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Verschiedenes 

Karlsruhe: Neue Förderbeträge für energetische Sanierung

Karlsruhe: Neue Förderbeträge für energetische Sanierung
Grafik Energetische Sanierung / Quelle: www.karlsruhe.de

Erneut Bonusprogramm beschlossen / Liegenschaftsamt nimmt Anträge entgegen

Das städtische Bonusprogramm zur energetischen Sanierung im Privatbereich hat sich sehr erfolgreich etabliert. In den vergangenen beiden Jahren war die Nachfrage so groß, dass die Mittel bereits im Frühherbst verbraucht waren. Um künftig mehr Sanierungsvorhaben unterstützen zu können, hat der Gemeinderat im Dezember 2016 wieder ein Bonusprogramm beschlossen - mit leicht reduzierten Förderbeiträgen.

Die maximalen Förderhöhen betragen jetzt 3.000 Euro für ein Einfamilienhaus oder die erste Wohneinheit, 500 Euro für jede weitere Wohneinheit und maximal 8.000 Euro pro Gebäude. Energetische Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes an Wohngebäuden werden weiterhin mit 10 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst, sofern diese Maßnahmen im Rahmen einer Energiesparberatung nach den Richtlinien des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vorgeschlagen wurden.

Weitere Informationen - auch zur Antragstellung - gibt es beim Liegenschaftsamt unter Telefon 0721 / 133-6415 und -6412 oder im Internet (klicke auf "mehr").

Seit September 2011 hat die Stadt energetische Baumaßnahmen an fast 400 Gebäuden mit insgesamt rund 1.200 Wohnungen bezuschusst. Das Fördervolumen betrug circa 1,4 Millionen Euro. Durch diese energetischen Sanierungsmaßnahmen konnte ein erheblicher Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen in Karlsruhe geleistet werden.

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Verschiedenes 

Düngerecht muss Schutz von Umwelt und Gewässern sicherstellen

Berlin: Am späten Donnerstagnachmittag wird der Bundestag über eine Neufassung der Düngegesetzgebung abstimmen. Bereits zuvor hat sich der Landwirtschaftsausschuss mit den Stimmen der Großen Koalition für die Annahme des Beschlusses ausgesprochen. Damit gilt eine Zustimmung des Bundestags als sicher. Mehrere Umwelt- und Naturschutzverbände begrüßten den lange diskutierten und mehrfach verschobenen Gesetzentwurf als einen Schritt in die richtige Richtung. Er beinhalte eine Festschreibung zusätzlicher Beschränkungen in nitratsensiblen Gebieten, eine Reduzierung der Obergrenze für Stickstoff-Bilanzüberschüsse und verbesserte Kontrollmöglichkeiten für die Behörden.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der WWF, der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bezweifeln jedoch, dass die vorgesehen Änderungen ausreichen werden, um die Vorgaben der EU-Nitratrichtlinie einzuhalten sowie Umwelt und Gewässer wirksam zu schützen. Damit drohten der Bundesrepublik weiterhin Strafzahlungen in Milliardenhöhe aufgrund zu hoher Nitratbelastungen der Umwelt, insbesondere des Grundwassers.

Die Verbände forderten weitere gesetzliche Nachbesserungen, verstärkte Kontrollen der Betriebe und die Einführung einer bundesweiten Gülle-Datenbank. Nicht zufrieden zeigten sich die Verbände mit der Einarbeitung von Wirtschaftsdüngern in den Boden und forderten eine maximal einstündige Einarbeitungsfrist. Außerdem bemängelten sie, dass für besonders belastete Regionen keine Stickstoff-Obergrenzen von maximal 130 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr beschlossen wurden. Darüber hinaus sei es wichtig, dass für Betriebe, die mit Festmist arbeiten oder Tiere auf der Weide halten, günstigere Rahmenbedingungen geschaffen und bürokratische Hürden reduziert werden.

„Mit den längst überfälligen Korrekturen geht eine jahrelange Hängepartie dem Ende entgegen. Erst nach Androhung von empfindlichen Vertragsstrafen durch die Europäische Kommission haben sich die Agrarpolitiker endlich auf das vorliegende Gesetzespaket verständigt“, sagte DNR-Generalsekretär Florian Schöne.

