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Veranstaltungen 

50.000 fordern am Hambacher Wald den Kohleausstieg

50.000 fordern am Hambacher Wald den Kohleausstieg

Berlin/Buir, 6. Oktober 2018. 50.000 Menschen demonstrieren heute am Hambacher Wald friedlich für einen schnellen Kohleausstieg und gegen die Zerstörung des Waldes. Es ist die bislang größte Anti-Kohle-Demonstration im Rheinischen Revier. Wegen Staus und Überlastung der Bahn kam es zu Verzögerungen bei der Anreise. Noch bis zum späten Nachmittag werden tausende Menschen am Wald ankommen.

Die Veranstalter der Großdemonstration, die Initiative Buirer für Buir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die NaturFreunde Deutschlands, forderten gemeinsam mit den Teilnehmern von der Bundesregierung einen zügigen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle und von dem Energiekonzern RWE einen Komplettverzicht auf die geplante Rodung des Hambacher Waldes. Noch gestern musste das Demo-Bündnis die Genehmigung für die Kundgebung mit einem Eilantrag gerichtlich einklagen.

Die Demonstration verlief wie die überwiegende Mehrheit der Proteste rund um den Hambacher Wald friedlich, viele Familien mit Kindern waren gekommen. Bekannte Künstler wie die Band Revolverheld unterstützten die Großdemonstration.

Auch online sprechen sich immer mehr Menschen für entschlossenen Klimaschutz und gegen die Abholzung des Waldes aus. Mehr als 800.000 Menschen unterstützen bereits den Online-Appell „Hambacher Wald: Retten statt roden“.

ZITATE der Redner/innen:

Antje Grothus, Initiative Buirer für Buir:
„Gerichte mussten durchsetzen, was eigentlich Aufgabe der Politik ist, nämlich wertvolle Natur zu schützen vor den rücksichtslosen und rechtswidrigen Plänen eines Energiekonzerns. Die Sturheit von RWEs Kohlepolitik und der Beistand der Landesregierung haben Deutschland international blamiert. Jetzt muss die Bundesregierung die letzten Reste des deutschen Klimarufs retten und den Kohleausstieg sehr ambitioniert angehen.“

BUND-Vorsitzender Hubert Weiger:
„Wir haben heute ein starkes Signal der Zivilgesellschaft für einen schnellen Kohleausstieg gesendet. Trotz aller Versuche von RWE und der NRW-Landesregierung den Protest unmöglich zu machen, haben sich Tausende für mehr Klimaschutz stark gemacht. Jetzt gibt es ein Zeitfenster in der Kohlekommission, einen großen gesellschaftlichen Kompromiss für den schnellen Kohleausstieg und für zukunftsfähige Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen zu verhandeln.“

Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand von Campact:
„RWE und die Regierung Laschet haben mit ihrer Ignoranz und Arroganz im Hambacher Wald eine krachende Niederlage erlitten – ein riesiger Erfolg für die Klimaschutz-Bewegung. Doch das war erst der Auftakt: Noch nie haben so viele Menschen für den Ausstieg aus dem Klimakiller Braunkohle demonstriert. Jetzt lassen wir nicht mehr locker, bis die Bagger endlich still stehen und die Schlote nicht mehr rauchen.“

Martin Kaiser, Greenpeace-Geschäftsführer:
„Dieser Tag zeigt, wie stark die Klimabewegung inzwischen geworden ist. Sie hat RWEs rücksichtslose Kohlepläne gestoppt und sendet damit ein klares Signal Richtung Berlin: Hunderttausende Menschen wollen, dass der Ausstieg aus der Kohle schon heute beginnt. Kein Wald, kein Dorf, keine Kirche dürfen mehr für klimaschädliche Kohle geopfert werden. Nun kann die Kohlekommission endlich ohne RWEs Störfeuer an ihrem Auftrag arbeiten. Sie muss bis Ende des Jahres einen Plan vorlegen, wie Deutschland seine Energieversorgung schnell genug modernisiert, um die Pariser Klimaziele zu erreichen und den Menschen in den Revieren dabei eine Zukunftsperspektive zu bieten.“

Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands:
„Es geht hier um viel mehr als allein den Hambacher Wald. Wir brauchen den schnellen Kohleausstieg und insgesamt das Ende des fossilen Zeitalters, denn die Menschheit ist auf dem Weg in die ökologische Selbstvernichtung. Niemand kann die Gesetze der Natur ignorieren. In der Kohlekommission darf es bei den Ausstiegsfristen nicht um irgendeinen Deal gehen. Im Klimaschutz muss das Notwendige und nicht nur das scheinbar Mögliche getan werden.“

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Verschiedenes 

Fessenheim-Abschaltung am St. Nimmerleinstag?

