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Verschiedenes 

Klimaampel: Grünes Licht für den Klimaschutz in Freiburg

Online-Monitoring-Tool schafft einfache Übersicht zum Stand von Klimaschutzprojekten der Stadt

Mit einer „Klimaampel“ will die Stadtverwaltung noch aktiver über ihre Klimaschutzmaßnahmen informieren. Bei der „Klimaampel“ handelt es sich um ein Monitoring-Tool, mit dem alle Bürgerinnen und Bürger im Internet einfach nachsehen können, wie es um die klimapolitischen Maßnahmen der Stadt steht. Das Online-Werkzeug ist ab jetzt hier im Netz abrufbar: www.freiburg.de/klimaampel

„Freiburg hat viel vor beim Klimaschutz. Wir wollen allen Freiburgerinnen und Freiburgern die Möglichkeit geben, sich unkompliziert über den Stand der Klimaschutzmaßnahmen und -projekte zu informieren. Dafür führen wir die ,Klimaampel` ein. Dieses Instrument kann dazu beitragen, Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe noch stärker sichtbar zu machen“, so Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit.

Klimaschutzmaßnahmen gibt es in Freiburg viele, der Bereich ist ein Schwerpunkt der Stadtpolitik. Jüngst wurde die Klimaschutzoffensive ins Leben gerufen, bei der bis ins Jahr 2028 bis zu 120 Millionen Euro in den Bereich investiert werden sollen. Doch bereits 1996 setzte sich die Stadt Freiburg mit einem ersten Klimaschutzkonzept ehrgeizige Ziele zur Einsparung von CO2. Bis heute werden die Klimaschutzziele und -maßnahmen stetig weiterentwickelt und verschärft. Aktuell sind mehr als 100 Maßnahmen in den beiden Strategieplänen „Fortschreibung Klimaschutzkonzept Freiburg – 2019“ und dem „Freiburger Klima- und Artenschutzmanifest“ festgelegt.

Mit der Klimaampel ist auf einen Blick nachvollziehbar, wie es um das jeweilige Projekt steht. Rot bedeutet, dass die Maßnahme noch nicht begonnen oder aus Kapazitätsgründen zurückgestellt wurde. Eine gelbe Ampel steht für laufende Projekte und Maßnahmen, die in kommender Zeit abgeschlossen werden. Grünes Licht bekommen bereits abgeschlossene Projekte oder Langzeitmaßnahmen, an denen intensiv gearbeitet wird, wie etwa der „Ausbau der regionalen Radverkehrsinfrastruktur für Pendlerinnen und Pendler“ oder die Maßnahme „Klimaneutraler Stadtteil Dietenbach“.

Freiburg hat sich das Ziel gesetzt, bis 2038 klimaneutral zu sein. Die Klimaampel ist ein Instrument, um auf diesem langen Weg die Übersicht zu behalten.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Wanderausstellung "Make Chocolate Fair!"

Neues Kooperationsprojekt mit dem Weltladen Karlsruhe

Rechtzeitig vor Weihnachten hat der Weltladen Karlsruhe (Träger: Aktion Eine Welt e.V.) gemeinsam mit der Fairtrade Stadt Karlsruhe ein neues Kooperationsprojekt zum Thema Kakaoproduktion und Schokoladenherstellung gestartet.

Die von INKOTA-netzwerk e.V. entwickelte Ausstellung "Make Chocolate Fair!" informiert darüber, wie aus Kakaobohnen Schokolade wird, unter welchen problematischen Arbeitsbedingungen Kakao angebaut wird, und dass persönliches Engagement für jede und jeden aktiv möglich ist.

Das Kooperationsprojekt
Die digitalen Vorlagen der Ausstellungsplakate wurden von INKOTA-netzwerk e.V. kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Fairtrade Stadt Karlsruhe ist der Anregung des Aktion Eine Welt e.V. (AEW) gerne nachgekommen, daraus eine Wanderausstellung zur Unterstützung der Bildungsarbeit des AEW anzufertigen. Die Bildungsarbeit zum Fairen Handel und zur Agenda 2030 sieht der AEW als eine seiner wichtigsten Aufgaben.

