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Verschiedenes 

Zoo Karlsruhe mehrmals bei VOX zu sehen

Zoo Karlsruhe mehrmals bei VOX zu sehen
Foto: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

Neue Folge Elstners Reisen aus Afrika im SWR

Der Zoo Karlsruhe und Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt sind im Januar mehrmals im Fernsehen zu erleben. Im Tiermagazin "hundkatzemaus" wird am 5. Januar ab 18 Uhr beim Sender VOX Zootierärztin Julia Heckmann im Mittelpunkt stehen. Ihre Arbeit ist äußerst abwechslungsreich, komplex und manchmal sogar gefährlich. "Die meisten Tiere mögen mich nicht besonders, weil ich sie festhalte, untersuche und Spritzen gebe. Zum Glück sind aber immer die Pfleger mit dabei, die kennen ihre Tiere gut und halten mir den Rücken frei", berichtet Heckmann.

Als Kind besuchte Julia Heckmann mit ihren Eltern den Zoo, heute ist es ihr Arbeitsplatz. Egal ob ein Schaf ein tränendes Auge hat, ein Trampeltier an Durchfall leidet oder Zoodirektor Matthias Reinschmidt sie zur Untersuchung seiner handaufgezogenen Papageien in sein Büro bittet, für Julia ist kein Tag wie der andere und stellt sie immer wieder vor neue Herausforderungen. Auch am 12. und am 19. Januar gibt es weitere Folgen aus dem Zoo Karlsruhe bei "hundkatzemaus" auf VOX zu sehen.

"Elstners Reisen": Spuren der Nashörner in Ostafrika

Eine neue Folge "Elstners Reisen" von Fernseh-Legende Frank Elstner und Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt wird am Sonntag, 6. Januar, um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen unter dem Titel "Die Retter der Nashörner" ausgestrahlt. Die beiden Protagonisten begeben sich in ihrer neuen Artenschutz-Doku auf die Spuren der Nashörner in Ostafrika. Kaum eine andere Tierart ist in den vergangenen Jahren so stark durch Wilderer dezimiert worden. Die Nachfrage nach Horn, das in Südostasien als Aphrodisiakum gilt, ist immer noch ungebrochen. Eine wahre Mafia, mit moderner Technik und Waffen ausgestattet, erlegt jedes Jahr Hunderte von Nashörnern. "Wenn man die Bilder der Ranger sieht, die sie von den getöteten Nashörnern gemacht haben, dann ist man fassungslos, was diese Kriminellen anrichten", zeigt sich Elstner geschockt.

Er besucht daher Menschen, die für die Nashörner kämpfen. So zum Beispiel Johannes Kirchgatter, den WWF-Afrika-Experten. Er kennt die Situation der Nashörner vor Ort genau und nimmt Elstner und Reinschmidt mit zu der wichtigsten Umsiedelungsaktion für diese Tiere in den vergangenen Jahrzehnten. Mehrere Nashörner sollen aus dem Nationalpark Nakuru im Norden Kenias nach Tsavo im Süden gebracht werden. In diesem Naturschutzgebiet lebten bis in die 1950er Jahre fast 20.000 Nashörner – heute sind es nur noch 14.

"Es ist unglaublich, welcher Aufwand hier betrieben wird, um einige Nashörner dahin zurückzubringen, wo sie eigentlich seit Millionen Jahren leben", beschreibt Elstner die Operation der kenianischen Behörden zusammen mit dem WWF. Die umgesiedelten Tiere sollen helfen, dass die Population in Tsavo wieder anwächst. Doch die Umsiedelung mit Helikoptern, einem Dutzend Fahrzeugen und 50 Rangern ist alles andere als einfach – und endet völlig anders als gedacht.

Mit Frank Wirth, einem deutschen Lodge-Besitzer und ehrenamtlichen Nashorn-Schützer, besuchen Elstner und Reinschmidt zudem die wild lebenden Nashörner und Löwen im Schutzgebiet Solio sowie Auffangstationen für Giraffen und Baby-Elefanten in Nairobi. Außerdem treffen sie "Sudan", das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Erde – es starb kurz nach den Dreharbeiten und besiegelte damit höchstwahrscheinlich das Aussterben dieser Unterart. An der kenianischen Küste besuchen sie zudem die Meeresschildkröten-Schutzstation "Local Ocean Conservation", wo sie nicht nur bei der Rettung von Meeresschildkröten helfen, sondern ganz plötzlich live dabei sind, als ein Nest mit rund 100 Baby-Schildkröten am Strand schlüpft. Reinschmidt begleitet Elstner nun schon seit sechs Jahren auf seinen Reisen zu den bedrohten Tierarten der Erde.

