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Verschiedenes 

Maiswurzelbohrer, Gift & Fruchtfolge: Die unendliche Geschichte

Maiswurzelbohrer, Gift & Fruchtfolge: Die unendliche Geschichte
Demo gegen Gifteinsatz / Foto: Axel Mayer

Erneut dürfen viele Landwirte in der Region am Oberrhein nicht mehr Jahr für Jahr Mais auf der selben Fläche anbauen. Hintergrund ist die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers mit Fruchtfolgen. Der Schädling wurde in den vergangenen Jahren in Pheromonfallen am Oberrhein stark vermehrt nachgewiesen, obwohl teilweise seit dem Jahr 2010 Fruchtfolgen angeordnet waren...

Erneute Allgemeinverfügung gibt es jetzt in den Landkreisen Lörrach, Emmendingen, dem Ortenaukreis und Rastatt, melden im Juni 2019 die Medien.
Die neuere Verordnung gilt bereits seit 2017, sie wurde aktuell bis 2022 verlängert. Doch warum nimmt die Zahl der Maiswurzelbohrer nicht ab sondern massiv zu?

Der BUND vermutet, dass sich bisher nicht alle Landwirte an die alte Verfügung gehalten haben und dass von den Behörden nicht kontrolliert wurde, denn auf der Karte des Ministeriums für Ländlichen Raum sind die Fangzahlen für den Maiswurzelbohrer einzusehen – die Region zwischen Kandern und Lahr ist dabei rot gekennzeichnet.

In der aktuellen Medien-Berichterstattung spielt der Widerspruch zwischen den bisherigen Verboten und der Zunahme des Problems leider keine Rolle. Ein wenig erinnert das alles an die unendliche Geschichte der Grundwasser-Nitratwerte und ihrer „Bekämpfung“ oder an die unsägliche 30-Jahre-Debatte zum Klimawandel.

Die Geschichte des Maiswurzelbohrers am Oberrhein spiegelt die Geschichte fast aller Umweltprobleme:
Ein Problem tritt auf, es wird falsch (mit Gift) bekämpft, der BUND fordert ökologische Lösungen, die Probleme und Kollateralschäden (Insektensterben) verstärken sich, nach langem Warten wird die alte BUND-Forderung viel zu zögerlich umgesetzt, aber nicht kontrolliert...

Im Jahr 2003 wurden in einer - von Alsace Nature und BUND heftig kritisierten - beinahe militärisch anmutenden, "Abwehrschlacht" im Elsass über 1,5 Tonnen Insektizide per Hubschrauber ausgebracht. Auch auf der deutschen Seite wurde ein Gebiet entlang des Rheins mit Insektiziden vorsorglich "behandelt". Heute zeigt sich dass, wie damals von Umweltschützern befürchtet, der „chemische Ausrottungsversuch“ vergeblich war.

Später war der Käfer auch in Südbaden angekommen. Seine Bekämpfung mit falsch angewendetem Bayer–Gift, den berüchtigten, insektenvergiftenden Neonicotinoiden, hat 2008 zu einem massiven Bienensterben am Oberrhein geführt.

Die vom BUND-Regionalverband seit Beginn des Auftretens 2003 vorgeschlagene Bekämpfung des Käfers mit Fruchtfolge war und ist die einzige realistische Alternative zum Gifteinsatz. In der Schweiz wird diese giftfreie Bekämpfung schon jahrelang sehr erfolgreich praktiziert, allerdings bekommen die Landwirte in der Schweiz auch erheblich mehr Geld für ihre landwirtschaftlichen Produkte. Eine deutsche und EU-Agrarpolitik, die nicht auf Gift, Agrarfabriken und Bauernsterben setzen würde, hätte nicht nur dieses Problem schon lange ökologisch und ökonomisch sinnvoll gelöst.

Wir freuen uns (wieder einmal) über die erneute Allgemeinverfügung und die angekündigte, sinnvolle Fruchtfolge, gerade auch in Zeiten des globalen und regionalen Insektensterbens, sind aber auch verärgert, dass es so lange braucht, bis sich die giftfreie Variante durchsetzt.

