Grüne Quellen
Montag, 21. Juni 2021 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Abend liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

Hochwasserschutz Alb: Erste Vorarbeiten laufen an

Bohrungen und Sondierungen am Erlen- und Petergraben

In dieser Woche beginnen die ersten Vorarbeiten für das gemeinsame Projekt Wiederherstellung des 100-jährlichen Hochwasserschutzes an der Alb der Städte Ettlingen und Karlsruhe. Mit Spezialmaschinen werden im Bereich des Erlen- und Petergrabens punktuelle Bohrungen und Sondierungen vorgenommen.

Anlass für diese Arbeiten ist die Erstellung der Genehmigungsplanung für das Gesamtprojekt. Die Baugrunderkundungen liefern Erkenntnisse, wie die einzelnen Planungsbestandteile zu bemessen sind. Außerdem sollen Bodenaufschlüsse gewonnen werden, die dem Bodengutachter wiederum die Beschreibung des Baugrundes ermöglichen. Die Arbeiten verteilen sich über das gesamte Plangebiet von der Gemarkung Waldbronn im Albtal über Ettlingen bis nach Karlsruhe.

Rückhaltebecken im Albtal geplant
Auf Karlsruher Gemarkung wird am Erlen – und Petergraben im Bereich des Lohwiesenweges zwischen den Bahnanlagen und dem Weiherwald gearbeitet sowie entlang des Erlengrabens bei den Rüppurrer Wiesen. Der weitaus umfangreichere Teil der Bodenerkundung findet jedoch im Albtal statt, wo zwischen Neurod und der Spinnerei Ettlingen ein Rückhaltebecken entstehen soll. Mit dem Vorliegen der hierfür erforderlichen wasser- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen können die Arbeiten nun beginnen. Nach den ersten Vorleistungen im Weiherwald fällt der Startschuss im Albtal in der kommenden Woche. Anschließend werden die Baumaschinen voraussichtlich Ende Februar nach Ettlingen an den verlängerten Lindenweg umgesetzt, bevor es dann wieder auf Karlsruher Gemarkung weiter geht. Ziel ist, die gesamten Feldarbeiten bis Ende März 2021 abzuschließen.

100-jährlicher Hochwasserschutz bedeutet, dass die entlang der Alb liegenden Stadtteile von Ettlingen und Karlsruhe zukünftig vor sehr starken Hochwasserereignissen, die im Schnitt alle 100 Jahre auftreten, geschützt sind.








Verschiedenes 

Karlsruhe: Baumfällarbeiten in Rittnert- und Jean-Ritzert-Straße

Verkehrsbeeinträchtigungen vom 19. Januar bis 16. Februar

Aus Gründen der Verkehrssicherheit müssen entlang der Jean-Ritzert-Straße und der Rittnertstraße mehrere geschädigte und bereits abgestorbene Bäume entfernt werden. Vor allem die extrem trockenen Sommermonate haben den Buchen stark zugesetzt. Zur Durchführung der umfangreichen Arbeiten müssen sich Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer vom 19. bis 21. Januar auf eine Vollsperrung der Jean-Ritzert-Straße einstellen. Die sich vom 22. Januar bis 16. Februar daran anschließenden Arbeiten in der Rittnertstraße betreffen überwiegend den Seitenbereich. Lediglich für die Fällung der Bäume muss der Verkehr kurzzeitig angehalten werden, eine Ampel regelt das Geschehen. Die Fällarbeiten finden täglich zwischen 9 und 15 Uhr statt.

Das Tiefbauamt bittet die Öffentlichkeit, auf andere Straßen und Wege auszuweichen. Ziele auf dem Turmberg bleiben über die Neßler- und Reichardtstraße erreichbar.

Mehr




Veranstaltungen 

Georg Salvamoser Preis (25.000 Euro) für 100 Prozent Erneuerbare Energie.

Auslobungsfrist endet am 22. Januar 2021

Die Bewerbungsfrist für den Georg Salvamoser Preis endet in wenigen Tagen. Noch bis zum 22. Januar können sich Einzelpersonen, Unternehmen und Kommunen, die sich für eine 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung engagieren, für den mit 25.000 Euro dotierten Umweltpreis bewerben.

