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Verschiedenes 

NABU: Von wegen Unkraut - Wildkräuter helfen bei vielen Beschwerden

NABU: Von wegen Unkraut - Wildkräuter helfen bei vielen Beschwerden
Löwenzahn im Straßenpflaster / Foto: NABU, Helge May

Naturschutz/Garten (zum Tag der biologischen Vielfalt, 22. Mai)

Brennnessel, Spitzwegerich und Co. wurden viele Jahrhunderte als Heilpflanzen genutzt

Berlin – Wildkräuter, die Hobbygärtnern oft als „Unkraut“ ein Dorn im Auge sind, wurden Jahrhunderte lang als Heilpflanzen genutzt und geschätzt. Der NABU möchte anlässlich des Tags der biologischen Vielfalt dieses fast vergessene Wissen wieder ins Bewusstsein bringen.

„Unkraut wird zu Unrecht so genannt, denn Wildkräuter sind besonders wichtig für Insekten und andere Tiere – und viele haben Heilwirkungen für den Menschen“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. „Leider ist das Wissen darüber in großen Teilen der Bevölkerung verloren gegangen. Unsere Großeltern wussten noch, wie sie die Kräuter in Küche und Hausapotheke einsetzen konnten.“

So wird beispielsweise der Löwenzahn seit Jahrhunderten als Heilkraut genutzt. Durch seinen hohen Vitamingehalt, beispielsweise Vitamin A, C und K, aber auch dank der enthaltenen Bitterstoffe wirkt er positiv auf den menschlichen Körper. Eine Frühjahrskur mit frischen jungen Blättern wirkt Wunder bei Frühjahrsmüdigkeit, und nicht nur Galle und Leber, sondern auch der Darm und der Blutzuckerspiegel werden ausgeglichen.
Die Brennnessel kann mehr als bei Berührung brennende Quaddeln auf der Haut zu hinterlassen. Ihr Vitamingehalt ist wesentlich höher als der eines Kopfsalates, sie enthält Karotinoide, Kalium, Kalzium, Eisen und Chlorophyll. Dieser hohe Nährstoff- und Vitamingehalt machen die Brennnessel zu einem wahren Wundermittel. Sie wirkt stark harntreibend und blutreinigend. Auch die Samen sind essbar. Sie werden in vielen Kulturen als Aphrodisiakum eingesetzt. „Insekten und Vögel fliegen total auf die Brennnessel“, so Marja Rottleb. „Die Brennnessel ist Raupenfutterpflanze für mehr als dreißig heimische Falterarten, darunter Tagpfauenauge, Distelfalter und Admiral. Es lohnt sich also in jedem Fall, eine Brennnesselecke im Garten zu belassen, sei es als Superfood-Quelle oder Insektenbuffet.“

Die Blätter des Spitzwegerichs – auch König des Wegesrands genannt – hilft bei vielen Beschwerden. „Bei Mückenstichen verschafft es Linderung zerdrückte Blätter auf dem Stich zu verreiben“, so die NABU-Gartenexpertin. Spitzwegerich enthält Stoffe, die eine antibakterielle Wirkung haben, sowie Schleimstoffe, die reizmildernde Effekte besitzen. Sie bilden eine Art schützenden Film über die Schleimhaut in Mund und Rachen. „Damit kann der Spitzwegerich lästigen Hustenreiz mindern“, so Marja Rottleb.

Ein Tausendsassa unter den Wildkräutern ist der Afrikanische Beifuß – heimisch im Osten und Süden Afrikas von Äthiopien bis nach Südafrika. Die Pflanze kann zur Behandlung von Husten- und Fiebersymptomen eingesetzt werden, aber auch bei Magenschmerzen und Nierenleiden. Der Saft der zerstampften Beifußblätter wird mit heißem Wasser zu einem Tee aufgegossen und dann getrunken oder inhaliert. Der NABU baut Afrikanischen Beifuß und andere heilende Pflanzen im Kafa-Medizinalgarten in Südwest-Äthiopien an und bietet der lokalen Bevölkerung Führungen und Weiterbildungen für Kräuterzucht an. „Denn auch in Äthiopien geht das Wissen um Kräuter und ihre heilende Wirkung sukzessive verloren. Auch dort möchten wir diese Pflanzenarten erhalten und wertvolles Wissen um natürliche Heilung pflegen und weitergeben“, sagt die NABU-Afrikaprogramm-Leiterin Svane Bender.

