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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Sonntagscafé: Naturparadies am Scheideweg

Vortrag beleuchtet Zerstörung von Brasiliens Flora und Fauna

Der Aktionskreis Sonntagscafé lädt für Sonntag, 17. März, um 11 Uhr zu seiner nächsten Veranstaltung ein. Unter dem Titel "Brasilien - Naturparadies am Scheideweg" widmet sich der Vormittag dem Land der Superlative.

In mehreren Etappen hat Diplombiologe Luis Scheuermann Brasilien bis in die letzten Winkel bereist – von den entlegenen, sagenumwobenen Tafelbergen im Norden Amazoniens zu den weiten Sümpfen des Pantanal im Westen und den vor Artenreichtum strotzenden Küstenregenwäldern an der Ostküste. Jedoch sind diese wilden Naturparadiese von Zerstörung durch Umwandlung in Sojaagrarsteppen und Rinderweiden bedroht, die wilden Flüsse Amazoniens werden durch Staudammprojekte zerschnitten und tausende von Quadratkilometern Regenwald überschwemmt. Die reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt Brasiliens sowie die Landschaften des Tropenreiches, aber auch ihre vielfältigen Bedrohungen werden am Beispiel ausgewählter Naturräume in eindrucksvollen Bildern vorgestellt, untermalt mit Musik von Kai Arend und Urwaldgeräuschen.

Veranstaltungsort ist der Große Saal des Internationalen Begegnungszentrums in der Kaiserallee 12d (Haltestelle Yorckstraße, Parkplätze befinden sich hinter dem Haus). Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

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Verschiedenes 

Veggie-Aufschnitt: Ein Wurst­fabrikant macht den besten Veggie-Aufschnitt

Veggie-Aufschnitt: Ein Wurst­fabrikant macht den besten Veggie-Aufschnitt
Veggie Wurst / Foto: Stiftung Warentest

Im Test von lyoner- und salamiähnlichem Veggie-Aufschnitt liegen die Produkte eines Wurst­fabrikanten vorn, beim „Typ Salami“ gemein­sam mit einem weiteren Anbieter. Die Stiftung Warentest hat 20 viel verkaufte Veggie-Aufschnitte auf Schad­stoffe, Keime und Geschmack geprüft: Zwölf schneiden gut ab, sechs befriedigend, zwei mangelhaft.

Die Wurst­ersatz­produkte im Test ähneln Lyoner und Salami, sind aber fettärmer. Zwei Produkte fallen durch: In einer vegetarischen Mortadella wiesen die Tester Listerien nach. Die Krank­heits­erreger können für Immun­schwache und Ungeborene lebens­gefähr­lich sein. In einer veganen Salami fand sich eine erhöhte Anzahl von Bakterien, die die Scheiben schon verdorben hatten.

Von den 13 brühwurst­ähnlichen Produkten – wie Lyoner oder Mortadella – erreichen 10 ein gutes test-Qualitäts­urteil. Schinken-Spicker hebt sich sensorisch hervor. Die meisten schme­cken tadellos und mal mehr mal weniger nach Brühwurst.

Fast alle Aufschnitte mit dem Wort „Salami“ oder „Chorizo“ im Namen haben mit dem klassischen Vorbild nur wenig zu tun. Am nächsten kommt ihr die Salami des Wurst­fabrikanten. Die anderen sind in Geschmack und Konsistenz weiter entfernt vom Original.

Der Test Veggie-Aufschnitt findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/veggie-aufschnitt.

Bild:
Soja und Eiklar statt Fleisch: Die Wurst­ersatz­produkte im Test ähneln Lyoner und Salami, sind aber fettärmer.

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Verschiedenes 

NABU-Kommentar zur "Lex Wolf"

Herdenschutz konsequent umsetzen

Berlin – Bundesumweltministerin Schulze will das Naturschutzgesetz um einen Begriff in Bezug auf den Wolf ändern. Danach soll der Wolf künftig bereits dann entnommen werden dürfen, wenn er „ernste landwirtschaftliche Schäden“ verursacht, bislang muss ein „erheblicher wirtschaftlicher Schaden“ vorliegen. Auch will die Ministerin das Anfüttern der Wölfe verbieten.

