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Veranstaltungen 

Rote Karte für Müll und Neophyten

Rote Karte für Müll und Neophyten
(c) MTB-Verein Freiburg

Jugendabteilung des Mountainbike-Vereins engagiert sich in der Waldbiotoppflege

Freiburg, 24. Juni 2020. Naturschutz und Mountainbiken – wie geht das zusammen? Sehr gut, meint Sanne Moritz vom Verein Mountainbike Freiburg! Gemeinsam mit Vereinskollegen und -kolleginnen hat sie am vergangenen Freitag die jährliche Waldputz- und Naturschutzaktion der Jugendabteilung des Vereins organisiert und durchgeführt.

Nicht nur das Training der richtigen Fahrtechnik und das gemeinschaftliche Sporterlebnis sondern auch die Umweltbildung spielen in der Jugendarbeit des Vereins eine große Rolle. Wegen der Corona-Verordnung trafen sich nur einige Trainer/innen, um den Waldputz gemeinsam zu meistern. „Wir waren ziemlich enttäuscht von anderen Waldnutzern“, berichtet Sanne Moritz. „Am Dachsloch angekommen, mussten wir erst einmal die Partyreste von anderen entsorgen.“ Schnell kamen reichlich Müll und Flaschen zusammen. Danach ging es den Neophyten, die sich im Wald stark ausbreiten, an den Kragen. Nach einigen Stunden Arbeit konnten die freiwilligen Helfer auf eine reiche „Ausbeute“ blicken.

Das Forstamt unterstützt gemeinsam mit der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF) die Waldputzete organisatorisch und logistisch. So werden die Neophyten (Staudenknöterich, Springkraut usw.) und der Müll, der oberhalb des Spielplatzes und der Grillstellen Ochsengespann und Dachsloch im Wald lag, fachgerecht entsorgt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Stadtwald ist von vielen Kubikmetern Müll und von nicht-heimischen Neophyten befreit.

Meister fallen nicht vom Himmel – aber manchmal fallen sie vom Rad. Vor allem Mountainbikes erfordern einiges an Übung, bis die Person, die darauf sitzt, ihr Bike auch in schwierigem Gelände sicher meistert. Dafür sind Übungsstrecken hilfreich. Darum hat das Forstamt im Forstrevier Roßkopf hinter der Jugendherberge (Kartäuserstraße) eine solche Strecke gestattet und der Verein hat sie gebaut. Teil des Deals war, dass der Verein auch die Patenschaft für das nahegelegene Fließgewässer und den Weiher sowie die Bach- und Waldrandbiotope dort übernimmt. Das geschieht nun regelmäßig mit derartigen Aktionen, die den Jugendlichen den Wert der Natur vermitteln und sie nicht nur zur Sportkulisse degradiert.

Hintergrundinfos: Mountainbiken im Freiburger Stadtwald Im Stadtkreis Freiburg besteht ein MTB-Streckennetz von 169 Kilometern (166 km im Stadtwald, 3 km im Staatswald). Darin sind alle Trails und Vereinsstrecken enthalten. 85 Prozent (141 km) dieser Wege und Strecken sind über 2 Meter breit, 15 Prozent (25 km) sind schmaler als 2 Meter. Damit liegt Freiburg 5 Prozent über dem Zielwert, der in Baden-Württemberg für Trails angestrebt wird.

Die neue MTB-Übungsstrecke ergänzt das Trio spektakulärer Vereinsstrecken für Fortgeschrittene und Profis: Borderline (4,2 km), Canadian Trail (3,6 km) und Baden to the Bone (2,2 km). Hinzu kommen fünf einfachere MTB-Trails: Hubbelfuchs (1,9 km), der Trail nach Wildtal (3,1 km), Badish Moon Rising (3,9 km), der Trail nach Günterstal (3,3 km) und der Uphill-Teil des Canadian Trails (1,5 km).