Erster Standort der Ausstellung
Erstmals zum Einsatz kommt die Ausstellung im Kant Gymnasium. Dort ist sie für die Schülerinnen und Schüler seit Mitte Dezember in der Aula zu sehen. Die Aula stellt in der Schule einen Ort des Austauschs und der Begegnung dar. Lehrkräfte besuchen mit ihren Klassen die Ausstellung, um neben Produktions- und Herstellungsbedingungen zu erfahren, was jede und jeder Einzelne tun kann, um faire Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Welt zu unterstützen. Für das Rahmenprogramm haben sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einigen Lehrkräften ein ganz besonderes Format ausgedacht. Die Idee, mit dem Programm die nachhaltige Handlungskompetenz an der gesamten Schule zu fördern, wird über die schulische eLearning Plattform Moodle umgesetzt. Sie ermöglicht, dass Schülerinnen und Schüler klassenübergreifend in Kontakt treten können. Über diese Plattform haben sie Zugriff auf weitere Informationen zur Ausstellung, Filme zum Thema, setzen sich im Forum mit der Ausstellung und den Gedanken der anderen auseinander und hinterlassen nachfolgenden Schulklassen Impulse, beispielsweise in Form von Rätseln. Bei richtiger Lösung warten kleine schokoladige Überraschungen auf die Gruppen.

Kant Gymnasium – 2. Fairtrade School in Karlsruhe
Das Kant-Gymnasium wurde, nach dem St. Dominikus-Mädchengymnasium, als zweite Schule in Karlsruhe, am 27. Juli 2020 mit dem Titel „Fairtrade School“ ausgezeichnet. Deshalb freut sich Bürgermeisterin Bettina Lisbach besonders, dass die Ausstellung hier startet. "Da die Schule ihre Auszeichnung als Fairtrade School 2020 nicht offiziell feiern konnte, sehen wir den Auftakt in dieser besonderen Zeit auch als Anerkennung für das tolle Engagement für den Fairen Handel", so Lisbach. "Wir würden uns freuen, wenn sich noch weitere Schulen auf den Weg zur Fairtrade School machen. Gerne unterstützen wir sie dabei!"

Die Eine Welt AG
Gegründet wurde die Fairtrade-AG am Kant-Gymnasium auf Initiative ehemaliger Schülerinnen und Schüler, die einen Workshop besucht hatten und zu Fairtrade Botschafterinnen und Botschaftern ausgebildet wurden. Mit Unterstützung der Schulleiterin Gabriele Rupp und Religionslehrerin Viktoria Blesch entwickelten die Schülerinnen und Schüler die Aktivitäten der Fairtrade AG bis zur Ernennung zur Fairtrade School. Damit trugen sie dazu bei, den Fairen Handel und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 in der Schulgemeinschaft zu verankern. Mit der Ausstellung und dem Austausch über die eLearning Plattform wird ein weiterer Höhepunkt erreicht.

Wanderausstellung ab Januar 2022 buchbar
"Make Chocolate Fair!" kann ab Januar 2022 gebucht werden. Karlsruher Einrichtungen können die Ausstellung kostenlos ausleihen und für einen festen Zeitraum zeigen. Buchungsanfragen können an den Weltladen unter weltladen-ka@web.de mit dem Stichwort: Ausstellung "Make Chocolate Fair!" gestellt werden.

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Verschiedenes 

Streng geschützte Zwergschwäne aus NABU-Projekt geschossen

Jagdliche Aktivitäten bedrohen seltene Wintergäste

Berlin/Hannover, 22.12.21 – Im Zuge des Projektes „Zwergschwan: Schutzkonzept für eine bedrohte Zugvogelart in Deutschland“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt hat das Michael-Otto-Institut im NABU vergangene Woche nahe Meppen im Landkreis Emsland Zwergschwäne besendert und diese auf offenen Wasserflächen im Naturschutzgebiet (NSG) Dersuweer Moor freigelassen. Die Wasserflächen, auf denen die Zwergschwäne freigelassen wurden, sind für die Art wichtige Schlafgewässer und die Tiere sollten sich dort ungestört wieder mit ihren Artgenossen zusammentun können.

