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Veranstaltungen 

5. Internationales Greenmotions Filmfestival

5. Internationales Greenmotions Filmfestival
Reluctant (C) Radical

Freiburg im Breisgau, 15. – 18. November 2018

* Vier Tage regionale und internationale Dokumentationen und Kurzfilme unter dem Motto „Über Nachhaltigkeit Hinaus“

* Programmhöhepunkte: Kurzfilmwettbewerb; Sonderpreis „Millennials in Motion“; Fahrraddisko und Fahrradkino

Unter dem Motto „Über Nachhaltigkeit Hinaus“ findet vom 15. – 18. November 2018 das fünfte internationale Greenmotions Filmfestival im Kommunalen Kino im alten Wiehrebahnhof, Urachstrasse 40 statt. In diesem Rahmen zeigt der Verein Greenmotions e. V. regionale und internationale Filme, die sich lösungsorientiert, jenseits Fragen der Nachhaltigkeit, mit der Regeneration und dem Wiederaufbau zerstörter Ökosysteme auseinandersetzen. Am Donnerstag beginnen die Vorführungen ab 18 Uhr, am Freitag ab 17 Uhr und am Samstag ab 13 Uhr. Am Sonntag startet das Programm um 11 Uhr zunächst in der katholischen Akademie, Wintererstrasse 1. Im “Fahrradkino” angetrieben von Fahrrädern wird der Film “The End of Meat - Eine Welt ohne Fleisch” vorgeführt. Um 13 Uhr wird das Programm im kommunalen Kino fortgesetzt. Der 52-minütige Stummfilm “Kamtchatka Bears.Life begins” um 16 Uhr eignet sich auch für Kinder.

Das Finale des Festivals bildet am Sonntag ab 19.00 Uhr der internationale Kurzfilmwettbewerb und die anschließende Preisverleihung. Geehrt werden die schönsten Kurzfilme und die besten Dokumentationen in den Kategorien “Publikumsliebling”, “Millenials in Motion” sowie “Jurypreis für Langfilme” .

Insgesamt werden vierzehn Dokumentationen und zehn Kurzfilme zu sehen sein, die sich vielseitigen Themen wie solidarische Landwirtschaft, Bedingungslosem Grundeinkommen, zivilem Ungehorsam, fleischloser Ernährung, Klimagerechtigkeit, Bildung und Achtsamkeit sowie innovativer Energieversorgung widmen. Im Anschluß an die Filmvorführungen finden Gespräche mit den Filmschaffenden statt.

Das Gesamtprogramm kann online unter www.greenmotions-filmfestival.de eingesehen oder als pdf-Datei heruntergeladen werden: http://greenmotions-filmfestival.de/wp-content/uploads/2018/10/Greenmotions_Progr ammflyer_2018.pdf

Es wird empfohlen Plätze zu reservieren unter www.koki-freiburg.de. Die BesucherInnen entscheiden nach den Filmen selbst, wieviel sie bezahlen möchten.

NEUE THEMEN und PROGRAMM - HIGHLIGHTS:

>>> individueller und gesellschaftlicher Wandel

Unter dem Motto “Going beyond Sustainability - Über Nachhaltigkeit hinaus” präsentiert das Festival vier Filme zu individuellem und gesellschaftlichem Wandel. Den Auftakt des Festivals am Donnerstag, 15. November um 18 Uhr bildet Kurt Langbeins Film “Zeit für Utopien“, in dem Menschen und Initiativen mit Gemeinschaftssinn Alternativen zum kapitalistischen Profitstreben und Wegwerfgesellschaften aufzeigen. In dem anschließenden Film “Free Lunch Society” geht Christian Tod der Frage nach, wie eine Gesellschaft mit Bedingungslosem Grundeinkommen funktionieren kann.

In der Dokumentation “Das stille Leuchten - Die Wiedereroberung der Gegenwart” am Freitag um 20.30 Uhr untersucht Anja Krug Metzinger wie Kinder durch mentales Training nachhaltig gestärkt werden können. Der Film ist für den Sonderpreis “Millenials in Motion” nominiert.

