Grüne Quellen
Sonntag, 11. April 2021 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

Die Waldhaus Termine im September 2020

Von Wildobst, Messern und Vampiren:

Samstag, 12. September, 9.30 bis 12 Uhr // Anmelden bis 2. September
Exkursion in den Mooswald: Der Wald im Klimawandel
Die Exkursion führt die Gruppe zu einer Aufforstungsfläche im Mooswald in der Nähe des Mundenhofs. Hier gibt es seit 2008 eine Fläche mit Eichen und Laubmischbaumarten. Außerdem wurde eine Versuchsfläche zur Trockenresistenz von 14 Waldbaumarten angelegt. Vor Ort erläutert Markus Müller, Leiter des Waldhauses und Revierförster von Opfingen, die Aufforstung und stellt erste Ergebnisse der Untersuchung zur Trockenresistenz vor. Wer teilnehmen will, braucht festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und etwas zu trinken. Treffpunkt ist der Parkplatz am Schwimmbad Umkirch, Mundenhofer Weg 30. Die Exkursion ist frei und wird in Kooperation mit dem BUND und dem städtischen Forstamt angeboten.

Sonntag, 13. September, 14 bis 15.30 Uhr // Anmelden bis 2. September
Sonntagsspaziergang: Wildobst – Vitamine am Waldrand
Der Wald ist voller gesunder Überraschungen für alle, die Wildfrüchte kennen und wissen, wo sie zu finden sind. Bei dieser Exkursion ins Stadtwald-Arboretum lernen die Teilnehmenden Botanisches, Mythologisches, Geschichtliches, Naturheilkundliches und Kulinarisches zu Wildobstbäumen und -sträuchern. Es referiert die Gesundheitspraktikerin und Heilpflanzenexpertin Martine Schiller. Teilnahmebeitrag 4,50 Euro.

Mittwoch, 16. September, 13 bis 17 Uhr // Anmelden bis 2. September
Exkursion am Waldhaus: Pilze suchen und Müll sammeln
Diplom-Biologin Veronika Wähnert ist Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie. Auf dieser Exkursion erkundet sie gemeinsam mit den Teilnehmenden die große Vielfalt an Pilzen im Wald. Im Kurs geht es auch, aber nicht nur um das Sammeln von Speisepilzen. Außerdem trägt die Gruppe dabei nach guter Tradition Abfall aus dem Wald. Auch die Pilze selbst sind fleißige Abfallverwerter und Recycler. Teilnehmende sollen einen Pilzkorb, ein Sammelgefäß für Müll und eventuell Handschuhe mitbringen. Wer hat, kann außerdem sein Pilzbuch und seinen Fotoapparat einpacken. Teilnahmebeitrag: 17 Euro, Kinder ab 10 Jahren 9 Euro.

Donnerstag, 17. September, 18 bis 21 Uhr // Anmelden bis 2. September
Workshop im Waldhaus: Messer schärfen wie ein Profi
Ob Taschen-, Jagd-, Brot- oder edles Kochmesser: Messer wollen regelmäßig gepflegt und sachkundig geschärft werden. Dann erleichtern sie das Arbeiten und verbessern die Ergebnisse. Allen, die gerne mit scharfem Werkzeug arbeiten und an fachgerechter Pflege interessiert sind, zeigt Harald Welzel, Schreinermeister und staatlich geprüfter Gestalter, die richtige Schärftechnik. Wer stumpfe Messer hat, kann sie gerne mitbringen. Teilnahmebeitrag: 42 Euro.

Freitag, 18., und Samstag, 19. September, 8.30 bis 17 Uhr //
Anmelden bis 2. September
Messerbaukurs im Waldhaus
Die Teilnahmenden komponieren ihr individuelles Küchen-, Jagdoder Schnitzmesser. Sie gestalten Griff und Zwinge und erlernen das
Einpassen, Schleifen und Schärfen der Klinge. Mitzubringen ist eine Messerklinge. Lehrgangsleiter Harald Welzel ist Schreinermeister und staatlich geprüfter Gestalter. Auf Wunsch bringt er Griffmaterialien mit. Teilnahmebeitrag: 99 Euro, ohne Materialkosten.

