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Verschiedenes 

Tag der Fische 2022: Rettet den Hering!

Tag der Fische 2022: Rettet den Hering!
(c) Udo Tremmel

Berlin, 15.08.2022 – Damit uns Fisch auch in Zukunft als Protein- und Genussquelle zur Verfügung steht, benötigen wir einen bewussten Umgang mit dieser wertvollen Ressource und ihren Lebensräumen. Slow Food Deutschland fordert zum Tag der Fische (22.8.): nachhaltig bewirtschaftete Fischbestände, einen entschiedenen Klimaschutz sowie einen bewussten und damit reduzierten Genuss von Fisch – insbesondere von Hering, dem Fisch des Jahres 2022. Anlässlich des Aktionstages lädt Slow Food Deutschland in die Hamburger Hobenköök ein, um Verbraucher*innen auf den Geschmack von alternativen Fischarten zu bringen.

Der Klimawandel erwärmt die Meere, über die Flüsse dringen zu viele Düngemittel ein. Frisch vom Kutter gibt es Fisch vielerorts schon lange nicht mehr. Zahlreiche Herausforderungen setzen verschiedenen Fischarten und ihren Lebensräumen massiv zu und schränken die Arbeit von handwerklichen Fischer*innen ein, die von Fischfang und -verarbeitung leben und einen wichtigen Beitrag zur Ernährungskultur in unseren Küstenregionen leisten.

Slow Food Deutschland (SFD) möchte Fisch als wertvolles Nahrungsmittel auch für die Zukunft sichern und widmet den Tag der Fische 2022 dem Hering und seinen Alternativen. Früher galt Hering – Fisch des Jahres 2021 und 2022 – als "Arme-Leute-Essen", weil er in Nord- und Ostsee so häufig vorkam. In Deutschland zählt er zu den beliebtesten Speisefischen. Infolge des Einsatzes moderner Fangtechnik, einer viel stärkeren Befischung sowie der Erwärmung der Ostsee sind die Bestände drastisch geschrumpft. Während der Bestand in der Nordsee sich momentan im grünen Bereich befindet, ist er in der westlichen Ostsee so stark gesunken, dass es dort einen wissenschaftlich verordneten Fangstopp gibt. Dadurch geht auch die handwerkliche Ostseefischerei in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zunehmend leer aus.

Aus Sicht von Slow Food zeigen sich in dem Niedergang des Herings in der westlichen Ostsee die ökologischen, wirtschaftlichen sowie soziokulturellen Folgen des Klimawandels und unseres industriell dominierten Lebensmittelsystems. Die Organisation fordert die Politik auf, Sorge dafür zu tragen, dass sich Fischbestände und ihre Lebensräume langfristig erholen, und zwar mithilfe konsequenter Klimaschutzmaßnahmen sowie einer ökosystemschonenden Fischerei- und Agrarpolitik.

Verbraucher*innen möchte Slow Food Lust darauf machen, Alternativen zu gängigen Fischarten auszuprobieren und ihren Fischverzehr insgesamt gering zu halten. Dazu Nina Wolff, SFD-Vorsitzende: „Angesichts knapper Fischressourcen, können und sollten wir tatsächlich nur sehr wenig Fisch genießen. Ich sage bewusst ‚genießen‘, weil eine reduzierte Menge und der Genuss einander nicht ausschließen – vorausgesetzt wir wertschätzen Fisch als wertvolles Lebensmittel. Wir haben außerdem die Möglichkeit, vielfältige Fischarten zu kosten, die uns aus meist monotonen Speisekarten vielleicht noch nicht bekannt sind.“ Die Kreativität, die es zur Zubereitung verschiedener Fischarten braucht, bringt Slow Food interessierten Verbraucher*innen bei Veranstaltungen nahe. Eine davon findet am Tag der Fische in der Hamburger Hobenköök statt, wo Chef-Alliance-Mitglied Thomas Sampl seinen Gästen zeigt, welche Auswahl das Meer neben dem Hering bietet. Der Nordseehering spielt beim Menü in kleiner Menge den Höhepunkt.

