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Verschiedenes 

Karlsruhe: Zeder auf dem Festplatz bekommt Pflegeschnitt

Karlsruhe: Zeder auf dem Festplatz bekommt Pflegeschnitt
Zeder auf dem Festplatz wird zurückgeschnitten / Foto: Stadt Karlsruhe

Rückschnitt des alten Baumes nächste Woche

Die imposante, geschützte Libanonzeder am Festplatz erhält einen Pflegeschnitt. Bereits vor einigen Jahren war auf der Südwestseite des Naturdenkmals ein ganzes Kronenteil ausgebrochen. Dadurch ist die Statik in der Krone des Baumes etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Um die 150-jährige Zeder noch möglichst lange zu erhalten, soll der Ausbruch nun durch einen leichten Rückschnitt korrigiert werden.

Im Frühsommer hat das Gartenbauamt bereits auf den Astoberseiten des Baumes einen weißen Schutzanstrich aufgebracht. Hierdurch soll die Sonneneinstrahlung auf die freigestellten Äste minimiert und diese vor einem Aufbrennen geschützt werden.

Der Schnitt ist mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und wird nächste Woche durchgeführt.

zum Bild:
Bereits vor einigen Jahren ist auf der Südwestseite des Naturdenkmals ein ganzes Kronenteil ausgebrochen. Nun soll mit einem Pflegeschnitt die Statik des Baumes unterstützt werden / Foto: Stadt Karlsruhe








Verschiedenes 

Gärtnern in Freiburg

Neues Konzept für Kleingärten und andere gärtnerische Nutzungen in Freiburg vorgelegt

Wunsch nach vielfältigen Formen von Gärtnern bei den Menschen in der Stadt

Werkeln im Garten macht glücklich. Das empfinden viele so und daher gibt es schon seit über hundert Jahren in den Städten Anlagen mit Kleingärten für Menschen, die keinen eigenen Garten am Haus haben. Wie so manches unterliegt aber auch das Gärtnern Veränderungen. Waren es bislang eher größere Parzellen, die eine Mietpartei allein und oft über Jahrzehnte bewirtschaftet, gibt es bereits seit einiger Zeit auch die Nachfrage nach Gemeinschaftsgärten oder Urban-Gardening-Projekten. Diesen Wünschen muss eine Stadt nachkommen, auch und gerade dann, wenn ihre Einwohnerzahl wie in Freiburg stark wächst und immer weitere Flächen für Wohnbau gesucht werden.

Mit dem Ziel, vorhandene Flächen zu erhalten und zu verbessern, neue Räume zu finden und das Thema Gärtnern mehr Menschen zugänglich zu machen, hat das Stadtplanungsamt die Erarbeitung eines Konzepts „Gärtnern in Freiburg“ bei einem externen Fachbüro in Auftrag gegeben. Das Büro aus Stuttgart hat ein Konzept erarbeitet, welches nun vorliegt. Es soll dazu beitragen, den zur Verfügung stehenden Raum im Freiburger Stadtgebiet besser zu nutzen, auf die veränderten stadt- und freiräumlichen Rahmenbedingungen und die vielfältigen Bedürfnisse der Menschen zu reagieren. Das Konzept steht dabei auch im Zusammenhang mit dem in den letzten Jahren erarbeiteten Perspektivplan. Denn der hatte die qualitative Entwicklung von Freiräumen zur Bedingung einer weiteren baulichen Entwicklung
gemacht. Kleingärten sind Freiräume in der Fläche, wertvolle Naherholungsräume und oftmals wichtige Orte für Stadtklima und Biodiversität.

„Mehr Gärten in die Stadt“ und „Mehr Stadt in die Gärten“ sowie „Das richtige Angebot am richtigen Ort“ sind daher die wesentlichen Kernaussagen des Konzepts, welches in zukünftigen Planungen berücksichtigt werden sollte. Es soll eine feinmaschige Verteilung von gärtnerischen Nutzungen in der Stadt wie auch die Öffnung von vorhandenen Gärten für die Bevölkerung geben. Die Entwicklung von neuen gärtnerischen Angeboten sollte sich dabei nach den Bedürfnissen der Menschen und den vorhandenen Potenzialen des Siedlungs- und Freiraumgefüges unter Abwägung der weiteren Ziele der Stadtentwicklung richten. Gärtnern darf dabei nicht nur als Privileg von wenigen, sondern als eine Chance für viele betrachtet werden.

