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Veranstaltungen 

Stuttgart: Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche

Stuttgart: Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche

Slow Food Deutschland bringt Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche mit zum Markt des Guten Geschmacks in Stuttgart

Ernährungsbildung und die Schärfung des Verbraucherbewusstseins zu den brennenden Themen rund um das Ernährungssystem - von der Aussaat bis zum Verzehr aber auch die Lebensmittelverschwendung - ist eine der Hauptsäulen der Arbeit von Slow Food Deutschland. Auch beim Markt des guten Geschmacks 2016 bietet Slow Food vielfältige Aktivitäten für Kinder und Jugendliche an und gewährt so einen Einblick in das Bildungsangebot des Vereins.

Am Slow-Food-Stand für Kinder und Jugendliche (Halle 9, Stand 9G84) wird unter anderem das neu angelaufene Slow-Food-Schulprojekt Boden Begreifen vorgestellt. Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung thematisiert das Projekt die Nutzung der endlichen Ressource Boden im Kontext einer wachsenden Weltbevölkerung. Es unterstützt Schülerinnen und Schüler darin, ein persönliches Verantwortungsbewusstsein gegenüber menschlichen Eingriffen in die Natur sowie in den Lebensraum anderer Menschen zu entwickeln. Auf dem Kinder- und Jugendstand von Slow Food werden Böden aus verschiedenen Regionen in Deutschland ausgestellt, um die Vielfalt der Gemische, Farben und Strukturen der Böden darzustellen. Mit Hilfe von Vergrößerungsgläsern können Kinder und Jugendliche dabei die Vielfalt ganz genau unter die Lupe nehmen! Bei kleinen Mitmach-Experimenten können sie ausprobieren, wie viel Wasser Böden speichern können oder wie fruchtbar sie sind.

Bei der Podiumsdiskussion Boden, aus dem das Leben kommt - Gärtnern und globales Lernen äußerte sich Daniel Diehl, Projektleiter von Boden Begreifen bei der Slow Food Deutschland gUG, zur Wichtigkeit des Themas Bodens schon von klein auf: "Weit über 90 % aller Nahrungsmittel entstehen im, auf oder durch den Boden unter unseren Füßen. Böden sichern nicht nur unsere Ernährung, sie spielen außerdem eine entscheidende Rolle im Zusammenhang mit der globalen Klimaveränderung. Um auch Kindern dies deutlich zu machen, bringt Slow Food den Boden in die Messehallen und setzt ihn in den Kontext des eigenen Lebens. Mit eigenen Untersuchungen und Experimenten begreifen die jungen TeilnehmerInnen relevante Bodenfunktionen und verstehen die Auswirkungen des individuellen Bodennutzens".

Andere spannende Mitmach-Aktionen am Kinder- und Jugendstand sind die Sä- und Pflanzaktionen, bei denen Kinder und Jugendliche aus alten Zeitungen ihr eigenes Pflanzgefäß basteln, es mit Erde füllen und ein paar Samen darin säen. Bei der Aktion Flächenbuffet! stellen die Kinder praktische Zusammenhänge zwischen natürlichen Ressourcen und unserem Konsumverhalten her: Wie viel Ackerfläche braucht es für mein Müsli beim Frühstück, den Salat am Mittag oder das Wurstbrot für zwischendurch? Auf dem Flächenbuffet können Kinder und Jugendliche berechnen, wie viel Ackerfläche die verschiedenen Gerichte, die sie jeden Tag essen, benötigen.

Durch die Urbanisierung haben viele Menschen den Kontakt zur Natur, zum Gärtnern und Anbau eigener Lebensmittel verloren. Gleichzeitig sind urbane Gärten und kreative, alternative Anbaumethoden mittlerweile in vielen Städten weit verbreitet. Slow Food will das Thema Gärtnern wieder salonfähig machen - ob in der Stadt oder auf dem Land - und so viele Menschen wie möglich dazu anregen, auch ihren Balkon, Fensterbänke oder ähnlich beschränkte Strukturen zum Gärtnern zu nutzen. Deshalb wird das Thema auf dem Markt des guten Geschmacks mit der Aktion Gärtnern in der Flasche! aufgegriffen. Hier werden "vertikale Gärten" gebaut, in dem aus Plastikflaschen und einer Schnur kleine, hängende Gärten geschaffen werden, in denen Kräuter und Salate wachsen können.