„Die neue Düngeverordnung trägt nicht genügend dazu bei, die EU-Nitratrichtlinie tatsächlich einzuhalten. Die Stickstoffeinträge in Bäche, Flüsse, Meere und das Grundwasser müssen dringend und drastisch reduziert werden, dafür sind flächendeckende Hoftorbilanzen für alle Betriebe erforderlich. Leider haben sich die Koalitionsfraktionen lediglich auf die Einführung von Stoffstrombilanzen ab 2023 bzw. für besonders große oder viehintensive Agrarbetriebe ab 2018 geeinigt. Das kommt dann viel zu spät“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

„Die Schwächen des neuen Düngegesetzes stellen eine Planungsunsicherheit für die Landwirte und ein finanzielles Risiko für den Steuerzahler dar. Wir gehen davon aus, dass die neue Gesetzgebung nicht dazu führt, die EU-Nitratziele einzuhalten. Landwirte werden sich also bald auf veränderte Regeln und die Steuerzahler auf eine Milliarden Euro teure Strafzahlung einrichten müssen“, betonte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland.

„Den Umweltverbänden ist nicht nur der Grundwasser-, sondern auch der Bodenschutz wichtig. Der Einsatz von hochwertigem Kompost zur Bodenverbesserung ist ein Gebot der Kreislaufwirtschaft. Bund und Länder sind daher gut beraten, in der jetzt entscheidenden Düngeverordnung klar zu formulieren, dass ausgewaschener Stickstoff aus Gülle und Gärresten das Grundwasser bedroht und Stickstoffverluste gar nicht erst toleriert werden sollten. Im Kompost ist Stickstoff jedoch mehrheitlich gebunden, ein moderates Aufbringen sollte für dieses Humus bildende Substrat in der Düngeverordnung möglich gemacht und dies eindeutig formuliert werden“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.





Verschiedenes 

NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf

NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf
Foto: Tom Dove

Frühlingsbote kommt jetzt aus seinem Winterquartier zurück - deutschlandweite Daten sollen für besseren Schutz sorgen     

Der NABU ruft ab sofort dazu auf, gesichtete Kiebitze über die Naturbeobachtungs-Webseiten www.Ornitho.de oder www.NABU-naturgucker.de zu melden. In diesen Wochen kehren die sympathischen Wiesenvögel mit der markanten Kopf-Federhaube aus ihren Winterquartieren nach Deutschland zurück. Mit der Aktion will der NABU mehr über die gefährdete Art erfahren.

„Unter anderem wollen wir in diesem Jahr herausbekommen, welche Lebensräume Kiebitze bevorzugen und welche Ansprüche sie an ihre Umgebung haben. Die gesammelten Daten sollen uns dabei helfen, ein noch besseres Schutzsystem für den Kiebitz aufzubauen. Daher ist es wichtig, dass wir aus möglichst vielen Regionen Deutschlands Daten erhalten“, so Dominic Cimiotti vom Michael-Otto-Institut im NABU.

Der früher in Deutschland häufige Brutvogel steht hierzulande inzwischen weit oben auf der Roten Liste. Auch europaweit gilt er als gefährdet. „Der Hauptgrund für den Rückgang liegt in der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft. Es gibt kaum noch geeignete Brutplätze für den Kiebitz und viele seiner Gelege und Küken gehen verloren“, sagt Cimiotti.

Um die Situation für den Frühlingsboten zu verbessern, erhofft sich der NABU in diesem Jahr zweierlei Meldungen: Zum einen sollen die aus dem Winterquartier zurückkehrenden Tiere erfasst werden. Ab Februar sieht man sie oft in großen Schwärmen zu ihren Rastplätzen ziehen. Zum anderen sind insbesondere Hinweise auf brütende Kiebitze gefragt. Ab März können die Tiere bei ihren spektakulären Balzflügen beobachtet werden. Die Männchen präsentieren sich dabei sehr stimmfreudig und lassen das typische und namensgebende „Ki-witt“ erklingen.

Kiebitze brüten hauptsächlich in offenen, flachen Landschaften auf Wiesen und Weiden oder auf Ackerflächen. Auf einer Übersichtskarte unter http://www.ornitho.de/index.php?m_id=30180 werden die eingegangenen Kiebitz-Meldungen angezeigt. Bei der Zählung im vergangenen Jahr gingen mehr als 15.000 Meldungen ein.

Aus den Daten wollen die Forscherinnen und Forscher des NABU unter anderem ableiten, welche Lebensräume Kiebitze in Deutschland auswählen. Bei den Meldungen sollte daher auch erfasst werden, wo die Kiebitze bei der Balz und Brut gesichtet wurden: im Grünland, in Mais- oder Getreideflächen beispielsweise. Die so gewonnenen Daten werden anschließend am Thünen-Institut für Ländliche Räume mit Prognosen zur Entwicklung der Landwirtschaft in Beziehung gesetzt werden. „So können wir ermitteln, wo Schutzmaßnahmen für Kiebitze künftig ansetzen sollten. Und auch, wie diese optimal gestaltet und umgesetzt werden können“, so Dominic Cimiotti.