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Verschiedenes 

Stadtverwaltung Karlsruhe spart ab sofort Energie ein

Stadtverwaltung Karlsruhe spart ab sofort Energie ein
© Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck

Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs sollen Engpass im Winter abmildern

Mit Sofortmaßnahmen zur Senkung ihres Energieverbrauchs tritt die Stadtverwaltung Karlsruhe einer drohenden Gasmangellage entgegen. In einem Schreiben an alle städtischen Dienststellen beauftragte das zuständige Personaldezernat die kurzfristige Umsetzung von drei Maßnahmen. Hintergrund ist ein drohender Energie-Engpass im Winter, ausgelöst durch reduzierte Gaslieferungen aus Russland infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine. Durch die Drosselung der Gaslieferungen rechnet die Bundesnetzagentur damit, dass die Energieversorgung Deutschlands im Winter nicht ausreichen wird, um Unternehmen und Privathaushalte genügend mit Energie zu versorgen. Somit muss der Energieverbrauch deutlich abgesenkt werden.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hatte im Juli angekündigt, die Stadtverwaltung werde beim Energiesparen vorangehen. Die Sofortmaßnahmen sind ein erster Schritt. Folgende Maßnahmen werden umgesetzt:

Abschalten der Warmwasseraufbereitung in Verwaltungsgebäuden

Die Stadt wird grundsätzlich alle Warmwasserbereitungsanlagen in ihren Verwaltungsgebäuden deaktivieren, also zentrale Warmwasserspeicher oder dezentrale Speicher oder Durchlauferhitzer. Es gibt vereinzelte Ausnahmen. Dazu zählen beispielsweise Personalduschen für Arbeitskräfte, die im Rahmen ihrer Tätigkeit duschen müssen, betriebsbedingter Warmwasserbedarf sowie Warmwasser in zentralen Küchen und Teeküchen. Wandwaschbecken in WCs werden etwa nicht mehr mit warmem Wasser versorgt.

Außerbetriebnahme von Klima- und Lüftungsanlagen in öffentlichen Gebäuden

Die Stadt wird möglichst alle Anlagen zur Raumluftkühlung und alle mechanischen Lüftungsanlagen außer Betrieb nehmen. Dies gilt dort, wo es eine Möglichkeit der freien Belüftung gibt und keine zwingenden Gründe die Kälteversorgung erfordern. Hier geht es um zentrale oder dezentrale Gebäudetechnik, nicht um mobile Geräte wie Ventilatoren. Betroffen sind davon in erster Linie größere Räume, Säle oder Hallen zum Aufenthalt größerer Personengruppen. Für Veranstaltungsstätten oder beispielsweise Museen gilt dies aktuell noch nicht. Hierfür wird eine angepasste Regelung noch abgestimmt werden.

Die Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden wird abgeschaltet

Als weitere Sofortmaßnahme und sichtbares Zeichen in der Außenwirkung sollen städtische Gebäude nicht weiter angestrahlt werden. Hingegen wird die Beleuchtung in den Gebäuden aus Sicherheitsgründen weiterhin angemessen nutzungsspezifisch eingesetzt. Ziel ist die deutliche Absenkung des Strom- und des Heizwärmeverbrauchs.

Insgesamt strebt die Stadt Karlsruhe eine Absenkung ihres Energieverbrauchs in der Summe um bis zu 20 Prozent an.

Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) beziffert die Wirkung der Sofortmaßnahmen wie folgt: Die Abschaltung von Warmwasseraufbereitungen könne bis zu fünf Prozent der jährlichen Heizwärmebedarfe einsparen und mit der Abschaltung von Kälte- und Lüftungsanlagen außerhalb der Heizperiode ließe sich bis zu sechs Prozent des städtischen Strombedarfes reduzieren. Städtische Gebäude nicht mehr anzustrahlen, hat keinen größeren messbaren Effekt. Sie dient dazu, auf den drohenden Energieengpass hinzuweisen und Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Organisationen zum Energiesparen aufzurufen.

