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Verschiedenes 

NABU zu „Fit for 55“: Paket mit Licht und Schatten

Krüger: Die angestrebte Treibhausgasreduktion wird so nicht erreicht

Berlin, 14.7.21 – Die EU-Kommission will die Treibhausgasemissionen bis 2030 EU-weit um mindestens 55 Prozent reduzieren. Dafür hat sie heute ein Gesetzespaket zur Umsetzung, das „Fit for 55-Paket“ vorgelegt.

Teil des Pakets ist die neue Energieeffizienzdirektive. Sie zeigt in die richtige Richtung und legt verbindliche Minderungsziele in Europa fest.
Die EU-Kommission hat mit dem Vorschlag erfreulicherweise einen starken Fokus auf den Verkehrssektor gelegt. So verschärfte sie die CO2-Flottengrenzwerte und legt sogar für 2035 ein Ausstiegsdatum für Pkw mit Verbrennungsmotoren fest. Zudem wird endlich die Schifffahrt in den Emissionshandel einbezogen. Gleichzeitig lassen allerdings die Vorgaben für marine Kraftstoffe einen regelrechten Boom von problematischen Biokraftstoffen und fossilem Flüssiggas befürchten.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger merkt an: „Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verglich die Klimaneutralität der EU bis 2050 mit der Schwierigkeit einer Mondlandung. Dem Anspruch wird das vorliegende Paket noch nicht gerecht. Die geplanten Reformen des bestehenden Emissionshandels sind dringend notwendig, gehen aber nicht weit genug – wieder einmal. Der kommende neue Emissionshandel für die Sektoren Wärme und Verkehr darf keinesfalls dazu führen, dass die Sektorziele oder bewährte Instrumente aufgeweicht werden, denn das würde Rückschritt bedeuten. Höchstproblematisch ist auch, dass in der Erneuerbaren Energien Richtlinie die Holzverbrennung zur Stromerzeugung gefördert wird. Das ist weder CO2-neutral noch nachhaltig und droht unsere Wälder noch mehr zu belasten.“

Eine echte Neuerung ist der Einbezug der Landnutzung beim Klimaschutz. „Intakte Wälder, Meere und Moore sowie gesunde Ökosysteme insgesamt sind die wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen die Klima- und Artenkrise. Aber um auch die Senkenleistungen von landwirtschaftlich genutzten Böden dauerhaft sicherzustellen, ist die Transformation zu einer nachhaltigen Landwirtschaft notwendige Voraussetzung. Solange die EU keine entschlossenen Schritte zur Anpassung der Nutztierbestände und zur Wiederherstellung stabiler Wälder macht und so lange sie eine äußerst kreative Buchhaltung im Bereich Landnutzung und Klimaschutz zulässt, so lange werden wir an unseren Klimazielen scheitern.“ so Krüger weiter.

„Dieses umfassende Gesetzespaket muss die EU nicht nur fit für 55 Prozent Treibhausgasminderungen, sondern für eine Begrenzung der Erderhitzung auf maximal 1,5 Grad Celsius machen. Noch längst ist nicht in allen Dossiers sichtbar, wie das genau gehen soll und schon jetzt ist klar, dass Nachbesserungen notwendig sein werden. Deshalb muss sich die kommende Bundesregierung in Brüssel für den Kampf gegen die Klima- und Artenkrise einsetzen um aus „Fit for 55“ ein „Fit for 1.5°C“-Paket werden zu lassen. Umso wichtiger ist es, bei der kommenden Wahl am 26. September die Stimme für den Klima- und Artenschutz abzugeben,“ so NABU-Klimaexperte Sebastian Scholz.

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Offene Pforte - Ländlicher Charme und alte Höfe

Karlsruhe: Offene Pforte - Ländlicher Charme und alte Höfe
Offene Pforte 2021: Amthausstraße 22 © Gartenbauamt

Drei Privatgärten in Durlach und Grünwettersbach zu besichtigen

Drei geheime Gärten gibt es bei den dieswöchigen Terminen der Offenen Pforte wieder zu entdecken. Die Aktion des Gartenbauamts nach englischem Vorbild, wobei Karlsruher Privatgärten in den Sommermonaten zu bestimmten Zeiten ihre Tore für Besucherinnen und Besucher öffnen, wartet am kommenden Wochenende mit Terminen im Osten und Süden der Stadt auf.

