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Verschiedenes 

Apfelbild des Europa-Park ist zum Fressen schön

Apfelbild des Europa-Park ist zum Fressen schön
Futterspende für Wolf- und Bärenpark / Foto: EP

Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald freut sich über Futterspende

Schon zum sechsten Mal hat ein Mosaikbild aus 20.000 Äpfeln während der Halloweenzeit Deutschlands größten Freizeitpark geschmückt. Zum Abschluss der Sommersaison erfüllt das fruchtige Kunstwerk noch einen weiteren Zweck. Die herbstliche Dekoration des Europa-Park geht als Futterspende an den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald.

In der Halloweenzeit verwandeln eindrucksvolle Dekorationen Deutschlands größten Freizeitpark in eine geheimnisvolle Herbstlandschaft. Neben 180.000 Kürbissen, 15.000 Chrysanthemen, 6.000 Maispflanzen sowie 3.000 Strohballen ist dies ein Apfelbild, das aus 20.000 roten und grünen Äpfeln der Sorten Gala Royal und Golden Delicious zusammengesetzt ist. Drei süße Gespenster zierten in diesem Jahr das 80 Quadratmeter große Mosaikbild. Jetzt wurde das Apfelbild abgeräumt, da der Europa-Park sich auf die traumhafte Winterzeit vorbereitet, die am 26. November 2016 beginnt. In diesem Jahr unterstützt der Europa-Park ein ganz besonderes Projekt: Die Bären des Alternativen Wolf- und Bärenparks Schwarzwald durften sich über die süße Dekoration aus 20.000 Äpfeln freuen. Diese bereiten sich allmählich auf die Winterruhe vor und haben einen schier unersättlichen Hunger. Der Bärenpark zeigte sich hocherfreut über die kostenlose Futterspende des Europa-Park. In den letzten Wochen eröffnete er Europas erste Notstation für kleine Bärenwaisen und kann die Spende daher sehr gut gebrauchen.

Der Europa-Park ist in der Wintersaison vom 26. November 2016 bis zum 08. Januar 2017 (außer am 24. und 25. Dezember) sowie zusätzlich vom 13. bis 15. Januar 2017 täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Infoline: 07822 / 77 66 88. Weitere Informationen auch unter www.europapark.de.

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Veranstaltungen 

Freiburg: Pilzsprechstunde für Kinder im Museum Natur und Mensch

Freiburg: Pilzsprechstunde für Kinder im Museum Natur und Mensch
Fliegenpilz / Foto: Peter Geißler

Die Tage werden kürzer, das Wetter feuchter – die beste Zeit, um in den Wald zu ziehen und Pilze zu sammeln. Deshalb bietet das Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, am Montag, 24. Oktober, von 15 bis 16 Uhr eine Pilzsprechstunde für Kinder an.

Die jungen Pilzsammlerinnen und -sammler können ihre Funde Fachleuten zeigen. Expertin Veronika Wähnert nimmt sich Zeit, die mitgebrachten Pilze zu begutachten und die Kinder zu beraten. Sie erfahren, welche essbar sind und welche nicht und lernen, die kleinen Unterschiede zu erkennen. Der Beitrag für jedes Kind beträgt einen Euro.

Auch Erwachsene können sich im Museum Natur und Mensch über ihre Funde informieren. Die reguläre Pilzberatung findet bis einschließlich 14. November immer montags von 16 bis 18 Uhr statt und kostet 3 Euro.





Veranstaltungen 

Freiburg: Kantinen-Kongress am 11. November

Bio und mehr regional, saisonal, maßvoller Fleischkonsum, weniger Abfall – was ist in der Gemeinschaftsverpflegung möglich?

Wie können Kantinen mehr biologische und auch regionale Lebensmittel einsetzen? Zu dieser Frage findet am Freitag, 11. November, von 9.45 bis 17.00 Uhr ein Kantinen-Kongress im Solar Info Center, in der Emmy-NoetherStraße 2 statt. Das Umweltschutzamt lädt alle interessierten Akteure der Außer-Haus-Verpflegung dazu ein, dieses Thema gemeinsam zu diskutieren und nach Lösungen zu suchen: Träger und Betreiber von Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, Catering- und Dienstleistungsunternehmen, Verwaltung und Politik sowie Erzeuger, Verarbeiter und Händler von regionalen und Bio-Lebensmitteln.

