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Verschiedenes 

Karlsruhe: Arbeitskollege Pferd schont den Wald

Karlsruhe: Arbeitskollege Pferd schont den Wald
Effiziente Zusammenarbeit / Foto: Stadt Karlsruhe

Großes Vertrauen zwischen Mensch und Tier ist Basis beim wiederentdeckten Holzrücken

Metallisches Klappern und Hufgetrappel klingt durch den Karlsruher Stadtwald. Jochen Bacher ist im Auftrag des städtischen Forstamts mit seinen beiden vierbeinigen Arbeitskollegen Lui und Burli im Karlsruher Oberwald und Rissnert als Holzrücker im Einsatz. In den Tagen zuvor haben Forstwirt-Auszubildende in zwei Waldbereichen Pflegearbeiten durchgeführt und schwache bis mittelstarke Bäume gefällt. Die beiden Süddeutschen Kaltblüter ziehen die Baumstämme aus dem Wald und legen sie am Weg ab. Schwere Holzstücke werden bis zur Rückegasse transportiert und dann von einer Forstmaschine bis an den Weg gebracht. So verbindet sich jahrhundertealte Tradition mit moderner Forsttechnik zu einem effizienten Arbeitsverfahren.

Für den Wald ist das ein großer Gewinn, der Waldboden wird dadurch geschont und muss nicht mit schweren Maschinen befahren werden. Die Forstmaschine trägt dazu bei, dass die Pferde nicht zu sehr belastet werden, gesund und leistungsfähig bleiben - im Idealfall mit Freude an der Arbeit. Diese basiert auf großem gegenseitigen Vertrauen zwischen Tier und Mensch. Die starken Pferde bringen nicht nur körperliche, sondern auch hohe geistige Leistung. Sie verlassen sich auf ihren Pferdeführer, verstehen dessen Anweisungen und folgen ihnen. Darüber hinaus suchen sie selbst den geschicktesten Weg durch das Unterholz und weichen Hindernissen aus.

zum Bild oben:
Das städtische Forstamt bedient sich wieder des traditionellen Holzrückens durch Pferde und setzt zugleich für den Weitertransport schwerster Lasten auf moderne Maschinen.
Foto: Stadt Karlsruhe








Verschiedenes 

Grötzinger Baggersee wird vermessen

Peilboot ist auf beiden Seeteilen im Einsatz

Im Auftrag des Umwelt- und Arbeitsschutzes der Stadt Karlsruhe beginnt die IngenieurTeam GEO GmbH am Dienstag, 26. Januar, um 8 Uhr mit der Vermessung des Grötzinger Baggersees. Ein Autokran bringt dazu am Fischerheim ein Peilboot mit Fächerecholot zu Wasser. Mithilfe der Fächerecholotung wird die Tiefe des Sees flächendeckend gemessen und eine hochauflösende, dreidimensionale Darstellung des Seebodens erzeugt. Tiefenlinien und Farbschichtenpläne stellen den Verlauf des Seebodens und der Böschungen dar. Mit diesen Informationen können Aussagen zum Zustand des Sees, beispielsweise aus gewässerökologischer Sicht, gemacht werden. Beide Seeteile, auch der Naturschutzteil, werden befahren. Die wasser- und naturschutzrechtliche Erlaubnis dafür liegt vor.





Verschiedenes 

NABU: Gesetzentwurf zu Mehrweg muss ohne Ausnahmen gelten

Krüger: Einführung der Mehrwegpflicht schützt Meere

Berlin, 20.01.21– Heute stellt Umweltministerin Svenja Schulze im Bundeskabinett einen neuen Gesetzesentwurf zur Einwegkunststoff-Richtlinie vor. Die Vorlage ist Teil der nationalen Umsetzung der europäischen Einwegkunst-Richtlinie, mit der der Müll in den europäischen Meeren reduziert werden soll.

