Grüne Quellen
Mittwoch, 13. November 2019 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

NABU: Neuer Bericht zeigt Auswirkungen von Windrädern auf den Rotmilan-Bestand

Miller: Weiterer Windenergie-Ausbau nur mit umfassendem Rotmilan-Schutz

Berlin, 14.10. – Mit Blick auf eine aktuell im Fachmagazin „DER FALKE“ erschienene Analyse zur Bestandsentwicklung des Rotmilans in Deutschland hat sich der NABU erneut dafür ausgesprochen, dass der notwendige Ausbau der Windenergie in Deutschland im Einklang mit dem Artenschutz erfolgen muss.

Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), Koordinator der offiziellen bundesweiten Vogelbestandserfassungen, hat jetzt die Ergebnisse einer detaillierten Analyse der jüngsten Bestandsentwicklung des Rotmilans in Deutschland veröffentlicht. Danach gehen die Rotmilanbestände in Landkreisen mit einer hohen Dichte an Windrädern zurück, während sie in Landkreisen ohne Windräder zunehmen.

„Dieser Zusammenhang ist äußert bedeutsam und zeigt, dass der notwendige weitere Ausbau der Windenergie in Deutschland nicht durch eine von der Windindustrie geforderte und derzeit sogar vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagenen Aufweichung des Artenschutzrechts erreicht werden darf, sondern Klima- und Artenschutz von vornherein zusammen gedacht werden müssen“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Insbesondere der Rotmilan ist als Vogel der Offenlandschaft und durch sein Flugverhalten häufig von Kollisionen mit Windkraftanlagen betroffen, weil er beim Jagen nach unten schaut und die Anlagen gar nicht sieht.

In der Studie vergleichen die Autoren des DDA die mit gleicher Methode erfolgten bundesweiten Erfassungen des Rotmilan-Brutbestands der Zeiträume 2005 bis 2009 und 2010 bis 2014. Für jeden der 285 Landkreise im Verbreitungsgebiet der Art wurde die ermittelte Bestandsveränderung mit der Anzahl von Windenergieanlagen pro Quadratkilometer Fläche korreliert. Eindeutiges Ergebnis: Je mehr Windräder, desto schlechter die Bestandsentwicklung. In Landkreisen ohne Windräder nahm der Bestand zu, bei etwa 0,1 Windrädern pro Quadratkilometer waren die Bestände stabil, bei über 0,15 Anlagen auf gleicher Fläche waren die Bestandstrends negativ.

Insgesamt führt dies zu einem bundesweit betrachtet stabilen Rotmilan-Bestand, was die Windindustrie bereits im August zu einer Jubelmeldung über die angeblich konfliktfreie Koexistenz von Windenergieanlagen und dem aufgrund seines gegabelten Schwanzes auch als „Gabelweihe“ bekannten Greifvogel veranlasste. Dieser Fehlinterpretation hatte der NABU bereits in einer Stellungnahme deutlich widersprochen und darauf hingewiesen, dass die Rotmilanbestände insbesondere im Nordosten Deutschlands, wo sehr viele Windräder stehen, deutlich abnehmen, während sie im windradarmen Südwesten des Landes zunehmen. Die neue Studie des DDA bestätigt diesen Effekt und kann ihn sogar Landkreis für Landkreis nachweisen. Die größten Abnahmen gab es demnach in einigen Landkreisen Sachsen-Anhalts, Ost-Westfalens und Mittelhessens, jeweils dort, wo sich auch Windenergieanlagen konzentrieren.

„Der jetzt veröffentlichte Bericht macht deutlich, dass der potentielle Konflikt zwischen dem Schutz windenergiesensibler Arten und dem Ausbau der Windenergie nicht nur in der Theorie und in Projektionen für die Zukunft existiert, sondern sich schon heute in konkreten Bestandsrückgängen manifestiert“, so Miller. Der NABU warnt daher davor, den derzeit stockenden Ausbau der Windenergie durch Aufweichungen des geltenden Artenschutzrechts erzwingen zu wollen. Stattdessen fordert er den bestehenden gesetzlichen Rahmen so zu nutzen, dass auch die kumulativen Auswirkungen vieler einzelner Windräder angemessen berücksichtigt werden und damit dem Artenschutz Genüge getan wie auch eine deutliche Verbesserung der Genehmigungsfähigkeit von Planungen aus Artenschutzsicht erreicht werden kann.