In “Living the Change“ präsentieren Antoinette Wilson und Jordan Osmond Menschen, die eine nachhaltige und regenerative Lebensweise umsetzen und so als Teil des Ganzen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

>>> friedlicher Aktivismus

Am Freitag, 16. November stehen ab 17 Uhr die für den diesjährigen Sonderpreis „Millenials in Motion“ nominierten Kurzfilme und Dokumentationen auf dem Programm. Dieser Filmpreis richtet sich an die Jugend und ihren Aktionismus in Bezug auf den Klimawandel. Die Protagonisten der Filme machen sich stark für eine zukunftsfähigere Gesellschaft.

Ziviler Ungehorsam ist die treibende Kraft des Umweltschützers Ken Ward der in dem Film “The Reluctant Radical” von Lindsey Grazel am Samstag, 17. November um 21 Uhr portraitiert wird. Der Film feiert auf dem Festival seine Deutschlandpremiere.

>>> Energie und Landwirtschaft

Die diesjährige Programmauswahl macht deutlich, dass an den Themen Energie und Landwirtschaft nach wie vor ein ungebremstes Interesse herrscht. Am Samstag, 17 November um 13 Uhr widmet sich das Programm mit dem Film “Saving the Dark” von Sriram Murali dem Thema Lichtverschmutzung. Die anschließenden Filme „SunGanges“ von Valli Bindana und „Energy Pioneers“ von Samuel Stefan diskutieren alternative Energiekonzepte. Der Film “Klimakiller Holzkohle” von Vivien Pieper und Johannes Bünger am Sonntag, 18 November um 17.30 klärt über die Auswirkungen der Holzkohleproduktion auf den Klimawandel auf.

Am Sonntag, 18 November um 13 Uhr setzten sich die Filmemacher Bodo Kaiser und Georg Löser in dem Film „Im Abseits von Green City: Die Bauern vom Dietenbach“ mit dem regionalen Konflikt zwischen Stadtplanung, Landwirtschaft und Naturschutz auseinander. Um 14.30 Uhr werden zwei Kurzfilme zum Thema solidarische Landwirtschaft gezeigt: “Ernten was man sät” von Christian Beyer und “60 seasons” von Jeanette Breward.

>>> Fahrradkino und Fahrraddisko

Die Afterparty des Filmfestivals findet am Freitag, 16. November ab 22:00 Uhr im Anschluß an die Filmvorführungen als Fahrraddisko im Freizeichen/ArTik e.V., Haslacherstr. 25, statt: Radfahrende Partygäste liefern die elektrische Energie für die Soundanlage aus eigener Muskelkraft zur Musik der Kopfkino Crew.

Am Sonntag, 18. November ab 11 Uhr können die Zuschauer*innen im Fahrradkino den Strom für den Film „The End of Meat“ von Marc Pierschel in der katholischen Akademie, Wintererstraße 1, selbst erzeugen.

Beim Sonderteil des Festivals für Freiburger Schulen findet am Freitag, 9. November im Goethe Gymnasium und am Montag, 12. November im Evangelischen Montessori Schulhaus in Zusammenarbeit mit dem Verein Solare Zukunft e.V. Fahrradkino-Vorstellungen statt. Die Schülerinnen und Schüler produzieren den Strom für den Filmprojektor mit Hilfe von Fahrrädern selbst. Die Schülerinnen und Schüler sehen ausgewählte Kurzfilme aus dem internationalen Wettbewerb.

Veranstalter des Greenmotions Filmfestivals, das 2014 von Studierenden der Universität Freiburg i.Br. gegründet wurde, ist der gemeinnützige in Freiburg ansässige Verein Greenmotions e.V.

Mehr Informationen zum Greenmotions Filmfestival online ...

