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Veranstaltungen 

Waldpädagogik Karlsruhe bietet im Oktober und November neue Termine an

Waldpädagogik Karlsruhe bietet im Oktober und November neue Termine an
Umgestürzte Eschen im Stadtwald Karlsruhe / Foto Forstamt Stadt Karlsruhe

Bei kostenfreien Spaziergängen über Karlsruher Wäldern informieren

Wissenswertes rund um die Karlsruher Wälder erfahren Interessierte bei den Veranstaltungen, welche die Waldpädagogik des Forstamts im Oktober und November anbietet. Die Termine sind kostenfrei, jedoch ist eine Anmeldung im Vorfeld erforderlich.

Informativer Spaziergang zur Sicherheit im Wald
Durch die Trockenheit der vergangenen Jahre sind im Wald viele Bäume abgestorben oder geschwächt. Es besteht die Gefahr, dass sie bei Sturm umkippen oder Totholzäste abwerfen. Bäume an öffentlichen Wegen müssen daher sorgfältig auf ihre Vitalität geprüft werden. Wie dies funktioniert, das erfahren interessierte Waldbesuchende am Freitag, 15. Oktober, ab 15:30 Uhr bei einem Spaziergang durch den Hohenwettersbacher Wald mit dem Verkehrssicherungsexperten Sebastian Hecker.

Am Samstag, 16. Oktober, zeigen die Forstleute von 10 bis 14 Uhr, wie Spiele aus Grünholz selbst hergestellt werden können. Den herbstlichen Wald erleben Naturbegeisterte bei einem Spaziergang am Freitag, 22. Oktober, ab 15 Uhr im Oberreuter Wald, am Samstag, 23. Oktober, stehen dann unter dem Motto "Wie im Schlaraffenland – Kulinarischer Genuss vom Waldesrand" essbare Waldpflanzen im Fokus.

Termine zur Holzernte im November
Am Samstag, 6. November, können Interessierte im Hardtwald selber ausprobieren, wie Bäume in früherer Zeit gefällt wurden. Hierzu wird Revierförster Martin Kurz historische Werkzeuge zur Verfügung stellen und den Gebrauch erklären.

Auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten werden Bäume aus dem Wald entnommen. Wie diese ausgewählt und gefällt werden, wird am Samstag, 13. November, vormittags von Forstwirten der Stadt Karlsruhe im Bergwald demonstriert.

Anmeldung per E-Mail oder Telefon erforderlich

Für alle diese kostenfreien Veranstaltungen ist eine Anmeldung bei der Waldpädagogik Karlsruhe erforderlich, entweder telefonisch unter 0721 133-7354 oder per E-Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de. Dabei wird auch der genaue Treffpunkt mitgeteilt.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Besonderheiten des Japangartens entdecken

Gartenbauamt veranstaltet Führung / Anmeldung erforderlich

Das Gartenbauamt lädt für Sonntag, 17. Oktober, um 10:30 Uhr zu einer Führung durch den Japangarten ein. Treffpunkt ist der Eingang Nord des Zoologischen Stadtgartens bei der Nancyhalle. Bei der Führung durch einen der ältesten japanischen Gärten Deutschlands wird seine ereignisreiche Entwicklungsgeschichte anhand verschiedener original japanischer Ausstattungselemente im Garten beleuchtet.

Eine weitere Besonderheit ist der alte und vielfältige japanische Gehölzbestand, oftmals ein Gastgeschenk japanischer Besucherdelegationen an die Stadt Karlsruhe. Die Führung wird durch Horst Schmidt, ehemaliger Leiter des Gartenbauamts und Autor des 2014 erschienenen Buches "Der Japangarten in Karlsruhe", betreut. Schmidt hat allerhand spannende Geschichten rund um dieses besondere Kleinod zu erzählen. Neben historischen Gegebenheiten wird viel Wissenswertes zur japanischen Gartengestaltung und -philosophie vermittelt.

Die Führung selbst ist kostenfrei, jedoch ist eine separate Anmeldung neben dem Erwerb der Eintrittskarte über das Online-Ticketbuchungssystem im Vorfeld erforderlich. Alternativ können sich Interessierte auch an den Kassen zur Führung anmelden.

