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Verschiedenes 

Karlsruhe ist "Aufsteiger des Jahres"

Karlsruhe ist "Aufsteiger des Jahres"
Auszeichnung im Städtewettbewerb Papieratlas / Foto: Kirsch

Papieratlas 2019: Papier mit dem blauen Engel bei Städten immer beliebter

Die Stadt Karlsruhe hat den Titel "Aufsteiger des Jahres" im Papieratlas-Städtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) erhalten. Bundesministerin Svenja Schulze überreichte der städtischen Umweltdezernentin Bettina Lisbach am Dienstag, 22. Oktober, im Bundesumweltministerium in Berlin die Auszeichnung. Karlsruhe hatte seine Recyclingpapierquote in der Verwaltung innerhalb eines Jahres um 42,79 Prozentpunkte auf 97,60 Prozent erhöht und erreichte damit die stärkste Steigerung aller teilnehmenden Städte. "Recyclingpapierfreundlichste Stadt" 2019 ist Oldenburg vor Bottrop, Hameln und Münster.

Lisbach will Papierverbrauch weiter senken

"Die Umstellung auf Recyclingpapier war ein langer Weg, auf dem viel Überzeugungsarbeit zu leisten war. 2008 sind wir mit einer RC-Papier-Quote von unter 25 Prozent gestartet. Heute liegen wir bei beeindruckenden 98,5 Prozent und freuen uns über die besondere Auszeichnung durch den Papieratlas", erklärte Bettina Lisbach. Durch die Verwendung von RC-Papier mit dem Blauen Engel würden Umwelt, Ressourcen und auch das Klima geschont. Im nächsten Schritt werde die Stadt "den Papierverbrauch weiter senken, indem wir sukzessive auf digitale Büros und E-Government umstellen."

Neues Rekordhoch teilnehmender Städte

Mit dem Papieratlas 2019 erfasst die IPR in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund bereits das zwölfte Jahr in Folge den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten deutscher Groß- und Mittelstädte. Mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von rund 89 Prozent erreichen die 102 teilnehmenden Städte in diesem Jahr ein neues Rekordhoch.

Papier mit dem Blauen Engel steht für nachhaltiges Handeln: Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart die Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen. In Karlsruhe wurden so im vergangenen Jahr mehr als 7,2 Millionen Liter Wasser und über 1,5 Millionen Kilowattstunden Energie eingespart.

Neben dem Städtewettbewerb wird der Papieratlas seit 2016 für Hochschulen und seit 2018 auch für Landkreise durchgeführt. Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an die Technische Universität Kaiserslautern sowie die Kreise Höxter und Ahrweiler.

zum Bild oben:
Aus der Hand von Ministerin Svenja Schulze erhielt Karlsruhes Umweltdezernentin Bettina Lisbach die Auszeichnung als "Aufsteiger des Jahres" im Papieratlas-Städtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier / Foto: Kirsch

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Verschiedenes 

NABU: Abwärtstrend bei Feld- und Wiesenvögeln hält an

Miller: Kiebitz, Braunkehlchen und Rebhuhn leiden besonders unter EU-Agrarpolitik

Berlin – Der NABU sieht sich angesichts des anhaltenden Abwärtstrends bei Feld- und Wiesenvögeln in seinen Forderungen nach einer umweltverträglicheren EU-Agrarpolitik bestätigt. Besonders bodenbrütende Vogelarten und Insektenfresser nehmen in ihren Beständen ab, wie aus einem Bericht der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) und damit wichtigsten deutschen Wissenschaftsverbandes der Ornithologie hervorgeht, der heute veröffentlicht wird. Wie deren Fachgruppe „Vögel der Agrarlandschaft“ ermittelt hat, ist die Zahl der abnehmenden und stark abnehmenden Arten von 55 Prozent auf 68 Prozent gestiegen. Dies lasse eine weitere Verschlechterung der Bestandssituation der Agrarvogelarten erkennen, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Papier „Erfordernisse zum Erhalt unserer Agrarvögel“ der 120 Fachleute aus Wissenschaft und Praxis. Dem Bericht liegt eine Gegenüberstellung der Kurzzeittrends der nationalen Vogelschutzberichte 2013 und 2019 zugrunde.

