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Verschiedenes 

NABU: Paragraph 13b sendet falsches Signal

Kabinett verabschiedet Novelle des Baugesetzbuchs / Miller: Flächenverbrauch wird so weiter erhöht

Berlin, 4.11.2020 – Am heutigen Mittwoch hat das Bundeskabinett die Novelle des Baugesetzbuchs (BauBG) verabschiedet. Darin enthalten ist auch eine Verlängerung des ausgelaufenen §13b BauGB, der das Bauen auf geschützten Flächen ohne Umweltprüfung und frühzeitige Behörden- und Bürgerbeteiligung im Eilverfahren ermöglicht. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller kommentiert:

„Paragraf 13b fördert unkontrollierten, beschleunigten Flächenverbrauch. Er wurde eingeführt, um bezahlbaren Wohnraum für viele zu schaffen, tatsächlich schafft er nur Wohnraum für wenige besser Verdienende – und das an Orten, wo gar kein Wohnraum benötigt wird. Studien belegen, dass er in Großstädten faktisch nicht angewandt wird. Der Schutz unbebauter Landschaft wird so dauerhaft geschwächt. Schon jetzt werden in Deutschland pro Tag 56 Hektar Fläche versiegelt. Eine Verlängerung des Paragraphen widerspricht zudem den Erkenntnissen der Wissenschaft und sogar dem eigenen Ziel der Bundesregierung, den Flächenverbrauch drastisch zu senken. Wir appellieren dringend an die Mitglieder des Bundestages, sich in der parlamentarischen Abstimmung gegen eine Verlängerung von §13b BauGB zu entscheiden. Wir müssen den Verbrauch von Wiesen, Feldern und Wäldern dringend eindämmen.“

Das sehen offenbar auch viele Bürgerinnen und Bürger so. Eine vom NABU gestartete Online-Petition gegen die Verlängerung des Paragrafen 13b haben bisher schon mehr als 30.000 Menschen unterzeichnet.

Das Ziel der Bundesregierung, mit der Gesetzesnovelle zügig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, begrüßt der NABU. Auch sind einige der vorgeschlagenen Instrumente im Grundsatz gut und richtig, etwa die Stärkung des kommunalen Vorkaufsrechts. Allerdings werden Aspekte wie Umwelt- und Klimafreundlichkeit nicht ausreichend berücksichtigt.

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Verschiedenes 

Neue Wolfszahlen veröffentlicht: Mehr Wölfe, mehr illegaler Beschuss

Schulte: Artenschutzkriminalität muss stärker geahndet werden

Bonn, 2.1.2020 – Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat das Ergebnis des aktuellen Wolfmonitorings veröffentlicht. Im Monitoringjahr 2019/20 wurden in Deutschland 128 Wolfsrudel, 35 Paare und zehn territoriale Einzeltiere bestätigt. Das bedeutet einen Anstieg der Territorienzahl um 9% im Vergleich zum Vorjahr. Das weiterhin positive Wachstum war zu erwarten, da es in weiten Teilen der deutschen Kulturlandschaft hohe Wilddichten und geeigneten, noch nicht besetzen Lebensraum für Wölfe gibt. Auffällig ist jedoch, dass der Zuwachs deutlich geringer ausfällt als in den Jahren zuvor, in denen teils Wachstumsraten von 30% registriert wurden. Schwankungen können mitunter in der Natur einer Population liegen, von exponentiellem Wachstum kann daher keine Rede sein.

Neben der Verbreitung wird auch die Totfundstatistik aktualisiert: Seit 2000 starben 378 Wölfe im Verkehr, 50 Wölfe wurden hingegen mutwillig illegal getötet. Letztere wurden meist geschossen, doch auch geköpfte und absichtlich überfahrene Wölfe wurden gefunden. Neueste Erkenntnisse zeigen zudem: Sieben der 98 im Straßenverkehr verunfallten Wölfe des letzten Monitoringjahrs 2019/20 wurden zu Lebzeiten beschossen, was jedoch nicht zum Tod der Tiere führte. Dazu kommen elf Wölfe, die in diesem Zeitraum illegal getötet wurden. Diese Zahl steigt stetig, 2018/19 waren es acht, 2017/18 sechs illegal getötete (und gefundene Wölfe).

