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Verschiedenes 

Slow Food Youth Akademie

Slow Food Youth Akademie
(c) Slow Food

Changemaker für die Ernährungspolitik können sich für die Slow Food Youth Akademie bewerben

Berlin, 18. Dezember 2020. Die Slow Food Youth Akademie ist ein interaktives Weiterbildungsprogramm für Auszubildende, Berufstätige und Studierende aus Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft und Gastronomie sowie für alle, die sich für die Zukunft unserer Ernährung begeistern. An acht gemeinsamen Wochenenden setzen sich die Teilnehmenden mit unserem Ernährungssystem auseinander und entwickeln Ideen, wie Prozesse des politischen Wandels angestoßen und umgesetzt werden können. Interessierte können sich bis zum 31.1.2021 für einen der 25 Plätze bewerben.

Die Akademie adressiert Menschen zwischen 20 und 35 Jahren, die clevere Ideen für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem mitbringen. Diese diskutieren und überprüfen sie mit Expert*innen aus Landwirtschaft, Fischerei und Handwerk, Gastronomie und Handel, Wissenschaft und Politik. Die 25 Teilnehmenden erfahren in Theorie und Praxis Neues und lernen andere Perspektiven kennen. Aufgrund der Pandemie erwartet sie 2021 eine Mischung aus On- und Offline-Wochenenden. Geplant sind u.a. Besuche auf dem Acker und in der Backstube, um bei Grundnahrungsmitteln Hand anzulegen. Wie junge Erwachsene für ein gutes, sauberes und faires Ernährungssystem europaweit an einem Strang ziehen können, auch das lernen sie. In 2021 diskutieren sie mit Gleichgesinnten die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und industriellem Lebensmittelsystem, Inhalte der Kampagne ‚Our Food Our Future‘, die Slow Food Deutschland (SFD) mit 16 Partnerorganisationen bis 2023 umsetzt.

Vor dem Hintergrund ökologischer-, klimatischer- und soziokultureller Herausforderungen ist die Ernährungswende unausweichlich geworden. Sie muss u.a. von jungen Erwachsenen mitgetragen werden. „Sie sind die Entscheider*innen von morgen und wenn sie als solche schon heute beginnen, die Ernähungswende auszugestalten, dann haben wir viel ‚gewonnen‘“, so Nina Wolff, amtierende SFD-Vorsitzende.

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Verschiedenes 

Opfingen: Arbeiten am Hochwasserrückhaltebecken abgeschlossen

Schutz vor hundertjährlichem Hochwasser
Investition von rund eine Million Euro

Mehr Hochwasserschutz für Opfingen: Das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Hinterer Längler ist fertig saniert. Jetzt ist das Becken darauf ausgerichtet, auch einem hundertjährlichen Hochwasser standzuhalten. Das Becken wurde Anfang der 1970er Jahre errichtet und galt seit Jahren als sanierungsbedürftig. Denn das HRB entsprach in Sicherheitsbelangen nicht den aktuellen Regeln der Technik und bot lediglich Schutz vor einem 35-jährlichem Hochwasserereignis. Das Becken hatte ein Rückhaltevolumen von etwa 12.000 Kubikmetern Wasser. Jetzt, nach der Sanierung, sind es 15.000 Kubikmeter Volumen.

Das Garten- und Tiefbauamt Freiburg (GuT) hat die Anlage auf den Stand der Technik gebracht. Dazu wurde das vorhandene Betonbauwerk abgebrochen und durch den Neubau eines Ein- und Auslaufbauwerks ersetzt. Damit kann die Flutung des Beckens im Falle eines Hochwassers gesteuert werden. Durch die zusätzliche Aufschüttung eines Erdwalls um lediglich 65 Zentimeter konnte der 100-jährliche Hochwasserschutz erreicht werden.

Gearbeitet wurde an dem Becken seit Mai, die Kosten liegen bei knapp einer Million Euro. Die Stadt rechnet mit Landeszuschüssen von rund 450.000 Euro. Im Rahmen der Arbeiten wurde auch der Asphaltbelag in der Straße Langen Wangen erneuert.





