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Veranstaltungen 

Tempo machen beim Kohleausstieg: Klimakrise lässt sich nicht vertagen

Breites Bündnis stellt Doppel-Demonstration in Köln und Berlin am 1. Dezember vor

Berlin/Köln, 27. November 2018. Mit Pressekonferenzen in Berlin und in Köln hat ein breites Bündnis aus Umwelt- und zivilgesellschaftlichen Organisationen für die Doppel-Demo "Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt!" am 1. Dezember in den beiden Städten geworben. Am Kanzleramt in Berlin und an der Deutzer Werft in Köln erwarten sie viele Tausend Menschen, die für den konsequenten Kohleausstieg und mehr Klimaschutz auf die Straße gehen.
"Wir brauchen mehr Tempo beim Kohleausstieg", fordert das Bündnis und kritisiert, dass Deutschland mit leeren Händen zum Weltklimagipfel fährt. Die Klimakrise ist unabwendbare Realität. Alle in den nächsten Tagen und Wochen nationalen und internationalen Entscheidungen werden das Leben heute und das der Kinder- und Enkelgeneration maßgeblich prägen. Der Strukturwandel in den Kohle-Regionen und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Daher ist der Protest am 1. Dezember gegen das Zögern und gegen halbherzige Maßnahmen zum Klimaschutz so wesentlich, so der Trägerkreis.
Zitate der Rednerinnen und Redner in Berlin und Köln:

BUND, Dirk Jansen, Geschäftsleiter Umwelt- und Naturschutzpolitik BUND NRW:
"Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, muss sofort die dreckigsten und ineffizientesten Kohlemeiler abschalten. Kohleausstieg heißt aber auch ganz konkret: Alle Umsiedlungen und Dorfzerstörungen müssen sofort gestoppt, der Hambacher Wald in seiner jetzigen Größe erhalten werden."

Campact, Christoph Bautz, Geschäftsführer:
"Wenn wir ein Klimadesaster verhindern wollen, müssen wir endlich raus aus der Kohle. Die Mitte der Gesellschaft steht dagegen auf, wie die Kohlelobby die Kohlekommission torpediert und unsere Zukunft verheizt. Viele Tausend Menschen verlangen am Samstag, dass Deutschland endlich ernst macht mit dem Kohleausstieg."

Greenpeace, Martin Kaiser, Kampagnen-Geschäftsführer:
"Angesichts des Hitzesommers, andauernder Dürre in Deutschland, Überschwemmungen und Waldbränden in Europa liegt es an der Zivilgesellschaft, die Bundesregierung zurück auf einen Klimakurs mit einem schrittweisen Kohleausstieg bis 2030 zu bringen."

Klima-Allianz Deutschland, Stefanie Langkamp, Leiterin Kohle- und Energiepolitik:
"Auf der COP24 in Kattowitz müssen die internationalen Leitplanken für erhöhte Klimaschutzambitionen festgezurrt werden. Dies muss Hand in Hand mit einer Paris-kompatiblen Erhöhung der nationalen Klimaschutzziele gehen und Maßnahmen, wie einem raschen Einstieg in den Kohleausstieg, um diese zu erreichen. Nur so kann Deutschland seine internationale Glaubwürdigkeit zurückgewinnen."

Misereor, Armin Paasch, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte:
"Wir brauchen einen globalen Kohleausstieg: Das erfordert ein schnelles Ende der Steinkohleimporte und der Exportförderung für deutsche Kohlekraftwerkstechnologie. Die Schäden für Umwelt und Menschenrechte dürfen nicht zum Schutz der deutschen Industrie in den globalen Süden ausgelagert werden."

NABU, Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU Nordrhein-Westfalen:
"Am Kohleausstieg führt kein Weg vorbei, wenn Deutschland das Pariser Abkommen erfüllen will. Jetzt geht es darum, ihn so zu organisieren, dass die Klimaziele erreicht werden, ohne Strukturbrüche zu provozieren. Das muss in der Kohlekommission gelingen. "

NaturFreunde Deutschlands, Maritta Strasser, Bundesgeschäftsführerin:
"Alle Anzeichen sprechen dafür, dass wir am Samstag in Köln und Berlin zwei kraftvolle, bunte und friedliche Demonstrationen sehen werden. Die Mobilisierung läuft sehr gut. Dieses Echo zeigt uns, dass die Menschen besorgt sind wegen des Klimawandels. Sie wissen: Es braucht jetzt den Druck der Straße."