„Kiebitz, Braunkehlchen und Rebhuhn leiden massiv unter der EU-Agrarpolitik. Es sind nicht die einzelnen Landwirtinnen und Landwirte, sondern die aktuelle Agrarpolitik und das Festhalten der Agrarlobby an überholten Strukturen, was unsere Feldvögel an existenzielle Grenzen bringt“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Darum seien entsprechende Maßnahmen und eine ausreichende Finanzierung notwendig, damit Natur und Landwirtschaft profitieren. Der NABU fordert eine Zweckbindung der EU-Agrargelder. Davon sollten mindestens 15 Milliarden Euro EU-weit jährlich für die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft fließen. Gleichzeitig sollten biodiversitätsfördernde Maßnahmen auf zehn Prozent der Fläche in jedem Betrieb stattfinden.

Die Ornithologen sprechen sich für eine Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2021 aus, mit deutlich weniger Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, einer Förderung des Ökolandbaus sowie strukturreichen Landschaften mit Hecken, Feldwegen, Brachen und mehr Dauergrünland. Damit stützen sie die vehementen Forderungen des NABU.

Als wesentliche Ursache für die Bestandsrückgänge sehen die Fachleute die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft, insbesondere durch Pestizideinsatz, starke Düngung, den Verlust von Landschaftselementen wie Ackerbrachen, die Einengung der Fruchtfolgen, z.B. durch den vermehrten Maisanbau für Biogasanlagen, Eutrophierung und Verlust von ökologisch wertvollem Dauergrünland. Auch das mit der aktuellen EU-Agrarförderperiode eingeführte so genannte „Greening“ habe wegen des zu geringen Flächenansatzes und der Anrechenbarkeit von wenig wirksamen Maßnahmentypen nicht zur Verbesserung der Bestandssituation der Agrarvögel beigetragen.

Auch mit Blick auf die aktuellen landwirtschaftlichen Proteste gegen mehr Auflagen für Natur-, Wasser- und Klimaschutz in der Landwirtschaft fordert der NABU Politik und Bauernverband auf, Vorschläge zur Lösung der Krise zu machen und sich mit den seit langem vorliegenden Vorschlägen von Umweltverbänden und alternativen Landwirtschaftsverbänden konstruktiv auseinanderzusetzen statt sie pauschal von der Hand zu weisen.

„Wir wollen, dass sich die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen für die Landwirtinnen und Landwirte lohnt. Leider ist es der Politik seit Jahrzehnten nicht gelungen, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, stattdessen werden Fördergelder per Gießkanne verteilt“, so Miller. In den Bauernprotesten zeige sich, wie kaputt das derzeitige Fördersystem ist – ein Grund mehr, endlich eine neue Agrarpolitik auf den Weg zu bringen, die die Existenz von Betrieben und den Schutz der Natur sichere, statt den Profit von Agrarkonzernen.

Angesichts der erneut belegten dramatischen Entwicklung der Feld- und Wiesenvögel und der Proteste von Landwirtinnen und Landwirten und Naturschützerinnen und Naturschützer in Europa ist es aus NABU-Sicht umso unverständlicher, dass die EU-Agrarministerinnen und Agrarminister und die Agrarlobby bei den aktuellen Verhandlungen in Brüssel eher das Gegenteil tun: Statt mehr Naturschutz zuzulassen, wollen sie derzeit Umweltstandards aushöhlen und die ineffizienten Direktzahlungen zementieren.

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Verschiedenes 

Biodiversitäts- und Gewässerschutz brauchen Rechtssicherheit

Berlin, 21. Oktober 2019 - Die Umweltverbände NABU, BUND, DNR und PAN fordern die Bundesregierung auf, eine rechtssichere Klärung von Zulassungsauflagen zum Schutz der biologischen Vielfalt und des Grundwassers bei der Auslegung von EU-Recht zu ermöglichen.

