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Start der Kaffeepflanzen-Ausstellung in der Wilhelma

Auf Entdeckungsreise in die Welt des Kaffees
Die Gärtnerinnen und Gärtner der Wilhelma haben ein Kaffeegedeck der besonderen Art angerichtet: Nämlich eine Ausstellung von fast 50 Kaffeepflanzen, die im Maurischen Landhaus einen Eindruck aus der facettenreichen Vielfalt einer der bekanntesten Nutzpflanzen der Welt bietet. Die strauchförmig wachsenden Kaffeepflanzen beeindrucken aktuell vor allem mit ihren Kaffeekirschen in unterschiedlichen Reifestadien: Nachdem sie zunächst alle grün sind, färben sie sich später um und erhalten schließlich – abhängig von Art und Sorte – eine rote oder gelbliche Färbung. Im Inneren jeder Kaffeekirsche stecken zwei Bohnen, die zunächst eine helle Farbe haben. Das charakteristische „Kaffeebraun“ stellt sich erst nach dem Rösten ein.
zum Bild oben:
Bei manchen Varietäten, wie der aus der Coffea arabica hervorgegangenen „Catucai Amarelo“, haben die reifen Kaffeekirschen eine gelbliche Färbung.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
Das Turniergebäude in Bad Kissingen erhält erste Hilfe

Deutsche Stiftung Denkmalschutz und Stadt bitten weiter um Spenden
Im vergangenen Jahr starteten die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) und die Stadt Bad Kissingen eine gemeinsame Spendenkampagne für die Gesamtinstandsetzung des Turniergebäudes der Stadt. Die Resonanz im Lande war überwältigend, ein erster Fördervertrag in Höhe von 390.000 Euro die Folge. Den übergab jetzt Martin Kuchler, Ortskurator Münnerstadt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel. „Das Turniergebäude ist ein nationales Kulturdenkmal. Es bedarf einer nationalen Kraftanstrengung, um es wieder instand zu setzen. Die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz leistet dabei einen herausragenden Beitrag. Dafür sind wir als Stadt sehr dankbar. Diese Anstrengungen wollen wir nun gemeinsam fortsetzen“, so Oberbürgermeister Vogel.
Das Turniergebäude in Bad Kissingen wurde 1922 als neues Freizeitvergnügen am rechten Saale-Ufer im Norden der Stadt als Tribünenbau für Reit- und Fahrturniere errichtet. Die Stadt bemühte sich damit in der schwierigen wirtschaftlichen Situation nach dem Ersten Weltkrieg um das wohlhabende Kurpublikum.
Der langgezogene, offene Baukörper hat ein flaches Satteldach und zwei Geschosse: eine einfache hölzerne Tribünenüberdachung über einem massiven Sockelgeschoss mit stichbogenartigen Öffnungen. Mittig und an beiden Enden sind dem Bau drei Treppenaufgänge mit Verkleidung aus Rotsandsteinbossen vorgelagert, die mit den pavillonartig gewalmten Dachbereichen darüber korrespondieren und Symmetrie erzeugen.
Das für die Geschichte von Bad Kissingen bedeutende Bauwerk war akut bedroht. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde aufgrund der massiven Schädigungen gesperrt. Denn das weiß gestrichene Holzgerüst des Turniergebäudes konnte die Last des Daches nicht mehr tragen, es musste sogar notgesichert werden. Vor allem der nördliche Gebäudeteil war akut einsturzgefährdet. Die durch Starkregen verursachte Feuchtigkeit hatte die Holzstruktur schwer geschädigt. An den Treppenaufgängen war die Sandsteinverkleidung teilweise herabgefallen.
Auch wenn schon einiges getan werden konnte, werden weiterhin Spenden für das Turniergebäude benötigt. Dabei erfreuen sich gerade die Patenschaften für das Turniergestühl großer Beliebtheit. Für eine Spende ab 555 Euro erinnert als Dankeschön eine Namens-Plakette an die großzügige Geste. Zudem bedankt sich die Stadt bei diesen Spenderinnen und Spendern mit einer Einladung zur Eröffnung des Turniergebäudes in diesem Jahr sowie mit einer Freikarte auf dem Turniergebäude für ein Konzert im Rahmen des Kissinger Sommers im kommenden Jahr.
