Grüne Quellen
Dienstag, 17. Juli 2018 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

NABU zum Bauerntag: Letzte Chance zum Kurswechsel?

Tschimpke: Lobbyarbeit des Bauernverbands ruiniert den ländlichen Raum

Berlin/Wiesbaden, 27.6.18 – Anlässlich des heute beginnenden Bauerntags fordert der NABU den Deutschen Bauernverband (DBV) zu einem grundlegenden Kurswechsel in seiner Lobbyarbeit auf. Andernfalls drohen weite Teile des ländlichen Raums zu leblosen Produktionsflächen zu veröden, die weder Mensch noch Tier Heimat bieten. Zudem könnte die milliardenschwere Agrarförderung aus Steuermitteln endgültig ihren Rückhalt in der Bevölkerung verlieren.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Unsere Landschaften bluten aus. Vögel verstummen, die Insekten befinden sich im freien Fall, das Grundwasser ist belastet. Umweltverträgliches Wirtschaften lohnt sich für Landwirte nicht. Und immer weniger Bürger sind bereit, dieses fehlgeleitete Agrarsystem zu akzeptieren. Denn wir alle zahlen mit unseren Steuern und Abgaben dreifach dafür: Über EU-Subventionen, die Reparatur der entstandenen Umweltschäden und über Strafzahlungen an den Europäischen Gerichtshof, wenn Deutschland weiterhin Umweltstandards verletzt. Der Deutsche Bauernverband hat dieses System mit aufgebaut und blockiert seither ernsthafte Reformen.“

Die derzeit in Brüssel laufenden Verhandlungen zur künftigen EU-Agrarpolitik für die Jahre 2021 bis 2027 zwingen den Bauernverband und die ihm nahe stehenden Agrarpolitiker nun Farbe zu bekennen. Jetzt besteht die vielleicht letzte Chance, den dringend notwendigen Wandel einzuleiten. Mit dem Budget von über 50 Milliarden Euro pro Jahr könnten Landwirte künftig gezielt dabei unterstützt werden, nachhaltiger zu produzieren. „Stellt sich der DBV aber erneut auf die Seite der Besitzstandwahrer, fährt er die Zukunft der allermeisten seiner Mitglieder sehenden Auges gegen die Wand – von der Natur ganz zu schweigen“, so Tschimpke.

Zum Abschluss des Bauerntags will der DBV eine Positionierung zur künftigen Agrarpolitik vorlegen („Wiesbadener Erklärung“). Diese verspricht allerdings weiteres Beharren auf der Gießkannenförderung per „Basisprämie“ sowie Wehklagen über zu hohe Umweltauflagen und zu niedrige Subventionen. „So gewinnt man nicht die Akzeptanz der Steuerzahler. Es wäre an der Zeit, dass jene Mitglieder des Bauernverbandes aufstehen, die sich eine zukunftsfähige Agrarpolitik wünschen. Sie sollten der Verbandsspitze signalisieren: Weiter so wie bisher geht nicht“, sagte Tschimpke.

Mit Blick auf jüngste Äußerungen des DBV-Präsidenten, der zugleich der europäischen Agrarlobbyorganisation COPA vorsitzt, sagte Tschimpke: „Umweltschutz ist kein lästiger gesellschaftlicher Trend. Vielmehr hat sich die Landwirtschaft extrem zu Ungunsten von Natur und Umwelt entwickelt. Der DBV sollte dies als Herausforderung annehmen, anstatt Fakten zu relativieren und fortwährend andere Schuldige zu suchen.“

Längst liegen Vorschläge auf dem Tisch, wie die Landwirtschaft nachhaltiger werden kann – bei gleichem oder sogar höherem Einkommen für die meisten Landwirte. So könnte die pauschale Förderung nach Fläche ersetzt werden durch eine Unterstützung für Landwirte, die in den nachhaltigen Wandel von Produktion und Vermarktung investieren wollen. Prämien für konkrete Naturschutzleistungen könnten zudem ein verlässliches zusätzliches Einkommen schaffen. Im EU-Haushalt müssten hierfür künftig 15 Milliarden Euro zweckgebunden werden. Noch steht für entsprechende Umschichtungen genügend Geld zur Verfügung.