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Veranstaltungen 

Agri-Photovoltaik und Wasserstoff für Klimaschutz und Energiewende konkret

Am Samstag, 9. Okt. 2021 von 11:00 bis 12 Uhr findet in Denzlingen nahe dem Stadion am Einbollen gegenüber dem Heidach-Stüble eine öffentliche Vorstellung der Demonstrationsanlage zur Agri-Photovoltaik statt. Diese Solarstromerzeugung über weiterhin landwirtschaftlich genutztem Boden wird vor Ort vorgestellt von Kawan Amelung und Josephine Schwenke, beide von der Gruppe Agrivoltaik des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg i.Br..

Am Freitag, 15. Okt. 2021 um 17.00 Uhr mit Einlass ab 16:40 Uhr startet in Freiburg i.Br. im Bürgerhaus Zähringen, Lameystr. 2, die 2-stündige öffentliche Vortragsveranstaltung zu "Wasserstoff: Klima-prima-Energiewende konkret" zum Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff:

Über "Wasserstoff: zur Energiewirtschaft und Wärmeversorgung von Gebäuden mit Schwerpunkt Wasserstoff" berichtet dazu Dipl.-Ing. Sebastian Herkel, Leiter der Abteilung Energie-effiziente Gebäude des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg.

“Erneuerbarer Wasserstoff für Versorgungssicherheit bei Strom und Wärme mit Blockheizkraftwerken (BHKW)" wird vorgestellt von
Dipl.-Ing. (FH) Christian Meyer, Energy Consulting Meyer, Umkirch.

"Solar erzeugter Wasserstoff für Heizung, Warmwasser und Strom dezentral in kleinen Gebäuden. Erste Beispiele“ ist das Thema von Dr. Georg Löser, Vorsitzender von ECOtrinova e.V..

Der Eintritt ist frei. Die Platzzahl ist begrenzt. Namentliche Anmeldungen sind erbeten bis Freitag 8. Okt. 13 Uhr für den 9. Okt. und bis Donnerstag 14. Okt. für den 15. Okt. an ecotrinova@web.de oder Tel. 0761-21687-30. Anmeldungen werden bestätigt. Es gilt die aktuelle Corona-Verordnung des Landes, derzeit für den 9. Okt. u.a. Abstand oder Maske bzw. für den 15. Okt. die 3-G-Regelung mit Nachweis, Abstand, Maskenpflicht, Hygiene, Teilnahmeliste, Symptomfreiheit. Das Programm ist auch online bei ecotrinova.de unter Samstags-Forum 2021.

Veranstalter ist ECOtrinova e.V. ideell mit AGUS Markgräflerland eV *Badisch-Elsässische BIs *AK Wasser des BBU eV * BUND Ortsgruppe Freiburg *BI Energiewende Waldkirch *Energieforum Gundelfingen *FARBE eV * FESA eV *FIUC/Freiburger Inst.itut für Umweltchemie eV *Netzwerk Energie-3Regio *Ifpro Institut für Projektmanagement & Fortbildung *Innovation Academy eV *Klimabündnis Freiburg ggr. 2006 *Klimaschutzverein March eV, *NABU Freiburg eV *Plan B eV

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Veranstaltungen 

NABU und LBV rufen wieder zur Wahl des Vogel des Jahres auf

NABU und LBV rufen wieder zur Wahl des Vogel des Jahres auf
Wiedehopf (c) NABU/CEWE/Paul Gläser

Aus fünf Arten können alle bis 18. November ihren Favoriten bestimmen

Berlin – Nach der Wahl ist vor der Wahl: Ab dem 6. Oktober lassen der NABU und sein bayerischer Partner, der LBV (Landesbund für Vogelschutz), den Vogel des Jahres zum zweiten Mal öffentlich wählen. Jeder und jede kann unter www.vogeldesjahres.de mitbestimmen, wer der neue Jahresvogel wird.

„Bei der ersten öffentlichen Wahl hatten sich über 455.000 Menschen beteiligt und das Rotkehlchen zum Vogel des Jahres 2021 gekürt – eine überwältigende Beteiligung“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an Naturschutz und der heimischen Vogelwelt so groß ist und legen darum die Vogelwahl auch für die kommenden Jahre in die Hände aller, die mitentscheiden wollen.“

In Deutschland leben 307 Vogelarten. Damit die Wahl etwas erleichtert wird, haben die Vogelkundler des NABU fünf Arten ausgesucht, unter denen abgestimmt werden kann. Für den Jahresvogel 2022 ins Rennen gehen: Bluthänfling, Feldsperling, Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf.

