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Mittwoch, 25. Mai 2022 Uhr

 
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Verschiedenes 

Blume und Baum des Jahres wachsen auch in Karlsruhe

Blume und Baum des Jahres wachsen auch in Karlsruhe
Vierblättrige Einbeere / Foto: Stadt Karlsruhe

Loki Schmidt Stiftung kürt Vierblättrige Einbeere und Rotbuche

Die beiden von der Loki Schmidt Stiftung zu Blume und Baum des Jahres gekürten Pflanzen sind auch in den Karlsruher Wäldern reich vertreten.

Pest, Läuse und Zauberei
Auf das oberste Treppchen bei den Blumen schaffte es die Vierblättrige Einbeere mit dem lateinischen Namen Paris quadrifolia. Sie hat in der Mitte eine unscheinbare Blüte, die sich im Spätsommer zu einer einzelnen Beere entwickelt. Umgeben ist sie von einem Ring aus vier gleichgroßen und gleichmäßig angeordneten Blättern. Der lateinische Name wird gelegentlich mit der Sage aus Homers Illias um Paris und den drei sich streitenden Göttinnen in Verbindung gebracht. Wahrscheinlicher ist aber, dass mit 'paris' die paarförmige Anordnung der Blätter gemeint ist. Die Pflanze ist giftig und wurde im Mittelalter als Mittel gegen die Pest, gegen Läuse und auch Zauberei angewandt.

Die Vierblättrige Einbeere wächst in naturnahen Wäldern und ist eng mit dem Baum des Jahres – der Rotbuche – vergesellschaftet. Da sie eher feuchte Böden bevorzugt, ist sie in Karlsruhe am häufigsten in den Wäldern der Kinzig-Murg-Rinne, im Grötzinger Bergwald sowie in den Rheinauen zu finden. Sie ist keine "Urwaldpflanze", die verschwindet, sobald der Wald forstlich genutzt wird. Aber sie ist auf die natürliche Baumartenzusammensetzung in ihrem Lebensraum angewiesen. Aufgrund des naturnahen Waldmanagements ist ihr Bestand in Karlsruhe nicht gefährdet. Allerdings bereitet der Klimawandel durch zunehmende Trockenheit und plötzliche Auflichtung beim Absterben von Bäumen auch der Vierblättrigen Einbeere Probleme.

Die Rotbuche - Fagus sylvatica
zum Baum des Jahres ist nach 1990 erneut die Rotbuche, mit lateinischem Namen Fagus sylvatica, gekürt worden. Buchenwälder haben in Mitteleuropa ihr weltweites Verbreitungszentrum und wurden von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Sie repräsentieren einen bedeutenden Teil der biologischen Vielfalt Deutschlands.

Die Buche ist nach der letzten Eiszeit nach Mitteleuropa eingewandert und hatte wohl zur Bronzezeit ihre größte Verbreitung erreicht. Die Menschen nutzten ihre Früchte, die Bucheckern, als Nahrungsmittel und Tierfutter sowie ihr Holz als Brennstoff.

Bedroht vom Klimawandel
Mittlerweile bereitet der Klimawandel auch der Buche große Probleme. An Südhängen oder auf trockenen und sandigen Böden, wie zum Beispiel der Oberreuter Hardt, sterben die Altbuchen seit einigen Jahren durch Hitze- und Trockenstress, Sonnenbrand und diverse Folgekrankheiten großflächig ab. Das Verbreitungsgebiet der Rotbuche wird sich deshalb deutlich verkleinern und eher in höhere Lagen verschieben. In Karlsruhe sind vor allem die Bergwälder von der Buche dominiert. Sie verjüngt sich dort ganz von selbst und wird von den Karlsruher Forstleuten so gepflegt, dass Bäume jeden Alters in inniger Mischung als so genannter Dauerwald gemeinsam wachsen.








