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Veranstaltungen 

Freiburg: Vielfältiger Stadtwald

Freiburg: Vielfältiger Stadtwald
Waldhaus Radtour / Foto: Nicole Schmalfuss

Radtour in drei Etappen und Schauinsland-Wanderung am 27. September. Jetzt anmelden

Mehr Anlass geht nicht: Die Stadt Freiburg feiert (mit Einschränkungen) ihren 900. Geburtstag, das städtische Umweltdezernat begeht in diesen Wochen sein 30-jähriges Jubiläum, im Waldhaus nimmt die große Ausstellung „Stadt Wald Mensch – 900 Jahre Wald für Freiburg“ wieder Fahrt auf.

Diese drei schönen Termine haben das städtische Forstamt und das Waldhaus genutzt, um eine – in dieser Form nie dagewesene - Radtour zu organisieren. Am Sonntag, 27. September, führt diese Tour vom Mooswald hinauf zum Schauinsland. In Kooperation mit der Universität Freiburg gibt es zeitgleich auch eine Wanderung am Schauinsland.

Mit 5200 Hektar Wald gehört Freiburg zu den waldreichsten Kommunen Deutschlands. Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Stadt und Wald sind hier eng miteinander verknüpft. Der Stadtwald erstreckt sich vom Mooswald in der Ebene bis zum Gipfel des Schauinslands über 1000 Höhenmeter. Bedingt durch unterschiedliche Böden, Niederschläge, Temperaturen und Geschichte der Bewirtschaftung haben sich von den Eichen-Hainbuchenwäldern in der Ebene bis zu den subalpinen BucheTannenwäldern in der Bergregion vielfältige Waldbilder entwickelt. Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß und Revierförster Bernhard Friedmann führen nun am Sonntag, 27. September, mit Fahrrad oder E-Bike durch die Wälder der verschiedenen Höhenlagen.

Die gesamte Strecke der Radtour umfasst etwa 40 Kilometer und 1.400 Höhenmeter. Ohne Elektroantrieb erfordert sie entsprechende Kondition. Jedoch besteht die Möglichkeit, auch nur eine oder zwei der insgesamt drei Etappen zu bewältigen. Das entspannte Tempo richtet sich nach den unmotorisierten Teilnehmenden. Ziel der dritten Etappe ist der Schauinslandgipfel, die Abfahrt von dort erfolgt selbstständig, nach Lust und Laune auch mit gemeinsamer Einkehr im Gasthaus Holzschlägermatte.

Etappe 1 (10 km, flach) startet um 9 Uhr in Waltershofen und führt durch den Mooswald nach St. Georgen. Etappe 2 (10 km, 300 Höhenmeter) beginnt um 10.30 Uhr in St. Georgen und führt über Schönberg und Rehbrunnen zum Waldhaus in der Wonnhalde. Hier besteht die Möglichkeit zum Mittagessen aus dem Suppentopf (bitte bei der Anmeldung angeben). Etappe 3 (20 km, 1.100 Höhenmeter) startet um 13 Uhr, nach dem Mittagessen, am Waldhaus und führt auf den Schauinsland.

Die Tour führt über Forstwege, die Fahrräder müssen entsprechend bereift sein. Ab der zweiten Etappe am Schönberg erklimmen die Fahrer Steigungen bis zu 15 Prozent; zuoberst am Schauinsland sind es kurz auch mal 20 Prozent. Schieben ist keine Schande, eine geeignete Gangschaltung und Kondition (oder E-Unterstützung) sind aber Voraussetzung für eine genussvolle Tour. Das Mindestalter ist 10 Jahre.

Bei schlechtem Wetter wird die Tour gegebenenfalls verkürzt oder abgesagt. Diese Information erfolgt per Mail am Freitag, 25. September, bis 14 Uhr.

Schauinslandwanderung: Von der Bergstation nach Günterstal Auf einer Wanderung von der Bergstation bis zum Fuße des Schauinslands in Günterstal erläutet Prof. em. Dr. Jürgen Huss vom Institut für Waldbau der Universität Freiburg waldbauliche und kulturhistorische Aspekte des Waldes und der Waldbewirtschaftung. Auf einer Gesamtstrecke von 12 bis 15 Kilometer führt die Wanderung fast 1000 Höhenmeter bergab, daher setzt die Teilnahme eine gewisse Kondition und „Geländegängigkeit“ voraus. Die Tour startet um 10.15 Uhr an der Talstation Schauinslandbahn (die Fahrt zahlt jeder selbst) oder alternativ um 11 Uhr am Eingang der Bergstation. Ende ist gegen 17 Uhr.