Das Turniergebäude in Bad Kissingen braucht Ihre Hilfe!
Verwendungszweck: PR07222-01X Bad Kissingen
IBAN: DE71 500 400 500 400 500 400.
Kleiner Eisbär im Zoo Karlsruhe bald zu sehen
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Ab 12. März begrenzter Zutritt / Anlage bleibt abgesperrt
Der Zoo Karlsruhe wird ab dem 12. März Besucherinnen und Besucher an die Anlage lassen, in der der kleine Eisbär mit seiner Mutter Nuka lebt. Dennoch bleiben die Absperrungen rund um die Anlage erhalten. Da keine Besuchermassen vor dem entsprechenden Teil der Anlage sein sollen, wird der Zutritt reguliert. Es darf immer nur eine bestimmte Anzahl an Menschen den Bereich betreten.
"Das Tierwohl steht an erster Stelle, deshalb wird es einige Einschränkungen geben", berichtet Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Da die Tiere immer frei zwischen Innen- und Außenanlage wählen können, ist es möglich, dass Zoogäste, wenn sie an das Gehege gelassen werden, keinen Eisbär sehen. "Da bitten wir um Verständnis zum Wohle der Tiere", so der Zoo-Chef.
Genauere Details zur Besucherlenkung wird der Zoo vor dem Termin veröffentlichen. "Aktuell arbeiten wir alle auf dieses Datum hin, dass es ab da möglichst reibungslos funktioniert", sagt Reinschmidt. Wichtig sei ihm besonders, dass das Muttertier sehr ruhig und besonnen ist und sich auch nicht von Personen vor der Scheibe aus der Ruhe bringen lässt. "Das haben wir bereits mit unserem Zoo-Personal getestet, sonst hätten wir noch keinen Termin festgesetzt."
Beim Zoo ist man unterdessen mit der Entwicklung des kleinen Bären sehr zufrieden. Er erkundet täglich die Anlage und läuft auch immer sicherer. Im Wasser war das Jungtier allerdings noch nicht. Meistens ist es direkt bei seiner Mutter.
Patenschaft für Servale Nio und Duma

Stuttgarter Arzt übernimmt Patenschaft für langbeinige Katzen in der Wilhelma
Im Februar 2025 bekamen die Servale Nio und Duma in der Wilhelma in Stuttgart Besuch von ihrem neuen Paten: Der Stuttgarter Arzt Dr. Roger Brauchle und seine Frau Utta nahmen von Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin direkt an der Serval-Anlage die Urkunde für ihre erst kürzlich abgeschlossene Tierpatenschaft in Empfang.
Bei den Servalen handelt es sich um eine afrikanische Katzenart, deren besondere Merkmale ihre langen Beine und großen Ohren darstellen. Das Servalpärchen Nio und Duma ist in einer rund 300 m² großen Anlage zuhause, welche durch den Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma und die Helmut & Babs Amos-Stiftung finanziert wurde und im März 2023 eröffnet worden ist. Schon im gleichen Jahr bekamen die beiden gefleckten Katzen erstmals Nachwuchs, der mittlerweile ausgewachsen ist und in einem anderen Zoo eine neue Heimat gefunden hat.
