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Giraffentaufe bei den Entdeckertagen Nachwuchs

Namensvorschläge gesucht
Name gesucht: Die kleine Rothschildgiraffe im Zoo Leipzig ist knapp fünf Wochen alt – und braucht einen Namen. Der Zoo Leipzig startet dafür einen Namensaufruf, an dem sich alle Zoofans mit ihren Ideen beteiligen können. Gesucht wird ein Name, der einen Bezug zum natürlichen Lebensraum der Rothschildgiraffen (Giraffa camelopardalis rothschildi) südlich der Sahara herstellt. An der Seite von Mutter Tamika hat das Jungtier zunächst die Herde der Artgenossen mit Vater Matyas kennengelernt, bevor es dann auf der weitläufigen Kiwara-Savanne auch mit den anderen dort lebenden Tierarten wie Grevy-Zebras und Thomsongazellen Bekanntschaft gemacht hat.
Die erste Runde der Namenssuche läuft bis zum 8. September 2025. In dieser Zeit können passende Vorschläge über die Website des Zoos unter www.zoo-leipzig.de/namensaufruf eingereicht werden. Aus dieser Sammlung werden im nächsten Schritt Favoriten bestimmt, die zur Abstimmung unter den Zoofans gestellt werden. Die Verkündung des Namens soll im Rahmen der Entdeckertage Nachwuchs (20. & 21. September) am Weltkindertag stattfinden, an dem der Zoo Leipzig mit einem tierisch abwechslungsreichen Programm rund um die Jungtiere zum tierischen Erlebnis einlädt. Die Entdeckertage setzen im Jahresverlauf unterschiedliche Schwerpunkte im Zoo-Geschehen und legen im September den Fokus auf die Jungtiere in den verschiedenen Bereichen, um die Bedeutung der Zucht für das Sozialleben der Tiere und den Erhalt von Arten zu aufzuzeigen.
Vorbereitungen für das K!DZ-Riesenkinderfest laufen
Der Nachwuchs der Zweibeiner bekommt bereits am 13. September beim K!DZ-Riesenkinderfest die volle Aufmerksamkeit. Das traditionsreiche Charityfest zugunsten der Unikinderklinik Leipzig und der Stiftung Kinderklinik lädt zu einem unterhaltsamen Tag in den Zoo Leipzig ein, an dem Spendengelder für die kleinsten und verletzlichsten unserer Gesellschaft gesammelt werden. Zahlreiche Partner gestalten Mitmachstände und ein musikalisch-künstlerisches Bühnenprogramm mit dem Thomanernachwuchs und „Frank mit seinem Zappeltier“ laden zum Verweilen im Gründer-Garten ein. Alle Infos zum K!DZ-Riesenkinderfest finden sich unter www.zoo-leipzig.de/kidz.
Hilfe für die Fassade der Jurahäuser in Mörnsheim

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Außenputzarbeiten
Für Außenputzarbeiten an den Jurahäusern Kirchenweg 1 und 2 stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 37.000 Euro zur Verfügung. Das Gebäude gehört seit dem Vorjahr zu den über 640 Objekten, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.
1416 und 1723 erbaut, waren die beiden Häuser lange Zeit bewohnt von Steinbrechern der Jurakalksteinbrüche, in denen bis heute der Solnhofener Plattenkalk gebrochen wird. Die noch vorhandene, Jahrhunderte währende Sozial- und Wirtschaftskultur prägt in Teilen noch bis heute den Hausbau, das Leben und den Alltag im mittleren Altmühltal. Sie ist heimatstiftend für die Menschen der Region. Die Gemeinde Mörnsheim im Landkreis Eichstätt gilt als Ort mit einem noch außergewöhnlichen Bestand an historischen Jurahäusern. Bei der denkmalgerechten Instandsetzung der Häuser wird noch weitere Hilfe benötigt.
Zum Objekt:
Die Jurahäuser sind eine regionaltypische Hausform im Naturpark Altmühljura. Diesen Haustyp prägen seine kubische Form, die eher kleinen Fenster und die Dächer mit flacher Neigung, die mit Kalkplatten gedeckt sind.