Dies ist möglich, wenn für betroffene Arten wie den Rotmilan auf regionaler Ebene umfassende Artenschutzprogramme erstellt und umgesetzt werden. Sind diese erfolgreich und sorgen in der betreffenden Region für einen mindestens stabilen Bestand, ist es möglich weitere Windräder über artenschutzrechtliche Ausnahmen zu genehmigen. „Ein einfaches Durchwinken von artenschutzrechtlichen Ausnahmen ohne entsprechende effektive Schutzprogramme verbietet sich jedoch angesichts der bereits heute nachweisbaren negativen Wirkungen auf die Bestände windkraftsensibler Arten wie dem Rotmilan.“

Mehr







Verschiedenes 

Karlsruhe: Eisbärin Nika unter Narkose untersucht

Karlsruhe: Eisbärin Nika unter Narkose untersucht
Nika hat eine Arthrose am rechten Hinterfuß / Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Probleme mit dem rechten Hinterfuß

Der Gesundheitszustand von Eisbärin Nika hat sich verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung im Zoo Karlsruhe, für die das Tier erneut in Narkose gelegt und von mehreren spezialisierten Veterinären untersucht worden ist. Nika hat schon längere Zeit eine Arthrose durch eine Gelenkveränderung am rechten Hinterfuß. "Seit längerer Zeit wird Nika behandelt und wir haben versucht, sie möglichst beschwerdefrei zu halten. Da wir aber gemerkt haben, dass Nika wieder mehr an dem Fuß manipuliert, mussten wir sie erneut betäuben und röntgen", berichtet Zootierärztin Julia Heckmann.

Nika hat sich an der Haut über der Gelenkveränderung durch Kratzen und Reiben offene Stellen zugefügt. Diese wurden ausrasiert, gespült und mit Salbe versorgt. "In den kommenden Wochen werden wir mit den jetzigen Erkenntnissen die Behandlung ganz intensiv fortführen", erläutert Heckmann. Dazu gehören Schmerzmittel, Antibiotikum, Salben und die Förderung der Wundheilung über Lasertherapie.

Nika soll keine Schmerzen haben
"Wir sind sehr froh, dass die Tierpfleger rund um Revierleiter Moritz Ehlers ein gutes, medizinisches Training mit den Eisbären Nika und Kap machen. Nur so ist die tägliche Behandlung jetzt möglich", sagt Zoo-Pressesprecher Timo Deible. Beim medizinischen Training wird über positive Verstärkung mit den Tieren beispielsweise eingeübt, sich ein Medikament freiwillig auf die Haut auftragen zu lassen. Das kommt der Behandlung jetzt zugute.

"Für uns ist besonders wichtig, dass das Tier keine Schmerzen hat. Ob die Therapie wirklich anschlägt, werden wir in einigen Wochen nochmal unter Narkose überprüfen", berichtet Heckmann. Dafür werden dann erneut die externen Spezialisten dazukommen. Nika wurde im Jahr 2000 im Tiergarten Schönbrunn in Wien geboren und lebt seit 2002 in Karlsruhe.

zum Bild oben:
Nika hat eine Arthrose durch eine Gelenkveränderung am rechten Hinterfuß.
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Mehr




Veranstaltungen 

Karlsruhe: Infoabend "Radonsicher leben" im Exotenhaus

Stadt unterstützt private Radonmessungen

Radon ist ein radioaktives Gas, welches zwar aus der Natur stammt, aber bereits in geringen Mengen langfristig der Gesundheit schadet. Eine Informationsveranstaltung des Landes Baden-Württemberg unter dem Motto "Radonsicher leben und arbeiten" findet am Montag, 14. Oktober, um 18 Uhr im Konferenzraum des Exotenhauses im Zoo Karlsruhe, Ettlinger Straße 4b, statt. Der Eintritt ist frei.

Bürgermeisterin Bettina Lisbach wird in ihrem Grußwort auf das besondere Angebot der Stadt Karlsruhe zur finanziellen Unterstützung privater Radonmessungen im Stadtgebiet hinweisen. Denn Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das Gas kann aus dem Boden in Gebäude eindringen und sich dort ansammeln. Es zerfällt dann in weitere radioaktive Stoffe, die der Mensch über die Atemluft aufnimmt. Nicht jede Region ist in gleichem Maße betroffen.

