Grüne Quellen
Sonntag, 11. April 2021 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

Geburtsbäume für Freiburger Kinder gibt es seit fünf Jahren

Geburtsbäume für Freiburger Kinder gibt es seit fünf Jahren
(c) Stadt Freiburg/Patrick Seeger

Bereits 2200 Bäume für Bobbele bestellt

Toni Faber wird reich beschenkt, auch für seine gleichaltrigen Cousine und Cousin steht ein Geschenk bereit. Die Birnbäume „Gute Luise“ und “ Conférence“, sowie ein Apfelbaum „Elstar“ finden im Garten oder auf der Wiese ihrer Familien in St. Georgen einen neuen Platz. Die Übergabe der Bäume ist selbst eine kleine Geburtstagsfeier. Denn seit dem 1. Dezember 2015 gibt es die Aktion „Geburtsbäume für Freiburger Kinder“. Die Bäume für Toni und seine jungen Verwandten wurden deshalb von Christiane Blümle, Geschäftsführerin der Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (fqb), und Bürgermeister Martin Haag an die Familie überreicht.

Bäume für Bobbele – die Idee kommt gut an. In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 2200 Obstbäume an Familien übergeben. Noch bis Ende des Jahres können bereits bestellte Bäumchen abgeholt und neue bestellt werden. Und die Tendenz zeigt, dass sich immer mehr Familien für das Angebot der Stadt entscheiden.

„Die Aktion ist eine tolle Sache, und ein schöner Erfolg, für Familien und für die ganze Stadt. Kinder können über viele Jahre das Wachsen und Gedeihen ihres Baumes erleben. Und gleichzeitig ist jeder Baum ein Beitrag zum Klimaschutz. Liebe Eltern: Pflanzen Sie einen Baum für Ihr Kind und für ganz Freiburg“, so Bürgermeister Haag.

2015 diskutierte der Gemeinderat über Möglichkeiten des Klimaschutzes und über ein Budget, um mehr Bäume zu pflanzen. Auf öffentlichen Flächen sollten in zehn Jahren 570 neue Stadtbäume gepflanzt werden, entschied das Gremium. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass jedes Kind Freiburger Eltern, das ab dem 1. Dezember 2015 geboren wurde, einen Obstbaum von der Stadt erhalten kann. Den Gutschein für den Geburtsbaum bekommen die Eltern automatisch im Begrüßungsumschlag vom Standesamt zusammen mit der Geburtsurkunde zugestellt. Die Eltern wählen aus sechs robusten und ergiebigen Sorten. Zur Wahl stehen die Apfelsorten „Topaz“ und „Elstar“, die Birnensorten „Conférence“ und „Gute Louise“ sowie die Kirschsorten „Büttners Rote Knorpelkirsche“ und „Regina“. Seit 2019 gibt es auch die Möglichkeit, einen Minibaum Kirsche oder Mirabelle für Balkon oder Terrasse zu bekommen. Die Abholung des Baumes erfolgt in der Stadtgärtnerei im März und im November, je nachdem, wann der Baum bestellt wurde.

Die Geburtsbäumchen befinden sich in einem Topf und sollen in den privaten Gärten oder auf dem Balkon gepflanzt werden. Sie sind etwa zwei Meter groß und haben einen Stammumfang von sechs bis acht Zentimeter. Eine detaillierte Informations- und Pflegeanleitung liegt dem besonderen Geschenk bei.

