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Verschiedenes 

SPD: Umfallen oder aufstehen für den Klimaschutz?

Campact-Aktionen vor Regionalkonferenzen

Verden, 24. September 2019. Die SPD hat ihr Verbleiben in der Großen Koalition an ein wirksames Klimaschutzpaket geknüpft. Doch mit dem Plan des Klimakabinetts wird Deutschland seine Klimaziele deutlich verfehlen. Deshalb protestieren Unterstützerinnen und Unterstützer der Bürgerbewegung Campact in den nächsten drei Wochen vor den SPD-Regionalkonferenzen. Sie fordern die Kandidatenpaare für den Parteivorsitz dazu auf, sich für eine deutliche Verschärfung des Klimapakets einzusetzen.

In Braunschweig, Troisdorf, Potsdam, Dresden und München werden die Campact-Aktiven mit Großmasken von Kanzlerin Merkel und der CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer auftreten. Mit einer großen Bowling-Kugel zielen „Merkel“ und „Kramp-Karrenbauer“ auf fast zwei Meter große Kegel mit den sieben SPD-Kandidatenpaaren. Demonstrierende fordern von den Kandidaten eine Entscheidung: umfallen oder aufstehen für den Klimaschutz.

„Das Klimapaket ist eine Kapitulation der SPD vor der Union – mal wieder. Was vom Klimakabinett beschlossen wurde, hat selbst die niedrigsten Erwartungen an diese Koalition unterschritten“, sagt Katrin Beushausen, Campaignerin bei Campact. „Wer die SPD in Zukunft führen will, muss jetzt Farbe bekennen: Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, darf nicht vor der Union umfallen.“

Die Beschlüsse des Klimakabinetts müssen von der Koalition aus Union und SPD noch in Gesetze gegossen werden. Dafür ist die Position der neuen SPD-Spitze entscheidend. Bei den Regionalkonferenzen werben die Kandidatenpaare bei der Basis für sich und stellen ihre Pläne für die künftige Ausrichtung der Sozialdemokraten vor. Anfang Dezember wählt der SPD-Parteitag die neue Doppelspitze.

Vergangenen Freitag gingen bundesweit mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Fridays for Future auf die Straße und forderten wirksame Maßnahmen zur Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele. „Die SPD hat sich selbst ein Ultimatum für den Verbleib in der Regierung gestellt: Wirksamer Klimaschutz oder Ende der Koalition. Sie muss jetzt handeln – oder die Konsequenzen ziehen“, so Beushausen.








Verschiedenes 

Grüne Kreuze: "Kreuzzug" für Agrar-Gift, Glyphosat und Massentierhaltung

Grüne Kreuze: "Kreuzzug" für Agrar-Gift, Glyphosat und Massentierhaltung

Bei einem Abendspaziergang bin ich an einem der vielen grünen Kreuze vorbeigegangen, die jetzt bundesweit überall in der Landschaft stehen. "Die grünen Kreuze sollen als Mahnmal auf die Folgen des neuen Agrarpakts der Bundesregierung, auf das Volksbegehren "Rettet die Bienen" und auf die allgemeine Lage der Landwirtschaft hinweisen." Ein am Kreuz angebrachter Text besagt, dass der von der Bundesregierung geplante Agrarpakt ein „kommendes Bauernsterben“ auslösen würde. Hinter den vorgeschobenen Kreuzen steht eigentlich eine bundesweite Kampagne "Schützt die Bauern durch ein Ja zum Gift". In manchen Medien wird unkritisch schon von einem "Kreuzzug auf dem Land" geschrieben.

Kernpunkte des von der Agrochemie-Lobby so massiv bekämpften, von der Bundesregierung geplanten Agrarpakets sind unter anderem das verspätete Aus für das Unkrautgift Glyphosat Ende 2023, endlich ein wenig mehr Schutz für Insekten und ein neues Tierwohl-Kennzeichen. In einer Zeit in der in Deutschland die Masse der Insekten teilweise um über 75% abgenommen hat, ist das geplante Agrapaketchen eine kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die bundesweite Kreuz-Aktion ist der verzweifelte Wunsch nach Beibehaltung des Sta­tus quo und das heißt Agrar-Gifte, Glyphosat, Massentierhaltung, Insektenvergiftung, Vogelsterben, CO2 Belastung und Nitrat im Grundwasser.

Ähnliche Bauern-Aktionen und die gut organisierte Agrar-Lobby in der Vergangenheit haben dazu geführt, dass wir in Deutschland ein massives Grundwasserprobleme mit Nitrat haben. Der Applaus vieler AfD, CDU, CSU und FDP-Politiker für die Grünen Kreuze passt eigentlich eher in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts und ist insbesondere für die Parteien mit dem C besonders peinlich.