Ziel des DBV müsse es zudem sein, den Dünger-Überschuss in Deutschland schnell zu reduzieren – dieser ist mitentscheidend für den rasanten Artenschwund und die Belastung des Grundwassers. Denn auch die neue Düngeverordnung wird das Problem nicht beenden, dies bestätigten unlängst Forscher der Universität Kiel. Bislang streitet der Bauernverband jedoch jeden Handlungsbedarf ab, verweist lediglich auf die Zeit, die es richten werde. „In Deutschland werden zweifelsfrei zu viele Tiere gehalten, das gesteht inzwischen auch der DBV öffentlich ein. Die Zahl der gehaltenen Tiere muss sinken und Tierdichten wieder an die Fläche gekoppelt werden. Das wäre ein entscheidender Schritt zur Lösung der Nitrat-Problematik“, so Tschimpke.

Mehr







Verschiedenes 

NABU zur Halbzeit beim "Insektensommer": Steinhummel auf Platz Eins

Zählen, was zählt - Sechsbeiner beobachten und melden

Berlin – Die Steinhummel führt die Liste der am häufigsten gemeldeten Insekten bei der NABU-Aktion „Insektensommer“ an. Auf den weiteren Plätzen folgen Hainschwebfliege, Asiatischer Marienkäfer, Gemeine Florfliege und Lederwanze. Das ist der Stand zur Halbzeit der ersten großen deutschlandweiten Insekten-Zählung des NABU. Mit Spannung werden die Ergebnisse im August erwartet, wenn auch die ausgewachsenen Heuschrecken zirpen.

„Obwohl beim Insektensommer von der Wiese bis zum Moor überall beobachtet werden kann, haben sich zwei Drittel der Teilnehmer für den eigenen Garten als Beobachtungsort entschieden. Es sieht so aus, dass es den Menschen besonders Spaß macht, das nähere Wohnumfeld oder einen beliebten Aufenthaltsort zu erkunden und die Insektenwelt dort zu entdecken“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Mit dem „Insektensommer“ wolle der NABU auf die enorme Bedeutung von Insekten aufmerksam machen. „Diese Tiergruppe ist stark gefährdet und am wenigsten erforscht. Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. So wollen wir einen Überblick bekommen, wo Insekten zu finden sind“, so Miller. In Deutschland gibt es etwa 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

Knapp 3.000 Meldungen von 5800 Teilnehmern sind bislang beim NABU eingegangen. Warum die Steinhummel vorne liegt, kann unterschiedliche Gründe haben. „Die meisten Leute suchen kaum zwischen den Blättern intensiv nach Insekten – sie schauen eher in die Gegend wie bei den Vogelbeobachtungen. Daher werden Blütenbesucher in dieser Größe sicherlich eher wahrgenommen. Hummeln fliegen Blüten gezielt und beständig an im Gegensatz zu Schmetterlingen. Auch ist die Steinhummel unverkennbar und unverwechselbar – das ist bei anderen Arten schon schwieriger“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. Die Leute seien auch bei den Insektenbeobachtungen zurückhaltender, da sie nichts Falsches melden wollen, weil sie das Insekt nicht kennen oder es nicht genau bestimmen könnten. Dabei sei es aber ohne weiteres möglich, zum Beispiel nur Biene oder Schmetterling anzugeben.

„Mit dieser Aktion soll das Wissen zu Insekten gestärkt werden. Wer sich damit beschäftigt, will vielleicht im nächsten Schritt mehr über diese faszinierenden Tiere erfahren“, so Franzisi.
Dass innerhalb der Bevölkerung ein großer Bedarf und Wissensdurst zum Thema Insekten besteht, zeigt das große Interesse an der NABU-App „Insektenwelt“, die innerhalb von 14 Tagen 30.000 Mal heruntergeladen wurde. Sie ist kostenfrei unter www.NABU.de/apps erhältlich und bietet ausführliche Insektenporträts der 122 bekanntesten Arten, die in Deutschland vorkommen. Eine Besonderheit der App ist eine fotografische Erkennungsfunktion. So können die Tiere einfach und schnell mit dem Smartphone fotografiert und automatisch erkannt werden.

Die Daten der Zählaktion „Insektensommer“ werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Nach der ersten Etappe im Zeitraum 1. bis 10. Juni, sind Naturfans nun vom 3. bis zum 12. August erneut aufgerufen, in ihrer Umgebung Insekten zu beobachten und unter www.insektensommer.de online oder per App „Insektenwelt“ zu melden.