Wie bekommt mein Kind einen Geburtsbaum?
Ein Kind kommt nach dem 1. Dezember 2015 auf die Welt und wird in Freiburg angemeldet
Der Versand mit der Geburtsurkunde vom Standesamt enthält einen Informationsflyer „Geburtsbäume für Freiburger Kinder“ mit dem Bestellschein
Die Familie verfügt über eine private Fläche oder einen Balkon auf dem der Obstbaum wachsen kann
Auswahl und Bestellung eines Geburtsbaumes bei der Stadtgärtnerei bis 31. Januar bzw. bis 30. September
Abholung des Baumes im Laufe der Monate März und November zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtgärtnerei. Wichtig: Es gibt keine besondere Benachrichtigung zur Abholung.
Pflanzung bzw. Aufstellung des Geburtsbaumes im eigenen Garten oder auf dem Balkon

Auf dem Bild oben:
Geburtsbäumchen und (von links) FQB-Geschäftsführerin Christiane Blümle, Sebastian, Toni und Marion Faber sowie Bürgermeister Martin Haag (c) Stadt Freiburg/Patrick Seeger

Mehr







Verschiedenes 

NABU: Europas Meeresschutz hat versagt

Krüger: Europa hat gute Schutzvorschriften für die Meere, doch die Umsetzung ist mangelhaft und wird von den EU-Mitgliedsstaaten vernachlässigt

Berlin, 27.11.2020 – In seinem gestern veröffentlichten Sonderbericht zur Meeresumwelt kritisiert der Europäische Rechnungshof verfehlte Meeresschutzziele und fordert mehr Engagement und Finanzmittel für den Schutz mariner Arten und Lebensräume. Meeresschutzgebiete seien die „Schatzkammern“ der Meere, so der Rechnungshof. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Mit seinem Sonderbericht legt der Europäische Rechnungshof den Finger in die Wunde: Europa hat gute Schutzvorschriften für die Meere, doch die Umsetzung ist mangelhaft und wird von den EU-Mitgliedsstaaten vernachlässigt. Das Ziel, einen guten Zustand der Meere zu erreichen, wurde 2020 krachend verfehlt.“

Der Bericht benennt insbesondere zwei Stellschrauben, deren Relevanz auch der NABU immer wieder betont: Eine bessere, wirkungsvollere Fischereipolitik und der wirksame Schutz in Schutzgebieten.

„In der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU hat sich besonders Artikel 11 nicht bewährt, mit dem gemeinsame Fischereiregulierungen in Meeresschutzgebieten festgelegt werden. Das Verfahren ist zu kompliziert und zu langwierig. Zu häufig werden Schutzmaßnahmen von einzelnen Staaten blockiert. Aus dem Topf des Europäischen Meeres- und Fischereifonds fließen gerade einmal sechs Prozent in Erhaltungsmaßnahmen. Das ist zu wenig, um die Meere zu retten, die Fischerei zu reformieren und Wiederherstellungsmaßnahmen zu fördern“, so Krüger. Der NABU fordert gemeinsam mit seinem Dachverband Birdlife International mindestens 25 Prozent des zukünftigen Meeres- und Fischereifonds für den Naturschutz zu reservieren.

„Bei den Meeresschutzgebieten offenbart der Sonderbericht des Rechnungshofes das Totalversagen der Meerespolitik“, so Krüger weiter. „Sie bieten kaum Schutz für seltene und bedrohte Arten wie Schweinswale oder Seetaucher. Fischerei, Schifffahrt, Rohstoffabbau und Großprojekte wie der Fehmarnbelttunnel – all das ist heute in Schutzgebieten möglich. Die Managementpläne der Schutzgebiete werden von den sogenannten Nutzerressorts, den Landwirtschafts-, Verkehrs- oder Wirtschaftsministerien in Bund und Ländern immer wieder verwässert. Effektive Maßnahmen werden verzögert oder vollständig verhindert. Genau deshalb werden deutsche und europäische Umweltziele verfehlt.“ Helfen könnte laut Krüger der aktuelle Prozess zur Fortschreibung der marinen Raumordnung, der auch in Deutschland läuft und bis Sommer 2021 abgeschlossen werden soll. „Der gute Umweltzustand von Nord- und Ostsee muss das erklärte Ziel der Raumordnung sein. Wir müssen den kumulativen Druck auf die Natur verringern und Flächen aus der Nutzung nehmen. Es ist an der Zeit, dass die Bundesregierung, aber auch die Länder, den Schutz der Meere als gemeinsame Zukunftsaufgabe verstehen. Genau das fordert auch der Bundesrechnungshof“, betont Krüger.