Freitag, 18. September, 19 bis 20.30 Uhr // Anmelden bis 8. September
Tanz der Vampire am Waldhaus: Fledermaustour im Wald
Wie orientieren sich Fledermäuse im Dunklen? Wie unterscheidet man verschiedene Arten voneinander? Ist in den Vampirgeschichten ein Körnchen Wahrheit enthalten? Gibt es tatsächlich blutsaugende Fledermäuse? Diese und weitere Fragen beantwortet Horst Schauer-Weisshahn von der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg auf dieser Fledermausführung. Das Besondere dabei: Die Gruppe beobachtet die Flugakrobaten nicht nur in der Dämmerung. Mit einem „Bat-Detektor“ können die Teilnehmenden die sonst für menschliche Ohren nicht wahrnehmbaren Ultraschalllaute hören. Teilnahmebeitrag: 7 Euro, Kinder 4 Euro, Familien 17 Euro.

Samstag, 26. September, 11 bis ca. 15 Uhr // Anmelden bis 11. September
Bootstour mit selbstgebauten Weißtannenbooten
Wer mit dem Gedanken spielt, im Waldhaus ein eigenes Weißtannenboot zu bauen, kann sich auf dieser Tour mit erfahrenen Bootsbauern austauschen und sich vom universellen, zuverlässigen Einsatz dieser selbstgezimmerten „Folkboote“ überzeugen. Die Tour leitet Franz-Josef Huber, Technischer Lehrer am Waldhaus. Der Treffpunkt wird bekannt gegeben. Teilnahmebeitrag: 12 Euro inklusive kleiner Stärkung unterwegs.

Mehr







Veranstaltungen 

Weg mit der Motte: Laub sammeln und Bäume schützen

„Freiburg packt an“ ruft ab September zum Kastanienschutz auf

In Freiburg stehen rund 2000 Rosskastanien auf öffentlichen Flächen und einige Hundert in privaten Gärten. Die Kastanienminiermotte ist ein Schädling und befällt die Bäume seit Jahren. Nun ruft das Team von „Freiburg packt an“ Freiwillige dazu auf, das Laub der Kastanienbäume ab Dienstag, den 1. September, in Papiersäcken zu sammeln. Außerdem hilft es, Nisthilfen für natürliche Feinde der Motte anzubringen.

Der Schädling sieht aus wie ein winziger Schmetterling. Er schlüpft aus dem befallenen, letztjährigen Laub und legt ab April Eier in die Blätter. Die Larven der Falter fressen sich durch das Blattgewebe. Bereits im Sommer färben sich viele Kastanienbäume braun und werfen das befallene Laub ab. Helfer und Helferinnen können den Kreislauf des Schädlings unterbrechen, indem sie Laub sammeln und Nisthilfen anbringen.

Durch die Nisthilfen entstehen Lebensräume für Meisen, die natürlichen Feinde der Motte. „Freiburg packt an“ bietet dafür kostenlose Bausätze aus Holz an.

Die Säcke zum Laub sammeln gibt es kostenlos an verschiedenen Ausgabestellen wie dem Bürgerservice im Rathaus, den Recyclinghöfen und Ortsverwaltungen. Bei großen Laubmengen stellt das Garten- und Tiefbauamt Container bereit. Wer mehr als zehn Laubsäcke sammelt, soll deshalb Rücksprache mit dem Team von „Freiburg packt an“ halten.

Fleißige Laubsammler/innen können die gefüllten Säcke telefonisch (0761/201-4712) oder per Mail (fpa@stadt.freiburg.de) melden. Die Mitarbeiter/innen der Abfallwirtschaft holen die Säcke dann binnen fünf Werktagen ab. Das Laub gehört nicht in den Kompost und wird gesondert verbrannt.

Nach Absprache unterstützt das Team von „Freiburg packt an“ Gruppen und Schulklassen bei größeren Laubsammelaktionen. Wegen der aktuellen Corona Lage können diese Aktionen nur unter bestimmten Bedingungen stattfinden.

Wer Fragen oder voll gefüllte Laubsäcke hat, Aktionen anmelden oder Nistkästen bestellen möchte, kann sich an das Team von „Freiburg packt an“ (Tel. 0761/201-4712, Mail: fpa@stadt.freiburg.de) wenden





Verschiedenes 

Am Beispiel Fisch – mehr Mut zur Vielfalt!