Fessenheim-Abschaltung am St. Nimmerleinstag?

Das alte Atomkraftwerk im elsässischen Fessenheim soll nach den Worten von Frankreichs Umweltminister François de Rugy bis spätestens 2022 vom Netz gehen. «Das Kraftwerk wird in dieser Amtszeit (von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron) geschlossen, bis 2022» berichten französische Medien
„Die Ankündigung des Herrn Umweltminister François de Rugy im französischen Rundfunk ist eine große Enttäuschung für den BUND und die trinationale Umweltbewegung am Oberrhein. Solche unverbindlichen Aussagen und die unerträgliche Verzögerung des Abschalttermins erinnern doch stark an die falschen, immer wieder gebrochenen Versprechungen des früheren Staatspräsidenten Hollande. In Sachen Atomkraft hat in Frankreich leider nicht die Regierung, sondern der Atomkonzern EDF das Sagen. Der politische Druck für eine schnelle Abschaltung der Risikoreaktoren in der Grenzregion darf nicht nachlassen.“ sagt BUND-Geschäftsführer Axel Mayer





Verschiedenes 

Brief an Herrn Staatspräsident Macron

Brief an Herrn Staatspräsident Macron
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

BUND fordert endlich konkretes Abschaltdatum für das AKW Fessenheim

In der nächste Woche wird der französische Umweltstaatssekretär Sébastien Lecornu in Colmar die Öffentlichkeit über die
Regierungspläne zum französischen AKW in Fessenheim informieren.

Für den BUND am Südlichen Oberrhein war dies der Grund, Herrn Staatspräsident Macron anzuschreiben. Der BUND fordert, endlich
die Unsicherheit zu beenden und ein konkretes und schnelles Abschaltdatum für das älteste AKW Frankreichs zu nennen.
Unten angehängt finden Sie den französischen Text und darunter den deutschsprachigen Briefentwurf.

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Monsieur le Président de la République
Emmanuel Macron
Palais de l'Elysée
55 rue du Faubourg Saint-Honoré
75008 Paris

FRANCE / FRANKREICH

26.09.2018
Monsieur le Président,

C'est avec consternation que nous avons pris connaissance de la démission du Ministre Nicolas Hulot. A nos yeux, c'était l'un des ministres les plus capables et surtout le plus crédible dans sa fonction de Ministre de l'environnement. Sa démission ne fait que renforcer nos craintes concernant la centrale nucléaire de Fessenheim, la plus vieille de France et située à la frontière.
Depuis des années on promet à la population la fermeture de cette centrale, source de danger incommensurable. Votre prédécesseur déjà, le Président Hollande, avait annoncé une fermeture prompte. Cette promesse, il ne l'a jamais tenue, sans doute à cause de l'exploitant, EDF, dont les agissements pas toujours démocratiques, c'est le moins qu'on puisse dire, ne trompent plus la société civile.
Nous avons ainsi l'impression que le lobby nucléaire, personnifié par EDF, agit sciemment, en repoussant au maximum dans le temps l'arrêt des deux vieux réacteurs, ceci pour réaliser l'installation d'un nouveau sur le site.
Monsieur le Président, vous nous avez aussi promis, avec Nicolas Hulot, une fermeture rapide de la centrale. Cependant la date de celle-ci est sans cesse repoussée, sous la pression d'EDF, au comportement plus que critiquable.
Cher Monsieur le Président, rendez public enfin rapidement la date de la fermeture de la centrale de Fessenheim, prouvant ainsi que c'est bien vous et votre gouvernement qui dirigez la France et non EDF.
Dans l'espoir d'être entendus, nous vous prions, cher Monsieur le Président Macron, de recevoir nos sincères salutations et notre cordiale amitié.
Veuillez recevoir mes plus cordiales salutations,

Axel Mayer, secrétaire général du BUND

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Deutscher Textentwurf

Sehr geehrter Herr Staatspräsident Macron,

mit Bestürzung haben wir vom Rücktritt des Herrn Ministers Nicolas Hulot erfahren. Er war einer Ihrer fähigsten Minister und ein wirklich glaubwürdiger Umweltminister.