Hintergrund:
Der Meeresschutz in Europa ist insbesondere in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) aus dem Jahr 1992 sowie in der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie von 2008 geregelt. Beide fordern einen guten Zustand unserer Meere, einschließlich ihrer Arten und Lebensräume. Bislang wurden die Ziele der beiden Richtlinien nicht erreicht. In der deutschen Nordsee etwa erreicht nur knapp die Hälfte der nach FFH-Richtlinie geschützten Lebensraumtypen den geforderten günstigen Erhaltungszustand; in der Ostsee ist es kein einziger. Keines der deutschen Meeresschutzgebiete bietet echten Schutz, indem zumindest in Kernzonen jegliche Nutzungen ausgeschlossen sind. Auch das sieht der Europäische Rechnungshof als typisches Defizit. Der aktuelle Prozess zur Neugestaltung der Meeresraumordnung könnte dies jedoch ändern.

Mehr




Veranstaltungen 

EFFEKTE: Extreme Wetterereignisse durch Klimawandel

EFFEKTE: Extreme Wetterereignisse durch Klimawandel
Extreme Wetterlagen: Starkregen © Magali Hauser

Phänomene wie Starkregen oder Hitzetage im Fokus
Interaktive Vorträge beim Wissenschaftsdienstag

Extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Hitzetage treten infolge des Klimawandels immer häufiger auf. Wie sich die Gesellschaft darauf vorbereiten könnte, zeigen am Dienstag, 8. Dezember, eine Theaterexpertin und mehrere Wetterforscher beim sechsten Online-Vortragsabend der EFFEKTE-Wissenschaftsreihe 2020/21. Start der Vorträge ist um 19.30 Uhr auf www.effekte-karlsruhe.de. Im Live Chat stehen die Expertinnen und Experten dem Publikum zur Verfügung. Die EFFEKTE-Vorträge können kostenfrei mitverfolgt werden.

Klimaschutz als Spiel / Wetterforschung transparent und greifbar

Den Start in den Abend macht die Dramaturgin Lena Mallmann vom Badischen Staatstheater mit dem interaktiven Spiel "Casino Global". Dabei errechnen die Zuschauerinnen und Zuschauer ihren gemeinsamen Kohlendioxidausstoß. Durch geschickte Einsätze können sie ihn spielerisch vermindern. Gleichzeitig geht es um die reale Frage, was Menschen an ihrem Verhalten tatsächlich ändern müssen, um für mehr Klimaschutz zu sorgen.

Anschließend machen drei Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in ihren Vorträgen verschiedene Facetten der Wetterforschung transparent und greifbar. Professor Peter Knippertz vom KIT erklärt, wie eine Vorhersage entsteht und wie verlässlich eine Prognose tatsächlich ist. Professor Michael Kunz (KIT) weiß Antworten auf die Fragen, warum massive Gewitter überhaupt entstehen können, wieso sie in bestimmten Gebieten häufiger auftreten und ob der Klimawandel die Intensität und Häufigkeit von Gewittern beeinflusst. Über die Bedeutung von Prognosen mit Blick auf die zur Verfügung stehende Sonnen- und Windenergie, spricht Dr. Christian Grams (KIT). Er klärt auch darüber auf, was mit Ökostrom passiert, wenn keine Sonne scheint und der Wind ausbleibt.