Am Beispiel Fisch – mehr Mut zur Vielfalt!
Karpfen (c) Ingo Hilger

Zum Tag der Fische ruft Slow Food Deutschland dazu auf, bisher eher unbekannte Fischarten wertzuschätzen.

Fisch zählt weiterhin zu den beliebtesten Lebensmitteln – auch in Deutschland. Die Auswahl jedoch scheint begrenzt, jedenfalls beim Blick in die Fischtheke. Hier finden sich durchschnittlich nur etwa zehn der mehreren Hundert Fischarten. Die fünf populärsten Arten Seelachs, Lachs, Thunfisch, Hering und Garnele machen etwa zwei Drittel des Marktanteils aus. Verbraucher*innen sind beim Fischgenuss wenig experimentierfreudig. Das möchte Slow Food ändern und fordert zum diesjährigen Tag der Fische am 22.8. zur finanziellen und kulinarischen Inwertsetzung von Fischen auf, die ein Schattendasein fristen.

Obwohl Fisch ein so beliebtes Lebensmittel ist, wird er von den meisten Verbraucher*innen in seiner Vielfalt verkannt. Zubereitet werden immer wieder die gleichen Arten, und zwar der Statistik nach überwiegend die, die in Discountern und Supermärkten verfügbar, unkompliziert zuzubereiten oder gar Teil von Fertiggerichten sind. Die großen Mengen zu möglichst geringen Preisen führen dazu, dass viele der populären Bestände stark unter Druck sind oder dass die Auswirkungen ihrer Zucht zur Umweltbelastung werden. Die Klimakrise ist eine zusätzliche Belastung und führt zu Veränderungen nicht nur der Umweltbedingungen, sondern auch der Zusammensetzung von Ökosystemen.

Deshalb fordert Slow Food Handel, Gastronomie und Verbraucher*innen auf, sich den Fischarten zuzuwenden, die im Schatten stehen. Darunter Wildfische, die in der Natur immer artgerecht leben und fressen, und von denen einige unbeachtete Arten in genügend großer Zahl vorhanden sind. Dazu zählen Weißfische aus Seen und Flüssen wie Schleie, Rotauge und Brassen, oder Meeresfische wie Kliesche, Flunder oder Sprotte. Zu den oft verkannten Fischen aus Teichwirtschaft zählen Hecht, Karpfen und Waller, die Slow Food empfiehlt, sofern sie aus einer nachhaltigen und artgerechten Zucht stammen. Sie sollten in der Gunst von Handel, Gastronomie und Verbraucher*innen steigen und den Erzeuger*innen faire Preise einbringen. Ein Umdenken beim Fisch habe Vorteile für alle, so Dr. Nina Wolff, amtierende Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Wenn wir uns bei der Auswahl von Fisch breiter aufstellen, haben kleine Fischereibetriebe an Küsten und Seen sowie Teichwirtschaften eine größere Chance, mittel- und langfristig zu überleben. Damit erhalten wir ganze Kulturlandschaften und die Vielfalt in Ökosystemen. Mut zur Vielfalt wird außerdem maßgeblich darüber entscheiden, wie wir trotz des voranschreitenden Klimawandels die Versorgung aller mit hochwertigen Nahrungsmitteln sicherstellen. Das gilt für Fisch ebenso wie für Nutzpflanzen. Und wir Verbraucher*innen profitieren von viel mehr Geschmacksnuancen auf unseren Tellern. Für Slow Food ist das die Verbindung von Genuss mit Verantwortung und Wirtschaftlichkeit.“

Das Wissen über eine geschickte Zubereitung der eher unbekannten Fischspezies wird für ihren Kauf entscheidend sein. Denn viele von ihnen haben Gräten und davon – aus Sicht vieler Verbraucher*innen – zu viele. Das verlangt Können und Wissen um die richtige Zubereitung, ist aber – einmal erklärt – kinderleicht. Hier kommen Gastronom*innen als Mittler*innen zwischen Handel und Verbraucher*innen ins Spiel, indem sie diese Fische auf ihre Speisekarte setzen und ihre Gäste von Geschmack und handhabbarer Zubereitung überzeugen. Das tun auch die Mitglieder der Chef Alliance, dem Köch*innen-Netzwerk von Slow Food. Jens Witt, Leiter der Chef Alliance ergänzt: „Unser Ziel ist es auch, dass Menschen sich an den ganzen Fisch ‚wagen‘, von Kopf bis Flosse alles probieren, nicht nur das Filet“.