Verschiedenes 

NABU: EEG-Novelle passt nicht zum Klimaziel

Neufassung fördert Verbrennen von Holzbiomasse zur Stromerzeugung / Krüger: Massive Schädigung von Klima und Biodiversität

Berlin, 17.12.2020 – Der Bundestag hat heute die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes nach zweiter Lesung verabschiedet. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Nur eine Woche nachdem die EU ein neues Klimaschutzziel beschlossen hat, verpasst die Bundesregierung die Chance, die passenden Ausbauziele für erneuerbare Energien in der EEG-Novelle zu setzen. Der Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien am Strommix im Jahr 2030 ist viel zu gering. Schlimmer noch: Das Wirtschaftsministerium hat den prognostizierten Verbrauch kleingerechnet. In der Konsequenz wird der Ausbau der erneuerbaren Energien noch weiter ausgebremst.“

Aus Sicht des NABU zudem besonders kritisch: In der Neufassung finden sich zusätzliche Anreize für das Verbrennen von Holzbiomasse. Im Gesetz ist eine höhere Förderung von aus Biomasse erzeugtem Strom vorgesehen; das jährliche Ausbauziel wurde von 200 auf 500 Megawatt gesteigert. Bis Ende des Jahres will die Bundesregierung die Verordnung zur Förderung für erneuerbare Wärme fertigstellen. Hier sind ebenfalls deutliche Anreize zur Nutzung von Holz als Energieträger vorgesehen. Im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes will die Bundesregierung bis Ende 2020 ein Förderprogramm für die Umstellung von Kohlekraftwerken auf Biomasse auf den Weg bringen. „Diese Gesetzes-Novelle wird dazu führen, dass noch mehr Holz in Kraftwerken verbrannt wird. Das ist in der Gesamtbilanz klimaschädigend und bedroht darüber hinaus Waldökosysteme. Diese Entwicklung ist absolut kontraproduktiv im Kampf gegen Klima- und Artenkrise“, so Krüger. „Es gibt aber auch einen Lichtblick, denn immerhin werden kleine Aufdach-Photovoltaik-Anlagen bessergestellt. Auch der Weiterbetrieb von kleinen, alten PV-Anlagen auf Dächern wird ohne große Hürden möglich gemacht.“





Verschiedenes 

Kornblume und Margerite: Artenschutz auf Neureuter Brachen

Positive Entwicklung feststellbar / Bereicherung für Tiere und Pflanzen

In den vergangenen zwei Jahren ist die Rheinniederung in Karlsruhe-Neureut durch Artenschutzmaßnahmen aufgeblüht. Am Vorhaben beteiligt waren der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadtverwaltung Karlsruhe, die örtliche Jägerschaft und der örtliche Landwirt, finanzielle Unterstützung floss aus der Artenschutzstiftung des Zoos. Schon jetzt lässt sich der Erfolg des Projekts feststellen.

Für den Artenschutz hat der örtliche Landwirt vier Streifen aus seiner Ackernutzung zur Verfügung gestellt. Hier konnte sich die Vegetation zunächst frei zu bunten Flächen mit Ackerwildkräutern entwickeln. Vielen Passanten ist sicherlich das reiche Vorkommen der Kornblumen in der Neureuter Niederung aufgefallen. Zusätzlich zur bereits guten Entwicklung wurden auf den Flächen noch ortstypische Samen ausgesät, die auf artenreichen und naturschutzfachlich hochwertigen Wiesen der Umgebung angefallen waren.

Maßnahmen werden dokumentiert
Um den Erfolg dieser Maßnahmen zu dokumentieren, wurde ein Gutachterbüro mit der Erfassung der diesjährigen Entwicklung der Streifen und der dort vorkommenden Arten beauftragt. Auf jeweils zehn Quadratmeter großen Flächen werden die Experten die Entwicklung in den nächsten Jahren erfassen.

Schon jetzt kann festgestellt werden, dass sich die Flächen positiv entwickeln. Nach der ersten, eher durch Ackerwildkräuter wie Kornblumen geprägten Vegetationsperiode waren 2020 eher typische Pflanzenarten der Wiesen dominant, wie beispielsweise die Margerite. Auch Vögel haben sich über die begrünten Streifen gefreut. Das stark vom Aussterben bedrohte Braunkehlchen fiel als Nahrungsgast auf. Eine große Besonderheit der Neureuter Niederung ist das Vorkommen einer Rebhuhnkette. Dies ist sehr positiv zu werten, da das Rebhuhn als Feldvogel in den letzten Jahren zu den deutlichen Verlierern gehörte und dessen Bestand stark zurückging.