Zunächst einmal wurden vom beauftragten Büro der Bestand erfasst und die Wünsche und Bedürfnisse der Freiburger Bevölkerung analysiert. Daraus leitete das Büro Handlungsempfehlungen ab und entwarf für einige Flächen Beispielentwürfe. Insgesamt weist die Stadt Freiburg, ohne private Gärten, rund 200 Hektar gärtnerisch genutzte Flächen auf. Mit 55 Prozent haben die vereinsgebundenen oder -ungebundenen Kleingartenanlagen daran den größten Anteil. Weitere 42 Prozent sind Gärten in der Feld- und Rebflur sowie in Waldrandlage am Siedlungsrand. Letztere haben für die Gestaltung des Landschaftsbildes eine hohe Bedeutung. Da sie aber häufig privat genutzt werden, haben sie eher eine untergeordnete Versorgungsfunktion. Mit nur knapp 3 Prozent sind Mieter- und Nachbarschaftsgärten sowie Urban Gardening-Flächen und sonstige Gemeinschaftsgärten vertreten.

Für das Konzept war es wichtig zu wissen, welche Formen des Gärtnerns von welchen Personengruppen besonderes nachgefragt werden. Dafür fanden drei verschiedene Befragungen statt. Zum einen der dreizehn Kleingartenvereine, dann im Rahmen der repräsentativen Bürgerumfrage 2016 mit 2.634 befragten Haushalten und schließlich eine Befragung von 666 Haushalten durch die Uni Heidelberg in ausgesuchten Gebietstypen, damit Wohn- und Freisituation gemeinsam betrachtet werden kann.

Heraus kam, dass rund ein Viertel der Freiburger Bevölkerung den Wunsch hat, in der Stadt oder im stadtnahen Umfeld zu gärtnern. Dabei sind die am Gärtnern Interessierten häufig jünger, es gibt einen höheren Anteil an Frauen und sie leben meist entweder in Familienhaushalten oder befinden sich im Studium oder in Ausbildung. Heraus kam auch, dass ganz unterschiedliche Gartenformen gewünscht werden. Etwa die
Hälfte möchte einen privaten Kleingarten oder Mietergarten nur für sich oder die Familie. Die andere Hälfte kann sich vorstellen, als Gruppe in Gemeinschaftsgärten am Haus oder in Urban Gardening-Projekten zu gärtnern. Interessant war dabei, dass die Form des Gärtnerns vom Wohnumfeld der Befragten abhängig ist. In zentralen und dicht bebauten Quartieren wie der Innenstadt oder dem Stühlinger wird eher eine gemeinschaftliche Nutzung von Gärten gewünscht und hier vor allem von zwanzig- bis vierzigjährigen Menschen. Pächterinnen und Pächter von Kleingärten hingegen sind eher älter, und es bestehen lange Pachtzeiten von häufig über 20 Jahren. Daher rühren auch die langen Wartezeiten und teils hohe Ablösesummen für Gärten. Allen Befragten ist die Nähe des Gartens zum Haus oder zur Nachbarschaft wichtig. Unabhängig von der Gartenform sind außerdem längfristig nutzbare Gartenflächen nachgefragt. Als Gründe für den Wunsch nach einem Garten sind für den Großteil der Befragten das Naturerlebnis, die Gestaltungsfreiheit sowie Freizeit und Erholung wichtig.

Aus den Ergebnissen ergeben sich für die weitere städtische Planung von Gärten in der Stadt folgende Empfehlungen:

- Die bestehenden Kleingartenanlagen sollen möglichst erhalten und weiter entwickelt und in ihren Flächen besser ausgenutzt werden.

- Schlecht zugängliche Kleingartenanlagen sollen besser erschlossen, die öffentliche Bereiche aufgewertet, die Größe der Parzellen flexibel gehandhabt und die Kooperation mit Vereinen und Initiativen angrenzender Stadtquartiere intensiviert werden.

- Die Pachtdauer soll bei Neuverpachtungen in städtischen Anlagen begrenzt werden.

- Große Gärten können gemeinschaftlich genutzt und GartenPatenschaften initiiert werden.

In Zusammenarbeit mit Dritten könnten folgende Punkte erreicht werden:

- Anstelle von reinen Grünflächen als Abstand zwischen größeren Häusern sollen in Kooperation mit großen Bauträgern, Genossenschaften und Wohnungsgesellschaften Mieter- und Gemeinschaftsgärten entstehen.

