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Verschiedenes 

NABU: Die Natur kommt ins Schwärmen

Frühlingsgefühle wecken und Valentinsgrüße mit Hilfe eines Starenschwarms verschicken

Berlin – Pünktlich zum Valentinstag kann jeder mit dem NABU unter www.NABU.de/starpost ein eigenes Grußvideo für seine Liebsten erstellen. Passend zum Star, Vogel des Jahres 2018 und Schwarmkünstler, formiert sich ein Vogelschwarm täuschend echt zu einem von zehn wählbaren Emojis am Himmel. Das zirka 30 Sekunden lange Video wirkt täuschend echt und erinnert an Aufnahmen von Hobbyfilmern. Fügen Nutzer noch eine persönliche Textbotschaft hinzu, ist die Überraschung perfekt – nicht nur zum Valentinstag.

Bei den Menschen geht es meist romantisch zu bei der Paarbildung, denn Mann und Frau möchten beworben werden. In der Tierwelt ist es etwas anders. Da wird auch beworben, allerdings müssen hier häufig nur die Männchen hart arbeiten – die Balzzeit beginnt.

Ende Februar beginnen die ersten Vögel sich Heim und Partnerin zu suchen. Beim Vogel des Jahres 2018, dem Star, bereitet das Männchen den Nistplatz vor, sobald er einen geeigneten gefunden hat. Er füllt die Baumhöhle mit grobem Nistmaterial wie trockenen Blättern, Halmen oder Wurzelresten. Mit gesträubtem Gefieder und leicht abgespreizten Flügeln sitzt der Jahresvogel dann oft direkt vor dem Loch und macht mit charakteristischen Lauten und Posen seinem Namen alle Ehre. Das ist seine Art ein Weibchen anzulocken. „Die Paarbildung und das Brutverhalten ist beim Star eine ziemlich komplexe ‚Beziehungskiste‘. Einige Stare sind monogam, also nur mit einem Weibchen verpaart. Andere hingegen haben mehrere Vogeldamen gleichzeitig. Da Stare oft zweimal im Jahr brüten, nutzen viele die Gelegenheit nach der ersten Brut den Partner zu wechseln. Dies ist besonders häufig, wenn die erste Brut nicht erfolgreich war“, erklärt NABU-Vogelexperte Eric Neuling.

Vögel sorgen immer wieder für Schlagzeilen, denn sie verlieben sich auch manchmal in weniger potenzielle Partner oder fallen durch aggressives Verhalten auf. Ein Schwan in Münster liebte ein Tretboot, ein Storch in Brandenburg attackierte so lange sein Spiegelbild an einem Auto, bis er damit sogar seinen Konkurrenten vertrieb. Auch Pfaue fallen immer wieder durch ihr aggressives Verhalten auf, wenn sie keine Partnerin finden. „Bei Vögeln, aber auch anderen Tieren, zählt, wer am schnellsten überzeugt. Nur derjenige gibt seine Gene weiter, der dem Weibchen mit Gesangsvielfalt, glänzendem Gefieder oder Futterdarbietung beweist, dass er fit und fortpflanzungsfähig ist. Und das dient letztendlich dem Arterhalt“, so Neuling.

Vögel sind Fluchttiere und haben daher keinen Penis, sondern eine sogenannte Kloake. Das ist eine Öffnung, durch die alles ins Freie kommt: Eier, Samenflüssigkeit, Harn und Kot. „Das Männchen bespringt das Weibchen, beide machen ihre Kloaken frei und drücken sie aufeinander. Die Samenflüssigkeit des Männchens wird bei den meisten Vögeln in die Kloake des Weibchens gepresst. Das ist wenig romantisch, aber sinnvoll, denn Vögel müssen bei Gefahr schnell weg fliegen können“, so Neuling.

Das digitale Grußportal ist zu finden unter www.NABU.de/starpost. Es stehen mehrere Emoji-Motive für unterschiedliche Grußthemen zur Verfügung.