Versteckte Idylle in Durlach
Kaum würde man vermuten, dass sich in der dichtbebauten Durlacher Altstadt eine derart grüne Oase verbirgt. Am Samstag, 17. Juli, können sich Gartenfreunde zwischen 13 und 18 Uhr selbst davon überzeugen. Eine Durchfahrt führt in den großen Innenhof der ehemaligen Scheunen, an deren Mauern sich Weinreben und Clematis ranken. Bäume und Sträucher wie Zierapfel, Trompetenbaum und Holunder bilden über den Terrassen der angrenzenden Wohnungen ein schützendes Dach.

Landlust mit Spalierobst und Hühnerhaus
Nicht nur Zier- und Nutz-, sondern auch ein Spielgarten sollte es sein und so ist im Grünwettersbacher Garten der Adresse Zur Ziegelhütte 6 ein privater Freiraum mit ländlichem Charme, aber auch viel Bewegungsfreiheit entstanden. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, am Sonntag, 18. Juli, von 11 bis 17 Uhr die großzügige Gartenanlage hinter den alten Scheunengebäuden zu bewundern. Obstspaliere, Wein und Kletterrosen grenzen den Gemüsegarten und ein Hühnerhaus mit Auslauf locker von der Rasenfläche ab.

Blütenmeer im Privatgarten
Wie ein grünes Band schmiegt sich der Garten an das Wohnhaus in der Tübinger Straße 2 und zieht durch seine prächtigen Hortensien, Stauden und Sommerblumen die Blicke von naturbegeisterten Gästen auf sich. Ein kleines Gewächshaus im viktorianischen Stil und künstlerische Elemente aus Metall fügen sich harmonisch in die Pflanzenvielfalt ein. Am Sonntag, 18. Juli, von 12 bis 18 Uhr, sowie ausschließlich nach telefonischer Vereinbarung vom 19. bis 31. Juli, steht der private Freiraum in Grünwettersbach für Besuche offen.

Nur mit telefonischer Voranmeldung zu besuchen
Drei Gärten sind in der diesjährigen Ausgabe der Offenen Pforte erst nach telefonischer Vereinbarung im Vorfeld zu besuchen. Eine gesonderte Pressemeldung stellt sie näher vor.

Für die Gartenbesuche gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften, sprich ein Mindestabstand von eineinhalb Metern. Etwaige Sonderregelungen für separate Wegenutzungen sind zu beachten. Die teilnehmenden Gärten sind dazu angehalten, gemäß der aktuell geltenden Corona-Verordnung gegebenfalls die Besucherzahl zu beschränken. Weiterhin werden Besucherinnen und Besucher gebeten, zur Nachverfolgung von Infektionswegen ihre Kontaktdaten zu hinterlassen.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Wozu der Körper Flüssigkeit braucht

Online-Vortrag am 23. Juli informiert über gesundes Trinkverhalten

Mit einer Veranstaltung zum gesunden Trinken setzen Seniorenbüro und Pflegestützpunkt ihre Online-Vortragsreihe fort. Am Freitag, 23. Juli, um 16 Uhr informiert Ernährungsberaterin Petra Kipp, was und wie viel man trinken sollte, um gesund zu bleiben.

Ältere Menschen verlieren das Durstgefühl und merken so nicht, wenn sie zu wenig getrunken haben. Das kann vielfältige gesundheitliche Einschränkungen mit sich bringen. Interessierte erfahren, wozu der Körper Flüssigkeit braucht und wie man sich gesundes Trinkverhalten angewöhnen kann. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos, Anmeldungen sind unter www.karlsruhe.de/senioren möglich.

Gesundes Verhalten bei Hitze ist ein Thema der Grünen Stadt Karlsruhe.

