jährlich über 300.000 kWh liefert. Zum Abschluss wird das Ramie-Wasserkraftwerk außen und innen besichtigt, welches im Jahr 2019 über 590.000 kWh Strom für 200 Haushalte produziert hat. Erhard Schulz, welcher von der japanischen demokratischen Ärztevereinigung nach Fukushima eingeladen war wird als einer der 185 Mitinhabern dieses leistungsfähige Wasserkleinkraftwerk vorstellen und auch Eindrücke aus Fukushima vermitteln. Die privaten Wasserkleinkraftwerke auf der Emmendiger Gemarkung produzieren jährlich zusammen elektrischen Strom für 700 Haushalte mit über 2000 Bürgern!





Verschiedenes 

NABU: Ende des Erdöl-Zeitalters erfordert weniger Konsum

Miller: Mehr Biomasse benötigt mehr Flächen – weltweit wird Druck auf Landschaft und Artenvielfalt steigen

Berlin, 15.Januar – Die am heutigen Mittwoch vorgestellte Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Wir stehen vor einem grundlegenden Wandel: Unsere Wirtschaft muss unabhängig werden von fossilen Energien und Erdöl. Und künftig vor allem auf bio-basierte Stoffe setzen. Klar ist: Mehr Biomasse bedeutet auch mehr benötigte Fläche. Schon heute importieren wir 30 Prozent unserer Flächen für Bioenergie und Futtermittel aus dem Ausland. Das geht auf Kosten der Regenwälder und des Klimas. Weltweit werden Landschaften und Artenvielfalt noch viel stärker unter Druck geraten, wenn wir weiter konsumieren wie bisher. Dieses Dilemma lässt sich nicht allein durch neue Technologien lösen, wie es die Bundesregierung suggeriert. Sie muss allen Beteiligten – Wirtschaft und Bevölkerung – endlich reinen Wein einschenken: Die Transformation der Wirtschaft wird nur gelingen, wenn wir weniger verbrauchen. Das gilt vor allem für Kunst- und Treibstoff.“

Erstmals plant die Bundesregierung auch Vertreter der Gesellschaft in den sie beratenden Bioökonomierat aufzunehmen. „Dies begrüßen wir ausdrücklich. Bisher war das Gremium ausschließlich mit Vertretern aus Industrie und Wirtschaft besetzt. Doch die Folgen dieses gravierenden Wirtschaftsumbaus für Natur und Bevölkerung müssen unbedingt berücksichtigt werden“, so Miller.

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Verschiedenes 

NABU: Milder Winter beschert uns weniger Gäste am Futterhaus

Bei der Stunde der Wintervögel wurden rund 38 Vögel pro Garten gezählt / hohe Teilnehmerzahl

Berlin – Haussperling, Kohlmeise, Blaumeise, Feldsperling und Amsel – das sind die fünf häufigsten Vögel in Deutschlands Gärten, wie die „Stunde der Wintervögel“ am vergangenen Wochenende gezeigt hat.

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV freuen sich über die weiter steigende Beteiligung an Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion, die am vergangenen Wochenende bei sehr mildem Winterwetter zum zehnten Mal stattfand. Bis Mittwoch Morgen wurden bereits die Zählergebnisse von über 112.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus fast 77.000 Gärten erfasst. Mit über 2,9 Millionen Vögeln wurden damit pro Garten knapp 38 Vögel gemeldet.

„Das liegt zwar etwas unter dem langjährigen Schnitt von 39,8 Vögeln, entspricht aber genau unseren Erwartungen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Die Daten aus inzwischen einem Jahrzehnt Stunde der Wintervögel zeigen deutlich, dass die Zahl der Vögel in den Gärten umso geringer ist, je milder und schneeärmer der Winter ist.“ Denn erst wenn es kalt wird und Schnee liegt, suchen viele Waldvögel Zuflucht in den Gärten der etwas wärmeren Städte, in denen sie oft reich bestückte Futterstellen vorfinden. Dazu passt, dass der ewige Spitzenreiter Haussperling, der sein ganzes Leben in den Dörfern und Städten verbringt, nur in den beiden kältesten Wintern des Jahrzehnts, 2011 und 2013 durch die vor allem in Wäldern lebende Kohlmeise vom Spitzenplatz verdrängt wurde, so Miller.

Die Ornithologen des NABU freuen sich über das Spitzenergebnis des Haussperlings mit 6,8 Vögeln pro Garten. Noch nie waren es mehr Haussperlinge seit Beginn der Aktion im Jahr 2011. Offensichtlich kommt diese Art mit den zuletzt sehr warmen und trockenen Sommern gut zurecht. Damit bestätigt sich die leichte Bestandserholung nach Jahrzehnten eines deutlichen Rückgangs.