Die Vorschläge von Bundesumweltministerin Schulze für eine „Lex Wolf“ kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Es geht hier konkret um Wölfe, die mehrfach die vorgeschriebenen Mindestschutzmaßnahmen von Herden überwinden. Wölfe sind eine streng geschützte Art. Eine Entnahme ist nach wie vor eine Einzelfallentscheidung. Daher muss es darum gehen, konsequent in den Herdenschutz zu investieren. Vorbeugende Herdenschutzmaßnahmen, wie etwa spezielle Schutzhunde oder Zäune können zu 100 Prozent gefördert werden. Tierhalter müssen nachweisen, dass sie alles Zumutbare getan haben, um ihre Herden zu schützen.

Wölfe sollen Wildtiere bleiben und sich von Wildtieren ernähren und nicht die Erfahrung machen können, dass Schafe, Ziegen und andere Nutztiere eine leichte, ungeschützte Beute sind.“

Aus NABU-Sicht macht eine „Lex Wolf“ eine weitere Diskussion über die Übernahme des Wolfs ins Jagdrecht oder die Einführung von „Schutzjagden“ überflüssig. „Wir erwarten von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner eine umfassende Initiative für den Herdenschutz. Der Schutz von Herden ist eine Aufgabe, die aus dem Tierschutzrecht erwächst, wofür das Agrarministerium zuständig ist“, so Miller.

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Verschiedenes 

NABU: Ein Jahr GroKo - Kabinett Merkel zu träge beim Umweltschutz

Insektenschwund, Plastikflut und Klimakrise dulden keinen Aufschub

Berlin – Mit Blick auf ein Jahr Große Koalition geht es aus NABU-Sicht in wichtigen Bereichen des Umweltschutzes viel zu langsam voran. Die schwarz-rote Koalition unter Kanzlerin Merkel ist insgesamt zu träge in Umweltbelangen und muss deutlich mehr Tempo beim Schutz von Arten und Lebensräumen, beim Klimaschutz, in der Verkehrspolitik und bei Maßnahmen gegen Ressourcenverschwendung an den Tag legen. Europaweit ist Deutschland Bremser statt Vorreiter im Umweltschutz.

„Insektenschwund, Klimakrise, Plastik- und Verpackungsflut dulden keinen Aufschub. Kanzlerin Merkel und die meisten ihrer Ministerinnen und Minister haben offenbar nicht erkannt, wie wichtig der Umweltschutz für unser Überleben ist. Wenn überhaupt etwas passiert, dann nur als Reaktion auf Gerichtsurteile und gesellschaftlichen Druck“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. An erster Stelle muss die Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik stehen, die derzeit in Brüssel verhandelt wird. Die Verteilung der knapp 60 Milliarden Euro Agrarsubventionen im Jahr, 114 Euro pro Bürger, kann zum Rettungsanker oder aber Todesurteil für Insekten und Feldvögel werden. Doch die Bundesregierung steckt den Kopf in den Sand, während andere EU-Regierungen vorangehen. Die guten Vorschläge von Bundesumweltministerin Schulze für ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“ sowie das ebenfalls im Koalitionsvertrag stehende Klimaschutzgesetz drohen in den Ressortabstimmungen mit dem Agrar-, Wirtschafts- oder Verkehrsministerium verwässert oder gänzlich kassiert zu werden.

„Mal wieder fehlt beim Klimaschutz ein Machtwort von Bundeskanzlerin Merkel. Denn bisher weigern sich die verantwortlichen Minister aus den Unionsreihen, ihren Job zu machen“, so Tschimpke. Verkehrsminister Andreas Scheuer, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Agrarministerin Julia Klöckner und Bauminister Horst Seehofer würden das im Koalitionsvertrag vereinbarte Klimaschutzgesetz blockieren und blieben bisher konkrete Maßnahmen schuldig, die in ihren Bereichen zu messbaren CO2-Einsparungen führen. Es sei fraglich, ob Merkel überhaupt noch das Ruder rumreißen kann, um die Union wieder auf Klimaschutz-Kurs zu bringen.

Klöckner und Scheuer haben beim Umweltschutz bisher wenig zu bieten. Im Gegenteil: Julia Klöckner hat ihre Chance verpasst, das traditionell blockierende Agrarministerium zu einem „Lebensministerium“ zu machen. Sie hält stur am althergebrachten Modell der Agrarpolitik fest, das Steuergeld verschwendet und für die Natur nachteilig ist. Sie verteidigt die pauschalen Direktzahlungen, die Fläche statt Leistung belohnen. Und das, obwohl selbst ihr wissenschaftlicher Beirat zu einer schnellen Abkehr von diesem Modell rät.

