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Verschiedenes 

NABU: So wird der Urlaub im Garten zum Naturerlebnis

Tipps für Ferienspaß und Erholung im "grünen Wohnzimmer"

Berlin, 25.06.2020 – Wegen Corona sind die Möglichkeiten für Urlaubsreisen in diesem Sommer eingeschränkt. Doch Erholung und schöne Ferienerlebnisse sind auch im eigenen Garten möglich – mit einem Urlaub im „grünen Wohnzimmer“ schont man außerdem das Klima. Der NABU gibt Tipps dafür.

„Wo die Natur intakt ist und sich Tiere wohlfühlen, geht es auch uns Menschen gut“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. „Ein naturnaher, blühender und duftender Garten ist genau richtig, um sich vom stressigen Alltag zu erholen.“ Wesentlich für einen solchen Garten sind der Verzicht auf Kunstdünger, Pestizide und torfhaltige Blumenerde. Obstbäume, heimische Sträucher und Stauden sollten dagegen vorhanden sein. Sie bieten Vögeln und Insekten Nahrung und Lebensraum.

„Der Garten kann ein Ort für kleine Abenteuer sein. Gerade Kinder können hier viel über die heimische Tier- und Pflanzenwelt lernen, zum Beispiel Wildbienen und Schmetterlinge beobachten“, so Rottleb. Beim Bestimmen von Insekten und Gartenvögeln helfen die kostenlosen Apps NABU Insektenwelt und NABU Vogelwelt unter www.NABU.de/apps . Kleine Gärtner machen auch gern beim Bau eines Igelhauses oder eines Insektenhotels mit. Sie erfahren dabei, wie Tiere leben und wie man sie schützen kann. Tipps und Bauanleitungen dazu stellt der NABU unter www.NABU.de/igelhaus und www.NABU.de/insektenhotel zur Verfügung.

Jetzt im Sommer reifen im Garten Gemüse und Obst. Rottleb: „Frischer Salat aus dem Beet und sonnenreife Tomaten sind ein ganz besonderer Genuss.“ Die Ernte kommt beim Grillabend direkt auf den Gartentisch. Tipps zum umweltschonenden Grillen gibt es unter www.NABU.de/grilltipps .

„Wie wäre es, den Urlaub zu nutzen, um den eigenen Garten noch naturfreundlicher zu gestalten?“, schlägt Rottleb vor. So kann ein Beet mit abend- und nachtblühenden Pflanzen wie Nachtviole und Jelängerjelieber angelegt werden, um bedrohten Fledermäusen zu helfen, genug Nahrung zu finden. „Diese sind auf nachtaktive Insekten angewiesen, die von diesen Pflanzen leben“, sagt Rottleb. „Im abendlichen Garten Fledermäuse bei ihren Flugkünsten zu beobachten kann auch ein tolles Ferienerlebnis für Kinder sein.“ Oder man legt einen kleinen Gartenteich an, um Fröschen, Kröten und Molchen Lebensraum zu bieten. Welches Projekt man auch umsetzt – im Naturgarten zwischen brummenden Hummeln, singenden Vögeln und duftenden Blüten kommt garantiert Urlaubsstimmung auf.

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Veranstaltungen 

NABU: Deutsche EU-Ratspräsidentschaft muss Fokus auf grünen Wandel setzen

Naturschutzbund veröffentlicht fünf Forderungen an die Bundesregierung

Berlin, 24.06.2020 – In einer Woche übernimmt Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Dazu hat der NABU am heutigen Mittwoch seine übergreifenden fünf Forderungen an die Bundesregierung veröffentlicht. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger erklärt:

„Der deutsche Vorsitz im Rat der Europäischen Union wird durch die Corona-Krise mitgeprägt. Gleichzeitig stehen wichtige Entscheidungen auf EU-Ebene an, beispielsweise über den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) und Wiederaufbaufonds, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) oder das Klimaschutzziel der EU. Der NABU fordert die Bundesregierung auf, die Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen: Die Ratspräsidentschaft muss zu einhundert Prozent dafür genutzt werden, die europäische Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähig zu machen. Dies gelingt nur, wenn die Bundesregierung ressortübergreifend die Biodiversitäts- und Klimakrise angeht. Ansonsten drohen der Wirtschaft und Gesellschaft Folgen, die weit über das Ausmaß der derzeitigen Situation hinausgehen. Eine solche Schwerpunktsetzung vermisst der NABU im heute von der Bundesregierung beschlossenen Programm. Dieses gleicht eher einem bunten Potpourri als einer visionären Agenda.“