WWF, Jörg-Andreas Krüger, Geschäftsleitung Ökologischer Fußabdruck:
"Die Bundesregierung hat den Klimaschutz über ein Jahrzehnt verschleppt. Wir brauchen endlich einen Rahmen, mit dem solch unverantwortliches Handeln rechtliche Sanktionen nach sich zieht. Das Klimaschutzgesetz muss den Kohleausstieg festschreiben und verbindliche Vorgaben für die einzelnen Sektoren machen - abgeleitet vom verbleibenden CO2-Budget Deutschlands."

Infos zur Doppel-Demonstration "Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt!"

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Verschiedenes 

NABU: Tipps für den ökologischen Weihnachtsbaum

Bäume aus der Region und nachhaltige Alternativen

Berlin – Jährlich werden rund 25 bis 30 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft, wovon etwa 90 Prozent aus Deutschland kommen. Bei der Aufzucht der nicht heimischen Baumarten, wie Nordmanntanne oder Blaufichte werden meist Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die sich negativ auf Boden, Wasser und Artenvielfalt auswirken können. Umweltfreundlicher ist es, sich für eine heimische Fichte, Kiefer oder Weißtanne als Weihnachtsbaum zu entscheiden, die aus einer Öko-Weihnachtsbaumplantage oder aus dem Wald stammt.

Im ökologischen Weihnachtsbaumanbau werden die zur Neupflanzung vorgesehenen Flächen nicht mit Herbiziden kahlgespritzt, sondern mechanisch von Aufwuchs befreit. „Schafe halten die Gräser zwischen den Bäumen kurz, weil sie durch ihr wählerisches Fressverhalten die Weihnachtsbäume nicht gefährden. Gleichzeitig düngen die Schafe durch ihre Ausscheidungen die Fläche“, sagt NABU-Waldexperte Stefan Adler.

Ökologische Weihnachtsbäume erkennt man an dem FSC-, Naturland- oder Bioland-Siegel. „Während Bioprodukte im Nahrungsmittelsektor aus den Produktpaletten nicht mehr wegzudenken sind, fristet der ökologische Weihnachtsbaumanbau leider noch ein Schattendasein“, so Adler.

Einige regionale Forstbetriebe haben zwar kein Biosiegel, nutzen aber sogenannte Sonderflächen unter Strom- oder auf Leitungstrassen, auf denen sie heimische Christbäume anpflanzen. Hier wirkt sich – neben der heimischen Baumart – auch der kurze Transportweg positiv auf die Ökobilanz der Bäume aus. Bei Interesse kann beim regionalen Förster oder Forstamt nachgefragt werden. Oft gibt es Aktionen, bei denen man den Baum selbst aussuchen und absägen kann.

Zum umweltverträglichen Baumschmuck gehören Nüsse, Holz, Plätzchen, Stoffbänder, Obst und Figuren aus Papier, Holz, Stroh oder Bienenwachs. Damit lassen sich Christbäume wunderschön dekorieren. „Schnee- oder Glitzersprays sollten nicht auf Weihnachtsbäumen landen, da Glitzer häufig aus PET besteht und sich dieses Mikroplastik in der Umwelt nur sehr langsam abbaut. Außerdem können Tannen mit Glitzerspray nicht kompostiert werden“, so Verena Bax, NABU-Ressourcenexpertin.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Wissenswertes und Erstaunliches über Zecken

Karlsruhe: Wissenswertes und Erstaunliches über Zecken
Ungeliebter Wegbegleiter: Eine Zecke aus der Nähe betrachtet / Foto: KIT

Vortragsreihe im Zoo wird am 29. November fortgesetzt

Unter dem Titel "Die Zecke, unser ungeliebter Wegbegleiter – Wissenswertes und Erstaunliches" gibt Dr. Denise Böhnke vom Institut für Regionalstudien des KIT am Donnerstag, 29. November, ab 18.15 Uhr im Exotenhaus des Zoos Karlsruhe Einblicke in eine für die meisten Menschen unbekannte Welt.