Dieses vielfältige Angebot ist in Deutschland einzigartig und wird in der Mountainbike-Szene und ihrer Fachpresse regelmäßig gefeiert (z.B. hier: www.bike-magazin.de/touren/deutschland/deutschlandsupertrail-kybfelsen--badish-moon-rising/a36287.html).

Der Verein Mountainbike Freiburg wurde 2011 von „Locals“ gegründet, um den Fortbestand der 2007 gebauten Borderline vom Rosskopf zur Jugendherberge zu sichern. Seither gingen aus der Zusammenarbeit mit dem Forstamt und der Stadt Freiburg weitere, längst überregional bekannte Trails für Mountainbiker hervor: Der Canadian führt seit 2015 vom Kybfelsensattel zur Sternwaldwiese, der 2016 eröffnete Badish Moon Rising verbindet den Schauinsland mit dem Kybfelsensattel. 2017 kamen der anspruchsvolle, sprunglastige Baden to the Bone vom Roßkopf nach Zähringen dazu, und als Teil des Streckennetzes des Naturparks Südschwarzwald der Hubbelfuchs vom Roßkopf Richtung Herdern.

Als jüngstes Projekt wurden die "Floh-Trails" eröffnet; dies sind Übungsstrecken vor allem für Kinder und Jugendliche oberhalb des Spielplatzes Ochsengespann (neben Jugendherberge). Auch der Dirtpark auf dem Dietenbachgelände hat sich 2016 dem MTB-Verein angegliedert. Das Angebot und die Aktivitäten des Vereins haben sich in seiner noch jungen Geschichte immer weiter ausgedehnt. Heute gibt es u.a. mehrere Jugendgruppen mit 25 Trainern, mehrere Biketreffs, das Bikefestival, das Freiburger Dreierlei, ein Bike-Benefiz und die jährliche Vereinsmeisterschaft. Inzwischen hat der Verein Mountainbike Freiburg über 1.800 Mitglieder.








Verschiedenes 

Neuer Radweg und barrierefreie Ausstattung

Am 6. Juli beginnen Bauarbeiten in der Günterstalstraße

Freiburg. Viele Radfahrerinnen und Radfahrer haben sich diese Verbesserung in der Günterstalstraße gewünscht, jetzt wird sie vom Garten- und Tiefbauamt (GuT) umgesetzt. Am Montag, 6. Juli, beginnen die Bauarbeiten für die Anlage eines Radfahrstreifens in der Günterstalstraße zwischen Tal- und Schreiberstraße.

Wie bereits im Friedrichring erhält die Günterstalstraße eine reduzierte Fahrbahnbreite von 5,20 Meter und einen 2 Meter breiten Radstreifen. Zwei Pkw können damit noch nebeneinander fahren, bei Lkw-Verkehr steht aber nur eine Spur zur Verfügung. Unterdessen gelangen Radfahrende auf eigenem Radstreifen in die Innenstadt. Der bisherige Parkstreifen mit der Lieferzone fällt weg, wird aber im näheren Umfeld teilweise neu angelegt. Der Verkehrsausschuss hatte im Juli 2019 ausdrücklich für diese Lösung votiert.

Im Zuge der Radwegmaßnahme werden zudem alle FahrbahnQuerungen an den Knotenpunkten Günterstal-/Basler-/Talstraße, Kaiserbrücke Süd und Kaiserbrücke Nord behindertengerecht umgebaut. Das GuT baut spezielle Überfahrtsteinen für Rollstühle und Blindleitstreifen ein. Die Ampeln werden mit Zusatzeinrichtungen für Blinde ausgerüstet.

Umgesetzt wird die Baumaßnahme in mehreren Abschnitten. Dabei müssen jeweils einzelne Fahrspuren oder Abbiegemöglichkeiten gesperrt werden. Entsprechende Umleitungen werden eingerichtet. Auch Fußgänger müssen kleinere Umwege beim Queren der Fahrbahnen in Kauf nehmen. Das GuT bittet um Beachtung der geänderten Verkehrsführungen.