Um bis zu 20 Prozent des städtischen Wärme- und Stromverbrauches zu reduzieren, müssen für die Heizperiode noch weitere, deutlich wirksamere Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt werden, kündigte HGW an. Die Maßnahmen werden aktuell stadtintern geplant und bewertet.

zum Bild oben:
Energie-Engpass: Als sichtbares Zeichen in der Außenwahrnehmung sollen städtische Gebäude wie hier das Durlacher Rathaus nicht weiter angestrahlt werden.
© Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck





Verschiedenes 

Stadtverwaltung rät vom Baden in der Alb ab

Stadtverwaltung rät vom Baden in der Alb ab
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Wasserqualität leidet unter Trockenheit und hohen Temperaturen

Die anhaltende Trockenheit, ausbleibende Niederschläge sowie die ungewöhnlich hohen Temperaturen setzen den städtischen Gewässern zunehmend zu. Aktuell betrifft dies die Alb. Bei einer Niedrigwassersituation oder auch nach Starkregenereignissen kann sich bei Gewässern eine ansonsten gute Wasserqualität spürbar verschlechtern und zu einem erhöhten Auftreten von Krankheitserregern führen.

Die Alb ist kein Badegewässer und sollte derzeit gemieden werden
Den Bürgerinnen und Bürgern wird daher geraten, derzeit nicht in die Alb zu gehen und auch Hunde vom Wasser fernzuhalten. Dies ist auch mit Blick auf die in der Alb lebenden Kleinlebewesen, Fische und Pflanzen geboten, deren Lebensraum nicht zusätzlich durch menschliche Störungen gestresst werden soll. Die Alb ist nicht als offizielles Badegewässer ausgewiesen. Deren Wasserqualität wird daher auch nicht regelmäßig vom Gesundheitsamt kontrolliert. Aktuell sind dem beim Landratsamt angesiedelten Gesundheitsamt keine Erkrankungsfälle im Zusammenhang mit einem Bad in der Alb bekannt.

Aussagen zur Wasserqualität nur in überwachten Gewässern möglich
Aussagen zur Badewasserqualität können vom Gesundheitsamt nur zu den überwachten offiziellen Badegewässern gegeben werden, die auch in der Badegewässerkarte des Landes Baden-Württemberg hinterlegt sind (https://badegewaesserkarte.landbw.de/). Dies trifft in der Stadt Karlsruhe nur auf den See in Grötzingen zu.

Für weitere Fragen oder Umweltmeldungen zu ungewöhnlichen Wahrnehmungen an der Alb und anderen städtischen Gewässern stehen das Tiefbauamt oder der Umwelt- und Arbeitsschutz zur Verfügung.

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Brandgefahr in Karlsruhes Wäldern „extrem hoch“

Brandgefahr in Karlsruhes Wäldern „extrem hoch“
© Stadt Karlsruhe, Forstamt

Grill- und Feuerstellen bleiben gesperrt / Forstamt bittet um Aufmerksamkeit und Umsicht

Nachdem es zwei Tage hintereinander frühmorgens im Hardtwald gebrannt hat, weisen das städtische Forstamt und der ForstBW Forstbezirk Hardtwald erneut und nachdrücklich auf die akute und extrem hohe Waldbrandgefahr im Hardtwald, aber auch in den übrigen Wäldern im Stadtgebiet hin. „Es ist äußerste Vorsicht und hohe Aufmerksamkeit geboten“, mahnt Forstamtsleiter Ulrich Kienzler.

Die Grill- und Feuerstellen im Wald bleiben weiter im gesamten Stadtgebiet gesperrt. Leider werde die Beschilderung vor Ort permanent zerstört oder entfernt, bedauert Kienzler. Das Forstamt kontrolliere deshalb immer wieder die Plätze und sorge für Ersatz. Des Weiteren gilt im Wald bis 31. Oktober das gesetzliche Rauchverbot - Waldparkplätze und Erholungseinrichtungen inklusive. „Wer jetzt im Wald raucht, handelt grob fahrlässig oder vorsätzlich und riskiert hohe Geldbußen“, ergänzt der Forstamtsleiter.

Das Forstamt bittet Besucherinnen und Besucher, mit allen Sinnen durch den Wald zu gehen und Brandgeruch, Rauch oder Feuer über die 112 unverzüglich mit möglichst genauer Ortsangabe zu melden.