Der Missbrauch christlicher Symbole für Gift, Glyphosat und Massentierhaltung ist nicht akzeptabel.
Absolut nachvollziehbar aber sind die Ängste, Sorgen und Nöte der Landwirte.

Zumeist unter CDU- & CSU-Landwirtschaftsministern sind, politisch gewollt, seit 1949 in Baden-Württemberg 75 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe verschwunden. Bundesweit gab es einen Rückgang von 42 Prozent innerhalb der letzten 17 Jahre.
Aktuell wird die deutsche Landwirtschaft auf dem Altar eines nicht umwelt- und menschengerechten Freihandels (Mercosur) geopfert.

Die kleinen ökologischen Fortschritte des geplanten und bekämpften Agrarpaketes stören den Traum von der ständig wuchernden, großen, globalen, giftdominierten Agrarfabrik, den Bayer, Hoechst, Monsanto, Syngenta, Genlobby & CDU, CSU, FDP & Bauernverbände träumen. In diesem zerstörerischen Traum kommen allerdings kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe, egal ob öko oder konventionell, auch nicht vor.

Naturschutzbewegung, das geplante Agrarpaket in Berlin und das Volksbegehren in Baden-Wüttemberg sind nicht die Feinde der Landwirtschaft. Gerade BUND und Umweltbewegung sind potentiell Verbündete einer insektenfreundlichen, grundwasserfreundlichen, naturnäheren, giftärmeren, nachhaltigen und somit auch moderneren und zukunftsorientierten Landwirtschaft. Wir müssen den Wachstumswahn brechen, den Traum von der globale Argrafabrik beenden und die Globalisierung menschengerecht und nachhaltig gestalten. Dazu braucht es nicht nur ein Agrarpaket und ein Volksbegehren, sondern eine andere, neue Agrar- und Subventionspolitik. Und die Landwirtschaft braucht endlich auch gute Preise für gute, umweltschonend erzeugte Produkte.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

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Verschiedenes 

NABU: Weltgemeinschaft muss endlich handeln

Weltklimarat sieht Klimafunktion der Ozeane in Gefahr / Arktiseis schmilzt so schnell wie nie

Berlin/Monaco – Am morgigen Mittwoch stellt der Weltklimarat IPCC in Monaco seinen Bericht zum Zustand der Ozeane und eisbedeckten Flächen vor. Der Termin fällt unmittelbar zusammen mit der Phase der geringsten Ausdehnung des arktischen Eisschildes in diesem Jahr, dem zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. „Der Bericht und der sich weiter beschleunigende Rückgang des Arktiseises fordern ein entschiedenes Handeln der Weltgemeinschaft. Die Ozeane verlieren mit einer beängstigenden Geschwindigkeit wichtige Funktionen für Klima und Ernährungssicherheit. Die Klimakrise und die Zerstörung von Lebensräumen haben sie an ihre Belastungsgrenze gebracht“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der IPCC-Bericht zeigt die ganze Dramatik der Klimakrise: Bei einer Meereserwärmung von drei Grad Celsius kann der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 bis zu einem Meter ansteigen. Überflutungen und Extremwetterereignisse werden weiter zunehmen. Strömungssysteme und wichtige nährstoffreiche Auftriebsgebiete werden destabilisiert. Die Bestände von Seegras und Mangroven sind im 20. Jahrhundert bereits um 50 Prozent geschrumpft und Fischbestände brechen zusammen oder verlagern sich.

Nach dem alarmierenden Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES und dem IPCC-Report zu den Ökosystemen an Land ist der Report „Oceans and Cryosphere“ der dritte Bericht in diesem Jahr, der den katastrophalen Zustand unseres Planeten, seiner Lebensräume und Arten in Zahlen fasst. Die Geschwindigkeit der Meereserwärmung hat sich seit 1993 verdoppelt. Alle Warmwasserkorallen drohen zu verschwinden und die sauerstofffreien Todeszonen am Meeresgrund werden größer. „Die Ozeane verlieren ihre zentrale Klimafunktion als Kohlenstoffsenke. Seit 1980 haben sie bis zu 30 Prozent des vom Menschen verursachten Kohlendioxids aufgenommen. Zudem sind die Pflanzen der Meere unsere wichtigsten Sauerstofflieferanten. Jeder zweite Atemzug kommt aus dem Meer“, so Kim Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz, „Aber die Pufferfunktion der Ozeane ist aufgebraucht. Wir müssen sie besser schützen.“

Die Klimakrise führt dazu, dass die polaren Eisschilde schmelzen. Seit dem Jahr 1980 ist die durchschnittliche Fläche des Arktiseises im September um eine Fläche zehnmal so groß wie die Bundesrepublik zurückgegangen. Es werden gefährliche Kipppunkt erreicht, die den Klimawandel weiter beschleunigen.

