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Verschiedenes 

Letzter Weckruf für große Koalition

NABU-Kommentar zum Ergebnis der EU-Wahl

Berlin/Brüssel, 27.5.19 – Das Ergebnis der gestrigen EU-Wahl hat gezeigt, dass die Bürger von der Bundesregierung fordern, sich für die Themen Umwelt- und Artenschutz stark zu machen. Union und SPD haben durch ihre Politik massive Verluste einstecken müssen.

Die EU-Wahl-Ergebnisse kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Die Mehrheit der Wähler wünschen sich, dass sich die Bundesregierung endlich für die Themen Umwelt- und Artenschutz einsetzt. Die schwarz-rote Koalition unter Kanzlerin Merkel ist insgesamt zu träge in Umweltbelangen und muss deutlich mehr Tempo beim Schutz von Arten und Lebensräumen, beim Klimaschutz, in der Verkehrspolitik und bei Maßnahmen gegen Ressourcenverschwendung an den Tag legen. Europaweit ist Deutschland eher Bremser statt Vorreiterin in Sachen Umweltschutz. Insektenschwund, Klimakrise und die Plastik- und Verpackungsflut dulden keinen Aufschub.“

Aus NABU-Sicht müsse an erster Stelle die Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik stehen, die derzeit in Brüssel verhandelt wird. Außerdem gebe es immer noch keine Fortschritte bei der Entscheidung, wie die Klimaziele erreicht werden können. „Wer Klimaschutz als Ersatzreligion bezeichnet, hat immer noch nicht verstanden, dass Deutschland sowohl nationale als auch verbindliche europäische Klimaschutz-Ziele verpasst", so Miller.

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Verschiedenes 

Dokumentation: SDGs - Globale Ziele, unterschiedliche Perspektiven?!

Dokumentation: SDGs - Globale Ziele, unterschiedliche Perspektiven?!

„SDGs: Globale Ziele, unterschiedliche Perspektiven?! Friedensbildung – Globales Lernen – Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) liegt nun die Dokumentation „SDGs: Globale Ziele, unterschiedliche Perspektiven?! Friedensbildung – Globales Lernen – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vor. Sie geht auf die gleichnamige Fachtagung zurück, die die Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg gemeinsam mit zahlreichen Netzwerkpartnern im September 2018 im Tagungszentrum „Haus auf der Alb“ der LpB veranstaltet hat. Die Broschüre enthält auf 32 Seiten die Vorträge zur Friedensbildung (Prof. Uli Jäger, Berghof Foundation), zum Globalen Lernen (Prof. Dr. Dr. Gregor Lang-Wojtasik, Pädagogische Hochschule Weingarten) und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (Prof. Dr. Gerhard de Haan, Freie Universität Berlin, Institut Futur). Zudem stellt sie die Ergebnisse aus den Gesprächsforen vor und nennt die Kontaktdaten der Organisationen, die sich bei einem „Markt der Möglichkeiten“ mit ihren Angeboten präsentierten.

Die Fachtagung diente dem Austausch über die 17 Ziele (= SDGs für „Sustainable Development Goals“) des Weltzukunftsvertrages „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung", den die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen im September 2015 verabschiedet haben. Über ihre teils unterschiedlichen Perspektiven auf diese Ziele diskutierten die in den Handlungsfeldern Friedensbildung, Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung tätigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zudem beschäftigten sie sich mit der Frage, wie sich diese Ziele in die politische Bildungsarbeit innerhalb und außerhalb der Schulen konkret umsetzen und operationalisieren lassen.

Hintergrund:
Mit dem 2015 verabschiedeten Weltzukunftsvertrag „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" bringt die internationale Gemeinschaft zum Ausdruck, dass sie anerkennt, dass die Welt vor großen Herausforderungen steht, die sich nur gemeinsam lösen lassen. Und die Erfahrung zeigt, dass die Bearbeitung komplexer Herausforderungen ebenso interdisziplinäre wie multiperspektivische (Lösungs-)Strategien erfordert.

Die Dokumentation ist über den Webshop der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) www.lpb-bw.de/shop kostenlos in gedruckter und digitaler Version erhältlich.

Weitere Informationen und Materialien zur Friedensbildung finden Sie auf der Internetseite der Servicestelle Friedensbildung ...