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist frei. Anmeldungen bis Dienstag, 15. September, beim Waldhaus Freiburg: info@waldhausfreiburg.de, Tel. 0761/896 477 10.

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Verschiedenes 

NABU erinnert an 30 Jahre Nationalparkprogramm der DDR

Miller: Naturschutz in Deutschland profitiert noch heute davon / Bundesregierung muss Naturerbe schützen

Berlin, 11.09.2020 – Das „Tafelsilber der Deutschen Einheit“ feiert Jubiläum: Am 12. September 1990 wurden auf Beschluss des letzten DDR-Ministerrats 4,5 Prozent der Landesfläche der DDR als Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks ausgewiesen. „Diese historische Leistung der DDR-Naturschützer ist nicht hoch genug anzuerkennen“, betont NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Zu verdanken ist dieser Erfolg ambitionierten Naturschützer rund um den engagierten Biologen Michael Succow. Davon profitiert der Naturschutz in Deutschland bis heute.“ Succow war auch maßgeblich an der Vereinigung des NABU zu einem gesamtdeutschen Verband beteiligt. Als NABU-Vizepräsident von 1990 bis 2003 hat er wichtige Impulse für den Aufbau des NABUs in Ostdeutschland gegeben.

Unter den damals gesicherten Flächen sind die fünf Nationalparke Vorpommersche Boddenlandschaft, Jasmund auf Rügen, Müritz, der Hochharz und die Sächsische Schweiz. Dazu kommen sechs Biosphärenreservate: Südost-Rügen, Schorfheide-Chorin, Spreewald, Mittlere Elbe, Rhön und Vessertal sowie 16 Naturparke. Von den Naturparken wurden zunächst aber nur drei beschlossen, nämlich Schaalsee, Drömling und Märkische Schweiz. Damit waren rund 500.000 Hektar oder 4,5 Prozent des DDR-Gebiets gesichert und via Einheitsvertrag in das vereinte Deutschland übernommen. Fast alle übrigen einstweilig gesicherten Naturparke wurden in den Folgejahren noch ausgewiesen. Das gleiche gilt für den bereits zu DDR-Zeiten konzipierten Nationalpark Unteres Odertal. Andere Gebiete wurden erweitert oder umgewandelt. So ist die Schaalseeregion heute Biosphärenreservat und unweit des Vessertals entstand neu der Nationalpark Hainich.

Der Erfolg vom September 1990 hat eine lange Vorgeschichte. Schon 1953 hatte Kurt Kretschmann – Vater der Naturschutzeule und inzwischen verstorbener NABU-Ehrenpräsident – versucht, Nationalparke im DDR-Naturschutzgesetz zu verankern. Der Versuch scheitert ebenso wie spätere, etwa im Elbsandsteingebirge oder auf dem Darß ein solches Reservat einzurichten. So hat am Ende der Westen die Nase vorne, wo 1970 der Bayerische Wald zum ersten deutschen Nationalpark erklärt wird.

Das „Tafelsilber der deutschen Einheit“, wie der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer die 1990 ausgewiesenen Naturschutzgebiete nannte, müsse aber auch Verpflichtung für die heute Handelnden sein. Miller: „Es reicht nicht, sich auf der Vergangenheit auszuruhen. Heutzutage kann man Deutschlands Natur nicht ohne das Nationale Naturerbe denken – die Bundesregierung drückt sich aber aktuell um ihre diesbezüglichen Hausaufgaben.“ Der NABU fordert daher die Regierungskoalition auf, endlich den Weg frei zu machen für die Übertragung der Flächen der sogenannten vierten Tranche im Umfang von insgesamt 30.000 Hektar, wie es im Koalitionsvertrag festgelegt ist.

