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Veranstaltungen 

Sommerfinale im Garten

Sommerfinale im Garten
Foto: Veranstalter

Am Sonntag, 10. September, ist der Garten von Hansjörg Haas an der Bleichheimer Herrenmühle von 13 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Um das historische Gebäude wetteifern Spätsommer und Frühherbst, wer die schönsten Stimmungen aufbietet. Zu dieser Jahreszeit bestimmen Ziergräser, neben blühenden Stauden, Hortensien und vielen Kübelpflanzen die Atmosphäre in den verschiedenen Gartenräumen. Eintritt wird erhoben. Der Fachmann steht Interessierten für Gartenfragen zur Verfügung.

Eintritt: Erwachsene 4 Euro, Kinder Frei

Adresse:
Hansjörg Haas
Schloßplatz 2
79336 Herbolzheim-Bleichheim
haas.dergarten@t-online.de
Tel. 07643-40137

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Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Ulrike Aufderheide und Edwin Schröter "Workshop Korbflechten"

Buchtipp: Ulrike Aufderheide und Edwin Schröter "Workshop Korbflechten"

Flechtarbeiten für den Garten - Schritt für Schritt selbst gemacht

Korbflechten nach alter Handwerkskunst

Man nehme: reichlich Zweige, pure Freude am Selbermachen, ein bisschen Zeit und dazu noch eine Prise Fantasie. Wie daraus Lieblingsstücke für Haus und Garten entstehen, zeigen Ulrike Aufderheide und Edwin Schröter in ihrem Buch »Workshop Korbflechten«, erschienen im pala-verlag.

Der Einstieg fällt leicht – jeder Arbeitsschritt wird in Wort und Bild anschaulich erklärt. Mit der fachkundigen Anleitung kann als erstes Projekt ein eigener Korb geflochten werden: Schlag für Schlag entstehen Boden, Seitenwand und Henkel. Schritt-für-Schritt-Anleitungen und dazugehörige Fotos begleiten auch bei weiteren Projekten wie Umrandungen fürs Staudenbeet, Weidenflechtzäunen und Rankhilfen für Kletterpflanzen. Auch individuelle Dekorationsobjekte wie ein Osterkorb gelingen so auch schon Einsteigern.

In jedem Fall werden es echte Unikate sein, die nach alter Handwerkskunst entstehen. Die Rohstoffe bieten Garten und Natur jedes Jahr frei Haus. Damit der Nachschub nicht ausgeht, gibt das Buch noch Tipps zum Pflanzen, Schneiden und Lagern des Flechtmaterials.

Korbflechter Edwin Schröter und Naturgartenplanerin Ulrike Aufderheide lassen sich beim Flechten ganz genau über die Schultern schauen – und vermitteln so umfassendes Basiswissen für den erfolgreichen Einstieg in ein kreatives, entspannendes Hobby.

pala-verlag 2017, 176 Seiten, EUR 19,90 (D)
ISBN: 978-3-89566-369-7





Verschiedenes 

Kiebitze brüten wieder in Freiburg

Erfolgreiche Schutzaktion des Umweltschutzamts gemeinsam mit einem Landwirt aus Opfingen

Die Kiebitze sind wieder da. Es ist eine kleine Sensation, denn im März 2016 entdeckte ein Ornithologe mehrere dieser Vögel über einem Acker in Opfingen beim typisch torkelnden Frühlingsflug. Kurz darauf konnte er auch Eigelege auf dem Acker nachweisen.

„Kiebitze habe ich schon lange nicht mehr auf meinen Flächen gesehen“, freut sich Landwirt Erwin Wagner, der spontan bereit war, die durch das Umweltschutzamt finanzierten Aktionen zum Schutz der Brutvögel umzusetzen. Das Engagement hat sich gelohnt. Von zwei Gelegen mit je vier Eiern wurden im Juni 2016 insgesamt vier Jungvögel gesichtet.

Da die ortstreuen Kiebitze auch in diesem Frühjahr auf der gleichen Ackerfläche in Opfingen erwartet wurden, hat das Umweltschutzamt mit Landwirt Wagner einen Vertrag abgeschlossen, um die Ackerflächen für die brutwilligen Kiebitze optimal zu gestalten. Dazu wird im Frühjahr auf einem ausreichend großen Teil des Ackers weiterhin gepflügt und auch die Saat wie gewohnt vorbereitet, nur auf eine Einsaat mit Feldfrüchten wird rund um die Kiebitznester verzichtet. Stattdessen wird eine Blühmischung um die Nester ausgesät. Die dadurch entstehende niedrige und aufgelockerte Vegetation bietet den Nestern und Jungvögeln Schutz, aber auch ein üppiges Futterangebot an Insekten.

