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Veranstaltungen 

„POWERFUL PIONEERS FOR 30 YEARS”

„POWERFUL PIONEERS FOR 30 YEARS”
© Solar Promotion

DIE INTERSOLAR WIRD 30

München/Pforzheim, 15. Juli 2021 – Die Intersolar, die weltweite Leitmesse für die Solarwirtschaft, engagiert sich seit drei Jahrzehnten für eine zukunftsfähige Energieversorgung und feiert in diesem Jahr ihr 30. Jubiläum. Gestartet als lokale Ausstellung „Solar ´91“ hat sich die Intersolar zur wichtigsten Branchenplattform der Solarwirtschaft entwickelt. Die Fachmesse bringt die Vordenker und Innovatoren der Solarbranche zusammen und ist seit 2018 Teil der Innovationspattform The smarter E Europe. In diesem Jahr findet die Fachmesse pandemiebedingt in einem kompakten Format als Intersolar Europe Restart 2021 vom 6. bis 8. Oktober 2021 auf der Messe München statt.

Die Solar Promotion GmbH, ihre Tochtergesellschaften Solar Promotion International GmbH und Conexio-PSE GmbH sowie die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) veranstalten weltweit Messen und Konferenzen für die neue Energiewelt – sowohl für die Bereiche erneuerbare Energien, Energiespeicher, energieeffiziente Gebäude und Quartiere, Ladeinfrastruktur und Elektromobilität. Die Veranstalter öffnen Märkte, fördern den Wissensaustausch und bieten eine globale Bühne für Innovationen. Ihre Vision: eine erneuerbare, dezentrale, digitale und rund um die Uhr verfügbare Energieversorgung. Ihre zentrale Plattform: The smarter E, deren Keimzelle und integraler Bestandteil die Intersolar ist.

Von der lokalen Ausstellung zum Impulsgeber der Branche
Ihren Anfang nahm die Intersolar Europe vor 30 Jahren in Pforzheim. „Als Student haben meine Mitstreiter und ich die Ausstellung ‚Solar´91‘ organisiert. Schon damals trieb uns die Vision einer solaren Zukunft und einer umweltfreundlicheren Energieversorgung an“, sagt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH. Fünf Solarfirmen präsentierten 1991 ihre Produkte. Elsässer: „Als Initiator der Veranstaltung war mir klar: Für eine zukunftsfähige Energieversorgung muss die Solarenergie an Bedeutung gewinnen. Dieses Ziel haben wir seither unbeirrt und erfolgreich verfolgt und mit der Intersolar eine internationale Bühne für die Solarbranche entwickelt.“ Von Anfang an setzte sich die Solar Promotion GmbH mit Verbänden, Forschungsinstituten und weiteren Partnern dafür ein, dass die Vision einer solaren Zukunft Wirklichkeit wird. Sie engagierte sich für die kostendeckende Vergütung von Solarstrom, für das 100.000-Dächer-Programm (1999 bis 2003) und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG, ab 2000). Die Kooperationen und das Engagement legten Grundsteine für die Erfolgsgeschichte: Die Intersolar ist mehr als eine Messe – sie ist Innovator, Impulsgeber und Katalysator sowie in der Branche stark vernetzt.

Von Pforzheim über Freiburg nach München und in die Welt
In drei Jahrzehnten ist die Zahl der Aussteller und Besucher kontinuierlich gewachsen. Bereits zur Jahrtausendwende wurde das CongressCentrum Pforzheim zu klein. Die Messe zog nach Freiburg, stärkte ihre internationale Ausrichtung, änderte ihren Namen in Intersolar und hat seitdem mit der FWTM – neben der Solar Promotion GmbH – einen zweiten Veranstalter. „Seit 2000 treiben wir als Partner die Entwicklung der Intersolar voran“, ergänzt Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der FWTM.