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Karlsruhe: 653 neue Bäume für Karlsruhe

Gartenbauamt sorgt für neues Grün im Stadtgebiet

Damit die Stadt Karlsruhe weiterhin ihr grünes Image bewahrt, wurden in der vergangenen Pflanzperiode 653 neue Bäume im gesamten Stadtgebiet gepflanzt. Davon hat das Gartenbauamt 489 im Herbst 2017 eingesetzt, in diesem Frühjahr kamen noch einmal 164 dazu.

Herbstpflanzung bietet bessere Voraussetzungen

Die Herbstpflanzung bietet dabei die besseren Voraussetzungen für ein gutes Anwachsen und Gedeihen. Insbesondere die gute Feuchtigkeitsversorgung im Winter kommt den Jungbäumen zugute. Als Ersatz für Schadbäume mit Sicherheitsrisiken wurden 444 neue Exemplare gepflanzt, 209 kamen im Rahmen von Neubaumaßnahmen dazu. Hauptbaumart sind mit 118 Exemplaren die Ahorne, gefolgt von 84 Linden und 83 Eichen.

Im Stadtpark Südost stehen 42 weitere Bäume und an der Ettlinger Straße 30 neue Linden. In der Nordweststadt wurde der Walther-Rathenau-Platz mit drei Trompetenbäumen ergänzt. Auf Wunsch des Bürgervereins wurde mit der Pflanzung einer "Stadtteil-Linde" noch eine Idee realisiert, die zum Stadtgeburtstag 2015 entstanden war. Im Technologiepark Vogelsand wurden 14 Ungarische Eichen gepflanzt.

Hopfen und blaue Blütenglocken

Bei der Europahalle ersetzte das Gartenbauamt einen Teil der dort seit Jahren kümmernden Ahornbäume durch zehn Hopfenbuchen beziehungsweise sieben Paulownien. Beide haben interessante Blühaspekte. Erstere ähnelt, wie der Name schon sagt, dem Hopfen, und die Paulownie zeichnet sich durch ihre blauen Blütenglocken aus. Zahlreiche weitere Baumpflanzungen gab es in Schulhöfen oder Freianlagen von Kindertageseinrichtungen. Jetzt ist ein intensives Bewässern notwendig, damit die Neupflanzungen gut gedeihen und sowohl Stadtbild als auch Stadtklima wohltuend verbessern.





Verschiedenes 

NABU kritisiert schwachen Vorschlag zur Einführung von CO2-Grenzwerten für Lkw

Miller: Kein nennenswerter Beitrag zu nationalen Klimaschutzzielen

Brüssel/Berlin – Der NABU kritisiert den am heutigen Donnerstag von der Europäischen Kommission vorgelegten Vorschlag zur Einführung von CO2-Grenzwerten für Lkw als unzureichend. Zwar lobte der Umweltverband den grundsätzlichen Ansatz, künftig gesetzliche Vorgaben zur Minderung des Kraftstoffverbrauchs von Lkw zu erlassen, um so die dringend nötige Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs voranzutreiben. Allerdings sei der jetzt vorgelegte Entwurf kaum geeignet, Lkw rasch deutlich effizienter zu machen und flächendeckend innovative, klimaschonende Technologien auf den Markt zu bringen. Der NABU sieht jetzt die Bundesregierung in der Pflicht, sich in Brüssel für strengere Verbrauchsgrenzwerte, aber auch verbindliche Quoten für besonders emissionsarme Fahrzeuge einzusetzen.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Der heute vorgestellte Gesetzentwurf leistet keinen nennenswerten Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaziele. Er schreibt allenfalls die minimalen Effizienzsteigerungen der vergangenen Jahre fort, die durch höhere Motorleistung und ein massives Wachstum des Straßengüterverkehrs aufgezehrt werden. Die Bundesregierung muss in Brüssel dringend auf Nachbesserungen drängen, wenn sie es mit den Klimazielen ernst meint. Ansonsten gerät Bundesverkehrsminister Scheuer in Erklärungsnot, wie der Straßengüterverkehr seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um rund 40 Prozent mindern will.“ Bereits der parallel diskutierte Vorschlag zur Weiterentwicklung der CO2-Grenzwerte für Pkw sei völlig unzureichend. Dabei werde übersehen, dass lasche Verbrauchsvorgaben immer auch den Druck erhöhten, auf nationaler Ebene mit umfangreichen und vor allem unpopulären Maßnahmen gegenzusteuern. Hier stünden die Erfolgsaussichten jedoch noch einmal deutlich schlechter, da mit erheblichem politischen Gegenwind zu rechnen sei.