Mehr




Verschiedenes 

NABU zur Umweltministerkonferenz / Aktuelle Stunde im Bundestag

NABU zur Umweltministerkonferenz / Aktuelle Stunde im Bundestag
Streifenwanze / Foto: Helge May, nabu

Bundesregierung muss Insekten-Rettung so engagiert vorantreiben wie die der Banken

Miller: Insekten sind systemrelevant – ohne sie droht ernsthafte Lebensmittel-Krise

Berlin/Bremen – Angesichts des neuen, bislang noch unveröffentlichten Berichts des Bundesumweltministeriums zum Insektenrückgang fordert der NABU schnelle und wirksame Maßnahmen zur Rettung der Insekten. Der Bericht unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf, nach Ansicht der Naturschützer ist hierzu vor allem eine grundlegend naturverträglichere Agrarpolitik notwendig.

„Ohne ein umfassendes Rettungspaket steuern wir auf eine Nahrungsmittel-Krise zu. 90 Prozent der Pflanzen weltweit und damit ein Großteil unserer Lebensmittel sind auf Bestäubung angewiesen. Insekten sind systemrelevant. So engagiert wie die Bundesregierung die Rettung der Banken vorangetrieben hat, muss sie jetzt auch für die Rettung der Insekten sorgen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der NABU begrüßt daher, dass die Bundesregierung „akuten Handlungsbedarf“ sieht. Mit Blick auf das angekündigte Sofortprogramm fordert der NABU mindestens drei Ziele: Alle insektenschädlichen Neonikotinoide und ähnlichen Stoffe müssen schnell und komplett vom Markt verschwinden. „Bei dem extremen Schwund von Insekten können wir es uns es nicht leisten, weiterhin derart gefährliche Stoffe einzusetzen“, so Miller. Zudem muss der Einsatz aller Pestizide EU-weit drastisch sinken. Und in Brüssel muss sich die Bundesregierung mit Nachdruck für eine deutlich naturverträglichere EU-Agrarpolitik einsetzen. Denn durch immer stärkere Intensivierung, Lebensraumzerstörung und hohen Pestizideinsatz ist sie inzwischen zum entscheidenden Treiber des Artenschwunds geworden.

Aktuell tobt in Brüssel der Kampf um die künftige Verteilung der Agrarmilliarden für den Zeitraum 2021 bis 2027. „Dies wird der entscheidende Lackmus-Test, wie ernst es die Bundesregierung wirklich mit dem Insektenschutz meint“, sagte Miller. Vor allem Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sieht er in der Pflicht. „Statt immer neue Datensammlungen anzukündigen und damit die Lösung der Insekten-Krise auf die lange Bank zu schieben, muss Frau Klöckner dorthin gehen, wo es der Agrarlobby weh tut. Sie muss sich dafür einsetzen, dass die Brüsseler Milliardenzahlungen endlich an konkrete Leistungen der Landwirte für den Erhalt von sauberem Wasser, Insekten und Lebensräumen geknüpft werden“, so Miller.

Genau diese Empfehlung – öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen – hatte vor wenigen Tagen auch der wissenschaftliche Beirat des Bundeslandwirtschaftsministeriums der Ministerin selbst ins Aufgabenbuch diktiert. Auch in ihrem Koalitionsvertrag bekennt sich die Große Koalition zu einer naturverträglicheren EU-Agrarpolitik.

Derzeit sieht es in Brüssel jedoch nicht nach dem dringend notwendigen Umdenken aus – im Gegenteil. Geht es nach den Plänen von Agrarkommissar Phil Hogan, soll am Gießkannenprinzip, das Gelder pauschal nach Hektar verteilt, nicht gerüttelt werden. Zu allem Überfluss soll im Agrar-Etat weiterhin deutlich zu wenig Geld für den Naturschutz bereitstehen. „Das wäre ein Drama für die Artenvielfalt und der Sargnagel für unsere Insekten. Allen Verantwortlichen sollte klar sein: Mit dem Verschwinden jeder Art und jedes einzelnen Tieres steuern wir näher auf eine ernsthafte Krise zu. Es ist Zeit zu handeln“, so der NABU-Bundesgeschäftsführer.

Um mehr über den Zustand der Insektenwelt in Deutschland zu erfahren, hat der NABU in diesem Jahr erstmals eine bundesweite Mitmach-Aktion ins Leben gerufen, den „Insektensommer“. Vom 1. bis 10. Juni sowie vom 3. bis 12. August können Bürger Insekten beobachten und melden ...

