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Verschiedenes 

Froschschenkel essen? Tiere quälen & Dritte Welt ausbeuten!

Froschschenkel essen? Tiere quälen & Dritte Welt ausbeuten!
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Der Verzehr von Froschschenkeln ist eine Tierquälerei und ein Beitrag zur Ausbeutung der Dritten Welt

Es gibt im Bereich "Tierschutz / Artenschutz" Themen, die in der Öffentlichkeit nur noch ein müdes Gähnen auslösen. "Froschschenkel essen?" Das war doch einmal ein Thema in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, meinen viele und liegen mit dieser Meinung ziemlich falsch.

Geben Sie einmal bei einer Suchmaschine die Begriffe "Froschschenkel kaufen", "Froschschenkel Rezept" oder "Froschschenkel bestellen" ein und Sie werden feststellen, wie aktuell dieses wichtige Tier- und Artenschutzthema auch heute noch ist.

Es ist erschreckend, an wie vielen Stellen auch in Südbaden und Deutschland zwischenzeitlich wieder Froschschenkel verkauft und in Lokalen zubereitet und gegessen werden. Während gerade aktuell viele Artenschützer bei den jährlichen Amphibienwanderungen Nacht für Nacht Frösche und Kröten retten, werden diese nebenan im Restaurant verzehrt.

Da in Europa viele Feuchtgebiete "verschwunden" sind und die stark bedrohten Amphibien bei uns unter Schutz stehen, wird der enorme Bedarf an Froschschenkeln durch Importe aus Asien bedient.

"Im Jahr 2015 importierte die Europäische Union 4234 Tonnen Froschbeine - was den Gliedmaßen von zwischen 84 und 200 Millionen Fröschen entspricht."schreibt die Deutsche Welle und berichtet weiter: "Nachdem Indien und Bangladesch den Export von Fröschen 1987 und 1989 verboten hatten, wurde Indonesien zum Hauptexporteur. Heute stammen mehr als zwei Drittel aller Froschschenkel in den Supermärkten weltweit von dort. Schon seit vielen Jahren warnen Naturschützer, dass der Handel nicht nachhaltig sein kann. Und es geht noch weiter: Einer neuen Studie nach sind viele Froschschenkel falsch gekennzeichnet."

Bei der "Froschschenkel-Ernte" werden den Fröschen zumeist am Fangort die Hinterextremitäten bei lebendigem Leib vom Körper getrennt. Viele der importierten Froschschenkel stammen immer noch aus Wildfängen. Dies reduziert die bedrohten Tierarten und erhöht gleichzeitig das Malariarisiko. Gegen die Ausbreitung dieser Infektionskrankheit helfen vor allem Frösche. Das Essen von Froschschenkeln ist also nicht nur Tierquälerei, es gefährdet auch Menschenleben.

Um zu überprüfen, ob das Fleisch in Berliner Supermärkten von wildlebenden Fröschen oder von Farmen stammt, hat ein Forscherteam des Museums für Naturkunde Berlin im Jahr 2017 eine ungewöhnliche Methode angewandt.

"Mit Hilfe der Isotopenzusammensetzung stellten die Forscher fest, dass die Froschschenkel mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich aus den angegebenen Ländern stammten, aber nur teilweise auch wirklich auf Farmen aufwuchsen. Etwa die Hälfte der Tiere wuchs unter natürlichen Bedingungen auf. Mit Hilfe genetischer Untersuchungen wurde auch festgestellt, dass die Artangaben auf den Verpackungen nicht immer korrekt waren."

Während unsere europäischen Amphibien zumindest vor dem Fang geschützt (aber immer noch massiv bedroht) sind, ist der Import von Froschschenkeln nach Deutschland und Europa eine legalisierte Form der Tierquälerei und eine Ausbeutung von armen Ländern wie Indonesien. Ein besonderer Skandal ist der unkontrollierte Import von Wildfängen, der nicht nur bedrohte Arten, sondern auch die ländliche Bevölkerung gefährdet, wenn durch das Fehlen der Frösche das Malariarisiko steigt.