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Veranstaltungen 

Mehr als bunte Vielfalt auf dem Teller

Mit der "Arche des Geschmacks" en­gagiert sich Slow Food Deutschland für den Erhalt biokultureller Vielfalt

Vielfalt garantiert Abwechslung auf unseren Tellern und es sind die klein- und mittel­ständischen Erzeuger und Lebensmittelhandwerker, die uns diese Vielfalt mit ihrem Wis­sen um traditonelle Anbau- und Verarbeitungsmethoden ermöglichen. Ihr Können gehört zu unserem wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Erbe. Das bewahrt Slow Food Deutschland mit dem Projekt "Arche des Geschmacks" und schützt 66 Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten sowie traditionelle Lebensmittel vor dem Vergessen - ab sofort auch die Erfurter Brunnenkresse und die Hutzeln, Dörrbirnen aus Fatschenbrunn.

Viele Verbraucher wissen nicht mehr um die große Sorten- und Artenvielfalt, die uns hierzulande zur Verfügung steht, vielerorts aber bedroht ist. Das industrielle Lebensmittelsystem hat sie an monotone und künstliche Einheitsgeschmäcker gewöhnt und von jeglichem geschmacklichen Bezug zum Grundnahrungsmittel und dessen Herkunft entwöhnt. Doch die Brunnenkresse aus Erfurt, das Dörrobst aus Fatschenbrunn, die Zwiebel von der Bodensee-Halbinsel Höri oder die Linse der Schwäbischen Alb stammen aus einer Umgebung mit spezifischen geologischen Eigenschaften und sind unter einem regionaltypischen Klima herangewachsen. Das spiegelt sich in ihren Geschmäckern wider.

"Produkte mit echtem regionalem Bezug drohen von unseren Speiseplänen zu verschwinden. Diese Entwicklung möchten wir aufhalten und rückgängig machen. Es mag vielen wie der Tropfen auf den heißen Stein erscheinen, dass wir uns für den Schutz vereinzelter und oftmals nur in einer Region verfügbaren Erzeugnisse stark machen. Aber mit jedem Arche-Passagier machen wir einmal mehr deutlich, was unsere Lebensmittelerzeuger und -handwerker für unseren Gaumen ebenso wie für den Schutz von Tier und Umwelt leisten. Hier liegt das Wissen und Können für eine klimaangepasste Landwirtschaft und das brauchen wir," erklärt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. Slow Food möchte die Arche-Passagiere wieder bekannt machen, damit sie nachgefragt, entsprechend hergestellt und verkauft werden. Auf politischer Ebene fordert der Verein, regionale Verarbeitungsstätten wiederaufzubauen und zu fördern.

Als erste neue Passagiere 2018 nimmt Slow Food Deutschland die Brunnenkresse aus der Erfurter Klinge und die Hutzel von den Baumfeldern in Fatschenbrunn auf. Beide Erzeugnisse erfreuten sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit und waren ein lukratives Geschäft für die lokale Bevölkerung. Nach einem temporären Rückgang ihrer Anbaustätten, ist inzwischen sowohl für die Brunnenkresse als auch für die Hutzeln je eine Anlage in Betrieb. Für ihren Anbau und ihre Verarbeitung sind Wissen, Körpereinsatz, Fingerspitzengefühl und Zeit gefragt.

Ralf Fischer, Betreiber der einzigen Brunnenkresse-Anlage in Erfurt leistet dieses Arbeit gemeinsam mit seiner Frau im Nebenerwerb. Verbraucher können seine Brunnenkresse im Hofladen und in ausgewählten Erfurter Spezialitätenläden kaufen und ihren kräftigen sowie würzigen Geschmack als Salat und Zutat z. B. für Suppen und Omeletts genießen. Besonders im Winter, wenn nur wenig frisches Gemüse regional verfügbar ist, dient sie als Vitaminlieferant. Intensive Aromen, Vitamine und Nährstoffe versprechen auch die Hutzeln. Kenner genießen sie als Beilage zu Braten und als Dessert, Wanderer als schnellen Energielieferanten. Die Birnen stammen aus extensiv bewirtschafteten Baumfeldern, welche die optimale Nutzung begrenzter Anbauflächen in Regionen wie dem Steigerwald ermöglichten. Ihre Blütezeit endete in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit steigender Nachfrage nach standardisierten Trockenfrüchten, billigen Importen aus Übersee sowie dem Einsatz immer größerer Landmaschinen, die die Bäume schädigten. Bis heute stehen in Fatschenbrunn über 30 verschiedene Birnbaumsorten, die eine wichtige Rolle für den Natur- und Kulturtourismus und für den Schutz biokultureller Vielfalt haben. Die Familie Hümmer übt als einzige das Handwerk des traditionellen Obstdörrens noch aus und vertreibt die Hutzeln online. In Kürze wird ein eigener Hofladen eröffnet.