Bei der diesjährigen Slow Food Messe wird außerdem das Slow Mobil Stuttgart (Halle 9, Stand 9G80) vorgestellt. Das Slow Mobil ist ein alter Bauwagen, der zu einer rollenden Küche umgebaut wurde und zu Schulen, Horten, Kindergärten oder -tagesstätten fährt, um Kindern den Spaß am gemeinsamen Kochen und Essen zu vermitteln. Kinder erfahren, wie man aus frischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln schmackhafte Gerichte kochen kann. Slow Food hat deutschlandweit insgesamt 5 Slow Mobile, neben dem neu geschaffenen Slow Mobil Stuttgart außerdem noch in Frankfurt, Freiburg, Karlsruhe und München.

Bei der heutigen Podiumsdiskussion zum Thema Boden unterstrich Dorothee Benkowitz, Vorsitzende Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e. V., die Bedeutung der praktischen Bildung für Kinder: "In einer Vergleichsstudie zwischen Kindern, die im Schulgarten arbeiten und Kindern, die es nicht tun, zeigten sich signifikante Wissensvorsprünge für die Kinder mit praktischer Erfahrung: Durch die Arbeit im Schulgarten haben die Kinder das Wissen um den Pflanzenbegriff auch auf die Nutzpflanzen erweitert, wobei Kinder ohne Bezug zum Gärtnern Gemüse nicht als Pflanzen anerkannten. Ein weiterer in der Studie festgestellter positiver Effekt des Gärtnerns mit Kindern ist, dass das Selbst-Anpflanzen von Lebensmitteln dazu geführt hat, dass sie einen besonderen Bezug dazu entwickeln. Die eigene Erfahrung ist in keinster Weise zu unterschätzen und sie schlägt sich zweifellos in der Ernährung nieder".

Während derselben Podiumsdiskussion berichtete Angelika Ziegler, Vorstand Slow Mobil Karlsruhe, über die Arbeit der Slow Mobile: "Im Slow Mobil versuchen wir Kindern wieder den Bezug zum Essen und dessen Produktion näher zu bringen. Deswegen spielt auch hier das Thema Boden eine wichtige Rolle: Kinder wissen oft nicht mal mehr, dass eine Kartoffel aus dem Boden kommt. Deshalb versuchen wir den Boden sichtbar zu machen und kein vorgewaschenes Gemüse zu verarbeiten. Wir versuchen, über das Thema Gärtnern die Wertschätzung von Lebensmitteln wieder herzustellen - und der praktische Ansatz der Ernährungsbildung ist erfolgreich: Die Kinder, die solche Erfahrungen machen, verändern tatsächlich ihr Verhalten und Verhältnis zum Essen und übernehmen Verantwortung".

Das gesamte Bildungsangebot beim Markt des guten Geschmacks finden Sie online (klicke auf "mehr"). Die Slow Food Messe ist noch am Samstag, 02. April und Sonntag 03. April von 10 - 18 Uhr geöffnet.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Prachtfruchttaube brütet unter den Augen der Zoo-Besucher

Karlsruhe: Prachtfruchttaube brütet unter den Augen der Zoo-Besucher
Quetzalbuntbarsche im Exotenhaus / Foto: Stadt Karlsruhe

Viele Vögel des Exotenhauses sind zutraulich geworden / junges Sumpfmeerschwein

Zutraulich sind die frei in der großen Halle des Exotenhauses lebenden Vögel geworden. Und dennoch war das Tierpflegerteam überrascht, dass die Prachtfruchttaube ihr Ei quasi direkt unter den Augen der Besucherinnen und Besucher ausbrütet. Tagsüber wacht das bunt gefärbte Männchen über das kostbare Gut. Direkt am Besuchergang ist immer wieder sein tiefes Gurren zu hören, dabei macht er sich „dicke“ und äugt, das lila Haupt schrägt geneigt, auf das Ei. Nachts übernimmt seine eher unscheinbare Partnerin die Brut. „Wir sind sehr froh darüber, dass die Besucherinnen und Besuchern den Tieren den nötigen Respekt entgegen bringen, sie mit Freude beobachten - aber nicht stören“, betont Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt.