Sein Rücktritt verstärkt unsere Sorgen wegen des ältesten Atomkraftwerks Frankreichs, das an der Grenze gelegenen AKW Fessenheim. Seit Jahren wird der Bevölkerung die Abschaltung dieser Gefahrenquelle versprochen. Schon Ihr Vorgänger im Amt, Herr Staatspräsident Hollande, hatte die "baldige Abschaltung" verkündet. Er konnte seine Versprechen aber wegen der undemokratischen Macht der EDF nicht wahr machen. So entsteht der Eindruck, dass der Atomkonzern die Abschaltung der alten Reaktoren gezielt verzögert, um in der Zukunft den Neubau eines AKW in Fessenheim zu realisieren.

Auch Sie, Herr Staatspräsident Macron und Herr Hulot, haben uns die baldige, immer wieder verzögerte, Abschaltung des AKW versprochen, doch dieser Termin verschiebt sich durch geschicktes agieren der EDF.

Sehr geehrter Herr Staatspräsident, bitte nennen Sie endlich ein schnelles, konkretes Abschaltdatum für das AKW Fessenheim und zeigen Sie, dass Frankreich von Ihnen und der Regierung und nicht vom Energiekonzern EDF regiert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Axel Mayer, Geschäftsführer





Verschiedenes 

NABU-Studie: 48.000 Tonnen Mikroplastik und gelöste Polymere ...

... aus Kosmetik und Putzmitteln landen pro Jahr im Abwasser

Miller: Mikroplastik-Verbot und Reduzierung gelöster Polymere dringend notwendig

Berlin – 977 Tonnen Mikroplastik und 46.900 Tonnen gelöste Polymere gelangen jährlich in Deutschland allein aus Kosmetikprodukten sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln (WPR) ins Abwasser. Das sind Ergebnisse einer Studie, die vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT im Auftrag des NABU erhoben wurden. Kläranlagen können die Inhaltsstoffe nicht vollständig abfangen, daher gelangt Mikroplastik trotz Abwasserreinigung in unsere Gewässer. Über den Klärschlamm gelangen auch zurückgehaltene synthetische Polymere auf landwirtschaftliche Flächen.

„Wir brauchen ein EU-Verbot von Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln. Nur Mikroplastik als Reibkörper in Duschgel und Peeling zu verbieten, wie es manche Staaten verfolgen, greift viel zu kurz. Mikroplastik muss funktions- und produktübergreifend in Kosmetik und Reinigungsmitteln verboten werden, denn es wird auch als Füllstoff, Trübungsmittel und Filmbildner eingesetzt. Das muss auch in der EU-Plastikstrategie konkretisiert werden“, fordert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Industrie müsse schnellstmöglich auf besser abbaubare Ersatzstoffe umsteigen. „Nationale Verbote können den Druck auf die EU erhöhen, sind aber nur eine Notlösung, da Flüsse und Meere keine nationalstaatlichen Grenzen kennen und die Hersteller für internationale Märkte produzieren“, so Miller.

„In Anbetracht der hohen Eintragsmengen und der nicht abzuschätzenden Risiken für die Umwelt müssen auch schwer abbaubare wasserlösliche Polymere über die europäische Chemikaliengesetzgebung reguliert werden. Wir wissen nicht, was flüssige, gelöste und gelartige Polymere für Wirkungen in der Umwelt haben“, sagt Jürgen Bertling, für die Studie verantwortlicher Wissenschaftler am Fraunhofer UMSICHT. „Dabei sollte die lange Verweildauer der Polymere in der Umwelt ein viel stärkeres Gewicht bei der Bewertung der Umweltgefährdung bekommen. Derzeit werden Polymere, einschließlich Mikroplastik, aufgrund der geringen Toxizität als kaum umweltgefährdend eingestuft“, so Bertling.

