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Verschiedenes 

28 Teilnehmende für das neue Jahr der Slow Food Youth Akademie

28 Teilnehmende für das neue Jahr der Slow Food Youth Akademie
Slow Food Yout Akademie (c) Slow Food Archiv

Am 22. März starten 28 junge Erwachsene das Weiterbildungsprogramm von Slow Food Deutschland, bei dem sie unter anderem auf dem Acker, dem Schlachthof, dem Fischkutter, in der Backstube und in Brüssel, dem Zentrum europäischer Politik Station machen. An acht gemeinsamen Wochenenden setzen sie sich damit auseinander, wie Lebensmittel hergestellt und weiterverarbeitet werden und wer darüber entscheidet. Expertinnen und Experten aus Landwirtschaft und Handwerk, Gastronomie und Handel, Wissenschaft und Politik begleiten sie dabei.

Die 28 Teilnehmenden der diesjährigen Akademie wurden aus knapp 70 Bewerbungen ausgewählt. Ihnen gemeinsam ist die Leidenschaft für Essen und guten Geschmack sowie der Wunsch, ihr bereits vorhandenes Wissen über unser Lebensmittelsystem zu vertiefen. In diesem System möchten sie etwas bewegen und ihren Beitrag dazu leisten, dass Lebensmittel gut, sauber und fair erzeugt werden. Den Nachwuchs für die sinnliche Erfahrung guter Lebensmittel zu begeistern und sie für kulinarischen ‚Aktivismus‘ zu gewinnen, ist essentieller Bestandteil der Arbeit von Slow Food Deutschland. „Wir brauchen den Tatendrang und die Leidenschaft junger Erwachsener für die Ernährungswende. In der Akademie versammeln wir eine Menge cleverer Köpfe, die Verantwortung übernehmen wollen, für das was sie essen und wie sie leben. Mit unserer Unterstützung lernen sie, wie sie konkret an zukunftsfähiger Lebensmittelerzeugung und deren Konsum mitarbeiten können. Viele von ihnen bringen bereits klare Vorstellungen davon sowie echte Verbesserungsvorschläge mit. Teils fehlt es ihnen nur an Mut, ihre Ideen beruflich umzusetzen“, so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. Diesen Mut sammeln viele Teilnehmende im Laufe des Akademiejahres, indem sie sich mit Gleichgesinnten vernetzen und von Menschen lernen, die innovative Ideen und Projekte ökologisch und rentabel umsetzen. Rund die Hälfte schlägt nach Abschluss der Akademie neue Berufswege ein, einige finden gemeinsam den Weg in die Selbstständigkeit.

Startschuss für die diesjährige Akademie ist der 22. März in der Naturlandschaft Döberitzer Heide von der Heinz Sielmann Stiftung. Die Teilnehmenden aus Handwerk, Handel, Gastronomie, Journalismus, Politik sowie Landwirtschaft und Fischerei lernen sich untereinander sowie die Philosophie von Slow Food kennen. Wähend des Jahres erwartet sie eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis. Sie lernen unter anderem Methoden, Texturen, Aromen und Geschmäcker von Handwerk und Industrie zu unterscheiden. Maßgeblich gefördert wird die Slow Food Youth Akademie in Deutschland von der Heinz Sielmann Stiftung. „Der Zusammenhang unserer Ernährungsgewohnheiten mit dem Artensterben, dem Verlust an biologischer Vielfalt und dem globalen Klimawandel wird immer noch ignoriert, wie es die aktuelle Zulassung von 14 weiteren Ackergiften und Pestiziden durch das Bundeslandwirtschaftsministerium beweist. Deshalb möchten wir den Nachwuchs genau dafür sensibilisieren. Die Akademieteilnehmenden versuchen wir für unseren Natur -und Artenschutz, für nachhaltig produzierte Lebensmittel und eine Verarbeitung zu begeistern, die Wertschätzung und Genuss im Blick hat“, betont Michael Beier, Vorstandsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung.

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Die Slow Food Youth Akademie besteht seit 2017. Bewerben können sich junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren. Sie kommen aus handwerklichen Berufsausbildungen ebenso wie aus akademischen Laufbahnen. Im Mai 2018 hat sich das Alumni-Netzwerk der Akademie gegründet.

