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Verschiedenes 

Jugendkonferenz am 1.11. 2018 und zum Parking Day am 2.11.2018 in Freiburg

Jugendkonferenz
Unter dem Thema „Nachhaltige Stadt- und Raumentwicklung“ haben wir lokale Politiker*innen eingeladen, am Donnerstag, den 1.11. an unserer Jugendkonferenz teilzunehmen und sich dabei mit jungen Menschen auszutauschen. Die Konferenz findet in der Freien Waldorfschule Rieselfeld statt. Ihre Teilnahme zugesagt haben Rheinhold Pix (Landtagsabgeordneter für Freiburg 1, Bündnis 90/Die Grünen), Walter Krögner (Stadtrat in Freiburg, SPD), Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Rückauer (Stadtrat in Freiburg, FL-FF-Fraktion), Kai Koebel (Die PARTEI), Lisa Gockel (Vorsitzende der Jusos Freiburg), Ludwig Striet (Mitglied des Kreisvorstands der SPD Freiburg) und Prof. Dr. Lothar Schuchmann (Stadtrat in Freiburg, Die Linke).
Die Konferenz beginnt um 20:30 Uhr mit einem Anfangsplenum, ab 21:00 Uhr wird es in mehreren Kleingruppen Diskussionsrunden geben, in welchen es Jugendlichen ermöglicht werden soll, kritische Fragen an Politiker*innen zu stellen und einen konstruktiven Austausch zu ermöglichen. Um 22:30 Uhr wird die Konferenz mit einem gemeinsamen Abschlussplenum beendet.

Parking Day
Am Freitag, den 2.11. findet in Freiburg der Parking Day der BUNDjugend Baden-Württemberg statt. Die Versammlung findet an vier verschiedenen Orten in der Freiburger Innenstadt statt. Das sind jeweils die Parkplätze vor der Wilhelmstraße 6, Gartenstraße 8, Kaiser-Joseph-Straße 255 und der Milchstraße 5. Mit kreativem Programm will die BUNDjugend zeigen, wie man Flächen, auf denen sonst nur Autos stehen, anderweitig nutzen kann. Das Programm an den Parkplätzen beginnt um 15:30 und geht bis ungefähr 17:30.








Veranstaltungen 

EU-Aktionstag für die Agrarwende

EU-Aktionstag für die Agrarwende
(c) Nick Jaussi / www.wir-haben-es-satt.de

Gießkannen-Prinzip abschaffen, bienenfreundliche Landwirtschaft stärken!

Gemeinsame Pressemitteilung des "Wir haben es satt!"-Bündnisses - Berlin, 27. Oktober 2018

Bauern, Imker und Ernährungsbewegte fordern Stopp von steuerfinanziertem Artensterben / Agrarministerin Klöckner muss sich bei EU-Agrarreform für Bauern und Bienen einsetzen

Imker, Bauern und Ernährungsbewegte demonstrieren heute in ganz Europa gemeinsam für eine bienenfreundliche Landwirtschaft und eine grundlegende Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik. In Berlin fordern bei der Aktion "Dampf machen für die Agrarwende" 1000 Menschen am Brandenburger Tor das Ende des Gießkannen-Prinzips. "Die EU füllt mit Steuergeld vor allem die Taschen von Agrarkonzernen, die für Höfesterben, Monokulturen und Artensterben verantwortlich sind", kritisiert "Wir haben es satt!"-Sprecherin Saskia Richartz und verlangt: "Umwelt-, klima- und tierschädliche Landwirtschaft darf künftig nicht mehr subventioniert werden!" Mit einer überdimensionalen Strohfrau appelliert das breite Bündnis an die deutsche Agrarministerin: "Julia Klöckner, lassen Sie sich nicht zur Strohfrau der Agrarindustrie machen!"