Mehr




Verschiedenes 

Georg-Salvamoser Preis 2018

Georg-Salvamoser Preis 2018
Foto: Infinituum GmbH

Der Georg Salvamoser Preis 2018 geht an die Firma Simmler GmbH & Co. KG sowie an die Arbeitsgruppe »PVplug« der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie DGS (jeweils 10.000 Euro).

Den Sonderpreis JUNGE ENERGIE
(5.000 Euro) erhält die »Energieschule München« des Green City e.V.

Preisverleihung am 21. Juni 2018 auf der INTERSOLAR München mit Gastrednerin Prof. Dr. Claudia Kemfert und Moderator Dr. Franz Alt.

Freiburg, den 12.06.2018. Aus einer Vielzahl hochrangiger Bewerbungen hat die Jury des Georg Salvamoser Preises nun drei Preisträger ausgewählt. Die Auszeichnungen werden am 21. Juni 2018 im Rahmen der INTERSOLAR in München verliehen. Die Veranstaltung, bei der auch die Energieökonomin Claudia Kemfert über die wirtschaftlichen Argumente für eine Energiewende sprechen wird, moderiert der bekannte Journalist Dr. Franz Alt. Der Georg Salvamoser Preis ist einer der höchstdotierten Umweltpreise Deutschlands und wird gemeinsam von der Stadt Freiburg und der Georg-Salvamoser-Stiftung ausgelobt.

KÖSTLICH. FRUCHTIG. NACHHALTIG.
Firma Simmler GmbH & Co. KG, Lauchringen

Fruchtige Brotaufstriche wie Konfitüren, Marmeladen und Gelees sind Naturprodukte. Diese besonders nachhaltig herzustellen haben sich die beiden Geschäftsführer Dr. Uta Simmler und Norbert Münch des badischen Familienunternehmens Simmler auf ihre Fahnen geschrieben. Auf dem Weg zur 100 Prozent erneuerbaren Energieversorgung hat das Unternehmen zunächst konsequent die vorhandenen Effizienzpotentiale erschlossen. Kühlanlagen wurden modernisiert, der Produktionsprozess optimiert, Deckenheizkörper mit besonders niedrigen Vorlauftemperaturen installiert, die Beleuchtungsanlage wurde mit einer Lichtsteuerung und mit energiesparenden LED-Lampen ausgestattet. Auf dieser Basis konnte die Firma Simmler ihre Energieversorgung komplett auf erneuerbare Energien umstellen. 50 Prozent des Strombedarfs wird heute mit Photovoltaik-Strom vom eigenen Dach, der Restbedarf durch den Bezug von zertifiziertem Ökostrom gedeckt. Bei der Wärmeerzeugung, auch im Bereich der Dampferzeugung, setzt das Unternehmen zu 100 Prozent auf Holzpellets.
Simmler nutzt für die Herstellung seiner Brotaufstriche so weit wie möglich Früchte aus regionalem Anbau, engagiert sich für alte, geschmacksintensive Obstsorten und gestaltet das Firmengelände sowie die betriebseigenen Obstplantagen und Wiesen besonders bienenfreundlich. „Dieser ganzheitliche Ansatz rundet das Bild des mit 100 Prozent erneuerbarer Energie arbeitenden Unternehmens ab und macht das Engagement der Firma Simmler besonders preiswürdig“, urteilt die Jury.

MINI-PV IN DIE NORM GEHOLT:
Arbeitsgruppe »PVplug« der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie DGS

Für die Gründung der Arbeitsgruppe PVplug der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) vernetzten Marcus Vietzke, Daniel Bannasch und Thomas Seltmann im Jahre 2016 viele Befürworter*innen von Balkonmodulen. Mit dem Ziel, solche Stecker-Solar-Geräte einfach anwendbar zu machen, kämpfte sich die Gruppe genau in die Gremien vor, die über entsprechende Normen, konkret die Neuformulierung der DIN VDE 0100-551, entscheidet. Mit hartnäckiger Öffentlichkeitsarbeit machten sie auf die dortigen Hürden aufmerksam und erreichten schließlich eine Umformulierung der DIN Norm, die nun auch offiziell den Anschluss von „Mini-Modulen“ an Steckdosenstromkreise zulässt. PVplug setzte dabei auf fundierte Argumente wie beispielsweise mit einer eigens erstellten Sicherheitsstudie, die in den Normungsgremien zu einer Neubewertung des Gefährdungspotentials führte. Andererseits bindet die Gruppe auf kreative Weise die Energiewende-Bürger*innen aktiv in die sonst kaum sichtbaren Prozesse der Normungsgestaltung ein.
Die Jury des Georg Salvamoser Preises war sich daher einig: „Die Gruppe PVplug hat mit viel Engagement die trockene Thematik der DIN-Normung in die Öffentlichkeit gebracht und auf die politischen Implikationen hingewiesen, um somit längst überholte und nicht mehr zeitgemäße Bestimmungen zu hinterfragen und erfolgreich zu ändern. Dieses herausragende Engagement würdigt die Jury mit einem der beiden Hauptpreise in Höhe von 10.000 Euro.“