Die Aufklärungsrate dieser Straftaten ist verschwindend gering, die Dunkelziffer vermutlich hoch. Ralf Schulte, Teamleiter Artenschutz beim NABU Bundesverband: „Der Wolf ist eine streng geschützte Art, das Nachstellen und Töten der Tiere ist strafbar. Die Verfolgung der Täter*innen muss stärker voran getrieben werden.“ Artenschutzkriminalität wird in vielen Bundesländern immer noch als Kavaliersdelikt vernachlässigt. „Wir fordern die Länder auf, in ihren LKAs Stellen zu schaffen, die auf die Ermittlung von Artenschutzkriminalität spezialisiert sind. Neben Wölfen werden auch geschützte Greifvögel oder Luchse immer wieder Opfer illegaler Tötung. Diese Straftaten dürfen nicht bagatellisiert werden.“

Das BfN macht ebenfalls deutlich, dass der sogenannte „günstige Erhaltungszustand“ der hiesigen Wolfspopulation noch nicht erreicht ist. Forderungen nach offizieller Bejagung wird somit eine Absage erteilt. Marie Neuwald, NABU-Wolfsexpertin erklärt: „Aus fachlicher Sicht müssen Wölfe in Deutschland nicht bejagt werden. Aufgrund ihrer Territorialität wird es nie übermäßig viele Tiere auf einer kleinen Fläche geben. Auch als vorbeugende Herdenschutzmaßnahme ist Bejagung nachweißlich kein erfolgreiches Mittel. Wer das fordert, lenkt nur von wirklich hilfreichen, aber aufwendigeren Methoden wie Elektrozäunen und deren Förderung ab.“





Verschiedenes 

NABU: Kurswechsel für gesunde Meere

Fraktionsübergreifendes Parlamentarier*innengespräch beleuchtet Lösungsoptionen für die marine Raumordnung der Nord- und Ostsee bis 2040

Berlin, 30.10.2020 – Die aktuell bis Mitte nächsten Jahres entwickelten Raumordnungspläne legen die Nutzung der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in Nord- und Ostsee für die nächsten Jahrzehnte fest. Damit stellt die Meeresraumordnung derzeit die Weichen für den Schutz, vor allem aber für die Nutzung der AWZ der deutschen Nord- und Ostsee. Das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) grenzt dafür die Raumansprüche von Windkraft, Schifffahrt, Fischerei und Rohstoffabbau ab und kennzeichnet auch Naturschutzflächen.

„Im aktuellen Entwurf gibt es noch immer ein Ungleichgewicht zwischen Schutz und Nutzung, das mich besorgt. Selbst Schutzgebiete sind durch andere Nutzungen überlagert. Gesunde, ökologisch funktionsfähige Meere versorgen uns nicht nur mit Fisch, sind nicht nur Erholungsort, sondern sie sind unser Partner in der Klimakrise, denn sie speichern große Mengen CO2“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Heute sind unsere Meeresökosysteme in einem schlechten Zustand. „Das heutige Gespräch hat gezeigt: Nur wenn wir dem Schutz der Meere ausreichend Raum geben, ist auch deren Nutzung langfristig gesichert." Ermutigend war das Signal des federführenden Innenministeriums, sich die Zeit für gut durchdachte Raumordnungspläne zu nehmen, die auch dem Naturschutz gerecht werden.

Einen besonderen Schwerpunkt legt der aktuelle Raumordnunsgentwurf auf den Ausbau der Windenergie auf See. Hier brauchen wir ein Umdenken: Auch der weitere Ausbau der Offshore-Windkraft muss sich innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen der Meere abspielen. Dazu gehört auch Wanderkorridore und Rastgebiete für Millionen von Zugvögeln und bedrohte Schweinswale zu erhalten. Ein weiterer Ausbau der Offshore-Windkraft wird nur mit Einschränkungen von Belastungen aus Rohstoffabbau, Schifffahrt oder Fischerei gelingen können.

