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Verschiedenes 

Baden-Württembergs Wasserwelten zu Fuß und per Rad erleben

Baden-Württembergs Wasserwelten zu Fuß und per Rad erleben
Kocher-Jagst-Radweg in Hohenlohe (c) Patrick Muntzinger

Vor zig Millionen Jahren formten Eis und Wasser die Naturlandschaften im Süden. Entstanden sind liebliche Täler, in denen Bäche plätschern, tiefe Schluchten mit tosenden Wasserfällen, weitverzweigte Höhlen und Unterwasserkanäle, über die Wasser in die Quelltöpfe und Flüsse gelangt. Die nicht selten geschützten, urwüchsigen Landschaften lassen sich auf abenteuerlichen Wanderungen oder Radtouren erkunden.

Unbezwingbar wild: Erkundungstour an Kocher und Jagst

Tief in den Muschelkalk eingeschnitten hat sich die Jagst zwischen Crailsheim und Kirchberg. Der Fluss ist dort völlig ungebändigt, naturbelassen und nicht begradigt. Eindrückliche Blicke tief hinab in die steile Schlucht erhält man auf den höheren Wanderwegen, zum Beispiel in der Nähe des Baierlesstein. Bikende Wasserfans können die Gegend auf dem „Kocher-Jagst-Radweg“ erkunden. Durch drei Querwege kann die Zwei-Flüsse-Rundtour mit dem Radweg "Liebliches Taubertal" zu einer Drei-Flüsse-Tour kombiniert werden.

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Verschiedenes 

Weniger Stimmungsmache, mehr Fakten

Zum Tag des Wolfs fordert der NABU für mehr Sachlichkeit in Medien und Politik / forsa-Umfrage zeigt weiter hohe Akzeptanz

Berlin, 29.4. – Zum Tag des Wolfes am 30. April appelliert der NABU an Politik und Medien, sachlich und lösungsorientiert mit dem Thema umzugehen. „Leider wird immer noch versucht, gezielt Angst mit dem Wolf zu schüren“, kritisierte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Das wird der tatsächlichen Situation der Wölfe in Deutschland und der Wahrnehmung der Menschen nicht gerecht. Anstelle aufgeregter Stimmungsmache müssen wir mehr entlang der tatsächlichen Probleme und Lösungen diskutieren.“

Seit mehr als 20 Jahren gibt es wieder freilebende Wölfe in Deutschland. Trotz ihrem inzwischen nahezu bundesweiten Vorkommen ist ihre Akzeptanz in der Bevölkerung nach wie vor sehr hoch. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage, die der NABU für den Tag des Wolfes in Auftrag gegeben hat.

So finden es 73 Prozent der Befragten erfreulich, dass Wölfe wieder hier leben. Durchschnittlich 75 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Wölfe in unsere Landschaft gehören, wie etwa Rehe oder Biber auch. In Regionen mit Wolfsvorkommen stimmen dem ebenfalls 71 Prozent zu. Das Interesse der Menschen am Wolfsthema ist wie in den letzten Jahren groß: 71 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie sehr oder eher interessiert an Wölfen sind.
82 Prozent der Befragten sind nicht der Ansicht, dass Wölfe eine Bedrohung für Menschen in Deutschland darstellen. 62 Prozent waren der Meinung, dass die von Wölfen ausgehenden Risiken in den Medien übertrieben dargestellt werden.

„Es ist richtig, dass Medien und Politik auf die Sorgen und Unsicherheiten von Menschen eingehen, auch in Bezug auf Wölfe. Jedoch nur die Herausforderungen abzubilden, aber kaum die Lösungen und funktionierendes Nebeneinander von Menschen, Wölfen und Weidetierhaltung, verzerrt die öffentliche Diskussion massiv und hält im schlimmsten Fall Weidetierhaltende davon ab, Herdenschutz überhaupt auszuprobieren“, sagt NABU-Wolfsexpertin Marie Neuwald.