Im Mittelpunkt des Kantinen-Kongresses steht die Gemeinschaftsverpflegung mit ihren speziellen Herausforderungen, aber auch besonderen Chancen. Bio und mehr, regional, saisonal, maßvoller Fleischkonsum, weniger Abfall – was ist in der Gemeinschaftsverpflegung möglich? Und wie kann das hier in der Region erreicht werden?

Die Stadt Freiburg sieht sich in ihrer Verantwortung für die Verpflegung in kommunalen Einrichtungen selbst in der Pflicht; sie lädt aber auch alle anderen Akteure dazu ein, bei diesem Thema nach Lösungen zu suchen. „Wir möchten bei diesem Kongress mit allen Interessierten gemeinsam diskutieren“, so Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, „wie wir auf dem Weg zu einer ökologischen und regionalen Lebensmittelversorgung weiter vorankommen“.

Beim Kantinen-Kongress wird unter anderem der neue Praxisleitfaden „Mehr Bio in Kommunen - Strategien und Konzepte zur erfolgreichen Einführung von Bio-Lebensmitteln im Verpflegungsbereich von Kommunen“ vorgestellt. Die praktischen Tipps zur Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffungsstrategie wurden im Rahmen eines Projekts im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft erarbeitet.

In der Region Freiburg setzen sich seit Jahren zahlreiche Akteure der Lebensmittelwirtschaft für regionale Versorgungsstrukturen ein. Dabei geht es ihnen um die Qualität der Produktion, die Transparenz der Herkunft, das Vertrauen und die Wertschätzung bei den Kunden. Nicht zuletzt spielen dabei die wirtschaftlichen Vorteile für die einzelnen Unternehmen wie auch für die Region insgesamt eine wichtige Rolle. Trotz unterschiedlicher Rollen haben die verschiedenen Akteure auch viele gemeinsame Interessen. Der Kongress soll dazu beitragen, die Akteure der Gemeinschaftsverpflegung besser zu vernetzen und damit eine Grundlage für weitere, konkrete Schritte zu schaffen.

Der neue Praxisleitfaden „Mehr Bio in Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)“.

Interessierte von Trägern und Betreibern von Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, Catering- und Dienstleistungsunternehmen sowie Erzeuger, Verarbeiter und Händler von biologischen und regionalen Lebensmitteln können sich unter www.freiburg.de/kantinenkongress oder telefonisch unter 201-6147 anmelden.

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Veranstaltungen 

GreenmotionsFilmfestival: Programm

GreenmotionsFilmfestival: Programm
Normal is over / Foto: Veranstalter

Drittes internationales Greenmotions Filmfestival 11.-13. Nov. 2016 in Freiburg i.Br.

Dokumentarfilme aus aller Welt und Kurzfilmwettbewerb zu Umwelt und Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Energiewende und Ernährung

Am Wochenende vom 11. – 13. November 2016 findet in Freiburg im Breisgau das dritte internationale Greenmotions Filmfestival statt. Im Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof in der Urachstrasse werden zu Umwelt und Nachhaltigkeit 14 ausgewählte aktuelle Dokumentarfilme aus aller Welt vorgeführt.

Das Festival eröffnet am Freitag um 17:00 mit dem englischsprachigen Film „Normal is over“ von Renée Scheltema. Ab 19 Uhr wird der Klima-Aktionsfilm "Beyond the Red Lines – Systemwandel statt Klimawandel" des Freiburger Medienkollektivs cine rebelde aufgeführt. Nach den Filmvorführungen findet ab 22:00 Uhr eine Fahrraddisko im Jós Fritz Café statt: Radfahrende Partygäste liefern den Strom für die Musikanlage. Erstmals präsentiert das Festival am Abend des 12. und 13. November Filme zum Thema „Fluchtgrund Klimawandel“ und wird einen Preis zu diesem Thema vergeben.

Am Sonntag startet das Programm mit einem Fahrradkino um 11:00 Uhr im Waldhaus, Wonnhaldestr. 6. Die Zuschauerinnen und Zuschauer treten in die Pedale um den Film “Power to Change - die Energierebellion“ zu sehen. Um 13:30 Uhr wird das Programm im Kommunalen Kino fortgesetzt. Im Anschluss zu jeder Filmvorführung kommen Regisseure und aktive Partner des Festivals zu Wort.

Am Sonntagabend 13. November um 19 Uhr findet der internationale Kurzfilmwettbewerb des Festivals mit anschließender Preisverleihung statt.