Seit 2008 ist der Bundesverband der Solarwirtschaft Exklusivpartner der Intersolar Europe.
Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Jedes Jahr bieten wir ein vielschichtiges Programm auf der Intersolar Europe an: Wir vermitteln Fachwissen in Workshops und an unserem Messestand, fördern das Matchmaking zwischen Investoren und unseren Mitgliedsunternehmen und betreuen internationale Delegationen. Keine andere Branchenplattform eignet sich dafür so gut wie Intersolar. Die Intersolar ist eine Institution in der Branche, wir gratulieren der Fachmesse zum 30. Jubiläum. Wir freuen uns auf die Intersolar Europe Restart 2021 im Oktober und auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Von der Branchen-Messe zur Innovationsplattform für die neue Energiewelt
Doch Solarstrom ist nur ein Aspekt der Energiewende und darf nicht isoliert betrachtet werden. Vielmehr geht es inzwischen um integrierte Lösungen, die eine Vollversorgung mit erneuerbarer Energie rund um die Uhr das ganze Jahr lang möglich machen. Folgerichtig hat sich die Intersolar Europe 2014 mit der ees Europe (Europas größter und internationalster Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme) verbunden, um Technologien, Produkte und Innovationen aus den Bereichen Erzeugung und Speicherung von erneuerbarer Energie unter einem Dach zu präsentieren. In einem weiteren Schritt wurde die Innovationsplattform The smarter E Europe und damit eine Plattform für die gesamte neue Energiewelt geschaffen: The smarter E Europe vereinte 2018 erstmals vier Energiefachmessen für erneuerbare und intelligente Energielösungen – die Intersolar Europe, die ees Europe, die Power2Drive Europe (internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität) und die EM-Power Europe (internationale Fachmesse für Energiemanagement und vernetzte Energielösungen). Mit der thematischen Erweiterung, der Vernetzung der Branchen und Sektoren und der Entwicklung der Plattform für die neue Energiewelt trafen die Veranstalter wieder einmal den Nerv der Zeit und waren Innovator und Vordenker der Branche.

Die Erfahrungen in der Erneuerbaren-Energien-Branche haben die Solar Promotion GmbH und die FWTM zu führenden Messe- und Konferenzveranstalter und darüber hinaus zum Impulsgeber für die neue Energiewelt gemacht. In Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen und Verbänden veröffentlichen sie Studien und Experteninterviews. In der Reihe „The smarter E goes digital“ organisieren sie seit 2020 Online-Events, Webinare und Podcasts mit Spezialisten aus Wirtschaft, Forschung und Verbänden. Zudem werden innovative Geschäftsideen ausgezeichnet: Mit dem The smarter E, dem Intersolar und dem ees AWARD würdigen die Veranstalter Unternehmen, die die Energiewelt von morgen prägen, sowie mit dem Energiewende Award die besten Energieversorger der DACH-Region.

Intersolar Europe Restart 2021: Akteure knüpfen Kontakte und tauschen sich aus
Die Innovationsplattform und die Fachmesse Intersolar präsentieren auch in diesem Jahr innovative Produkte und Geschäftsmodelle. Hier erleben Aussteller, Besucher und Konferenzteilnehmer konkret und unmittelbar, dass die neue Energiewelt möglich ist. Sie werden ermutigt und in die Lage versetzt, Ideen, Produkte und Lösungen beschleunigt in den Markt zu führen und die Energiewelt von morgen voranzutreiben. Orientierung dabei gibt der Verband SolarPower Europe: Er stellt mit dem aktuellen „Global Market Outlook“ den maßgeblichen Marktanalysebericht für den weltweiten Solarsektor vor. Vorstandsvorsitzende Walburga Hemetsberger: "Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr unseren Global Market Outlook als Partner der Intersolar vorstellen zu können. Mit ihrer internationalen Reichweite bietet die Intersolar den Akteuren des Solarsektors den bestmöglichen Rahmen, neue Solarideen zu präsentieren, sich zu vernetzen und auszutauschen. Daher wünschen wir der Intersolar von Herzen alles Gute zum 30. Geburtstag. Wir freuen uns schon auf
die Kooperation in den nächsten 30 Jahren.”

