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Verschiedenes 

Power2Drive Europe Restart 2021

Power2Drive Europe Restart 2021
© Solar Promotion GmbH

Die neue "Marktübersicht Ladesysteme"

Pforzheim, 01. Juni 2021 – Die Elektromobilität schafft den Durchbruch: Sowohl die führenden Automobiler als auch die Nutzer setzen seit 2020 auf elektrische Fahrzeuge. Die Entwicklung der Ladetechnik folgt diesem Boom: Allein die öffentliche Ladeinfrastruktur in Europa ist 2020 um 35 Prozent gewachsen, das Interesse an privaten Wallboxen in Deutschland ist riesig. Dementsprechend steigt die Zahl der Anbieter ebenso wie die Vielfalt der Produkte. Einen Überblick bietet die neue herstellerunabhängige „Marktübersicht Ladesysteme“ der Power2Drive Europe, der internationalen Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität, in Zusammenarbeit mit cosmix – Europas größter Plattform für Ladeinfrastruktur. Seit dem 31. Mai 2021 steht die Marktübersicht mit rund 110 Produkten zum kostenlosen Download zur Verfügung. Eine Vorstellung der Marktübersicht erfolgt am 15. Juni 2021 im Rahmen des Power2Drive Webinars „Durchblick bei Ladesystemen – Marktübersicht und Förderungen“. Innerhalb des Webinars wird zudem die Nationale Leitstelle für Ladeinfrastruktur die aktuellen Fördermöglichkeiten präsentieren.

Der Anteil privater Ladevorgänge wird in den kommenden zehn Jahren weiter überwiegen – und zwar deutlich mit rund 80 Prozent, davon geht die Nationale Leitstelle für Ladeinfrastruktur in Deutschland aus. Lademöglichkeiten zu Hause, beim Arbeitgeber und an Einkaufszentren werden noch stärker gefragt sein. Die deutsche Bundesregierung fördert das und setzt dabei auf zukunftsweisende Kriterien wie die Steuerbarkeit der Ladelösungen und die Verwendung von Strom aus erneuerbarer Energie. Das Förderprogramm erfreut sich großer Beliebtheit: Seit dem Start des Programms Ende November 2020 wurden 385.000 Anträge auf die Förderung von 470.000 privaten Ladepunkten gestellt, sodass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Anfang Mai bereits zum dritten Mal nachgelegt hat. Die Umsetzung der EU-Richtlinien zur Gebäudeenergieeffizienz sowie das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) erleichtern Mietern und Wohnungseigentümern die Installation von Ladetechnik.

Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum systemrelevant

Die Ladetechnik wird perspektivisch im privaten wie auch im gewerblichen Segment vornehmlich AC-gestützt (Alternating Current, Wechselstrom) installiert. Bei gewerblichen Flotten werden auch leistungsstarke DC-Systeme (Direct Current, Gleichstrom) eine Rolle spielen, im öffentlichen Raum sogar ein flächendeckendes Netzwerk bilden. DC-Systeme erlauben es, Ladezeiten gering zu halten und die Ladeplätze effektiv zu nutzen. 150 Kilowatt oder mehr sind die Regel. Die Ladetechnik im Straßenraum wird derzeit vor allem durch Energieversorger finanziert und installiert. Zudem steigt die Zahl der Anbieter von mobilen Hochleistungssystemen etwa für temporäre Veranstaltungen. Diese koppeln Pufferspeicher mit DC-Ladepunkten.

Ähnlich wie Tankstellen heute, werden die Betreiber von Ladeinfrastruktur sowie deren Service Provider in naher Zukunft eine zentrale Rolle in der Mobilität einnehmen – und damit systemrelevant werden. Strom stellt in Zukunft das Äquivalent für Benzin / Diesel dar und wird idealerweise mit erneuerbaren Energien vor Ort erzeugt. Über den grünen Ladestrom wachsen der Energie- und Mobilitätsektor zusammen. Umso wichtiger ist die sinnvolle und effiziente Verteilung des zur Verfügung stehenden Stroms und damit die Einbeziehung der Netze, Gebäude und Fahrzeuge sowie der Stand- und Ladezeiten. Intelligente Ladesysteme mit entsprechendem Energie- und Lastmanagement, sowie einfache Bezahlfunktionen zur Abrechnung des Ladestroms sind notwendig. Insbesondere bei einer größeren Anzahl von Stellplätzen – etwa bei Unternehmen für deren Poolfahrzeuge, Mitarbeiter und Gäste – ist dies entscheidend. „Dabei muss die Autorisierung und Bezahlung für die E-Mobilisten genauso einfach und transparent funktionieren, wie heute das kontaktlose Bezahlen im Supermarkt“, so Jan Hammerschmied, Leiter für Ladeinfrastruktur bei cosmix.

