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Verschiedenes 

3.408 Kilometer Stromtrassen queren Vogelschutzgebiete

An Freileitungen sterben oft genau die Vögel, die geschützt werden sollen

Berlin – Stromübertragungsleitungen kreuzen auf insgesamt 3.408 Kilometern ausgewiesene EU-Vogelschutzgebiete in Deutschland. Die bundesweit 742 Vogelschutzgebiete werden mehr als 1.400 Mal gequert. An Freileitungen kollidieren vor allem große Arten und solche, die an Gewässern leben, wie Schwäne, Watvögel, Störche sowie Greifvögel tödlich. Das sind oft genau die Arten, die in den Gebieten geschützt werden sollen. Der NABU schätzt, dass an Stromleitungen in Vogelschutzgebieten jedes Jahr eine hohe fünfstellige Zahl von Vögeln verendet.

Das deutsche Hoch- und Höchstspannungsnetz besteht mit seinen über 62.000 Kilometern vor allem aus Freileitungen, einige von ihnen sind 50 Jahre und älter. Viele würden an den heute geschützten Orten nicht mehr errichtet werden dürfen. Doch im Zuge des Netzausbaus werden nun Leitungen verstärkt, ersetzt oder sogar neu gebaut. Es wäre dringend erforderlich, Vogelschutzgebiete auszusparen oder Erdkabel einzusetzen. Ebenso wichtig wäre eine verpflichtende Entschärfung bestehender Freileitungen mit Vogelschutzmarkierungen, wodurch die Seile von Vögeln deutlich früher als Hindernis erkannt und so Kollisionen vermieden werden können. Zwar berücksichtigen Hoch- und Höchstspannungsnetzbetreiber Vogelschutzgebiete bei solchen Sicherungsmaßnahmen besonders, doch sind erst zwischen zwei und sieben Prozent der jeweiligen Netzgebiete mit solchen Markierungen ausgestattet. Hier wollen NABU und Betreiber gemeinsam weiter vorankommen.

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Verschiedenes 

NABU: Hände weg vom Wolf!

NABU: Hände weg vom Wolf!
Wolf hinter Birken (c) NABU / H. Anders

Online-Aktion gestartet - Nein zur geplanten Gesetzesänderung - Protestmail an Bundestagsabgeordnete schicken

Berlin – Der vor der Sommerpause vom Kabinett verabschiedete Änderungsentwurf des Bundesnaturschutzgesetzes zum Wolf soll noch diesen Herbst im Bundestag zur Abstimmung kommen. Danach soll der Abschuss von Wölfen, die wiederholt geschützte Nutztiere gerissen haben, künftig einfacher werden. Doch statt der notwendigen Klarheit bringt der Gesetzesentwurf mehr Unsicherheit für den Umgang mit Wölfen. Die eigentlich notwendigen Ziele, Rechtssicherheit für Weidetierhalter zu schaffen und effektiven Herdenschutz flächendeckend voranzutreiben, werden mit der geplanten Änderung verfehlt. Der NABU appelliert deshalb an die Mitglieder des Bundestages, im Plenum gegen den Entwurf zu stimmen und sich stattdessen für konkrete Hilfen in der Praxis von Weidetierhaltern einzusetzen.

„Der geplante Änderungsvorschlag von Bundesumweltministerin Schulze mag gute Absichten haben, ist jedoch bei näherem Hinsehen eine riskante Scheinlösung“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Den Weidetierhaltern würde mit der Änderung juristisch nicht näher definierter Begriffe eine Rechtssicherheit suggeriert, die in der Realität nicht existiert: Die Entscheidungen landeten am Ende trotzdem als Einzelfälle vor Gericht. Die neuen Begrifflichkeiten sorgten nicht für mehr Klarheit bei der Auslegung betreffender Texte, ganz im Gegenteil, so Miller.