ENERGIESCHULE MÜNCHEN
GreenCity e.V., München (Kategorie JUNGE ENERGIE)

In der Sonderkategorie JUNGE ENERGIE überzeugte der Münchner Verein Green City e.V. mit seinem Projekt »Energieschule München«. Dieses hat zum Ziel, bei Kindern und Jugendlichen Interesse und Neugier für die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu wecken. In interaktiven Workshops und spannenden Exkursionen vermittelt das Team der »Energieschule« Wissen um die Zusammenhänge von Energieverbrauch und Klimawandel. Unmittelbares sinnliches Erleben, ohne pädagogischen Zeigefinger, steht dabei im Vordergrund. Das Angebot richtet sich vor allem an Grund- und Mittelschüler*innen.
Mit dem praxisorientierten Fortbildungsangebot „Deine Energieschule“ erhalten auch Lehrkräfte detailliertes Hintergrundwissen zu den Themen Erneuerbare Energien und nachhaltige Energienutzung. Hierbei ermöglichen Arbeitsmaterialien und Experimente die einfache und praxisnahe Integration der Fortbildungsinhalte in den Lehrplan und Schulalltag.
Das Angebot kommt an: Seit 2008 hat die Energieschule München mehr als 8.000 Kinder und Jugendliche an 53 Schulen erreicht, die nun als Klimaschützer von morgen in ihren Familien als Multiplikator*innen wirken.
Das Urteil der Jury: „Die Menschen der heute jungen Generation werden diejenigen sein, die der kommende Klimawandel am meisten betrifft. Deshalb ist es wichtig, Kinder und Jugendliche schon früh für die Themen Erneuerbare Energien und Klimaschutz zu sensibilisieren. Hier leistet das Projekt Energieschule München hervorragende Arbeit. Für sein Engagement erhält der Verein Green City e.V. den Georg Salvamoser Preis JUNGE ENERGIE in Höhe von 5.000 Euro.“

PREISVERLEIHUNG am 21. Juni auf der Intersolar in München

Am 21. Juni 2017 um 16.30 Uhr werden die Preisträger die Auszeichnung auf der internationalen Solarfachmesse INTERSOLAR in München (Halle B2, Stand B2.570), die von der FWTM Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe sowie der Solar Promotion am Standort München ausgerichtet wird entgegennehmen. Maria Salvamoser von der Georg-Salvamoser-Stiftung und Freiburgs Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik werden die Preise persönlich überreichen. Für einen Gastvortrag konnte die renommierte Energieökonomin Prof. Dr. Claudia Kemfert gewonnen werden. Unter dem Titel „Klimaschutz jetzt! Ökonomische Argumente für die Energiewende“ wird sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine 100 Prozent erneuerbare Energiewirtschaft beleuchten. Moderiert wird die Preisverleihung von dem bekannten Journalisten Dr. Franz Alt, der sich selbst seit Jahren unermüdlich für die Energiewende einsetzt.

GEORG SALVAMOSER PREIS

Der Georg Salvamoser Preis ist einer der höchstdotierten Umweltpreise in Deutschland. Namensgeber ist der Freiburger Solarpionier, Gründer der Solar-Fabrik und visionäre Unternehmer Georg Salvamoser (1950-2009).
„Der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, der sich auch die Stadt Freiburg stellt“, sagt die Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. „Die dringend erforderliche Energiewende braucht Heldinnen und Helden mit zukunftsweisenden und praxistauglichen Projekten. Freiburg ist stolz, diese mit dem Georg Salvamoser Preis auszuzeichnen und so die Idee des Freiburger Solarpioniers fortzusetzen.“
Mit dem Preis werden Menschen und Institutionen unterstützt, die sich auf dem Weg zu erneuerbaren Energien nicht aufhalten lassen und die mit ihren Projekten eine Versorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien voranbringen möchten und dabei Vorbild und Beispiel für andere sind. Im Jahr 2018 wird der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Georg Salvamoser Preis bereits zum fünften Mal verliehen.