Hintergrund Nationales Naturerbe (NNE):
Durch die Übertragung bundeseigener Flächen an Bundesländer und gemeinnützige Stiftungen wollen Bundesregierungen seit den 2000er Jahren wertvolle Gebiete für den Naturschutz sichern. Im Koalitionsvertrag hat die amtierende Bundesregierung die Fortführung des Nationalen Naturerbes vereinbart: „Das erfolgreiche Programm „Nationales Naturerbe“ werden wir mit einer vierten Tranche über 30 000 Hektar, darunter 20 000 Hektar von der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH [BVVG], fortsetzen.“ Eine Übertragung der Flächen hat bisher jedoch nicht stattgefunden. Hierfür müsste das Ausgleichsleistungsgesetz (AusglLeistG) angepasst werden, das dafür notwendige Gesetzgebungsverfahren wurde immer noch nicht eingeleitet.

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Verschiedenes 

NABU-Kreuzfahrtranking 2020: Branche nicht auf Kurs für Klimaschutz

Miller: Bisher weitestgehend Lippenbekenntnisse – NABU stellt Fahrplan für emissionsfreie Kreuzschifffahrt vor

Berlin/Hamburg – Das Gros der Kreuzfahrtbranche ist weit davon entfernt, den Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens zu entsprechen. Das ist das Ergebnis des heute veröffentlichten NABU-Kreuzfahrtrankings. Die Abfrage bei den 18 größten Anbietern auf dem europäischen Markt ergab, dass kaum eine Reederei eine konkrete Strategie hat, den konsequenten Umbau der Flotte in Richtung emissionsfreiem Betrieb voranzutreiben. Allenfalls einzelne Unternehmen, wie Ponant und AIDA, haben die Entwicklung entsprechender Antriebe angefangen und teilweise sogar in Pilotprojekten zum Einsatz gebracht. Auch prominente Anbieter aus Deutschland, wie TUI Cruises oder Hapag-Lloyd Cruises, stellen sich noch nicht im nötigen Maße der Herausforderung des Klimaschutzes, schneiden aber zusammen mit MSC und dem norwegischen Anbieter Hurtigruten deutlich besser ab als der Branchenschnitt.

„Klimaschutz in der Kreuzschifffahrt ist derzeit vor allem ein Lippenbekenntnis. Neun von 15 Anbietern bekennen sich zwar auf Nachfrage zu den Pariser Klimazielen. Sie haben aber keine nachvollziehbare Strategie, wie die Ziele erreicht werden können“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Noch mehr hapert es an der Umsetzung. Der Branche läuft die Zeit davon, wenn sie im Jahr 2050 vollständig emissionsfrei unterwegs sein möchte.“

Mit Blick auf die durch das Corona-Virus bedingte Krise der Branche warnten die Umweltschützer davor, bereits in Aussicht gestellte Investitionen in den Klimaschutz zurückzunehmen. Daniel Rieger, NABU-Kreuzfahrtexperte: „Die bislang erfolgsverwöhnte Branche sollte die Zwangspause nutzen, um sich ernsthaft mit der Frage zu beschäftigen, unter welchen Vorzeichen die Kreuzfahrt eine Zukunft haben kann. Auch die Politik muss eingreifen, Umwelt- und Klimaschutzauflagen sollten zur Voraussetzung für staatliche Hilfen werden. Erfreulicherweise nehmen auf europäischer Ebene Regulierungen Gestalt an, die die Schifffahrt in den Emissionshandel einbeziehen und die Steuerbefreiung mariner Kraftstoffe beenden. Der Druck auf die Anbieter wird größer. Zu lange hat man es der Industrie selbst überlassen zu entscheiden, ob und welchen Beitrag zum Klimaschutz sie leisten möchte – mit bekanntem Ergebnis.“

Parallel zum Kreuzfahrtranking veröffentlichte der NABU seine Vision für eine emissionsfreie Kreuzschifffahrt im Jahr 2050. Der dreistufige Fahrplan benennt Maßnahmen, um den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden. So müsste etwa in den kommenden drei Jahren der Abschied vom giftigen Schweröl, die Entwicklung einer individuellen Klimastrategie und die Nutzung von Landstrom umgesetzt werden. Bis zum Jahr 2030 müsste das erste emissionsfreie Schiff in Betrieb gehen und ein Null-Emissionsstandard für sämtliche Neubauten greifen. Auch müsste die Nachrüstung der Bestandsflotte mit entsprechenden Technologien vorangetrieben werden. Damit blieben noch 20 Jahre, um bis zur Mitte des Jahrhunderts vollständig emissionsfrei unterwegs sein zu können.

