Grüne Quellen
Dienstag, 20. November 2018 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Abend liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

NABU: Heimische Wildtiere trotzen der Kälte

Wie Igel, Insekten, Fische und Vögel mit Minusgraden klarkommen

Berlin – Eisige Luft strömt zurzeit nach Deutschland. Die heimischen Wildtiere trotzen der Kälte in der Regel. Der Mensch kann sie unterstützen, indem er Tiere nicht unnötig stört und für das Frühjahr gute Bedingungen schafft, zum Beispiel mit einem naturnahen Garten und dem Aufhängen von Nistkästen.

„Der Kälteeinbruch ist keine ernste Gefahr für die langfristige Bestandsentwicklung überwinternder Vogelarten oder früh zurückkehrender Zugvögel“, sagt NABU-Vogelexperte Lars Lachmann. Für die Vögel hierzulande sei der Spätwinter zwar die kritischste Phase des Jahres, da leicht zugängliche Nahrung langsam knapp wird. Doch muss man sich um ihre Populationen keine Sorgen machen. „Diese Arten sind seit Jahrtausenden daran angepasst, kalte Winter zu überleben oder Verluste schnell wieder auszugleichen. Bei vielen Arten, verbringt ein Teil der Vögel den Winter bei uns, der Rest zieht weg. Damit ist sichergestellt, dass – egal wie hart der Winter wird – immer eine der beiden Gruppen, die beste Strategie gewählt hat. Der Körper der Vögel ist dank wärmender Daunen und dem dazwischen entstehenden Luftpolster sowie wetterfesten Deckfedern hervorragend gegen Kälte isoliert.“ Vogelarten wie Gartenbaumläufer, Wintergoldhähnchen, Zaunkönig oder Schwanzmeise machen das Naheliegende: Sie kuscheln bei Kälte, indem sie zu Schlafgemeinschaften zusammenrücken. Mehr als die Kälte wären Schnee und Eis für die Vögel gefährlich, weil sie dann größere Schwierigkeiten hätten, Nahrung zu finden.

Auch Wasservögel wie Schwäne und Enten hätten ihre Tricks, um den kalten Winter gut zu überstehen. Dass sie barfuß auf dem Eis laufen, macht ihnen wenig aus, weil ihre Beine und Füße mit einem raffinierten Wärmetauscher ausgestattet sind. Die feinen Blutgefäße liegen sehr dicht beieinander, so dass das warme Blut vom Körper und das kalte Blut von den Füßen sich gegenseitig erwärmt beziehungsweise abkühlt.

Zugvögel, die bereits seit Februar zurückkommen, wie der Star, „Vogel des Jahres 2018“, warten mit der Brutzeit, bis es wärmer wird. Sind die Vögel gerade auf dem Weg, kann es einen Zugstau geben, wenn viele Vögel ihren Zug an der Kaltwettergrenze unterbrechen. „Oder es kommt zum Umkehrzug: die Vögel entscheiden, nochmal in wärmere Regionen zurückzukehren, was bei Kranichen oft der Fall ist“, so Lachmann. Zusätzliches Füttern ist zwar nicht unbedingt notwendig, hilft aber den bei uns ausharrenden Vögeln und macht Spaß, weil sich die Vögel dabei besonders gut beobachten lassen.

„Rehe und Rothirsche, die keinen Winterschlaf halten, sollten nicht unnötig gestört werden. Spaziergänger sollten im Wald auf den Wegen bleiben, um kein Fluchtverhalten und damit Energieverbrauch bei den Tieren zu provozieren“, sagt NABU-Referent für Umweltinformationen Julian Heiermann. Auch sollte jetzt auf den Gartenputz verzichtet werden, da Laub- und Reisighaufen beliebte Wohnungen für Winterschläfer wie Igel und Bilche sind. „Sonst werden Igel gestört, die erwachen und umherirren könnten.“ Bei Höhlen, Bunkern und alten Stollen sollte auf dort überwinternde Fledermäuse Rücksicht genommen werden. „Amphibien, Reptilien und Insekten verweilen bei den aktuellen Temperaturen weiterhin in Kältestarre und warten auf wärmere Tage“, so Heiermann.