Wir fordern eine strenge Kontrolle der Einhaltung der Fruchtfolge. Der Maiswurzelbohrer lässt sich nicht ausrotten. Durch Fruchtfolgen lässt sich der Schaden aber wesentlich stärker minimieren als mit Gift. das heißt für den BUND, dass auch nach dem Jahr 2022 diese einzig sinnvolle Maßnahme beibehalten werden muss.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, 1.7.19

zum Bild oben:
Foto von Demo gegen Gifteinsatz bei der Bekämpfung des Maiswurzelbohrers im Elsass 2003 / Quelle: Axel Mayer

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Verschiedenes 

Zahl des Monats: 44 Klagen wegen Fehlplanungen bei Windenergie in zehn Jahren

Nicht der NABU verhindert den Windenergieausbau, sondern eine planlose Energiepolitik

Berlin – 44 Klagen gegen den Ausbau der Windenergie hat der NABU in den vergangenen zehn Jahren geführt, weil die Planungen gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen. Davon sind 20 abgeschlossen, bei denen die Gerichte planungsrechtliche Fehler festgestellt haben. 24 laufen noch. Bei fast 30.000 bestehenden Windenergieanlagen in Deutschland und rund 9.000 Genehmigungsanträgen in diesem Zeitraum sind das nur etwa 0,5 Prozent der Anträge, die vom NABU beklagt wurden. Das zeigt, dass der NABU keinesfalls das Haupthindernis beim Ausbau der Windenergie darstellt. Vielmehr stehen eine fehlende regionalplanerische Steuerung sowie ein nicht funktionierendes Ausschreibungsmodell dem Ausbau der Windenergie im Weg. Die durch die Untätigkeit der Politik entstandenen Folgen, wie die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber der Energiewende, dürfen nicht auf dem Rücken des Naturschutzes ausgetragen werden.

Dass der NABU bei so gut wie allen Verfahren vor Gericht gewonnen hat, zeigt, dass der NABU nur dann Klage erhebt, wenn nachweislich gegen Naturschutzrecht verstoßen wird und massive qualitative Mängel bei der Planung oder Genehmigung vorliegen.

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Verschiedenes 

Water Festival Freiburg 2019

Vom 11. – 13. Juli 2019 findet erstmalig das „Water Festival Freiburg“ in Freiburg im Bürgerhaus Seepark statt. Im Mittelpunkt des Events steht die Vision, mit Hilfe kollektiver Intelligenz und einer neuen Qualität von „Open Innovation“ zu plastikfreien Ozeanen und Gewässern bis 2050 zu kommen - statt der vielfach zitierten Prognose der Ellen McArthur Foundation, dass bei weiterhin steigendem Plastikeintrag dann mehr Plastik als Fisch in den Weltmeeren sein könnte.

In diesem Sinne finden drei Veranstaltungen statt: Ein Water Innovation Lab vom 11. – 12.07. mit dem Titel „We need a Wave of Change: Transforming Ocean Plastics“. Zielgruppe für diesen Innovations-Workshop sind Forscher, Unternehmer und veränderungsorientierte Akteure in Industrie, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Als Impulsgeber sind Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Club of Rome, sowie Jo Ruxton, Produzentin des Filmes „A Plastic Ocean“ und Geschäftsführerin der NGO Plastic Ocean UK, dabei. Die Veranstaltung beginnt am 11.7. um 14 Uhr und endet am 12.7. um 18 Uhr.
Zugang: Unternehmens-Mitgliedschaft (ab 148 €)

Am 13.07. findet ein Water Citizen Lab zum Thema „Wir sind dran: Saubere Ozeane durch plastikfreie Kommunen?“ statt, ebenfalls ein Innovations-Workshop im „Barcamp-Stil“, in dem die Fragen und das Engagement der Bürger*innen und Lösungsansätze auf der persönlichen und kommunalen Ebene im Mittelpunkt stehen. Beginn ist um 10 Uhr, Ende um 18 Uhr.
Zugang: Persönliche bzw. Unternehmens-Mitgliedschaft (ab 48 €) oder Einzelticket (29 €)

