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Verschiedenes 

NABU: Covid-19-Pandemie ist eine Gesundheitskrise mit Ansage

Krüger: Bei der Verringerung von Risiken muss entschiedener gehandelt werden - auch beim Klima- und Artenschutz

Berlin, 2.4.2020 – NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger zum Zusammenhang von mangelndem Handeln bei der Verringerung von Risiken:

„Seit vielen Jahren weisen Wissenschaftler und Behörden auf das Risiko von Pandemien durch Krankheitserreger, die die Tier-Mensch-Schranke durchbrechen, hin. Es ist seit langem bekannt, dass der unkontrollierte Handel von lebenden Wildtieren auf Märkten und dem Verzehr des Wildfleisches Ausgangspunkt von Pandemien sein können. Entschieden gehandelt wurde in China nicht. Eine klare Parallele sieht der NABU zum Umgang mit der Klima- und Artenkrise. Die enormen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Risiken des sich heiß laufenden Klimas und der Schädigung unserer Ökosysteme sind wissenschaftlich klar belegt und werden in Politik und Gesellschaft diskutiert. Gehandelt wird allerdings weltweit nicht entschieden genug, um die Risiken wirksam einzugrenzen. Die Leistungs- und Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme und des Klimasystems zu erhöhen, ist die Aufgabe unserer Zeit. Die Klima- und Artenkrise sind wie die Corona-Pandemie Krisen mit Ansage. Politik und Gesellschaft müssen entschiedener handeln.“








Verschiedenes 

80 Minuten vor Sonnenaufgang ertönt der erste Vogelgesang

NABU-Vogeluhr zeigt an, wann Rotkehlchen, Singdrossel und Co. morgens ihr Lied anstimmen

Berlin, 1.4.2020 – Jetzt im Frühling ertönt jeden Morgen ein vielstimmiges Vogelkonzert. Der Gartenrotschwanz ist die Nummer eins – im Schnitt 80 Minuten bevor die Sonne aufgeht, lässt er sein Zwitschern ertönen. Dann folgen Hausrotschwanz, Rauchschwalbe und Singdrossel. Ein Spätaufsteher ist der Buchfink: er fängt erst zehn Minuten nach Sonnenaufgang an zu trällern. Wann welche Art singt, kann man auf der NABU-Vogeluhr (www.NABU.de/vogeluhr) ablesen und ihre Gesänge hören.

Vögel singen fast nur zur Brutzeit. Vor allem von April bis Anfang Juni sind besonders viele Arten gleichzeitig zu hören. Meist singen nur die Männchen, um ihre Reviere abzustecken und Weibchen anzulocken. Dabei hat jede Vogelart einen anderen Zeitpunkt für den Gesangsbeginn, der durch die zunehmende Tageshelligkeit vorgegeben wird. Jeden Morgen setzen die einzelnen Arten daher in der gleichen Reihenfolge in das Vogelkonzert ein. Wer früh aufsteht, kann dies beim Erkennen und Lernen der Vogelstimmen ausnutzen.

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Verschiedenes 

Schneeleoparden live erleben

NABU startet Schneeleoparden-Webcam im Neunkircher Zoo

Neunkirchen - Um Naturfreunden die faszinierenden Schneeleoparden trotz derzeit geschlossener Zoos näherzubringen und auf ihre Gefährdung aufmerksam zu machen, startet der NABU am 31. März im Neunkircher Zoo drei Webcams. Die Kameras übertragen auf www.NABU.de/leos-live aus dem Außengehege und der Wurfbox das Leben des Neunkircher Schneeleoparden-Pärchens "Sagar" und "Luisa". Sollte "Luisa" wie erhofft Junge bekommen, können die Tiere sogar bei der Geburt und Aufzucht ihres Nachwuchses beobachtet werden.

"Mit der Schneeleoparden-Webcam möchten wir vor allem Wissen über eine stark gefährdete, aber leider relativ unbekannte Tierart vermitteln", erklärte Thomas Tennhardt, NABU-Direktor Internationales. "Die Zuschauer können die seltenen Schneeleoparden, die eigentlich so weit entfernt von uns leben, hautnah erleben, sie begleiten und verstehen lernen. Dies begreifen wir als Chance, über die beiden Neunkircher Schneeleoparden als Botschafter ihrer Art auf die dringliche Situation der freilebenden Schneeleoparden und ihre Schutzbedürftigkeit hinzuweisen", so Tennhardt weiter.

