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Verschiedenes 

VAG Jahresbilanz 2020

Kein Stillstand trotz schwieriger Bedingungen

Das vergangene Geschäftsjahr der Freiburger Verkehrs AG (VAG) war maßgeblich durch die Pandemie geprägt. Der damit verbundene generelle Rückgang in der Gesamtmobilität sowie das stark veränderte Mobilitätsverhalten hatte in 2020 deutliche Auswirkungen auf den ÖPNV in Freiburg.

„Das Jahr 2020 war für uns alle ein sehr herausforderndes Jahr. Unser Ziel als VAG war und ist es, auch in Zeiten der Pandemie das ÖPNV-Angebot in Freiburg nahezu unverändert aufrecht zu erhalten und unseren Fahrgästen das gewohnte Mobilitätsangebot vorzuhalten. Deshalb haben wir nach einer kurzen Reduzierung des Angebots während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 unsere Verkehrsangebote – bis auf unseren Nachtverkehr ‚Safer Traffic‘ – sehr schnell wieder auf das gewohnte Maß ausgeweitet und konsequent daran festgehalten,“ bilanziert VAG Vorstand Oliver Benz bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2020.
„Auch war es uns möglich die laufenden Projekte und eingeleiteten Maßnahmen weiter umzusetzen und unsere Planungen und Ziele für die Zukunft konnten wir weiterführen. Wir haben Themen wie Digitalisierung, Streckenausbau und E-Mobilität im Busbereich oder die Entwicklung hin zur multimodalen Mobilitätsdienstleisterin einige weitere wichtige Schritte vorangebracht und sehen uns für die kommenden Jahre gut aufgestellt“ sagt VAG Vorstand Stephan Bartosch.
Neben dem Ziel auch während des Lockdowns durchgehend ein zuverlässiges Mobilitätsangebot aufrechterhalten war es der VAG ebenso wichtig, Maßnahmen umzusetzen, um das Fahrpersonal und die Fahrgäste gleichermaßen vor einer möglichen Ansteckung in den Fahrzeugen zu schützen. Aber auch den Mitarbeitenden in der Verwaltung, den Werkstätten und auf den zahlreichen Baustellen im Netz wurde die Arbeit durch die notwendigen Corona-Schutzmaßnahmen erschwert.
Einen besonderen Dank richten die VAG Vorstände zu Beginn der Jahresbilanz-Pressekonferenz an die Zuschussgeber von Bund und Land: „Ohne die Mittel aus dem ÖPNV-Rettungsschirm, von denen auch wir maßgeblich profitiert haben, hätten weite Teile der Branche die vergangenen eineinhalb Jahre nicht überstanden – mit verheerenden Auswirkungen auf die öffentliche Infrastruktur.“
Ergebnisse 2020
Die VAG schließt dieses ungewöhnliche Jahr mit einem Fehlbetrag von -23,7 Millionen Euro ab und kann somit die ursprünglich für 2020 geplante Zielgröße halten. Möglich wurde dies neben kurzfristig initiierten internen Einsparmaßnahmen insbesondere durch Zuweisungen in Höhe von rund 7,4 Millionen Euro aus dem ÖPNV-Rettungsschirm von Bund und Land – als Ausgleich coronabedingter Mindereinnahmen bzw. Mehrausgaben.
Exakte Fahrgastzahlen für 2021 zu nennen, fällt hingegen schwer. Dies liegt daran, dass sehr viele Fahrgäste im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) mit Zeitkarten unterwegs sind. Für diese wird in „normalen“ Zeiten eine an empirischen Werten orientierte Fahrtenhäufigkeit angenommen, die aber während der Lockdowns offensichtlich deutlich abgenommen hat. Legt man die seitens des Verbands der Deutschen Verkehrsbetriebe (VDV) empfohlene Fahrtenhäufigkeit zugrunde, betrüge die statistisch ermittelte Fahrgastzahl etwa 50 Millionen – und läge damit um 39 Prozent unter dem Wert von 2019. Insbesondere bei den Gelegenheitskundinnen und -kunden waren massive Fahrgastverluste zu verzeichnen. „Was uns in dieser Situation jedoch sehr geholfen hat,“ so Benz, „ist die Treue unserer Stammkundinnen und Kunden insbesondere im Abonnementbereich. Mehr als 80 Prozent unserer Fahrgäste sind normalerweise mit Zeitkarten unterwegs. Trotz Ausgangssperren und Homeoffice gab es in diesem Tarifsegment nur verhältnismäßig wenige Kündigungen.“ „Auch hier“, ergänzt Bartosch, „sind wir dem Land Baden-Württemberg für die Rabatt-Aktionen für Stammkundinnen und -kunden dankbar, die der Verbund an unsere treuesten Fahrgäste weitergeben durften.“
Mittlerweile sind viele Fahrgäste wieder zu Bus und Stadtbahn zurückgekehrt, auch wenn die Fahrgastzahlen vor der Pandemie bei Weitem noch nicht erreicht sind. Mit Spannung wird erwartet, wie sich die Zahlen nach Ende der Sommerferien entwickeln werden. Neben den Rabattaktionen des Landes hat auch die VAG verschiedene Anreize geschaffen, um den ÖPNV in Freiburg wieder für sich zu entdecken. So läuft derzeit in Kooperation mit vielen innerstädtischen Einzelhändlerinnen und -händlern die Aktion #RausAusDemHaus, bei der Kundinnen und Kunden in teilnehmenden Geschäften ab einem Einkaufwert von 25 Euro einen Gutschein für ein MobilTicket erhalten.
Schauinslandbahn
Auch die Schauinslandbahn hat massiv unter der Pandemie gelitten und musste an 74 Tagen sogar den Betrieb deswegen einstellen. 253.027 Fahrgäste bedeuteten einen Rückgang um gut 31 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Fahrgeldeinnahmen sanken um rund 25 Prozent. Die verordneten Stillstandszeiten wurden unter anderem dafür genutzt, um Revisions- und Überholungsarbeiten durchzuführen. Unterstützungsleistungen oder ein Rettungsschirm von Bund oder Land, standen und stehen der Schauinslandbahn leider nicht zur Verfügung.