Abgerundet wird das Festival-Angebot durch eine Water Celebration Night am 12. Juli von 19 bis 22 Uhr mit dem Motto „Being inspired by the Beauty of our Oceans“. Hier zeigt das Internationale Meeresfilmfestival CINEMARE aus Kiel eine Auswahl seiner schönsten Kurzfilme, bevor der Abend in ein Tanzevent namens „WAVE“ mit Ocean Lover und „DJane for the Future“ Aniketa übergeht.
Zugang: Persönliche bzw. Unternehmens-Mitgliedschaft oder Einzelticket (19 €)

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Verschiedenes 

NABU: Bundesregierung auf dem Betonweg

Tschimpke: Vorschläge der Baulandkommission führen in die Irre

Berlin – Der NABU kritisiert die heute von der sogenannten „Baulandkommission“ vorgelegten Vorschläge als in Teilen kontraproduktiv und schädlich für die Natur. Die jetzt vorliegenden Vorschläge konterkarieren das Ziel der Bundesregierung, den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag reduzieren völlig.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Der ‚Zersiedelungs-Paragraf 13b‘ des Baugesetzbuches gehört nicht verlängert, sondern abgeschafft. Er verstärkt nur die Zerstörung siedlungsnaher Lebensräume und Landwirtschaftsflächen. Einfamilienhäuser lösen nicht die Wohnungsnot. Kurzsichtig ist es auch, die Säge an städtische Waldflächen anlegen zu wollen. Wäldchen und Baumgruppen in der Stadt sind nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern dienen auch der Klimaanpassung und der menschlichen Erholung.“ Auch die Einführung einer Grundsteuer C sei nicht der Weisheit letzter Schluss zur Mobilisierung von Baugrundstücken, da mit einer grundsätzlichen Änderung der Grundsteuer in eine reine Bodensteuer eine geeignetere Alternative zur Verfügung stehe.

Hintergrund
Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie sieht eine Reduzierung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrsfläche von aktuell gut 60 Hektar auf weniger als 30 Hektar pro Tag vor. Gleichzeitig möchte die Bundesregierung den Verlust der biologischen Vielfalt aufhalten, hat das Bundesprogramm Biologische Vielfalt aufgestockt, einen Masterplan Stadtnatur beschlossen und arbeitet an einem Aktionsprogramm Insektenschutz. Der ursprünglich bis zum Ende 2019 befristete §13b des Baugesetzbuches läuft all diesen Bemühungen zuwider, in dem er die Ausweisung von Baugebieten ohne Umweltprüfung und ohne Ausgleich für die entstehenden Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt ermöglicht. Erste Studien zeigen deutlich, dass der Paragraf insbesondere im ländlichen Raum Anwendung findet, um Einfamilienhaus-Siedlungen zu schaffen oder zu erweitern. Der Wohnungsnot in den Ballungsgebieten wird dadurch in keinster Weise abgeholfen.





Verschiedenes 

NABU-Gärten bieten Tipps zum naturnahen Gärtnern

Mit Förderung von IKEA sind in ganz Deutschland über 30 grüne Oasen und Projekte entstanden

Berlin/Hofheim-Wallau – NABU-Gärten laden zum Schauen und Lernen ein: Deutschlandweit hat der NABU im Rahmen eines Wettbewerbs 32 Modellgärten und Gartenprojekte von NABU-Gruppen mit insgesamt 25.000 Euro gefördert, unterstützt von IKEA Deutschland. Dazu zählen NABU-Gärten, die neu angelegt oder ökologisch aufgewertet wurden, etwa mit Insektennisthilfen, Blühwiesen, Teichen und heimischen Pflanzen. Viele der grünen Oasen können – etwa jetzt in der Ferienzeit – besucht werden. Hobbygärtnerinnen und -gärtner bekommen dort Beratung und Tipps zum naturnahen Gärtnern und Gestaltungsanregungen für den eigenen Garten oder Balkon.

In Zusammenarbeit von NABU, Schulen und Kitas sind ebenfalls Gärten angelegt worden, gemeinsam mit Kindern, Erziehern, Lehrern und Eltern. Kindern und Jugendlichen wird so Naturerleben, Artenschutz und die Produktion gesunder Nahrungsmittel nahegebracht. Ebenfalls gefördert wurden Veranstaltungen zum naturnahen Gärtnern, wie Workshops und Vorträge. Der Wettbewerb lief von Herbst 2017 bis März 2019. Noch bis Ende 2019 werden Gärten und Projekte umsetzt.