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Verschiedenes 

NABU: Vernichtende Artenschutz-Bilanz für die EU-Mitgliedstaaten

Tschimpke: Europawahl muss Weckruf sein - BirdLife-Studie: Ziele für 2020 kaum noch erreichbar

Berlin/Brüssel – Das weltgrößte Naturschutznetzwerk BirdLife International, dem auch der NABU angehört, stellt am morgigen Donnerstag in Brüssel einen Fortschrittsbericht zur EU-Biodiversitätsstrategie vor. Auf dem Prüfstand: Die 28 Mitgliedstaaten und die EU-Kommission, die 2011 festgelegt hatten, wie sie bis 2020 das global vereinbarte Ziel erreichen wollen, den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten und eine Erholung der Artenvielfalt einzuleiten.

Das Ergebnis ist alarmierend. Bei mehr als der Hälfte der 37 vereinbarten Maßnahmen ist kein ausreichender Fortschritt zu verzeichnen. Vor allem dort, wo Ressorts außerhalb der Umweltministerien gefragt sind, versagen die EU-Staaten auf ganzer Linie, insbesondere bei der Reform der natur- und klimaschädlichen Agrarpolitik, so das Fazit des Berichts.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „EU-Kommission und Mitgliedstaaten müssen endlich aufhören, sich selbst zu belügen. Jede noch so gute Biodiversitätsstrategie läuft ins Leere, wenn die Maßnahmen nicht umgesetzt werden, weil hierfür der Zuständigkeitsbereich des Umweltressorts verlassen werden muss. Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES hat Anfang Mai unmissverständlich klar gemacht, dass der Planet auf einen Artenkollaps zusteuert. Die Zeit für wohlfeile Reden ist vorbei. Mächtige Mitgliedstaaten wie Deutschland und die nächste EU-Kommission müssen endlich handeln und nicht ständig den Wünschen der Agrarlobby beugen.“

Der NABU fordert zu der aktuell in Brüssel stattfindenden Biodiversitätskonferenz der EU-Kommission, dass EU und Mitgliedstaaten ihre eigene Biodiversitätsstrategie endlich umsetzen. Der BirdLife-Bericht nennt wichtige Maßnahmen, die noch vor 2020 ergriffen werden können und müssen, um den Artenschwund einzudämmen. Dazu zählen ein verstärkter Fokus auf Vertragsverletzungsverfahren zum Schutz des Natura 2000-Netzwerks, Notfallmaßnahmen der EU-Kommission zum Schutz stark überfischter Fischbestände, oder die Erarbeitung eines EU-Verzeichnisses von umweltschädlichen Subventionen.

Der NABU ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, bei der Europawahl am 26. Mai ihre Stimme abzugeben und ein Signal für mehr Umweltschutz in Europa zu setzen.

Raphael Weyland, NABU-Büroleiter in Brüssel: „Trotz aller Kritik – die EU hat Erfolgsgeschichten für den Naturschutz geschrieben, etwa das Netzwerk Natura 2000. Mit ihrem Gerichtshof ist sie zudem Garant, dass beispielsweise bei Infrastrukturprojekten Mindeststandards eingehalten werden. Jetzt kommt es darauf an, Parteien zu wählen, die den Umwelt- und Naturschutz ernst nehmen.“

Die vom NABU unterstützte Kampagne #natürlichEuropa des Deutschen Naturschutzrings (DNR) hat Wahlprüfsteine veröffentlicht, die große Unterschiede in den Wahlprogrammen ausmachen.

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Grillkohle: Holz aus Raubbau

Die Stiftung Warentest ist der Frage nachgegangen, wie viel Holz aus Raubbau in unserer Grillkohle steckt. Die Tester haben den Inhalt von 17 Holzkohlesäcken analysiert. In fünf Säcken versteckte sich Tropenholz. Insgesamt gibt sich die Branche wenig transparent und verschweigt oft Herkunft und Art der verwendeten Hölzer.

In den vergangenen Jahren häuften sich Berichte von Umweltverbänden und Medien, dass Urwälder hierzulande auf dem Grill landen. Rund 233.000 Tonnen Holzkohle wurden 2018 nach Deutschland importiert. Das Ergebnis der Analyse der Stiftung Warentest belegt, dass nach wie vor mehrere Händler Grillkohle aus Tropenholz verkaufen, ohne dass Kunden dies erfahren.

In 9 von 17 Säcken waren weder Holzarten noch Herkunft angegeben – in 5 davon steckte Kohle aus dem tropischen oder subtropischen Raum. Ein Produkt führt Verbraucher in die Irre: Max Grill & Barbecue trägt ein Siegel des Forest Stewardship Council (FSC), das die Kohle als nachhaltig und aus heimischen Wäldern ausweist. Tatsächlich besteht sie jedoch aus Tropenholz.