Land weist Radonvorsorgegebiete aus
Wer radonsicher bauen und sanieren will, kann sich zu technischen Lösungen informieren. So gibt das Strahlenschutzgesetz als Prüf- und Orientierungswert bei Maßnahmen zum Schutz vor Radon einen Jahresdurchschnittswert von 300 Becquerel des Gases pro Kubikmeter Luft an. Dieser Wert sollte sicher unterschritten werden. Auch an bestimmten Arbeitsplätzen können aus Gründen der Gesundheitsvorsorge Radon-Messpflichten entstehen.

Das Land wird bis Ende 2020 Radonvorsorgegebiete ausweisen und hierzu Messungen durchführen. Je mehr Messungen erfolgen, desto genauer können betroffene Gebiete identifiziert werden. In solchen Gebieten gelten dann zusätzliche Anforderungen an Neubauten.

Stadt bezuschusst private Messungen finanziell
Auch Bürgerinnen und Bürger können das Vorhaben des Landes unterstützen und private Radonmessungen bei behördlich anerkannten Messstellen in Auftrag geben. Diese Messungen sind kostengünstig durchführbar und werden von der Stadt Karlsruhe ab November in begrenztem Umfang finanziell bezuschusst.

Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hat für Fragen zu Radon eine Radonberatungsstelle eingerichtet, die unter der Mailadresse radon@lubw.bwl.de erreichbar ist.

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Kein Sperrwerk in der Elbmündung!

Miller: Deutschland darf Fehler der Niederlande nicht wiederholen

Berlin – Der NABU lehnt ein von Hamburgs Umweltsenator Kerstan und Niedersachsens Umweltminister Lies ins Gespräch gebrachte Sperrwerk an der Elbe-Mündung zur Nordsee strikt ab. Dass sich Politiker angesichts der Klimakrise mit dem Anstieg des Meeresspiegels befassen, sei zwar zunächst richtig. Sich jedoch als Umweltminister gleich auf die ökologisch problematischste Lösung festzulegen, zeuge von wenig Sachverstand und Sensibilität für das durch die früheren Ausbaggerungen und die laufende Umsetzung der Elbvertiefung erheblich geschädigte Ökosystem.

„Dieser Vorschlag ist an Absurdität kaum zu überbieten. Mit der Elbvertiefung hat man wissentlich die Sturmflutrisiken an der Elbe selbst erhöht. Ein Sperrwerk als Lösung ist eine Idee von vorgestern und wird den künftigen Herausforderungen durch die Klimakrise nicht gerecht“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Die Niederländer haben die ökologischen Auswirkungen von Sperrwerken bereits zu spüren bekommen und zahlen dafür einen hohen Preis. Deutschland darf Dekaden später nicht die gleichen Fehler wiederholen.“

Statt Sperrwerke zu bauen und damit einzigartige, geschützte Lebensräume endgültig zu vernichten, müssen Deiche umfangreich zurückverlegt und der Elbe mehr Flutraum gegeben werden. Das wäre nach Auffassung des NABU bereits heute dringend erforderlich, um die im Wasserkörper des Hamburger Hafens problematische Sauerstoffsituation zu entschärfen. Die gesetzlich geforderte Verbesserung des ökologischen Zustands der Elbe im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie und des Erhaltungszustands von Lebensräumen und Tier- und Pflanzenarten nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sind nur so zu erreichen.

Damit würde sich auch die Hochwassersituation entspannen. Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands der Elbe werden seit 2013 zwischen den Bundesländern Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie allen relevanten gesellschaftlichen Gruppen im Forum Tideelbe diskutiert. „Bis heute ist keine der vielen Maßnahmen umgesetzt worden, während parallel die Situation durch die laufende Elbvertiefung verschärft wird“, so Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg. Zudem sei es nicht hinnehmbar, während der aktuell laufenden Elbvertiefung bereits den nächsten Großeingriff in das sensible Ökosystem Elbe ins Visier zu nehmen. Siegert: „Der Elbe ist schon genug zugemutet worden, sie ist in einem schlechten Zustand.“

Bereits die im Rahmen der aktuellen Elbvertiefung durchgeführten Bauarbeiten an der Grenze des UNESCO-Welterbegebiets Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer drohen der Flussmündung einen großen ökologischen Schaden zuzufügen. Der Bau eines Sperrwerks würde das größte noch existierende Wattenmeer-Ästuar endgültig zerstören. Solche Pläne im vom Umweltbundesamt ausgelobten „Jahr des Großen Nordseeästuars“ bereits nur zu diskutieren zeugt von großer Ignoranz für die Belange des Wattenmeer-Welterbegebietes. Statt weitere Beeinträchtigungen zu planen, sollten zügig Maßnahmen umgesetzt werden, die das aus dem Ruder laufende ökologische Gleichgewicht des Flusses und seines Mündungsgebiets wieder herstellen.