„Derzeit ist es für Verbraucherinnen und Verbraucher kaum möglich, Mikroplastik und andere schwer abbaubare Inhaltsstoffe in Produkten zu erkennen. Unterschiedliche Definitionen von Mikroplastik erschweren eine Kennzeichnung und die aktuellen Angaben zu den Inhaltsstoffen bieten Laien quasi keine Informationen“, sagt NABU-Konsumexpertin Katharina Istel. „Wir brauchen daher mehr Transparenz über schwer abbaubare Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten sowie in Wasch- und Putzmitteln. Zertifizierte Naturkosmetik und Putzmittel mit Umweltkennzeichnungen wie dem Blauen Engel sind aus Umweltsicht die bessere Wahl, haben aber noch extrem geringe Marktanteile. Für den Massenmarkt brauchen wir transparente und verständliche Informationen zu Inhaltsstoffen und Umweltaspekten wie zum Beispiel der Abbaubarkeit in Gewässern.“

In den Flüssen, aber auch insbesondere im Meer, ist Mikroplastik inzwischen allgegenwärtig und wurde bereits in Krebsen, Muscheln und Fischen nachgewiesen. Angesichts der Risiken für Umwelt und Natur muss der Eintrag im Sinne des Vorsorgeprinzips minimiert werden. Wie die bestehende gesetzliche Regulierungslücke bei Kosmetik sowie Wasch-, Putz und Reinigungsmitteln geschlossen werden könnte, beispielsweise durch ein Verbot von Mikroplastik sowie die Regulierung auch der gelösten Polymere über die EU-Chemikaliengesetzgebung, zeigt die NABU-Studie. Ebenfalls umfassend aufbereitet wurde, welche Funktionen die Polymere in den Produkten haben und welche besser abbaubaren Ersatzstoffe bereits eingesetzt werden.

Weitere Informationen:

Die Studie „Mikroplastik und synthetische Polymere in Kosmetikprodukten sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln“ von Fraunhofer UMSICHT im Auftrag des NABU steht zum Download bereit ...

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Karlsruhe: Freiwillige Helfer in Ecuador

Karlsruhe: Freiwillige Helfer in Ecuador
In Ecuador gibt es rund 4.000 Orchideenarten / Foto: Ruben Dürr

Einsatz für Projekt der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

Das Großprojekt der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe ist in Ecuador angesiedelt. Dort gibt es jetzt zwei freiwillige Helfer: Sarah Stöhr und Ruben Dürr. Sie arbeiten ein Jahr im Umweltzentrum Mindo Lindo. Der Internationale Bund, unterstützt durch die Organisation Weltwärts, ermöglicht diesen Auslandseinsatz.

"Unsere ersten Wochen in Ecuador haben wir wunderbar überstanden und uns gut eingelebt. Die Tier- und Pflanzenvielfalt ist beeindruckend", berichtet Ruben Dürr, der zuvor ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Karlsruher Zoopädagogik absolviert hat. Angeleitet werden die beiden Freiwilligen vor Ort von Pedro Peñafiel, der zusammen mit seiner Frau, der aus Deutschland stammenden Biologin Heike Brieschke, das Projekt betreut.

Artenschutzstiftung hat eine 24 Hektar große Fläche erworben

Ecuador ist – bezogen auf seine Fläche – das Land mit der weltweit größten Biodiversität und zählt zu den artenreichsten Ländern unserer Erde. Es gibt dort zum Beispiel 130 Kolibri- und 4.000 Orchideenarten. Die Artenschutzstiftung hat bei der Stadt Mindo am Westhang der Anden im vergangenen Jahr eine 24 Hektar große Fläche erworben. In diesem Reservat wird unzerstörter Nebelwald mit einem großen Reichtum an Tieren und Pflanzen erhalten und ehemalige Weideflächen wiederaufgeforstet.

Kolibris füttern und Lehrpfade pflegen

Die Arbeit von Stöhr und Dürr besteht darin, Lehrpfade zu pflegen, Kolibris zu füttern und Bäume zu pflanzen. "Oftmals ist es viel und körperliche Arbeit. Angesichts der vielen Tiere und Pflanzen, die man hierbei entdeckt, ist es trotzdem ein unbeschreibliches Erlebnis", sagt Dürr. Auch das Anlegen einer Wurmzucht zur Unterstützung der Kompostierung von Pflanzenmaterial gehört zum Aufgabenbereich. "Wir sind froh, dass die beiden jungen Menschen sich für unser Projekt begeistern und sich so einbringen", betont Stiftungsvorstand Dr. Clemens Becker.