- Urban Farming soll am Siedlungsrand entlang von landwirtschaftlicher Nutzung in Kooperation mit Landwirten oder Zwischenpächtern ermöglicht werden.

Das Stadtplanungsamt möchte ab sofort bei seinen Planungen verstärkt und frühzeitig auch eine gärtnerische Nutzung mit bedenken. Zum Beispiel durch die Anlage von Dachgärten in Kombination oder als Alternative zur energetischen Nutzung von Dächern einzuplanen und damit auch weitere ökologische Synergien wie Rückhalt von Regenwasser, Verbesserung des Stadtklimas oder Erhalt der biologischen Vielfalt erzielen. Gerade
Mieter- oder achbarschaftsgärten können bei Neubaugebieten direkt in die Planung einbezogen werden.

Und schließlich sollen die bereits jetzt aktiven Menschen besser miteinander vernetzt und bei der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit unterstütz werden.

Baubürgermeister Martin Haag zeigte sich bei der Präsentation des Konzepts zuversichtlich: „Das Konzept ‚Gärtnern in Freiburg‘ zeigt vielfältige Möglichkeiten auf, wie gärtnerische Flächen erhalten, weiterentwickelt oder neu entstehen können. Wir wollen gärtnerische Belange zukünftig auf unterschiedlichen Ebenen in die Planung einbringen.“ Ziel sei es, so Haag weiter, dass die Menschen in Freiburg mit privaten, gemeinschaftlich nutzbaren und öffentlichen Gärten versorgt werden können.

Die für das Projekt verantwortliche Abteilungsleiterin im Stadtplanungsamt, Babette Köhler, weist darauf hin, dass der verdichtete Raum in Freiburg es erforderlich mache, die jeweiligen Nutzungsansprüche an die Fläche auszuhandeln. „Der Perspektivplan Freiburg 2030 hat hierfür die wesentlichen Grundlagen geliefert, denn er wirbt für die gleichrangige Betrachtung von Freiräumen und Bauflächen. Außerdem macht er die Entwicklung von Freiräumen zur Bedingung einer weiteren Stadtentwicklung.“ Das Gärtnern, so Köhler, sei dabei wie Spiel, Sport, die naturnahe Entwicklung und Förderung der biologischen Vielfalt eines von mehreren Themen, die für die Menschen in der Stadt wichtig seien und damit bei der weiteren Entwicklung der Stadt aktiv mit zu bedenken seien.

Die Vorlage zum Thema wird im Herbst in den gemeinderätlichen Gremien beraten und beschlossen.





Verschiedenes 

Öffentlicher Nahverkehr muss besser werden

Der ÖPNV muss einfacher, zuverlässiger und bedarfsorientierter werden und dabei bezahlbar sein. Die Verkehrswende gelingt nur, wenn der ÖPNV Verbraucherbedürfnisse in den Blick nimmt. Der vzbv fordert die Einführung einer bundesweiten, unabhängigen Fahrgastvertretung.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt, dass die Bundesregierung verschiedene Projekte für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) unterstützt, durch die die Luftqualität in Städten nachweislich verbessert werden soll. Am 14. August 2018 hatten fünf vom Bund ausgewählte Modellstädte ihre Konzepte zur Verringerung des Schadstoffausstoßes vorgelegt. Sie setzen unter anderem auf preiswertere ÖPNV-Tickets und mehr Busse und Bahnen. Aus Verbrauchersicht muss der ÖPNV vor allem einfacher, zuverlässiger, bedarfsorientierter und flexibler werden und dabei bezahlbar sein.

„Unverständliche Tarife, Unpünktlichkeit und verwirrende Informationen sind für viele Fahrgäste von Bussen und Bahnen ein tägliches Ärgernis“, so Marion Jungbluth, Leiterin Team Mobilität und Reisen beim vzbv. „Bei Angebot und Qualität ist im ÖPNV noch viel Luft nach oben.“

Angebot und Qualität müssen besser werden

Der ÖPNV muss seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Verbesserung der Luftqualität in den Städten leisten und mehr Fahrgäste müssen für einen Umstieg vom Auto in die Bahn gewonnen werden. Damit dies gelingt, müssen aus Sicht des vzbv Angebot und Qualität des ÖPNV besser werden.

