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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Benefizkonzert für den Artenschutz

Karlsruhe: Benefizkonzert für den Artenschutz
Uhu Sligo mit Tierpfleger Thomas Ramm / Foto: Zoo Karlsruhe

Veranstaltungen auf der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten

Traditionell ist am Tag der Arbeit, 1. Mai, die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten Veranstaltungsort für den Deutschen Gewerkschaftsbund (11 Uhr). Mit einem Benefizkonzert für den Artenschutz wird das Mai-Programm am Freitag, 4. Mai, fortgesetzt. Von 19 bis 22 Uhr unterhält das Jugendorchester der Stadt Karlsruhe unter der Leitung von Thomas Paha unter dem Motto "Musik aus aller Welt - kulturelle Vielfalt für den Erhalt biologischer Vielfalt". Dazu gibt es Geschichten aus dem Zoo und rund um den Artenschutz von Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt und Artenschutzkurator Dr. Clemens Becker.

Der Zugang zur Veranstaltung ist ab 18.15 Uhr über die Kasse Nord (Festplatz) möglich, der Eintritt kostet zehn, ermäßigt acht Euro. Der Erlös geht komplett an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe. Bei Regen muss die Veranstaltung leider entfallen. Kurzfristige Infos dazu gibt es unter der Telefonnummer 0721/133-6801 oder auf der Internetseite www.karlsruhe.de/zoo.

Konzerte sowie "Tiere auf der Seebühne"

Am Samstag, 5. Mai, betritt der Musikverein Weingarten um 15 Uhr für ein zweistündiges Konzert die Bühne. Nach der erfolgreichen Premiere 2017 gibt es auch dieses Jahr wieder "Tiere auf der Seebühne" zu erleben. Beginnend mit dem Sonntag, 6. Mai, möchte der Zoo seine Tiere jeweils sonntags bis zum Ende der Sommerferien von 14 bis 14.30 Uhr (Ausnahme: 2. September, 13.30 Uhr) seinen Gästen näher bringen. Papagei, Pony oder Uhu: In kurzweiligen Präsentationen gibt es allerhand Interessantes über die Tiere zu erfahren. Neben dem reinen Tiererlebnis wird viel Wert darauf gelegt, die Menschen für die Bedrohung der Tiere in der Natur zu sensibilisieren und den Artenschutzgedanken zu erläutern. "Tiere auf der Seebühne" ist dieses Jahr komplett durch Zoo-Mitarbeiter gestaltet.

Ökumenischer Gottesdienst

Ein ökumenischer Gottesdienst schließt sich um 15 Uhr an, nach der "Kirche im Grünen" musiziert der Musikverein Wolfartsweier von 16 bis 18 Uhr für die Gäste des Zoologischen Stadtgartens.

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Verschiedenes 

EU-Agrarpolitik droht zum Blankoscheck für weitere Naturzerstörung zu werden

EU-Agrarpolitik droht zum Blankoscheck für weitere Naturzerstörung zu werden
Landwirtschaft / Foto: NABU/K. Karkow

Tschimpke: Mehr Freiheit für Staaten wird Turbo-Intensivierung verschärfen - Naturschutz von Landwirten muss besser honoriert werden

Berlin/Brüssel – Mit den am gestrigen Mittwoch bekannt gewordenen Entwürfen für die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2020 droht die EU-Kommission die Schraube der Turbo-Intensivierung in der Landwirtschaft noch weiter zu drehen. Agrarkommissar Phil Hogan plant, den einzelnen Mitgliedsstaaten wesentlich größere Freiheiten bei der Verwendung der EU-Milliarden zuzugestehen – und das ohne ausreichende Leitplanken und wirksame Sanktionen, wie etwa bei Verstößen gegen die Nitratrichtlinie.