Um den bedrohten Wiesenvogel in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren, sucht der NABU gemeinsam mit Landwirten nach Lösungen. Im Projekt „Sympathieträger Kiebitz“ im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt testen Landwirte in insgesamt neun Projektregionen mögliche Maßnahmen auf überwiegend konventionell bewirtschafteten Äckern und Wiesen. Und das mit Erfolg.

„Im vergangenen Jahr haben sich vor allem so genannte ‚Kiebitzinseln‘ als Schutzmaßnahme bewährt“, erklärt Cimiotti. Dabei wird eine größere Teilfläche innerhalb eines Ackers nicht bestellt. So entsteht eine geschützte Zone, in der Kiebitze und andere Vogelarten sicher brüten und Nahrung finden können.

Hintergründe zum Projekt:

Im Projekt „Der Sympathieträger Kiebitz als Botschafter: Umsetzung eines Artenschutz-Projektes zur Förderung des Kiebitzes in der Agrarlandschaft“ testet der NABU mit Landwirten verschiedene Maßnahmen zum Kiebitzschutz in folgenden Regionen: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Bayern sowie im Braunschweiger Raum, im Landkreis Osnabrück, im Münsterland, am Badischen Oberrhein und im Schwäbischen Donaumoos.

Das Projekt wird durchgeführt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und über fünf Jahre gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie Mitteln des Umweltministeriums von Schleswig-Holstein und der Hanns R. Neumann Stiftung.

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Veranstaltungen 

Zehnte Gebäude.Energie.Technik

Zehnte Gebäude.Energie.Technik
Breites Themenspektrum rund ums Planen, Bauen, Wohnen auf der GETEC

Drei Tage energieeffizientes Planen, Bauen und Wohnen

Messe mit über 230 Ausstellern im Aufwärtstrend – Energetisch und architektonisch hochwertige Bewerbungen für GETEC Award – Preisverleihung durch Schirmherrn Umweltminister Franz Untersteller – Potenzial von über 520 Impulsberatungen am „Marktplatz Energieberatung“ – Rund 50 Veranstaltungen im Rahmenprogramm – Vielfältige Sonderflächen

Zum zehnten Mal startet am Freitag, 17. Februar 2017, die Gebäude.Energie.Technik (GETEC) auf dem Freiburger Messegelände. Bis zum 19. Februar 2017 gibt die Jubiläumsauflage der Messe Orientierung bei allen Fragen rund um das energieeffiziente Planen, Bauen und Wohnen. Seit ihrem Start 2008 hat sich die GETEC einen festen Platz im Kalender von Architekten, Ingenieur-, Energieberatungsbüros und Handwerksbetrieben, aber auch bei privaten und gewerblichen Bauherren erobert. Mit über 230 angemeldeten Unternehmen und Handwerksbetrieben verzeichnet die diesjährige GETEC bei den Ausstellern erneut einen spürbaren Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Die Messebesucher erwarten auf rund 10.000 Quadratmetern Brutto-Ausstellungsfläche innovative Produkte und Dienstleistungen, von der Gebäudehülle über Heizungs- und Anlagentechnik, erneuerbare Energien und Stromspeicherung bis zur ökologischen Haustechnik. Das für Messebesucher kostenfreie Rahmenprogramm lebt von seiner großen Praxisnähe und einem dichten Angebot an verschiedenen Veranstaltungsformaten. Zur Auswahl stehen 22 Fachvorträge, 12 Messerundgänge, 10 Fach- und Bauherrenseminare, drei Fachkreistreffen und ein Praxisdialog. Insgesamt bietet die GETEC rund 50 Referenten auf. Das Messe-Herzstück, der „Marktplatz Energieberatung“ steht ganz im Zeichen produkt- und herstellerneutraler Impuls-Beratungen. Unter www.getec-freiburg.de sind alle Themen und Termine der GETEC verfügbar.

Zur zehnten Auflage der GETEC haben sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen und erstmals den GETEC Award ausgelobt. „Die Messe hat einiges bewegt und hervorgebracht, was sich am anschaulichsten mit Projekten vermitteln lässt, die in dieser Zeit in der Region umgesetzt wurden“, erklärt dazu Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). Der Wettbewerb prämiert in zwei Kategorien die besten energetischen Neubauten und die besten energetischen Sanierungen aus der Stadt Freiburg und dem Regierungsbezirk Freiburg. Er ist mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 5.400 Euro dotiert. Es sind energetisch und architektonisch hochwertige Bewerbungen eingegangen, welche eine Fachjury bewertet hat. Am 17. Februar 2017 wird der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller als Schirmherr der GETEC die Gewinnerprojekte im Rahmen der Messeröffnung auszeichnen.  