Veranstaltungen 

„AllerVielfalt Verden“ bringt Natur an die Aller zurück

„AllerVielfalt Verden“ bringt Natur an die Aller zurück
Die Aller von oben (c) NABU/Erich Schwinge

· Start für bislang finanzstärkstes Renaturierungsprojekt im Förderprogramm Auen
· Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V. und dem Landkreis Verden

13. Januar 2022, Verden an der Aller: Mit dem jetzt gestarteten Projekt „AllerVielfalt Verden“ wird an der Aller, dem wichtigsten Verbindungsgewässer zwischen Nordsee und Harz, ein Biotopverbund von nationaler Bedeutung entwickelt. Dafür ist bis 2031 ein Gesamtbudget von rund 17 Millionen Euro vorgesehen. Heute hat Sabine Riewenherm, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), gemeinsam mit dem Land Niedersachsen den Förderbescheid über 5,1 Millionen Euro für die erste Förderphase an den Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und den Landkreis Verden digital überreicht. Das vom NABU initiierte Vorhaben soll an der Allerniederung auf einem Projektgebiet von 2.350 Hektar naturnahe Strukturen schaffen und wird dabei auch die Interessen von Landwirtschaft und Freizeitnutzung im Blick haben. Flutrinnen, Kleingewässer und Altarme wie die „Alte Aller“ sollen wiederangebunden und Deiche rückverlegt werden. Das BfN begleitet und fördert das Projekt mit Mitteln des Bundesumwelt- und Verbraucherschutzministeriums im Förderprogramm Auen.

Sabine Riewenherm, Präsidentin des BfN: „Auen sind einer der artenreichsten, aber auch gefährdetsten Lebensräume Deutschlands. Gewässer- und Auenrenaturierungen, wie sie im Projekt ‚AllerVielfalt Verden‘ geplant sind, können zudem einen natürlichen Hochwasserschutz bieten und die Wasserqualität der Flüsse verbessern. Deshalb muss es unser gemeinsames Anliegen sein, diese Lebensräume langfristig naturnah zu entwickeln und zu erhalten – nicht nur an der Aller. Dabei wird der Bund den Akteuren vor Ort mit dem Förderprogramm Auen langfristig als verlässlicher Partner zur Seite stehen.“

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Mit dem Projekt AllerVielfalt haben wir die Chance, an einer weiteren Bundeswasserstraße Naturschutzmaßnahmen umzusetzen und so die Biodiversität in der Allerniederung nachhaltig zu stärken. Hier fließen unsere langjährigen Erfahrungen aus dem Havel-Projekt – Europas größtem Flussrenaturierungsvorhaben – mit ein. Der Zusammenschluss zwischen Landkreis, Wasserstraßen- und Schiffahrtsamt (WSA) und NABU bündelt dabei verschiedenste Kompetenzen für eine erfolgreiche Verwirklichung des Biotopverbundes entlang der Aller.“

In den vergangenen Jahren hatten sich verschiedene Institutionen und Verbände im Rahmen des Aller-Akteursdialoges für ein ökologisches Projekt in der Allerniederung eingesetzt. Peter Bohlmann, Landrat des Landkreises Verden: „Knapp 20 Jahre nach dem Abschluss des Naturschutzprojektes Fischerhuder Wümmeniederung ergreift der Landkreis mit dem Projekt AllerVielfalt das zweite Mal die Chance einer national bedeutenden Renaturierung einer seiner Flussläufe.“

Im Projekt werden Auenbiotope wie Auengehölze, artenreiches Grünland und Gewässerrandsteifen entwickelt, mit dem Ziel, die Ufer- und Auenlebensräume aufzuwerten. Im Dialog mit allen Flächeneigentümerinnen und -eigentümern und Nutzenden in der Allerniederung werden gemeinsam fachlich sinnvolle und gleichzeitig sozialverträgliche Maßnahmen identifiziert und umgesetzt.

Neben NABU und Landkreis Verden konnte auch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) für die Zusammenarbeit gewonnen werden, welche im Oktober 2020 in Verden mit einer Kooperationsvereinbarung besiegelt wurde.