„Dieser Vorschlag ist nichts anderes als ein Milliarden-Blankoscheck an die Agrarminister der Länder, in der Hoffnung, dass diese schon das Richtige tun werden. Dass die Agrarminister aber plötzlich zu Naturschützern werden, muss doch stark bezweifelt werden“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Nach Hogans Willen wären Natur und Umwelt mehr denn je abhängig vom Gutdünken der Mitgliedstaaten. „Das sind schlechte Nachrichten für die ohnehin im freien Fall befindlichen Insekten- und Vogelbestände. Aber auch für uns Steuerzahler, die wir die Folgekosten – etwa in Form von steigenden Trinkwasserpreisen – bezahlen müssen“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Zwar könnten ambitionierte Staaten mit mehr Entscheidungsfreiheit künftig auch naturverträglich wirtschaftende Landwirte besser fördern. „Aber die Gefahr von Verschwendung, Korruption und Begünstigung ist deutlich höher“, so der NABU-Präsident. Zugleich drohe durch auseinanderdriftende Standards die Chancengleichheit der Betriebe im gemeinsamen EU-Markt untergraben zu werden. Ebenso steige die Gefahr, dass sich die EU-Staaten bei Umweltstandards versuchen gegenseitig zu unterbieten. Und nicht zuletzt ignoriere der Agrarkommissar mit seinem Vorschlag den immer lauter werdenden Wunsch der Bevölkerung nach einer naturverträglichen Landwirtschaft.

Nach Ansicht des NABU und weiteren europäischen Naturschutzverbänden sind klare Regeln und Sanktionen notwendig, um das massive Insekten- und Vogelsterben zu stoppen und die bislang hochgradig umweltschädliche und ineffiziente Verwendung der Agrarsubventionen zu beenden. „Im nächsten EU-Haushalt brauchen wir vor allem eine klare Zweckbindung von Mitteln: Mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr müssen bereit stehen, um Naturschutzleistungen von Landwirten attraktiv zu honorieren“, so Tschimpke.

Derzeit werden Landwirte von der EU-Agrarpolitik in eine zerstörerische Abwärtsspirale getrieben. „Sie werden gezwungen, immer mehr Pestizide und Dünger zu verwenden – alles andere lohne sich nicht. Mit besserer Förderung für naturverträgliches Wirtschaften kann die EU aber eine grundlegende Umkehr einleiten: zum Vorteil für Natur und Landwirte gleichermaßen. Andernfalls droht die GAP zum Sargnagel des ländlichen Raumes zu werden“, so der NABU-Präsident.

Nun sei Haushaltskommissar Günther Oettinger am Zug, Hogan zu Nachbesserungen bei seinen GAP-Vorschlägen zu zwingen. Am 2. Mai will Oettinger seinen Vorschlag für den künftigen EU-Haushalt vorstellen.





Veranstaltungen 

Zählen, was zählt - NABU startet Aktion Insektensommer

Zählen, was zählt - NABU startet Aktion Insektensommer
Lederwanze (c) Helge May / nabu

Insekten melden vom 1. bis 10. Juni und vom 3. bis 12. August

Berlin – Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startet der NABU sein neues Citizen Science-Projekt „Insektensommer“. Es ist die erste bundesweite Insektenzählung in Deutschland. Naturfans sind bundesweit aufgerufen das Summen, Brummen und Krabbeln in ihrer Umgebung vom 1. bis zum 10. Juni sowie vom 3. bis zum 12. August zu beobachten und unter www.insektensommer.de online zu melden.

„Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!“ In Deutschland gibt es nach Schätzungen 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang.

Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling ­– jeder Sechsbeiner soll gemeldet werden. Auf 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten soll dabei aber besonders geachtet werden. Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer) zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade und die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libellenart sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke.

„Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Eine gezielte Erkundungstour ist für jeden schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel der Blick in die Blumentöpfe“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi.

Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für unser Ökosystem, tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund.

Die Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.