Von diesen Schritten würden auch die Hafenstädte profitieren. Malte Siegert, NABU-Hafenexperte: „Landstrom ermöglicht die Nutzung erneuerbarer Energien beim Betrieb der Schiffe. Doch die Bereitstellung der Infrastruktur in den Häfen allein reicht nicht aus. Die Reeder müssen zeigen, dass sie es ernst meinen, indem sie ihre Schiffe mit entsprechenden Anschlüssen nachrüsten und sich verpflichten, den grünen Strom abzunehmen. Eine EU-weite Landstrompflicht würde die zwingend notwendige Entwicklung vorantreiben und den Hafenstädten Sicherheit für die zu leistenden Investitionen geben.“

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Veranstaltungen 

Samstags-Forum Regio Freiburg: Herbstprogramm 2020

30. Gemeinschafts-Reihe: Energiewende - Klima - Atomausstieg - Wohnen/ökosoziale Stadtentwicklung.

Wie wollen und wie dürfen wir leben? Vorträge -- Diskussionen - Vorbild-Führungen vor Ort

Zum aktuellen Leitthema „Energiewende - - Klima – Atomausstieg - Wohnen/ökosoziale Stadtentwicklung: Wie wollen und wie dürfen wir leben?“ gibt es ab 26. Sept. bis 7. Nov. 2020 Vorträge, Konferenzen und Führungen bei der 30. Gemeinschaftsreihe des preisgekrönten Samstags-Forums Regio Freiburg des ge­meinnützigen Freiburger Vereins ECOtrinova und der Mitveranstalter, darunter der Landesnaturschutz­verband LNV e.V., der BUND Freiburg und Regionalverband, das Klimabündnis Freiburg und das Zentrum für erneuerbare Energien an der Universität. Die Teilnehmenden erleben führende Fachleute, Pioniere und Aktive im Saal und vor Ort mit Vorbildern. Schirmherrin seit Beginn des Samstags-Forums in 2006 ist die Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. Die Vorträge finden statt am 10. und 16.10. in Freiburg i.Br. im Bürgerhaus Zähringen, Lameystr. im Stadtteil Zähringen und am 26.9. und 7.11.im Hüttingersaal, Am Hägle 1 im Stadtteil Mooswald, jeweils ab 10:15 Uhr, am Freitag 16.10 ausnahmsweise ab 14:15 Uhr. Für alle Veranstaltungen besteht Pflicht zur namentlichen verbindlichen Anmeldung mit Kontaktangabe an ecotrinova@web.de oder an den Treffpunkt Freiburg T. 0761-2168730.Ort, Anfahrt und Treffpunkte für Führungen werden Angemeldeten mitgeteilt. Der Eintritt ist frei. Das von Dr. Georg Löser geleitete Programm ist online bei www.ecotrinova.de und liegt aus im Innenstadt-Rathaus sowie im Treffpunkt Freiburg Schwabentorring 2. Es gilt die Landes-Corona-Verordnung u.a. Maskenpflicht (nicht beim Sitzen), Abstand, Registrierung.

mit tabellarischer Veranstaltungsübersicht:

26.9. 10:15 „Region im Risiko: Fessenheim: Rückbau.Hochaktiver Atommüll.Atomschrottfabrik? Risse-Reaktoren Beznau, Leibstadt/Hochrhein. Schutz der Bevölkerung“. Eine Konferenz mit Aussprache. Mit Prof. Jürg Stöcklin, Präsident Trinationaler Atomschutzverband, Basel, und Dipl.-Ing. Simone Mohr, Öko-Institut Darmstadt, und weiteren Vortragenden.

10.10. 10:15 „#klimaretten. Jetzt Politik und Leben ändern! Unser Verhalten oder die Verhältnisse ändern?“ Vortrag und Autorenlesung zum Buch von Prof. Rainer Grießhammer, Öko-Institut e.V.. „Der Fuß- & Radentscheid Freiburg i.Br. - Für eine lebenswerte, klimafreundliche, sichere, flächengerechte Stadt“ mit SprecherIn des Bürgerbegehrens Fuß- und Radentscheid. Anschließend Infostand und Probefahrt mit Fahrradspezialitäten.

