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Verschiedenes 

Karlsruhe: Rücksicht nehmen in der "Kinderstube Wald"

Karlsruhe: Rücksicht nehmen in der "Kinderstube Wald"
Gerettetes Rehkitz © Forstamt

Brut- und Setzzeit beginnt / Hunde an die Leine / Rauchverbot ab 1. März

Mit den wärmer werdenden Temperaturen beginnt die Zeit, in der der Wald zur Kinderstube vieler Tierarten wird. Auf das Balz-Konzert der Vögel folgt der Bau der kunstvollen Nester und schon bald liegen darin die Jungen und sperren ihre hungrigen Schnäbel auf. Aber nicht nur die Vögel, sondern viele andere kleine und große Tiere wie Hasen, Dachse, Rehe oder Wildschweine bringen im Wald und den angrenzenden Feldfluren ihre Nachkommen zur Welt. In dieser Zeit, von März bis Juni, gilt es für alle Erholungssuchenden, besonders achtsam und respektvoll zu sein.

"Ein kleiner Verhaltens-Check kann dabei den Waldkindern und ihren Eltern das Leben retten", erläutert Ulrich Kienzler, Leiter des städtischen Forstamtes. "Besonders wichtig ist es für Fußgänger und Radfahrende, in dieser Zeit auf den Wegen zu bleiben und die Dämmerungs- und Nachtstunden den Tieren als Ruhephasen zu überlassen", ergänzt der Förster.

Alle Hunde vorsorglich an die Leine
Auch betont Kienzler, der selbst Hundefreund ist, dass auch noch so folgsame Hunde beim Gassi-Gehen in Wald und Flur zum Schutz der Wildtiere vorsorglich an die Leine genommen werden sollten. Auch für Erholungssuchende, die Angst vor Hunden haben, ist diese Form der Rücksichtnahme ein wichtiges Zeichen. Einen Leinenzwang gibt es im Wald nur in bestimmten Bereichen, wie beispielsweise auf Waldspielplätzen oder in Naturschutzgebieten. Gerade in der Brut- und Setzzeit sollte es für Natur- und Umweltfreunde aber klar sein, dass die Vierbeiner an der Leine laufen.

"Freilaufende Hunde sind nicht nur in der Theorie eine Gefahr für unsere Wildtiere, sondern auch in der Realität", meint Kienzler dazu. Das Forstamt und die angegliederte Jagdbehörde mit dem Wildtierbeauftragten Stefan Lenhard erhalten viel zu oft Meldungen über Rehe, die tagsüber aufgeschreckt werden und dann auf der Straße totgefahren werden oder die in Zäune rennen und sich dort strangulieren. Mehrmals im Jahr werden leider auch Rehe gefunden, die von Hunden gerissen wurden. Auch die Jägerschaft meldet zunehmend mehr Rehe, die nicht erlegt, sondern überfahren oder gerissen werden.

Rauchverbot ab 1. März
Der Forstamtschef weist ergänzend darauf hin, dass ab dem 1. März wieder ein allgemeines Rauchverbot in den Wäldern gilt. Es dauert bis Ende Oktober und schützt unseren Wald vor Waldbränden.

In den letzten Monaten der Corona-Pandemie ist der Wald als Erholungs-, Sport- und Freizeitraum mehr gefragt als je zuvor, beobachten die städtischen Forstbediensteten. Zum Schutz und Erhalt der unter dem Klimawandel leidenden Wälder sind gegenseitige Rücksichtnahme sowie Respekt und Achtsamkeit vor der Natur und den darin lebenden Tieren und Pflanzen unverzichtbar. Insofern setzt man beim Forstamt auf Verständnis und nicht auf Verbote.

zum Bild oben:
Dieses Rehkitz wurde letztes Jahr im Oberwald gefunden. Die Mutter (Rehgeiß) wurde von Hunden in einen Zaun getrieben und ist dort verendet.
© Forstamt

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Veranstaltungen 

Vogel des Jahres: Horch mal, wer da singt

Zum meteorologischen Frühlingsanfang erklärt der NABU, welche Kandidaten der Vogelwahl schon zu hören sind / Abstimmung läuft bis 19. März

Berlin, 26.2.21 – „Frühling kommt, der Sperling piept“, sang schon Marlene Dietrich. Kaum etwas verbinden wir so sehr mit dem Frühling wie Vogelgezwitscher. Davon zeugen zahlreiche Schlager und Volkslieder. Viele gefiederte Sänger laufen rund um den meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März zu Höchstform auf. Auch unsere Vogel-des-Jahres-Kandidaten trällern im vielstimmigen Chor mit.