Auch Fische lassen es ruhig angehen. „Sie ziehen sich zum Gewässergrund zurück und fallen in eine Form der Winterstarre mit reduziertem Stoffwechsel, wie zum Beispiel Karpfen und viele andere Weißfische. Die Kälteanomalie des Wassers sorgt dafür, dass zumindest etwas tiefere Gewässer nicht zufrieren, sondern sich am Grund eine Temperatur von etwa vier Grad einstellt“, sagt NABU-Meereschutzexperte Kim Detloff. Schleie oder auch Aale graben sich sogar im Schlamm ein.

Mehr







Verschiedenes 

Umweltschützer demonstrieren für mehr EU-Geld zur Rettung der Artenvielfalt

Tschimpke: Mehr als 50 Prozent der nötigen Mittel zum Stopp des Insektensterbens fehlen

Brüssel/Berlin – Umweltschützer haben am vergangenen Freitag beim Auftakt der Verhandlungen zum künftigen EU-Haushalt für mehr Geld zur Rettung der Artenvielfalt demonstriert. In Anspielung an den Film „Das Schweigen der Lämmer“ stellten sie in Brüssel das „Familienfoto“ der EU-Regierungschefs nach – jedem der Spitzenpolitiker lag dabei ein Schmetterling über dem Mund. Hinter der Aktion stehen 130 Organisationen aus der gesamten EU. Sie alle fordern ihre Regierungen auf, künftig konkrete Maßnahmen zum Schutz der Natur – wie sie beispielsweise von Landwirten erbracht werden können – deutlich besser zu fördern.

„Europa verliert in dramatischem Tempo Arten. Dieser Verlust hat mindestens so schwerwiegende Folgen wie der Klimawandel. Das Insektensterben etwa beeinflusst die gesamte Nahrungskette, inklusive unserer Ernährung. Doch die Regierungen und die EU-Kommission ignorieren dieses Problem bislang. Das ist grob fahrlässig“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich des Treffens der 27 Staats- und Regierungschefs zum Mehrjährigen Finanzrahmen der EU nach 2020.

Neuesten Berechnungen des Bundesamtes für Naturschutz zufolge klafft allein in Deutschland eine riesige Finanzierungslücke. Derzeit fehlen weit mehr als 50 Prozent der notwendigen Mittel für den Naturschutz. Allein zur Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien werden in Deutschland jährlich 1,4 Milliarden Euro benötigt – zur Verfügung stehen aber lediglich rund 540 Millionen Euro.

Da der Naturschutz wesentlich von EU-Förderung abhängt, fordert der NABU eine grundlegende Änderung im kommenden EU-Haushalt. Bislang steht nicht nur zu wenig Geld zur Verfügung, die vorhandenen Mittel kommen oft auch nicht dort an, wo sie am meisten für die Natur bewirken würden. Dies bestätigen sowohl die deutschen Bundesländer als auch der Europäische Rechnungshof.

Der NABU fordert daher, die EU-Gelder im kommenden Haushalt in einem neuen EU-Naturschutzfonds zu bündeln. Dieser sollte jährlich 15 Milliarden Euro umfassen und insbesondere Landwirten ein verlässliches und einfach zu beantragendes zusätzliches Einkommen ermöglichen, wenn sie Maßnahmen zum Schutz der Natur ergreifen. „Mit diesem neuen Naturschutzfonds kann die EU wesentlich mehr für Umwelt, Landwirte und die gesamte Gesellschaft erreichen als durch das sogenannte ‘Greening‘ der europäischen Agrarpolitik. Mit 12 Milliarden Euro pro Jahr ist das Greening nicht nur ein bürokratisches Monster geworden, es hat auch nachweislich kaum Effekte für die Natur“, so Tschimpke.