„Jeder der fünf Vögel steht für ein Naturschutzthema, das unsere Aufmerksamkeit braucht“, so Miller, „So sind mit Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf gleich drei Zugvogelarten auf der Wahlliste. Zugvögel leiden besonders stark unter dem Klimawandel, da sie auf intakte Verhältnisse an mehreren Orten der Welt angewiesen sind.“

Die Mehlschwalbe hat als Insektenfresser und Gebäudebrüter zwei Probleme, die ihren Bestand gefährden: Durch das Insektensterben hat sie weniger Nahrung zur Verfügung. Zudem werden ihre Nistplätze etwa bei Gebäudesanierungen entfernt. Ihr Wahlkampfslogan lautet darum: „Mieterschutz für Vögel!“

Der Steinschmätzer ist wie auch die Mehlschwalbe ein Langstreckenzieher und mit 30.000 Kilometern Jahreszugstrecke rekordverdächtig unter den Singvögeln. Miller: „Vom Aussterben bedroht ist diese Art bei uns, weil sie immer weniger Lebensraum zur Verfügung hat. Der Steinschmätzer braucht offenes, vegetationsarmes Gelände.“ Darum geht er mit dem Slogan „Mut zur Brache!“ ins Rennen.

Der Wiedehopf ist mit seinem langen Schnabel und seinen orangefarbenen Scheitelfedern der optisch spektakulärste Kandidat. Er lebt ausschließlich in besonders warmen Gegenden in Deutschland, etwa am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg. „Die Art wäre deutlich häufiger, wenn es mehr halboffene Landschaften mit vielen Insekten gäbe, wie Weideflächen oder pestizidfreie Weinberge“, so Miller. Der Wahlkampfspruch des Wiedehopfs heißt: „Gift ist keine Lösung!“

Den Feldsperling dürfte jeder und jede schon einmal gesehen haben. „Er hat sich wie auch der Haussperling den Menschen angepasst und lebt häufig in unseren Siedlungen. Die Spatzenart hat nach der Brutzeit ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die Vögel versammeln sich dann gern in Sträuchern. Der Feldsperling brütet in Baumhöhlen oder Nistkästen und fordert auch deshalb: „Ohne Gehölz, ohne mich!“

Sein gruseliger Name täuscht: der Bluthänfling ist kein Greifvogel, sondern eine kleine Finkenart mit roter Brust und einer Vorliebe für vegetarische Kost, wie Körner, Samen und Früchte. Sein Bestand ist gefährdet, weil er in monotonen Ackerlandschaften keine Heimat findet. Er fordert für seinen Brutplatz: „Mehr Hecken zum Verstecken!“

Am 6. Oktober wird das virtuelle Wahllokal unter www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Bis zum Vormittag des 18. November kann abgestimmt werden. Noch am selben Tag wird der Sieger bekanntgegeben. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.

Mehr Infos und Teilnahme an der Abstimmung online ...

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Waldspaziergang durch Grötzinger Bruchwald

Karlsruhe: Waldspaziergang durch Grötzinger Bruchwald
Weg durch den herbstlichen Wald © Stadt Karlsruhe

Forstamt informiert über seine Arbeiten: Wie sieht der Wald der Zukunft aus?

Für viele Bürgerinnen und Bürger bieten die Karlsruher Wälder viel Platz für Erholung und Bewegung im Grünen – abseits davon sind sie aber auch ein artenreicher Lebensraum und dienen der Gewinnung des Rohstoffes Holz. Wer mehr über diese vielfältigen Naturgebiete erfahren möchte, ist eingeladen, am Donnerstag, 7. Oktober, ab 16.30 Uhr an einem Waldspaziergang mit Fachleuten des Forstamts teilzunehmen.

Nachhaltiger und klimaverträglicher Wald
Jonas Wehrle, Leiter des Forstrevieres Ost beim Forstamt der Stadt Karlsruhe, informiert über die Arbeit der Forstleute und gibt einen Ausblick auf anstehenden Maßnahmen im Grötzinger Bruchwald. In dem Rahmen wird er auch auf die Themen Klimaverträglichkeit und Nachhaltigkeit des Waldes eingehen. Dabei steht das Spannungsfeld verschiedener gesellschaftlicher Ansprüche im Fokus sowie die Frage, wie sich der Wald in Zukunft zu entwickeln hat und welche Maßnahmen dafür notwendig sind, darunter neu geschaffene Erholungseinrichtungen, Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und die Sanierung der Waldwege. Auch die Grötzinger Ortsvorsteherin Karen Eßrich und der Forstamtsleiter Ulrich Kienzler sind beim Spaziergang dabei.

