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Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Michaela Dalchow "Waldbaden entdecken für Dummies"

Buchtipp: Michaela Dalchow "Waldbaden entdecken für Dummies"

Waldbaden – Eine Kur für Körper, Geist und Seele, nicht nur bei Burn-out und Stress

Einfach mal abschalten – Waldbaden macht es möglich. Wir atmen buchstäblich auf, wenn wir im Wald unterwegs sind. Diese positiven Sinneseindrücke bewusst zu erleben, bietet gerade stressgeplagten Menschen die Möglichkeit, sich zu entspannen und wohlzufühlen. In ihrem Ratgeber „Waldbaden entdecken für Dummies“ zeigt die Gesundheits- und Waldbaden-Expertin Michaela Dalchow, wie man die heilende Wirkung des Waldes für sich nutzt.

Es ist egal zu welcher Jahreszeit, bei welchem Wetter, ob Sie allein oder in einer Gruppe hinausgehen, Waldbaden geht immer, davon ist Michaela Dalchow überzeugt.

Ihr Ratgeber „Waldbaden entdecken für Dummies“ beschreibt ausführlich alle Vorteile, die dieser besondere Aufenthalt in der Natur mit sich bringt. Der Leser lernt die unterschiedlichen Möglichkeiten des Waldbadens kennen und findet zahlreiche Methoden und Übungen, die man selbst praktizieren kann. Zusätzlich gibt Dalchow einen Überblick über das jahreszeitliche Geschehen im Wald, Empfehlungen für Erlebenswertes und Hinweise zur richtigen Ausstattung. Zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Waldbadens im privaten als auch im beruflichen Zusammenhang bietet sie eine Vielzahl neuer Ideen und Inspirationen. Dank ausführlicher Beschreibungen und Tipps kann jeder den Wald für sich neu entdecken und sich so sein ganz individuelles persönliches Wohlfühlarrangement zusammenstellen.

Dalchow über das Waldbaden: „Lassen Sie den Stress und Ihre Sorgen hinter sich und genießen Sie die heilende Wirkung des Waldes. Der Wald fördert nicht nur Ihre Gesundheit und Ihre Zufriedenheit, sondern eröffnet Ihnen auch ganz neue Perspektiven. Außerdem bietet er Ihnen einen Ausgleich zu unserer hektischen digitalen Welt“.

Die Autorin Michaela Dalchow ist als Coach und Mentaltrainerin in der Natur tätig und hat sich zur Wald-Gesundheitstrainerin weitergebildet. Sie bietet Kurse im Waldbaden. Außerdem hält sie Vorträge zum Thema auf Gesundheitstagen bei Unternehmen und bietet es im beruflichen Gesundheitsmanagement an.

Verlag Wiley 2020, 268 Seiten. € 15,00 (D)
ISBN: 978-3-527-71718-7








Verschiedenes 

NABU: Fünf Tipps zum Gärtnern im Klimawandel

Pflanzenauswahl, Gießtechnik und die richtige Bodenbearbeitung sind bei Extremwetter wichtig

Berlin, 16.07.2020 – Wochenlange Hitze, dann plötzlich Starkregen und Sturm – zunehmende Wetterextreme durch den Klimawandel machen das Gärtnern zu einer Herausforderung. Der NABU gibt Tipps, wie Tomaten, Radieschen Stauden und Co. trotz Klima-Stress gedeihen. „Mit der richtigen Bodenpflege und Bepflanzung sowie einer angepassten Bewässerung kann man auch bei Extremwetter eine gute Ernte erzielen und sich an einem blühenden und fruchtbaren Garten freuen“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb.

Tipp 1: Buntes Durcheinander

Auch die Wahl der Pflanzen ist im Nutz- und Ziergarten entscheidend. So überstehen heimische, standortangepasste Wildstauden und Gehölze aus ökologischem Anbau extreme Klimaereignisse besser. Rottleb: „Gemüse sollte in Mischkulturen gepflanzt werden. Sie sind wesentlich robuster als Monokulturen, da sich die verschiedenen Gemüsesorten und Kräuter gegenseitig Vorteile verschaffen und so Trockenheit und zu viel Feuchtigkeit besser standhalten können.“

Tipp 2: Abends gießen und rechen

Wer an heißen Tagen tagsüber gießt, wird feststellen, dass das kühle Nass sehr schnell verdunstet und nur wenig Feuchtigkeit in den Boden eindringt. „Es ist daher viel sinnvoller abends zu gießen“, so Rottleb. „Außerdem sollte der Boden im Gemüsegarten öfter mal fein gerecht werden. Dadurch verdunstet weniger Wasser.“ Gut für Umwelt und Geldbeutel sind Regentonnen und Wasserspeicher, in denen Regenwasser für trockene Zeiten gesammelt wird.