Auch die aktuelle politische Debatte auf EU-Ebene um den Schutzstatus von Wölfen und anderen Wildtieren im Vorfeld der EU-Wahlen werde leider nicht immer sachlich geführt. Neuwald: „Zu suggerieren, durch einen einfacheren und häufigeren Abschuss von Wölfen würde der Herdenschutz erleichtert, führt an der Realität vorbei und erzeugt falsche Hoffnungen auf vermeintlich einfache Lösungen.“ Auch eine Bejagung wird Herdenschutz nicht ersetzen können, da auch einzelne Wölfe eine Gefahr für ungeschützte Weidetiere darstellen. Die Entnahme einzelner Wölfe, die den Herdenschutz überwunden haben, ist daher der richtige Weg und rechtlich bereits vorgesehen. Der NABU appelliert daher an Politik, Medien und Landnutzerverbände, den Fokus auf die Unterstützung der Weidetierhaltung im Herdenschutz zu lenken, statt sich nur auf den Abschuss von Wölfen zu versteifen. Die Weidetierhaltung ist unersetzbar für den Erhalt vieler Kulturlandschaften und den Artenschutz. Sie muss – auch und besonders abseits des Wolfsthemas – gefördert werden.

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Verschiedenes 

Babyglück bei den Totenkopfaffen

Babyglück bei den Totenkopfaffen
Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohan

Weiterer Nachwuchs bei den Primaten in der Wilhelma

Bei den Totenkopfaffen in der Wilhelma gibt es aktuell wieder berührende Momente zu beobachten: Ende März sind hier zwei Jungtiere zur Welt gekommen, die von ihren Müttern Jassy und Lissy liebevoll umsorgt und umhergetragen werden. Mit etwas Glück kommen sie dabei direkt an die Glasscheibe, welche die Besuchenden von den quirligen Äffchen trennt, und können aus nächster Nähe beobachtet werden. Drei Weibchen sind noch trächtig – es steht also weiterer Nachwuchs kurz bevor. Vater aller Jungtiere in der nun 18-köpfigen Gruppe ist Jack, ein 10 Jahre altes Männchen, das Ende 2021 aus dem Zoo Zürich in die Wilhelma kam.

Totenkopfaffen stammen aus Mittel- und Südamerika. Sie bilden eine eigene Primatengattung. Man unterscheidet bei ihnen zwischen acht Arten und weiteren Unterarten. Die Wilhelma beheimatet Bolivianische Totenkopfaffen, deren natürliches Verbreitungsgebiet sich über Bolivien hinaus in weite Teile des westlichen Südamerikas erstreckt. Der Name „Totenkopfaffe“ bezieht sich auf die dunkle Gesichtszeichnung, deren Form an einen Schädel erinnert. Trotz des unheimlich klingenden Namens sind Totenkopfaffen bei den Besuchenden in der Wilhelma sehr beliebt – zumal die Art durch Pippi Langstrumpf und ihren tierischen Begleiter „Herr Nilsson“ zu Berühmtheit gekommen ist. Als Haustier sind die sozialen Tiere, die sich nur in Gruppen von Artgenossen wohlfühlen, allerdings vollkommen ungeeignet.

Die Wilhelma beteiligt sich im Rahmen des Ex-Situ Programms des Europäischen Zooverbandes EAZA aktiv an der Nachzucht von Bolivianischen Totenkopfaffen.

zum Bild oben:
Nachwuchs bei den Totenkopfaffen in der Wilhelma
Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohan

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Buch- und CD-Tipps 

NEUES ZOLLI-BUCH: «ZOO BASEL – DIE STADT-OASE NEU ENTDECKEN»

NEUES ZOLLI-BUCH: «ZOO BASEL – DIE STADT-OASE NEU ENTDECKEN»

Am Mittwoch Abend (17.4.) hat im Zoo-Restaurant die Buchvernissage zum neuen Zolli-Buch «Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken», erschienen im Christoph Merian Verlag, stattgefunden. Das nachhaltig produzierte Buch ist eine Liebeserklärung an die 150-jährige Institution und drückt aus, was die Menschen mit «ihrem» Zolli verbindet. Das Autorenteam Jennifer Degen und Lukas Meili lässt Mitarbeiter:innen an 40 Zoo-Orten erzählen und Besucher:innen an Vergnügliches erinnern. Das Buch ist ab sofort für CHF 49.– im Zoo-Shop sowie über den Buch- und Onlinehandel erhältlich.

Zu seinem 150. Jubiläum hat sich der Zoo Basel ein neues Buch geschenkt: Das nachhaltig produzierte Werk mit dem Titel «Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken» (Christoph Merian Verlag, Autoren: Jennifer Degen und Lukas Meili) nimmt die Leserinnen und Leser mit auf einen Rundgang durch den Zolli und blickt in 40 unabhängig voneinander lesbaren Kapiteln hinter die Kulissen der prestigeträchtigen Institution.