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Verschiedenes 

Zu lang unterschätzt: Lachgasemissionen aus entwässerten Mooren

NABU startet mit LIFE Peat Restore Projekt Treibhausgasmessungen in degradierten Mooren

Berlin – Degradierte Moore emittieren global bedeutsame Mengen Lachgas: Ihre Auswirkungen auf den Klimawandel sind damit größer als lange angenommen. Das hat das internationale Wissenschaftler-Team um Professor Ülo Mander von der Universität Tartu in Estland in der Zeitschrift Nature bestätigt. Neben Kohlenstoff speichern Moore auch erhebliche Stickstoffmengen. Werden sie entwässert, setzen Moore das Distickstoffmonoxid, Lachgas, frei. Ein Grund zur Sorge. Denn das Treibhausgaspotenzial von Lachgas ist 298-fach höher als das von Kohlendioxid und wirkt sich dementsprechend negativ auf die Klimabilanz aus. Die internationale Studie macht deutlich: 72 Prozent der globalen Lachgasemissionen stammen aus entwässerten Mooren. Die EU-Klimaschutzziele 2030 können nicht erreicht werden, wenn nicht alle bereits degradierten Moore vollständig restauriert werden. Allein in Deutschland müssten ab sofort jährlich etwa 38.000 Hektar degradierter Moore wieder hergestellt werden.

„Die Landnutzung unserer Moore muss sich grundsätzlich ändern“, fordert NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. „Moorschutz ist heute eine der wichtigsten Stellschrauben für den Klimaschutz. Die auf Entwässerung ausgerichtete Landwirtschaft müssen wir vollständig aufgeben“, so Tennhardt. In der Vergangenheit waren es vor allem die Tierhaltung und die künstliche Düngung, die im Sektor der landwirtschaftlichen Emissionen für die hohen Lachgasemissionen verantwortlich gemacht wurden.

Auch Letícia Jurema, Leiterin des vom NABU koordinierten EU-LIFE-Projektes Peat Restore, plädiert für die konsequente Restaurierung von Mooren. „Wir müssen heute damit beginnen, um die EU-Klimaziele 2030 noch zu erreichen“, sagt Letícia Jurema. Bis 2021 wird sie mit ihrem Projektteam 5.300 Hektar der degradierten Moore in Deutschland, Polen, Litauen, Lettland und Estland restaurieren. Derzeit beginnen auf den Projektflächen umfangreiche Treibhausgasmessungen im Hinblick auf die für den Klimaschutz relevanten Gase, Kohlendioxid, Methan und Lachgas.

Obwohl Moore nur rund drei Prozent der Landfläche bedecken, speichern sie ein Drittel der erdgebundenen Kohlenstoffvorräte. Alle Wälder der Erde zusammengenommen, speichern nur etwa die Hälfte davon. Unter natürlichen Bedingungen wirken Moore als Kohlenstoffsenken. Sie entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid und Stickstoff und speichern die Stoffe im Torf. Die durch Landwirtschaft entwässerten Moore setzen klimaschädliche Treibhausgase frei.

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Verschiedenes 

NABU fordert nationales Herdenschutzzentrum

NABU fordert nationales Herdenschutzzentrum
Herdenschutzhund mit Ziegen / Foto: Sebastian Hennigs; nabu

Miller: Scheindebatte zur Bejagung überlagert konstruktive Diskussion zum Herdenschutz

Berlin – Der NABU begrüßt den konstruktiven Austausch zum Herdenschutz, aber bewertet auch viele Aussagen der heutigen öffentlichen Anhörung im Umweltausschuss zum Thema Wolf kritisch. „Die Debatte hat wieder einmal gezeigt, dass an vielen Stellen reine Stimmungsmache und Populismus die Wolfsthematik regieren. Anstatt ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben von Mensch, Wolf und Weidetier in den Vordergrund zu stellen, werden immer noch unsachliche Forderungen nach der Bejagung von Wölfen sowie haltlose wissenschaftliche Theorien diskutiert “, sagt NABU-Geschäftsführer Leif Miller.