Tipp 3: Mulch und Kompost

Kein Gemüsebeet ohne Mulch: Eine Mulchschicht, zum Beispiel aus Rasenschnitt, hält die Feuchtigkeit in der Erde. „Außerdem sollten man Humus aus dem Komposthaufen in den Boden einbringen“, rät Rottleb, „Er speichert Wasser und gibt es schön langsam wieder ab.“

Tipp 4: Hügel und Senken anlegen

Wer seinen Garten neu anlegt, kann Hecken und eine kleine Hügellandschaft einplanen. Rottleb: „Die Hecken und Hügel halten den Wind ab und in den Senken kann Wasser gut versickern.“ Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert ein Kraterbeet, in dem Gemüse vor Witterungseinflüssen geschützt ist. Mehr dazu unter www.NABU.de/kraterbeet

Tipp 5: Flächen entsiegeln

Ein Garten, der fit für den Klimawandel ist, hat möglichst wenige versiegelte Flächen. „Lieber offenporige Oberflächen wählen – da kann das Wasser besser versickern“, sagt Rottleb. Den Gartenweg also nicht pflastern, sondern lieber mit Holzhackschnitzeln bestreuen. So gelangt das Regenwasser zurück ins Grundwasser.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Selber pflücken auf Streuobstwiesen

Stadt bietet BIO-zertifizierte Früchte zu günstigen Preisen

Das Obst der eigenen Streuobstbäume verkauft die Stadt Karlsruhe kostengünstig an Selbstpflückerinnen und Selbstpflücker. Interessierte haben somit auch ohne eigenen Garten die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu betätigen, gesunde Lebensmittel zu ernten und gleichzeitig zur Förderung heimischer Streuobstbestände beizutragen.

Qualitativ entspricht das Obst höchsten Standards. Die städtischen Streuobstwiesen sind BIO-zertifiziert, das heißt, es dürfen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- oder Düngemittel eingesetzt werden. Zudem ist es in der Regel komplett unbehandelt. Nur in Ausnahmefällen, wenn etwa eine Krankheit den Baum oder sogar den Bestand auf der Streuobstwiese gefährdet, greift das Liegenschaftsamt ein. Selbstverständlich werden auch in diesem Fall nur biologische Mittel eingesetzt.

Angebot, Planung, Ansprechpartner

Neugierig Gewordene sollten ganz einfach überlegen, welche Obstarten sie ernten möchten und wieviel sie verwerten können. Angeboten werden Äpfel, Birnen, Walnüsse, Zwetschgen und Mirabellen. Verwendungsmöglichkeiten gibt es viele. Saft pressen (lassen), Marmeladen und Kompott kochen, Dörrobst für den Winter herstellen oder Kuchen backen, alles ist möglich. Manche alte Sorten sind bis in den Mai oder Juni hinein lagerbar. Mehr als fünf Personen sollten nicht an der Ernteaktion teilnehmen, da die gängigen Abstandsregelungen auch hier eingehalten werden müssen.

Interessierte, die sich überlegt haben, was und wieviel sie ernten möchten, wenden sich am besten an einen der Feldhüter der am nächsten zum eigenen Wohnort verkauft. Mit diesem kann ein Termin und Treffen vor Ort vereinbart werden. Um das Corona-Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, darf zu diesem Termin allerdings nur eine Person kommen. Für die Feldhut zuständig sind Michael Kässinger (0151-29205557) in Daxlanden und Rüppurr, Alexander Kilian (0151- 29205555) in Durlach und Wolfartsweier, Rolf Roser (0151-29205554) in Grötzingen, Georgios Nikodimou (0151-29205552) in Hagsfeld, Robert Cieslik (0151-29205553) in Hohenwettersbach, Wettersbach und Stupferich sowie Manfred Krüger (0151-29205556) in Knielingen. Für allgemeine Rückfragen steht Nele Kemper (0721-1332380) bereit.