Und wie erhofft, kamen dann auch im März die Kiebitze aus ihrem Winterquartier auf den gleichen Acker zum Brüten zurück. Fünf Nester mit Gelegen beobachtet. Bis Juli wurden mindestens vier Küken flügge. Aus einem Nest konnte der Verbleib der Jungvögel nicht beobachtet werden, ein Nest wurde vom Fuchs geplündert, ein anderes wurde aus ungeklärten Gründen aufgegeben.

Die Bestände der schwarz-weiß gefiederten, taubengroßen Vögel, die wegen ihres schaukelnden, von namengebenden „Kiwitt, kiwitt“-Rufen begleiteten Balzfluges im Frühjahr auch „Gaukler der Lüfte“ genannt wird und durch seine dem Kopf aufsitzende zweizipflige Federhaube unverkennbar ist, sind seit Mitte der 1990er Jahre rapide zurückgegangen. Bundesweit sind die Bestände des strenggeschützten Vogels zwischen 1990 und 2013 um bis zu 75 Prozent zurückgegangen. Am südlichen Oberrhein gab es 1990 noch 2000 Brutpaare des vorzugsweise auf ebenen offenen Bodenstellen in feuchten Wiesen oder Weiden brütenden Bodenbrüters, heute gibt es hier nur noch ganz vereinzelte Vorkommen der Vogelart.

Der Kiebitz bevorzugt feuchtes Grünland, das er kaum noch in den immer intensiver genutzten Kulturlandschaften vorfindet. Dies ist einer der Hauptgründe für den Rückgang der mittlerweile in der Roten Liste Baden-Württembergs als stark gefährdet eingestuften und nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützten Vogelart.

Viele der Kiebitze sind daher auf Ackerflächen ausgewichen und brüten auch auf Ackerflächen des Mais- oder Gemüseanbaus, die im Frühjahr noch keinen oder wenig Bewuchs aufweisen. Diese erweisen sich aber in der Folge als ökologische Fallen für die Brut der Vögel. Wenn die Äcker bearbeitet werden, werden sie massiv gestört und die Bruten oft aufgegeben.

Für Harald Schaich vom Umweltschutzamt ist die erneute Brut der Kiebitze in einem witterungsbedingt für die Vögel schwierigen Frühjahr ein Beispiel, „das zeigt, wie wichtig eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichem Naturschutz, Landwirtschaft und Verwaltung ist, um Erfolge beim Artenschutz im Offenland zu erzielen“.





Verschiedenes 

Karlsruhe: Zwei Zebrafohlen im Zoo geboren

Karlsruhe: Zwei Zebrafohlen im Zoo geboren
Mutter Tamika mit Fohlen / Foto Zoo Karlsruhe

Tiere in den frühen Morgenstunden zur Welt gekommen

Noch etwas staksig, wenn es sein muss aber auch schon richtig schnell sind die beiden Jungtiere auf der Afrikasavannen-Anlage im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe unterwegs. Am Samstag und Montag (21. August) wurden zwei Zebras geboren, jeweils in den frühen Morgenstunden. Beide Tiere sind bereits für die Besucher zu sehen.

Die Geburten liefen ganz natürlich, als die Tierpfleger morgens kamen, waren die Jungtiere schon da. "Zebras bekommen ihre Jungen meist im Morgengrauen, da in der Natur dann weniger Raubtiere unterwegs sind", erläutert Revierleiterin Karin Ruder. Dabei habe es sich auch als sehr hilfreich erwiesen, dass die Zebras nachts frei wählen können, ob sie im Stall oder auf der Außenanlage sein möchten. "Die Geburt auf Naturboden ist für die Mütter viel besser als im Stall", so Ruder.

Bei dem am Samstag geborenen Fohlen handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Weibchen. "In dem Fall werden wir sie Fria nennen", berichtet die Revierleiterin. Beim zweiten Jungtier sei es noch nicht klar, ob es eine kleine Stute oder ein Hengst sei. "Besonders schön ist, dass die Mütter uns auch mit ihren Jungtieren auf der Anlage akzeptieren, wir können ganz normal zum Saubermachen in das Gehege. Wenn wir sie in den Stall rufen, kommen sie mit den Jungtieren zusammen rein", berichtet Ruder. Dies sei ein ganz besonderer Vertrauensbeweis gegenüber den Tierpflegern bei Fluchttieren wie Zebras.