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Verschiedenes 

NABU: Storchenjahr besser als erwartet

NABU: Storchenjahr besser als erwartet
Weißstorn (c) NABU/Natalie Meyer

Im Westen nehmen Storchenbrutpaare weiter zu, im Osten geringerer Bruterfolg

Berlin – Während sich die Störche schon in ihren afrikanischen und spanischen Winterquartieren von ihrer langen Reise erholen, zieht der NABU eine erste Bilanz der diesjährigen Brutsaison. „Der Bruterfolg war trotz der anhaltenden Trockenheit in den meisten Regionen besser als erwartet“, sagte Christoph Kaatz, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz.
Zwar begann die Brutsaison 2018 vor allem in den ostdeutschen Bundesländern sehr zögerlich, denn viele Störche wurden durch einen Wintereinbruch in Bulgarien und Rumänien an der Rückkehr gehindert. Viele kamen später als üblich zurück und der Brutbestand ging leicht zurück.
In den westlichen Bundesländern nahm die Zahl der Störche dagegen, wie in den Vorjahren, weiter zu. „Die Weststörche ziehen zumeist nicht mehr nach Afrika, sondern überwintern bereits in Spanien, mit der Folge, dass eine größere Zahl zu uns zurückkehrt“, so Kaatz. Die Überwinterung in Spanien sei also die Hauptursache für den rasanten Wiederaufstieg des Weißstorchs im Westen.

Während im verregneten Sommer 2017 zahlreiche Jungstörche der Nässe und Kälte zum Opfer fielen, kamen in diesem Jahr Sonne und Wärme den Jungstörchen eher entgegen. Dass es trotzdem nicht in allen Regionen zu einem erfolgreichen Storchenjahr reichte, liege an der langen Trockenheit. „In Regionen mit vielen Feuchtwiesen und Flussauen gab es mehr Jungstörche als in anderen Regionen, da dort genügend Futter zur Verfügung stand“, so der NABU-Storchenschützer Kaatz. Weißstörche seien auch bei der Nahrungswahl flexibel: Gibt es wenig Regenwürmer und Frösche, weichen sie auf Insekten und Mäuse aus.

In Sachsen-Anhalt und Niedersachsen lag der Bruterfolg bei fast zwei Jungen pro Paar, in Thüringen und Baden-Württemberg sogar darüber. Hessen verzeichnete 2018 eine Zunahme der Bestände um zehn Prozent auf derzeit 700 Paare. In Teilen Brandenburgs war es dagegen vergleichsweise nur ein durchschnittliches Jahr für den NABU-Wappenvogel.

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Verschiedenes 

Bürgerhaus in Ornbau wird gefördert

Bürgerhaus in Ornbau wird gefördert
Ornbau: Bürgerhaus Altstadt (c) Schabe / DSD

Feuchtigkeit als Gefahr von unten wie von oben

Für die Dachinstandsetzung am Bürgerhaus, Altstadt 7 in Ornbau stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr dank der Lotterie GlücksSpirale 60.000 Euro zur Verfügung. Am Mittwoch, den 7. November 2018 um 11.00 Uhr überbringt bei einem Presse- und Fototermin vor Ort Manfred Kiesel, Ortskurator Dinkelsbühl der DSD, den symbolischen Fördervertrag an den Ersten Bürgermeister Heinz Baum.

Der zweigeschossige Walmdachbau mit Geschossgliederung und geohrten steinernen Fenstergewänden aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stand lange leer. In der Folge muss nun die verschlissene Dachhaut saniert werden, durch die Feuchte eingedrungen ist und die Deckenbalken und Sparrenfußpunkte zerfressen hat. Zudem müssen zerstörte Mauerlatten beseitigt, fehlende Kopf- und Fußbänder erneuert sowie die Dachstuhlkonstruktion ertüchtigt werden. Das bauzeitliche Kehlbalkendach besitzt einen liegenden Stuhl und eine Stützenreihe in der Mitte der ersten Dachebene sowie einen liegenden Stuhl in der zweiten Dachebene. Ein bemerkenswertes Detail sind die vier im Dachbereich verzogenen Kaminzüge, die heute noch ihre markanten von zwei kreuzgewölbten Funkenfängen bekrönten Kaminköpfe besitzen.