Dabei zeigt die Erfahrung, dass Weidehaltung und Wolf möglich ist - wenn am Herdenschutz gearbeitet wird. „Eine Bejagung des Wolfes ist keine Lösung, denn die Herden müssen geschützt werden, egal ob sechs oder zehn Wölfe in der Region sind. Und hier sind Bund und Länder in der Pflicht, gemeinsam mit den Weidetierhaltern und weiteren Experten Lösungen zu finden“, so Miller. Der NABU fordert deshalb die Einrichtung eines nationalen Herdenschutzzentrums.

Der NABU weist außerdem darauf hin, dass der günstige Erhaltungszustand der zentraleuropäischen Wolfspopulation noch längst nicht erreicht ist, was sowohl wissenschaftlich als auch von der EU-Kommission mehrfach bestätigt wurde. Die unwissenschaftliche Debatte zur Wolfsgenetik und Auflösung von Populationsgrenzen wird dazu genutzt, einen nicht vorhandenen günstigen Erhaltungszustand herbeizureden. „Diese Taktik ist nicht zielführend und aus fachlicher Sicht absurd. Die EU-Kommission hat die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien jüngst für fit erklärt - der strenge Schutzstatus des Wolfes steht nicht zur Diskussion und die unter anderem von der FDP geforderte Regulierung des Bestandes ist somit obsolet“, sagt NABU-Wolfsexperte Markus Bathen. Der NABU appelliert zudem an DJV und DBV zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Die Einordnung des Wolfes ins Jagdrecht kann nicht die Lösung sein und lässt die Schäfer gnadenlos im Stich.

Unabdingbar für ein transparentes und akzeptiertes Wolfsmanagement ist die zentrale Sammlung aller Monitoring-Daten der Länder sowie deren Verfügbarkeit für alle Interessengruppen. Dies ist die Aufgabe der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) als zentrales Expertengremium. Die Förderung der DBBW läuft jedoch im Herbst 2018 aus, so dass alle bisherigen wichtigen Errungenschaften der letzten drei Jahre zunichte gemacht würden. Der NABU fordert die Bundesregierung auf, sich für die Verstetigung der DBBW einzusetzen, anstatt Kapazitäten in unnötige Scheindebatten über Bejagung oder an Verschwörungstheorien grenzende Hybriden-Diskussionen zu stecken. „Jetzt ist die Zeit zu handeln und sich gemeinsam für einen lösungsorientierten, wissensbasierten Umgang mit der Wildtierart Wolf einzusetzen, um eine nachhaltige Koexistenz von Mensch und Wolf zu ermöglichen. Dabei ist praktikabler, flächendeckender Herdenschutz das A und O“, so Bathen.





Veranstaltungen 

Bunte Vielfalt für jeden Garten und Balkon!

Bunte Vielfalt für jeden Garten und Balkon!
Setzingsmarkt / Foto: Veranstalter

Freiburg - Zum Start der Gartensaison findet am Samstag, 05. Mai von 10 - 15 Uhr der ProSpecieRara-Setzlingsmarkt auf dem Mundenhof bei Freiburg statt. Hier kann man bummeln, kaufen, sich informieren und sich von der Vielfalt inspirieren lassen.

Wer etwas Platz im Garten oder auf dem Balkon und Lust auf Vielfalt hat ist auf dem ProSpecieRara-Setzlingsmarkt genau richtig! Hier gibt es Gemüseraritäten wie die Tomate ’Green Zebra’, den Kopfsalat ’Maikönig’ oder die Andenbeere (Physalis) ’Schönbrunner Gold’. Traditionelle Sorten, die es in keinem Gartencenter gibt und die ideal geeignet sind für jeden Hausgarten. Die Sorten sind alle ökologisch produziert und samenfest, das heißt von ihnen kann Saatgut gewonnen und selbst weiter vermehrt werden. Viele der traditionellen Sorten sind bekannt für ihre Robustheit und ihren guten Geschmack. Das Angebot des Marktes wird ergänzt durch zahlreiche Kräuter und Stauden, so dass auch Blumenliebhaber/innen auf ihre Kosten kommen. Ein Teil des Erlöses kommt der Erhaltungsarbeit von ProSpecieRara zugute.

