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Das große Krabbeln mit den „Winzigen Giganten“

Entdeckertage für kleine und große Insektenfans im Zoo Leipzig
Das große Krabbeln live erleben: Am kommenden Wochenende (26./27. Juli 2025) lädt der Zoo Leipzig zu den spannenden Entdeckertagen „Winzige Giganten“ ein. An diesen beiden Tagen können Besucher die faszinierende Welt der Insekten wortwörtlich hautnah erleben. Ferienkinder und Urlauber erwartet ein unvergessliches Abenteuer, bei dem sie die „winzigen Giganten“ in all ihrer Vielfalt kennenlernen. Dass eine einzige Wildbiene bis zu 5.000 Blüten bestäuben kann und Schwebfliegen wichtig für die Bestäubung von Obstbäumen sind, sind nur zwei von vielen spannenden Fakten, mit denen Abenteurer und Quizfreunde im Anschluss an ein Wahr- oder Falschrätsel glänzen können. In der XXL-Sonderausstellung „Winzige Giganten“ lassen sich im Zoogelände verteilt 27 überdimensional große Insekten entdecken, darunter Goliathkäfer, Stabschrecken und Eintagsfliegen. Zudem erfahren die Besucher, welche Bedeutung diese kleinen Wesen für das Ökosystem haben und können unter anderem mit Australischen Gespenstschrecken und Wandelnden Bohnen auf Tuchfühlung gehen.
Von 10 bis 17 Uhr erleben Besucher zudem abwechslungsreiche Programmpunkte: Am Informationsstand der Leipziger Stadtimker erfahren sie alles über die Arbeit der Bienen (und Imker) und haben die Möglichkeit, leckeren Honig zu kaufen. Das Naturkundemuseum Leipzig zeigt verschiedene Insektenarten, und das Projekt „VielFalterGarten“ gibt Gartenfreunden wertvolle Tipps für einen Schmetterlingsgarten. In Gondwanaland, der tropischen Erlebniswelt des Zoos, lernen Besucher im Nutzpflanzengarten mehr über nützliche Insekten und den Lebensraum Totholz. Auch die Zoolotsen sind unterwegs und begleiten kleine Insektenfreunde auf ihrer Entdeckungsreise. Ab 14 Uhr gibt es für alle hungrigen Entdecker leckeren Bienenstich für den guten Zweck, dessen Erlös einem Schutzprojekt zu Gute kommt. Die Entdeckertage „Winzige Giganten“ sind ein Muss für alle, die mehr über die faszinierende Welt der Insekten erfahren und die Faszination hautnah erleben möchten. Weitere Informationen und das vollständige Programm findet sich auf der Webseite des Zoos unter www.zoo-leipzig.de.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor
zum Bild oben:
Das große Krabbeln im Zoo Leipzig - mit der Wandelnden Bohne auf Tuchfühlung gehen
(c) Zoo Leipzig
Die Rettung des Numbats
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Wilhelma unterstützt den Zoo Perth bei der Zucht von bedrohten Ameisenbeutlern
Der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart unterstützt den Zoo im australischen Perth bei der Zucht einer stark gefährdeten Tierart: Dem Numbat. Mit seiner spitzen Schnauze und seinem gestreiften Fell ist der Ameisenbeutler unverwechselbar. Einst bewohnte er weite Teile des südlichen Australiens. Durch die vom Menschen in Down Under eingeführten Füchse wurden Numbats fast ausgerottet. Nur winzige Restpopulationen blieben erhalten. Der Perth Zoo hat sich schon vor Jahren zum Ziel gesetzt, den Numbat zu retten – mit Erfolg: Seit 1992 wurden insgesamt 321 in Perth nachgezüchtete Numbats in ihren natürlichen Lebensräumen wieder angesiedelt. Damit gelang es, den Bestand des gestreiften Beuteltieres zu stabilisieren.