16.10. 14:15 -18:45 - Freitag: Konferenz „Mehr Wohnungen durch ökologisch-sozialen Umbau in Freiburg und Region“ mit ökosozialen Vorbildern, Dach-Ausbau, Aufstocken, Anbauen, Klimaschutz, Photovoltaik usw.. 12 Vortragende aus Stadt & Region Freiburg Br., darunter: Tanja Kenkmann, Öko-Institut e.V., Freiburg, Jürgen Schipek, Freiburger Stadtbau GmbH, Marc Ulrich, Vorstandsvorsitz. Bauverein Breisgau eG, Nicole Krauße, Studierendenwerk Freiburg, Erdem Akkus, Stadt Freiburg i.Br. und Architekten. Führung geplant für den 17.10.

07.11. 10:15: „Klimaschutz durch Wärmepumpen? Mit Manifest zur geplanten Elektrifizierung von Gebäuden.“ Dr. Falk Auer, Lahr, und weitere Berichte. Anschließend Führung zu Brennstoffzellen-Mini-BHKW für Strom und Wärm

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Verschiedenes 

Prognose: Rund 13 Mal weniger Fahrzeuge im Ostseetunnel als im Elbtunnel

Prognose: Rund 13 Mal weniger Fahrzeuge im Ostseetunnel als im Elbtunnel
Seeanemonen und Blättermoostierchen am Ostseegrund (c) Wolf Wichmann, NABU

Maximal 12.000 Fahrzeuge werden täglich die vierspuriger Autobahn durch den geplanten Fehmarnbelttunnel nutzen

Berlin, 02.09.2020 – Nur rund 12.000 Fahrzeuge pro Tag sollen künftig durch die Querung zwischen Deutschland und Dänemark fahren. Als Vergleich: Den achtspurigen Elbtunnel nutzen täglich circa 160.000 Fahrzeuge. Das ist mehr als das Dreizehnfache. Trotz der geringen Prognose soll der Ostseetunnel als vierspurige Autobahn durch den Fehmarnbelt gebaut werden. Für 12.000 Fahrzeuge pro Tag entsteht in Deutschland andernorts sonst nicht mal eine Ortsumgehung.

Ab 2021 sollen 18 Kilometer Meeresgrund aufgerissen und zubetoniert werden. Kostbare Lebensräume für Schweinswale, Seehunde und andere stark bedrohte Arten würden weitflächig zerstört – mit katastrophalen Folgen für das gesamte Ökosystem der Ostsee. Dabei haben Taucher des NABU und des Umweltministeriums Schleswig-Holstein streng geschützte Riffe entdeckt, die vom Bauträger offenbar „übersehen“ wurden. Ob der Planfeststellungsbeschluss zu Europas größtem und teuerstem Infrastrukturprojekt gekippt wird, entscheiden die Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ab dem 22. September. Eine NABU-Petition gegen den Ostseetunnel haben bereits über 93.000 Menschen gezeichnet.

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Verschiedenes 

NABU: Wichtiger Schritt auf dem Weg zur bleifreien Jagd

Krüger: Ein generelles Bleiverbot in Jagdmunition muss nun folgen

Berlin, 03.09.2020 – Den heute mit Zustimmung Deutschlands gefällten EU-Beschluss zum Verbot von Bleischrot in Feuchtgebieten kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Der NABU begrüßt den heutigen, längst überfälligen Schritt. Endlich wird der Einstieg in den Ausstieg bei der Verwendung vom Umweltgift Blei in der Jagd begonnen. Ein generelles Bleiverbot in Jagdmunition muss nun folgen. Die jetzt diskutierte Änderung des Jagdgesetzes sollte das Bundeslandwirtschaftsministerium nutzen.“

Nach jahrelangen Verhandlungen und einer Reihe von Abschwächungen und Übergangsfristen, die unter anderem Deutschland durchgesetzt hatte, wurde heute im Chemikalien-Ausschuss der EU über einen Vorschlag der Europäischen Kommission abgestimmt, der ein Verbot von bleihaltiger Schrotmunition in Feuchtgebieten vorsieht. Ohne Einigung mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium hätte sich das federführende Umweltministerium in Brüssel enthalten müssen. Hiermit wäre die erforderliche Mehrheit für das Verbot wohl nicht zustande gekommen und die Blamage für die amtierende deutsche Ratspräsidentschaft perfekt gewesen.

In den letzten Wochen hatte der NABU gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Umweltverbänden aus ganz Europa Julia Klöckner zum Einlenken im Sinne des Natur- und Umweltschutzes aufgerufen.