Moderne Naturschutz-Oase mit langer Geschichte
In Sachen Design ist die Natur unschlagbar, was der blau schillernde Koran-Kaiserfisch oder die Eleganz eines Seepferdchens in grossformatigen Tierporträts eindrücklich vor Augen führen. Solche Tiere unmittelbar erleben zu können, ist nach wie vor ein Besuchermagnet. Doch heutzutage stehen punkto Zoos auch tiefergehende Fragen im Raum: Wie funktioniert der moderne Zoo von heute? Wie hat sich die Tierhaltung im Laufe der Zeit verändert? Wird dem Tierwohl entsprochen und ist Kolonialismus noch ein Thema? Diese und weitere Aspekte erläutert «Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken» gezielt in Info-Boxen. Bei der virtuellen Entdeckungstour durch den Garten, zu dem das Buch mit seinem aufklappbaren Faltplan einlädt, erhält der/die interessierte Leser/in vielschichtige Antworten aus Sicht der heutigen Zolli-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Aufschlussreich und unterhaltsam sind auch die persönlichen Erinnerungen von Besucherinnen und Besuchern. Und selbst treuen Fans bietet der Band überraschende Einblicke in den ältesten Zoo der Schweiz – sei es in den Alltag, die Geschichte oder zu seiner Verwurzelung in der Region Basel.

Dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet
Im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes wurde das Buch «Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken» nach hohen ökologischen Aspekten und mit lokalen Partnern produziert. Alle benutzten Papiere wurden nachhaltig geschöpft: vom Graspapier im Inhalt der Publikation bis zum Bezugsmaterial Toile Ocean, welches Garne enthält, die aus im Meer gebundenem Plastik gewonnen werden.

Das Buch ist für CHF 49.– im Zoo-Shop sowie über den Buch- und Onlinehandel erhältlich.

Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken
Zoo Basel (Hg.)
Jennifer Degen, Lukas Meili
256 Seiten, 157 meist farbige Abbildungen, gebunden, 22.5×31 cm
ISBN 978-3-03969-022-0
© 2024 Christoph Merian Verlag





Veranstaltungen 

Entdeckertage Fisch, Frosch & Co.

Entdeckertage Fisch, Frosch & Co.
Goldringelkugelfisch © Zoo Leipzig

Abtauchen in eine facettenreiche Tierwelt

Abtauchende Tierpfleger in einem überfluteten südamerikanischen Tropenwald, geführte Techniktouren, die exklusive Einblicke ins technische Knowhow des Aquariums und ins Untergeschoss von Gondwanaland gewähren, Kommentierungen bei den Komodowaranen, Arapaimas, Schützenfischen und Sundagavialen sowie Fütterungen und zahlreiche Informationsstände sind nur einige der täglichen Programmpunkte von 10 bis 16 Uhr der Entdeckertage Fisch, Frosch & Co. am 20. und 21. April 2024 im Zoo Leipzig.

Darüber hinaus können Zoogäste während der Entdeckertage eine geführte Bootstour auf dem Urwaldfluss Gamanil mitmachen, an einer „Fisch, Frosch & Co.– Rallye“ teilnehmen und eine von 3 Familientageskarten gewinnen. Neue Erkenntnisse lassen sich bei der Ausstellung über Muscheln, Schuppen und Co. erlangen, und am Informationsstand in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland bieten sich umfangreiche Möglichkeiten zur Wissenserweiterung in Bezug auf die Artenschutzarbeit des Zoos, die EAZA Kampagne Vietnamazing und das Zootier des Jahres.

Der Freundes- und Förderverein des Zoos ist ebenfalls mit einem Stand vertreten, außerdem wird Zoo-Maskottchen Tammi für heitere Begegnungen sorgen.

Das vollumfängliche Programm können Sie auf unserer Website Entdeckertage Fisch, Frosch & Co. | Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de) einsehen.

