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Verschiedenes 

DUH, Attac, Gemeinnützigkeit & Angriffe auf die Umwelt- & soz. Bewegungen

DUH, Attac, Gemeinnützigkeit & Angriffe auf die Umwelt- & soz. Bewegungen

Als die Lobbyisten einer konzerngerechten Globalisierung dafür sorgten, dass Attac die Gemeinnützigkeit entzogen wurde, habe ich geschwiegen, denn ich war ja beim BUND.

Als Autolobbyisten von CDU, FDP, AfD und konservative Medien die Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe angriffen, um die DUH in Sachen Diesel zum Schweigen zu bringen, habe ich nichts gesagt, denn ich war ja nicht bei der DUH.

Als die Angriffe auf den BUND und den verbliebenen, gemeinwohlorientierten Rest der Umweltbewegung zunahmen, hatten sich alle an solche Angriffe gewöhnt und irgendwann gab es nur noch die neuen, industriegelenkten Verbände der Klimawandelleugner wie z.B. EIKE und die Scheinbürgerinitiativen der Atomlobby, die selbstverständlich noch "gemeinnützig" waren...

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

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Verschiedenes 

NABU: Fossile Energie-Lobby sabotiert Verhandlungen der Weltklimakonferenz

Tschimpke: Uns läuft die Zeit davon - Deutschland muss mit Kohleausstieg ein Zeichen setzen

Berlin/Kattowitz – Die Verhandlungen auf der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz gestalten sich schwieriger als erwartet. Am heutigen Freitag, dem eigentlich letzten Tag der Konferenz, ist nur ein Ergebnis sicher: Die Konferenz geht in die Verlängerung.

„Länder am Tropf der fossilen Energieträger blockieren einen ambitionierten Klimaschutz und sabotieren die aktuellen Textentwürfe. Gleichzeitig läuft uns die Zeit davon. Wir sind bereits bei rund einem Grad Celsius Erderhitzung und der CO2-Ausstoß steigt und steigt“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte sich abgezeichnet, dass die diesjährigen Klimaverhandlungen schwierig werden. Die USA, Saudi-Arabien, Russland und Kuweit haben verhindert, dass die Ergebnisse eines Berichts des Weltklimarats von der Konferenz begrüßt werden. Teil des Berichts ist der notwendige Ausstieg aus allen fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2050, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

„Auch die polnischen Gastgeber haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die dem Klimaschutz widersprechenden Signale der polnischen Regierung zur Eröffnung haben dem Verlauf der gesamten Konferenz geschadet, genauso wie der Austragungsort im Herzen der polnischen Kohlewirtschaft“, so Tschimpke.

Derzeit wird hinter verschlossenen Türen verhandelt. Doch es sieht ganz danach aus, dass das notwendige Regelwerk für das Pariser Klimaabkommen in Teilen nicht fertig und nicht ausreichen wird, um Schlupflöcher zu schließen und ein gerechtes und transparentes Verfahren zu garantieren.

„Grundsätze der Präambel des Pariser Klimaabkommens zu Menschenrechten sowie zum Erhalt der biologischen Vielfalt und intakter Ökosysteme müssen sich im Regelwerk wiederfinden. Und natürlich brauchen wir jetzt eine Entscheidung für eine kollektive Erhöhung der jeweiligen Klimaschutzbeiträge schon bis zum Jahr 2020. Nur so bleiben die Ziele von Paris überhaupt in Reichweite", so NABU-Klimaschutzexperte Sebastian Scholz, der die Verhandlungen vor Ort begleitet. Es sei gut, dass die EU angekündigt hat, ihre Beiträge erhöhen zu wollen – an dieser Ankündigung müssten sich nun die Taten messen lassen. „Auch Deutschland muss nun mit dem Kohleausstieg zeigen, dass es nicht nur Finanzierungszusagen macht, sondern auch im eigenen Land handlungsfähig ist, wenn es um den Klimaschutz geht“, so Scholz.