Der NABU begrüßt, dass auch Union und SPD in ihrem neuen Koalitionsvertrag einen EU-Naturschutzfonds fordern. Der NABU appellierte daher an Bundeskanzlerin Merkel, sich schon auf dem diesem Gipfel für dessen Einrichtung im Rahmen der EU-Agrarpolitik stark zu machen.

„Allen Regierungschefs muss klar sein: Naturschutz ist eine verpflichtende Aufgabe für die Zukunft Europas. Jeder Euro, der hier gut investiert wird, rentiert sich in mehrfacher Hinsicht – etwa durch kostenlose Bestäubungsleistungen der Insekten oder sauberes Trinkwasser. Jedes Jahr jedoch, das tatenlos verstreicht, macht die Rechnung für Wirtschaft und Gesellschaft ungleich teurer“, so der NABU-Präsident.

Mehr




Verschiedenes 

Wieder mehr Wintervögel - insgesamt aber rückläufiger Trend

Wieder mehr Wintervögel - insgesamt aber rückläufiger Trend
Sperling / Foto: NABU/Fotonatur

Mit über 136.000 Teilnehmern neuer Rekord bei der Stunde der Wintervögel

Berlin – Nach den sehr niedrigen Zahlen im vergangenen Winter haben sich in diesem Jahr wieder mehr Wintervögel in Deutschlands Gärten und Parks eingefunden. Das hat die gemeinsame Zähl-Aktion von NABU und seinem bayerischen Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV), die Stunde der Wintervögel, ergeben, deren Endergebnis an diesem Montag vorgestellt wurde. Über 136.000 Vogelfreunde haben sich an der Aktion beteiligt und Zählungen aus über 92.000 Gärten übermittelt – ein neuer Rekord. Damit konnte die bisherige Höchstzahl von knapp 125.000 aus dem Vorjahr übertroffen werden.

„Im vergangenen Winter hatten die Teilnehmer 17 Prozent weniger Vögel gemeldet als im Schnitt der Jahre zuvor“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Zum Glück hat sich dieses erschreckende Ergebnis nicht wiederholt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden wieder elf Prozent mehr Vögel gesichtet.“ 2018 wurden rund 38 Vögel pro Garten gemeldet, im vergangenen Jahr waren es nur 34 Vögel. 2011 waren bei der ersten Stunde der Wintervögel aber noch 46 Vögel pro Garten gemeldet worden. „Die höheren Zahlen in diesem Jahr können darum nicht darüber hinwegtäuschen, dass seit Jahren ein kontinuierlicher Abwärtstrend festzustellen ist“, so Miller. „Der Rückgang häufiger Arten ist in vielen europäischen Ländern ein ernstes Problem und zeigt sich offensichtlich auch bei den Wintergästen in unseren Gärten.“ Seit Beginn der Wintervogelzählungen im Jahr 2011 seien die Gesamtzahlen gemeldeter Vögel um 2,5 Prozent pro Jahr zurückgegangen.

„Überlagert wird dieser langjährige Trend jedoch durch die Auswirkungen jährlich unterschiedlicher Witterungs- und Nahrungsverhältnisse“, so NABU-Vogelschutzexperte Marius Adrion. Grundsätzlich kämen in milderen Wintern, wie den letzten beiden, weniger Vögel in die Gärten, da sie auch außerhalb der Siedlungen noch genug Nahrung fänden. Dennoch fehlten im letzten Jahr viele Meisen und waldbewohnende Finkenarten, während sie in diesem Winter wieder in gewohnter Anzahl gesichtet wurden. „Erklären lässt sich dies vermutlich durch das von Jahr zu Jahr sehr unterschiedliche Angebot an Baumsamen in den Wäldern – nicht nur bei uns, sondern auch in den Herkunftsgebieten dieser Vögel in Nord- und Osteuropa. Je weniger Samen, desto größer der Zuzug von Vögeln aus diesen Regionen zu uns und desto eher nehmen diese Vögel naturnahe Gärten und Vogelfütterungen dankbar an“, so Adrion.

In der Rangliste der häufigsten Wintervögel haben sich Kohl- und Blaumeise den zweiten und dritten Platz hinter dem Haussperling zurückerobert.