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Verschiedenes 

Rettung von Naturschätzen in Ecuador

Rettung von Naturschätzen in Ecuador
Foto: Jocotoco / (c) Wilhelma

Wilhelma investiert erneut 100.000 € in den Schutz von Regenwäldern

Dank der Wilhelma haben seltene Tier- und Pflanzenarten im Südwesten von Ecuador eine Zukunft. Mit einem Betrag von 100.000 € hat der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart die ecuadorianische Organisation Jocotoco beim Kauf eines 70 Hektar großen Landstücks unterstützt. Das Areal liegt im Süden des Buenaventura-Reservats. Dieses Schutzgebiet, welches heute eine Fläche von rund 3750 Hektar einnimmt, wurde 1999 geschaffen – in erster Linie, um den seltenen, erst 1980 entdeckten Orcessittich vor dem Aussterben zu bewahren. Neben dem Orcessittich leben in dem Reservat noch 330 weitere Vogelarten, von denen 15 als gefährdet gelten und 34 endemisch sind, also nur dort vorkommen. Die Regenwälder von Buenaventura beherbergen aber noch weitere Naturschätze, allen voran seltene Magnolien. Erst 2021 wurde hier im Rahmen einer von der Wilhelma finanzierten Expedition eine der Wissenschaft bislang nicht bekannte Art entdeckt, die Magnolia buenaventurensis. Außerdem ist das Reservat die Heimat mehrerer ebenfalls endemischer Froscharten.

Stefanie Reska, Stabsstellenleiterin für Artenschutz und Umweltbildung in der Wilhelma, erklärt: „Bei dem neu erworbenen Areal handelt es sich um ein privates, teilweise zur Rinderbeweidung genutztes Landstück. Es ist komplett vom Buenaventura-Reservat umschlossen. Der Landkauf wird es ermöglichen, die gerodeten Flächen mit Setzlingen einheimischer Baumarten aufzuforsten.“ Besonderer Fokus solle dabei auf hochbedrohte Magnolienarten aus der von Jocotoco betriebenen Baumschule gelegt werden – darunter auch der Magnolia buenaventurensis. Man erwartet, dass gerade die in dem Gebiet vorkommenden endemischen Froscharten von der Wiederherstellung der bislang durch landwirtschaftliche Nutzung zerschnittenen Lebensräume profitieren werden.

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin zeigt sich begeistert: „Seit 2020 haben wir die Naturschutzorganisation Jocotoco mehrfach beim Landkauf unterstützt und dabei eine Gesamtsumme von 545.000 € investiert. Große Flächen wurden auf diese Weise für den Artenschutz gesichert. Dank des Artenschutz-Euros, den unsere Besuchenden über die Eintrittsgelder spenden, können wir viel bewegen – nicht nur in Ecuador, sondern weltweit.“

zum Bild oben:
Drohnenaufnahme von Teilen der mit Hilfe der Wilhelma in Ecuador erworbenen Flächen.
Foto: Jocotoco / (c) Wilhelma





Veranstaltungen 

Karlsruhe: Offene Pforte startet

Karlsruhe: Offene Pforte startet
Blick in ein Gewächshaus der Stadtgärtnerei. © Stadt Karlsruhe, Paul Kuhnert

Die "Offene Pforte" startet in die neue Saison. Den Auftakt macht die Stadtgärtnerei, Gebrüder-Grimm-Straße 9, am Donnerstag, 18. April. Es gibt zwei Führungen: einmal um 10 Uhr und einmal um 13 Uhr. Beide dauern jeweils circa zwei Stunden.

Die Stadtgärtnerei bietet einen Blick hinter die Kulissen, denn hier wird angezogen und gepflegt, was später auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet grünt und blüht. Auf rund 6.500 Quadratmetern Anzuchtfläche werden rund 230.000 Pflanzen für die Wechselflorflächen im Stadtgebiet kultiviert, Kübelpflanzen überwintert und vermehrt außerdem 1.500 Jungbäume aufgeschult. Die Führungen finden in der heißen Phase der Auslieferung statt, wenn die Pflanzen die Gewächshäuser verlassen.

Karlsruhe hat viele weitgehend unbekannte grüne Oasen. Das Projekt "Offene Pforte" ermöglicht Bürgerinnen und Bürger einmal im Jahr an einem Tag oder Wochenende Einblick in sonst verschlossene Gärten und Höfe.

