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Verschiedenes 

Wilde Wälder wagen

Wilde Wälder wagen
(c) oekom Verlag

Wann waren Sie zuletzt im Wald? Haben Sie dort vielleicht dem Rauschen der Blätter gelauscht oder tief den Geruch nach Erde eingeatmet? Für viele Menschen ist der Wald ein Sehnsuchtsort, der Ruhe, Entspannung und Freiraum verspricht. Gleichzeitig ist er ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen, ein Hotspot der Biodiversität. Und im Kampf gegen den Klimawandel ist er als CO2-Speicher unerlässlich.

Deshalb muss er geschützt werden. Weltweit haben sich Nationalparke als das beste Mittel erwiesen, um großräumige Naturlandschaften zu erhalten. In Deutschland gibt es bereits 16 von ihnen – doch es gibt noch Luft nach oben.

Immer wieder gibt es kontroverse Diskussionen um potentielle neue Flächen, zum Beispiel im bayerischen Steigerwald. Warum gerade dieser Ort mit seinen besonderen Buchenwäldern geschützt werden sollte, erklärt die Sonderausgabe »Für den Nationalpark Steigerwald« unserer Zeitschrift Nationalpark, die Sie sich gratis als PDF herunterladen können.

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Verschiedenes 

Löwennachwuchs entwickelt sich gut

Löwennachwuchs entwickelt sich gut
Kigali mit Löwennachwuchs @Zoo Leipzig

Fotoaktion für die Entdeckertage Elefanten

Entspannte Mutter-Jungtier-Zeit in der Wurfkiste: Löwin Kigali versorgt ihre vier Jungtiere weiterhin vorbildlich. Der Nachwuchs ist nun zwei Wochen alt und macht augenscheinlich einen guten Eindruck. Die kleinen Löwen sehen wohlgenährt aus und werden häufig beim Trinken bei Kigali beobachtet. „Kigali erfüllt die Mutterrolle gegenwärtig vorbildlich. Sie versorgt die Kleinen sowohl mit Milch als auch mit Zuwendung und der nötigen Pflege“, sagt Afrika-Bereichsleiter Jens Hirmer. Die Löwin erhält täglich die Möglichkeit, den rückwärtigen Bereich zu verlassen, nimmt diese Option aber nicht wahr und bleibt beim Nachwuchs. „Sie macht das bislang klasse und wir sind stolz, wie sie die Situation meistert, aber wir können noch keine Entwarnung geben. Bei der goldenen Regel ‚drei Tage, drei Wochen, drei Monate‘ haben wir noch einige Etappen vor uns“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Die Löwin und der Nachwuchs sind aktuell noch nicht zu sehen. Auch das Geschlecht des Nachwuchses wurde noch nicht festgestellt, da sich die Löwin ausschließlich um die Jungtiere kümmert und noch keine Untersuchung stattgefunden hat.

Fotoschau mit Motiven der Besucher geplant

Bei den Entdeckertagen Elefanten am 12. und 13. August haben die Zoogäste wieder die Möglichkeit, mehr über die Pflege und das Handling von Elefanten zu erfahren. Kommentierungen, Elefantenbaden, Infostände und Videoeinblicke ins tägliche Training versprechen einen spannenden Tag rund um die Asiatischen Elefanten, bei denen gegenwärtig drei Jungtiere in der Herde aufwachsen und eine vierte Geburt noch aussteht. Bei den Vorbereitungen für das Programm der Entdeckertage setzt der Zoo Leipzig auch auf die Mithilfe der Zoofans: Bis zum 07. August haben diese die Möglichkeit, ihre Lieblingsmotive von den Elefanten im Zoo Leipzig im Rahmen einer Fotoaktion digital über die Website www.zoo-leipzig.de/fotowettbewerb einzureichen. Die Bilder sollen an den Entdeckertagen Elefanten für alle Besucher sichtbar gezeigt werden. „Unsere Besucher nehmen sich oft viel Zeit, die Tiere zu beobachten und haben so tolle Motive vor der Linse, an denen wir alle Gäste der Entdeckertage Elefanten teilhaben lassen möchten“, sagt Zoodirektor Junhold.

Der Zoo Leipzig ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Tickets gibt es an der Tageskasse und online.

Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

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Verschiedenes 

Digitale Hülsenfrüchtekarte: der Einkaufsführer zum Mitmachen

Digitale Hülsenfrüchtekarte: der Einkaufsführer zum Mitmachen
Tiny Farms © Carla Ulrich

Juli 2023 – Bohnen, Erbsen, Lupinen oder auch Kichererbsen: Die biologische und geschmackliche Vielfalt von Hülsenfrüchten ist beachtlich. Angesichts des geringen ökologischen Fußabdrucks der Früchte und Samen sowie der positiven Wirkung der Pflanzen für die Bodenqualität spielen Hülsenfrüchte eine wichtige Rolle für die Zukunft unserer Ernährung. Die heute von Slow Food und Slow Food Youth Deutschland veröffentlichte Hülsenfrüchtekarte stellt heimische Hülsenfrüchte in den Vordergrund und fördert die Verbreitung dieser ressourcen- und klimaschonenden Proteinquelle. Der Einkaufsführer bietet einen Überblick über regionale Verfügbarkeiten und lässt sich durch Einreichen von Vorschlägen stetig erweitern.

Auf der Suche nach heimischen Hülsenfrüchten können Verbraucher*innen ab sofort die digitale » Hülsenfrüchtekarte nutzen. Diese erleichtert ihnen den Kauf heimischer und guter Hülsenfrüchteprodukte. Dafür stehen unterschiedliche Filtermöglichkeiten nach Bundesland und Hülsenfrucht zur Verfügung, auch können über ein Online-Formular neue Einträge eingereicht werden. Dazu ruft Slow Food Deutschland ausdrücklich auf, um lokalen Produzierenden eine Plattform und Verbraucher*innen Orientierung zu bieten. Die Karte soll zudem verdeutlichen, warum es so wichtig ist, Hülsenfrüchte hierzulande anzubauen und zu essen sowie ihre Verbreitung zu fördern.

Carla Ulrich und Elisabeth Berlinghof von Slow Food Youth Deutschland zur Entstehung der Karte: „Obwohl Hülsenfrüchte viele Vorteile bringen, sind sie im Anbau weiterhin eine Nische. Doch immer mehr Landwirt*innen trauen sich, diese unterschätzten Helden wieder auf den Acker zu bringen. Wir hoffen, mit der Karte noch mehr Reichweite für ihre Produkte zu schaffen und so regionale Hülsenfrüchte als Produkte der Zukunft auf die Teller zu bekommen.“ Leguminosen spielen für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Ernährung eine große Rolle: Sie fördern die Bodenqualität und mindern unseren Bedarf an industriellen Düngemitteln, da sie die einzigartige Fähigkeit besitzen, Stickstoff aus der Luft zu binden und dem Boden als Dünger verfügbar zu machen, auf ganz natürliche Weise. Außerdem bilden sie eine gute Proteinquelle und eignen sich für eine pflanzenbasierte Ernährung, die aus Slow-Food-Sicht den Grundpfeiler eines nachhaltigen Ernährungssystems bildet und dazu dient, dem Klimawandel und Biodiversitätsverlust zu begegnen. „Eines ist sicher: Unsere Landwirtschaft muss sich dringend ändern. Sie heizt das Klima an, verbraucht Ressourcen und lässt die Insekten auf unseren Feldern verstummen“, so die Ideengeberinnen der Karte weiter. „Heimische Hülsenfrüchte sind außerdem eine wertvolle pflanzliche Quelle von Proteinen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die als Hummus, Pasta e Fagioli, Dal und sogar in Desserts eine unendliche Geschmacksvielfalt bieten. Es ist höchste Zeit, sie wieder zu entdecken“, ergänzt Berlinghof, die ebenfalls im Leguminosen-Netzwerk (LeguNet) tätig ist.

Die Slow-Food-Bewegung hebt die Bedeutung von Hülsenfrüchten auch durch weitere Initiativen hervor. Seit mehr als zehn Jahren bringt u.a. das Slow Bean Netzwerk Landwirte, Köchinnen und Interessenten zusammen, um Erzeugung und Genuss von Hülsenfrüchten bzw. ihrer Samen zu fördern und den Beitrag der dazugehörigen Kulturpflanzen (Leguminosen) zur biologischen Vielfalt herauszustellen.

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Verschiedenes 

Mohn-Mauerbiene: Bedrohte Heldin mit kreativer Ader

Mohn-Mauerbiene: Bedrohte Heldin mit kreativer Ader
Mohn-Mauerbiene (c) NABU/Insecticon

Miller zum Weltbienentag: Insekten sind für uns überlebenswichtig

Berlin - Sie wird nur halb so groß wie eine Honigbiene und mag trockenwarme, sandige Standorte: Die Mohn-Mauerbiene fliegt von Mai bis Juli und ernährt sich bevorzugt von Kreuzblütlern wie Kornblumen. Die Blütenblätter des Mohns nutzt sie übrigens zum Tapezieren ihrer Kinderstube, daher auch ihr Name. In ihrem Nest, das aus einer Kammer besteht, legt sie ein Ei und Pollen ab und vermauert anschließend den Eingang.