Die Verbände verweisen auf den Beschluss der Bundesregierung im Koalitionsvertrag, den Einsatz glyphosathaltiger Pestizide mit einer systematischen Minderungsstrategie "deutlich und mit dem Ziel einzuschränken, die Anwendung so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden und die dafür notwendigen Maßnahmen in einem EU-rechtskonformen Rahmen zu verankern".

Dieses vereinbarte Ziel sehen die Verbände durch Urteile des Verwaltungsgerichtes Braunschweig mit Verweis auf fehlende methodische Verfahren in Frage gestellt. Daher sei eine weitere juristische Klärung unerlässlich, um die sowohl von der Bundesregierung als auch EU-weit beschlossene Prüfung und Berücksichtigung negativer Effekte von Pestiziden für Biologische Vielfalt und Gewässer rechtssicher umzusetzen.

"Wenn die Bundesregierung nicht riskieren will, dass ihre Versprechen und Beschlüsse Papiertiger und Gegenstand jahrelanger Rechtsstreitigkeiten werden, muss sie dafür sorgen, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bis 28. Oktober 2019 Revision gegen die Urteile einlegt", so die Verbände in ihrer Bewertung. Da das für die Fachbehörde zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium das bisher ablehne und sich damit gegen die Forderung von Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium stelle, sei das Kanzleramt in der Pflicht, umgehend eine Klärung am Kabinettstisch bzw. Weisung zu veranlassen.

Die Bundesregierung stehe, auch mit dem Beschluss des Aktionsprogrammes Insektenschutz, für eine Trendwende beim Schutz der Artenvielfalt im Wort. Dazu gehört, dass sie für die Vollzugsfähigkeit von Beschlüssen und eine Auslegung von EU-Recht im Sinne des politischen Willens der Gesetzgeber und für alle EU-Mitgliedstaaten sorgt. Wie wichtig dieses Thema den Bürgerinnen und Bürgern ist, zeigten die hohe Beteiligung an zahlreichen Initiativen wie die Volksbegehren zum Artenschutz oder die heute im Bundestag debattierte Petition Pestizidkontrolle der Aurelia-Stiftung.

Gemeinsame Pressemitteilung von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschlands (NABU), Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) und dem Pestizid Aktions-Netzwerkes (PAN)

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Veranstaltungen 

„Stunde der Wintervögel“ 2020

„Stunde der Wintervögel“ 2020
Amsel in Beerenstrauch (c) Mike Lane/fotolia

Deutschlands größte Vogelzählung startet wieder

Vom 10. bis 12. Januar 2020 findet zum zehnten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreundinnen und Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem NABU zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten des Siedlungsraums, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Die Langzeitstudie liefert Naturschützerinnen und Naturschützern eine Fülle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt. 2019 beteiligten sich an der Aktion mehr als 138.000 Menschen.

Die NAJU lädt bei der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 6. bis 10. Januar 2020 alle kleinen Vogelfreundinnen und Vogelfreunde ein, im Park, auf dem Schulhof und im Garten eine Stunde lang Vögel zu zählen und mehr über sie zu erfahren. Welche Vögel kann ich im Winter beobachten und wie kommen sie über den Winter? Mit den Mitmachaktionen der NAJU lernen die Kinder die heimischen Wintervögel und ihre Besonderheiten kennen.

Ein Poster mit den häufigsten Wintervögeln, eine Zählkarte für Kinder sowie ein Vogel-Quiz können ab Dezember auf www.naju.de/sdw kostenlos heruntergeladen werden.

Meldeschluss für die „Stunde der Wintervögel“ 2020 ist der 20. Januar.