NABU-Verkehrsexperte Daniel Rieger: „Bereits mit heutigen Technologien sind beim Lkw Effizienzsteigerungen von rund 40 Prozent möglich. Hinzu kommen die Möglichkeiten der Elektrifizierung. Warum dieses Potenzial angesichts der enormen Herausforderungen im Zuge der Dekarbonisierung des Verkehrssektors nicht abgerufen wird, bleibt unverständlich.“ Schließlich handele es sich um eine Win-Win-Situation: Nicht nur das Klima, auch Spediteure und Verlader und selbst die Fahrzeugindustrie profitiere vom reduzierten Kraftstoffverbrauch. Das zeige nicht zuletzt der gemeinsame Appell von Unternehmen aus Logistik und Handel, die sich kürzlich gemeinsam für ambitionierte CO2-Grenzwerte für Lkw ausgesprochen hätten. Gleichzeitig erhalte die europäische Fahrzeugindustrie Planungssicherheit und müsse ihre Anstrengungen im Bereich der Entwicklung von Effizienztechnologien und alternativen Antrieben verstärken, um dauerhaft auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben und Arbeitsplätze zu sichern. Alle anderen zentralen Fahrzeugmärkte hätten ohnehin längst Verbrauchsvorgaben für Lkw eingeführt. „Im gegenwärtigen Stadium ist die Grenzwertverordnung daher kein großer Wurf, sondern eine verspätete Reaktion auf globale Entwicklungen“, so Rieger.

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Bienenschutz entscheidet über die Zukunft von Mensch, Tier und Umwelt

Bienenschutz entscheidet über die Zukunft von Mensch, Tier und Umwelt
Biene / Foto: Sharon Sheets, slowfood

Slow Food Deutschland nimmt den Weltbienentag der UN am 20. Mai zum Anlass, um öffentlich zur Wertschätzung und zum Schutz von Bienen aufzurufen. Die intensive Landwirtschaft, die zunehmende Strukturverarmung naturnaher Lebensräume sowie die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln entziehen Bienen ihre Nahrungsgrundlagen und Lebensräume. "Bienen sind als Bestäuber für die Erzeugung von rund einem Drittel unserer Nahrungsmittel verantwortlich. Mit jedem Tag, an dem wir nicht aktiv für sie eintreten, setzen wir Artenvielfalt und Ernährungssicherheit aufs Spiel", so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Bienen versorgen uns nicht nur mit Honig, sondern sind unverzichtbar für ein intaktes Ökosystem, im Gartenbau sowie in der Landwirtschaft und damit für unsere Ernährung, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Doch geht es den Wild- und Honigbienen hierzulande nicht gut. Ihre Bestände sind stark reduziert und bedroht. Dafür trägt insbesondere unsere Agrarindustrie die Verantwortung. Sie raubt ihnen das Blütenangebot und vergiftet sie durch Pflanzenschutzmittel. Slow Food fordert anlässlich des Weltbienentags das Komplettverbot für den Einsatz von Neonicotinoiden für alle Kulturpflanzen auf dem Acker und im Gewächshaus sowie den Systemwandel in der Landwirtschaft. "Wir brauchen kluge und starke Bündnisse der Zivilgesellschaft, um Druck auf die Politik auszuüben und Verbraucher aufzuklären. Mit unseren täglichen Kaufentscheidungen stimmen wir darüber ab, welche Art der Lebensmittelerzeugung hierzulande und international betrieben wird. Übersetzt heißt das auch, Daumen hoch oder runter für die Biene", erklärt Ursula Hudson.