Nach einem schönen Spaziergang im Wald kommt plötzlich der Moment, in dem der Spaziergänger etwas Dunkles entdeckt, das sich in seine Haut vergraben hat: eine Zecke. Doch wieso hat die Zecke sich genau diesen Menschen ausgesucht, welche Faktoren spielen beim Zecke-Mensch Kontakt eine Rolle? Welche menschlichen Verhaltensweisen erhöhen die Kontaktgefahr? Die dafür verantwortlichen ökologischen und auch individuellen Aspekte werden in dem Vortrag vorgestellt. Zudem wird Böhnke über die Lebensweise und den Lebenszyklus der Zecken berichten, sowie die mit ihnen verbundenen Krankheiten FSME und Borreliose.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe willkommen. Der Einlass in das Exotenhaus erfolgt ab 18 Uhr ausschließlich über die Ettlinger Straße 4b. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Zoo und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

zum Bild oben:
Ungeliebter Wegbegleiter: Eine Zecke aus der Nähe betrachtet / Foto: KIT

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Verschiedenes 

Mit der Marke „Tofu Mama“ gegen Lebensmittelverschwendung

Der Tofuhersteller Taifun-Tofu GmbH hat gemeinsam mit dem Onlineshop Veggie Specials die Marke Tofu Mama entwickelt. Dahinter verbergen sich fehlerhafte, aber genießbare Produkte, die neu etikettiert und damit vor der Abfalltonne bewahrt werden.

„Bei der Produktion von Lebensmitteln geschehen immer wieder kleine Missgeschicke technischer oder menschlicher Art“, erklärt Valentin Jäger, Leiter Qualitätsmanagement bei Taifun-Tofu. So komme es zu Produkten, die aufgrund von Konsistenz, Farbe oder Gewicht vom Standard abweichen oder ein falsch gedrucktes Etikett haben. Über die regulären Vertriebswege darf diese Ware dann oft nicht mehr verkauft werden, obwohl sie bezüglich der Lebensmittelsicherheit unbedenklich sind. „Das hat rechtliche Gründe oder hängt mit den Handelsverträgen zusammen“, weiß Jäger.

Mit der Marke Tofu Mama wurde nun eine Lösung gefunden, ausgemusterte Produkte mit Schönheitsfehlern wieder in den Verkauf zu bringen, statt sie weg zu werfen: Durch die Umetikettierung mit der Marke Tofu Mama werden die veganen Spezialitäten aus dem Hause Taifun-Tofu wieder verkehrsfähig. „Als ökologisches Unternehmen sind wir schon immer darauf bedacht, die Lebensmittelverschwendung innerhalb unserer Produktion gering zu halten“, betont Valentin Jäger. „Deshalb geben wir solche Ausschussware seit Jahren kostenlos an die Tafel und an Schulen ab.“ Die können aber nur eine bestimmte Menge eines Produktes verwerten.

Seit Juli sind die „Waisenkinder“ der Marken Taifun und Tukan deshalb zudem im Onlineshop veggie-specials.com erhältlich – unter neuen kreativen Namen wie Super Super Softie (Seidentofu), Smokey Hills (Räuchertofu) oder Wiener Randalierer (TofuWiener). „Wird bei Taifun-Tofu eine Produktcharge nicht zum Verkauf freigegeben, geht diese in Gebinde verpackt an uns“, beschreibt Matthias Beuger, Inhaber von Veggie Specials, das Prozedere: „Wir etikettieren diese Umkartons mit dem neuen Namen und verkaufen sie über unseren Onlineshop an Endkunden – zu einem viel günstigeren Preis.“ Damit werden sie für noch mehr Menschen interessant und ein breiteres Bewusstsein für nachhaltige bio-vegane Ernährung wird geschaffen.

Mit der neuen Kooperation haben Taifun-Tofu und Veggie Specials sich gerade für den Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ beworben, der im Januar vom BMEL vergeben wird. „Lebensmittelwert-schätzung ist die effektivste Möglichkeit, Ressourcen zu schonen und etwas gegen den Welthunger und Klimaprobleme zu tun“, ist sich Matthias Beuger sicher. Er und sein kleines Team sind Überzeugungstäter: Veggie Specials finanziert sich allein aus dem Verkauf der Ware und durch den ehrenamtlichen Einsatz des Gründers. Auf der Homepage können alle Produkte eingesehen werden, die bereits gerettet wurden...