Die Heinz Sielmann Stiftung widmet sich seit mehr als 20 Jahren der Förderung des Naturschutzes, des Naturerlebens und der Bewahrung der Artenvielfalt. Mit dem Kauf großer unzerschnittener Landschaften in Brandenburg erhält und schafft sie Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen. Auch fördert die Stiftung des berühmten Tierfilmers Biotopverbünde, zum Beispiel am Bodensee und entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. So können auf diesen Flächen Tier- und Pflanzenbestände sich frei vom wirtschaftlichen Nutzungsdruck erholen und verschwundene Arten zurückkehren. Darüber hinaus ermöglicht die Stiftung Menschen das persönliche Erleben in der Natur, und sie bewahrt das filmische Erbe des bekannten Naturfilmpioniers Heinz Sielmann. www.sielmann-stiftung.de

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Verschiedenes 

NABU: Waldnaturschutz und Klimaschutz zusammen denken

NABU: Waldnaturschutz und Klimaschutz zusammen denken
Winterlicher Kiefernwald (c) NABU/Eric Neuling

Tschimpke: Große Umsetzungsdefizite beim Waldnaturschutz - Weniger als drei Prozent der Wälder unbewirtschaftet

Berlin – Zum Internationalen Tag des Waldes (21.3.) fordert der NABU die Bundesregierung auf, die selbst gesteckten Ziele zum Waldnaturschutz in Deutschland nicht weiter aus den Augen zu verlieren. Bis 2020 sollen fünf Prozent der Wälder aus der forstlichen Nutzung genommen werden. Das hat das erste Bundeskabinett unter Angela Merkel 2007 in der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt verabschiedet. Ein Jahr vor Ende dieser Frist liegt der Anteil von Naturwäldern in Deutschland immer noch bei weniger als drei Prozent. Entsprechend werden 97 Prozent des Waldes mehr oder weniger intensiv bewirtschaftet. Der NABU fordert daher in öffentlichen Wäldern mehr unbewirtschaftete Flächen auszuweisen. Zudem müssten in Wirtschaftswäldern mehr naturnahe Strukturen gefördert werden.

Der Dürre-Sommer 2018 hat gezeigt, wie anfällig unsere Wirtschaftswälder gegenüber sich ändernden Umweltbedingungen sind. Wir erwarten auch für dieses Jahr, dass Waldbrände gerade in Kiefernforsten nicht verhindert werden können. Und noch dramatischer könnte es auf Grund der Borkenkäfervermehrung für Fichtenwälder werden. Deshalb muss gerade in Wirtschaftswäldern die Naturnähe gefördert werden“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Ein hoher Anteil an alten und dicken Laubbäumen wie Buchen und Eichen ist ein wesentliches Merkmal von naturnahen Wäldern. Durch große Mengen von lebendem und abgestorbenem Holz und ein geschlossenes Blätterdach können sie besonders Dürre und Hitzeperioden unbeschadeter überstehen. Durch Verdunstung von Wasser, welches sowohl im lebenden wie im abgestorbenen Holz vorhanden ist, schafft sich der Wald ein eigenes Klima, extreme Hitze wird so abgepuffert. „Naturnahe Wälder sind nicht nur anpassungsfähiger und damit eine bessere Risikoabsicherung für Waldbesitzer, sondern sie haben aufgrund der zahlreichen Kleinstlebensräume einen Mehrwert für Artenvielfalt im Wald“, so Tschimpke.

Nach den Ergebnissen einer Umfrage des Thünen-Instituts aus dem Jahr 2018 spricht sich die Mehrheit der privaten Waldbesitzer und der Bevölkerung für mehr Naturschutz im Wald aus. Mehr als die Hälfte der privaten Waldbesitzer (60 Prozent) und 79 Prozent der Bevölkerung befürworteten eine Zunahme von Naturschutzmaßnahmen im Wald und akzeptieren dafür eine reduzierte Holznutzung.

„Wälder haben eine herausragende Bedeutung für den Natur- und Klimaschutz. Gerade Naturwälder können beide Ziele langfristig hervorragend miteinander vereinen. Aus diesem Grund hat der NABU vor mehr als zwei Jahren gemeinsam mit dem Städtebündnis Klima-Bündnis das Projekt SpeicherWald gestartet. Ziel ist es, Menschen über Naturwälder zu informieren und dafür zu begeistern“, so NABU-Projektleiter Stefan Adler.