In der Natur ernähren sich Numbats fast ausschließlich von Termiten, die sie mit ihren kräftigen Krallen ausgraben und mit ihrer langen, klebrigen Zunge aufschlecken. 15.000 bis 20.000 dieser staatenbildenden Insekten verzehrt ein Numbat jeden Tag. Die Futterbeschaffung ist daher extrem aufwändig, was hohe Kosten verursacht. Zwar hat der Perth Zoo einen speziellen Brei entwickelt, der von den Tieren gut angenommen wird. Für eine erfolgreiche Zucht ist aber Lebendfutter in Form von Termiten unverzichtbar. Hinzu kommt, dass die für die Auswilderung vorgesehenen Numbat unbedingt an ihre natürliche Nahrung gewöhnt werden müssen. Zwei Mitarbeitende des Perth Zoos fahren darum einmal pro Woche bis zu 140 km durch den Busch: Auf echten Termitenhügeln werden dort mit Holzleisten gefüllte Eimer angebracht. Sobald diese von Termiten besiedelt sind, werden die vollen Behälter gegen neu vorbereitete ausgetauscht. Im Perth Zoo werden die Krabbeltiere dann von den Holzleisten geklopft und als Futter verwendet.
Ohne diesen hohen Aufwand bei der Futterbeschaffung wären Zucht und Auswilderung der Numbats nicht möglich. Die Wilhelma hat daher mit dem Perth Zoo vereinbart, sich ab 2025 jedes Jahr mit 10.000 € pro Jahr an den Kosten zu beteiligen. Ermöglicht wird das durch den Artenschutz-Euro, den die Besucherinnen und Besucher der Wilhelma über den Eintritt zahlen.
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin steht voll und ganz hinter dem Projekt: „Wir investieren mittlerweile pro Jahr über 1 Million Euro in rund 40 Artenschutzprojekte in aller Welt. Davon profitieren auch Tier- und Pflanzenarten, die wir bei uns in der Wilhelma nicht zeigen können. Wir sind sehr stolz darauf, unsere Kolleginnen und Kollegen in Perth beim Schutz des Numbats im australischen Outback unterstützen zu können.“
zum Bild oben:
Mit seiner spitzen Schnauze und seinem gestreiften Fell ist der Numbat unverwechselbar.
© Perth Zoo
Bronze für die Brücke von Schloss Greifenberg
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Zur Erinnerung an die privaten Förderer
Für die Instandsetzung der Schlossbrücke in Greifenberg stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) im vergangenen Jahr 30.000 Euro zur Verfügung. Nun überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 18. Juli 2025 um 11.00 Uhr Axel Hofstadt, Ortskurator München der DSD, an Benedikt Freiherr von Perfall eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Brücke gehört zu den über 590 Projekten, die die private DSD dank Spenden, Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.
Das Schloss ist eine dreigeschossige, um einen Innenhof aufgeführte Vierflügelanlage. Nach Nordosten erlaubt ein turmartiger Vorbau die Durchfahrt. Im Südosten befindet sich über dem mittelalterlichen Kern die nach einem Brand in den 1960er Jahren erneuerte Schlosskapelle St. Georg. Zum Ensemble gehört als ehemaliges Verwaltungsgebäude ein mächtiger zweigeschossiger Walmdachbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ein- und zweigeschossige Satteldachbauten aus derselben Zeit schließen im Osten an. Die einstigen Stallungen und das Gärtnerhaus werden heute zum Wohnen genutzt. Auch die anderen Funktionsgebäude – der Stadel, das frühere Jägerhaus, ein Pavillon und als ältestes Bauteil der sandsteinerne Richterstuhl an der Schlossauffahrt, der auf das 1442 beziffert ist – haben neue Nutzungen.
