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Verschiedenes 

Anti-Schuppen-Shampoos im Test

Problemstoffe in bekannten Marken

Anti-Schuppen-Shampoos versprechen Hilfe, wenn die Kopfhaut juckt und schuppt. Doch unser Test von 50 Shampoos zeigt: Nicht alle Produkte sind frei von hautirritierenden Stoffen, die aus unserer Sicht nicht auf gereizte Kopfhaut gehören. Welche Shampoos sind empfehlenswert?

Alle Ergebnisse aus dem Anti-Schuppen-Shampoos-Test von ÖKO-TEST sind ab sofort kostenlos auf oekotest.de abrufbar.

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Verschiedenes 

Noch mehr kostenlose Energiesparberatung für Freiburgerinnen und Freiburger

Stadt übernimmt für drei Jahre die Kosten

Für Freiburgerinnen und Freiburger sind in Zukunft noch mehr Energieberatungen kostenlos. Ab dem 1. März übernimmt die Stadt die Beiträge für alle Energie-Checks der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Bis zum letzten Jahr waren Basis-Checks und Gebäude-Checks im Rahmen eines Förderprojekts der Stadt bereits kostenlos. Jetzt sind es alle Energie-Checks aus dem Angebot der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Private Haushalte sind in Deutschland für fast 30 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs verantwortlich, entsprechend hoch ist hier das Einsparpotential – übrigens nicht nur bei Energieverbrauch und CO2-Ausstoß, auch die Haushaltskasse kann enorm entlastet werden.

Die Beratungen mit unabhängigen Energieberaterinnen und -beratern finden direkt in den Wohnungen und Häusern statt. Dabei wird unterschiedlichsten Fragen nachgegangen, wie etwa „Welche Fenster sind die richtigen?“ oder „Ist mein Energieverbrauch „normal“?“. Wichtig ist außerdem die Auswahl geeigneter Förderungen für die energetische Sanierung. Alle Interessierten können ab dem 1. März einen Termin bei der Verbraucherzentrale unter der kostenfreien Telefonnummer 0800-809 802 400 vereinbaren.

Die Übernahme dieser Kosten geht aus dem Freiburger Klimaschutzkonzept sowie dem „Klima- und Artenschutzmanifest“ hervor. Beides zentrale Bausteine, mit denen Freiburg dem Klimawandel und Artensterben - den beiden größten Krisen der Gegenwart - auf lokaler Ebene begegnet. Hier wurde unter anderem beschlossen, das Engagement der Menschen für einen klima- und naturfreundlichen Lebensstil zu fördern.

„Ein noch größeres Spektrum an Energiesparberatungen für alle kostenlos verfügbar zu machen ist ein wichtiger Schritt, um die Freiburgerinnen und Freiburger bei ihrem persönlichen Weg zu mehr Klimaschutz zu unterstützen und gemeinsam die Klimaneutralität in Freiburg zu erreichen“, sagt Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. Doch das Engagement der Bürgerschaft und Kommunen allein reiche im Kampf für den Klima- und Artenschutz nicht aus. „Aus Freiburg richten wir deshalb einen starken Appell an die Bundesregierung und die EU, einen wirksameren gesetzlichen Rahmen für mehr Klimaschutz zu schaffen. Gleichzeitig setzen wir als Kommune eigene Maßnahmen für den Klimaschutz um. Außerdem bestärken wir die Menschen, selbst noch mehr für den Klimaschutz zu tun.“

Infos zu den Energieberatungen:

Der einstündige Basis-Check ist die Grundlagenberatung für Privathaushalte. Darüber hinaus gibt es aber noch die Option einer zusätzlichen halben Stunde Beratung zu Strom- und Wärmeverbrauch sowie Sparpotenzial und Geräteausstattung.

Für Besitzerinnen und Besitzer von Gebäuden stehen mehrere Optionen zur Wahl: von Gebäude-Check (der ist übrigens Voraussetzung für die Förderung im städtischen Programm „Klimafreundlich Wohnen“), bis Heiz-Check oder der Prüfung, ob eine Photovoltaikanlage Sinn macht. Um die passende Beratung zu finden, gibt es eine Orientierungshilfe auf der Homepage der Verbraucherzentrale:
https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/beratungskompass/

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist Teilnehmerin an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt „Energieberatung der Verbraucherzentralen“. Seit 2015 kooperiert das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg mit der Verbraucherzentrale. Für die Finanzierung des Projektes sind insgesamt 40.000 Euro im nächsten Doppelhaushalt beantragt.