Veranstaltungen 

Tierverhalten und Tiertraining – die etwas andere Arbeit einer Zookuratorin

Tierverhalten und Tiertraining – die etwas andere Arbeit einer Zookuratorin
Foto: Zoo Karlsruhe/Timo

Vortragsreihe im Exotenhaus geht am 13. Dezember weiter

Claudia Vollhardt gibt am kommenden Donnerstag, 13. Dezember, um 18.15 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe im Exotenhaus des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe Einblicke in ihre vielfältige Arbeit. Unter dem Titel "Tierverhalten und Tiertraining – die etwas andere Arbeit einer Zookuratorin" berichtet die Diplom-Biologin über ihre Arbeit mit den Tieren.

"Training hat in einem modernen Zoo einen sehr hohen Stellenwert", betont Vollhardt: "Für die Tiere ist es eine interessante Beschäftigung, die das Gehirn fordert und fördert." Zudem werde damit das Vertrauensverhältnis zu den Pflegern gestärkt. Es hat aber auch ganz praktische Gründe. Wenn etwa ein Jungtier in einen anderen Zoo abgegeben wird, kann es vorher trainiert werden, selbstständig in eine Transportbox zu kommen. Betäubungen werden so seltener benötigt, den Tieren unnötiger Stress erspart. Auch die Arbeit der Tierärztin kann mit dem Training deutlich vereinfacht werden, wenn Tiere es durch Medical Training zum Beispiel gewöhnt sind, sich in den Mund schauen zu lassen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe willkommen. Der Einlass in das Exotenhaus erfolgt ab 18 Uhr ausschließlich über die Ettlinger Straße 4b. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Zoo und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

zum Bild oben:
Zookuratorin Claudia Vollhardt zusammen mit Seelöwenbulle Stevie / Foto: Zoo Karlsruhe/Timo

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Verschiedenes 

E-Lastenvelo „Flottes 3Rad“

E-Lastenvelo „Flottes 3Rad“
Foto: VAG

Erneute Kooperation von IKEA und VAG im Bereich Elektromobilität

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) und das Möbelhaus IKEA kooperieren in Sachen Elektromobilität schon seit 2013 sehr erfolgreich mit dem Angebot „schlaue(r) Kombi“. Pünktlich zu den Vorweihnachtseinkäufen werden nun auch in Kooperation mit LastenVelo Freiburg drei E-Lastenräder unter dem Namen „Flottes 3Rad“ in das umweltfreundliche Transportangebot mit aufgenommen. So kann man seinen Einkauf auch dann, wenn er etwas größer ausgefallen sein sollte, ebenso nachhaltig wie auch sportlich nach Hause fahren. „Wir freuen uns, dass wir nach den guten Erfahrungen mit den Elektroautos zusammen mit unserem Kooperationspartner unsere Angebote in Sachen nachhaltiger Transportmittel nun um die Lastenvelos bereichern können“, stellt Christopher Diener, Chef der Freiburger Filiale, fest.

Kundinnen und Kunden des Möbelhauses, die ein gültiges Ticket für den Nahverkehr vorweisen können, haben nun die Wahl, ob sie ihre Einkäufe kostenlos mit den drei elektrischen Hochdachkombis oder mit einem modernen Elektro-Lastenrad nach Hause bringen.

Zwei der drei bei IKEA befindlichen Velos sind während der Öffnungszeiten von IKEA Freiburg für Kundinnen und Kunden geblockt und können gegen Vorlage einer aktuellen Einkaufsquittung kostenlos für bis zu vier Stunden ausgeliehen werden. Das dritte Rad ist rund um die Uhr über das Buchungssystem von LastenVelo Freiburg ebenfalls kostenlos buchbar. Voraussetzung dafür ist eine einmalige Registrierung in dem Buchungssystem. „Wer mit offenen Augen durch Freiburg läuft kann feststellen, dass Lastenfahrräder mittlerweile fest zum Stadtbild gehören. Die persönliche Anschaffung eines solchen Verkehrsmittels ist aber auch eine finanzielle Frage. Das lohnt sich oft nur für wenige. Da liegt es nahe, dass unser Ausleihangebot für Lastenfahrräder gerne angenommen wird. Wir sind froh, diesen Bedarf fortan auch in Kooperation mit der VAG und IKEA zu befriedigen“, sagt Philipp Rovedo von der Firma LastenVelo Freiburg.