Der deutschsprachige 94-Minuten-Film „Passion for Planet“ des Freiburger Regisseurs Werner Schuessler am Sonntag um 15:30 Uhr eignet sich auch für Kinder. Darüber hinaus engagiert sich der gemeinnützige Verein in Freiburger Schulen: Beim Sonderteil mit Fahrradkino produzieren Schülerinnen und Schüler aus Freiburger Schulen den Strom für den Filmprojektor mit Hilfe ihrer Fahrräder selbst.

Mitte Oktober wird auf der Internetseite www.greenmotions-filmfestival.de das endgültige Programm veröffentlicht. Die Festivalgäste entscheiden nach den Filmvorführungen selbst welchen Betrag sie geben möchten, nach dem Motto: “Zuerst Ansehen, dann bezahlen“.

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Verschiedenes 

Dringendes Umsteuern erforderlich

Slow Food Deutschland e.V. zum Welternährungstag 2016

Nachdem der Hunger in der Welt immer noch nicht besiegt ist, fordert Slow Food Deutschland e.V. zum Welternährungstag am 16.10.2016 eine umfassende Änderung des globalen Lebensmittelsystems. Umfangreiche Umstrukturierungen müssen vor allem bei der Eindämmung von Nahrungsmittelverlusten, beim Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen sowie der Macht- und Marktkonzentration im Produktions- und Vertriebssystem erfolgen.

Neue Wege für die Bekämpfung des Hungers dringend gesucht!

Auch zum Welternährungstag 2016 wird klar: Der Hunger in der Welt bleibt bestehen. Der soeben veröffentliche Welthungerindex - zu dessen Präsentation die Vorsitzende von Slow Food Deutschland e.V. Ursula Hudson sprach - macht klar, dass Fortschritte bei der Hungerbekämpfung erzielt wurden. Eine Überwindung des Hungers bis 2030 kann aber nur durch weitaus entschlossenere Schritte als bisher garantiert werden.

1. Ansatz: Entschlossene Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung ist Teil der Überwindung agrarindustrieller Strukturen

Zur Zeit gehen ca. 25% der global erzeugten Kalorien zwischen Acker und Teller verloren oder werden verschwendet. Diese enormen Verluste auch nur zu halbieren würde die zu erwartende Lücke in der Ernährungssicherung im Jahr 2050 um 20% vermindern.
Eine neue Studie weist nach, dass z.B. in den USA ca. 50% der produzierten Nahrungsmittel (60 Millionen Tonnen) aus reinem "Perfektionskult" verschwendet werden oder verloren gehen - neben den negativen Auswirkungen auf Ökosysteme auch ein volkswirtschaftlicher Schaden von 160 Milliarden US Dollar.

"Auf der Welt leben zur Zeit sieben Milliarden Menschen, im Jahr 2050 werden es neun Milliarden sein. Die Agrarindustrie fordert deshalb, konventionelle Landwirtschaft massiv auszubauen, um die vermeintlich absehbare Nahrungslücke zu schließen. Dabei produzieren wird heute bereits Nahrung für zwölf Milliarden Menschen! Es geht nicht um ein "Mehr" und "Intensiver", es geht um ein besseres Lebensmittelsystem mit regionaler Bioernährung und mäßigem Fleischkonsum - so bekommen wir auch alle Menschen mit guten, sauberen und fairen Lebensmitteln im Jahr 2050 satt", so Ursula Hudson auf der Veranstaltung zur Vorstellung des Welthungerindex am 11.10.2016 in Berlin.

2. Gentechnik ist keine Lösung

Aktuell versuchen die bekannten Agrarmultis Monsanto, DuPont und Syngenta den Anbau von gentechnisch verändertem Mais in der EU massiv auszuweiten: Statt einer Variante sollen in Zukunft vier Varianten angebaut werden dürfen. Unterstützt werden diese Agrarmultis von der industriefreundlichen europäischen Lebensmittelbehörde EFSA. Dabei wird die Gefahr von Superunkräutern, die durch Kreuzung von transgenem Mais und herkömmlichen Unkräutern entstehen können, in diesem Prozess völlig unterschätzt. Ursula Hudson hierzu: "Das verzweifelte Streben der Agrarmultis, die Agrarwende noch hinauszuzögern, gefährdet nun nicht mehr nur die Ernährungssicherheit in Südamerika alleine, sondern mittlerweile auch noch in Europa. Ausgeräumte Agrarlandschaften in Entwicklungsländern inklusive der Zerstörung wertvoller Ökosysteme und der Vernichtung kleinbäuerlicher Strukturen als klares Signal für die verheerende Auswirkungen der Agro-Gentechnik werden von der europäischen Politik weitestgehend übersehen. Dabei ist der breite gesellschaftliche Wandel unübersehbar und der Tenor klar: Politiker - hört auf zu schlafen!"