Trotz vieler bereits eingegangener Anfragen müssen die beliebten und jedes Jahr Ende August oder Anfang September stattfindenden Obstbaumversteigerungen coronabedingt abgesagt werden.





Verschiedenes 

»Vielfalt schmeckt« am Bodensee: BODAN ist neuer Projektpartner

»Vielfalt schmeckt« am Bodensee: BODAN ist neuer Projektpartner
Rotonda bianca sfumata di rosa (c) ProSpecieRara Deutschland

Freiburg/Überlingen: BODAN ist neuer Verbundpartner von »Vielfalt schmeckt«. Der Öko-Großhändler vom Bodensee möchte zukünftig in seinem Sortiment mehr traditionelle, samenfeste Sorten anbieten. Als Partner in das Projekt »Vielfalt schmeckt« einzusteigen war daher ein logischer Schritt.

Bei dem im März 2017 von ProSpecieRara und Rinklin Naturkost gestarteten Projekt »Vielfalt schmeckt« wird umfangreich über bedrohte Gemüsesorten informiert, um damit zur Rückkehr von seltenen Gemüsesorten in das Sortiment von Bioläden und damit zu deren Erhaltung beizutragen. Dies ist nötig, da viele Gemüsesorten stark bedroht sind und ein Großteil der einstigen Vielfalt an Kulturpflanzen bereits verschwunden ist.

Vielfalt auf dem Acker, im Regal und auf dem Teller

Der Grünkohl ‘Lerchenzunge’, die Paprika ‘Lombardo’ und die Aubergine ‘Rotonda bianca sfumata di rosa’ erweitern in Kürze BODANs Produktpalette. Neben den genannten werden zahlreiche weitere alte Sorten aus ökologischem Landbau über den Bio-Großhändler vermarktet werden. Das Angebot von traditionellen, samenfesten Sorten reiht sich ein in eine Vielzahl von Projekten, in denen sich BODAN für den Erhalt der Artenvielfalt sowie die Unabhängigkeit der ökologischen Landwirtschaft engagiert.
»Wir wollen die traditionellen Sorten nicht nur wegen ihres guten Geschmacks anbieten, sondern auch, um die Ernährung zukünftiger Generationen zu sichern« so Geschäftsführer Sascha Damaschun. »Das genetische Material ist immens wichtig, da hiermit neue Sorten gezüchtet und Anpassungen an den Klimawandel sowie auftretende Krankheiten vorgenommen werden können.«
Bei seinem Vorhaben kann BODAN auf bereits bestehende Strukturen zurückgreifen. Einige der Betriebe aus dem Erzeuger*innen-Netzwerk „WIR Bio Power Bodensee“ bauen schon heute traditionelle, samenfeste Sorten an. Somit bestehen bereits erste Anbauerfahrungen mit diesen Raritäten. Durch den Verkauf über den Öko-Großhandel bekommen die Sorten nun eine ganz andere Reichweite. Bei der Vermarktung wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass Kund*innen Informationen über die unverwechselbaren Eigenheiten der Sorte und über deren mögliche Zubereitung bekommen.

Gemeinsam für Vielfalt

»Viele Menschen wissen kaum, dass es nicht nur bei Kartoffeln, sondern auch bei Kopfsalat oder Kohlrabi zahlreiche verschiedene Sorten gibt. Mit BODAN als Projektpartner haben wir die Möglichkeit, in einer weiteren Region auf das Thema der bedrohten Kulturpflanzen aufmerksam zu machen und zu einem höheren Sortenbewusstsein beizutragen« erläutert Ann-Kathrin Söllner, Projektleiterin bei ProSpecieRara. Daher sind im Rahmen des Projekts neben der Vermarktung auch Veranstaltungen und Verkostungen geplant. Diese finden gegebenenfalls online statt. Alle Termine werden auf der »Vielfalt schmeckt«-Internetseite bekannt gegeben.