Auslöser für die Vogelgesänge ist die zunehmende Tageslänge. „Bereits um den Jahreswechsel herum ,läuten‘ die ersten Kohlmeisen, wie ihr oft zweisilbiger klingelnder Gesang beschrieben wird“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann, „Andere Meisen singen dann auch schon – vor allem die Blaumeise, eine der Stichwahlkandidatinnen.“ Auch die derzeitige Nummer eins der Wahl, das Rotkehlchen, gehört zu den ersten Sängern.

„Manch frühe Gesangsstrophe dient sicher auch dazu, die eingerosteten Kehlen zu ölen und etwas zu üben“, so Lachmann, „Das ist bei den Vögeln nicht anders als bei uns Menschen.“ Die Vogel-des-Jahres-Kandidatin Amsel, bisher noch hinten im Ranking, macht ab Mitte Februar intensiv Eigenwerbung, wenn ihr melodischer und variantenreicher Gesang erklingt. In diesem Jahr startete sie pünktlich zum Ende der Dauerfrostperiode. Sie bevorzugt die große – besser gesagt hohe – Bühne für ihre Darbietung: einen Dachgiebel oder Baumwipfel.

Ein „Early Bird“ ist auch die Feldlerche. Ihre Gesangssaison beginnt, sobald die Vögel im Februar und März aus dem Süden zurückkehren. Dann trällert sie von der Morgendämmerung bis zum Abend. Einst galten die kleinen Vögel wegen ihres frühen Starts in den Tag als natürliche Wecker. Mit den Feldlerchen kehren auch die Kiebitze aus Südwest-Europa zurück. Im März besetzen sie ihre Brutreviere auf frisch ergrünten feuchten Wiesen und Feldern. Dann begleitet ihr namensgebendes „Ki-witt“ als Soundtrack die akrobatischen Balzflüge der Männchen.

Die charakteristisch flötenden Balzstrophen des Goldregenpfeifers sind leider seit einigen Jahren nicht mehr über Deutschlands Mooren zu hören. Doch nahe der Küste hört man im Winter und Frühjahr die melancholischen „düh“-Rufe größerer rastender Trupps, bevor sie weiter nach Norden ziehen.

Die Stadttaube ist ganzjährig in unseren Siedlungen zu beobachten. Ihr bekanntes Gurren ertönt vor allem zur Balzzeit über Straßen und Plätzen und damit deutlich häufiger im Frühjahr. Auch der Eisvogel überwintert bei uns. Bei ihm ist der scharf pfeifende Ruf kaum von seinem Gesang – einer Reihe mehrerer Rufe – zu unterscheiden. Trotzdem steigen die Chancen, ihn zu Beginn der Brutzeit Anfang März an sauberen Flüssen und Seeufern zu hören.

Unter den Jahresvogel-Kandidaten betritt die Rauchschwalbe als letzte die Chor-Bühne. Als einziger Langstreckenzieher im Kandidatenreigen ist sie erst Mitte April aus ihrem Winterquartier in Afrika zurück. Sofort lässt sie dann ihr lautes Zwitschern mit eingebauten munteren „witt witt“-Rufen vernehmen. Der Frühling ist dann bereits fortgeschritten, Schwalben gelten daher als Vorboten des Sommers.

Noch bis zum 19. März kann jeder seine Stimme für einen der Sänger unter www.vogeldesjahres.de abgeben. Bisher haben schon über 227.000 Menschen bei der Aktion vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), mitgemacht. Für unentschlossene Wähler gibt es unter www.NABU.de/birdomat einen Bird-O-Mat. Er hilft dabei, den eigenen gefiederten Favoriten herauszufinden.