Der vzbv fordert unter anderem:

- Tarif- und Beförderungsbedingungen müssen harmonisiert werden, damit Verbraucher das richtige Ticket kaufen.
- Die Verlässlichkeit des ÖPNV-Systems muss durch bessere Wartung und Pflege von Fahrzeugen sowie Infrastruktur erhöht werden.
- Verbindliche Angebots- und Qualitätsziele für ÖPNV-Unternehmen müssen festgelegt und unabhängige und vergleichende Dienstleistungstests eingeführt werden.
- Informieren, Buchen und Bezahlen muss für alle Verkehrsmittel in übergreifenden Informationsmedien (Apps, Websites, usw.) ermöglicht werden. Informationen sollten in Echtzeit zur Verfügung stehen.

„Der ÖPNV muss die Bedürfnisse und Erwartungen von Verbrauchern in den Blick nehmen. Nur dann kann die umwelt- und klimapolitisch notwendige Verkehrswende gelingen“, so Jungbluth. Um dies zu gewährleisten, müsse eine bundesweite, unabhängige Fahrgastvertretung eingeführt, gefördert und etabliert werden. Diese sollte unter anderem unabhängige und vergleichende Dienstleistungstests durchführen können.





Verschiedenes 

Karlsruhe: Hitzetage - Borkenkäfer schädigt Bäume

Fichten verschwinden aus Karlsruher Wäldern

Die anhaltend trockene und heiße Witterung hinterlässt im Wald zunehmend Spuren. Viele Laubbäume werfen vorzeitig ihre Blätter ab, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Stark betroffen sind auch die Fichten in den Karlsruher Wäldern der Vorbergzone. Massiver Befall durch Borkenkäfer, vor allem durch den sogenannten Buchdrucker, verursacht das schnelle Absterben einzelner Bäume und ganzer Baumgruppen, wie das Forstamt mitteilt.

Durch die Trockenheit haben die Bäume keine ausreichende Möglichkeit, den Käferbefall durch verstärkte Harzbildung zu verhindern. Haben sich die Borkenkäfer erst einmal eingebohrt und ihre zahlreichen Eier abgelegt, gibt es für einen Baum keine Rettung mehr. Die Larven des Borkenkäfers entwickeln sich dann zwischen Rinde und Holz und bilden ein typisches "Fraßbild". Durch das Einbohren des Käfers entsteht Bohrmehl, das ähnlich wie Kaffeepulver aussieht. Es fällt herunter und ist dann im Bodenbereich um den Stamm zu sehen. Anschließend fallen Nadeln ab, im oberen Kronenbereich löst sich später die Rinde.

Befallene Bäume müssen gefällt werden

Als einzig mögliche Gegenmaßnahme bleibt der Einschlag der befallenen Bäume – solange die Jungkäfer der neuen Generation noch nicht ausgeflogen sind. Um die Larven und Jungkäfer abzutöten und damit weiteren Befall gesunder Bäume zu verhindern, bleiben nur wenige Möglichkeiten: Entrindung des Holzes von Hand oder maschinell, Behandlung des Holzes mit zugelassenen Insektiziden oder schnelle Abfuhr an Orte, an denen die neue Generation keine Fichten auffindet.

Die Insektizid-Behandlung ist im Stadtgebiet Karlsruhe ausgeschlossen, deshalb wird befallenes Holz in die Laubwälder transportiert und dort bis zum Verkauf gelagert. Da derzeit überall im Land und auch in anderen Bundesländern erhebliche Borkenkäferprobleme bestehen, sind momentan die Verkaufs- und Abfuhrmöglichkeiten extrem begrenzt. Das Forstamt bittet um Verständnis, wenn jetzt vom Borkenkäfer befallene Fichten aufgearbeitet werden. Sind die Jungkäfer der neuen Generation bereits ausgeflogen, bleiben die toten Bäume erst einmal noch stehen. Von ihnen geht keine Gefahr mehr aus.

Mittelfristig werden die Fichten in den Karlsruher Wäldern verschwinden, denn der Klimawandel ermöglicht der Baumart hier keine Überlebenschance mehr.