Der NABU begrüßt die im Entwurf vorgesehene Pflicht, neben Einweg auch Mehrweg für To-Go-Angebote bereitstellen zu müssen, kritisiert aber gleichzeitig die Ausweitung der Ausnahmen im Vergleich zum Referentenentwurf aus dem November 2020.

„Die Einführung einer Mehrwegpflicht ist wichtig, um unsere Meere vor der Plastikflut zu schützen. Allerdings sollte diese nicht nur auf Geschäfte größer als 80m² beschränkt werden. Auch in kleinen gastronomischen Betrieben oder Kiosken fallen erhebliche Mengen an To-Go-Einwegverpackungen und Einweggetränkebechern an. Mit dem aktuellen Gesetzesentwurf wird hier eine Chance verpasst, einen großen Beitrag zur Vermeidung von Einwegkunststoff zu leisten. Deshalb muss das Mehrweggebot, von fallspezifischen Ausnahmen abgesehen, für alle Betriebe gelten“, mahnt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Genauso wichtig ist es nach Ansicht des NABU, mehr Anreize zu schaffen, um die Verbraucher zur Nutzung von Mehrweglösungen zu motivieren. Deshalb sollten auch steuerliche Begünstigungen für Mehrwegverpackungen entwickelt und eingeführt werden. Mehrweg sollte gesetzlich immer billiger sein als die Einwegvariante und nicht nur nicht teurer, wie im Gesetzesentwurf bisher vorgesehen.

„Die Einwegplastik-Richtlinie der EU verpflichtet uns, die längst überfälligen Maßnahmen gegen die Vermüllung der Meere umzusetzen. Wir können uns angesichts des dramatisch schlechten Zustands auch der Nord- und Ostsee kein Zögern und Verwässern mehr erlauben. Jetzt ist die Zeit, Einwegprodukte vom Markt zu drängen, Mehrweg zu stärken und auch die Produzenten viel stärker in die Verantwortung zu nehmen“, sagte David Pfender, NABU-Referent für Meere ohne Plastik.

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Veranstaltungen 

Pakt mit dem Planeten schließen: Unsere Ernährungswelt nach Corona

Pakt mit dem Planeten schließen: Unsere Ernährungswelt nach Corona
Erntetour 2016 (c) Wolfgang Borrs

Die Corona-Pandemie fordert uns persönlich und als Gemeinschaft seit zwölf Monaten heraus. Umso wichtiger ist es zu erkennen, wie sie mit unserer Lebens-, Wirtschafts- und Ernährungsweise zusammenhängt. Unsere große Chance liegt darin, jetzt die richtigen Schlüsse zu ziehen für eine Ernährung, bei der Genuss und Verantwortung in Einklang gelangen. Welche das sind, dazu diskutieren Expert*innen bei einem kostenlosen Online-Podium von Slow Food am 28. Januar 2021.

Aktuell schaut die Welt auf Fallzahlen, Impfstrategien sowie Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Aus Sicht von Slow Food ist entscheidend, gleichzeitig die Zusammenhänge zwischen Pandemieausbruch und unserer Lebensweise in den Blick zu nehmen. Renommierte Wissenschaftler*innen warnen davor, dass es nach Corona weitere, dem Menschen gefährliche Zoonosen geben könnte – wenn wir nicht besser auf die Gesundheit der Erde und unserer selbst achten. Corona lehrt uns: Die Gesundheit der Tiere, des Planeten insgesamt und unsere eigene sind aufs engste miteinander verknüpft.

Haben unser bestehendes Lebensmittelsystem und unser Essverhalten die Verbreitung des Corona-Virus gefördert? Wie beeinflusst unser Umgang mit (Nutz-)Tieren und die zunehmende Zerstörung der Ökosysteme die Entstehung einer Pandemie? Wie können wir die Gesundheit der Erde und ihrer Bewohner künftig zusammen denken und wiederherstellen? Wie kann es uns im Zuge der Wiederbelebung der Wirtschaft gelingen, dass wir Biodiversitätsverlust und Klimawandel in den Griff bekommen? Warum ist biokulturelle Vielfalt eine Antwort auf die Gesundheitskrise? Und vor allem: Wie kann und muss unsere Ernährungsweise dabei unterstützen? Welche Rolle spielen regionale Wertschöpfungsketten?