Mehr




Verschiedenes 

NABU: EuGH bestätigt - Hände weg vom Wolf!

Finnland-Urteil sollte der Bundesregierung eine Mahnung sein

Berlin,11.10. – Zum gestern ergangenen Urteil vor dem Europäischen Gerichtshof zur Rechtmäßigkeit der Wolfsjagd in Finnland begrüßt der NABU, dass der EuGH die hohen rechtlichen Hürden für die Bejagung von Wölfen und die Wichtigkeit der FFH-Richtlinien betont hat. In Deutschland war das Urteil vor dem Hintergrund der Erleichterung von Wolfsabschüssen oder Forderung nach Schutzjagden Spannung erwartet worden.

„Das Urteil zeigt, dass alle Forderungen nach Abschusserleichterungen oder gar der Bejagung von Wölfen im Widerspruch zum FFH-Recht stehen“, kommentiert NABU-Fachbereichsleiter Naturschutz und Umweltpolitik Ralf Schulte. „Darüber hinaus unterstreicht das Urteil, dass alle Maßnahmen des Wolfsmanagements im Einklang mit dem übergeordneten Ziel des günstigen Erhaltungszustandes stehen müssen. Dem Herdenschutz muss als Instrument der Vorbeugung und der Schadensabwehr daher deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.“

Der EuGH betont nochmals die strengen Auflagen der FFH-Richtlinie zur Vergabe von Ausnahmeregelungen bei der Quotenjagd oder ähnlichen Praktiken. So muss beispielsweise klar gezeigt werden, dass Maßnahmen zur Erreichung der Ziele (z.B. Herdenschutz, Reduzierung von illegaler Jagd) zweckdienlich sind und dies nicht mit einer anderen zufriedenstellenden Lösung erreicht werden können. Und genau dies konnte Finnland bislang nicht hinreichend belegen.

Nach Auffassung des NABU müssen Herdenschutz und Weidetierhaltung unterstützt werden statt sich weiterhin von unsachlichen Forderungen nach präventiven Bestandsregulierungen, wie von Agrarministerin Klöckner propagiert, leiten zu lassen. Das gestrige Urteil unterstreicht einmal mehr die fehlende rechtliche Handhabe für ein solches Vorgehen.

Schon 22.500 Bürger sind dem Aufruf des NABU mit der Aktion „Hände weg vom Wolf“ gefolgt und haben ihre Abgeordneten aufgerufen, gegen das geplante Gesetz zu stimmen.

Mehr




Verschiedenes 

Karlsruhe: Herbstarbeiten des Gartenbauamtes

Karlsruhe: Herbstarbeiten des Gartenbauamtes
Blumenpflanzungen im Stadtgarten © Stadt Karlsruhe

Neupflanzungen, Rückschnitt und Umzug der Gondolettaboote in ihr Winterquartier

Kürzer werdende Tage und sinkende Temperaturen sind für die städtischen Gärtnerinnen und Gärtner ein Zeichen, dass nun mit den Herbstarbeiten begonnen werden kann. Im Zuge des Klimawandels ist das umfangreiche Stadtgrün ein wichtiger Pfeiler einer lebenswerten und zukunftsfähigen Stadt. Die Tätigkeiten des Gartenbauamtes tragen dazu bei, das Wohn- und Arbeitsumfeld in Karlsruhe so angenehm wie möglich zu gestalten.

Beete und Wiesen

Anfang Oktober werden die zum überwiegenden Teil nicht winterharten Sommerblumen von den Beeten abgeräumt und durch die Winter- und Frühjahrsbepflanzung aus Stiefmütterchen und Zwiebelblumen ersetzt. Dazu müssen die Beete vor der Neubepflanzung gefräst und bei Bedarf mit Kompost verbessert werden, damit die insgesamt knapp 230.000 Stiefmütterchen, Bellis, Goldlack, Islandmohn und Vergissmeinnicht gute Wachstumsbedingungen erhalten. Als Ergänzung im Stadtgarten sowie auf den großen städtischen Plätzen wie dem Kolping-, dem Friedrichplatz oder vor dem Badischen Staatstheater werden zudem mehr als 370.000 Blumenzwiebeln gepflanzt, deren Sprösslinge für einen farblichen Überraschungseffekt sorgen sollen. Während in den Beetflächen vorrangig kurzlebige Tulpenzwiebeln zum Einsatz kommen, werden für die Rasenflächen im Stadtgebiet über 38.000 Narzissen verschiedenster Art und Sorte verwendet.