Die Welternährungsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) hat Anfang der 70er Jahre den 21. März zum „Internationalen Tag des Waldes“ ausgerufen, um auf die Zerstörung von Waldflächen aufmerksam zu machen.

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NABU reicht EU-Beschwerde gegen Offshore-Windpark Butendiek ein

Bundesbehörden müssen sofortige Schutzmaßnahmen für Seevögel einleiten

Berlin – Der NABU hat formell Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland eingelegt. Grund dafür ist der massive Umweltschaden durch den Offshore-Windpark „Butendiek“ und durch weitere Windparks am europäischen Vogelschutzgebiet „Östliche Deutsche Bucht“ in der Nordsee. „Seit fast zwei Jahren zeigen die Daten, dass seltene und streng geschützte Seetaucher aus dem für sie ausgewiesenen Schutzgebiet vertrieben werden. Die verantwortlichen Behörden müssen jetzt handeln. Sonst verstößt Deutschland weiter jeden Tag gegen geltendes EU-Naturschutzrecht,“ sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sich die Offshore-Windparks in der Nordsee erheblich stärker auf die Vogelwelt auswirken als prognostiziert. Besonders betroffen sind die störungsempfindlichen Seetaucher, die Windräder in großem Abstand meiden. Bis zu einer Entfernung von 16 Kilometern um die errichteten Windparks werden deutlich weniger Seetaucher gezählt. Fast zwei Drittel des EU-Vogelschutzgebietes sind beeinträchtigt. Die Vögel werden so aus ihrem angestammten Rast- und Nahrungsgebiet, dem für sie ausgewiesenen Schutzgebiet, verdrängt. „Allein ‚Butendiek‘ führt zu einem Totalverlust von rund 265 Quadratkilometern, das sind 8,5 Prozent des Vogelschutzgebiets. Damit bestätigen sich die düsteren Prognosen des NABU, dass es tatsächlich keinen schlechteren Platz für die Windkraft in der Nordsee gibt als den Standort westlich von Sylt“, so NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff. Der NABU kämpft seit über vier Jahren gerichtlich gegen den Bau und Betrieb des bereits 2002 genehmigten Windparks.

Obwohl die Genehmigungsbehörde, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und auch das für die Verwaltung des Schutzgebiets verantwortliche Bundesamt für Naturschutz (BfN) um die Situation westlich von Sylt wissen, sind bis heute keine konkreten Maßnahmen der Schadenssanierung eingeleitet worden. Das nimmt der NABU zum Anlass, Beschwerde bei der Europäischen Kommission einzureichen. „Offensichtlich braucht es zusätzlichen Druck, damit die Bundesbehörden aktiv werden. Für die Vögel wäre es am besten, würde ‚Butendiek‘ zumindest in Teilen zurückgebaut werden. Wenn das politisch nicht mehrheitsfähig ist, dann erwarten wir jetzt wirksame alternative Maßnahmen. Aktuell verstößt Deutschland eindeutig gegen das sogenannte Verschlechterungsverbot der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie“, so Detloff weiter. Der NABU setzt sich seit Jahren für eine naturverträgliche Energiewende ein. Auch die Offshore-Windenergie kann einen Beitrag leisten, den Klimawandel zu stoppen. Jedoch müssen Ausbauziele und Standorte so gewählt werden, dass keine Nachteile für die Natur entstehen.

Die EU-Beschwerde des NABU und weitere Hintergrundpapiere zum Fall „Butendiek“ finden Sie online ...

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Klimakrise stoppen – Verkehrswende jetzt!