Das Anwesen Altstadt 7 in Ornbau ist ein äußerst stattlicher und in bemerkenswerter Geschlossenheit überlieferter Bau. Der erkennbar hohe architektonische Anspruch spiegelt den Rang des in fürstbischöflichen Diensten stehenden und später geadelten Bauherrn Johann Philipp Riedel wider. Die streng symmetrisch gegliederte fünfachsige Barockfassade lädt durch eine in der Mitte vorgelegte Freitreppe zum Betreten des Hauses.

Im Inneren erschließt sowohl im Erdgeschoss wie im Obergeschoss ein Längsflur die einzelnen Räume. Eine Stiege als Winkeltreppe wurde nördlich in dem hallenartigen barocken Entree an die Flurzone angelagert. Trotz später eingefügter Wände ist die Grundrissstruktur der Eingangshalle nahezu unverändert und mit einer Fülle an bauzeitlichen Ausstattungsdetails überkommen. Dazu gehören aufwendig gestaltete Brettbaluster, runde Eichensäulen, bauzeitliche Rahmenfüllungstüren und -schlösser sowie die Stuckdeckenspiegel. Die Schablonenwandmalereien unter der heutigen Tapete stammen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Besonders eindrucksvoll sind die als Enfilade gestalteten Hauptwohnräume im Obergeschoss.

Das repräsentative Gebäude, das die vergangenen 280 Jahre ohne größere Eingriffe überstanden hat, ist an allen vier Gebäudeseiten auch im Sockelbereich durch die aufsteigende Feuchtigkeit gefährdet.





Verschiedenes 

Europäischer Rechnungshof kritisiert Vorschläge zur künftigen EU-Agrarpolitik

Europäischer Rechnungshof kritisiert Vorschläge zur künftigen EU-Agrarpolitik
(c) NABU/Natalie Meyer

Umwelt- und Klimaprobleme werden so nicht gelöst – pauschale Direktzahlungen sind ungerechtfertigt

Berlin/Brüssel, 8. Nov. 2018 – In einem am heutigen Mittwoch vorgestellten Bericht übt der Europäische Rechnungshof fundamentale Kritik am bisherigen Kommissions-Vorschlag zur Ausgestaltung der künftigen EU-Agrarpolitik ab 2021. Der Vorschlag werde der Notwendigkeit eines ambitionierteren Umweltschutzes nicht gerecht, so der Rechnungshof.

Im Zentrum der Kritik stehen die flächenbasierten Direktzahlungen. Sie machen in Deutschland derzeit fast 80 Prozent des Gesamt-Agrarbudgets aus. Diese Gelder werden nach Flächenbesitz vergeben: Je mehr Fläche ein Landwirt besitzt, desto mehr Geld erhält er – ungeachtet dessen wie gewirtschaftet wird, ob umweltverträglich oder hoch-intensiv. Der Rechnungshof kritisiert, dass die Mitgliedstaaten weiterhin gezwungen werden, solche flächenbasierten Direktzahlungen auszuschütten. Obwohl inzwischen klar sei, dass dieses Modell nicht die bestehenden Umwelt- und Klimaprobleme lösen kann. Andere Modelle seien dazu besser geeignet.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Wie viele Gutachten und Studien braucht es noch, damit die EU endlich von ihrem umweltschädlichen Kurs in der Agrarpolitik abrückt? Die milliardenschweren Direktzahlungen schaden nachweislich Natur und Umwelt. Und die EU verschwendet Milliarden an Steuergeld. Wir brauchen endlich eine EU-Agrarpolitik, die Umwelt und Klima schützt – und nicht hochsubventioniert und sehenden Auges zerstört.“ Bislang habe es die EU-Kommission nicht geschafft aufzuzeigen, wie sie die Klima- und Umweltprobleme im Agrarbereich künftig lösen möchte.