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Verschiedenes 

NABU: Finanzwirtschaft muss nachhaltiger und sozialer werden

Krüger: Bundesregierung muss Empfehlungen des Sustainable Finance-Beirats ambitioniert umsetzen

Berlin, 25.2.21 – Am heutigen Donnerstag hat der deutsche Sustainable Finance-Beirat seinen Abschlussbericht vorgelegt. Der NABU fordert die Bundesregierung auf, nun zügig den Empfehlungen zu folgen und ambitionierte Maßnahmen zu ergreifen, um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, Deutschland zum führenden Standort für Sustainable Finance zu machen.

„Die Finanzwirtschaft ist ein großer Hebel, um das Wirtschaften umweltfreundlicher und sozialer zu machen. Wo und wie wir investieren entscheidet ganz erheblich darüber, ob wir den Klimawandel bremsen und den Verlust der Artenvielfalt aufhalten können“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Die Bundesregierung muss deutlich machen, dass sie es ernst meint. Sie muss die Maßnahmen, die der Bericht empfiehlt und die in die Sustainable Finance-Strategie einfließen, nun auch zügig und ambitioniert umsetzen. Auch ihre eigenen Finanzaktivitäten muss die Bundesregierung endlich in allen Bereichen auf Nachhaltigkeit überprüfen und entsprechend umstellen.“

Der NABU unterstützt die Empfehlung, dass eine unabhängige Sustainable Finance-Plattform mit Beteiligung aus der Zivilgesellschaft die Umsetzung der Empfehlungen des Beirates vorantreiben soll. Zu begrüßen sei auch, dass öffentliche Investitionen zwingend auf die Sustainable Development Goals (SDG) ausgerichtet sowie nach den Taxonomie-Kriterien bewertet werden sollen. Auch die kurzfristig aufgelegten Finanzhilfen zur Bewältigung der Pandemiefolgen müssten wirkungsvoll zur Bekämpfung der Klima- und Biodiversitätskrise beitragen.

„Die Akteure der Finanz- und Realwirtschaft brauchen einen verlässlichen Rahmen und Planungssicherheit“, so Dr. Steffi Ober, NABU-Teamleiterin Ökonomie und Forschungspolitik. „Deutschland muss sich deshalb auch in Brüssel für eine ambitionierte Finanztaxonomie einsetzen, die keine Lücken oder Greenwashing zulässt, und die Transparenz verpflichtend macht. Nur so kann ein Umsteuern in der Finanzwirtschaft gelingen.“

Hintergrund:

Im Sommer 2019 hat die Bundesregierung den Sustainable Finance-Beirat eingesetzt, der sie dabei beraten soll, wie Deutschland zum führenden Sustainable Finance-Standort wird. Praktiker aus Finanz- und Realwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sind darin vertreten.

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Verschiedenes 

NABU: Der Schnee ist weg, jetzt kommen die Kröten

NABU: Der Schnee ist weg, jetzt kommen die Kröten
Kröte vor Auto (c) Jonathan Fieber / NABU

Amphibienwanderung ist gestartet / Autofahrer müssen besonders umsichtig sein / Helfer an den Krötenzäunen gesucht

Berlin, 19.2.21 – Nach dem starken Wintereinbruch steigen die Temperaturen nun wieder. Das lockt Frösche, Kröten, Molche und Unken in ganz Deutschland aus ihren Winterquartieren. Sobald die Nachttemperaturen bei plus fünf Grad Celsius und mehr liegen, kommt bei ihnen Hochzeitsstimmung auf. Die Tiere begeben sich zu ihren Laichgewässern, um sich zu paaren. Dabei überqueren sie häufig auch Straßen. „In den kommenden Wochen wird das Paarungsgeschehen deutlich an Fahrt aufnehmen“, sagt Sascha Schleich, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie und Ichthyofaunistik, „Zigtausende Amphibien sind dann jeden Tag auf den Straßen unterwegs.“

Der NABU bittet darum Autofahrerinnen und Autofahrer, auf Amphibienwanderstrecken höchstens 30 Stundenkilometer zu fahren.