Schneeleoparden gelten mit einem weltweiten Bestand von nur noch 4.000 bis 6.400 Tieren laut Roter Liste als "gefährdet". In freier Wildbahn werden die scheuen Großkatzen, die in den kargen Hochgebirgen Asiens zuhause sind, vor allem wegen ihres schönen Fells, aber auch ihrer Knochen gejagt. Letztere sind beliebte Mittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Außerdem macht der Mensch ihnen und ihren Beutetieren zunehmend den Lebensraum streitig und es kommt immer wieder zu Konflikten mit lokalen Hirten. Daneben bedroht auch der Klimawandel ihren Lebensraum. Der NABU setzt sich seit 20 Jahren erfolgreich für den Schutz von Schneeleoparden in freier Wildbahn ein und konnte bisher signifikant zu einem Rückgang der Wilderei beitragen.

Auch in Zoologischen Gärten sind Schneeleoparden relativ selten. In Deutschland gibt es insgesamt zwölf Zoos, in denen sie gehalten werden, darunter seit 2013 der Neunkircher Zoo, in dem das knapp acht Jahre alte Schneeleoparden-Pärchen lebt. "In Zeiten der Corona-Krise, in denen wir unseren Zoo erstmals über so lange Zeit schließen müssen und die Menschen viel Zeit Zuhause verbringen müssen, freuen wir uns besonders über die Möglichkeit, den Menschen das Erlebnis einer Schneeleopardenaufzucht über eine Webcam näherbringen zu können", sagte Dr. Norbert Fritsch, Zoodirektor des Neunkircher Zoos. "Der Neunkircher Zoo ist dem Schneeleoparden-Projekt des NABU schon lange verbunden und setzt sich mit seiner Teilnahme am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Schneeleoparden ebenfalls für die Erhaltung der Art ein." Ziel des EEPs ist es, in Zoologischen Gärten eine Reservepopulation von mindestens 200 genetisch möglichst unterschiedlichen Schneeleoparden zu bilden. Für genetische Vielfalt bei dem dieses Jahr erhofften Schneeleoparden-Nachwuchs in Neunkirchen sorgt zumindest Luisa: Ihre Großmutter Dshamilja wurde in freier Wildbahn geboren und vom NABU als Jungtier in Kirgistan aus den Händen von Wilderern befreit. Um ihr Leben zu retten, wurde sie nach Deutschland gebracht und gesund gepflegt.

Bereits 2016 ließen der NABU und der Neunkircher Zoo Schneeleopardenfreunde an der Geburt und Aufzucht der Schneeleopardenzwillinge "Anusha" und "Askar" über eine Webcam teilhaben. Die Patenschaft für die beiden Schneeleoparden übernahm die damalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Gegenwart der damaligen saarländischen Ministerpräsidentin und heutigen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer.

Link zur Schneeleoparden-Webcam ...

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Verschiedenes 

NABU: Änderungen der Düngeverordnung greifen zu kurz

Krüger: Chance verpasst, das Problem an der Wurzel zu packen - intensive Tierhaltung muss verringert werden

Berlin, 27-03-2020 – Die am heutigen Freitag vom Bundesrat beschlossenen Änderungen der Düngeverordnung, die aufgrund der Corona-Krise in Teilen allerdings erst zum 1. Januar 2021 umgesetzt werden sollen, kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Hoffentlich ist dieses Kapitel einer jahrzehntelangen Hängepartie nun endlich beendet. Wenn auch noch unzureichend aus Umweltsicht. Bund und Länder springen mit den Verschärfungen grade so weit, dass die millionenschweren Strafzahlungen an Brüssel abgewendet werden. Was sie jedoch verpassen, ist die Chance, das Problem der Überdüngung an der Wurzel zu packen: Die in Teilen Deutschlands zu intensive Tierhaltung muss verringert werden. Entscheidend ist, die Zahl der gehaltenen Schweine, Hühner und anderer Tiere pro Hektar klar zu begrenzen, mit zusätzlichen Obergrenzen für jeden Landkreis. Zusätzlich muss eine Hoftor-Bilanz für jeden Betrieb kommen, die klar macht wie viele Nährstoffe in einen Betrieb hineingehen und wie viele ihn verlassen – ohne Bilanzierungs-Tricks. Wir müssen jetzt den Diskurs führen, wie eine zukunftsfähige Tierhaltung in Deutschland aussehen muss – mit fairen, ehrlichen Lösungen nach dem Verursacherprinzip sowie Planungssicherheit für alle Landwirte. Das Ende der Nitrat-Krise, die unser Grundwasser gefährdet und schwere Schäden in der Pflanzen- und Tierwelt hinterlässt, ist seit zwei Jahrzehnten überfällig.“





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NABU: Frühlingsbote Fledermaus braucht Schutz