Das Haus Kirchenweg 1 wurde 1416 erbaut. Der spätmittelalterliche Wohnbau ist in weiten Teilen erhalten, wenn auch in schlechtem Bauzustand. Das mit dem Hausnamen „Kutscher“ verbundene Gebäude Kirchenweg 2 wurde 1723 erbaut. Auch hier ist in kleinräumiger Bauweise die historische Bausubstanz erhalten. Beide Häuser haben über der Stube eine jeweils bauzeitliche Bohlen-Balken-Decke und einen ineinander eingebundenen Dachstuhl.
Wilhelma wildert vier Weißstörche aus

Im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart aufgezogene Störche bei Ellwangen freigelassen
Am 15. August 2025 wurden auf einer Wiese zwischen den Ellwanger Teilorten Killingen und Dettenroden vier gerade flügge gewordene Weißstörche freigelassen. Aufgezogen wurden die Jungvögel in der Wilhelma in Stuttgart – allerdings weder von ihren eigenen Eltern, noch von Menschen, sondern von einem Paar Schwarzschnabelstörche, einer im äußersten Osten Asiens beheimateten Storchenart.
Die Geschichte begann als ein Paar wildlebender Weißstörche kurz vor Ostern 2025 damit anfing, auf dem Schornstein einer Bäckerei in Ellwangen-Röhlingen ein Nest zu errichten. Binnen kürzester Zeit war der Horst fertiggestellt und die Eier gelegt. Da das Nest den Luftabzug aus dem Schornstein beeinträchtigte, bestand die akute Gefahr einer Verpuffung. In Abstimmung mit der Ortspolizeibehörde und den zuständigen Naturschutzbehörden wurde das Storchennest von der Feuerwehr entfernt.
Da Weißstörche zu den nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützten Arten zählen, musste aber eine Lösung für die bereits angebrüteten Eier gefunden werden. Und hier kam die Wilhelma ins Spiel: In einem weich gepolsterten und gut isolierten Korb wurden die Eier in den Zoologisch-Botanischen Garten nach Stuttgart gebracht und dort in einer Brutmaschine ausgebrütet. Nach dem Schlupf wurde es spannend. Vogelkurator Andreas Frei erklärt: „Eine Aufzucht durch den Menschen und eine damit verbundene Fehlprägung der Storchenküken wollten wir nach Möglichkeit vermeiden. Stattdessen hatten wir eine andere Idee: Unsere beiden Schwarzschnabelstörche brüteten nämlich zu der Zeit bereits eine Weile auf unbefruchteten Eiern. Wir hatten daher die Hoffnung, dass sie die Weißstorchküken aufziehen würden, wenn wir sie ihnen unterschieben“.
Der Plan ging auf: Die Schwarzschnabelstörche nahmen ihre „Kuckuckskinder“ an und zogen sie groß. Schon rund 2,5 Monate nach dem Schlupf waren die Jungstörche bereits voll ausgewachsen und flugfähig. Am 15. August war es also so weit: Die Jungstörche wurden aus ihrer Voliere herausgefangen. Jeder von ihnen wurde mit einem Ring vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie/Vogelwarte Radolfzell am linken Bein markiert. Es handelt sich dabei um Spezialringe, deren individuellen Nummern mit Spektiv sogar aus großer Entfernung gut ablesbar sind. Die wissenschaftliche Beringung hilft in diesem Fall dabei, nicht nur Rückschlüsse auf den Erfolg der Auswilderung, sondern auch auf das Zugverhalten der Jungstörche zu ziehen.
Sicher in Transportkisten verstaut, wurden die Störche zunächst in Richtung Ellwangen gebracht, wo sie in ihrem natürlichen Lebensraum freigelassen wurden. Helmut Vaas, Weißstorchbetreuer beim NABU Ellwangen hat damit bereits Erfahrung: „Wir haben dafür in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde ein weitläufiges Wiesengebiet gewählt, in dessen unmittelbarer Nähe sich im Spätsommer und Herbst regelmäßig Weißstörche sammeln und auf Nahrungssuche gehen. Auch in der Vergangenheit haben wir hier schon mehrfach Störche, die vorübergehend in menschlicher Obhut waren, erfolgreich ausgewildert.“
Die Freilassung der in der Wilhelma aufgezogenen Störche war von Erfolg gekrönt. Bereits wenige Minuten nach dem Verlassen der Transportkisten gesellten sie sich zu einigen Artgenossen, die sich auf der Wiesenfläche aufhielten. Auch am Folgetag konnte Vaas sie beobachten, wie sie inmitten teils größerer Gruppen von Störchen auf Beutefang gingen.