Das kann vielen Tieren das Leben retten. Denn sie können nicht nur durch direktes Überfahren sterben, sondern auch wenn Fahrzeuge sehr schnell unterwegs sind. „Große Geschwindigkeit erzeugt einen so hohen Luftdruck, dass die inneren Organe von Fröschen, Kröten und Molchen platzen oder durch den Mund nach außen gestülpt werden. Die Tiere verenden qualvoll“, so Schleich. Eine umsichtige Fahrweise ist auch wegen der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer nötig. Schleich: „Der Einsatz an den Straßen wird weniger gefährlich, wenn Autofahrer Warnschilder und Tempolimits beachten – zumal die Einsätze in der Dämmerung stattfinden, wenn die meisten Tiere unterwegs sind.“

Seit vielen Jahren kämpfen Naturschützer gegen den Amphibientod an unseren Straßen. Sie stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Für diese ehrenamtliche Arbeit sind zahlreiche Helferinnen und Helfer nötig. Der NABU informiert darum unter www.NABU.de/Kroetenwanderung über das bundesweite Wandergeschehen. Dort gibt es neben aktuellen Meldungen über besondere Ereignisse und seltene Arten auch eine bundesweite Datenbank, die über den Standort von Krötenzäunen und Aktionen informiert und wo Helfer gebraucht werden.

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Veranstaltungen 

Green City Dialogues 2021

Stadt Freiburg organisiert virtuelle Veranstaltungsreihe mit Partnerstädten

Reisen und persönliche Treffen in den Partnerstädten sind seit Monaten pandemiebedingt ausgeschlossen. Dennoch hält die Stadt Freiburg Verbindung zu ihren Partnerstädten unter anderem auf digitalem Wege. Am nächsten Mittwoch, 24. Februar, beginnt nun eine virtuelle Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Green City Dialogues – Freiburg and its sister cities“ mit einer Einführungs-Veranstaltung. Das städtische Green-City-Büro Freiburg organisiert mit den Green-City-Partneragenturen einen Fachaustausch rund um die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Bis zum Sommer sind fünf Veranstaltungen vorgesehen. Es gibt jeweils Kurzvorträge zu den Themen Energie und Klimaschutz, Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaft, Grünflächen und Urbanes Gärtnern sowie zu Stadtplanung und dem neuen Stadtteil Dietenbach. Die Fachleute aus den Partnerstädten können sich in den zweistündigen Treffen online austauschen und diskutieren.





Verschiedenes 

Karlsruhe jetzt Teil des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord

Netzwerk fördert naturverträglichen Tourismus, Kulturlandschaften, Naturschutz und Regionalvermarktung

Karlsruhe ist mit Teilen des Stadtgebiets dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. beigetreten. Schon vor über vier Jahren hat der Gemeinderat einen Beitritt befürwortet. Bedingt durch die Beitrittswünsche von sieben weiteren Kommunen und die dafür notwendigen rechtlichen Schritte ist mit dem Inkrafttreten der Veröffentlichung der vom Regierungspräsidium Karlsruhe erlassenen Rechtsverordnung die Aufnahme vollzogen. Die Flächen von Durlach, Hohenwettersbach, Stupferich, Wettersbach und Wolfartsweier sind nun Teil des mit rund 420.000 Hektar bundesweit größten Naturparks in Deutschland. Voraussichtlich Mitte April treten die neuen Kommunen im Rahmen einer Mitgliederversammlung auch offiziell dem Naturparkverein bei.