Krüger: Milde Winter wirken sich negativ auf Fledermäuse aus

Berlin, 26.03.2020 – Jetzt sieht man sie wieder häufiger über den Abendhimmel flattern: Fledermäuse suchen in der Dämmerung nach Nahrung und einen Unterschlupf. Viele Tiere waren auch schon im Winter unterwegs. „Es gibt bereits erste Studien, die zeigen, dass Fledermäuse wegen steigender Temperaturen oft keine durchgehende Winterruhe mehr haben“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Sie wachen immer wieder auf, müssen dann nach Nahrung suchen, finden aber kaum etwas – ein enormer Stress, der die Überlebenschancen schmälert.“

Fledermäuse überwintern meist in Höhlen, Stollen, Dachstühlen, alten Kellern oder Bunkeranlagen. Sie sind Insektenfresser und jagen Mücken, Schnaken, Nachtfalter und Käfer im Flug. Das kann man derzeit am Dämmerungshimmel eines lauen Abends gut beobachten. Aufgrund des Insektensterbens ist wird jedoch auch dieses Schauspiel immer seltener.

„Von den 25 heimischen Fledermausarten sind 16 in einem ungünstigen oder sogar schlechten Erhaltungszustand“, so NABU-Artenschutzexpertin Birte Brechlin. „Die Ursachen sind unter anderem die Intensivierung der Landwirtschaft, der massive Einsatz von Pestiziden, der zunehmende Verlust von Strukturvielfalt in der Landschaft, von alten, naturnahen Wäldern sowie die Zerstörung von Quartieren durch Fassadensanierungen.“

Fledermäusen helfen kann man, indem man seinen Garten fledermausfreundlich gestaltet. Dazu gehört, alte Bäume stehen zu lassen, abend- und nachtblühende Stauden anzupflanzen und Fledermauskästen aufzuhängen. Diese kann man selbst bauen oder im Fachhandel, etwa im NABU-Shop (www.NABU-shop.de ), kaufen. Weitere Tipps unter www.NABU.de/fledermausgarten .

Leider halten sich Vorurteile gegenüber Fledermäusen immer noch hartnäckig, wie etwa der Vampirmythos aus Gruselfilmen. Aktuell werden Fledermäuse in Verbindung zu dem neuartigen Coronavirus gebracht, der die Erkrankung Covid-19 auslösen kann. Angst davor, dass die Tiere Menschen anstecken könnten, braucht jedoch niemand zu haben. Die in Deutschland heimischen Fledermausarten sind keine Coronaviren-Träger. Krüger: „Fledermäuse gefährden uns nicht – sie brauchen unseren Schutz.“

Hintergrund

Fledermäuse sind die zweitgrößte Artengruppe innerhalb der Klasse der Säugetiere. Derzeit sind weltweit mehr als 1.400 Arten bekannt. Wenige Arten tragen Stämme von Coronaviren und gelten daher als Reservoir, nicht jedoch als direkter Überträger. Eine direkte Übertragung auf den Menschen konnte bislang nicht festgestellt werden. Bei unseren 25 heimischen Fledermausarten ist bisher kein derartiger Virenstamm gefunden worden. Sie sind also weder Träger noch Reservoir des Coronavirus.

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Mit dem NABU den Frühling erleben - trotz Corona

Auf www.NABU.de finden sich zahlreiche digitale Angebote, um die heimische Natur kennen zu lernen

Berlin – Der Frühling ist da, doch leider macht die Corona-Pandemie viele gewohnte Freizeitaktivitäten zurzeit unmöglich. Der NABU gibt darum Tipps, wie man die Natur erleben kann, ohne sich und andere der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen.

„Am besten ist es natürlich die Natur direkt zu erleben“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Spaziergänge im Wald stärken das Immunsystem und heben die Stimmung, sollten allerdings zurzeit ausschließlich allein oder mit den eigenen Kindern gemacht werden.“

Die Natur im Frühling kann aber auch digital entdeckt werden – ganz ohne die Wohnung oder das Haus zu verlassen. Der NABU bietet dafür zahlreiche kostenfreie Angebote auf seinen Internetseiten. So kann man spielerisch die häufigsten Gartenvögel kennenlernen oder mit dem Insektentrainer Tagpfauenauge, Florfliege, Holzbiene und Co. bestimmen. Mit der NABU-Vogeluhr erfahren Naturfreundinnen und -freunde, welcher Vogel morgens wann zu hören ist – und kann sein neues Wissen gleich auf dem eigenen Balkon oder am Fenster überprüfen.

Am Computer können außerdem die Zugwege von besenderten Turteltauben und Störchen verfolgt werden. Es gibt Gartentipps, wie man aus seinem Balkon ein Gemüse- und Naschparadies macht, ein Büffet für Insekten gestaltet oder einen Fledermauskasten baut. Alle Tipps finden sich unter https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/27778.html .