Die Intersolar Europe findet in diesem Jahr vom 06. bis 08. Oktober als Intersolar Europe Restart 2021 auf der Messe München im Rahmen von The smarter E Europe Restart 2021 statt. Während des zuletzt geplanten Veranstaltungszeitraums, vom 21. bis 23. Juli 2021, finden die The smarter E Industry Days inklusive der Preisverleihung für den The smarter E AWARD, Intersolar AWARD und ees AWARD 2021 digital statt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.intersolar.de
www.TheSmarterE.de

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Veranstaltungen 

„Klima schützen – Kohle stoppen – Dörfer retten“

Breites Bündnis ruft zur Menschenkette am Tagebau Garzweiler auf

Verden/Düsseldorf, Juli 2021. Im Vorfeld der Bundestagswahl ruft ein Bündnis aus Umweltverbänden, Naturschutzorganisationen und Tagebaubetroffenen zu einer Demonstration für den Stopp des Braunkohleabbaus im Rheinland auf. Am Tagebau Garzweiler soll am 7. August eine vier Kilometer lange Menschenkette die von der Zerstörung bedrohten Dörfer Lützerath und Keyenberg verbinden. Organisiert wird die Menschenkette von den Initiativen und Verbänden Alle Dörfer bleiben, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Campact, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland und NaturFreunde Deutschlands.

„NRW-Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hält unbeirrt an dem Klimakiller Kohle fest und heizt die Klimakrise so weiter an. Noch immer will er den RWE-Konzern ganze Dörfer für die riesigen Braunkohletagebaue abbaggern lassen. Gegen diesen Irrsinn gehen wir auf die Straße“, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf. Deutschland trage eine historische Verantwortung an der Klimakrise. Doch sowohl CDU/CSU als auch die SPD wollten den Klimakiller Kohle noch bis 2038 verfeuern. „Die Bundesregierung versagt beim Klimaschutz. Auch nach dem historischen Urteil des Bundesverfassungsgerichts weigert sich die GroKo, wirksame Klimaschutz-Maßnahmen zu beschließen, um das 1,5-Grad-Limit einzuhalten. So wird die junge Generation ihrer Freiheitsrechte beraubt.“

Die geplante Menschenkette markiert nach Angaben des Demo-Trägerkreises die maximal tolerierbare Grenze des Braunkohleabbaus, wenn Deutschland seinen Beitrag zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze leisten will. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dürften im Tagebau Garzweiler nur noch etwa 70 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert werden, um das Klimalimit einzuhalten. Stattdessen aber plant der Energiekonzern RWE noch den Abbau von bis zu 600 Millionen Tonnen allein aus dem Tagebau Garzweiler. Dafür müssten die Dörfer Lützerath, Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich sowie Berverath zerstört werden.

Mit der Demonstration wollen die Organisationen ein deutliches Signal an die neue Bundesregierung senden. Sie fordern einen Kohleausstieg bis spätestens 2030 und den Stopp der weiteren Zerstörung von Natur, Landschaft und Dörfern für die Braunkohle. Die Zwangsumsiedlungen müssen gestoppt werden. Stattdessen muss die Regierung den Ausbau der Energieerzeugung aus Wind und Sonne massiv vorantreiben. Bis 2035 müssen naturverträgliche erneuerbare Energien 100 Prozent unseres Strombedarfs decken.

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NABU zur EU-Waldstrategie: Bei Klimaschutz gestartet, bei Wirtschaft gelandet

Krüger: Deutschland und andere Nationalstaaten machen guten Vorschlag der EU-Kommission zum Papiertiger

Berlin/Brüssel, 14.7.21 – Die EU-Kommission hat heute die EU-Waldstrategie als Teil des European Green Deals veröffentlicht.