Wer sie entdeckt, kann sich sehr glücklich schätzen. Denn sie ist in ihrem Bestand bedroht. So wie mehr als die Hälfte der über 560 in Deutschland lebenden Wildbienenarten. Anlässlich des Weltbienentags am 20. Mai möchte der NABU auf den dramatischen Rückgang von Wildbienen und Insekten insgesamt aufmerksam machen.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller mahnt: “Sie sind für die Natur und uns Menschen überlebenswichtig. Den Insektenschwund befördern unter anderem strukturarme, monotone Agrarflächen und ein zu hoher Pestizideinsatz. Nur wenn der Einsatz und das Risiko durch Pflanzenschutzmittel halbiert, der Natur sowie ihrer Wiederherstellung deutlich mehr Raum gegeben und Strukturelemente, wie Blühflächen, Hecken und Brachen geschaffen werden, besteht die Chance, die Vielfalt und Anzahl der Insekten zu erhalten oder sogar wieder zu erhöhen.”

Die Umkehr des Rückgangs von Bestäuberpopulationen bis 2030 und danach die Vergrößerung ihrer Populationen zu erreichen, ist ein zentrales Ziel der EU -Wiederherstellungsverordnung, die derzeit auf EU-Ebene verhandelt wird. Der dramatische Verlust an Insekten ist ein Weckruf an politische Entscheidungsträger, sich für die schnelle und ambitionierte Verabschiedung dieses Gesetzes stark zu machen. Der NABU unterstützt die Kampagne #RESTORENATURE, die die Menschen dazu aufruft, sich bei den Europaabgeordneten für ein starkes EU-Wiederherstellungsgesetz einzusetzen.

“Mohn-Mauerbiene, Hosenbiene, Maskenbiene oder Wollbiene: Es gibt so viele verschiedene einzigartige Wildbienen. Sie mögen mitunter klein und unscheinbar wirken, Wildbienen und andere Insekten, wie Käfer, Wespen, Ameisen, Schmetterlinge oder Fliegen sind für funktionierende Ökosysteme aber von extrem hoher Bedeutung. Sie übernehmen nicht nur die Bestäubung von etwa 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen, sondern haben auch Schlüsselfunktionen bei den natürlichen Nährstoffkreislaufen und dienen vielen weiteren Tierarten als wichtige Nahrungsquelle. Sie haben unser aller Aufmerksamkeit daher mehr als verdient. Mit heimischen Wildblumen und Kräutern und dem Verzicht auf Pestizide kann man beispielsweise auch im eigenen Garten schon einen Beitrag für ihren Erhalt leisten”, ergänzt Dr. Laura Breitkreuz, Insektenexpertin des NABU.

Hintergrund:
Die Insektenvielfalt für funktionierende Ökosysteme ist von extrem hoher Bedeutung. Dennoch gehen die Insektenbeständen dramatisch zurück. Sogar in deutschen Naturschutzgebieten ist die Biomasse fliegender Insekten in den letzten 30 Jahren um etwa drei Viertel gesunken. Auch auf Wiesen, Weiden und im Wald wurden in nur zehn Jahren etwa 35 Prozent weniger Insektenarten gemessen.

Der NABU setzt sich seit langem für den Schutz von Insekten ein. So auch mit der Mitmachaktion Insektensommer, bei der die Hummeln dieses Jahr noch einmal im Mittelpunkt stehen. Sie zählen zu den Wildbienen und mit der Entdeckungsfrage “Kannst Du Hummeln am Hintern erkennen?”, möchte der NABU den Einstieg leicht machen. Gezählt wird vom 2. bis 11. Juni und vom 4. bis 13. August 2023 und das im Garten, am See, im Wald oder auf der Wiese. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App NABU Insektensommer. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de zum Aktionsstart abrufbar.