"Für uns ist es wunderschön, wieder Nachwuchs bei den Zebras zu haben, die letzte Geburt ist genau zehn Jahre her. Jetzt haben wir schon zwei Kleine, zwei weitere Zebrastuten sind noch trächtig", freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt: "Wir haben nun eine richtige Herde mit Jungtieren."

Vier Steppenzebras waren im vergangenen Jahr aus dem Zoo Vivarium Darmstadt nach Karlsruhe gekommen. Sie bleiben für insgesamt zwei Jahre. Sie ergänzen die Karlsruher Gruppe mit einem Hengst und zwei Stuten, bis in Darmstadt die Anlage umgebaut ist. Die Fohlen, die in dieser Zeit geboren werden, dürfen in Karlsruhe bleiben.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Flusspferd Karl Wilhelm gestorben

Karlsruhe: Flusspferd Karl Wilhelm gestorben
Karl Wilhelm ist im tschechischen Zoo Dvůr Králové gestorben / Foto: Zoo Klrh

Der zweijährige Flusspferdbulle Karl Wilhelm ist im Zoo Dvůr Králové nach einer Beißattacke eines weiblichen Flusspferds gestorben. Karl Wilhelm wurde zum 300. Stadtgeburtstag am 17. Juni 2015 im Zoologischen Stadtgarten geboren. Nachdem er zu alt geworden war, um weiter bei seinen Eltern zu bleiben, wurde er am 9. Juni in den tschechischen Zoo abgegeben, wo er mit zwei Flusspferdweibchen eine sehr große Naturanlage bewohnte.

Kurz nach dem Umzug war es schon zu aggressivem Verhalten eines der beiden Weibchen gegenüber Karl Wilhelm gekommen, was bei einer Vergesellschaftung jedoch nicht unüblich ist. Dieses Verhalten legte sich vorerst wieder, die Tiere lagen auch direkt zusammen. Dann kam es jedoch zu einer heftigen Beißattacke, bei der Karl Wilhelm schwer am Hinterbein verletzt wurde.

Von den Mitarbeitern im Zoo Dvůr Králové wurde der junge Flusspferdbulle ins Winterquartier gebracht und dort tierärztlich und tierpflegerisch sehr gut versorgt. Dennoch starb das in Karlsruhe als Besucherliebling bekannte Tier. Karl Wilhelm war das erste Flusspferd, das nach 14 Jahren im Karlsruher Zoo geboren wurde. Die Nachwuchspause ging auf die Empfehlung des Zuchtkoordinators für Flusspferde zurück, denn die mittlerweile jeweils 30 Jahre alten Kathy und Platsch hatten lange Jahre für den Gen-Pool eher uninteressante Erbanlagen.

"Auch wenn solch tragische Ereignisse nie bei einer Vergesellschaftung ausgeschlossen werden können, ist es für uns dennoch sehr traurig, diese Nachricht zu erhalten", betont der Karlsruher Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Karl Wilhelm war für den Aufbau einer neuen Zuchtgruppe im Zoo Dvůr Králové vom Zuchtbuchkoordinator ausgewählt worden.

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Gemeinsam für den Artenschutz

Gemeinsam für den Artenschutz
Schneeleopardenpärchen in der neuen Himalayaanlage (c) Zoo Leipzig

Zoo Leipzig übergibt 10.000 Euro an den WWF Deutschland

Leipzig, 12.08.2017. Die Entdeckertage Artenschutz gaben heute den perfekten Rahmen für die Übergabe eines Spendenschecks in Höhe von 10.000 Euro an den WWF Deutschland durch Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Die seit letztem Jahr bestehende Kooperation „Team Leopard Leipzig“ unterstreicht das Engagement unterschiedlicher Institutionen für die große gemeinsame Aufgabe des Artenschutzes im natürlichen Lebensraum ebenso wie im Zoo. „Es war uns ein besonderes Anliegen, unsere Partnerschaft und unsere gemeinsamen Bemühungen in dieser Form zu bekräftigen. Und wir sind stolz, dass die Unterstützung unserer Zoobesucher so groß ist und wir aus den Einnahmen des Artenschutz-Euros diese Summe für Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen können“, freut sich Zoodirektor Junhold.