So nachvollziehbar der Wunsch nach Rückkehr in die ‚Normalität‘ ist, so wichtig ist es, diese ‚Normalität‘ für ein lebenswertes Morgen neu zu definieren. Slow Food tut dies gemeinsam mit Expert*innen und Verbraucher*innen bei einem Podium am 28.1. um 19:30 Uhr. Die Moderation übernimmt Dr. Tanja Busse, Moderatorin und Autorin.

Podiumsteilnehmende sind:
• Prof. Dr. Simone Sommer, Evolutionsökologin, Universität Ulm (Conservation Genomics and EcoHealth)
• Christoph Simpfendörfer, Generalsekretär Demeter International
• Hubert Hohler, Gastronomischer Leiter der Buchinger Wilhelmi-Klinik am Bodensee, Mitglied der Chef Alliance von Slow Food
• Dr. Nina Wolff, amtierende Vorsitzende Slow Food Deutschland e.V.

Veranstaltungsdetails für den 28.1.2021 | 19:30 - 20:30 Uhr: Die Veranstaltung ist kostenfrei; sie findet via Zoom statt und wird ebenfalls live auf YouTube übertragen. Die Zugangsdaten für Zoom erhalten die Teilnehmenden nach ihrer Anmeldung vorab per Email. » Anmeldefrist bis Dienstag, 26.1. (klicke unten auf "mehr")

Die Veranstaltung findet im Rahmen von Terra Madre Salone del Gusto statt.

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Verschiedenes 

Insektenschutz: Bundesregierung muss ihr eigenes Aktionsprogramm jetzt umsetzen

Berlin, 19.1.21 - Die Umweltorganisationen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), CAMPACT, Greenpeace, Deutsche Umwelthilfe, Naturschutzbund (NABU), Umweltinstitut München e.V., WWF Deutschland und der Dachverband DNR fordern die Bundesregierung auf, endlich ein wirksames Gesetzespaket zum Schutz der Insekten auf den Weg zu bringen. Noch im vergangenen Dezember waren die Bemühungen am Widerstand des Bundeslandwirtschaftsministeriums gescheitert, Einvernehmen in der Bundesregierung herzustellen.

„Kommt die Bundesregierung bis Anfang Februar nicht zu einer Lösung, wird es in der laufenden Legislaturperiode praktisch unmöglich, die notwendigen legislativen Schritte für einen besseren Insektenschutz zu erreichen. Dies wäre eine Bankrotterklärung. Ein zentrales Versprechen aus der Koalitionsvereinbarung hätte die jetzige Regierung nicht eingehalten", betonen die Verbände.

Mit dem Entwurf für ein Insektenschutzgesetz hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze bereits im Sommer 2020 wichtige Vorschläge unterbreitet, um Insekten besser zu schützen. Diese umfassen zum Beispiel Regelungen, um die Lichtverschmutzung und den Einsatz von Bioziden in Naturschutzgebieten zu reduzieren, den Abstand von Pestizideinsätzen zu Fließgewässern zu vergrößern und den Schutz von Biotopen zu erweitern. Der Beschluss des Gesetzes scheiterte bisher jedoch am Widerstand der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

"Die Bundeslandwirtschaftsministerin muss endlich die notwendige Pestizidreduktion auf den Weg bringen, anstatt sich nur dafür stark zu machen, Ausnahmen zuzulassen. Mit einer Halbierung des Einsatzes von Pestiziden hat die EU-Kommission in der Farm-to-Fork-Strategie eine klare Zielmarke bis 2030 gesetzt", so die Verbände. Sie sehen im vorliegenden Verordnungsentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums einen klaren Wortbruch, denn entgegen der Vereinbarungen im Aktionsprogramm Insektenschutz beinhaltet der Entwurf keine Vorschläge, wie die Anwendung von Totalherbiziden wie Glyphosat komplett beendet werden kann. Glyphosathaltige Herbizide spielen in den derzeit dominierenden Anbausystemen eine zentrale Rolle und führen zu einem eklatanten Verlust an Artenvielfalt bei Blühpflanzen, die als Nahrungsgrundlage für Insekten dienen.

"Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, verspielt sie jegliche Glaubwürdigkeit und verfestigt den Eindruck, dass Insekten nur in Sonntagsreden systemrelevant sind. Ein Zustand, den sich unsere Gesellschaft angesichts des sich weiter verschärfenden Artensterbens nicht leisten kann", so die Verbände.





Verschiedenes 

Freiburger Klima- und Artenschutzmanifest wird umgesetzt

Maßnahmen werden vorgestellt
Klima- und Artenschutzcheck von allen Gemeinderatsbeschlüssen
Förderprogramm für Artenschutz auf privaten Flächen
Zahlreiche weitere Maßnahmen sollen 2021 starten

Das Freiburger Klima- und Artenschutzmanifest trägt Früchte. In den kommenden Wochen werden dem Gemeinderat mehrere Maßnahmen zur Kenntnis und zur Entscheidung vorgelegt, die wesentlich zum Schutz des Klimas und dem Erhalt der biologischen Vielfalt in Freiburg beitragen. Diese Projekte sind erste konkrete Folgen aus dem Manifest, das im Dezember 2019 vom Gemeinderat beschlossenen wurde

„Das Klima- und Artenschutzmanifest ist keine Symbolpolitik und kein Papiertiger. Es ist der Freiburger Weg, wie wir der Klimakrise und dem Artensterben auf lokaler Ebene entgegenwirken. Wir haben intensiv daran gearbeitet, und nun leiten wir wichtige Schritte in die Wege. Die Klimakrise ist die größte Herausforderung der Gegenwart“, so Oberbürgermeister Martin Horn. „Auch in der Pandemie haben wir selbstverständlich den Klima- und Artenschutz als zentrale Herausforderungen unserer Zeit nicht vergessen. Im Gegenteil – im Jahr 2021 führen wir nun als eine zentrale Maßnahme aus dem Manifest, die sogenannte Prüfung der Klima- und Artenschutzrelevanz von Beschlussvorlagen für den Gemeinderat (PKAB) ein. Das bedeutet, dass in Zukunft alle Gemeinderatsbeschlüsse daraufhin geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf Klima und Biodiversität haben“ so Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik.

Der Klima- und Artenschutzcheck – die PKAB

Für die PKAB wurde eine eigene Prüfroutine entwickelt. Schon während die Vorlagen für den Gemeinderat durch die Verwaltung erarbeitet werden, sollen in Zukunft mögliche klima- und artenschutzrelevante Folgen mitgedacht und bewertet werden. Dafür wurde eine standardisierte Checkliste erarbeitet. Diese ermöglicht es, mit wenig Aufwand und parallel zur Ausarbeitung der Drucksachen, die Folgen von Beschlüssen einzuschätzen. Federführend ist dabei das jeweilige Fachamt, das die Vorlagen erstellt. Beraten wird es dabei von den Expertinnen und Experten des Umweltschutzamts.

Die PKAB löst eine zentrale Forderung des Freiburger Klima- und Artenschutzmanifests ein. Dort ist festgehalten, dass „bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf das Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt berücksichtigt werden und solche Entscheidungen prioritär umgesetzt werden, die den Klimawandel abschwächen“. Die PKAB schafft eine Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat und Transparenz über die Auswirkungen auf Klima- und Artenschutz für die Öffentlichkeit. Zudem können die Themen Klima und Biodiversität schon bei der Vorbereitung von Vorlagen durch die PKAB besser integriert und Prozesse optimiert werden. Der Klima- und Artenschutz in Freiburg wird mit der PKAB weiter verbessert werden.

