Grüne Quellen
Samstag, 1. Oktober 2022 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

Karlsruhe: Stadt hat mehr Bäume gepflanzt als im Vorjahr

Karlsruhe: Stadt hat mehr Bäume gepflanzt als im Vorjahr
Aktuell blühen schon viele Bäume / Foto: Stadt Karlsruhe

1151 Exemplare sind neu dabei / 333 mehr als Saison 2020/21

Mit der intensiven Frühjahrssonne beginnen auch in Karlsruhe die ersten Bäume auszutreiben. Die Gehölze haben in der Pflanzsaison 2021/22 wieder viel Verstärkung bekommen: Insgesamt hat das Gartenbauamt 1151 Exemplare im gesamten Stadtgebiet und damit 333 mehr als in der vorangegangenen Periode 2020/2021 gepflanzt. Im Vergleich zur Saison 2019/2020, als lediglich 569 neue Bäume eingesetzt wurden, handelt es sich sogar um ein Plus von 582 Stück und damit um eine Verdoppelung.

Der größte Teil der Pflanzung erfolgte im Herbst 2021 mit insgesamt 984 Exemplaren. In den ersten Monaten 2022 wurden noch einmal 167 Bäume gesetzt. Etwas bessere Voraussetzungen für ein gutes Anwachsen und Gedeihen bietet aus fachlicher Sicht die Herbstpflanzung. Insbesondere die gute Feuchtigkeitsversorgung im Winter kommt den Jungbäumen zugute.

636 neue Standorte / 515 Ersatzbäume
Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren haben Neupflanzungen im Zusammenhang mit neuen Grünflächen oder mit Bauprojekten die Zahl der Nachpflanzung übertroffen. 636 Bäume kamen an neue Standorte, 515 Exemplare sind Ersatz für Schadbäume, die aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten. Hauptbaumart bei den Neupflanzungen stellen erneut die Ahorne mit 267 Exemplaren dar, gefolgt von den Linden mit 254. Auf Platz drei folgen die Eichen mit 94 Jungbäumen in unterschiedlichen Arten und Sorten. Sie liegen knapp vor den Kirschen, von denen 73 Stück gepflanzt wurden. Bei den übrigen Baumpflanzungen kamen weitere 15 Baumarten in unterschiedlichen Sorten zum Einsatz.

Die größte Pflanzmaßnahme geschah – wie schon im Vorjahr - im Zuge der Kombilösung: Entlang der Straßenbahntrasse und auf dem Kriegsstraßentunnel wurden 157 Linden gepflanzt, die sich zu einem grünen Kriegsstraßen-Boulevard entwickeln werden. Zudem brachte das Gartenbauamt entlang der Anliegerfahrbahn der Kriegsstraße 52 Dreizahn-Ahorne sowie 17 Platanen in die Erde. Mit rund 100 Bäumen aus 13 Arten überstellt wurde auch der neu gestaltete Gästeparkplatz des Karlsruher SC. Im Übergang zum Hardtwald sind dies in erster Linie heimische Baumarten wie die Eiche, Birke, Hainbuche oder Linde, aber auch 11 Rotbuchen (Baum des Jahres 2022).

Straßenbäume und Baumaßnahmen
Der Straßenzug der Steinmannstraße in Rüppurr erhielt ebenfalls 90 neue Bäume in verbesserten Baumbeeten. Hauptbaumart ist hier der Ahorn. In der Durlacher Brühlstraße stehen nun 11 Eschen der Sorte Raywood. Im Zuge der Umgestaltung des ehemaligen Nordfriedhofes in Neureut in eine öffentliche Grünanlage, den Hermann-Meinzer-Park, sind 46 neue Bäumen vorgesehen. Auch der Otto-Dullenkopf-Park hat im Herbst zusätzliche Bäume erhalten. Diese 22 Bäume sind ein Teil des Ersatzes für die im Zuge der Baumaßnahme zum Badischen Staatstheater notwendig gewordenen Baumfällungen.

Darüber hinaus pflanzte das Gartenbauamt viele Bäume an Straßen und auf Spielplätzen, aber auch in Schulhöfen oder Freianlagen von Kindertageseinrichtungen. Damit die Neupflanzungen gut gedeihen, ist jetzt ein intensives Bewässern notwendig. Nur so können die jungen Bäume die trockenen Wetterlagen gut überstehen und sich zu stattlichen Bäumen entwickeln.