Marktübersicht Ladesysteme macht Lösungen vergleichbar

Orientierung in diesem dynamisch wachsenden Bereich gibt die „Marktübersicht Ladesysteme“ der Fachmesse Power2Drive Europe, die in Zusammenarbeit mit cosmix, der Plattform für Ladeinfrastruktur neu aufgesetzt wurde. Die Marktübersicht ist so aufgebaut, dass sie allen Interessierten – vom Spezialisten bis zum Newcomer im Bereich Ladeinfrastruktur – einen Überblick über technische Daten bietet. Die Marktübersicht liefert Antworten auf Fragen wie: Welcher Stecker, wie viel Ladeleistung und wie viele Ladepunkte werden unterstützt? Ist ein intelligentes Lademanagement vorhanden? Auf welche Weise lassen sich Ladesäule oder Wallbox in ein Gebäude-, Energie- oder Flottenmanagement einbinden? Die Marktübersicht unterteilt hierzu 110 Produkte nationaler und internationaler Hersteller in Ladesäulen und Wallboxen sowohl im AC-(Normalladestationen) als auch im DC-Bereich (Schnellladestationen). Die Produkte werden anhand der Kategorien Ladepunkte, Ladeleistung, Ladeanschluss und -management sowie der Konnektivität zum Backend – also der Kommunikation zwischen Ladestationen und Managementsystem sowie der Netzwerkverbindung – charakterisiert.

Die Marktübersicht steht seit dem 31. Mai 2021 in deutscher und englischer Sprache als Download zur Verfügung. Im Webinar „Durchblick bei Ladesystemen – Marktübersicht und Förderungen“ am 15. Juni 2021 erläutert Jan Hammerschmied, Leiter für Ladeinfrastruktur bei cosmix, die aktuellen Features und Entwicklung des Ladeinfrastruktur am Markt. Im zweiten Teil wird Conrad Hammer, zuständig für die Bund-Länder-Kommunen Koordinierung bei Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur die derzeitigen Fördermöglichkeiten in Deutschland vorstellen. Die Anmeldung und weitere Informationen zum Webinar finden Interessierte hier:
https://www.thesmartere.com/de/home/webinare/kommende-webinare/durchblick-bei-ladesystemen-marktuebersicht-und-foerderprogramme

Die Power2Drive Europe 2021 findet in diesem Jahr vom 06. bis 08. Oktober auf der Messe München im Rahmen von The smarter E Europe Restart 2021 statt. Während des zuletzt geplanten Veranstaltungszeitraums, vom 21. bis 23. Juli 2021, finden die The smarter E Industry Days inklusive der Preisverleihung für den The smarter E AWARD, Intersolar AWARD und ees AWARD 2021 digital statt.

zum Bild oben:
Markus Elsässer, Solar Promotion GmbH und Johannes Brodführer, eliso.
© Solar Promotion GmbH

Weitere Informationen zur Power2Drive Europe Restart 2021 finden Sie im Internet ...