Abstimmen bei der Wahl des Vogel des Jahres 2021 online ...

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Verschiedenes 

Anti-Schuppen-Shampoos im Test

Problemstoffe in bekannten Marken

Anti-Schuppen-Shampoos versprechen Hilfe, wenn die Kopfhaut juckt und schuppt. Doch unser Test von 50 Shampoos zeigt: Nicht alle Produkte sind frei von hautirritierenden Stoffen, die aus unserer Sicht nicht auf gereizte Kopfhaut gehören. Welche Shampoos sind empfehlenswert?

Alle Ergebnisse aus dem Anti-Schuppen-Shampoos-Test von ÖKO-TEST sind ab sofort kostenlos auf oekotest.de abrufbar.

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Verschiedenes 

Noch mehr kostenlose Energiesparberatung für Freiburgerinnen und Freiburger

Stadt übernimmt für drei Jahre die Kosten

Für Freiburgerinnen und Freiburger sind in Zukunft noch mehr Energieberatungen kostenlos. Ab dem 1. März übernimmt die Stadt die Beiträge für alle Energie-Checks der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Bis zum letzten Jahr waren Basis-Checks und Gebäude-Checks im Rahmen eines Förderprojekts der Stadt bereits kostenlos. Jetzt sind es alle Energie-Checks aus dem Angebot der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Private Haushalte sind in Deutschland für fast 30 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs verantwortlich, entsprechend hoch ist hier das Einsparpotential – übrigens nicht nur bei Energieverbrauch und CO2-Ausstoß, auch die Haushaltskasse kann enorm entlastet werden.

Die Beratungen mit unabhängigen Energieberaterinnen und -beratern finden direkt in den Wohnungen und Häusern statt. Dabei wird unterschiedlichsten Fragen nachgegangen, wie etwa „Welche Fenster sind die richtigen?“ oder „Ist mein Energieverbrauch „normal“?“. Wichtig ist außerdem die Auswahl geeigneter Förderungen für die energetische Sanierung. Alle Interessierten können ab dem 1. März einen Termin bei der Verbraucherzentrale unter der kostenfreien Telefonnummer 0800-809 802 400 vereinbaren.

Die Übernahme dieser Kosten geht aus dem Freiburger Klimaschutzkonzept sowie dem „Klima- und Artenschutzmanifest“ hervor. Beides zentrale Bausteine, mit denen Freiburg dem Klimawandel und Artensterben - den beiden größten Krisen der Gegenwart - auf lokaler Ebene begegnet. Hier wurde unter anderem beschlossen, das Engagement der Menschen für einen klima- und naturfreundlichen Lebensstil zu fördern.

„Ein noch größeres Spektrum an Energiesparberatungen für alle kostenlos verfügbar zu machen ist ein wichtiger Schritt, um die Freiburgerinnen und Freiburger bei ihrem persönlichen Weg zu mehr Klimaschutz zu unterstützen und gemeinsam die Klimaneutralität in Freiburg zu erreichen“, sagt Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. Doch das Engagement der Bürgerschaft und Kommunen allein reiche im Kampf für den Klima- und Artenschutz nicht aus. „Aus Freiburg richten wir deshalb einen starken Appell an die Bundesregierung und die EU, einen wirksameren gesetzlichen Rahmen für mehr Klimaschutz zu schaffen. Gleichzeitig setzen wir als Kommune eigene Maßnahmen für den Klimaschutz um. Außerdem bestärken wir die Menschen, selbst noch mehr für den Klimaschutz zu tun.“

Infos zu den Energieberatungen:

Der einstündige Basis-Check ist die Grundlagenberatung für Privathaushalte. Darüber hinaus gibt es aber noch die Option einer zusätzlichen halben Stunde Beratung zu Strom- und Wärmeverbrauch sowie Sparpotenzial und Geräteausstattung.