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Karlsruhe: Extreme Wetterereignisse und ihre Auswirkungen

Karlsruhe: Extreme Wetterereignisse und ihre Auswirkungen
Hagel im Sommer / Foto: Bernhard Müller

Klimaforscher spricht im Exotenhaus des Karlsruher Zoos

Dr. Michael Kunz hält am Donnerstag, 8. Februar, einen Vortrag im Exotenhaus des Karlsruher Zoos zum Thema "Extreme Wetterereignisse und ihre Auswirkung auf die Umwelt".

Stürme mit Böen bis Orkanstärke, schwere Gewitter, Hagel oder Starkregen – extreme Wetterereignisse wie diese treten immer wieder auf. Mit zeitnahen Analysen der Schäden, die damit verbunden sind, beschäftigt sich das "Center for Disaster Management and Risk Reduction Technologie" (CEDIM), eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung des KIT.

"Dabei untersuchen und beziffern Wissenschaftler des KIT aus unterschiedlichen Disziplinen beispielsweise direkte und indirekte Schäden und schauen die Wechselwirkungen zwischen den Naturereignissen und technischen Systemen genau an", erläutert Kunz, Leiter des CEDIM und Professor am Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT. "In der Arbeitsgruppe 'Atmosphärische Risiken' versuchen wir außerdem anhand von Beobachtungsdaten und Daten verschiedener Klimamodelle abzuschätzen, wie sich in den vergangenen Jahrzehnten das Potenzial gerade für schwere Gewitter verändert hat und wie es sich in der Zukunft entwickeln könnte."

Über den Klimawandel, den möglichen Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen, über das Problem der Analyse seltener Extremereignisse und deren Zukunftsprognosen spricht der Klimaforscher bei der Herbst-Winter-Vortragsreihe des Karlsruher Zoos in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Vortragsraum des Exotenhauses. Der Einlass ist ausschließlich über die Ettlinger Straße 4b ab 18 Uhr möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahmekapazität ist aus Platzgründen jedoch begrenzt. Der Eintritt ist kostenfrei, um eine Spende zugunsten der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe wird gebeten.

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NABU: Keine Bejagung von Wölfen

Herdenschutz muss oberste Priorität haben

Miller: Die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz gaukelt eine Lösung vor, die keine ist

Berlin – Die Bundestagsfraktion der FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, Wölfe als "jagdbare Tierart" in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen und dies in der Bundestagsdebatte am 1. Februar erneut bestätigt. Dazu erklärt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Die Aufnahme des Wolfs als jagdbare Tierart ins Bundesjagdgesetz gaukelt eine Lösung vor, die keine ist. Nicht die Bejagung, sondern effizienter Herdenschutz sind das A und O für die Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung. Erst im Dezember hat die EU-Kommission erneut bestätigt, dass der strenge Schutzstatus des Wolfes bestehen bleibt. Der günstige Erhaltungszustand ist noch nicht erreicht, auch wenn dies gerne unter anderem von der FDP behauptet wird. Der NABU fordert alle Parteien dazu auf, den gemeinsamen Dialog zu führen und den Herdenschutz als oberste Priorität beim Thema Wolf zu behandeln.