Bei Familie Brauchle haben Tierpatenschaften Tradition. Roger Brauchle erklärt: „Vor rund 20 Jahren, als unsere Kinder noch klein waren, haben wir erstmals für ein Jahr die Patenschaft für eine Schneeeule in der Wilhelma übernommen. Da uns die Vielfalt des zoologisch-botanischen Gartens so sehr begeistert, standen wir seitdem immer wieder für eine andere Art Pate.“ Utta Brauchle ergänzt: „Ich bin ein großer Katzen-Fan. Darum haben wir uns dieses Jahr für die Servale als Patentiere entschieden.“
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin zeigt sich dankbar: „Wir freuen uns sehr, dass sich die Familie Brauchle schon seit so vielen Jahren mit Tierpatenschaften in der Wilhelma engagiert. Patenschaften sind für uns ein wichtiges Instrument, um unsere Tierhaltung und botanische Konzepte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Jede Patenschaft lenkt den Blick auf eine ganz bestimmte Art – die dadurch generierten Mittel kommen aber den Tieren und Pflanzen der gesamten Wilhelma zugute.“
zum Bild oben:
Dr. Roger Brauchle nimmt sich die Zeit, eines seiner beiden Patentiere aus nächster Nähe zu bewundern.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
Karlsruhe: Start für die Saatgutbibliothek

Auch in diesem Frühjahr heißt es für Pflanzenfreunde wieder: auf zum Start der Saatgutbibliothek in die Stadtbibliothek. Das innovative Projekt, das in Kooperation zwischen der Stadtbibliothek Karlsruhe und der grün-alternativen Hochschulgruppe Karlsruhe (GAHG) ins Leben gerufen wurde, stellt ab sofort kostenlos Saatgut von Gemüse, Kräutern und Blumen zur Ausleihe bereit. Eine Anmeldung oder ein Bibliotheksausweis sind nicht erforderlich. Die Ausgabe erfolgt im ersten Obergeschoss der Stadtbibliothek im neuen Ständehaus.
Das besondere Augenmerk der Saatgutbibliothek liegt auf der Erhaltung alter und lokaler Sorten. Ziel des Projekts ist es, diese vielfältigen Pflanzenarten zu bewahren und ihren Anbau in der Region zu fördern. Um den richtigen Umgang mit dem Saatgut zu gewährleisten, sind alle relevanten Informationen zu den einzelnen Sorten auf den Saatguttütchen per QR-Code sowie online auf der Website der GAHG verfügbar. Hier finden Interessierte detaillierte Steckbriefe der Pflanzen, die sie vor der Aussaat durchlesen sollten, um sicherzustellen, dass die jeweilige Sorte optimal zu den eigenen Anbaubedingungen passt.
Das Ausleihsystem folgt dem Prinzip "Ausleihe – Rückgabe – Erhalt". Damit wird ein nachhaltiger Kreislauf geschaffen, der nicht nur den Erhalt der wertvollen Saatgutsorten sichert, sondern auch dafür sorgt, dass auch im kommenden Jahr wieder ausreichend Saatgut zur Verfügung steht. Nach der Ernte im Herbst sind alle Ausleihenden dazu aufgerufen, das selbstgewonnene Saatgut in die Stadtbibliothek zurückzubringen. Weitere Informationen zum Projekt sowie zur Saatgutbibliothek sind auf der Website der Stadtbibliothek Karlsruhe erhältlich.
Saatgutpaten gesucht
Die GAHG sucht zudem engagierte Saatgutpaten, die bereit sind, das Saatgut unter sorgfältiger Sortenreinhaltung zu vermehren. Das sollten erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner sein, die zuverlässig arbeiten und idealerweise Erfahrung mit der Saatgutgewinnung und Sortenreinhaltung haben. Saatgutpaten spielen eine zentrale Rolle im Erhalt und der Vermehrung wertvoller alter und lokaler Sorten.
Die Mitarbeitenden der Stadtbibliothek freuen sich auf ein weiteres Jahr voller bunter Sorten, die die Gärten der Stadt vielfältig und nachhaltig bereichern werden.
Rekordjahr: Beliebt wie nie
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1.103.824 Besuche im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe 2024
Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe hat 2024 so viele Menschen wie noch nie begrüßen dürfen. Insgesamt konnten 1.103.824 Eintritte gezählt werden. Im bisherigen Rekordjahr 2018 waren es 1.067.502 Besuche. „Diese Steigerung freut uns enorm und zeigt, wir sind als Einrichtung beliebt wie nie“, sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „Wir sind damit eine der wichtigsten Freizeiteinrichtungen Baden-Württembergs. Gleichzeitig können wir an die Gäste unser Leitthema Artenschutz vermitteln und über die Einnahmen aus dem Freiwilligen Artenschutz-Euro zahlreiche Projekte in der Natur fördern – weltweit aber auch vor der Haustüre“, zeigt sich der Zoo-Chef begeistert. Gerade nach den etwas schwierigeren Corona-Jahren zeige die Entwicklung in eine äußerst positive Richtung.