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer







Verschiedenes 

Zeitspiel mit atomarem Risiko

Frankreichs Energiekonzern EdF verschiebt nötigen Beschluss zur Stilllegung von Fessenheim

Umweltminister Franz Untersteller: „Es ist zu befürchten, dass die Stilllegung des Risikoreaktors Fessenheim in Frankreich auch politisch jetzt noch einmal diskutiert wird.“

„Was die französische Regierung und der Energiekonzern EdF vorführen, ist ein Spiel auf Zeit mit hohem atomaren Risiko. Und ob am Ende die versprochene Stilllegung von Fessenheim steht, ist immer noch offen“, kommentierte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller die gestrige (6.4.17) Entscheidung des Verwaltungsrats des Kraftwerksbetreibers Electricité de France.
Das Gremium hat beschlossen, den Antrag auf Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim in die nächste französische Präsidentschaft zu verschieben.

Franz Untersteller: „Frankreichs Regierung hat es offensichtlich nicht geschafft, im Laufe von fünf Jahren die Stilllegung des grenznahen Atomkraftwerks wenigstens unumkehrbar zu beschließen. Damit kann Frankreich, damit kann Baden-Württemberg nicht zufrieden sein. Und wir sind es auch nicht!“

Im Moment, so Untersteller, sei er „nur enttäuscht“, er hoffe, die französische Regierung beende die riskante Taktiererei endlich. „Und selbstverständlich wird sich Baden-Württemberg weiter intensiv dafür einsetzen, dass Fessenheim nicht nur irgendwann vom Netz gehen soll, sondern tatsächlich bald abgeschaltet wird. Der Betrieb des störanfälligen Reaktors ist in meinen Augen unverantwortlich.“

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Autor: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaf




Verschiedenes 

WRF zu Gast bei Neoperl

WRF zu Gast bei Neoperl
Foto: Veranstalter

Spezialist für Produkte rund ums Trinkwasser stellt sich vor

Unter dem Motto „WRF trifft… Neoperl“ sind am 05. April 70 Gäste aus Politik und Wirtschaft der Einladung der Wirtschaftsförderung Region Freiburg (WRF) zu dem Unternehmen Neoperl nach Müllheim gefolgt. Die Landrätin Dorothea Störr-Ritter begrüßte die Gäste in ihrer Funktion als stellvertretende WRF-Vorstandsvorsitzende und betonte, dass Neoperl in Müllheim eine einzigartige Wachstumsgeschichte geschrieben hat und als international tätige Gruppe sowohl ein bedeutendes Unternehmen als auch ein attraktiver Arbeitergeber für die Region ist.

„Wir sind glücklich über die große Zahl an interessierten Besuchern und freuen uns, ihnen die Neoperl-Welt näherzubringen“, so Fabian Wildfang, Geschäftsführer der Neoperl GmbH, der die anwesenden Besucherinnen und Besucher in die Neoperl-Welt einführte.

Millionen von Menschen nutzen Neoperl-Produkte tagtäglich – bewusst oder eher unbewusst. Neoperl entwickelt und produziert Produkte, die den Wasserstrahl formen, die Durchflussmenge regulieren, die Wasserzufuhr sicherstellen und dem Schutz des Trinkwassers dienen. Das deutsch-schweizerische Familienunternehmen wurde 1959 in Reinach-Basel gegründet. Weltweit beschäftigt Neoperl rund 1.700 Mitarbeitende in 18 Ländern. Müllheim ist der Hauptstandort der international tätigen Neoperl Gruppe. Hier sind rund 500 Mitarbeiter tätig.

Wer am Neoperl-Areal an der Klosterrunsstraße vorbeifährt, sieht auf dem 6,25 Hektar großen Firmenareal diverse Gebäude und Hallen. Hier befinden sich sowohl die Verwaltung, Produktion und Logistik als auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit modernsten Labors. Tag für Tag werden hier 8 Millionen Einzelteile verarbeitet und rund 130 Kilometer Schlauch hergestellt.

„Am Standort in Müllheim investieren wir in eine weitere Produktionsfläche von rund 2000 Quadratmetern für zusätzliche vollautomatische Montageanlagen sowie in ein neuartiges automatisches Kleinteilelager, das von autonom arbeitenden Robotern bedient wird. Gerade wegen unseres bereits sehr hohen technologischen Stands bleiben die Anforderungen an unsere Personalabteilung, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und anforderungsgerecht weiterzuentwickeln, unvermindert hoch“, so Fabian Wildfang.