Aber auch Produkte aus europäischen Laubbäumen sind kein Garant für eine saubere Herkunft, z.B. wenn sie aus der Ukraine stammen, wo es viel Korruption und illegalen Holzeinschlag gibt. Knapp die Hälfte der Anbieter beziehen ihre Kohle zumindest teilweise aus der Ukraine.

Um Grillkohle-Raubbau zu meiden, sollte man ein Produkt wählen, auf dem Holzart und -herkunft angegeben sind und das ein Siegel trägt (FSC, Naturland, PEFC). Im Test erfüllte die Flamenco Grill-Holzkohle (1,17 Euro pro Kilogramm) am ehesten diese Kriterien.

Der Test Herkunft von Grillkohle findet sich in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/grillkohle.

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Unternehmen für nachhaltige Produktion ausgezeichnet

Bundesumweltministerium, "Biodiversity in Good Company" Initiative und NABU küren Gewinner des Wettbewerbs "Die Lieferkette lebt"

Berlin – Am Internationalen Tag der biologischen Vielfalt wurde am heutigen Mittwoch in Berlin das Gewinnerunternehmen des Wettbewerbs „Die Lieferkette lebt. Lieferketten gestalten, biologische Vielfalt erhalten“ bekannt gegeben. Das Bundesumweltministerium (BMU), die „Biodiversity in Good Company“ Initiative und der NABU zeichneten die Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau aus. Die Molkerei verzichtet auf den Einsatz von chemischen Herbiziden.

„Damit wird Pionierarbeit für eine naturverträgliche Landwirtschaft geleistet. Der Verzicht auf chemische Herbizide ist nicht nur gut für die biologische Vielfalt, insbesondere für die Insekten, sondern auch für gesunde Böden, saubere Gewässer und nicht zuletzt die Gesundheit der Bürger,“ so der Parlamentarische Staatssekretär im BMU, Florian Pronold. Das Unternehmen erhielt als Preis eine beitragsfreie Mitgliedschaft für ein Jahr in der „Biodiversity in Good Company“ Initiative.

„In Zeiten des dramatischen Verlustes von biologischer Vielfalt wird das Engagement der Wirtschaft immer wichtiger. Ziel muss es sein, dass Biodiversität bei allen wirtschaftlichen Aktivitäten mitberücksichtigt wird. Mit dem Wettbewerb möchten wir Unternehmen auszeichnen, die die besonderen Herausforderungen in den Lieferketten angehen“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Mit einem Sonderpreis wurde das Bestattungshaus Hebenstreit und Kentrup ausgezeichnet, das mit seinem Projekt für ökologisch wertvolle Bestattungen und einer konsequenten naturfreundlichen Ausrichtung bei Produkten und Vorleistungen punktete. Die Gewinner des Wettbewerbs und alle teilnehmenden Unternehmen werden in einer Broschüre portraitiert.

Der Wettbewerb fand im Rahmen der Verbändeplattform „Unternehmen Biologische Vielfalt 2020“ (UBi 2020) statt, in der Wirtschaftsverbände und Naturschutzorganisationen einen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt leisten und sich gemeinsam für eine Trendwende beim Verlust der biologischen Vielfalt einsetzen.

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Einwegplastik: EU-Staaten geben grünes Licht für neue Regeln

Die EU-Mitgliedstaaten haben heute (Dienstag, 21.5.) im Rat endgültig grünes Licht für neue Vorgaben zu Einwegplastikprodukten gegeben. Um die Vermüllung der Meere einzudämmen, sollen die zehn Wegwerfprodukte, die am häufigsten an europäischen Stränden zu finden sind, aus den Regalen verschwinden. Hersteller werden in die Pflicht genommen für die Kosten von Säuberungsaktionen, zum Beispiel von Zigarettenstummeln. Zudem gibt es neue Regeln für das Recycling von Plastikflaschen und sogenannte oxo-abbaubare Kunststoffe, die sich nach Verwendung nicht endgültig auflösen. Die EU-Staaten haben zwei Jahre Zeit, die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen.

Die neuen Vorschriften beinhalten unterschiedliche Maßnahmen für verschiedene Produkte:

Ein Verbot bestimmter Einwegkunststoffprodukte, für die es auf dem Markt Alternativen gibt, und zwar Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff sowie Becher, Lebensmittelverpackungen und Getränkebehälter aus expandiertem Polystyrol und alle Produkte aus oxo-abbaubaren Kunststoffen.
Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs von Lebensmittelverpackungen und Getränkebechern aus Kunststoff sowie die besondere Kennzeichnung und Etikettierung bestimmter Produkte.
Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung zur Deckung der Kosten von Säuberungsaktionen (Tabakprodukte mit Filter oder Fanggeräte).
Eine Mindestquote von 90 Prozent für die getrennte Sammlung von Kunststoffflaschen bis 2029 (77 Prozent bis 2025) und die Einführung von Vorschriften für das Produktdesign, wonach die Deckel an den Getränkeflaschen fest angebracht sein müssen, sowie das Ziel eines Anteils von 25 Prozent recyceltem Kunststoff in PET-Flaschen ab 2025 und von 30 Prozent in allen Kunststoffflaschen ab 2030.