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Verschiedenes 

NABU: 13.000 Tonnen Plastik pro Jahr landen in unseren Böden

NABU-Studie untersucht erstmals die Kunststoff-Emissionen in Landwirtschaft und Gartenbau / Miller: Gesetzgeber muss Einträge in Böden minimieren

Berlin, 31.5.21 – Mehr als 13.000 Tonnen Kunststoffe, insbesondere Mikroplastik, werden jährlich in Deutschland durch landwirtschaftliche Aktivitäten in die Umwelt freigesetzt und verbleiben meist im Boden. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Fraunhofer UMSICHT und Ökopol im Auftrag des NABU. Der größte Anteil, rund 9.500 Tonnen, ist auf Plastik-Verschmutzungen im Klärschlamm sowie in Komposten und Gärresten zurückzuführen. Hier ist die Landwirtschaft Leidtragende der Verschmutzungen durch Dritte – beispielsweise durch Plastikfehlwürfe in der Biotonne oder durch Reifenabrieb und Textilfasern aus dem Abwasser, die in der Kläranlage im Klärschlamm gebunden werden. Zu den 13.000 Tonnen kommen weitere 5.800 Tonnen an Plastikabfällen hinzu, die von außen auf landwirtschaftlich genutzte Flächen geweht werden.

„Während Plastik im Meer und in Gewässern bereits intensiv erforscht und diskutiert wird, fliegt die Plastikverschmutzung von Böden noch unter dem Radar. Mit der Studie präsentieren wir die erste umfassende Untersuchung, auf welchen Wegen und in welchen geschätzten Mengen Kunststoffe in Deutschland über die Landwirtschaft in die Böden gelangen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der Großteil der in der Studie identifizierten Emissionen wird direkt in den Boden eingetragen: Mit Plastik verschmutzte Klärschlämme, Komposte und Gärreste sowie mit synthetischen Polymeren bearbeitete Düngemittel, Bodenverbesserer, Pflanzenschutzmittel und Saatgut. Bei einem kleineren Teil der Kunststoffe ist ein Verbleib im Boden nicht beabsichtigt: Agrarfolien können reißen und Kunststoff-Kleinteile wie Pflanzhilfen können zerfallen. So gelangen auch diese Kunststoffe ungewollt in den Boden.

„Die Studie verdeutlicht den Handlungsbedarf: Im Sinne des Vorsorgeprinzips müssen die Einträge von Kunststoff so gut es geht unterbunden werden. Jede Tonne, die reduziert wird, zählt“, so Miller. „Mikroplastik im Boden ist nicht rückholbar und kann Jahrhunderte in der Natur verbleiben. Studien zeigen, dass hohe Konzentrationen an Kunststoff im Boden das Pflanzenwachstum hemmen und Plastikpartikel in Nanogröße von Pflanzenwurzeln aufgenommen werden können. Auch kann Mikroplastik die Bodenfauna, etwa Regenwürmer, schädigen.“

Der NABU fordert kein generelles Verbot der Kunststoffnutzung in Landwirtschaft und Gartenbau, da diese oft auch für den Naturschutz vorteilhaft sein kann, wenn dadurch beispielsweise weniger giftige Pestizide ausgebracht werden oder seltener gedüngt wird. Der NABU sieht die Politik jedoch in der Pflicht, eine Strategie zu entwickeln, um Kunststoffeinträge in die Böden zu minimieren und eine ökologisch verträgliche Nutzung von Kunststoffen in der Landwirtschaft zu erreichen. „Es gibt bereits Verordnungen für Klärschlamm, Düngemittel und Bioabfall, sie werden jedoch nicht ambitioniert genug eingesetzt. Das Düngen mit Klärschlamm muss vollständig verboten werden. Die Grenzwerte für Kunststoffe im Kompost müssen verschärft und die Bioabfallsammlung verbessert werden. Auch sollten Rücknahmesysteme für Folien, die es bislang auf freiwilliger Basis gibt, verpflichtend werden“, fordert Michael Jedelhauser, NABU-Referent für Kreislaufwirtschaft. „Wichtig sind außerdem verlässliche und realitätsnahe Standards für bioabbaubare Kunststoffe, die etwa bei Düngemittel- und Saatgutumhüllungen sowie Mulchfolien Teil der Lösung sein können. Denn zu häufig bauen sich diese bisher unter den realen Bedingungen auf dem Acker oder in der Natur nicht schnell genug im Boden ab.“ Auch für Flockungsmittel aus synthetischen Polymeren, die in der Kläranlage eingesetzt werden und am Ende im Klärschlamm landen, sind strengere Anforderungen an die Abbaubarkeit nötig.