Mitgliedschaft stärkt naturverträgliche Erholungsnutzung

Bürgermeisterin Bettina Lisbach freut sich über den Beitritt: "Die Mitgliedschaft im Naturpark stärkt die Region in den Schwarzwald hinein nachhaltig, sie fördert die naturverträgliche Erholungsnutzung und ermöglicht deren behutsame Entwicklung". Erste Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH Gabriele Luczak-Schwarz ergänzt: "Der Naturpark ist weit mehr als ein Erholungsgebiet vor den Toren Karlsruhes. Hier fügen sich Naturerlebnis, Sport und Freizeit aber auch Kultur, Genuss und regionale Produkte zu einem vielfältigen, bunten Schaufenster unserer Region zusammen. Wir begrüßen sehr den Beitritt Karlsruhes, so können sich die Aktivitäten der quirligen Großstadt mit denen des landschaftlich reizvollen Umlands verzahnen – wegweisend für weitere gemeinsame, spannende Projekte".

Damit reicht der Schwarzwald nicht nur geologisch bis nach Karlsruhe, sondern er rückt noch näher ins Bewusstsein der Menschen als vielfältige Kultur- und Erholungslandschaft mit herausragender Bedeutung für Naturschutz und Landschaftspflege. Die Stadt entwickelt damit auch eine Achse vom stadtnahen Raum über die vielfältige Kulturlandschaft des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord bis hinein in die wilde Welt des Nationalparks Schwarzwald, mit dem die Stadt eine Patenschaft verbindet.

Neue Chancen für Tourismus und attraktive Angebote

Wichtige Ziele im Naturpark sind die Bewahrung der Kulturlandschaft und deren verträgliche Nutzung für Naherholung und Tourismus. Mit dem Beitritt zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord eröffnen sich auch für die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH neue Chancen, ist sich André Lomsky, Geschäftsführer der KTG sicher: "Mit der NaturRADtour Karlsruhe gibt es bereits ein Produkt, dass Karlsruhe mit dem Naturpark verbindet. Für die Zukunft gilt es nun, das Portfolio des Naturparks geschickt für Karlsruhe zu nutzen und in enger Abstimmung mit den städtischen Ämtern, den Ortsverwaltungen und Ortschaftsräten und den Leistungsträgern vor Ort ein attraktives Angebot für Gäste und Einheimische zu schaffen."

Erweiterungsflächen passen sich hervorragend ein

Die Erweiterungsflächen in Karlsruhe passen sich hervorragend in die Zielsetzung des Naturparks ein: großflächige Landschaftsschutzgebiete, Naturschutzgebiete, hochwertige FFH-Gebiete oder auch Waldschutz-gebiete zeugen fast flächendeckend von den wertvollen Naturräumen in unmittelbarer Nähe zur Großstadt. Viele geschützte Tier- und Pflanzen-arten haben hier ihre Lebensräume und zeugen von einer großen Biotopvielfalt.

Bereits in normalen Zeiten und besonders während der Corona-Pandemie nutzen die Menschen diese ausgezeichneten, stadtnahen Landschaften bis hinein in die entfernteren Räume des Naturparks. Stadterholungsräume gehen nahtlos über in die Region und verbinden so auch touristische Angebote. Und man braucht dazu nicht einmal das Auto. Umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Pedelec oder mit der Stadtbahn geht es hinaus in den Naturpark und wieder zurück in die nahegelegene Stadt.

Schwarzwald Mitte Nord ist größer Naturpark Deutschlands

Auch der Vorsitzende des Naturparks, Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack, freut sich über die neuen Städte und Gemeinden: "Mit der Erweiterung ist unser Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord wieder zu Deutschlands größtem Naturpark geworden. Das ist für uns Ansporn und Verantwortung zugleich, als wichtiger Ideengeber in der Familie der deutschen Naturparke auch in Zukunft Zeichen zu setzen. Wir sind mit unserem neuen Naturpark-Plan 2030 strategisch bestens aufgestellt, um die inhaltlichen Herausforderungen zu meistern. Wir heißen alle neuen Städte und Gemeinden sehr herzlich willkommen".

Voraussichtlich im Sommer ist im Karlsruher Stadtwald eine gemeinsame symbolische Eröffnungsfeier geplant.