Im ersten Bauabschnitt ist die Einfahrt in die Basler Straße aus der Günterstal- und Talstraße gesperrt. Der Kfz-Verkehr und Radfahrende werden etwa drei Wochen lang über die Konrad- und Kirchstraße umgeleitet. Über Sperrungen beim weiteren Baufortschritt informiert das GuT rechtzeitig.

Insgesamt dauern die Bauarbeiten etwa bis Ende November. Die Gesamtkosten liegen bei 870.000 Euro und werden vom Land Baden-Württemberg mit rund 330.000 Euro bezuschusst.

Mit der Anlage des Radfahrstreifens wird eine weitere Verbesserung im Freiburger Radwegenetz geschaffen. Für Sehbehinderte und Rollstuhlfahrende werden drei weitere Verkehrsknotenpunkte barrierefrei umgestaltet. Weitere Informationen über aktuelle Baustellen in Freiburg stehen auf www.freiburg.de/baustellen.





Verschiedenes 

NABU: So wird der Urlaub im Garten zum Naturerlebnis

Tipps für Ferienspaß und Erholung im "grünen Wohnzimmer"

Berlin, 25.06.2020 – Wegen Corona sind die Möglichkeiten für Urlaubsreisen in diesem Sommer eingeschränkt. Doch Erholung und schöne Ferienerlebnisse sind auch im eigenen Garten möglich – mit einem Urlaub im „grünen Wohnzimmer“ schont man außerdem das Klima. Der NABU gibt Tipps dafür.

„Wo die Natur intakt ist und sich Tiere wohlfühlen, geht es auch uns Menschen gut“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. „Ein naturnaher, blühender und duftender Garten ist genau richtig, um sich vom stressigen Alltag zu erholen.“ Wesentlich für einen solchen Garten sind der Verzicht auf Kunstdünger, Pestizide und torfhaltige Blumenerde. Obstbäume, heimische Sträucher und Stauden sollten dagegen vorhanden sein. Sie bieten Vögeln und Insekten Nahrung und Lebensraum.

„Der Garten kann ein Ort für kleine Abenteuer sein. Gerade Kinder können hier viel über die heimische Tier- und Pflanzenwelt lernen, zum Beispiel Wildbienen und Schmetterlinge beobachten“, so Rottleb. Beim Bestimmen von Insekten und Gartenvögeln helfen die kostenlosen Apps NABU Insektenwelt und NABU Vogelwelt unter www.NABU.de/apps . Kleine Gärtner machen auch gern beim Bau eines Igelhauses oder eines Insektenhotels mit. Sie erfahren dabei, wie Tiere leben und wie man sie schützen kann. Tipps und Bauanleitungen dazu stellt der NABU unter www.NABU.de/igelhaus und www.NABU.de/insektenhotel zur Verfügung.

Jetzt im Sommer reifen im Garten Gemüse und Obst. Rottleb: „Frischer Salat aus dem Beet und sonnenreife Tomaten sind ein ganz besonderer Genuss.“ Die Ernte kommt beim Grillabend direkt auf den Gartentisch. Tipps zum umweltschonenden Grillen gibt es unter www.NABU.de/grilltipps .

„Wie wäre es, den Urlaub zu nutzen, um den eigenen Garten noch naturfreundlicher zu gestalten?“, schlägt Rottleb vor. So kann ein Beet mit abend- und nachtblühenden Pflanzen wie Nachtviole und Jelängerjelieber angelegt werden, um bedrohten Fledermäusen zu helfen, genug Nahrung zu finden. „Diese sind auf nachtaktive Insekten angewiesen, die von diesen Pflanzen leben“, sagt Rottleb. „Im abendlichen Garten Fledermäuse bei ihren Flugkünsten zu beobachten kann auch ein tolles Ferienerlebnis für Kinder sein.“ Oder man legt einen kleinen Gartenteich an, um Fröschen, Kröten und Molchen Lebensraum zu bieten. Welches Projekt man auch umsetzt – im Naturgarten zwischen brummenden Hummeln, singenden Vögeln und duftenden Blüten kommt garantiert Urlaubsstimmung auf.

