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Verschiedenes 

Karlsruhe: Carsharing – Abschleppmaßnahmen bei falschem Parken

Karlsruhe: Carsharing – Abschleppmaßnahmen bei falschem Parken
Carsharing-Parkschild in Karlsruhe Rüppurr © Stadt Karlsruhe

Viele Verstöße im Stadtgebiet / Ab Oktober strengere Handhabung

Über härtere Maßnahmen gegen das Falschparken auf Carsharingstellplätzen informierte die Stadt Karlsruhe bereits Anfang August in einer Pressemitteilung. Die dort erwähnte Übergangszeit, in der Verstöße noch nicht in vollem Umfang geahndet werden, endet nun und ab Oktober drohen Falschparkerinnen und Falschparkern Abschleppmaßnahmen.

Derzeit erhalten Falschparkende neben der Verwanung in Höhe von 10 Euro für den Verstoß zusätzlich noch einen Hinweiszettel, der darüber informiert, dass grundsätzlich bei unberechtigtem Parken auf einem Carsharingstellplatz eine Abschleppmaßnahme droht.

"Durch die Hinweiszettel wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich auf die neue Beschilderung und die damit verbundenen Regelungen einzustellen", erläutert der zuständige Bürgermeister Dr. Käuflein das städtische Vorgehen.

Strengere Handhabung ab Oktober
Bereits mehr als 100 Stellplätze wurden bisher im Stadtgebiet für Carsharingfahrzeuge ausgewiesen. Durchschnittlich mussten die Überwachungskräfte des Ordnungs- und Bürgeramtes dort bisher wöchentlich Verstöße im zweistelligen Bereich feststellen. "Durch die strengere Handhabung bei der Ahndung der Verstöße hoffe ich auch darauf, dass die Carsharingangebote besser und problemloser genutzt werden können", so BM Käuflein weiter.

Neuer Katalog sieht höhere Bußgelder vor
Mit dem angekündigten, aber zeitlich noch nicht festgelegten Inkrafttreten des neuen Bußgeldkataloges, müssen Falschparkende zukünftig neben den drohenden Abschleppmaßnahmen zusätzlich mit höheren Bußgeldern rechnen. Konkret sieht der Verordnungsgeber dann ein Verwarnungsgeld von 55 Euro vor.








Verschiedenes 

Nachhaltige Fondspolicen: Grün, bequem, aber oft teuer

Mit ethisch-ökologischen Fonds für die Zusatzrente sparen geht ohne viel Aufwand mit Rentenversicherungen. Attraktiv sind jedoch nur wenige, wie die Zeitschrift Finanztest in ihrer Oktober-Ausgabe berichtet. Dafür hat sie 29 fondsgebundene Rentenversicherungen ohne Kapitalgarantie mit Anlage des Sparbetrags in empfehlenswerte nachhaltige Fonds getestet.

Fondspolicen sind Rentenversicherungen mit Fonds. In Zeiten niedriger Zinsen können sie für Menschen, die eine zusätzliche Altersvorsorge wollen, attraktiver sein als klassische Rentenversicherungen. Sie sind aber oft teuer und daher mit Vorsicht zu genießen. Für Sparer, die sich von einer langen Laufzeit von 20 Jahren oder länger nicht abschrecken lassen, können aber einige durchaus in Frage kommen. Das liegt vor allem an den steuerlichen Vorteilen dieser Anlageform.

Finanztest hat untersucht, bei welchen Anbietern es die von der Stiftung Warentest empfohlenen nachhaltigen Fonds gibt. Viele sind es nicht. Wer bei den Nachhaltigkeitskriterien höchste Maßstäbe anlegt, findet nur wenige Policen, die entsprechende Fonds enthalten. Wer bereit ist, Abstriche zu machen, kann zwischen einigen weiteren Versicherern wählen, die zumindest empfehlenswerte ETF mit einer Nachhaltigkeitsbewertung von zwei von drei Punkten anbieten.

Für die meisten Alterssparer sind Fondssparpläne die bessere Wahl. Diese haben in der Regel nicht nur deutlich geringere Kosten, sondern sind auch sehr flexibel.