Keinen Meter vom Brutgeschehen der Prachtfruchttaube entfernt putzt sich auf der Mauerbrüstung der Erpel der Gelbbrustpfeifgans heraus, genau beobachtet von einem Weibchen. Sie wie auch die Kronenkiebitze zeigen sich ganz nah auf Augenhöhe mit den Besucherinnen und Besuchern des Exotenhauses. Oder die Lori: „“Wenn sie Lust haben, kommen sie sogar auf den Arm der Tierpfleger und auch der Besucher geflogen“, erzählt Tierpflegerin Andrea Spranger. „Die Pflanzen und die Felsenlandschaft sind ideale Brutmöglichkeiten für unsere Vögel. Zusätzlich bieten wir Bruthöhlen, etwa für die Loris oder auch Enten an“, fährt sie fort. Gern angenommen werden auch halbe Kokosschalen und Körbchen in verschiedenen Varianten als „Rohbau“ für die Kinderstube.

Farbenprächtige Barsche und ein neuer Schwarm Diskusfische erobern die Unterwasserwelt

Auch in den Großaquarien schwärmt der Nachwuchs aus. Etwa bei den Malawiesee-Buntbarschen oder Quetzalbuntbarsche. Vor einer Woche neu eingezogen sind unter anderem sechs große Pfauenaugenbuntbarsche und weitere vier Quetzalbuntbarsche. Die farbenfrohen Prachtexemplare hat das Naturkundemuseum Karlsruhe zur Verfügung gestellt. In dem von Aquadesigner Oliver Knott kürzlich aufgepepptem Aquarium schwimmen nun jeweils um die 60 Scalare und Schmetterlingsbuntbarsche. Zudem hat er dem Südamerikabecken mit Felsen-Rückwand, Pflanzen sowie Wurzeln eine neue Unterwasserwelt verpasst. Hier können Besucherinnen und Besucher des Exotenhauses ab Gründonnerstag zuschauen, wie ein großer Schwarm Diskusfische seine ersten Runden dreht.

Das ein Tag alte Sumpfmeerschweinchen wuseltflink durchs Gehege

Ein Tag alt – und höchst agil: Vor allem vom Restaurant EXO aus können die Sumpfmeerschweinchen beobachtet werden – und hier zwischen den fünf erwachsenen Tieren ein Jungtier. „Nach 70 Tagen Tragezeit kommen die Kleinen völlig komplett entwickelt zur Welt, sehen dann aus wie die Alttiere in Miniatur“, so Spranger. Die jungen Degus leben derzeit hinter den Kulissen. Sobald sie etwas größer sind, siedeln sie in die Voliere mit den Zwergseidenäffchen.

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Veranstaltungen 

Erstmals Milchtage in Stegen bei Freiburg

Erstmals Milchtage in Stegen bei Freiburg

Gläsenere Produktion und Lernort Bauernhof dabei

In der Dreisamtalgemeinde Stegen finden 2016 erstmals Milchtage statt. Vom 1. bis 5. Juni widmet sich die Gemeinde Stegen mit zahlreichen landwirtschftlichen Betrieben ganz dem Thema Milch. Schirmherrin der Milchtage Stegen ist Bürgermeisterin Fränzi Kleeb.

Auftakt ist am Internationalen Tag der Milch. Von da an bis zum Freitag, 3.Juni, wird in Unternehmen des Dreisamtales mit Aktionen auf das Thema und die Milchtage aufmerksam gemacht. Am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Juni, finden dann jeweils die Milchtage im Ortsteil Eschbach rund um die Halle statt. Dort werden verschiedene Produkte zum Thema Milch und Landwirtschaft der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf dem Scherpeterhof bei Familie Hummel im Ortsteil Eschbach findet an beiden Tagen die „Gläserne Produktion“ mit dem ersten Kompostierungsstall in Baden-Württemberg sowie verschiedenen Produktvorführungen statt.