zum Bild oben:
Nashörner sind hochbedroht und fallen wegen ihres Horns häufig Wilderern zum Opfer. Die wenigen Geburten können dies nicht ausgleichen / Foto: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe








Veranstaltungen 

Karlsruhe: Wieder anmelden für die "Offene Pforte"

Weitere Gärten gesucht

Für die "Offene Pforte" sucht das Gartenbauamt weitere Gärten. Das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Projekt bereichert die Karlsruher Gartenkultur und findet 2019 wieder statt. Interesse und Begeisterung bei Teilnehmenden wie Besuchenden sind ungebrochen groß, sie schätzen besonders die Vielfalt der Anlagen, regen Austausch und angenehme Kontakte.

Um auch künftig solche bunten wie neue Blicke zu ermöglichen und von den Vorteilen eines grünen Freiraums zu überzeugen, bittet das Gartenbauamt Bürgerinnen und Bürger sich zu beteiligen. Die Pforten der Gärten können zu einem selbst bestimmten Termin oder nach telefonischer Vereinbarung offen stehen.

Anmeldungen für die "Offene Pforte 2019" werden bis zum 8. Februar schriftlich erbeten an: Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt, 76124 Karlsruhe, E-Mail: Gartentraeume@gba.karlsruhe.de, Telefon: 0721/133-6726 oder 6701. Informationen im Internet finden sich unter www.karlsruhe.de/offenepforte. Anfang April erscheint die Broschüre mit allen beteiligten Gärten.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Pflegeschnitt für Obstbäume

Liegenschaftsamt und Bezirksverband der Gartenfreunde bieten Kurse an

Ein regelmäßiger und fachgerechter Schnitt erhöht nicht nur die Vitalität und Lebensdauer von Obstbäumen, sondern wirkt sich auf positiv auf die Fruchtqualität aus. Die Früchte schmecken besser, sind gesünder und können länger eingelagert werden. Für Bürgerinnen und Bürger, die Streuobstwiesen bewirtschaften oder Interesse daran haben, bietet das Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe kostenlose Kurse für den fachgerechten Obstbaumschnitt an. Folgende Termine werden immer freitags um 12.30 Uhr angeboten: Am 18. Januar in Stupferich steht das Schneiden von jungen Apfelbäumen auf dem Programm, am 25. Januar in Durlach liegt der Schwerpunkt auf dem Ertragsbaumschnitt und am 8. Februar in Grötzingen der Altbaumschnitt. Anmeldungen sind bis eine Woche vor Kursbeginn bei der Obst- und Gartenbauberatung des Liegenschaftsamtes der Stadt Karlsruhe telefonisch unter 0721/133-2380 oder per E-Mail an la@karlsruhe.de möglich.

Speziell für Gartenbewirtschafterinnen und –bewirtschafter bietet der Bezirksverband der Gartenfreunde zwei weitere Kurse im März an. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem Obstbaumschnitt, bei Interesse kann auf den Schnitt von Zier- oder Beerensträuchern eingegangen werden. Die Kurse finden am Freitag, 15. März, 13 Uhr, beim Kleingartenverein am Exerzierplatz in der Nordstadt und am Freitag, 22. März, 13 Uhr, beim Kleingartenverein Karlsruhe Süd in Beiertheim statt. Anmeldungen hierzu bis eine Woche vor Kursbeginn beim Bezirksverband der Gartenfreunde unter Telefon 0721/352880.

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Veranstaltungen 

NABU: Wie viele Amseln sind noch da?

NABU: Wie viele Amseln sind noch da?
Amsel (c) Mike Lane/fotolia

Bundesweite Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" vom 4. bis 6. Januar 2019

Berlin – Wer sich fürs neue Jahr vorgenommen hat, etwas für den Naturschutz zu tun, kann den Vorsatz kommendes Wochenende in die Tat umsetzen: vom 4. bis 6. Januar findet die „Stunde der Wintervögel“ statt. Der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) hoffen auf möglichst viele Teilnehmer bei der bundesweiten Vogelzählung. „Mit besonderer Spannung erwarten wir die Ergebnisse für die Amsel, auf die die Usutu-Epidemie des vergangenen Sommers eine große Auswirkung haben könnte“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „2018 trat die für Amseln tödliche Viruserkrankung erstmals fast deutschlandweit auf und hat vor allem in Norddeutschland zu einem regelrechten Massensterben geführt.“ Ein milder Winter könnte allerdings auch dafür sorgen, dass viele Amseln im Land bleiben und nicht wegziehen. Die gemeldeten Zahlen könnten dann höher als erwartet ausfallen, so Miller.