Die Amsel, die im vergangenen Winter aufgrund einer massiven Ausbreitung des für Amseln tödlichen Usutu-Virus im Jahr zuvor deutliche Einbußen zu verzeichnen hatte, verharrt auf diesem niedrigen Niveau. Die Usutu-Saison 2019 war deutlich schwächer und hat damit offensichtlich zu keiner weiteren Abnahme geführt.

Größtes Sorgenkind der Naturschützer ist weiterhin der Grünfink. Mit nur noch 1,17 Vögeln pro Garten setzt diese vor allem in Städten und Dörfern lebende Art ihre Serie von Minusrekorden fort. Seit 2011 nimmt diese Art von Jahr zu Jahr um zwölf Prozent ab. Als Ursache vermutet der NABU unter anderem Trichomoniasis, eine Infektionen mit einem einzelligen Parasiten, mit dem sich diese Finken häufig an sommerlichen Vogelfutterstellen infizieren.

Auffällig war, wie erwartet, eine große Zahl von Eichelhähern in Deutschlands Gärten. In vier von zehn Gärten konnte diese Art beobachtet werden. Mit 0,82 Vögeln pro Garten waren es 40 Prozent mehr als im langjährigen Mittel. Zum Rekord hat es trotz des im Herbst festgestellten massiven Einflugs nord- und osteuropäischer Häher jedoch nicht gereicht: Im Kältewinter 2011 waren es noch etwas mehr.

Weitere Zählergebnisse können unter www.stundederwintervoegel.de noch bis zum 20. Januar gemeldet werden.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Bernhardusplatz soll zu einem grünen, ruhigen Stadtplatz werden

Karlsruhe: Bernhardusplatz soll zu einem grünen, ruhigen Stadtplatz werden
Bernhardusplatz soll ein grüner Platz werden / Visualisierung: Büro Mettler

Planungsausschuss befürwortet aktuelle Planung

Ein grüner, baumbestandener Platz mit Wasserspiel, viele Sitzgelegenheiten, ein Standort für einen Stadtteilmarkt, ein Kiosk und die Einbeziehung des Areals zwischen der Kirche St. Bernhard und Heinrich-Meidinger-Schule bis zur Bernhardstraße ("Kleiner Bernhardusplatz"): In die Planung des Durlacher Tors/Bernhardusplatzes sind auch viele Anregungen aus der Bürgerschaft eingeflossen. Am Donnerstag (9. Januar) diskutierte der Planungsausschuss den aktuellen Sachstand.

Das Gremium sprach sich unter Leitung von Bürgermeister Daniel Fluhrer dafür aus, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. So befürwortete der Ausschuss die Intention, am Oststadt-Entree einen ruhigen Aufenthaltsort für viele Nutzungen zu schaffen. Auch die Absicht, durch Öffnen des Walls die Verbindung zwischen dem Bernhardusplatz und der Oststadt zu stärken, wird grundsätzlich positiv gesehen. Großes Thema war dabei der Radverkehr. Diesen müsse man aus den beruhigten Zonen herausziehen, war man sich im Gremium einig. Ein Aspekt, der auch in der Bürgerbeteiligung - zuletzt im Oktober 2019 - immer wieder dringendes Anliegen war. Hier sagte Bürgermeister Fluhrer zu, dass sich die Verwaltung dieses Themas im Zuge der weiteren Planung annehmen werde. Ziel müsse sein, die Außenbeziehung rund um die Platzfläche für den Radverkehr zu stärken. Ein gutes Angebot gibt es heute schon durch die ausgebauten Teilabschnitte der Stadtteilroute vom Durlacher Tor nach Hagsfeld. Auf diese zentrale Radachse hätten bereits positive Verlagerungseffekte festgestellt werden können. Ein Knackpunkt ist auf der Südseite des Platzes, wo die Verwaltung noch einmal prüfen wird, ob die Planung für das stadteinwärts führende Radangebot noch optimiert werden kann.

Pflanzschollen und Wasserspiel

Anlass, sich mit der Umgestaltung des Bernhardusplatzes zu befassen, ist der Bau des Stadtbahntunnels. Dieser geht mit Umbauten für das Durlacher Tor/Bernhardusplatz einher. Mit der Umgestaltung wurde das Büro Mettler beauftragt, welches den Wettbewerb zur Umgestaltung von Marktplatz und Kaiserstraße gewonnen hatte. Der Bernhardusplatz war ebenfalls Teil der Wettbewerbsaufgabe.

Barrierefreie Verbindung vom Durlacher Tor zur Oststadt

Durch Wegfall der Bertholdstraße reicht der Platz nun bis St. Bernhard und Heinrich-Meidingerschule. Der Bernhardusplatz ist mit einem hohen Anteil an Grünfläche konzipiert. Großflächig soll die Fläche entsiegelt werden. Rund 30 neu zu pflanzende Bäume, Pflanzschollen und ein Wasserbecken mit Wassersprudlern sollen dem Klimawandel Rechnung tragen. Durch Abtragung des Walls im Bereich der Kirche ist die Verbindung zwischen Durlacher Tor, und "Kleinem Bernhardusplatz" künftig barrierefrei.