3. Markt- und Machtkonzentration in der Landwirtschaft müssen durchbrochen werden

Ein großes Problem des derzeitigen Lebensmittelsystems sind die Flaschenhälse der Weiterverarbeiter. Dies zeigt sich in Deutschland beispielhaft an der Marktmacht der Molkereien und dem auch hiermit verbundenen Preisverfall von Milchprodukten. Entsprechende Strukturen führen zu einer Weiterführung der konventionellen Landwirtschaft einerseits, aber auch zu einer zunehmenden Verdrängung kleinbäuerlicher Strukturen andererseits. "Wir können es nicht zulassen, dass immer mehr Bauern aufgeben und das Land in die Hände einiger Weniger fällt: nicht in Deutschland und nicht weltweit" so Ursula Hudson. "Auch im Bereich der Einzelhandelsstrukturen muss etwas geschehen. Es kann nicht sein, dass oligopolistische Strukturen darüber bestimmen, was die Menschen essen sollen und essen dürfen".

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Kunst und Natur

Karlsruhe: Kunst und Natur
Führung Kunst und Natur im Exotenhaus / Zoo Karlsruhe

Exklusive Sonderführung nachts durch das Exotenhaus

„Schräge Vögel“ ins besondere Licht gerückt/Zweite Versteigerung zugunsten der Artenschutzstiftung

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe bietet am Mittwoch, 9. November, um 20.30 Uhr eine exklusive Nachtführung durch das Exotenhaus an. „Es wird eine ganz besonders stimmungsvolle Kombination aus Kunst und Natur“, verspricht Dr. Clemens Becker. Der stellvertretende Zoodirektor leitet die Führung selbst, den künstlerischen Part übernimmt Axel Birgin.

Der Künstler hat seit Juni einige seiner Vogelskulpturen im Exotenhaus ausgestellt. Er plaudert über die Idee hinter der Kunst sowie die Entstehung der Unikate. Die Kunstobjekte sollen an dem Abend zudem besonders illuminiert werden. Becker wird den Teilnehmern die vielfältigen Bewohner näherbringen. Die Besucherinnen und Besucher erleben das „Nachtgesicht“ des Exotenhauses. Mit nur wenig Licht soll sich es in eine einmalige und stimmungsvolle Kulisse verwandeln.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird zudem die bereits im Juni zugunsten des Artenschutzes versteigerte Skulptur an den neuen Besitzer übergeben. Wer nicht zum Zuge kam, hat eine weitere Chance. Denn: „Axel Birgin hat uns eine zweite Skulptur überlassen, die wir ebenfalls versteigern können“, berichtet Becker. Somit schließe sich der Kreis zwischen Eröffnungs- und Ausstellungsende-Versteigerung.

„Wir hoffen, damit nochmals einen großen Betrag für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe einnehmen zu können“, so Becker. Gebote können bereits während der Führung abgegeben werden, vom 10. bis einschließlich 30. November auch per E-Mail unter office@zoo.karlsruhe.de. Das Mindestgebot beträgt 50 Euro, danach kann in Fünf-Euro-Schritten gesteigert werden. Das aktuelle Höchstgebot wird auf der Internetseite www.karlsruhe.de/zoo sowie auf dem Facebook-Auftritt des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe veröffentlicht.

Die Führung am 9. November wird im exklusiven Rahmen sein. Insgesamt 20 Personen können sich dafür anmelden. Die Teilnehmer dieser zoologisch-künstlerischen Führung erwartet im Anschluss noch ein kleiner Imbiss mit Umtrunk im Exotenhaus. Statt einer Teilnahmegebühr wird eine Spende für die Artenschutzstiftung von mindestens 50 Euro erwartet. Anmeldungen sind ausschließlich per E-Mail unter office@zoo.karlsruhe.de möglich. Bei Bestätigung der Teilnahme ist die Spende direkt auf das Konto der Artenschutzstiftung (IBAN DE07 6619 0000 0000 2121 21) zu überweisen. Die Einnahmen werden für das Ecuador-Projekt der Stiftung zum Erhalt und zur Aufforstung von Regenwald eingesetzt. Infos dazu unter www.karlsruhe.de/artenschutz.