Das Einbeziehen der Jäger in den Dialog zum Wolfsmanagement, wie von der FDP gefordert, ist jedoch sinnvoll und gewünscht. Statt sich allerdings um die Aufnahme ins Jagdrecht zu streiten, sollte der Bundestag sich lieber mit vereinten Kräften für die Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums Herdenschutz einsetzen sowie für die Förderung von Herdenschutz aus Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union. Weidetierhalter müssen endlich für ihre Leistungen angemessen entlohnt werden. Hier ist das Landwirtschaftsministerium in der Pflicht und sollte diese Verantwortung den Weidetierhaltern gegenüber endlich wahrnehmen.“





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Freiburg: Neuer Stadtteil Dietenbach

Preisgericht hat vier Entwürfe aus städtebaulichem Wettbewerb ausgesucht

Ausgewählte Entwürfe werden weiterentwickelt, im Herbst 2018 wird dann endgültige Entscheidung über Sieger fallen

Ausstellung der Entwürfe ab Dienstag, 5. Februar

Bürgerforum am Donnerstag, 1. März, 18 Uhr, Bürgerhaus Zähringen

Die Sieger-Entwürfe für die städtebauliche Entwicklung des neuen Stadtteils Dietenbach sind ausgewählt. Gestern tagte den ganzen Tag ein 36-köfpiges Preisgericht und wählte vier Entwürfe aus, die nunmehr gemeinsam mit der Projektgruppe Dietenbach weiter entwickelt werden. Auf einer Pressekonferenz präsentierten heute Oberbürgermeister Dieter Salomon, Bürgermeister Martin Haag und der Vorsitzende des Preisgerichts, der Architekten und Stadtplaner Franz Pesch, die Entwürfe. Die Mitglieder des Gemeinderates werden in der Sitzung des Bauausschusses am 7. Februar informiert.

Die vier Büros sind:

- K 9 Architekten GmbH, Freiburg, mit LATZ+PARTNER Landschaftsarchitektur Stadtplanung, Kranzberg,
- Studio Wessendorf, Berlin, mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH
- Cityförster architecture+urbanism, Hannover, mit Felixx Landscape Architects & Planners, Rotterdam und R+T Ingenieure Verkehrsplanung, Darmstadt
- Hosoya Schaefer Architects, Zürich, mit Agence Ter Landschaftsarchitekten, Karlsruhe/Paris.

Die Öffentlichkeit kann die eingereichten Arbeiten ab Montag, den 5. Februar, 10 Uhr, in zwei Ausstellungsteilen ansehen. Die Preisträgerinnen sind im Raum Roßkopf, im Konferenzbereich im Erdgeschoss des neuen Rathauses im Stühlinger ausgestellt. Die Öffnungszeiten hier sind montags bis donnerstags von 7.30 bis 18 Uhr, freitags von 7.30 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 12.30 Uhr. Die weiteren Beiträge sind im alten Gebäude in der ehemaligen Kantine im Untergeschoss zu sehen, Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 7.30 bis 16.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr. Beide Ausstellungen enden am Donnerstag, den 22. Februar.

Außerdem veranstaltet die Projektgruppe Dietenbach ein Bürgerforum am Donnerstag, den 1. März, von 18 bis 20.30 Uhr im Bürgerhaus Zähringen. Hier werden Bürgermeister Haag, der Leiter der Projektgruppe Dietenbach, Rüdiger Engel, Vertretungen des Preisgerichts und der Büros die Entwürfe vorstellen und erläutern.

Achtundzwanzig Büros aus dem In- und Ausland haben in diesem Wettbewerb Ideen und Konzepte für die städtebauliche Planung, die Freiräume sowie die Verkehrserschließung erarbeitet. Acht der Büros waren direkt um Teilnahme am Wettbewerb angefragt worden, 22 hatte letzten Sommer ein Gremium aus Verwaltung und externen Fachleuten aus den Bewerbungen nach einer europaweiten Auslobung ausgewählt. Zwei Büros davon haben keine Beiträge abgegeben. Grundlage des Wettbewerbs war eine Ausschreibung, in die auch viele Anregungen aus der umfassenden Bürgerbeteiligung mit eingeflossen sind. Die Stadtverwaltung wird jetzt mit den Büros der vom Preisgericht ausgewählten Entwürfe in weitere Verhandlungen treten.