Für Besitzerinnen und Besitzer von Gebäuden stehen mehrere Optionen zur Wahl: von Gebäude-Check (der ist übrigens Voraussetzung für die Förderung im städtischen Programm „Klimafreundlich Wohnen“), bis Heiz-Check oder der Prüfung, ob eine Photovoltaikanlage Sinn macht. Um die passende Beratung zu finden, gibt es eine Orientierungshilfe auf der Homepage der Verbraucherzentrale:
https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/beratungskompass/

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist Teilnehmerin an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt „Energieberatung der Verbraucherzentralen“. Seit 2015 kooperiert das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg mit der Verbraucherzentrale. Für die Finanzierung des Projektes sind insgesamt 40.000 Euro im nächsten Doppelhaushalt beantragt.

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Verschiedenes 

NABU: Finanzwirtschaft muss nachhaltiger und sozialer werden

Krüger: Bundesregierung muss Empfehlungen des Sustainable Finance-Beirats ambitioniert umsetzen

Berlin, 25.2.21 – Am heutigen Donnerstag hat der deutsche Sustainable Finance-Beirat seinen Abschlussbericht vorgelegt. Der NABU fordert die Bundesregierung auf, nun zügig den Empfehlungen zu folgen und ambitionierte Maßnahmen zu ergreifen, um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, Deutschland zum führenden Standort für Sustainable Finance zu machen.

„Die Finanzwirtschaft ist ein großer Hebel, um das Wirtschaften umweltfreundlicher und sozialer zu machen. Wo und wie wir investieren entscheidet ganz erheblich darüber, ob wir den Klimawandel bremsen und den Verlust der Artenvielfalt aufhalten können“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Die Bundesregierung muss deutlich machen, dass sie es ernst meint. Sie muss die Maßnahmen, die der Bericht empfiehlt und die in die Sustainable Finance-Strategie einfließen, nun auch zügig und ambitioniert umsetzen. Auch ihre eigenen Finanzaktivitäten muss die Bundesregierung endlich in allen Bereichen auf Nachhaltigkeit überprüfen und entsprechend umstellen.“

Der NABU unterstützt die Empfehlung, dass eine unabhängige Sustainable Finance-Plattform mit Beteiligung aus der Zivilgesellschaft die Umsetzung der Empfehlungen des Beirates vorantreiben soll. Zu begrüßen sei auch, dass öffentliche Investitionen zwingend auf die Sustainable Development Goals (SDG) ausgerichtet sowie nach den Taxonomie-Kriterien bewertet werden sollen. Auch die kurzfristig aufgelegten Finanzhilfen zur Bewältigung der Pandemiefolgen müssten wirkungsvoll zur Bekämpfung der Klima- und Biodiversitätskrise beitragen.

„Die Akteure der Finanz- und Realwirtschaft brauchen einen verlässlichen Rahmen und Planungssicherheit“, so Dr. Steffi Ober, NABU-Teamleiterin Ökonomie und Forschungspolitik. „Deutschland muss sich deshalb auch in Brüssel für eine ambitionierte Finanztaxonomie einsetzen, die keine Lücken oder Greenwashing zulässt, und die Transparenz verpflichtend macht. Nur so kann ein Umsteuern in der Finanzwirtschaft gelingen.“

Hintergrund:

Im Sommer 2019 hat die Bundesregierung den Sustainable Finance-Beirat eingesetzt, der sie dabei beraten soll, wie Deutschland zum führenden Sustainable Finance-Standort wird. Praktiker aus Finanz- und Realwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sind darin vertreten.

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Verschiedenes 

NABU: Der Schnee ist weg, jetzt kommen die Kröten

NABU: Der Schnee ist weg, jetzt kommen die Kröten
Kröte vor Auto (c) Jonathan Fieber / NABU

Amphibienwanderung ist gestartet / Autofahrer müssen besonders umsichtig sein / Helfer an den Krötenzäunen gesucht

Berlin, 19.2.21 – Nach dem starken Wintereinbruch steigen die Temperaturen nun wieder. Das lockt Frösche, Kröten, Molche und Unken in ganz Deutschland aus ihren Winterquartieren. Sobald die Nachttemperaturen bei plus fünf Grad Celsius und mehr liegen, kommt bei ihnen Hochzeitsstimmung auf. Die Tiere begeben sich zu ihren Laichgewässern, um sich zu paaren. Dabei überqueren sie häufig auch Straßen. „In den kommenden Wochen wird das Paarungsgeschehen deutlich an Fahrt aufnehmen“, sagt Sascha Schleich, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie und Ichthyofaunistik, „Zigtausende Amphibien sind dann jeden Tag auf den Straßen unterwegs.“

Der NABU bittet darum Autofahrerinnen und Autofahrer, auf Amphibienwanderstrecken höchstens 30 Stundenkilometer zu fahren.