Am darauffolgenden Wochenende zeigten die Senderdaten einiger Zwergschwäne plötzlich auffällige Muster, die auf eine massive Störung im NSG schließen ließen. Zwei der Sender konnten in einem bewohnten Gebiet von Meppen lokalisiert werden. Dort wurden dann am Sonntag im Beisein der Polizei die beiden Tiere tot und mit Schussverletzungen, die auf jagdliche Aktivitäten zurückzuführen sind, in einem Anhänger geborgen.

Der Zwergschwan ist gelistet im Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie und eine Art, für deren Schutz Deutschland eine besondere Verantwortung trägt. Zwergschwäne dürfen in der EU nicht bejagt werden. Es werden jedoch immer wieder Verdachtsfälle bekannt, dass Zwergschwäne Opfer von illegalen Abschüssen werden. Der aktuelle Vorfall wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Dazu NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Das Töten von streng geschützten Arten ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Diese muss mit aller Konsequenz verfolgt werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass durch das illegale Töten der Bestand geschützter Arten zusätzlich unter Druck gerät.“

Auch Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, zeigt sich empört über diesen Vorfall: „Es kann nicht sein, dass streng geschützte und bedrohte Arten wie der Zwergschwan in einem Naturschutzgebiet geschossen werden!“ Vorbehaltlich der strafrechtlichen Ermittlungen, die den genauen Hergang noch offenlegen müssen, sieht Dr. Buschmann dennoch schon jetzt die Politik – im speziellen Landwirtschafts- und Umweltministerium, welche ebenfalls Fördergeber des Zwergschwan-Projektes sind – in der Pflicht, solche Situationen durch Änderungen im niedersächsischen Jagdgesetz zukünftig zu vermeiden. „Dazu gehört, dass auch der Höckerschwan, der mit Zwerg- und Singschwan verwechselt werden kann, als jagdbare Art aus dem Jagdgesetz gestrichen werden muss. Ähnliche Fälle zwischen schwer zu unterscheidenden Gänsearten wie Bläss- und Zwerggans bestätigen diese Problematik.“

Hintergrund zum Projekt

Rund die Hälfte der in Nordwesteuropa beheimateten Zwergschwäne rastet jedes Jahr auf dem Zug in die Überwinterungsgebiete in Deutschland und eine zunehmende Anzahl verbringt mittlerweile den ganzen Winter hier. Seit einigen Jahren sind massive Bestandsrückgange dieser Art zu verzeichnen, die Ursachen dafür sind noch unklar. Aus diesem Grund wurde im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt ein Projekt initiiert, das die Gründe für diesen Abwärtstrend aufdecken und ein Schutzkonzept entwickeln soll.

Zur Klärung der Lebensraumansprüche und spezifischer Gefährdungen von Zwergschwänen werden Zwergschwäne mit GPS-Sendern ausgestattet. Hierzu liefern auch großräumige Habitatanalysen mit Hilfe von Fernerkundungsdaten wertvolle Erkenntnisse. Über die Besenderung ist es auch möglich, den Tieren auch in die arktischen Brutgebiete zu folgen und einzigartige Einblicke in das Brutgeschehen der Zwergschwäne zu erlangen.

Das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt „Zwergschwan: Schutzkonzept für eine bedrohte Zugvogelart in Deutschland“ wird federführenddurch das Michael-Otto-Institut im NABU geleitet. Verbundpartner sind: Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V.(DDA), Kuno e.V., Naturschutzstiftung Landkreis Emsland, Niedersächsische Ornithologische Vereinigung e.V. (NOV), Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (OAMV), Ornithologische Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburge.V. (OAGSH), Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und Wildfowl and Wetlands Trust (WWT).

Fördergeber sind: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mittelndes Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein und Naturschutzstiftung Landkreis Emsland.