Um die Gesetzesänderung im Bundestag zu stoppen, hat der NABU eine Online-Mobilisierungsaktion „Hände weg vom Wolf!“ gestartet, um gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern an die Politikerinnen und Politiker zu appellieren, gegen die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes zu stimmen und sich endlich für praktische und echte Lösungen für die Koexistenz von Mensch, Weidetier und Wolf einzusetzen.

Der NABU fordert stattdessen eindeutige Kriterien und konkretere Definitionen zu Ausnahmegenehmigungen, insbesondere bei wiederholten Übergriffen auf geschützte Nutztiere. Das wäre auch ohne die Öffnung des Gesetzes mit einer Überarbeitung der Auslegungshilfen möglich. Zudem sollten die damit einhergehenden Anforderungen an den Herdenschutz (Stichwort „zumutbare Alternativen“) auf bundespolitischer Ebene geklärt werden. Der Bund sollte einen Rahmen vorgeben, den die Länder umsetzen können. Neben solchen einheitlichen Regelungen und Standards für praktikablen und flächendeckenden Herdenschutz, brauchen Weidetierhalter endlich unkomplizierte finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus bedarf es der Beratungsleistung und Forschung zum Herdenschutz, die in Form eines nationalen Herdenschutzkompetenzzentrums gebündelt werden könnten.

„Die Gesetzesöffnung ist nicht nur unnötig und risikoreich für Wölfe, sondern auch für andere streng geschützte Arten in Deutschland“, so Miller. Durch die Änderung könnten Wölfe – und andere streng geschützte Wildtiere wie Biber und Kegelrobben – künftig auch einfacher getötet werden. Die geplanten Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes öffnen somit Tür und Tor für ungeahnte Konsequenzen im Artenschutz.

Und damit nicht genug: Aus den Reihen der CDU werden Forderungen laut, für Wölfe sogar präventive Abschüsse, also noch bevor Schäden entstanden sind, zu genehmigen. Ein für den Herdenschutz völlig ineffektiver und rechtlich fragwürdiger Vorstoß.

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Verschiedenes 

NABU fordert Neuausrichtung der Waldpolitik in Deutschland

Tschimpke: Naturnahe Mischwälder fördern - Ökologischer Umbau statt Aktionismus - 12-Punkte-Papier vorgelegt

Berlin – Der NABU fordert eine grundlegende Neuausrichtung der Waldpolitik in Deutschland. Mit Blick auf den Klimawandel sei eine nachhaltige Strategie nötig, um den Waldumbau in Deutschland so voranzubringen, dass Ökosysteme tatsächlich anpassungsfähiger und damit naturnäher werden. Nur dann sind sie widerstandsfähiger bei Dürre und anderen Wetterextremen. Der NABU hat ein 12-Punkte-Papier mit den nötigen Schritten für einen ökologischen Waldumbau vorgelegt. Darin wird beispielsweise die Förderung der natürlichen Verjüngung des Waldes gefordert.

„Es bringt nichts, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, wie die flächige Räumung von absterbenden Forsten und einseitig Nadelbaumarten zu fördern. Anstatt aktionistisch Geld mit der Gießkanne zu verteilen, sollte Julia Klöckner eine naturorientierte Waldwirtschaft unterstützen“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich eines Treffens der Verbände mit Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner am heutigen Donnerstag. Die Ministerin hatte die Verbände zur Vorbereitung des Waldgipfels im September eingeladen.

Staatliche Hilfen müssen auch in der jetzigen Situation darauf zielen, die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und der Ökosystemleistungen zu fördern. Bei Maßnahmen zur Wiederbewaldung muss der standortheimischen Naturverjüngung Vorrang eingeräumt werden. Dazu müssen auch die Jäger ihren Beitrag leisten, denn zu viele Rehe und Hirsche verhindern viel zu oft das Aufwachsen der kleinen Baumkeimlinge. Darüber hinaus besteht jetzt die große Chance, Totholz im Wald zu fördern. Es ist ein entscheidendes Strukturelement, bietet Lebensraum für Insekten, Pilze und Vögel, speichert Kohlenstoff und Nährstoffe und durch die Zersetzung entsteht Humus und erhöht dadurch die Wasserspeicherkapazität des Bodens. Deshalb müssen trockene Bäume, das sind derzeit vor allem Fichten, zumindest im öffentlichen Wald als Totholz im Wald belassen werden.