Hintergrund der europaweiten Proteste unter dem Motto "Good Food Good Farming" ist die EU-Agrarreform, über die aktuell verhandelt wird. Jahr für Jahr investiert die EU im Rahmen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) rund 60 Mrd. Euro in den europäischen Agrarsektor. Deutschland entscheidet bei den Verhandlungen maßgeblich darüber mit, welche Landwirtschaft sich künftig lohnt. In der nächsten Förderperiode muss die Politik endlich die Hunderttausenden europäischen Bauern unterstützen, die zukunftsfähig wirtschaften. Sie sind es, die mit ihrer Arbeit die Landwirtschaft wieder mit Umwelt-, Klima-, Arten- und Tierschutz in Einklang bringen.

Auf der Kundgebung in Berlin erklären für das "Wir haben es satt!"-Bündnis:

Louise Duhan von Slow Food Deutschland:

"Die Artenvielfalt ist das Immunsystem des Planeten. Wir brauchen gesunde Lebensmittel, die umwelt- und klimaverträglich erzeugt werden. Es ist unerträglich, dass die EU mit Steuermilliarden das Artensterben finanziert. Die Produkte, die unter massivem Einsatz von Glyphosat und anderen Ackergiften hergestellt werden, dürfen künftig nicht mehr mit Steuergeld gefördert werden. Deswegen fordern wir von Julia Klöckner eine Ernährungspolitik, die sich von Pestiziden unabhängig macht."

Paula Gioia, Imkerin und Bäuerin aus Brandenburg und aktiv in der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft:

"Es kann keine Zukunft ohne Bienen oder Bäuerinnen und Bauern geben. Denn ohne Bienen keine Bestäubung, ohne Bäuerinnen und Bauern kein gesundes Essen. Bei der EU-Agrarreform muss die Politik jetzt dafür sorgen, dass die Agrargelder nur noch bäuerlichen Betrieben zugutekommen, die bienenfreundlich und enkeltauglich ackern. Wir brauchen eine Agrarpolitik, die es jungen Menschen ermöglicht, auf dem Land zu leben und zu arbeiten. In ganz Europa gehen heute Tausende für lebendige ländliche Räume auf die Straße. Bauernrechte jetzt - auch in der EU-Agrarpolitik!"

Trees Robijns vom Naturschutzbund (NABU):

"Dieser Hitzesommer war ein Weckruf: Mit Steuermilliarden entwässerte Wiesen und Äcker waren der Trockenheit nicht gewachsen. Mit unseren Insekten verschwinden zudem wichtige Bestäuber für die Lebensmittelerzeugung. Es liegt jetzt an Klöckner und Merkel, in Brüssel den Schalter umzulegen. Wir brauchen eine andere Agrarförderung. Leistungen der Landwirte zum Schutz von Umwelt, Klima, Biodiversität und besseren Tierhaltung müssen endlich angemessen honoriert werden. Nur so können wir unsere Lebensgrundlagen auf Dauer erhalten."

Hintergrund:

Beim "Good Food Good Farming"-Aktionstag sind am 27./28. Oktober Zehntausende in mehr als 15 Ländern und an über 50 Orten für gutes Essen und gute Landwirtschaft aktiv. Sie fordern eine gerechte und ökologische EU-Agrarreform. Am 19. Januar 2019 werden, aufgerufen vom "Wir haben es satt!"-Bündnis, bei der gleichnamigen Demonstration wieder Zehntausende in Berlin für die Agrar- und Ernährungswende auf die Straße gehen. Zentrale Themen sind die EU-Agrarreform, eine klimagerechte Landwirtschaft und gutes Essen für alle. Weitere Informationen: www.wir-haben-es-satt.de

Am 19./20. November beraten die EU-Agrarminister wieder über die GAP-Reform, mit dem Ziel schon Anfang 2019 eine erste politische Stellungnahme zu verabschieden. Die zuständigen Ausschüsse im Europäischen Parlament werden voraussichtlich bis Februar 2019 ihre Positionen vorlegen.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Seen im Zoologischen Stadtgarten werden abgelassen