Die Besucherinnen und Besucher wurden durch die Hallen der Strahlreglerfertigung geführt. An praktisch allen Auslaufarmaturen von Waschtischen und Badewannen sind Strahlregler zu finden. Sie haben eine Schlüsselfunktion für einen perfekten Wasserstrahl. In den Hallen der Strahlreglerfertigung setzen dutzende von Automaten mit ihren elektromechanischen Armen diverse kleinste Teile zu fertigen Innenteilen und Strahlreglern zusammen. Die Endprodukte durchlaufen eine kameraunterstützte, automatische Qualitäts- und Funktionskontrolle und landen perfekt abgezählt und verpackt im Warenausgang.

Der Stolz des Unternehmens ist die neue Continuous-Motion High-Speed Maschine. Dank den fließenden, kontinuierlichen Bewegungen arbeitet sie nonstop und setzt so bis zu 300 Innenteile pro Minute zusammen. Die Besuchergruppe passierte weitere Hallen mit der Fertigung von Produkten wie Rückflussverhinderern und auch die galvanische Oberflächenbehandlung sowie das Logistikzentrum für den internationalen Versand.

Wer sich schon einmal gefragt hat, wie die Anschluss- oder Küchenschläuche zu ihren schön geflochtenen Mustern gelangen, erhielt die Antwort während der Führung durch die Halle der Schlauchfertigung. An über 50 Maschinen gleichzeitig werden hier Schläuche umflochten und mit passenden Anschlüssen voll automatisch ausgestattet. Der Betrieb läuft auf Hochtouren: Damit pro Tag rund 130 km Schlauch gefertigt, geprüft und verpackt werden kann, arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb.

Über die Wirtschaftsförderung Region Freiburg (WRF):
Die im Jahr 1994 gegründete WRF zählt 57 Mitglieder, darunter neben der Stadt Freiburg und den beiden angrenzenden Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen, 32 Städte und Gemeinden sowie Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken aus den beiden Landkreisen und Kammern, Verbände, Institutionen. Das Hauptanliegen der WRF ist die Vernetzung von Politik und Wirtschaft, die Entwicklung der regionalwirtschaftlichen Potenziale, das nationale und internationale Standortmarketing und die Förderung regionaler Stärken wie Biotechnologie, Umweltwirtschaft, Mikrosystem- und Elektrotechnik, Medizintechnik, Gesundheitswirtschaft und Tourismus.

Über Neoperl:
Neoperl wurde 1959 als schweizerisch/deutsches Familienunternehmen an den Standorten Basel und Müllheim gegründet und ist bis heute in Privatbesitz. Weltweit beschäftigt Neoperl über 1.700 Mitarbeiter in 18 Ländern. Neoperl entwickelt und produziert Produkte, die den Wasserstrahl formen, die Durchflussmenge regeln und dem Schutz des Trinkwassers dienen. Diese werden international unter den Marken NEOPERL®, PERLATOR®, CASCADE® und SOFTPEX® vertrieben. Als globaler Marktführer ist die Neoperl Gruppe lösungsorientierter Lieferant für die bedeutendsten Armaturenhersteller weltweit.

Zum Bild oben:
Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen: Frau Astrid Siemes-Knobilch (Bürgermeisterin Stadt Müllheim), Herr Josef Matt (Bürgermeister Gemeinde Friedenweiler), Frau Dorothea Störr-Ritter (Landrätin Breisgau-Hochschwarzwald), Herr Dr. Bernd Dallmann (Hauptgeschäftsführer WRF e.V.), Frau Prof. Dr. Margit Zacharias (Prorektorin für Innovation und Technologietransfer, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), Frau Karin Ortlieb (Vorstandsmitglied Volksbank Müllheim), Herr Phillipp Peters, Herr Florian Weil (Weil Engineering GmbH), Herr Wolfgang Weil (Weil Engineering GmbH), Herr Fabian Wildfang (Geschäftsführer, Neoperl GmbH)