Bündnis fordert Einhaltung der Klimaziele im Verkehr

Berlin, 21. 3. 2019 - Verkehrsminister überrollt in Geländewagen die Erde – so stellt ein großes Klima-Bündnis seine Unzufriedenheit mit der Verkehrspolitik von Minister Andreas Scheuer (CSU) dar. Heute soll die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission ein Maßnahmenpaket für Klimaschutz im Verkehr vorlegen. „Klimakrise stoppen – Verkehrswende jetzt!”, fordern die Demonstrierenden auf einem Banner. „Minister Scheuer darf den Klimaschutz im Verkehr nicht länger blockieren”, sagt Marion Tiemann, Verkehrsexpertin von Greenpeace. „Seit 1990 ist der CO2-Ausstoß im Verkehr nicht gesunken, sondern sogar noch gestiegen. Wenn Scheuer das Klimaziel im Verkehr nicht erreicht, drohen Milliarden an Strafzahlungen. Statt dieses Geld zum Fenster rauszuwerfen, sollte es besser in die Verkehrswende investiert werden.”

Die von Scheuer eingesetzte Kommission soll Maßnahmen erarbeiten, mit denen der Verkehr seinen Rückstand im Klimaschutz aufholen kann. Ohne wirksame und verbindliche Schritte wird der Sektor sein Klimaziel für das Jahr 2030 deutlich verfehlen. Laut Projektionsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2017 beträgt die Klimalücke im Verkehr mehr als 50 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht in etwa den jährlichen CO2-Emissionen Schwedens.

Das Bündnis aus BUND, Campact, Changing Cities, Deutscher Umwelthilfe, Greenpeace, der Klima-Allianz Deutschland, Naturfreunde Deutschland sowie dem ökologischen Verkehrsclub VCD fordert insbesondere in Städten eine klare Fokussierung auf Bus und Bahn sowie den Rad- und Fußverkehr.

„Moderne Verkehrspolitik sorgt dafür, dass vor allem in Städten immer weniger Menschen vom eigenen Auto abhängig sind”, so Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. “Die überfällige Verkehrswende weg vom Privat-Pkw hin zu attraktivem öffentlichem Verkehr und einem dichten Netz aus sicheren Radwegen darf nicht länger aufgeschoben werden. Minister Scheuer muss jetzt liefern.”

Klares Ziel des Bündnisses ist eine Verkehrswende hin zu klimaneutraler Mobilität. „Wir müssen uns so bald wie möglich vom Verbrennungsmotor verabschieden. Nur den Antrieb zu wechseln, reicht allein aber nicht aus. Gefragt sind weniger und vor allem effiziente und gemeinsam genutzte Fahrzeuge, es müssen mehr Güter auf der Schiene transportiert werden. Die Maßnahmen dafür müssen von der Verkehrskommission jetzt angestoßen werden”, kommentiert Dorothee Saar, Leiterin des Bereiches Verkehr und Luftreinhaltung bei der Deutschen Umwelthilfe.

„Die Klimabilanz durch den Einsatz umwelt- und sozialschädlicher Agrokraftstoffe schönzurechnen, ist der Versuch, Teufel mit Beelzebub auszutreiben“, fügt der stellvertretende BUND-Vorsitzende Ernst-Christoph Stolper hinzu. „Wir brauchen mehr öffentlichen Verkehr, mehr Platz für Fahrrad und Fußgänger sowie kleine Elektromobile, aber keine SUVs, die Treibstoffe aus Palmöl und Gensoja verbrennen.“

Die Bundesregierung hat zugesagt, in diesem Jahr ein Klimaschutzgesetz zu beschließen, das verbindliche Maßnahmen aus Bereichen wie Verkehr, Energie und Landwirtschaft bündelt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hatte vor wenigen Wochen einen Entwurf hierfür vorgelegt. Das Gesetz soll sicherstellen, dass Deutschland seine Zusage einhält, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Das Ziel für das Jahr 2020 - ein Minus von 40 Prozent CO2 - wird die Bundesregierung nach aktuellem Stand sehr deutlich um ein knappes Viertel verfehlen. Das Klimaschutzgesetz muss entsprechend auch wirksame Reduktionsmaßnahmen für den Verkehr enthalten.





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NABU: Schon rund 13.800 Schwalbenfreunde in Deutschland

NABU: Schon rund 13.800 Schwalbenfreunde in Deutschland
Mehlschwalbe (c) NABU/Thomas Tennhardt

Zurück kehrende Schwalben jetzt beim Nestbau unterstützen/Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ 2.500-mal vergeben

Berlin – Über 2.500 Menschen haben im Jahr 2018 Schwalben ein zu Hause gegeben. Sie sind vom NABU mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet worden. Seit 2009 konnten schon rund 13.800 Häuser mit der Plakette verziert werden.