In Deutschland spielt die Biene außerdem für ein ganz besonders beliebtes Nahrungsmittel eine große Rolle: den Honig. Beim Honigkonsum stehen wir weltweit an der Spitze, wobei wir etwa 80 Prozent aus Europa und von anderen Kontinenten importieren, um den hohen Bedarf zu stillen. Vielen Verbrauchern sind die Wertschöpfungs- und Arbeitsprozesse sowie die Gesichter der Produzenten hinter ihrem Honig nicht bekannt. Deswegen werfen Slow Food Deutschland und proBiene mit der Kulturinsel Stuttgart am 27. Mai 2018 den Scheinwerfer auf die Honigbiene sowie handwerklich arbeitende Imker. Verbraucher sind an diesem Aktionstag auf das Areal der Kulturinsel und der Imkerei Summtgart in Stuttgart eingeladen. Imker zeigen ihnen die Bienenstöcke und erklären die Besonderheiten wesensgemäßer Bienenhaltung. Verschiedene Mitmach-Angebote wie Honigverkostung, die Herstellung von Bienenwachskerzen und Bienen aus Naturmaterialien laden Groß und Klein zum ganztägigen Verweilen ein. "In Deutschland sind es zu 98 Prozent Hobby-Imker, welche die Honiggläser füllen, dabei aber nicht kostendeckend produzieren. Wir müssen ihren Mut und ihr Selbstvertrauen wecken, damit sie noch stärker die natürlichen Lebensäußerungen der Bienen berücksichtigen und angemessene Preise für die wertvollen Erzeugnisse nehmen. Bewusste Konsumente, die das mittragen, sind dafür eine Grundvoraussetzung. Deswegen laden wir sie zu uns ein", so Tobias Miltenberger von der Demeter-Imkerei Summtgart und Mitbegründer von proBiene, dem Freien Institut für ökologische Bienenhaltung, welches die biodynamische Imkerei in Deutschland vorantreibt.

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Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln. Slow Food Deutschland e. V. wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv. Als Slow-Food-Mitglied ist man Teil einer großen, bunten, internationalen Gemeinschaft, die das Recht jedes Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel vertritt. V.i.S.d.P.: Dr. Ursula Hudson. www.slowfood.de

UN-Weltbienentag: Ende 2017 beschloss die UN den 20. Mai zum Weltbienentag zu erklären. Die Initiative dafür kam aus Slowenien. Der Weltbienentag weist darauf hin, wie wichtig Bienen für die Umwelt und nicht zuletzt für die Ernährung der Menschheit sind. Ziel ist ein nachhaltiger Umgang mit sowie der Schutz für Bienen.

proBiene- Freies Institut für ökologische Bienenhaltung hat das Ziel, das Wissen um die essentielle Bedeutung der Biene zu verankern, einen respektvollen Umgang mit ihr zu etablieren und sie in ihrer Gesundheit zu stärken. proBiene lehrt und entwickelt Methoden der wesensgemäßen Bienenhaltung, ein Ansatz aus der biodynamischen Bewegung. Hierbei wird das Bienenvolk als Gesamtorganismus "der Bien" betrachtet und dessen natürliche Lebensäußerungen werden berücksichtigt wie z.B. Naturwabenbau, Vermehrung über den Schwarmtrieb und keiner künstlichen Königinnenzucht. proBiene wurde im Jahr 2016 von Demeter-Berufsimkern gegründet und führt jedes Jahr ca. 1.000 Kinder an Bienen, bietet Seminare und Publikationen an und betreibt Forschungsprojekte für eine zukunftsfähige Bienenhaltung.

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Veranstaltungen 

Pfingstferienfreizeiten der Ökostation im Seepark

Pfingstferienfreizeiten der Ökostation im Seepark
Geschnitzte Messer © www.oekostation.de

Die Ökostation Freiburg lädt Kinder im Alter von 7 – 10 Jahren zu ihrer Freizeit in der ersten Pfingstferienwoche ein. Vom 22.-25. Mai 2018, jeweils von 8:30 bis 12:30 Uhr werden im Garten der Ökostation die Tiere der Wiese und des Wassers erforscht, es wird gespielt, geklettert und auf dem Parabolspiegel mit der Sonne gekocht. Rund um die Ökostation können Vögel, Frösche und weitere kleine Lebewesen beobachtet werden. Außerdem werden Blumenkränze geflochten, Pfeil und Bogen gebaut und Kräuter gelernt, mit denen der Stockbrotteig fürs Lagerfeuer gewürzt wird. Natur entdecken, Spiele und Ferienspaß im Seepark sind garantiert! Die vier Tage kosten insgesamt 25,- € / Kind und 20,- € für Geschwisterkinder.