Gute Entwicklung des Tierbestands
„Aufgrund der allgemeinen Preissteigerung waren die mit dem Besucherrekord verbundenen Mehreinnahmen auch notwendig, um die enormen Mehrkosten decken zu können“, berichtet Verwaltungsleiter und stellvertretender Zoodirektor Steffen Karcher. Solche Mehrkosten können nicht durch das reguläre Budget der städtischen Einrichtung gedeckt werden. Reinschmidt freut zudem die ebenfalls sehr gute Entwicklung des Tierbestands. Zum Stichtag des Jahreswechsels waren es 6.521 Tiere verteilt auf 344 Arten. „Damit haben wir weitere 20 Tierarten im Zoo hinzugewonnen. 90 Tierarten des Gesamtbestands werden in Erhaltungszuchtprogrammen der Europäischen Zoovereinigung EAZA geführt. Das zeigt die stetig wachsende Bedeutung der Erhaltungszucht und unseren Beitrag dazu“, betont der Zoodirektor.
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Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe hat 2024 so viele Menschen wie noch nie begrüßen dürfen. Insgesamt konnten 1.103.824 Eintritte gezählt werden.
© Timo Deible, Zoo Karlsruhe
Gefleckter Nachwuchs bei den Quolls
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Die Tüpfelbeutelmarder in der Wilhelma haben Jungtiere
In der Terra Australis, der Australien-Welt in der Wilhelma in Stuttgart, ist wieder einmal eine aufsehenerregende Nachzucht gelungen: Nachdem im Dezember erstmals die Jungtiere der Koalas aus den Beuteln ihrer Mütter schauten, hat sich nun Kindersegen bei einer wenig bekannten Beuteltierart eingestellt: Nämlich bei den Quolls – oder auch Tüpfelbeutelmardern.
Bereits Ende Oktober hat eines der Quoll-Weibchen im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart nach einer Tragzeit von nur 34 Tagen möglicherweise bis zu 30 Jungtiere zur Welt gebracht. Sie waren nackt, blind und gerade einmal so groß wie Reiskörner. Mit der Geburt begann ein erster Überlebenskampf. So hat es die Natur bei Tüpfelbeutelmardern vorgesehen: Das Weibchen verfügt im Beutel über nur sechs Zitzen, an der sich jeweils ein Jungtier festsaugen kann. Die meisten von ihnen sterben daher schon in den ersten Lebensstunden. Ein skurriler Anblick bot sich den zuständigen Tierpflegerinnen und Tierpflegern, als die Sprösslinge der Quolls mehrere Wochen alt waren. Dann waren sie nämlich schon längst viel zu groß für den Beutel der Mutter, wurden aber dennoch ständig umhergetragen. Dafür mussten sie sich mit dem Kopf im Beutel an den mütterlichen Zitzen festsaugen – während der Rest des Körpers unter dem Leib der Mutter hin und her baumelte. Zunächst befanden sich Mutter und Jungtiere hinter den Kulissen. Seit der zweiten Februarwoche kann man sie mit Geduld und guten Augen im Nachttierbereich der Terra Australis beobachten.
Volker Grün, stellvertretender Direktor der Wilhelma und zugleich Kurator in der Terra Australis, ist begeistert: „Die Nachzucht von Quolls ist sehr anspruchsvoll. Darum ist unser Zuchterfolg so wertvoll für das europäische Zuchtprogramm. Die Tiere haben von Natur aus eine sehr niedrige Lebenserwartung. Auch im Zoo werden sie selten älter als sechs Jahre. Hinzu kommt, dass Weibchen, die nicht schon in den ersten Lebensjahren Nachwuchs bekommen, erfahrungsgemäß auch später nicht mehr trächtig werden. Bei uns hat alles auf Anhieb geklappt – der beste Beweis, dass wir ihnen optimale Bedingungen bieten.“
In Zoos sind Quolls eine Rarität: Außer in der Wilhelma werden sie deutschlandweit nur in drei weiteren zoologischen Gärten gehalten. Da die heimlichen Jäger ausschließlich im Schutze der Nacht auf Beutefang gehen, sind sie in der Wilhelma im Nachttierbereich der im Sommer 2023 eröffneten Terra Australis zu sehen. Dort steht die Welt Kopf: Nachts ist es hell, am Tage dafür dunkel. Für die Besucherinnen und Besucher bedeutet das, dass sie sich ausreichend Zeit nehmen sollten, bis sich ihre Augen an das Dämmerlicht in diesem Bereich gewöhnt haben. Dann aber gibt es viel zu sehen: Von Fuchskusus über Kurzkopfgleitbeutler und Rote Rattenkängurus bis zu den Quolls.