Hintergrund

Die aktuell entwickelten Raumordnungspläne legen die Nutzung der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in Nord- und Ostsee für die nächsten Jahrzehnte fest. Damit hat der Prozess eine Schlüsselfunktion auch für den Schutz von Nord- und Ostsee. Dennoch sind lediglich zwei öffentliche Beteiligungsphasen vorgesehen und keine parlamentarische Befassung. Selbst der Umweltausschuss ist nicht in den Prozess eingebunden. Daher luden die Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Klaus-Peter Schulze (CDU) und Frank Schwabe (SPD) heute gemeinsam mit dem NABU ein, um diesen entscheidenden Prozess für unsere Meere zu beleuchten und Transparenz im Verfahren einzufordern. Auch Industrievertreter*innen, Wissenschaftler*innen und relevante Behörden (Innenministerium, Umweltministerium, Bundesamt für Naturschutz) nahmen an dem Gespräch teil.

Video und weitere Infos zur Marinen Raumordnung online ...

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Verschiedenes 

NABU-Studie: Immer mehr Müll durch verpacktes Obst und Gemüse

NABU-Studie: Immer mehr Müll durch verpacktes Obst und Gemüse
Plastikmüll Picknick (c) NABU/S. Kühnapfel

Miller: Handel und Politik müssen endlich Abfallvermeidung in den Fokus stellen

Berlin, 27.10.2020 – Verpacktes Obst und Gemüse verursacht immer größere Müllberge. Wie eine neue Studie des NABU zeigt, gab es 2019 über 103.000 Tonnen Müll durch Vorverpackungen für frisches Obst und Gemüse. Das sind 10.000 Tonnen mehr als 2016. Noch immer werden über 60 Prozent dieser Waren verpackt verkauft. Die Ergebnisse spiegeln auch die heute veröffentlichten Daten des Umweltbundesamts (UBA) wieder, nach denen 2018 mit 19 Millionen Tonnen erneut ein Höchststand bei Verpackungsabfällen erreicht wurde.

„Die Ankündigungen von Politik und Handel, endlich die Verpackungsflut im Lebensmitteleinzelhandel einzudämmen, haben bisher keine Auswirkung. Hier wird eher umgepackt statt ausgepackt, etwa Plastik durch Pappe ersetzt. Zudem machen neue Trends Einsparungen an anderer Stelle wieder zunichte: Für die Ressourcenschonung bringt es nichts, wenn Salatgurke und Banane endlich ausgepackt werden, gleichzeitig aber für neue Mini-Sorten noch viel mehr Verpackungsmaterial verbraucht wird als vorher“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Wie die Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung zeigt, setzt sich ein Trend vorausgegangener Untersuchen weiter fort: Obst und Gemüse wird zu oft in verkleinerten Verpackungsgrößen verkauft, so verursachen Beeren und Trauben inzwischen den meisten Verpackungsmüll, gefolgt von Tomaten. Neu ist, dass seit 2016 nicht nur der Kunststoffbedarf angestiegen ist, sondern auch der Verbrauch an Papier, Pappe und Karton. Letzterer war in den vergangenen Jahrzehnten stark rückläufig. Miller: „Der Handel muss endlich auspacken statt umpacken. Auch die Herstellung von Papierverpackungen hat stark negative Auswirkungen auf Umwelt und Natur. Daher dürfen auch sie nur dort eingesetzt werden, wo nicht auf Verpackungen verzichtet werden kann. Leider sieht man im Handel viel zu oft, dass auf Papier umgestellt wird, anstatt ganz auf die Verpackung zu verzichten.“