EFFEKTE-Reihe erfolgreich im Netz angekommen

Die ersten fünf digitalen Vortragsabende der EFFEKTE-Reihe, die von Juli bis November stattfanden, haben inzwischen über 1.000 Personen aufgerufen. "Durch das Streaming im sozialen Netzwerk und die Möglichkeit, Wissenschaft auf dem heimischen Sofa zu erleben, konnten wir auch neue Zielgruppen für das Wissenschaftsfestival EFFEKTE erschließen", freut sich auch Clas Meyer, Leiter des Wissenschaftsbüros der Stadt Karlsruhe

Mehr




Verschiedenes 

Neue EU-Offshore-Strategie: Meeresnaturschutz bleibt auf der Strecke

Krüger: Meeres- und Klimaschutz müssen beim Ausbau von Offshore-Windenergie ineinandergreifen

Brüssel, 19.11.2020 – Heute präsentiert die EU-Kommission ihre Strategie für erneuerbare Energien auf See. Der NABU begrüßt die Strategie: Erneuerbare Energien leisten einen wichtigen Beitrag, die Klimaziele zu erreichen. Sorgen bereitet allerdings, dass der Meeresnaturschutz beim Ausbau von Offshore-Windenergie, Wellenkraft und Gezeitenkraft in der neuen Strategie nur ungenügend berücksichtigt wird. Unter dem Stichwort „Mehrfachnutzung von Flächen“ sieht die neue EU-Strategie den Ausbau von Offshore-Windenergieanlagen in Meeresschutzgebieten als unproblematisch an.

„Die EU-Kommission missachtet mit der neuen Offshore-Strategie ihre eigenen Naturschutzziele und die Empfehlungen des Weltklima- und Weltbiodiversitätsrates. Schutzgebiete im Meer sind essentiell für die marine Artenvielfalt und leisten einen wichtigen Beitrag für unser Ökosystem und den Küstenschutz. Sie stärken die Widerstandsfähigkeit der Meere gegen die Klimakrise und dienen als Puffer im Klimasystem, in dem sie einen erheblichen Anteil des Kohlendioxids in der Atmosphäre binden. Damit Meeresschutzgebiete effektiv sein können, müssen sie jedoch frei von Windenergie und Stromnetzen sein. Zonen mit 50 Prozent nutzungsfreier Fläche bieten echte Rückzugsräume für bedrohte Arten und sind der Schlüssel für eine naturverträgliche Energiewende. Bislang haben zu wenige europäische Meeresschutzgebiete ein wirksames Schutzgebietsmanagement zum Schutz von Arten und Lebensräumen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Aktuell befinden sich die europäischen Meere in einem schlechten Zustand. Der massive Ausbau erneuerbare Energien in Schutzgebieten birgt weitere enorme Risiken für Seevögel, Meeressäuger, Fische und die Lebensgemeinschaften des Meeresbodens. „Gut ist, dass die Kommission zusammen mit Mitgliedsstaaten einen gemeinsamen Ansatz für die Kompatibilität von erneuerbaren Energien auf See mit dem Naturschutz und der Wiederherstellung der Natur entwickeln will. Die bereits nachgewiesenen negativen Auswirkungen auf marine Ökosysteme durch erneuerbare Energien auf See werden von der EU-Kommission jedoch kaum beachtet. In der Offshore-Strategie fehlen Hinweise auf das Vorsorge-Prinzip und den ökosystembasierten Ansatz als naturschutzfachliche und -rechtliche Grundlage der marinen Raumordnung. Ausbauziele für einzelne Meeresbecken müssen sich daran orientieren, wie empfindlich das dortige Ökosystem ist und wo die Grenzen seiner Tragfähigkeit liegen. Der zeitgleich von der EU-Kommission veröffentlichte neue Leitfaden zur Entwicklung der Windenergie und Natura 2000 ist ein kleines Trostpflaster. Ein Leitfaden darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir bislang keine naturverträgliche Offshore-Windenergieplanung in Europa haben“, so Verena Bax, Referentin für Offshore-Windenergie beim NABU.