Hierzu kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Angesichts der aktuellen Starkregen- und Unwetter-Ereignisse wird uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig gesunde Wälder sind. Sie haben als Ökosysteme für den Klimaschutz und die Biodiversität elementare Bedeutung. Schauen wir auf die jetzt vorgelegte EU-Waldstrategie, dann fällt vor allem ein Muster auf: Wieder einmal ist ein guter Entwurf der EU-Kommission in den Verhandlungen der Mitgliedsstaaten und vor allem durch den Einfluss des deutschen Landwirtschaftsministeriums deutlich abgeschwächt worden. Mit dieser Haltung ist der European Green Deal zum Scheitern verurteilt. Wachstumsoriente Wirtschaft ohne gesunde Natur wird auf Dauer nicht funktionieren. Als Gemeinschaft müssen wir die Ressourcenfrage ehrlicher beantworten, als das aktuell geschieht.“

Raphael Weyland, NABU EU-Experte ergänzt: „Für die Nutzung und Bewirtschaftung von Wäldern hat die EU-Kommission ursprünglich angekündigt, gemeinsam mit den verschiedenen Interessengruppen verbindliche Nachhaltigkeits-Kriterien zu erarbeiten. Nach der Intervention, unter anderem durch die Forstlobby und das deutsche Landwirtschaftsministerium, steht davon im aktuellenText leider nichts mehr. Es fehlt auch der Hinweis auf schädliche Kahlschläge. Die Mitgliedstaaten wollen alleine bestimmen, welche Nutzungsmengen nachhaltig sind und sich auf EU-Ebene höchstens freiwillig koordinieren. Durch die fehlenden Nachhaltigkeits-Vorgaben und die unveränderte Einstufung von Waldbiomasse als Erneuerbare Energie im „Fit for 55-Paket“ droht ein Verheizen vieler intakter Wälder Europas für die Energiegewinnung - mit gravierenden Folgen für Biodiversität und Klima.“

Nach Wunsch des NABU sollten die noch in der Strategie enthaltenen guten Schutzgebiets-Vorgaben für Wälder künftig zudem gesamtplanerisch in Deutschland umgesetzt und hierfür auch das Umweltressort gleichberechtigt eingebunden werden.

NABU-Kernforderung für die Renaturierung von Ökosystemen wie Wälder und Moore: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/gesellschaft-und-politik/deutschland/wahl2021/29930.html

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Verschiedenes 

NABU zu „Fit for 55“: Paket mit Licht und Schatten

Krüger: Die angestrebte Treibhausgasreduktion wird so nicht erreicht

Berlin, 14.7.21 – Die EU-Kommission will die Treibhausgasemissionen bis 2030 EU-weit um mindestens 55 Prozent reduzieren. Dafür hat sie heute ein Gesetzespaket zur Umsetzung, das „Fit for 55-Paket“ vorgelegt.

Teil des Pakets ist die neue Energieeffizienzdirektive. Sie zeigt in die richtige Richtung und legt verbindliche Minderungsziele in Europa fest.
Die EU-Kommission hat mit dem Vorschlag erfreulicherweise einen starken Fokus auf den Verkehrssektor gelegt. So verschärfte sie die CO2-Flottengrenzwerte und legt sogar für 2035 ein Ausstiegsdatum für Pkw mit Verbrennungsmotoren fest. Zudem wird endlich die Schifffahrt in den Emissionshandel einbezogen. Gleichzeitig lassen allerdings die Vorgaben für marine Kraftstoffe einen regelrechten Boom von problematischen Biokraftstoffen und fossilem Flüssiggas befürchten.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger merkt an: „Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verglich die Klimaneutralität der EU bis 2050 mit der Schwierigkeit einer Mondlandung. Dem Anspruch wird das vorliegende Paket noch nicht gerecht. Die geplanten Reformen des bestehenden Emissionshandels sind dringend notwendig, gehen aber nicht weit genug – wieder einmal. Der kommende neue Emissionshandel für die Sektoren Wärme und Verkehr darf keinesfalls dazu führen, dass die Sektorziele oder bewährte Instrumente aufgeweicht werden, denn das würde Rückschritt bedeuten. Höchstproblematisch ist auch, dass in der Erneuerbaren Energien Richtlinie die Holzverbrennung zur Stromerzeugung gefördert wird. Das ist weder CO2-neutral noch nachhaltig und droht unsere Wälder noch mehr zu belasten.“