Investitionen
Auch in schwierigen Zeiten darf kein Stillstand herrschen. Dementsprechend investierte die VAG knapp 9,5 Millionen Euro – insbesondere in die Infrastruktur. Neben der Neubaustrecke „Neue Messe“ mit der komplexen Haltstelle „Stadion“ wurden auch Sanierungsprojekte, wie zum Beispiel den Abschnitt „Runzmattenweg“ – Bissierstraße“ sowie den barrierefreien Umbau verschiedener Haltstellen durchgeführt.
Des Weiteren orderte die VAG weitere fünfzehn Fahrzeuge für die Umstellung der Busflotte auf Elektromobilität und investierte in die Sanierung und in weitere neue Straßenbahnen. Bei der Schauinslandbahn wurde der Außenbereich der Bergstation weiter barrierefrei umgebaut.
„Eine Investition in die Zukunft ist die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung verschiedenster Mobilitätsangebote auf der Plattform der App VAGmobil. Digitale Services passgenau für jeden Bedarf sind wichtig, um die Menschen abzuholen und von der Mobilitätswende zu begeistern“, stellen beide Vorstände fest. Mittlerweile sind neben den ÖPNV-spezifischen Echtzeit-Angeboten und Ticketoptionen hier auch Leihfahrräder, Carsharing und die städtischen Parkhäuser miteinander vernetzt.

Projekte und Ereignisse 2020
Neben den genannten Bauprojekten hat sich im vergangenen Jahr auch einiges in der Fahrzeugflotte getan. Seit Februar 2020 verkehren zwei Elektrobusse nahezu störungsfrei auf der Linie 27. Dank Bundeszuschüssen konnten 15 weitere Busse bestellt werden, von denen die ersten voraussichtlich gegen Ende dieses Jahres bei der VAG eintreffen werden. Die hierfür notwendigen Ladeeinrichtungen entstehen derzeit im Betriebshof West und im Weiteren auch an den künftigen Endhaltestellen der jeweiligen, auf Elektroantrieb umgestellten Buslinien. Diese sollen Mitte 2022 in Betrieb gehen.
Auch der Straßenbahnfuhrpark hat Zuwachs bekommen. Ende 2020 sind die ersten von fünf neuen Urbos 100 eingetroffen. Die Endabnahme der Fahrzeuge konnte wegen der Pandemie nicht im Herstellerwerk in Spanien erfolgen, sondern erst nach Lieferung in Freiburg, was den Abnahmeprozess erschwert hat.
Von zentraler Bedeutung für das städtische Unternehmen VAG war der Gemeinderatsbeschluss über die Prioritäten für den Stadtbahnausbau bis 2030. Auf dem Programm stehen die Verlängerung der Stadtbahn Littenweiler bis zum Kappler Knoten, die Stadtbahn in den neuen Stadtteil Dietenbach sowie das Schlussstück der Stadtbahn Messe zwischen „Fahnenbergplatz“ und „Robert-Koch-Straße“. Außerdem sollen mittels einer Machbarkeitsstudie die Planungen für eine Stadtbahn im Stadtteil St. Georgen vertieft werden.
Frelo
Das von der VAG im Auftrag der Stadt Freiburg organisierte Fahrradverleihsystem Frelo etablierte sich trotz Pandemie im letzten Jahr weiter und ist mittlerweile fester Mobilitätsbaustein in Freiburg.