„Pünktlich zum Frühlingsbeginn kommen die ersten Schwalben jetzt zurück nach Deutschland. Rauch- und Mehlschwalben waren jahrhundertelang ganz selbstverständliche Mitbewohner in unseren Dörfern und Städten. Heute werden geeignete Nistmöglichkeiten immer knapper. Jeder kann den Sommerboten mit Nisthilfen, Lehmpfützen und insektenreichen Gärten helfen“, sagt NABU-Vogelexperte Eric Neuling.

Bundesweit sind beide Schwalbenarten gefährdet. Der Bestand der Rauchschwalben ist seit 1985 um mehr als 20 Prozent gesunken. 455.000 bis 870.000 Brutschland, bei Mehlschwalben ist der Rückgang ähnlich stark. Hier sind es noch zwischen 480.000 bis 900.000 Paare. Die Kulturfolger fühlen sich in einer von Menschen geprägten Umgebung grundsätzlich wohl. Als flinke Flugkünstler sind sie beliebte Sympathievögel. Ab Mitte März kann man die ersten Rauchschwalben erwarten. Mehlschwalben kehren ab Mitte April in unsere Gebiete zurück. Daher ist es utpaare brüten in Desinnvoll, jetzt noch Nisthilfen anzubringen oder Lehmpfützen vorzubereiten.

Die Mehlschwalbe ist vor allem Stadtbewohnern wohl bekannt: Sie baut ihre fast geschlossenen Nester an rau verputzte Hauswände oder unter geschützten Dachvorsprüngen. Die kleinen Flugkünstler sind sehr gut an ihrem leuchtend weißen Bürzel und Bauch sowie dem tief gekerbten Schwanz zu erkennen. Dabei nutzen Schwalben als ortstreue Tiere gerne alte vorhandene Nester und bessern sie mit frischem Lehm wieder aus. In Städten fehlen jedoch oft Lehmstellen als Baugrundlage. „Offene, feucht gehaltene Bodenstellen helfen den Schwalben, ihre alten Nester zu ersetzen“, so Neuling. „Wo dies nicht möglich ist, können unter Vorsprüngen in mindestens 2,5 m Höhe Kunstnester angebracht werden, die ebenfalls gern angenommen werden“. Da Mehlschwalben gesellig in größeren Kolonien brüten, bringen die vielen Tiere jedoch auch reichlich Kot und Reste von Nistmaterial an Fassaden und auf dem Boden mit sich. „Dagegen kann man sich mit einem einfachen, einen halben Meter unterhalb der Nester angebrachtem Brett aushelfen“, sagt Eric Neuling.

In eher ländlichen Regionen fühlt sich die Rauchschwalbe wohl, die mit ihrem metallisch glänzenden Gefieder an der Oberseite, dem dunkelroten Kropfband und den langen Schwanzspießen gut zu erkennen ist. „Leider verschließen besorgte Bauern den Rauchschwalben ihre Ställe und Scheunen, um vermeintlichen Hygieneanforderungen gerecht zu werden. Dabei gefährden sie unsere Gesundheit nicht. Vielmehr werden sie als Vertilger lästiger Fliegen und Mücken geschätzt“, so Neuling.

Rauchschwalben bauen ihre Nester eher im Inneren von Gebäuden. Wichtig ist es dann, möglichst Fenster, Türen oder Einflugöffnungen als ständige Zugänge in der Brutsaison offen zu halten. Eine kleine Einflugluke reicht Rauchschwalben bereits aus. Wer ihnen zusätzliche Nisthilfen anbieten möchte, sollte diese mit ausreichendem Abstand zueinander weit im Raum verteilen, da sie eher im Dunkeln und alleine nisten. Außerdem freuen sich die flinken Flugkünstler über gespannte Seile als Ansitze.

Wer einen Garten, Hof oder Wiese besitzt, kann zur Unterstützung des Nestbaus auch im Sommer noch Lehmpfützen anlegen. Rauch- und Mehlschwalben formen aus Lehm, Ton oder schlammiger Erde mithilfe ihres Speichels kleine Kügelchen, aus denen sie neue Nester bauen oder alte Nester ausbessern. „Die Pfütze sollte auf einer offenen Fläche angelegt werden, sodass Katzen und andere Feinde keine Deckung haben. Auch sollte sie nicht mehr als 300 Meter vom Niststandort der Schwalben entfernt sein. Ansonsten trocknet der Lehm bereits auf dem Hinflug und kann nicht mehr so gut verwendet werden“, so Neuling.