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Die Ackerhummel summt auf den ersten Platz

Rekordbeteiligung beim NABU-Insektensommer - fast 10.000 Meldungen

Berlin,21.08.2020 – Fast 10.000 Meldung über Sichtungen von Insekten hat der NABU beim diesjährigen Insektensommer erhalten – so viele wie noch nie. „Wir freuen uns sehr über die Rekord-Beteiligung“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Sie zeigt: Immer mehr Menschen schauen genauer hin, wenn es um das Schicksal dieser wichtigen Tiergruppe geht. Das Entdecken und Beobachten von Käfer, Hummel und Co. macht aber auch einfach Spaß und ist eine tolle Beschäftigung für Familien in den Sommerferien.“

Auf Platz eins der am häufigsten gesichteten Insekten kam wie in den beiden Vorjahren im August die Ackerhummel. Es folgen diesen Hochsommer Honigbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Kleiner Kohlweißling, Wildbiene, Wespe, Kleiner Fuchs, Großes Heupferd, Großer Kohlweißling und Admiral.

Was viele Menschen derzeit beim Grillen oder beim Eisessen stört – die vielen Wespen, spiegelt auch das Ergebnis des Insektensommers. „2020 scheint ein sehr gutes Wespenjahr zu sein“, so NABU-Insektenexpertin Laura Breitkreuz. Das schwarz-gelbe Insekt eroberte sich in diesem August Rang sechs der Liste der am häufigsten gemeldeten Insekten, nach Rang zwölf im vergangenen Jahr. Breitkreuz: „Es wurden auch mehr Individuen pro Zählung gemeldet als 2019. Im Schnitt waren es im August diesen Jahres 19,6 Wespen pro Meldung gegenüber im Durchschnitt 7,3 Wespen 2019.“ Das ist sogar mehr als bei der Augustzählung 2018, einem ebenfalls guten Wespenjahr. Hier waren 9,4 Wespen pro Meldung gesichtet worden. Breitkreuz: „Der milde Winter und der trockene, warme Sommer haben dafür gesorgt, dass es in diesem Hochsommer besonders viele der Tiere gibt.“

Beim diesjährigen Insektensommer stand bei beiden Zählungen der Marienkäfer im Fokus. Naturfreundinnen und -freunde waren aufgerufen, zu schauen, ob sie mehr heimische Siebenpunkt-Marienkäfer oder mehr Asiatische Marienkäfer entdecken können. Breitkreuz: „Im August wurde der Sieben-Punkt deutlich häufiger gemeldet. Im Juni dagegen lag der Asiatische Marienkäfer vorne.“ Insgesamt ist der Siebenpunkt in 3175 Meldungen aufgetaucht, der Asiatische in 2679 Meldungen. Breitkreuz: „Ein großer Unterschied ist also nicht gefunden worden, wenn auch der Siebenpunkt die Nase vorn hat. Das zeigt also, dass der vor einigen Jahrzehnten eingeführte Asiatische Marienkäfer mittlerweile in ganz Deutschland etabliert ist, aber den heimischen Siebenpunkt noch nicht verdrängt hat. Hier werden die kommenden Jahre zeigen, ob sich das Verhältnis ändert oder gleich bleibt.“

Die Daten der Zählaktion „Insektensommer“ werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Mit dem „Insektensommer“ will der NABU auf die enorme Bedeutung von Insekten aufmerksam machen. Durch Eingriffe von uns Menschen ist diese Tiergruppe ist stark gefährdet. In Deutschland gibt es etwa 33.000 Insektenarten, von denen viele schon auf der Roten Liste stehen. Im kommenden Jahr findet der Insektensommer vom 4. bis 13. Juni und vom 6. bis 15. August statt.