Der für nachhaltige Entwicklung zuständige Erste Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans erklärte: „In der europäischen Gesellschaft wächst das Bewusstsein dafür, dass wir dringend die Vermüllung und Verschmutzung unserer Ozeane und Meere durch Kunststoffe verringern müssen. Wir haben auf die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger mit klaren Maßnahmen reagiert.“

Der für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständige Vizepräsident Jyrki Katainen fügte hinzu: „In einer modernen Wirtschaft müssen wir die Probleme, die durch Plastikmüll entstehen, angehen. Gleichzeitig kann eine innovativere, nachhaltigere Produktion neue Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit, das Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen eröffnen.“

Der für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei zuständige Kommissar Karmenu Vella erklärte: „Kunststofftrinkhalme oder ‑gabeln sind zwar kleine Gegenstände, können aber große, dauerhafte Schäden verursachen. Die Vorschriften zu Einwegkunststoffprodukten dürften bewirken, dass die Vermüllung durch die zehn häufigsten Gegenstände um mehr als 50 Prozent verringert und Umweltschäden vermieden werden, die sich bis 2030 auf 22 Mrd. Euro belaufen würden. Dies ist europäische Gesetzgebung, wie sie sein soll: Die Vorschriften entsprechen den Forderungen der Bevölkerung, kommen dem Planeten und den Menschen zugute und setzen weltweit neue Maßstäbe.“

Nächste Schritte

Dem heutigen Beschluss des Rates der Europäischen Union folgt die Veröffentlichung des Rechtsakts im Amtsblatt der Europäischen Union. Die Richtlinie wird 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft treten. Die Mitgliedstaaten haben zwei Jahre Zeit, um sie in nationales Recht umzusetzen.

Die Richtlinie sieht unterschiedliche Fristen für die Umsetzung bestimmter Maßnahmen vor:

Die Verbote und die Kennzeichnungspflichten müssen innerhalb von zwei Jahren nach dem Inkrafttreten umgesetzt werden.
Die Bestimmung, dass Verschlüsse und Deckel für alle Getränkebehälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3 Litern am Behälter befestigt sein müssen, muss innerhalb von fünf Jahren nach dem Inkrafttreten der Richtlinie umgesetzt werden.
Die Umsetzung der zusätzlichen Verpflichtungen im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung muss je nach Produkt zwischen Januar 2023 und dem 31. Dezember 2024 erfolgen.

Hintergrund

Die Richtlinie über Einwegkunststoffe ist ein wesentliches Element des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft der Juncker-Kommission und ist Teil der EU-Kunststoffstrategie, der umfassendsten Strategie weltweit, bei der der materialspezifische Lebenszyklus im Mittelpunkt steht, um Kunststoffabfälle und ihre verheerenden Auswirkungen zu bekämpfen und die Vision einer intelligenten, innovativen und nachhaltigen Kunststoffindustrie zu unterstützen.

Mit der Richtlinie wird ein ähnlicher Ansatz verfolgt wie mit der erfolgreichen Richtlinie über Kunststofftragetaschen aus dem Jahr 2015, die zu einem raschen Wandel des Verbraucherverhaltens geführt hat.

Sobald sie umgesetzt sind, werden die neuen Maßnahmen sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bringen, z. B.:

Vermeidung der Emission von 3,4 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent;
Vermeidung von Umweltschäden, die sich bis 2030 auf 22 Mrd. Euro belaufen würden;
Einsparungen für die Verbraucher in Höhe von geschätzten 6,5 Mrd. Euro.