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Karlsruhe: Üppige Pracht im Stadtgarten

Karlsruhe: Üppige Pracht im Stadtgarten
Kleines Paradies aus Grün und Blüten / Foto: Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe

Zu Ostern große Blumenvielfalt / Start für Gondoletta und Führungen

Der lang ersehnte Frühling ist da, und in den städtischen Grünanlagen blüht es an vielen Stellen. So erfreuen nun die Stiefmütterchen in bunten Farben. Letzten Oktober pflanzten die städtischen Gärtnerinnen und Gärtner die beeindruckende Menge von 64.000 Stiefmütterchen, Gänseblümchen, Goldlack, Island-Mohn und Vergissmeinnicht in die Wechselflorbeete im Stadtgarten. Bei warmer Witterung verströmen die Stiefmütterchen einen intensiven Duft. Doch auch viele andere Frühlingsblüher gibt es zu entdecken, so dass sich ein Besuch, vor allem an den Osterfeiertagen, lohnt.

Highlight Tulpen

Ein Highlight sind die blühenden Tulpenbeete. Für die diesjährige Tulpenblüte wurden im letzten Herbst circa 31.000 Zwiebeln allein im Stadtgarten gepflanzt. In den Beeten sind Tulpensorten unterschiedlicher Tulpengruppen zu finden: Frühe und späte Sorten, einfache und gefüllte, lilienblütige, gefranste und Papageientulpen. Manchmal sind die Sorten Ton in Ton gesetzt, manchmal auch kontrastreich nebeneinander.

Gondoletta startet am 8. April

Besonders genießen kann man den Frühling im Stadtgarten bei einer Fahrt mit der Gondoletta auf dem Stadtgartensee. Saisonstart der Gondoletta ist am Samstag, 8. April. Sie verkehrt täglich von 11 bis 18 Uhr. Die Tickets können an allen Eingangskassen und beim Café Karle (unmittelbar südlich der Karl-Birkmann-Brücke auf der Westseite des Zoologischen Stadtgartens) erworben werden.

Botanische Führungen

Auch dieses Jahr werden pflanzen- und garteninteressierten Besucherinnen und Besuchern wieder zahlreiche botanische Führungen vom Gartenbauamt angeboten, etwa zu den Themen Frühjahrsblüher, Stauden, Japangarten, Sommerblumen, Rosen und Bäume. Sie werden jeweils im Internet auf www.karlsruhe.de angekündigt.

Buntes Seebühnenprogramm

Auf der Seebühne treten von Anfang Mai bis Ende September an Sonn- und Feiertagen jeweils nachmittags Musikgruppen auf. Montags wird im Wechsel ein buntgemischtes Unterhaltungs­pro­gramm von Folklore bis Varieté geboten. Im Juli und August finden jeweils mittwochs die beliebten Märchen-Erzählstunden für Kinder statt. Für die verschiedenen Veranstaltungen steht eine 110 Quadratmeter große überdachte Bühne mit 1.720 Sitzplätzen zur Verfügung. Das Programm wird demnächst auf www.karlsruhe.de veröffentlicht beziehungsweise liegt als Flyer an den Kassen des Zoologischen Stadtgartens aus.

Wieder Muster-Balkonkästen

Im Vorgriff auf die kommende Balkonblumensaison seien Blumenfreunde schon jetzt darüber informiert, dass sie sich dieses Jahr wieder anhand von Muster-Balkonkästen des Gartenbauamtes im Stadtgarten Ideen und Anregungen für eigene Balkonkasten-Bepflanzungen holen können. Die Musterkästen sind ab Anfang Mai entlang des Zauns beim Streichelzoo zu sehen. Texttafeln informieren über die jeweils verwendeten Arten und Sorten, wobei bei der Pflanzenauswahl Wert darauf gelegt wird, aktuelle Neuheiten aus dem Balkonblumensortiment zu präsentieren.