Über »Vielfalt schmeckt«

»Vielfalt schmeckt« ist ein gemeinsames Projekt von ProSpecieRara, Rinklin und BODAN für den Erhalt der Kulturpflanzenvielfalt. Ziel ist es, bedrohte traditionelle Gemüsesorten zurück auf die Felder zu bringen und in Bioläden anzubieten, sodass diese durch Nutzung erhalten bleiben. Weitere Informationen finden Sie unter www.vielfaltschmeckt.de.

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Verschiedenes 

Slow Food fordert würdige Bedingungen für Mensch und Tier

Slow Food fordert würdige Bedingungen für Mensch und Tier
Arche Limpburger Rind © Hendrik Haase

Slow Food fordert von der Bundesregierung: Würdige Bedingungen für Mensch und Tier bei der Herstellung von Lebensmitteln

Die Corona-Ausbrüche in den Schlachthöfen offenbaren die Auswüchse unseres Billigfleisch-Systems und Massenkonsums von tierischen Erzeugnissen. Slow Food fordert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Schaffung, Umsetzung und Kontrolle eines umfassenden gesetzlichen Schutzes von Mensch und Tier bei der Herstellung unserer Lebensmittel. Als Konsequenz aus der aktuellen Situation müssen kleine, handwerklich arbeitende Schlachthöfe wieder gefördert werden.

Der Markt für Fleisch ist in Deutschland von viel zu großen Mengen, viel zu niedrigen Preisen und viel zu wenigen, dafür zu großen Unternehmen dominiert. Deren gnadenloser Preiskampf um das Billigfleisch wird auf dem Rücken von Mensch, Tier und Umwelt ausgetragen. Corona führt diese unwürdige, aber politisch geduldete Praxis nun öffentlich vor. Slow Food begrüßt, dass die politisch Verantwortlichen jetzt rechtliche Konsequenzen ankündigen. Zugleich warnt der Verein davor, das bestehende System nur partiell auszubessern statt die Versäumnisse der letzten Jahre zu korrigieren. Handwerklich arbeitende Schlachtbetriebe wurden systematisch eliminiert und die Entfremdung zwischen Mensch und Mensch sowie Mensch und Tier in den Megafabriken institutionalisiert. Für ‚Fairness‘ gegenüber den Menschen, die unsere Lebensmittel erzeugen, ist an diesen Orten kein Platz. Für Slow Food aber spielt ‚Fairness‘ eine essentielle Rolle in der Bewertung von Lebensmitteln und ihren Produktionsbedingungen. Der Verein fordert geschmacklich, gesundheitlich und ökologisch einwandfreie Lebensmittel, die zu fairen Bedingungen für Mensch und Tier erzeugt, weiterverarbeitet, gehandelt und zubereitet werden.

Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Die aktuellen Skandale sind ein erneuter Weckruf, die alten Muster nachhaltig zu überwinden. Statt Mensch und Tier in ein System hineinzupressen, in das sie nicht passen, müssen wir Strukturen fördern, die ihre Bedürfnisse respektieren. Dafür müssen wir bei Haltung, Schlachtung, Handel und Konsum die Größen und Mengen reduzieren. Das erfordert jetzt mehr denn je eine konzertierte und glaubwürdige Strategie der zuständigen Ministerien. Mit zu viel Freiwilligkeit, zu langen Übergangsfristen wie aktuell bei der Kastenstandhaltung, sowie der Idee, Tierwohl ließe sich allein mit marginal höheren Lebensmittelpreisen erreichen, kommen wir nicht ans Ziel.“
Slow Food wird genau verfolgen, was nach der Empörungswelle an Auflagen und Gesetzen tatsächlich verabschiedet wird. Planeten-, Tier- und Menschenwohl mit Wirtschaftlichkeit zu vereinbaren, muss der Maßstab sein. Dazu gehören gute, saubere, faire Arbeits- und Lebensbedingungen für jede*n einzelne*n Arbeiter*in. „Bei Slow Food möchten wir die Menschen, die für unser Essen gearbeitet haben, nicht nur kennen, sondern ihnen auch mit gutem Gewissen in die Augen schauen können. Für mich schließt das mit ein, sicher sein zu können, dass sie fair bezahlt wurden und ihre Arbeit unter Bedingungen verrichten konnten, bei der sie keinen Schaden an Leib und Seele genommen haben. Und das gilt für alle Produktionszweige, nicht nur für Fleisch“, so Hudson entschieden.