Sollten doch Anpflanzungen notwendig sein, muss sich die Neupflanzung auf europäische Baumarten beschränken. „Bei Maßnahmen zur Wiederbewaldung in Schutzgebieten dürfen ausschließlich standortheimische Bäume wie Eichen und Buchen, in Fauna-Flora-Habitat-Gebieten nur lebensraumtypische Baumarten verwendet werden“, sagt Heinz Kowalski, waldpolitischer Sprecher des NABU-Präsidiums.

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Veranstaltungen 

Großes Bündnis mobilisiert für Klimastreik von Fridays for Future

Am 20. September gehen alle gemeinsam auf die Straße für echten Klimaschutz

Berlin, 3.9.2019 – Rückenwind für den Klimastreik: Nun schließen sich auch die Erwachsenen an. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis hat der Fridays-For-Future-Bewegung Unterstützung für den Klimastreik am Freitag, 20. September zugesichert. Dann wollen weltweit Menschen für einen gerechten und wirksamen Klimaschutz auf die Straßen gehen. Allein bundesweit sind Hunderte Klimastreik-Demonstrationen geplant, täglich kommen weitere hinzu.
„Als breites zivilgesellschaftliches Bündnis rufen wir alle auf, am 20. September gemeinsam mit Fridays For Future auf die Straße zu gehen. Gemeinsam fordern wir: Klimaschutz jetzt!“, hieß es aus dem Bündnis. „Schließen Sie sich den Demonstrationen von Fridays For Future in Ihrer Nähe an und unterstützen Sie die jungen Menschen bei ihrem Protest für eine Zukunft ohne Klimakrise. Denn ihre Warnungen und Forderungen sind berechtigt. Wenn Jung und Alt jetzt zusammenstehen, können wir die Regierung zum Handeln treiben.“

Im Bündnis engagieren sich Umwelt-, Wohlfahrts-, Kultur- und Entwicklungsverbände, Kirchen, Klimaschutzinitiativen, Vereine und soziale Bewegungen. Auch Unternehmen und Gewerkschaften mobilisieren zur Teilnahme.
Fridays For Future hatte alle Menschen zu einem weltweiten Klimastreik aufgerufen: „Viele Erwachsene haben noch nicht verstanden, dass wir jungen Leute die Klimakrise nicht alleine aufhalten können. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Menschheit.“
Am Tag des Klimastreiks will das Klimakabinett der Bundesregierung über die nächsten Schritte in der Klimapolitik entscheiden. Mit den Beschlüssen reist Bundeskanzlerin Merkel wenige Tage später zum UN-Sondergipfel nach New York, um sie der internationalen Gemeinschaft vorzustellen.

Das Bündnis kritisiert: „Bisher hat die Bundesregierung versagt und liefert statt einer ambitionierten Klimaschutzpolitik nur Worte, denen keine Taten folgen.“ Tatsächlich sinken die atmosphärischen Treibhausgas-Konzentrationen nicht, sondern steigen. Wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, droht eine Klimakatastrophe, die nicht mehr aufzuhalten ist.

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Veranstaltungen 

Alphorn, Bioküche, Wildobst, Vampirtanz und mehr

Alphorn, Bioküche, Wildobst, Vampirtanz und mehr
Lagerfeuerküche / Foto: Margret Hansen

Weitere Waldhaus-Termine im September 2019

Sonntag, 8. September, 14 bis 15.30 Uhr // Ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang:
Wildobst – Vitamine am Waldrand Der Wald ist voll gesunder Überraschungen. Man muss die Wildfrüchte nur kennen und wissen, wo sie zu finden sind. Bei dieser Exkursion mit Heilpflanzenexpertin Martine Schiller ins StadtwaldArboretum lernen die Teilnehmenden Botanisches, Mythologisches, Geschichtliches, Naturheilkundliches und Kulinarisches zu Wildobstbäumen und -sträuchern. Teilnahmebeitrag: 3,50 Euro.