Der IPCC-Bericht fällt in eine Zeit, in der darüber diskutiert wird, ob das Gelingen der Energiewende eine Anpassung des Naturschutzrechtes erfordert, ob zu viel Naturschutz den Klimaschutz verzögert. Auch darauf gibt der IPCC eine Antwort. „Klimaschutz und Naturschutz schließen einander nicht aus: Meeresschutz ist Klimaschutz. Gut gemanagte Meeresschutzgebiete oder die Wiederherstellung von Seegraswiesen oder Mangroven gehören zu den effektivsten Klimaschutzmaßnahmen, die uns zur Verfügung stehen“, betont Detloff. Der NABU fordert daher, viel stärker als bisher auf natürliche Kohlenstoffsenken wie Meere, Wälder oder Moore zu setzen parallel zum Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter, um die Pariser Klimaziele zu erfüllen. Mit Blick auf das gerade erst verabschiedete und unzureichende Klimaschutzpaket der Bundesregierung hegt der NABU Zweifel daran, dass die Politik die Zeichen der Zeit erkannt hat und fordert in einem öffentlichen Appell dringend Nachbesserung.

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NABU: Mobilitätsdienste dürfen nicht zu mehr Autoverkehr führen

Neue Studie prognostiziert Verdoppelung des Autoverkehrs bis 2050

Berlin – Neue Mobilitätsdienste wie Uber erhöhen die Attraktivität des Autofahrens durch niedrige Fahrpreise, warnt eine aktuelle Studie von Transport & Environment, dem europäischen Dachverband des NABU. Demnach könnte die Verkehrsleistung durch sinkende Kosten und steigenden Komfort im Jahr 2050 um bis zu 150 Prozent steigen.

Der Mehrverkehr würde durch eine Verlagerung durch Nutzer des ÖPNVs, Fahrradfahrer als auch durch einen höheren Bedarf entstehen. Grund dafür seien insbesondere technische Entwicklungen im Verkehrssektor, die das Autofahren in Zukunft absehbar stark vergünstigen könnten. So würden etwa durch automatisiertes Fahren die Kosten für Fahrer wegfallen, die aktuell noch einen erheblichen Teil der Betriebskosten von Unternehmen im Bereich der Personenbeförderung ausmachen. Dies könnte bis zum Jahr 2050 zu 40 Prozent mehr CO2-Ausstoß führen und würde es unmöglich machen, Deutschlands Klimaziele einzuhalten. Selbst ein Umstieg auf emissionsfreie Antriebe würde diesen Effekt zwar mindern und die Emissionen um 23 Prozent reduzieren, nicht jedoch verhindern können.

„Neue Mobilitätsdienste dürfen nicht zu mehr Autoverkehr führen. Derzeit erleben wir jedoch, wie durch diese Angebote immer mehr Autos in unsere Städte drängen. Solange hohe Verfügbarkeit und niedrige Preise den Markt prägen, werden immer mehr Menschen geneigt sein, sich gerade auf kurzen Strecken für eine Fahrt mit dem Auto statt dem Fahrrad oder öffentlichem Verkehr zu entscheiden. Bei aller Offenheit für neue Mobilitätsangebote müssen wir unbedingt das Ziel im Blick behalten, den Verkehrssektor insgesamt auf mehr Klimaschutz auszurichten und in diesem Zusammenhang die Zahl der Pkw im städtischen Raum drastisch zu reduzieren“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der NABU sieht in der anstehenden Novelle des Personenbeförderungsgesetzes den zentralen Hebel, auch die neuen, app-basierten Mobilitätsdienste sinnvoll zu regulieren. Justyna Wladarz, NABU-Verkehrsreferentin: „Geteilte Fahrten, so genanntes Ride-Pooling muss künftig ermöglicht werden, damit insgesamt weniger Fahrzeuge zur Personenbeförderung auf den Straßen unterwegs sind. Gleichzeitig muss es für die Städte und Kommunen möglich werden, den Anbietern Vorgaben hinsichtlich der Umweltstandards ihrer Fahrzeuge, etwa zu Emissionen und Antriebsart, zu machen. Ziel muss der emissionsfreie Fahrzeugpool im Jahr 2025 sein. Genauso sollten den Städten ein Instrument an die Hand gegeben werden, das es ihnen ermöglicht, die Zahl der eingesetzten Fahrzeuge zu begrenzen. Nur so kann es uns gelingen, die neuen Angebote zu einem sinnvollen Bestandteil der Mobilität von morgen zu machen, statt mit der Fokussierung auf die automobile Mobilität die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.“