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin betont die Symbolkraft des Weißstorchs: „Dank intensiver Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungen in den vergangenen Jahrzehnten gilt der Weißstorch zwar bei uns in Baden-Württemberg zwar nicht mehr als gefährdet. Er ist aber weiterhin ein wichtiger Sympathieträger und Botschafter für den Artenschutz vor der eigenen Haustür.“
zum Bild oben:
Die ersten Schritte im natürlichen Lebensraum
Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
Das expressionistische Lutherhaus in Heidelberg

Hochwertige farbige Bleiglasfenster, die auf bauzeitliche Stiftungen zurückgehen
Am Dienstag, den 19. August 2025 um 14.00 Uhr übergibt Helen Heberer, Ortskuratorin Mannheim der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), bei einem Pressetermin vor Ort im Beisein von Petra Görlach von Lotto Baden-Württemberg dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 80.000 Euro für die Restaurierung der Holzrahmen an den Fenstern des Lutherhauses in Heidelberg an Bürgermeister Jürgen Odszuck. Das expressionistische Bauwerk gehört nunmehr zu den über 430 Denkmalen, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
Das ehemalige Lutherhaus mit Toreinfahrt liegt in der Heidelberger Weststadt unweit des Neckars. Es wurde zwischen 1926 und 1928 nach Plänen des Architekten Philip Hettinger für die evangelische Gemeinde gebaut. Seit 2003 beherbergt das Gebäude die städtische Musik- und Singschule.
Zum Objekt:
Das Lutherhaus ist ein qualitätvoller Bau des Expressionismus mit Seltenheitswert in Heidelberg. Die Innenausstattung ist großenteils erhalten, darunter hochwertige Schreiner- und Stuckarbeiten sowie Türdrücker, Lampen und Ähnliches. Besonders hervorzuheben sind die farbigen Glasfenster im ersten Obergeschoss, die Persönlichkeiten der Kirchengeschichte darstellen. Bei den Fenstern handelt es sich um originale, hochwertige farbige Bleiglasfenster, die auf bauzeitliche Stiftungen zurückgehen und Teil einer reichen Innenausstattung sind.
Bei dem Gebäude handelt es sich um einen viergeschossigen Sandsteinputzbau mit rückwärtigem Saalbau. Der Architekt wählte neuklassizistische Motive, die er expressiv abwandelte: die aus dorischen Säulenschäften entwickelten, spitzgratigen Gewände des Haupteingangs, die kolossal angelegten Blendbögen und das auffällige Attikafries in einer Variante antikisierender Mäander. Der Saalbau greift mit hohen Rundbogenfenstern ein wesentliches Motiv des Vorderhauses auf, bleibt im Ganzen jedoch einfacher gestaltet.
Ein Thementag mit Biss in der Wilhelma
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Aktionstag der Wilhelmaschule zum Thema „Raubtiere“
Am Sonntag, dem 24. August 2025 richtet sich im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart der Blick auf die Raubtiere. Kein Wunder, denn dieses Jahr gab es in der Wilhelma so einige aufsehenerregende Neuigkeiten in Zusammenhang mit dieser Tiergruppe: Es begann im März, als der Brillenbär Hubärt aus der Tierwelt Herberstein in Österreich mehrere Wochen in der Wilhelma bei seiner dort beheimateten Artgenossin Suyana zu Gast war. Ob sein Besuch erfolgreich war und es Nachwuchs geben wird, muss sich noch zeigen. Für Begeisterung sorgt bei den Besucherinnen und Besucher der Wilhelma das Jungtier bei den Schneeleoparden, gefolgt von den Sechslingen bei den Geparden. Der vorläufige Höhepunkt des Jahres war schließlich im Juli die Eröffnung der 5.000 m² großen Anlage für die Größte aller Katzen, den Amurtiger. Die Welt der Raubtiere ist aber noch viel weiter gefächert: Auch Füchse, Wölfe, Hyänen und sogar so kleine Beutegreifer wie Erdmännchen oder Mauswiesel gehören dazu.