„Die Haltstelle „IKEA“, an der unsere Buslinie 10 hält, ist während der Öffnungszeiten von IKEA mit Abstand die am stärksten frequentierte Haltestelle, die wir in einem Gewerbegebiet haben. Mit den kostenlosen Elektromobilitätsangeboten wollen wir unseren Kundinnen und Kunden, über das bekannte Angebot von Bus und Stadtbahn hinaus weitere umweltfreundliche Möglichkeiten bieten Ihre Einkäufe einfach und unkompliziert nach Hause zu bringen – je nach persönlichem Geschmack oder Wetter schnell im Kombi oder sportlich an der frischen Luft mit dem 3Rad“, erläutert VAG Vorstand Oliver Benz die Motivation des Verkehrsbetriebes als Partner und ursprünglicher Initiator bei dieser Kooperation mitzumachen. Der VAG Vorstand erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass der Verkehrsbetrieb auch seine eigene Dienst-PKW-Flotte nach und nach auf Elektrofahrzeuge umstellt.

Auf dem Bild oben von links: Christoph Diener, Leiter der IKEA-Filiale Freiburg, Philipp Rovedo, Lastenvelo Freiburg, Oliver Benz, Vorstand der Freiburger Verkehrs AG (c) VAG





Verschiedenes 

Natur ist wichtiger als Holz

Natur ist wichtiger als Holz
Foto: Naturwald Akademie

Deutsche wollen mehr staatlichen Schutz für den Wald

82 Prozent der Deutschen fordern laut einer Forsa-Umfrage, dass Bund, Länder und Kommunen sich entschiedener für den Wald als natürlichen Lebensraum einsetzen. Für die Mehrheit der Befragten ist der Schutz der biologischen Vielfalt im Wald zudem wichtiger, als die forstwirtschaftliche Nutzung.

Die Deutschen empfinden den Wald als besonders schützenswert. Für 91 Prozent der Befragten ist der Wald als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sehr wichtig. Das zeigt eine neue Forsa-Umfrage, die von der Naturwald Akademie in Auftrag gegeben wurde. Den Schutz von Wasser, Klima und Böden durch den Wald bewerten fast ebenso viele der Deutschen (89 Prozent) als sehr bedeutend ein. Mehr Waldnaturschutz, weniger Forstwirtschaft, sagt die Mehrheit der Befragten: 55 Prozent finden es wichtiger, den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu bewahren, als mit Holzverkauf Geld zu verdienen. Je jünger die Befragten, desto wichtiger ist ihnen der Wald, als Schutzraum für biologische Vielfalt.

„In Zeiten von Artensterben und den sichtbaren Zeichen des Klimawandels in diesem Sommer wird den Menschen in der Stadt und auf dem Land immer bewusster, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Die Umfrage zeigt, dass die Bürger erwarten, dass sich Bundes- und Landesregierung mehr für den Wald einsetzen“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Wir fordern daher, dass in den Waldgesetzen endlich der Schutz der Wälder deutlicher niedergeschrieben wird“, so Tschimpke. Möglich wäre dies beispielsweise durch eine Definition der sogenannten „Guten fachlichen Praxis“, beziehungsweise der „ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“ nach ökologischen Erfordernissen. Dazu gehört beispielsweise die Förderung von heimischen Baum- und Straucharten, der Verzicht auf eine Bewirtschaftung bei zehn Prozent der öffentlichen Waldfläche oder das Verbot von Pestiziden im Wald.

„Die Befragung zeigt, Bürger wünschen sich natürliche Wälder mit einer intakten Natur. Aber im Wald steht oft die Gewinnung von Holz im Vordergrund. Wir brauchen dringend einen Systemwechsel in der Forstwirtschaft “, sagt Pamela Scholz, Geschäftsführerin der Naturwald Akademie.

Zum Hintergrund:
Das Forsa-Institut hat im Auftrag der Naturwald Akademie repräsentativ 1.000 Bürger im Spätsommer 2018 zur „Bedeutung des Waldes“ befragt.