Der Hinterbauernhof bei Familie Rombach beteiligt sich mit dem Programm „Lernort Bauernhof“ an den Milchtagen. Dort erfahren die Teilnehmer – gerne Schulklassen – an verschiedenen Stationen unter anderem wie lange es dauert, bis aus einem kuscheligen Kälbchen eine stolze Milchkuh wird. Termine: Mittwoch, 01.06. und Sonntag, 05.06.2016 15:30 Uhr bis ca. 18:30 Uhr 6 € p.P. und Donnerstag, 02.06. und Freitag, 03.06.2016 9:30 Uhr bis ca. 11:30 Uhr 4 € p.P. Beim Nachmittagstermin dürfen die Teilnehmer das abendliche Melken live miterleben. Familien erhalten Ermäßigung. Anmeldung per Email: hinterbauernhof@gmx.de oder per Telefon: 07661 908455 (AB). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Info über den Hof: www.hinterbauernhof-ferien.de. Info über Lernort Bauernhof in Baden-Württemberg: www.lob-bw.de. Für musikalische Unterhaltung und natürlich Bewirtung ist an der Halle Eschbach ebenfalls gesorgt.

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen unter www.milchtage-stegen.de oder www.stegen.de.

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Verschiedenes 

Schmackhafte Eier in Premiumqualität

Schmackhafte Eier in Premiumqualität
Eiertheke / Foto: Daniel Jäger

Das Demeter-Weidehuhn-Ei aus dem Mobilstall vom Hofgut Hochburg !

Artgerechte Hühnerhaltung: Der mobile Hühnerstall wird im Sommer auf einer von Streuobstbäumen umsäumten Wiese regelmäßig ein Stück weiter gezogen. So können die Hühner stets frisches Weidefutter fressen und auf der Wiese umherflattern. Bei Schnee und Regen halten sich die Tiere hingegen gerne in dem großzügigen und mit Stroh eingestreuten Wintergarten auf. Kräuterreiches Weidefutter und eigenerzeugter Weizen in Ergänzung mit anderen Getreidebestandteilen in Bio-Qualität führen zu gesunden und schmackhaften Eiern in Premiumqualität.

Erhältlich sind diese Eier in Freiburg im kleinen Laden "sonnengereift - direkt vom Erzeuger" in der Lorettostr.48, 79100 Freiburg, Tel. 0176 978 607 62

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Erweiterung der Elefantenanlage zur Altersresidenz ist tiergerecht

Karlsruhe: Erweiterung der Elefantenanlage zur Altersresidenz ist tiergerecht
European Elephant Group / Foto: Stadt Karlsruhe

Austausch zwischen Zoo Karlsruhe und European Elephant Group

Das Projekt hat Charme. Die Erweiterung der Elefantenanlage zu einer Altersresidenz für Asiatische Elefanten sei tiergerecht und auch im Sinne des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) sinnvoll, waren sich Jürgen Schilfarth, Vorsitzender der European Elephant Group (EEG), und der Karlsruher Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt einig. Auf Initiative von Schilfarth hatte der Austausch des europäischen Elefanten-Schutz-Vereins mit Reinschmidt über die künftige Elefantenhaltung im Zoologischen Stadtgarten stattgefunden. „Die Altersresidenz ist ein Angebot an Zirkusse für Elefantenkühe, die nicht mehr reisen sollen“, erläuterte Reinschmidt beim Treffen am vergangenen Freitag, „das Tierschutzprojekt ist unser erstes Großvorhaben im Masterplan Zoologischer Stadtgarten.“ Über den Masterplan entscheidet der Gemeinderat am 22. März. Mit der bis 2017 vorgesehenen Erweiterung der Außenanlage reagiert der Zoo auch auf das Säugetiergutachten, das unter anderem für die Elefantenanlage Handlungsbedarf vorgibt.