Vielfältiges Rahmenprogramm
Neben den zahlreichen angebotenen Sorten sorgt ein buntes Rahmenprogramm für gute Laune. Kinder können sich beim Blumentopf-Bemalen kreativ austoben, Erwachsene können ihre Kenntnisse beim Gewinnspiel unter Beweis stellen und beim Bummeln über den Markt die mit Garten-Vorfreude aufgeladene Atmosphäre genießen. In den letzten beiden Stunden wird dann Live-Musik für gute Stimmung und einen schönen Ausklang sorgen. Am Kiosk des Mundenhofs, der während des Marktes geöffnet ist, werden Snacks und Getränke angeboten.

Aussteller-Palette
Zu den diesjährigen Mitwirkenden gehören die Demeter- und Bioland-Gärtnereien Piluweri, Querbeet und Witt, außerdem die Stauden-Gärtnerei Huthmann, der Kräutergarten Urban, der Dreschflegel-Gärtner Jürgen Wehrle und Patrick Bilharz von „samenfest“. Mit Ständen vertreten sind weiterhin das UWC Robert Bosch College, die Stiftung Kaiserstühler Garten und die Vereine Gartencoop und Echinos.

Über ProSpecieRara
ProSpecieRara Deutschland ist eine gemeinnützige Organisation für den Erhalt traditioneller Kulturpflanzen. Gemeinsam mit SortenbetreuerInnen, Schaugärten, Gärtnereien und Vermarktungspartnern sowie mit Hilfe von Spenden macht ProSpecieRara die alten Sorten wieder erlebbar und für alle verfügbar. ProSpecieRara bietet Kurse sowie Tipps und Anleitungen zur Setzlingsanzucht und zum Samenbau an.

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Karlsruhe: Sind Lastenräder auch eine Transportlösung für den ländlichen Raum?

Karlsruhe: Sind Lastenräder auch eine Transportlösung für den ländlichen Raum?
Lastenräder / Foto: Stadtplanungsamt Karlsruhe

Rastatter Landtagsabgeordneter Thomas Hentschel informierte sich bei Karlsruher Lastenrad-Akteuren

Können Lastenräder auch im ländlichen Raum zum umweltfreundlichen Packesel werden? Diese Frage führte den Rastatter Landtagsabgeordneten Thomas Hentschel am Montag (16. April) nach Karlsruhe, um sich mit Karlsruher Lastenrad-Akteuren auszutauschen. „Mich interessiert besonders, welche infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben sein müssen, um das Lastenrad erfolgreich als Alternative zu motorisierten Transportfahrten zu bewerben“, so Hentschel. Sein Eindruck nach Gesprächen mit Vertretern von Stadtverwaltung und Lastenradinitiative „Lastenkarle“ (www.lastenkarle.de) sowie Nutzern des bundesweiten Lastenradtestes (www.lastenradtest.de) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR): Ja, es lohnt sich, auch im ländlichen Raum auf das Lastenrad umzusatteln. Die Erfahrungen aus der Fahrradstadt Karlsruhe lieferten hier durchaus Anknüpfungspunkte für eine Übertragbarkeit. Um den Einsatz des Lastenrads zu fördern hatte das Stadtplanungsamt 2015 und 2016 die Aktion „Umsteiger gesucht“ durchgeführt. Davon inspiriert, war die Karlsruher Lastenradinitiative „Lastenkarle“ Anfang 2017 von Bürgerinnen und Bürgern gegründet worden.