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Veranstaltungen 

NABU-Insektensommer: Das große Krabbeln startet wieder

Zählen, was zählt/Die Natur vor der Haustür besser kennenlernen

Berlin, Mai 2021 – Bald ist es wieder soweit: Eine Stunde lang Insekten beobachten und zählen. Die NABU-Mitmachaktion findet vom 4. Juni bis 13. Juni und vom 6. August bis 15. August bereits zum vierten Mal deutschlandweit statt.

Eine besondere Rolle spielt wie im Vorjahr der Marienkäfer. „Auch wenn fast alle das beliebte Glücksymbol kennen, weiß kaum jemand, dass es in Deutschland etwa 70 Marienkäfer-Arten gibt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Am häufigsten entdecken wir den heimischen Siebenpunktmarienkäfer und den Asiatischen Marienkäfer. Der wurde erst vor wenigen Jahrzehnten eingeschleppt. Wie weit sich die invasive Art bereits verbreitet hat, soll nun der Insektensommer zeigen.“ Dafür sollen die Teilnehmer melden, wie oft sie den Asiatischen und den Siebenpunktmarienkäfer entdecken konnten.

Beobachten und zählen kann jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder die kostenlose Web-App NABU Insektensommer. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de zum Aktionsstart abrufbar.

Jeder gesichtete Sechsbeiner soll gezählt und gemeldet werden. Jetzt im Frühsommer soll dabei auf einige in Deutschland häufig vorkommende Arten besonders geachtet werden: Steinhummel, Florfliege, Hainschwebfliege, Tagpfauenauge, Lederwanze, Blutzikade und Admiral. „Wer diese Tiere nicht kennt, kann sie ganz einfach mit dem NABU-Insektentrainer (www.insektentrainer.de) unterscheiden lernen“, so Daniela Franzisi, Projektleiterin des Insektensommers. Das Lernprogramm wird von der Firma Neudorff unterstützt. Und wenn man sich bei der Art nicht sicher ist, kann man auch einfach die Gruppe von Insekten angeben, zum Beispiel Schmetterling oder Käfer – hier hilft der Bestimmungsschlüssel im Insektentrainer auch weiter. „Ein warmer, trockener und windstiller Tag ist zum Insektenzählen am besten geeignet“, ergänzt Insektenexpertin Franzisi. „Eine Erkundungstour in die Insektenwelt ist schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel der Blick in die Blumentöpfe auf dem Balkon.“

Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für uns Menschen und die gesamte Natur. In unseren Ökosystemen tragen sie unter anderem zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei.

Die Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Im vergangenen Jahr kamen von fast 16.000 Teilnehmer bei beiden Zählungen erstmals knapp 10.000 Meldungen bundesweit zu Sechsbeinern zusammen.

Die NABU-Mitmachaktion wird in diesem Jahr auch von der wohl bekanntesten Biene und ihren Freunden unterstützt. Im Rahmen der Initiative "Die Biene Maja - Projekt Klatschmohnwiese" setzt sich Maja schon seit 2018 dafür ein, Lebensräume für Bienen und andere Insekten zu schaffen. Sie möchte Eltern und ihre Kinder spielerisch über Bienen informieren und ihnen zeigen, was sie für den Schutz der Insekten unternehmen können – zum Beispiel mit der Teilnahme am NABU-Insektensommer.

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Verschiedenes 

Deutschland hat Potenzial: NABU-Studie zeigt Räume für Renaturierung auf

Krüger: Ökosystemrenaturierung zur Priorität machen, Renaturierungsplan schnell entwickeln und umsetzen

Berlin, Mai 2021 – Moore, Flussauen, Wälder und Grünland: Intakte Ökosysteme bieten Lebensräume für viele Arten, können langfristig Kohlenstoff binden und Extremwetter-Ereignisse wie Dürren oder Hochwasser abmildern. Auf mehr als 20 Prozent Bundesfläche – verteilt in ganz Deutschland – ist eine Aufwertung besonders sinnvoll, über die Hälfte davon sind Wälder. Das hat eine Studie im Auftrag des NABU ergeben.