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Veranstaltungen 

NABU: Deutsche EU-Ratspräsidentschaft muss Fokus auf grünen Wandel setzen

Naturschutzbund veröffentlicht fünf Forderungen an die Bundesregierung

Berlin, 24.06.2020 – In einer Woche übernimmt Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Dazu hat der NABU am heutigen Mittwoch seine übergreifenden fünf Forderungen an die Bundesregierung veröffentlicht. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger erklärt:

„Der deutsche Vorsitz im Rat der Europäischen Union wird durch die Corona-Krise mitgeprägt. Gleichzeitig stehen wichtige Entscheidungen auf EU-Ebene an, beispielsweise über den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) und Wiederaufbaufonds, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) oder das Klimaschutzziel der EU. Der NABU fordert die Bundesregierung auf, die Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen: Die Ratspräsidentschaft muss zu einhundert Prozent dafür genutzt werden, die europäische Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähig zu machen. Dies gelingt nur, wenn die Bundesregierung ressortübergreifend die Biodiversitäts- und Klimakrise angeht. Ansonsten drohen der Wirtschaft und Gesellschaft Folgen, die weit über das Ausmaß der derzeitigen Situation hinausgehen. Eine solche Schwerpunktsetzung vermisst der NABU im heute von der Bundesregierung beschlossenen Programm. Dieses gleicht eher einem bunten Potpourri als einer visionären Agenda.“

Der NABU fordert, dass die Bundesregierung ein ambitioniertes Programm für die Ratspräsidentschaft verfolgen muss, bei dem auch die Zivilgesellschaft einbezogen wird. Maßgeblich dafür muss der European Green Deal sein. Mit diesem hat die Europäische Kommission bereits ein – teils zwar nachzuschärfendes, aber insgesamt brauchbares – Gerüst vorgegeben. Der MFR und neu zu schaffende Wiederaufbaufonds müssen genutzt werden, um den Schutz gegen Biodiversitätskollaps und Klimakatastrophe zu finanzieren.

Krüger: „Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben wahrscheinlich nur diese eine Gelegenheit, das Steuer herumzureißen. Daher darf sich die Bundesregierung nicht hinter einer „neutralen Mittlerrolle“ verstecken, sondern muss die Präsidentschaft nutzen und den Fokus auf einen grünen Wandel setzen.“

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NABU: Verhindert Deutschland das Verbot von giftiger Bleimunition?

Krüger: Das Bundeslandwirtschaftsministerium darf sich nicht länger sperren und muss dem Vorschlag der EU-Kommission unverzüglich zustimmen

Berlin, 24.06.2020 – Gestern hat die EU-Kommission ein Verbot bleihaltiger Jagdmunition in Feuchtgebieten zur Abstimmung gestellt. Deutschland hat angekündigt, sich bei dieser Abstimmung zu enthalten, wegen eines Streits zwischen Umwelt- und Agrarministerium. Dazu kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Trotz der verheerenden Auswirkungen auf die Natur darf in der EU bei der Jagd immer noch bleihaltige Jagdmunition eingesetzt werden. So gelangen jedes Jahr Tonnen giftiges Blei in unsere ohnehin schon bedrohte Umwelt. Nicht nur für die Vogelwelt stellt besonders Bleischrot eine lebensbedrohliche Gefahr dar: Jährlich sterben in Europa mehr als eine Million Wasservögel direkt an Bleivergiftung, weitere drei Millionen Vögel werden beinahe tödlich vergiftet. 99 Prozent der verschossenen Bleischrot-Kugeln landen in der Umwelt und vergiften dort Flora und Fauna. Am Ende gelangt das Blei so auch in unsere Nahrungskette. Wenn sich Deutschland jetzt auf EU-Ebene bei der Abstimmung enthält, kommt keine Mehrheit für das Verbot zustande. Das ist ein Skandal. Deshalb fordern wir Bundesministerium Julia Klöckner dazu auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und dem Bleimunitions-Verbot zuzustimmen. Dann kann großer Schaden für unsere Vogelwelt endlich abgewendet und die Vergiftung unserer Umwelt reduziert werden.“