Eine echte Neuerung ist der Einbezug der Landnutzung beim Klimaschutz. „Intakte Wälder, Meere und Moore sowie gesunde Ökosysteme insgesamt sind die wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen die Klima- und Artenkrise. Aber um auch die Senkenleistungen von landwirtschaftlich genutzten Böden dauerhaft sicherzustellen, ist die Transformation zu einer nachhaltigen Landwirtschaft notwendige Voraussetzung. Solange die EU keine entschlossenen Schritte zur Anpassung der Nutztierbestände und zur Wiederherstellung stabiler Wälder macht und so lange sie eine äußerst kreative Buchhaltung im Bereich Landnutzung und Klimaschutz zulässt, so lange werden wir an unseren Klimazielen scheitern.“ so Krüger weiter.

„Dieses umfassende Gesetzespaket muss die EU nicht nur fit für 55 Prozent Treibhausgasminderungen, sondern für eine Begrenzung der Erderhitzung auf maximal 1,5 Grad Celsius machen. Noch längst ist nicht in allen Dossiers sichtbar, wie das genau gehen soll und schon jetzt ist klar, dass Nachbesserungen notwendig sein werden. Deshalb muss sich die kommende Bundesregierung in Brüssel für den Kampf gegen die Klima- und Artenkrise einsetzen um aus „Fit for 55“ ein „Fit for 1.5°C“-Paket werden zu lassen. Umso wichtiger ist es, bei der kommenden Wahl am 26. September die Stimme für den Klima- und Artenschutz abzugeben,“ so NABU-Klimaexperte Sebastian Scholz.

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Karlsruhe: Offene Pforte - Ländlicher Charme und alte Höfe

Karlsruhe: Offene Pforte - Ländlicher Charme und alte Höfe
Offene Pforte 2021: Amthausstraße 22 © Gartenbauamt

Drei Privatgärten in Durlach und Grünwettersbach zu besichtigen

Drei geheime Gärten gibt es bei den dieswöchigen Terminen der Offenen Pforte wieder zu entdecken. Die Aktion des Gartenbauamts nach englischem Vorbild, wobei Karlsruher Privatgärten in den Sommermonaten zu bestimmten Zeiten ihre Tore für Besucherinnen und Besucher öffnen, wartet am kommenden Wochenende mit Terminen im Osten und Süden der Stadt auf.

Versteckte Idylle in Durlach
Kaum würde man vermuten, dass sich in der dichtbebauten Durlacher Altstadt eine derart grüne Oase verbirgt. Am Samstag, 17. Juli, können sich Gartenfreunde zwischen 13 und 18 Uhr selbst davon überzeugen. Eine Durchfahrt führt in den großen Innenhof der ehemaligen Scheunen, an deren Mauern sich Weinreben und Clematis ranken. Bäume und Sträucher wie Zierapfel, Trompetenbaum und Holunder bilden über den Terrassen der angrenzenden Wohnungen ein schützendes Dach.

Landlust mit Spalierobst und Hühnerhaus
Nicht nur Zier- und Nutz-, sondern auch ein Spielgarten sollte es sein und so ist im Grünwettersbacher Garten der Adresse Zur Ziegelhütte 6 ein privater Freiraum mit ländlichem Charme, aber auch viel Bewegungsfreiheit entstanden. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, am Sonntag, 18. Juli, von 11 bis 17 Uhr die großzügige Gartenanlage hinter den alten Scheunengebäuden zu bewundern. Obstspaliere, Wein und Kletterrosen grenzen den Gemüsegarten und ein Hühnerhaus mit Auslauf locker von der Rasenfläche ab.