Karlsruhe: Seen im Zoologischen Stadtgarten werden abgelassen
Blick auf den herbstlichen Schwanensee / Foto: Zoo Karlsruhe

Erneuerung der Technik für Gondolettas notwendig
Pelikane noch nicht ins Winterquartier

Im Stadtgarten- und Schwanensee wird ab kommendem Mittwoch, 24. Oktober, das Wasser abgelassen. Dabei handelt es sich um 21.500 Kubikmeter Wasser. "Es braucht etwa eine Woche, bis beide Seen und der Kanal dazwischen trocken gefallen sind", berichtet Rainer Hiesl vom Gartenbauamt, der das Projekt leitet. "Es ist viel Aufwand, aber dringend notwendig, um die Gondoletta-Technik zu erneuern", so Hiesl. Beide Antriebsmotoren, die Zugseile, Umlenkrollen und Lager werden bei der Aktion getauscht. Alle drei Jahre geschieht dies. Im Juni 2017 musste zuletzt der Schwanensee wegen einer kleineren Reparatur abgelassen werden, die letzte vollständige Entleerung beider Seen war im November 2015.

Die kleinen Boote, Gondolettas genannt, drehen jeden Sommer seit der Bundesgartenschau 1967 ihre Runden über die beiden Seen. Nach wie vor erfreuen sie sich größter Beliebtheit bei den Besuchern des Zoologischen Stadtgartens. Sie werden wie bei einem Skilift – nur unter Wasser – gezogen. Für die technische Erneuerung werden jetzt sechs bis acht Wochen benötigt. Bei schlechten Wetterverhältnissen könnte sich diese Zeit auch verlängern.

"Sechs bis acht Kollegen werden in dieser Zeit die Technik erneuern und vor allem den Kanal zwischen den beiden Seen entschlammen und von abgesunkenem Laub befreien", berichtet Hiesl. Auch die Wasserorgel, die bereits an den Rand des Sees gezogen wurde, erfährt eine Wartung. Damit könne ein problemloser Betrieb von Wasserorgel und Gondolettas in der neuen Saison, die zu Ostern beginnt, gewährleistet werden, so Hiesl.

Beim Ablassen der Seen wird zudem ein Teil der großen Karpfenpopulation von einem örtlichen Angelverein abgefischt. Die anderen Tiere verbleiben im Tiefteil des Schwanensees, wo selbst nach dem Ablassen noch genügend Wasser stehen bleibt. Die verbliebenen Karpfen können sich dann in den nächsten Jahren wieder vermehren.

"Da die Winter in der Regel immer wärmer werden und der Frost später einsetzt, wollen wir die Pelikane noch nicht in ihr Winterquartier bringen", erläutert Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Im vergangenen Jahr durften die Pelikane, denen selbst leichte Nachtfröste nichts ausmachen, bis kurz vor Weihnachten draußen bleiben. Als Zwischenlösung zur Unterbringung wurde der Ludwigsee auserkoren. Das kleine Gewässer hinter der Australienanlage wird nämlich nicht abgelassen. Das offene Stück bei der Kinderturn-Welt-Station "Affen" ist deshalb mit einem Holzstaketenzaun geschlossen worden. Die Pelikane werden dort die nächsten Wochen zu sehen sein.

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Verschiedenes 

Das Coburger Fuchsschaf ist neuer Arche-Passagier

Das Coburger Fuchsschaf ist neuer Arche-Passagier
Coburger Fuchsschaf / Foto: slow food

Das Coburger Fuchsschaf ist die fünfte Schafrasse in der "Arche des Geschmacks". Das Projekt von Slow Food Deutschland schützt Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten sowie traditionelle Lebensmittel vor dem Vergessen. Ziel der Aufnahme dieser deutschen Landschafrasse ist es, die Vielfalt und Qualität ihrer Erzeugnisse bekannt zu machen und so den Fortbestand der robusten und genügsamen Tiere zu sichern.