Unterstützung von Ackerwaldkräutern, Insekten und Feldvogelarten
Der Umwelt- und Arbeitsschutz wird über den Fortgang des Projektes und die Erfolge berichten. Die Maßnahmen zeigen auch, dass nicht das Ansäen bunter Blühmischungen mit nicht heimischen, oft invasiven Pflanzenarten wichtig ist, sondern die Anlage extensiv genutzter Flächen, auf denen über Winter die Vegetation stehen bleiben kann. Auch wenn dies nicht unbedingt dem vorherrschenden Ordnungsideal vieler Bürgerinnen und Bürger entspricht, so ist diese Maßnahme wichtig für die Unterstützung von Ackerwaldkräutern, Insekten und typischen Feldvogelarten.

Ebenso wichtig für den Erfolg von Artenschutzmaßnahmen ist Ruhe auf den Flächen. Jeder freilaufende Hund oder jede Katze stellt eine Störung für Vögel dar. Auch wenn in der Neureuter Niederung außerhalb des Naturschutzgebietes "Altrhein Kleiner Bodensee" kein strenger Leinenzwang herrscht, so bittet der Umwelt- und Arbeitsschutz die Hundeführenden dennoch um Rücksichtnahme, ihre Tiere stets an der Leine zu führen.





Verschiedenes 

NABU: Auf Bevölkerung und Wissenschaft hören

Krüger: Bundesrat muss §13b BauGB streichen

Berlin, 17.12.2020 - Der NABU appelliert eindringlich an den Bundesrat, in seiner am Freitag stattfindenden Sitzung den Empfehlungen der Ausschüsse, §13 BauGB zu streichen, zuzustimmen. Der „Betonparagraph“ heizt die Zersiedelung der Kultur- und Naturlandschaft an - ohne nennenswerten Wohnraum zu schaffen.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert: „Durch die massive Bebauung werden die Spielräume unserer und künftiger Generationen immer weiter eingeschränkt. Lösungen gegen Klimawandel, Artensterben und Ressourcenknappheit werden immer schwerer zu finden. Je mehr Fläche in Zukunft verbaut wird, umso gravierender werden die Folgen und umso höher fallen die Kosten in der Zukunft aus. Bund und Länder müssen hier klug entscheiden. Mit der Streichung des $13b BauGB kann der Bundesrat einen ersten Schritt in die richtige Richtung weisen.“

Die Gegenstimmen in Politik, Wissenschaft und Bevölkerung mehren sich. So sprechen sich inzwischen knapp 34.000 Unterzeichner der NABU-Petition gegen eine Verlängerung des Paragraphen aus, da sie sich um die Zersiedelung ihres gewohnten Wohnumfeldes sorgen. Eine Studie des Umweltbundesamtes kam im Juni zu dem Schluss, dass „auf eine Verlängerung (…) dringend zu verzichten sei, da „die mit Einführung des §13b BauGB verbundenen Zielsetzungen nicht erreicht werden.“ Demnach fand der Paragraph nachweislich kaum Anwendung in Städten größer als 100.000 Einwohnern.

Vielleicht macht das Eindruck auf die Entscheidungsträger: Möglicherweise geben konservative Befürworter der Einfamilienhauspolitik ihren Widerstand auf und einer umweltfreundlichen, ressourcenschonenden, klimawandelangepassten und nachhaltigen Wohnpolitik eine Chance. Der Bundestag befasst sich im Januar erstmals mit dem Entwurf.

In der Begründung der BauGB-Novelle wird unter anderem eine Vereinbarkeit des Gesetzesentwurfes mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie dargestellt. So soll mit den vorgeschlagenen Änderungen bezahlbarer Wohnraum, eine sozial ausgeglichene Wohnbevölkerung und die Nachverdichtung des Innenbereiches erreicht werden. Da Bebauungspläne nach § 13b BauGB in über 80 Prozent der Anwendungsfälle für Ein- und Zweifamilienhäuser im ländlichen Raum auf vormals unbebauten Flächen aufgestellt werden, steht er im krassen Widerspruch zu sämtlichen genannten Elementen der Nachhaltigkeitsstrategie. Stefan Petzold, Siedlungsreferent des NABU hierzu: „Es wird wenig Wohnraum für Besserverdienende auf Kosten eines erhöhten Flächenverbrauchs mit der Folge der Zersiedelung des Außenbereichs und der Zerstörung der dortigen Naturlandschaft geschaffen. Der Widerspruch zu den Zielen der Nachhaltigkeitsstrategie ist nur eines von 15 faktenbasierten Gegenargumenten zu § 13b BauGB, die ein Hintergrundpapier des NABU aufzeigt.“