Dienstag, 10. September, 17 Uhr // Ohne Anmeldung
Konzert: Der Berg ruft – Das Alphorn klingt
Dass auf dem Alphorn musikalisch mehr möglich ist als schlichte Hirtenweisen, das stellen die Alphornspieler der BDBMusikakademie unter der Leitung von Berthold Schick bei ihrem Konzert am Waldhaus unter Beweis. Mal im klangvollen Gesamtchor, mal im Ensemble präsentieren sie ein Repertoire, das neben Polka und Walzer auch lateinamerikanische Melodien und bluesige Rhythmen umfasst. Das Konzert findet in Kooperation mit der BDBMusikakademie in Staufen statt. Der Eintritt ist frei, Spenden kommen der Umweltbildung im Waldhaus zugute.

Freitag, 13. September, 15 bis 19 Uhr // Anmeldeschluss: 3. September
Bioküche am Lagerfeuer
An der Feuerstelle vor der Holzwerkstatt des Waldhauses führt der Naturpädagoge Markus Stickling in die Raffinessen des Kochens am Lagerfeuer ein. Er stellt verschiedenste Kochutensilien vor, die gleich ausprobiert werden können. Aus biologisch zertifiziertem Gemüse und Fleisch stellen die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Garmethoden leckere Gerichte her. Während der Veranstaltung steht der Genuss der selbst zubereiteten Köstlichkeiten in gemütlicher Atmosphäre am Lagerfeuer im Mittelpunkt. Teilnahmebeitrag inkl. Speisen und Getränke: 49 Euro, Jugendliche ab 14 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen.

Sonntag, 15. September, 14 bis 15.30 Uhr // Ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang: Wildobst – Vitamine am Waldrand
Der Wald ist voll gesunder Überraschungen. Man muss die Wildfrüchte nur kennen und wissen, wo sie zu finden sind. Bei dieser Exkursion mit Heilpflanzenexpertin Martine Schiller ins StadtwaldArboretum lernen die Teilnehmenden Botanisches, Mythologisches, Geschichtliches, Naturheilkundliches und Kulinarisches zu Wildobstbäumen und -sträuchern. Teilnahmebeitrag: 3,50 Euro.

Donnerstag, 19. September, 18 bis 21 Uhr // Anmeldeschluss 9. September
Grünholzwerkstatt: Messer schärfen wie ein Profi
Ob Taschen-, Jagd-, Brot- oder edles Kochmesser: Messer wollen regelmäßig gepflegt und sachkundig geschärft werden. Dann erleichtern sie das Arbeiten und verbessern die Ergebnisse. Allen, die gerne mit scharfem Werkzeug arbeiten und an fachgerechter Pflege interessiert sind, zeigt Harald Welzel, Schreinermeister und staatlich geprüfter Gestalter, die jeweils richtige Schärftechnik. Bitte stumpfe Messer mitbringen! Teilnahmebeitrag: 42 Euro.

Freitag, 20. und Samstag, 21. September, jeweils 8.30 bis 17 Uhr // Anmeldeschluss 10. September
Messerbaukurs im Waldhaus
In der Holzwerkstatt am Waldhaus können die Teilnehmer ihr individuelles Küchen-, Jagd- oder Schnitzmesser komponieren. Sie gestalten Griff und Zwinge und erlernen das Einpassen, Schleifen und Schärfen der Klinge. Den Kurs leitet Harald Welzel, Schreinermeister und staatlich geprüfter Gestalter. Teilnahmebeitrag: 99 Euro, ohne Materialkosten.