Hauben- und Tannenmeisen kamen im Vergleich zu 2017 sogar doppelt bis dreimal so häufig in die Gärten. Auch andere typische Waldvögel, wie Kleiber, Gimpel, Buntspecht und Eichelhäher wurden häufiger gemeldet. „Unsere größte Finkenart, der Kernbeißer, wurde besonders oft in Westdeutschland und Thüringen beobachtet“, sagt Adrion.

Entgegen dem insgesamt abnehmenden Trend der Wintervögel konnte bei einigen Vogelarten, die Deutschland im Winter üblicherweise nur teilweise verlassen, ein deutlicher Trend zu vermehrten Überwinterungen in Deutschland festgestellt werden. Bestes Beispiel ist der Star, Vogel des Jahres 2018. Mit 0,81 Individuen pro Garten erzielte er in diesem Jahr mit Abstand sein bestes Ergebnis. Statt wie früher in jedem 25. Garten wird er inzwischen bereits in jedem 13. Garten auch bei der Winterzählung angetroffen. Auch bei den Teilziehern Ringeltaube und Heckenbraunelle zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Diese Arten reagieren damit auf die vermehrten milden Winter, die ihnen eine Überwinterung näher an ihren Brutgebieten ermöglicht.

Der Haussperling konnte auch 2018 seinen Platz als häufigster Gast am Futterhaus verteidigen. Unter den Top Ten der häufigsten Wintervögel hat die Amsel am stärksten verloren. Fast ein Drittel weniger Amseln als im Vorjahr wurden beobachtet. Damit rutschte sie von Platz zwei auf Platz fünf ab. „Ein Grund dafür könnte der für diese Vögel tödliche Usutu-Virus sein, der in den Jahren 2016 und 2017 zu Ausbrüchen in immer mehr Teilen Deutschlands geführt hat“, so Adrion. „Hier wartet der riesige Datenschatz der Stunde der Wintervögel aber noch auf eine genauere Analyse.“

Zur Aktion:

Der NABU und LBV rufen einmal im Jahr zur „Stunde der Wintervögel“ bzw. „Stunde der Gartenvögel“ auf. Es ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion. Die nächste „Stunde der Gartenvögel“ findet von Vatertag bis Muttertag vom 10. bis 13. Mai 2018 statt. Dann werden die heimischen Brutvögel im Siedlungsraum erfasst. Je mehr Menschen an der Aktion teilnehmen, desto genauer werden die Ergebnisse. Die Meldungen werden auf www.stundederwintervoegel.de bzw. www.stunde-der-wintervogel.de (Bayern) bis auf Bundesland- und Landkreisebene ausgewertet.

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Die Natur kommt ins Schwärmen

Frühlingsgefühle wecken und Valentinsgrüße mit Hilfe eines Starenschwarms verschicken

Berlin – Pünktlich zum Valentinstag kann jeder mit dem NABU unter www.NABU.de/starpost ein eigenes Grußvideo für seine Liebsten erstellen. Passend zum Star, Vogel des Jahres 2018 und Schwarmkünstler, formiert sich ein Vogelschwarm täuschend echt zu einem von zehn wählbaren Emojis am Himmel. Das zirka 30 Sekunden lange Video wirkt täuschend echt und erinnert an Aufnahmen von Hobbyfilmern. Fügen Nutzer noch eine persönliche Textbotschaft hinzu, ist die Überraschung perfekt – nicht nur zum Valentinstag.

Bei den Menschen geht es meist romantisch zu bei der Paarbildung, denn Mann und Frau möchten beworben werden. In der Tierwelt ist es etwas anders. Da wird auch beworben, allerdings müssen hier häufig nur die Männchen hart arbeiten – die Balzzeit beginnt.