Die Umsetzung von Maßnahmen im Fluss selbst liegt in der Hand des örtlichen WSA Weser, Maßnahmen in der Aue werden von NABU und Landkreis Verden durchgeführt. Thomas Arkenau, Leiter der Abteilung Naturschutz des Landkreises Verden, wird die Projektleitung übernehmen. Für das operative Geschäft mit der fachlichen Betreuung von Maßnahmen wird ein NABU-Projektbüro beim Ökozentrum in Verden eingerichtet.

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Verschiedenes 

Transformation der Landwirtschaft kommt in Bewegung

NABU zum Arbeitsprogramm des BMEL

Krüger: Starker Antritt auf dem Weg zur Bergetappe

Berlin, 14-1-22 – Am Freitag stellte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir im Bundestag das Arbeitsprogramm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vor. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert:

„Landwirtschaftsminister Cem Özdemir kündigt eine ambitionierte und dringend notwendige Transformation der Landwirtschaft an. Er möchte die Agrarpolitik auf nationaler und europäischer Ebene so umgestalten, dass sie Natur, Tierwohl und landwirtschaftlichen Betrieben gleichermaßen von Nutzen ist. Dazu gehören unter anderem die Umwandlung bisherigen Subventionen in faire Honorierung von Leistungen für den Natur- und Klimaschutz, die Reduktion der Tierbestände und ein geringerer Pestizideinsatz. Hier hat die Zukunftskommission Landwirtschaft gut vorgelegt. Die Transformation der Landnutzung wird das Landwirtschaftsministerium jedoch nicht allein bewältigen können. Daran müssen alle Ressorts mitwirken. Deutlich wird das unter anderem mit Blick auf geplante Biomassekraftwerke, die dem Schutz natürlicher Ressourcen und dem Klimaschutz nicht zuträglich sind.“

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.





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Auszeit im Grünen genießen!

Auszeit im Grünen genießen!
Seepark in Freiburg (c) Foto: Daniel Jäger

Etwa ein Drittel des Tages verbringt ein jeder mit der Arbeit. Umso schöner, wenn dann das Wochenende naht. Zumindest, wer stets am Wochenende freihat, wird sich darüber freuen. Jemand, der in Schichtdienst arbeitet, freut sich über jeden einzelnen freien Tag, der kommt. Das muss nicht nur am Wochenende sein. Doch zwei zusammenhängende Tage freizuhaben, kann tolle Pläne für die Freizeit mit sich bringen. Wie wäre es mit einem spontanen Ausflug über das Wochenende ins Grüne? Vielleicht auf einen kleinen Bauernhof oder eine Schönheitsfarm? Dabei kann die Seele zur Ruhe kommen und Kraft für neue Wege gesammelt werden.

Im Einklang der Natur!

Um sich jedoch auf das Abenteuer einzulassen, ganz im Einklang der Natur zu leben, sollte das eigene Zuhause aufgeräumt und sauber sein. Keinem ist geholfen, wenn nach der Rückkehr ins eigene Zuhause erst einmal aufgeräumt werden muss. Da vergeht das Gefühl des Urlaubs sehr schnell. Daher erst aufräumen und putzen, anschließend reisen! Es gibt Dinge im Haushalt, die mag der eine mehr, der andere weniger. Wenn mehr als eine Person im Haushalt lebt, kann sich die Putzarbeit auch geteilt werden. Vielleicht findet jeder die passende Aufgabe für sich und bevorzugt einen anderen Bereich? Um die Teppichreinigung können sich auch Profis kümmern!

Die Freizeit sinnvoll nutzen!