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NABU: Palmöl im Tank zerstört einzigartige Lebensräume

Tschimpke: Bundesregierung muss sich gegen die Verwendung von Palmöl im Bio-Diesel einsetzen

Berlin, 23.11.2018 – 76 Prozent der Deutschen wissen nicht, dass in Bio-Diesel-Kraftstoff Palmöl enthalten ist. Das zeigt eine Umfrage, die der NABU zusammen mit anderen Verbänden in der Inititative #NotInMyTank in Auftrag gegeben hat. Demnach wollen 64 Prozent der Befragten, dass Bio-Diesel künftig kein Palmöl mehr beigemischt wird. Diese Zahlen sind Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zum Palmölkonsum in neun EU-Ländern. Die Umfrage zeigt, dass eine breite Mehrheit in der Bevölkerung damit einverstanden ist, dass die Verwendung von Palmöl in Bio-Dieselkraftstoff beendet werden soll. Die EU-Kommission muss nun bis zum 1. Februar 2019 einen Gesetzentwurf vorlegen, der die schrittweise Beseitigung von schädlichen Bio-Kraftstoffen so wie Palmöl in Bio-Dieselkraftstoffen festlegt.

„Der Anbau von Ölpalmen für Bio-Diesel fördert die Abholzung von Regenwäldern und zerstört einzigartige Lebensräume für bedrohte Arten wie den Borneo-Orang-Utan“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Das muss aufhören, wir fordern die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass diese Natur zerstörenden Praktiken unterbunden werden.“

Die Ausweitung des Ölpalmen-Anbaus zur Versorgung der Autos in Europa treibt Entwaldung und Moorentwässerung in Ländern wie Indonesien und Malaysia voran. Biodiesel aus Palmöl ist für das Klima dreimal so schädlich wie fossile Dieselkraftstoffe. 2017 landeten 51 Prozent des in Europa verwendeten Palmöls in den Tanks von Autos und Lastwagen. Der Verkehr ist damit der Hauptverbraucher von Palmöl in Europa.

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NABU-Projekt will mehr Bio-Anbaufläche in Deutschland schaffen

NABU-Projekt will mehr Bio-Anbaufläche in Deutschland schaffen
(c) Alnatura/Marc Doradzillo

Bundesumweltministerin Schulze ist neue Schirmherrin von "Gemeinsam Boden gut machen"


Berlin, 22.11.2018 – Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist seit dem heutigen Donnerstag Schirmherrin des NABU-Projekts „Gemeinsam Boden gut machen“. Mit dieser Initiative unterstützt der Umweltverband Landwirte, die von konventionellem Anbau auf Öko-Landbau umsteigen wollen. Bisher konnte deutschlandweit eine Fläche von fast 10.000 Hektar, in etwa die Größe der Insel Sylt, umgestellt werden.

Unterstützt wird das Projekt durch die „Alnatura Bio-Bauern-Initiative“ des Bio-Händlers Alnatura und weiteren Partnern aus der Biobranche. Beim Verkauf jedes Produkts in einem Alnatura-Markt, das mit „Gemeinsam Boden gut machen“ gekennzeichnet ist, sowie von allen monatlichen Aktionsartikeln, geht ein Cent an das Projekt. Bei ihrem Besuch des Alnatura-Marktes in Berlin-Moabit kündigte Bundesumweltministerin Schulze an, sich für eine bessere finanzielle Honorierung der Umweltleistungen von Landwirten und für eine Steigerung des Bio-Anbaus in Deutschland stark zu machen.

Bundesumweltministerin Schulze sagte im Rahmen eines Interviews mit dem Alnatura-Magazin: „Der Anteil des Ökolandbaus an der Gesamtanbaufläche wächst kontinuierlich – aber nicht schnell genug. Das Projekt ‚Gemeinsam Boden gut machen‘ hilft Landwirten dabei, vom konventionellen auf den ökologischen Landbau umzustellen. Das unterstütze ich. Denn eine solche Umstellung hat zahlreiche Vorteile für Mensch und Umwelt – beispielsweise für die Bodenqualität, die Gewässer, die Artenvielfalt und das Landschaftsbild.“

Bis 2030 will die Bundesregierung erreichen, dass 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands biologisch bewirtschaftet werden. Noch sind dazu weitere zwölf Prozent notwendig. Fehlende finanzielle Anreize, vor allem durch die EU-Agrarpolitik, sind bislang ein entscheidendes Hindernis.