Der NABU fordert, dass die Bundesregierung ein ambitioniertes Programm für die Ratspräsidentschaft verfolgen muss, bei dem auch die Zivilgesellschaft einbezogen wird. Maßgeblich dafür muss der European Green Deal sein. Mit diesem hat die Europäische Kommission bereits ein – teils zwar nachzuschärfendes, aber insgesamt brauchbares – Gerüst vorgegeben. Der MFR und neu zu schaffende Wiederaufbaufonds müssen genutzt werden, um den Schutz gegen Biodiversitätskollaps und Klimakatastrophe zu finanzieren.

Krüger: „Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben wahrscheinlich nur diese eine Gelegenheit, das Steuer herumzureißen. Daher darf sich die Bundesregierung nicht hinter einer „neutralen Mittlerrolle“ verstecken, sondern muss die Präsidentschaft nutzen und den Fokus auf einen grünen Wandel setzen.“

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Verschiedenes 

NABU: Verhindert Deutschland das Verbot von giftiger Bleimunition?

Krüger: Das Bundeslandwirtschaftsministerium darf sich nicht länger sperren und muss dem Vorschlag der EU-Kommission unverzüglich zustimmen

Berlin, 24.06.2020 – Gestern hat die EU-Kommission ein Verbot bleihaltiger Jagdmunition in Feuchtgebieten zur Abstimmung gestellt. Deutschland hat angekündigt, sich bei dieser Abstimmung zu enthalten, wegen eines Streits zwischen Umwelt- und Agrarministerium. Dazu kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Trotz der verheerenden Auswirkungen auf die Natur darf in der EU bei der Jagd immer noch bleihaltige Jagdmunition eingesetzt werden. So gelangen jedes Jahr Tonnen giftiges Blei in unsere ohnehin schon bedrohte Umwelt. Nicht nur für die Vogelwelt stellt besonders Bleischrot eine lebensbedrohliche Gefahr dar: Jährlich sterben in Europa mehr als eine Million Wasservögel direkt an Bleivergiftung, weitere drei Millionen Vögel werden beinahe tödlich vergiftet. 99 Prozent der verschossenen Bleischrot-Kugeln landen in der Umwelt und vergiften dort Flora und Fauna. Am Ende gelangt das Blei so auch in unsere Nahrungskette. Wenn sich Deutschland jetzt auf EU-Ebene bei der Abstimmung enthält, kommt keine Mehrheit für das Verbot zustande. Das ist ein Skandal. Deshalb fordern wir Bundesministerium Julia Klöckner dazu auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und dem Bleimunitions-Verbot zuzustimmen. Dann kann großer Schaden für unsere Vogelwelt endlich abgewendet und die Vergiftung unserer Umwelt reduziert werden.“





Verschiedenes 

Aktueller Seitenwechsel

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Verschiedenes 

NABU: Insektenrückgang in Deutschland besonders stark

Krüger: Bundesregierung muss endlich Gesetze zum wirksamen Insektenschutz liefern

Berlin, 24.4.2020 – Die am heutigen Freitag veröffentlichte Meta-Studie zum weltweiten Rückgang der Insekten kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Die Studie ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir uns im Insektenschutz keinen Stillstand erlauben können. In Europa, insbesondere in Deutschland, sind die festgestellten Rückgänge besonders stark. Wir brauchen deshalb endlich eine wirksame Gesetzgebung zum Schutz der Insekten, um die Auswirkungen von Landnutzung, Zerstörung von Lebensräumen und Flächenverbrauch zu begrenzen. Die Bundesregierung darf hier nicht länger auf Zeit spielen, sondern muss endlich liefern.“





Veranstaltungen 

Karlsruhe: "Bäume prägen Räume"

Karlsruhe: "Bäume prägen Räume"
Eröffnung des Wettbewerbs "Gartenträume" / Foto: GBA

Anmeldung zum diesjährigen Gartenträume-Wettbewerb

In der Tradition der grünen Wettbewerbe ruft das Gartenbauamt zum zweiten Mal zur Teilnahme unter dem neuen Titel "Gartenträume" auf. In diesem Jahr lautet das Wettbewerbsmotto: "Bäume prägen Räume".