Verschiedenes 

Karlsruhe: Die Kombilösung geht an den Start

Karlsruhe: Die Kombilösung geht an den Start
Kombilösung Stadtbahntunnel / Foto: KASIG

Ab Samstagnachmittag können die Fahrgäste eine neue Nahverkehrs-Ära erleben

Fast zwölf Jahre lang wurde gebaut, jetzt ist das große Werk vollendet: An diesem Wochenende beginnt mit der Eröffnung des Tunnels unter der Kaiser- und Karl-Friedrich-Straße eine neue Ära im Öffentlichen Nahverkehr der Fächerstadt. Am Samstagnachmittag öffnen sich erstmals für alle Fahrgäste die Tore zu den sieben unterirdischen Haltestellen, ab 14 Uhr fahren die Straßenbahnlinien 1 und 2 sowie die Stadtbahnlinie S2 durch den Tunnel. Gleichzeitig geht die neue Gleistrasse in der Kriegsstraße für die Straßenbahnlinien 4 und 5 in Betrieb, ehe in der Nacht zum Sonntag dann die Stadtbahnlinien der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft ebenfalls auf die neuen Routen umgestellt werden. Ab dann ist die Kaiserstraße ausschließlich den Fußgängern vorbehalten.

Offiziell den Bürgerinnen und Bürgern übergeben werden der Stadtbahn- und Straßenbahntunnel sowie die neue Gleistrasse „oben“ in der Kriegsstraße am Samstag mit einer Eröffnungszeremonie, die aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nur in kleinem Rahmen stattfinden kann. Teilnehmen werden voraussichtlich der Ministerpräsident des Landes, Winfried Kretschmann, Landesverkehrsminister Winfried Hermann, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und als Vertreter des Bundesverkehrsministeriums der neue Staatssekretär Michael Theurer.

Letzte Vorbereitungen abgeschlossen
Die unterirdischen Haltestellen wurden bereits für die Inbetriebnahme gereinigt, der Fahrschulbetrieb der Verkehrsbetriebe Karlsruhe und der Albtal-Verkehrsgesellschaft ist beendet. Probefahrten fanden auch auf der oberirdischen Gleistrasse in der Kriegsstraße statt – sie wurden erfolgreich absolviert. Die Vorbereitungen sind auch bei der Infrastruktur abgeschlossen: In den Zwischenebenen stehen bereits die Fahrkartenautomaten, auch die Toilette auf der Zwischenebene über dem Gleisdreieck Marktplatz ist einsatzbereit.

Insofern gilt das Augenmerk ganz dem Samstag: Um 14 Uhr öffnen sich zeitgleich die Treppenabgänge hinunter in die Haltestellen und die Straßenbahnlinien 1 und 2 sowie die Stadtbahnlinie S2 fahren über die Rampen nach unten in und durch den Tunnel. Außerdem fahren Straßenbahnlinien 4 und 5 ab diesem Zeitpunkt über die neue Gleistrasse in der Kriegsstraße.

"Paten" geben "ihre" Haltestelle frei
An jeder der Haltestellen – und dort an einem der Treppenabgänge - übernehmen ein oder zwei "Paten" das Durchschneiden des Bandes für "ihre" Haltestelle, begleitet von Musikern, die danach auch auf einem Bahnsteig für gute Stimmung sorgen. So eröffnet der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup gemeinsam mit VBK-, AVG-, KVV- und KASIG-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon die Haltestelle Marktplatz (Pyramide), während am Ettlinger Tor ECE-Centermanagerin Anne Klausmann gemeinsam mit KASIG-Geschäftsführer Frank Nenninger und Staatstheater-Intendant Ulrich Peters das Band durchschneiden. Letzterer bringt musikalische Verstärkung mit, die Musiker des "Brass Quintetts" der Badischen Staatskapelle stimmen mit Tänzen der Renaissance auf den festlichen Anlass ein.

An der Haltestelle Kongresszentrum übernehmen Zoo-Chef Dr. Matthias Reinschmidt und Messe-Geschäftsführerin Britta Wirtz zusammen mit dem früheren Geschäftsführer der VBK und AVG, Ascan Egerer, die Begrüßung der ersten Fahrgäste, an der Haltestelle Kronenplatz ein Vertreter eines Bürgervereins und VBK- und AVG-Geschäftsführer Christian Höglmeier. Am Durlacher Tor eröffnet KIT-Präsident Professor Holger Hanselka gemeinsam mit KASIG-Prokurist Matthias Schmidt, die Haltestelle Marktplatz (Kaiserstraße) übernehmen der Vorstandsvorsitzende der City Initiative Karlsruhe (CIK), Henrik Rohde, gemeinsam mit KVV-Prokurist Benjamin Bock und den Europaplatz der Centermanager der Postgalerie Andreas Thielemeier mit KASIG-Prokurist Christian Kölmel.