DANKE AN DIE SPONSOREN

Die Verleihung des Georg Salvamoser Preises ist möglich durch die großzügige Unterstützung zahlreicher Sponsorpartner. Die Auslober Stadt Freiburg und Georg-Salvamoser-Stiftung danken daher folgenden Institutionen für ihre finanzielle Unterstützung:

M10 Industries AG, Freiburg
FWTM Freiburger Wirtschaft, Touristik und Messen GmbH & Co. KG
Solar Promotion GmbH, Pforzheim
WEE Wirtschaftsverband 100% erneuerbare Energien, Freiburg
Stiftung Viamedica, Prof. Franz Daschner, Freiburg
Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
Agentur triolog, Freiburg
ÖKO-Invest, Wien

zum Bild oben:
Die Arbeitsgruppe PVplug der DGS ist Preisträger 2018 / Foto: Infinituum GmbH





Verschiedenes 

NABU zum Klimaschutzbericht: Lücke zum 2020-Ziel schließen

Tschimpke: Maßnahmen liegen auf dem Tisch - Dreckigste Kraftwerke müssen vom Netz

Berlin – Der NABU warnt die Bundesregierung vor weiteren Verzögerungen bei dringend benötigten Sofortmaßnahmen zum Schutz des Klimas. Die Zahlen aus dem Klimaschutzbericht 2017 zeigen, dass die Bundesregierung bislang viel zu wenig getan hat, um die Lücke zum bereits vereinbarten 2020-Ziel zu schließen. „Was die Bundesregierung in Sachen Klimaschutz zeigt, ist eine Mischung aus Arbeits- und Realitätsverweigerung“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der Klimaschutzbericht 2017, der wegen der langen Regierungsbildung erst heute verabschiedet wird, bilanziert den Treibhausgasausstoß in Deutschland und ist deshalb höchst relevant: Er ist Grundlage für die Arbeit der kürzlich von der Bundesregierung eingesetzten Kommission für „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ oder kurz Kohlekommission. Der Bericht zeigt schonungslos, wie weit Deutschland noch vom Klimaschutzziel für das Jahr 2020 ­ und damit von der festgelegten Treibhausgas-Reduktion von 40 Prozent gegenüber 1990 entfernt ist. Entgegen der schöngerechneten Acht-Prozent-Lücke im Klimaschutzbericht, ist allerdings schon seit vergangenem Jahr klar, dass Deutschland ohne kräftiges Gegensteuern den Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 nur um 30 Prozent absenken kann. Zur Verdeutlichung: Allein die Differenz von zwei Prozent entspricht in etwa den CO2-Emissionen ganz Portugals innerhalb eines halben Jahres.

Angesichts dieses Versagens in der deutschen Klimapolitik, hat die Bundesregierung angekündigt, die Lücke nur noch „so weit wie möglich“ schließen zu wollen. Aus NABU-Sicht können die Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020 jedoch noch erreicht werden – durch das schnelle Abschalten der dreckigsten Kohlekraftwerke. Wie das genau gehen kann, hat der NABU gemeinsam mit einer Reihe von Organisationen im „Sofortprogramm Klimaschutz“ dargestellt. „Ab sofort muss das entschädigungsfreie Abschalten alter, emissionsintensiver Kohlekraftwerke deutlich beschleunigt werden – wenn möglich im Konsens mit den Kraftwerksbetreibern. Wenn nicht, per Gesetz“, so Tschimpke. Nur so könnten die Treibhausgasemissionen aus Kohlekraftwerken bis zum Jahr 2020 halbiert werden.

Mehr




Veranstaltungen 

Karlsruhe: Entdeckertage im Waldklassenzimmer

Familienprogramm mit Spiel und Spaß am 17. und 20. Juni

Das Waldklassenzimmer im Karlsruher Hardtwald lädt für Sonntag, 17. Juni, und Mittwoch, 20. Juni, jeweils von 14 bis 18 Uhr zu Entdeckertagen mit freiem Spiel und Forschungsmöglichkeiten ein. Am Mittwoch wird zudem der Holzbackofen angeheizt, so dass Kinder und Familien Flammkuchen, Pizza, Brot, Brötchen oder Kuchen backen können. Zutaten oder Teige müssen mitgebracht werden, die Nutzung des Ofens kostet 5 Euro.