„Landwirte stehen heute oft vor der schwierigen Entscheidung: wachsen oder weichen. Wir freuen uns, dass wir – gemeinsam mit der Bundesumweltministerin – Bäuerinnen und Bauern über das Projekt die Chance bieten können, einen alternativen Weg zu gehen. Ziel muss es sein, dass sich umweltgerechtes Wirtschaften für Landwirte lohnt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der entscheidende Hebel für eine naturverträglichere Landwirtschaft liege, so betonte der NABU-Bundesgeschäftsführer, in der Ausgestaltung der künftigen EU-Agrarpolitik. Landwirte müssten deutlich besser für ihre konkreten Naturschutzleistungen entlohnt werden.

Einmal pro Jahr – von Februar bis Juli – sind neue Bewerbungen für den Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ möglich. Die ausgewählten Betriebe erhalten dabei eine Anschubfinanzierung von bis zu 60.000 Euro. Auf der Fachmesse für Bio-Lebensmittel in Nürnberg oder dem Umweltfestival am Brandenburger Tor werden sie feierlich ausgezeichnet. 2018 konnte insgesamt eine Fördersumme von rund 310.000 Euro ausgeschüttet werden.

Seit Beginn des Projekts wurden 53 Landwirte aus elf Bundesländern auf ihrem Weg zum Bio-Betrieb unterstützt, vom Milchbauern über Saatgut-Produzenten, Winzer oder Schäfer bis hin zum Walnuss-Bauern. Durch die Umstellung sind ihre Flächen nun beispielsweise frei von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat, die nachweislich Böden, Insekten und Vögeln schaden.

Alnatura-Geschäftsführer Götz Rehn: „Wir freuen uns, den Bio-Landbau in Deutschland entscheidend mit steigern zu können. Auch unsere Kunden haben durch die Wahl der ‚Gemeinsam Boden gut machen‘-Produkte die Chance, ihren Beitrag zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft in Deutschland zu leisten.“

Die nächste Bewerbungsrunde startet im Februar 2019 und läuft bis zum 31. Juli 2019

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NABU: Zunahme illegaler Wolfstötungen ist alarmierend

Miller: Abschüsse von Wölfen sind kein Kavaliersdelikt

Berlin, 22.11.2018 – Mit Blick auf die heute vorgelegten offiziellen Zahlen zur Entwicklung von Wölfen in Deutschland bezeichnet der NABU die steigende Zahl der illegalen Wolfstötungen als alarmierend. Allein in diesem Jahr wurden bereits acht Wölfe mit Schussverletzungen tot aufgefunden. Seit 2000 wurden damit bisher bundesweit 35 Tiere illegal geschossen. Die Dunkelziffer an illegaler Bejagung ist mit großer Wahrscheinlichkeit viel höher. Das zeigen auch immer wieder Untersuchungen an Wölfen, die bei Verkehrsunfällen zu Tode kamen. Zuletzt wurde bei einer überfahrenen Fähe vor Usedom festgestellt, dass sie zu Lebzeiten mit Schrot beschossen wurde, daran jedoch nicht starb.

„Illegale Tötungen von Wölfen sind kein Kavaliersdelikt und gehören strengstens geahndet. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Neben der Bedrohung durch menschliche Bejagung ist für viele Wölfe der Straßenverkehr die größte Gefahr: Alleine dieses Jahr kamen 50 Wölfe im Straßenverkehr zu Tode. Damit liegt die Zahl seit 2000 bei 200 verkehrstoten Tieren. Dazu kommt die natürliche Sterblichkeit, die gerade im ersten Lebensjahr bei etwa 50 Prozent liegt.

73 Rudel, 30 Paare und drei territoriale Einzeltiere – das sind die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) offiziell vorgelegten Bestandszahlen von Wölfen in Deutschland aus dem Monitoringjahr 2017/18.
„Dieser Zuwachs der Territorien von rund 27 Prozent ist aus biologischer Sicht vollkommen normal für die Entwicklung der Wolfspopulation, solange es sowohl genügend Rückzugsräume als auch ausreichend Nahrung wie Rehe und Wildschweine gibt. Einen günstigen Erhaltungszustand hat die Population dennoch noch nicht erreicht“, so NABU-Wolfsexpertin Marie Neuwald. Aus NABU-Sicht wirken sich die Verluste durch illegalen Abschuss und Verkehr auf die Wolfspopulation aus. Solange diese so hoch sind, ist der gute Erhaltungszustand in weiter Ferne.