„Ich erwarte von Frau Klöckner beim EU-Agrarrat Mitte März endlich klare Vorschläge und ein vehementes Eintreten für eine naturverträgliche Agrarpolitik. Während Frankreich und die Niederlande Mindestbudgets für die Umweltförderung vorschlagen, hat das Agrarministerium hier nichts im Angebot“, so der NABU-Präsident. Der NABU fordert Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz zum Eingreifen auf: Bei den EU-Haushaltsverhandlungen der Regierungschefs müssen sie dafür sorgen, dass jährlich 15 Milliarden Euro zweckgebunden für die Naturschutzförderung werden. Zwar hat Julia Klöckner für das Verbot dreier bienenschädlicher Neonikotinoide gestimmt, doch sind Mittel dieser Insektizidklasse weiterhin auf dem Markt. „Frau Klöckner wird ihrem Ausspruch bei Amtsantritt ‘was der Biene schadet, muss vom Markt‘ bislang nicht gerecht. Es fehlt eine Strategie zur Pestizid-Reduktion“, so Tschimpke.

Alleine in Deutschland fehlen nach Angaben der Bundesregierung jährlich fast eine Milliarde Euro für das Erreichen der EU-Naturschutzziele. Schon jetzt laufen 16 Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland wegen Umwelt-Defiziten. Der Möchtegern-Musterschüler schiebt wichtige Naturschutzmaßnahmen auf die lange Bank, wie die Sicherung der Natura-2000-Gebiete. Beim Gewässerschutz müssen Bund und Länder eine erhebliche Schippe drauflegen, um zu zeigen, dass sie die EU-Vorgaben ernst nehmen. Ein guter Schritt dazu ist das Bundesprogramm Blaues Band, eine gemeinsame Initiative des Bundesumwelt- und des Bundesverkehrsministeriums, das nun mit Leben gefüllt werden muss.

Auch in der Debatte um den Umgang mit dem Wolf konnten sich Bundesumweltministerium und Bundesagrarministerium nicht einigen. Ein vielversprechender Antrag der GroKo zum bundesweiten Wolfsmanagement aus dem vergangenen Jahr blieb auf der Strecke. Insbesondere das Agrarministerium geht stattdessen eigene Wege und zeigt sich alles andere als lösungsorientiert. Ministerin Klöckner beharrt weiterhin auf rechtswidrigen und sinnlosen Forderungen nach Bejagung, anstatt sich endlich für den Herdenschutz und damit für ihr eigenes Klientel der Weidetierhalter einzusetzen. An sorgfältigem, fachgerechten Herdenschutz mit bundeseinheitlichen Standards führt aus NABU-Sicht kein Weg vorbei.

Minister Scheuer muss erklären, wie die CO2-Emissionen im Verkehrssektor bis zum Jahr 2030 um 42 Prozent im Vergleich zu 1990 gemindert werden können und welchen Beitrag sein Ressort zum Klimaschutzgesetz leisten wird. „Allein mit ein bisschen Verkehrslenkung, veränderter Ampelschaltung und einer neuen Mobilitäts-App wird das kaum gelingen“, so Tschimpke. Der NABU fordert eine deutliche Reduzierung des Individualverkehrs bei gleichzeitiger Umstellung auf elektrische Antriebe auf Basis erneuerbarer Energien. Ebenso ist es dringend nötig Bus-, Bahn- und Radverkehr erheblich zu verbessern, so dass der Umstieg auf diese umweltverträglichen Verkehrsträger möglich und attraktiv wird.

Beim Ressourcenschutz ist ein Schritt erfolgt. Der im November veröffentlichte 5-Punkte-Plan des Bundesumweltministeriums „Nein zur Wegwerfgesellschaft“ liefert erste gute Ansatzpunkte, um den Plastik- und Verpackungsmüll zurückzudrängen. Dazu gehören die Förderung von Leitungswasser als Trinkwasser oder die Ankündigung einer bundesweiten Recyclat-Initiative. Der Plan muss nun in der Praxis wirken, vor allem auch durch die konsequente Förderung von Mehrweglösungen und Abfallvermeidung. Hier müssen Handel und Industrie bis Herbst Angebote vorlegen, sonst sind gesetzliche Maßnahmen notwendig.