Fazit:
„Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Abklingen der Pandemie schrittweise an die früheren Erfolge anknüpfen können. Wir sehen allerdings schon heute, dass auch die Ergebnisse der kommenden Jahre immer noch von den Corona-Auswirkungen geprägt sein werden und sind daher sehr dankbar, dass es zumindest auch für 2021 einen ÖPNV-Rettungsschirm von Bund und Land geben wird“, gibt Oliver Benz einen Ausblick.
Und Stephan Bartosch stellt bilanzierend fest: „Der Beschluss des Gemeinderats zum weiteren Stadtbahnausbau bis 2030 ist eine weitere wichtige Weichenstellung für die Zukunft der VAG. Dies unterstreicht die Anstrengungen der Stadt Freiburg zur Verkehrs- und Klimawende - und die VAG sieht sich hier auch in der Pflicht.“
Mit den vielfältigen Schritten hin zur Digitalisierung von Angeboten und Tarifen sehen sich die Vorstände auf dem richtigen Weg in die Zukunft. Die VAG ist dabei sich als multimodale Mobilitätsdienstleisterin für Freiburg zu etablieren und stellt ihre Angebote und Dienstleistungen für die Zukunft deutlich breiter auf.
Zum Schluss der Jahresbilanz-Presskonferenz dankten Bartosch und Benz allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch unter in vielerlei Hinsicht erschwerten Bedingungen herausragende Arbeit geleistet haben, und entscheidend mitgeholfen haben die Zwänge und Auswirkungen der Pandemie auszuhalten und in den Griff zu bekommen.








Verschiedenes 

Karlsruhe: Teilweise neue Entsorgungstermine für die Wertstofftonne

Karlsruhe: Teilweise neue Entsorgungstermine für die Wertstofftonne
Wertstofftonnen des Amts für Abfallwirtschaft © AfA, Stadt Karlsruhe

Anpassungen im Abfuhrkalender ab 9. August

Alle zwei Wochen holen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts für Abfallwirtschaft (AfA) die roten Behälter mit verwertbaren Abfällen wie Kunststoff, Metall und Verkaufsverpackungen ab. Durch Umorganisation der Abfallsammlung und Anpassung einzelner Entsorgungstouren sind nun ab Montag, 9. August, teilweise Änderungen bei der Leerung der Wertstofftonnen möglich.

Mögliche neue Entsorgungstermine
Wie das AfA mitteilt, können nur einzelne Straßen, nicht das gesamte Stadtgebiet, betroffen sein. Bürgerinnen und Bürger werden daher gebeten, sich rechtzeitig über die möglichen neuen Entsorgungstermine für ihre Wertstofftonne zu informieren. Der aktualisierte Abfuhrkalender ist auf der Webpräsenz der Stadt Karlsruhe einsehbar. Darüber hinaus kann man die neuen Termine auch telefonisch über die Behördennummer 115 erfragen.

zum Bild oben:
In die roten Wertstofftonnen gehören unter anderem Getränkekartons, Kunst­stof­fe, Metalle, Styropor und Verpa­ckun­gen aus Holz, Metall oder Kunst­stoff.
© AfA, Stadt Karlsruhe

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Verschiedenes 

Umweltbericht: Geplante Agrarförderung wird Klima- und Artenschutz nicht gerecht

NABU-Präsident Krüger: Neue Bundesregierung muss beim Nationalen Strategieplan entschieden nachbessern

Berlin, 26.7.21 – Von Systemwechsel weiter keine Spur: Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU und die Ausgestaltung der Agrarförderung in Deutschland werden nicht zu einer Trendwende im Arten- und Klimaschutz beitragen. Dies kritisiert der NABU in einer heute veröffentlichten Stellungnahme zum Umweltbericht über die geplante nationale Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Der im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung erstellte Bericht attestiert dem Nationalen Strategieplan zwar ein „positives Wirkungsbild“ – aber nur im Vergleich zum Status quo. Damit wird der Bericht seinem Anspruch, ein „hohes Umweltschutzniveau im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sicherzustellen“, wie es einleitend heißt, nicht gerecht. Denn die Prüfung wird nicht auf Grundlage von Umweltzielen, wie sie etwa im Pariser Abkommen oder im Europäischen Green Deal formuliert sind, durchgeführt, sondern soll lediglich sicherstellen, dass sich die Situation der Schutzgüter wie Biodiversität, Wasser, Boden und Klima nicht weiter verschlechtert.