Die Themen energieeffizientes Modernisieren, Sanieren, Bauen und Wohnen geben der Gebäude.Energie.Technik ein eigenständiges, unverkennbares Profil als führende Fach-Publikumsmesse im Südwesten. „Die GETEC bewegt sich in einem Umfeld, das von ständigen technischen aber auch gesetzgeberischen Neuerungen geprägt wird. Hinzu kommen immer wieder neue und aktualisierte Fördermöglichkeiten bei der Gebäudemodernisierung oder Sanierung. An diese Herausforderungen haben wir die GETEC inhaltlich immer wieder angepasst, was bei Besuchern und Ausstellern auf große Anerkennung trifft“, erklärt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH. Alljährliche Befragungen von Besuchern und Ausstellern bestätigen diese Einschätzung. Besonders gut kommt bei den Besuchern der „Marktplatz Energieberatung“ an. Über 90 Prozent geben an, dass ihre Erwartungen erfüllt wurden, sie mit der Fachkompetenz der Energieberater und mit den gegebenen Empfehlungen sehr zufrieden waren.

Erfolgsfaktor „Marktplatz Energieberatung“

Als informativer Dreh- und Angelpunkt der GETEC fungiert seit dem Startjahr 2008 der „Marktplatz Energieberatung“. Insgesamt hat es dort bereits 4.532 produkt- und herstellerneutrale Impuls-Beratungen gegeben. Mit Tipps zu konkreten Projekten und passenden Förderungen legen sie den Grundstein für einen individuellen Modernisierungsfahrplan. Darin liegt ein enormes wirtschaftliches Potenzial für die Region, wie Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) betont: „Mehr als drei Viertel der Beratenen wollen in nächster Zeit Energiesparmaßnahmen durchführen. Über die Jahre kumuliert liegen die potenziellen Investitionen in Energiesparmaßnahmen nur aus den Marktplatzberatungen bei rund 123 Millionen Euro.“ Diesen Wert haben die Veranstalter anhand von Abfragen zu den geplanten Investitionssummen bei den Besuchern am „Marktplatz Energieberatung“ ermittelt.

Private und gewerbliche Bauherren, die ein Neubau- oder Modernisierungsprojekt angehen wollen, können online über www.getec-freiburg.de oder telefonisch unter 0761 79177-0 einen Termin vereinbaren. Dies ist auch auf der Messe am Service-Point des Marktplatzes Energieberatung in Halle 2 möglich, solange noch Termine frei sind. Es stehen rund 35 Energieberater aus der Region für die halbstündigen Impulsberatungen bereit. Je nach Beratungsanfrage der Besucher hilft ein Messescout am Marktplatz Energieberatung beim Finden von passenden Produkten und Firmen.

Rahmenprogramm mit Fachvorträgen, Seminaren und geführten Messerundgängen

Das kostenfreie Rahmenprogramm der GETEC deckt die drei großen Themen- und Ausstellungsbereiche der Messe – Gebäudehülle, Heiz- und Anlagentechnik sowie regenerative Energien – ab. Zur Auswahl stehen 22 Fachvorträge, 12 Messerundgänge, 10 Fach- und Bauherrenseminare, drei Fachkreistreffen und ein Praxisdialog. Insgesamt bietet die GETEC rund 50 hochkarätige Referenten aus der Praxis auf. Die Veranstaltungen informieren nicht nur unter dem Aspekt Energieeffizienz und erneuerbare Energien, sondern auch zu baubiologischen Fragestellungen und zu Barrierefreiheit. Das komplette Rahmenprogramm ist unter www.getec-freiburg.de einsehbar.

Am Freitag, 17. Februar 2017 zeigt ein Fachseminar am Beispiel eines denkmalgeschützten Wohnquartiers in der Emmendinger Straße in Freiburg die Möglichkeiten der Solarthermie bei Mehrfamilienhäusern auf und stellt die Betriebserfahrungen vor. Das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg behandelt am zweiten Messetag, Samstag den 18. Februar 2017, in einem Fachseminar das Thema Photovoltaik. Die Studie „Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen in Freiburg“ rechnet mit der Sonneneinstrahlung von Freiburg konkret vor, wie sich wirtschaftliche Kenngrößen für hiesige Gebäude darstellen. Im Anschluss werden technische Fragen zu Photovoltaik-Anlagen auf Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie mögliche Betreibermodelle besprochen. Das Fachseminar „BHKW - Strom erzeugende Heizungen/Mini-BHKW“ zeigt die Vorteile bei der Heizungsmodernisierung in reinen Wohn- und gemischt genutzten Wohn-/Gewerbe-Objekten. In einem weiteren Seminar für Bauherren dreht sich alles um Heiz- und Anlagentechnik.