Der NABU fordert vom Handel, lose Ware zum Standard zu machen, auch wenn dies durch veränderte Logistikprozesse aufwendig ist. „Viele Sorten werden bereits auch lose verkauft. Das zeigt, dass sich unverpacktes Obst und Gemüse durchaus lange genug hält und sicher transportieren werden kann. Für besonders schutzbedürftige Produkte, wie Beeren. müssen endlich innovative Verpackungslösungen gefunden werden. Auch Mehrwegnetze, die inzwischen fast überall angeboten werden, machen nur Sinn, wenn lose Ware der Standard statt die Ausnahme ist. Hier müssen den Worten endlich Taten folgen“, so NABU-Verpackungsexpertin Katharina Istel.

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Veranstaltungen 

Historisches Baumfällen und stille Waldwanderung

Jetzt anmelden bei der Waldpädagogik Karlsruhe

Anfang November lädt die Waldpädagogik Karlsruhe zu mehreren Veranstaltungen ein, bei denen Interessierte den Wald aus ungewohnter Perspektive erleben können.

Am Samstag, 7. November, leitet Förster Martin Kurz von 9.30 bis 11.30 Uhr an, wie man mit historischen Werkzeugen einen Baum fällen und bearbeiten kann. Eine Woche später zeigen die Forstwirte vom Bergwald von 9 bis 13 Uhr, wie sie heute Holz schlagen und verarbeiten. Darüber hinaus findet eine Veranstaltung innerhalb der Woche der Stille statt: Am Samstag, 7. November, bietet Förster Bernd Struck von 14 bis etwa 17 Uhr eine stille Wanderung auf dem Schöpfungsweg im Wald bei Durlach an.

Der Besuch aller Veranstaltungen ist kostenlos und nur mit vorheriger Anmeldung möglich, entweder telefonisch unter 0721/133-7354 oder per E-Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de. Alle Angemeldeten erfahren dann den jeweiligen Treffpunkt.

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Verschiedenes 

Jetzt die Weichen für eine naturverträgliche Energiewende stellen

Krüger: Stromnetzausbau muss Klima- und Artenkrise berücksichtigen

Berlin/Brüssel: Am 29. Oktober findet bereits zum sechsten Mal das von der EU-Kommission ausgerichtete Kopenhagen-Forum zu Energie-Infrastrukturprojekten statt. Im Mittelpunkt steht das Versprechen, den Grean Deal zu erfüllen. Der NABU begrüßt den Fokus auf Klimaneutralität, kritisiert in diesem Zusammenhang aber, dass die aktuellen Strom- und Gas-Transportnetze zu mehr als 1,5 Grad Erderwärmung beitragen.

Über 40,8 Prozent der Stromerzeugung von EU-Übertragungsnetzbetreibern werden aus Kohle, fossilem Gas, Erdöl und Torf gespeist. Naturverträgliche Windenergie und Solarenergie sind dagegen noch viel zu wenig im europäischen Stromnetz zu finden. Wind und Sonne haben einen Anteil von 39 Prozent an den ins Übertragungsnetz eingespeisten erneuerbaren Energien, während ökologisch schädliche Wasserkraft und nicht-nachhaltige Biomasse zusammen den Löwenanteil ausmachen. „Studien zeigen, eine Energieversorgung aus 100 Prozent naturverträglichen, erneuerbaren Energien ist möglich. Ein schneller Netzausbau beschleunigt die Integration erneuerbarer Energien und das Gelingen der Energiewende. Das reicht aber nicht: Die transeuropäische Energieinfrastruktur muss naturverträglich und sich am 1,5 Grad Ziel ausrichten“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Beim europäischen Stromnetzausbau müssen die Weichen für mehr Naturschutz bei der Energiewende gestellt werden. Denn der Ausbau von Übertragungsnetzen erhöht den Druck auf Flächen und hat Auswirkungen auf die Natur. „Die Europäische Union will die Offshore-Windenergie in der Nord- und Ostsee stark ausbauen. Dabei werden bisher die ökologischen Auswirkungen der Offshore-Konverterplattform, der Seekabel und Anlandepunkte an Küsten zu wenig berücksichtigt. Seekabel werden in Dänemark, den Niederlanden und Deutschland durch hochsensible Naturräume gelegt. Das komplette Wattenmeer ist als Weltnaturerbe der Vereinten Nationen ausgezeichnet, nichts desto trotz steigt die Fülle der Netzanbindungen. Die kommende EU-Strategie für erneuerbare auf See muss den Druck auf die Meere verringern und die ökologischen Belastungsgrenzen der Meere respektieren“, kritisiert Verena Bax, NABU-Referentin für EU-Energiepolitik und Klimaschutz.