Verschiedenes 

Anhaltende Trockenheit setzt dem Karlsruher Wald zu

Anhaltende Trockenheit setzt dem Karlsruher Wald zu
© Stadt Karlsruhe, Forstamt

Früher Blattabfall reduziert Verdunstung der Bäume

Auch im Sommer 2022 leiden die Waldbäume unter Hitzetagen und langen Trockenperioden ohne nennenswerte Niederschläge. Im Juli fielen in Karlsruhe bisher nur vier Millimeter Regen pro Quadratmeter - insgesamt fiel 2022 bisher nur halb so viel Regen wie im Vorjahr.

Forstamtsleiter Ulrich Kienzler sorgt sich daher um den Stadtwald. "Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, sieht ausgetrocknete Gräben, trockengefallene Feuchtwälder wie im Elfmorgenbruch, von Trockenrissen durchzogene Waldböden, viel zu früh abfallende Blätter bis hin zu Bäumen, die ganz ausgetrocknet und abgestorben sind." Selbst auf Waldwegen verursachten Fahrräder Staubfahnen, die nicht zu übersehen seien.

Mit dem Abwerfen ihrer Blätter schützen sich die Bäume vor zu hoher Verdunstung von Wasser. Ein Mechanismus, der aber nur über begrenzte Zeiträume wirkt. Ist es zu lange trocken, kann der Baum kein Wasser mehr über seine Leitbahnen zu den Blättern transportieren. In der Folge sterben zunächst die höchsten Baumteile ab, irgendwann auch der gesamte Baum. Vor allem Jungbäume, die noch nicht über tiefreichende Wurzeln verfügen, leiden extrem unter der Trockenheit.

Eine weitere Folge der langanhaltenden Trockenperiode ist die akut sehr hohe Waldbrandgefahr. Kienzler weist deshalb erneut auf das vom 1. März bis zum 31. Oktober geltende generelle Rauchverbot im Wald hin.

Bis auf Weiteres sind auch alle Grillstellen im Wald im Stadtgebiet wegen der hohen Waldbrandgefahr geschlossen. Leider werde die vom Forstamt angebrachte Beschilderung an den Grillstellen häufig missachtet, zerstört oder entwendet, sodass Grillfans fälschlicherweise vom erlaubten Grillen ausgingen. Das Verbot gelte selbstverständlich auch für mitgebrachte Grills oder Einmalgrills. Ein gemütliches Picknick sei aber weiterhin an allen Grillstellen erlaubt.

zum Bild oben:
Ist es zu lange trocken, können Bäume kein Wasser mehr über ihre Leitbahnen zu den Blättern transportieren. In der Folge sterben zunächst die höchsten Baumteile ab, irgendwann auch der gesamte Baum
© Stadt Karlsruhe, Forstamt





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NABU: Zwanzig Prozent der ukrainischen Naturschutzgebiete bereits zerstört

Brände, Minen und Wilderei bedrohen seltene Arten im Kriegsgebiet

Berlin/Kiew – Der andauernde Krieg in der Ukraine ist eine große Tragödie für die Menschen, die zu Hunderttausenden ihr Zuhause verlieren. Auch die Naturschutzgebiete, Heimat für zahlreiche Tiere und Pflanzen, werden in Mitleidenschaft gezogen und zum Teil dauerhaft geschädigt. „Zwanzig Prozent der Naturschutzgebiete in der Ukraine sind bereits zerstört, mehr als drei Millionen Hektar sind aktuell bedroht“, zieht NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller fünf Monate nach Kriegsbeginn Bilanz.

Bei der Zerstörung handelt es sich nach Angaben der Ukrainian Society for the Protection of Birds (USPB) vor allem um Brände sowie Tonnen von Metallschrott, die über weite Teile verstreut seien. Auch Minenexplosionen sowie die Zerstörung von Nestern, Wilderei und illegale Abholzung in besetzten Gebieten seien große Bedrohungen für teilweise seltene Arten. „Besonders betroffen ist die Meeres- und Küstenregion am Asowschen Meer, wo Rosapelikane, Löffelreiher, Zwergscharben und anderen seltene Vogelarten nisten. Die Region hat den höchsten Schutzstatus für den Erhalt der Feuchtgebietsvogelfauna und liegt inmitten aktiver Kämpfe. Zahlreiche Vögel sind hier bereits durch Minenexplosionen sowie Wald- und Schilfbränden ums Leben gekommen“, so Oleg Dudkin, Direktor der USPB.