Dazu Jörg-Andreas Krüger, NABU-Präsident: „Der Umweltbericht zeigt lediglich, dass die Auswirkungen der geplanten Agrarfördermaßnahmen auf das Klima und die Natur nicht ganz so negativ werden, wie in der vergangenen Förderperiode. Das reicht aber angesichts des dramatischen Artensterbens und der sich zuspitzenden Klimakrise bei weitem nicht aus. Der Bericht sollte Anlass dafür sein, den Nationalen Strategieplan so nicht stehen zu lassen. Spätestens die neue Bundesregierung muss hier entschieden nachbessern.“

Der im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums erstellte Umweltbericht verweist an verschiedenen Stellen darauf, dass eine Bewertung der Auswirkungen auf das Klima und die Artenvielfalt zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorgenommen werden kann, auch weil wichtige Faktoren wie Prämienhöhen noch nicht feststehen. Er kann daher noch nicht final sein und muss entsprechend der weiteren Ausgestaltung der GAP aktualisiert werden, fordert der NABU.

Pierre Johannes, Referent für Agrarpolitik: „Das Bundeslandwirtschaftsministerium erweckt den Anschein, schnell Fakten schaffen und den dringend benötigten Systemwechsel um weitere Jahre verschleppen zu wollen. Die Europäische Kommission sollte genau hinschauen und den deutschen Strategieplan auf die Vereinbarkeit mit den Zielen des European Green Deal überprüfen. Wenn diese Ziele nicht erreicht werden, muss die Kommission den Plan ablehnen.“

Hintergrund
Die GAP in Europa legt fest, nach welchen Regeln die EU-Agrargelder in der Förderperiode 2023 bis 2027 an landwirtschaftliche Betriebe verteilt werden. Jeder EU-Mitgliedsstaat muss der EU-Kommission bis Anfang 2022 einen nationalen Strategieplan dafür vorlegen, wie die Gelder konkret verteilt werden sollen. Integraler Bestandteil bei der Ausgestaltung des Strategieplans ist die Durchführung einer Strategischen Umweltprüfung, in deren Rahmen der Umweltbericht erstellt wird. Die betroffene Öffentlichkeit ist eingeladen, Stellungsnahmen abzugeben. Die Frist dafür endet am 26. Juli 2021.

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Verschiedenes 

Freiburg radelt über 1,1 Million Kilometer beim Stadtradeln

1.181.500 km Radkilometer, 467 Teams und 6.503 Radler_innen
Stadtradeln in Freiburg geht erfolgreich zu Ende

Am gestrigen Sonntag fand die Aktion STADTRADELN in Freiburg ihren Abschluss. Zahlreiche Radler_innen sammelten die letzten Kilometer im dreiwöchigen Aktionszeitraum. Das vorläufige Endergebnis ist ein voller Erfolg: Mit über 1.18 Millionen geradelten Kilometer von 6503 Radler_innen in 467 Teams hat Freiburg die Erwartungen für die erstmalige Teilnahme weit übertroffen. Rechnerisch wurde damit mehr als 3 Mal die Strecke zum Mond zurückgelegt. Das Ergebnis kann sich sogar noch verbessern: alle Radler_innen haben nun noch bis Sonntag den 1. August Zeit, um ihre geradelten Kilometer in ihrem virtuellen Kilometerbuch nachzutragen.

Die (vorläufig) aktivsten STADTRADELN-Teams 2021 aus Freiburg im Überblick (Stand 26.07.21 – 10:15):

• Radaktivstes Team (meiste km pro Mitglied mit mindestens 10 Personen): Natürlich Waltershofen – 701 km/Kopf

• Team mit dem besten Gesamtergebnis (meiste km insgesamt): Universitätsklinikum Freiburg – 71.610 km – 305 Radelnde

• Unternehmensteam mit dem besten Gesamtergebnis (meiste km insgesamt): Industrieradler 60.417 km – 256 Radelnde

• Aktivstes Schulteam (meiste km pro Mitglied): Wentzinger Gymnasium – 33.948 km – 195 Radelnde

Oberbürgermeister Martin Horn dankt allen Beteiligten für ihr Engagement. Er beglückwünscht die Teams zu dem beeindruckenden Gesamtergebnis: „ Über Millionen Kilometer - darauf kann Freiburg sehr stolz sein. Über 6500 Personen haben mitgemacht und mit viel Engagement gezeigt, welchen Wert das Fahrrad als Verkehrsmittel hat. Es freut mich sehr, dass wir damit gemeinsam ein aktives und positives Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt haben. Ich hoffe, dass wir mit der Aktion ein kleines Puzzlestück zum Gelingen der Verkehrswende beitragen können.“