Verschiedenes 

NABU: Schwalben künden vom nahenden Sommer

Die gefährdeten Glücksboten brauchen Hilfe / Mehr Bewerbungen für NABU-Auszeichnung „Schwalbenfreundlichen Haus“

Berlin, 21.3.22 – Ihr munteres Zwitschern verbinden viele Menschen mit dem Sommer: Die Schwalben kehren Ende März aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück und läuten damit den wärmeren Teil des Jahres ein. Leider hat ihr Bestand in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen. Dem will der NABU mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ etwas entgegensetzen. Immer mehr Hausbesitzende machen mit. Die häufigsten Schwalbenarten bei uns sind Rauch- und Mehlschwalben. Mit jeweils etwa 700.000 Brutpaaren gibt es allerdings nur noch halb so viele Vögel wie vor 30 Jahren. Die Mehlschwalbe ist gefährdet, die Rauchschwalbe steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Gründe sind das Insektensterben sowie Trockenheit im Winterquartier durch die Klimakrise und Extremwetterereignisse auf dem Zugweg. Außerdem finden die Vögel immer weniger Nistmöglichkeiten. Mehlschwalben nisten außen an Gebäuden, Rauchschwalben in offenen Scheunen und Ställen. „Um Verschmutzungen zu vermeiden, entfernen Hausbesitzende die Nester von Mehlschwalben. Und Bauern verschließen häufig Rauchschwalben ihre Ställe, um vermeintlichen Hygieneanforderungen gerecht zu werden. Dabei besteht gar keine Gesundheitsgefährdung durch Schwalben“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler.

Die Mehlschwalbe mit ihrem leuchtend weißen Bürzel und Bauch und dem tief gekerbten Schwanz nutzt vor allem rau verputzte Hauswände unter geschützten Dachvorsprüngen zum Bau ihres Nestes. Sie brütet gerne in Kolonien. Das bringt jedoch Kot und Reste von Nistmaterial an Fassaden und auf dem Boden mit sich, über die sich die Hausbewohner ärgern. „Viele Nester werden daher mutwillig zerstört, dabei würde ein einen halben Meter unterhalb der Nester angebrachtes Brett oder eine gelegentliche Säuberung bereits helfen, Verschmutzungen zu vermeiden“, so Rümmler.

Rauchschwalben, die über ihre braunrote Färbung von Kehle und Stirn gut erkennbar sind, bevorzugen Balken oder Mauervorsprünge in Ställen, Scheunen oder Carports. Um Rauchschwalben bei der Nistplatzsuche zu helfen, rät Rümmler: „Möglichst viele Lager und Ställe sollten in der warmen Jahreshälfte nicht komplett verschlossen sein. Eine Einflugluke reicht Rauchschwalben bereits.“

Wer an Wohnhaus, Garage, Carport oder Stall Nistplätze für Schwalben anbietet, erhält vom NABU die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“. Immer mehr Menschen engagieren sich auf diese Weise für den Schwalbenschutz – 2021 waren es fast 2.000. Seit Start des bundesweiten Projektes 2017 gab es allein über 8.300 Bewerbungen bei der Koordinationsstelle des NABU. Hinzu kommen Bewerbungen direkt bei den NABU-Aktiven vor Ort. Rümmler: „Das ist auch ein Beitrag dazu, dass sich die Bestände beider Arten in den letzten zehn Jahren stabilisiert haben, wenn auch auf niedrigem Niveau. Es wäre wünschenswert, dass noch mehr Hausbesitzende mitmachen.“ Eine Schwalbe macht eben noch keinen Sommer.

Mehr




Verschiedenes 

Tag des Waldes: Stadtwald schätzen und bewahren

Tag des Waldes: Stadtwald schätzen und bewahren
Frühblühende Traubenkirsche / Foto: Stadt Karlsruhe

Wald und Holz sind heute wichtiger denn je

Für die Unterstützung des Stadtwaldes als Ökosystem wirbt die Stadt Karlsruhe zum "Tag des Waldes" am 21. März. Ins Leben gerufen hat den Internationalen Tag die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) 1970 als Reaktion auf die globale Waldvernichtung. Seither wird an diesem Tag daran erinnert, welche Bedeutung der Wald für die Menschen hat – sowohl weltweit als auch vor der eigenen Haustüre.