Verschiedenes 

NABU legt Jahresbilanz vor

Auch 2019 mehr Mitglieder / Krüger: Klima- und Artenkrise erfordern entschlosseneres Handeln der Politik

Berlin, 03.09.2020 – Arten- und Klimaschutz sind Themen, die für immer mehr Menschen oberste Priorität haben. Das zeigte und zeigt sich beispielsweise an den Volksbegehren für Insektenschutz und eine bessere Landwirtschaft in Bayern, Brandenburg, Baden-Württemberg und Niedersachsen, den großen Kimaschutz-Demonstrationen und im steigenden Interesse an Themen wie klima-fitten Wäldern, naturnahem Gärtnern, Plastikfasten und gesunder Ernährung. Der NABU konnte im vergangenen Jahr erneut mehr Unterstützer für den Naturschutz gewinnen. 720.000 Mitglieder, 50.000 Fördernde und 2.000 Orts-, Kreis- und Fachgruppen zählten der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), zum 31. Dezember 2019.

„Was uns durch die fortschreitende Erderhitzung droht, haben wir alle während der Sommer 2018 und 2019 erlebt, die beide durch extreme Hitze und Dürre geprägt waren“, sagte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger bei der Vorstellung des NABU-Jahresberichts in Berlin. Viele Menschen seien zudem über den Zustand der Ökosysteme besorgt.

Klima- und Umweltschutz spielten auch bei der Europawahl im Mai 2019 laut Infratest dimap die wichtigste Rolle bei der Wahlentscheidung – ein klarer Auftrag an das neue EU-Parlament. Krüger: „Es kann kein Weiter so mehr geben. Dies hat auch die EU-Kommission erkannt und mit dem Green Deal Ende 2019 positiv überrascht. Europa muss zukunftsfähig werden – entschlossenes Handeln beim Klima- und Artenschutz ist dringender denn je.“

Zentral sei dabei die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. „Damit hat die EU jetzt die Chance, das Ruder herumzureißen und den vielen Agrarmilliarden einen echten gesellschaftlichen und ökologischen Mehrwert gegenüberzustellen“, so Krüger. „Die EU muss eine Landwirtschaft fördern, die ökologisch verträglich arbeitet, statt wie bisher Subventionen nach Flächengröße zu verteilen.“

„Der Klimawandel setzt auch unsere Wälder gewaltig unter Druck. Dabei brauchen wir dringend naturnähere, stabile Wälder zum Schutz des Klimas und zur Bewahrung der biologischen Vielfalt“, so Krüger weiter. „Der NABU hat 2019 ein Papier vorgelegt, in dem er eine klimaangepasste Forstwirtschaft mit mehr wilden Wäldern und einem schonenden Umgang mit dem Boden fordert.“

Auch für den NABU selbst brachte das Jahr 2019 Veränderungen: Jörg-Andreas Krüger löste am 9. November den langjährigen Präsidenten Olaf Tschimpke nach 16 erfolgreichen Jahren an der Verbandsspitze ab.

Die Einnahmen des NABU aus Mitgliedsbeiträgen stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 2,9 Millionen Euro auf 27,2 Millionen Euro (Vorjahr: 24,3 Millionen Euro). Die Spenden erhöhten sich 2019 gegenüber 2018 um rund 1,8 Millionen Euro auf insgesamt 9,3 Millionen Euro (Vorjahr: 7,5 Millionen Euro). Die Gesamterträge stiegen um 9,7 Millionen auf rund 55,7 Millionen Euro. Mit über 770.000 Mitgliedern und Förderern ist der NABU der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland mit einer breiten ehrenamtlichen Basis. Die 40.000 aktiven Mitglieder im NABU widmen sich dem Natur- und Umweltschutz zwischen Ostsee und Alpen mit rund 2,5 Millionen Stunden unentgeltlicher Arbeit im Jahr.

Krüger: „Wir brauchen auch in Zukunft Menschen, die sich einbringen und sich von der Größe der Herausforderungen nicht entmutigen lassen. Ich bedanke mich daher herzlich bei allen Ehren- und Hauptamtlichen, sowie bei all jenen, die uns und unsere Arbeit unterstützen oder sich auf anderem Wege für unsere Natur engagieren.“

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Steuerliche Begünstigung von Produktionsabfällen verhindern!