In den nächsten Wochen und Monaten werden die ausgewählten Büros ihre Entwürfe überarbeiten und vertiefen. Dazu gehören auch die Erstellung eines städtebaulichen Entwurfs im größeren Maßstab (1:1.000), der Bau eines Modells sowie die Entwürfe eines Energiekonzepts und eines Mobilitätskonzepts. Die Büros ziehen hierzu Fachexpertinnen und -experten für Verkehrsplanung und Energieberatung hinzu.

Das Verfahren beinhaltet auch ein Kolloquium im April oder Mai 2018. Dabei wird den Büros Rückmeldung gegeben, unter anderem über die Anmerkungen des Preisgerichts und der Vorprüfung. Hier sollen auch die Anregungen aus dem Bürgerforum weiter gegeben werden, damit sie in die Überarbeitung einfließen können.

Die aktualisierten Beiträge werden im Herbst 2018 von einem Beratergremium, das mit dem Preisgericht identisch ist, bewertet und es wird eine Rangfolge festgelegt. Dem folgt dann die Erarbeitung eines städtebaulichen Rahmenplans als Basis für den Bebauungsplan.

Weitere Informationen zum bisherigen Verfahren im Internet ...

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Besuch aus Burundi in Fairtrade-Stadt Karlsruhe

Besuch aus Burundi in Fairtrade-Stadt Karlsruhe
Besuch aus Burundi / Foto: Ingeborg Pujiula

Fächerkaffee sichert Kleinbauern Einkommen

Ernést Ndumuraro ist Geschäftsführer des burundischen Kaffee-Kooperativen-Verbandes "COCOCA", dem auch die Kleinbauerngenossenschaft Mboneramiryango angehört und aus deren Kaffeebohnen der fair gehandelte "Karlsruher Fächerkaffee" hergestellt wird. Bürgermeister Klaus Stapf traf sich mit Ndumuraro und Thomas Hoyer, Geschäftsführer der Fair-Handelsgenossenschaft "dwp", zu einem Austausch.

Stapf betonte, dass der Faire Handel der beste Weg für Partnerschaften zwischen deutschen Kommunen und Kommunen des globalen Südens, einer Gruppe von gesellschaftlich und wirtschaftlich benachteiligten Staaten, sei. Seit September 2017 gebe es den "Karlsruher Fächerkaffee", er sei im Weltladen am Kronenplatz sehr gut nachgefragt. Ohne diesen Laden und dessen Trägerverein Aktion Partnerschaft Dritte Welt (APDW) gäbe es den "Karlsruher Fächerkaffee" nicht, lobte der Bürgermeister.

Fairer Handel und nachhaltiges Leben

"Mit dem Karlsruher Fächerkaffee geht für Karlsruhe ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Er ist ein wunderbares Mittel, um auf die wichtigen Anliegen von Fairem Handel und nachhaltigem Leben und Wirtschaften in unserer Stadt aufmerksam zu machen. Ich freue mich, dass der Fächerkaffee guten Anklang in der Karlsruher Bevölkerung findet", so Stapf, der sich bei den Verantwortlichen, Ingeborg Pujiula und Dr. Klaus Kern, für deren Engagement bedankt.

Ernest Ndumuraro überbrachte die herzlichsten Grüße der Mitglieder der Kaffee-Kooperative aus Burundi und berichtete von den positiven Entwicklungen für die angeschlossenen Kleinbauernfamilien seit Beginn der Kooperation mit der "dwp" und anderen internationalen Partnern. Zu Beginn der Zusammenarbeit in 2014 wurden zwei Container Kaffeebohnen exportiert. Mittlerweile liegt der Absatz bei 25 Containern. Davon gelangen derzeit sieben Container auf den Fairtrade-Markt. Der Weltladen hat inzwischen seinen Kaffeeabsatz verdoppelt, vor Weihnachten war er sogar ausverkauft.