Außerdem bietet die Ökostation Freiburg in der zweiten Pfingstferienwoche vom 28.-30.Mai, jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr, eine 3-tägige „Schnitzwerkstatt für wilde Mädchen“ von 8 – 12 Jahren an. Am ersten Tag wird eine kleine Exkursion in den nahe gelegenen
Mooswald gemacht, um verschiedene Baum- und Straucharten, die sich für das Schnitzen gut eignen, kennen zu lernen. Dann können Löffel und Gabeln geschnitzt und Stöcke und Pfeile verziert werden. Natürlich steht auch freies Schnitzen am Lagerfeuer sowie Kochen und Grillen auf dem Programm. Als Andenken kann ein gutes Schnitzmesser für Kinder mit nach Hause genommen werden. Der Teilnehmerbetrag ist 55,- € / Kind inklusive Schnitzmesser und 35,- € für Kinder mit eigenem Schnitzmesser.

Für beide Freizeiten ist eine Anmeldung erforderlich unter www.oekostation.de oder telefonisch unter 0761 - 892333

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Verschiedenes 

Erstes Alumni-Netzwerk der Slow Food Youth Akademie gegründet

Erstes Alumni-Netzwerk der Slow Food Youth Akademie gegründet
Gruppenbild / Quelle: Slow Food

Für den Startschuss des Almuni-Netzwerkes trafen sich Anfang Mai 16 ehemalige Absolventen der Slow Food Youth Akademie in Duderstadt. Ihr Ziel ist es, die Vernetzung und den Austausch fortzusetzen und sich in ihrer beruflichen ebenso wie in ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu unterstützen. "Das ist die nächste Generation, die in Netzwerken wie diesen gemeinsame Initiativen und Projekte umsetzt, unsere Wirtschafts- und Konsumweise sowie unsere Wertschätzung für Nahrung positiv umzukrempelt", so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Die Slow Food Youth Akademie wurde 2017 erstmals ins Leben gerufen. Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren widmen sich an acht Wochenenden Erzeugung, Verarbeitung und Konsum unserer Grundnahrungsmittel. Sie kommen aus der Lebensmittelbranche, der Gastronomie, dem Marketing sowie der Ökologie und treffen bundesweit mit Erzeugern, Lebensmittelhandwerkern, Aktivisten und Wissenschaftlern zusammen. In Theorie und Praxis lernen sie, wie unsere Lebensmittelerzeugung von morgen gestaltet sein kann, um ökologisch, ökonomisch und sozial tragfähig zu sein.

Der Netzwerkgedanke war dabei von Beginn an tragend, für Slow Food Deutschland ebenso wie für die Heinz Sielmann Stiftung als Hauptförderer des Projektes. "Es war und ist uns ganz wichtig, dass all das Wissen nach Abschluss des Akademiejahres nicht ins Leere läuft. Über die Motivation für den unmittelbaren Aufbau eines Alumni-Netzwerkes bin ich hellauf begeistert. Die aktive Gemeinschaft, die damit fortbesteht und agiert, kann viel erreichen und verändern. Da bin ich sicher", erklärt Ursula Hudson. Als Alumni bringen ehemalige Teilnehmer eigene Informations- und Vernetzungsangebote bereits jetzt in den Jahrgang 2018 ein: Sie bieten Workshops an, begleiten das Programm und gestalten mit ihren persönlichen Ressourcen den Dialog zwischen Theorie und Praxis noch lebendiger.

"Mir hat die Akademie sehr gut getan, weshalb ich mich an deren Weiterentwicklung beteilige. Die angestoßene Vernetzung möchte ich stärken, damit sie noch wirksamer wird. Wir alle sind deutschlandweit verteilt. Damit wir uns und unsere Ziele im Alltag nicht aus den Augen verlieren, brauchen wir einen festen Rahmen. Den erarbeiten wir jetzt. Gemeinsam kommen uns Ideen, können wir Projekte aufziehen, um nicht nur von einer Ernährungswende zu träumen, sondern daran mitzuarbeiten", so Lotta de Carlo, Mitglied im Organisationsteam für das Alumni-Netzwerk. Ziel der Alumni ist es, sich neben dem fortlaufenden digitalen Austausch, ein bis zwei Mal im Jahr persönlich zu treffen - das nächste Mal im Herbst 2018 beim Terra Madre Netzwerktreffen in Turin, Italien.

Das erste Alumni-Wochenende fand im Natur- und Erlebniszentrum Gut Herbigshagen der Heinz Sielmann Stiftung in Duderstadt statt. "Ich freue mich, dass die Teilnehmer der Akademie 2017 unseren Stiftungssitz gewählt haben. Dieses Treffen zeigt, dass ein nachhaltiges und lebendiges Netzwerk entstanden ist, welches sich für eine gesunde Ernährung und die Förderung von Biodiversität einsetzt," so Michael Beier, Vorstand der Stiftung.