Mehr




Verschiedenes 

30 Jahre Umweltdezernat Freiburg

Jubiläumsprogramm mit vielen Vorträgen und Exkursionen

Klimaschutz und Umweltschutz sind die großen Themen der Zeit – in Freiburg sind sie das schon lange. Vor 30 Jahren gründete Freiburg ein eigenes Umweltdezernat, als erste Stadt in Baden-Württemberg. Seit August 1990 ist die Verantwortung für die städtische Umweltpolitik in einem Dezernat gebündelt und hat damit deutlich mehr Gewicht bekommen. Es war ein großer Schritt für mehr Nachhaltigkeit in der Kommunalpolitik und hat wesentlich zum positiven Bild der Stadt Freiburg als Vorreiterin in Sachen Umweltschutz beigetragen. Der Gründung vorangegangen war ein öffentlicher Diskurs, der gezeigt hat, wie wichtig den Menschen in Freiburg Umweltthemen und ihre Repräsentanz in der Verwaltung schon damals waren.

Zum 30. Geburtstag hat das Dezernat ein Jubiläums-Programm zusammengestellt, das sich an große und kleine Freiburgerinnen und Freiburger richtet. Vom Ausflug zur Mülldeponie über die Walddurchquerung mit dem Fahrrad bis zum vegetarischen Grillen – mit den unterschiedlichsten Angeboten sollen den Menschen die Aufgaben des Dezernats und der Umweltschutzgedanke nähergebracht werden. Die Übersicht zu den insgesamt 17 Veranstaltungen, die vom 24. September bis zum 10. Oktober stattfinden, liegt jetzt an der Bürgerberatung im Innenstadtrathaus aus. Man findet sie auch unter anderem im Waldhaus, am Mundenhof, bei der VHS und bei allen Ortsverwaltungen. Alle Angebote sind kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist jeweils begrenzt. Ursprünglich war geplant, das runde Jubiläum größer zu feiern, doch Corona setzt dem Grenzen.

Bürgermeisterin Gerda Stuchlik leitet das Dezernat seit 1997. Sie hat das Programm gemeinsam mit den Ämtern des Dezernats auf die Beine gestellt. „Unser Jubiläumsprogramm bietet hoch interessante Veranstaltungen zu den Themen Klima- und Artenschutz, Waldbewirtschaftung, Entwicklung der Abfallwirtschaft sowie zur Umweltbildung. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, das vielfältige Angebot wahrzunehmen, freue mich auf neue Begegnungen und einen interessanten Austausch“, so die Bürgermeisterin.

Meilensteine der Umweltpolitik

Zuständig war das neue „Dezernat für Umwelt, Entsorgung und Grünflächen“ nach seiner Gründung vor 30 Jahren zunächst für das Umweltschutzamt, das Forstamt, die Fuhrparkbetriebe sowie das Gartenamt mit dem Stadtgut Mundenhof. 1998 kamen weitere Aufgaben hinzu, nämlich Schulen und Bildung, später die Bereiche Kinder, Jugend und Familie. 30 Jahre politische Arbeit lassen sich nicht in wenigen Zeilen zusammenfassen. An dieser Stelle sollen deshalb einige Meilensteine und Highlights der Freiburger Umweltpolitik hervorgehoben werden.

 1991 wurde das Konzept für die Abfallwirtschaft neu ausgerichtet. Seitdem wird verstärkt auf Abfallvermeidung und Abfallverwertung gesetzt. Ein Konzept, dass der Stadt im Landesvergleich bis heute Spitzenplätze bei der Abfallbilanz einbringt. In den folgenden Jahren wurde das Konzept konsequent weiterentwickelt. Die Biotonne wurde eingeführt, der Gelbe Sack löste die grün-gelbe Tonne ab, nicht recycelbarer Müll wird nicht mehr auf Deponien gebracht sondern in die Verbrennungsanlage TREA bei Eschbach.