Hinweis:
Rauch- und Mehlschwalben gehören zu den geschützten Arten, auch ihre Brutstätten sind ganzjährig geschützt. Das Entfernen von einzelnen Nestern, aber auch die Verhängung oder das Versperren ihrer Nester ist damit verboten. Bei Beschädigung der Nester können Bußgelder bis zu mehreren tausend Euro verhängt werden.

Gebäude mit vorhandenen und erhaltenen Nistplätzen für Schwalben werden vom NABU als „Schwalbenfreundliches Haus“ mit einer Plakette ausgezeichnet. Alle Infos zur NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ online ...

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Zero Waste Experiment: So will Mai auf Plastik verzichten | Quarks

Es muss zwar nicht gleich der absolute Zero-Waste-Lifestyle sein, aber endlich Ernst machen und nachhaltig Plastikmüll einsparen: Das hat sich Quarks-Moderatorin Mai Thi Nguyen-Kim vorgenommen!

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NABU: Klimaangepasst Gärtnern

Einfache Tipps bei Trockenheit oder Starkregen

Berlin – Immer häufiger finden Extremwetterereignisse statt. Lange Trockenheit und Starkregen machen aber nicht nur Bauern das Leben schwer, auch Gärtnerinnen und Gärtner müssen sich darauf einstellen. Der NABU gibt einfache Tipps, wie sie sich darauf einstellen können.

„Wer sich für heimische, standortangepasste Wildstauden und Gehölze entscheidet, bekommt einen pflegeleichten Garten, der gleichzeitig von hohem Nutzen für Insekten und Vögel ist. Eine angepasste Bewässerung und Bodenpflege erleichtert zudem das Wassermanagement“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. „Wilde Malve oder Moschusmalve, Zypressenwolfsmilch und Sedumarten sind Trockenheitskünstler und kommen mit wenig Wasser aus. Blutweiderich, Kriechender Günsel, Sumpfdotterblume und Wiesenschaumkraut mögen es dagegen feucht.“

Grundsätzlich sollten standortangepasste Pflanzen aus ökologischem und regionalem Anbau verwendet werden. Sie überstehen lokale Klimaereignisse besser. Mischkultur und Fruchtfolge bewirken eine bessere Widerstandsfähigkeit der Gemüsepflanzen, weil sie sich gegenseitig begünstigen. Sie helfen Wasser besser verfügbar zu machen, halten Schädlinge und Krankheiten fern und fördern Bodenleben und Nährstoffe.

Jeder könne mit Hilfe einfacher Tipps etwas dafür tun, dass der eigene Garten extreme Wetterereignisse besser übersteht und nicht gleich alles vertrocknet oder ertrinkt. „Kompost beispielsweise speichert sehr viel Wasser und ist daher eine wichtige Ergänzung für Pflanzen“, so Rottleb. Den Boden oberflächlich zu lockern oder mit Gründüngungspflanzen oder Mulch zu bedecken, verhindert bei Trockenheit, dass Wasser zu stark verdunstet. Entsiegelte Böden und Versickerungsflächen lassen Regenwasser in den Boden sickern, so staut sich kein Wasser im Garten. In Zisternen oder Regentonnen lässt es sich zum Gießen speichern.

Wichtig im Garten sind Hecken und Sträucher. Sie halten Wind ab, schützen vor Verdunstung und erhalten die Bodenfeuchte. Niederschläge werden abgefangen und Taubildung erhöht. „Ganz nebenbei versorgen die heimischen Gehölze Insekten mit Nahrung und bieten Vögeln Unterschlupf, filtern Staub und Pollen und produzieren Kühle durch Verdunstung“, so Rottleb. Als Arten eignen sich unter anderem Feldahorn, Berberitze, Haselnuss, Eingriffeliger Weißdorn, Hundsrose, Pfaffenhütchen und Holunder.