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Verschiedenes 

Tigermücke in Karlsruhe: 2018 erfolgreich bekämpft

Tigermücke in Karlsruhe: 2018 erfolgreich bekämpft
Stehendes Wasser in Behältern bietet eine Brutstätte / Foto: Umweltamt Karlsruhe

KABS auch 2019 wieder im Einsatz

Im Frühjahr und Sommer 2018 war die Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) im Stadtgebiet Karlsruhe unterwegs, um die Entwicklung und Verbreitung der Asiatischen Tigermücke zu beobachten sowie ihre Bekämpfung zu übernehmen. Rückblickend wurden dank des trockenen Sommers 2018 insgesamt nur wenige Brutstätten gefunden. Die Brut konnte jeweils unschädlich gemacht werden, Erwachsene Tigermücken wurden nur zweimal identifiziert.

Die Stadt Karlsruhe hatte der KABS den Auftrag zur Bekämpfung erteilt, nachdem im August 2017 erstmals eine Tigermücke im Killisfeld gefunden wurde. Ab Mitte April bis Ende September 2018 besuchten Mitarbeitende der KABS deshalb alle zwei Wochen die möglichen Brutstätten, stellten Fallen auf und informierten die umliegende Nachbarschaft.

Diese Vorgehensweise ist auch für die Mückensaison 2019 geplant. Ein Team der KABS wird die Verbreitung der Tigermücke wieder anhand von wassergefüllten Fallen überprüfen und deren Bekämpfung organisieren.

Tigermücke sticht auch bei Tageslicht

Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier in stehendem Wasser ab: Blumenuntertöpfe, Restwasser in Gießkannen, Regentonnen, offen liegende Autoreifen oder Gullis – alle Behältnisse, in denen sich Wasser sammeln kann, dienen dabei der Tigermücke zur Eiablage. Die Larven schlüpfen innerhalb weniger Tage und sind bei guter Witterung nach zwei Wochen geschlechtsreif. Die Weibchen brauchen zur Entwicklung ihrer Eier eine Blutmahlzeit. Typischerweise fliegt und sticht die Tigermücke anders als die heimische Schnake auch bei Tageslicht. Manche Gärten können in der Saison nicht mehr betreten werden, weil die Tiere sehr aggressiv ihre Opfer verfolgen und auch nach einem ersten Stich weiter suchen. Sie gelten daher als "Lästlinge". Die Mücke kann verschiedene Viren verbreiten. Sticht sie einen an Zika- oder Chikungunyavirus oder an Denguefieber erkrankten Menschen, kann sie die Viren weitertragen. Dies ist allerdings in unseren Breiten noch nicht vorgekommen.

Was kann jeder gegen die Tigermücke tun? In Blumenuntertöpfen sollten etwa keine Wasserreste stehen bleiben, Regentonnen werden am besten abgedeckt. Das Gartenbauamt stellt in den Rathäusern kostenlos BTI-Tabletten zur Bekämpfung aller Mücken im stehenden Gewässer zur Verfügung. Wer im Lauf des Sommers Stechmücken beobachtet, die am Tag fliegen und stechen, sollte diese möglichst unversehrt fangen und fotografieren. Die KABS ist auf Hinweise der Bevölkerung angewiesen, um die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke zu dokumentieren und diese zu bekämpfen.

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NABU fordert mehr Anstrengungen gegen Verpackungsmüll

Tschimpke: Handel und Industrie müssen bis zum Herbst konkrete Angebote machen

Berlin – Der NABU hat Industrie und Handel zu deutlich mehr Anstrengungen bei der Reduzierung von Verpackungsmüll aufgefordert. Über 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fallen in Deutschland im Jahr an, darunter drei Millionen aus Kunststoff. Ohne Maßnahmen zur Abfallvermeidung wird diese Menge immer weiter steigen, eine Verschwendung natürlicher Ressourcen.