Gesucht und ausgezeichnet werden innovative, vorbildhafte und übertragbare Energieprojekte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Besonders gefragt sind Innovationskraft, Kreativität und Durchhaltevermögen der Bewerberinnen und Bewerber. Die Projekte müssen realisiert sein oder sich in der fortgeschrittenen Umsetzung befinden.

»Junge Energie«

5.000 Euro des Preisgeldes sind für den Sonderpreis "Junge Energie" reserviert, mit dem engagierte Schulklassen, Jugendgruppen, Auszubildende, Studierende und junge Unternehmer*innen bis zu einem Alter von 28 Jahren ausgezeichnet werden.

Online-Bewerbung:
Bewerbungen sind noch bis zum 22. Januar, 24 Uhr ausschließlich online unter www.georg-salvamoser-preis.de möglich.

GEORG SALVAMOSER PREIS

Auslober des Georg Salvamoser Preises sind die Stadt Freiburg und die Georg-Salvamoser-Stiftung. Namensgeber ist der Freiburger Solarpionier Georg Salvamoser (1950 – 2009), der sich zeitlebens für eine hundertprozentige Versorgung aus erneuerbaren Energien engagierte und lange vor der aktuellen Klimadebatte die Zeichen der Zeit und die Notwendigkeit zu handeln erkannte. Unermüdlich trieb er den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region Südbaden voran – ohne zuallererst auf die Rendite zu schielen, aber dann doch mit großem wirtschaftlichem Erfolg. Zunächst bei der Marktentwicklung für Photovoltaik-Systemanlagen, dann mit dem Vertrieb von Gemeinschaftsanlagen und nicht zuletzt mit dem Bau der ersten Nullemissionsfabrik für Solarmodule in Freiburg.

Die Georg-Salvamoser-Stiftung dankt allen Sponsoren für ihre Spenden und Sachleistungen, ohne die diese Preisverleihung nicht möglich wäre: M10 Industries AG, FWTM Freiburger Wirtschaft, Touristik und Messen GmbH & Co. KG, Solar Promotion GmbH, WEE Wirtschaftsverband 100% erneuerbare Energien Regio Freiburg, Stiftung viamedica - Prof. Franz Daschner, Seven2one Informationssysteme GmbH, Agentur triolog, Freiburg

Mehr




Veranstaltungen 

NABU: Deutschlands Wintervögel werden zum 11. Mal gezählt

NABU: Deutschlands Wintervögel werden zum 11. Mal gezählt
Eichelhäher (c) NABU/Rolf Köhler

Besonderes Augenmerk liegt auf der Blaumeise

Berlin, 6.1.2021 – Es ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und jeder kann dabei sein: vom 8. bis 10. Januar findet die „Stunde der Wintervögel“ statt, die der NABU zusammen mit seinem bayerischen Partner LBV organisiert. Bereits zum 11. Mal sind Vogelfreunde dazu aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel von Wohnung, Haus oder Garten aus zu erfassen und zu melden, um eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in den Städten und Dörfern zu ermöglichen.

Bei der „Stunde der Wintervögel“ im Januar 2020 hatten sich 143.000 Vogelfreunde an der Zählung beteiligt und Daten von fast 100.000 Zählpunkten übermittelt. „Es wäre nicht überraschend, wenn diese Rekordbeteiligung während des gegenwärtigen Corona-Lockdowns noch übertroffen würde“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr haben gezeigt, dass die Natur vor der Haustür von vielen Menschen wieder mehr wahrgenommen und geschätzt wird, wenn es nicht möglich ist in die Ferne zu schweifen. Je mehr Menschen an der Zählung teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.“
Die winterlichen Vogelzahlen hängen stark von der Winterung ab, das konnten die Experten des NABU anhand der bisherigen Ergebnisse nachweisen. In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen. Die lange Reihe zunehmend milder Winter führte dementsprechend zuletzt zu sinkenden Wintervogelzahlen.