Bürgermeisterin Bettina Lisbach eröffnete den diesjährigen Wettbewerb mit einem Besuch bei der Teilnehmerin Inge Banerjee, die mit ihrem "Hausbaum", einer elf Jahre alten Seidenakazie (Albizia julibrissin) teilnimmt.

Bäume verbessern Leben der Menschen

Spätestens seit den vergangenen zwei Hitze-Sommern ist das Thema Bäume in aller Munde. Neben den aktuellen Klimaveränderungen stellen auch bauliche Entwicklungen und steigender Nutzungsdruck die grüne Infrastruktur vieler Städte vor immer größere Herausforderungen.

Innerstädtische Hitzeeffekte mit hoher Lufttrockenheit und Wassermangel, die Zunahme versiegelter Flächen sowie durch steigende Temperaturen begünstigte neue Schädlingspopulationen wirken sich negativ auf den Gesundheitszustand wie die Lebensdauer unserer Bäume aus.

Dabei übernehmen Bäume wichtige Funktionen in der Stadt. Sie produzieren Sauerstoff und verbessern die Luftqualität, indem sie Feinstaub binden. Ebenso wird das Mikroklima, insbesondere während der Sommermonate, durch ihre Verdunstungsleistung sowie die Beschattung von Hausfassaden und Straßen verbessert. Natürlich bieten Bäume darüber hinaus wichtigen Lebensraum und Nahrung für viele Tierarten und verschönern zugleich das Stadtbild. Ihr positiver Einfluss auf das menschliche Leben und Wohlbefinden in der Stadt ist unschätzbar.

Markante Bäume verschwinden oft aus privatem Grün

Allerdings führen zunehmend kleinere Grundstücke und der Wunsch nach pflegeleichten und sonnigen Gärten seit einigen Jahren dazu, dass allmählich viele markante und raumbildende Bäume aus dem privaten Grün verschwinden. Die im besten Falle ersatzweise neu gepflanzten Gehölze sind meist kleinkronige Arten, die außerdem Jahrzehnte bis zum Erreichen ihrer vollen Größe benötigen. Die ökologische Wirksamkeit eines Altbaumes übersteigt die einer Jungpflanze um ein Vielfaches. Aus diesem Grund ist der Schutz und Erhalt großer, raumbildender Bäume essentiell für eine Stadt wie Karlsruhe.

Private Baumbesitzer würdigen

Ein Baum, insbesondere im höheren Alter, bedarf regelmäßiger Pflegemaßnahmen und muss in extremen Hitzemonaten wie 2018 und 2019 mit Wassergaben von vielen hunderten Litern unterstützt werden. Auch die Entfernung überschüssigen Laubes im Herbst ist bei sommergrünen Baumarten nicht zu unterschätzen. Dieser teils erhöhte Aufwand ist keine Selbstverständlichkeit mehr in der heutigen Zeit. Deshalb sollen in diesem Jahr Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe, die diese Aufgaben in ihrem Garten übernehmen und mit ihrem Baum zum Karlsruher Grün beitragen, im Rahmen des Wettbewerbes gewürdigt und ausgezeichnet werden.

Für die Teilnahme am Wettbewerb eignen sich Bäume auf privaten Flächen vor und hinter Gebäuden, sowie in Höfen und auf Dächern, sofern es sich um Anlagen auf Grundstücken handelt, die nicht in städtischer Pflege sind. Es kann sich um markante, raumprägende Solitärbäume, aber auch um so genannte Clumps, das heißt Baumgruppen, handeln.

Wie kam die Seidenakazie in den Karlsruher Garten?

Die Idee, eine Seidenakazie bei sich im Garten zu pflanzen, kam Inge Banerjee durch einen anderen Baum dieser Art, der viele Jahre in ihrer Wohnstraße stand. Dieser fiel ihr immer besonders zur Blütezeit im Juli und August auf, wenn sie mit ihrem Rad unterwegs war. Der Anblick der rasierpinselartigen rosa Blüten bereitete ihr so viel Freude, dass sie gerne einen kleinen Umweg in Kauf nahm, um diesen zu bestaunen. Später sah sie den Baum auch auf Reisen, insbesondere bei Besuchen ihrer Enkelin, in deren zeitweiligen Studienort Grenoble.