Ende Februar beginnen die ersten Vögel sich Heim und Partnerin zu suchen. Beim Vogel des Jahres 2018, dem Star, bereitet das Männchen den Nistplatz vor, sobald er einen geeigneten gefunden hat. Er füllt die Baumhöhle mit grobem Nistmaterial wie trockenen Blättern, Halmen oder Wurzelresten. Mit gesträubtem Gefieder und leicht abgespreizten Flügeln sitzt der Jahresvogel dann oft direkt vor dem Loch und macht mit charakteristischen Lauten und Posen seinem Namen alle Ehre. Das ist seine Art ein Weibchen anzulocken. „Die Paarbildung und das Brutverhalten ist beim Star eine ziemlich komplexe ‚Beziehungskiste‘. Einige Stare sind monogam, also nur mit einem Weibchen verpaart. Andere hingegen haben mehrere Vogeldamen gleichzeitig. Da Stare oft zweimal im Jahr brüten, nutzen viele die Gelegenheit nach der ersten Brut den Partner zu wechseln. Dies ist besonders häufig, wenn die erste Brut nicht erfolgreich war“, erklärt NABU-Vogelexperte Eric Neuling.

Vögel sorgen immer wieder für Schlagzeilen, denn sie verlieben sich auch manchmal in weniger potenzielle Partner oder fallen durch aggressives Verhalten auf. Ein Schwan in Münster liebte ein Tretboot, ein Storch in Brandenburg attackierte so lange sein Spiegelbild an einem Auto, bis er damit sogar seinen Konkurrenten vertrieb. Auch Pfaue fallen immer wieder durch ihr aggressives Verhalten auf, wenn sie keine Partnerin finden. „Bei Vögeln, aber auch anderen Tieren, zählt, wer am schnellsten überzeugt. Nur derjenige gibt seine Gene weiter, der dem Weibchen mit Gesangsvielfalt, glänzendem Gefieder oder Futterdarbietung beweist, dass er fit und fortpflanzungsfähig ist. Und das dient letztendlich dem Arterhalt“, so Neuling.

Vögel sind Fluchttiere und haben daher keinen Penis, sondern eine sogenannte Kloake. Das ist eine Öffnung, durch die alles ins Freie kommt: Eier, Samenflüssigkeit, Harn und Kot. „Das Männchen bespringt das Weibchen, beide machen ihre Kloaken frei und drücken sie aufeinander. Die Samenflüssigkeit des Männchens wird bei den meisten Vögeln in die Kloake des Weibchens gepresst. Das ist wenig romantisch, aber sinnvoll, denn Vögel müssen bei Gefahr schnell weg fliegen können“, so Neuling.

Das digitale Grußportal ist zu finden unter www.NABU.de/starpost. Es stehen mehrere Emoji-Motive für unterschiedliche Grußthemen zur Verfügung.

Mehr




Veranstaltungen 

Mehr als bunte Vielfalt auf dem Teller

Mit der "Arche des Geschmacks" en­gagiert sich Slow Food Deutschland für den Erhalt biokultureller Vielfalt

Vielfalt garantiert Abwechslung auf unseren Tellern und es sind die klein- und mittel­ständischen Erzeuger und Lebensmittelhandwerker, die uns diese Vielfalt mit ihrem Wis­sen um traditonelle Anbau- und Verarbeitungsmethoden ermöglichen. Ihr Können gehört zu unserem wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Erbe. Das bewahrt Slow Food Deutschland mit dem Projekt "Arche des Geschmacks" und schützt 66 Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten sowie traditionelle Lebensmittel vor dem Vergessen - ab sofort auch die Erfurter Brunnenkresse und die Hutzeln, Dörrbirnen aus Fatschenbrunn.

Viele Verbraucher wissen nicht mehr um die große Sorten- und Artenvielfalt, die uns hierzulande zur Verfügung steht, vielerorts aber bedroht ist. Das industrielle Lebensmittelsystem hat sie an monotone und künstliche Einheitsgeschmäcker gewöhnt und von jeglichem geschmacklichen Bezug zum Grundnahrungsmittel und dessen Herkunft entwöhnt. Doch die Brunnenkresse aus Erfurt, das Dörrobst aus Fatschenbrunn, die Zwiebel von der Bodensee-Halbinsel Höri oder die Linse der Schwäbischen Alb stammen aus einer Umgebung mit spezifischen geologischen Eigenschaften und sind unter einem regionaltypischen Klima herangewachsen. Das spiegelt sich in ihren Geschmäckern wider.