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Karlsruhe: Xannika lebt zukünftig in den Karpaten

Karlsruhe: Xannika lebt zukünftig in den Karpaten
Wisent Xannika / Foto: Zoo Karlsruhe/Alexander Köstel

Zweijähriges Wisent für Auswilderungsprojekt nach Rumänien

Der Wisent ist das größte Wildtier Europas, war jedoch in der Natur ausgestorben. Das letzte Tier in der Natur wurde 1927 im Kaukasus von Jägern erschossen. Über gezielte Zuchtprogramme in Zoos und Tierparks konnte die Art jedoch erhalten und seit 1992 auch wieder in der Natur angesiedelt werden. Nach 2006 und 2008 kommt jetzt erneut ein Tier aus Karlsruhe in ein Auswilderungsprojekt.

Seit 1995 gibt es ein Europäisches Zuchtprogramm (EEP), das vom Białowieża-Nationalpark in Polen koordiniert wird. Von dort kam in Zusammenarbeit mit dem von der EU geförderten Projekt "Life Bison" zur Wiederansiedlung der Tiere in Rumänien die Nachricht an den Zoo Karlsruhe, dass das zweijährige Wisent-Weibchen Xannika ausgewählt wurde. "Für uns ist es immer wieder etwas ganz Besonderes, wenn die Koordinatoren Tiere von uns auswählen, um sie wieder in der Natur anzusiedeln", betont Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt: "Wir verstehen uns als Artenschutzzentrum, das zusammen mit anderen Einrichtungen Tiere als Reservepopulation in Menschenobhut züchtet. Wenn dann davon Tiere wieder ins Freiland kommen, ist das eine wunderbare Bestätigung unserer Arbeit."

Bereits sechs Wisente ausgewildert

Die Wisent-Herde wird im Tierpark Oberwald, der Dependance des Zoos mitten im Wald, auf einer großen Natur-Anlage gehalten. Das Tierpflegerteam rund um Revierleiter Robert Ruder ist seit Jahrzehnten sehr erfolgreich in der Zucht dieser Tiere. Bereits sechs Wisente konnten so in Auswilderungsprojekte abgegeben werden. Xannika wurde am 7. Juni 2017 im Oberwald geboren.

Nach den medizinischen Untersuchungen durch Tierärztin Julia Heckmann konnte diese Woche dann die große Reise für das zweijährige Tier beginnen. Heute (Freitag, 20. September) ist es wohlbehalten in Rumänien in einem externen Zentrum des Zoos von Hunedoara zur Vorbereitung auf die Auswilderung angekommen. Dort wird sich Xannika an die klimatischen Bedingungen gewöhnen können.
"Im Winter werden die Tiere dort noch ein wenig zugefüttert, ab dem Frühjahr sind sie bei der Futtersuche auf sich gestellt. Auch der Menschenkontakt wird dann eingestellt", erklärt Heckmann den weiteren Ablauf. So sollen die Überlebenschancen der Tiere bei der Auswilderung maximiert werden. Aktuell wird Xannika mit drei weiteren Tieren in dem Zentrum gehalten. Insgesamt werden es zehn Wisente, die im kommenden Sommer im Rahmen des auch vom WWF unterstützten Projekts in die Natur entlassen werden sollen. Zuvor haben die einzelnen Tiere genügend Zeit, sich aneinander zu gewöhnen und später als Herde zu funktionieren.

"Der Mensch ist zum großen Teil Schuld am Artensterben"

Die ersten freilebenden Wisentherden konnten durch die großen Bemühungen der Zoogemeinschaft bereits 1952 im Gebiet des heutigen Nationalparks Białowieża an der polnisch-weißrussischen Grenze angesiedelt werden. Seitdem wurden viele weitere Herden erfolgreich in unterschiedlichen Regionen Europas ausgewildert.

"Der Mensch ist zum großen Teil Schuld am Artensterben. Gleichzeitig ist der Mensch für viele Tierarten aber auch die einzige Chance, damit sie nicht aussterben", betont Reinschmidt. "Wir möchten als Zoos gerade auch in Europa dazu beitragen, eigentlich bei uns heimische Arten zu erhalten. Wir müssen dafür die Fehler der Vergangenheit ausbügeln und mit großem Aufwand gegensteuern. Der Wisent ist aber auch ein gutes Beispiel, dass dies erfolgreich sein kann."

zum Bild oben:
Wisent Xannika kurz vor dem Verladen im Tierpark Oberwald. Mittlerweile ist das Tier wohlbehalten in Rumänien angekommen.
Foto: Zoo Karlsruhe/Alexander Köstel