„Abfallvermeidung wird in der Diskussion um Verpackungen noch viel zu stiefmütterlich behandelt. Wir erwarten nun konkrete Angebote von Industrie und Handel, wo und wie sie überflüssige Verpackungen vermeiden wollen und bei welchen Produkten auch mit kreativen Wegen Einweg durch Mehrweg ersetzt werden kann. Auch brauchen wir einen viel stärkeren Einsatz von Kunststoff-Recyclaten aus der Gelben Tonne, daher begrüßen wir, dass sich die Ministerin hierfür mit einer neuen bundesweiten Initiative einsetzt“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich des Rundes Tisches, zu dem Bundesumweltministerin Schulze Handel und Industrie sowie auch den NABU eingeladen hatte. Wenn es keine Bereitschaft gebe, müsse Ministerin Schulze, wie sie bereits angekündigt hat, gesetzlich dazu verpflichten.

Die Plastiktüten-Vereinbarung zwischen dem Umweltministerium und Handel soll als Blaupause für neue freiwillige Verpflichtungen seitens Industrie und Handel dienen. „Bei der Plastiktüten-Vereinbarung war es ein Fehler, nicht auch die Einwegpapiertüten mit einzubeziehen. Dies darf sich bei neuen Vereinbarungen nicht wiederholen, denn Kunststoffverpackungen einfach durch andere Materialien zu ersetzen, die ein besseres Öko-Image haben, ist nicht die Lösung des Problems. Verpackungen aller Materialien gehören in den Fokus der Bemühungen“, so Tschimpke weiter.

Nach NABU-Daten wird Obst und Gemüse inzwischen zu 63 Prozent vorverpackt verkauft, Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen tragen mit fast 350.000 Tonnen inzwischen erheblich zum Abfallaufkommen in Deutschland bei und die Mehrwegquote ist auf einen Tiefstand von nur noch knapp 42 Prozent gesunken. In Supermärkten und Drogerien finden sich zu viele doppelte Verpackungen wie Kartonnagen und viel zu wenig Nachfüllpackungen, etwa für Reinigungsmittel. In zu vielen Verpackungen steckt mehr Luft als Inhalt, was nicht nur Kunden täuscht, sondern auch eine Verschwendung von Verpackungsmaterial und wertvollen Rohstoffen darstellt.

„Das neue Verpackungsgesetz gibt hoffentlich Impulse für die Recyclingfähigkeit der Verpackungen. Aber es fehlen Anreize für die Vermeidung, die aus Umweltsicht wichtigste Stufe der Europäischen Abfallhierarchie. Das Gesetz sollte in diesem Sinne in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden“, so NABU-Expertin für Ressourcenpolitik Katharina Istel. „Der im November veröffentlichte 5-Punkte-Plan des Bundesumweltministeriums „Nein zur Wegwerfgesellschaft“ liefere erste gute Ansatzpunkte wie die Förderung von Leitungswasser als Trinkwasser oder die Ankündigung einer bundesweiten BMU-Recyclat-Initiative. Der Plan sei aber noch zu wenig konkret und müsse zügig mit Leben gefüllt werden. Dazu gehöre vor allem auch die konsequente Förderung von Mehrweglösungen und Abfallvermeidung. „Notwendig sind darüber hinaus auch allgemeine fiskalische Instrumente wie Ressourcensteuern, um den absoluten Ressourcenverbrauch zu senken“, so Istel.

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Neue Atomfabrik nach Fessenheim-Aus?

Neue Atomfabrik nach Fessenheim-Aus?
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Mit großem Interesse hat der BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein das neue Papier „ Für die Zukunft des Raumes Fessenheim“ gelesen. In diesem Raumprojekt findet sich viel Positives und als Wichtigstes wohl die Maßnahme 3.3. der „beispielhaft, erfolgreicher Rückbau des AKW“. Wir sind auf die konkrete Umsetzung gespannt und werden sie „gegebenenfalls“ kritisch begleiten.Ein Billigabriss ist nicht akzeptabel. Ansonsten ist das Papier inhaltlich so, wie solche Projektbeschreibungen heute eben sind. Was sich hinter "steuerlichen und sozialen Sonderregelungen" in einer möglichen Sonderwirtschaftszone verbergen könnte ist spannend, aber kein vorrangiges BUND-Thema. Manches Sinnvolle verbindet sich mit Wünschen, Wachstumsglauben und leeren Texthülsen und modisch-geschickt verpackt soll alles natürlich auch immer ökologisch, nachhaltig und zukunftsfähig sein. Generell begrüßen wir die Schaffung von Arbeitsplätzen in tatsächlich umweltfreundlichen Betrieben nach einer Schließung des AKW.