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Bundesfreiwilligendienst-Kürzung: fatales Signal für Naturschutz-Engagement

Miller: Mehr als 500 vor allem junge Menschen im NABU zeigen durch ihr Engagement, was Natur- und Umweltschutz in der Fläche bewirken kann

Berlin, 7.7.23 – Im Bundeshaushalt 2024 sollen die Gelder für den Bundesfreiwilligendienst um 53 Millionen Euro gekürzt werden. Dazu kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

“Freiwilligendienste sind ein wichtiger Ort für Bildung, Orientierung und Engagement. Allein im NABU zeigen jährlich mehr als 500 vor allem junge Menschen durch ihr Engagement, was Natur- und Umweltschutz in der Fläche bewirken kann. Die Kürzungen in diesem ohnehin unterfinanzierte Bereich sind ein bitterer Schlag für alle Menschen, die sich freiwillig für unsere Natur und Artenvielfalt einbringen wollen. Gleichzeitig gehen die Kürzungen an die Substanz der Gesamtstruktur des Bundesfreiwilligendienstes selbst. Gerade jetzt, wo völlig zurecht über die wachsende Bedeutung der Freiwilligendienste diskutiert wird, braucht es keine Kürzung, sondern – im Gegenteil – eine Erhöhung der finanziellen Mittel. Die Bundesregierung muss jetzt starkes Signal setzen und zeigen, dass Engagement vor allem junger Menschen wertschätzt. Sie ist nun in der Verantwortung, ihren Fehler zu korrigieren und den Freiwilligendienst angemessen zu fördern.”

Hintergrund: Bundesfreiwilligendienst im NABU
Von Sylt bis zum Bodensee – deutschlandweit kümmern sich mehr als 500 Bundesfreiwillige im NABU um wertvolle Biotope, bedrohte Pflanzen und Tiere. An knapp 400 Einsatzstellen kartieren sie schützenswerte Natur, vermitteln Kindern und Jugendlichen spannende Naturerlebnisse und entwickeln lokale Umweltprojekte. Anders als beim freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ) gibt es beim Bundesfreiwilligendienst keine Altersgrenze, nur die Vollzeitschulpflicht muss erfüllt sein. Das bedeutet, dass auch Berufstätige, die sich neu orientieren wollen, oder ältere Menschen sinnvolle Möglichkeiten für ein Engagement für die Natur finden können. Begleitet wird der Freiwilligendienst, der von den über 27-Jährigen auch in Teilzeit geleistet werden kann, durch informative und lehrreiche Seminare. Der Bundesfreiwilligendienst kann mit einer Dauer von sechs bis zwölf Monaten absolviert und ggf. auf 18 Monate verlängert werden. Viele BFD-Leistende bleiben den Einsatzstellen anschließend als Ehrenamtliche treu.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Waldspaziergänge mit den städtischen Förstern im Juli

Forstamt klärt über Waldbrandgefahr auf und führt zu sommerlichem Gehölz

Die Waldpädagogik Karlsruhe bietet im Juli zwei kostenlose Waldspaziergänge für interessierte Karlsruherinnen und Karlsruher an.

Am Freitag 14. Juli, können Sie sich von 17 bis 19 Uhr über die Gefahren von Waldbränden im Hardtwald informieren. Revierförster Martin Kurz zeigt auf, wie Waldbrände entstehen und was die Forstverwaltung dagegen unternimmt.

Am Samstag, 15. Juli, nimmt Ulrich Kienzler, Vorsitzender der oberrheinischen Waldfreunde (SDW) Sie von 15 bis 17 Uhr mit auf einen Spaziergang durch den sommerlichen Wald in Rüppurr.

Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung notwendig, entweder unter waldpaedagogik(at)fa.karlsruhe.de oder telefonisch unter 0721 133-7354. Auf unserer Internetseite finden Sie weitere Veranstaltungshinweise.

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Verschiedenes 

Eisbär Kap ist zurück in Karlsruhe

Eisbär Kap ist zurück in Karlsruhe
© Timo Deible / Zoo Karlsruhe

Genetisch bedeutsamer Eisbär soll für Nachwuchs sorgen

Mit dem männlichen Eisbären Kap ist ein alter Bekannter nach Karlsruhe zurückgekehrt. Die vergangenen drei Jahre war er im Tierpark Hagenbeck und konnte sich erfolgreich mit dem dort lebenden Weibchen Victoria fortpflanzen. Mittelfristig soll Kap auch in Karlsruhe für Nachwuchs sorgen.

"Mit ihm haben wir einen der genetisch besonders wertvollen Eisbären bei uns. Seine Linie ist außer bei dem jetzigen Jungtier in Hamburg nirgends vertreten. Für die Erhaltungszucht dieser Art ist er enorm wichtig", erläutert Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Dazu müsste es jedoch einen weiteren Tausch im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) geben, da das aktuell in Karlsruhe lebende Weibchen Charlotte nicht für die Zucht vorgesehen ist.