Firmen, wie JL-Clean kümmern sich nicht nur um die professionelle Reinigung der Teppichböden, sondern auch der Polstermöbel. Sie brauchen lediglich beauftragt werden und reinigen alle Möbel und Bodenbeläge mit hochwertigen, natürlichen Reinigungsmitteln. Da haben auch Milben keine Chance! Während sich die Profis um die Reinigungsarbeiten kümmern, kann die Freizeit genossen werden. Dabei wird immer mehr wert auf Nachhaltigkeit gesetzt. Wie wäre es mit einer Fahrradtour oder einem Besuch des Botanischen Gartens? Vielleicht ist auch der Spaziergang durch einen der Wälder ein schönes Erlebnis? Hier können sogar Bäume stehen, die von dem Unternehmen JL-Clean gepflanzt wurden. Denn um die Nachhaltigkeit des eigenen Unternehmens zu unterstützen, pflanzt die Firm JL-Clean für jeden neuen Auftrag einen Baum!

Grüne Quellen sind die Zukunft!

Nachhaltigkeit rückt immer mehr ins Bewusstsein vieler Menschen. Es ist gar nicht so schwer nachhaltig und grün zu leben. Am Anfang zählt der Gedanke, wie ein jeder im Einklang der Natur leben kann und seinen Teil an den Grünen Quellen beitragen kann. Anschließend geht es an die Umsetzung. Dabei können Teppiche regelmäßig professionell gereinigt werden, um viele Jahre zu halten. Die Profis von JL-Clean wissen diese auch auszubessern und im Bedarfsfall zu reparieren. Secondhand zu kaufen, ist ebenso ein Vorteil. Dieser zeigt sich zum einen in den eigenen Finanzen, aber auch darin, gebrauchte Dinge zu tauschen oder weiterzunutzen. Nur da eine Hose nicht mehr passt, muss sie nicht gleich in den Müll. So kann auch ein jeder etwas zum CO₂-Fußabdruck beisteuern, in dem auf dem Balkon oder im eigenen Garten ebenfalls grüne Quellen geschaffen werden.

Fazit

Ein Putzplan bringt den Vorteil mit sich, dass alle anfallenden Arbeiten im Haushalt regelmäßig ausgeführt werden. Eine professionelle Firma für die Teppichreinigung zu beauftragen, sorgt für die Langlebigkeit und Reinheit des Bodenbelags. So kann die Freizeit mit dem Gedanken genossen werden, dass das eigene Zuhause sauber und schön ist.

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Veranstaltungen 

NABU: Waldvögel zieht es in Gärten und Parks

Mehr als 146.000 Menschen haben ihre Sichtungen bei der „Stunde der Wintervögel“ bereits gemeldet

Berlin. 12-1-22 – Bei der „Stunde der Wintervögel“, die am langen Wochenende vom 6. bis 9. Januar stattfand, haben inzwischen mehr als 146.000 Menschen ihre Vogelsichtungen dem NABU und seinem bayerischen Partner, dem LBV, gemeldet. Von über 103.000 Beobachtungspunkten, wie Gärten, Parks und Balkonen, wurden über 3,7 Millionen Vögel gesichtet. Diese Zahlen werden noch deutlich steigen, denn bis zum 17. Januar können Vogelfreundinnen und -freunde noch nachmelden. Erste Trends bei der diesjährigen Winterzählung zeichnen sich jetzt schon ab. „Es wurden etwa 36 Vögel und neun verschiedene Arten pro Garten gemeldet. Damit liegen die Zahlen leicht über denen des Vorjahres, aber deutlich unter dem Durchschnitt aus den elf Jahren, in denen unsere Mitmachaktion bereits stattgefunden hat“, so Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer. „Die Rangliste führt wie in vielen Jahren der Haussperling an. Als zweithäufigstes wurde die Kohlmeise gesichtet. Dann folgen Blaumeise, Amsel und Feldsperling.“