Die Kontrollbehörde bemängelt in ihrem Bericht zudem, dass ihr bis heute keine stichhaltige Datengrundlage vorliegt, die die Direktzahlungen als Einkommensunterstützung für Landwirte rechtfertigen würde. So sollen die Mitgliedstaaten auch künftig keinerlei Daten liefern müssen, wie die Einkommensverhältnisse der Landwirte tatsächlich aussehen – und das, obwohl der Großteil des EU-Agrarhaushalts weiter in die Pauschalzahlungen fließen wird.

Für die Beibehaltung dieser Direktzahlungen lobbyieren in Brüssel und Berlin der Europäische und Deutsche Bauernverband. Das Europäische Parlament und der Europäische Rat möchten weiterhin an ihnen festhalten. Die Berichterstatterin des Parlaments, Esther Herranz Garciá (EVP) kündigte unlängst an, sogar 70 Prozent der Ersten Säule im Agrarhaushalt für Direktzahlungen festschreiben zu wollen.

„Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner hat bislang noch nicht durchblicken lassen, wie sich Deutschland zur künftigen Agrarpolitik positionieren wird. Aber im Sinne von uns Steuerzahlern und der Umwelt muss sie sich für einen deutlich naturverträglicheren Kurs aussprechen“, so Miller.

Der Rechnungshof moniert in seinem Bericht zudem, dass unklar sei, wie die Kommission erreichen möchte, dass die Mitgliedstaaten jene Instrumente wählen und finanzieren, die mehr Umweltverträglichkeit ermöglichen. Bereits in der Vergangenheit hatte der Rechnungshof mehrfach die Ausgestaltung der bisherigen EU-Agrarpolitik kritisiert. Er forderte in aller Deutlichkeit, dass künftige Ausgaben für landwirtschaftliche Betriebe auf ehrgeizigen und relevanten Leistungszielen beruhen sollen – damit kritisierte die Kontrollbehörde auch, dass die Landwirtschaft in Sachen Umwelt- und Klimaschutz bislang kaum vorankommt.

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Zahl des Monats: Jede Sekunde werden über 1.300 Tonnen CO2 ausgestoßen

NABU: 1,5°C-Ziel bedeutet bis 2050 Null-Emissionen

Berlin – Jede Sekunde werden weltweit über 1.300 Tonnen CO2 ausgestoßen. Der NABU fordert mit Blick auf die kommende UN-Klimakonferenz in Polen, weltweit Null-Emissionen bis 2050. Nur so kann die Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5°C erreicht werden, um Schäden für Menschen und Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Wenn das Ziel der Null-Emissionen erreicht werden soll, muss eine grundlegende Veränderung unseres Lebens und Wirtschaftens, und zwar in allen Bereichen, stattfinden. Das bedeutet letztendlich weniger Verbrauch und eine effizientere Nutzung von Ressourcen und Energie. Die Landnutzung muss nachhaltiger und fossile Energieträger müssen vollständig durch naturverträgliche erneuerbare Energien ersetzt werden.

Der NABU fordert daher von der Kohlekommission, dass ein ambitionierter Kohleausstieg verhandelt wird. Noch vor 2020 müssen die dreckigsten Kraftwerke vom Netz gehen. Auf der Weltklimakonferenz muss das Regelwerk für das Pariser Klimaabkommen festgelegt werden. Klimaschutz ist nur wirksam, wenn die Regeln für alle Staaten gerecht und eindeutig sind. Sonst wird das 1,5°C-Ziel nicht erreicht.





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Die Klostermühle in Schönthal erhält die Bronzeplakette der DSD

Die Klostermühle in Schönthal erhält die Bronzeplakette der DSD
Schoenthal: Klostermuehle (c) Schabe / DSD

Im öffentlichen Interesse erhaltenswert

Vor zwei Jahren stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die statische Instandsetzung der Dachkonstruktion des Klostermühlengebäudes, Thurau Nr. 11 in Schönthal 30.000 Euro zur Verfügung. In diesen Tagen nun erreicht Denkmalbesitzer Maximilian Rohrmüller eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Tafel soll das Engagement der privaten Förderer der Denkmalstiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung halten und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert stammende, 1830 erneuerte und 2011 stillgelegte Klostermühle in Thurau, die bis zur Säkularisation zu dem im 10. Jahrhundert gegründeten Augustinerkloster gehörte, ist eines von über 440 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Mehrere Wasserläufe umgeben das Mühlenanwesen am südöstlichen Ortsrand von Thurau, das wenige Kilometer östlich der Gemeinde Schönthal in einer äußerst reizvollen landschaftlichen Umgebung liegt. Zur Mühle, dem Haus Nr. 11, gehören ein Wohnhaus mit Halbwalmdach und verschindeltem Giebel, Gewölbe-Stallungen und ein Stadel.