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Verschiedenes 

NABU: Insektenrückgang in Deutschland besonders stark

Krüger: Bundesregierung muss endlich Gesetze zum wirksamen Insektenschutz liefern

Berlin, 24.4.2020 – Die am heutigen Freitag veröffentlichte Meta-Studie zum weltweiten Rückgang der Insekten kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Die Studie ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir uns im Insektenschutz keinen Stillstand erlauben können. In Europa, insbesondere in Deutschland, sind die festgestellten Rückgänge besonders stark. Wir brauchen deshalb endlich eine wirksame Gesetzgebung zum Schutz der Insekten, um die Auswirkungen von Landnutzung, Zerstörung von Lebensräumen und Flächenverbrauch zu begrenzen. Die Bundesregierung darf hier nicht länger auf Zeit spielen, sondern muss endlich liefern.“





Veranstaltungen 

Karlsruhe: "Bäume prägen Räume"

Anmeldung zum diesjährigen Gartenträume-Wettbewerb

In der Tradition der grünen Wettbewerbe ruft das Gartenbauamt zum zweiten Mal zur Teilnahme unter dem neuen Titel "Gartenträume" auf. In diesem Jahr lautet das Wettbewerbsmotto: "Bäume prägen Räume".

Bürgermeisterin Bettina Lisbach eröffnete den diesjährigen Wettbewerb mit einem Besuch bei der Teilnehmerin Inge Banerjee, die mit ihrem "Hausbaum", einer elf Jahre alten Seidenakazie (Albizia julibrissin) teilnimmt.

Bäume verbessern Leben der Menschen

Spätestens seit den vergangenen zwei Hitze-Sommern ist das Thema Bäume in aller Munde. Neben den aktuellen Klimaveränderungen stellen auch bauliche Entwicklungen und steigender Nutzungsdruck die grüne Infrastruktur vieler Städte vor immer größere Herausforderungen.

Innerstädtische Hitzeeffekte mit hoher Lufttrockenheit und Wassermangel, die Zunahme versiegelter Flächen sowie durch steigende Temperaturen begünstigte neue Schädlingspopulationen wirken sich negativ auf den Gesundheitszustand wie die Lebensdauer unserer Bäume aus.

Dabei übernehmen Bäume wichtige Funktionen in der Stadt. Sie produzieren Sauerstoff und verbessern die Luftqualität, indem sie Feinstaub binden. Ebenso wird das Mikroklima, insbesondere während der Sommermonate, durch ihre Verdunstungsleistung sowie die Beschattung von Hausfassaden und Straßen verbessert. Natürlich bieten Bäume darüber hinaus wichtigen Lebensraum und Nahrung für viele Tierarten und verschönern zugleich das Stadtbild. Ihr positiver Einfluss auf das menschliche Leben und Wohlbefinden in der Stadt ist unschätzbar.

Markante Bäume verschwinden oft aus privatem Grün

Allerdings führen zunehmend kleinere Grundstücke und der Wunsch nach pflegeleichten und sonnigen Gärten seit einigen Jahren dazu, dass allmählich viele markante und raumbildende Bäume aus dem privaten Grün verschwinden. Die im besten Falle ersatzweise neu gepflanzten Gehölze sind meist kleinkronige Arten, die außerdem Jahrzehnte bis zum Erreichen ihrer vollen Größe benötigen. Die ökologische Wirksamkeit eines Altbaumes übersteigt die einer Jungpflanze um ein Vielfaches. Aus diesem Grund ist der Schutz und Erhalt großer, raumbildender Bäume essentiell für eine Stadt wie Karlsruhe.