Die Amsel ist nicht der einzige Vogel, der Naturschützern Sorgen macht. „Die Art, die bei der Wintervogelzählung über die Jahre am stärksten abgenommen hat, ist der Grünfink“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „2018 konnten nur noch etwa 45 Prozent des Bestandes von 2013 festgestellt werden. Hauptgrund ist das Grünfinkensterben, das durch den Parasiten Trichomonas gallinae ausgelöst wird, der besonders an sommerlichen Vogelfutterstellen von Vogel zu Vogel übertragen wird. Hier erwarten wir leider, dass sich der Negativtrend fortsetzt.“

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum neunten Mal statt. Mitmachen ist ganz einfach: Eine Stunde lang werden die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park gezählt und dem NABU gemeldet. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 15. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 5. und 6. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2018 beteiligten sich über 136.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 92.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei.

Im Rahmen der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 7. bis 11. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW Zählkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz für Kindergruppen und Schulklassen an. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

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Verschiedenes 

NABU kürt RWE-Chef Schmitz zum "Dinosaurier des Jahres 2018"

NABU kürt RWE-Chef Schmitz zum "Dinosaurier des Jahres 2018"
Dinosaurier des Jahres (c) NABU / Foto: Nicole Flöper

Tschimpke: Rodung des Hambacher Forstes wäre Foulspiel auf Kosten von Klima und Natur

Berlin – Der NABU hat den Vorstandsvorsitzenden der RWE AG, Rolf Martin Schmitz, mit dem Negativ-Preis „Dinosaurier des Jahres 2018“ ausgezeichnet.

„Während international auf Klimakonferenzen und national in der Kohlekommission um konkreten Klimaschutz gerungen wird, hat sich Herr Schmitz diesen Herbst mit seiner unzeitgemäßen Machtdemonstration im Streit um die Rodung des Hambacher Waldes selbst ins Abseits gestellt“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der RWE-Boss wollte mit der Rodung des Waldes Tatsachen schaffen – ohne Rücksicht auf die gesellschaftliche Stimmungslage, die laufenden Verhandlungen in der Kohlekommission über einen geregelten Kohle-Ausstieg und die Folgen für Natur und Umwelt. Vorausgegangen waren massive Proteste aus breiten Teilen der Bevölkerung. Erst durch ein Gerichtsurteil im Eilverfahren wurde die Abholzung des Waldes vorerst gestoppt. Die endgültige Entscheidung steht noch aus.

Schmitz habe mit seinem Beharren auf die Rodung des Hambacher Waldes die zunehmend aufgeheizten Debatten um den in Deutschland nicht vorankommenden Klimaschutz zusätzlich polarisiert. „Herr Schmitz nahm bewusst ein Scheitern der Kohlekommission in Kauf, indem er vorzeitig Fakten schaffen wollte. Das war ein bewusstes Foulspiel auf Kosten von Klima und Natur. Auch ein Branchen-Dinosaurier muss einmal die Zeichen der Zeit erkennen“, so Tschimpke. Ziel müsse es sein, den Menschen in den Kohleregionen Alternativen aufzuzeigen. Mit der öffentlichen Stimmungsmache gegen Kohlekommission und Umweltschützer habe der RWE-Chef den Verhandlungen über einen Kohleausstieg geschadet. Hinzu komme eine Geringschätzung der Natur, in diesem Fall von besonders wertvollen und alten Wäldern.

„Dass der RWE-Konzern nicht als Natur- und Klimaschützer in die Geschichte eingehen wird, ist uns klar. Aber jene Vehemenz, mit der Herr Schmitz an der Zerstörung eines jahrhundertealten Waldes festgehalten hat, zeigt, dass er keinen Wert auf den Erhalt von Natur und Artenvielfalt legt“, so der NABU-Präsident. Anders sei es nicht zu erklären, dass er bewusst in Kauf nehme, wertvolle Lebensräume der Bechsteinfledermaus und des Großen Mausohrs mit der Rodung des Hambacher Waldes unwiederbringlich zu zerstören. Aus Klimaschutzgründen sei es für viele Menschen nicht nachvollziehbar, dass immer noch Wälder, die große Kohlenstoffspeicher sind, für den Braunkohleabbau zerstört werden und dann im Zuge der Kohleverstromung noch mehr schädliches Treibhausgas in die Umwelt gelange.