Besondere Aufmerksamkeit bekommt die Blaumeise in diesem Winter geschenkt: Im vergangenen Frühjahr trat in weiten Teilen Deutschlands eine vom Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Epidemie auf, der Tausende Vögel dieser Art zum Opfer fielen. „Insbesondere dort, wo viele tote Blaumeisen registriert wurden, wurden deutlich weniger Blaumeisen gezählt“, erklärt NABU-Vogelexperte Lars Lachmann. „Es ist nun spannend herauszufinden, ob dieser Effekt auch im Winter noch spürbar ist.“

Die winterlichen Gartenvögel zählen mit zu den beliebtesten Vogelarten Deutschlands. Das zeigt auch das Vorwahlergebnis bei der ersten öffentlichen Wahl zum „Vogel des Jahres“. Mit Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Blaumeise und Haussperling stehen fünf Wintervögel aus den Gärten auf den ersten zehn Rängen, die zur Teilnahme an der Hauptwahl berechtigen. Die beginnt nach der „Stunde der Wintervögel“ ab dem 18. Januar 2021.

Mitmachen bei der „Stunde der Wintervögel“ ist ganz einfach: Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterplatz, vom Garten, Balkon oder Fenster aus oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 18. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Auch über die NABU-App „Vogelwelt“ (Download unter www.NABU.de/vogelwelt) kann gemeldet werden.

Die „Schulstunde der Wintervögel“ findet vom 11. bis 15. Januar statt. Die Klassen und Gruppen können an der NABU-Vogelzählung teilnehmen und ihre Zählergebnisse bis 18. Januar einsenden oder unter www.NABU.de/onlinemeldung eingeben. Unter allen Einsendungen verlost die NAJU tolle Preise. Alle Infos, Materialien und Aktionsideen: www.NAJU.de/sdw.

Infos zur Aktion online ...

Mehr




Verschiedenes 

Schifffahrt verantwortlich für knapp 3 % der globalen Klimagase

Emissionen der Schifffahrtsbranche steigen stetig an / Platz fünf im globalen Verschmutzer-Ranking

Berlin – Die Emissionen der Schifffahrtsbranche steigen weiter an – das zeigt eine Studie im Auftrag der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO). Demnach emittierte der Sektor im Jahr 2018 1,056 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid. Das sind 2,89 Prozent der global ausgestoßenen Klimagase und damit eine Steigerung von über neun Prozent zum Jahr 2012. Wäre die Schifffahrt ein Land, stünde sie an fünfter Stelle im globalen Verschmutzer-Ranking. Damit läge sie noch vor Deutschland, das im Jahr 2018 in allen Sektoren insgesamt 755 Milllionen Tonnen Kohlendioxid emittierte.

Die Emissionen der Schifffahrt und des Flugverkehrs sind vom Pariser Klimaabkommen von 2015 ausgenommen. Der Grund: Beide Branchen haben eigene UN-Organisationen und sollen sich darüber selbst regulieren. Im Jahr 2018 hat die IMO ihre erste Strategie zur Reduktion von Treibhausgasen verabschiedet. Diese sieht vor, die Emissionen von 2008 bis 2050 zu halbieren. Das Vorhaben ist jedoch nicht mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens vereinbar. Noch schlimmer: Aktuell befindet sich die Branche nicht annäherungsweise auf dem selbstgesetzten Reduktionspfad. Die Emissionen steigen immer weiter an.

2021 wird das entscheidende Jahr für den Klimaschutz in der Seeschifffahrt, da sowohl in der EU als auch auf internationaler Ebene wichtige Klimaschutzentscheidungen anstehen. Die EU und die internationale Gemeinschaft müssen dann zeigen, dass sie auf Klimakurs sind.