Ergänzend zum Vortragsprogramm führen qualifizierte Energieexperten Messerundgänge und Fachgespräche zu ausgewählten Themen. Was sie in den Fachvorträgen zuvor gehört und erfahren haben, können Besucher an funktionsfähigen Exponaten und Schnittmodellen im wahrsten Sinne des Wortes „erfassen“. Die Referenten der Vorträge sind bei diesen Rundgängen anwesend und stehen für Fragen zur Verfügung. Für die kostenfreien Fachvorträge ist keine Anmeldung erforderlich. Ebenfalls für die Bauherren und Fachseminare, jedoch ist die Teilnehmerzahl hier begrenzt.

Zukunft Altbau mit Sanierung(s)Mobil und Praxisdialog

Mit zwei Aktionen ist der langjährige Kooperationspartner der GETEC, das vom baden-württembergischen Umweltministerium geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau, bei der Jubiläumsmesse vertreten. Zum einen kommt das „Sanierung(s)Mobil“ nach Freiburg, bei dem sich alles um moderne und effiziente Energietechnik für zukunftsfähige Altbauten dreht. Darunter auch Informationen, wie „Erfolgreich Sanieren in 10 Schritten“ funktioniert.

Am 17. Februar 2017 richtet sich der „Zukunft Altbau Praxisdialog - Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden“ an Inhaber von KMU, Eigentümer von Verwaltungsgebäuden oder deren Verantwortliche für Energie-, Klimaschutz- beziehungsweise Gebäudemanagement sowie Branchenvertreter aus Energieberatung, Architektur und Handwerk. Experten und Referenten stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung. Erfahrene, spezialisierte Energieberater beantworten Fragen rund um die Energieeffizienz in Unternehmen und bei Gebäudesanierungsmaßnahmen. Ebenfalls zu diesem Themenkomplex bietet die Kompetenzstelle Energieeffizienz Südlicher Oberrhein (kurz KEFF) am Samstag, 18. Februar 2017 um 12.00 Uhr einen Fachvortrag mit dem Titel „Wettbewerbsvorteil Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)“ an.

Elektromobilität und Stromspeicher ganz praktisch

In der Sonderschau „Elektromobilität, Ladeinfrastruktur und Speichertechnologien“ des Cluster Green City Freiburg dokumentiert die GETEC in Halle 2 den engen Zusammenhang von Energiewende, intelligenten Stromnetzen, regenerativen Energien sowie deren Speicherung und Elektromobilität. Themen sind Ladeinfrastruktur, Batterietechnik, neue Mobilitätskonzepte und die gesamte Bandbreite elektrisch betriebener Fahrzeuge. Ein Block mit Vorträgen am Samstag, 18. Februar 2017 ab 14.30 Uhr rundet die Ausstellung ab. Auch Ladestationen für Messebesucher, die selbst mit einem E-PKW anreisen sind auf dem Messegelände vorhanden.

Heizungen, die Strom erzeugen

Bereits zum vierten Mal ist die Sonderfläche „Strom erzeugende Heizungen - Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW)“ auf der GETEC vertreten. Die vom Umweltschutzamt der Stadt Freiburg koordinierte Sonderfläche präsentiert effiziente Eigenversorgungslösungen für Strom und Wärme. Neu hinzukommen 2017 die Themen Solarthermie und Photovoltaik. Technische, organisatorische und finanzielle Aspekte der Umsetzung von BHKW- und Solarprojekten stehen im Mittelpunkt der Sonderfläche und der angebotenen Vorträge. Außerdem werden Best-Practice-Projekte, Förderangebote und Infoportale vorgestellt.

„Leben ohne Barrieren“

Wer sein Wohn- und Lebensumfeld komfortabel-barrierefrei und generationenkonform gestalten möchte, findet in der erstmals präsenten Sonderschau „Leben ohne Barrieren“ anschauliche Informationen zum Thema. Für potentielle Bauherren werden Vorträge angeboten. Darüber hinaus finden für Handwerksbetriebe und Architekten „Fachkreistreffen Handwerk & Planung“ an allen drei Messetagen statt.

Fachveranstaltung für Energieberater und TGA-Fachplaner

Innerhalb der GETEC veranstaltet das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN am 18. Februar 2017 im Rahmen der DEN-Akademie ein halbtägiges Seminar zur energetischen Beurteilung und Sanierung der Haustechnik in Wohn- und Gewerbegebäuden. Die Veranstaltung ist als Weiterbildung für die dena-Energie-Expertenliste zertifiziert.

IMMO 2017

Ergänzend zur Gebäude.Energie.Technik findet am Samstag, 18. Februar und Sonntag, 19. Februar 2017 in Messehalle 1 die IMMO 2017 statt. Sie vermittelt einen kompakten und umfassenden Überblick über das Angebot der regionalen Immobilienbranche. Weitere Informationen unter www.immo-messe.freiburg.de.