 Der Freiburger Forst wird seit den 1990er-Jahren naturnah bewirtschaftet, auf Kahlschläge wird weitgehend verzichtet, Pestizide kommen nicht zum Einsatz. Als zweite Stadt in Deutschland hat Freiburg 1999 sich für die FSC-Zertifizierung ihrer Wälder entschieden. Damit werden freiwillig hohe ökologische Standards gesetzt. Es war ein Schritt, der in der Forstwirtschaft zunächst kritisch beäugt wurde, sich aber ausgezahlt hat. Der Freiburger Wald ist heute Naherholungsgebiet, Arbeitsplatz, Rohstofflieferant und geschützter Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

 Freiburg ist Vorreiter beim kommunalen Klimaschutz. Schon 1996 wurde das Freiburger Klimaschutzkonzept erarbeitet, mit dem Ziel den CO2-Ausstoß zu verringern und bis 2050 klimaneutral zu werden. Besonders wichtig bei diesem Ziel ist es, mehr Energieeffizienz bei bestehenden und neuen Gebäuden zu erreichen. Die Stadtteile Vauban und Rieselfeld wurden energiesparend und nach neuen, hohen Standards errichtet. Für zukünftige Stadtentwicklungsprojekte, etwa auf dem Dietenbachgelände, sollen noch weitergehende Ziele wie Klimaneutralität verfolgt werden. Auf Freiburger Gemarkung drehen sich seit Jahren zudem fünf Windräder, Solarstromanlagen nutzen die Kraft der Sonne zur Energiegewinnung. Es wird auf Fernwärme gesetzt und Blockheizkraftwerke, die Straßenbahnen fahren mit Ökostrom, Klimaschutzprojekte werden mit Millionen aus dem Klimaschutzfond und dem Haushalt gefördert. Und die Anstrengungen zeigen Wirkung: der Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 sank deutlich.

 Man schützt nur, was man kennt. Umweltbildung ist deshalb ein zentraler Punkt für nachhaltige Entwicklung. In mehreren Bildungseinrichtungen werden in Freiburg Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Umweltthemen nähergebracht. Zahlreiche Schulklassen besuchen jedes Jahr die Ökostation im Seepark. Seit 2008 widmet sich das Waldhaus Freiburg dem Bildungsziel Nachhaltigkeit und erreicht mit seinen Angeboten große und kleine Freiburgerinnen und Freiburger. Auch das Bürgerschaftliche Engagement im Bereich der Umweltbildung wird von der Stadt gefördert. Der Mundenhof ist ein Lieblingsort von vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Auf dem früheren landwirtschaftlichen Betrieb leben heute Kamele, Ziegen, Esel und Erdmännchen - ein absoluter Besuchermagnet am Rande der Stadt. Das Tiergehege wird fortlaufend weiterentwickelt, um Kindern und Jugendlichen die Natur und Tiere näherzubringen.

Zahlreiche Entscheidungen der vergangenen drei Jahrzehnte machen deutlich, welche große Rolle die Umweltpolitik in Freiburg einnimmt und wie daraus eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie entsteht. Und Freiburg zeigt dabei, dass Naturschutz und ökonomisches Interesse zusammen gedacht werden können. So entsteht Wirtschaftsförderung in zukunftsfähigen Bereichen. Der Freiburger Weg hat Außenwirkung. Freiburg ist UmweltVorzeigestadt, jedes Jahr kommen Tausende Fachbesucher, um sich über ökologische Stadtentwicklung zu informieren. Die Stadt wurde für ihre Politik mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Vieles wurde seit der Gründung des Dezernates im August 1990 erreicht. Dennoch ist seine ursprüngliche Aufgabe aktueller denn je: der Schutz und die Erhaltung der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen der Menschen. Daran wird in Freiburg weiter gearbeitet, das hat der Gemeinderat mit dem jüngst verabschiedeten Arten- und Klimaschutzmanifest, dem Biodiversitäts-Aktionsplan und dem neuen Klimaschutzkonzept unterstrichen. Und auch heute zeigen das Handeln der Menschen und die gesellschaftlichen Debatten in der Stadt, wie wichtig den Freiburgerinnen und Freiburgern umweltfreundliche Politik ist – auch und besonders auf kommunaler Ebene.