Treffpunkt an der Schutzhütte im Grötzinger Bruchwald
Der Rundgang soll etwa anderthalb bis zwei Stunden dauern. Treffpunkt für Interessierte ist die Schutzhütte hinter dem Parkplatz am Ende der Bruchwaldstraße. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind zu empfehlen.

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Verschiedenes 

TON AUS, AUGEN AUF!

TON AUS, AUGEN AUF!
Entschleunigt die Aussicht genießen (c) TMBW / Dietmar Denger

Bei einer Ballonfahrt schwebt man wie in Zeitlupe und ganz leise über Wälder, Wiesen und Dörfer. Und wird auch selbst ganz ruhig dabei

Wir schweben ja schon! Der Korb hebt so lautlos und ruckelfrei von der Wiese im Lautertal ab, dass man nur durch den Perspektivwechsel merkt, dass man in der Luft ist. Dieser unspektakuläre Start kommt für mich überraschend, denn ich habe bis eben mit meiner Angst gekämpft. Ich steige nicht gerne ins Flugzeug – und jetzt soll ich mit vier weiteren Passagieren und einem Ballonpiloten in einem kleinen Korb durch den Himmel über der Schwäbischen Alb cruisen? Mit nichts als ganz viel heißer Luft als Antrieb? Und einem Kapitän, der zwar sehr erfahren ist und der die Winde und die Thermik perfekt kennt – der aber sein Gefährt im Grunde nicht steuern kann?

Mit dem Piloten plaudern

Rudi Fuchs feuert stattdessen. Und der Gasbrenner faucht in kurzen Abständen und speit Feuer, damit die Luft im 180 Kilogramm schweren Ballon heißer wird und wir an Höhe gewinnen. Denn gleich nach dem Start geht’s ein bisschen in eine andere Richtung als vorher gedacht – und die Baumwipfel am Hang scheinen für einen Moment bedenklich in Augenhöhe zu sein. „Da müssen wir jetzt mal schnell machen“, meint der 61-Jährige lachend, wirkt aber nicht besorgt. Es beruhigt mich, dass ich den tiefenentspannten Ballonexperten vor mir habe und mit ihm plaudern kann. Das ist schon einmal viel angenehmer als im Flugzeug – man ist im Kontakt mit dem Piloten und mit der Welt drumherum.

Der Frieden hier oben

Der Effekt: Schon bevor wir über den Berg sind, fällt die Angst wie ein schwerer Stein von mir ab und ich freue mich: über die Morgensonne. Die unfassbare Stille. Den Frieden hier oben. Wie leise man fliegen – pardon – fahren kann. Und wie wunderschön die Alb an so einem Morgen früh um sieben Uhr ist – mit Nebel, feuchten Wiesen, dunklen Wäldern, kleinen Dörfern. „Ballonfahren kann man eigentlich nicht mit Fliegen im Flugzeug vergleichen“, sagt Rudi Fuchs, während wir sanft die Atmosphäre mit unserem Ballon teilen. „Ich mag am Ballonfahren, dass es so langsam und bedächtig ist. Und dass es eine wahre Kunst ist, sich auszurechnen, wo man hinfliegen wird und wo man am Ende gut landen kann. Aber ich starte auch wirklich nur, wenn das Wetter absolut passt.“ Was wiederum heißt, dass über die Hälfte der Fahrten verschoben werden müssen. Aber Rudi Fuchs und seine Frau müssen vom Ballongeschäft auch nicht leben. Es ist mehr eine Leidenschaft, die übrigens zufällig begann. Ein Freund kaufte Anfang der 90er-Jahre günstig einen Ballon und überredete Rudi, den Führerschein für Heißluftballons zu machen.