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Verschiedenes 

NABU: Baugesetzbuch darf Flächenfraß nicht weiter fördern

Novelle steht im Widerspruch zu einer nachhaltigen Siedlungspolitik

Berlin – Am Montag, den 22. Februar, berät der Bauausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Anhörung über die Novellierung des Baugesetzbuchs. Der Gesetzentwurf soll voraussichtlich im März abgestimmt werden. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger dazu:

„Die Novelle des Gesetzentwurfs, so wie sie jetzt vorliegt, widerspricht sämtlichen Zielen der Bundesregierung, die Innenentwicklung der Städte zu stärken und dem ruinösen Flächenverbrauch Einhalt zu gebieten. Unser Appell an die Abgeordneten lautet daher, den Gesetzentwurf grundlegend zu überarbeiten. Vor allem §13b BauGB führt dazu, das fast ausschließlich Ein- und Zweifamilienhäuser an Dorfrändern, auf der grünen Wiese gebaut werden. In Zeiten stagnierender bzw. sinkender Bevölkerungszahlen und in Anbetracht eines Wohnungsleerstandes von deutschlandweit ca. 1,7 Millionen Wohnungen und zahlreichen aussterbenden Ortskernen im ländlichen Raum erscheint es aber geradezu grotesk, eine Beschleunigung für Einfamilienhausgebiete, die auf Umweltverträglichkeitsprüfung, Eingriffsausgleich und frühzeitige Bürgerbeteiligung verzichtet, als Schaffung von Wohnraum zur Milderung des Wohnraummangels in Ballungsgebieten zu verkaufen. Wie wichtig die Auseinandersetzung mit dem Thema Flächenverbrauch ist, zeigt auch die aktuelle Debatte über die Wohnform des Einfamilienhauses. Die Verlängerung des §13b BauGB widerspricht einer nachhaltigen Siedlungspolitik und der Wertschätzung gegenüber der endlichen Ressource Boden. In Kombination mit der vorgelegten Verwässerung des Eingriffsausgleichs durch die Möglichkeit des Ersatzgeldes wäre der Umweltschaden immens."

Zur ersten Lesung des Gesetzentwurfs im Bundestag übergab NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger den Zwischenstand der NABU-Petition gegen § 13b BauGB an den stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Sören Bartol. Sie zählt inzwischen 48.000 Unterschriften.

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„Gemeinsam Boden gut machen“

„Gemeinsam Boden gut machen“
Alnatura Bio-Baueren-Initative (c) Alnatura/Marc Doradzillo

Zehn Bio-Betriebe erhalten Förderpreis für Umstellung auf Ökolandbau

Wertvoller Beitrag für Klima- und Umweltschutz, sauberes Grundwasser und gesunde Böden/Bereits rund 15.000 Hektar Agrar-Fläche umgestellt

Berlin/Nürnberg, 18.2.21 – Der NABU hat zur BioFach – der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel in Nürnberg – zehn Landwirtinnen und Landwirte aus sechs Bundesländern für die vorbildliche Umstellung ihres landwirtschaftlichen Betriebs auf Ökolandbau mit dem Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ ausgezeichnet. Die Betriebe bauen ihr Gemüse, Obst und Getreide nach Bio-Kriterien an, verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und halten höhere Standards bei der Tierhaltung ein. Bereits im Dezember haben sie im Rahmen des Projekts erste finanzielle Unterstützung für die Umstellung erhalten. Die Förderung soll den angehenden Öko-Betrieben dabei helfen, die Kosten für den Umbau zu decken und die zweijährige Umstellungsphase zu überbrücken, in der sie bereits nach Bio-Kriterien wirtschaften, aber noch keine Bio-Preise erzielen.

Mit „Gemeinsam Boden gut machen“ bringt der NABU gemeinsam mit der „Alnatura Bio-Bauern-Initiative“ (ABBI) und weiteren Herstellern der Bio-Branche den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland weiter voran. So leisten sie einen wichtigen Beitrag, Böden und Gewässer zu verbessern und die Artenvielfalt zu schützen. Fast 80 Landwirtinnen und Landwirte haben ihren Betrieb seit dem Start des Projekts 2015 auf ökologische Landwirtschaft umgestellt – eine Gesamtfläche von rund 15.000 Hektar Land. In diesem Jahr wird auch die REWE Markt GmbH zur finanziellen Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe beitragen.