Neuer Liniennetzplan gilt ab dem Wochenende
Für den Rest des Samstags verkehren alle Straßenbahnlinien der Verkehrsbetriebe Karlsruhe – das sind die Linien 1, 2, 3, 4, und 5 - und die Linie S 2 bereits nach dem neuen Liniennetzplan. Die erst ab Sonntagmorgen geltenden Änderungen des (bundesweiten) Fahrplanwechsels werden eigens für die Karlsruher Fahrgäste vorgezogen, damit die neuen unter- und oberirdischen Strecken sowie die Haltestellen auch wirklich von allen Interessierten genutzt werden können. Das bedeutet auch, dass sich Fahrgäste mit den neuen Linien und dem komplett neu „gestrickten“ innerstädtischen Liniennetz vertraut machen sollten, da der Wechsel der Linien mitten am Tag erfolgt. Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) informiert aber schon jetzt und auch an dem Samstag der Inbetriebnahme über die anstehenden Änderungen, die auch im Internet (www.kvv.de) bereits zu sehen sind. Auch in der elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) sind die Änderungen bereits eingepflegt.

Die Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) – S1/S11, S4, S5, S52, S7 und S8 – fahren aus technischen Gründen am Samstag noch wie bisher. Der Fahrplanwechsel kann wegen der Übergänge ins Netz der Deutschen Bahn (DB) und der damit zusammenhängenden Abstimmung mit den DB-Zügen erst am Sonntag in aller Frühe erfolgen.

Autotunnel kommt später
Von der Inbetriebnahme ausgenommen ist und bleibt für knapp vier Monate der Autotunnel unter der Kriegsstraße: Hier kam es beim Materialnachschub zu solchen Verzögerungen, dass eine Inbetriebnahme erst für Ende März 2022 ins Auge gefasst werden kann.

zum Bild oben:
Für die Fahrgäste öffnen sich erstmals am Samstag ab 14 Uhr die Tore zu den sieben neuen unterirdischen Haltestellen.
Foto: KASIG

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Veranstaltungen 

NABU: So wird es auch für die Umwelt ein gesegnetes Fest

Fünf Tipps für ökologische Weihnachten

Berlin, 7.12.21 – Lasst uns froh und nachhaltig sein: Der NABU hat fünf Tipps, mit denen das Fest der Liebe auch für Umwelt und Natur eine Freude wird.

1. Oh Öko-Baum: Jährlich werden rund 25 bis 30 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft, etwa 90 Prozent kommen aus Deutschland. Ökologische Weihnachtsbäume erkennt man am FSC-, Naturland- oder Bioland-Siegel. Einige regionale Forstbetriebe haben zwar kein Biosiegel, nutzen aber sogenannte Sonderflächen unter Strom- oder auf Leitungstrassen, auf denen sie heimische Christbäume anpflanzen.

2. All I want for christmas: Durch Lieferengpässe ist manche Ware derzeit nicht zu haben, trotzdem wird es auch in diesem Jahr in vielen Familien sicher mehr als genug Geschenke geben. Wer statt Dingen lieber Natur verschenken und etwas Gutes tun möchte, kann eine NABU-Geschenkpatenschaft unter den Baum legen. Der NABU setzt sich mit der Unterstützung der Paten zum Beispiel für Wölfe in Deutschland ein. Oder für die Erhaltung des einzigartigen Naturparadieses an der Unteren Havel, die Rettung des vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden oder für Meere ohne Plastik. Auch im Kampf gegen die Jagd auf Zugvögel hat der NABU durch die Patenschaften bereits wichtige Erfolge erzielt.