Im Februar soll der Gemeinderat über die Einführung der PKAB entscheiden. Die Prüfung wird zunächst probeweise für ein Jahr eingeführt, ab 2022 soll sie nach einer Evaluation dauerhaft gelten. Die PKAB gilt für alle Beschlussvorlagen des Gemeinderats. Ausgenommen sind Beschlüsse zur Bauleitplanung oder Planfeststellung, da hier detailliertere Umweltprüfungen schon gesetzlich vorgeschrieben sind.

Lokaler Ökostrom, Fernwärme, Artenschutz – die weiteren Punkte

Neben der PKAB startet dieses Jahr eine Reihe von weiteren Maßnahmen aus dem Manifest, die den Klima- und Artenschutz voranbringen werden. Dazu gehört im Bereich Klimaschutz etwa der Masterplan Wärme und das Stadtstrommodell. Der Masterplan Wärme wird eine langfristige Strategie entwickeln, um die Versorgung aller Stadtteile mit klimafreundlicher (Fern-)Wärme voranzubringen.

Das Stadtstrommodell ist eine Reaktion auf die veränderte Gesetzeslage bei der Erzeugung und Einspeisung von erneuerbarem Strom. Mit Beginn dieses Jahres scheiden Erneuerbare Energieanlagen aus der gesicherten Einspeisung und Vergütung aus. Obwohl jüngst im Rahmen der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz eine Übergangsregelung beschlossen wurde, soll ein Stadtstrommodell für Freiburg langfristig sicherstellen, dass keine Kilowattstunde grünen Stroms verloren geht.

Mit dem Stadtstrommodell planen Stadtverwaltung und badenova eine lokale Struktur für Freiburger Solar- bzw. erneuerbaren Strom. Über ein umfassendes Beratungsangebot sowie entsprechende Zuschüsse werden Altanlagen am Netz gehalten, ertüchtigt oder optimiert (Repowering) sowie der Neubau gefördert. Perspektivisch soll der in Freiburg produzierte Strom aus Erneuerbaren Energien hier eingespeist und unter dem Label Stadtstrom als lokaler Ökostrom vermarktet werden.

Auch im Artenschutz werden weitere zusätzliche Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören die Aktualisierung der Biotopverbundkonzepte für den Tuniberg und die Freiburger Schwarzwaldtälern und die ökologische Aufwertung von Grünflächen der städtischen Gesellschaften und Eigenbetrieben. Außerdem wird ein Förderprogramm zum Artenschutz ins Leben gerufen.

Das Förderprogramm „Artenschutz in der Stadt“ soll Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Institutionen motivieren und finanziell fördern, Artenschutz auf privaten Flächen im Stadtgebiet voranzubringen. So können beispielsweise Vorgärten blütenreicher werden, Wiesen auf Firmengeländen entstehen oder Vögel neu Nistmöglichkeiten an Gebäuden erhalten. Denn so entstehen Nahrung und Nistflächen für Insekten, Vögel und andere Tiere, die im urbanen Umfeld auch zum Wohlergehen der Bevölkerung beitragen. Über das Programm wird der Gemeinderat im März entscheiden. Ab März können dafür Anträge beim Umweltschutzamt gestellt werden.

Das Klima- und Artenschutzmanifest ist bei seiner Verabschiedung ein deutliches politisches Zeichen gewesen: Freiburg wird die Anstrengungen in den Bereichen Klima- und Artenschutz noch weiter forcieren. Nur durch den Schutz unserer Lebensgrundlagen sichern wir die Zukunft und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.





Veranstaltungen 

Karlsruhe: Gutachten zur Grötzinger Ringelberghohl

Digitale Infoveranstaltung am 27. Januar / Anmeldung mit Zugangslink

Die Grötzinger Ringelberghohl ist aus Sicherheitsgründen seit rund zwei Jahren gesperrt, deren Bäume weisen zum Teil starke Schäden auf. Die Stadtverwaltung hat deshalb ein Gutachten beauftragt, das nun vorliegt und Maßnahmen zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit sowie für die nachhaltige Pflege der Bäume empfiehlt.