Auch zahlreiche weitere Gebiete seien betroffen. So beeinträchtigten im Schwarzen Meer militärische Aktivitäten Delfine bei der Nahrungssuche und Orientierung, in Polissja seien Tausende Hektar radioaktiv verseuchte Wald- und Moorflächen verbrannt und in den Wald-Steppen-Naturkomplexen am Asowschen Meer durch Minenexplosionen teilweise seltene Tiere wie Wisente, Antilopen, Wildpferde und Kraniche verunglückt. „Viele Vögel, darunter mindestens die Hälfte der Weißstorchenpaare aus dem Kriegsgebiet, konnten unter den aktuellen Bedingungen in diesem Jahr nicht brüten“, so Dudkin.

Der NABU setzt gemeinsam mit Partnerorganisationen Natur- und Artenschutzprojekte in der Ukraine um und versucht diese auch während des Krieges so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Mit der USPB (Birdlife-Partner in der Ukraine) arbeitet der NABU seit 2004 zusammen. Seit 2021 wird das gemeinsame Projekt „Chorne Bagno Ukraine“ zur Wiederherstellung des transkarpatischen Moores umgesetzt. Das Hochmoor ist von nationaler und internationaler Bedeutung für die biologische Vielfalt, den Klimaschutz und die Wissenschaft.

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NABU: Ein Zuhause für tierische Untermieter

NABU: Ein Zuhause für tierische Untermieter
Breitflügelfledermaus (c) NABU/Gerhard Mäscher

Miller: Modernisierung von Gebäuden nicht zu Lasten von Vögeln und Fledermäusen

Zur Lösung der Klimakrise und zur Vorbereitung auf die nächsten Winter gilt es, schnellstmöglich von fossilen Energien unabhängig zu werden. Dabei stellt die energetische Modernisierung einen zentralen Hebel dar. Dies kann jedoch zu Lasten von Tierarten gehen, die auf menschliche Behausungen angewiesen sind. Mit guter Planung lässt sich dies einfach vermeiden und Tiere können sogar von der Modernisierung profitieren. Eine neue Checkliste vom NABU zeigt, was es wann zu beachten gilt, damit Klimaschutz und Artenschutz am Gebäude Hand in Hand gehen.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller betont: „Der Verlust von Brutplätzen und Quartieren trägt
entscheidend dazu bei, dass die Bestände der von Gebäuden abhängigen Tierarten rückläufig sind. Inzwischen ist selbst der Spatz in Deutschland auf der Vorwarnstufe der Roten Liste gelandet. Zudem verstößt die Beeinträchtigung von Ruhe- und Fortpflanzungsstätten gegen deutsche und europäische Naturschutzgesetze. Das bedeutet nicht selten, dass Behörden in der Bauphase einen Baustopp verhängen. Mit guter Planung, die den Artenschutz berücksichtigt, lassen sich massive Verzögerungen und hohe Kosten jedoch ganz einfach vermeiden.”

Eine frühzeitige Begutachtung der Gebäude durch Fachleute sowie frühzeitige Abstimmungen mit der Naturschutzbehörde sind dafür essenziell. Nur so kann im Zweifel mit Ausgleichsmaßnahmen sichergestellt werden, dass alle tierischen Untermieter auch nach der Modernisierung wieder unterkommen und sogar neue Quartiere geschaffen werden können.

NABU-Gebäudeexpertin Lisa Storcks erläutert: „Inzwischen gibt es eine große Bandbreite an technologisch hochwertigen Lösungen für Quartiere und Nisthilfen, die sich elegant in Wärmedämmverbundsysteme integrieren lassen. Gebäude, an denen bislang keine Tiere leben, können durch eine Sanierung mit Quartier- und Niststeinen zu wertvollen Lebensstätten werden.”