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NABU erhält Förderbescheid für Untere Havelniederung

NABU erhält Förderbescheid für Untere Havelniederung
Hafen Velgast / NABU/L. Giebel

Miller: Modellprojekt für ganz Europa

Berlin – Der NABU freut sich über Grünes Licht für die Fortsetzung von Europas größtem Flussrenaturierungsprojekt an der Unteren Havel: Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat am heutigen Dienstag einen Förderbescheid über 18 Millionen Euro an den NABU übergeben. Die Finanzierung der Projektverlängerung bis 2025 durch den Bund ist damit gesichert. Die Untere Havel in Sachsen-Anhalt und Brandenburg wird gerade auf über 90 Kilometern Länge wieder zu einem lebendigen Fluss.

Die Untere Havelniederung ist mit über 1.100 gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Arten das größte zusammenhängende Binnenfeuchtgebiet des westlichen Mitteleuropa. Das NABU-Großprojekt läuft in Zusammenarbeit von Naturschutz, Behörden und Politik. Durch den früheren Flussausbau und ehemalige Nutzung als Bundeswasserstraße war das Gebiet akut bedroht. „Die Renaturierung der Unteren Havel ist ein Modellprojekt für ganz Europa. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt, geschädigte Lebensräume werden revitalisiert. Ich bedanke mich für das gegenseitige Vertrauen und die Kooperation bei allen Beteiligten ganz herzlich. Das gilt ebenso für alle Spender und Sponsoren, die den NABU bei diesem Projekt unterstützen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die Renaturierung von Flüssen ist eine Generationenaufgabe. An der Havel geht es um vier Jahre Planungszeit und 16 Jahre Umsetzungszeit. Wir unterstützen dieses Vorhaben des NABU seit Beginn und mit insgesamt mehr als 28 Millionen Euro Bundesmitteln bis 2025. Was wir aus diesem wegweisenden Projekt an der Havel lernen, wird uns auch bei der Renaturierung anderer Wasserstraßen helfen, wie wir sie beispielsweise mit dem ‚Blauen Band Deutschland‘ umsetzen werden.“

In den vergangen Jahren wurden im Projektgebiet Altarme angeschlossen, Auenwälder initialisiert und Steinschüttungen am Ufer entfernt. Röhrichte und Weidengebüsche können sich so wieder entwickeln. Sie bieten damit nicht nur zahlreichen Tieren einen Lebensraum, sondern filtern auch Flusswasser, was sich vorteilhaft auf die Wasserqualität auswirkt. Seit Beginn der konkreten Baumaßnahmen 2009 konnten insgesamt 14 Kilometer Uferdeckwerk zurückgebaut, 33 Flutrinnen und neun Altarme an den Fluss angeschlossen werden. Es wurden Uferverwallungen abgesenkt, damit sich natürlicher Auenwald entwickelt. Außerdem wurden 29 Hektar Auenwald gepflanzt und 735 Hektar Fläche für den Naturschutz gesichert.

„Bereits jetzt ist ein positiver Effekt auf die charakteristischen typischen Lebensgemeinschaften der Flussaue zu beobachten. Ab dem kommenden Jahr werden wir, neben der Renaturierung weiterer Ufer und der Wiederanbindung von Flussarmen und Flutrinnen, auch die ersten nicht mehr benötigten Deiche zurückbauen und damit wertvolle Auenlebensräume für die Havel zurückgewinnen“, so NABU-Projektleiter Rocco Buchta.

Seit 2005 setzt der NABU gemeinsam mit dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt das, zusammen mit der Projektverlängerung, insgesamt über 40 Millionen Euro umfassende Naturschutzprojekt, um. Der Bund stellt 75 Prozent der Mittel, elf Prozent das Land Brandenburg, je sieben Prozent das Land Sachsen-Anhalt und der NABU.

Hintergrund:

Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropa. Mehr als 1.100 vom Aussterben bedrohte und stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten leben hier. See- und Fischadler, Bekassine, Rotschenkel, Uferschnepfe, Flussuferläufer, Uferschwalbe, Eisvogel, Großer Brachvogel und Wachtelkönig sind hier zuhause ebenso wie Biber und Fischotter. Die seltenen Fischarten Rapfen, Schlammpeitzger und Flussneunauge sind ebenso nachweisbar, wie die Libellenart Asiatische Keiljungfer. Auch Sumpfdotterblume, Lungenenzian und Schwarze Segge finden an der Unteren Havelniederung einen Lebensraum.