Freitag, 20. September, 19 bis 20.30 Uhr // Anmeldeschluss 10. September
Tanz der Vampire am Waldhaus: Fledermaustour im Wald
Wie orientieren sich Fledermäuse im Stockdunklen? Wie kann man verschiedene Arten voneinander unterscheiden? Ist in den VampirGeschichten ein Körnchen Wahrheit enthalten und gibt es tatsächlich blutsaugende Fledermäuse? Diese und weitere spannende Fragen werden auf dieser Fledermausführung mit Horst Schauer-Weisshahn von der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg beantwortet. Das Besondere dabei: Die Teilnehmenden beobachten die Flugakrobaten nicht nur in der Dämmerung, sie machen auch ihre sonst für menschliche Ohren nicht wahrnehmbaren Ultraschalllaute hörbar: mit einem „Bat-Detektor“. Teilnahmebeitrag: 7 Euro, Kinder 4 Euro, Familien 17 Euro.

Samstag, 21. September, ab 11 Uhr // Anmeldeschluss 11. September
Bootstour mit selbstgebauten Weißtannenbooten
Eine Bootstour auf heimischem Gewässer ist ein besonderes und spaßiges Naturerlebnis. Die Tour wird mit im Waldhaus gebauten Weißtannenbooten durchgeführt. Wer im Waldhaus ein eigenes bauen möchte, kann sich auf dieser Tour mit erfahrenen Bootsbauern austauschen und sich vom universellen, zuverlässigen Einsatz dieser selbstgezimmerten „Folkboote“ überzeugen. Die Tour leitet Franz-Josef Huber, Technischer Lehrer am Waldhaus. Teilnahmebeitrag: 12 Euro incl. kleiner Stärkung unterwegs, Dauer: ca. 4 Stunden, Treffpunkt wird bekannt gegeben. In Kooperation mit dem Studium generale.

Sonntag, 22. September, 14 und 16 Uhr // Ohne Anmeldung
Fräulein Brehms Tierleben im Waldhaus
Das Waldhaus präsentiert das einzige Theater weltweit für heimische, bedrohteTierarten. Um 14 Uhr geht es um die Wilden Bienen und um 16 Uhr um den Wolf. Es gelten relative Eintrittspreise nach Selbsteinschätzung, Richtwert für Erwachsene 9 Euro, für Kinder 4,20 Euro. Für Besitzer der Familiencard ist der Eintritt frei.

Samstag, 28. September, 13 bis 17 Uhr // Anmeldeschluss 18. September
Eichelkaffee selbst herstellen im Waldhaus
In Notzeiten oder für Menschen, die sich echte Kaffeebohnen nicht leisten konnten, dienten Eicheln immer wieder als Ersatz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lassen dieses alte Rezept mit der Gesundheitspraktikerin Martine Schiller wieder aufleben, sammeln gemeinsam Eicheln und rösten und mahlen sie auf einfache Weise. Außerdem lernen sie verschiedene Eichenarten sowie deren Nutzungsgeschichte und –möglichkeiten kennen. Gemeinsam wird das Eichelkaffee-Pulver aufgebraut und anschließend mit einem Stück Gebäck probiert. Teilnahmebeitrag: 24 Euro.

Sonntag, 29. September, 10 bis 17 Uhr // Ohne Anmeldung
Frischpilzausstellung im Waldhaus
Bei dieser zweiten großen Frischpilzschau im Waldhaus sind frische und getrocknete Pilze und viele weitere Exponate zum Thema Pilze zu bestaunen. Informiert wird beispielsweise über für den Menschen schädliche und nützliche Pilze, Färbepilze, Vitalpilze, außerdem über Zeitschriften und Bücher sowie Alltagsgegenstände mit Pilzbezug. Die Ausstellung wird von der Pilzsachverständigen Veronika Wähnert und dem Freiburger Pro Pilz-Team organisiert und begleitet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Sonntag, 29. September, 13.30 bis 17.30 Uhr // Anmeldeschluss 20. September
Familienbacktag: Wildobst-Samen-Leckereien
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchstreifen mit Markus Schäfer, Fachwart für Obst- und Gartenbau, den Wald am Waldhaus auf der Suche nach Wildobst, ersten Bucheckern und Haselnüssen und dekorieren damit den selbstgemachten Teig. Während der Backzeit werden kleine Wichtel und Waldgeister aus Naturfundsachen gebastelt. Schnitz-oder Taschenmesser nicht vergessen! Teilnahmebeitrag incl. Mahlzeit: 14 Euro, Kinder ab 6 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen 8 Euro, Familien 28 Euro.