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Verschiedenes 

Freiburger Riesen-Neubaustadteil Dietenbach und das Urteil des VGH Ba-Wü

Fehlurteil erkennbar - seltsame mündliche Verhandlung -
Neubaustadtteil weiterhin ungesichert

Für sehr bedauerlich und im Tenor falsch hält Dr. Georg Löser, Vorsitzender des gemeinnützigen Freiburger Vereins ECOtrinova e.V., in einer ersten Stellungnahme des Vereins das Urteil des VGH Baden-Württemberg pro Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Neubaustadtteil Dietenbach in Freiburg i.Br.. Bei der mündlichen Verhandlung in Mannheim am 6. Juli 2021 war er als Besucher im Gerichtssaal dabei. Er stellt dazu mehrere ungewöhnliche Besonderheiten fest:

Das Gericht erklärte eingangs, der Berichterstatter des Senats sei wegen Erkrankung ausgefallen. Die Vorsitzende nahm diese Aufgabe selber als Ersatzperson wahr. Der Berichterstatter ist dasjenige Senatsmitglied, das möglichst alle Akten, dem Vernehmen nach 35 Ordner, kennen sollte, die umfangreichen Schriftsätze der Parteien analysiert, die Verhandlung vorbereitet und berichtet. Vertreten lassen mußte sich ausgerechnet auch der Chef der Anwaltskanzlei der Kläger. Das Gericht bemühte sich zwar mit einem etwa 4-stündigen Rechtsgespräch mit den beiden Parteien um die Klärung einer Reihe rechtlich wichtiger offener Fragen, von denen mehrere am 6. Juli offen blieben und die das Gericht dann allein weiter klären wollte. Weil die von Landeigentümern beklagte Stadt Freiburg i.Br. mit 4 Sprechern erschien, nahm sie den Löwenanteil der Redezeit in Anspruch. Das Gericht vertrödelte zudem Zeit, indem ein älterer Richter sich mit der Stadt darüber nett unterhielt, warum er früher als junger Mensch nach Freiburg ging oder nicht.

Es wurde, so Löser, mindestens ein sehr wichtiger Punkt vom Gericht offenbar gar nicht ausreichend vorgeklärt. Das Gericht hatte Zweifel am Bedarf für den Neubaustadtteil und wollte zu Recht wissen, ob denn in späteren Jahren etwa nach 2030 oder 2035 überhaupt noch Bedarf bestehe, da Dietenbach laut Stadt nach und nach bis 2042 errichtet werden solle. Die Bevölkerungsvorschau des Statistischen Landesamts zeigt nämlich für Freiburg für 2017-2035 nach Mitte der 2020er Jahre praktisch kein oder nur sehr geringes Wachstum auf. Damit wäre der Neubaustadtteil auf der "grünen Wiese" nicht gerechtfertigt. Das Gericht schien damit zufrieden zu sein, dass die Stadt erklärte, die Untersuchung des Landesamts sei erst 2019 veröffentlicht worden. Damit wäre das ohne Belang für den beklagten Satzung-Beschluss vom 24.7.2018, welcher der rechtlich maßgebliche Zeitpunkt ist. Aber:

Es verwundert sehr, dass das Gericht und die Beteiligten dazu vergaßen, das für 2014-2035 eine Vorausschau des Landesamts besteht, die offenbar vor 2018 veröffentlicht wurde, also für das Urteil relevant ist und die kein Bevölkerungswachstum Freiburgs nach Mitte der 2020er aufzeigt. Diese Vorschau ist in einer ausführlichen Rüge nach § 215 Baugesetzbuch enthalten, die ECOtrinova e.V., NABU Freiburg e.V. und einige Freiburger Bürger an die Stadt Freiburg Mitte 2019 einreichten. Das Gericht als einzige Tatsacheninstanz hat demnach den Sachverhalt offensichtlich unzureichend ermittelt. Das Urteil hätte nach Auffassung von ECOtrinova also anders ausfallen müssen. Denn ein erhöhter Bedarf ist eine gesetzliche Kernanforderung an eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme. Die Stadt hatte dem Gericht die Rüge, die von jeder Person erstellt werden darf, auch von Nichtklägern, bei den Verfahrensakten vorenthalten, so dass die Kanzlei der nun unterlegenen Privat-Kläger sie ans Gericht übermittelte.

Höchst seltsam im Zusammenhang mit der Bedarfsfrage ist auch dieser für die Kläger vorgebrachte Punkt: Mehrere Fraktionen des Freiburger Gemeinderats hatten im Januar 2018 von der Stadt mit Blick auf Dietenbach ausdrücklich und per Antrag aktuelle Daten u.a. zur Bevölkerungsvorschau verlangt. Die Verwaltung lieferte aber mit Hinhaltungen an den Gemeinderat vor oder zum 24.7.2018 keine aktuelle Vorschau. Diese war aber nach Vernehmen aus dem Rathaus damals praktisch fertig, man solle die Ergebnisse aber nicht nach außen geben. Später stellte sich heraus: schon in 2024 fast Nullwachstum. Die Ergebnisse für 2025-2030 wurden dem Gemeinderat auch mit der Drucksache 17-230.1 im Herbst 2018 vorenthalten. Das Gericht ging dem in der mündlichen Verhandlung nicht nach, obwohl von der Klägerseite schriftlich und mündlich vorgetragen.