„Während andere große Konzerne erkannt haben, dass Nachhaltigkeit ein Schlüssel zum Erfolg und für breite Akzeptanz in der Öffentlichkeit ist, handelt die RWE-Spitze immer noch wie von vorgestern und wenig weitsichtig. Denn auch RWE weiß: Am Kohleausstieg führt kein Weg vorbei, wenn Deutschland die Klimaziele aus dem Pariser Abkommen erfüllen will“, so Tschimpke.
Für den Essener Energiekonzern – der mit seinen Kohle-Kraftwerken zu den größten Luftverschmutzern Europas zählt – ist es bereits der dritte Umwelt-Dinosaurier. In den vergangenen zwölf Jahren ging die Trophäe ingesamt dreimal an einen RWE-Vorstandsvorsitzenden. 2010 erhielt der damalige RWE-Chef Jürgen Großmann den Negativ-Preis für die Aufkündigung des Atomkonsenses in Deutschland und seine Lobbyarbeit für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. 2006 wurde sein Vorgänger im Amt, Harry Roels, für den Antrag auf Laufzeitverlängerung für den Schrott-Atomreaktor Biblis A zum „Dinosaurier des Jahres“ gekürt.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, einer 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich durch besonders rückschrittliches öffentliches Engagement in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan haben. Preisträger 2017 war Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied für die Blockade einer umweltverträglichen Agrarpolitik, 2016 erhielt Bayer-Chef Werner Baumann die Trophäe für die damals noch angestrebte Fusion von Bayer und Monsanto.

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Verschiedenes 

Mut und Engagement für mehr Klimaschutz gesucht!

Der Georg Salvamoser Preis zeichnet auch 2019 wieder Heldinnen und Helden der Energiewende aus.

25.000 Euro Preisgeld ausgelobt

Freiburg, Dezember 2018. Auf der Klimaschutzkonferenz COP 24 in Kattowitz wurde klar, dass die bisherigen Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Umso mehr kommt es jetzt auf engagierte Menschen in Vereinen, Firmen und Kommunen an, die die Energiewende voranbringen. Um dieses Engagement für eine zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gespeiste Energieversorgung zu würdigen, lobt die Georg-Salvamoser-Stiftung mit der Stadt Freiburg auch 2019 wieder den mit 25.000 Euro dotierten Georg Salvamoser Preis aus. Bewerbungen sind ab 10. Januar 2019 auf www.georg-salvamoser-preis.de möglich.

Bewerben können sich Institutionen und Einzelpersonen, Unternehmen und Kommunen, Vereine und Projektgruppen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Die Jury würdigt, welchen Beitrag das eingereichte Projekt zu einer vollständigen Versorgung aus regenerativen Energien leistet. Des Weiteren zählt der Innovationsgrad – kreative Lösungsansätze, die über existierende Standardmodelle hinaus weisen, sind gefragt. Auch der Vorbildcharakter der Projekte ist ein wichtiges Kriterium für die Jury. Und nicht zuletzt wird auch das Durchhaltevermögen gewertet, mit dem die Bewerber ihre Projekte zum Erfolg gebracht haben.
Speziell für junge Unternehmen, Start-ups, Schulklassen oder Jugendgruppen verleiht die Jury den Sonderpreis JUNGE ENERGIE. Von den 25.000 Euro Gesamtpreisgeld sind hierfür 5.000 Euro reserviert.

Kreative Köpfe gefragt

„Die Energiewende braucht kreative Ideen“, sagt Jurymitglied Carolin Salvamoser von der Georg-Salvamoser-Stiftung. „Die Leidenschaft, die hinter den Ideen steckt und die Menschen dazu bewegt, ihren Weg gegen alle Widerstände zu verfolgen, ist für uns preiswürdig.“
Die auf der Webseite www.georg-salvamoser-preis.de präsentierten Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre zeigen, wie breit das Spektrum an engagierten Menschen ist. So gewann 2018 mit PVplug eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), die sich zielstrebig für „Guerilla-Strom vom Balkon“ durch die bürokratischen Gremien kämpfte. 2017 konnte das mittelständische Unternehmen Monte Ziego aus Teningen die Jury mit seiner rundum nachhaltigen Käseproduktion überzeugen. Den Sonderpreis JUNGE ENERGIE erhielt 2018 die „Energieschule“ des Münchner Vereins Green City Energy e.V., die Kinder und Jugendliche mit ihren Projekten für die Themen Erneuerbare Energien und Klimaschutz sensibilisiert.
„Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf eine Vielzahl preiswürdiger Projekte“, betont Stiftungsgeschäftsführerin Maria Salvamoser. „Die Bewerbungen der vergangenen Jahre machen Hoffnung, dass es überall Menschen gibt, die sich auf dem Weg zur Energiewende trotz weiterhin schwieriger politischer Rahmenbedingungen nicht aufhalten lassen.“