Die Alarmglocken beim BUND schrillen allerdings bei MASSNAHME 4.2 ...

„STARTHILFE UND BEGLEITUNG DER INNOVATIVSTEN PROJEKTE
Entwicklung von innovativen Tätigkeiten mit hoher Wertschöpfung am Standort des KKW. Am derzeitigen Standort des KKW sollen neue Industriebetriebe mit hoher Wertschöpfung und neuen Arbeitsplätzen angesiedelt werden.
EDF arbeitet derzeit an dem Projekt eines Technologieclusters „Techno-Centre“ zur Begleitung von europäischen Rückbauprojekten durch die Verwertung der großen elektromechanischen Bauteile der Kernkraftwerke sowie durch die Entwicklung von Industrieinnovationen.
Die Umsetzung dieses zukunftsorientierten Industrieprojekts wird Gegenstand von weitreichenden Gesprächen zwischen allen betroffenen Parteien sowohl in Deutschland als auch in Frankreich sein, um u.a. die wirtschaftlichen und technischen Bedingungen zur Umsetzung des Vorhabens sicherzustellen. Zum derzeitigen Zeitpunkt gibt es für das Techno-Centre kein Einvernehmen.“ (Zitatende)

Was sich hinter den Wünschen der EDF und den geschickt positiv besetzten Begriffen wie „Verwertung und Innovation“ versteckt ist offen und hier gibt es einen großen Klärungsbedarf. BUND-Geschäftsführer Axel Mayer begrüßt, dass es zu diesem Thema auch kein Einvernehmen der grenzüberschreitend Projektbeteiligten gibt und fordert konkrete Informationen zur EDF-Planung.

Die Bevölkerung war und ist durch den Betrieb des AKW jahrzehntelang gefährdet. Nach einer Abschaltung und erst nach der Entleerung der hochgefährlichen „Abklingbecken“ wird tatsächlich auch die große Gefahr eines schweren Atomunfalls größtenteils gebannt sein. Dennoch bringt auch der Abriss Belastungen für die gesamte Raumschaft. Eine neue Atomfabrik, würde diese Belastungen verstärken und ist darum für den BUND nicht akzeptabel.

Generell müssen wir darauf achten, dass umweltfreundliche Betriebe möglichst flächensparend angesiedelt werden. Die immer noch extrem umweltbelastende Schwerindustriezone im Bereich Ottmarsheim-Chalampé darf nicht expandieren.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

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NABU: Nachhaltigkeitssiegel MSC schützt Wale und Seevögel nicht ausreichend

BirdLife-Studie offenbart gravierende Mängel beim Siegel für Fischprodukte

Berlin – Eine aktuelle Studie des NABU-Dachverbandes Birdlife International dokumentiert gravierende Mängel des weltweit bekannten Siegels für Fischprodukte und Meeresfrüchte, das Marine Stewardship Council (MSC). Nur 13 Prozent der untersuchten Fischereien erhielten eine gute Note, lediglich bei einer ging der ungewollte Beifang von bedrohten Arten nach der Zertifizierung zurück.

„Das ist zu wenig für den Anspruch eines Nachhaltigkeitssiegels“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Wer zu einem Nachhaltigkeitssiegel greift, möchte sicher gehen, dass sein Einkauf nicht auf Kosten der Meeresumwelt geht und zum sinnlosen Tod von Walen und Seevögeln führt. Das ist beim MSC leider nicht immer gewährleistet. Wir appellieren daher eindringlich an MSC, schnellstmöglich Reformen einzuleiten und dem Schutz seltener und bedrohter Arten höchste Priorität einzuräumen.“

Der Beifang sogenannter „Nichtzielarten“ ist ein weltweites Problem und fordert Jahr für Jahr Hunderttausende Opfer. Haie und Meeresschildkröten verenden an hakenbesetzten Langleinen oder Delfine und Seevögel ertrinken in für sie unsichtbaren Stellnetzen. Die Birdlife-Studie untersuchte 23 unterschiedliche Fischereien anhand MSC-eigener Veröffentlichungen. Verglichen wurden die Datenqualität und die Überprüfung der Fischereien sowie ob es effektive Maßnahmen zur Beifangvermeidung gibt, die erfolgreich umgesetzt werden.

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