Das eigentliche Mühlengebäude mit vorhandener technischer Ausstattung ist zweigeschossig. Das Mühlengebäude wurde wohl um 1700 errichtet. Aus der Erbauungsphase stammen die wesentlichen Bau- und Grundrissstrukturen des Gebäudes und das bauzeitliche Dachwerk, ein in der Konstruktion regionaltypisches Kehlbalkendach. Der Eingang befindet sich auf der Hofseite im Norden. Die technische Ausstattung stammt aus dem späten 19. Jahrhundert bis hinein in die frühen 1950er Jahre. Die Wohnräume der Müllerfamilie lagen im Osten. Die einfach gehaltenen Zimmer mit Weißdecken erhielten ihre Gestaltung nach 1830, nachdem die Vorfahren der heutigen Eigentümer die Mühle erworben hatten. Die Wohnausstattung hingegen stammt aus der Zeit um 1914. Im Westen des Gebäudes verläuft der Mühlbach, der Triebwerkskanal. Hier befinden sich die unterschlächtigen Mühlräder, von denen wesentliche Teile der Eisenkonstruktionen noch erhalten sind.

Aufgrund seiner Baugeschichte, aber auch aufgrund seiner weitgehend originalen und kaum veränderten Ausstattung ist die Klostermühle in Thurau ein bedeutendes Bau- und Kulturdenkmal, dessen Erhalt im öffentlichen Interesse liegt.





Veranstaltungen 

Bürgerentscheid über den Stadtteil Dietenbach wird kommen

Über 12.500 Unterschriften

Freiburg. Im nächsten Jahr wird in Freiburg ein Bürgerentscheid über den geplanten Stadtteil Dietenbach stattfinden. Das steht nun nach der Auszählung aller Unterschriftenlisten fest, die eine Initiative bis zum vergangenen Freitag in der Stadtverwaltung abgegeben hat. Nach Angaben des Amtes für Bürgerservice und Informationsverarbeitung waren über 12.500 der abgegebenen Unterschriften gültig.

Laut Gemeindeordnung für Baden-Württemberg muss ein Bürgerbegehren von mindestens 7 Prozent der Wahlberechtigten unterzeichnet werden. Am Stichtag 26. Oktober waren in Freiburg 168.729 Personen wahlberechtigt. 7 Prozent davon sind 11.812 Personen. Somit ist die notwendige Zahl der Unterschriften erreicht.

Den Termin für den Bürgerentscheid beschließt der Gemeinderat in seiner Sitzung am 27. November. Die Landesgemeindeordnung legt in § 21 „Bürgerentscheid, Bürgerbegehren“ fest, dass der Bürgerentscheid innerhalb von vier Monaten nach der Entscheidung über die Zulässigkeit durchzuführen ist, es sei denn, die Vertrauenspersonen stimmen einer Verschiebung zu.





Verschiedenes 

Vergleichsportal »spargeraete.de« geht nach kompletter Überarbeitung online

Vergleichsportal »spargeraete.de« geht nach kompletter Überarbeitung online
(c) Ö-quadrat Freiburg

Mehr als 10.000 marktverfügbare Haushaltsgeräte hinsichtlich Energieverbrauch und Kosten vergleichbar.