Veranstaltungen 

Karlsruhe: Volksbegehren "Rettet die Bienen" in Baden-Württemberg

Bürgerinnen und Bürger können sich in Listen eintragen

Das Innenministerium Baden-Württemberg hat das Volksbegehren Artenschutz – "Rettet die Bienen" über das Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes und des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes zugelassen. Ziel des Volksbegehrens ist es, das notwendige Unterschriftenquorum von etwa 770.000 Bürgerinnen und Bürgern Baden-Württembergs zu erreichen. Dann wäre das Volksbegehren erfolgreich zustande gekommen, mit der Folge, dass der Landtag über den Gesetzentwurf abstimmen muss. Stimmt er diesem nicht zu, kommt es zu einer Volksabstimmung in Baden-Württemberg.

Wer das Volksbegehren unterstützen möchte, kann dies im Rahmen der freien oder amtlichen Sammlung tun. Jeder Eintragungsberechtigte darf sein Eintragungsrecht nur einmal ausüben, folglich nur eine Unterstützungsunterschrift leisten: entweder auf den Unterschriftenblättern der Initiatoren des Volksbehrens in der Zeit vom 24. September bis 23. März 2020 oder in der Zeit vom 18. Oktober bis 17. Januar 2020 in der amtlichen Sammlung der Hauptwohnsitzgemeinde.

Eintragberechtigt ist, wer am Tag der Eintragung zum Landtag von Baden-Württemberg wahlberechtigt ist. Dies sind alle wahlberechtigten deutschen Staatsangehörigen, die am Tag des Eintrags mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in Baden-Württemberg ihre Hauptwohnung oder den gewöhnlichen Aufenthalt haben.

Die Eintraglisten für die amtliche Sammlung im Stadtkreis Karlsruhe liegen ab dem 18. Oktober in folgenden städtischen Dienststellen aus, die auch über rollstuhlgeeignete Zugänge verfügen:

Ordnungs- und Bürgeramt, Bürgerbüro, Kaiserallee 8
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8 bis 12.30 Uhr
Montag bis Mittwoch 13.30 bis 16.30 Uhr
Donnerstag: 14 bis 17 Uhr

Stadtamt Durlach, Pfinztalstr. 33
Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 8 bis 16 Uhr
Donnerstag: 8 bis 18 Uhr
Freitag: 8 bis 16 Uhr

Ortsverwaltung Stupferich, Kleinsteinbacher Str. 16
Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 8 bis 12 Uhr
Donnerstag: 13 bis 17:30 Uhr

Ortsverwaltung Hohenwettersbach, Kirchplatz 4
Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag: 8 bis 12 Uhr
Donnerstag: 13 bis 17:30 Uhr

Bei Fragen zum Volksbegehren können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger auch telefonisch an die Behördennummer 115 wenden.





Verschiedenes 

NABU: Die Bundesregierung hat die Klimakrise nicht verstanden

Tschimpke: Die Bewältigung der Klima- und Artenkrise ist eine Menschheitsaufgabe - Kanzlerin hat beim UN-Sonderklimagipfel in New York nicht viel im Gepäck

Berlin – Die Ergebnisse des Klimakabinetts kommentiert NABU Präsident Olaf Tschimpke: „Die Bundesregierung zeigt mit dem Eckpunktepapier zum Klimaschutzgesetz, dass sie die Dringlichkeit zum Handeln noch nicht verstanden hat. Statt einen wirklichen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen – wie zeitgleich von hunderttausenden Menschen, die weltweit für mehr Klimaschutz demonstrieren, gefordert – bleibt es bei Steuergeschenken und neuen Subventionen. Innovationen und Technik sind wichtig für eine lebenswerte Zukunft. Aber ordnungspolitische Maßnahmen oder Steuererhöhung für Klimasünder ebenfalls. Die Summe der Maßnahmen wird nicht ausreichen, um das selbstgesteckte Klimaschutzziel bis 2030 zu erreichen. Und auch eine schnelle und wirksame Bepreisung von CO2 ist nach diesem Entwurf nicht zu erwarten.“ Damit bringe Bundeskanzlerin Angela Merkel zum UN-Sonderklimagipfel in New York am Montag viel zu wenig mit, um beim weltweiten Klimaschutz noch als Vorreiterin wahrgenommen zu werden.