„Ebene Radwege ohne Schlaglöcher sind wichtig, denn beim Fahrrad spürt man jede Unebenheit stärker als im Auto“, gab Thomas Hillengas dem Rastatter Landtagsabgeordneten mit auf den Weg. Der Hausmeister des Internationalen Bundes nimmt seit wenigen Wochen am DLR-Lastenradtest mit einem E-Lastenrad teil, pendelt mit diesem zwischen vier Standorten des Bildungswerks: „Der große Vorteil ist, dass ich mit dem Lastenrad im Vergleich zum Auto fast überall einen Parkplatz finde.“ Martin Gebhardt von Lokitel wiederum ist mit einem DLR-Lastenrad ohne elektrische Unterstützung unterwegs: „Ich habe Kunden in Ettlingen, die ich von der Weststadt anfahre.“ Das sei eine für den ländlichen Raum schon typische Distanz. „Und ich bin trotzdem schneller als mit dem Auto“, ist Gebhardt überzeugt, dass das Lastenrad auch eine Alternative für den ländlichen Raum ist.

Manuel Quinting, Vorstandsmitglied von „Lastenkarle“ kann sich eine Ausdehnung des Angebots auf Rastatt sehr gut vorstellen. Man müsse, so Quinting, nur einen geeigneten Standort und Spendengelder für ein „Rastatter Lastenrad“ finden. Stellt die Karlsruher Lastenradinitiative die Transporträder den Nutzern doch kostenfrei zur Verfügung.

Mit Lastenräder lassen sich CO-Emissionen vermeiden

Natürlich lassen sich mit Lastenrädern CO-Emissionen vermeiden, waren sich die Karlsruher mit Hentschel einig, dem dies ein wichtiger Aspekt war. Thomas Hillengass hat in den letzten Wochen schon häufig das Auto für kurze Wege stehen lassen. Und so Kfz-Kurzstreckenfahrten vermieden, die besonders viel Kraftstoff verbrauchen. Langzeittester Martin Gebhardt legt im Monat durchschnittlich 350 Kilometer mit dem Lastenrad zurück – alles Strecken, die er früher mit dem Auto fuhr. Und auch Manuel Quinting kann aus einer Nutzerumfrage bestätigen, dass durch „Lastenkarle“ Kfz-Fahrten vermieden werden. Aktuell sei dies bei 55 Prozent aller Ausleihvorgänge der Fall.

Auch wenn Karlsruhe sich seit mehreren Jahren sehr erfolgreich dafür einsetzt, Transportfahrten im privaten oder gewerblichen Bereich auf stadtverträgliche Lastenräder zu verlagern. „Beim Umsteigerpotenzial ist bestimmt noch viel Luft nach oben“, ist sich Johannes Schell vom Stadtplanungsamt sicher. Und vielleicht „radelt“ die Lastenrad-Idee ja nun nach Rastatt.

zum Bild oben:
Karlsruhe als Vorbild: Der Rastatter Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel informierte sich über die Lastenradinitiative „Lastenkarle“. Im Bild von links nach rechts: Johannes Schell, Stadtplanungsamt, Thomas Hillengas, Internationaler Bund, Thomas Hentschel, MdL, Martin Gebhardt, Lokitel, Manuel Quinting, Lastenkarle (von links) / Foto: Stadtplanungsamt Karlsruhe

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Veranstaltungen 

World Disco Soup Day 2018

Slow Food Youth bietet Lebensmittelverschwendung die Stirn

Am 28. April 2018 organisiert das internationale Jugendnetzwerk von Slow Food (SFYN) zum zweiten Mal den World Disco Soup Day, um auf das gravierende Ausmaß an Lebensmittelverschwendung weltweit aufmerksam zu machen und Handlungsalternativen zur Reduktion aufzuzeigen. Rund um den Globus werden junge Menschen bei über 100 Schnippeldiskos in rund 40 Ländern aktiv und zaubern leckere Gerichte aus nicht marktfähigen Lebensmitteln. In Deutschland können Verbraucher in Berlin, Wuppertal, Braunschweig und Münster teilnehmen.