Wenn Regulierungsbehörden, Ministerien, Übertragungs- und Fernleitungsnetzbetreiber, Lieferanten und Händler morgen unter dem Dach der EU-Kommission informell zusammen kommen, erwartet der NABU, dass ihre Schlussfolgerungen den Weg zu einer zukunftsfähigen und naturverträglichen Energie-Infrastruktur ebnen. Die Entscheidung wird Auswirkungen auf die kommenden Jahrzehnte haben und muss mögliche Lock-in Effekte verhindern. Die aktuelle Verordnung zu Leitlinien für die transeuropäische Energieinfrastruktur (TEN-E) stammt noch aus der Zeit vor dem Pariser Klimaabkommen. Sie muss an die 1,5 Grad Grenze ausgerichtet werden, das Energieeffizienz-First-Prinzip verankern und dafür sorgen, dass erneuerbare Energien in ökologisch sensiblen Gebieten und Gebieten mit hohem Biodiversitätswert vermieden werden.

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Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Benjamin Eckert und Fabian Eckert "Die 35-Tage-Challenge"

Buchtipp: Benjamin Eckert und Fabian Eckert "Die 35-Tage-Challenge"

Dein Weg in ein umweltbewusstes Leben

In nur fünf Wochen das eigene Leben nachhaltig umkrempeln? Nichts leichter als das! … zumindest, wenn man einen Begleiter wie diesen hat: mit seinen 35 Tages- und 5 Wochen-Challenges ist der Umstieg in ein ressourcenleichtes, klimaschonendes Leben gar nicht schwer.

Alle Challenges enthalten einen Anfänger- und einen Expertenmodus. Kleine Veränderungen ermöglichen einen leichten Start, Next-Level-Aufgaben reduzieren den ökologischen Fußabdruck deutlich. Der Clou dabei: Die zahlreichen Informationen, Tipps und praktischen Anleitungen verknüpfen Klimaschutz mit individuellen Aspekten wie gesundheitlichem Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit.

• In 35 Tagen zu einem nachhaltigen Lebensstil
• Tages- und Wochen-Challenges für Anfänger und Profis
• Mit zahlreichen Tipps und Informationen

Die Autoren:

Benjamin Eckert, Jahrgang 1985, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Steinbeis-Hochschule Berlin und ist heute Abteilungsleiter bei einem der weltweit führenden Logistikdienstleister. Der Wirtschaftswissenschaftler kam über die Umstellung auf eine umweltfreundliche Ernährungsweise zum aktiven Klimaschutz, ohne vorher viel über einen nachhaltigen Lebensstil nachgedacht zu haben. Aus seiner eigenen Erfahrung heraus ist er überzeugt, dass jeder seinen Teil zum Kampf gegen die Klimakrise beitragen kann – auch ohne umfassendes Vorwissen.