Das kann vielen Tieren das Leben retten. Denn sie können nicht nur durch direktes Überfahren sterben, sondern auch wenn Fahrzeuge sehr schnell unterwegs sind. „Große Geschwindigkeit erzeugt einen so hohen Luftdruck, dass die inneren Organe von Fröschen, Kröten und Molchen platzen oder durch den Mund nach außen gestülpt werden. Die Tiere verenden qualvoll“, so Schleich. Eine umsichtige Fahrweise ist auch wegen der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer nötig. Schleich: „Der Einsatz an den Straßen wird weniger gefährlich, wenn Autofahrer Warnschilder und Tempolimits beachten – zumal die Einsätze in der Dämmerung stattfinden, wenn die meisten Tiere unterwegs sind.“

Seit vielen Jahren kämpfen Naturschützer gegen den Amphibientod an unseren Straßen. Sie stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Für diese ehrenamtliche Arbeit sind zahlreiche Helferinnen und Helfer nötig. Der NABU informiert darum unter www.NABU.de/Kroetenwanderung über das bundesweite Wandergeschehen. Dort gibt es neben aktuellen Meldungen über besondere Ereignisse und seltene Arten auch eine bundesweite Datenbank, die über den Standort von Krötenzäunen und Aktionen informiert und wo Helfer gebraucht werden.

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Veranstaltungen 

Green City Dialogues 2021

Stadt Freiburg organisiert virtuelle Veranstaltungsreihe mit Partnerstädten

Reisen und persönliche Treffen in den Partnerstädten sind seit Monaten pandemiebedingt ausgeschlossen. Dennoch hält die Stadt Freiburg Verbindung zu ihren Partnerstädten unter anderem auf digitalem Wege. Am nächsten Mittwoch, 24. Februar, beginnt nun eine virtuelle Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Green City Dialogues – Freiburg and its sister cities“ mit einer Einführungs-Veranstaltung. Das städtische Green-City-Büro Freiburg organisiert mit den Green-City-Partneragenturen einen Fachaustausch rund um die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Bis zum Sommer sind fünf Veranstaltungen vorgesehen. Es gibt jeweils Kurzvorträge zu den Themen Energie und Klimaschutz, Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaft, Grünflächen und Urbanes Gärtnern sowie zu Stadtplanung und dem neuen Stadtteil Dietenbach. Die Fachleute aus den Partnerstädten können sich in den zweistündigen Treffen online austauschen und diskutieren.





Verschiedenes 

Karlsruhe jetzt Teil des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord

Netzwerk fördert naturverträglichen Tourismus, Kulturlandschaften, Naturschutz und Regionalvermarktung

Karlsruhe ist mit Teilen des Stadtgebiets dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. beigetreten. Schon vor über vier Jahren hat der Gemeinderat einen Beitritt befürwortet. Bedingt durch die Beitrittswünsche von sieben weiteren Kommunen und die dafür notwendigen rechtlichen Schritte ist mit dem Inkrafttreten der Veröffentlichung der vom Regierungspräsidium Karlsruhe erlassenen Rechtsverordnung die Aufnahme vollzogen. Die Flächen von Durlach, Hohenwettersbach, Stupferich, Wettersbach und Wolfartsweier sind nun Teil des mit rund 420.000 Hektar bundesweit größten Naturparks in Deutschland. Voraussichtlich Mitte April treten die neuen Kommunen im Rahmen einer Mitgliederversammlung auch offiziell dem Naturparkverein bei.