Mit 1,04 liegt der Grünfink nur knapp über seinem Vorjahreswert von 0,9 Vögeln pro Garten. Bei der Art kam es vermehrt zu Todesfällen durch den Befall mit einzelligen Erregern (Trichomonaden). „Grünfinken wurden zwar dieses Jahr etwas häufiger als 2021 beobachtet. Die Zahlen liegen aber immer noch weit unter dem Aktionsdurchschnitt von knapp zwei Vögeln pro Beobachtung“, so Miller. „Die Art scheint sich nur langsam zu erholen.“ Die Blaumeisen liegen erfreulicherweise über den Werten von 2021. Vermutlich konnten Verluste durch das in den Frühjahren 2020 und 2021 aufgetretene „Blaumeisensterben“, das durch das Bakterium Suttonella ornithocola verursacht wurde, teilweise durch vermehrte Bruten ausgeglichen werden. „Möglich ist aber auch, dass durch Zuzug aus anderen Gebieten mehr Vögel beobachtet werden konnten“, so Miller, „Hier werden die Ergebnisse der nächsten Vogelzählung im Mai weitere Erkenntnisse liefern.“ Die Zahlen der Amseln haben sich im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessert, liegen aber auch noch leicht unter dem Aktionsdurchschnitt. Der Art hatte das Usutu-Virus zwischenzeitlich zugesetzt.

Auffällig bei der diesjährigen Zählaktion war, dass vor allem typische Waldarten wie Eichelhäher, Buntspecht und Kernbeißer häufiger beachtet wurden. Vermutlich sind sie wegen des Wetterumschwungs und vielleicht auch aufgrund einer geringeren Menge an Baumsamen besonders häufig in die Gärten und an die Futterstellen gekommen. Andere Arten, die auch als Wintergäste zu uns kommen und häufig in größeren Trupps unterwegs sind, wie Wacholderdrossel, Erlenzeisig und Schwanzmeise, wurden sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch im Aktions-Mittel weniger beobachtet. Auch der Seidenschwanz liegt, wie bereits im letzten Jahr, unter seinem Aktionsdurchschnitt. Dies könnten Folgen der milderen Winter in den Brutgebieten dieser Vögel in Nord- und Osteuropa sein. Miller: „Durch sich immer schneller verändernde Wetterbedingungen verändert sich auch das Zugverhalten. Es ist sehr wichtig, diese Entwicklungen weiter genau zu beobachten. Beim Arten- und Naturschutz gibt es also weiterhin viel zu tun.“

Die „Stunde der Wintervögel“ fand bereits zum zwölften Mal statt. Beobachtungen können noch bis 17. Januar gemeldet werden: per App unter www.NABU.de/vogelwelt, unter www.stundederwintervoegel.de oder unter www.NABU.de/onlinemeldung.

Die nächste Vogelzählung finden vom 13. bis 15. Mai mit der „Stunde der Gartenvögel“ statt.

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Veranstaltungen 

NABU: Vögel zählen, Arten schützen

NABU: Vögel zählen, Arten schützen
Buntspecht (c) Frank Derer, nabu

Am Dreikönigstag startet bundesweit die „Stunde der Wintervögel“

Berlin – Im neuen Jahr etwas für den Artenschutz tun: Wer diesen Vorsatz gefasst hat, kann ihn gleich am Dreikönigswochenende umsetzen. Vom 6. bis zum 9. Januar läuft wieder Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“. Der NABU und sein bayerischer Partner, der LBV (Landesbund für Vogelschutz), laden dazu ein, Vögel zu zählen, die in den Garten, den Park oder ans Futterhäuschen auf dem Balkon kommen. „Die dabei gesammelten Daten sind für den Vogelschutz äußerst wertvoll, weil sie Aufschluss über den Zustand der heimischen Vogelwelt in unseren Siedlungen geben. Je mehr Menschen mitmachen, desto genauer wird unser Bild“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Im vergangenen Jahr war die Beteiligung besonders hoch: Mehr als 236.000 Menschen hatten mitgemacht. Insgesamt gingen Meldungen aus 164.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.