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Veranstaltungen 

Kinderakademie Plant-for-the-Planet am 11. März in Freiburg

Kinderakademie Plant-for-the-Planet am 11. März in Freiburg
Kinderakademie (c) plant-for-the-plane

Junge Retter braucht die Welt

Kostenloser Aktionstag zur Klimakrise der Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet am 11. März während des Internationalen Umweltkonventes in Freiburg

Am 11. März 2017 findet von 09:00 bis 17:30 Uhr im Konzerthaus Freiburg im Rahmen des 6. Internationalen Umweltkonvents eine kostenlose Plant-for-the-Planet Akademie statt. Hier können sich Kinder der 3. bis 7. Klasse mit den Ursachen und Folgen der Klimakrise beschäftigen. Das Besondere der Akademie ist: Kinder ermutigen Kinder, sich zu engagieren. Von Gleichaltrigen erhalten die Teilnehmenden wichtiges Hintergrundwissen zur Klimakrise und erfahren, wie viel Spaß es macht, selbst aktiv zu werden. Höhepunkt des Tages ist eine Pflanzaktion, bei der die Teilnehmer unter Anleitung einer Fachkraft selbst Bäume pflanzen. Am Ende der Akademie werden die Kinder zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ernannt und tragen die Idee auf ihre ganz persönliche Weise in ihre Schulen, Familien und Gemeinden. Zur Vertiefung bekommen die Kinder aktuelle Informationen und Bücher, ein T-Shirt sowie Präsentationsmaterialien.

Die Akademie „Plant-for-the-Planet“ in Freiburg wird durch das Engagement der Life Food GmbH Taifun-Tofuprodukte, der European Environment Foundation sowie der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) ermöglicht.

Hinweis zur Teilnahme an der Akademie in Freiburg Von jeder Schule können bis zu 10 Schüler an der Akademie teilnehmen. Vor Ort ist genügend Betreuungspersonal vorhanden, Lehrer und Eltern können sich aber auch gerne als Begleitpersonen anmelden. Noch sind einige der insgesamt 80 verfügbaren Plätze in Freiburg frei.

Termin: 11. März 2017,09:00 bis 17:30 Uhr
Ort: Konzerthaus Freiburg, Konrad-Adenauer-Platz 1, 79098 Freiburg im Breisgau
Die Akademie ist eine außerschulische und kostenlose Veranstaltung.

Über Plant-for-the-Planet:
Ihren Ursprung hat die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-thePlanet in einem Klassenreferat des damals 9-jährigen Felix Finkbeiner im Januar 2007. Felix entwarf am Ende des Referats die Vision, die Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen, um auf diese Weise einen CO2-Ausgleich zu schaffen. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Plantfor-the-Planet zu einer weltweiten Bewegung: Heute setzen sich in mehr als 100 Ländern über 100.000 Kinder mittels Vorträgen für eine Gesamtreduktion der CO2-Emissionen und für Klimagerechtigkeit ein. Selbst aktiv werden die Kinder, indem sie Vorträge halten und dadurch andere zum Mitmachen und Mitpflanzen motivieren.

National wie international erfährt Plant-for-the-Planet hohe Anerkennung. Fürst Albert II. von Monaco und Klaus Töpfer sind Schirmherren der Kinder- und Jugendinitiative. Auch die UNEP vertraut Plant-for-the-Planet: Am 07. Dezember 2011 übergab es im Rahmen der UN-Klimakonferenz COP 17 in Durban die „Billion Tree Campaign“ und somit den offiziellen weltweiten Baumzähler in die Hände der Kinder. Weltweit hat Plant-for-thePlanet zusammen mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) über 14 Milliarden Bäume gepflanzt. Die Akademien der Initiative Plant-for-the-Planet sind als offizielle Maßnahme der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet und werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit empfohlen. Weitere Informationen unter www.plant-for-the-planet.org

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Neue AKW nach Fessenheim?

Neue AKW nach Fessenheim?
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Im Zusammenhang mit der aktuellen Abschaltdebatte um das älteste französische AKW, hat der Fessenheimer Bürgermeister Claude Brender jetzt den Bau eines neuen Atomkraftwerks in die Debatte eingebracht und damit eine rege Diskussion ausgelöst.

Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer ist ein Neubau von AKW aber nur noch dort möglich, wo der Atomfilz stark ist, wo die Marktwirtschaft nicht funktioniert, wo Autokraten herrschen oder wo militärische Gründe eine Rolle spielen.

Die Grund-Gefahren der Atomenergie sind auch bei neuen AKW gegeben. Auch neue große Euroreaktoren produzieren Atommüll, der eine Million Jahre sicher gelagert werden muss. In jedem alten und neuen AKW entsteht in einem Jahr für jedes Megawatt elektrischer Leistung ungefähr die kurz- und langlebige Radioaktivität von einer Hiroshima-Bombe. Bei zwei Euroreaktoren à 1600 MW wäre das im Jahr die Radioaktivität von 3200 Hiroshima-Bomben. Und überall, wo Menschen arbeiten, gibt es auch unvorhersehbare Fehler.