"Produkte mit echtem regionalem Bezug drohen von unseren Speiseplänen zu verschwinden. Diese Entwicklung möchten wir aufhalten und rückgängig machen. Es mag vielen wie der Tropfen auf den heißen Stein erscheinen, dass wir uns für den Schutz vereinzelter und oftmals nur in einer Region verfügbaren Erzeugnisse stark machen. Aber mit jedem Arche-Passagier machen wir einmal mehr deutlich, was unsere Lebensmittelerzeuger und -handwerker für unseren Gaumen ebenso wie für den Schutz von Tier und Umwelt leisten. Hier liegt das Wissen und Können für eine klimaangepasste Landwirtschaft und das brauchen wir," erklärt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. Slow Food möchte die Arche-Passagiere wieder bekannt machen, damit sie nachgefragt, entsprechend hergestellt und verkauft werden. Auf politischer Ebene fordert der Verein, regionale Verarbeitungsstätten wiederaufzubauen und zu fördern.

Als erste neue Passagiere 2018 nimmt Slow Food Deutschland die Brunnenkresse aus der Erfurter Klinge und die Hutzel von den Baumfeldern in Fatschenbrunn auf. Beide Erzeugnisse erfreuten sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit und waren ein lukratives Geschäft für die lokale Bevölkerung. Nach einem temporären Rückgang ihrer Anbaustätten, ist inzwischen sowohl für die Brunnenkresse als auch für die Hutzeln je eine Anlage in Betrieb. Für ihren Anbau und ihre Verarbeitung sind Wissen, Körpereinsatz, Fingerspitzengefühl und Zeit gefragt.

Ralf Fischer, Betreiber der einzigen Brunnenkresse-Anlage in Erfurt leistet dieses Arbeit gemeinsam mit seiner Frau im Nebenerwerb. Verbraucher können seine Brunnenkresse im Hofladen und in ausgewählten Erfurter Spezialitätenläden kaufen und ihren kräftigen sowie würzigen Geschmack als Salat und Zutat z. B. für Suppen und Omeletts genießen. Besonders im Winter, wenn nur wenig frisches Gemüse regional verfügbar ist, dient sie als Vitaminlieferant. Intensive Aromen, Vitamine und Nährstoffe versprechen auch die Hutzeln. Kenner genießen sie als Beilage zu Braten und als Dessert, Wanderer als schnellen Energielieferanten. Die Birnen stammen aus extensiv bewirtschafteten Baumfeldern, welche die optimale Nutzung begrenzter Anbauflächen in Regionen wie dem Steigerwald ermöglichten. Ihre Blütezeit endete in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit steigender Nachfrage nach standardisierten Trockenfrüchten, billigen Importen aus Übersee sowie dem Einsatz immer größerer Landmaschinen, die die Bäume schädigten. Bis heute stehen in Fatschenbrunn über 30 verschiedene Birnbaumsorten, die eine wichtige Rolle für den Natur- und Kulturtourismus und für den Schutz biokultureller Vielfalt haben. Die Familie Hümmer übt als einzige das Handwerk des traditionellen Obstdörrens noch aus und vertreibt die Hutzeln online. In Kürze wird ein eigener Hofladen eröffnet.

Mehr




Verschiedenes 

Karlsruhe: Extreme Wetterereignisse und ihre Auswirkungen

Karlsruhe: Extreme Wetterereignisse und ihre Auswirkungen
Hagel im Sommer / Foto: Bernhard Müller

Klimaforscher spricht im Exotenhaus des Karlsruher Zoos

Dr. Michael Kunz hält am Donnerstag, 8. Februar, einen Vortrag im Exotenhaus des Karlsruher Zoos zum Thema "Extreme Wetterereignisse und ihre Auswirkung auf die Umwelt".