Rückschnitt und Reparaturen

In den Staudenflächen im Zoologischen Stadtgarten sowie beispielsweise im Stadtpark Südost werden die weichen und abgestorbenen Pflanzenteile zurückgeschnitten. Dauerhafte Strukturen wie das Laub der Gräser oder die festen Blütenstände vom Purpur-Sonnenhut können hingegen noch bis zum kommenden Frühjahr erhalten bleiben und bieten auch im Winter einen schönen Anblick. Die 15.000 Rosen im Stadtgarten benötigen bereits im Herbst einen starken Rückschnitt und am Wurzelstock angehäufte Erde als Schutz vor dem Winter.

Ab Mitte Oktober werden die 50 Gondolettaboote in ihr Winterquartier in die Zentralen Werkstätten des Gartenbauamtes transportiert, um sie dort für die kommende Sommersaison zu warten. Parallel werden in den Werkstätten im Herbst auch verstärkt Wartungsarbeiten an Spielgeräten und Bänken durchgeführt.

Neupflanzungen von Bäumen und Dauerblühern

Derweil laufen die Vorbereitungen in der Stadtgärtnerei bereits auf Hochtouren. Um auch im kommenden Sommer wieder die vielen Balkonkästen und Blumenbeete füllen zu können, muss bereits im Herbst mit der Anzucht und Vermehrung der vielen sommerlichen Dauerblüher wie Wandelröschen, Geranien und Fuchsien begonnen werden. Aber auch in der städtischen Baumschule werden neue Gehölze für die kommenden Jahre gepflanzt. Dabei liegt ein Schwerpunkt bei der Auswahl von zukunftsfähigen "Klimabäumen". Aber nicht nur in der Baumschule ist Pflanzzeit. Im gesamten Stadtgebiet werden in den öffentlichen Grünanlagen viele neue Bäume und Sträucher gepflanzt. Durch die trockenen Sommer der letzten Jahre sind viele alte Gehölze geschädigt worden oder abgestorben, sodass in den kommenden Monaten viele ersetzt werden müssen.

zum Bild:
Zu den Herbstarbeiten des Gartenbauamtes gehört auch das Pflanzen neuer Blumen im Stadtgarten.
© Stadt Karlsruhe





Verschiedenes 

Karlsruhe: Windenergienutzung im Nachbarschaftsverband maßvoll lenken

Teil-Flächennutzungsplan Windenergie genehmigt

Wo sind Windkraftanlagen grundsätzlich denkbar, welche Gebiete kommen für Windenergieanlagen nicht in Frage? Für Ettlingen, Rheinstetten, Karlsbad und Weingarten weist der Teil-Flächennutzungsplan Windenergie (Teil-FNP Wind) Konzentrationsflächen für die Windenergienutzung mit einer Gesamtfläche von etwa 208 Hektar aus. Übernommen hat das Planwerk zudem den Energieberg in Karlsruhe als Bestandsareal. Das übrige Gebiet des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe (NVK) wird dadurch als Ausschlussfläche im Sinne des Baugesetzbuches definiert. Der Teil-FNP hat mit der öffentlichen Bekanntmachung Mitte September Verbindlichkeit erlangt. Vorangegangen ist ein aufwändiges Prüfverfahren aller potentiellen Flächen, indem unter anderem Aspekte des Natur- und Immissionsschutzes eingehend beleuchtet wurden.

Für konkrete Vorhaben sind jeweils Genehmigungsverfahren erforderlich

Künftige Windkraftanlagen im NVK-Gebiet konzentrieren sich danach auf die vier Flächen Stiftäcker in Rheinstetten, Hagbuckel in Karlsbad, Kirchberg in Weingarten und Kreuzelberg in Ettlingen. Für konkrete Vorhaben sind jeweils Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz mit diversen Gutachten und Schallberechnungen erforderlich. Umfangreiche Angaben und Hinweise aus dem Teil-FNP Wind mit seinem Umweltbericht sind dann zu berücksichtigen. Eine von vielen Vorgaben lautet etwa, dass durch die Lage der Windkraftanlage innerhalb der Konzentrationszone und des vom NVK angesetzten Vorsorgeabstandes die Entfernung zu Wohngebieten mindestens 1.000 Meter betragen muss.