3. Last Christmas, I gave you my heart: Vor dem Kauf neuer Weihnachtsdeko, erst einmal sichten, was man bereits besitzt. „Das bewahrt vor Spontan-Käufen und Schnäppchen, die man eigentlich gar nicht braucht“, so Indra Enterlein, NABU-Umweltexpertin, „Meistens besitzen wir viel mehr Dinge als wir denken. Der achtsame Umgang mit unseren Gegenständen schont Ressourcen. Was man nicht mehr nutzen möchte, kann man verschenken oder weiterverkaufen.“ Als umweltfreundliche Deko empfiehlt sie Nüsse, Holz, Plätzchen, Stoffbänder, Obst und Figuren aus Papier, Holz, Stroh oder Bienenwachs.

4. Advent, Advent, die Lichterkette brennt: In Drogerien, Supermärkten und Shoppingcentern sieht man derzeit LED-Lichterketten in allen Formen und Farben für wenige Euro. Die meisten werden mit Batterien betrieben. „Den Batteriebetrieb macht die LED-Technik überhaupt erst möglich, da sie weniger Strom benötigt. So sorgt die stromsparende Neuerung leider für noch mehr Batterie-Abfall“, sagt Enterlein. Sie rät: „Besser Lichterketten mit Stecker kaufen oder solche, bei denen wiederaufladbare Akkus genutzt werden können.“ Von Lichtern mit Knopfzellen rät sie ab, denn diese können nicht durch Akkus ersetzt werden.

5. Morgen Kinder, wird`s Müll geben: Berge von Geschenkpapier und Verpackungsmaterial türmen sich nach dem Fest in und neben den Mülltonnen. Dabei muss es nicht immer neugekauftes Geschenkpapier sein, erst recht nicht besonders umweltschädliches alubeschichtetes Schmuckpapier. Als Alternative bieten sich Geschenkhüllen aus Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ an, fantasievoll bemalt oder mit Gebäck, Zweigen, getrockneten Blättern und Blumen beklebt. Geschenkpapier lässt sich zudem mehrfach verwenden, wenn man die Präsente vorsichtig auspackt. Auch Stoffreste eigenen sich gut zum Verpacken und können zudem jedes Jahr weiter genutzte werden: Das ist praktisch und es entsteht kein Abfall.

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Verschiedenes 

Stadt und Landkreis Karlsruhe freuen sich über Zuschlag als Modellregion

Stadt und Landkreis Karlsruhe freuen sich über Zuschlag als Modellregion
Mobilität (c) Foto: Monika Müller-Gmelin (Stadt Karlsruhe)

Pilotprojekt Mobilitätsgarantie und Mobilitätspass des Landes Baden-Württemberg

Auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft spielt die Mobilität eine Schlüsselrolle. Wie in kaum einem anderen Bereich gibt es hier ein besonders großes Potenzial zur Einsparung schädlicher Treibhausgas-Emissionen. Um dieses Potenzial zu heben, bedarf es nicht nur eines Umdenkens in den Köpfen der Menschen, sondern auch neuer Steuerungselemente. Vor diesem Hintergrund freuen sich der Landkreis und die Stadt Karlsruhe über die Entscheidung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, Karlsruhe als eine von landesweit neun Modellregionen für das Pilotprojekt Mobilitätsgarantie und Mobilitätspass auszuwählen.

"Wertvolle Ergänzung für den Werkzeugkasten"
"Stadt und Landkreis ziehen schon seit Jahrzehnten gemeinsam an einem Strang, wenn es um eine umweltgerechte Gestaltung der Mobilität geht", sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. "Mit dem Pilotprojekt erhalten wir nun eine wertvolle Ergänzung für unseren Werkzeugkasten". Die vom Land als Kernmaßnahme der ÖPNV-Strategie geplante Mobilitätsgarantie setzt dabei einen verlässlichen Rahmen für die Nutzerinnen und Nutzer. Vor allem für den Verkehr zwischen Stadt und Umland seien einheitliche Standards in der Fläche wichtig, "denn wer morgens mit dem ÖPNV in die Stadt fährt, sollte abends auch wieder verlässlich nach Hause kommen", so Mentrup.