Die „Stunde der Wintervögel“ findet bereits zum zwölften Mal statt. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang Vögel in Garten, Park oder auf dem Balkon und meldet die Beobachtungen dem NABU. Dabei wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können per App unter www.NABU.de/vogelwelt, unter www.stundederwintervoegel.de oder unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 17. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 8. und 9. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Für die „Schulstunde der Wintervögel“ vom 10. bis 14. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/sdw Zählkarten, eine neue Broschüre mit Aktionsideen für Lehrende und einen Wettbewerb zu „Spuren im Schnee“ für Kindergruppen und Schulklassen an. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

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Verschiedenes 

Grüne Ökoenergie Atomkraft?

Grüne Ökoenergie Atomkraft?
(c) mitwelt.org

Neusprech und Konzernmacht

Die EU-Kommission will Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke unter bestimmten Bedingungen als klimafreundlich einstufen. Das geht aus einem Entwurf für einen Rechtsakt der Brüsseler Behörde hervor, der am Neujahrstag 2022 kurz nach dem Versand an die EU-Mitgliedstaaten öffentlich wurde.
Atomenergie ist die Energiequelle der Atomkatastrophen (nicht nur) von Tschernobyl und Fukushima. Ihre extrem giftigen Abfälle gefährden für eine Million Jahre alles menschliche Leben und es sind neue Atomreaktoren, mit deren Hilfe weltweit immer mehr Länder in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Die Entscheidung der EU-Kommission zeigt die Macht der Konzerne und der Lobbyisten in Europa.

Im Jahr 1949 erschien der berühmte Roman „1984“ des englischen Autors George Orwell. Er beschrieb darin eine düster-realistische Zukunftsvision, eine moderne Diktatur, einen Überwachungsstaat als Gedankenregime, in dem der allwissende, allsehende „Große Bruder“ die Macht hat. Eine wichtige Form der Herrschaft in dieser Gedankendiktatur ist die Beherrschung und Manipulation der Sprache.

"Krieg ist Frieden
Freiheit ist Sklaverei
Unwissenheit ist Stärke“
George Orwell

Neusprech, eine Blüte der Desinformation und des Greenwash erleben wir im Zusammenhang mit der Nutzung der Atomenergie auch in Demokratien. Der Begriff Atomkraftwerk wurde von vielen Menschen lange noch mit der Atombombe assoziiert. Darum wurde schon vor vielen Jahrzehnten der harmloser klingende Begriff der "Kernenergie" eingeführt. Aus dem Katastrophenschutz wurde der "Notfallschutz", aus dem Atomunfall das "Ereignis" und Radioaktivität tritt bei einem solchen "Ereignis" nicht etwa unkontrolliert aus, sondern Radioaktivität wird "freigesetzt". Auch auf vielen Wikipedia-Seiten heißt der AKW-Schornstein zur Abgabe von krebserzeugender Radioaktivität immer noch "Abluftkamin". Ein großer Teil der lebensbedrohenden Radioaktivität, die aus dem AKW Fukushima entwich, stammte aus "Abklingbecken". Und mit Neusprech und Greenwash wird uns erklärt, warum wir die menschengemachte Klimakatastrophe mit extrem teuren und gefährlichen Atomkraftwerken bekämpfen sollen, obwohl wir mit Wind und Sonne umweltfreundliche und kostengünstige Problemlösungen haben.

AKW – KKW
Atomkraftwerk – Kernkraftwerk
Plutonium-AKW – Schneller Brüter
Atommülllager – Entsorgungspark
Atomunfall – Ereignis
Atomkatastrophe – bedeutsames Ereignis
Katastrophenschutz – Notfallschutz
Katastrophenschutzbroschüre - Notfallschutzbroschüre
Austritt von Radioaktivität – Freisetzung von Radioaktivität
Entgiftung – Dekontamination
AKW-Schornstein – Abluftkamin