"Mit dem Flächennutzungsplan haben wir das Ziel erreicht, die Windenergienutzung auf Basis eines schlüssigen Gesamtkonzepts und umfangreichen Untersuchungen in die wenigen geeigneten Bereiche zu lenken", freut sich Oberbürgermeister Frank Mentrup als stellvertretender Verbandsvorsitzender über den Abschluss des mehrjährigen Verfahrens. Dieses wurde von der NVK-Planungsstelle im Planungsamt der Stadt Karlsruhe durchgeführt. Eine große Herausforderung war die Abwägung der recht unterschiedlichen Belange.

Kreuzelberg: Artenschutz erforderte sorgfältigen Zuschnitt der Fläche

Einen Balanceakt hatte etwa der Verbandsvorsitzende Johannes Arnold zu meistern. Dem Ettlinger Oberbürgermeister kam die konfliktbehaftete Aufgabe zu, die Ettlinger Belange und die des NVK unter einen Hut zu bekommen – Ergebnis ist ein sorgfältig gewählter Zuschnitt der Ettlinger Fläche in Ergänzung zu den übrigen Konzentrationsflächen sowie der Schutz des restlichen Verbandsgebietes.

Zum Hintergrund: Der Ettlinger Kreuzelberg ist unter anderem Lebensraum für den Rotmilan. Sowohl der Ettlinger Gemeinderat als auch eine Bürgerinitiative hatten sich jedoch dafür stark gemacht, den Kreuzelberg aufgrund seiner Bedeutung für den Artenschutz bei den Standorten für Windkraftanlagen auszusparen. Andererseits ist die Fläche im Regionalplan bereits als Vorranggebiet festgelegt. Diese Vorgabe der dem FNP übergeordneten Planung muss der NVK grundsätzlich übernehmen. Die Darstellung wurde letztlich möglich, nachdem die höhere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe hier eine artenschutzrechtliche Ausnahmelage bestätigt hat.

Langer gemeinsamer Weg der Mitgliedsgemeinden

"Es war ein langer Weg, den wir gemeinsam mit unseren Mitgliedsgemeinden gegangen sind", so Heike Dederer, Leiterin der Planungsstelle. Das Planverfahren war 2012 von der Verbandsversammlung eingeleitet worden. Der Teil-FNV Wind wurde nach intensiver fachlicher Bearbeitung und mehrfacher Beteiligung der Öffentlichkeit sowie von Behörden, sonstigen Trägern öffentlicher Belange und Umweltverbänden von der Verbandsversammlung am 3. Juni 2019 mehrheitlich beschlossen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigte den sachlichen Teil-FNP Wind am 2. August, mit der öffentlichen Bekanntmachung am 14. September erlangte er Wirksamkeit.

Mehr




Veranstaltungen 

Karlsruhe: Führung der Zoopädagogik

Karlsruhe: Führung der Zoopädagogik
Elefanten mit Halsband auf Sri Lanka / Foto: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

Der Zoo und seine Artenschutzprojekte

Unter dem Motto "Der Zoo und seine Artenschutzprojekte" gibt es am kommenden Samstag, 12. Oktober, um 14 Uhr eine Führung der Zoopädagogik. Der Zoo hat vor drei Jahren die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe (www.artenschutzstiftung.de) gegründet. Diese unterstützt seitdem zahlreiche Projekte lokal und global, die sich um den Erhalt der Artenvielfalt kümmern. Bei dem etwa einstündigen Rundgang durch den Zoo werden einzelne dieser Projekte näher vorgestellt. Dabei werden Fragen wie "Warum tragen Elefanten Halsbänder?" und "Was müssen Orang-Utans lernen, um ihr Abitur zu bekommen? " geklärt. Treffpunkt ist vor dem Giraffenhaus. Die Führung kostet fünf Euro zusätzlich zum regulären Eintritt, die Führungskarte kann an beiden Kassen erworben werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

zum Bild oben:
Elefanten mit Halsband auf Sri Lanka: Das Projekt in Nationalpark Udawalawe wird von der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe unterstützt.
Foto: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25