Eine weitere nicht hinnehmbare Aufweichung des Naturschutzrechts betreffen die Formulierungen zum Ersatzgeld in § 135d als Instrument der naturschutzfachlichen Kompensation. Mit dem Ersatzgeld darf keine gleichberechtigte Alternative zur Realkompensation eingeführt werden, die bereits zu oft gar nicht oder nur ungenügend durchgeführt wird und schlecht überwacht wird. Das Ersatzgeld würde die Kompensation zu einer reinen theoretischen Größe schrumpfen. Dem Wunsch nach Erleichterung liegt ein Irrglaube zu Grunde: Nicht die Kompensationsverpflichtung ist verantwortlich für den Verlust von Landwirtschaftsflächen, sondern die übermäßigen baulichen Eingriffe. Auch hier sei dem Bundesrat angeraten, der Empfehlung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu folgen und die Einführung des Ersatzgeldes abzulehnen.

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NABU: Top Ten Kandidaten zum Vogel des Jahres 2021 stehen fest

NABU: Top Ten Kandidaten zum Vogel des Jahres 2021 stehen fest
Stadttauben (c) NABU/Helge May

Stadttaube, Rotkehlchen, Goldregenpfeifer und sieben weitere Arten kämpfen ab 18. Januar um den Titel

Berlin, 16.12.2020 – Die Vorwahlphase der vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) organisierten ersten öffentlichen Wahl zum „Vogel des Jahres“ ist beendet. Fast 130.000 Personen wählten in den vergangenen Wochen bis zum 15. Dezember aus 307 heimischen Brutvogelarten und den wichtigsten Gastvogelarten ihre Favoriten aus. Die Stadttaube hat es auf den ersten Platz in der Vorwahl geschafft, danach folgen Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz und Rauchschwalbe. Der Rotmilan auf Rang 11 verpasste den Einzug in die Endrunde nur sehr knapp um genau 100 Stimmen. Die Top Ten werden nun ab dem 18. Januar 2021 um den Titel kämpfen. Alle Menschen in Deutschland sind bis zum 19. März 2021 aufgerufen, unter www.vogeldesjahres.de ihren „Vogel des Jahres 2021“ zu wählen.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller kommentiert: „Wir freuen uns sehr über das große Interesse an der ersten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres. Mehr als 2500 Wahlkampfteams haben sich deutschlandweit zusammen geschlossen, um für ihren jeweiligen Kandidaten die Werbetrommel zu rühren. Es war ein packendes Rennen mit einer würdigen Endauswahl von zehn sehr unterschiedlichen Vogelarten. Wir sind sehr gespannt, wer von ihnen kurz vor Frühlingsanfang auf das Siegerpodest fliegt.“

Mit Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Blaumeise und Haussperling haben sich fünf allbekannte und häufige Vogelarten für die Stichwahl qualifiziert. Unter den nominierten Top Ten befinden sich insgesamt fünf ungefährdete Vogelarten, vier gefährdete Arten und eine Art, die in der Vorwarnkategorie der Roten Liste gefährdeter Arten steht. Besorgniserregend ist vor allem die Situation von Kiebitz und Feldlerche, die wie viele andere Vogelarten der Agrarlandschaft unter der Intensivierung der Landwirtschaft mit Monokulturen, hohem Pestizideinsatz und kaum Restflächen für die Natur leiden. In Deutschland ist bei den Feldvögeln seit 1980 eine Bestandsabnahme von 34 Prozent zu verzeichnen. Die Rauchschwalbe auf Platz zehn repräsentiert die Gruppe der Zugvögel, welche südlich der Sahara in Afrika überwintern. Viele Arten mit dieser Überwinterungsstrategie gehen derzeit besonders stark zurück.

Die bisherigen Titelträger aus 50 Jahren „Vogel des Jahres“ finden sich in allen Teilen der Ergebnistabelle. Sieben der nun gewählten Finalisten trugen den Titel schon einmal. Nur Stadttaube, Amsel und Blaumeise sind Neulinge. Abgeschlagen auf Rang 292 landete dagegen mit nur acht Nominierungen der Teichrohrsänger, Vogel des Jahres 1989.

Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 und bislang immer von Vertretern der Verbände NABU und LBV gekürt. Zum 50. Jubiläum der Aktion dürfen nun alle Menschen in Deutschland die Wahl selbst in die Hand nehmen.

Zur Top Ten-Liste des "Vogel des Jahres 2021" ...

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NABU: Wegweisende Gesetzesänderung für Flüsse beendet Diskussion um Zuständigkei

Kabinett entscheidet über Renaturierungsgrundlage - Miller: Guter Zustand der Flüsse nur so erreichbar

16.12.2020. Das Bundeskabinett entscheidet heute über eine Gesetzesänderung, die Renaturierungsmaßnahmen an großen Flüssen durch die Wasserstraßenverwaltung (WSV) des Bundes ermöglichen soll. Der NABU begrüßt den Änderungsvorschlag, mit dem ein Schlussstrich unter die jahrelange Diskussion zwischen Bund und Ländern gezogen werden soll. Die offene Zuständigkeitsfrage, wer was an Bundeswasserstraßen machen darf und soll, kritisiert der NABU schon seit Jahren.

Bisher konnten die Wasserstraßenämter nur für die Verbesserung der Schifffahrt Baumaßnahmen umsetzen. Mit der Gesetzesanpassung soll die WSV künftig auch umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands in Angriff nehmen können. Dazu gehören z. B. die großflächige Umgestaltung von Uferbereichen, die Entwicklung von Flussinseln und –bänken, der ökologischer Umbau von Buhnen und Leitwerken oder die Anbindung größerer Auengewässer und Nebenarme.

Die Anpassung ist auch für die Umsetzung des Bundesprogramms Blaues Band (BBD) essentiell. Mit dem Programm soll ein Biotopverbund entlang der großen Flüsse des Bundeswasserstraßennetzes entwickelt werden. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) und wurde 2017 vom Bundeskabinett verabschiedet. Die Arbeitsteilung sieht vor, dass die WSV im Zuständigkeitsbereich des Verkehrsministeriums Maßnahmen an Fluss und Ufer umsetzt. Das BMU hingegen unterstützt über das Auenförderprogramm Projekte Dritter, z.B. von Kommunen oder Umweltverbänden in der Aue.

„Die Gesetzesänderung zum wasserwirtschaftlichen Ausbau ist unabdingbar, damit das Blaue Band Hand in Hand von Verkehrs- und Umweltseite umgesetzt werden kann. Nur so kommen wir auch dem europarechtlich geforderten guten Zustand für unsere Flüsse näher“, kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer, Leif Miller.

Flüsse im ganzen Bundesgebiet wie Elbe, Donau, Rhein, Oder, Aller, Neckar und Mosel würden von der neuen Regelung profitieren. Der NABU fordert in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf, dass regelmäßig öffentlich über die ökologischen Aktivitäten berichtet wird. Noch bestehen Vorbehalte auf Seiten der Umweltverbände, ob eine historisch auf verkehrlichen Flussausbau geprägte Behörde ökologisch hochwertige Maßnahmen entwickeln und umsetzen kann. Die BBD-Modellprojekte der WSV an Rhein und Weser und die Zusammenarbeit an der Havel und der Aller zeigen aber bereits, dass die WSV motiviert ist, verkehrliche Zielsetzungen und ökologische Gewässerentwicklung unter einen Hut zu bringen.

Nun müssen Bundeskabinett, Bundesrat und Bundestag grünes Licht für die Gesetzesänderung geben. Dann können schon nächstes Jahr erste große Maßnahmen an den Flüssen verwirklicht und die Stellen besetzt werden, die der Bundestag mit dem Haushalt 2021 für diese Aufgabe bewilligt hat.

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Freiburg: Der letzte Uhu vom Mundenhof ist tot

Er war ein Tier mit Ausstrahlung und Bedeutung. Er war schon so lange da, dass keiner der Mundenhof-Mitarbeitenden und Freunde weiß, wie lange genau. Jetzt ist er weg: Vergangene Woche musste der letzte Uhu des Mundenhofes eingeschläfert werden.