Die Entdeckertage sind eintrittsfrei, für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen und eine Anfahrtsbeschreibung finden online ...

Mehr




Verschiedenes 

Die stille Königin aus Baden ...

... die "Bühler Frühzwetschge" ist der 69. Passagier in der Arche des Geschmacks

Ob roh, eingelegt oder verarbeitet in Kuchen, Marmelade, Knödel und Edelbränden: Zwetschgen sind allseits beliebt. Die "Bühler Frühzwetschge" ist eine besondere unter ihnen. Sie galt einst als Markenbegriff für die badische Zwetschge und hat eine lange Tradition. Inzwischen ist es stiller um sie geworden, doch ist sie noch immer die Referenzsorte für den Reifezeitpunkt von Zwetschgen und Pflaumen in Deutschland: Alle, die vor ihr reifen, zählen zu den Frühsorten, alle, die ihr folgen, zu den Spätsorten. Slow Food engagiert sich dafür, dass die Bühler Frühzwetschge in ihrer geschmacklichen und kulturellen Einzigartigkeit wieder stärker wahrgenommen und nachgefragt wird.

Die Bühler Frühzwetschge, auch "Frühe aus dem Bühler Tal" oder "Kappler Zwetschge" genannt, wurde 1840 im Stadtteil Kappelwindeck gefunden. Wurden 1957 in Mittelbaden 19.800 Tonnen dieser Frucht für den Frischverzehr gewonnen, waren es 2016 gerade noch 720 Tonnen. Heute wird der Baumbestand im Neben- und Zuerwerb sowie von (Hobby-)Obstanbauern bewirtschaftet. Zu kaufen gibt es die Frucht auf dem Obstgroßmarkt in Oberkirch, auf Wochenmärkten und Hofläden in der Region. Die Ernte beginnt Ende Juli und geht bis Anfang September. Lioba Kopf aus Sasbachried in Baden-Württemberg gehört zu den wenigen Erzeugerinnen. "Unsere Zwetschge ist außergewöhnlich aromatisch und saftig. Sie löst sich hervorragend vom Stein und ist pur sowie weiterverarbeitet ein Genuss. Für Zwetschgenschnaps etwa ist sie die beliebteste Sorte. Sie ist widerstandsfähig und schont damit unsere Umwelt. So braucht sie beispielsweise weniger Fungizide, weil sie nicht so anfällig gegenüber Pilzkrankheiten ist", schwärmt Kopf. Die Bäume, welche bis zu 70 Jahre alt und viereinhalb Meter hoch werden können, tragen auf Streuobstwiesen zum natürlichen Landschaftsbild bei, so Kopf. Viele der neueren Zwetschgensorten müssen hingegen bereits nach zehn Jahren nachgepflanzt werden.

Beschränkte sich das Verbreitungsgebiet der Bühler Frühzwetschge zunächst auf Mittelbaden, expandierte sie ab 1890 in viele Regionen Europas. Sie wurde zum Inbegriff der badischen Zwetschge und machte Bühl zur Obstbauregion. Der rasante und weiterhin anhaltende Rückgang in Anbau, Vertrieb und Genuss der Bühler Frühzwetschge begann ab den 1970er Jahren. "Industrielle Rationalisierungsprozesse verschonten auch diese Traditionsfrucht nicht. Niedrig wachsende Obstbäume setzten sich aufgrund ihrer leichteren Ernte durch. Der Handel verlangte nach immer größeren und festeren Früchten für längere Transportwege und Verbraucher eiferten nach süßeren Konkurrenzfrüchten wie Aprikosen und Pfirsichen", erläutert Tina Schey, die den Aufnahmeantrag für die Zwetschge in die Arche vornahm und die Regionalgruppe Slow Food Baden-Schwarzwald leitet. Gemeinsam mit Produzenten arbeitet sie an der Gründung einer Erzeugergemeinschaft, um die Zwetschge und ihre Verwertung vor Ort selbst zu vermarkten. "Mit der Bühler Frühzwetschge haben wir eine Obstsorte in die Arche aufgenommen, die noch nicht so ganz selten ist, deren Ende im Erwerbsobstbau aber absehbar ist, wenn sich die Entwicklung der letzten Jahre fortsetzt und wir hier nicht gegensteuern", sagt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. Die Stadt Bühl ist ihrer fruchtigen Namensvetterin treu: Das Erntedankfest heißt hier "Bühler Zwetschgenfest" und bis heute wird jedes Jahr eine Zwetschgenkönigin zur Repräsentation der Frucht und der Stadt Bühl gewählt.