Zum Objekt:
Die Brücke des Schlosses Greifenberg geht im Kern auf die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Aus dieser Zeit stammen die backsteingemauerten Pfeiler und Widerlager. In den Jahren um 1900 erfolgte die Teilerneuerung mit elegant flachgespannten Segmentbögen aus Beton, die zu den frühen Betonbogenkonstruktionen in Bayern gehören. Als historische Schlossbrücke kommt ihr als Bestandteil des Schlosses auf Grund ihrer geschichtlichen und konstruktionsgeschichtlichen Bedeutung Denkmaleigenschaft zu. Der heutige Brückenüberbau besteht aus einer aus unbewehrtem Beton hergestellten Dreifeld-Bogenbrücke. Die Bauteildicken der Bögen variieren zwischen einer Dicke von 25 Zentimetern in der Feldmitte und bis zu 75 Zentimetern über den Pfeilern. Der erste Bogen hat ein massives, vermutlich flach gegründetes Widerlager aus unbewehrtem Beton. Die weiteren Bögen lagern auf mit Vollziegeln hergestellten Pfeilern, zu deren Gründung keine Aussage getroffen werden kann.
Führungen durch den Japanischen Garten in Bad Krozingen

BAD KROZINGEN. Ab Sommer 2025 möchten wir interessierten Gästen die Möglichkeit bieten, den Japanischen Garten im Rahmen einer fachkundigen Führung näher kennenzulernen. Gärtnermeister Philipp Kercher von der Firma Fautz wird einmal im Monat durch den Garten führen und spannende Einblicke in Gestaltung, Pflege und Philosophie geben.
Der Japanische Garten im Kurpark Bad Krozingen ist ein Ort der Ruhe, Inspiration und kulturellen Begegnung. Entstanden im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Taketa/Naoiri in Japan, wurde er vom renommierten Landschaftsarchitekten Kazuyuki Sato gestaltet. Auf rund 3.500 m² vereint er typische Elemente japanischer Gartenkunst mit regionalem Pflanzenreichtum und lädt dazu ein, innezuhalten und die Natur bewusst zu erleben. Termine der Führungen (jeweils ca. 60 Minuten):
• Dienstag, 5. August 2025 – Start: 17:00 Uhr
• Donnerstag, 4. September 2025 – Start: 16:00 Uhr
• Mittwoch, 8. Oktober 2025 – Start: 16:00 Uhr
Die Gebühr beträgt 5,- € pro Person. Treffpunkt ist am Eingang der Vita Classica. Bitte melden Sie sich bis jeweils 12:00 Uhr am Vortag bei der Tourist-Information Bad Krozingen an.
Kontakt & weitere Informationen:
Tourist-Information Bad Krozingen Thürachstraße 4, 79189 Bad Krozingen
Telefon: 07633 4008 163
E-Mail: tourist.info@bad-krozingen.info
Web: www.bad-krozingen.info
Technische Denkmale ermöglichen den Blick ins All

Der Große Refraktor in Potsdam als exemplarisches Zeugnis der Technikgeschichte
Der Blick in die Sterne fasziniert die Menschen schon seit der Bronzezeit und hat lange ihr Leben bestimmt. Davon zeugt etwa die Himmelsscheibe von Nebra, die Ende der 1990er Jahre in Sachsen-Anhalt gefunden wurde. Über die Jahrhunderte wurden die Beobachtungsgeräte stets verbessert und verfeinert. Bis schließlich Bauten nur zum Zweck der Himmelsbeobachtung errichtet wurden. Weil sie als bedeutende Meilensteine für die technische Entwicklung – in diesem Falle durchaus zu Recht – der Menschheitsgeschichte Zeugnis ablegen, stehen heute eine Reihe von ihnen unter Denkmalschutz. Bundesweit hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in den vergangenen 40 Jahren ihres Bestehens eine ganze Reihe gefördert, teilweise mehrfach. So das ehemalige Meteorologische Observatorium in Tauche, die Rohrbachsche Sternwarte in Gotha, die Sternwarten in Sonneberg, Hamburg und Mannheim, oder auch das Radioteleskop in Stockert bei Bad Münstereifel und die „Radardome“ (Radom) in Bochum und Raisting.