Beim Vororttermin mit Jürgen Schilfarth und weiteren EEG-Mitgliedern hatten Reinschmidt, Chef-Elefantenpfleger Robert Scholz sowie Betriebsinspektorin Claudia Vollhardt die Erweiterung der Elefanten-Außenanlage von derzeit 1.100 auf dann 2.700 Quadratmeter vorgestellt. Im Zoo Karlsruhe kümmert sich ein fünfköpfiges Tierpfleger-Team im direkten Kontakt um die Elefanten, das um die speziellen Belange von Elefanten-Oldies weiß. Denn mit der 61-jährigen Rani, dem ältesten in einem deutschen Zoo lebenden Elefant, und der ein Jahr jüngeren Shanti leben hier heute schon zwei hochbetagte Elefanten. Nach südlicher Erweiterung der Außenanlage unter Aufgabe des Südamerikahauses und Erhalt der unterschiedlichen Bodenstruktur sowie des Baumbestands können bis zu fünf Tiere auf der Anlage leben.

Die tiergerechte Haltung von Elefanten ist Anliegen von EEG. Schöpfend aus einer langjährigen intensiven Beschäftigung mit Haltungsformen im Zirkus, in Zoos oder anderen Einrichtungen mit Elefantenhaltung, habe der Verein es sich zur Aufgabe gemacht, „die Elefantenhaltung begleitend fortzuentwickeln“, informierte Jürgen Schilfarth. Mit Blick auf die derzeit vorhandenen Flächen hatte EEG in zurückliegender Zeit auch die Karlsruher Elefanten-Anlage im kritischen Blick gehabt.

„Im Elefanten-Dialog“ bleiben
Aus ihren verschiedenen Blickwinkeln heraus wollen EEG und Zoo Karlsruhe im „Elefanten-Dialog“ bleiben. Erkenntnisse in der Elefantenhaltung erweitern sich beständig. „Vor 30 Jahren wurde eine Freilaufhalle noch als romantisierende Idee abgetan, heute ist sie Standard“, nannte Schilfarth ein Beispiel. Aktuell setzt sich EEG für den „geschützte Kontakt“ (protected contact) ein, bei dem Elefantenpfleger durch eine sichere Abschrankung mit den Elefanten arbeiten. „Unsere Tiere sind noch den direkten Kontakt gewohnt, das Tierpfleger-Team verfügt hier über eine hohe Kompetenz“, so Reinschmidt. Bei der Altersresidenz geht der Zoo vom direkten Kontakt aus. „Wir werden uns aber bei der Planung für die Erweiterung nichts verbauen und Gesichtspunkte für eine spätere Umstellung der Haltung mitdenken“, betonte Reinschmidt. Dazu gehöre auch, dass sich das Pfleger-Team entsprechend fortbilde. Wichtig sei, flexibel zu bleiben, um auf künftige Entwicklungen reagieren zu können, war sich der Zoo mit der EEG-Gruppe einig, die beim Vor-Ort-Termin auch das Bestandsgebäude ansprachen. „Unser Fokus liegt momentan bei der Erweiterung“, so Reinschmidt, wohl wissend dass es auch im Gebäude selbst noch ein paar Stellschrauben für Optimierungen gibt.

Unterstützung bei Elefanten-Dokumentation
Der EEG liege auch die Dokumentation über alle in Zoos gehaltene Elefanten am Herzen, hatte Schilfarth beim Treffen erwähnt. Wo der Zoo Karlsruhe helfen kann, noch vorhandene Lücken in der Dokumentation über Karlsruher Zoo-Elefanten zu schließen, unterstütze dieser die EEG gerne, sicherte Reinschmidt zu.

zum Bild oben:
European Elephant Group: Vorsitzender Jürgen Schilfarth (rechts) im Gespräch mit dem Karlsruher Zooleiter Matthias Reinschmidt / Foto: Stadt Karlsruhe

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Veranstaltungen 

Für Genießergaumen und Küchenkünstler

Für Genießergaumen und Küchenkünstler

Abwechslungs- und genussreiches Rahmenprogramm beim Stuttgarter "Markt des guten Geschmacks" - Seminare als perfektes Ostergeschenk

Wer einen Marathon laufen will, der sollte seinen Körper trainieren. Wer seinen Geschmackssinn schärfen will, der sollte seinen Gaumen trainieren. Auf dem Stuttgarter "Markt des guten Geschmacks - die Slow Food Messe" (31. März - 3. April) finden Messebesucher optimale Trainingsbedingungen vor: Rund 500 Genusshandwerker bringen die ganze Vielfalt regionaler Speisen und Getränke mit nach Stuttgart. Im genussfreudigen Rahmenprogramm können alle Sinne weiter geschärft werden.