Eine grundsätzlich gute Eignung für Renaturierungsmaßnahmen besteht demnach auf rund 9.300 km² Moorböden (2,6 Prozent der Bundesfläche), rund 3.700 km² in Auen größerer Flüsse (1 Prozent) sowie auf rund 39.800 km² Waldfläche (11,1 Prozent) und rund 24.600 km² Grünlandfläche (6,9 Prozent).

Ein enormer Hebel, um Klimakrise und Artensterben gemeinsam zu adressieren, stellt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger fest: „Die neue Bundesregierung sollte die Wiederherstellung der Natur zur Priorität machen – nicht nur wegen der angekündigten verbindlichen EU-Renaturierungsziele. Es gilt jetzt zügig einen Renaturierungsplan zu entwickeln, ihn ab dem nächsten Jahr mit ausreichender Finanzierung zu hinterlegen und umzusetzen. Mindestens 15 Prozent der Landes- und Meeresfläche müssen für Renaturierungsprojekte vorgesehen werden. Mit der Studie liegt nun auch ein erster Vorschlag für eine mögliche Auswahl von besonders geeigneten Flächen auf dem Tisch. Die Renaturierungsmaßnahmen an sich sind bekannt. Notwendig ist vor allem der Wille der Politik und Behörden.“

Aus Biodiversitätssicht kommt auch der Wiederherstellung von artenreichem Grünland eine herausragende Rolle zu. Bei Mooren und Flussauen lässt sich schon auf relativ kleinen Flächen viel für Biodiversität und Klima bewirken. Über die Studie und ihre Ergebnisse diskutieren NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger und Abgeordnete verschiedener im Bundestag vertretener Parteien im NABU-Online-Talk „Ökosysteme wiederherstellen: Wo und wie kann dies in Deutschland gelingen?“

„Sowohl die künftigen EU-Renaturierungsziele als auch die vom Bundesverfassungsgerichts eingeforderten höheren Klimaschutzziele nehmen Bund und Länder in die Pflicht, sich zeitnah mit dem Thema zu befassen “, so Magdalene Trapp, NABU-Biodiversitätsexpertin. „Die in unserer Studie identifizierten Potenzialräume können als Entscheidungshilfe zur Flächenauswahl genutzt und weiter konkretisiert werden. Zwingend erforderlich ist es für die Umsetzung, dass neben ausreichendem Budget auch das notwendige Personal in der Verwaltung zur Verfügung steht. Außerdem ist es wichtig, dass die wiederhergestellten Lebensräume dauerhaft erhalten und die Fortschritte über ein begleitendes Monitoring erfasst werden.“

Der NABU empfiehlt, in einem nächsten Schritt zu analysieren, wie viele der besonders geeigneten Flächen bereits in staatlicher Hand liegen. Hier könnte vergleichsweise schnell mit der Umsetzung von Maßnahmen begonnen werden.

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Echter Binkelweizen „wächst“ ab sofort in der Arche des Geschmacks

Echter Binkelweizen „wächst“ ab sofort in der Arche des Geschmacks
Binkelweizen: Tiroler Binkel Begrannt (c) Dr. Michael Immendörfer

Binkelweizen ist eine ca. 3.000 Jahre alte Weizenart, die in Süddeutschland, der Schweiz, Österreich (Tirol) und Norditalien angebaut wurde, bevor moderne, ertragreichere Sorten ihn im 20. Jahrhundert fast vollständig verdrängten. Durch wertvolle Eigenschaften wie Genügsamkeit und Robustheit gewinnt er in Zeiten des Klimawandels an Relevanz. Verschiedene Rekultivierungsprojekte setzen sich für seine Wiederentdeckung ein. Das erste Binkelbrot seit 100 Jahren gibt es im Raum Stuttgart.