"Wir wollen uns als Aufgabenträger aktiv in den Prozess mit einbringen", betont Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und fügt hinzu: "‘Modellregion‘ bedeutet für uns aber in erster Linie Klarheit über eventuelle finanzielle Auswirkungen zu bekommen". Auf Basis der dabei gewonnenen Erkenntnisse soll dann entschieden werden, ob und in welcher Form ein Mobilitätspass eingeführt wird. "Eine Vorfestlegung für die anschließende Umsetzung erfolgt damit aber nicht.“

Beim Land Baden-Württemberg gibt es bereits erste Überlegungen für die Ausgestaltung des Mobilitätspasses, welcher verschiedene Wege zu einer zusätzlichen ÖPNV-Finanzierung ebnen kann.

zum Bild oben:
Verlässliches ÖPNV-Angebot: Die Region Karlsruhe nimmt am Pilotprojekt des Landes für Mobilitätspass und Mobilitätsgarantie teil.
Foto: Monika Müller-Gmelin (Stadt Karlsruhe)





Veranstaltungen 

NABU: Aus dem Wald ans Futterhaus

NABU: Aus dem Wald ans Futterhaus
Buntspecht (c) Frank Derer / Nabu

NABU und LBV rufen vom 6. bis 9. Januar wieder zur Stunde der Wintervögel auf

Berlin, 6.12.21 – Wenig Samen und Baumfrüchte im Wald – viele Besucher am Futterhaus. Dieser Effekt könnte sich bei der kommenden „Stunde der Wintervögel“ bemerkbar machen. Vom 6. bis zum 9. Januar 2022 laden der NABU und sein bayerischer Partner, der LBV (Landesbund für Vogelschutz), wieder zu Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion ein. Jeder und jede ist aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu zählen und sie dem NABU zu melden. „Wir haben in den vergangenen Wochen einen starken Durchzug von Bergfinken, Eichelhähern und Ringeltauben registriert. Die Vögel ziehen aus Nord- und Osteuropa nach Süden und Westen – also auch zu uns nach Deutschland. Das tun sie vermehrt, wenn es beispielsweise nicht genügend Bucheckern oder andere Baumfrüchte im Brutgebiet gibt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wir erwarten daher, dass es zur ‚Stunde der Wintervögel‘ viel zu beobachten geben wird. Vögel kommen häufiger auf Nahrungssuche in unsere Gärten, wenn das Angebot in den Wäldern knapp ist.“

An Futterhäuschen, -säule oder Knödelspender im Garten oder auf dem Balkon lassen sich Vögel am einfachsten beobachten. „Mit der Fütterung sollte man schon vor dem ersten Schnee beginnen, damit sich die Vögel an den Platz gewöhnen“, so Miller. „Allerdings sollte man die Fütterung nicht mit effektivem Schutz bedrohter Vogelarten verwechseln, da von ihr eher weniger bedrohte Arten profitieren“, betont Miller. Der NABU empfiehlt das Füttern daher eher zur Naturbeobachtung und Umweltbildung. „Wer Vögel schützen möchte, sollte Garten und Balkon naturnah gestalten und beispielsweise heimische Sträucher pflanzen, wie Holunder und Schlehe. Abgeblühte Samenstände von Stauden und anderen Blühpflanzen sollten über den Winter als natürliches Vogelfutter stehen gelassen werden“, rät Miller, „Vögel fühlen sich wohl, wenn im Garten etwas Wildnis zugelassen wird. Und ganz wichtig: Gift und Kunstdünger sollten tabu sein.“

Bei der vergangenen großen Vogelzählung im Januar 2021 beteiligten sich über 236.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 164.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum zwölften Mal statt. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können per App unter www.NABU.de/vogelwelt, unter www.stundederwintervoegel.de oder unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 17. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 8. und 9. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Für die „Schulstunde der Wintervögel“ vom 10. bis 14. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/sdw Zählkarten, eine neue Broschüre mit Aktionsideen für Lehrende und einen Wettbewerb zu „Spuren im Schnee“ für Kindergruppen und Schulklassen an. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

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Weltbodentag 2021: Slow Food fordert Konsequenz bei Bodenpolitik