Der Test Nachhaltige Fondspolicen findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/nachhaltige-fondspolicen abrufbar.

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Verschiedenes 

Weißwein aus blauen Trauben

Weißwein aus blauen Trauben
Blauer Silvaner Trauben (c) Bernhard König

Blauer Silvaner ist neuer Arche-Passagier

Mit dem Blauen Silvaner bekommt die Gruppe an Weinen in der Arche des Geschmacks Zuwachs. Obwohl er als Silvaner zur der typisch-fränkischen Weißwein-Familie gehört, ist er ein Nischenprodukt. Er wächst auf gerade einmal einem Prozent der gesamten Anbaufläche für Silvaner-Rebsorten in Deutschland. Slow Food möchte dazu beitragen, den Blauen Silvaner bekannter zu machen. Denn er bringt nicht nur robuste, kräftige und reife Weine hervor; durch seine Widerstandsfähigkeit kommt er bislang auch gut mit dem Klimawandel zurecht.

Bis ins 20. Jahrhundert war es auch in Franken üblich, verschiedene Rebsorten im „gemischten Satz“ anzubauen. Dazu gehörte neben dem Grünen, Gelben und Roten auch der Blaue Silvaner. Wurde der Grüne Silvaner seit Anfang des 20. Jahrhunderts sortenrein an- und ausgebaut, blieb der Blaue ein Bestandteil des gemischten fränkischen Satzes, der heute nahezu verschwunden ist. Unklar ist, ob der Blaue Silvaner die Ursprungsrebe des Grünen oder eine Mutation desselben ist.

1964 war es der Winzer und Rebenzüchter Kaspar Steinmann aus Sommerhausen am Main, der den Blauen Silvaner wiederentdeckte und ihn züchterisch weiterbearbeitete. 1984 wurde er als eigene Weißweinsorte beim Bundessortenamt eingetragen. Die Rebenzüchtung Steinmann trägt bis heute zum Erhalt des Blauen Silvaner bei. Ein Engagement, dass er braucht, denn er hat eine vergleichsweise geringe Anbaufläche: 2018 betrug sie 29 Hektar in ganz Deutschland (im Vergleich zu 4.744 ha für den Grünen). Angebaut und vermarktet wird der Blaue Silvaner hauptsächlich von Weingütern in Franken, aber auch in Baden, an der Nahe, in Rheinhessen, im Saale-Unstrut-Gebiet und in Württemberg.

Die Trauben des Blauen Silvaners sind mittelgroß, rundlich und dicht-beerig. Bis zur Reifezeit ist der Blaue Silvaner fast nicht von seinem grünen Bruder zu unterscheiden, dann nimmt er aber eine dunkelrote, violette oder blaue Farbe an. Der mit diesen Trauben erzeugte Wein ist jedoch nicht rot, sondern kupfergolden, lachsrot oder zwiebelschalenfarbig. Das Aromenspiel ist ähnlich dem Grünen, aber zusätzlich mit einer Mischung aus mineralischen, sehr feinen Bitterstoffen. Der Blaue Silvaner bringt robuste, kräftige und reife Weine hervor, die sich gut als Essensbegleitung eignen. Die Weinkenner*innen des Slow-Food-Conviviums Mainfranken - Hohenlohe beobachten ihn schon seit einigen Jahren und haben schließlich den Antrag für die Aufnahme in Arche des Geschmacks gestellt. Dazu Heinrich Leutenberger von der Arche-Kommission: „Der Blaue Silvaner ist für uns ein Beispiel, wie aus einer Mutation (wieder) ein Klon wird, der erhalten werden sollte. Weil er ein kleiner Biodiversitäts-Baustein ist, dessen eigentlichen Wert wir noch gar nicht abschätzen können und dessen aktuelle Anbaufläche diesen Erhalt noch nicht sicherstellen kann.“

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Veranstaltungen 

Artenschutztag im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe

Artenschutztag im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe
Zusatzinfos gibt es beim Artenschutztag an 30 Ständen © Timo Deible/Zoo Karlsruh

30 Institutionen präsentieren sich am Sonntag

Im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe steht am kommenden Sonntag, 12. September, der ganze Tag im Zeichen des Artenschutzes. Dieser Artenschutztag wird bereits zum fünften Mal ausgerichtet, auch diesmal sind über das gesamte Gelände 30 Stände zum Artenschutz vor Ort und auf der ganzen Welt zu finden.