Die komplette Übersicht über Kurse in der Kochwerkstatt, Geschmackserlebnisse, Wein-, Whisky- und Bierseminare gibt es unter www.messe-stuttgart.de/slowfood/rahmenprogramm. Alle Seminare lassen sich dort bequem online buchen und eignen sich hervorragend als Oster-Geschenke.

Geschmackserlebnisse: Auf dem Gipfel des Genusses

Genießergaumen kommen auf dem "Markt des guten Geschmacks" garantiert nicht zu kurz: Unter der Anleitung von Experten verkosten und vergleichen die Teilnehmer den Geschmack von Lebensmitteln bei unterschiedlichen Herkünften, Zubereitungsweisen und Reifegraden. Gemeinsam suchen die Teilnehmer das Typische, spüren Nuancen hinterher und entdecken bisweilen Überraschendes. Im Mittelpunkt stehen dieses Jahr unter anderem: fast vergessene Obst- und Gemüsesorten in Baden-Württemberg, geschmackliche Unterschiede beim Fleisch von Huhn und Hahn oder die Geschmacksvielfalt von Milch.

Weinseminare: Essensbegleiter oder Alleinunterhalter?

In der Vinothek präsentieren sich die große Vielfalt und die Besonderheiten deutschen Weins. Über 150 Tropfen von über 50 Weingütern bieten eine einzigartige Gelegenheit, die spannende Geschmacksvielfalt deutscher Gewächse zu entdecken und zu erschmecken. Darüber hinaus ist natürlich auch der Blick über den Gläserrand in internationale Anbaugebiete möglich. Große Namen der Weinwelt sind hier ebenso zu finden wie kleine Weingüter, die seit vielen Generationen als Familienbetrieb geführt werden.

Für besonderen Genuss sorgen die Weinseminare, zum Beispiel der Klassiker "Wein und Käse", eine Einführung in die deutschen Winzersekte oder ein Blick auf internationale Rebsorten, die mittlerweile in Deutschland heimisch geworden sind. Weitere Informationen und Buchung aller Weinseminare unter: www.messe-stuttgart.de/slowfood/rahmenprogramm.

Bierseminare: Bewährte Handwerkstradition im Glas

Zum zweiten Mal auf der Messe dabei ist der "Marktplatz Brauerhandwerk". Hier präsentieren sich kleine und mittelständische Brauereien, die ihr Bier nach bewährter Handwerkstradition brauen - fernab von industrieller Massenproduktion. In den Seminaren werden unter anderem die Geschmacksvielfalt von Weizenbier in Baden-Württemberg beleuchtet, die geschmackliche Verbindung von Bier und Käse erkundet oder die Geschichte des Bockbiers anhand verschiedener Proben erzählt.

Whiskyseminare: Whisky wird regional

Ebenfalls zum zweiten Mal öffnet der Continental Whisky Market im Rahmen der Slow Food Messe seine Tore. Traditionell arbeitende Brennereien des europäischen Festlands präsentieren hier ihre Destillate. In spannenden Seminaren und Tastings nehmen die Experten die Besucher mit auf eine kleine Europareise, erkunden die Geheimnisse von Fassstärke-Destillaten oder probieren Grain-Whiskys im Vergleich.

Kochwerkstatt: Gemeinsam Leck'res zaubern

Hobbyköche und Genießer aufgepasst: erfahrene Küchenkünstler verraten ihre Geheimnisse! In der Kochwerkstatt können die Messebesucher die kulinarische Schulbank drücken. Frontalunterricht ist hier jedoch Fehlanzeige: In der "Kochwerkstatt" haben neugierige Anfänger und leidenschaftliche Hobbyköche die Möglichkeit, unter der Anleitung von erfahrenen Köchen ein komplettes Gericht selbst zuzubereiten. Einzige Teilnahmevoraussetzung: Spaß am Kochen.