Verschiedenes 

Ein gelbes Rind wird der 70. Passagier der "Arche des Geschmacks"

Ein gelbes Rind wird der 70. Passagier der "Arche des Geschmacks"
Gelbvieh (c) Dieter Kraus-Egbers

Slow Food Deutschland setzt sich ab sofort für den Fortbestand und die Wertschätzung der fränkischen Rinderrasse "Gelbvieh" ein.

Berlin, 16. August 2018. Seine Blütezeit erlebte das Gelbvieh Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt betrug sein Anteil am Gesamtrinderbestand Deutschlands über sieben Prozent. Doch fiel seine Popularität dem Strukturwandel in den fränkischen Ackerbaugebieten mit der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft und dem einseitigen Trend zur Milchproduktion zum Opfer. Die Aufnahme in die Arche des Geschmacks hat zum Ziel, die Zucht, den Bestand sowie die klare Kennzeichnung ihrer Fleisch- und Milchprodukte voranzutreiben.

Wie der Name Gelbvieh nahelegt, handelt es sich dabei um ein einfarbig gelbes Rind - mit meist hellem fleischfarbenen Flotzmaul, der Verschmelzung von Nasenlöchern und Oberlippe. Mit ihm fanden Kreuzungen verschiedener Rinderrassen im 19. Jahrhunderts ihren erfolgreichen Abschluss. Ursprünglich wurde das Gelbvieh als Dreinutzungsrasse gezüchtet. Lange standen die Mast- und die besondere Zugleistung im Vordergrund. Von den 1912 allein in Mittelfranken gehaltenen knapp 40.000 Bullen und Ochsen wurden über 30.000 sowie 60 Prozent der Kühe als Arbeitstiere genutzt. Damit hatte das Gelbvieh einen festen Platz in der fränkischen Landwirtschaft und wurde in andere Gegenden, auch ins Ausland, exportiert.

Heute jedoch wird das Gelbvieh hierzulande kaum mehr gezüchtet. Ersetzt wurde es durch Rinder mit einer höheren Milchleistung und schnellerem Wachstum. Die Milchleistung des Gelbviehs liegt mit jährlich rund 5.800 Kilo knapp 3.000 Kilo hinter der auf Hochleistung getrimmten Rassen wie das Fleckvieh. Das vergleichsweise langsame Wachstum des Gelbviehs sowie das auf zweieinhalb Jahre erhöhte Schlachtalter führen zu feinfaserigem, gut marmoriertem Fleisch. Während der Bestand des Gelbviehs in den letzten 40 Jahren in Deutschland deutlich abgenommen hat und die Zuchtbücher gerade noch 1.600 Exemplare führen, wird es in Ländern wie Südafrika und Brasilien zur Rindfleischproduktion eingesetzt. Dort schätzt man seine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Klima- und Haltungsbedingungen sowie seinen gutmütigen Charakter, der züchterisch auf die lange Nutzung als Arbeitstier zurückgeht. In Deutschland wird das Gelbvieh heute vor allem zur Milcherzeugung mit viel Gras in der Fütterung gehalten, vorrangig in der Low-Input-Landwirtschaft und in Bio-Betrieben. In Teilen Frankens wie z. B. Spessart, Rhön, Altmühlfranken und entlang des Aischtals wird es vereinzelt in Mutterkuhhaltung genutzt und steht auf der Weide. Der Vertrieb als Rindfleisch- und Milchprodukt erfolgt direkt vom Hof oder über kleine Gemeinschaften aus Rinderhaltern, Schlachtbetrieben und Metzgern. "Mit der Aufnahme des Gelbviehs in die Arche des Geschmacks möchten wir auch die Markenentwicklung für Erzeugnisse des Gelbviehs unterstützen. Denn aktuell wissen die wenigsten Verbraucherinnen und Verbraucher, die Gelbvieh noch genießen, dass sie dies tun. Denn meistens fehlen klare Hinweise auf die alte Rinderrasse", erklärt Anita Idel, Tierärztin, Autorin und Mitglied in der Slow-Food-Kommission für die Arche-Passagiere. Sie ergänzt, dass ein solches ,Branding' bei französischen Rinderrassen seit langem üblich sei und dabei unterstütze, Bekanntheit und Wertschätzung für bedrohte Rassen zu steigern.