Die Verordnung für transeuropäische Energieinfrastruktur (TEN-E) soll die Langzeit-Offshore-Stromnetzplanung stärker strategisch vorantreiben. Klima- und naturfreundliche Aspekte müssen dafür bereits in den europäischen Zehn-Jahres-Netzentwicklungsplan einfließen. In den verpflichtenden Nachhaltigkeitskriterien der TEN-E-Verordnung müssen naturverträgliche erneuerbare Energien Priorität haben.

Hintergrundinformationen zur Strategie ...

Mehr




Verschiedenes 

Karlsruhe: AfA beseitigt Laub auf öffentlichen Straßen und Wegen

Sicher durch die herbstliche Jahreszeit
Auch Bürgerschaft ist gefragt

Laub soweit das Auge reicht - für Uwe Volk von der Stadtreinigung des Amts für Abfallwirtschaft ist das kein Grund, seinen Humor und die Freude an seiner Arbeit zu verlieren. Im Gegenteil: "Es bereitet mir Freude, die Straßen und Plätze von Karlsruhe sauber zu halten. Ich arbeite gerne an der frischen Luft und auch die positiven Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger motivieren mich", so der 56-jährige Stadtreiniger.

Rund 100 Mitarbeitende sind derzeit bei der Stadtreinigung im Einsatz, um das Laub auf den Straßen und öffentlichen Wegen im Karlsruher Stadtgebiet täglich zu beseitigen. Verschmutzungen können Bürgerinnen und Bürger außerdem über das KA-Feedback melden. Die Beschäftigten gehen diesem Hinweis dann zügig nach.

Um in der herbstlichen Jahreszeit die Sicherheit auf den Straßen und Gehwegen zu gewährleisten, kommt es nicht nur auf die Stadtreinigung, sondern auch auf die verantwortungsvolle Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger an. Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken sind gemäß der Karlsruher Satzung über das Reinigen, Räumen und Bestreuen der Gehwege verpflichtet, die Gehwege sauber zu halten, bei Schneeanhäufungen zu räumen und bei Schnee- oder Eisglätte zu bestreuen. Folglich ist auch Laub zu entfernen.





Verschiedenes 

NABU: Wald-Fördermittel müssen positive Lenkungswirkung haben

Krüger: Steuermittel nicht mit der Gießkanne ausschütten

Berlin, 17.11.2020 – Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat heute die Nachhaltigkeitsprämie für den Wald erlassen, die – ähnlich wie die Flächenprämie für Landwirte – an wenig bis gar keine Bedingungen geknüpft ist. Waldbesitzer sollen demnach insgesamt 500 Millionen Euro Unterstützung für Waldschäden durch Dürre, Stürme und die Vermehrung von Borkenkäfern erhalten. Mal wieder sollen die die, schon viel haben, in diesem Fall Waldfläche, am meisten Zuschüsse vom Steuerzahler bekommen.

„Wir sehen, dass Waldbesitzer durch die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald finanziell betroffen sein können. Doch das Geld, das aus dem Corona-Konjunkturpaket stammt, soll nun mit der Gießkanne verteilt werden. So ist es ein Tropfen auf dem heißen Stein und wird die Situation für den Wald nicht verbessern“, kritisiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Voraussetzung für die Prämie ist der Besitz von mindestens einem Hektar Wald, und die Zertifizierung nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes), FSC (Forest Stewardship Council) oder Naturland. Der Nachweis eines Schadens ist nicht erforderlich. Ebenso wenig müssen die Waldbesitzer belegen, dass sie das Geld für die Verbesserung der ökologischen Funktionalität einsetzen. Vorstellbar wären hier zum Beispiel Maßnahmen, die dazu beitragen Wasser länger im Wald zu halten, wie der Rückbau von Entwässerungsgräben, die Mehrung von Totholz oder eine Verringerung der Befahrung der Waldböden. Auch der vollständige Nutzungsverzicht sollte finanziell unterstützt werden.