Einer besonderen Herausforderung stellte sich die Stiftung auf dem Telegrafenberg in Potsdam. Mit Mitteln der DSD und der in ihrer Obhut befindlichen Pietschker-Neese-Stiftung wurde die Gesamtsanierung der dortigen Observatorien zwischen 2003 und 2024 gefördert, wobei nicht nur die Bausubstanz, sondern gerade auch die technischen Einrichtungen instandgesetzt wurden. Dazu gehörten der Große Refraktor, der photographische Refraktor, das geodätische Institut, das Meridianhaus und die Grobwerkstatt. Genutzt werden die Gebäude heute teilweise durch den Wissenschaftspark “Albert Einstein”, als Schülerlabore und Büros, für Vorführungen und Veranstaltungen, aber auch als Werkstatt für Künstler.
Neun Bauabschnitte lang begleitete die DSD die Restaurierung des Großen Refraktors auf dem Telegrafenberg. Er entstand genau dort, weil man Ende des 19. Jahrhunderts einen neuen Platz für die Himmelsbeobachtung suchte. Eine Beobachtungsstation "an einem günstig gelegenen Punkt in der Nähe Berlins, ... welche gleichzeitig als magnetische und meteorologische Hauptstation fungieren sollte", forderte Hermann Carl Vogel in einem Memorandum des Jahres 1871 für die Astronomie und die Astrophysik. Benötigt wurde ein freies Gelände ohne Erschütterungen und in reiner Luft, nachdem die von 1830 bis 1835 nach Plänen Schinkels in der Berliner Lindenstraße gegenüber dem Kammergericht fast freistehend erbaute Sternwarte bereits völlig eingebaut war und das nächtliche Licht, der Dunst der Großstadt und die Erschütterungen der Hochbahn exakte astronomische Beobachtungen kaum mehr zuließen.
Die Wahl für das neue Gelände fiel auf den Telegrafenberg in Potsdam, so benannt nach der 1832 dort aufgestellten optischen Telegrafenstation. Nach Entwürfen und unter der Oberleitung des Stüler-Schülers Paul Emanuel Spieker (1826-1896) entstand in der weitläufigen parkähnlichen Anlage 1876/1877 das Hauptgebäude des Observatoriums. Als Erweiterungen folgten bis 1899 der Bau des Meteorologisch-Magnetischen Observatoriums, der des Geodätischen Instituts und schließlich 1899 der Bau des Kuppelgebäudes für den Großen Refraktor. In bester Schinkel-Tradition verbinden die Backsteinbauten Spiekers Form und Zweckmäßigkeit. Sämtliche Anlagen sind erhalten und werden, wenn auch nicht mehr mit den alten Instrumenten, heute noch genutzt.
Insbesondere auf dem Gebiet der Spektralanalyse der Gestirne erlangte das Observatorium auf dem Telegrafenberg, das weltweit erste ausschließlich dem neuen Forschungszweig der Astrophysik gewidmete Institut, schnell Anerkennung. 1896 wurde aufgrund der steigenden Ansprüche an exakte wissenschaftliche Ergebnisse der Spektralanalyse von Himmelskörpern ein größeres Fernrohr notwendig. Ebenfalls nach Plänen Spiekers, die dieser noch vor seinem Tode 1896 gezeichnet hatte, entstand der Große Refraktor. Die völlige Reduktion des Baus auf seine Funktion unter der Leitung von Eduard Saal ist den knappen Mitteln geschuldet, obwohl eine private Initiative für diesen Bau 600.000 Mark gesammelt hatte. Die Einweihung fand am 26. August 1899 durch Kaiser Wilhelm II. statt.
Das Teleskop ist ein Doppelrefraktor, der zwei fest miteinander verbundene Fernrohre auf einer parallaktischen Montierung vereinigt. Es handelt sich um das viertgrößte Linsenrohr der Welt. Das größere Rohr besitzt ein Objektiv von 80 Zentimeter Durchmesser und eine Brennweite von 12,2 Metern. Das kleinere, für visuelle Beobachtungen bestimmte Objektiv hat einen Durchmesser von 50 Zentimeter und eine Brennweite von 12,5 Metern. Der lichte Durchmesser der drehbaren Kuppel beträgt 21 Meter, ihr Gewicht 200 Tonnen.