Verschiedenes 

Rückblick und Ausblick

Rückblick und Ausblick
(c) mitwelt.org

Das Corona-Jahr 2020 war auch ein Schaltjahr, ein AKW-Fessenheim (Ab-) Schaltjahr

Am 22.2.2020 und am 29.6.2020 wurden die maroden Reaktoren des AKW Fessenheim endlich abgeschaltet. Dies ist ein großer Erfolg für die trinationale Umweltbewegung am Oberrhein, ein gemeinsamer Erfolg. Die französische Betreiberfirma EDF stünde ohne Staatsbeihilfen am Rande eines Bankrotts und die jahrzehntelang massiv gefallenen EDF-Aktien zeigen, wie die Märkte den Atomkonzern bewerten. Strom aus Wind und Sonne ist kostengünstiger als Strom aus neuen AKW. Die Fessenheimer AKW-Abschaltung ist nicht vom Himmel gefallen, sie wurde mühsam erkämpft. Gemeinsam haben wir an einer kleinen Stelle die globalen Zerstörungsprozesse entschleunigt.

Der Protest gegen das AKW war und ist mit einem Klavier mit vielen, vielen Tasten zu vergleichen.
Die „Protest-Tasten“ waren Kundgebungen, Demos, Plakataktionen, die frühe Mastbesetzung in Heiteren (F), Unterschriftensammlungen, Kleinanzeigen, weit über 100.000 BUND-Flyer und Plakate, kritische Studien, Kataströphchenschutzkritik, die "Entwendung" des Katastrophenschutzplanes, das illegale -Radio Verte Fessenheim-, Stromzahlungsboykott, Internetseiten und Newsletter, Aufkleber, TRAS-Klagen, parteiüberschreitender PolitikerInnen-Protest, Leserbriefe, Banner und Fahnen an Balkonen, für Demos gebackene Kuchen, engagierte KünstlerInnen, Resolutionen, Medienarbeit und seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima auch die Mahnwachen, insbesondere in Breisach, aber auch in Müllheim, Weisweil und Endingen. Jede einzelne dieser „Protest-Klavier-Tasten“ war wichtig und gelebte Demokratie und erhöhte den Abschaltdruck. Nur alle Tasten gemeinsam erzeugten die Protest-Melodie.

Es waren auch die vielen, vielen Menschen,
die fast 5 Jahrzehnte grenzüberschreitend gemeinsam, erstaunlich gewaltfrei und rational, jede und jeder an ihrer Stelle für einen menschengerechten Fortschritt gewirkt haben. Ich möchte mich bei den Aktiven bedanken, aber auch an die verstorbenen MitstreiterInnen erinnern, nur stellvertretend für viele an: Walter Mossmann und Solange Fernex, aber auch an die weniger bekannten, wie Wolf Fleischer und Thomas Passaglia.
Nicht nur Atomkraftwerke "kommen in die Jahre", sondern auch soziale Bewegungen und es war gut, dass die alten, gefährlichen Kisten endlich abgeschaltet wurden.

Jetzt gilt es nach vorne zu schauen
Wir werden den AKW-Abriss, der kein Billigabriss werden darf, kritisch begleiten und es ist gut, dass gerade die Aktiven im Elsass sich so engagiert gegen die Pläne der EDF, gegen ein "atomares Technocentre", engagieren.

Doch die Hauptgefahren für unsere Region am Oberrhein
liegen, nach der Entleerung der gefährlichen Zwischenlagerbecken, nicht mehr in Fessenheim, sondern in der Ballung der Atomanlagen am Hochrhein in der Schweiz.
In Beznau steht das älteste AKW der Welt und das AKW Leibstadt hat den gleichen Reaktortyp wie die AKW in Fukushima. Hinterm Jura strahlt das AKW Gösgen. Und die schöne, reiche Schweiz, die in der Corona-Krise wieder einmal zeigt, dass die Interessen der Wirtschaft wichtiger sind als das Leben der Alten und Schwächsten, will eine AKW-Gefahrzeitverlängerung auf unglaubliche 60 Jahre durchsetzen. Dazu kommt das gerne vergessene atomare Zwischenlager, der Atommüllofen und die Atomfabrik in Würenlingen. Und wohin soll das atomare Endlager der Schweiz? Wieder in die Grenzregion am Hochrhein, in eine im internationalen Vergleich viel zu dünne Schicht Opalinuston.