Ganz besonders oft geradelt ist auch der Freiburger STADTRADEL-Star Patrick Schygulla. STADTRADELN- Stars können sich freiwillig melden und dürfen während des gesamten Aktionszeitraumes kein Auto von innen sehen. In seinem STADTRADELN-Blog berichtete Schygulla begeistert von Radtouren nach Rastatt oder auf den Hochblauen bei Müllheim. Auch über Kurzstrecken per Tandemfahrrad zum Opfinger See, einem Abstecher zum Impfzentrum und Großeinkäufe mit dem Lastenfahrrad schrieb er und zeigte damit die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Fahrrads im Alltag. Die Blogeinträge sind auch nach Ende der Aktion bis nächstes Jahr abrufbar.

Unter den Teilnehmenden werden nach dem Nachtragezeitraum attraktive Preise an Einzelpersonen und Teams verlost. Die Gewinner_innen werden dann kontaktiert. Wie Freiburg im Vergleich zu den anderen Städten und Landkreisen in Deutschland abschneidet, wird sich final erst Ende September zeigen, denn dann endet die Aktion STADTRADELN für das Jahr 2021 für alle Kommunen in Deutschland. Bisher sieht es jedoch sehr erfreulich aus: Freiburg liegt in der Spitzengruppe der ersten 25 von über 2000 teilnehmende Kommunen und ist sogar die zweitbeste „Newcomer–Kommune“, nach dem Kreis Warendorf, der westlich von Münster liegt.

Die Initiative zur erstmaligen Teilnahme der Stadt kam aus dem Freiburger Nachhaltigkeitsrat, welcher hiermit die Bürgerschaft aktiv in die Umsetzung der Freiburger Nachhaltigkeitsziele einbeziehen möchte. Gefördert wird die Kampagne des Vereins Klima-Bündnis durch die Landesinitiative RadKULTUR.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Biologische Vielfalt dauerhaft sichern

Gesetzesänderung verpflichtet, gebietseigene Gehölze und Saatgut zu verwenden

Wer Ansaaten oder Gehölzpflanzungen in der freien Landschaft beabsichtigt, muss eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes beachten. Wie das städtische Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz (UA) erinnert, dürfen Gehölze und Saatgut außerhalb ihres Vorkommens- beziehungsweise Ursprungsgebietes nur noch dann ausgebracht werden, wenn es sich um eine land- oder forstwirtschaftliche Nutzung handelt. Die Gesetzesänderung trat bereits im März 2020 in Kraft und hat die dauerhafte Sicherung der biologischen Vielfalt zum Ziel.

Grundsätzlich sollte bei jeder geplanten Aussaat zuerst überlegt werden, ob diese tatsächlich notwendig ist, oder ob Selbstbegrünung möglich wäre. Jeder Boden enthält ein eigenes, vielseitiges Vorkommen an Samen, welches meistens völlig ausreichend und vor allem optimal an die gegebenen Standortbedingungen angepasst ist.

Abstimmung notwendig

Für alle weiteren Anpflanzungen und Aussaaten, welche dennoch zwingend notwendig sind, insbesondere auch solche in den Schutzgebieten (Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Flächenhaften Naturdenkmalen, Natura 2000-Gebiete) und dem Naturpark ist eine Abstimmung mit dem UA erforderlich (umwelt-arbeitsschutz@karlsruhe.de).

Die jeweiligen Vorkommens- und Ursprungsgebiete sowie Produktionsräume sind im Daten- und Kartendienst der LUBW einsehbar (https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de). Hier gibt es eine flurstücksscharfe Abgrenzung der Gebiete. Dies ist insbesondere für die Höhenstadtteile hilfreich, da diese zum Teil in unterschiedlichen Naturräumen liegen.

Eine Ausnahmegenehmigung wird dann notwendig, wenn keine Selbstbegrünung möglich oder kein Saatgut oder Pflanzmaterial aus dem entsprechenden Gebiet vorhanden ist. Diese muss beim Regierungspräsidium Karlsruhe (abteilung5@rpk.bwl.de) beantragt werden.