Stürme mit Böen bis Orkanstärke, schwere Gewitter, Hagel oder Starkregen – extreme Wetterereignisse wie diese treten immer wieder auf. Mit zeitnahen Analysen der Schäden, die damit verbunden sind, beschäftigt sich das "Center for Disaster Management and Risk Reduction Technologie" (CEDIM), eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung des KIT.

"Dabei untersuchen und beziffern Wissenschaftler des KIT aus unterschiedlichen Disziplinen beispielsweise direkte und indirekte Schäden und schauen die Wechselwirkungen zwischen den Naturereignissen und technischen Systemen genau an", erläutert Kunz, Leiter des CEDIM und Professor am Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT. "In der Arbeitsgruppe 'Atmosphärische Risiken' versuchen wir außerdem anhand von Beobachtungsdaten und Daten verschiedener Klimamodelle abzuschätzen, wie sich in den vergangenen Jahrzehnten das Potenzial gerade für schwere Gewitter verändert hat und wie es sich in der Zukunft entwickeln könnte."

Über den Klimawandel, den möglichen Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen, über das Problem der Analyse seltener Extremereignisse und deren Zukunftsprognosen spricht der Klimaforscher bei der Herbst-Winter-Vortragsreihe des Karlsruher Zoos in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Vortragsraum des Exotenhauses. Der Einlass ist ausschließlich über die Ettlinger Straße 4b ab 18 Uhr möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahmekapazität ist aus Platzgründen jedoch begrenzt. Der Eintritt ist kostenfrei, um eine Spende zugunsten der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe wird gebeten.

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Keine Bejagung von Wölfen

Herdenschutz muss oberste Priorität haben

Miller: Die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz gaukelt eine Lösung vor, die keine ist

Berlin – Die Bundestagsfraktion der FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, Wölfe als "jagdbare Tierart" in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen und dies in der Bundestagsdebatte am 1. Februar erneut bestätigt. Dazu erklärt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Die Aufnahme des Wolfs als jagdbare Tierart ins Bundesjagdgesetz gaukelt eine Lösung vor, die keine ist. Nicht die Bejagung, sondern effizienter Herdenschutz sind das A und O für die Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung. Erst im Dezember hat die EU-Kommission erneut bestätigt, dass der strenge Schutzstatus des Wolfes bestehen bleibt. Der günstige Erhaltungszustand ist noch nicht erreicht, auch wenn dies gerne unter anderem von der FDP behauptet wird. Der NABU fordert alle Parteien dazu auf, den gemeinsamen Dialog zu führen und den Herdenschutz als oberste Priorität beim Thema Wolf zu behandeln.

Das Einbeziehen der Jäger in den Dialog zum Wolfsmanagement, wie von der FDP gefordert, ist jedoch sinnvoll und gewünscht. Statt sich allerdings um die Aufnahme ins Jagdrecht zu streiten, sollte der Bundestag sich lieber mit vereinten Kräften für die Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums Herdenschutz einsetzen sowie für die Förderung von Herdenschutz aus Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union. Weidetierhalter müssen endlich für ihre Leistungen angemessen entlohnt werden. Hier ist das Landwirtschaftsministerium in der Pflicht und sollte diese Verantwortung den Weidetierhaltern gegenüber endlich wahrnehmen.“





Verschiedenes 

Freiburg: Neuer Stadtteil Dietenbach

Preisgericht hat vier Entwürfe aus städtebaulichem Wettbewerb ausgesucht

Ausgewählte Entwürfe werden weiterentwickelt, im Herbst 2018 wird dann endgültige Entscheidung über Sieger fallen

Ausstellung der Entwürfe ab Dienstag, 5. Februar

Bürgerforum am Donnerstag, 1. März, 18 Uhr, Bürgerhaus Zähringen

Die Sieger-Entwürfe für die städtebauliche Entwicklung des neuen Stadtteils Dietenbach sind ausgewählt. Gestern tagte den ganzen Tag ein 36-köfpiges Preisgericht und wählte vier Entwürfe aus, die nunmehr gemeinsam mit der Projektgruppe Dietenbach weiter entwickelt werden. Auf einer Pressekonferenz präsentierten heute Oberbürgermeister Dieter Salomon, Bürgermeister Martin Haag und der Vorsitzende des Preisgerichts, der Architekten und Stadtplaner Franz Pesch, die Entwürfe. Die Mitglieder des Gemeinderates werden in der Sitzung des Bauausschusses am 7. Februar informiert.