Verschiedenes 

NABU legt Vorschläge für Änderung des Bundesjagdgesetzes vor

Krüger: Jäger müssen Verantwortung übernehmen, Bundesregierung muss endlich Bleimunition verbieten

Berlin, 20.08.2020 - Der NABU hat seine Stellungnahme zur Änderung des Bundesjagdgesetzes vorgelegt. Das Benennen der Verantwortung der Jägerinnen und Jäger und des dringend notwendige Waldumbaus hin zu Mischwäldern geht in die richtige Richtung. Allerdings müssen das Monitoring und die Datenbasis zur Wirkung der Jagd, besonders mit Bezug zur Waldentwicklung, deutlich verbessert werden. Inakzeptabel und unverständlich ist das im Gesetzesentwurf enthaltene Bleiminimierungsgebot. Die weitere Belastung der Umwelt mit Blei durch die Jagd muss umgehend beendet werden.

„Der Referentenentwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes ist schon lange überfällig. Für den NABU ist klar, dass Wild zum Wald gehört. Allerdings muss dort, wo wir für den Waldumbau geringere Wilddichten brauchen, die Bejagung angepasst werden“, fordert der NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Ähnlich alt wie die Diskussion zum Waldumbau sind die Bemühungen des NABU bleihaltige Jagdmunition zu verbieten. Das hochgiftige Schwermetall schadet der Natur und den Wildtieren. Vor allem Vögel, wie etwa Seeadler, verenden qualvoll an Bleischrot-Munition. Aber auch für den Menschen ist Blei, welches über den Verzehr von mit bleihaltiger Munition erlegtem Wild aufgenommen wird, gesundheitsschädigend.

„Bleifreie Jagdmunition ist seit Jahren auf dem Markt verfügbar, es gibt zahlreiche Erfahrungen aus der Praxis, die Wissenschaft unterstützt ein Verbot von Bleimunition. Anstelle eines Bleiminimierungsgebotes ist ein Verbot von bleihaltiger Jagdmunition längst überfällig“, so Krüger.

Mehr




Verschiedenes 

Schluss mit der ‚Saure-Gurken-Zeit‘

Schluss mit der ‚Saure-Gurken-Zeit‘
Bautzener Kastengurke ausgereift (c) Dr. Matthias Berger

Bautzener Kastengurke ist neuer Arche-Passagier

Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) kürte die Gurke zum Gemüse des Jahres 2019/2020. Nicht ohne Grund, denn ihre einst große Sortenvielfalt in Deutschland ist geschrumpft. Die Arche des Geschmacks, mit der Slow Food Deutschland Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen rettet, hat ab sofort die erste Gurke an Bord: die Bautzener Kastengurke. Diese war die weit verbreitetste Freilandgurke im Raum Bautzen – bis bitterfreie und optisch einheitliche Gurkensorten zum Ideal auserkoren wurden. Slow Food möchte die Bautzener Kastengurke jetzt wieder zur verdienten ‚Lokalheldin‘ machen. Ihr Anbau schont Ressourcen, sie ist vielseitig verwendbar und kann Heilkraft entfalten.

Bis in die 1940er Jahre war die Bautzener Kastengurke in der Region Bautzen vermutlich noch weit verbreitet. Mit dem Vormarsch der Schlangengurke geriet sie sukzessive in Vergessenheit. Diese setzte den Standard für das moderne ‚Gurkenideal‘: bitterfrei, lang und schmal sollte sie sein. Mit ihrem individuellen Aussehen eckte die Bautzener Kastengurke an. Sie ist unregelmäßig in Größe und Form, entwickelt sich von knubbelig zu bauchig und wurde für den Handel, der sich zunehmend auf optisch einheitliches Gemüse ausrichtete, uninteressant. Inzwischen steht die Bautzener Kastengurke auf der Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutzpflanzen in Deutschland. Mit der Aufnahme in die Arche des Geschmacks möchte Slow Food diesen ‚Abwärtstrend‘ umkehren und an ihrem Beispiel Menschen bundesweit auf den Geschmack regionaler Gurkensorten bringen.