Freiburg, 16.12.2020. Wie die Leitung des Freiburger Tier-Natur-Erlebnisparks mitteilt, wurde der Uhu 40 bis 50 Jahre alt. Schon seit langem bestand sein Leben aus mehr Abs als Aufs, mehrfach war er in der Tierklinik, konnte sich aber wieder berappeln. Zuletzt hatten ihm die Tierpfleger Anfang Dezember noch einen großen Unterstand gebaut, da er sich nur noch am Boden aufhielt. Er hat zwar bis zuletzt selber gefressen, musste jedoch das Futter vorgelegt bekommen und flog schon eine Weile nicht mehr. Im Sinne des Tierschutzes entschied der Tierarzt schließlich, den Uhu einzuschläfern. In freier Wildbahn wäre der letzte Uhu nie so alt geworden, wie er es auf dem Mundenhof werden konnte. Sobald ein Vogel entkräftet auf dem Boden bleibt, wird er zur leichten Beute für ein Raubtier.

Die Uhu-Haltung auf dem Mundenhof hat eine lange Geschichte. Heute ist nicht mehr nachzuvollziehen, wann die ersten Uhus kamen. Spätestens Mitte der 1970er Jahre waren sie da, und zwar anfangs fünf Tiere, die nach und nach an Altersleiden starben.

Nach dem Tod der Bären und dem Umbau der Bärenanlage für die Buntmarder ist das Uhu-Gehege in Haltungsfragen die letzte „Altlast“ auf dem Mundenhof. Es entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Tierhaltung, für die Freiburgs Tiergehege sonst steht. Seit Jahren wächst der Mundenhof stetig – und legt großen Wert darauf, dass seine Anlagen, Gehege und Ställe weitläufig und artgerecht sind. Es geht nicht nur darum, die Tiere einem breiten Publikum zu präsentieren, sondern ihnen ein Verhalten gemäß ihrer Biologie zu ermöglichen und auch Rückzugsorte anzubieten, die vom Publikum nicht einsehbar sind.

Wie geht es nun mit dem Uhu-Gehege weiter? Damit die Uhu-Nachfolge für die Besucher attraktiv ist, zum Mundenhof passt und ihre Haltung artgerecht und ansprechend wird, werden gemeinsam mit den Tierpflegerinnen verschiedene Möglichkeiten gesammelt und abgewogen. Ob Vögel oder Vierbeiner, exotisch oder heimisch: Noch ist alles offen. Fest steht nur, dass das Uhu-Gehege komplett neu und artgerecht umgestaltet wird.

Auch einen Zeitplan für den Neubezug gibt es noch nicht. Zunächst gilt es, bis Ostern das Erdmännchengehege fertig zu stellen. Die Ideensammlung und der Realitätscheck laufen parallel. Welche Tiere gewinnen die Herzen der großen und kleinen Besucher und sind mit den verfügbaren Ressourcen dauerhaft gut zu halten? Mit Giraffe oder Pinguin ist am bisherigen Uhu-Standort daher nicht zu rechnen.

Übrigens – unter Corona hat sich auch der Alltag der Tiere auf dem Mundenhof deutlich geändert. Viele Tiere nutzen ihre Gehege deutlich mehr und steuern auch einst weniger beliebte Stellen zum Verweilen an. Manche halten sich häufiger am Zaun auf, andere scheinen die Ruhe zu genießen. Es gibt aber auch Tiere, die im Lockdown besonders aufmerksam die seltenen Zweibeiner vor den Gehegen beobachten und sich über jede vorbeifahrende Radlerin freuen. Zu letzteren zählen die Gibbons und die Buntmarder. Auch der aktuelle Umbau des Erdmännchengeheges bietet speziell den Gibbons schon großes Kino vor der Haustür: Diverse Maschinen sind im Einsatz, morgens wird unter Scheinwerfern gearbeitet, das stößt bei den Baustellengutachtern im Affenkäfig auf großes Interesse.

Wie der Uhu die Dinge sah, kann man dagegen nicht wissen. Er war eher ein zurückgezogener, ruhiger Geselle und hatte schon länger ein Augenleiden, wie es viele Eulen im Alter entwickeln. Seit der Erblindung erhob er sich nicht mehr in die Lüfte. Nun ist er tot.

PS. Erfreuliche Nachrichten gibt es indes vom Erdmännchen namens Stuttgart. Es hat wie geplant am vergangenen Donnerstag den Mundenhof verlassen, ist im neuen Tierpark gut angekommen und – so berichten zuverlässige Quellen – dort mit den drei neuen Damen seines Geheges gleich in einer Box verschwunden.







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