Slow Food
ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln. Slow Food Deutschland e. V. wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv. Als Slow-Food-Mitglied ist man Teil einer großen, bunten, internationalen Gemeinschaft, die das Recht jedes Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel vertritt.

Heinz Sielmann Stiftung
Der berühmte Tierfilmer Heinz Sielmann und seine Frau Inge gründeten 1994 die Heinz Sielmann Stiftung. Ihr Anliegen war es, möglichst vielen Menschen, insbesondere Kindern und Jugendlichen, die Schönheit der Natur nahezubringen und sie für die Bewahrung der Artenvielfalt zu begeistern. Weitere Schwerpunkte der Arbeit der Heinz Sielmann Stiftung sind die Sicherung großer, zusammenhängender Flächen für die Förderung der Artenvielfalt, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Naturschutz und die Bewahrung des filmischen Erbes von Heinz Sielmann.

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Klimawandel und Ernährung

Fleisch macht rund 40 % und Milch weit über 20 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen aus. In der Tierhaltung werden größere Mengen an Lachgas und Methan frei als beim Pflanzenanbau. Mit einer vegan-vegetarischen Ernährung lässt sich der CO2-Fußabdruck enorm verringern ...

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NABU: Bestätigter Wolfsriss zeigt Wichtigkeit des Herdenschutzes

Miller: Alle Bundesländer müssen Weidetierhalter in Herdenschutz fit machen - schon bevor sich ein Wolf niederlässt

Berlin – Bei dem Übergriff eines Wolfes auf eine nicht vollständig eingezäunte Schafherde am 30. April 2018 in Bad Wildbad, Nordschwarzwald, ist mit einem Gentest nachgewiesen worden, dass dieser Wolf Deutschland fast vollständig von Norden nach Süden durchquert hat. Aufgrund wiederholter Nachweise des Wolfes in der Region ist davon auszugehen, dass sich das Tier im Nordschwarzwald niedergelassen hat. Dort soll nun das erste Wolfsvorkommensgebiet in Baden Württemberg ausgewiesen werden. Damit verbunden sind erhöhte Anforderungen an den Herdenschutz und Fördermaßnahmen für Weidetierhalter zum Schutz der Nutztiere vor Wolfsübergriffen.

Der Bundesverband Berufsschäfer und der NABU-Bundesverband begrüßen die schnelle Reaktion des Baden-Württembergischen Umweltministeriums. „Dies zeugt von dem Bewusstsein, dass eine Nachbarschaft von Mensch, Weidetierhaltung und Wolf klarer Regeln und echter Lösungen bedarf, um zu gelingen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

„Die Unterstützung der Weidetierhalter im Herdenschutz ist ein fundamentaler Baustein für eine artenreiche Kulturlandschaft, die für alle Tiere und Pflanzen einen Lebensraum bietet“, so Günther Czerkus, Vorsitzender des Bundesverbandes Berufsschäfer.

Die erfolgreiche Wanderung des Wolfes von der Lüneburger Heide bis in den Schwarzwald belegt, dass jederzeit fast überall in Deutschland ein Wolf auftauchen kann. Lässt er sich nieder, wird auch eine weit von bekannten Wolfsvorkommen entfernte Region schlagartig zum Wolfsgebiet. Der Bundesverband Berufsschäfer und der NABU-Bundesverband appellieren daher an alle Bundesländer, finanzielle und praktische Unterstützungen für den Herdenschutz vorzuhalten. „Zudem ist es wichtig, mit der Information und Schulung der Weidetierhalter zum Thema Herdenschutz zu beginnen, bevor sich ein Wolf niederlässt“, so Miller. „Statt sich jedoch für praktikablen und innovativen Herdenschutz einzusetzen verstrickt sich die Bundesregierung in einem Kompetenzstreit zwischen Landwirtschaft und Umwelt. Die Forderungen nach einer Bejagung des Wolfes sind nicht nur EU-rechtswidrig, sondern lösen keinerlei Probleme. Es ist nicht entscheidend, ob ein oder zehn Wölfe in einem Gebiet vorkommen, am Herdenschutz führt kein Weg vorbei.“

Der Bundesverband Berufsschäfer und der NABU-Bundesverband fordern die Bundesregierung auf, endlich die Versäumnisse der letzten Jahre in Sachen Herdenschutz nachzuholen und sich für die Belange der Weidetierhalter stark zu machen.







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