Echter Binkelweizen ist eine sehr alte Weizenart, die früher in Europa vor allem zum Brotbacken genutzt wurde; ihr Stroh für Flechtwaren. Der Zusatz „Echt“ verweist darauf, dass er weder mit anderen Getreidearten vermischt noch eingekreuzt wurde. Die verschiedenen Varietäten des Binkelweizen sind mittellang und winterfest. Die Ähre, ob begrannt oder unbegrannt, hat kleine Körner und ist kurz und kompakt. Anfang des 20. Jahrhunderts verdrängten Hochzuchtsorten mit teils dreifachem Ertrag alte Landsorten wie den Binkelweizen. Heimische Erzeuger*innen blieben dadurch mit Importware aus dem weltweiten Getreidehandel wettbewerbsfähig. Auch der Binkelweizen wurde so in kurzer Zeit bedeutungslos. Heute wird er kaum noch angebaut, einige seiner Varietäten stehen auf der „Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutzpflanzen“. Es gibt sie nur noch in Genbanken, Museumsgärten und staatlichen Erhaltungsprojekten. Die verfügbare Menge an Saatgut ist klein, Wiederanbauversuche langwierig. Das Wissen um den Anbau fehlt größtenteils.

Auslöser für ein erstarkendes Interesse an den Eigenschaften alter Sorten wie dem Binkelweizen sind u. a. die Folgen des Klimawandels. Die längeren Halme des Binkelweizen etwa speichern im Vergleich zu Hochleistungssorten mehr Wasser. Das ist für eventuelle Dürreperioden von Bedeutung. Auch seine Ansprüche an Klima und Anbau sind insgesamt niedriger. Er ist damit attraktiv für wenig ertragreiche Böden und Schutzgebiete. Er benötigt zudem nur mäßige Düngergaben, um optimale Proteingehalte für die Brotherstellung zu erreichen.

Slow Food Deutschland (SFD) zählt zu den „Schatzbewahrern“, die Menschen entlang der Wertschöpfung miteinander vernetzen, um die Nachfrage nach dem Binkelweizen zu steigern. Mit Erfolg: Das Bäckerhauses Veit bietet im Raum Stuttgart, erstmals seit 100 Jahren, ein Binkelbrot an. Es ist nussig-kräftig im Geschmack. Sobald größere Erntemengen verfügbar sind, soll das Angebot ausgedehnt werden. Weitere Erzeuger*innen planen den Anbau von Binkelsorten als Getreide für Müsli sowie als Mehl für Hobbybäcker*innen. Das Engagement und die Ausdauer derer, die zum Überleben alter Sorten beitragen, beeindruckt und motiviert auch Herbert Steiner in seiner Arbeit. Er ist Mitglied in der Arche-Kommission von SFD: „Es dauert teils Jahre, bis Landwirt*innen überhaupt vermarktungsfähige Erntemengen erreichen. Ich bin sicher, dass sie die nötige Geduld aufbringen, weil sie verstanden haben, dass wir die Vielfalt in der Natur brauchen und, weil sie wissen, dass sie schmeckt.“

Mit der Arche des Geschmacks rettet Slow Food alte Nutztierrassen, Kulturpflanzen und Lebensmittel vor dem Vergessen.

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Firmen und Institutionen können sich „eigene“ Frelo-Stationen sichern

Firmen und Institutionen können sich „eigene“ Frelo-Stationen sichern
Frelo-Station in Freiburg / Foto: Daniel Jäger

Neue Möglichkeiten bietet das Fahrradverleihsystem Frelo für Unternehmen und Institutionen. Diese können Ihren Kundinnen und Kunden, aber auch den Mitarbeitenden, eine Frelo-Station bei ihrem Standort anbieten. Erste Firma, die von diesem Angebot der Freiburger Verkehrs AG (VAG) und nextbike Gebrauch macht, ist das Einrichtungshaus IKEA. Das schwedische Unternehmen finanziert zunächst probeweise für zwei Monate eine provisorische Station im nördlichen Außenbereich des Hauptgebäudes. Dies bietet umweltbewussten Kundinnen und Kunden beispielsweise die Möglichkeit mit der Stadtbahnlinie 4 bis zur Endhaltestelle „Messe“ zu fahren und von dort „die letzte Meile“ nicht nur mit dem Bus, sondern nun auch per Frelo zurückzulegen.

Gegen Ende des Probezeitraums bekommt IKEA dann eine Auswertung der Nutzung der Station und kann daraufhin entscheiden, ob sie die Station als dauerhaftes Angebot weiterführen möchten.