Duft- und Tastgarten lockt

Für den seit 1994 bestehenden Duft- und Tastgarten entwickelte das Gartenbauamt zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern des Behindertenbeirates eine neue Konzeption. Der seit einem Jahr bestehende neue Duft- und Tastgarten bei der Seebühne wurde zusammen mit den Auszubildenden des Gartenbauamtes erstellt. Er enthält Pflanzen mit besonderem Duft oder auffälligen Blattstrukturen.

zum Bild oben:
Ein Meer aus Blumen - dies und mehr findet Erläuterung bei einer Führung des Gartenbauamts durch den Zoologischen Stadtgarten. Am 9. April um 10.30 Uhr. Foto: Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe

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ÖKO-TEST-Magazin April 2017

ÖKO-TEST-Magazin April 2017
Die April-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 30. März im Handel

Aus dem Inhalt
Test: Gnocchi
Die Fertigprodukte aus dem Kühlregal haben es teilweise ganz schön in sich. Sie enthalten unter anderem Keimhemmer, Mineralöl, Schwefelverbindungen, überflüssige Aromen und/oder zu viel Salz. Aber es gibt auch empfehlenswerte Marken.

Test: Schulranzen
Angesichts der Vielzahl von Unfällen auf dem Schulweg sollten Schulranzen vor allem sicher sein. Leider haben zu wenig Modelle genügend Signalfläche. Ein weiterer Kritikpunkt sind teilweise auch die vielen Schadstoffe, die als krebserregend gelten. Wenigstens überzeugten die meisten Ranzen bei der Praxisprüfung.

Test: Matschhosen
Matschhosen sollen wasserdicht sein, damit Kinder im Regen rumtollen können. Zwei Hosen im Test erfüllen dieses Kriterium nicht. Außerdem sind auch alle Hosen mit Schadstoffen wie polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet, von denen einige als krebserzeugend gelten. Dazu enthalten die Etiketten von zehn Modellen noch optische Aufheller.

Test: Make-ups
In fast allen konventionellen Make-ups steckt eine Vielzahl von Schadstoffen. Einige enthalten etwa Duftkomponenten wie künstlichen Moschusduft, der sich im menschlichen Fettgewebe anreichert und womöglich Leberschäden verursacht. In manchen Marken stecken Propyl- und Butylparaben oder chemische UV-Filter, die den körpereigenen Hormonhaushalt stören können. Ein weiteres Thema sind Silikonöle, die zwar dafür sorgen, dass die Textur weich ist und möglichst lange auf der Haut haftet. Aber sie stören auch das empfindliche Hautgleichgewicht.

Test: Sportler- und Rheumasalben
Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen: Mit rezeptfreien Gelen und Salben verspricht die Pharmaindustrie Linderung. Doch nur wenige sind bei leichteren Sportverletzungen und Rheuma wirklich empfehlenswert. Zur Abwertung führen vor allem fehlende Wirksamkeitsbeweise und problematische Hilfsstoffe. Fünf Produkte erhalten aber immerhin ein „gut“ und eine Tube sogar die Bestnote „sehr gut“.

Test: wasserbasierte Lackfarben
ÖKO-TEST hat sich gefragt, welchen Schadstoffen Heimwerker ausgesetzt sind, wenn sie mit wasserbasierten Lacken gegen Schrammen und Macken vorgehen. Es zeigte sich, dass die Mehrzahl der Lacke zwar empfehlenswert ist, aber auch nicht gänzlich ohne Schadstoffe auskommt. Dazu zählen unter anderem flüchtige organische Verbindungen, aromatische Kohlenwasserstoffe, die in größeren Mengen als fruchtschädigend und belastend für das Nervensystem gelten, sowie Isothiazolinone, von denen einige als starke Kontaktallergene gelten.

Test: ökologische Geldanlagen
Die Finanzkrise hat auch gute Seiten. Sie hat die Nachfrage nach ethischen, ökologischen Geldanlagen kräftig angekurbelt. Doch viele Grüne-Geld-Investments sind riskanter als gedacht, oft werden gutgläubige Grünanleger sogar abgezockt. Von 71 untersuchten Anlagen verlaufen lediglich 29 planmäßig. Von den restlichen Offerten dagegen endeten 18 bereits mit Schrecken, weil entweder der Anbieter oder der geschlossene Fonds selbst Insolvenz anmelden musste. In diesen Fällen haben Anleger ihr Kapital ganz oder zumindest teilweise in den Sand gesetzt. Weiteren elf Investments droht ein ähnliches Schicksal.