Wer war Georg Salvamoser?

Der Freiburger Solarpionier Georg Salvamoser (1950 – 2009), dem der Preis gewidmet ist, war ein Mensch mit einer Vision. Unermüdlich trieb er den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region Südbaden voran – ohne zuallererst auf die Rendite zu schielen, aber dann auch mit großem wirtschaftlichem Erfolg.
Für Freiburgs Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik ist das Erbe Georg Salvamosers nach wie vor vorbildhaft. „Dass Freiburg eine Vorreiterrolle im Klimaschutz hat, verdanken wir auch Menschen wie Georg Salvamoser. Es ist der Mix aus innovativen technologischen Ideen und der Hartnäckigkeit, sie auch umzusetzen, der für eine zukunftsweisende Klimaschutzpolitik entscheidend ist.“
Die Stadt Freiburg unterstützt daher den Georg Salvamoser Preis seit Jahren und lobt ihn gemeinsam mit der Georg-Salvamoser-Stiftung aus.

Bewerbungen ab 10. Januar möglich

Das Online-Bewerbungsportal ist ab dem 10. Januar 2019 geöffnet. Informationen zu den Teilnahmerichtlinien, Auslobungskriterien, bisherigen Preisträgern und vielem mehr finden sich jetzt schon auf www.georg-salvamoser-preis.de.
Die Preisverleihung findet am 16. Mai auf der internationalen Fachmesse INTERSOLAR in München statt, die von der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe FWTM mitveranstaltet wird.

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NABU: Planfeststellungsbeschluss für Ostseetunnel völlig überflüssig

Miller: Fehmarnbeltquerung ist ökologisch besonders schädlich und sinnlos

Berlin – Heute ist der Planfeststellungsbeschluss zur Fehmarnbeltquerung vom zuständigen Amt für Planfeststellung des Landes Schleswig-Holstein erlassen worden. „Der Planfeststellungsbeschluss für ein ökologisch besonders schädliches Infrastrukturvorhaben ist völlig überflüssig. Der NABU hätte erwartet, dass die Planungen zu diesem infrastrukturell sinnlosen Projekt eingestellt werden, solange noch kein Totalschaden angerichtet ist. Wir werden diese Entscheidung so nicht hinnehmen“, so Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer.

Deshalb fordert der NABU per Online-Petition dazu auf, an Verkehrsminister Andreas Scheuer zu schreiben. Er soll die Reißleine ziehen und seine im Staatsvertrag festgehaltenen Möglichkeiten nutzen, den Ostsee-Tunnel zu stoppen. Unter www.NABU.de/ostseetunnel kann jeder mitmachen. Schon mehr als 12.000 Menschen haben sich der Forderung angeschlossen.