Das Coburger Fuchsschaf ist traditionell in den kargen Mittelgebirgslandschaften der fränkischen Regionen Bayerns, in der gesamten Rhön sowie im Württembergischen verbreitet. Meist hören wir von ihm im Plural: "Coburger Füchse" ist der gängige Begriff für diese Herdentiere. Allein in der Provinz Coburg machte es Anfang des 20. Jahrhunderts rund 60 Prozent des Schafbestandes aus. Es ist mittelgroß, hornlos und schlichtwollig, der Rumpf rundum mit einfacher Wolle bedeckt. Der schmale Kopf hat eine leicht nach außen gewölbte Nase und etwas abstehende Ohren. Besonders charakteristisch für das Coburger Fuchsschaf ist das leicht rötlich schimmernde Fell - das "goldenes Vlies". Seine Wolle hat ihm quasi das Leben gerettet, als das nationalsozialistische Ziel einer reinrassigen Tierzucht es fast auszurotten drohte. Denn der schwäbische Tuchmeister Otto Stritzel begann in den 1940er Jahren, die Coburger Füchse für die Herstellung von Tweedstoffen wieder zu züchten. So brachte er sie über den 2. Weltkrieg. Aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden schlichtwollige Tiere zunehmend unrentabel, sodass ihre Haltung rasant einbrach.

Seit den 1960er Jahren gelten Coburger Füchse als vom Aussterben bedroht. Sie haben überlebt, aber heute finden sich in Bayern kaum noch Böcke, die nicht spätestens in der fünften Generation miteinander verwandt sind. Es wirkt sich problematisch aus, wenn der Fokus auf Leistungsmerkmalen wie Bemuskelung sowie die Rate von Zwillings- und Drillingsgeburten liegt, die von Kraftfutterzugaben abhängen. "Dass es heute bundesweit noch rund 4.000 Tiere gibt, diese Leistung ist dem langen Atem der Schäferinnen und Schäfer zu verdanken. Um die genetische Vielfalt der Coburger Füchse zu erhalten, müssen aber auch die weniger beliebten Böcke mit Mähne in die Zucht einbezogen werden", betont Anita Idel, Tierärztin, Autorin und Mitglied der Slow-Food-Kommission für die Arche des Geschmacks. "Bis heute hält sich ihr guter Ruf. Dank ihres robusten und genügsamen Charakters sind die Coburger Füchse besonders für die Landschaftspflege geeignet", so Idel. Bekannt ist die Rasse weiterhin für verschiedene Wollerzeugnisse - von Kleidung und Decken über Pantoffeln und Taschen bis hin zu Walkstrickstoffen. Die Genossenschaft "Das goldene Vlies" vertreibt bundesweit die Fuchsschaf-Wolle. Das Fleisch der Coburger Füchse ist von hoher Geschmacksqualität, feinfaserig und dadurch zart. Aktuell ist der Verkauf Privatsache der Schafhalter. Wichtig sind daher die Kooperation der Schafhalter mit Gastronomen sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern und neue Strategien für die Vermarktung und den Vertrieb. Als wichtiger Beitrag zum Schutz des Coburger Fuchsschafs gilt es, das wachsende Interesse für regionale Erzeugnisse zu nutzen. "Ich bin sicher, dass wir viele Menschen von dem Genuss und der Qualität des Fleisches überzeugen können. Dabei haben Köchinnen und Köche eine entscheidende Mittlerrolle: Sie leben ihren Gästen vor, was sich daraus alles Köstliches zubereiten lässt", so Idel optimistisch.

Details zum Coburger Fuchsschaf finden Sie online ...