Die etwas mehr als mardergroßen Raubbeutler waren ursprünglich im Südosten Australiens und auf Tasmanien weit verbreitet. Heute gilt die Art in ihren letzten Lebensräumen auf Tasmanien und einigen kleineren Inseln als stark gefährdet. Auf dem australischen Festland wurden die sie bereits vor vielen Jahrzehnten aufgrund von Krankheiten und eingeführter Raubtiere wie Hauskatzen und Füchsen sowie Verfolgung durch den Menschen ausgerottet. Punktuell wurde die Art in eingezäunten und fuchs- und katzensicheren sicheren Reservaten wieder angesiedelt.
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Die Quoll-Mutter kurz vor Weihnachten 2024 mit den Jungtieren, damals im Alter von acht Wochen: An den Zitzen festgesaugt wurden sie rund um die Uhr umhergetragen.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
Treffpunkt an den Gruftarkaden auf dem Johannisfriedhof in Nürnberg

Hier sind Albrecht Dürer, Anselm Feuerbach und Deutschlands erster Lokomotivführer bestattet
Dr. Andrea Kluxen, Ortskuratorin Nürnberg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt bei einem Pressetermin am Montag, den 10. Februar 2025 um 14.00 Uhr dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen Fördervertrag in Höhe von 35.000 Euro für die Instandsetzung der Arkaden-Grufthalle auf dem Johannisfriedhof in Nürnberg an Pfarrer Ulrich Willmer. Mit dabei ist Fred Handrischik von Lotto Bayern. Treffpunkt ist direkt an den Gruftarkaden auf dem Friedhof. Der Campo Santo gehört somit zu den über 640 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
Der Friedhof liegt westlich der Nürnberger Stadtmauer im 1825 eingemeindeten Stadtteil St. Johannis. Mitten auf dem Friedhof steht die aus dem 13. Jahrhundert stammende St. Johanniskirche. Der Friedhof zeichnet sich aus durch die historischen und künstlerisch wertvollen Bronzeepitaphien sowie seine kulturgeschichtlich bedeutsamen liegenden Grabsteine und Grablegen der Nürnberger Bevölkerung aus mehr als fünf Jahrhunderten. Bis zur Eröffnung des Centralfriedhofs 1880 und des Südfriedhofs 1913 waren der Johannis- und Rochusfriedhof die Hauptbestattungsplätze der Nürnberger Bevölkerung. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert erfuhr der Johannisfriedhof daher zahlreiche Erweiterungen. Berühmte Personen, die auf dem Johannisfriedhof bestattet sind, sind etwa Albrecht Dürer, Anselm Feuerbach, Hans Sachs, Veit Stoß und William Wilson, der erste Lokomotivführer in Deutschland, der 1835 den Adler zwischen Nürnberg und Fürth fuhr.
Zum Objekt:
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Friedhof nach Süden erweitert. Dieser Teil wird mit einer Grufthalle nach Westen hin begrenzt. Mit 25 neogotischen Spitzbögen ist sie zum Friedhof offen und hat 50 Grüfte. Etwas Besonderes ist der dreigliedrige Wimperg ähnliche Aufsatz. Die aufgehenden Bauteile der Grufthalle sind aus Sandsteinmauerwerk, ein hölzernes Satteldach deckt den Bau. Der heutige Bestand zeigt eine Ziegeleindeckung. Schmückend sind die Bündelpfeiler mit kleinen skulpturalen Kapitellzonen an den Diensten.
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