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Verschiedenes 

NABU-Kommentar zur Grundsteuerreform

Miller: Länder sollten Spielraum nutzen und eine Bodenwertsteuer einführen

Berlin, 18.10.2019 – Der NABU begrüßt, dass der Bundestag sich im Zuge der Grundsteuerreform entschieden hat, den Ländern bei der Gestaltung der Grundsteuer den Freiraum einzuräumen, eigene Wege zu gehen. Den heutigen Bundestagsbeschluss kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Wir erwarten nun von den Ländern, sich mit der Bodenwertsteuer als Alternative zum mangelhaften Bundesmodell zu beschäftigen. Die vom Bund beschlossene Neuregelung ist unzulänglich, da es die bestehenden Probleme der Grundsteuer verstetigt und keine Anreize für kompaktere Städte schafft. Daher empfiehlt der NABU den Ländern die Bodenwertsteuer als rechtssichere, einfach umsetzbare und nachhaltigere Option. Eine Bodenwertsteuer schafft Anreize, innerörtliche bebauungsfähige Flächen zu nutzen und bremst den Flächenverbrauch am Stadtrand.

Die als Bestandteil der Reform mit verabschiedete „Grundsteuer C“, mit der Brachflächen höher besteuert werden sollen, ist ebenfalls keine Alternative zur Bodenwertsteuer, weil sie die Bodenspekulation nur punktuell bekämpft.

Der NABU kritisiert, dass der Bundestag bei der Gestaltung des Modells keine Verbändeanhörung durchgeführt hat und nicht auf die erhebliche Kritik an Verfassungskonformität und Umsetzbarkeit ihres Grundsteuermodells eingegangen ist.

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Verschiedenes 

Welternährungstag 2019: Eine Welt der Extreme

Welternährungstag 2019: Eine Welt der Extreme
Linsen (c) Alberto Peroli

Der Welternährungstag (16.10.) weist jährlich darauf hin, dass weltweit Millionen Menschen weiterhin Hunger leiden – Tendenz wieder steigend. Im vergangenen Jahr waren es über 820 Millionen Menschen. Gleichzeitig gibt es in den Industrie- und Schwellenländern immer mehr Übergewichtige. Gemeinsam ist beiden Extremen: Sie fordern eine entschiedene Ernährungspolitik, die über politische Ressort- sowie Kontinentalgrenzen hinweg handelt und das Wachstum des industriellen Lebensmittelsystems auf Kosten von Umwelt und Gesundheit reguliert. Millionen von Verbraucherinnen und Verbraucher müssen außerdem ihr Essverhalten umstellen.

Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben sich mit ihren „Zielen für eine Nachhaltige Entwicklung“ (SDGs) vorgenommen, bis 2030 den Hunger auf der Welt zu beenden. Das Ziel rückt in immer weitere Ferne, weil es der Staatengemeinschaft nicht gelingt, das SDG 13 im Besonderen auch nur annähernd ambitioniert umzusetzen: Climate action. Für Slow Food ist eine solche Klimaanstrengung untrennbar verbunden mit einer ganzheitlichen Ernährungspolitik. Denn weder fürs Klima noch für eine ausgewogene, gerechte Welternährung sieht es gut aus.
Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Dass unsere Art, uns zu ernähren einen großen Einfluss auf unser Klima hat und der Zustand des Klimas darauf, was und wie viel Nahrung uns zur Verfügung steht – dieses Wechselspiel ist nicht neu. Neu hingegen ist die Deutlichkeit, mit der es die Öffentlichkeit diskutiert. Dazu tragen buchstäblich brennende Anlässe wie im Amazonas bei. Ernährung berührt Bildung und Soziales, Wirtschaft, Umwelt und natürlich Landwirtschaft. Mit Tunnelblick auf einzelne Verantwortungsbereiche, eigene Interessen und freiwillige Zugeständnisse der Lebensmittelindustrie wird es keine soziale Gerechtigkeit, keinen Frieden und kein ‚weniger‘ an Hunger geben“. Notwendig ist eine Ernährungspolitik, die traditionelles Wissen, die Vermehrung von Artenvielfalt und von gesundem, fruchtbarem Boden sowie faire Wirtschaftsbeziehungen fördere und das Klima schütze.