„Wir freuen uns sehr über die Spende und dieses Engagement des Zoo Leipzigs. Wir stehen beim Arten- und Umweltschutz weltweit vor großen Herausforderungen und benötigen dabei die breite Unterstützung der Gesellschaft. Einrichtungen wie der Zoo Leipzig sind in diesem Bereich durch ihre Aufklärungsarbeit wichtige Partner, denn sie schärfen das Bewusstsein der Menschen für den Naturschutz“, so WWF-Vertreter Markus Radday.

Team Leopard Leipzig
Im August 2016 haben der WWF und der Zoo Leipzig für die bedrohten Amur- und Schneeleoparden das Gemeinschaftsprojekt „Team Leopard Leipzig“ aus der Taufe gehoben. Ab sieben Euro im Monat können Mitglieder des „Team Leopard Leipzig“ einerseits dem Zoo bei seiner Leoparden-Haltung helfen und zugleich den WWF unterstützen, die bedrohten Katzen im Freiland zu schützen. Die Bilanz der gemeinsamen Anstrengungen kann sich sehen lassen: Mehr als 600 Unterstützer konnten seitdem gewonnen werden.

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Verschiedenes 

MUSMEHL - EIN REGIONALES KULTURGUT KULINARISCH NEU INTERPRETIERT

MUSMEHL - EIN REGIONALES KULTURGUT KULINARISCH NEU INTERPRETIERT
Musmehl (c) Rose Schweizer

Das Musmehl gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln der Schwäbischen Alb. Obwohl es ernährungsphysiologisch ideal zu den Ansprüchen der modernen Küche passt, ist es inzwischen nahezu in Vergessenheit geraten. Slow Food Deutschland hat das Mehl 2005 als Passagier in die "Arche des Geschmacks" aufgenommen. Damit gehört es zu den 62 handwerklich hergestellten Lebensmitteln, Nutztierarten und Kulturpflanzen, für dessen Fortbestand sich der Verein aktiv engagiert. Am 8. August 2017 stand das Musmehl im Zentrum einer Verkostung im baden-württembergischen Münsingen und wurde in Gerichten neu interpretiert.

Berlin, 10. August 2017. Das Musmehl, schwäbisch "Muasmähl", ist ein grießig gemahlenes Vollkornmehl mit nussigem Geschmack. Es wird traditionell aus den ganzen Körnern von Weizen und Dinkel hergestellt, welche im Ofen geröstet und anschließend gemahlen werden. Schon im Mittelalter wurde es insbesondere in Baden-Württemberg und im Allgäu als süß oder herzhaft gekochter Brei zubereitet. Der aus dem Mehl hergestellte sogenannte "Schwarze Brei" schützte die Landbevölkerung über Jahrhunderte als Hauptnahrung vor dem Verhungern. Heute denken nur noch wenige an das regionaltypische Nahrungsmittel, obwohl so viel Gutes für das Musmehl spricht: Es ist ein günstiges, aromatisches und nahrhaftes Vollkornprodukt und kann in der modernen Küche vom Frühstück, über Hauptgerichte bis hin zum Nachtisch vielfältig eingesetzt werden. "Musmehl ist ernährungsphysiologisch fantastisch. Und wenn es nicht schon früher erfunden worden wäre, so hätten wir heute gute Gründe es zu tun," erklärt Prof. Roman Lenz, Landschaftsökologe und Mitglied im Slow Food Convivium Stuttgart während der Verkostung des Musmehls am 8. August in Münsingen.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Slow Food Deutschland e. V. hat der Verein gemeinsam mit seinem Stuttgarter Convivium zu diesem kulinarischen Abend ins albgut Altes Lager in Münsingen eingeladen. "Das Musmehl hat regionalen Kultstatus und variiert im Geschmack je nach Getreidezusammensetzung, Dörr- und Mahlgrad sowie Zubereitung," schwärmt Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. "Die Verbraucher müssen einfach wieder davon erfahren, es schmecken und dann bin ich sicher, werden sie es wieder nachfragen." Bei den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr kommen Menschen bundesweit mit Erzeugern in Kontakt, die traditionelle Produkte ihrer Region handwerklich erzeugen und weiterverarbeiten. Somit auch die rund 40 Gäste während der Musmehl-Verkostung. Sie gingen mit allen Sinnen auf Entdeckungstour und wurden dabei mit zur Hälfte aus Musmehl gebackenem krossen Vollkornbrot und Musmehl-Polenta mit Fisch und Sommergemüse belohnt. Zum Nachtisch gab es Flammerie mit heimischen Früchten und das klassische Älblerfrühstück neu interpretiert: als Musmehl-Habermusbrei mit Leinsamen, Leinöl, Äpfeln und Waldbeeren. Roman Lenz wurde an diesem Abend vom Koch Jürgen Autenrieth und dem Winzer Helmut Dolde unterstützt.