Die (nicht nur) von den Lobbyisten der EU-Kommission geförderten neuen, kleinen Thorium-Atomkraftwerke kämen für Fessenheim nicht in Betracht. Ein zentrales Risiko der vielen neuen Kleinreaktoren wird in der geschickten, aktuellen PR-Kampagne gezielt ausgeklammert. Viele kleine Reaktoren sind viele kleine, zwangsläufig schlecht gesicherte, potentielle Anschlagsziele. Die Idee der Verbreitung von vielen kleinen AKW auf der Welt ist ein atomarer Alptraum, passt allerdings auch gut ins zerstörerische Zeitalter des Anthropozän.

Seit 45 Jahren kämpft die trinationale Umweltbewegung am Oberrhein aus Menschenschutz-Gründen gegen AKW. Doch zwischenzeitlich sind es durchaus auch ökonomische Gründe, die gegen die Atomkraft sprechen. Deutlich wird das an den implodierten Aktienkursen der AKW-Betreiber und AKW-Bauer EDF und AREVA. Im Gegensatz zu manchen Politikern haben die Aktionäre Fukushima verstanden.

Eine neue Studie des Berliner Prognos-Instituts sagt:
"Neue Wind- und Solarkraftwerke können Strom zu bis zu 50 Prozent niedrigeren Erzeugungskosten liefern als neue Kernkraftwerke oder Kohlekraftwerke mit Kohlendioxidabscheidung."

Atomstrom wird immer teurer, Strom aus Wind und Sonne immer kostengünstiger. Die Hoffnung einer alten, immer noch mächtigen Lobby, auf neue AKW, ist auch ein Grund, warum in Deutschland so viele industrienahe "Tarnkappenorganisationen" die Energiewende bekämpfen.

Die EDF sollte sich freuen, wenn sie 450 Millionen Euro „Entschädigung“ vom französischen Staat für die Fessenheim-Stilllegung erpressen kann. Was Atomkraftwerke tatsächlich wert sind, hat sich in der Schweiz gezeigt. Dort ist kürzlich der Eigentümer der beiden jüngsten AKW an die EDF herangetreten und wollte dem französischen Staatskonzern die Kraftwerke schenken, doch die EDF hat dankend abgelehnt. Es ist mehr als verwunderlich, dass die Medien über diesen unglaublichen Vorgang nicht intensiver berichtet haben.

Der Neubau eines Atomkraftwerks in Fessenheim (und anderswo) ist neben den Umweltgesichtspunkten - auch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen - heute nicht mehr möglich. Die beiden extrem teuren Dauerbaustellen - AKW Olkiluoto/Finnland und Flamanville/Frankreich - sind hoch subventioniert. Beim unrentabelsten und teuersten AKW der Welt, das gegen jede ökologische und ökonomische Vernunft in Hinkley Point/Grossbritannien gebaut werden soll, geht es nur nebenbei um die Stromversorgung. Tatsächlich ist Hinkley Point C ein militärisches Projekt, das für die Erneuerung der Atom-U-Boot-Flotte Trident wichtig ist. Hinkley Point C wäre kein Vorbild für Fessenheim.

Fessenheim war und ist kein Standort für Atomkraftwerke. Der Fessenheimer Bürgermeister Claude Brender kann sich sicher sein, dass es am Oberrhein ein großes Interesse gibt, umweltfreundliche, nachhaltige Industrien in der kleinen Rheingemeinde anzusiedeln.

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident Tr




Verschiedenes 

NABU-Umfrage zeigt:

NABU-Umfrage zeigt:
Wofür sollten Landwirte Fördergelder bekommen? / Grafik: NABU

Deutsche wollen neue Förderpolitik für Landwirtschaft

Tschimpke: Mehr natur- und tierfreundliche Produktion gefordert – Prinzip des "Immer größer" genießt keinen Rückhalt mehr

Deutschlands Bürger wünschen sich eine neue Förderpolitik für die Landwirtschaft. Dies zeigt eine aktuell vom NABU beim Meinungsforschungsinstitut forsa in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Demnach unterstützen nur neun Prozent der Befragten die derzeitige EU-Politik, wonach Landwirte überwiegend pauschal Gelder erhalten: Je größer ein Betrieb, desto mehr Förderung bekommt er. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (78 Prozent) hingegen würde ein System bevorzugen, das Fördergelder an die Erbringung konkreter gesellschaftlicher Leistungen koppelt, beispielsweise für den Umweltschutz.