VAG Vorstand Oliver Benz begrüßt die erneute Zusammenarbeit zwischen IKEA und der VAG: „Nach der Kooperation „schlauer Kombi“ oder dem Abfahrtsmonitor für die Haltestelle „IKEA“ der Buslinie 22, können wir erneut zusammen ein nachhaltiges Mobilitätsprojekt anstoßen. Nach den bisherigen sehr positiven Erfahrungen mit Frelo bin ich mir sicher, dass die neue Station gut angenommen werden wird.“

VAG Vorstand Stephan Bartosch berichtet, dass es schon weitere Interessenten für eine „eigene“ Station gibt: „Für Mitarbeitende und Kundinnen und Kunden ergibt sich somit eine direkte Anbindung an das gesamte Mobilitäts-Netz direkt vor der Eingangstür des Unternehmens. Wir freuen uns, dass wir bereits weitere Anfragen von interessierten Firmen erhalten haben, die sich über die Möglichkeiten und Konditionen für die eigene Frelo-Station informieren möchten.“

„Wir freuen uns neben dem „Schlauen Kombi“ und dem „flotten 3 Rad“ in Kooperation mit der VAG Freiburg ein weiteres klimaneutrales Mobilitäts-Angebot für unsere Besuchenden bereit zu stellen. Sofern dieses gut angenommen wird, werden wir im Zuge unserer Parkplatzneugestaltung einen finalen Standort auf unserem IKEA Gelände schaffen.“, so Anne Lehmeier, Market-Managerin von IKEA Freiburg.

Informationen für Ihre FRELO-Station können per E-Mail über frelo@vagfr.de angefragt werden.





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VdZ-Statement zur Küken-Entscheidung

Statement des Verbandes der Zoologischen Gärten zur Küken-Entscheidung des Bundestages

Berlin, 20. Mai 2021. Nach § 1 des Tierschutzgesetzes liegt es in der Verantwortung des Menschen, für das Tier als Mitgeschöpf dessen Wohlbefinden und Leben zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Hinter diesem Grundsatz stehen die Direktoren führender Zoos uneingeschränkt. Der Plan, heute Abend im Bundestag jedoch das generelle Töten von Küken ohne jede Ausnahme zu verbieten, entbehrt diesem Grundsatz mit Blick auf die Versorgung von Fleischfressern, die nicht mit Salat gefüttert werden können - und dem Grundsatz der Gleichheit aller Tierarten.

Prof. Jörg Junhold, Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten und Direktor des Zoos Leipzig stellt klar: „Ursache für das Tötungsverbot von Küken der Art Gallus gallus ist das routinemäßige Schreddern von Eintagsküken. Die Tötungsmethode gilt nicht als tierschutzkonform, das heißt man hätte erst einmal die Methode diskutieren müssen. Die Tatsache, dass das Töten männlicher Küken aus wirtschaftlichen Gründen nicht als vernünftiger Grund angesehen wird, ist vollkommen nachvollziehbar. Entsprechend hätte es nur einer Klarstellung bedurft, dass das Töten von überzähligen Jungtieren aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht erlaubt ist. Die sollte für alle Tierarten gelten, oder was macht ein Küken wertvoller als Nacktmäuse oder Kälber?“ Der Gesetzentwurf widerspricht der pathozentrischen und artunabhängigen Grundintention des Tierschutzgesetzes. (Tierschutz ist unteilbar).

Der nun vorliegende Gesetzentwurf fordert nunmehr eine Ausnahmegenehmigung für das Töten aus eindeutig vernünftigem Grund: der Ernährung von Carnivoren, Omnivoren etc. Das generelle Tötungsverbot erschwert die Versorgung von Fleischfressern in Deutschland und fördert den Import von Küken zu Futterzwecken nach Deutschland aus dem europäischen Ausland. Dies ist nicht nur unehrlich, sondern auch ökologisch und finanziell unlogisch. "Ebenso macht mich die politische Begründung fassungslos, dass tote Küken zu Futterzwecken ja auch in anderen europäischen Ländern anfallen und für die Zoos genutzt werden können. Das ist unehrlich und zeigt den Widerspruch der ganzen Gesetzesänderung auf“, sagt VdZ-Präsident Prof. Jörg Junhold.