Zeitgleich zu den Verhandlungen im Klimakabinett kamen an über 500 Orten allein in Deutschland und weltweit viele hunderttausend Menschen zusammen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Noch nie gab es so viele Menschen, die gemeinsam für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen und bereit sind, dafür etwas zu tun. NABU-Klimaexperte Sebastian Scholz: „Der gesellschaftliche Wandel ist notwendig – das ist auch in der Politik bekannt. Durch die Fridays-for-Future-Bewegung gibt es eine hohe Akzeptanz für Veränderungen wie noch nie zuvor. Dennoch hat die Regierung noch nicht einmal den Mut gefunden, umweltschädliche Subventionen abzubauen – ganz zu schweigen von substanziellen ordnungsrechtlichen Maßnahmen. Weder Pendlerpauschale, Ölheizungen noch der aktuelle Tierbestand in der Landwirtschaft, um nur ein paar wenige Aspekte zu nennen, sind kompatibel mit den Klimazielen. Diese Regierung setzt fahrlässig unsere Zukunft aufs Spiel. Die Klimakrise wird so nicht bewältigt.“

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Ausgleichsmaßnahmen SC-Stadion - Rinderbeweidung an renaturierten Elz

Ausgleichsmaßnahmen SC-Stadion - Rinderbeweidung an renaturierten Elz
Elzrenaturierung / Foto: Stadt Freiburg

Ausgleichsmaßnahme für das neue SC-Stadion als erfolgreiche Kooperation zwischen der Gemeinde Teningen, der DB Netz AG und der Stadt Freiburg

Extensive Rinderbeweidung zur Aufwertung von Nahrungsflächen für die Dohle an der renaturierten Elz

Die Arbeiten auf der Baustelle des neuen SC-Stadions laufen auf Hochtouren. Zugleich macht sein Bau die Umsetzung verschiedener ökologische Ausgleichsmaßnahmen, unter anderem für die Vogelart Dohle, erforderlich. Seit der Gemeinderat den Bebauungsplan beschlossen hat, setzt die Stadtverwaltung diese Maßnahmen konsequent um. Eine davon ist die extensive Rinderbeweidung mit Hinterwälder-Rindern an der renaturierten Elz in Teningen.

Dass diese Ausgleichsmaßnahme möglich wurde und hier Nahrungsflächen für die Dohle aufgewertet werden können, ist einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Teningen, der DB Netz AG, dem Regierungspräsidum Freiburg und der Stadt Freiburg und dem Mitwirken vieler Beteiligter zu verdanken. Bei einem Pressetermin haben heute Teningens Bürgermeister HeinzRudolf Hagenacker, Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Freiburg sowie die Projektbeteiligten der DB Netz AG, des Regierungspräsidiums Freiburg, des Landkreises Emmendingen und des Landschaftserhaltungsverbands Emmendingen vor Ort diese Kooperation und das Beweidungsprojekt vorgestellt.

Stimmen zur Kooperation

Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker: „Es gibt wenige Projekte, bei welchen so viele Beteiligte ein Ziel verfolgen. Eine Ausgleichsmaßnahme der Deutschen Bahn, eine Ausgleichsmaßnahme der Stadt Freiburg für das Stadion und Hochwasserretention auf derselben Fläche. Ein Projekt, welches der Natur, der örtlichen Landwirtschaft, dem Sport und dem Gewässerschutz dient, kurz: Mensch, Tier und Umwelt Vorteile bringt. Das ist kommunalpolitische Kooperation auf allen Ebenen, wie man sie sich nur wünschen kann.“

Bürgermeister Martin Haag: „Ich freue mich über die erfolgreiche Kooperation zwischen der Gemeinde Teningen, der Bahn und der Stadt Freiburg und danke allen Beteiligten. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Freiburg und dem Landkreis Emmendingen ist es uns gelungen, dass wir hier in Teningen verschiedene sinnvolle Maßnahmen umsetzen und somit auch die notwendige Ausgleichsfläche für das neue SC-Stadion im Wolfswinkel schaffen. Mit der nun stattfindenden extensiven Beweidung mit Rindern wird die Fläche in einem guten Zustand gehalten und zusätzlich auch neuer Nahrungsraum für die Dohle geschaffen.“

Bernd Dassler, DB Netz AG: „Zweieinhalb Jahre nach Abschluss der Baumaßnahmen zur Deichrückverlegung an der Elz können wir auf eine erfreuliche Entwicklung blicken. Diese ökologische Ausgleichsmaßnahme für den Bahnausbau dient gleichzeitig dem Hochwasserschutz und schafft ein attraktives Naherholungsgebiet. Das konstruktive Miteinander aller Partner lässt alle profitieren. Für die DB Netz AG ist das Projekt ein Etappenziel auf dem Weg zum dringend notwendigen Ausbau der Strecke von Karlsruhe nach Basel. Die Realisierung der Güterumfahrung entlang der Autobahn A 5 schützt vor Lärm und ermöglicht einen zukunftsfähigen und attraktiven Nahverkehr in der Freiburger Bucht.“