"Wir sehen es als eine unserer wichtigsten Aufgaben an, den Artenschutz zu stärken. Wir machen das über unsere Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe ganz direkt, wollen aber auch unsere Zoogäste für das Thema sensibilisieren", betont Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. "Neben der Freizeiterholung ist dieses Thema ganz elementar für einen modernen Zoo", ergänzt Artenschutzkurator Dr. Clemens Becker. "Das ist eines der zentralen Anliegen der Zoologischen Gärten. Artenschutz ist für uns das Leitthema, das stellen wir in der gesamten Bandbreite von lokal bis global dar und wollen damit Impulse setzen", stellt Reinschmidt die Intention des Artenschutztages heraus.

Biodiversität und Artenschutz
Insgesamt 30 Institutionen beteiligen sich am Artenschutztag im Zoo Karlsruhe, vier davon sind ganz neu dabei. Von 10 bis 17 Uhr können sich die Zoogäste an zahlreichen Stationen informieren. Der Zoo selbst wird dabei die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe mit ihren einzelnen Projekten präsentieren. Der Zoo selbst gibt Einblicke in die Themenfelder Biodiversität und Artenschutz. Zum ersten Mal mit vor Ort sind Plumploris, ein Verein, der sich für den Schutz, die Erforschung und die Bekanntheit von Plumploris einsetzt, der Deutsche Falkenorden, der Naturschutz durch Falknerei vorstellt, das Projekt Red Rhino, die über den Verkauf von Nüssen Geld für den Erhalt von Tierwanderwegen in der Masai Mara generieren, sowie der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, der sich für den Erhalt der Natur in der Region einsetzt.

Unter den Teilnehmern, die sich am Artenschutztag mit einem Stand präsentieren, sind langjährige Förderer wie die Zoofreunde Karlsruhe, die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins, das Liegenschaftsamt oder der enge Partner des Zoos, die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK). Dabei wird über Klima und Artenschutz durch Aufforstung in Ecuador informiert.

Patenschaften für Tiere
Die Zoofreunde zeigen auf, wie mit Hilfe von Patenschaften für Tiere und Bäume der Artenschutz gestärkt werden kann. Das Gartenbauamt bringt das Thema naturnahe Pflanzungen zum Erhalt der Biodiversität vor der Haustür näher. Artenkenntnis und Artenschutz im Wald rund um Karlsruhe wird von der Waldpädagogik präsentiert. Das Umweltamt informiert über Projekte der Stadt Karlsruhe, der Stadtjäger gibt Einblicke in die heimische Natur. Das KIT-Schülerlabor ist mit einem Stand vertreten, der Amphibienschutz in Untergrombach und Grötzingen stellt seine Projekte vor.

Auch mit dabei sind die Karlsruher Hobby-Imker, das Botanische Institut am KIT, der Wildtierbeauftragte der Stadt, das Naturschutzzentrum Rappenwört, Greenpeace, der WWF sowie der NABU. Zudem informieren die Wildtierauffangstation Karlsruhe (WITAS), die Artenschutzstiftung, Almada Mata Altântica Project, der Nachhaltigkeitsclub und das Hauptzollamt. Einige Stände bieten zusätzlich für Kinder Quiz- oder Rätselaktionen an. "Die Wissensvermittlung für die gesamte Familie steht an diesem Tag im Mittelpunkt", berichtet Becker. Der Artenschutztag ist im Rahmen des üblichen Zooeintritts für die Besucher kostenfrei.

zum Bild oben:
Zusatzinfos für die Zoogäste gibt es beim Artenschutztag an 30 Ständen, die verteilt auf dem Gelände des Zoologischen Stadtgartens zu finden sind.
© Timo Deible/Zoo Karlsruhe





Verschiedenes 

Karlsruhe: Mitmach-Tag zum Start der Fairen Wochen 2021

Ausstellungen, Spiele und Info-Stände machen fairen Handel erfahrbar

Die Fairen Wochen starten in eine neue Saison. Ab dem 11. September können Interessierte in Karlsruhe sechs Wochen lang vielfältige Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema Fairer Handel und globale Verantwortung erleben. Zahlreiche Initiativen, Vereine und Gewerbetreibende haben ein buntes Programm auf die Beine gestellt.