Die Stadt Karlsruhe wirft hierfür einen Blick in die Chroniken des Forstamtes: Dort beschreibt der frühere Karlsruher Förster Wilhelm Löffler eindrucksvoll die wechselvolle Bedeutung des Grünwettersbacher Waldes für die Bevölkerung zwischen 1927 bis etwa 1970. Denn für die bäuerliche Dorfgemeinschaft lieferte der Wald Ende des 19. Jahrhunderts Brennholz, Viehfutter und Einstreu für den Stall. Der Förster hatte für die gerechte Verteilung zu sorgen und Diebstahl zu verhindern. Erst später mit dem Bau eines nahegelegenen Sägewerks und eines Küchenherstellers wurden die Buchenstämme zu hochwertigen Möbeln verarbeitet.

Überlebenswichtig im Krieg
Über zwei Weltkriege hinweg war der Wald überlebenswichtig. Neben Brennholz wurden die ölhaltigen Bucheckern säckeweise gesammelt, zu Öl gepresst und linderten so die Nahrungsknappheit. Nach dem zweiten Weltkrieg sorgte die Industrialisierung dafür, dass der Wald immer weniger als Rohstoffquelle, aber dafür immer stärker als Ort der Erholung gebraucht wurde. Mit großer Verwunderung schreibt Wilhelm Löffler, mittlerweile im Ruhestand, dass die Forstleute jetzt Bänke bauen und Wege ertüchtigen müssen, damit Menschen sich im Wald erholen können.

Heute ist der Wald auch ein wichtiger Rückzugsort für viele Tier- und Pflanzenarten, Helfer im Kampf gegen den Klimawandel und wichtig für den Schutz des Trinkwassers. Insbesondere ist der Stadtwald ein Ort zum Durchatmen, Entspannen, Erholen und Natur erfahren für die Karlsruher Stadtbevölkerung.

zum Bild oben:
Die frühblühende Traubenkirsche läutet im Stadtwald den Frühling ein.
Foto: Stadt Karlsruhe

Mehr




Veranstaltungen 

„Shinrin Yoku“ - Waldbaden

„Shinrin Yoku“ - Waldbaden
Waldbaden: Liege © Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen

mit Revierförster Johannes Wiesler

BAD KROZINGEN. Im Gemeindewald Bad Krozingen - Biengen bietet die Kur und Bäder GmbH zusammen mit Revierförster Johannes Wiesler sowie zertifizierten Naturcoaches und Waldpädagogen regelmäßig geführte Touren an. Am Freitag, den 25. März 2022, um 14.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr, bietet Revierförster Johannes Wiesler eine Führung durch den Waldbadepfad im Käppeledobel Bollschweil - St. Ulrich mit anschließendem Grillbuffet an.

„Shinrin Yoku“ kommt aus Japan und lautet übersetzt etwa „Baden in Waldluft“, in Deutschland wird es schlicht „Waldbaden“ genannt. In Japan wird „Shinrin Yoku“ bereits seit vier Jahrzenten zum Erhalt und der Förderung von Gesundheit angewandt. Bereits nach einem 15-minütigen Spaziergang im Wald normalisiert sich unser Herzschlag, sinkt der Blutdruck, die Lungen weiten sich, wodurch wir besser durchatmen können.

Als Revierförster im Gemeindewald Bollschweil - St. Ulrich hat Johannes Wiesler tagtäglich mit Bäumen und dem Wald zu tun. Sein Revier umfasst 1100 Hektar, welches sich auf sechs Gemeinden verteilt. Beim Waldbaden möchte er die Menschen dafür sensibilisieren, wieder ein engeres Verhältnis mit der Natur einzugehen und in die beruhigende Atmosphäre der Natur einzutauchen.

Am Freitag, den 25. März 2022 um 14.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr, findet eine Führung durch den Waldbadepfad im Käppeledobel Bollschweil - St. Ulrich, mit Revierförster Johannes Wiesler, statt. Bei dieser Veranstaltung gibt es im Anschluss ein Grillbuffet mit Brot und Getränken. Angemessene Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig.

Der Preis beträgt 34,00 € pro Person zzgl. Vvk-Gebühr. Eine Ermäßigung von 2,00 € erhalten Teilnehmer bei der Vorlage der Gästekarte, BK-Kundenkarte, BZCard, Schüler-/Studentenausweis. Die Tickets sind über die Tourist-Info Bad Krozingen unter Tel. +49 7633 4008 - 163 oder www.bad-krozingen.info erhältlich.