„Eine höhere Honorierung für die FSC- und Naturland-Zertifizierung ist absolut gerechtfertigt“, so Krüger weiter. „Das sind die anspruchsvollsten Waldbewirtschaftungsstandards die wir in Deutschland haben und führen zu erheblichem Mehraufwand für Waldbesitzer. PEFC hat hingegen kaum zusätzliche Anforderungen im Vergleich mit den Waldgesetzen und stellt nicht sicher, ob die zertifizierten Waldbesitzer jemals bezüglich der Einhaltung der Standards überprüft werden“.

Die sogenannte Nachhaltigkeitsprämie muss ein Fall für den Bundesrechnungshof werden. Dieser muss prüfen ob durch die nicht vorhandenen Kriterien Steuermittel verschwendet werden.

NABU-Waldexperte Stefan Adler: „Die Dringlichkeit des Waldumbaus ist seit Jahrzehnten bekannt. Waldbesitzer, die mit naturnahen Konzepten ihren Wald bewirtschaften und dadurch gegebenenfalls auf Einnahmen verzichten, werden so gut wie nie finanziell belohnt und gehen jetzt auch noch leer aus, wenn sie nicht zertifiziert sind. Das wäre allerdings der richtige Ansatz, denn der Wald ist viel mehr als ein reiner Holzlieferant“.

Der NABU hat bereits im Sommer 2019 ein 12-Punkte-Papier mit den nötigen Schritten für einen ökologischen Waldumbau vorgelegt ...

Mehr




Verschiedenes 

Bamberger Birnförmige Zwiebel geht an Bord der Slow-Food-Arche

Bamberger Birnförmige Zwiebel geht an Bord der Slow-Food-Arche
Bamberger Birnenförmige Zwiebel (c) Georg Lang

Aromatisch, traditionsreich – stark bedroht

Für den traditionsreichen Bamberger Gartenbau war die Bamberger Birnförmige Zwiebel über Jahrhunderte ein Eckpfeiler. Weil sie mit Neuzüchtungen nicht mehr mithalten konnte, verschwand sie fast. Den Verlust dieses Traditionsgemüses möchte Slow Food Deutschland stoppen – und nimmt die Zwiebelsorte in die Arche des Geschmacks auf.

Einst im Juli schnallten sich Bambergs Gärtner*innen Bretter unter die Schuhe, mit denen sie in ihren Gärten das Grün der Zwiebeln auf den Boden traten. So wurde verhindert, dass die Zwiebeln bereits im zweiten Jahr Samenstände trieben. Über Jahrzehnte ging das so und schuf einen ganz eigenen Spitznamen für die Bamberger: Zwiebeltreter*innen. Dieser wird bis heute leicht spöttisch benutzt, nur das zu Grunde liegende Gemüse ist mittlerweile bedroht. So wie die Jahrhunderte lange Gartenbau-Tradition im Zentrum der fränkischen Stadt immer weiter erblasst, verschwand auch das einst wichtigste Gemüse aus diesen Gärten: Die Zwiebel, in der Stadt traditionell länglich und birnenförmig gezogen.

Allein seit der Jahrtausendwende sank der Anbau des Gemüses um mehr als 75 Prozent. „Dabei ist die birnenförmige Zwiebel sowohl mit der Gartenbau-Tradition als auch mit dem kulinarischen Erbe Bambergs eng verbunden“, sagt Gerhard Schneider-Rose, Leiter der Arche-Kommission von Slow Food Deutschland. „Wenn wir diese einzigartige, charakteristische Sorte erhalten wollen, müssen wir jetzt aktiv für ihre Nutzung werben.“ Deswegen nimmt Slow Food Deutschland die Bamberger Birnförmige Zwiebel in die Arche des Geschmacks auf. Sie ist der 77. Passagier. In der Arche des Geschmacks sammelt Slow Food seit 1996 alte Sorten, Lebensmittel und Zubereitungsarten, die vom Aussterben bedroht sind. Weltweit schützt der Verein so mehr als 5.000 Passagiere. Voraussetzung: Die Sorten sind charakteristisch für die kulinarische oder handwerkliche Tradition einer Region und zumindest in kleinem Umfang noch käuflich erwerbbar.