Seltsam agierte das Gericht auch, indem es die mündliche Verhandlung zwar damit beschloss, der Urteilstenor werde den Parteien am 21. Juli mitgeteilt und die Pressemitteilung dazu werde an Folgetagen kommen. Aber das Gericht machte beides bereits am 13. Juli. - Weitere Stellungnahme zum Urteil kann erfolgen, wenn die detaillierte Urteilsbegründung vorliegt.

ECOtrinova weist aber darauf hin, dass Dietenbach ungeachtet des Urteils, selbst wenn es zu keiner Revision käme, finanziell keineswegs gesichert ist. Denn in den öffentlichen Urkunden der Optionsverträge des Sparkassenmodells zu den bis auf weiteres schwebend unwirksamen Kaufverträgen mit den Landeigentümern von Dietenbach ist zu entnehmen, dass Dietenbach für die Sparkassengesellschaft derzeit unwirtschaftlich sei.

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Autor: Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V.,




Verschiedenes 

Freiburg: Mundenhof sucht Storchenbetreuer

Beobachten, begleiten, beringen: Eine ehrenamtliche Tätigkeit mit vielen Facetten

Jedes Kind weiß: Der Storch bringt dem Menschen Nachwuchsglück. Da sich der weiß gefiederte Zweibeiner mit leuchtend rotem Schnabel, zumindest dem Volksmythos nach, so zuverlässig um den Kindersegen kümmert, ist es nur fair etwas zurückzugeben. Beispielsweise wie Gustav Bickel, Vorsitzender des Vereins Weissstorch Breisgau, der 180 Storchennester in 57 Ortschaften betreut. Dank dieser Arbeit konnte sich die Storchenpopulation im ganzen Land erholen. Da immer mehr Jungvögel schlüpfen, sucht der Mundenhof nun ehrenamtliche Storchenbetreuer in Freiburg.

Schwindelfrei, Interesse an Vogelkunde und ein bisschen Zeit – das ist alles was es dafür braucht. Die Betreuerinnen und Betreuer begleiten die Störche durch das ganze Jahr: Zwischen Ende Januar und Anfang Februar kehren die Altvögel aus dem Süden zurück. Dann zählen die Helferinnen und Helfer die Nester, beobachten den Brutverlauf und geben die gesammelten Daten an das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell weiter.

Der Höhepunkt ist die Beringung im Juni: Jeder neu geschlüpfte Storch bekommt einen Metall- oder Plastikring mit einer personalisierten Nummer verpasst. Auf dem Mundenhof gab es in diesem Jahr insgesamt 48 Jungstörche in 25 Nestern. „Das sind 1,92 Küken pro Nest, ein gutes Ergebnis“, freut sich Susanne Eckert, Leiterin des Mundenhofs. Gemeinsam mit der Feuerwehr konnten 33 Jungtiere beringt werden.

Im August heißt es dann schon wieder Lebewohl. Die Störche ziehen in wärmere Gefilde – nach Südspanien, Portugal oder Westafrika. Dank ihrer Flügelspannweite von bis zu zwei Metern sind sie exzellente Segelkünstler und legen so pro Tag eine Strecke von bis zu 300 Kilometern zurück.

Die beringten Tiere verraten den Fachleuten wertvolle Informationen: Das Alter, welches Nest sie bevorzugen und wer der schnellste Storch im Lande ist. Im Herbst und Winter kümmern sich die Betreuerinnen und Betreuer um die Nester.

"Wirklich angesprochen wird sich nur ein kleiner interessierter Teil der Menschen fühlen", sagt Volker Weis vom Naturschutzbund Deutschland. Die wiederum sollten, so der Wunsch der langjährigen Landesweißstorchbeauftragten Ute Reinhard, bereit sein, Verantwortung für mehrere Horste in ihrer Wohnregion zu übernehmen. Sollte sich also mehr als eine Person melden, Arbeit gäbe es auch an anderen Orten.