Der Waldweg wird über die Abzweigung Kreisstraße (K4956) Richtung „St. Ulrich“ erreicht. Nach 2,5 km links in den Waldweg „Dachshaldenweg“ (vor Aubach) abbiegen. Es gibt eine Mitfahrgelegenheit bei vorheriger Anmeldung bei der Tourist-Info Bad Krozingen um 14.00 Uhr.

Die Veranstaltungen finden bei jedem Wetter statt – außer bei Gewitter, Sturm und Starkregen.





Verschiedenes 

NABU: Warum unsere Wälder jetzt mehr Schutz denn je brauchen

NABU: Warum unsere Wälder jetzt mehr Schutz denn je brauchen
(c) NABU/ Klemens Karkow

Krüger: Waldkrise hat beispielloses Ausmaß angenommen / Mehr Schutz durch naturbelassene Wälder & nachhaltige Waldbewirtschaftung

Berlin, 18.3.22 – Zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März macht der NABU auf den dramatischen Zustand der Wälder weltweit aufmerksam und fordert mehr Anstrengungen zum Schutz und zur Wiederherstellung gesunder Waldökosysteme. Um in der Klimakrise zu bestehen, müssen Politik und heimische Forstwirtschaft nun einen Paradigmenwechsel zur naturnahen klimaresilienten Waldbewirtschaftung vollziehen.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Die Waldkrise hat ein beispielloses Ausmaß angenommen. Neben Dürren, Hitze, Schädlingsbefall, Stürmen, Feuer und Fluten ist die zu einseitige Ausrichtung der Forstwirtschaft auf Holzernte und ein nicht nachhaltiges Waldmanagement für den hohen Verlust verantwortlich. Den anhaltenden Rufen nach mehr Holzernte, der Einführung fremder Baumarten oder einer Verfeuerung von Frischholz für die Energieerzeugung muss eine klare Absage erteilt werden. Was wir jetzt brauchen sind starke Maßnahmen, die den Druck auf die Wälder wirksam reduzieren. Es braucht eine Waldwende, mit dem Ziel, die natürliche Widerstandskraft der Wälder langfristig wiederherzustellen, ihre überlebenswichtigen Funktionen zu stabilisieren und das Klima so auf natürlich Weise zu schützen.”

Der NABU ruft ausdrücklich die Holz- und Forstwirtschaft und Wirtschaftsverbände dazu auf, gemeinsam mit Umweltverbänden an Lösungen zu arbeiten. Nichts würde der deutschen Holzwirtschaft stärker Schaden, als dem Waldsterben weiterhin freien Lauf zu lassen. Für mehr Widerstandsfähigkeit müssen sich nun vor allem die großen Wirtschaftswaldflächen in Richtung naturnaher Mischwälder mit heimischen Baumarten entwickeln können. Für die dabei erbrachten Ökosystemleistungen müssen Waldbesitzerinnen und -besitzer angemessen honoriert werden. Parallel dazu braucht es eine Effizienzstrategie für Frisch- und Altholz. Anreize müssen zu hoher Regionalität, Wertschöpfung und Wiederverwendung nach dem Kaskadenprinzip führen. Das sichert auch die Holzversorgung in Zukunft. Da der Waldverlust im globalen Süden auch durch den Fleischkonsum angetrieben wird, setzt sich der NABU darüber hinaus für eine Reduktion der Tierbestände ein, für weltweite Standards bei der Holzproduktion sowie eine starke EU-Verordnung gegen importierte Entwaldung.

Sven Selbert, Referent für Waldnaturschutz und Nachhaltige Waldnutzung: "Wenn wir den Wald nicht retten, drohen wir einen der wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen die Naturkrise zu verlieren. Deshalb gilt es jetzt einen signifikanten Anteil der Waldflächen Deutschlands, insbesondere alle verbliebene Altwälder, unter strengen Schutz zu stellen. Solche Wälder sind nicht nur schön. Sie übernehmen überlebenswichtige Aufgaben wie den Schutz der biologischen Vielfalt, die Bereitstellung von sauberem Wasser, kühler Luft sowie Hochwasser- und Erosionsschutz.”