Entscheidungshilfe beim Kauf verbrauchsarmer Waschmaschinen, Trockner, Waschtrockner, Geschirrspüler und Kühlgeräte

Freiburg, Oktober 2018. Nach kompletter Überarbeitung ist das Vergleichsportal www.spargeraete.de mit neuen Inhalten und Serviceangeboten jetzt online gegangen. Verbraucher, die nach einem energie- und kostensparenden Haushaltsgerät suchen, finden auf der Webseite eine wertvolle Entscheidungshilfe für den Kauf.
Die vom Freiburger Unternehmen Ö-quadrat betriebene Datenbank umfasst mehr als 10.000 aktuell auf dem Markt erhältliche Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler und Kühlgeräte und wird regelmäßig aktualisiert. Bei einer Suchanfrage werden die Geräte nach Energieverbrauch sortiert gelistet. Verbraucher können auch die Kosten für Strom- und Wasserverbrauch sowie die Gesamtkosten über die Lebensdauer der Geräte auf einen Blick erkennen.

„Energie- und Wasserverbrauch ist noch immer ein wichtiges Kriterium bei der Wahl eines Haushaltsgerätes“, so Dr. Sebastian Albert-Seifried, Projektleiter bei Ö-quadrat. Denn auch bei Neugeräten gibt es immernoch große Verbrauchs- und Kostenunterschiede. „Dennoch entscheiden sich viele Verbraucher für Billiggeräte, die sich dann aber im Betrieb als wahre Kostenfresser herausstellen – aufgrund des großen Energie- und Wasserbedarfs“.
Auf www.spargeraete.de lassen sich die Geräte auch nach den Lebenszykluskosten sortiert auflisten. „Die Lebenszykluskosten (Summe aus Kaufpreis und Betriebskosten über die Nutzungsdauer) bieten einen realistischen Blick auf die tatsächlichen Kosten“, so Albert-Seifried.

Mehr Klimaschutz, weniger Kohleverbrauch

Verbrauchsarme Geräte sind nicht nur günstiger im Betrieb, sondern entlasten zusätzlich die Umwelt und tragen zum Klimaschutz bei. Immerhin rund 40 Prozent des Stromverbrauchs entfallen in deutschen Haushalten auf Waschen, Trocknen, Spülen und Kühlen.

„Mit dem Online-Portal spargeraete.de möchten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz und beschleunigten Kohleausstieg leisten“, unterstreicht Ö-quadrat Gründer und Geschäftsführer Dieter Seifried. Jeden Herbst wird zusätzlich ein Einkaufsratgeber in Broschürenform erstellt, der die sparsamsten Geräte und den ermittelten Durchschnittsverbrauch aller Geräte in den einzelnen Kategorien und Größen enthält. Hiermit kann der Kunde beim Fachhändler vor Ort auch ohne Internetverbindung prüfen, ob die angebotenen Geräte tatsächlich besonders sparsam sind und wie viel sich einsparen lässt.
Die neue Broschüre ist ab Anfang Dezember bei über 100 Kommunen, Stadtwerken und Verbraucherorganisation in gedruckter und digitaler Form verfügbar.

Energielabel wenig geeignet für den Gerätevergleich

Nach Einschätzung von Albert-Seifried ist das derzeitige Energielabel wenig geeignet, um besonders sparsame Geräte zu identifizieren. "Bei Waschmaschinen beispielsweise haben über 90% der marktverfügbaren Geräte die beste Effizienzklasse A+++“. Doch innerhalb dieser Geräteklasse gibt es noch große Verbrauchsunterschiede. Der Verbraucher kann am Label nicht sofort erkennen, ob es sich um ein wirklich sparsames Gerät handelt. "So können beim Kauf einer weniger effizienten A+++ Waschmaschine im Vergleich zu einem Bestgerät über die Lebensdauer bis zu 600 Euro mehr für Strom und Wasser anfallen“, betont Albert-Seifried.

Angebot für Kommunen, Energieversorger und Institutionen

Kommunen, Energieversorger, Firmen und Institutionen können eine „White Label“-Version von Spargeraete.de abonnieren und ihren Kunden, Bürgern oder Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen.
Die effizientesten Geräte der Datenbank werden in den Broschüren „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ gelistet, die – ebenfalls im angepassten Design bei Ö-quadrat bestellt werden können.

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