Der Grüne Punkt, das Reinigungsmittelunternehmen Werner & Mertz sowie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordern eine einheitliche Definition für Kunststoffrecyclate

Das Thema Circular Economy wird im kommenden Jahrzehnt eine, wenn nicht DIE zentrale Aufgabe in puncto Umweltpolitik sein. Doch im Gegensatz zu Papier und Glas wird Kunststoff bisher immer noch zu einem deutlich geringeren Prozentsatz recycelt und danach zur Herstellung neuer Produkte genutzt: Bis 2025 müssen laut EU-Verpackungsrichtlinie 50 Prozent der Kunststoffverpackungen in der EU recycelt werden. Da zudem künftig Aufbereitungsverluste nicht mehr in die Berechnung der Recyclingquote einfließen dürfen, bedeutet das, dass sich die Recyclingmenge von Kunststoffverpackungen europaweit von aktuell etwa 4,6 Millionen Tonnen in den nächsten Jahren auf etwa acht Millionen Tonnen fast verdoppeln muss. Es bedarf deshalb einer erheblichen Kraftanstrengung und klarer politischer Rahmenbedingungen, um Umwelt und Rohstoffe durch das richtige Kunststoffrecycling zu schützen.

Die geringe Recyclingquote ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Verwendung von Neuware viel günstiger ist als der Einsatz von Recyclat – durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat sich dieser Kostenunterschied noch einmal verstärkt: Mit dem sinkenden Rohölpreis sind auch die Recyclingquoten rapide zurückgegangen. Laut einer aktuellen Umfrage des BDE fragen Verpackungshersteller 30 % weniger Recyclat nach.

Aus diesem Grund ist eine finanzielle Förderung von Verpackungen, die ganz oder teilweise aus Recyclat hergestellt werden, unumgänglich. So schreibt es das seit 2019 geltende Verpackungsgesetz vor und das ist auch der Ansatz der ab 2021 geltenden von der EU beschlossenen sogenannten „Plastiksteuer“ auf nicht recyceltes Plastik. Doch dabei ist eine Definition des Recyclat-Begriffs entscheidend: Wenn gesetzliche Regelungen Mindestquoten für Recyclatanteile in Verpackungen festsetzen oder der Einsatz von Recyclaten finanziell privilegiert werden soll, muss entsprechend klar definiert sein, worauf sich die Regelungen beziehen und zwar im zur Novellierung anstehenden Kreislaufwirtschaftsgesetz.

Eine echte Kreislaufwirtschaft setzt voraus, dass Abfälle, die beim Endverbraucher anfallen, hochwertig recycelt und wieder in den Produktkreislauf zurückgeführt werden. Die Verwertung von Produktionsabfällen hingegen, sogenanntes „Post-Industrial-Recyclat“, hilft nicht dabei, der Plastikvermüllung unseres Planeten entgegenzuwirken.

Deshalb fordern Der Grüne Punkt, die Werner & Mertz GmbH (u.a. Marke Frosch) sowie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine gesetzlich bindende Definition für Kunststoffrecyclate, bei der „Post-Consumer-Recyclate“ (PCR) bei der Förderung klar bevorzugt werden. Produktionsabfälle hingegen sollten entsprechend nicht als förderwürdiges Recyclat anerkannt werden und sollen auch nicht in die Berechnung zukünftiger Mindestquoten für Recyclatanteile in Verpackungen herangezogen werden.

Denn wenn industrieller Kunststoffabfall ebenfalls als Recyclat gilt, könnten sich viele Unternehmen für diesen einfacheren und billigeren Weg entscheiden, wie Reinhard Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter der Werner & Mertz GmbH, betont:

„Als der Pionier der hochwertigen Verwendung von PCR aus dem Gelben Sack wissen wir, dass die von uns entwickelten marktfähigen Lösungen sich nicht weiter durchsetzen werden, wenn Industrieabfälle für den Umweltschutz fälschlicherweise als gleichwertig behandelt werden. Industrieabfälle lassen sich deutlich günstiger aufbereiten und sind letztlich die Folge ineffizienter Prozesse. Dies sollte der Staat nicht auch noch subventionieren. Die Verbraucher erwarten hier zu recht nachhaltige Angebote und keine Tricks.“