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Verschiedenes 

Sachsen will den heimischen Feldhamster retten

Sachsen will den heimischen Feldhamster retten
Feldhamster bei der Paarung @ Zoo Leipzig

Neue Schutzstrategie am Welthamstertag veröffentlicht

Eines der am stärksten bedrohten Säugetiere Deutschlands soll gerettet werden: der Feldhamster (Cricetus cricetus). Am Welthamstertag (12.4.) hat Wolfram Günther, Sächsischer Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, die „Strategie zum kooperativen Schutz des Feldhamsters im Freistaat Sachsen für den Zeitraum 2024 bis 2035“ im Zoo Leipzig vorgestellt. „Der Feldhamster ist mehr als ein possierliches Tier und Verwandter des Goldhamsters. Er steht für eine vielfältige Kulturlandschaft, für einen naturverträglichen Ackerbau und somit für ein ganzes Ökosystem. Insofern bedeutet Feldhamsterschutz auch Wiederherstellung von Lebensräumen und Erhalt vieler Tier- und Pflanzenarten unserer Äcker. Ich freue mich über die Kooperation vieler Beteiligter einschließlich der Landwirtschaft und wünsche dem Projekt im Ergebnis eine stabile Hamsterpopulation“, sagt Wolfram Günther und setzt damit ein starkes Zeichen für den vom Aussterben bedrohten Feldhamster, dessen letzte sächsische Vorkommen im Nordwesten des Freistaates seit dem Jahr 2020 unterhalb der Nachweisgrenze liegen. Für den aufgrund von Flächenverbrauch, intensivierter Landwirtschaft und Klimawandel bedrohten Feldhamster in Sachsen ist es trotz langjähriger Schutzbemühungen demzufolge wortwörtlich ein Rettungspapier in letzter Sekunde.

Erarbeitet vom Arbeitskreis „Kooperativer Feldhamsterschutz im Freistaat Sachsen“ beinhaltet die heute vorgestellte Strategie gemeinschaftlich formulierte Ziele und Maßnahmen, die den Bestand der sächsischen Feldhamsterpopulation langfristig sicherstellen sollen. Der Erfolg der Strategie ist maßgeblich von der Wiederherstellung nachhaltiger Lebensräume und dem dauerhaften Angebot geeigneter Lebensräume abhängig. Engagierte Landwirte stellen dafür neben Flächen vor allem auch ihre Arbeitskraft und Zeit zur Verfügung. Darüber hinaus ist es erklärtes Ziel, den Feldhamster als Botschafter für eine naturverträgliche Landwirtschaft sowie als Repräsentant für das Ökosystem Acker zu etablieren, in dem auch viele andere Tier- und Pflanzenarten selten geworden sind.

Der Ausbau der Erhaltungszucht des Feldhamsters im Zoo Leipzig, die wissenschaftliche Begleitung der Maßnahmen zum Schutz der Feldhamster, gezielte Öffentlichkeitsarbeit sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit des Arbeitskreises sind weitere Kernpunkte der Strategie.

Angesichts dieser immensen Herausforderungen ist Prof. Jörg Junhold stolz auf die gemeinschaftlich erarbeitete Strategie und gewichtet das Arbeitsergebnis der vielen Akteure im Arbeitskreis „Kooperativer Feldhamsterschutz“ hoch: „Weder Behörden, Verbände, Zoos oder Einzelakteure können den Feldhamster allein retten. Das geht nur gemeinsam, deshalb markiert die Strategie einen Meilenstein für den Schutz des Feldhamsters in Sachsen. Wenn wir an einem Strang ziehen, können wir den Feldhamster und das Ökosystem Acker retten.“ Schon im Spätfrühling sollen die ersten Auswilderungen von Feldhamstern in Nordsachsen stattfinden.

Hintergrund kooperativer Feldhamsterschutz:

Das gemeinsame Kooperationsprojekt verfolgt das Ziel, im letzten sächsischen Vorkommensgebiet geeignete Lebensbedingungen für den Feldhamster zu schaffen und so eine überlebensfähige Population dauerhaft zu erhalten. Dafür war und ist das 2008 beschlossene kooperative Handeln von Naturschutz und Landwirtschaft auf der Basis vertraglicher Vereinbarungen, freiwilliger Maßnahmen und unter Mitwirkung der zuständigen Behörden und des Zoo Leipzig ein erfolgversprechender Weg. Zugleich dient das Projekt dem Schutz der Vielfalt an Arten in unserer Kulturlandschaft. Denn wo der Hamster leben kann und neben Rebhuhn und Feldhase Indikator für eine intakte Agrarlandschaft ist, können noch zahlreiche andere Arten profitieren, nicht zuletzt der Mensch. Weitere Informationen zum Feldhamsterschutz in Sachsen und den beteiligten Partnern unter: www.hamsterschutz-sachsen.de.

zum Bild oben:
Welthamstertag mit neuer Schutzstrategie für den Feldhamster in Sachsen
@ Zoo Leipzig

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