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Verschiedenes 

Wildtierstiftung: Klimawandelleugner beeinflussen Wahlen

"Keine Windkraft im Wald": Wildtierstiftung, Klimawandelleugner, Kohlelobby & Wahlkampf in Hessen

Wildtierstiftung: Nach amerikanischem Vorbild beeinflussen Klimawandelleugner jetzt auch Wahlen in Deutschland

Ein neuer Filmspot der industrie- und kohlenahen Deutschen Wildtier Stiftung agitiert gegen Windkraft im Wald und läuft seit dem 13. September in den hessischen Kinos, um dort die Landtagswahlen zu beeinflussen. Jedes nicht gebaute Windrad verlängert die Laufzeit der Kohle- und Atomkraftwerke und verstärkt den Klimawandel. Wir fragen uns, wie die Wildtierstiftung an "die Kohle" für den teuren Kinospot kommt. Hier wäre spannend, einmal die "Spur des Geldes" zu verfolgen.
Wenn die RWE sich mit einer Anti-Windkraftkampagne in den hessischen Wahlkampf einmischen würde, dann würde jeder die Zusammenhänge erkennen. Die Bekämpfung der Energiewende und die Leugnung des Klimawandels wurde schon lange an gut getarnte "Vorfeldorganisationen" der Konzerne ausgelagert.
Von der Wahlkampf-Kinowerbung der Wildtierstiftung profitieren insbesondere die Klimawandelleugner von der AfD .

Industriegelenkte Schein-Bürgerinitiativen und Stiftungen, gut getarnte Vertreter der Atom- und Kohlelobby und industrienahe Klimawandelleugner haben in Deutschland mit den vorgeschobenen Argumenten jahrzehntelang gegen die Nutzung der Windenergie agitiert. Im Artikel "Kohle für Wildtierschützer" berichtet die Kontext Wochenzeitung über die Wildtierstiftung."Geld stinkt nicht, es regiert" schreibt -Die Zeit- über die Machenschaften der amerikanischen Lobby der fossilen Energien ...

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Buch- und CD-Tipps 

Volker Angres "Das Verstummen der Natur"

Volker Angres "Das Verstummen der Natur"
Volker Angres (c) privat

Buchpremiere von "Das Verstummen der Natur. Das unheimliche Verschwinden der Insekten, Vögel, Pflanzen – und wie wir es noch aufhalten können" mit den Autoren Volker Angres und Claus-Peter Hutter, im Gespräch mit Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt , Naturschutz und nukleare Sicherheit, sowie mit Olaf Tschimpke, Präsident Naturschutzbund Deutschland (NABU); Moderation: Nina Ruge

Montag, 22. Oktober 2018, um 15:30 Uhr
Urania Berlin eV, An der Urania 17, 10787 Berlin

Es wird still und einsam um uns: Seit Jahren wird der Verlust der Artenvielfalt beklagt. Dokumentiert wurde dieses Desaster schon in den 1980-er Jahren. Doch dieser dramatische Verlust ist nicht über Nacht entstanden, Alarmzeichen gab es genug. Dass es jetzt allerhöchste Zeit ist, unser Verhalten zu ändern und diesen apokalyptischen Entwicklungen entgegenzuwirken, dafür appellieren Claus-Peter Hutter und Volker Angres.

Mit ihrem Buch "Das Verstummen der Natur" machen die beiden Autoren deutlich, wie weit das Artensterben schon fortgeschritten ist. Sie beschreiben die Ursachen und zeigen schonungslos, wie sehr die Politik versagt hat. Doch bei aller Besorgnis sehen sie auch Grund zur Hoffnung: Viele kleine Initiativen beweisen nämlich, dass wir alle mithelfen können, das Artensterben zu stoppen.





Verschiedenes 

NABU: Vogelschutz im Stromnetz muss besser werden

Bundesweite Erfassung von toten Vögeln an Stromleitungen läuft seit einem Jahr

Berlin – An den über 60.000 Kilometer Hoch- und Höchstspannungstrassen, die Deutschland durchziehen, verenden nach einer NABU-Studie 1,5 bis 2,8 Millionen Vögel pro Jahr. Um hier genauere Daten zu erhalten, haben der NABU und die Renewables Grid Initiative (RGI) 2017 eine Hotline und eine Online-Meldemöglichkeit für Vogelfunde an Stromtrassen eingerichtet. „Wir möchten Klarheit darüber, wie viele Vögel an Freileitungen sterben und welche Arten besonders betroffen sind“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Es ist außerdem wichtig, dieses Naturschutzproblem bekannter zu machen. Mit überschaubarem Aufwand kann die Zahl der Vögel, die mit Leitungen kollidiert, verringert werden.“