Blütenmeer im Privatgarten
Wie ein grünes Band schmiegt sich der Garten an das Wohnhaus in der Tübinger Straße 2 und zieht durch seine prächtigen Hortensien, Stauden und Sommerblumen die Blicke von naturbegeisterten Gästen auf sich. Ein kleines Gewächshaus im viktorianischen Stil und künstlerische Elemente aus Metall fügen sich harmonisch in die Pflanzenvielfalt ein. Am Sonntag, 18. Juli, von 12 bis 18 Uhr, sowie ausschließlich nach telefonischer Vereinbarung vom 19. bis 31. Juli, steht der private Freiraum in Grünwettersbach für Besuche offen.

Nur mit telefonischer Voranmeldung zu besuchen
Drei Gärten sind in der diesjährigen Ausgabe der Offenen Pforte erst nach telefonischer Vereinbarung im Vorfeld zu besuchen. Eine gesonderte Pressemeldung stellt sie näher vor.

Für die Gartenbesuche gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften, sprich ein Mindestabstand von eineinhalb Metern. Etwaige Sonderregelungen für separate Wegenutzungen sind zu beachten. Die teilnehmenden Gärten sind dazu angehalten, gemäß der aktuell geltenden Corona-Verordnung gegebenfalls die Besucherzahl zu beschränken. Weiterhin werden Besucherinnen und Besucher gebeten, zur Nachverfolgung von Infektionswegen ihre Kontaktdaten zu hinterlassen.

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Karlsruhe: Wozu der Körper Flüssigkeit braucht

Online-Vortrag am 23. Juli informiert über gesundes Trinkverhalten

Mit einer Veranstaltung zum gesunden Trinken setzen Seniorenbüro und Pflegestützpunkt ihre Online-Vortragsreihe fort. Am Freitag, 23. Juli, um 16 Uhr informiert Ernährungsberaterin Petra Kipp, was und wie viel man trinken sollte, um gesund zu bleiben.

Ältere Menschen verlieren das Durstgefühl und merken so nicht, wenn sie zu wenig getrunken haben. Das kann vielfältige gesundheitliche Einschränkungen mit sich bringen. Interessierte erfahren, wozu der Körper Flüssigkeit braucht und wie man sich gesundes Trinkverhalten angewöhnen kann. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos, Anmeldungen sind unter www.karlsruhe.de/senioren möglich.

Gesundes Verhalten bei Hitze ist ein Thema der Grünen Stadt Karlsruhe.

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Freiburger Riesen-Neubaustadteil Dietenbach und das Urteil des VGH Ba-Wü

Fehlurteil erkennbar - seltsame mündliche Verhandlung -
Neubaustadtteil weiterhin ungesichert

Für sehr bedauerlich und im Tenor falsch hält Dr. Georg Löser, Vorsitzender des gemeinnützigen Freiburger Vereins ECOtrinova e.V., in einer ersten Stellungnahme des Vereins das Urteil des VGH Baden-Württemberg pro Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Neubaustadtteil Dietenbach in Freiburg i.Br.. Bei der mündlichen Verhandlung in Mannheim am 6. Juli 2021 war er als Besucher im Gerichtssaal dabei. Er stellt dazu mehrere ungewöhnliche Besonderheiten fest:

Das Gericht erklärte eingangs, der Berichterstatter des Senats sei wegen Erkrankung ausgefallen. Die Vorsitzende nahm diese Aufgabe selber als Ersatzperson wahr. Der Berichterstatter ist dasjenige Senatsmitglied, das möglichst alle Akten, dem Vernehmen nach 35 Ordner, kennen sollte, die umfangreichen Schriftsätze der Parteien analysiert, die Verhandlung vorbereitet und berichtet. Vertreten lassen mußte sich ausgerechnet auch der Chef der Anwaltskanzlei der Kläger. Das Gericht bemühte sich zwar mit einem etwa 4-stündigen Rechtsgespräch mit den beiden Parteien um die Klärung einer Reihe rechtlich wichtiger offener Fragen, von denen mehrere am 6. Juli offen blieben und die das Gericht dann allein weiter klären wollte. Weil die von Landeigentümern beklagte Stadt Freiburg i.Br. mit 4 Sprechern erschien, nahm sie den Löwenanteil der Redezeit in Anspruch. Das Gericht vertrödelte zudem Zeit, indem ein älterer Richter sich mit der Stadt darüber nett unterhielt, warum er früher als junger Mensch nach Freiburg ging oder nicht.