Weltbodentag 2021: Slow Food fordert Konsequenz bei Bodenpolitik
Boden (c) Sharon Sheets

95 Prozent unserer Lebensmittel entstammen dem Boden. Anlässlich des diesjährigen Weltbodentags (5.12.) fordert Slow Food Deutschland (SFD) die Bundesregierung auf, den Kommissionsvorschlag für eine EU-Bodenstrategie zu unterstützen und den Bodenschutz mit Maßnahmen wie dem im Koalitionsvertrag festgehaltenen Bundesprogramm „Zukunftsfähiger Ackerbau“ zügig voranzubringen. Zugleich fordert der Verein, bodenschonend wirtschaftende Landwirt*innen zu fördern und den Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen an eine nachhaltige und regional wertschöpfende Wirtschaftsweise zu knüpfen. Denn für Klima- und Biodiversitätsschutz ebenso wie für die Ernährungssicherheit: Wir brauchen gesunde Böden, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen.

Fast alles, was uns nährt, schlägt seine Wurzeln im Boden. Gesunde Böden sichern unsere Nahrungsmittelerzeugung, sind Voraussetzung für eine nachhaltige wie genussvolle Ernährung sowie für unsere eigene Gesundheit. Deswegen müssen wir sie schützen, erhalten und wieder aufbauen. Denn Äcker und Felder stehen unter Druck. Überdüngung, Pestizideintrag und Mikroplastikbelastung verringern ihre Qualität. Verdichtung, Flurbereinigung und Monokulturen steigern die Erosion; durch sie gehen jährlich etwa 970 Millionen Tonnen fruchtbarer Boden allein in der EU verloren. Der Klimawandel verschärft die Lage durch Dürre sowie vermehrte Starkregen. Die EU-Kommission hat Mitte November die Europäische Bodenstrategie vorgelegt; sie unterstreicht darin die Notwendigkeit eines rechtsverbindlichen Rahmens für ein nachhaltiges Ernährungssystem. Zudem haben sich SPD, Grünen und FDP im Koalitionsvertrag vergangene Woche darauf geeinigt, ein Bundesprogramm „Zukunftsfähiger Ackerbau“ zu initiieren und die EU-Bodenschutzmaßnahmen zu unterstützen.

Slow Food begrüßt, dass mithilfe dieser Vorhaben die Bodengesundheit auf der politischen Agenda nach oben rückt – gepaart mit nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken. Dazu Nina Wolff, SFD-Vorsitzende: „Durch eine naturferne industrielle Landwirtschaft und Landnutzungsänderungen wurde die ressourcenerhaltende Nutzung von Agrarflächen und -böden zu lange aufs Spiel gesetzt, mit hohen Risiken für die Gesundheit von Planet und Mensch. Mit den jüngst angekündigten Maßnahmen setzt die Politik Zeichen, die Umkehr einzuleiten. Wir fordern nun, dass darauf konkretes und konsequentes Handeln folgt, welches wir gesamtgesellschaftlich unterstützen sollten. Fruchtbare Böden erhalten wir nur, wenn wir verstehen, dass sie für eine gesunde Umwelt sowie für die Geschmacksvielfalt und Qualität unserer Lebensmittel sorgen. Zur notwendigen Wertschätzung gehört auch die faire Vergütung und Förderung von bodenschonend wirtschaftenden Landwirtinnen und Landwirten. Verbraucherinnen und Verbraucher können durch den Einkauf ökologisch erzeugter Lebensmittel einen wichtigen Beitrag zum Bodenschutz leisten.“

2022 hebt SFD den Boden mit verschiedenen Veranstaltungen besonders hervor und lädt Menschen bundesweit dazu ein, Böden in ihrer Vielfalt zu erfassen. Denn unsere Speisezettel und unser Genuss sind nur so vielfältig, wie es unsere natürlichen Ressourcen sind. Regionale Böden in Symbiose mit regionalen Sorten, die an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst sind, sichern die Klimaresilienz und Nahrungsmittelversorgung in den Regionen.

Der jährlich am 5. Dezember stattfindende Weltbodentag macht auf die lebenswichtige Bedeutung von Böden aufmerksam.







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