Am Aktionstag „Raubtiere“ stehen in der Wilhelmaschule von 11 bis 17 Uhr erfahrene Zoopädagoginnen und Zoopädagogen bereit, um darüber zu informieren, was alle Raubtiere gemeinsam haben – und was sie von anderen Fleischfressern wie Haien, Greifvögeln und Krokodilen unterscheidet. Echte Krallen und Zähne helfen dabei, zu verstehen, was ein Raubtier ausmacht, wovon es sich ernährt und wie es auf die Jagd geht. Aus nächster Nähe werden die Felle von Jaguar und Leopard gezeigt. Bei Ratespielen können Groß und Klein Fellmuster den zugehörigen Raubkatzen zuordnen oder versuchen, auf Bildern die oft perfekt getarnten Tiere zu finden.
Auch die Aktionsgemeinschaft Artenschutz ist vor Ort und stellt an der im oberen Teil der Wilhelma gelegenen Gepardenanlage ein Schutzprojekt für die gefleckten Jäger in Namibia vor: Dort werden nämlich immer wieder Nutztiere von Geparden gerissen, weshalb diesen gezielt nachgestellt wird. Der Cheetah Conservation Fund sorgt daher für die Ausbildung und Vermittlung von Herdenschutzhunden. Diese tragen erfolgreich dazu bei, dass sich die Geparde den Nutztieren kaum noch nähern. Die Wilhelma und ihr Förderverein unterstützen dieses Projekt jährlich mit 25.000 €.
Wie bei den Wilden Wochenenden üblich, ist auch die Teilnahme am Thementag Raubtiere für alle Besuchenden kostenlos und bereits im Eintritt in die Wilhelma inklusive.
zum Bild oben:
Klein, possierlich, aber ebenfalls ein Raubtier: Das Erdmännchen.
(c) Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
Die Sophienquelle der Burg Grünsberg

Eines der interessantesten Baudenkmäler barocker Gartenkultur im Nürnberger Land
Für die Natursteinarbeiten am verbleibenden Bestand der Sophienquelle der Burg Grünsberg bei Altdorf stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 50.000 Euro zur Verfügung. Den symbolischen Fördervertrag überbringt Dr. Andrea Kluxen, Ortskuratorin Nürnberg der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 13. August 2025 um 14.00 Uhr im Beisein des Ersten Bürgermeisters Martin Tabor an Rotraut Freifrau Stromer von Reichenbach-Baumbauer für die Stromer'sche Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung. Die Burg, die die DSD in den vergangenen zwanzig Jahren neunmal gefördert hat, ist eines von über 640 Objekten, die die spendensammelnde Denkmalschutzstiftung, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte. Die in staufischer Zeit gegründete Burg Grünsberg liegt über einer Seitenschlucht des Schwarzachtals und wurde nie eingenommen. Sie gehört zu den herausragenden Kulturdenkmälern Mittelfrankens. Die malerische Gebäudegruppierung in einem inneren und äußeren Burghof erfüllt die Idealvorstellungen einer mittelalterlichen Burg. Hinzu kommt die geschlossen erhaltene Ausstattung, die einen wesentlichen Teil des Denkmals darstellt.
Zur Burganlage gehört auch die Sophienquelle, die sich etwa 500 Meter entfernt befindet. Die Quellfassung wurde an einem als Ausflugsziel der nahegelegenen 1623 gegründeten Universität Altdorf genutzten Ort errichtet. Die Sophienquelle ist eine der größten barocken Quellfassungen nördlich der Alpen und wurde zwischen 1724 und 1726 nach italienischem Vorbild erbaut. Sie ist Teil des zu Ehren von Sophia-Maria Nützel-Paumgartner-Haller von Sündersbühl errichteten, heute nicht mehr erhaltenen Landschaftsgartens. Sie gilt seit 1937 als Naturdenkmal.
Zum Objekt:
Die Brunnenanlage besteht aus zwei Wasserbecken, deren erstes Becken mit Quellfassung und rahmender Treppenanlage auf kreisförmigem Grundriss basiert und deren zweites, heute als Fischteich genutztes Wasserbecken lediglich eine Stützmauer aufweist. Das Halbrund der Brunnenwand besteht aus Sandsteinquadern und ist beidseitig von Freitreppen eingefasst. Ursprünglich war über der Brunnenwand noch ein kunstvolles Baluster-Säulengeländer als Brüstung angebracht. Die Schüttung der Quelle beträgt etwa 4 Liter pro Sekunde. Das Wasser sprudelt aus der rotbraunen Sandsteinfelswand und über gemauerten Stein. Anschließend fällt es über mehrere Kaskadenbecken in den Hauptbrunnen. Ein Überlauf führt das Wasser zu einem kleinen Teich, bevor es unterirdisch in die Schwarzach abfließt.