Mit Kindern ist die lange Zeit in den eigenen vier Wänden besonders herausfordernd, zudem auch Kitas und Schulen geschlossen sind. Damit nicht zu viel Langeweile aufkommt, hat der NABU gemeinsam mit seiner Jugendorganisation, der Naturschutzjugend NAJU, Tipps extra für Kinder zusammengestellt. So sind die Kleinen beschäftigt und lernen noch dazu etwas über die heimische Natur. Die Kinderseiten „NAJUversum“ laden beispielsweise zum Entdecken verschiedener Lebensräume ein. Hier finden sich auch Podcasts und Videos etwa zu den Themen Vogelzug und Wildbienenschutz, sowie tolle Experimente zum Nachmachen und Bauanleitungen für Vogelkästen und Insektenhotels. Zu den Themen Mülltrennung, Wolf und Insekten können Kinder ihr Wissen mit einem Quiz testen. Die NABU-Tipps für Kinder finden sich online ...

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Karlsruhe bietet Baumpatenschaften an

Bürgerschaftliches Engagement für mehr Stadtgrün

Über 70.000 Bäume stehen entlang der Karlsruher Straßen. Insgesamt weist die Stadt ein wertvolles Netz an Grünflächen auf. Die aktuellen Klimaveränderungen, neue städtebauliche Entwicklungen und ein steigender Nutzungsdruck stellen diese grüne Infrastruktur jedoch vor immer größere Herausforderungen. Besonders die trockenen Sommer der letzten Jahre mit hoher Lufttrockenheit und Wassermangel machen Bäumen an urbanen Standorten zu schaffen. Im Rahmen eines neu aufgelegten Patenschaftskonzepts können sich nun engagierte Personen aktiv an der Verschönerung des Stadtbildes beteiligen.

Vom Wässern bis zur "Baumpatenschaft plus"

Bei einer Baumpatenschaft pflegen die Anwohnenden einen oder mehrere Bäume in der Nachbarschaft. Das kann sich bei einer sogenannten "reinen Baumpatenschaft" auf das Wässern des Baumes an trockenen Tagen und das Entfernen von Unrat aus der Baumscheibe beschränken. Wer sich darüber hinaus gärtnerisch betätigen möchte, kann eine "Baumpatenschaft plus" abschließen, welche zusätzlich die Bepflanzung und Pflege des Beetes unterhalb eines Baumes umfasst. Mit einer ökologisch wertvollen Gestaltung der Baumscheiben können so kleine blühende Inseln für Insekten und andere Tiere direkt vor der Haustüre geschaffen werden.

Gartenbauamt gibt Unterstützung

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Patenschaft für einen Baum beim Gartenbauamt Karlsruhe beantragen - telefonisch unter der Nummer 0721/133-6731 oder per E-Mail an patenschaften@gba.karlsruhe.de. Passt der Standort, wird der Patenschaftsbaum mit einer Hinweisplakette gekennzeichnet. Das Gartenbauamt unterstützt die Teilnehmenden in allen Belangen und gibt Anregungen, wie eine Baumscheibe ökologisch wertvoll und nachhaltig gestaltet werden kann.

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Cum-Ex: Verbrechen, Verbrecher, lächerliche Strafen & (Un-) Recht

Cum Ex ist eine Art der Steuerhinterziehung, durch die europäische Länder und wir Steuerzahlerinnen und Steuerzahler um viele Milliarden Euro betrogen wurden. Der Schaden beläuft sich auf mindestens 55,2 Milliarden Euro. (Eine Milliarde ist gleich tausend Millionen!). Das haben Untersuchungen des Recherchezentrums «Correctiv» ergeben, an denen unter anderem das ARD-Magazin «Panorama», die Wochenzeitung «Die Zeit» und «Zeit Online» beteiligt waren. Betroffen sind demnach neben Deutschland mindestens zehn weitere europäische Länder.

Cum-Ex ist strafbar, sagt ein Urteil des Bonner Landgerichts vom 18.3.20. Doch die Bewährungsstrafen für die Millionenbetrüger sind lächerlich und ein Armutszeugnis für den Rechtsstaat. Noch sitzt kein verurteilter Cum-Ex-Verbrecher im Gefängnis. Laut Verband Deutscher Verkehrsunternehmen gehen jährlich allerdings deutschlandweit etwa 7.000 Menschen wegen Schwarzfahrens in´s Gefängnis.

"Die Gerechtigkeit (und das Recht) sind wie ein Spinnennetz – die Kleinen hält es fest – die Großen zerreißen es einfach"
Nach einem alten lateinischen Zitat

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

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