Die Seidenakazie dient in ihrem Garten als Ersatz für einen ehemaligen Walnussbaum und passt sich dort mit den rosa Blüten gut in das Farbkonzept der übrigen Gartengestaltung ein, welches von Lila- und Rosatönen bestimmt wird. Heute erinnert sie ihre Seidenakazie, deren natürliches Verbreitungsgebiet in Asien liegt und vom Iran bis nach Ostchina reicht, an ihren im vergangenen Jahr verstorbenen Ehemann. Er war gebürtiger Inder und auf einer Reise in die indische Region Darjeeling sah Inge Banerjee ebenfalls prächtige Exemplare von Albizia julibrissin.

Wie zum Wettbewerb anmelden?

Wer ebenfalls einen solchen raumprägenden Baum für den Wettbewerb anmelden möchte, kann dies über das Formular im Flyer, welcher bereits an vielen öffentlichen Einrichtungen ausliegt, tun. Eine Liste der Verteilerstellen kann der Website des Wettbewerbes entnommen werden. (www.karlsruhe.de/gruener_wettbewerb). Daneben ist die Anmeldung auch per Email an gartentraeume@gba.karlsruhe.de möglich. Wichtig ist, dass die Anmelderin oder der Anmelder ein Foto des Baumes beziehungsweise der Baumgruppe mitschickt. Anmeldeschluss ist der 31. Mai.

Bewertungen der Jury ab Juni / Preisverleihung im Herbst

Eine Vorbesichtigung und Endbewertung der eingereichten Beiträge findet dieses Jahr voraussichtlich im Juni und Juli statt. Eine Jury bewertet die Gesamtsituation unter Berücksichtigung der vorhandenen räumlichen Vorgaben, Wahrung und Betonung besonderer Situationen, Einfluss auf das Wohnumfeld, Nachhaltigkeit und ökologischer Aspekte.

Im Rahmen einer Preisverleihung werden dann im Herbst 2020 die Preisträger bekanntgegeben.

zum Bild oben:
Teilnehmerin Inge Banerjee im Gespräch mit Bürgermeisterin Bettina Lisbach über ihre Seidenakazie als Mittelpunkt ihres Gartens.
Foto: GBA

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Verschiedenes 

NABU: Erreger des Meisensterbens identifiziert

Bakterium verursacht Lungenentzündung bei Blaumeisen / Social Distancing für Vögel hilft gegen Seuche

Berlin - Seit Anfang März werden in Deutschland auffallend viele Blaumeisen beobachtet, die krank wirken und kurz darauf sterben. Jetzt ist der Erreger des Meisensterbens identifiziert: Es ist ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, das bei den Vögeln eine Lungenentzündung verursacht.

„Suttonella ornithocola tötet fast ausschließlich Meisen, vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Vermutlich sind auch Tannenmeise, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeise betroffen. Seltener erkranken die größeren Kohlmeisen.“

Bis zum 22. April wurden dem NABU innerhalb von nur zwölf Tagen 13.800 Fälle aus Deutschland gemeldet, die etwa 26.000 Vögel betreffen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat nun bei Meisen aus den Landkreisen Ammerland und Diepholz Suttonella ornithocola festgestellt. Fast gleichzeitig wurde aus dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe bekannt, dass bei vier untersuchten Blaumeisen aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen derselbe Erreger gefunden wurde. In allen Landkreisen, in denen das Bakterium bestätigt werden konnte, zeigt auch die Karte der beim NABU gemeldeten Verdachtsfälle eine erhöhte Melderate.

Das Bakterium ist erst seit 1996 bekannt. Damals wurde es in Großbritannien beschrieben und kommt dort flächendeckend regelmäßig vor, hat aber bisher nicht zu überregionalen Massensterben geführt. Erst 2017 wurde es erstmals außerhalb von Großbritannien nachgewiesen - in Finnland. Im April 2018 wurde Suttonella ornithocola erstmals in Deutschland bei mehreren Meisen bei kleineren Krankheitsausbrüchen im südlichen Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Miller: „Das massenhafte überregionale Auftreten in diesem Jahr ist für diesen Erreger neu. Außer Deutschland sind mindestens auch Luxemburg und Belgien betroffen.“

Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Da Vögel aber auch an anderen Krankheiten gestorben sein könnten und grundsätzlich oft mehrere Pathogene in sich tragen können, ist beim Umgang mit toten Vögeln immer mit Vorsicht vorzugehen.