Im April 1945 wurden der Große Refraktor und andere Bauten bei einem Luftangriff teilweise schwer beschädigt. In den 1950er Jahren erfolgte eine Wiederherstellung von Bau und Instrument durch die Firma Carl Zeiss Jena. Doch 1968 wurde der Beobachtungsbetrieb "auf höhere Weisung" und damit die weitere Pflege eingestellt. Lediglich die Außenhaut der Kuppel wurde von 1986 bis 1990 saniert. In Zusammenarbeit mit dem Astrophysikalischen Institut Potsdam, dem Land Brandenburg und dem Landesamt für Denkmalpflege bemüht sich seit 1997 ein Förderverein um die Erhaltung der Anlage. Seit der Wiedereinweihung des Großen Refraktors am 31. Mai 2006 ermöglichen der Förderverein und das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) bei Führungen und Beobachtungsabenden Interessierten einen Blick ins All.
Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren förderte die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) über 760 Maßnahmen an „Technischen Denkmalen“, darunter 240 Industriebauten und 230 technische Einrichtungen. Die 1985 gegründete spendensammelnde Stiftung unterstützt engagierte private, kirchliche und kommunale Denkmaleigentümer beim Erhalt ihrer Bauwerke. Denkmalpflege als staatliche Aufgabe wird wir dank dieser bürgerschaftlichen Unterstützung zu einem gesamtgesellschaftlichen Auftrag. Die DSD konnte bisher für den Erhalt von 7.400 Denkmalen unserer Baukulturlandschaft mehr als eine dreiviertel Milliarde Euro zur Verfügung stellen und damit ein deutliches Zeichen setzen.
Der Kindergarten der Flamingos
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Fünffacher Nachwuchs bei den Stelzvögeln in der Wilhelma
Die Flamingogruppe in der Wilhelma hat Zuwachs bekommen: Wie graue Federbälle auf Stelzen staksen fünf Jungvögel zwischen ihren rosafarbenen Artgenossen umher. Geschlüpft sind die Flamingoküken bereits in der zweiten Junihälfte.
Rosaflamingos fühlen sich nur in Gesellschaft wohl: Auch in der Natur brüten sie daher kolonieweise. Als Nistplatz häufen Sie im flachen Wasser einen Schlammhügel auf, in den sie eine Mulde formen, in welche in der Regel ein Ei gelegt wird. Nach gut vier Wochen Brutzeit schlüpfen die Küken, deren Körper noch von einem dichten, weißen Dunenkleid bedeckt ist. Gefüttert werden sie von beiden Altvögeln mit einer speziellen Kropfmilch. Ab einem Alter von rund 10 Tagen schließen sich die Jungvögel zu einer so genannten „Crêche“ zusammen – einem Kindergarten. Dieses Phänomen ist jetzt auch in der Wilhelma wieder gut zu beobachten. Obwohl die Jungvögel nun eine eigene Gruppe bilden, werden sie von ihren jeweiligen Eltern weiter gefüttert. Anhand ihrer Rufe können die Altvögel ihren Nachwuchs erkennen, selbst in großen Kolonien, die in der Natur eine fünfstellige Anzahl von Jungvögeln umfassen können. Die kleinen Flamingos wachsen schnell: Im Alter von sechs Wochen sind sie nahezu ausgewachsen und ihr Gefieder voll entwickelt. Das kräftige Rosa an den Beinen, am Schnabel und in Teilen des Gefieders zeigt sich aber erst nach mehreren Jahren.
Rosaflamingos kommen sowohl in Südeuropa, Teilen Afrikas als auch in Asien vom Nahen Osten bis nach Indien vor. Trotz der Größe ihres Verbreitungsgebietes ist ihre Gesamtpopulation von relativ wenigen Brutkolonien abhängig. Rosaflamingos sind sehr langlebige Vögel: In der Natur erreichen sie oft ein Alter von 20 – 30 Jahren – In Zoos können sie sogar über 70 Jahre alt werden.