Film "Fairtrade Kaffee aus Burundi"

Ndumuraro freut sich über die steigende Nachfrage nach fairem Kaffee: "Ich reise stolz zurück nach Burundi, denn ich kann den Mitgliedern der Kaffeekooperative berichten, dass unter anderem in Karlsruhe Kaffee aus unseren Bohnen getrunken wird. Wir sind glücklich, dieses Ziel in so kurzer Zeit erreicht zu haben." Gemeinsam mit Thomas Hoyer übergab er Bürgermeister Stapf den Film "Fairtrade Kaffee aus Burundi – Perspektiven durch Partnerschaft", der einen kleinen Einblick in das ostafrikanische Land und das Leben seiner Menschen gibt und aufzeigt, wie der Faire Handel eine Perspektive auf Verbesserung der Lebensbedingungen sein kann. Der Film wird in Kürze auf der städtischen Homepage zu sehen sein.

Der Karlsruher Fächerkaffee ist ein fair gehandelter, hochwertiger Kaffee, hergestellt aus den ausgezeichneten Kaffeebohnen der Kleinbauerngenossenschaft Mboneramiryango aus Burundi. Er ist ein Projekt von Weltladen Karlsruhe und der Aktion Partnerschaft Dritte Welt e.V. in Kooperation mit dem Karlsruher Netzwerk Eine Welt, der Fairtrade-Stadt Karlsruhe und der Lokalen Agenda 21.

Bekämpfung von Hunger und Armut

Mit dem Fächerkaffee aus Burundi werden die Partnerschaft Baden-Württembergs und die geplante Projektpartnerschaft von Karlsruhe mit einer Kommune in dem ostafrikanischen Land konkret. Mit seinem Genuss sichern die Käufer das Einkommen für zahlreiche Familien, die sich in einer Kleinbauerngenossenschaft mitten in Burundi zusammengeschlossen haben. Solche Initiativen sind gerade in Burundi, einem der ärmsten Länder der Welt, überlebenswichtig und ein Beitrag zur Bekämpfung von Hunger, Hoffnungslosigkeit und Armut.

zum Bild oben:
Bürgermeister Klaus Stapf begrüßte Ernést Ndumuraro vom Kaffee-Kooperativen-Verband "COCOCA" aus Burundi / Foto: Ingeborg Pujiula

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Junge Menschen können sich für Artenschutzstiftung in Ecuador engagieren

Junge Menschen können sich für Artenschutzstiftung in Ecuador engagieren
FÖJ im Zoo Karlsruhe / Foto: Zoo Karlsruhe, Timo Deible

Gemeinsames Projekt mit IB und KEK / Bereits FÖJ-Stellen im Zoo Karlsruhe

Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe hat neue Kooperationspartner gewonnen und könnte damit dem eigenen Ecuador-Projekt einen deutlichen Schub ermöglichen.

Zukünftig sollen junge Menschen aus Deutschland im Rahmen eines Internationalen Freiwilligendienstes für die Artenschutzstiftung in dem südamerikanischen Land eingesetzt werden. Möglich machen soll das eine Partnerschaft zwischen der Artenschutzstiftung und dem Internationalen Bund (IB) sowie der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK).

Die Artenschutzstiftung hat im vergangenen Juli ein 24 Hektar großes Gelände in Ecuador erworben. Es besteht aus unberührtem Nebelwald, teilweise aber auch aus Weideflächen, die unter der Regie der KEK wieder aufgeforstet werden. Mit diesem Projekt möchte die Stiftung zum Erhalt der Biodiversität in dem südamerikanischen Land beitragen.
"Bei der Suche nach weiteren Partnern, die uns unterstützen könnten, sind wir auf die Carlo Schmid Schulen gestoßen", erläutert Dr. Clemens Becker, Vorstand der Stiftung und Kurator für Artenschutz beim Zoo Karlsruhe: "Wir wollen mit Schülern pädagogische Projekte verwirklichen und gemeinsame Aktivitäten angehen."