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Verschiedenes 

Wie fit ist Deutschland für den Artenschutz?

NABU und naturgucker.de starten Bildungs-Test zu Tier- und Pflanzenarten. Bisherige Umfragen zeigen Wissenslücken auf.

Berlin – Um Tiere und Pflanzen ausreichend schützen zu können, muss man sie kennen. Doch wie steht es um die Artenkenntnis in der Bevölkerung in Deutschland? Um das herauszufinden, starten der NABU und das Naturbeobachtungsnetzwerk naturgucker.de im Spätsommer ihren diesjährigen arten|pisa-Test. Vom 30. August bis 8. September können Interessierte an der Online-Bildungsumfrage unter www.artenpisa.de/presse teilnehmen. Dabei werden Fotos von Tier- und Pflanzenarten gezeigt, die benannt werden sollen – darunter Vögel, Insekten, Säugetiere und Amphibien. Je nach Anzahl der Treffer findet eine Benotung statt, woraus eine Durchschnittsnote errechnet wird. Bei der ersten arten|pisa-Umfrage im Jahr 2017 erreichten die 8033 Teilnehmer die Durchschnittsnote 4.

Stefan Munzinger, Initiator von naturgucker.de: „Ob ein schillernder Rosenkäfer, ein flinker Feldhase oder eine duftende Kamille: Jedes Tier und jede Pflanze zeigt uns die Schönheit der Natur auf. Mit unserer Umfrage wollen wir prüfen, wie fit die Deutschen im Wissen über einheimische Pflanzen- und Tierarten sind. Wir werden den Test in den nächsten Jahren wiederholen um herauszufinden, ob sich möglicherweise Trends in der Entwicklung der Artenkenntnisse abzeichnen.“

Die Entwicklung der Artenkenntnis wurde bislang nur punktuell untersucht. Bei einer Befragung in Bayern vor rund zehn Jahren zu heimischen Vogelarten zeigte sich, dass Schulkinder durchschnittlich sechs von den zehn häufigen Vogelarten benennen konnten. Eine Wiederholung der Umfrage im Jahr 2017 ergab, dass die Artenkenntnis seitdem gesunken ist – die befragten Kinder konnten nur noch fünf der zehn häufigsten Vogelarten bestimmen.

Die Verschlechterung des Wissensstands hat verschiedene Gründe. Die Möglichkeit, vielfältige Arten zu erleben, wurde in den letzten Jahrzehnten durch den Rückgang des Artenreichtums in der Landschaft, immer weniger naturnahe Spielflächen in den Städten sowie die Verhäuslichung der Freizeit stark eingeschränkt. In der Schule sind viele Lehrerinnen und Lehrer ohne Artenkenntnis, da in den Universitäten die entsprechende Disziplin – die freilandbiologische Ausbildung – von hoch geförderten Disziplinen wie der Gentechnik verdrängt wurde.

Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer: „Das Artensterben und der Rückgang der Artenkenntnis gehen Hand in Hand. Je weniger die Menschen Natur erleben können, desto weniger wissen sie darüber und desto weniger liegt ihnen der Schutz der Natur am Herzen. Es ist ein Teufelskreis, den wir durchbrechen müssen. Um die Artenkenntnis zu erhöhen, muss gerade der Nachwuchs gesamtgesellschaftlich gefördert werden. Es braucht geschulte Lehrerinnen und Lehrer, neue freilandorientierte Lehrstühle an den Universitäten und Naturschutzzentren sowie naturnahe Erlebnisorte, an denen Kinder wieder mit Igel, Frosch und Co. in Kontakt treten können.“

Mehr Informationen zum arten|pisa-Test

Für die Online-Umfrage sind ungefähr zehn Minuten nötig. Selbstverständlich ist die Befragung anonym und das Formular datenschutzkonform mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Wer möchte, kann auf Wunsch Kontaktdaten angeben, um eine Rückmeldung zu seinem persönlichen Abschneiden zu erhalten. Die Kontaktdaten werden ausschließlich zum Übermitteln dieser Ergebnisse genutzt.