Während etwa jeder neunte Mensch an Hunger leidet, werden jährlich 1.3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weltweit weggeworfen. Lebensmittelverschwendung findet entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette statt, vom Acker, über den Transport bis hin zum Konsum in Privathaushalten, öffentlichen Einrichtungen und der Gastronomie. Ein Grund für die Lebensmittelverschwendung in der Produktionsphase auf dem Acker ist ein industrielles System, das auf Überproduktion und optische Marktnormen setzt und die durch die Lebensmittelverschwendung verlorenen Ressourcen wie Energie, Wasser und Boden außer Acht lässt. Das internationale Slow-Food-Youth-Netzwerk möchte dem beschämenden Ausmaß vonLebensmittelverschwendung und -verlusten und dessen Ursachen die Stirn bieten und führt am 28. April zum zweiten Mal den World Disco Soup Day (WDSD) durch.

In Deutschland greifen verschiedene lokale Slow Food Youth Gruppen den Aktionstag auf:

Braunschweig: Slow Food, Stadtgarten Bebelhof, Foodsharing und Transition Town Braunschweig laden zur Schnippeldisco Braunschweig am 21. April von 12-16 Uhr ein (Herzogin-Anna-Amalia-Platz, 38100 Braunschweig).

Berlin: Slow Food Youth Berlin organisiert im Rahmen des Berliner Klimatags am 22. April eine Schnippelaktion mit Wam Kat (Circular Economy House, Rollbergstrasse 26, 12053 Berlin).

In Wuppertal und Münster finden am 28. April - am Aktionstag selbst - auch Schnippeldiskos statt, zu denen Sie herzlich eingeladen sind: In Wuppertal ab 17 Uhr im Utopiastadt (Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal); In Münster ab 19 Uhr im Conny Kramer (Am Hawerkamp 31, 48155 Münster).

Im Rahmen des Aktionstages organisiert Slow Food Youth in über 40 Ländern - von Uganda bis Japan, von Brasilien bis in die Niederlande - Schnippeldiskos. Eine Schnippeldisko, oder Disco Soup, ist eine öffentliche, kulinarische Protestaktion, bei der nicht marktfähiges Obst und Gemüse von Erzeugern und Supermärkten eingesammelt und bei coolen Beats eines DJs, zu einem gemeinsamen Essen verarbeitet wird. Während der Protestaktion informiert Slow Food öffentlich über die Gründe der Verschwendung, angefangen bei den rein optischen Marktnormen, die standardisierte Formen und Größen für Obst und Gemüse vorsehen, um Verbraucher über ihre Rolle als Ko-Produzenten zu sensibilisieren und Handlungsspielräume aufzuzeigen. Denn Verbraucher haben die Möglichkeit dort einzukaufen, wo es krumme Karotten und dicke Zucchini noch ins Verkaufsregal schaffen, und helfen so mit, dass der Landwirt all sein Obst und Gemüse verkaufen kann, egal wie dieses gewachsen ist.

Ursula Hudson, die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, äußerte sich anlässlich des World Disco Soup Day auch zum Thema: "Das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung macht deutlich, dass ein politisches Handeln dringend erforderlich ist. Auf EU-Ebene wurde zum Beispiel eine Einigung über einen EU-Rahmen zur Bekämpfung von Lebensmittelabfällen erzielt. Es wurden aber keine verbindlichen Ziele für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen festgelegt, was aus unserer Sicht sehr problematisch ist. Es liegt nun an den einzelnen Mitgliedstaaten, zu diesem Thema Stellung zu nehmen, sich wirklich zu engagieren und dazu beizutragen, dass die von der EU unterzeichneten Ziele der nachhaltigen Entwicklung erreicht werden. Slow Food appelliert daher an die Regierungen, verbindliche nationale Ziele festzulegen, um Lebensmittelabfälle vom Erzeuger bis 2030 um 50 % zu reduzieren.

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