Interessierte erhalten weitere Informationen beim Verein Weisstorch Breisgau e. V.

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Verschiedenes 

Tempo 30: Karlsruhe schließt sich Städtetagsinitiative an

Tempo 30: Karlsruhe schließt sich Städtetagsinitiative an
Städteinitiative für Tempo 30 innerorts (c) Stadt Karlsruhe

Bundesweiter Vorstoß: Mehr kommunale Handlungsspielräume im Straßenverkehrsrecht

Die Stadt Karlsruhe teilt die Forderung der bundesweit wirkenden Initiative von mehreren Städten, innerorts Tempo-30 möglichst flächendeckend erproben zu dürfen. Bereits seit Längerem fordert Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup das Ermöglichen von mehr kommunalen Handlungsspielräumen im Straßenverkehrsrecht. "Ich freue mich daher über den Vorstoß mehrerer deutscher Städte", so Mentrup. Karlsruhe werde sich der von der Agora Verkehrswende und dem Deutschen Städtetag am 6. Juli gestarteten Initiative anschließen, um sich gemeinsam für einen stadtverträglichen Verkehr einzusetzen.

Das Wirken-Dürfen als "Modellkommune" setzt rechtliche Anpassungen durch den Bund voraus. Bei der Auszeichnung von Karlsruhe als erneut fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands wandte sich OB Mentrup am 16. März auch direkt an Bundesverkehrsminister Dr. Andreas Scheuer. Dieser zeigte Verständnis, bat allerdings noch um Geduld. "Ich hoffe, dass durch den bundesweiten Zusammenschluss betroffener Städte nun eine zielführende Dynamik entsteht", so Mentrup.

Im Rahmen eines Pilotprojekts könne man großflächig Tempo 30 testen. Nur auf wenigen Hauptverkehrsstraßen soll dann noch die aktuell übliche Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern gelten. Die Stadt Karlsruhe hat mit dem Verkehrsentwicklungsplan bereits die Weichen Richtung eines nachhaltigen, stadtverträglichen Verkehrs gestellt. Für den Radverkehr wird aktuell an der Fortschreibung des Förderkonzepts gearbeitet, auch unter Berücksichtigung des Fußverkehrs.

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Rechtssicher: Baustopp für Autobahnen und Fernstraßen

NABU-Präsident Krüger: Klima- und naturverträglicher Umbau der Verkehrsinfrastruktur sollte sofort beginnen

Berlin, 8.7.21 – Kann der Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen und damit auch Autobahnen in Deutschland rechtssicher gestoppt werden? Ein Rechtsgutachten der Rechtsanwältin Cornelia Ziehm im Auftrag des NABU beantwortet diese Frage positiv. Der aktuelle Bedarfsplan ist nach heutigen Standards nicht hinreichend auf seine Vereinbarkeit mit den Zielen des Klimaschutzes oder des Flächenverbrauchs überprüft worden. Dies müsse nun nachgeholt werden, um eine weitere Versiegelung von Flächen, die Zerschneidung wertvoller Naturräume sowie zu hohe Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors zu vermeiden, so der Umweltverband. Durch das sogenannte Autobahnmoratorium, also ein zeitweises Aussetzen weiterer Bauvorhaben, kann Zeit für die notwendigen Anpassungen des Bundesverkehrswege- und Bedarfsplans gemäß bestehender Umwelt- und Klimaschutzziele gewonnen werden.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Natur darf nicht weiter für überflüssigen Straßenbau zerstört werden. Mit dem aktuellen Bundesverkehrswegeplan wird ein klima- und naturfeindlicher Status betoniert. Wir brauchen daher jetzt den Baustopp, um die Zeit für eine bedarfsgerechte Neuplanung zu gewinnen und Klima- und Artenschutz ins Zentrum des Handelns zu rücken. Da rechtlich keine Hindernisse bestehen, sind Bundestag und Bundesregierung aufgefordert, so schnell wie möglich eine Baupause einzuleiten. Dazu könnte das Fernstraßenausbaugesetz mit einem Vorbehalt versehen und vorgesehene Finanzmittel im Bundeshaushalt zurückgestellt oder für den Erhalt umgewidmet werden. Dies wäre ein konkreter Schritt, um die zuletzt nochmals verschärften Klimaziele endlich mit entsprechenden Maßnahmen im Verkehrssektor zu unterlegen und damit in die Umsetzung zu kommen. Hier müssen die Parteien erklären, wie sie sicherstellen, dass die notwendige Neuausrichtung des Bundesverkehrswegeplans zum Rückgrat der anstehenden Mobilitätswende wird. Ansonsten werden weiter Steuermilliarden für unsinnige Infrastrukturprojekte verschwendet und obendrauf der Umwelt und Artenvielfalt erheblich geschadet.“