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Verschiedenes 

NABU und LBV: Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017

NABU und LBV: Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017
Waldkautz / Foto: nabu

Höhlen für den lautlosen Jäger der Nacht gesucht

Berlin/Hilpoltstein – Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Waldkauz (Strix aluco) zum „Vogel des Jahres 2017“ gewählt. Auf den Stieglitz, Vogel des Jahres 2016, folgt damit ein Eulenvogel.

„Stellvertretend für alle Eulenarten haben wir für 2017 den Waldkauz zum Jahresvogel gewählt. Mit ihm wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren“, sagte Heinz Kowalski, NABU-Präsidiumsmitglied.

„Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren“, sagte Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender.

Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.

Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.

Auch wenn sein Name anderes vermuten lässt: Der Vogel des Jahres 2017 ist keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten fühlt. Als ideal gilt ein Lebensraum mit einem Waldanteil von 40 bis 80 Prozent, dazu Lichtungen und angrenzende Felder. Längst ist er daher auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand und geeigneten Bruthöhlen zuhause. Dabei kommt er uns Menschen recht nah, wenn er auch eher zu hören als zu sehen ist. Tagsüber versteckt er sich in Höhlen oder in dichten Baumkronen.

Die Anpassungsfähigkeit bei der Wahl des Lebensraumes trägt dazu bei, dass der Waldkauz die häufigste Eule in Deutschland ist. Der Waldkauz ist gut getarnt mit seinem rindenfarbigen Gefieder. Sein großer Kopf ohne Federohren sitzt auf einem gedrungenen Rumpf. Der beigebraun gefärbte Gesichtsschleier ist dunkel umrahmt. Sein freundliches Aussehen verdankt er seinen großen runden „Knopfaugen“ sowie den zwei hellen Querstrichen oberhalb des Gesichtsrahmens, die auf uns Menschen wie Augenbrauen wirken. Der stark gekrümmte Schnabel ist beim Waldkauz gelblich. Fast immer hören wir die Rufe des Jahresvogels in TV-Krimis, wenn es dunkel und unheimlich wird. Im wahren Leben erklingt das lang gezogene „Huu-hu-huhuhuhuu“, wenn Waldkäuze balzen oder ihre Reviere markieren, vor allem im Herbst und im Spätwinter. Fast das ganze Jahr über machen sie außerdem durch ihren Kontaktruf „ku-witt“ auf sich aufmerksam. Die lautlosen Jäger werden mit 40 bis 42 Zentimeter Länge etwa so groß wie Krähen, bringen 400 bis 600 Gramm auf die Waage und erreichen eine Flügelspannweite bis zu 98 Zentimetern.

Gleichzeitig zum Waldkauz-Jahr starten NABU und LBV ab 2017 eine neue Aktionsreihe. Der Waldkauz steht dabei als nächtlicher Jäger für alle Tiere der Nacht. Unter dem Namen „NABU- bzw. LBV-NachtnaTOUR“ bieten die Verbände Exkursionen, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen zu den Besonderheiten der nächtlichen Tier- und Pflanzenwelt an. Am 20. Mai 2017 wird dazu eine bundesweite „NABU NachtnaTour“ durchgeführt. Von der Dämmerung bis zum frühen Morgen stehen in der Nacht zum Sonntag Waldkauz, Fledermäuse und Co. im Mittelpunkt.

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Unser "badisches Nashorn" ist der Wolf!

Unser "badisches Nashorn" ist der Wolf!
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

"Der langsam zurückkehrende Wolf war in Deutschland lange ausgestorben" steht immer wieder in den Medien.
"Ausgestorben" ist ein seltsam beschönigendes Neusprech-Wort. Es klingt nach "still von uns gegangen". Bekämpft, verfolgt, ausgerottet, ausgemerzt..., diese Begriffe beschreiben den Umstand des "Aussterbens" ein wenig treffender.

Jetzt kommt der Wolf langsam zurück und wie wird er empfangen?