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Über: Die Arche des Geschmacks - Essen, was man retten will!
Biologische Vielfalt garantiert das Gleichgewicht in der Natur. Sie sorgt für eine vielfältige Ernährung, für die kulturelle Vielfalt unserer Landschaften und kulinarischen Traditionen. In der Arche des Geschmacks sammelt und katalogisiert Slow Food seit 1996 fast vergessene traditionelle Lebensmittel, die wegen ihrer oft aufwändigen Herstellung in Gefahr sind, völlig zu verschwinden. Das Projekt will sie wieder bekannt und beliebt machen, nach dem Motto: Essen, was man retten will! Denn was nachgefragt wird, wird auch erzeugt und ermöglicht so die Vielfalt auf unseren Tellern. Mitte 2017 beherbergt die Arche des Geschmacks weltweit mehr als 4.200 Lebensmittelprodukte aus über 100 Ländern, in Deutschland über 60. Die große Mehrheit der Arche-Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten, deren Anbau, Haltung oder Verarbeitung meistens viel Zeit braucht und damit für einen Umgang mit Lebensmitteln, der auf Geschwindigkeit baut, zu aufwändig und arbeitsintensiv ist. Die kleinere Gruppe sind handwerklich hergestellte Lebensmittel wie Wurst- und Käsespezialitäten, Backwaren, Getränke, Süßigkeiten und andere Spezialitäten, die nur noch von wenigen Herstellern erzeugt werden.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln. Unter dem Motto "25 Jahre Slow Food Deutschland - Weil uns die Zukunft des Essens und unserer Lebensmittelerzeuger wichtig ist" feiert Slow Food Deutschland 2017 das 25-jährige Vereinsjubiläum. Mehr als 25 Veranstaltungen bundesweit laden Verbraucher zum Mitmachen ein und rücken Erzeuger und Produkte in den Fokus, die schon heute im Zeichen ökologischer Nachhaltigkeit stehen. Die thematische Bandbreite
der Veranstaltungen reicht von regionaler Esskultur über Lebensmittelverschwendung bis hin zur Ganztierverarbeitung und guter Schulverpflegung.
Slow Food Deutschland e. V. wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv. Als Slow-Food-Mitglied ist man Teil einer großen, bunten, internationalen Gemeinschaft, die das Recht jedes Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel vertritt.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Bienen ein Zuhause bauen

Karlsruhe: Bienen ein Zuhause bauen
Stolze Tierschützer / Foto: Tom Gerke

Waldorf-Kinder haben vorgelegt, aber das Projekt am Waldzentrum braucht noch Unterstützung

Wild- und Honigbienen sind nach wie vor stark bedroht. Darum war nicht nur lehrreich, sondern auch sehr wichtig, was Drittklässler der Waldorfschule Karlsruhe im Juli geleistet haben: Über einen Zeitraum von zwei Wochen errichteten sie am städtischen Waldzentrum ein Haus für die Insekten. Mit sechseckiger Struktur - einer Honigwabe nachempfunden. Die 33 Mädchen und Jungen - tatkräftig unterstützt, von ihren Eltern - mauerten die Wände auf, verputzten sie mit Lehm, zimmerten ein Holzdach. Beschäftigte der Waldpädagogik erklärten ihnen währenddessen Biologie, Ökologie sowie die hohe Bedeutung der Biene für die Natur und besonders den Menschen.

Aber das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Bevor nun, wie für 2018 geplant, ein Honigbienenvolk in das Häuschen einziehen kann, müssen unterschiedliche Nisthilfen gebaut werden. Ebenfalls nächstes Jahr sollen das Dach bepflanzt und ein Beet mit für Bienen attraktiven Pflanzen angelegt werden. Für diese Arbeiten können sich die Lehrkräfte interessierter Schulklassen der Jahrgangsstufen vier bis sechs bei der Waldpädagogik des Forstamts melden: telefonisch, unter der Rufnummer 0721/133-7354, oder per E-Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de.

zum Bild oben:
Drittklässler der Waldorfschule Karlsruhe vor dem baulich fertiggestellten Bienenhaus am Waldzentrum. / Foto: Tom Gerke

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