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Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Farina Graßmann "Wunderwelt Totholz"

Buchtipp: Farina Graßmann "Wunderwelt Totholz"

Unterwegs im Lebensraum von Waldkauz, Hirschkäfer und Holunderschwamm

Falsch verstandenes Ordnungsdenken, Hunger nach Holz und Angst vor Schädlingen führen dazu, dass Bäume in unseren Wäldern selten alt werden, abgestorbene Bäume und Äste werden entfernt. Dabei ist Totholz mehr als nur totes Holz – es ist einer der wertvollsten und artenreichsten Lebensräume überhaupt. Von unschätzbarem Wert ist gerade in Zeiten des Klimawandels seine Fähigkeit, Wasser und Kohlenstoff zu speichern. Um das Wissen um diesen spannenden Lebensraum zu erweitern, ist im pala-verlag das Buch »Wunderwelt Totholz« von Farina Graßmann erschienen. Mit Blick durch ihre Kamera berichtet die Naturfotografin ebenso einfühlsam wie informativ von heimlichen Totholzbewohnern, Baumhöhlen und Neubeginn. Texte und Fotos bieten Einblicke in eine verborgene Welt und ihre Schönheit. Zugleich sind sie ein Plädoyer für deren Wertschätzung, Respekt und Schutz.
Waldkauz, Fledermaus und Zunderschwamm sind der Autorin auf ihren Streifzügen ebenso begegnet wie Biber, Hirschkäfer und Feuersalamander. Zum tieferen Verständnis der Lebenszusammenhänge finden sich Informationen zu Biotopbäumen oder Urwaldreliktarten. Dazu gibt es Tipps, wie man Totholz und seine Bewohner im Garten und Wald fördern, entdecken und beobachten kann.
Farina Graßmann macht Mut, eingefahrene Wege jetzt zu verlassen, um artenreichen Wäldern eine Zukunft zu geben.

pala-verlag 2020, 160 Seiten, € 19,90
ISBN 978-3-89566-401-4





Verschiedenes 

Zahl des Monats: 1,5 Grad zu warm war das Frühjahr 2020

Auch dieses Jahr ist deutlich wärmer und zu trocken ­/ CO2-Ausstoß muss dringend sinken

Berlin – Auch das Jahr 2020 ist bisher zu warm und trocken. Laut Deutschem Wetterdienst war der Frühling im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990 etwa 1,5 Grad Celsius wärmer. Die Erderhitzung hat sich außerdem beschleunigt, alleine in der letzten Dekade wurde es im Schnitt 0,7 Grad Celsius wärmer.

Gleichzeitig war der Frühling 2020 erneut viel zu trocken. Es wurden nur rund 50 Prozent der längjährigen durchschnittlichen Niederschlagsmenge verzeichnet. Dieser Sommer droht als der dritte in Folge viel zu trocken zu werden.

Diese Zahlen zeigen deutlich, wie dringlich es ist, Maßnahmen gegen die Klimakrise zu ergreifen. Der Treibhausgasausstoß muss weiter sinken und natürliche Kohlenstoffsenken wie Moore, Naturwälder oder Seegraswiesen müssen erhalten bleiben oder renaturiert werden.





Verschiedenes 

Selten so geklappert: Storchenalarm auf dem Mundenhof

Meister Adebar mag den Mundenhof. Auf Freiburgs Tier-Natur-Erlebnispark gibt es aktuell 15 Storchennester mit 15 erfolgreichen Brutpaaren und 33 Jungstörchen. Das macht 2,2 Jungstörche im Durchschnitt.

Das Mundenhof-Traditionspaar, das früher auf dem inzwischen abgerissenen Silo nistete, hat sich in diesem Jahr selber ein Nest auf dem Funkmast gebaut und zieht vier Jungvögel groß. Überhaupt sind die Paare, die seit Jahren auf dem Hof brüten, die fleißigsten Kinderproduzierer. Sie haben in der Regel 3 Jungvögel. Der Mundenhof ist mit 63 Störchen der erfolgreichste Storchenplatz in der Region. Riegel hat 12 Nester, in Reute liegen 14 Nester auf zwei Ortsteile verteilt. In Freiburg gibt es insgesamt 26 Nester; neben den 15 vom Mundenhof sind 11 weitere in den eingemeindeten Ortschaften zu finden.







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