Um eine annähernd gerechte Welternährung zu erreichen kommt es – abgesehen von politischen Rahmenbedingungen – auf jeden Einzelnen an. Das international anerkannte Wissenschaftsmagazin The Lancet stellte Anfang 2019 die sogenannte „Planetary Health Diet“ vor; einen Speiseplan, der die Gesundheit des Planeten und des Menschen gleichermaßen sichern soll. Eine der Hauptbotschaften der Autorinnen und Autoren lautete ‚Weniger, weniger, weniger‘. „Dieses Ergebnis hat auch mich erschüttert, weil es so deutlich die drängende Notwendigkeit einer massiven Veränderung bei Millionen von Menschen in den Industrie- und Schwellenländern zeigt. Wir müssen hin zu einem radikal anderen Genussverständnis als das, woran die Lebensmittelindustrie uns in den vergangenen Jahrzehnten gewöhnt hat. Ein solcher ganzheitlicher Genuss orientiert sich an Qualität statt an Quantität“, erklärt Hudson.

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Über den Welternährungstag

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat im Jahr 1979 den 16. Oktober als weltweiten Welternährungstag ausgerufen. Der Gedenktag soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit über eine Milliarde Menschen an Hunger leiden.

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Verschiedenes 

Mehr Klimaschutz mit dem nachhaltigen wachsenden Rohstoff Holz

Neuer Holzbauführer stellt 29 realisierte und zukunftsweisende Holzbauprojekte in Freiburg vor

Mit dem Holzbauförderprogramm will die Stadt konkrete Holzbauten vor allem im Wohnungsbau fördern

Mehr Klimaschutz mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Der Holzbau in Freiburg ist ein wichtiges Instrument beim Klimaschutz und unverzichtbar, um die ambitionierten städtischen Klimaschutzziele erreichen zu können. Hierbei kann der Holzbau effektiv zur Verminderung des CO2-Ausstoßes beitragen.

Aus diesem Grund stellen Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik und Baubürgermeister Martin Haag heute den neuen Holzbauführer sowie das geplante Holzbauförderprogramm vor, das dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 22. Oktober zum Beschluss vorgelegt wird. „18 Jahre nach der Einführung des erfolgreichen Förderprogramms „Energiebewusst sanieren“ bringt die Stadt mit dem Holzbauförderprogramm ein weiteres kommunales Förderprogramm für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Gebäudebereich auf den Weg“, erläutert Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. Und Baubürgermeister Martin Haag: „Holzbauten sind nicht nur traditionelle Bauten, sondern auch innovative Bauten, die ein hohes Potenzial in sich tragen. Aus diesem Grund bin ich sicher, dass unser Holzbauförderprogramm vor allem im Freiburger Wohnungsbau einen massiven Schub geben wird.“

Das Holz, das im Stadtwald und auch in der Region wächst und geerntet wird, kann im Baubereich vielfach eingesetzt werden. Statt energie- und rohstoffintensive Materialien wie Beton, Stahl oder Aluminium kann problemlos Holz verwendet werden.

Der Freiburger Stadtwald sowie die Nutzung und Verwendung seines Holzes mindern durch Bindung, Speicherung und Vermeidung von Kohlendioxid die CO2-Bilanz. So können bis zum Jahr 2050 insgesamt über 2 Millionen Tonnen Kohlendioxid gespeichert oder vermieden werden. Aus diesem Grund will die Stadtverwaltung die Holzverwendung im Baubereich weiter fördern. So hat der Gemeinderat im Jahr 2017 die Verwaltung beauftragt, ein städtisches Holzbauförderprogramm auf den Weg zu bringen und einen Holzbauführer zu erstellen, in dem bereits realisierte und zukunftsweisende Holzbauprojekte im Stadtkreis präsentiert werden.