George Orwell war ein realistischer Visionär. Er hat Neusprech, die Gedankendiktatur und den Überwachungsstaat beschrieben. Die Manipulation von Sprache als Mittel der Machtausübung und Unterdrückung ist vermutlich so alt wie die Sprache selbst und sie funktioniert auch in Demokratien. Die Vorentscheidung der EU, Atomkraft zur "grünen Ökoenergie" zu machen, zeigt die Macht der Konzerne und der Lobbyisten in Europa, auch die umweltschädlichsten Gefahranlagen grünzuwaschen. Gegen Neusprech, Propaganda und Greenwash lässt sich in real existierenden Demokratien leichter angehen als in einer Diktatur. Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir beginnen, uns gegen die Manipulation der Sprache und des Denkens zu wehren? Hinter dem gut organisierten Manipulationsversuch, Atomenergie grün anzustreichen, steckt die Hoffnung der Konzerne und Lobbyisten, an der Klimakrise viel Geld zu verdienen. Es ist auch die Hoffnung der Mächtigen auf ein zutiefst zerstörerisches "weiter so". Wir erleben gerade das Europa der Macht. Das Europa der Menschen liegt immer noch als Idee und Aufgabe in der Ferne.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, Vizepräsident Trinationaler Atomschutzverband TRAS
(Der Autor war 30 Jahre lang BUND-Geschäftsführer in Freiburg)

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Obstbaumschnittkurse im neuen Jahr

Karlsruhe: Obstbaumschnittkurse im neuen Jahr
Streuobstwiese (c) Stadt Karlsruhe, Umwelt- und Arbeitsschutz

Kurse im Januar und Februar
Anmeldung erforderlich

Streuobstwiesen sind die traditionelle Form des Obstanbaus und gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Das Liegenschaftsamt bietet im neuen Jahr Obstbaumschnittkurse an.

Nachmittagskurse zu Jungbaumschnitt und Ertragsbaumschnitt
Schritt für Schritt werden im Rahmen der Nachmittagskurse die Grundlagen des fachgerechten Obstbaumschnitts vermittelt und anschließend in Kleingruppen in die Praxis umgesetzt.
Die ersten beiden Kurse befassen sich mit dem Jungbaumschnitt. Sie finden am Freitag, den 21. und 28. Januar 2022 um 13:00 Uhr in Daxlanden statt.

Am 11. und 25. Februar folgen ebenfalls um 13:00 Uhr die Kurse in Grünwettersbach und Durlach mit dem Schwerpunkt Ertragsbaumschnitt. Nähere Informationen zum Kurs sowie der genaue Treffpunkt werden mit der Anmeldebestätigung bekanntgegeben.

Anmeldung erforderlich
Eine Anmeldung unter Angabe der vollständigen Kontaktdaten (Name, E-Mail, Telefon und Adresse) ist für die Teilnahme erforderlich. Senden Sie diese mit dem gewünschten Kursdatum bitte bis eine Woche vor Kursbeginn an streuobst@la.karlsruhe.de. Die einzuhaltenden Corona-Hygienemaßnahmen richten sich nach den jeweils aktuell gültigen Vorgaben. Die Teilnehmenden werden vor Kursbeginn nochmal per E-Mail darüber informiert. Auch eine erforderliche Absage des Kurses kann nicht ausgeschlossen werden.

Immaterielles UNESCO-Kulturerbe
Die Streuobstbestände sind in den vergangenen Jahrzehnten drastisch zurück gegangen. Lebendig gehalten wird der Streuobstanbau in Baden-Württemberg vor allem durch ehrenamtliches Engagement. Zu Beginn dieses Jahres wurde der Streuobstbau mit dem notwendigen Handwerkszeug und Wissen als Immaterielles UNESCO-Kulturerbe ausgezeichnet.

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Zu Beginn dieses Jahres wurde der Streuobstbau mit dem notwendigen Handwerkszeug und Wissen als Immaterielles UNESCO-Kulturerbe ausgezeichnet. (Foto: Stadt Karlsruhe, Umwelt- und Arbeitsschutz)

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