Auftakt zum Mitmachen
Zum Auftakt der Fairen Wochen wird der Kronenplatz zum Mitmach-Ort. Am Samstag, 11. September, ab 14 Uhr laden die Karlsruher Initiativen dazu ein, den Fairen Handel mit Köpfchen, Gaumen, Hand und Herz zu entdecken. Menschen aus allen Altersgruppen können hier erleben, wie mit fairem Handeln die Welt verändert werden kann. Ausstellungen und Informationsstände liefern etwa Hintergründe zum Lieferkettengesetz und lockerer Austausch ist zum Beispiel bei einer Tasse fairem Kaffee möglich. Für kleine Welt"fair"änderer gibt es zahlreiche Spiele und Mitmachaktionen.

Fairtrade-Stadt Karlsruhe
Karlsruhe beteiligt sich seit 2009 jährlich am bundesweiten Aktionszeitraum der Fairen Wochen. In diesem Jahr stehen die Aktionswochen unter dem Motto "Zukunft fair gestalten - #fairhandeln für Menschenrechte weltweit". Als Fairtrade-Stadt sieht sich die Stadt Karlsruhe in der Verantwortung, auch im Bereich der kommunalen Beschaffung mit gutem Beispiel voranzugehen. Verbindliche Vorgaben für Ausschreibungen und Vergabeverfahren sollen Menschenrechtsverletzungen und ausbeuterische Kinderarbeit entlang der Lieferkette ausschließen. Leider mangelt es bei manchen Produkten noch an unabhängigen Zertifizierungen. Mit einer Fachkonferenz für Beschaffende sucht die Stadtverwaltung in diesem Jahr den Austausch mit anderen Expertinnen und Experten, um gemeinsam bereits bestehende Handlungsoptionen voll auszuschöpfen.

Das gesamte Programm der Fairen Woche findet sich online

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Verschiedenes 

NABU: Beim Artenschutz geht es um den Erhalt unserer Lebensgrundlagen

NABU-Leiter Internationales Thomas Tennhardt zum Ergebnis des IUCN-Kongress

Berlin/Marseille, 10.9.21 – Der IUCN-Kongress fand vom 3. bis 11. September in Marseille statt. Eine Woche lang sprachen Expertinnen und Experten darüber, wie die Artenkrise gestoppt werden kann. Auf dem Kongress will sich die internationale Gemeinschaft verpflichten, den Verlust der Biodiversität bis 2030 zu stoppen.

NABU-Leiter Internationales Thomas Tennhardt kommentiert:
„Es ist angesichts seiner Dringlichkeit nicht nachvollziehbar, wie stiefmütterlich das Thema Artensterben hierzulande – beispielsweise im Wahlkampf – behandelt wird. Es geht um mehr als das Massensterben von Arten. Es geht schlicht um den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Ein Weiter-so bringt zudem enorme ökonomische Risiken mit sich. Die neue Bundesregierung muss das Thema endlich mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandeln. Wie das aussehen kann, dafür hat der NABU letzte Woche umfassende Vorschläge in seinem Notprogramm für die Natur vorgelegt.“

Magdalene Trapp, NABU-Referentin für Biodiversitätspolitik ergänzt:
„Wir brauchen endlich eine Land- und Forstwirtschaft mit Zukunft, die nicht auf Kosten der Biodiversität geht. Die Natur braucht wieder mehr Raum in Flüssen, Meeren, Wäldern und Feldern. Die Renaturierung von zerstörten Ökosystemen wie trockengelegten Mooren und begradigten Flüssen hilft uns im Kampf gegen den Klimawandel und beim Schutz vor zukünftigen Hochwasserkatastrophen. Und wir brauchen Schutzgebiete, die ihren Namen auch verdienen.“