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Dieses Mal im Heft: Extra Fahrrad, Outdoor und Reisen


Outdoorbekleidung: Schicht für Schicht
Warm, robust, atmungsaktiv und wasserabweisend – das sind die Eigenschaften, die Funktionskleidung haben soll. Doch gerade die Wetterfestigkeit ist häufig mit einem hohen Einsatz an harter Chemie erkauft. Allerdings hat bei den Outdoorausrüstern ein Umdenken eingesetzt.

Wanderschuhe: Dieser Weg wird ein leichter sein
Wer wandern will, braucht neben etwas Proviant und einer Karte im Rucksack eigentlich nur noch gute Wanderstiefel. Doch das passende Schuhwerk zu finden ist gar nicht so einfach.

Trinkflaschen: Message in a bottle
Ob Trekkingtour, Mountainbiken oder Bergsteigen: Wer sich anstrengt und viel schwitzt, muss darauf achten, genug zu trinken. Wasser oder andere geeignete Getränke gehören auf jeden Fall zur Ausrüstung. Doch welche der vielen Trinkflaschen ist die beste?

Fahrräder mit Elektroantrieb: Weiter auf der Überholspur
Rund drei Millionen Elektrofahrräder sind aktuell auf deutschen Straßen unterwegs. Das Rentner-Image haben die Pedelecs längst abgelegt. Hersteller setzen auf schickes Design und intelligente Vernetzung.

Fahrradklau: Plötzlich radlos
Firmen tüfteln am digitalen Diebstahlschutz – aber noch führt kein Weg am guten alten Fahrradschloss vorbei. Tipps für alle, denen ihr Rad lieb und teuer ist.

Fahrradbeleuchtung: Es werde Licht
Radfahrer müssen in Sachen Beleuchtung inzwischen kaum noch auf Annehmlichkeiten verzichten. Immer mehr intelligente Lösungen kommen auf den Markt – und auch der Gesetzgeber erlaubt deutlich mehr als früher.

Mückenschutz: Schwirr ab!
Moskitos können die schönste Sommernacht mit ihren Angriffen vermiesen und in bestimmten Regionen sogar gefährliche Krankheiten übertragen. Antimückenmittel haben daher bald wieder Hochkonjunktur. ÖKO-TEST gibt einen Überblick, welcher Wirkstoff gegen welche Plagegeister hilft.

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Und außerdem:

Ihre Fragen rund ums Bett
Matratzen und Lattenroste, Bettgestell und Kopfteile, Betten für Kinder, Paare oder Singles: Alles Themen, an denen die ÖKO-TEST-Leser ein enormes Interesse haben. Das merkt auch die ÖKO-TEST-Verbraucherberatung aufgrund der zahlreichen Anfragen. ÖKO-TEST hat deshalb aus Tests und anderen Artikeln noch mal die wichtigsten Antworten zusammengestellt.

Vegane Süßigkeiten: Es geht auch ohne
Die Zeiten, in denen Veganer auf Trockenfrüchte oder die dunkelste Schokolade im Sortiment zurückgreifen mussten, wenn ihnen der Sinn nach Süßem stand, sind glücklicherweise Vergangenheit. Inzwischen gibt es auch für sie ein üppiges Angebot an Naschwerk. Außerdem lässt sich vieles in der eigenen Küche herstellen.

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Veranstaltungen 

Bleichheim: Garten der Herrenmühle wieder geöffnet

Bleichheim: Garten der Herrenmühle wieder geöffnet
Foto: Veranstalter

Das Frühjahr zeichnet außergewöhnliche Stimmungen in den romantischen Garten im nördlichen Breisgau. Stauden und Gehölze treiben kraftvoll aus, Narzissen und erste Tulpen tauchen die Beete in erste Farben. Zu dieser Jahreszeit sind die baulichen Strukturen und gestalterischen Absichten mit historischem Sandstein sehr gut zu erkennen. Eintritt wird erhoben, Kinder frei. Der Gartenbauingenieur Hansjörg Haas beantwortet den Besuchern gerne ihre Fachfragen.