Die bisher eingegangen Meldungen zeigen, dass Stromleitungen aller Spannungsebenen tödliche Risiken für Vögel bedeuten können. Schwäne, Kraniche und Gänse führen die Liste der Kollisionsopfer an, also Vögel deren Sehvermögen an offene Landschaften angepasst ist und die zu schwerfällig sind, um abrupt Hindernissen ausweichen zu können und gegen die Leitungen fliegen.

„Die vier für das Höchstspannungsnetz verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber haben neben ihrem langjährigen Engagement an eigenen Leitungsabschnitten die Einrichtung des Meldeportals unterstützt, um erstmals Daten im gesamten Bundesgebiet systematisch erfassen und analysieren zu können“, so Antina Sander, Projektkoordinatorin der Renewables Grid Initiative. Auch viele Verteilnetzbetreiber haben ein großes Interesse an einer fundierten Informationslage zur Lösung dieses Problems. In deren Verantwortungsbereich verenden auf ungesicherten Strommasten der kleineren Mittelspannungsleitungen außerdem noch immer viele Greifvögel, Eulen und Störche durch Stromschläge.

Bei den bisher 30 Meldungen mit insgesamt 87 Vögeln handelt es sich um Zufallsfunde und keine systematischen Kontrollen. „Die Meldungen sind ein erster Hinweis, um Leitungsabschnitte zu identifizieren, an denen Vögel sterben. Je mehr Funde uns übermittelt werden, desto besser wissen die Netzbetreiber, wo sie etwa Vogelschutzmarkierungen anbringen müssen oder welche Gebiete sie bei der Netzausbauplanung besser umgehen sollten“, so NABU-Vogelschutzexperte Eric Neuling.

Die Naturschutzbehörden der Länder sind dafür verantwortlich, die Sicherung von Leitungen voranzutreiben. Bis auf Brandenburg und Thüringen gibt es aber in keinem Bundesland eine zentrale Erfassung solcher Funde. Die Meldemöglichkeit von NABU und RGI soll durch eine bundeseinheitliche Fallsammlung, Auswertung und Information an die Netzbetreiber diese Lücke schließen.

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Verschiedenes 

Regierungsgutachten schlägt höhere Grundpreise für Verbraucher vor

Regierungsgutachten schlägt höhere Grundpreise für Verbraucher vor
Klaus Müller, Vorstand des vzbv (c) vzbv - Gert Baumbach

- Private Verbraucher sollen bei den Stromkosten erneut für zusätzliche Privilegien der Industrie aufkommen.
- vzbv fordert: Der Anstieg beim Grundpreis muss gestoppt werden.
- Die Netzkosten müssen künftig fair finanziert werden.

Heute wird die EEG-Umlage für das Jahr 2019 bekanntgegeben. Auch wenn sie aller Voraussicht nach leicht sinkt – bei gleichzeitig steigenden Börsenpreisen –, bleiben Stromkosten ein Ärgerthema für Privathaushalte: Die Offshore-Netzumlage, die zum Jahr 2019 eingeführt wird, geht vor allem zu ihren Lasten, während die Industrie entlastet wird. Zudem kommt ein Gutachten im Auftrag der Bundesregierung zu dem Ergebnis, dass private Verbraucher zusätzlich zum Netzentgelt ein anschlussbezogenes Entgelt bezahlen sollen. Das würde die unfaire Finanzierung der Stromkosten weiter verschärfen, kritisiert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