Über dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Das Tolle am Ballonfahren ist neben der Stille, dass man meist in einer Höhe von 500 bis 1.000 Metern über dem Boden fliegt und noch viel unten erkennen kann: die Kuhherde, die wegen der seltsamen dunkelroten Riesenblase in der Luft aufgeregt herbeigaloppiert. Die Rehe auf dem Feld, die ein Bad in der Morgensonne nehmen. Den Rennradler, der auf der Straße unter uns bergab saust. Wir sind über dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb rund um Münsingen unterwegs, einem eindrucksvollen Stück Natur im Südwesten und einer tollen Urlaubsregion – aber für Autos, Wanderinnen und Freizeitradler ist es noch ein bisschen früh an diesem Sonntag. Die Welt unter uns liegt weitgehend still.

Wie in Zeitlupe

Obwohl Rudi Fuchs hier oben einen Wind von etwa 15 Stundenkilometern misst, scheint kein Lüftchen zu wehen. „Das fühlt sich so an, weil wir den Fahrtwind als Antrieb nutzen“, erklärt er uns. Es ist ein bisschen so, als ob wir auf Zeitlupe geschaltet sind und einer zudem den Ton stumm gedreht hat – mal abgesehen vom ab und zu feuerspeienden Gasbrenner. Der muss in regelmäßigen Abständen die 4500 Kubikmeter Luft im Schirm aufheizen. Und auch wir haben’s deshalb warm im Korb.

Keine Adrenalinschübe, dafür zufriedene Mitfahrerinnen und Mitfahrer

Wohin die Reise geht? Wissen wir eben nicht. Geplant ist, dass wir etwa 1,5 Stunden in der Luft sind. „Wahrscheinlich landen wir irgendwo bei Trochtelfingen“, meint Rudi, der schon über 2.000 Fahrten als Ballonführer hinter sich hat, also ein sehr geübter Pilot ist. Wir fünf Passagiere sind alle zum ersten Mal an Bord: Carmen hat ihrer Freundin Angelika die Fahrt geschenkt, damit die ihre Höhenangst überwindet – und tatsächlich schaut Angelika ganz entspannt in die Ferne und macht Fotos mit dem Handy. Siggi und Erwin wollten so etwas schon lange mal machen. Das Paar blickt andächtig auf die Landschaft hinunter, spricht kaum und genießt augenscheinlich jede Minute. Und ich? Alle meine Sorgen sind wie weggepustet. Hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich stehe im Korb und staune ohne Adrenalinschübe über die Schönheit der Welt. Beneide die Vögel. Beobachte die geometrischen Muster der Baumkronen und der abgeernteten Felder. Entdecke ganz in der Ferne im Dunst die Burg Hohenzollern. Die Zeit vergeht wie im Flug, jaja, ein Wortspiel – aber wir fliegen ja auch gar nicht: Wir fahren, weil die heiße Luft im Ballon leichter ist als die drumherum, erklärt uns Rudi.

Das letzte Wäldchen bei Trochtelfingen ist überwunden, wie in Zeitlupe sinken wir, der Boden scheint uns sanft entgegen zu kommen. Mit einem unmerklichen Hopser setzt der Korb auf einer bunten Sommerwiese auf. Also rausklettern, einpacken und dann gemeinsam frühstücken. Ich klopfe Angelika lächelnd auf die Schulter. Wir zwei Ängstlichen haben es auch geschafft. Nein, viel mehr als bloß geschafft, das sehe ich in den leuchtenden Augen meiner Nebensitzerin. Wir haben’s richtig genossen. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, in der Luft gut aufgehoben zu sein. Ja, mehr noch: Ich bin beim Aufsteigen wunderbar runterkommen.

INFO

Mehr übers Ballonfahren gibt es unter fuchs-ballonfahrten.de, mehr über die Schwäbische Alb und Vergünstigungen mit der kostenfreien Gästekarte AlbCard unter schwaebischealb.de

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Verschiedenes 

Holzernte: Wanderweg „Blaue Raute“ im Forstrevier Schauinsland gesperrt

Der Teilabschnitt des mit der blauen Raute markierten Höhenzugangsweges zum Schauinsland ist zwischen Stäpfelefelsen und Luisenfelsen wegen Holzernte voraussichtlich bis Freitag, 8. Oktober, gesperrt. Die Sperrung gilt auch an Wochenenden. Vor Ort wird eine Umleitung ausgeschildert, die Wandersleute vom Stäpfelefelsen über die Holzschlägermatte zur Bergstation führt – auf Wanderwegen, die bergauf wie bergab mit der gelben Raute markiert sind.