Jörg-Andreas Krüger, Präsident des NABU, betont die große Bedeutung des Recyclings für den Umweltschutz: „Um Klima und Rohstoffe zu schützen, müssen wir unseren Verpackungsaufwand minimieren und die Kunststoffe in engen Kreisläufen führen. Dafür braucht es Hersteller, die auf recyclingfreundliches Design achten und Recyclingmaterial in hochwertigen Anwendungen einsetzen. Doch zu oft rechnen Unternehmen ihre Recyclingerfolge schön, indem sie lediglich ihre Produktionsreste verwerten. Sie lassen damit wahre Produktverantwortung vermissen. Damit mehr in das technisch herausfordernde Recycling von Abfällen aus dem Gelben Sack investiert wird, muss der Gesetzgeber die Verwertung dieser Abfallströme in besonderer Weise fördern und eine gesetzlich Definition für Kunststoffrecyclate einführen.“

Michael Wiener, CEO Der Grüne Punkt, geht sogar noch einen Schritt weiter und macht deutlich, dass die gesamte Kreislaufwirtschaft von der richtigen Definition abhängt: „Wir werden die Plastikkrise nur lösen, wenn Kunststoff kreislauffähig wird. Dazu müssen wir gerade an die Kunststoffabfälle heran, die beim Endverbraucher anfallen und bei denen das Recycling eine echte Herausforderung ist. Das Recycling von Produktionsabfällen braucht keine Förderung – das Recycling von Post-Consumer-Abfällen sehr wohl. Aus diesem Grund ist die Unterscheidung von grundlegender Bedeutung – und sie entscheidet über das Gelingen oder Scheitern der Kreislaufwirtschaft für Kunststoff.“

Alle drei sind sich einig, dass nur eine klare Definition des Recyclatbegriffs die Kreislaufwirtschaft retten und damit Klima und Umwelt schützen wird. Der Herkunftsnachweis könnte über das RAL Gütezeichen „%-Recycling Kunststoff“ erfolgen, das den prozentualen Anteil recycelter Kunststoffmaterialien aus dem Gelben Sack oder der Gelben Tonne in Produkten angibt. Die Wiederverwertung von Gewerbe- und Industrieabfällen wird in die Prozentangaben ausdrücklich nicht einbezogen, um gezielt Anreize für die Wiedernutzung von Plastikmaterialien aus Haushaltsabfällen zu schaffen.

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NABU: Der NABU engagiert sich seit 1899 für Mensch und Natur. Mit mehr als 770.000 Mitgliedern und Fördernden ist der NABU der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. Zu den wichtigsten Aufgaben des NABU zählen der Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft und nicht zuletzt der Klimaschutz. Die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse gehören zu den zentralen NABU-Anliegen. In den rund 2.000 NABU-Gruppen und rund 70 Infozentren in ganz Deutschland steht praktischer Naturschutz genauso auf dem Programm wie Lobbyarbeit, Umweltbildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Grüne Punkt: Die Unternehmen des Grünen Punkts sind als Dienstleister für die erweiterte Produzentenverantwortung, als führender Sekundärrohstofflieferant für Kunststoffe und als Premium-Produzent von Kunststoffrezyklaten der Lösungsanbieter für die Bedürfnisse der Kreislaufwirtschaft. Die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) hat mit dem Grünen Punkt als ihrem Markenzeichen das duale System in Deutschland mit eingeführt und aufgebaut und steht für intelligente Rücknahmesysteme sowie die Entwicklung und Vermarktung innovativer Rezyklate und Dienstleistungen. Die Systec Plastics stellt an den Standorten Eisfeld und Hörstel Premiumrezyklate der Marke Systalen für den internationalen Markt her. Die Unternehmen sind in der DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG zusammengefasst.

Werner & Mertz: Seit über 150 Jahren ist die Werner & Mertz GmbH am Standort Mainz vertreten und mit seinen Vertrauensmarken Frosch, Erdal und green care Professional als innovatives Unternehmen auf dem europäischen Markt bestens etabliert. Werner & Mertz arbeitet nach den Prinzipien einer umweltschonenden und nachhaltigen Wirtschaftsweise und betrachtet Nachhaltigkeit als gelebte Firmentradition. Mit der Initiative Frosch und gezielten Projektpartnerschaften bereitet Werner & Mertz zukunftsweisenden nachhaltigen Lösungen den Weg und gibt neue Impulse über die eigene Branche hinaus. www.werner-mertz.de

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