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Veranstaltungen 

NABU: Vater Rhein vom Müll befrei‘n

Rund um den Internationalen Küstenputztag am 18. September sammeln Freiwillige deutschlandweit Müll / Start ist in Neuss am Rhein

Berlin, 10.9.21 – Immer im September rund um den Internationalen Küstenputztag wird dem Müll in Meer und Flüssen der Kampf angesagt: In ganz Deutschland sammeln Aktive von NABU und NAJU Plastikreste, Kippen und Unrat an Stränden und Ufern. Ein großer Rhein-Clean-up läutet die Putzaktionen in diesem Jahr ein.

„Koordinierte Sammelaktionen helfen, unsere Natur von gefährlichen Abfällen zu befreien und liefern wichtige Informationen über das Ausmaß und die Herkunft des Mülls“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wir freuen uns über viele engagierte Menschen, die beim Müllsammeln tatkräftig mit anpacken.“

Los geht es am 11. September mit einem Clean-up am Rhein bei Neuss in Nordrhein-Westfalen. „Gemeinsam mit den Gewässerrettern, unserer Partnerschaft mit den großen olympischen Wassersportverbänden, wollen wir das Ufer des Rheins auf mehreren Kilometern von Plastikmüll und Unrat befreien“, sagt David Pfender, NABU-Referent für Meere ohne Plastik. Organisiert wird der Clean-up vom Neusser Ruderverein. Zu den Gewässerrettern gehören der Verband Deutscher Sporttaucher, der Deutsche Seglerverband, der Deutsche Kanu-Verband und der Deutsche Ruder-Verband.

Weltweiter Küstenputztag ist in diesem Jahr der 18. September. Er wird bereits seit über 35 Jahren veranstaltet. Im vergangenen Jahr waren bei den NABU-Sammelaktionen 3.693 Kilo zusammengekommen. Rund 460 Menschen hatten sich am Küstenputztag beteiligt.

„Müll sammeln allein reicht aber nicht“, betont Pfender. „Auch die Politik muss handeln, endlich Einwegplastik konsequent verbannen und die Möglichkeiten der Vorgaben aus Brüssel in vollem Umfang nutzen.“ Zwar sei die seit Anfang Juli geltenden Einwegkunststoffrichtlinie ein Schritt in die richtige Richtung. „Jetzt muss die Richtlinie aber in Deutschland umgesetzt werden. Dabei muss die erweiterte Herstellerverantwortung so gestaltet werden, dass sie eine Lenkungswirkung hin zu einer deutlichen Müllreduktion entfaltet, etwa durch mehr kreislauffähige und reparierbare Produkte.“

Müllsammeln ist nicht nur für die Natur ein Gewinn: Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Gewässerretter-Wettbewerb. Dabei können besonders fleißige Müllsammlerinnen und -sammler 333 Euro gewinnen.

Wegen der Corona-Pandemie bittet der NABU darum, beim Müllsammeln die Abstandregeln einzuhalten. 1,5 Meter zwischen den Aktiven sollen es mindestens sein.

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NABU-Klimacheck für Kreuzfahrten

Umweltverband fordert verbindliche Strategien zum schnelleren Umstieg auf klimafreundliche Antriebe

Berlin/Hamburg, 9.9.21 – Heute hat der NABU im Zuge einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Kreuzfahrtreedereien AIDA, TUI, Hapag-Lloyd und MSC ermittelt, wie es um die Umwelt- und Klimabilanz der Branche bestellt ist. Dabei stellte der Umweltverband in Rechnung, dass es im Zuge der Corona-Pandemie zu erheblichen Einschränkungen und Verwerfungen auf dem Kreuzfahrtmarkt kam. Er verzichtete daher in diesem Jahr darauf, ein vollständiges Ranking der einzelnen Unternehmen zu erstellen, wie es in der Vergangenheit üblich war. Gleichzeitig erfordert der bisherige Mangel an belastbaren Klimaschutzstrategien weiterhin eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Tourismuszweig.

Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des NABU: „Die Kreuzfahrtanbieter müssen sich nicht nur zum Pariser Klimaschutzabkommen bekennen, sondern diese Absichtserklärung auch mit konkreten Klimaschutzstrategien unterfüttern. Alles andere ist unglaubwürdig. Künftig wird der Druck auf die Branche nur höher, in immer kleineren Zeiträumen immer umfassendere Maßnahmen ergreifen zu müssen. Wer spätestens 2050 mit seiner gesamten Flotte emissionsfrei unterwegs sein will, muss heute den Grundstein dafür legen und in entsprechende Technologien investieren.“

Es sei erfreulich, dass zumindest die wichtigsten Anbieter auf dem deutschen Markt nun endlich erste Schritte in diese Richtung unternommen hätten. Die Umstellung auf alternative Antriebe und synthetische Kraftstoffe auf Basis von erneuerbarem Strom sei die zentrale Herausforderung für den Sektor und der Stand der Technik nach wie vor weitestgehend im Entwicklungsstadium. Hier könne die Kreuzfahrtbranche zu einem wesentlichen Technologietreiber für die Schifffahrt insgesamt werden.

Zugleich mahnten die Umweltschützer ein verschärftes Tempo an. Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg: „Auch wenn einzelne Pilotprojekte Anlass zur Hoffnung geben, müssen angesichts der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens deutlich schnellere Bemühungen der Kreuzfahrtbranche erfolgen.“ So habe etwa erfreulicherweise AIDA damit begonnen, Brennstoffzellen und Batteriepakete zu bestellen, beziehungsweise an Bord einbauen zu lassen. Auch MSC habe entsprechende Planungen angekündigt. Beide Reedereien machten im Zuge der Diskussion auch erstmals publik, dass sie sich mit solar- und windunterstützten Antrieben beschäftigten, um künftig emissionsfrei unterwegs sein zu können. Obwohl bis dato noch nicht final absehbar ist, welche Antriebskonzepte sich künftig in der Seeschifffahrt durchsetzen werden, betonten alle Akteure, dass am Ende kein Weg an synthetischen Kraftstoffen vorbeiführe.

Zudem werde Landstrom zunehmend bei TUI, AIDA, Hapag-Lloyd und MSC zum Standard. Entsprechend müsse jetzt politisch zügig die Weichenstellung für den Aufbau der hafenseitigen Infrastruktur erfolgen. Dabei sei dies nicht nur ein wichtiger Schritt zur CO2-Minderung, sondern trage auch erheblich zur Reduzierung der Luftschadstoffemissionen in den Hafenstädten bei. Gleichzeitig dürfe es nicht zu einer einseitigen Fokussierung auf Schiffsneubauten kommen. Gerade die Bestandsflotte müsse ebenfalls verstärkt in Richtung Emissionsminderung getrimmt werden.

Interessanter Weise schienen die Kosten für die Umstellung auf klimafreundliche Antriebe weniger das Problem zu sein, zumindest wurde dieser Punkt anders als in den Jahren zuvor nicht mehr von den Reedereien vorgebracht. Einigkeit bestand zwischen Anbietern und NABU allerdings darin, dass die Anstrengungen der Branche durch verbesserte politische Rahmenbedingungen unterstützt werden müssen, um emissionsfreien Antrieben zum Durchbruch zu verhelfen. Der Einbezug der Schifffahrt in den europäischen Emissionshandel, Vorgaben zur Effizienzsteigerung, eine Landstrompflicht sowie die geplante Anpassung der Energiesteuer-Richtlinie könnten hier aus Sicht des NABU zu einem echten Gamechanger für die Schifffahrt werden. Doch auch die nächste Bundesregierung ist gefordert, neben dem Eintreten für entsprechende Regelungen auf europäischer und internationaler Ebene, die Entwicklung der nötigen Antriebstechnologien durch nationale Förderprogramme zu flankieren.

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