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Verschiedenes 

Jetzt kommt der Lackmustest für Julia Klöckner

Jetzt kommt der Lackmustest für Julia Klöckner
Steinhummel (c) NABU/Helge May

Wie ernst ist es ihr mit dem Schutz der Bienen?

EU-Ausschuss berät über insektenfreundlichere Pestizid-Zulassung – drei Neonikotinoide wurden dank neuer Leitlinie bereits verboten

Berlin/Brüssel – Der NABU fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, sich für eine EU-weit bienenfreundlichere Zulassungspraxis für Pestizide einzusetzen. Am 12./13. Dezember berät der Pestizid-Ausschuss der EU-Kommission über die so genannte „Bee-Guidance“. Sie wurde durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entwickelt und soll Risiken, die durch den Einsatz von Pestiziden für Honig- und Wildbienen entstehen können, künftig besser abschätzen. Ihre erstmalige Anwendung führte Anfang 2018 zum Freiland-Verbot dreier Neonikotinoide. Im EU-Ausschuss steht nun zur Debatte, ob die Leitlinie bei sämtlichen Wieder- und Neuzulassungen von Pestiziden verpflichtend angewendet werden muss.

„Diese Leitlinie kann ein Meilenstein sein für den Schutz der Bienen. Sie legt die Schwachstelle der bisherigen Pestizid-Risikobewertung offen: Es gibt kaum Tests mit Honig- und Wildbienen. Deshalb fehlt ein reales Bild, wie die Wirkstoffe auf die gesamte Bienenwelt wirken. Das Ergebnis dieser schlechten Zulassungspraxis sehen wir im rasanten Insektensterben“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Wie wirkungsvoll die „Bee Guidance“ ist, wurde im April 2018 deutlich als auf ihrer Grundlage EU-weit erstmals ein Freiland-Verbot für die drei Neonikotinoide Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid ausgesprochen wurde. Die EFSA hatte zuvor deren Schädlichkeit für Wild- und Honigbienen bestätigt.

Der NABU fordert daher die Bundesregierung auf, sich für die Anwendung der „Bee Guidance“ bei sämtlichen Wieder- und Neuzulassungen von Pestiziden auszusprechen. Die Leitlinie erfüllt die Vorgabe der EU, die Genehmigungspraxis nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft auszurichten. Bislang jedoch sperren sich mehrere EU-Mitgliedstaaten wie Spanien oder Polen gegen die strengere Zulassungspraxis. Andere Länder fordern eine schrittweise Einführung der Leitlinie. Dadurch würden zunächst deutlich weniger Tests durchgeführt, eine vollumfängliche Anwendung der Leitlinie würde um Jahre hinausgezögert.

Sollten sich die EU-Mitgliedstaaten Mitte Dezember dem Druck der Agrar- und Chemielobby beugen und sich nicht auf eine verpflichtende Anwendung verständigen, drohen die jüngsten Erfolge des Freiland-Verbots der drei Neonikotinoide zu verpuffen. Denn bereits jetzt werden diese systemischen Wirkstoffe durch andere, ähnlich wirkende, ersetzt. Auf den europäischen Markt drängen aktuell etwa Thiacloprid, Sulfoxaflor und Cyantraniliprol.

„Für Julia Klöckner kommt jetzt ihr Lackmustest: Wie ernst meint sie es der Rettung von Wild- und Honigbienen? In ihrer Antrittsrede verkündete sie noch: 'Was für Bienen schädlich ist, muss weg vom Markt'. Genau darüber entscheidet sie jetzt: Über die Marktzulassung von Pestiziden und damit über die Zukunft der Wild- und Honigbienen in der EU“, so Miller. Er forderte die Bundesregierung auf, nicht nur für die verpflichtende Anwendung zu stimmen sondern auch die blockierenden Mitgliedstaaten von einer insektenfreundlicheren Pestizidzulassung zu überzeugen.