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Start des Wettbewerbs „Die Lieferkette lebt“

Das Engagement von Unternehmen ist unverzichtbar für die langfristige Erhaltung der biologischen Vielfalt. Um dieses Engagement auszuzeichnen, haben das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), die 'Biodiversity in Good Company‘ Initiative und der NABU – Naturschutzbund Deutschland gemeinsam den Wettbewerb „Die Lieferkette lebt. Biologische Vielfalt erhalten, Lieferketten gestalten“ ausgelobt. Bewerbungszeitraum ist vom 16. August bis 30. November 2018.

Der Rückgang der biologischen Vielfalt ist mittlerweile als eines der größten Umweltprobleme anerkannt. Unternehmen spielen eine wichtige Rolle für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biodiversität. Für viele Unternehmen liegen die größten Einflüsse jedoch außerhalb der eigenen Werkstore: Internationale Lieferketten haben erhebliche Auswirkungen auf Arten und ihre Lebensräume. Wie naturfreundlich werden die Rohstoffe angebaut oder gewonnen? Welche Landnutzung steckt in Produkten und Vorprodukten? Sind Schutzgebiete, Ökosysteme und besonders bedrohte Tier- und Pflanzenarten betroffen? Wo liegen Risiken für Böden, Luft und Wasser? Die Auseinandersetzung mit solchen Fragen und die Integration des Themas biologische Vielfalt in das Lieferkettenmanagement ist herausfordernd. Der Wettbewerb möchte Unternehmen auszeichnen, die diese Aufgabe anpacken.

Svenja Schulze, Bundesumweltministerin: „Der Rückgang der biologischen Vielfalt ist mittlerweile als eines der größten Umweltprobleme anerkannt. Ohne Frage müssen sich auch Unternehmen Fragen der Artenvielfalt widmen, die zum Beispiel der Rohstoffabbau für ihre Waren auf Natur und Landschaft hat. Das kann für den Geschäftserfolg sogar ein wichtiger Faktor werden. Die Natur kann schließlich nicht endlos ausgebeutet werden. Mit den Wettbewerbsgewinnern wollen wir ganz praktisch zeigen, wie Unternehmen in ihren Unternehmensprozessen auch auf so etwas achten können.“

Olaf Tschimpke, NABU-Präsident: „In Zeiten des dramatischen Verlustes von biologischer Vielfalt wird das Engagement der Wirtschaft immer wichtiger. Ziel muss es sein, dass Biodiversität bei allen wirtschaftlichen Aktivitäten mitberücksichtigt wird. Mit dem Wettbewerb möchten wir Unternehmen auszeichnen, die die besonderen Herausforderungen in den Lieferketten angehen.“

Dr. Stefanie Eichiner, Manager Sustainability UPM Communication Papers und Vorstandsvorsitzende 'Biodiversity in Good Company‘ Initiative: „Als Unternehmensinitiative stärken wir bereits seit 10 Jahren die Unternehmensverantwortung für biologische Vielfalt. Wir wollen auch andere Firmen zum Handeln motivieren. Gezielte Maßnahmen in den Lieferketten zu ergreifen ist besonders schwierig, für Konzerne wie auch KMU. Deshalb möchten wir mit dem Wettbewerb gute Beispiele würdigen.“

Bewerben können sich Unternehmen aller Größen und Branchen mit Sitz oder geschäftlichen Aktivitäten in Deutschland. Die Preisverleihung findet am 22. Mai 2019, dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, beim NABU Bundesverband in Berlin statt.

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Bewerbung online ...

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Taifun-Tofu für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 nominiert

Taifun-Tofu für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 nominiert

Die Taifun-Tofu GmbH ist zum zweiten Mal für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Kleine und mittlere Unternehmen“ (KMU) nominiert worden. Die renommierte Auszeichnung würdigt Unternehmen, die den ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit besonders erfolgreich begegnen.

Im ersten Schritt des Wettbewerbs gaben die Bewerber einen Überblick über ihre Strategien, Erfolge und Ziele in Sachen Nachhaltigkeit. Dabei konnte der Freiburger Tofuhersteller durch seinen „fairen Umgang mit allen Marktbeteiligten und [sein] Engagement für den Anbau von Tofu-Sojabohnen in seiner Region“ punkten. Auch die Ausrichtung der Taifun-Tofu GmbH auf „einen respektvollen Umgang mit der Umwelt“ überzeugte das unabhängige Expertengremium, das sich aus Vertretern der Bereiche Wirtschaft, Forschung, Zivilgesellschaft und Politik zusammensetzt.