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Veranstaltungen 

„POWERFUL PIONEERS FOR 30 YEARS”

„POWERFUL PIONEERS FOR 30 YEARS”
© Solar Promotion

DIE INTERSOLAR WIRD 30

München/Pforzheim, 15. Juli 2021 – Die Intersolar, die weltweite Leitmesse für die Solarwirtschaft, engagiert sich seit drei Jahrzehnten für eine zukunftsfähige Energieversorgung und feiert in diesem Jahr ihr 30. Jubiläum. Gestartet als lokale Ausstellung „Solar ´91“ hat sich die Intersolar zur wichtigsten Branchenplattform der Solarwirtschaft entwickelt. Die Fachmesse bringt die Vordenker und Innovatoren der Solarbranche zusammen und ist seit 2018 Teil der Innovationspattform The smarter E Europe. In diesem Jahr findet die Fachmesse pandemiebedingt in einem kompakten Format als Intersolar Europe Restart 2021 vom 6. bis 8. Oktober 2021 auf der Messe München statt.

Die Solar Promotion GmbH, ihre Tochtergesellschaften Solar Promotion International GmbH und Conexio-PSE GmbH sowie die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) veranstalten weltweit Messen und Konferenzen für die neue Energiewelt – sowohl für die Bereiche erneuerbare Energien, Energiespeicher, energieeffiziente Gebäude und Quartiere, Ladeinfrastruktur und Elektromobilität. Die Veranstalter öffnen Märkte, fördern den Wissensaustausch und bieten eine globale Bühne für Innovationen. Ihre Vision: eine erneuerbare, dezentrale, digitale und rund um die Uhr verfügbare Energieversorgung. Ihre zentrale Plattform: The smarter E, deren Keimzelle und integraler Bestandteil die Intersolar ist.

Von der lokalen Ausstellung zum Impulsgeber der Branche
Ihren Anfang nahm die Intersolar Europe vor 30 Jahren in Pforzheim. „Als Student haben meine Mitstreiter und ich die Ausstellung ‚Solar´91‘ organisiert. Schon damals trieb uns die Vision einer solaren Zukunft und einer umweltfreundlicheren Energieversorgung an“, sagt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH. Fünf Solarfirmen präsentierten 1991 ihre Produkte. Elsässer: „Als Initiator der Veranstaltung war mir klar: Für eine zukunftsfähige Energieversorgung muss die Solarenergie an Bedeutung gewinnen. Dieses Ziel haben wir seither unbeirrt und erfolgreich verfolgt und mit der Intersolar eine internationale Bühne für die Solarbranche entwickelt.“ Von Anfang an setzte sich die Solar Promotion GmbH mit Verbänden, Forschungsinstituten und weiteren Partnern dafür ein, dass die Vision einer solaren Zukunft Wirklichkeit wird. Sie engagierte sich für die kostendeckende Vergütung von Solarstrom, für das 100.000-Dächer-Programm (1999 bis 2003) und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG, ab 2000). Die Kooperationen und das Engagement legten Grundsteine für die Erfolgsgeschichte: Die Intersolar ist mehr als eine Messe – sie ist Innovator, Impulsgeber und Katalysator sowie in der Branche stark vernetzt.

Von Pforzheim über Freiburg nach München und in die Welt
In drei Jahrzehnten ist die Zahl der Aussteller und Besucher kontinuierlich gewachsen. Bereits zur Jahrtausendwende wurde das CongressCentrum Pforzheim zu klein. Die Messe zog nach Freiburg, stärkte ihre internationale Ausrichtung, änderte ihren Namen in Intersolar und hat seitdem mit der FWTM – neben der Solar Promotion GmbH – einen zweiten Veranstalter. „Seit 2000 treiben wir als Partner die Entwicklung der Intersolar voran“, ergänzt Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der FWTM.

Seit 2008 ist der Bundesverband der Solarwirtschaft Exklusivpartner der Intersolar Europe.
Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Jedes Jahr bieten wir ein vielschichtiges Programm auf der Intersolar Europe an: Wir vermitteln Fachwissen in Workshops und an unserem Messestand, fördern das Matchmaking zwischen Investoren und unseren Mitgliedsunternehmen und betreuen internationale Delegationen. Keine andere Branchenplattform eignet sich dafür so gut wie Intersolar. Die Intersolar ist eine Institution in der Branche, wir gratulieren der Fachmesse zum 30. Jubiläum. Wir freuen uns auf die Intersolar Europe Restart 2021 im Oktober und auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Von der Branchen-Messe zur Innovationsplattform für die neue Energiewelt
Doch Solarstrom ist nur ein Aspekt der Energiewende und darf nicht isoliert betrachtet werden. Vielmehr geht es inzwischen um integrierte Lösungen, die eine Vollversorgung mit erneuerbarer Energie rund um die Uhr das ganze Jahr lang möglich machen. Folgerichtig hat sich die Intersolar Europe 2014 mit der ees Europe (Europas größter und internationalster Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme) verbunden, um Technologien, Produkte und Innovationen aus den Bereichen Erzeugung und Speicherung von erneuerbarer Energie unter einem Dach zu präsentieren. In einem weiteren Schritt wurde die Innovationsplattform The smarter E Europe und damit eine Plattform für die gesamte neue Energiewelt geschaffen: The smarter E Europe vereinte 2018 erstmals vier Energiefachmessen für erneuerbare und intelligente Energielösungen – die Intersolar Europe, die ees Europe, die Power2Drive Europe (internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität) und die EM-Power Europe (internationale Fachmesse für Energiemanagement und vernetzte Energielösungen). Mit der thematischen Erweiterung, der Vernetzung der Branchen und Sektoren und der Entwicklung der Plattform für die neue Energiewelt trafen die Veranstalter wieder einmal den Nerv der Zeit und waren Innovator und Vordenker der Branche.