Veranstaltungen 

Karlsruhe: Lastenrad-Roadshow auf dem Friedrichsplatz

Karlsruhe: Lastenrad-Roadshow auf dem Friedrichsplatz
Klimafreundliches Transportmittel Lastenrad / Foto: pr

Am 24. Mai verschiedene Cargobikes testen

Die bundesweite Cargobike-Roadshow macht am 24. Mai zum vierten Mal Station in Karlsruhe. Die Stadt möchte mit der Veranstaltung Lust auf die modernen Lastenräder machen Von 14 bis 19 Uhr können Lastenradfans und solche, die es werden wollen, auf dem Friedrichsplatz viele verschiedene Modelle Probe fahren. Die Roadshow bietet Testfahrten mit einer breiten Modellpalette, die sonst nur auf wenigen Fahrradmessen zu sehen ist. Fast alle Test-Lastenräder sind mit E-Antrieb ausgestattet. Zwölf Hersteller stellen jeweils ein Modell zur Verfügung. Interessierte können unter anderem ausprobieren, wie sich zwei- und dreirädrige Cargobikes im Fahrgefühl unterscheiden. Je nach Modell lassen sich ein bis vier Kinder oder bis zu 100 Kilo Last bequem und günstig am Stau vorbei direkt bis vor die Haustür transportieren. Auch Karlsruher Fahrradhändler präsentieren am 24. Mai ihre Produkte auf dem Friedrichsplatz.

Die modernen "Lastesel" sind das ideale Transportmittel für die Innenstadt, betont Johannes Schell, Radexperte aus dem Stadtplanungsamt. Ein Grund, weshalb das Stadtplanungsamt bereits in den vergangenen Jahren "Umsteiger" gesucht hat: Privatpersonen und Gewerbetreibende, die drei Wochen lang ihr Auto stehen lassen und ein Lastenrad ausprobieren wollten. Daraus entwickelte sich "Lastenkarle", die Lastenradinitiative Karlsruhe: Registrierte Nutzerinnen und Nutzer können sich dort stunden- oder tageweise kostenlos ein Lastenrad leihen (https://lastenkarle.de/).

Lastenräder entlasten die Städte

"Cargobikes sind das ,Yes We Can` des Radverkehrs", so Mit-Organisator Arne Behrensen von "Cargobike.jetzt". "Durch den E-Motor erhalten Cargobikes einen wichtigen Schub", stellt Wasilis von Rauch fest, ebenfalls einer der Roadshow-Organisatoren. "In Zeiten verstopfter Innenstädte, von Stickoxid- und Feinstaubalarm, Verkehrslärm und Parkplatznot sind E-Cargobikes attraktive Problemlöser."

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Klima-Frühling geht zu Ende

Zwei Höhepunkte am 31. Mai und 1. Juni

Zu den N!-Tagen Baden-Württemberg (1. bis 4. Juni) geht der bunte Aktionsmonat "Karlsruher Klima-Frühling" zu Ende. Zum Abschluss stehen noch einmal zwei Höhepunkte auf dem Programm.

Am Freitag, 31. Mai, wird der Film "Immer noch eine unbequeme Wahrheit – unsere Zeit läuft" von Al Gore im Filmtheater Schauburg gezeigt. Ab 16 Uhr können die Besucherinnen und Besucher im Foyer an einem Büchertisch der Buchhandlung am Kronenplatz zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit stöbern und bis zum Filmbeginn um 17 Uhr anhand eines Parcours ihren persönlichen CO2-Fußabdruck berechnen. Im Kinosaal laufen vor Beginn des Hauptfilms kurze Filmclips aus schulischen, studentischen oder bürgerschaftlichen Projekten zum Thema Klimaschutz. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Am Samstag, 1. Juni, sind alle Interessierten zum "Agenda 2030 – Nachhaltigkeitstag" auf den vorderen Schlossplatz eingeladen. Von 11 bis 16 Uhr bieten bürgerschaftliche Akteure, Institutionen und private Initiativen ein buntes Angebot, bei dem sie der Öffentlichkeit ihr Engagement vorstellen. Die Themen reichen von Klimaschutz und Klimawandel, Nachhaltigkeit im Alltag leben, Kunst und Bildung für nachhaltige Entwicklung bis hin zum Fairen Handel und zur Gesundheitsförderung. Darüber hinaus können sich Groß und Klein auf mehrere Mitmachaktionen freuen. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich bei einem Menschenkicker mit fair gehandelten Bällen auszupowern oder ihr Geschick am lebensgroßen Stapelspiel "Agenda2030-Jenga" zu erproben.

Mit dem "Agenda 2030 – Nachhaltigkeitstag" endet der "Karlsruher Klima-Frühling" im Rahmen der Klimaschutzkampagne "Karlsruhe macht Klima". Viele Gruppen, Initiativen und Organisationen, die in Karlsruhe für Klimaschutz und Nachhaltigkeit aktiv sind, stellten einen Monat lang ein buntes Programm an Aktionen und Veranstaltungen zusammen und machten so die Themen Klimaschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit auf vielfältige Weise erfahrbar.

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