Am Herd stehen unter anderem: Zweisternekoch Johannes King (Kabeljau auf Brandade mit Muschelsud und frischen Gartenkräutern), Sternekoch Bernd Werner (Mit Frühlingslauch gefüllte Kalbsröllchen, Basilikumcreme und Bamberger Hörnla), Sterneköchin Sonja Frühsammer (Caesar's Salad mit Hähnchenbrust vom Zweinutzungshuhn) und Detlev Ueter mit der Eliteklasse der Jeunes Restaurateurs (Karpfen in der Sesamkruste, Estragonschaum und Karotten-Graupen-Gemüse).

Vortragsprogramm: Nachhaltiger Genuss

Wann ist ein Lebensmittel gut, sauber und fair? Sind internationale Lebensmittelstandards gerecht? Warum ist die Arbeit von Hirten und Imkern für Bauern wichtig? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es im Rahmen spannender Podiumsdiskussionen und Vorträge auf der Forumsbühne in Halle 7. Am Donnerstag, den 31. März, stehen vor allem Angebote für Fachbesucher im Mittelpunkt, am Freitag, den 1. April, dreht sich im Rahmen des Kinder- und Jugendtags alles um den kulinarischen Nachwuchs. Samstag und Sonntag, 2. und 3. April, stehen dann unter der Überschrift "Vielfalt retten" sowie "Nachhaltiger Genuss".

Der Markt des guten Geschmacks - die Slow Food Messe: Zwischen dem 31. März und dem 3. April 2016 präsentieren rund 500 Aussteller auf insgesamt 21.000 Quadratmetern eine einzigartige Vielfalt regionaler, traditionell handwerklich hergestellter Spezialitäten, die den strengen Qualitätskriterien von Slow Food genügen. Daneben können sich die Besucher auf ein umfangreiches und genussvolles Rahmenprogramm freuen. Sie erwarten spannende und informative Podiumsdiskussionen, einzigartige Geschmackserlebnisse, die große Vielfalt deutscher Weine in der Vinothek und viele Köstlichkeiten in der Kochwerkstatt.

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Veranstaltungen 

Grüne Party zum irischen Nationalfeiertag

Grüne Party zum irischen Nationalfeiertag
Ed Euromaus Irland

St. Patrick’s Day mit Johnny Logan im Europa-Park

Im späten Frühjahr öffnet der neue Themenbereich „Irland – Welt der Kinder“, dessen Vorboten man bereits am 17. März 2016 im 4-Sterne Superior Hotel „Bell Rock“ erleben kann. Der irische Nationalfeiertag St. Patrick’s Day kann an diesem Tag in der Bar „Spirit of St. Louis“ gebührend gefeiert werden. Ab 18 Uhr erwarten die Gäste irische Live-Musik von Johnny Logan, original Guinness-Bier und Köstlichkeiten von der grünen Insel. Der Eintritt zum St. Patrick’s Day ist kostenlos und jeder Besucher in einem kreativen grünen Outfit erhält einen Welcome-Drink.

Ein Hauch von Irland liegt in der Luft des 4-Sterne Superior Hotels „Bell Rock“, wenn am 17. März der St. Patrick’s Day zu Ehren des irischen Bischofs Patrick gefeiert wird. Passend zur Öffnung des neuen Themenbereichs „Irland – Welt der Kinder“ im späten Frühjahr verwandelt sich die Bar „Spirit of St. Louis“ ab 18 Uhr in einen irischen Pub. Die Gäste erwarten frisches Guinness, fruchtige Cocktails und Leckereien wie Corned Beef. Wer in einem passenden grünen Outfit kommt, erhält einen kostenlosen Welcome-Drink. Für den Sound sorgen Murray Hockridge und der irische Topstar Johnny Logan, der bereits drei Mal den Grand Prix Eurovision für sich entscheiden konnte, mit stimmungsvoller Live-Musik.
Ein ganz besonderes Erlebnis rund um den St. Patrick’s Day bietet eine Auktion von United Charity in Zusammenarbeit mit dem Europa-Park: Hier können Interessierte ein exklusives Erlebnis für einen guten Zweck ersteigern. Weitere Informationen unter www.unitedcharity.de.