Daniel Rieger, Leiter Verkehrspolitik: „In Bezug auf die tatsächlichen Umweltauswirkungen geplanter Verkehrsinfrastruktur befinden sich Bundesregierung und Behörden im Blindflug. Weder der Bundesverkehrswegeplan, noch der aktuelle Bedarfsplan wurden im Zuge der Strategischen Umweltprüfung im Jahr 2016 auf ihre Vereinbarkeit mit dem Pariser Klimaschutzabkommen oder den Flächenverbrauchszielen der Bundesregierung geprüft. Auch Landnutzungsänderungen durch die Zerstörung natürlicher CO2-Senken wie Wälder und Moore sind nicht eingepreist. Aus heutiger Sicht absolut unvorstellbar und ein schweres Versäumnis. Das Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts erhöht hier nochmals den Handlungsdruck. Das jetzt vorliegende Rechtsgutachten zeigt, dass man diese Geisterfahrt sofort und rechtssicher stoppen kann.“

Das Rechtsgutachten argumentiert, dass es mit dem Bundesverkehrswegplan keine verbindlichen zeitlichen Vorgaben oder sonstige gesetzliche Durchführungspflichten gibt, die in den kommenden Jahren den Neu- und Ausbau von Bundesfernstraßen verlangen. Zudem hätten sich die umweltrechtlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zur ursprünglichen Umweltprüfung im Jahr 2016 deutlich verändert, so dass diesem Umstand im Zuge der aktuell laufenden Bedarfsplanüberprüfung Rechnung getragen werden müsse. Mindestens bis zum Abschluss der aktuell laufenden Bedarfsplanüberprüfung sollten keine neuen Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Laufende Planfeststellungsverfahren sollten ausgesetzt und auf die Realisierung bereits planfestgestellter Bundesfernstraßen vorerst verzichtet werden. Dafür müsse ein Vorbehalt im Fernstraßenausbaugesetz verankert werden, sodass für neue und laufende Planfeststellungsverfahren keine Planrechtfertigung gegeben ist, da die Klima- und Flächenschutzziele nicht eingehalten werden. Die vorgesehenen Finanzmittel seien im Bundeshaushalt zurückzustellen, nicht zu bewilligen oder für den Erhalt bestehender Infrastruktur umzuwidmen.

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Zahl des Monats: Rund 5600 Fußballfelder zu viel versiegelt

NABU: Mit einem Flächenverbrauch von 52 Hektar pro Tag wird in Deutschland weiterhin zu viel Landschaft zerstört

Berlin. 7.7.21 – Laut Statistischem Bundesamt wurden im ersten Halbjahr 2021 pro Tag rechnerisch 52 Hektar Fläche für die Erschließung von u.a. Wohngebieten, Straßen und Gewerbegebieten neu ausgewiesen. In diesem Zeitraum wurden auf diese Weise über 9400 Hektar unbebaute Landschaft in Anspruch genommen. Das Flächensparziel der Bundesregierung sieht vor, bis 2030 den Flächenverbrauch auf 30-x Hektar pro Tag zu reduzieren. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg: Gemessen an diesem Ziel wurde in diesem Jahr bereits die Fläche von rund 5600 Fußballfeldern zu viel verbraucht.

Der NABU fordert einen Netto-Null-Flächenverbrauch bis 2030. Das bedeutet, dass neue Flächen nur in Anspruch genommen werden dürfen, wenn gleichzeitig anderenorts mindestens genau so viel Fläche entsiegelt wird. Nur so lassen sich die negativen Folgen auf Mensch und Natur abmildern. Mit der Versiegelung werden Lebensräumen zerschnitten und die natürlichen Bodenfunktionen wie Wasserabfluss, Grundwasserneubildung und CO2-Speicherung zum Teil verhindert. Das führt zu einer Beschleunigung von Artensterben und Klimakrise







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