Fabian Eckert, Jahrgang 1988, kämpft seit 2008 aktiv für den Klimaschutz. Sein Fokus liegt dabei auf nachhaltigen Energiekonzepten. Er studierte Regenerative Energien und Energieeffizienz an der OTH Regensburg. Als Experte für Energiespeicher arbeitete er sechs Jahre lang an der Forschungsstelle Energienetze und Energiespeicher. Heute arbeitet er als Gesellschafter bei Consolinno Energy an der Zukunft der Energie. Und weil Energie nicht alles ist, verzichtet Fabian Eckert gern aufs Auto und ernährt sich vegan.

oekom Verlag 2020, 160 Seiten, € 19 (D)
ISBN 978-3-96238-175-2





Verschiedenes 

NABU: EU-Biodiversitätsstrategie erhält grünes Licht der Mitgliedstaaten

Miller: Getrübte Freude – Agrarminister sabotieren Masterplan zur Rettung der Artenvielfalt

Brüssel. 23.10.2020 – Am heutigen Freitag erteilen die EU-Umweltminister unter Vorsitz von Bundesumweltministerin Svenja Schulze der EU-Biodiversitätsstrategie grünes Licht. Erstmals legt die EU damit die für den Natur- und Klimaschutz erforderliche Renaturierung von Mooren, Grünlandflächen, naturnahen Wäldern und Meeresgebieten verbindlich fest. Die Strategie ist ein wesentlicher Teil des Europäischen Green Deal und wurde von der Europäischen Kommission am 20. Mai 2020 veröffentlicht. Sie gilt bis 2030.

Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer: „Endlich bekennen sich die EU-Staaten zu einem neuen Masterplan zur Rettung der Biodiversität mit dem sie die Artenkrise bekämpfen wollen und Schäden an Natur und Landschaft heilen. Es ist ein starkes Zeichen und wichtiger Rückenwind für den Green Deal. Doch bei aller Freude: Dieser Beschluss trägt einen bitteren Beigeschmack. Während sich die Umweltminister zur Rettung der Artenvielfalt aufmachen, boykottieren die Agrarminister unter Julia Klöckner sowie das Europäische Parlament diese Ziele mit ihren Beschlüssen zur Agrarpolitik. Die Agrarminister nehmen sehenden Auges in Kauf, dass Landschaften und Lebensräume zerstört werden und sich die Arten- und Klimakrise weiter verschärfen. So wird der Green Deal beerdigt.“

Ein wesentlicher Streitpunkt: Der Raum, der künftig für die Natur auf Wiesen und Feldern zur Verfügung stehen soll. Die EU-Biodiversitätsstrategie sieht dies auf zehn Prozent der Agrarflächen vor. Dieser Anteil ist nach wissenschaftlichen Studien mindestens nötig, um das Überleben zahlreicher Feldvogelarten und bestäubender Insekten zu sichern. „Wenn wir zehn Prozent Platz für die Natur schaffen, wird die Zahl der stark dezimierten Feldvögel um 60 Prozent zunehmen“, so Miller unter Berufung auf eine Studie des Bundesamts für Naturschutz und des Dachverbands Deutscher Avifaunisten.

Die Agrarminister jedoch wollen bislang lediglich fünf Prozent Biodiversitätsflächen zustimmen. Diese sollen zudem weiter bewirtschaftet werden können. „Dies ist eine katastrophale Nachricht für bestäubende Insekten und Feldvögel“, warnt der NABU-Bundesgeschäftsführer. Am heutigen Freitag stimmt das EU-Parlament über die EU-Agrarpolitik ab und es drohen weitere Verschlechterungen für Biodiversität und Klima. Unter dem Motto #VoteDownThisCAP rufen Greta Thunberg, Luisa Neubauer, der NABU und viele weitere zur Ablehnung der Beschlüsse auf, um einen Neuanfang in der Agrarpolitik herbeizuführen. Nach Ansicht des NABU muss die EU-Kommission darauf bestehen, auch in der Agrarpolitik den Europäischen Green Deal umzusetzen.

„Angesichts dieser schwierigen Verhandlungsbedingungen ist es ein großer Erfolg von Bundesumweltministerin Svenja Schulze ein solch starkes Bekenntnis aller Länder zum Naturschutz zu erreichen. Nun muss die hundertprozentige Umsetzung in Deutschland erfolgen, um echte Verbesserung für den Klima- und Artenschutz zu erreichen“, so Raphael Weyland, Leiter des Brüsseler NABU-Büros.

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