Beide Bausteine liegen nun vor, der neue Holzbauführer und das geplante Holzbauförderprogramm

Der neue Holzbauführer präsentiert 29 bereits realisierte und zukunftsweisende Holzbauprojekte in Freiburg. Die innovativen Bauten sollen interessierte Bauherren, Projektträger, Architekten, Planer und Studierende dazu anregen und überzeugen, sich mit Holzbau zu beschäftigen und dessen Ästhetik, Wirtschaftlichkeit und Potenzial für den Klimaschutz zu entdecken und schlussendlich im eigenen Projekt umzusetzen.

Die Objekte für den Holzbauführer hat eine Jury mit Vertretern der Architektenkammer, des Architekturforums, eines Holzbauingenieurs, des Forstamtes und von proHolz Schwarzwald ausgewählt. Die Vielfalt der Projekte von der Mensa der Lorettoschule bis zur Aufstockung des Breisacher Hofes in der Innenstadt zeigt, wie groß das Potenzial beim Holzbau ist. Vom Gipfel des Schauinslands, an dem es mit dem Aussichtsturm und der Radionukleidstation gleich zwei für ihre Zeit zukunftsweisende Holzbauprojekte zu bestaunen gibt, bis hin zu den Wohnheimen in Holzmodulbauweise in der Merzhauser Straße und Höllentalstraße zeigen die über ganz Freiburg verteilten Objekte, dass sich in Holzbauweise auch äußerst anspruchsvolle bauliche Herausforderungen lösen lassen.

Dabei erläutert der Holzbauführer nicht nur technischen Details, sondern neben Planern und Bauherren wurden die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzerinnen und Nutzer der ausgewählten Gebäude nach ihren Erfahrungen befragt. Der Holzbauführer wurde gemeinsam mit proHolz Schwarzwald erstellt.

„Es ist ein wichtiges Signal, dass die Stadt Freiburg mit ihrer Vorreiterrolle bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit verstärkt auf Holzbau setzt und ein kommunales Förderprogramm aufsetzt. Das stärkt das Handwerk und die Holzbaubranche in der Region ebenso wie die nachhaltige Waldbewirtschaftung und somit Klimaschutz und regionale Wertschöpfung über die Stadtgrenze hinaus“, erläutert Michael Hafner von proHolz Schwarzwald.

Mit dem geplanten Holzbauförderprogramm, für das im Jahr 2020 rund 300.000 Euro Fördermittel zur Verfügung stehen, die teilweise aus Klimaschutzmitteln der Konzessionsabgabe finanziert werden, soll künftig noch mehr Holzbauten, vor allem im Wohnungsbau in Freiburg realisiert werden.

Bauende und Planende entdecken derzeit zunehmend die Möglichkeiten und konzipieren richtungsweisende Holzbauten oder Holz-Hybridbauten. Mit der zum 1. August 2019 in Kraft getretenen Änderung der Landesbauordnung hat die Landesregierung einen weiteren Baustein dazu beigetragen, die Verwendung von Holz zu erleichtern und Holz anderen Baustoffen in Baden-Württemberg gleich zu setzen.

Aber nicht nur aus gestalterischen Überlegungen will die Stadt die Verwendung von Holz fördern, sondern vor allem auch aus ökologischen Gründen. Das städtische Holzbauprogramm besteht aus drei Bausteinen: Die finanzielle Förderung von Holzbau, der Holzbaupreis und die Förderung und Unterstützung durch Beratung, Vernetzung und Bewerbung des Holzbaus. Dafür hat die Stadt bereits eine zusätzliche halbe Architektenstelle geschaffen, die beim Baurechtsamt angesiedelt ist und ihre Arbeit am 1. Dezember beginnt.

Die Stadt will mit dem geplanten Holzbauförderprogramm konkrete Holzbauprojekte fördern. Ziel ist es, möglichst viel CO2 langfristig zu binden, um so dem Klimawandel entgegen zu wirken. Zudem sollen über das neue Programm Wohnbauvorhaben ab vier Wohneinheiten sowie weiterer Wohnraum im Bestand durch Anbauten gefördert werden. Das Förderprogramm hat leicht verständliche Kriterien, damit möglichst viel Zeit für eine inhaltliche Beratung der Bauwilligen bleibt. Gefördert wird nach der verbauten Masse.