„Jahrzehntelang hat die EU eine Politik des ‚immer mehr und immer größer‘ vorangetrieben. Mit gravierenden Folgen: Höfe sterben, Arten verschwinden in rasantem Tempo aus unserer Landschaft und der Agrarsektor tut viel zu wenig für den Klimaschutz“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Das Ergebnis der NABU-Umfrage sei ein klarer Appell an Landwirtschaftsminister Schmidt und EU-Agrarkommissar Hogan. „Die Bundesbürger wollen eine radikale Reform, hin zu mehr Verantwortung, aber auch gezielter Unterstützung für die Landwirtschaft im Bereich Natur und Umwelt“, so der NABU-Präsident.

Zu den Anstrengungen, für die Landwirte Geld erhalten sollten, haben die Bundesbürger klare Vorstellungen. Die überwiegende Mehrheit (93 Prozent) wünscht sich, dass Landwirte Geld für eine umweltfreundliche Produktion (93 Prozent) und tierfreundliche Viehhaltung (91 Prozent) erhalten sollten. Nur eine Minderheit meint dies über Maßnahmen, die Exportchancen verbessern (45 Prozent) oder eine günstige Produktion gewährleisten (31 Prozent). Damit wendet sich die Mehrheit der Bundesbürger auch gegen die Forderung von Landwirtschaftsminister Schmidt, den Export von Agrarprodukten künftig stärker fördern zu wollen.

Dass ein Richtungswechsel in der EU-Agrarförderung möglich ist – auch ohne finanzielle Einbußen für die Landwirte – hat der NABU kürzlich nachgewiesen. In einer Studie entwickelten Agrarökonomen und -ökologen gemeinsam Alternativen zur derzeitigen pauschalen EU-Förderpolitik. Das Ergebnis ist ein Modell, mit dem Umwelt und Landwirte gleichermaßen profitieren können.

Bei gleich bleibender Fördersumme könnten künftig drei Viertel der deutschen Agrarfläche besonders naturverträglich bewirtschaftet werden. Gleichzeitig würden die Einkommen der teilnehmenden Betriebe gleich bleiben oder sogar steigen. Betriebe, die künftig nur die Mindeststandards der Umweltgesetze einhalten wollten, könnten dies auch tun – sie erhielten dann allerdings kein Geld mehr vom Steuerzahler. „Durch diese Umstellung könnte die Agrarförderung wesentlich umwelt- und naturfreundlicher und gegenüber Landwirten wie Steuerzahlern fairer gestaltet werden“, so Konstantin Kreiser, NABU-Experte für EU-Naturschutzpolitik.

Insgesamt fließen derzeit 40 Prozent des EU-Haushalts, und damit jährlich rund 60 Milliarden Euro, in die Landwirtschaft. Das entspricht im Durchschnitt 112 Euro pro EU-Bürger und Jahr. Die Studie überreichte NABU-Präsident Olaf Tschimpke am gestrigen Freitag auch an EU-Agrarkommissar Hogan im Rahmen der Internationalen Grünen Woche.

Für ein Umsteuern in der Landwirtschaft gehen am heutigen Samstag wieder Tausende Menschen in Berlin auf die Straße. Bei der Groß-Demonstration „Wir haben Agrarindustrie satt“ wird auch der NABU seine Forderung nach einer radikalen Reform der EU-Agrarförderung an die Politik adressieren.

Ab Februar 2017 sind zudem alle Bürgerinnen und Bürger in der EU gefragt: In einer groß angelegten Online-Befragung können sie ihre Meinung zur Agrarförderung an die EU richten. Die Ergebnisse sollen in die europaweite Debatte zur Neuausrichtung der Agrarpolitik einfließen.

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Rhein, Lachs & EDF: Wasserkraftwerke ohne Fischtreppen

Rhein, Lachs & EDF: Wasserkraftwerke ohne Fischtreppen
Quelle: BUND

Der Lachs kehrt endlich an den Oberrhein zurück. Nach über fünfzig Jahren ist im Jahr 2005 erstmals wieder Lachslaich in der Kinzig und damit im baden-württembergischen Rheingebiet entdeckt worden.

Die Freude beim BUND über diesen und andere Funde ist groß. Nachdem seit Jahren auch wieder einzelne Lachse im Rhein aufsteigen, zeigte diese Laichgrube, dass sich die jahrzehntelangen Bemühungen des BUND, der Umwelt- und Fischereiverbände und auch der Politik gelohnt haben.

Wenn der Lachs sich im Rhein und seinen Nebenflüssen wieder wohler fühlt, dann hat das eine Vielzahl von Ursachen. Der Rhein wird für Fische wieder durchlässig und die Wasserqualität hat sich verbessert.

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