Ein besonderer Tipp: Wer ein Kraterbeet anlegt, kann die Gartensaison verlängern und anspruchsvolle Kulturen ziehen. „Bei einem Kraterbeet wird der Wind abgehalten und das Wasser in der Mitte gespeichert, das hilft Gemüsesorten mit besonderen Bedürfnissen über das Jahr. Im Inneren wachsen Tomaten, Paprika und Salate, während der trockene Außenbereich für Kräuter und Wildstauden ideal ist“, erklärt Rottleb.

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NABU: Je wilder, desto wertvoller!

NABU: Je wilder, desto wertvoller!
Bild: (c) NABU/Uli Döring

Gewinner des Cartoon-Wettbewerbs zu Naturwäldern stehen fest

Berlin – Die drei Gewinner des NABU-Cartoon-Wettbewerbs zu Naturwäldern stehen fest. Die Cartoonisten Frank Bahr, Uli Döring und Leo Riegel überzeugten mit ihren Arbeiten die Jury aus Künstlern und Waldexperten. Unter dem Motto „Je wilder, desto wertvoller!“ hatten NABU und Klima-Bündnis für das Projekt „SpeicherWald“ aufgerufen, den Naturwald in den Mittelpunkt zu stellen. Fast 1.600 Einsendungen von rund 700 Personen erreichten den NABU. Auf unterschiedlichste Art haben die Künstlerinnen und Künstler gezeigt, wie man sich mit dem Thema Naturwälder auseinandersetzen kann. Manchmal lustig, manchmal ernst, in schönen Malereien oder pointierten Zeichnungen. Einsendeschluss war der 28. Februar 2019. Die Gewinner erhalten jeweils ein Preisgeld von 2.500 Euro.

Die 6-köpfige Jury um die bekannten Cartoonisten Elias Hauck und Dominik Bauer als Schirmherren des Wettbewerbs, hatte es nicht leicht, sich für ihre Favoriten zu entscheiden.

„Leo Riegel und Uli Döring zeigen, dass der Natur auch schon geholfen ist, wenn der Mensch den Wald einfach mal in Ruhe lässt. Eine ermutigende Perspektive. Und Frank Bahr zielt darauf ab, dass es nicht nur beim Humor aufs Timing ankommt“, so Hauck & Bauer.

Der NABU freut sich, dass die Idee, ein ernstes Thema von der humoristischen Seite zu zeigen, so gut angekommen ist. „Wälder, die sich ohne forstwirtschaftliche Eingriffe entwickeln können, sind tolle Naherholungsräume, wichtig für den Klimaschutz und notwendiger Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Der Anteil von Naturwäldern liegt derzeit bei nur zwei Prozent. Die Bundesregierung hat sich vor allem aus Gründen des Naturschutzes zum Ziel gesetzt, diesen Anteil auf mindestens fünf Prozent bis Ende nächstes Jahr zu steigern. Hier ist noch viel Luft nach oben“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Die Preisträger werden im Rahmen der Abschlussveranstaltung des SpeicherWald-Projekts im Sommer 2019 im Festsaal des Landeskirchamtes in Erfurt offiziell ausgezeichnet.

Frank Bahr arbeitet als freier Maler, Karikaturist und Cartoonist. Er wurde 1969 geboren und lebt heute in Scharbeutz an der Ostsee. Cartoon: Künstler
Uli Döring arbeitet als Zeichner und Versicherungskaufmann. Er wurde 1971 geboren und lebt heute in Köln. Er gilt in der Szene als Newcomer. Cartoon: Aufräumen.
Leonard Riegel ist Cartoonist, Comiczeichner und Satiriker. Er wurde 1983 geboren und lebt in Frankfurt am Main und Kassel. Cartoon: Förster

Die externe Jury setzte sich zusammen aus dem bekannten Cartoonisten Duo Elias Hauck und Dominik Bauer, der Kuratorin der Caricatura – Galerie für Komische Kunst Saskia Wagner und Wald-Experten der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe des Projektes SpeicherWald, dem Leiter des Nationalparks Hainich Manfred Großmann, dem Wissenschaftler am Institut für Ökologie an der Leuphana Universität Lüneburg Dr. Andreas Fichtner und der Journalistin, Autorin und Wildnispädagogin Ulrike Fokken.

Die Gewinner-Cartoons und Infos zum Projekt Speicherwald ...

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