Zweiter Bestandteil des Holzbauprogramms ist die Auslobung eines Holzbaupreises. Mit dem Preis sollen einzelne Gebäude in Freiburg besonders herausgestellt werden und damit das Bauen mit Holz auch einem breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der städtische Holzbaupreis soll erstmals Anfang 2021 für die in 2019 und 2020 fertiggestellten Gebäude vergeben werden.

Neben dem neuen Förderprogramm und des künftigen Holzbaupreises wird die Holzbauförderstelle im Baurechtsamt künftig Interessierte beraten und Beratungen organisieren.





Verschiedenes 

Radstadt: "Karlsruhe will Top bleiben"

Radstadt: "Karlsruhe will Top bleiben"
Radfahrer im Zirkel / Foto: Stadt Karlsruhe

Diskussion im Radlerforum über aktuelle Radverkerkehrsmaßnahmen und Planungen

"Wir sind Deutschlands Fahrradhauptstadt. Wir sollten den ersten Platz nutzen, um den Vorsprung weiter auszubauen", betonte Bürgermeister Daniel Fluhrer im jüngsten Radlerforum. Der strategische Überbau soll mit einem neuen BYPAD-Audit (Bicycle Policy Audit) neu justiert werden, erfuhr das Expertenforum. Am Freitag (11. Oktober) befasste dieses sich im Karlsruher Rathaus unter Leitung von Bürgermeister Daniel Fluhrer mit aktuellen Themen der Radverkehrspolitik.

Neuer Aktionsplan über BYPAD-Verfahren

Anders als beim ersten Beteiligungs- und Zertifizierungsverfahren im Jahr 2005, als Karlsruhe mit dem BYPAD-Verfahren die Radverkehrsförderung erstmals mit dem 20-Punkte-Programm gezielt in Schwung bringen wollte, können die Radakteure 14 Jahre später auf eine Stadt schauen, in der "die Radstadt Karlsruhe Top bleiben will". Mit dem BYPAD-Audit soll das Leitbild "Radverkehr als System" mit konkreten Maßnahmen und Zielen für die nächsten zehn bis 15 Jahre unterfüttert werden. Erstmals soll auch der Fußverkehr ins Verfahren einbezogen werden. Die beauftragte Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV-Alrutz) hat daher für die Ist-Analyse einen ähnlichen Fragebogen erarbeitet. Der neue Aktionsplan soll von einer BYPAD-Gruppe im Wesentlichen in drei Workshops zwischen Januar und Mai nächsten Jahres erarbeitet werden.

Unfallstatistik 2018: Weniger Schwerverletzte, aber mehr Leichtverletzte

Standardthema im Radlerforum ist die Unfallstatistik des Polizeipräsidiums Karlsruhe für Unfälle mit Rad-Beteiligung. 2018 gab es 588 Fahrradunfälle mit Personenschaden, seit 2010 (435 Fälle) steigt die Kurve stetig an. Dabei zeige die Statistik bei den Schwerverletzten (2018: 80, 2016: 96) eine rückläufige Tendenz, so Joachim Zwirner, Leiter des Referats Verkehr beim Polizeipräsidium Karlsruhe. Nach oben gehen jedoch die Zahlen bei den Leichtverletzten (2018: 544, 2016: 496). 287 Unfälle – und damit rund 50 Prozent der Rad-Unfälle - ereigneten sich an Unfallhäufungsstellen. Das sind Stellen, an denen sich innerhalb von drei Jahren fünf Unfälle mit Personenschaden ereignen. Unter den ersten zehn Unfallhäufungsstellen sind Abschnitte, die künftig nach erfolgten Umbauten aus der Liste verschwinden dürften, etwa Kapellenstraße/Durlacher Tor oder Mendelssohnplatz.