Träger der Carlo Schmid Schulen ist der IB, der bereits vier FÖJ-Stellen (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Zoo Karlsruhe in den Bereichen Zoopädagogik, Verwaltung und in der Tierpflege anbietet. "Daraus entstand der Gedanke, diese Kooperation nicht nur auf die Schule zu beschränken, sondern den IB direkt mit ins Boot zu holen", berichtet Becker. Die IB-Verantwortlichen zeigten sich begeistert von der Idee. Der erste Schritt war die Spende von jeweils 100 Bäumen durch den IB Baden und den IB Südwest sowie von 22 Bäumen von den Schülern der Carlo Schmid Schule Karlsruhe zur Wiederaufforstung.

"Der Internationale Bund will sich verstärkt 'grünen Themen' widmen. Wir haben dieser Idee auch einen Namen gegeben und nennen es 'Green IB'", sagt Harald Denecken, Präsidiumsmitglied des Internationalen Bunds und früherer Erster Bürgermeister Karlsruhes. "Es genügt aber nicht, einfach nur darüber zu reden, wir müssen auch etwas tun. Und das Ecuador-Projekt der Artenschutzstiftung ist für unser Engagement ideal."

Bereits 2019 könnten erstmals junge Menschen im Rahmen eines Internationalen Freiwilligendienstes über den IB Baden in Ecuador eingesetzt werden. Angedacht ist, dass dies geschieht, ohne Kosten für die Stiftung zu erzeugen. Derzeit werde ausgelotet, mithilfe welcher Programme die Kosten finanzierbar seien, so Becker. Die Freiwilligen könnten dann Bäume pflanzen, beim Wegebau in dem Gelände helfen und Biologen bei Forschungsaufenthalten unterstützen.

"Der Nebelwald in Südamerika ist eines der Ökosysteme, das nachdrücklich das Weltklima beeinflusst. Auch als studierte Geographin hat mich das Projekt der Artenschutzstiftung und der KEK sofort begeistert", erzählt Doris Lauer, Geschäftsführerin des IB Baden. "Uns hat diese Idee auch sofort gefallen. Wir freuen uns, diese Partnerschaft mit Leben zu füllen", ergänzt Jürgen Feucht, Geschäftsführer des IB Südwest, zuständig für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Die KEK ist ebenfalls glücklich über die geplante Zusammenarbeit. Geschäftsführer Dirk Vogeley ist begeistert, dem Projekt in Ecuador so noch mehr Triebkraft verleihen zu können: "Zusammen mit dem Internationalen Bund und unseren Partnern vor Ort streben wir eine Ausweitung der Austauschmöglichkeiten für junge Menschen an. Mit diesem Programm gehen Klima- und Artenschutz Hand in Hand."

"Das FÖJ-Programm ist für uns im Zoo ein voller Erfolg", betont Becker. "Neben ihren anderen Aufgaben machen sich die FÖJler bereits jetzt für unsere Artenschutzstiftung stark und erklären zum Beispiel an Ständen den Zoobesuchern unsere Artenschutzprojekte. Deswegen ist es für uns eine sehr gute Weiterentwicklung, in Zukunft über den IB auch direkt in Ecuador Freiwilligendienst-Plätze anbieten zu können."

Das von der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe erworbene Grundstück liegt in Ecuador am Westhang der Anden im Nebelwaldgebiet und grenzt an eine Straße, die von Los Bancos zur Hauptstadt Quito führt. Von dort zieht sich das Gelände in das Waldgebiet hinein. "Ecuador ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Jedoch ist die Natur sehr stark vom Raubbau durch den Menschen betroffen. Viele Wälder werden einfach abgeholzt, um Weideland zu gewinnen", erklärt Becker. Das Gelände liegt auf etwa 1.600 Höhenmetern, eine Quelle und zwei Bäche sind auf dem Grundstück zu finden. Die Topographie ist wellig, es gibt sowohl flache Bereiche als auch kleinere Steilhänge. Auf alten Baumriesen wachsen zahlreiche Bromelien, Tilandsien und Orchideen.