Elke Höpfner-Toussaint, Abteilungsleiterin Umwelt des Regierungspräsidiums Freiburg: „Diese Kombination von Maßnahmen verschiedener Träger, die sich gut ergänzen, ist beispielhaft. Dass wir hier auf Flächen entlang unserer Gewässer mehrere Ausgleichsbedarfe kombinieren, ist im Hinblick auf die zunehmende Nutzungskonkurrenz auf Flächen im Großraum von Ballungsgebieten fachlich sinnvoll und rechtlich möglich. Trotzdem begehen wir damit noch immer neue Wege. Deshalb wird die Maßnahme von einem naturschutzfachlichen Monitoring begleitet.“

Martin Schreiner, Dezernent für ländlichen Raum und stellvertretender Vorsitzender des Landschaftserhaltungsverbandes Landkreis Emmendingen: „Seit über zwei Jahrzehnten arbeiten die zuständigen Kreisbehörden eng mit dem Landschaftserhaltungsverband bei der Umsetzung von naturschutzrechtlichen Kompensationsmaßnahmen zusammen. Mit dem LEV haben wir einen kompetenten und verlässlichen Partner für die Umsetzung vor Ort. Der LEV hat eine weitere Finanzierungsquelle und für die Landwirte, die die Maßnahmen umsetzen, erschließen sich so neue Einkommensmöglichkeiten. Außerdem erreichen wir mit diesem Zusammenspiel immer wieder, dass wir für die Landwirtschaft flächensparende und trotzdem ökologisch wertvolle Kompensationsmaßnahme auf den Weg bringen können“.

Der rechtliche und ökologische Rahmen Für den Bau des neuen SC-Stadions, der Verkehrsflächen und des Trainingsgeländes werden umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Diese ergeben sich aus unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen, etwa der Eingriffsregelung nach Baugesetzbuch, dem Arten- und Biotopschutz nach Bundesnaturschutzrecht und den Ersatzaufforstungen nach Waldgesetz.

Durch den Stadionbau geht unter anderem Lebensraum für die Dohle verloren. Für diese besonders geschützte Vogelart sind daher im Rahmen einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung in der Nähe zu ihren Brutplätzen Artenschutzmaßnahmen umzusetzen, die die Dohlenpopulation regional sichern. Diese FCS-Maßnahmen (engl. favorable conservation status) sind Maßnahmen zur Sicherung eines guten Erhaltungszustandes und stammen aus den Regelungen zum Artenschutz aus dem Bundesnaturschutzgesetz.

Bereits beim Aufstellen des Bebauungsplans für das Stadion war klar, dass das Stadtgebiet nicht genug geeignete Flächen für alle Ausgleichsbedarfe bietet. Die Stadt Freiburg bemüht sich daher seit längerem um eine Kooperation mit den Umlandgemeinden, um Natur und Landschaft in der Region zum beiderseitigen Vorteil zu entwickeln. Dies soll die städtebauliche Entwicklung des Oberzentrums ermöglichen, ohne dem Umland Nachteile zu bringen.

Da viele geeignete Ersatzflächen für die Dohle landwirtschaftlich genutzt werden, wurden in der Region vorrangig Flächen gesucht, die bereits ökologischen Zwecken dienen. Dabei wurde die Stadt unter anderem in Teningen fündig, an der vom Regierungspräsidium renaturierten Elz bei Köndringen. Hier war es möglich, eine rund 10 Hektar große Fläche der Gemeinde durch die Etablierung einer extensiven Beweidung mit robusten Rindern als Nahrungsflächen für die Dohlen im Umfeld über die bereits erfolgte Renaturierung hinaus aufzuwerten.

Zwischen 2015 und 2017 hatte das Regierungspräsidium Freiburg, Landesbetrieb Gewässer, im Auftrag der Deutschen Bahn die Elz bei Riegel und Teningen in einen naturnahen Gewässerzustand zurückversetzt. Bei Köndringen wurde der linke Damm der Elz zurückverlegt, um Platz für die naturnahe Entwicklung des Gewässers und seiner Flussaue zu schaffen.

Im Jahr 2018 haben die Gemeinde Teningen als Eigentümerin der Beweidungsfläche, die Deutsche Bahn und die Stadt Freiburg daher eine Kooperation zu dieser bereits aufgewerteten Teilfläche zwischen der renaturierten Elz und dem rückverlegten Hochwasserdamm beschlossen.