Es wurde, so Löser, mindestens ein sehr wichtiger Punkt vom Gericht offenbar gar nicht ausreichend vorgeklärt. Das Gericht hatte Zweifel am Bedarf für den Neubaustadtteil und wollte zu Recht wissen, ob denn in späteren Jahren etwa nach 2030 oder 2035 überhaupt noch Bedarf bestehe, da Dietenbach laut Stadt nach und nach bis 2042 errichtet werden solle. Die Bevölkerungsvorschau des Statistischen Landesamts zeigt nämlich für Freiburg für 2017-2035 nach Mitte der 2020er Jahre praktisch kein oder nur sehr geringes Wachstum auf. Damit wäre der Neubaustadtteil auf der "grünen Wiese" nicht gerechtfertigt. Das Gericht schien damit zufrieden zu sein, dass die Stadt erklärte, die Untersuchung des Landesamts sei erst 2019 veröffentlicht worden. Damit wäre das ohne Belang für den beklagten Satzung-Beschluss vom 24.7.2018, welcher der rechtlich maßgebliche Zeitpunkt ist. Aber:

Es verwundert sehr, dass das Gericht und die Beteiligten dazu vergaßen, das für 2014-2035 eine Vorausschau des Landesamts besteht, die offenbar vor 2018 veröffentlicht wurde, also für das Urteil relevant ist und die kein Bevölkerungswachstum Freiburgs nach Mitte der 2020er aufzeigt. Diese Vorschau ist in einer ausführlichen Rüge nach § 215 Baugesetzbuch enthalten, die ECOtrinova e.V., NABU Freiburg e.V. und einige Freiburger Bürger an die Stadt Freiburg Mitte 2019 einreichten. Das Gericht als einzige Tatsacheninstanz hat demnach den Sachverhalt offensichtlich unzureichend ermittelt. Das Urteil hätte nach Auffassung von ECOtrinova also anders ausfallen müssen. Denn ein erhöhter Bedarf ist eine gesetzliche Kernanforderung an eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme. Die Stadt hatte dem Gericht die Rüge, die von jeder Person erstellt werden darf, auch von Nichtklägern, bei den Verfahrensakten vorenthalten, so dass die Kanzlei der nun unterlegenen Privat-Kläger sie ans Gericht übermittelte.

Höchst seltsam im Zusammenhang mit der Bedarfsfrage ist auch dieser für die Kläger vorgebrachte Punkt: Mehrere Fraktionen des Freiburger Gemeinderats hatten im Januar 2018 von der Stadt mit Blick auf Dietenbach ausdrücklich und per Antrag aktuelle Daten u.a. zur Bevölkerungsvorschau verlangt. Die Verwaltung lieferte aber mit Hinhaltungen an den Gemeinderat vor oder zum 24.7.2018 keine aktuelle Vorschau. Diese war aber nach Vernehmen aus dem Rathaus damals praktisch fertig, man solle die Ergebnisse aber nicht nach außen geben. Später stellte sich heraus: schon in 2024 fast Nullwachstum. Die Ergebnisse für 2025-2030 wurden dem Gemeinderat auch mit der Drucksache 17-230.1 im Herbst 2018 vorenthalten. Das Gericht ging dem in der mündlichen Verhandlung nicht nach, obwohl von der Klägerseite schriftlich und mündlich vorgetragen.