Der Garten am Schloßplatz 2 in Herbolzheim-Bleichheim ist am Sonntag, 9. April von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Termine:
bis einschließlich Oktober immer der 2. Sonntag im Monat 13 bis 18 Uhr
Mai bis September jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr

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Verschiedenes 

Am 25. März ist „Earth Hour“

Am 25. März ist „Earth Hour“
Am 25. März wird das Licht weltweit für eine Stunde ausgeschaltet. © WWF

Freiburg ist wieder bei der weltgrößten Klima- und Umweltschutzaktion dabei

Rathaus, Schwaben- und Martinstor sowie Colombischlössle eine Stunde im Dunkeln

Am Samstag, 25. März, gehen von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr rund um den Globus die Lichter aus. Während der Earth Hour werden unzählige Menschen zuhause das Licht ausschalten und viele Tausend Städte symbolisch ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit hüllen, darunter Wahrzeichen wie den Big Ben in London oder die Christusstatue in Rio de Janeiro

Freiburg ist in diesem Jahr wieder dabei und wird eine Stunde lang die Beleuchtung von Rathaus, Schwaben- und Martinstor sowie Colombischlössle abschalten, um so ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen.

Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, ermuntert die Freiburgerinnen und Freiburger, sich ebenfalls zu beteiligen: „Das Tolle an der Earth Hour ist, dass jeder mitmachen kann. Schalten Sie für eine Stunde zuhause das Licht aus und werden Sie Teil einer weltweiten Gemeinschaft!“

Auch in diesem Jahr werden sich wieder Millionen Menschen auf der ganzen Welt beteiligen. Wer mitmachen möchte, findet unter www.wwf.earthhour neben Neuigkeiten rund um das Event auch Tipps für die eigene Earth Hour. In Deutschland steht die Aktion dieses Jahr unter dem Motto „Klimaschutz geht gemeinsam“. Die Umwelt-schützer des WWF wollen darauf aufmerksam machen, dass jeder seinen Teil zum Klimaschutz beitragen kann und muss.

Die Earth Hour findet dieses Jahr bereits zum elften Mal statt. Ihren Anfang nahm die Aktion im Jahr 2007 in Sydney. In den darauffolgenden Jahren breitete sie sich dann über die gesamte Welt aus. Mittlerweile wird die „Stunde der Erde“ auf allen Kontinenten in über 170 Ländern begangen. Weltweit nehmen rund 7.000 Städte teil, allein in Deutschland waren es 241 im vergangenen Jahr.

Weitere Tipps und praktische Anregungen für Freiburgerinnen und Freiburger gibt es auch auf der städtischen Homepage unter www.freiburg.de/co2 . Mit dem Freiburger CO2-Rechner können Bürgerinnen und Bürger ihren individuellen CO2-Ausstoß einfach berechnen und mit dem bundesdeutschen Durchschnitt vergleichen. Das persönliche CO2-Konto kann man speichern und immer wieder aktualisieren, um die Einsparerfolge zu verfolgen.

Wer gerne eine persönliche und kompetente Beratung
über Energieeffizienz im Haushalt möchte, kann sich für das Projekt Zuhause A+++ anmelden und erhält eine kostenlose Energiesparberatung zu Hause. Die Stadt Freiburg bietet die Beratungen in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden Württemberg noch bis Oktober 2018 an. Mehr Informationen und die Anmeldung unter www.freiburg.de/zuhause-a-plus

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Veranstaltungen 

Ausstellungstipp: NATUR UND KULISSE

Ausstellungstipp: NATUR UND KULISSE

Vornehme Parallelgesellschaften im 19. Jahrhundert

MUSEUM LA8
Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts, Baden-Baden
25. März bis 3. September 2017

Ab dem 25. März 2017 zeigt das Museum LA8 in Baden-Baden die Ausstellung „Natur und Kulisse. Vornehme Parallelgesellschaften im 19. Jahrhundert“. Zu den spannendsten Neuerungen des frühen 19. Jahrhunderts zählt die bürgerliche Öffentlichkeit. Gewöhnlich wird diese Entwicklung in sozial- und wirtschaftspolitischen Theorien behandelt. Die Ausstellung dagegen fragt nach dem konkreten Ort, an dem sich die Bürger nach dem Ende adliger Misswirtschaft und kirchlicher Bevormundung zwanglos trafen, einander außerhalb der alten Ständeverfassung begegneten, die Wirkung ihrer neuen Kleiderordnung praktisch ausprobierten, sich amüsierten oder auf einer Bank saßen und das Wetter genossen sowie wo sich Geschäfts- oder Liebesbeziehungen anbahnten: dem Park.