Bei ersten Beobachtungen und Erkundungen konnten bereits mehr als 70 Vogelarten festgestellt werden, darunter Kolibris, Papageien und Tukane. Zudem wurden von Biologen 18 Amphibien- und Reptilienarten nachgewiesen. Auch die Insekten- und Spinnenvielfalt ist groß, außerdem sind Tamanduas (Ameisenbären), Zwergeichhörnchen und eine heimische Wildschweinart anzutreffen. Faultiere, Schlankbären, Gürteltiere, weitere Vögel, Reptilien und Amphibien sind aus dem direkten Umland bekannt.

zum Bild oben:
Ein FÖJler informiert einen Besucher über die Ziele der Artenschutstiftung Zoo Karlsruhe. Zukünftig könnte ein Freiwilligenjahr auch in Ecuador geleistet werden / Foto: Zoo Karlsruhe, Timo Deible

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Fessenheim, Leibstadt, Beznau ...

Fessenheim, Leibstadt, Beznau ...
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Aus Kataströphchenschutz wird (viel zu langsam) Katastrophenschutz

Das Regierungspräsidium Freiburg hat laut gestrigen Medienberichten die Gemeinden im Radius von 20 Kilometern um die drei grenznahen AKW in Zonen und Sektoren eingeteilt, die im Ernstfall innerhalb einer bestimmten Frist zu evakuieren wären. Wie das genau ablaufen soll, will das Referat für Katastrophenschutz allerdings erst im Laufe des Jahres 2018 erarbeiten. Für Gemeinden am Rande der 20 Kilometer Zone sind "Ausbuchtungen" vorgesehen. Die Kommunen auf dem Grenzgebiet werden der höheren Sicherheitsstufe zugeschlagen. Das gilt auch für die betroffenen Freiburger Stadtteile.

Seit über drei Jahrzehnten drängen der BUND und die trinationale Umweltbewegung am Ober- und Hochrhein, dass aus dem bisherigen, betreiberfreundlichen Kataströphchenschutz endlich Katastrophenschutz wird. Während das Unglück bei der Loveparade 2010 in Duisburg recht schnell in behördliche Planungen bei Großveranstaltungen einfloss und deren Planung und Sicherheitsvorkehrungen enorm veränderte, hatte die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am 26. April 1986 fast keinen Einfluss auf den Katastrophenschutz in Deutschland. Der Philosoph Günter Anders hat dieses Versagen und den jahrzehntelangen Umgang mit der so genannten "friedlichen Nutzung der Kernenergie" sehr treffend mit dem Begriff der "Apokalypseblindheit" beschrieben.

BUND und Umweltbewegung drängen auf einen realistischen Katastrophenschutz für eine Million Menschen (davon ca. 500 000 auf der badischen Rheinseite) im 30-Kilometer-Radius um das AKW Fessenheim, aber auch für die grenznahen AKW Beznau, Leibstadt und die anderen AKW in Baden-Württemberg.

Die jetzt angekündigte Fortschreibung ist ein schwer zu organisierender, (zu) kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben die mögliche Dimensionen von Atomunfällen gezeigt, Dimensionen, welche die 20 Kilometer-Radien bei weitem übersteigen. In Fukushima hat in den ersten Tagen des Unfalls eine günstige Windrichtung dafür gesorgt, dass ein Großteil der entweichenden Radioaktivität auf´s Meer geblasen wurde. Hätte der Wind die Wolke nach Tokio getrieben und hätte es dort geregnet, dann wäre die unmögliche Evakuierung der über 10 Millionen EinwohnerInnen notwendig geworden.

Eine Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen besagt, dass sich bei einem schweren Unfall in Fessenheim und lebhaftem Südwestwind mit Regen eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken könnte. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Emmendingen, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall. Reale Katastrophen halten sich aber weder an offizielle, noch an kritisch-alternative Notfallschutzszenarien.

So ist die aktuelle Fortschreibung des Katastrophenschutzes mit ihrem 20-Kilometer-Evakuierungsradius tatsächlich ein Fortschritt, der Behörden an den Rand ihrer organisatorischen Möglichkeiten bringt, der andererseits die reale Dimension eines Unfalles immer noch ausblendet.

Die Analyse der bisherigen Atomunfälle zeigt, dass schnelles Abschalten die einzige Lösung ist. Solange die alten AKW noch laufen, braucht es endlich richtigen Katastrophenschutz.

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer






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