Um Ausmaß, räumliche Verbreitung und Verlauf der Epidemie ermitteln zu können, ruft der NABU weiterhin dazu auf, Fälle von kranken oder offensichtlich an Krankheit verstorbenen Vögeln über sein Online-Formular unter www.NABU.de/meisensterben zu melden.

„In betroffenen Gärten müssen Anziehungspunkte wie Futter- und Badestellen umgehend beseitigt werden, damit Vögel sich weniger leicht gegenseitig anstecken können“, rät Miller. „Social Distancing hilft auch bei Vogel-Seuchen Ansteckungen zu reduzieren.“

Damit betroffene Vogelbestände sich möglichst schnell wieder erholen können, ist es wichtig, gute Bedingungen für die anstehende Brutzeit zu bieten. Ein naturnaher Garten bietet besonders viel Nahrung für die hungrigen Jungen. Tipps für einen vogelfreundlichen Garten hat der NABU unter www.nabu.de/vogelgarten zusammengestellt.

Wie stark die Meisenbestände von der für Deutschland neuen Vogelkrankheit beeinträchtigt wurden, werden die Ergebnisse der großen NABU-Gartenvogelzählung „Stunde der Gartenvögel“ vom 8. bis 10. Mai zeigen.

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Veranstaltungen 

NABU: Amsel, Drossel, Fink und Star - die Stunde der Gartenvögel ist wieder da

NABU: Amsel, Drossel, Fink und Star - die Stunde der Gartenvögel ist wieder da
Kranke Blaumeise (c) Otto Schäfer / NABU

NABU und LBV rufen am Muttertagswochenende zur deutschlandweiten Vogelzählung auf / Zahlen zu Blaumeisen mit Spannung erwartet

Berlin – Vom 8. bis 10. Mai findet deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt. Der NABU ruft gemeinsam mit der NAJU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

„Unsere Stunde der Gartenvögel hatte in den vergangenen Jahren starke Teilnehmerzuwächse zu verzeichnen. Über das große Interesse an der heimischen Natur freuen wir uns sehr“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die gewonnenen Ergebnisse.“

In diesem Jahr erwarten die Ornithologen des NABU die neuen Gartenvogeldaten mit besonderer Spannung und Sorge. „Eine der häufigsten und beliebtesten Arten, die Blaumeise, ist derzeit in Teilen der Republik durch ein auffälliges Massensterben aufgrund einer bisher unbekannten Krankheit bedroht“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Innerhalb von nur sechs Tagen über das Osterwochenende haben wir bereits 10.000 Meldungen mit etwa 20.000 toten oder kranken Meisen erhalten. Die kommende Zählung im Mai wird uns Auskunft darüber geben, ob sich dies in den Bestandstrends der Blaumeisen in den besonders betroffenen Gebieten widerspiegelt.“

Viele Menschen haben in den letzten Wochen während der Ausgangsbeschränkungen den Wert der Natur vor ihrer Haustür wieder neu schätzen gelernt. Gartenvögel wie die Blaumeise haben dabei in diesem Frühling sicherlich deutlich mehr Aufmerksamkeit erfahren als in anderen Jahren. „Wir hoffen, dass sich dies in einer besonders regen Beteiligung an der Vogelzählung niederschlägt“, so Lachmann. Der Vogelschutzexperte rät: „Wer mehr Natur in seinem Umfeld erleben und Gartenvögeln helfen möchte, sollte seinen Hof oder Garten zum Mini-Naturschutzgebiet machen.“ Tipps für einen vogelfreundlichen Garten hat der NABU unter www.nabu.de/vogelgarten zusammengestellt.

Im vergangenen Jahr hatten über 76.000 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel mitgemacht und Beobachtungszahlen aus fast 52.000 Gärten gemeldet. Gemeinsam mit der Schwesteraktion, der „Stunde der Wintervögel“, handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

Und so funktioniert es: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-App Vogelwelt, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt Meldeschluss ist der 18. Mai.

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

Für kleine Vogelexperten hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (4. bis 8. Mai) ins Leben gerufen. Weitere Informationen dazu unter www.NAJU.de/sdg

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