Stadtnahe Landschaftsparks sind komplexe Gebilde. Jenseits bäuerlicher oder frühindustrieller Nutzung wird die Natur gärtnerisch eingehegt, nur um sie desto deutlicher als Natur zu inszenieren. Im Park des frühen 19. Jahrhunderts wurde die Natur kompositorisch arrangiert wie in einem Landschaftsgemälde. Der – bis heute andauernde – Reiz für die Spaziergänger war, frei von unmittelbaren Alltagszwecken in passender Kleidung durch das Gemälde zu flanieren, um teilzunehmen am Sehen und Gesehen werden. Der Parkweg wurde zur Bühne, die Natur zur Kulisse.

Mit dem öffentlichen, für alle zugänglichen Kurpark, der nicht mehr mönchischer Kloster- oder höfischer Schlossgarten war, wird für die Ausstellung der neuartig freie Ort lebendig, der Stadt und Landschaft, Zivilisation und Natur, Künstlichkeit und Wildwuchs, Hochkultur und Entspannung harmonisch miteinander verbinden sollte. Zu sehen sind Gemälde von Courbet und Schirmer, elegante historische Kleidung für die Dame und den Herren, Lebenszeugnisse weltberühmter Musiker und Dichter, architektonische und landschaftsplanerische Modelle und Skizzen, in denen die Anliegen und Leidenschaften als Panorama einer Epoche anschaulich werden.

Auffällig sind die Parallelen zwischen Baden-Baden, Wiesbaden, Bad Ems, Karlsbad und anderen Kurorten, in denen das Kuren bald nur eine unter vielen weiteren Aktivitäten und Angeboten wurde. Mit den öffentlichen Parks schuf sich das frühe Bürgertum die angemessene symbolische Form: einen Erlebnis- und Begegnungsraum der vielen Parallelgesellschaften der sich nun ausdifferenzierenden, pluralisierenden Gesellschaft. Im Park an der Lichtentaler Allee in Baden-Baden trafen sich alle: Gäste und Einheimische, Erholungsuchende und Glückspieler, Alt- und Neureiche, Mätressen und vornehme Damen, berühmte Maler wie August Wilhelm Schirmer oder Gustave Courbet, einflussreiche Architekten wie Friedrich Weinbrenner, bedeutende Musiker wie Johannes Brahms oder Clara Schumann (die in Baden-Baden lebte), Dichter wie Fjodor Dostojewski oder Leo Tolstoi, gekrönte Häupter wie Napoleon III., Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta.

Für das Museum LA8 liegt der konkrete historische Ort, an dem all das geschah und der bis heute besucht und besichtigt werden kann, buchstäblich sehr nahe. Das Museum trägt die Lichtentaler Allee als Kürzel in seinem Namen. Mit und in der Lichtentaler Allee erlebte Baden-Baden im 19. Jahrhundert einen atemberaubenden kosmopolitischen und touristischen Aufstieg – ohne spektakuläres Naturwunder wie den Rheinfall in Schaffhausen, eine große Universität oder altehrwürdiges Münster wie in Straßburg oder Freiburg. Im Gegenteil, die Anziehungskraft des Landschaftsparks selbst löste anspruchsvolle Bauvorhaben aus, die sich als Konversationshaus, Grand-Hotel oder Trinkhalle in die Kulisse aus Baumgruppen, Wiesen und sanften Hängen einfügten.

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit der Kuratorin Dr. Irene Haberland, Bonn, und ist eine Kooperation mit dem Stadtmuseum Baden-Baden. Zu sehen ist sie bis 3. September 2017, begleitet wird die Schau von einem umfangreichen Essayband mit zahlreichen Abbildungen.

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