Ausweitung der Austauschmöglichkeiten für junge Menschen

Auch bei der KEK - Karlsruhe Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH, die ebenfalls am Projekt beteiligt ist, ist die Freude über die Helfer vor Ort groß. Geschäftsführer Dirk Vogeley hatte sich schon bei der Bekanntgabe der Zusammenarbeit begeistert gezeigt: "Mit dem Internationalen Bund und unseren Partnern vor Ort streben wir eine Ausweitung der Austauschmöglichkeiten für junge Menschen an. Mit diesem Programm gehen Klima- und Artenschutz Hand in Hand."

Mehr Infos zur Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe und deren weitere Projekte gibt es im Internet unter www.artenschutzstiftung.de

zum Bild oben:
In Ecuador gibt es rund 4.000 Orchideenarten und viele weitere seltene Pflanzen. Auch auf dem Gelände der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe lassen sich herrliche Exemplare entdecken / Foto: Ruben Dürr

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Die Chef Alliance von Slow Food Deutschland feiert zweijähriges Jubiläum

Die Chef Alliance Deutschland gründete sich vor genau zwei Jahren beim Terra Madre Salone del Gusto in Turin - der größten internationalen Slow-Food-Veranstaltung. Inzwischen besteht sie aus 26 Köchinnen und Köchen, die für die Herkunft ihrer Produkte, ihre Kultur- und Naturlandschaften und den Genuss ihrer Gäste Verantwortung übernehmen. "Wir möchten das Gegengewicht zum oftmals haltlosen Trend einer authentischen und nachhaltigen Küche sein. Ziel ist es, als Netzwerk zukunftsfähig arbeitender Köchinnen und Köche gemeinsam aufzutreten und weiter zu wachsen", so Jens Witt, Leiter der Chef Alliance Deutschland.

Die Mitglieder der Chef Alliance wissen, dass Kochen und wahrer Genuss von der Wahl des Lebensmittels und dem Wissen um dessen Herkunft abhängen. An Orten wie Hamburg, Essen, Berlin, Rech, Karlsruhe, Regensburg oder Unterammergau kochen sie frisch mit regionalen und saisonalen Zutaten sowie alten Sorten. Sie verzichten vollständig auf industriell erzeugte und verarbeitete Produkte und Zusatzstoffe. Der enge Kontakte zu den Erzeugerinnen und Erzeugern ihrer Region ist essentiell. Sie vermeiden so weit wie möglich Lebensmittelabfälle und tragen dazu bei, dass Menschen bewusster und wertschätzender mit Essen umgehen. Viele ihrer Gäste kommen gerade deshalb zu ihnen, weil sie von ihnen die Geschichten hinter den Gerichten erfahren.

Jens Witt erklärt, dass viele Köchinnen und Köche dazu neigen, im wahrsten Sinne des Wortes ihr ,eigenes Süppchen zu kochen'. Dabei gäbe es viele, die es mit den Slow-Food-Prinzipien ,gut, sauber und fair' ernst meinen und diese trotz der Mühen aus vollem Herzen umsetzen. "Wir müssen voneinander wissen, uns austauschen und weiterentwickeln. Nur dann schaffen wir es, uns von denen, die ihren Speisekarten den Nachhaltigkeits-Stempel verleihen ohne danach zu handeln, abzugrenzen", so Witt. Für die Zukunft wünscht er dem Netzwerk, dass es weiter wächst. Das ermögliche beispielsweise, sich verstärkt regional auszutauschen und Lösungen für die jeweils spezifischen Herausforderungen einer Region zu erarbeiten. Es ist außerdem geplant, dass sich die Mitglieder je nach Expertise verstärkt einzelnen Themen wie Jagd und Wildfleisch, regionale Fischerei sowie Gemeinschaftsverpflegung widmen. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, weist zugleich auf das politische Engagement und gesellschaftliche Tragweite hin. "Jede Köchin und jeder Koch, der an der Seite von Slow Food Flagge zeigt für eine Agrarpolitik und eine Ernährungsweise, die endlich fair mit Mensch, Tier und Umwelt umgeht, zählt. Ihre Berufsgruppe hat eine enorm wichtige Mittlerrolle. Denn bewegt sich etwas bei ihnen, hat dies unmittelbaren Einfluss auf den Lebensmittelhandel ebenso wie auf die Verbraucher. Deshalb möchten wir gemeinsam mit möglichst vielen Köchinnen und Köchen klare Zeichen setzen und zukunftsweisende Impulse an Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft senden", so Hudson.