Private Baumbesitzer würdigen

Ein Baum, insbesondere im höheren Alter, bedarf regelmäßiger Pflegemaßnahmen und muss in extremen Hitzemonaten wie 2018 und 2019 mit Wassergaben von vielen hunderten Litern unterstützt werden. Auch die Entfernung überschüssigen Laubes im Herbst ist bei sommergrünen Baumarten nicht zu unterschätzen. Dieser teils erhöhte Aufwand ist keine Selbstverständlichkeit mehr in der heutigen Zeit. Deshalb sollen in diesem Jahr Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe, die diese Aufgaben in ihrem Garten übernehmen und mit ihrem Baum zum Karlsruher Grün beitragen, im Rahmen des Wettbewerbes gewürdigt und ausgezeichnet werden.

Für die Teilnahme am Wettbewerb eignen sich Bäume auf privaten Flächen vor und hinter Gebäuden, sowie in Höfen und auf Dächern, sofern es sich um Anlagen auf Grundstücken handelt, die nicht in städtischer Pflege sind. Es kann sich um markante, raumprägende Solitärbäume, aber auch um so genannte Clumps, das heißt Baumgruppen, handeln.

Wie kam die Seidenakazie in den Karlsruher Garten?

Die Idee, eine Seidenakazie bei sich im Garten zu pflanzen, kam Inge Banerjee durch einen anderen Baum dieser Art, der viele Jahre in ihrer Wohnstraße stand. Dieser fiel ihr immer besonders zur Blütezeit im Juli und August auf, wenn sie mit ihrem Rad unterwegs war. Der Anblick der rasierpinselartigen rosa Blüten bereitete ihr so viel Freude, dass sie gerne einen kleinen Umweg in Kauf nahm, um diesen zu bestaunen. Später sah sie den Baum auch auf Reisen, insbesondere bei Besuchen ihrer Enkelin, in deren zeitweiligen Studienort Grenoble.

Die Seidenakazie dient in ihrem Garten als Ersatz für einen ehemaligen Walnussbaum und passt sich dort mit den rosa Blüten gut in das Farbkonzept der übrigen Gartengestaltung ein, welches von Lila- und Rosatönen bestimmt wird. Heute erinnert sie ihre Seidenakazie, deren natürliches Verbreitungsgebiet in Asien liegt und vom Iran bis nach Ostchina reicht, an ihren im vergangenen Jahr verstorbenen Ehemann. Er war gebürtiger Inder und auf einer Reise in die indische Region Darjeeling sah Inge Banerjee ebenfalls prächtige Exemplare von Albizia julibrissin.

Wie zum Wettbewerb anmelden?

Wer ebenfalls einen solchen raumprägenden Baum für den Wettbewerb anmelden möchte, kann dies über das Formular im Flyer, welcher bereits an vielen öffentlichen Einrichtungen ausliegt, tun. Eine Liste der Verteilerstellen kann der Website des Wettbewerbes entnommen werden. (www.karlsruhe.de/gruener_wettbewerb). Daneben ist die Anmeldung auch per Email an gartentraeume@gba.karlsruhe.de möglich. Wichtig ist, dass die Anmelderin oder der Anmelder ein Foto des Baumes beziehungsweise der Baumgruppe mitschickt. Anmeldeschluss ist der 31. Mai.

Bewertungen der Jury ab Juni / Preisverleihung im Herbst

Eine Vorbesichtigung und Endbewertung der eingereichten Beiträge findet dieses Jahr voraussichtlich im Juni und Juli statt. Eine Jury bewertet die Gesamtsituation unter Berücksichtigung der vorhandenen räumlichen Vorgaben, Wahrung und Betonung besonderer Situationen, Einfluss auf das Wohnumfeld, Nachhaltigkeit und ökologischer Aspekte.

Im Rahmen einer Preisverleihung werden dann im Herbst 2020 die Preisträger bekanntgegeben.

zum Bild oben:
Teilnehmerin Inge Banerjee im Gespräch mit Bürgermeisterin Bettina Lisbach über ihre Seidenakazie als Mittelpunkt ihres Gartens.
Foto: GBA

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