Schon verbessert hat sich die Situation auch im Bereich Karl-Friedrich-Straße und Zirkel – seit der Zirkelsperrung für Autofahrer hat die Polizei nur noch einen Radunfall dokumentiert. Näher anschauen muss sich die Karlsruher Unfallkommission unter anderem noch die Erzbergerstraße/Michiganstraße. Problematisch ist hier der Sichtbezug aufgrund der relativ spitzwinkligen Kreuzung. Bei fünf Unfällen in der Durlacher Allee/Alte Karlsruher Straße fuhren die Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung. "Das muss man unterbinden", so Zwirner.

Werkstattbericht: durchgehende Radfahranlage in der Kriegsstraße

In die richtige Richtung geht es auch für den Radverkehr in der Kriegsstraße. Für die Zeit nach Fertigstellung der KASIG-Baumaßnahme wird bereits an einer durchgehenden Radfahranlage sowie Berücksichtigung der ab- und einbiegenden Radler an den Querungen geplant. Das belegt der Werkstattbericht der KASIG im Radlerforum. Der zeige, dass viele ihrer Punkte aus den vorangegangenen separaten Gesprächen umgesetzt wurden, dankte der ADFC-Vertreter den Planern. Positiv aufgenommen wurde im Radlerforum die Überlegung, Radlern zwischen Herren- und Sophienstraße eine Gleisquerung zu ermöglichen. Aus der Mitte des Gremiums kam die Bitte, Radfahrstreifen großzügig zu bemessen und Aufstellflächen für Radfahrer an Ampeln vorzusehen. "Das System ist extrem ausbalanciert mit allen Verkehrsarten", gab Fluhrer zu bedenken. Dennoch: Gerade an den großen Kreuzungen schaue man aktuell noch nach Optimierungen.

Noch bevor sich der Planungsausschuss als Fachgremium mit den Details beschäftigt, gaben Tiefbauamt und Stadtplanungsamt dem Radlerforum einen Ausblick auf geplante Maßnahmen, wie die Verbreiterung des Geh- und Radwegs entlang der L623 zwischen Grünwettersbach und Wolfartsweier. Und während das Tiefbauamt im nächsten Jahr die weitgehende Fertigstellung der Radroute vom Durlacher Tor nach Hagsfeld vorhat, schauen die Planer bereits mit Rad-Blick auf die Radroute zwischen Grötzingen und Hagsfeld. Für die Innenstadt in der Untersuchung sind unter anderem die Hans-Thoma-Straße stadteinwärts und ihre Kreuzungsbereiche.



Das Radlerforum

Das Radler­fo­rum ist das Exper­ten­gre­mium zum Thema Radverkehr. Es besteht aus Vertretern der im Gemein­de­rat vertre­te­nen Parteien sowie Vertretern verschiedener städtischer Ämter. Mitglie­der der Inter­es­sen­ver­bände des Radver­kehrs sowie weitere ­In­ter­es­sen­grup­pen sind eingebunden. Beim jüngsten Radlerforum erstmals mit dabei war auch ein Vertreter von "Fridays for Future". Das Gremium besteht seit Mitte der 90er Jahre und tritt etwa ein- bis zweimal im Jahr zusammen.

Im Radler­fo­rum werden Ziele der Radver­kehrs­po­li­tik disku­tier­t und Radver­kehrs­pla­nun­gen vorge­stellt. Die Ergebnisse werden dann als Empfeh­lun­gen an den Planungs­aus­schuss oder Gemein­de­rat wei­ter­ge­ge­ben. Geleitet wird das Radler­fo­rum von Bau­bür­ger­meis­ter Daniel Fluhrer.

zum Bild oben:
Rad-Unfallstatistik: Für den Kfz-Durchgangsverkehr ist der Zirkel verboten. Seit eine Sperrung dies durchsetzt, hat sich die Situation für den Radverkehr im Bereich Karl-Friedrich-Straße und Zirkel verbessert / Foto: Stadt Karlsruhe

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