Seltsam agierte das Gericht auch, indem es die mündliche Verhandlung zwar damit beschloss, der Urteilstenor werde den Parteien am 21. Juli mitgeteilt und die Pressemitteilung dazu werde an Folgetagen kommen. Aber das Gericht machte beides bereits am 13. Juli. - Weitere Stellungnahme zum Urteil kann erfolgen, wenn die detaillierte Urteilsbegründung vorliegt.

ECOtrinova weist aber darauf hin, dass Dietenbach ungeachtet des Urteils, selbst wenn es zu keiner Revision käme, finanziell keineswegs gesichert ist. Denn in den öffentlichen Urkunden der Optionsverträge des Sparkassenmodells zu den bis auf weiteres schwebend unwirksamen Kaufverträgen mit den Landeigentümern von Dietenbach ist zu entnehmen, dass Dietenbach für die Sparkassengesellschaft derzeit unwirtschaftlich sei.

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Autor: Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V.,




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Freiburg: Mundenhof sucht Storchenbetreuer

Beobachten, begleiten, beringen: Eine ehrenamtliche Tätigkeit mit vielen Facetten

Jedes Kind weiß: Der Storch bringt dem Menschen Nachwuchsglück. Da sich der weiß gefiederte Zweibeiner mit leuchtend rotem Schnabel, zumindest dem Volksmythos nach, so zuverlässig um den Kindersegen kümmert, ist es nur fair etwas zurückzugeben. Beispielsweise wie Gustav Bickel, Vorsitzender des Vereins Weissstorch Breisgau, der 180 Storchennester in 57 Ortschaften betreut. Dank dieser Arbeit konnte sich die Storchenpopulation im ganzen Land erholen. Da immer mehr Jungvögel schlüpfen, sucht der Mundenhof nun ehrenamtliche Storchenbetreuer in Freiburg.

Schwindelfrei, Interesse an Vogelkunde und ein bisschen Zeit – das ist alles was es dafür braucht. Die Betreuerinnen und Betreuer begleiten die Störche durch das ganze Jahr: Zwischen Ende Januar und Anfang Februar kehren die Altvögel aus dem Süden zurück. Dann zählen die Helferinnen und Helfer die Nester, beobachten den Brutverlauf und geben die gesammelten Daten an das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell weiter.

Der Höhepunkt ist die Beringung im Juni: Jeder neu geschlüpfte Storch bekommt einen Metall- oder Plastikring mit einer personalisierten Nummer verpasst. Auf dem Mundenhof gab es in diesem Jahr insgesamt 48 Jungstörche in 25 Nestern. „Das sind 1,92 Küken pro Nest, ein gutes Ergebnis“, freut sich Susanne Eckert, Leiterin des Mundenhofs. Gemeinsam mit der Feuerwehr konnten 33 Jungtiere beringt werden.

Im August heißt es dann schon wieder Lebewohl. Die Störche ziehen in wärmere Gefilde – nach Südspanien, Portugal oder Westafrika. Dank ihrer Flügelspannweite von bis zu zwei Metern sind sie exzellente Segelkünstler und legen so pro Tag eine Strecke von bis zu 300 Kilometern zurück.

Die beringten Tiere verraten den Fachleuten wertvolle Informationen: Das Alter, welches Nest sie bevorzugen und wer der schnellste Storch im Lande ist. Im Herbst und Winter kümmern sich die Betreuerinnen und Betreuer um die Nester.

"Wirklich angesprochen wird sich nur ein kleiner interessierter Teil der Menschen fühlen", sagt Volker Weis vom Naturschutzbund Deutschland. Die wiederum sollten, so der Wunsch der langjährigen Landesweißstorchbeauftragten Ute Reinhard, bereit sein, Verantwortung für mehrere Horste in ihrer Wohnregion zu übernehmen. Sollte sich also mehr als eine Person melden, Arbeit gäbe es auch an anderen Orten.

Interessierte erhalten weitere Informationen beim Verein Weisstorch Breisgau e. V.

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