Holzernte im Bergwald ist eine gefährliche Arbeit. Auch wenn die Motorsäge oder die Rücke-Fahrzeuge scheinbar weit entfernt zu hören sind, besteht in gesperrten Bereichen Lebensgefahr. Das gilt auch am Wochenende, wenn die Arbeiten unterbrochen werden: Äste und Kronenteile können aus den noch stehenden Bäumen herabfallen.

Das Forstamt bittet um Verständnis und um Befolgen der Absperrungen. Wer beim Besuch des Waldes Absperrungen missachtet, gefährdet sich selbst und bringt auch die Mitarbeitenden des Forstamtes in riskante Situationen.





Verschiedenes 

Gesundes Klima ernten

Gesundes Klima ernten
Klimaweide (c) Carla Ulrich

Wenige Tage vor der Bundestagswahl unterstreicht Slow Food Deutschland seinen Appell an die sich neu formierende Regierung, eine integrierte Ernäh-rungspolitik zu schaffen, um die Klimaziele zu erreichen.

23.09.2021 – Zwei Tage vor der Bundestagswahl vereinen sich an diesem Freitag (24.09.) bundesweit Menschen, um für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Sie fordern einen Paradigmenwechsel von der Politik, damit es eine Zukunft ohne Klimakrise geben kann. Slow Food unterstützt den Schulterschluss ver-schiedener zivilgesellschaftlicher Bewegungen und Partnerorganisationen und ruft im Besonderen die politisch Verantwortlichen der künftigen Bundesregierung zu einem verbindlichen und wirksamen Klimaschutz auf. Eine integrierte Ernährungspolitik ist aus Sicht von Slow Food eine zentrale Voraussetzung dafür.

Die industrielle Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie daran angepasste Ernährungsgewohn-heiten haben einen großen Einfluss auf die Erderwärmung und setzen dem Planeten und uns Menschen massiv zu. Allein die intensive Landnutzung verursacht weltweit 23 Prozent der klimarelevanten Treibhaus-gasemissionen. Dieses Ausmaß verweist zugleich auf das Potential, welches in einer umfassenden Trans-formation unseres Ernährungssystems und unserer Ernährungsgewohnheiten sowie der Schaffung einer ressortübergreifenden, ganzheitlichen Ernährungspolitik liegt, um zum Schutz des Klimas beizutragen. „Das Klima selber wird uns keinen Aufschub mehr gewähren. Folgen der Klimakrise wie Bodenerosionen, längere Dürreperioden sowie vermehrte Starkregenereignisse verschärfen zunehmend und für immer mehr Menschen spürbar auch die Gefahr für unsere Ernährungssicherheit,“ so Nina Wolff, Vorsitzende von Slow Food Deutschland (SFD). „Die Umstellung auf Agrarökologie sowie eine Politik, Wirtschaft und Ernährung im Einklang mit den planetaren Grenzen werden mitentscheidend dafür sein, ob wir die gesteckten Klimaziele erreichen oder verfehlen.“

Vor dem Hintergrund der immer komplexeren ökologischen und damit auch sozialen Herausforderungen fordert Slow Food die neue Bundesregierung dazu auf, eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz zu übernehmen. Aus Sicht von Slow Food umfasst das:

- die Erzeugung von Lebensmitteln auf eine regenerative und klimapositive Kreislaufwirtschaft umzustellen und sie verstärkt auf den regionalen Bedarf auszurichten.

- alte, widerstandsfähige Sorten zu erhalten und ihren Anbau zu fördern.

- die Land- und Ernährungswirtschaft für klimaschädliche Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in die Pflicht zu nehmen.

- Klimaschutz ins Zentrum finanzieller Förderung zu stellen, insbesondere für eine standortangepasste Landwirtschaft, eine klimafreundliche Bodennutzung, eine pflanzenbasierte Humanernährung und regionale Wertschöpfungsnetzwerke.

- Die Förderung einer Ernährungsbildung, welche den Genuss und das Erleben nachhaltig und fair erzeugter Lebensmittel in den Fokus stellt.

In der aktuellen Broschüre „Zukunft würzen!“ hat SFD seine Forderungen für eine integrierte Ernährungs-politik zusammengefasst; begleitet werden sie von Rezepten, die den Politikwandeln schmackhaft machen sollen.

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