Der NABU kritisiert Vertreter aus Politik und Landwirtschaft sowie Teile der Jagdlobby, die immer wieder aufs Neue eine Bejagung der Wölfe fordern, und dies unter dem Deckmantel des Herdenschutzes. „Abschussquoten von Wölfen helfen keinem einzigen Weidetier, solange die Herde nicht möglichst wolfssicher geschützt wird. Bejagung ist kein Herdenschutz. Das darf den betroffenen Tierhaltern auch nicht als Lösung suggeriert werden“, so Neuwald weiter. Vor diesem Hintergrund begrüßt der NABU die Entscheidung der EU, Herdenschutz und Kompensation nun zu 100 Prozent fördern zu können. Jetzt seien die Länder am Zug, die Förderung schnellstmöglich und unkompliziert zu ermöglichen.

Der NABU lehnt die Forderung der Schweizer Regierung ab, den strengen Schutzstatus des Wolfes in der Berner Konvention zurück zu stufen. Zielführender sei es, endlich alle Akteure – die Wissen zum Wolf oder zur Weidetierhaltung haben ­ zusammenzubringen, und zwar mit dem festen Vorsatz, den Herdenschutz europaweit voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund appelliert der NABU wiederholt an die Bundesregierung und das Landwirtschaftsministerium, ein nationales Kompetenzzentrum für Herdenschutz und Innovation einzurichten, anstatt sich hinter zeit- und personalaufwändigem Gerangel um unnötige Gesetzesänderungen zu verstecken. So genannte auffällige Wölfe können im Einzelfall bereits jetzt schon laut geltendem Naturschutzrecht entnommen werden. Guter und praktikabler Herdenschutz dagegen bleibt das A und O und muss entsprechend gefördert werden – daran führt kein Weg vorbei.

Hintergrund:
Wie in den vergangenen Jahren befinden sich laut BfN und DBBW in Brandenburg mit nun 26 Rudeln und 12 Paaren die meisten Wolfsterritorien. Sachsen und Niedersachsen haben jeweils 22 Wolfsterritorien, wobei in Sachsen die Anzahl der Rudel mit 18 höher ist als in Niedersachsen mit 13.
Weitere Rudel gibt es in Sachsen-Anhalt (ein Territorium weniger als im Vorjahr), Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Im Freistaat wurde zum ersten Mal ein Rudel bestätigt. Die territorialen Einzeltiere verteilen sich auf Mecklenburg-Vorpommern (2) und Thüringen (1).
Somit sind in sieben Bundesländern Wölfe territorial ansässig, in allen anderen Flächenländern außer dem Saarland wurden durchziehende Wölfe nachgewiesen. Das zeigt, dass es in allen Ländern Gebiete gibt, die als potentielle Wolfsterritorien in Frage kommen. Den Regierungen und Weidetierhaltern dieser Länder empfiehlt der NABU, sich frühzeitig um einen guten Herdenschutz zu kümmern. Auch durchziehende Wölfe können Schaden anrichten, wenn sie auf ungenügend geschützte Weidetiere treffen.

Das Monitoring bezieht sich auf den Zeitraum von 1. Mai 2017 (Geburt der Welpen) bis zum 30. April 2018. Da die Auswertung der Monitoringdaten aus den Ländern durch die DBBW Zeit benötigt, werden die Daten mit einigen Monaten Verzug veröffentlicht.

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NABU fordert Kohle-Ausstieg und eine neue EU-Agrarpolitik

NABU fordert Kohle-Ausstieg und eine neue EU-Agrarpolitik
Weißstorn (c) NABU/Natalie Meyer

Bundesvertreterversammlung tagte in Hamburg

Hamburg/Berlin – Der NABU hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, den Klimaschutz national und international stärker voranzutreiben und sich endlich für eine andere EU-Agrarpolitik einzusetzen. Deutschland muss bei der UN-Klimakonferenz Anfang Dezember in Polen mit den Ergebnissen der Kohlekommission deutliche Signale setzen. Denn in Kattowitz wird nicht nur das Regelwerk des Pariser Klimaabkommens verhandelt, auch die nationalen Klimaschutz-Beiträge müssen noch deutlich gesteigert werden. Die Weltgemeinschaft, die im Zentrum der polnischen Kohlewirtschaft zusammenkommt, blickt mit Spannung nach Deutschland und wartet auf ein beispielgebendes, deutliches Signal beim Kohleausstieg.