Die vier Büros sind:

- K 9 Architekten GmbH, Freiburg, mit LATZ+PARTNER Landschaftsarchitektur Stadtplanung, Kranzberg,
- Studio Wessendorf, Berlin, mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH
- Cityförster architecture+urbanism, Hannover, mit Felixx Landscape Architects & Planners, Rotterdam und R+T Ingenieure Verkehrsplanung, Darmstadt
- Hosoya Schaefer Architects, Zürich, mit Agence Ter Landschaftsarchitekten, Karlsruhe/Paris.

Die Öffentlichkeit kann die eingereichten Arbeiten ab Montag, den 5. Februar, 10 Uhr, in zwei Ausstellungsteilen ansehen. Die Preisträgerinnen sind im Raum Roßkopf, im Konferenzbereich im Erdgeschoss des neuen Rathauses im Stühlinger ausgestellt. Die Öffnungszeiten hier sind montags bis donnerstags von 7.30 bis 18 Uhr, freitags von 7.30 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 12.30 Uhr. Die weiteren Beiträge sind im alten Gebäude in der ehemaligen Kantine im Untergeschoss zu sehen, Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 7.30 bis 16.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr. Beide Ausstellungen enden am Donnerstag, den 22. Februar.

Außerdem veranstaltet die Projektgruppe Dietenbach ein Bürgerforum am Donnerstag, den 1. März, von 18 bis 20.30 Uhr im Bürgerhaus Zähringen. Hier werden Bürgermeister Haag, der Leiter der Projektgruppe Dietenbach, Rüdiger Engel, Vertretungen des Preisgerichts und der Büros die Entwürfe vorstellen und erläutern.

Achtundzwanzig Büros aus dem In- und Ausland haben in diesem Wettbewerb Ideen und Konzepte für die städtebauliche Planung, die Freiräume sowie die Verkehrserschließung erarbeitet. Acht der Büros waren direkt um Teilnahme am Wettbewerb angefragt worden, 22 hatte letzten Sommer ein Gremium aus Verwaltung und externen Fachleuten aus den Bewerbungen nach einer europaweiten Auslobung ausgewählt. Zwei Büros davon haben keine Beiträge abgegeben. Grundlage des Wettbewerbs war eine Ausschreibung, in die auch viele Anregungen aus der umfassenden Bürgerbeteiligung mit eingeflossen sind. Die Stadtverwaltung wird jetzt mit den Büros der vom Preisgericht ausgewählten Entwürfe in weitere Verhandlungen treten.

In den nächsten Wochen und Monaten werden die ausgewählten Büros ihre Entwürfe überarbeiten und vertiefen. Dazu gehören auch die Erstellung eines städtebaulichen Entwurfs im größeren Maßstab (1:1.000), der Bau eines Modells sowie die Entwürfe eines Energiekonzepts und eines Mobilitätskonzepts. Die Büros ziehen hierzu Fachexpertinnen und -experten für Verkehrsplanung und Energieberatung hinzu.

Das Verfahren beinhaltet auch ein Kolloquium im April oder Mai 2018. Dabei wird den Büros Rückmeldung gegeben, unter anderem über die Anmerkungen des Preisgerichts und der Vorprüfung. Hier sollen auch die Anregungen aus dem Bürgerforum weiter gegeben werden, damit sie in die Überarbeitung einfließen können.

Die aktualisierten Beiträge werden im Herbst 2018 von einem Beratergremium, das mit dem Preisgericht identisch ist, bewertet und es wird eine Rangfolge festgelegt. Dem folgt dann die Erarbeitung eines städtebaulichen Rahmenplans als Basis für den Bebauungsplan.

Weitere Informationen zum bisherigen Verfahren im Internet ...

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25