Wir zitieren aus einer Stellungnahme des BLHV „Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.“:
"Der BLHV spricht sich gegen eine Wiederbesiedlung von Baden-Württemberg durch den Wolf aus. (...) Der BLHV kritisierte auch die verbreitete Willkommenskultur für den Wolf. Diese sei der ländlichen Bevölkerung und den Weidetierhaltern im Besonderen nicht zu vermitteln."

"In Zeiten eines, auch durch die industrielle Landwirtschaft ausgelösten globalen Artensterbens haben wir gegenüber bedrohten Arten eine regionale Bringschuld", meint BUND-Geschäftsführer Axel Mayer.

Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, gut verdrängte, sechste Welle im Zeitalter des Anthropozän in vollem Gange. Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.

Es ist gut und wichtig, dass sich Medien und Öffentlichkeit verstärkt mit Themen wie dem bedrohten Blauflossenthunfisch, dem gefährdeten Great Barrier Reef, der Abholzung des Dschungels in Amazonien und der Ausrottung der Nashörner in Afrika und Asien beschäftigen. Doch unsere "badischen Nashörner" sind Wolf, Luchs, Wildkatze und Schmetterlinge. Für sie tragen wir hier bei uns Verantwortung.

Die Rückkehr einzelner, überlebender Tierarten nach Baden ist leider immer noch keine Trendumkehr im anschwellenden globalen Artensterben. Sie wird im zunehmend natur- und wildtierfeindlichen Umfeld am Oberrhein auch nicht einfach und darf nicht idealisiert und romantisiert werden. (Neue Hochgeschwindigkeitstrasse der Bahn, Autobahnausbau, Industrialisierung der Landwirtschaft, zunehmende Verlärmung, Klimawandel...)

"Der BLHV sagt, dass das Auftauchen des Wolfes das Aus für die Weidehaltung bedeuten würde. Das Gegenteil ist richtig: In den allermeisten Ländern Europas, wo es noch große Flächen mit intakter Weidekultur gibt, leben gleichzeitig Wölfe. Wie schaffen es die Menschen, die dort auf das Vieh aufpassen, mit den Wölfen zurechtzukommen? Sie halten die Wölfe auf Distanz mit traditionellen Systemen (Herdenschutzhunde) oder modernen Ergänzungen (doppelte Zäune). Es ist im Schwarzwald noch offen, in welche Richtung sich die Jagdtradition von jungen Wolffamilien ausbilden wird, daher kann man auch noch gar nicht sagen, was genau möglich ist und was nicht möglich ist. Und bei den technischen Schutz-Möglichkeiten sind wir sicher erst am Anfang. Es gibt durchaus Vergrämungsmaßnahmen, die ausgelöst werden können, wenn sich Wölfe einer Herde nähern. Diese dienen nur als Ergänzung zu der zielführenden Variante Herdenschutzhund", meint der Biologe und BUND-Vorstand Carsten Brinckmeier.

Nach seiner Ansicht könnte auch eine weitere, ohnehin sinnvolle Entwicklung helfen: "Die Tierwelt der halboffenen Weidelandschaften in Baden-Württemberg ist verarmt. In Weideschwerpunktgebieten, die dann auch gezielter gefördert werden könnten, wäre auch der Herdenschutz einfacher. Damit wäre auch dort der Wolfsschutz einfacher. Und Landwirte könnten in Zeiten des Rückgangs landwirtschaftlicher Erlöse zu Experten im Umgang mit Wildtieren werden und würden dafür entlohnt."

Es macht wenig Sinn, wenn sich Verbände „gegen die Wiederbesiedlung durch den Wolf“ aussprechen – denn das angesprochene Wildtier entscheidet selbst wo es zur Jagd geht und seine Nachkommen aufzieht. Dass er dabei nicht erheblich beeinträchtigt werden darf, ist glücklicherweise europaweit abschließend geklärt und auch in unseren nationalen Gesetzen verankert. Bisher ist nicht absehbar, ob und wann sich ein Rudel im Schwarzwald etablieren wird.

Wir sollten Mensch, Landwirtschaft und Wolf nicht gegeneinander ausspielen, sondern weiterhin gemeinsam nach guten, machbaren Lösungen suchen. Viele Schritte in die richtige Richtung, wie das Wolfsmanagement mit dem Ausgleichsfonds der Naturschutzverbände für Wolfsrisse und dem Leitfaden zum Umgang mit einzelnen Wölfen, sind schon getan.

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer






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