Der Eintritt zum St. Patrick’s Day ist kostenlos.

Der Europa-Park ist in der Sommersaison 2016 vom 19. März bis zum 06. November täglich von 9 bis 18 Uhr (längere Öffnungszeiten in der Hauptsaison) geöffnet. Infoline: 07822/ 77 66 88. Weitere Informationen auch unter www.europapark.de.

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Leipzig: Welt-Schuppentier-Tag

Leipzig: Welt-Schuppentier-Tag
Schuppentier © Zoo Leipzig

Neue Schuppentiere für den Zoo Leipzig

Das Schuppentier ist laut Weltnaturschutzunion IUCN gegenwärtig das am häufigsten geschmuggelte Säugetier der Welt. Am heutigen Welt-Schuppentier-Tag wird dieser Umstand zentrales Thema zahlreicher Informationsveranstaltungen sein – so auch im Zoo Leipzig. Der Verein Rettet den Regenwald ist im Elefantenhaus zu Gast. Zwischen 10.30 und 16 Uhr können Besucher allerhand Wissenswertes über die Schutzbemühungen in Erfahrung bringen und um 11.45 Uhr an der Kommentierung und Fütterung der Ohrenschuppentiere durch die Tierpfleger teilnehmen. Außerdem besteht die Möglichkeit, den Schutz dieser hochbedrohten Tierart durch eine Unterschrift auf einer Petition des Vereins zu unterstützen.

Die Bestandszahlen sind dramatisch gesunken. Nach Schätzungen der IUCN wurden im laufenden Jahrzehnt ca. eine Million Tiere aus der Natur genommen. Vor allem in Ostasien werden die vier asiatischen Schuppentierarten intensiv gewildert, um sie auf den Märkten von Vietnam und China als Luxuslebensmittel und Zutat für die traditionelle chinesische Medizin anzubieten. Aufgrund der hohen Marktnachfrage in Asien hat sich mittlerweile ein internationaler Handel mit beunruhigendem Ausmaß etabliert, der zunehmend auch die afrikanischen Arten (4) in den Fokus der Wilderer rückt. Im Jahr 2012 formierte sich in Folge der Entwicklungen die IUCN SSP Pangolin Specialist Group mit 70 Mitgliedern. Ein Aktionsplan umfasst strategische Maßnahmen, die weltweit zur Erhaltung der Schuppentiere dienen sollen, darunter die Stärkung des Gebietsschutzes, der Gesetzgebungen sowie die Schaffung eines Bewusstseins in der Bevölkerung, die Tiere nicht als Nahrungsquelle zu jagen. Alle vier afrikanischen und zwei asiatische Arten werden inzwischen als gefährdet geführt. Das Chinesische- und das Sundaschuppentier sind als vom Aussterben bedroht eingestuft.

„Als einziger Halter in Europa und als Mitglied der Pangolin Specialist Group haben wir ein großes Interesse daran, die Schutzanstrengungen vor Ort zu unterstützen, die Zucht in Zoos zu forcieren und die Öffentlichkeit über die Bedrohungslage zu informieren“, betont Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Der Zoo Leipzig wird in diesem Jahr zwei weitere Tiere aus dem Zoo Taipeh erhalten. Seit den Jahren 2007 und 2009 leben zwei Formosa-Ohrenschuppentiere, Tou Feng und Quesan, in Leipzig, bisher ohne Zuchterfolg. „Mit den Neuankömmlingen möchten wir neue Verpaarungen vornehmen, in der Hoffnung, dass sie uns den ersehnten Nachwuchs bescheren, wir weitere Erkenntnisse über die wenig beforschte Art erhalten und dass perspektivisch eine Backup Population in weiteren Zoos aufgebaut werden kann“, so Junhold. „Die Lage in den Verbreitungsgebieten ist so dramatisch, dass nach unserer Einschätzung eine aktive Einflussnahme der Zoos dringend geboten ist. Die zu den Nahrungsspezialisten gezählten Schuppentiere gelten unter Fachexperten als besonders anspruchsvoll, weshalb sie nur selten in Zoos gezeigt werden.“

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