Hintergrund:
Die EU-Pestizid-Verordnung regelt die Neu- und Wiederzulassungen von Pestiziden. Sie schreibt vor, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Genehmigungspraxis aufzunehmen. Die Erkenntnisse zum Schutz von Wild- und Honigbienen versammelt die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) 2013 entwickelte „Bee Guidance“. Mit dieser Leitlinie können potenzielle Risiken, die durch Wirkstoffe ausgelöst werden können, weitaus umfassender erkannt werden als bislang. Das neue Modell zur Risikobewertung sieht beispielsweise vor, auch dauerhafte oder wiederholte Expositionen gegenüber Pestiziden sowie das Risiko für Larvenstadien der Bienenarten zu berücksichtigen. Die Tests sollen zudem nicht nur für Honigbienen durchgeführt werden sondern auch für eine Hummel- sowie zwei Wildbienenarten. Damit werden deutlich mehr bestäubende Arten untersucht als bislang und die Auswirkungen der Pestizidanwendung realer abgeschätzt. Erstmals sieht das Bewertungsmodell auch Feldstudien zur Freiland-Anwendung vor. Die „Bee Guidance“ soll künftig sowohl bei Neu- als auch bei Wiederzulassungen von Pestiziden angewendet werden.

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Veranstaltungen 

Nikolaustag im Zoo Leipzig

Nikolaustag im Zoo Leipzig
Tammi und Lama sind am Nikolaustag auch dabei © Zoo Leipzig

Erinnerungsfoto mit Tammi und Lama

Adventskalender, Lichterkranz, Räucherkerzen – und der Nikolaustag läuten den Start in den Advent und damit in die geheimnisvollsten Wochen des Jahres ein. Der Zoo Leipzig lädt am 6. Dezember alle Kinder bis 16 Jahre zum kostenlosen Zoobesuch ein. Der Nikolaus erwartet die kleinen Zoobesucher von 15 bis 16 Uhr gemeinsam mit Zoo-Maskottchen Tammi und einem Lama zum gemeinsamen Fototermin. Die Erinnerungsbilder gibt es kostenfrei als Nikolausgeschenk des Zoos dazu. An diesem Tag hat auch Gorilla-Jungtier Kio seinen ersten Geburtstag und freut sich über zahlreiche Geburtstagsgäste in Pongoland.

Zoo in der City

Mit einer voll bestückten Weihnachtshütte ist der Zoo Leipzig auf dem gestern eröffneten Weihnachtsmarkt in der Leipziger Innenstadt präsent. Kuschelige Plüschtiere, spannende (Wimmel-)Bücher sowie Ticket- und Touren-Gutscheine für den nächsten Zoobesuch sind vorrätig. Diese sind für Erwachsene, Kinder und Familien erhältlich und sowohl für Tagestickets, Jahreskarten oder spannende Entdeckertouren einsetzbar.

Exotische Geschenkidee

Das Veranstaltungshighlight in der kalten Jahreszeit: Beim African Dinner in der stilechten Kiwara-Lodge erleben die Gäste einen unvergesslichen Abend mit afrikanischem Viergangmenü inklusive Getränken und einer Lesung der Leipziger Kabarettistin Uta Serwuschok aus ihrem Buch „Komm, mir gehn bei die Giraffen“. Höhepunkt des Abends ist eine exklusive Tour mit Tierpflegern in das Giraffenhaus und in die Löwenhöhle, bevor die nächtliche Zooatmosphäre vollends in ihren Bann zieht.
Termine: 25.01.2019, 01.02.2019, 08.02.2019, 14.02.2019 (Valentinstag), 22.02.2019.
Buchungen ab sofort unter Tel. 0341-5933377.

Magisches Tropenleuchten im Winter

Wenn die Weihnachtsbäume abgeschmückt und die Adventsmärkte abgebaut sind, erhellt ein neuer Lichtschein die winterliche Dunkelheit: Das Magische Tropenleuchten, das im vergangenen Jahr seine Premiere feierte, kehrt zurück. Vom 10. Januar bis zum 3. Februar 2019 erstrahlt die Tropenerlebniswelt Gondwanaland immer donnerstags bis sonntags von 17 bis 22 Uhr in faszinierenden Farben. Bescher können sich von leuchtenden Wesen, rhythmischen Klängen und einer bunten Illuminierung verzaubern lassen und erleben eine unvergleichliche Stimmung in Deutschlands größtem tierischen Dschungel.

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