Die Bautzener Kastengurke wurde früher im sogenannten ‚kalten Kasten‘ gezogen und verdankt dieser Aufzucht ihren Namen. Im Freiland bringt sie eine reichhaltige Ernte, je nach Wetterlage von Juni bis September. Moderne Gurkensorten hingegen werden ganzjährig im beheizten Gewächshaus angebaut, was sehr viele Ressourcen bindet. Die Kastengurke ist vielseitig verwertbar, frisch und auch für den Vorrat. Im jungen Stadium kann sie als Salat- und Vespergurke verzehrt oder sauer eingelegt werden. Als ausgereifte Gurke muss sie vor der Verarbeitung als Senf- und Schmorgurke zunächst entkernt werden. Charakteristisch ist ihre Bitternote, die bei ungünstiger Witterung mehr oder weniger stark auftritt - wie auch bei anderen alten Gurkensorten oder Blattgemüsen und –salaten wie etwa Chicoree oder Radicchio. Ihr werden entzündungshemmende und blutreinigende Wirkungen zugesprochen. Obgleich die Geschmacksrichtung ‚bitter‘ neben süß, sauer, salzig und umami zu unseren fünf Grundgeschmacksarten gehört, wissen wir zu wenig mit ihr umzugehen.

Dazu Gerhard Schneider-Rose, Leiter der Arche-Kommission bei Slow Food Deutschland: „Der Bitternote haftet heute oft ein negatives Image an. Die moderne Lebensmittelwelt hat uns entwöhnt, indem sie sie bei den marktgängigen Sorten vieler Gemüsearten wie Auberginen und Gurken weggezüchtet hat. Damit berauben wir uns nicht nur der genetischen und kulturellen Vielfalt unserer Nutzpflanzen, sondern auch der Geschmacksnuance ‚bitter‘. Slow Food möchte Verbraucher*innen dafür begeistern, die Augen für Erzeugnisse fernab des Supermarktstandards wieder zu öffnen.“
War die Bautzener Kastengurke lange Zeit nicht käuflich erwerbbar, konnte Slow Food im Zuge ihrer Aufnahme in die Arche des Geschmacks zwei Samenzüchter und einen Gemüsehof für die Vermarktung gewinnen. Damit ist die Gurke über Biomärkte in der Region Bautzen wieder verfügbar, sowie in Direktvermarktung beim Lausitzer HöfeLaden in Nebelschütz.

Mehr




Verschiedenes 

NABU begrüßt nationale Strategie zum nachhaltigen Umgang mit Wasser

Miller: Stärkung des natürlichen Wasserhaushaltes muss zentrale Rolle spielen

Umweltministerin Svenja Schulze hat, angesichts der Hitzesommer und der aktuellen Wasserknappheit in einigen Kommunen, angekündigt, 2021 eine „Nationale Wasserstrategie“ vorzulegen. Immer häufiger treten Fälle von Wasserknappheit auf, weshalb die Umweltministerin verbindliche Regeln und Prioritäten für die Wassernutzung festlegen will. Die klimawandelbedingte Zunahme von Hochwasser und Trockenheit, Belastungen durch Nähr- und Schadstoffe, aber auch die teils in die Jahre gekommene Ver- und Entsorgungsinfrastruktur, stellen Deutschland vor große Herausforderungen.

Dazu erklärt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Ein nachhaltiger Umgang mit der lebensnotwendigen Ressource Wasser ist auch in Deutschland längst überfällig. Der NABU begrüßt deshalb ausdrücklich die Initiative des Umweltministeriums eine nationale Wasserstrategie zu erarbeiten. Im Zentrum muss die Stärkung des natürlichen Wasserhaushalts stehen. Natürliche Wasserspeicher wie naturnahe Wälder, Moore und Auen müssen verstärkt in den Blick genommen und entwickelt werden. Sie sind das Grundgerüst für die Grundwasserneubildung und den Wasserrückhalt in der Fläche. Gleichzeitig muss alles dafür getan werden, die Wasserressourcen vor Schadstoffen zu schützen. Dafür setzt sich der NABU seit 2019 auch beim nationalen Wasserdialog ein, dessen Ergebnisse in die nationale Wasserstrategie einfließen sollen. Der NABU begrüßt zudem, dass das BMU daran arbeiten will, die Wertschätzung von Wasser in der Gesellschaft zu erhöhen. Ein stabiler unbegrenzter Wasserzugang ist in vielen Ländern überhaupt keine Selbstverständlichkeit. Wasser ist Lebenselixir, das wir unbedingt schützen und bewahren müssen.“







Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25