Auch neue alte AKW-Pläne bringen Gefahren
Die internationale Atomlobby war nach Fukushima und Tschernobyl für kurze Zeit ein wenig in Deckung gegangen. Aufgegeben hat sie nicht. Das globale atomare Dorf, die alten mächtigen Seilschaften aus Konzernen, Lobbyisten und Atomparteien funktionieren noch, aber die Durchsetzungsstrategien wurden optimiert. Mit dem Klimaschutz-Argument werden gefährliche neue Atomkraftwerke grüngewaschen. Doch warum soll die Welt auf eine gefährliche, teure Hochrisikotechnologie wie den Thorium-Reaktor setzen, wenn wir kostengünstige, umweltfreundliche Alternativen haben aus denen sich keine Atombomben bauen lassen? Wenn "sonnenarme" Länder wie der Iran, Saudi-Arabien, Jordanien, Türkei, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate neue, teure AKW bauen wollen, dann geht es weniger um Energie, als um einen "nordkoreanischen" Machtzuwachs.
Häufig bekämpfen die gut organisierten Verfechter des atomar-fossilen "weiter so" aggressiv die umweltfreundlichen, zukunftsfähigen Alternativen und die Energiewende.

Das vergangene Fessenheimer (Ab-) Schaltjahr ist Grund zu Freude
und ähnlich wie die alten Erfolge in Wyhl (D), Kaiseraugst(CH) und Gerstheim(F) auch eine Ermutigung für die weltweite Umweltbewegung. In die Jahre gekommene Bewegungen lassen sich nicht einfach so "umswitchen" und viele von uns werden (erfreulicherweise) in den oben genannten Konflikten nicht mehr in der ersten Reihe stehen.
Dennoch gibt es in Zeiten der Klimakatastrophe, der Artenausrottung, fortschreitender atomarer Gefahren, massiver Aufrüstung und wachsender globaler Irrationalität auch im Jahr 2021 noch viel zu tun.

Amitié franco suisse allemande
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, Vizepräsident TRAS, Kreisrat, (Alt-)BUND-Geschäftsführer





Verschiedenes 

„Arche des Geschmacks“ erneut ein Projekt der UN-Dekade für Biologische Vielfalt

„Arche des Geschmacks“ erneut ein Projekt der UN-Dekade für Biologische Vielfalt
Passagierbeispiel: Hutzel Birne (c) Hannah Hümmer

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Ziel ist es, dass Menschen den Wert biologischer Vielfalt anerkennen und sich für ihren Schutz einsetzen. Die „Arche des Geschmacks“ von Slow Food Deutschland trägt dazu bei und wurde von der Fachjury zum vierten Mal als eines der Leuchtturmprojekte für Deutschland ausgewählt. Die Arche schützt in Deutschland aktuell 77 Lebensmittel, Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten vor dem Vergessen.

Die biologische Vielfalt und ihre intakten Ökosysteme sind Voraussetzung für das Leben auf unserem Planeten. Diese Vielfalt jedoch setzen wir durch menschliches Handeln unter Druck. Insbesondere intensive, industrialisierte Formen von Landwirtschaft und Fischerei tragen dazu bei, endliche Ressourcen zu erschöpfen, Klima und Umwelt zu schaden, fruchtbare Böden und Diversität in Meeren zu reduzieren und regional verankerte Verarbeitungsstätten, Infrastrukturen und Lebensmittel weiter aufzulösen.