Kap wurde am 16. Oktober 2000 in Moskau geboren und kam bereits 2001 für drei Jahre nach Karlsruhe. Lange Zeit lebte er anschließend in Tierpark Neumünster. "Durch eine Fruchtbarkeitsuntersuchung und den jetzigen Nachwuchs in Hamburg wissen wir, dass er sich fortpflanzen kann. Karlsruhe war früher bereits sehr erfolgreich in der Eisbärenzucht, daran möchten mittelfristig wieder anknüpfen", so Reinschmidt.

Mit einem Spezialtransport war Kap heute (Mittwoch) aus der Hansestadt in den Zoo Karlsruhe gebracht worden. Nach der Ankunft am Abend konnte er seine Spezialtransportkiste verlassen und wird die erste Nacht in der Innenanlage verbringen. "Er ist ein entspanntes Tier mit einem guten Charakter. Wir freuen uns, dass er zurück ist", betont Revierleiter Moritz Ehlers.

zum Bild oben:
Eisbär Kap soll auch in Karlsruhe für Nachwuchs sorgen.
© Timo Deible / Zoo Karlsruhe





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Freiburg: Lebendige Straßenränder

Stadtmöblierung schafft in der Ortsmitte von Haslach kleine Oasen

Parkplätze in der Carl-Kistner-Straße und in der Markgrafenstraße weichen Pflanzen und Sitzgelegenheiten

Bänke, Pflanzen und Radbügel: In der Ortsmitte von Haslach stehen vorübergehend Sitzgelegenheiten auf Parkplätzen. So entstehen in der Carl-Kistner-Straße und in der Markgrafenstraße kleine Oasen zum Ausruhen und Verweilen. Die Aktion soll einen Eindruck vermitteln, was im Stadtteil denkbar ist und wie dieser noch attraktiver werden kann. Dort können Freiburgerinnen und Freiburger bis Ende September Platz nehmen oder ihr Fahrrad abstellen.

„Die Pflanzen und Sitzmöglichkeiten werten die Ortsmitte von Haslach auf und bieten Bürgerinnen und Bürgern kleine Plätze zum Verweilen. Es freut uns, dass wir die Aktion in Haslach umsetzen können. Der Pilotversuch soll zeigen, welche Gestaltungsmöglichkeiten in Zukunft denkbar sind“, so Baubürgermeister Martin Haag bei der Einweihung der Stadtmöblierung am heutigen Mittwoch.

Zugunsten der Aufenthaltsqualität entfallen vorübergehend 13 kostenpflichtige Parkplätze. Die restlichen Parkplätze sowie die Lieferzonen in der Carl-Kistner-Straße und der Markgrafenstraße bleiben frei. Die anliegenden Geschäfte und der Bürgerverein wurden über die Aktion informiert.

Die Aktion ist Teil der städtischen Kampagne für klimafreundliche Mobilität unter dem Motto „Jetzt oder Now – Freiburg steigt um: Für Dich. Für die Stadt. Fürs Klima.“ Die Möblierung stellt das Land Baden Württemberg im Rahmen des Projekts „Temporäre Umgestaltung von Ortsmitten“ kostenfrei zur Verfügung. Mehr dazu gibt es unter aktivmobil-bw.de/ortsmitten/temporaere-umgestaltung.

An einer Infostelle können Bürgerinnen und Bürger über einen Briefkasten rückmelden, wie sie die Aktion finden. Ein offenes Ohr für Meinungen, Anregungen und Kommentare zu der Umgestaltung hat auch die Stabstelle Mobilität, stab-mobilitaet@stadt-freiburg.de.

Hintergrund:
Die temporäre Stadtmöblierung soll die Gestaltungsmöglichkeiten verkehrsberuhigender Maßnahmen aufzeigen. Im vergangenen Oktober hat der Mobilitätsausschuss die Stadtverwaltung beauftragt in Haslach eine „Verkehrsberuhigung unter Berücksichtigung der Situation für den Einzelhandel“ zu schaffen. Das war auch ein Anliegen von einigen Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Aus diesem Grund erstellt die Stadt momentan in Zusammenarbeit mit einem Verkehrsplanungsbüro ein Verkehrsberuhigungskonzept für Haslach-Egerten und Haslach-Gartenstadt. Das Land fördert die Erstellung dieses Konzepts zur Hälfte.







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