Der NABU wird sich zusammen mit seinen Fachanwälten den Planfeststellungsbeschluss genau ansehen. Nach Einschätzung des NABU ist es kaum vorstellbar, dass die Auswirkungen der riesigen Sedimentwolke durch die Baggerarbeiten im Fehmarnbelt oder Gefährdung der streng geschützten Schweinswale in einem EU-Meeresschutzgebiet im Planfeststellungsbeschluss ausreichend berücksichtigt worden sind. „Unserer Erfahrung nach wurden die immensen Umweltauswirkungen stets klein- und der Bedarf großgerechnet. Wenn die Planfeststellungsbehörde, auch angesichts des enormen politischen Drucks, bei strittigen Fragen beide Augen zudrückt, ist zu erwarten, dass das Ergebnis Schwachstellen hat, die einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten“, sagt Malte Siegert, Fehmarnbelt-Experte des NABU.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass das Projekt doch noch eingestellt wird. Denn das Gericht der Europäischen Union (EuG) hatte jüngst das Finanzierungsmodell der staatseigenen Bau- und Betreibergesellschaft Femern A/S für den 18 Kilometer langen Absenktunnel wegen nicht zulässiger dänischer Staatsbeihilfen gekippt. Kurz zuvor wurde bekannt, dass der Bundesrechnungshof (BRH) eine Kostensteigerung für die deutsche Hinterlandanbindung von ursprünglich 840 Millionen auf über vier Milliarden Euro prognostiziert. Der Europäische Rechnungshof prüft 2019 zudem große europäische Infrastrukturvorhaben und wird sich auch die geplante Fehmarnbeltquerung hinsichtlich Bedarf und Kosten-Nutzen-Relation anschauen. „Wir gehen davon aus, dass der Europäische Rechnungshof das finanziell völlig unsolide Projekt in der Luft zerreißen wird. Die offizielle Verkehrsprognose halbiert die Zahl der Zugpassagen. Die Verkehrserwartungen für die Straße liegen unterhalb des Niveaus einer Ortsumgehung“, sagt Siegert. Trotzdem spekuliert der Vorhabenträger auf rund 1,4 Milliarden Euro Beihilfen aus Brüssel.

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Schlechte Aussichten für Kabeljau, Hering und Makrele

Schlechte Aussichten für Kabeljau, Hering und Makrele
Slow Fish / Foto: Alberto Peroli

Entscheidung über Fanggrenzen 2019 für Nordostatlantik und Nordsee

Am 17. und am 18. Dezember bis tief in die Nacht verhandelte der EU-Fischereiministerrat über die Fanggrenzen für rund 150 Fischbestände in Nordostatlantik und Nordsee. Das Ergebnis am Morgen des 19. Dezember weist bedenkliche Rückschritte auf und stellt die fristgerechte Erreichung des Ziels einer nachhaltigen Fischerei bis 2020 in Frage.

Die EU hat in ihrer Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) 2013 rechtsverbindlich beschlossen, bis 2020 alle EU-Fischbestände schrittweise wiederaufzufüllen und auf einem ökologisch vertretbaren Niveau zu bewirtschaften. Gegenläufig zu diesem Prozess ist die jüngst getroffene Entscheidung des EU-Fischereiministerrats, immer noch etliche Fanggrenzen für 2019 für den Nordostatlantik und die Nordsee jenseits der im Rahmen der GFP vereinbarten Nachhaltigkeitsgrenzen festzulegen. Diese Entscheidung hat vor allem im Angesicht der Tatsache Bedeutung, dass vier der fünf Millionen Tonnen Anlandungen von Fisch in Europa aus diesen Gewässern stammen, die Entscheidung also das Gros der dem Meer durch EU-Fischer entnommenen Fischmengen betrifft. „Der Fischereirat, an dem für Deutschland das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beteiligt war, wird seiner Verantwortung für gesunde Fischbestände nicht gerecht. Nachdem die schrittweisen Verbesserungen des Zustands der Fischbestände in vergangenen Ratsentscheidungen bereits kläglich ausgefallen sind, muss nun bei einigen Beständen sogar von Rückschritten die Rede sein. Das übergeordnete Ziel gesunder Fischbestände bis 2020 schlägt sich gerade bei den für Deutschland wichtigsten Bestände nicht nieder“, so Nina Wolff, Fischerei-Expertin von Slow Food Deutschland.

Sowohl für den Kabeljau und den Hering in der Nordsee als auch für die Makrele im Nordwestatlantik wurden die Fanggrenzen deutlich oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) festgelegt. Und dies sind nur Beispiele. „Die Entscheidung des EU-Fischereiministerrats über einige der Fangquoten für die Gewässer des Nordostatlantik und der Nordsee attestiert einen unverantwortlichen Umgang mit der Nahrungsquelle Meer, denn sie gefährdet den Nachhaltigkeitskurs für so wichtige Arten wie Kabeljau, Hering und Makrele. Damit sich diese Politik nicht in unvernünftigem Konsum fortsetzt, kann Slow Food nur einen reduzierten Fischgenuss empfehlen, bei dem Verbraucherinnen und Verbraucher möglichst auf Fisch aus regionaler und nachhaltiger Bewirtschaftung zurückgreifen - im Binnenland etwa auf Karpfen oder Zander aus Seen, Flüssen oder Teichwirtschaften - und gefährdete Arten gänzlich vermeiden“, kommentierte Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, die aktuelle Entscheidung.

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