Die Erfahrungen in der Erneuerbaren-Energien-Branche haben die Solar Promotion GmbH und die FWTM zu führenden Messe- und Konferenzveranstalter und darüber hinaus zum Impulsgeber für die neue Energiewelt gemacht. In Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen und Verbänden veröffentlichen sie Studien und Experteninterviews. In der Reihe „The smarter E goes digital“ organisieren sie seit 2020 Online-Events, Webinare und Podcasts mit Spezialisten aus Wirtschaft, Forschung und Verbänden. Zudem werden innovative Geschäftsideen ausgezeichnet: Mit dem The smarter E, dem Intersolar und dem ees AWARD würdigen die Veranstalter Unternehmen, die die Energiewelt von morgen prägen, sowie mit dem Energiewende Award die besten Energieversorger der DACH-Region.

Intersolar Europe Restart 2021: Akteure knüpfen Kontakte und tauschen sich aus
Die Innovationsplattform und die Fachmesse Intersolar präsentieren auch in diesem Jahr innovative Produkte und Geschäftsmodelle. Hier erleben Aussteller, Besucher und Konferenzteilnehmer konkret und unmittelbar, dass die neue Energiewelt möglich ist. Sie werden ermutigt und in die Lage versetzt, Ideen, Produkte und Lösungen beschleunigt in den Markt zu führen und die Energiewelt von morgen voranzutreiben. Orientierung dabei gibt der Verband SolarPower Europe: Er stellt mit dem aktuellen „Global Market Outlook“ den maßgeblichen Marktanalysebericht für den weltweiten Solarsektor vor. Vorstandsvorsitzende Walburga Hemetsberger: "Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr unseren Global Market Outlook als Partner der Intersolar vorstellen zu können. Mit ihrer internationalen Reichweite bietet die Intersolar den Akteuren des Solarsektors den bestmöglichen Rahmen, neue Solarideen zu präsentieren, sich zu vernetzen und auszutauschen. Daher wünschen wir der Intersolar von Herzen alles Gute zum 30. Geburtstag. Wir freuen uns schon auf
die Kooperation in den nächsten 30 Jahren.”

Die Intersolar Europe findet in diesem Jahr vom 06. bis 08. Oktober als Intersolar Europe Restart 2021 auf der Messe München im Rahmen von The smarter E Europe Restart 2021 statt. Während des zuletzt geplanten Veranstaltungszeitraums, vom 21. bis 23. Juli 2021, finden die The smarter E Industry Days inklusive der Preisverleihung für den The smarter E AWARD, Intersolar AWARD und ees AWARD 2021 digital statt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.intersolar.de
www.TheSmarterE.de

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Veranstaltungen 

„Klima schützen – Kohle stoppen – Dörfer retten“

Breites Bündnis ruft zur Menschenkette am Tagebau Garzweiler auf

Verden/Düsseldorf, Juli 2021. Im Vorfeld der Bundestagswahl ruft ein Bündnis aus Umweltverbänden, Naturschutzorganisationen und Tagebaubetroffenen zu einer Demonstration für den Stopp des Braunkohleabbaus im Rheinland auf. Am Tagebau Garzweiler soll am 7. August eine vier Kilometer lange Menschenkette die von der Zerstörung bedrohten Dörfer Lützerath und Keyenberg verbinden. Organisiert wird die Menschenkette von den Initiativen und Verbänden Alle Dörfer bleiben, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Campact, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland und NaturFreunde Deutschlands.