Bei der Planung und Umsetzung des Beweidungsprojekts waren neben der Gemeinde Teningen, der Bahn und städtischen Fachämtern auch das Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung Umwelt, mit dem Landesbetrieb Gewässer und als höhere Naturschutzbehörde und der Landkreis Emmendingen beteiligt. Mit dem Landschaftserhaltungsverband Emmendingen gibt es zudem einen kompetenten Partner, der das Beweidungskonzept fachlich betreut und auch darauf achtet, dass die Belange der Jäger und Angler gewahrt werden. Für die Beweidung der Fläche konnte mit Stefan Engler vom Ramstalhof in Köndringen ein erfahrener Landwirt gewonnen werden, der für regionale Vermarktung steht.

Extensive Beweidung mit Rindern – was bedeutet das? Durch die extensive Beweidung mit Rindern von April bis Oktober jedes Jahres wird das Grünland in der Elzaue offen gehalten. Die Beweidung fördert zudem die Zahl und Vielfalt der Insekten, für die besonders auch der Dung von Weidetieren, aber auch die Schaffung neuer Lebensräume durch die Rinder von Bedeutung sind. Die Rinder schaffen in der extensiven Haltung während der Vegetationsmonate ein strukturreiches Grünlandmosaik, von intensiv befressenen kurzrasigen Bereichen bis zu wenig beeinflussten Hochstaudenfluren und Röhrichten an sehr nassen Stellen. Die kurzrasigen Bereiche werden der Dohle während der Aufzucht ihrer Jungen wertvolle neue Nahrungsfläche bieten.

Landwirt Stefan Engler wird zum Einstieg in die extensive Haltung bis zu sieben Mutterkühe samt ihrer Jungtiere auf der Fläche weiden lassen. Dabei hat er bewusst Hinterwälder-Rinder gewählt, weil sie wegen Ihrer Robustheit besonders gut an den Standort in der Elzaue angepasst sind. Diese Rasse, auch Hinterwälder genannt, wurde 1992 von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ erklärt und wird im Schwarzwald bevorzugt zur Beweidung von schwierigen Beweidungsflächen gehalten. Für die Sicherheit der Tiere sorgt ein stabiler stromführender Zaun und die regelmäßigen Kontrollen durch Stefan Engler vor Ort.

Für Spaziergänger oder Radfahrer ändert sich durch die Weidefläche nichts. Allerdings bittet Landwirt Engler darum, die Tiere nicht zu füttern und die Hunde in dem Gebiet anzuleinen, um Panik unter den Rindern zu vermeiden.

Neben der extensiven Beweidung auf dem Gebiet der Gemeinde Teningen gehört als weitere FCS-Maßnahme außerdem die Schaffung neuer Brutmöglichkeiten für die Dohle an vorhandenen Brutplätzen. Darum hat die Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Teningen bereits neue Nistkästen installieren lassen – an der Alten Schule Köndringen, an der evangelischen Kirche in Köndringen und der Bergkirche Nimburg.

Gesamtkosten, Zeitplan und Projektphasen Das Beweidungsprojekt in Köndringen ist eine von insgesamt fünf artenschutzrechtlichen FCS-Maßnahmen für die Dohle, die die Stadt Freiburg auf ihrer Gemarkung sowie im Umland umsetzt. Zu jeder dieser Maßnahmen gehört die Anbringung neuer Nistkästen in der Nähe zu Dohlenpopulationen. Für die Herstellung aller Ausgleichsmaßnahmen für die Vogelart Dohle investiert die Stadt insgesamt rund 1 Million Euro. Davon entfallen rund 120.000 Euro auf das Beweidungsprojekt.

Das Beweidungsprojekt in Köndringen ist neben der Anlage von Magerrasen auf dem nördlichen Flugplatz in Freiburg die zweite dieser Maßnahmen, die umgesetzt wird. Die übrigen geplanten Maßnahmen betreffen die Umwandlung einer Ackerfläche in Grünland in Schallstadt/Mengen, die Entsiegelung und Entwicklung von Magerrasen auf dem Flugplatz Bremgarten sowie die Aufwertung einer Grünlandfläche links der Dreisam in Teningen/Nimburg.

Im Oktober 2018 haben die Gemeinde Teningen, die Bahn und die Stadt Freiburg eine Grundsatzvereinbarung über die Ausgleichsmaßnahme für die Dohle getroffen. In diesem Frühjahr begannen vorbereitende Maßnahmen und die Abstimmung über den Zaunverlauf. Zudem wurde der Landschaftserhaltungsverband Emmendingen e.V. beauftragt, dieses Beweidungsprojekt zu betreuen und ein Bewirtschaftungskonzept zu erstellen. Ende August war der Zaunbau abgeschlossen, Anfang September sind die Rinder auf ihre Weide umgezogen. In diesem Jahr endet die Beweidung Ende Oktober, künftig soll sie jährlich von März bis Oktober stattfinden.







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