„Der Klimawandel ist Alltagsrealität. Der Dürresommer in diesem Jahr zeigt nur eines von vielen Problemen, denen sich Deutschland künftig noch vermehrt stellen muss. Umso dringlicher ist es, alles zu versuchen, die Klimaschutzziele 2020 noch zu erreichen“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Untrennbar mit dem Klimaschutz verbunden ist auch ein Umsteuern in der Landwirtschaft. Die herrschende EU-Agrarpolitik zwingt die deutschen Bauern dazu, das Letzte aus Äckern und Ställen herauszupressen, unter hohem Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Darunter leiden Artenvielfalt und Klima gleichermaßen. Scharf kritisierte der NABU-Präsident die zuständige Ministerin Julia Klöckner. Sie sei trotz fortgeschrittener EU-Verhandlungen immer noch nicht in der Lage oder willens eine deutsche Position zu kommunizieren. „Offenbar scheut Frau Klöckner eine offene Debatte über ein System, das selbst ihre eigenen Berater als schädlich und völlig ungeeignet bezeichnet haben“, so Tschimpke.

Rund 260 NABU-Delegierte tagten am Wochenende zur NABU-Bundesvertreterversammlung in Hamburg und verabschiedeten eine Resolution, die von der Bundesregierung entschlossenes Auftreten beim Agrarministerrat am 19. November 2018 verlangt. Des Weiteren bekannten sich die NABU-Delegierten zu einer starken EU. Die anstehende EU-Wahl sei entscheidend, um die Ziele des Naturschutzes zu sichern.

Zum Klimaschutz gehörten wiederum auch mutige Schritte im Verkehrsbereich. Von der „Nationalen Plattform Mobilität“ der Bundesregierung bis Ende des Jahres müsse ein klares Signal ausgehen, wie die Klimaschutzziele im Verkehr endlich eingehalten würden. Es gäbe eine ganze Reihe an sinnvollen Maßnahmen, wie der Klimaschutz auch auf der Straße umgesetzt werden kann. Das Verkehrsministerium dürfe sich nicht länger von der Autoindustrie rumschubsen lassen, die bisher bei jeglichen wirkungsvollen Ideen im Verkehr auf der Bremse steht.

Der Landesverband NABU-Hamburg war in diesem Jahr Gastgeber der Bundesvertreterversammlung. Alexander Porschke, Vorsitzender beim NABU Hamburg, weißt noch mal explizit auf die doppelte Abgasbelastung in der Hansestadt hin: „Eine Stadt wie Hamburg muss sich doppelt anstrengen, um seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Neben der Reduktion der Schadstoffbelastung durch den Straßenverkehr fordern wir, dass die Stadt endlich ihre Bürger auch vor dreckigen Schiffsabgasen schützt. Eine Landstromanlage, die von den Steuerzahlern teuer bezahlt wurde, muss nun mindestens auch von den Kreuzfahrtschiffen genutzt werden.“

Der NABU Hamburg arbeitet eng mit dem NABU Bundesverband zusammen, wenn es um höhere Umweltstandards in der Kreuzfahrt- und Schiffsindustrie geht. Als Stadtverband mit mehr als 23.000 Mitgliedern blickt der Landesverband mittlerweile auf 111 Jahre erfolgreiche Naturschutzarbeit. Er ist nicht nur politischer Treiber, wenn es um Erhalt von Hamburgs Grün geht, sondern bietet Naturschutzmachern zahlreiche Möglichkeiten Naturerlebnisse zu erleben und selbst bei der Gestaltung der „StadtNatur“ mitzuwirken.

Die NABU-Bundesvertreterversammlung tagte am 17. und 18. November in Hamburg.
Weitere Informationen zur Klimapolitik: www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/klima-und-luft/klimaschutz-weltweit/25094.html

Der NABU ruft zur Demonstration „Kohle stoppen – Klimaschutz jetzt!“ am 1. Dezember in Köln und Berlin auf. Getragen von einem breiten Bündnis Umwelt- und zivilgesellschaftlicher Organisationen werden um 12 Uhr viele Tausend Menschen in Köln von der Deutzer Werft zum Dom und in Berlin vom Kanzleramt zur Friedrichstraße ziehen. Mehr Infos unter: www.klima-kohle-demo.de

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