Der Bereich der Ludwig-Wilhelm-Straße bis zur Bernhardstraße, der auf Wunsch aus der Bürgerschaft in die Planung integriert wird, wird zwar keine grundsätzliche Veränderung erfahren, soll jedoch behutsam erneuert werden. Die bestehende Tischtennisplatte und der Trinkbrunnen bleiben erhalten. Zum Verweilen sollen neue Beläge und Sitzelemente einladen, die den Platz strukturieren und ruhigere Bereiche etwa im Bereich des Spielplatzes schaffen. Der Spielplatz wird bereits im Frühjahr 2020 saniert. Die Planung für das Gesamtareal vom Durlacher Tor bis zur Bernhardstraße wird weiter konkretisiert mit dem Ziel, 2023 mit der Umsetzung zu beginnen.

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Verschiedenes 

NABU greift Schneeleoparden mit schweren Schussverletzungen in Kirgistan auf

NABU: Großkatze Opfer eines Mensch-Wildtier-Konfliktes in Talas-Region

Berlin/Bischkek - Die Anti-Wilderei-Einheit des NABU in Kirgistan, die "Gruppa Bars" (deutsch: "Gruppe Schneeleopard"), hat in der Talas-Region im Nordwesten Kirgistans einen schwerverletzten Schneeleoparden aufgegriffen. Das etwa ein Jahr alte Tier irrte orientierungslos durch die Ortschaft Kok-Kashat. Anwohnern gelang es, den jungen Schneeleoparden zu fangen und in die Obhut des NABU zu übergeben.

"Der Zustand des Schneeleoparden ist kritisch", teilte Tolkunbek Asykulov, Leiter der NABU-Filiale in Bischkek, mit, nachdem das Tier in der Staatlichen Agraruniversität untersucht und operiert worden war. Das rechte Auge des Schneeleoparden sei komplett zerstört, die Sehkraft des linken Auges betrüge nur noch 40 Prozent. Grund dafür seien mehr als 70 Schrotkugeln im Kopf des Tieres, wie Röntgenaufnahmen ergaben. "18 der Kugeln konnten mittlerweile entfernt werden, alle weiteren verbleiben zunächst, da die Gefahr für das Überleben des Schneeleoparden bei weiterer Entnahme als zu groß eingeschätzt wurde. Erste Meldungen nach dem mehrstündigen Eingriff sprechen von einer gewissen Verbesserung des Zustandes des Tieres. Es versucht zu gehen und nimmt Nahrung und Flüssigkeit zu sich", so Asykulov weiter.

Der junge Schneeleopard ist Opfer eines Mensch-Tier-Konfliktes und wurde mit einem Schrotgewehr angeschossen. "Die menschliche Bevölkerung mit ihren Viehherden breitet sich immer weiter aus. Gleichzeitig schrumpfen durch den Klimawandel der Lebensraum des Schneeleoparden und die Anzahl seiner Beutetiere. So kommt es immer öfter zu Konflikten, denn durch Angriffe von Schneeleoparden auf ihre Viehherden erleiden lokale Hirten teilweise immense Verluste", sagte Asykulov. Die Polizeibehörde in Talas hat offizielle Untersuchungen eingeleitet

Nur einen Tag später griff die Anti-Wilderei-Einheit in der Gemeinde Jumgal der Region Naryn einen weiteren Schneeleoparden in einer Ortschaft auf. Die etwa elf Jahre alte weibliche Großkatze versuchte in einen Stall mit Haustieren einzudringen, wurde allerdings von einem Hofhund erschreckt und in einen Schuppen getrieben. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde das stark geschwächte Tier, das den Namen Akmore erhielt, nach Bischkek transportiert und durch Veterinärmediziner untersucht. Mittlerweile befindet sich die Schneeleopardin im NABU-Rehabilitationszentrum in Ananjewo. Aufgrund ihres hohen Alters sowie drei fehlender Eckzähne, ist es unwahrscheinlich, dass sie in freier Wildbahn überleben kann.

In Kirgistan leben nur noch etwa 300 der vom Aussterben bedrohten Großkatzen. Der NABU engagiert sich seit Anfang der 90er Jahre für den Schutz von Schneeleoparden und konnte durch die Präsenz und Aufklärungsarbeit der "Gruppa Bars" einen spürbaren Rückgang der Wilderei in Kirgistan bewirken. In Pakistan fördert der NABU das ausgezeichnete Projekt der pakistanischen NGO "Baltistan Wildlife Conservation and Development Organization" (BWCDO) zur Verminderung von Mensch-Wildtier-Konflikten, um die dort lebenden Schneeleoparden zu schützen. In Tadschikistan unterstützt der NABU engagierte Naturschützer beim Aufbau gemeindebasierter Wildschutzvereine.







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