„Wir wollen das Bewusstsein dafür schaffen, dass Hobbygärtnerinnen und -gärtner auch auf kleinen Flächen viel für dem Erhalt der Artenvielfalt tun können“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Naturnahe Gärten sind wichtige Rückzugsräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Das möchten wir mit unseren bundesweiten Bildungsangeboten und NABU-Gärten vermitteln.“

„Natur- und Artenschutz sind wichtige Themen für uns“, sagt Christiane Scharnagel, Sustainability Managerin IKEA Deutschland. „Deshalb haben wir auch unsere Kundinnen und Kunden eingeladen, bei der Gestaltung von Balkon und Garten neue Wege zu gehen. An einem gemeinsamen Gewinnspiel zu dem Thema haben über 150.000 Menschen teilgenommen. Wir freuen uns, dass wir so viele Menschen erreichen konnten“, sagt Christiane Scharnagel.

Hintergrund:

NABU und IKEA haben 2017 eine längerfristige Zusammenarbeit gestartet, um naturnahes Gärtnern zu fördern. So wurden 2017 und 2018 Naturgärten am IKEA Einrichtungshaus in Kaarst und am NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle in Angermünde bei Berlin angelegt. Der NABU engagierte sich bereits bundesweit mit eigenen Mustergärten und Beratungsangeboten für mehr biologische Vielfalt im Garten. Mit den Gewinnerprojekten des Gartenwettbewerbs wird dieses Angebot erweitert. Am Beispiel der neuen Themengärten soll veranschaulicht werden, wie jeder durch naturnahes Gärtnern dazu beitragen kann, die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür zu fördern und zu erhalten.

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Veranstaltungen 

Karlsruher Nacht-Zoo: Tiere an einem Sommerabend

Karlsruher Nacht-Zoo: Tiere an einem Sommerabend
Der Zoo hat am Abend eine ganz besondere Stimmung zu bieten (c) Zoo/Deible

Viel Programm und Zusatzangebote am 5. und 6. Juli

An einem Sommerabend die besondere Stimmung des Zoos genießen: Das ist am Freitag, 5., und Samstag, 6. Juli, möglich. Dann öffnet der Karlsruher Nacht-Zoo erneut seine Pforten. "Die Veranstaltung gibt es jetzt schon im dritten Jahr. Die Begeisterung der Gäste zeigt uns, dass der Nacht-Zoo eine echte Bereicherung ist", sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

Generell haben alle Tierhäuser an beiden Abenden bis 22 Uhr geöffnet. Bis 22.30 Uhr können die Besucher auf dem Gelände bleiben. Dann soll wieder Ruhe im Zoo einkehren, damit die Tiere nicht in ihrem Tag-Nacht-Rhythmus gestört werden. Der Eintritt ist ab 17 Uhr zum Abendtarif (50 Prozent des regulären Einzeleintritts) möglich, auch Jahreskarten haben an den Abenden Gültigkeit.

Rundgang "Tiere in der Nacht" sowie kommentierte Fütterungen

Die Zoopädagogik bietet um 18.30, 19.30 und 20.30 Uhr jeweils zwei kostenlose Führungen zum Thema "Tiere in der Nacht" an, Treffpunkt ist beim Dickhäuterhaus vor der großen Einsichtsscheibe zum Elefantenstall. Die Tierpfleger aus vielen Revieren informieren zwischen 17.30 und 21 Uhr bei zahlreichen kommentierten Fütterungen und dem "Keeper's Talk" über ihre Tiere. So gibt es aus erster Hand Interessantes über Elefanten, Seelöwen, Seehunde, Pinguine, Giraffen, Erdmännchen oder die große Tiergemeinschaft des Exotenhauses zu erfahren. Die Zoogäste können dabei den Tierpflegern direkt Fragen stellen.

Gartenbauamt bietet Führungen "Park und Pflanzen" an

Auch das Gartenbauamt bietet für den Stadtgarten kostenlose Führungen unter dem Motto "Park und Pflanzen" an. Treffpunkt ist an beiden Tagen jeweils um 19 Uhr beim Eingang Nord. Die Gondoletta-Boote werden bis zur Dämmerung in Betrieb sein (letzter Einstieg 21 Uhr), so lässt sich die besondere Atmosphäre des abendlichen Zoologischen Stadtgartens auch vom Wasser aus genießen.