„NRW-Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hält unbeirrt an dem Klimakiller Kohle fest und heizt die Klimakrise so weiter an. Noch immer will er den RWE-Konzern ganze Dörfer für die riesigen Braunkohletagebaue abbaggern lassen. Gegen diesen Irrsinn gehen wir auf die Straße“, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf. Deutschland trage eine historische Verantwortung an der Klimakrise. Doch sowohl CDU/CSU als auch die SPD wollten den Klimakiller Kohle noch bis 2038 verfeuern. „Die Bundesregierung versagt beim Klimaschutz. Auch nach dem historischen Urteil des Bundesverfassungsgerichts weigert sich die GroKo, wirksame Klimaschutz-Maßnahmen zu beschließen, um das 1,5-Grad-Limit einzuhalten. So wird die junge Generation ihrer Freiheitsrechte beraubt.“

Die geplante Menschenkette markiert nach Angaben des Demo-Trägerkreises die maximal tolerierbare Grenze des Braunkohleabbaus, wenn Deutschland seinen Beitrag zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze leisten will. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dürften im Tagebau Garzweiler nur noch etwa 70 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert werden, um das Klimalimit einzuhalten. Stattdessen aber plant der Energiekonzern RWE noch den Abbau von bis zu 600 Millionen Tonnen allein aus dem Tagebau Garzweiler. Dafür müssten die Dörfer Lützerath, Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich sowie Berverath zerstört werden.

Mit der Demonstration wollen die Organisationen ein deutliches Signal an die neue Bundesregierung senden. Sie fordern einen Kohleausstieg bis spätestens 2030 und den Stopp der weiteren Zerstörung von Natur, Landschaft und Dörfern für die Braunkohle. Die Zwangsumsiedlungen müssen gestoppt werden. Stattdessen muss die Regierung den Ausbau der Energieerzeugung aus Wind und Sonne massiv vorantreiben. Bis 2035 müssen naturverträgliche erneuerbare Energien 100 Prozent unseres Strombedarfs decken.

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Verschiedenes 

NABU zur EU-Waldstrategie: Bei Klimaschutz gestartet, bei Wirtschaft gelandet

Krüger: Deutschland und andere Nationalstaaten machen guten Vorschlag der EU-Kommission zum Papiertiger

Berlin/Brüssel, 14.7.21 – Die EU-Kommission hat heute die EU-Waldstrategie als Teil des European Green Deals veröffentlicht.

Hierzu kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Angesichts der aktuellen Starkregen- und Unwetter-Ereignisse wird uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig gesunde Wälder sind. Sie haben als Ökosysteme für den Klimaschutz und die Biodiversität elementare Bedeutung. Schauen wir auf die jetzt vorgelegte EU-Waldstrategie, dann fällt vor allem ein Muster auf: Wieder einmal ist ein guter Entwurf der EU-Kommission in den Verhandlungen der Mitgliedsstaaten und vor allem durch den Einfluss des deutschen Landwirtschaftsministeriums deutlich abgeschwächt worden. Mit dieser Haltung ist der European Green Deal zum Scheitern verurteilt. Wachstumsoriente Wirtschaft ohne gesunde Natur wird auf Dauer nicht funktionieren. Als Gemeinschaft müssen wir die Ressourcenfrage ehrlicher beantworten, als das aktuell geschieht.“

Raphael Weyland, NABU EU-Experte ergänzt: „Für die Nutzung und Bewirtschaftung von Wäldern hat die EU-Kommission ursprünglich angekündigt, gemeinsam mit den verschiedenen Interessengruppen verbindliche Nachhaltigkeits-Kriterien zu erarbeiten. Nach der Intervention, unter anderem durch die Forstlobby und das deutsche Landwirtschaftsministerium, steht davon im aktuellenText leider nichts mehr. Es fehlt auch der Hinweis auf schädliche Kahlschläge. Die Mitgliedstaaten wollen alleine bestimmen, welche Nutzungsmengen nachhaltig sind und sich auf EU-Ebene höchstens freiwillig koordinieren. Durch die fehlenden Nachhaltigkeits-Vorgaben und die unveränderte Einstufung von Waldbiomasse als Erneuerbare Energie im „Fit for 55-Paket“ droht ein Verheizen vieler intakter Wälder Europas für die Energiegewinnung - mit gravierenden Folgen für Biodiversität und Klima.“

Nach Wunsch des NABU sollten die noch in der Strategie enthaltenen guten Schutzgebiets-Vorgaben für Wälder künftig zudem gesamtplanerisch in Deutschland umgesetzt und hierfür auch das Umweltressort gleichberechtigt eingebunden werden.

NABU-Kernforderung für die Renaturierung von Ökosystemen wie Wälder und Moore: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/gesellschaft-und-politik/deutschland/wahl2021/29930.html

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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