„Seit über 5 Jahren leisten die ausgezeichneten Landwirtinnen und Landwirte einen wertvollen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz, für sauberes Grundwasser und gesunde Böden. Außerdem helfen sie dabei, die Biodiversität zu bewahren und Artenvielfalt zu schützen. Uns als NABU ist es daher ein besonderes Anliegen, landwirtschaftliche Betriebe beim oft schwierigen Weg zur ökologischen Landwirtschaft zu unterstützen.“ (Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer)

„Wir freuen uns, dass wir nun schon im sechsten Jahr zur Förderung des Bio-Landbaus beitragen können. Ermöglicht wird dieses freudige Jubiläum durch unsere Kundinnen und Kunden: Denn für jeden Kauf eines Alnatura-Produkts, das mit dem Label ‚Gemeinsam Boden gut machen‘ gekennzeichnet ist, fließt ein Cent in das Förderprojekt des NABU.“ (Götz Rehn, Alnatura-Geschäftsführer)

„Die Unterstützung ökologischer Landwirtschaft schon in der Umstellungsphase ist ein bedeutendes Signal und eine wichtige Wertschätzung – denn der biologische Landbau ist besonders arbeitsintensiv. Wir freuen uns, diese Projekte unterstützen zu können. REWE setzt sich seit über 30 Jahren dafür ein, den Öko-Landbau zu stärken und nachhaltig biologisch produzierte Produkte einem breiteren Markt zugänglich zu machen.“ (Dr. Daniela Büchel, REWE-Geschäftsführerin)

Das sind die ausgezeichneten Betriebe (mit Anbauverband)

Wiesenhof – Andreas Aller (Naturland), Rheinland-Pfalz
Konradhof Unering (Bioland), Bayern
Bernd Halbritter (Demeter), Bayern
Ω-3-Bauernhof Hamel (Demeter), Hessen
Pfabhof (Naturland), Bayern
Unterleitenhof (Naturland), Bayern
Weinbau Nicolas Olinger (Bioland), Bayern
Bioland Hof Sonnenschein (Bioland), Niedersachsen
David’s Biohof (Naturland), Mecklenburg-Vorpommern
Ziegenhof Stubenrauch (Gäa), Sachsen

Wer ist förderfähig?
Bewerben kann sich jeder und jede, der seinen landwirtschaftlichen Betrieb auf ökologische Bewirtschaftung umstellen oder seinen Ökobetrieb um mindestens 30 Prozent erweitern möchte. Der Betrieb muss sich außerdem einem Bio-Anbauverband in Deutschland anschließen. Gefördert werden auch Betriebe, die Bioprodukte direkt am Hof verarbeiten oder vermarkten. Bewerbungen werden ab dem 1. April 2021 angenommen. Ausführliche Informationen gibt es unter: www.NABU.de/gbgm

Hintergrund: EU-Agrarpolitik und Ökolandbau in Deutschland
Noch immer ist die Landwirtschaft bei der Umstellung auf Ökolandbau auf finanzielle Unterstützung angewiesen, da die europäische Agrarpolitik bislang keine finanziellen Anreize bietet. Stattdessen hat die EU-Agrarpolitik dazu geführt, dass Wiesen und Felder immer intensiver bewirtschaftet werden – mit schwerwiegenden Folgen für die Artenvielfalt. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) empfiehlt die europäische Agrarpolitik mit effektiven Maßnahmen umfassend zu ökologisieren und das System der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa (GAP) zu reformieren, damit Landwirtinnen und Landwirte für Umweltmaßnahmen und den Erhalt der Biodiversität angemessen honoriert werden.

Bei den aktuellen Verhandlungen zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Europäischem Rat (Trilog) zur Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik müssen die Ziele des Green Deals, insbesondere die Biodiversitätsstrategie und die Farm2Fork-Strategie umfassend einbezogen werden. Sollten keine ausreichenden Vorschläge auf europäischer Ebene kommen, muss Deutschland bei der nationalen Umsetzung dafür sorgen, dass die Bestände in der Agrarlandschaft nicht weiter schrumpfen. Dafür braucht es insbesondere umfangreiche Fördergelder für freiwillige Umweltmaßnahmen der landwirtschaftlichen Betriebe in der zweiten Säule.

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