Insgesamt hatten sich 800 Unternehmen unterschiedlichster Branchen für die zum 11. Mal ausgeschriebene Auszeichnung beworben. „Die Nominierten zeigen, wie sie nicht nur Probleme der Zukunft lösen, sondern aus Nachhaltigkeit echte Wettbewerbsvorteile […] und zufriedene MitarbeiterInnen machen“, erklärt Stefan Schulze-Hausmann, Initiator des Preises.

Für die Taifun-Tofu GmbH stehen ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften schon seit den Firmenanfängen Ende der 80er Jahre im Fokus. Mit seinen rein pflanzlichen Tofuspezialitäten leistet der Biopionier einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Eiweißversorgung. In einer zweiten Wettbewerbsphase stellen die Unternehmen nun ihre Strategien und Maßnahmen detailliert dar. Die Gewinner werden am 7. Dezember beim Deutschen Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf vor rund 2000 Gästen gekürt.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit fünf Wettbewerben ist der Preis der größte seiner Art in Europa. Er wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. vergeben, u.a. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung.





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Karlsruhe: Extreme Brandgefahr durch anhaltende Trockenheit

Bürger sollten unkontrolliertes Feuer sofort über die Notrufnummer 112 melden

Aus gegebenem Anlass weist die Feuerwehr darauf hin, dass aufgrund der hohen Temperaturen und der lang anhaltenden Trockenheit die Gefahr von Wiesen- und Waldbränden derzeit als sehr hoch einzustufen ist. Anlass für diese Meldung ist neben dem Großbrand Anfang der Woche in Siegburg, bei dem eine Bahnböschung fast explosionsartig in Brand geriet und das Feuer sich in kürzester Zeit auf mehrere Gebäude ausgedehnt und Menschen verletzt hat, auch ein Brand, der sich nachts auf einem Karlsruher Gartengrundstück ereignet hat. Während die genaue Brandursache in Siegburg noch ungeklärt ist, ist der Brand in Karlsruhe unter anderem auf eine völlige Unterschätzung der aktuellen Gefahrenlage durch den Besitzer zurückzuführen.

Obwohl der Brand in Karlsruhe relativ glimpflich verlief und in keiner Relation zum Brand in Siegburg steht, so zeigt er doch die besondere Gefahrenlage, die aktuell vorherrscht und offensichtlich von vielen Bürgern falsch eingeschätzt wird. Auch der in Karlsruhe Geschädigte fühlte sich auf der sicheren Seite, weil er seinen Garten nach seinen Angaben regelmäßig gewässert hat. Trotzdem kam es zu einem Brand, der in seiner Intensität und Brandausbreitungsgeschwindigkeit selbst die erfahrenen Feuerwehrleute überrascht hat. So zündete in dem Garten unter anderem ein Baum in einer Art und Weise durch, wie es die Feuerwehrleute bislang nur von Weihnachtsbäumen kannten, die lange in der Wohnung standen und entsprechend ausgetrocknet waren.

Die Feuerwehr bittet daher die Bürgerinnen und Bürger eindringlich, im Bereich von Wiesen, Feldern, Kleingärten und Wäldern äußerst behutsam mit Feuer umzugehen und die bestehenden Verbote unbedingt einzuhalten. So ist das Rauchen in Wäldern und das Grillen außerhalb der zugelassenen Feuerstellen strikt untersagt. Dies gilt explizit auch für Einweggrills, die als besonders gefährlich einzustufen sind. Wegen der akuten Gefahr hat die Forstbehörde für die Grillstellen im Hardtwald ein Nutzungsverbot ausgesprochen. Generell gilt, dass auch an zugelassenen Feuerstellen das Feuer vor dem Verlassen des Platzes unbedingt zu löschen ist. Zudem sind die Wald- und Feldwege dauerhaft freizuhalten, um den Einsatzfahrzeugen im Gefahrenfall den ungehinderten Zugang zu den Einsatzstellen zu ermöglichen.

Die Bürgerinnen und Bürger sind zudem aufgerufen, ein verbotenes, unkontrolliertes oder außer Kontrolle geratenes Feuer sofort über Notruf 112 zu melden. Bei Bränden in unwegsamem Gelände, bei denen die genaue Ortsangabe schwierig ist, empfiehlt die Branddirektion, einen Treffpunkt zu vereinbaren, um von dort aus die Einsatzkräfte an die Einsatzstelle führen zu können.







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