Koala-Jungtier in der Wilhelma verstorben
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Trauriger Verlust in der Terra Australis im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart
Am 13. August 2025 ist in der Wilhelma das Koala-Jungtier Jimbelung im Alter von fast 14 Monaten gestorben. Ursache für den Tod des weiblichen Jungtieres war eine Atemwegserkrankung. Nachdem diese in Behandlung und Besserung in Aussicht war, hatten sich die Symptome wider Erwarten verschlimmert. Jimbelungs Halbbruder Borobi ist weiterhin kerngesund und wohlauf.
Seit der Eröffnung der Australienanlage „Terra Australis“ im Juli 2023 sind in der Wilhelma Koalas zu bewundern. Die Freude war groß, als schon im Dezember 2024 zwei „Joeys“ aus den Beuteln ihrer Mütter lugten. Zur Welt gekommen waren sie schon im Juni 2024 – damals noch nackt, blind und gerade einmal so groß wie ein Gummibärchen. Beide Jungtiere wuchsen schnell heran und avancierten schnell zu Publikumslieblingen.
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin zeigt sich bestürzt über Jimbelungs Tod: „Der Nachwuchs bei den Koalas war für uns ein sensationeller Zuchterfolg bei dieser bundesweit nur noch in drei anderen Zoos gehaltenen Art. Hinzu kommt, dass die in der Dreamworld Wildlife Foundation in Australien zur Welt gekommenen Eltern beider Jungtiere nicht näher mit den in den europäischen Zoos lebenden Koalas verwandt sind. Sie und ihre Nachkommen sind darum genetisch extrem wertvoll für unsere Reservepopulation. Fakt ist, dass Todesfälle bei Jungtieren in der Natur deutlich häufiger vorkommen als in Zoos. Dennoch sind wir zutiefst traurig über den Verlust von Jimbelung. Und genau wie in der Natur liegen auch jetzt Freud und Leid nahe beieinander: Jimbelungs Mutter Auburn hat nämlich wieder ein Jungtier zur Welt gebracht. Es ist aber erst wenige Wochen alt. Wir hoffen, dass es sich gut entwickeln und im Laufe des Winters erstmals aus dem Beutel schauen wird.“
Umgebindehäuser in Seifhennersdorf
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Rettung einer wertvollen Hauslandschaft
Menschen brauchen Wohnraum. Zu den von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geförderten Wohnbauten gehören Bürger- und Bauernhäuser, aber auch Pfarrhäuser, Villen und Siedlungen. Eine Spezialität in Sachsen sind die Umgebindehäuser. Von ihnen hat die Stiftung über 50 gerettet. Womit sie eine wertvolle Hauslandschaft hat retten helfen können.
Die für die Oberlausitz typischen Umgebindehäuser sind ein spezieller Holzbautyp. Die Bauwerke bestehen aus einer separat errichteten Stube mit Blockwänden, einer die Blockstube „umbindenden“ Tragkonstruktion und dem in Fachwerk ausgeführten Obergeschoss. Das Traggerüst besteht aus Säulen, Spannriegeln und Kopfbändern oder Knaggen und trägt die Last des Daches und des Obergeschosses. Fränkische Siedler, die sich um 1200 in der Oberlausitz niederließen, brachten diese Fachwerkbauweise mit in die Region, in der der Holzreichtum traditionell zum Errichten von Blockhäusern führte. An den Umgebindehäusern haben sich recht spezifische Bauornamente und Techniken der Holzverbindungen entwickelt. Zwei besondere Häuser seien hier kurz vorgestellt:
Das historische Umgebindehaus in der Conradstraße 2 in Seifhennersdorf wird in der Architektur als Doppelstubenhaus bezeichnet. Bei dieser Bauart befindet sich je eine Blockstube an den Giebelseiten. In der Mitte des Hauses ist der Haupteingang. Der ist mit Granit und Sandstein, die angrenzenden Blockstuben mit einem Umgebinde verziert. Das erste Obergeschoss wurde in Fachwerkbaustil ausgeführt und besitzt an den Giebelseiten zum einen eine Verschieferung, zum anderen die Ausfachung des Fachwerkes. Das Dach ist nach beiden Giebelseiten als Krüppelwalmdach ausgeführt und hat in einer unteren Zeile drei und in einer oberen Zeile zwei Fledermausgauben. Deren mittlere ist größer und mit einem Ochsenauge gefüllt.