Mehr




Veranstaltungen 

Haben wir Relikte einer Jägermentalität in uns?

Haben wir Relikte einer Jägermentalität in uns?
Foto: Dominik Saladin

Wie wurde der röhrende Hirsch zur Pop-Ikone? Und was macht der echte Hirsch?

Ab Sonntag, 17. Juni, zeigt das Waldhaus seine neue Ausstellung „Wild und Jagd – Grenzgänge zwischen Kultur und Natur“

Viele Bereiche unserer Lebenswelt erscheinen besonders attraktiv, wenn sie mit der Eigenschaft „wild“ ausgestattet sind. Wie schon in der Epoche der Romantik stehen Natur und Wildnis dabei für eine Sehnsucht nach Unberechenbarkeit, nach Urtümlichkeit. Aber wie ist es um deren Urtypen bestellt, das Wild und die Jäger? Was prägt das heutige Bild von der Jagd und dem Wild? Diesem Thema widmet sich die neue Ausstellung „Wild und Jagd – Grenzgänge zwischen Kultur und Natur“ im Waldhaus Freiburg.

Erarbeitet wurde die Ausstellung von der Stiftung Waldhaus mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), dem städtischen Forstamt und der Kreisjägervereinigung. Zu sehen ist sie im Waldhaus (Wonnhaldestraße 6) von Sonntag, 17. Juni, 12 Uhr bis zum 22. September 2019. Danach wandert sie in die Stoll-Vita-Stiftung in Waldshut.

Haben wir tatsächlich noch Relikte einer Jägermentalität in uns, wie kürzlich Christian Sewing, der neue Chef der Deutschen Bank, meinte? Wie kam es zur kulturellen Wiedergeburt des so lange verstaubten röhrenden Hirschs als Pop-Ikone? Und was machen die echten Hirsche? Wie wird Jagd in einer Zeit gerechtfertigt, in der manche Menschen „wild auf Wild“ sind, andere es aber ablehnen, Fleisch zu essen, und Dritte in Tierschutzorganisationen sogar gegen jagdliche Aktivitäten mobil machen?

Die Ausstellung spürt all diesen Fragen nach. Sie will erkunden, mit welchem Naturbewusstsein oder welcher Absicht Jägerinnen und Jäger durch mehr oder weniger wilde Wälder oder intensiv genutzte
Maisfelder streifen. Folgen sie dabei einer Leidenschaft oder haben sie einen Auftrag zu erfüllen, wie der Slogan des Landesjagdverbands nahelegt? Ein Teil der Ausstellung ist den Wildschweinen gewidmet, die sich in Stadt und Land fröhlich vermehren. Thematisiert wird die Rolle der Jagd auch im Kontext mit Klimawandel, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz.

Zu guter Letzt erzählt die Ausstellung „Wild und Jagd“ etwas über die Geschichte der Jagd und ihre Spuren in unserer Sprache, unserer Kultur und unserer Landschaft. Sie vermittelt auf anschauliche Weise aktuelles Wissen über die heutige Jagdpraxis. Kinder und Erwachsene können einen Rothirsch bestaunen, auf einen Hochsitz klettern und mit dem Fernglas im Wald nach Tieren suchen. Sie können Fragen aus der Jägerprüfung beantworten und sich anhören, warum junge Frauen und Männer heute einen Jagdschein machen wollen. Indem die Ausstellung zeigt, was hinter unterschiedlichen Sichtweisen auf die Jagd steckt, regt sie dazu an, eigene Vorstellungen zu überdenken.

Begleitend zur Ausstellung bietet das Waldhaus Führungen, Veranstaltungen für Schulklassen und Kindergeburtstage an. Zudem findet am Donnerstag, 19. Juli, um 19 Uhr ein Hornkonzert statt. Informationen zum gesamten Begleitprogramm gibt es unter www.waldhaus-freiburg.de oder Tel. 0761/89647710.

Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags 12 bis 17 Uhr. Angebote für Schulklassen und Gruppen gibt es nach Absprache auch über die regulären Öffnungszeiten hinaus.

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25