Die neue Checkliste vom NABU zeigt genau, welche Schritte dazu in welcher Phase der Modernisierung eingeleitet werden sollten: https://www.nabu.de/artenschutz-an-gebaeuden.html
Im NABU-Shop und beim Partner Vivara findet sich eine Bandbreite an Nisthilfen, die Artenschutz am Gebäude unterstützen: http://vivarapro.de/Produkte

Im Projekt Umfeldberatung begleitet der NABU Unternehmen dabei, den Artenschutz auch auf Ihren Unternehmensflächen umzusetzen: www.NABU.de/Umfeldberatung.

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30 Jahre Ernährungsexpertise: Slow Food Deutschland feiert Jubiläum

30 Jahre Ernährungsexpertise: Slow Food Deutschland feiert Jubiläum
30 Jahre Slow Food Deutschland (c) meerfreiheit

Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und vereint Menschen, die sich dafür einsetzen, dass wir alle Zugang zu guten, sauberen und fairen Lebensmitteln haben. In seiner neu erschienenen Jubiläumspublikation „Essen ist politisch. 30 Jahre Ernährungsexpertise“ zeigt der Verein, dass hinter Slow Food eine politische Haltung steht, was Essen in Würde und im Einklang mit dem Planeten bedeutet und wie die Forderungen der Bewegung für eine ganzheitliche Ernährungspolitik lauten. Ein Podium am Vorabend der diesjährigen Mitgliederversammlung in Erfurt diskutiert eine nachhaltige Ernährungszukunft.

Ernährung und Lebensmittelerzeugung zählen zu den großen Diskussionsthemen unserer Zeit. Der öffentliche Diskurs dazu hat viele von den Slow-Food-Gedanken der ersten Stunde aufgesogen. Fragen nach den ökologischen sowie sozio-kulturellen Auswirkungen von Herkunft, Erzeugung, Verarbeitung und Konsum unseres Essens sind heute relevanter denn je. Seit drei Jahrzehnten macht Slow Food Menschen neugierig darauf, selber Antworten auf diese Fragen zu finden und sie von Politik und Wirtschaft einzufordern.

Die Mitglieder, Engagierten und Unterstützer*innen des Vereins in Deutschland bewahren mit ihrer Art einzukaufen, zu kochen und zu genießen nicht nur Vielfalt, sondern sie zeigen auch politische Haltung. Denn Essen ist zu einem kolossalen Politikum geworden. Wie wir uns ernähren, bestimmt, wie wir auf dem Planeten zusammenleben. Und dieses Zusammenleben gestaltet Slow Food Deutschland (SFD) durch die Verbreitung von Ernährungswissen, Bildungsarbeit, Veranstaltungen, Interessenvertretung und Kampagnen auf lokaler, nationaler wie europäischer Ebene aktiv mit. Die bundesweit knapp 90 Convivien des Vereins verankern Slow Food als ernährungspolitischen Akteur in den Regionen.

Dazu SFD-Vorsitzende Nina Wolff: „Unsere Handlungsfelder haben sich in den letzten dreißig Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und dabei an Klarheit gewonnen. Bestand hat, dass wir immer wieder die Menschen in den Fokus rücken: diejenigen, denen wir gutes, sauberes und faires Essen verdanken ebenso wie jene, die es genießen möchten. Damit alle am Ernährungssystem Beteiligten angemessene Wertschätzung erfahren.“

In drei Jahrzehnten hat SFD erfolgreich gelernt, wie kulinarisches Engagement auch politisch gelingen kann und umgekehrt; wie Genuss und Verantwortung beim Essen zu vereinen sind. Slow Food fordert deswegen ein nachhaltiges Ernährungssystem und einen Wandel, der bis in die Tiefen der Kochtöpfe unserer Gesellschaft reicht. In seiner Jubiläumspublikation „Essen ist politisch“ entwirft SFD seine Vision einer nachhaltigen Ernährungszukunft, die Vielfalt als Leitbild hat und Gerechtigkeit sicherstellt.

Die Wege und Mittel, dieses Ziel zu erreichen, diskutieren Vertreter*innen der Bewegung am Vorabend der Mitgliederversammlung an diesem Freitag, dem 1. Juli 2022 in Erfurt. SFD-Vorsitzende Nina Wolff sitzt dafür gemeinsam mit Edie Mukiibi, Vize-Präsident von Slow Food International, und Carsten Schneider MdB, Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland, auf dem Podium; es moderiert Julian Volk, Slow Food Thüringen.

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