Hintergrund: Waldkrise in Deutschland und global
Trotz Warnung des Weltklimarates vor irreversiblen Schäden und des ohnehin schon geschädigtem Ökosystem Wald, kommt die Weltgemeinschaft ihrer Verpflichtung zur Eindämmung der Entwaldung nicht nach. Im Gegenteil: steigender Nutzungsdruck, etwa für die Bereitstellung von Holz zur Energieerzeugung, und Klimakrise bedrohen die Wälder weltweit existenziell. Dadurch werden wichtige Funktionen des Waldes, etwa Kühlung, Bereitstellung von Lebensraum oder Kohlenstoffspeicherung, stark bedroht: Die Fähigkeit des Amazonasregenwaldes sich von Störungen wie Dürren oder Bränden zu erholen, lässt so stark nach, dass eine irreversible Versteppung mit weitreichenden Folgen droht. Die Regenwälder Südostasiens wurden nie so schnell zerstört wie zuletzt, was weitere enorme Mengen an Treibhausgasen freisetzte. Auch der heimische Wald wird zunehmend instabil: 80 Prozent aller Bäume zeigen bereits Schäden. Allein zwischen 2018 und 2021 wurden fünf Prozent Waldverlust in Deutschland dokumentiert.





Verschiedenes 

NABU zum Ausbau der erneuerbaren Energien: Gesetzesentwürfe sind zu einseitig

Krüger: Naturkrise und Klimakrise können nur gemeinsam gelöst werden

Berlin - Das Klima- und Energieministerium hat zwei Gesetzesentwürfe für den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien an Land und auf See vorgelegt. Nach Wunsch des Ministeriums sollen die Entwürfe zeitnah im sogenannten Osterpaket beschlossen werden. Die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sieht die nahezu vollständige Klimaneutralität in der Stromerzeugung bereits bis 2035 vor. Dafür passen die Entwürfe die entsprechenden Ausbaumengen für Photovoltaik sowie Windenergie an Land und auf See an.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger zu den Gesetzesentwürfen:

„Der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien ist wichtig und richtig. Sie sind ein wichtiger Baustein zur Reduktion der CO2-Emmissionen und zur Abkehr von fossilen Energieträgern. Klimaschutz und Naturschutz sind dabei zwei Seiten derselben Medaille. Das eine wird ohne das andere nicht gelingen und muss deshalb zusammen gedacht werden. Ein pauschaler Vorrang erneuerbarer Energien gegenüber allen anderen Schutzgütern, inklusive des Naturschutzes, wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Klimaschutz- und Naturschutzbelange müssen sich auf Augenhöhe begegnen. Die Referentenentwürfe fokussieren im Moment zu sehr auf angebliche Hemmnisse durch den Naturschutz und adressieren an vielen Stellen nicht die eigentlichen Ursachen für den schleppenden Ausbau. An Land sind das neben fehlendem Personal in Planungs- und Genehmigungsbehörden vor allem pauschale Abstände zur Wohnbebauung. Das verschiebt den Ausbau der Windenergie in sensible Naturschutzbereiche. Auch bei der Solardachpflicht werden noch Potenziale verschenkt. Auf See ist beabsichtig, die ohnehin schon stark belastete Nord- und Ostsee noch mehr zu beanspruchen. Hier müssen die ökologisch sensiblen Meeresschutzgebiete ausgeklammert, ökologische Standards und Beteiligungsrechte erhalten werden. Klimaschutz und Naturschutz stehen nicht miteinander im Wettbewerb. Wir fordern deshalb deutliche Nachbesserungen durch die beteiligten Ministerien.”





Verschiedenes 

NABU zur Naturkrise

Wir brauchen Trendumkehr beim Artensterben und Verlust von Lebensräumen

Krüger: Das neue Weltnaturabkommen darf der Bedeutung des Pariser Klimaabkommens in nichts nachstehen

Berlin/Genf, 13.3.22 – Heute kommen die UN-Vertragsstaaten zu einem Vorbereitungstreffen anlässlich der bevorstehenden Weltnaturkonferenz in Kunming zusammen. Die dortigen Gespräche und Verhandlungen bilden die Grundlage für ein neues globales Weltbiodiversitätsabkommen, das schon diesen Sommer verabschiedet werden könnte. Der NABU fordert die Vertragsstaaten auf, bereits jetzt den Pfad für ein verbindliches Abkommen mit messbaren Zielen, umfassenden Monitoringmaßnahmen und ausreichender Finanzierung vorzuzeichnen.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: “Die Naturkrise bedroht unsere Lebensgrundlage massiv: Mit jeder weiteren ausgestorbenen Art, jedem weiteren Hektar Boden, der an Fruchtbarkeit verliert und jedem Feuchtgebiet, das austrocknet, steigt das Risiko, zukünftig nicht auf diesem Planeten überleben zu können. Doch das Artensterben und der Verlust von Lebensräumen schreiten weiter ungebremst voran. Die gute Nachricht: Dieser Negativtrend kann noch umgekehrt werden. Dafür ist ein schnelles und entschiedenes Handeln aller Nationen notwendig. Das Thema muss in der Politik mehr Priorität bekommen. Deshalb brauchen wir ein Weltnaturabkommen, das der Bedeutung des Pariser Klimaabkommens in nichts nachsteht.”