Die Kriterien des Netzwerkes sowie eine Übersicht aller Mitglieder finden Sie online ...

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NABU: Schon über 500.000 Tonnen CO2 durch Moorbrand bei Meppen

Miller: Mit besonders geschützten Gebieten wie Mooren muss verantwortlich umgegangen werden

Berlin/Meppen – Im Naturschutzgebiet „Tinner Dose-Sprakeler Heide“ schwelt seit Wochen ein Moorbrand. Nach Angaben der Bundeswehr, die das Gebiet für Schießübungen nutzt, brennt es auf mittlerweile mehr als acht Quadratkilometern. Die „Tinner Dose“ ist auch ein nach europäischem Recht besonders geschütztes Gebiet und hat als Lebensraum für viele Arten eine große Bedeutung. Damit einher geht eine große Verantwortung für den Erhalt dieses Moores.

„Der Moorbrand bei Meppen zeigt offensichtlich, dass an einigen Stellen die nötige Sensibilisierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit besonders schutzbedürftigen Gebieten noch nicht ausreichend vorhanden ist“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Nach vorsichtigen ersten Berechnungen des NABU sind durch den Brand schon jetzt mehr als 500.000 Tonnen CO2 in die Atmosphäre gelangt – und es werden täglich mehr. Unzählige Insekten, Spinnentiere, Reptilien können vor der Hitze nicht fliehen und verenden. Der NABU Emsland erfasst dort seit Jahrzehnten selten gewordene Tier- und Pflanzenarten und hat sich maßgeblich für die Unterschutzstellung eingesetzt.
Darüber hinaus ist die Belastung der Menschen in den angrenzenden Ortschaften sowie der Einsatzkräfte durch den Rauch hoch. Und ein Ende des wochenlangen Schwelbrandes ist nicht in Sicht. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück die Ermittlungen aufgenommen.

„Bei der diesjährigen extremen Dürre Schießübungen im Moor abzuhalten und das auch noch ohne ausreichende Absicherung durch Löschfahrzeuge – das ist unfassbar“, so Felix Grützmacher, NABU-Moorschutzexperte. „Militärisch genutzte Übungsplätze sind als letzte große zusammenhängende Naturräume in einer oft intensiv genutzten und zersiedelten Landschaft enorm wichtig für den Natur- und Artenschutz. Alle Moorflächen in der Verantwortung des Bundes müssen jetzt auf die Möglichkeit einer Wiedervernässung überprüft werden, die dem Natur- und Klimaschutz zugute kommt und Brände dieses Ausmaßes verhindern.“ Positive Beispiele an einigen Standorten zeigten, dass sich nasse Moore und eine weitere militärische Nutzung nicht ausschließen müssen.





Verschiedenes 

NABU: Wohnungsgipfel wird Probleme im Wohnungsbau nicht lösen

Miller: Nachhaltiges Bauen und nachhaltige Stadtentwicklung schließen bezahlbaren Wohnraum nicht aus

Berlin – Zum Wohnungsgipfel im Kanzleramt (21.9.) sind neben dem „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ vor allem Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft eingeladen. Umweltverbände stehen nicht auf der Teilnehmerliste. Der NABU hält das für eine vertane Chance. Zudem offenbart die geplante Ablösung des Staatssekretärs Gunther Adler, welchen geringen Stellenwert Bau- und Wohnungspolitik für die Bundesregierung hat.

„Die Wohnungsfrage bietet die Chance, nicht nur soziale, sondern auch zukunftsweisende ökologische Fragen von Wohnungsbau und Stadtplanung anzugehen. Die Investition in noch mehr Beton wird Deutschlands Wohnungsbauprobleme aber nicht lösen. Nachhaltiges Bauen und nachhaltige Stadtentwicklung schließen bezahlbaren Wohnraum nicht aus“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wer vor allem auf Abriss und Neubau statt Sanierung setzt und Einfamilienhäuser der Innenstadtentwicklung im Bestand vorzieht, begeht Raubbau an der Natur. Beim Wohnungsbau und in der Stadtentwicklung braucht es ein Bündnis aller involvierten Akteure – wie es der vom Berliner Mieterverein organisierte Alternative Wohngipfel zeigt. Ein nachhaltiger Umgang mit Flächen und Rohstoffen ist eine gesamtgesellschaftliches Aufgabe.“

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