Mitgliedschaft stärkt naturverträgliche Erholungsnutzung

Bürgermeisterin Bettina Lisbach freut sich über den Beitritt: "Die Mitgliedschaft im Naturpark stärkt die Region in den Schwarzwald hinein nachhaltig, sie fördert die naturverträgliche Erholungsnutzung und ermöglicht deren behutsame Entwicklung". Erste Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH Gabriele Luczak-Schwarz ergänzt: "Der Naturpark ist weit mehr als ein Erholungsgebiet vor den Toren Karlsruhes. Hier fügen sich Naturerlebnis, Sport und Freizeit aber auch Kultur, Genuss und regionale Produkte zu einem vielfältigen, bunten Schaufenster unserer Region zusammen. Wir begrüßen sehr den Beitritt Karlsruhes, so können sich die Aktivitäten der quirligen Großstadt mit denen des landschaftlich reizvollen Umlands verzahnen – wegweisend für weitere gemeinsame, spannende Projekte".

Damit reicht der Schwarzwald nicht nur geologisch bis nach Karlsruhe, sondern er rückt noch näher ins Bewusstsein der Menschen als vielfältige Kultur- und Erholungslandschaft mit herausragender Bedeutung für Naturschutz und Landschaftspflege. Die Stadt entwickelt damit auch eine Achse vom stadtnahen Raum über die vielfältige Kulturlandschaft des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord bis hinein in die wilde Welt des Nationalparks Schwarzwald, mit dem die Stadt eine Patenschaft verbindet.

Neue Chancen für Tourismus und attraktive Angebote

Wichtige Ziele im Naturpark sind die Bewahrung der Kulturlandschaft und deren verträgliche Nutzung für Naherholung und Tourismus. Mit dem Beitritt zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord eröffnen sich auch für die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH neue Chancen, ist sich André Lomsky, Geschäftsführer der KTG sicher: "Mit der NaturRADtour Karlsruhe gibt es bereits ein Produkt, dass Karlsruhe mit dem Naturpark verbindet. Für die Zukunft gilt es nun, das Portfolio des Naturparks geschickt für Karlsruhe zu nutzen und in enger Abstimmung mit den städtischen Ämtern, den Ortsverwaltungen und Ortschaftsräten und den Leistungsträgern vor Ort ein attraktives Angebot für Gäste und Einheimische zu schaffen."

Erweiterungsflächen passen sich hervorragend ein

Die Erweiterungsflächen in Karlsruhe passen sich hervorragend in die Zielsetzung des Naturparks ein: großflächige Landschaftsschutzgebiete, Naturschutzgebiete, hochwertige FFH-Gebiete oder auch Waldschutz-gebiete zeugen fast flächendeckend von den wertvollen Naturräumen in unmittelbarer Nähe zur Großstadt. Viele geschützte Tier- und Pflanzen-arten haben hier ihre Lebensräume und zeugen von einer großen Biotopvielfalt.

Bereits in normalen Zeiten und besonders während der Corona-Pandemie nutzen die Menschen diese ausgezeichneten, stadtnahen Landschaften bis hinein in die entfernteren Räume des Naturparks. Stadterholungsräume gehen nahtlos über in die Region und verbinden so auch touristische Angebote. Und man braucht dazu nicht einmal das Auto. Umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Pedelec oder mit der Stadtbahn geht es hinaus in den Naturpark und wieder zurück in die nahegelegene Stadt.

Schwarzwald Mitte Nord ist größer Naturpark Deutschlands

Auch der Vorsitzende des Naturparks, Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack, freut sich über die neuen Städte und Gemeinden: "Mit der Erweiterung ist unser Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord wieder zu Deutschlands größtem Naturpark geworden. Das ist für uns Ansporn und Verantwortung zugleich, als wichtiger Ideengeber in der Familie der deutschen Naturparke auch in Zukunft Zeichen zu setzen. Wir sind mit unserem neuen Naturpark-Plan 2030 strategisch bestens aufgestellt, um die inhaltlichen Herausforderungen zu meistern. Wir heißen alle neuen Städte und Gemeinden sehr herzlich willkommen".

Voraussichtlich im Sommer ist im Karlsruher Stadtwald eine gemeinsame symbolische Eröffnungsfeier geplant.

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