Das ist auch bei der Bamberger Zwiebel so - noch. Der gewerbliche Anbau geht seit Jahrzehnten stark zurück. Hauptursache ist der Niedergang der "Bamberger Gärtnerey", die die Stadt einst prägte. Von 400 Betrieben Mitte des 19. Jahrhunderts gab es im Jahr 1980 noch 120, im Jahr 2000 15 und in diesem Sommer noch acht. Auch der seit den 1970er Jahren verstärkte Druck, ertragreichere neue Zuchtsorten anzubauen, ließ die Birnförmige ins Hintertreffen geraten. So sank die Anbaufläche allein in den vergangenen zehn Jahren von 1,3 auf 0,8 Hektar. Die Birnförmige ist eben ein echtes Unikat: Sie wächst langsam und ist pflegeaufwändig. Dafür belohnt sie mit feinem Geschmack. Die Schärfe ist spürbar geringer als die anderer gelber Zwiebeln. In der traditionellen Küche des Bamberger Raumes hat die Birnförmige einen Ehrenplatz. Mit rohen Zwiebelringen dieser Sorte wird das „Zwiebelbrot" belegt, eine dick mit Butter bestrichene Scheibe vom „Frankenlaib", dem großen runden Sauerteigbrot. Die Birnförmige adelt auch den Fränkischen Zwiebelkuchen: In Schweineschmalz gedünstete Zwiebelringe werden mit etwas saurer Sahne und ganz wenig Räucherspeckwürfeln auf dünn ausgerollten Sauerbrotteig gelegt und knusprig gebacken.

Heute pflanzen und ernten Gärtner*innen im gesamten nordbayerischen Raum die Zwiebel wieder. Unter anderem Markthändler*innen auf dem Bamberger Wochenmarkt verkaufen sie.

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Bejagung von Wölfen ist keine Hilfe für Weidetierhalter

Schulte: Antrag des Regierungsparteien in Niedersachsen zu Wolf enttäuscht

Berlin/Hannover, 11.11.2020 – Der Niedersächsische Landtag hat heute über den Entschließungsantrag der Regierungsparteien von CDU und SPD beraten, in dem die Aufnahme des Wolfes in das Landesjagdrecht gefordert und ein bundesweites Bestandsmanagement für Wölfe vom Bund verlangt wird.

Ralf Schulte, NABU-Fachbereichsleiter Naturschutz, kommentiert: „Die Regierungsparteien in Niedersachsen enttäuschen mit diesem Antrag, aus dem abzulesen ist, dass in den vielen Jahren Wolfsanwesenheit im Land wohl nichts gelernt wurde. Um Rissen an Weidetieren vorzubeugen, hilft keine Bejagung sondern ausschließlich guter Herdenschutz. Einzelne Wölfe, die diesen Herdenschutz überwinden, können heute schon nach Bundesnaturschutzgesetz entnommen werden. Dafür braucht es keine Aufnahme ins Jagdrecht. Durch die nun zu erwartende Doppelzuständigkeit werden die Abstimmungsprozesse im Falle einer Entnahme sogar noch langwieriger.

Der Entschließungsantrag beinhaltet auch die Forderung nach einer sogenannten „Weidetierprämie“ – ein notwendiges Instrument, um die Weidetierhaltung mit ihren wichtigen Leistungen für Umwelt und Gesellschaft auch abseits vom Thema Wolf in ihrer Existenz zu unterstützen. Der NABU begrüßt dieses Bestreben ausdrücklich. „Umso unverständlicher, dass dieser sinnvolle Punkt von der immer wieder geführten Debatte um Regulierung der Wolfspopulation konterkariert wird. So erweist die Politik der Weidetierhaltung einen Bärendienst“, erklärt Marie Neuwald, NABU-Wolfsexpertin.







Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25