Konkret fordert der NABU ein umfangreich finanziertes Abkommen mit messbaren Zielen, verbindlichen Maßnahmen zur Umsetzung und aussagekräftigen Indikatoren für die Erfolgskontrolle. Magdalene Trapp, NABU-Expertin für internationale Biodiversitätspolitik und Naturschutz: “Mit der Kunming-Erklärung hat die Weltgemeinschaft bereits bei ihrem letzten Zusammentreffen im Herbst gezeigt, dass sie die Dringlichkeit der Naturkrise verstanden hat. Diesen Worten müssen nun Taten folgen: In Genf können die Vertragsstaaten den Weg für ein wirksames Abkommen im Kampf gegen den Verlust der Biodiversität ebnen und die Natur wieder auf einen Pfad der Erholung bringen.”





Verschiedenes 

Stadtwald als Deponie missbraucht

Das Abladen von Grünschnitt und Gartenabfällen ist verboten und schädlich

Frühlingszeit ist Gartenzeit: Während viele Freiburgerinnen und Freiburger derzeit ihre Gärten auswintern und die Ankunft des Frühlings genießen, verbringen die Freiburger Revierförster viel Zeit mit Aufräum- und Pflanzarbeiten im Stadtwald. Dort ärgern sie sich zunehmend über teils erhebliche, illegale Ablagerungen von Gartenabfällen und Grünschnitt.

Aktuell betrifft das beispielsweise den Waldrand und die Wegböschungen am Hanfackerparkplatz in Günterstal. Dort hat das Garten- und Tiefbauamt der Stadt bis vor kurzem eine Grünschnitt-Sammelstelle mit mehreren Containern angeboten. Ein super Service, der Wege spart – doch trotz vorhandener Treppen zum Containerrand wurden immer wieder große Mengen Grünschnitt neben den Containern abgelegt. Und es blieb auch nicht bei Grünschnitt: Vermehrt landeten dort auch allerhand Gartenabfälle, die nicht in den Grünschnitt gehören. Daher wurde der Standort im vergangenen Jahr geschlossen.

Der Grünschnitt wird nun aber nach wie vor dort entsorgt und einfach im Wald und an den Böschungen abgeladen – zum großen Schaden der Natur und zum Ärger von Anwohnenden, Waldbesuchenden und Forstamt. Gerade zur Zeit der Schneeschmelze oder bei frühlingshaften Starkregenfällen werden so Wasserableitung verstopft und beschädigt. Außerdem gelangen durch den illegalen Grünschnittabfall auch Müll und Zierpflanzen in den Wald, die dort nicht vorkommen. Diese sogenannten Neophyten (aus dem Griechischen: neue Pflanzen) verbreiten sich bereits so stark, dass sie vielerorts die heimische Flora und damit auch viele seltene Stauden und Kräuter völlig verdrängen.

Das Forstamt behält sich vor, Bußgelder zu verhängen. Diese liegen je nach abgelagerter Menge zwischen 30 und 300 Euro, zuzüglich der Entsorgungskosten. Bei unbekannten Verursachern muss diese das Forstamt tragen, was letztlich die Steuerzahlenden belasten und zu Gebührenerhöhungen führt.

Daher weißt das Forstamt auf die Alternativen hin, Gartenabfälle und Schnittgut legal zu entsorgen: Alle Bürgerinnen und Bürger können Schnittgut kostenlos an den drei städtischen Recyclinghöfen St. Gabriel in der Herrmann-Mitsch-Straße, im Schnaitweg 7 und in der Carl-Mez-Straße entsorgen. Außerdem informiert der Abfallkalender der ASF über einen Frühjahrs- und einen Herbsttermin, an dem gebündeltes und am Gehweg abgelegtes Schnittgut abgeholt wird. Das Forstamt appelliert, diese Angebote zu nutzen, statt den Stadtwald als Deponie zu missbrauchen und damit der Natur zu schaden.







Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25