Junge Bauforscher auf den Spuren der Sinziger Fliesen

Teilnehmer des Fluthilfecamps der Jugendbauhütten der DSD lernen Traditionsprodukt kennen
Am ehemaligen Hotel Bellevue in Remagen lernen vier junge Freiwillige die wichtige Voruntersuchung an historischen Bauten kennen. Unter Anleitung von Kunsthistoriker und Restaurator Dr. Ulrich Eltgen untersuchen sie die Baugeschichte das Traditionshotels. Dabei stießen sie auf historische Bodenfliesen, die sie auf einen traditionsreichen Wirtschaftszweig der Region aufmerksam machten.
Die jungen Freiwilligen des Fluthilfecamps der Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz dokumentierten die vorhandenen Fliesenformate, fertigten kolorierte Pausen an und suchten dann nach den historischen Vorlagen. Im HeimatMuseum Schloss Sinzig wurden sie fündig und können nun einen wichtigen Beitrag zur Datierung der entsprechenden Arbeiten im Hotel Bellevue liefern.
Aufgrund reicher Tonvorkommen entwickelte sich im 19. Jahrhundert im Raum Sinzig eine umfangreiche Produktion von Tonfliesen, die als Sinziger Mosaikplatten weiter Verbreitung fanden. Neben den Fliesen der Firma Villeroy & Boch in Mettlach finden sich die farbenprächtigen schablonierten Produkte aus Sinzig in vielen Bauten des 19. Jahrhunderts. Die Tonplatten in vielfältigen Formaten und Farben versorgten die schmuckfreudige Epoche mit exquisiten Gestaltungsmöglichkeiten. Unter dem Name AGROB produziert das Sinziger Werk als Teil der Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer Aktiengesellschaft bis heute.
Vom 5. Juli bis 20. Juli 2025 findet zum dritten Mal das Fluthilfecamp der Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz statt. Die jungen Helfer des Fluthilfecamps sind allesamt aktive oder ehemalige Teilnehmer der Jugendbauhütten – eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege. Die Arbeiten am Hotel Bellevue in Rolandseck sind für die jungen Leute ein Exkurs in einen wichtigen vorbereitenden Bereich der Denkmalpflege, während die wesentliche Arbeit des Fluthilfecamps im Ahrtal bereits dem Wiederaufbau gilt.
Die faszinierende Welt unter Wasser
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Thementag „Fische“ im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart
Am Sonntag, den 20. Juli 2025, können die Besucherinnen und Besucher tief in die Welt der Fische eintauchen – allerdings nur im übertragenen Sinn. Im Rahmen der Wilden Wochenenden stehen in der Wilhelmaschule die Bewohner von Flüssen, Seen und Meeren im Mittelpunkt. Man schätzt, dass weltweit deutlich über 30.000 Fischarten vorkommen. Mit Flossen, Schuppen und Zähnen zum Anfassen lernen Kinder die artenreiche Gruppe der Fische von einer neuen Seite kennen. Die Zoopädagoginnen und Zoopädagogen der Wilhelmaschule geben Antwort auf zahlreiche Fragen: Was macht den Fisch zum Fisch? Welche besonderen Anpassungen haben Fische an das Leben unter Wasser? Welche Fische sind bedroht – und warum? Im Anschluss an den Besuch in der Wilhelmaschule sollte man natürlich nicht versäumen, im Aquarium der Wilhelma auf Entdeckungsreise zu gehen und die dortige Vielfalt der Fische mit eigenen Augen zu erleben.
Der Aktionstag findet in der Wilhelmaschule von 11 bis 17 Uhr statt. Wie bei allen Thementagen der Wilden Wochenenden ist die Teilnahme bereits im Eintritt enthalten.
zum Bild oben:
Der Glühkohlenfisch ist ein Anemonenfisch, der in den Korallenriffen Südostasiens vorkommt.
(c) Wilhelma / Birger Meierjohann
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