Live-Musik

Live-Musik mit der Band "FreiGang" ist an beiden Tagen von 19 bis 22 Uhr auf der Wiese gegenüber des Streichelzoos zu erleben. Die Band besteht aus zwei Generationen erfahrener Musiker aus dem Raum Rastatt/Baden-Baden, die sich dem Bluesrock verschrieben haben. Über den Park verteilt stehen an den Tagen zusätzliche gastronomische Angebote bereit, darunter auch vier Food-Trucks.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Wildtiere, Kultur und Wald entdecken

Angebote der Waldpädagogik Karlsruhe im Juli

Bäume, Wildtiere und Kultur im Wald hat die Waldpädagogik Karlsruhe im Juli zu bieten: Am Freitag, 5. Juli, können Erwachsene von 16.30 bis 18.30 Uhr zusammen mit dem Revierförster bei einer kleinen Radtour beeindruckende Baummonumente im Wald bei Rüppurr kennenlernen. Am darauffolgenden Samstag, 6. Juli, sind Familien eingeladen, zusammen mit dem Wildtierbeauftragen rund um das Wildgehege im Oberwald von 10 bis 12 Uhr auf Spurensuche zu gehen. Schließlich findet am Freitag, 12. Juli, ab 20.30 Uhr ein musikalisch-literarischer Waldabend am Waldzentrum statt.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos (beim Waldabend wird um eine Spende für die Künstlerinnen gebeten). Eine Anmeldung ist jeweils erforderlich, entweder telefonisch unter 0721/133-7354 oder per E-Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de. Ausführliche Infos gibt es online ...

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: In privates Grün eintauchen

"Offene Pforte" mit zwei Gärten am 29. Juni

Zwei grüne Oasen sind bei der Offenen Pforte am Samstag, 29. Juni, zu genießen.

Im Wolfartsweierer Brühl ist das von 13 bis 17 Uhr der Soziale Garten des Vereins Initial. Es handelt sich um einen mehr als 6.000 Quadratmeter großen Schaugarten mit vielen Blumen, einer Kräuterspirale sowie Gemüsepflanzen. Im großen Gewächshaus werden Blumen und Kräuter kultiviert. Ein besonderer Augen- und Gaumenschmaus sind die mehr als 60 Tomatensorten. Der "soziale Garten" ist eine von der Stadt Karlsruhe mitfinanzierte soziale Einrichtung. Im Rahmen der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess arbeiten dort Beschäftigte mit Suchthintergrund und psychischen Erkrankungen. Es fällt überwiegend gärtnerische Handarbeit an. Die tägliche Ernte in Bioqualität wird mit Fahrrad und Anhänger an soziale Einrichtungen geliefert. Der "soziale Garten" ist Preisträger der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2018. Die Zufahrt führt über die Wettersteinstraße in Richtung Norden, dann auf Höhe der Talwiesenstraße nach links und schließlich noch auf 50 Metern Feldweg in den Garten.

Außerdem öffnet der "Apfelhof" in der Rüppurrer Straße 8 von 14 bis 18 Uhr. Wer das Tor im Altbau an der belebten Straße passiert, ist überrascht, wie ruhig und idyllisch es sich dort leben lässt. Die Autos der Bewohnerinnen und Bewohner verschwinden in der Tiefgarage unter dem Hof, der von 17 Stadthäusern flankiert wird. Zwischen den beiden Häuserreihen führt ein breiter gepflasterter Weg, der durch Hainbuchenhecken die privaten Terrassen abgrenzt und die jeweiligen Hauseingänge anbindet. In üppig bepflanzten Hochbeeten wachsen die namensgebenden Zierapfelbäume. Kübelpflanzen und Bänke bereichern die Gasse zusätzlich vom Frühjahr bis in den Herbst. Die seitlich angrenzende großzügige Gemeinschaftsfläche bietet Kindern weiteren Platz zum Spielen und wird auch gerne für gemeinsame Grillabende, private Feiern sowie das jährliche Hoffest genutzt.

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