„Die Bundesregierung treibt die unfaire Verteilung der Stromkosten weiter voran. Private Verbraucher werden über die Offshore-Netzumlage erneut für zusätzliche Industrieausnahmen zur Kasse gebeten. Und es droht weiteres Ungemach bei den Netzentgelten. Die Bundesregierung darf die Stromkosten nicht weiter zu Lasten der privaten Haushalte umschichten”, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

Offshore-Netzumlage zu Lasten der Verbraucher

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung beschlossen, dass die Kosten für den Anschluss von Offshore-Windparks an das Stromnetz nicht länger über die Netzentgelte finanziert werden, sondern in die neue Offshore-Netzumlage umgeschichtet werden. Das führt zwar dazu, dass je nach Region Netzentgelte für die privaten Verbraucher sinken. Allerdings fällt die Entlastung für die Industrie deutlich höher aus.

So soll nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz in seinem geographischen Bereich ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Jahr nur zehn Euro einsparen. Das entspricht einem Prozent der Stromrechnung oder weniger. Aus den veröffentlichen Zahlen von 50Hertz lässt sich ableiten, dass der Einsparungseffekt eigentlich dreimal so hoch sein müsste. Die Differenz kommt damit anderen zugute: Nach Angaben von 50Hertz kann ein Industriebetrieb mit 4.000 Betriebsstunden im Jahr vier Millionen Euro bzw. 20 Prozent seiner Netzentgelte einsparen.

Und damit nicht genug: Bei der neuen Offshore-Netzumlage wird die Industrie analog der EEG-Umlage fast vollständig von den Kosten befreit, während die privaten Verbraucher den vollen Betrag und zusätzlich die Ausnahmen der Industrie stemmen müssen. Die Bundesregierung hat bereits angedeutet, dass die neue Umlage, die heute bekanntgegeben wird, 2019 mindestens bei 0,345 Cent/kWh liegen wird. Für den Durchschnittshaushalt ergibt sich also eine Zusatzbelastung von mindestens 13,80 Euro. Unter dem Strich zahlen die privaten Verbraucher wieder einmal drauf.

Neue Kostenbelastung droht

Kritisch aus Verbrauchersicht ist auch die Idee, dass private Verbraucher zusätzlich zum Netzentgelt pro Netzanschluss ein anschlussbezogenes Entgelt bezahlen sollen. Diesen Schritt schlägt eine aktuelle, von der Bundesregierung beauftragte Studie vor. Der vzbv lehnt das in einer Stellungnahme zur Studie ab. Denn damit würde sich der Grundpreis am Netzentgelt weiter erhöhen. Das gilt insbesondere für Haushalte, die sich nicht zu einem Gemeinschaftsanschluss zusammenlegen lassen.

„Der Vorschlag ist alarmierend. Private Verbraucher sind bereits jetzt von einem starken Grundpreisanstieg von etwa 63 Prozent in den letzten fünf Jahren betroffen. Sollte ein anschlussbezogenes Entgelt kommen, würde das einen weiteren deutlichen Anstieg der Grundpreise bedeuten. Das ist nicht tragbar. Das Netzentgelt für private Verbraucher muss gesenkt und gerechter verteilt werden“, so Klaus Müller.

Hintergrund: Netzentgelte

Netzentgelte werden für den Bau und den Betrieb der Netze erhoben und machen etwa ein Viertel des Strompreises der privaten Verbraucher aus. Die Zusammensetzung der Netzentgelte wurde zuletzt im Jahr 2017 geändert: Mit der Reform des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes werden ab 2019 die Anschlusskosten für die Offshore-Windparks in Höhe von 1,2 Milliarden Euro aus den Netzentgelten herausgelöst und in die Offshore-Netzumlage überführt. Die Höhe dieser Umlage wird am 15. Oktober zusammen mit der EEG-Umlage für 2019 bekannt gegeben. Die Übertragungsnetzbetreiber haben ihren Anteil an den Netzentgelten vorläufig für 2019 schon bekanntgegeben. Die Höhe des Entgeltes der Verteilnetzbetreiber steht noch aus.

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