Über den VdZ
Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten mit Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Der 1887 gegründete VdZ ist der weltweit älteste Zoo-Verband und gab den Anstoß zur Gründung des Weltzooverbandes (WAZA). Aktuell gehören zum VdZ 71 Mitgliedszoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien.





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Neue App des Slow Food Genussführers ebnet Weg zur nachhaltigen Gastronomie

Neue App des Slow Food Genussführers ebnet Weg zur nachhaltigen Gastronomie
Nachhaltige Gastronomie (c) meerfreiheit.com

Der beliebte Slow Food Genussführer ist ab sofort auch digital verfügbar. Die App stellt mehr als 500 Gasthäuser und Restaurants vor, die die Slow-Food-Prinzipien „gut, sauber, fair“ tagtäglich umsetzen. Sie steht zum Download im Apple AppStore und dem Google Play Store bereit und kann in verschiedenen Abo-Modellen bezogen werden. Mit Lockerung der Corona-Maßnahmen eröffnen in weiteren Regionen Deutschlands (außen)gastronomische Angebote. Die App von Slow Food Deutschland macht es Verbraucher*innen einfach, zukunftsfähig arbeitende Gastronom*innen mit ihrem Besuch zu unterstützen.

Seit 2013 veröffentlicht Slow Food Deutschland (SFD) jährlich den Slow Food Genussführer. Im Fokus stehen Lokale, die „gut, sauber, fair“ täglich umsetzen, die auf Geschmacksverstärker und „Convenience“ verzichten und ihre Gäste mit einladendem Ambiente begrüßen. Ihre Köch*innen wissen, wer ihre Lebensmittel wo erzeugt und verarbeitet und erzählen ihren Gästen davon. Ihre regionale Kompetenz bei der Verwendung von Grundprodukten aus der Umgebung sowie bei der Pflege regionaler Rezepturen sind für die Aufnahme in den Genussführer ein vorrangiges Anliegen.

Nach den langen Monaten des Lockdowns ist die Vorfreude auf ein Wiedersehen bei Verbraucher*innen und Gastronom*innen gleichermaßen groß. Mit dem Genussführer als App möchte Slow Food Verbraucher*innen ihren Weg zu ganz besonderen Gasthäusern und Restaurants ebnen. „Die App soll die Menschen dabei unterstützen, ‚kluge‘ und nachhaltige Entscheidungen bei ihrer kulinarischen Wahl zu treffen. Denn wir weisen mit dem Genussführer den Weg zu Gastronom*innen, die sich für Genuss und Vielfalt auf dem Teller engagieren und überzeugend vertreten, dass das unweigerlich die Vielfalt in der Natur sowie das Wohl von Mensch, Tier und letztlich des Planeten voraussetzt. Wir hoffen darauf, Verbraucher*innen auf die App neugierig zu machen, damit sie mit ihrer Nutzung Gastronom*innen nach diesen enorm herausfordernden Zeiten unterstützen“, so Wieland Schnürch, Leiter des Genussführer-Herausgeberteams.

Der Genussführer hat für alle Geschmacksrichtungen und Anlässe etwas im Angebot und eignet sich als Orientierungshilfe für gastronomische Neuentdeckungen. In seiner digitalen Version werden die Informationen fortlaufend aktualisiert. Verbraucher*innen bleiben auf dem neuesten Stand. Übersichtliche Such- und Filterfunktionen ermöglichen es, die jeweils passenden Lokale schnell zu finden. Praktische Hilfen wie das Hinzufügen von Notizen, Erstellen von Planungen und Speichern von Kommentaren zu Restaurants und Gasthäusern machen die App zu einem vertrauten Begleiter.

Die Genussführer-App ist im Abo erhältlich, als Vollversion, oder jeweils in einer regionalen Version Ost oder West. In den ersten sieben Tagen kann die App kostenlos getestet werden.
Kompletter Genussführer:
im Jahr 19,99 Euro, im Quartal 6,99 Euro, im Monat 2,99 Euro.
Teilausgabe Ost oder West:
im Jahr 11,99 Euro, im Quartal 3,99 Euro, im Monat 1,99 Euro.

Informationen zum Genussführer sowie zum App-Download gibt es online ...

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