Dieses Ungleichgewicht in unserer Natur ist ursächlich für den Verlust unserer Kulturlandschaften. Denn Vielfalt ist nicht nur biologisch, sondern auch kulturell: Jeder Ort der Welt hat seine eigene Kulinarik. Aus lokaler Artenvielfalt, Klima und Boden entwickeln sich spezifische landwirtschaftliche Praktiken und Küchen. Sie zeigen sich in Geschmack, Farbe und Form von Lebensmitteln und Rezepten. Für den Erhalt dieser biokulturellen Vielfalt macht sich Slow Food seit 1996 mit der Arche des Geschmacks stark und schützt inzwischen 77 Lebensmittel, Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten vor dem Vergessen. Was den Passagieren das Überleben schwer macht, ist einerseits ihre vergleichsweise langsame, aufwendige Herstellung oder Aufzucht; in unserem System des ‚immer mehr, schneller und billiger‘ gelten sie als unrentabel. Andererseits sind sie oft nicht mehr bekannt. Durch Netzwerkarbeit sowie Aktionen und Verkostungen lernen die Verbraucher*innen die Passagiere wieder kennen und schätzen. Getreu dem Motto der Arche ‚Essen, was man retten will!’ können sie entsprechend wieder vermehrt erzeugt und vermarktet werde.

Die Arche wurde zum Symbol dafür, die genetische und kulturelle Vielfalt lebendig zu halten. Und jede*r Verbraucher*in kann dieses Ziel mit dem Griff zu regionaltypischen Produkten unterstützen. „Wir wünschen uns, dass die Bewahrung biokultureller Vielfalt in nicht allzu ferner Zukunft ein Akt unserer Alltagskultur ist. Zugleich muss sie ein klarer politischer Imperativ sein. Das heißt, dass die politischen Entscheidungsträger*innen dem Erhalt und der Förderung der Arten- und Sortenvielfalt Priorität einräumen, insbesondere bei der Reform der Europäischen Agrarpolitik. Initiativen wie die UN-Dekade schaffen für all das mehr Aufmerksamkeit, deswegen freuen wir uns sehr, bis einschließlich 2022 dabei zu sein,“ so Nina Wolff, amtierende Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Mehr




Verschiedenes 

Slow Food Youth Akademie

Slow Food Youth Akademie
(c) Slow Food

Changemaker für die Ernährungspolitik können sich für die Slow Food Youth Akademie bewerben

Berlin, 18. Dezember 2020. Die Slow Food Youth Akademie ist ein interaktives Weiterbildungsprogramm für Auszubildende, Berufstätige und Studierende aus Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft und Gastronomie sowie für alle, die sich für die Zukunft unserer Ernährung begeistern. An acht gemeinsamen Wochenenden setzen sich die Teilnehmenden mit unserem Ernährungssystem auseinander und entwickeln Ideen, wie Prozesse des politischen Wandels angestoßen und umgesetzt werden können. Interessierte können sich bis zum 31.1.2021 für einen der 25 Plätze bewerben.

Die Akademie adressiert Menschen zwischen 20 und 35 Jahren, die clevere Ideen für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem mitbringen. Diese diskutieren und überprüfen sie mit Expert*innen aus Landwirtschaft, Fischerei und Handwerk, Gastronomie und Handel, Wissenschaft und Politik. Die 25 Teilnehmenden erfahren in Theorie und Praxis Neues und lernen andere Perspektiven kennen. Aufgrund der Pandemie erwartet sie 2021 eine Mischung aus On- und Offline-Wochenenden. Geplant sind u.a. Besuche auf dem Acker und in der Backstube, um bei Grundnahrungsmitteln Hand anzulegen. Wie junge Erwachsene für ein gutes, sauberes und faires Ernährungssystem europaweit an einem Strang ziehen können, auch das lernen sie. In 2021 diskutieren sie mit Gleichgesinnten die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und industriellem Lebensmittelsystem, Inhalte der Kampagne ‚Our Food Our Future‘, die Slow Food Deutschland (SFD) mit 16 Partnerorganisationen bis 2023 umsetzt.

Vor dem Hintergrund ökologischer-, klimatischer- und soziokultureller Herausforderungen ist die Ernährungswende unausweichlich geworden. Sie muss u.a. von jungen Erwachsenen mitgetragen werden. „Sie sind die Entscheider*innen von morgen und wenn sie als solche schon heute beginnen, die Ernähungswende auszugestalten, dann haben wir viel ‚gewonnen‘“, so Nina Wolff, amtierende SFD-Vorsitzende.

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25