Der fast quadratische Treppenraum hat eine gestalterische Besonderheit aufzuweisen. Bis etwa 30 Zentimeter unter der Decke befindet sich eine Marmorimitation auf der Wandfläche. Die Form- und Farbgebung ist in ihrer Gestaltung bislang einzigartig. Die Adern werden ultramarinblau mit mittelgroßen gerundeten Einschlüssen auf hellgrauem Untergrund dargestellt, seine raffinierte Linienführung lässt den Marmor wie eine Wasseroberfläche schimmern. Die Marmorimitation sollte einen Eindruck von großem finanziellem Einsatz geben.
Ein weiterer Beweis für die höherwertige Gestaltung ist die Ausmalung eines kleinen Raumes im ersten Obergeschoss, der eine gewisse Herrschaftlichkeit erzeugt. Und ein weiteres, das größte Zimmer im ersten Obergeschoss mutet wie ein griechischer Tempel an. Die Fenster und ehemaligen Türöffnungen werden flankiert von korinthisch inspirierten Säulen, auf denen als oberer Abschluss ein gemalter Architrav aufliegt. Die Decke wurde mit mehreren farblich passenden Begleitstrichen und einem changierenden Blaugrau gestaltet. Der Rahm ist in einem dunklen Grau gefasst und bildet damit das Fundament „des Tempels“. Das Deckengesims ist in einem lichten Braun gefasst. Selbst in einem kleineren Zimmer wurde eine hochrangige Deckenbemalung mit dazu passender Tapete im Stil des Klassizismus gestaltet.
Ein weiteres Haus weist andere Besonderheiten auf: Das Bulnheimsche Anwesen nimmt eine zentrale Lage im Zentrum der Stadt Seifhennersdorf ein. Das Anwesen umfasst ein repräsentatives Umgebindehaus, ein Nebengebäude mit Arkadengang, eine rekonstruierte Hofdurchfahrt und eine sich anschließende Kulturscheune. Das Gebäudeensemble steht am Hang und umschließt eine rund 200 Jahre alte Linde.
Das Wohnhaus des Dreiseithofes, das nach den letzten privaten Eigentümern benannt wurde, zählt zu den wertvollsten Oberlausitzer Umgebindehäusern im ländlichen Barockstil. Im Jahr 1754 als Faktorenhaus errichtet, beeindruckt es durch seine stattliche Kubatur ebenso wie durch seinen hochrangigen barocken Innenausbau. Schwerpunkte der repräsentativen, authentisch erhaltenen Raumfolge sind im Erdgeschoss zwei Blockstuben und eine gewölbte Haushalle, im Obergeschoss eine große Diele und ein barockes "Paradezimmer" mit floraler Deckenbemalung. Dem Gebäude südlich vorgelagert ist ein terrassierter Garten mit großer Freitreppe, die auf den Haupteingang ausgerichtet ist. Dieser original erhaltene Eingangsbereich mit ornamentiertem Türstock, kassettierter Eingangstür und geschwungener Treppe ist zweifellos der schönste und aufwendigste seiner Art bei einem Oberlausitzer Umgebindehaus.
Vergleichbare Denkmale aus Ihrer Region stellen wir Ihnen gerne mit Bild und Text zur Verfügung.
Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren förderte die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) über 2.670 Maßnahmen an „Wohnbauten“, davon 65 an Umgebindehäusern. Die 1985 gegründete spendensammelnde Stiftung unterstützt engagierte private, kirchliche und kommunale Denkmaleigentümer beim Erhalt ihrer Bauwerke. Denkmalpflege als staatliche Aufgabe wird wie dank dieser bürgerschaftlichen Unterstützung zu einem gesamtgesellschaftlichen Auftrag. Die DSD konnte bisher für den Erhalt von 7.400 Denkmalen unserer Baukulturlandschaft mehr als eine dreiviertel Milliarde Euro zur Verfügung stellen und damit ein deutliches Zeichen setzen.
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