In einer digitalen Informationsveranstaltung am Mittwoch, 27. Januar, um 17 Uhr erläutern Gutachter Sascha Jillich sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gartenbauamts die Ergebnisse der Expertise und stellen sich anschließend den Fragen des Online-Publikums. Wer teilnehmen möchte, kann sich bis zum Veranstaltungstag um 16 Uhr per E-Mail an groetzingen@karlsruhe.de anmelden und erhält einen Zugangslink.





Veranstaltungen 

NABU und LBV starten Hauptwahl des Vogel des Jahres

NABU und LBV starten Hauptwahl des Vogel des Jahres
Amsel (c) NABU / Christoph Bosch

Unter www.vogeldesjahres.de stehen ab Montag zehn Kandidaten zur Auswahl

Berlin, 15.01.21 – Die erste öffentliche Wahl zum „Vogel des Jahres 2021“ vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) geht in die heiße Phase: Ab dem 18. Januar können alle Menschen in Deutschland bestimmen, welcher der folgenden zehn nominierten Vögel das Rennen macht: Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz oder Rauchschwalbe. Unter www.vogeldesjahres.de können alle ihrem Favoriten bis zum 19. März ihre Stimme geben. Alle Top-Ten-Kandidaten haben eigene Wahlprogramme und -forderungen, um für den Schutz ihrer Art zu werben. Wer die meisten Stimmen bekommt, wird kurz vor Frühlingsanfang zum „Vogel des Jahres 2021" gekürt.

Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer: „Wir erwarten einen spannenden und harten Wahlkampf. Wie sich in der Vorwahl gezeigt hat, scheint das Land gespalten zu sein. Den einen liegen eher seltene und gefährdete Arten wie Goldregenpfeifer oder Kiebitz am Herzen, den anderen wohlbekannte Vögel wie Blaumeise oder Stadttaube. Je mehr Menschen sich an der Wahl beteiligen, desto mehr rückt unsere heimische Vogelwelt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit - mit all ihrer Faszination, aber auch mit ihrer Gefährdung.“

Die nun zur Wahl stehenden zehn Vogelarten sind aus der Vorwahlphase zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember hervorgegangen. Fast 130.000 Menschen wählten diese aus 307 heimischen Brutvogelarten und den wichtigsten Gastvogelarten aus. Mehr als 2.500 Wahlkampfteams hatten sich zusammengetan und deutschlandweit vor allem im Internet für ihre Kandidaten geworben.

Unter den Nominierten finden sich fünf ungefährdete und vier gefährdete Arten sowie eine Art in der Vorwarnkategorie der Roten Liste. Erwartungsgemäß machen die Hälfte bekannte und beliebte Garten- und Siedlungsvögel aus. Aber auch stark bedrohte Agrarvögel wie Kiebitz und Feldlerche haben es in die Auswahl geschafft. Der seltene, aber aktuell nicht bedrohte Eisvogel und der als Brutvogel kürzlich aus Deutschland verschwundene Goldregenpfeifer komplettieren die Auswahl. Die Rauchschwalbe repräsentiert die weit reisenden Zugvögel, die mit besonders starken Bestandsrückgängen zu kämpfen haben. Sieben Finalisten waren bereits einmal - im Fall von Feldlerche und Eisvogel sogar schon zweimal - Vogel des Jahres. Chancen auf ihren ersten Titel haben Stadttaube, Amsel und Blaumeise.

Auch in der anstehenden heißen Hauptwahl-Phase können sich wieder Wahlkampfteams bilden. Die drei Wahlkampfteams, die in Vor- und Hauptwahl die meisten Stimmen gesammelt haben, werden prämiert.

Der „Vogel des Jahres“ wurde seit 1971 durch ein Gremium aus Vertretern von NABU und LBV gekürt. Zum 50. Jubiläum der Aktion können nun erstmals alle Menschen in Deutschland die Wahl selbst in die Hand nehmen.

Wahl des Vogel des Jahres 2021 online ...

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