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Verschiedenes 

Slow-Food-Youth-Aktivisten aus 16 Ländern treffen erstmals in Deutschland zusamm

Vom 29. August bis 2. September treffen sich Vertreterinnen und Vertreter des europäischen Slow-Food-Youth-Netzwerks bei den Herrmannsdorfer Landwerkstätten in Bayern, um gemeinsame politische Aktionen auf europäischer Ebene zu planen, tiefer in die praktischen Prozesse der Lebensmittelerzeugung einzutauchen und um konkrete Wege in eine nachhaltigere Zukunft und ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystems aufzuzeigen. Es ist das bisher größte europäische Slow-Food-Youth-Treffen.

Kommendes Wochenende treffen sich in Glonn rund 60 junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren, die sich täglich privat und beruflich für gutes, sauberes und faires Essen engagieren. Sie reisen an aus Albanien, Armenien, Österreich, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Mazedonien, Portugal, Rumänien, Russland, der Slowakei, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden, um sich in ihrer Freizeit intensiv zur Zukunft unserer Ernährung und den aktuellen Herausforderungen des Lebensmittelsystems auszutauschen. Denn die europäischen und globalen Zusammenhänge beschäftigen sie über die Grenzen hinweg, gemeinsam wollen sie die Welt verändern, vom Acker bis zum Teller.

Schwerpunkt des Wochenendes ist das Thema „Wege hin zu einem zukunftsfähigen Lebensmittelsystem“. Deshalb stehen die Vorstellung von Leuchtturmprojekten aus verschiedenen europäischen Ländern und die Diskussion über zukunftsfähige Alternativen sowie die Ausgestaltung von Lösungsansätzen im Vordergrund des Geschehens. Behandelt wird dabei vor allem die Frage, wie wir unseren Alltag klimafreundlicher und ressourcenschonender sowie im Sinne des Artenschutzes gestalten können. Gleichzeitig werden Antworten gesucht auf Fragen wie: Kann ich Beruf und Aktivismus in Einklang bringen? Wie überzeuge ich Menschen davon, sich politisch zu engagieren und Verantwortung wahrzunehmen? Da Slow Food Genuss und Verantwortung sowie Theorie und Praxis stets verbindet, stehen neben der Netzwerkbildung und dem Austausch zu brisanten Themen des Lebensmittelsystems praktische Workshops und Betriebsbesichtigungen auf dem Programm sowie gemeinsames Kochen und das anschließende Genießen. Geplant sind ein Besuch der Kaffee Rösterei Merchant & Friends sowie der ökologisch betriebenen Herrmannsdorfer Landwerkstätten, eine Wildkräuterwanderung, Wein und Käse Verkostungen sowie Workshops zum selber machen von Pasta, Knödeln, Brezeln und Butter.





Verschiedenes 

NABU: Verheerende Brände zerstören Regenwälder auch in Indonesien

Tschimpke: Abholzung von Regenwäldern und Trockenlegung von Mooren steigert Gefahr für Brände

Berlin/Jakarta/Jambi – Während die Welt derzeit auf die in Brasilien wütenden Waldbrände schaut, brennt es erneut auch in Indonesiens Regenwäldern im verheerenden Ausmaße. Nach Angaben des indonesischen Umwelt- und Forstministeriums (KLHK) waren in den ersten fünf Monaten dieses Jahres landesweit bereits 42.740 Hektar Regenwald von Bränden betroffen, noch bevor die im Juni einsetzende Trockenzeit begonnen hatte. Dies entspricht fast dem Doppelten der Fläche, die im gesamten, besonders regenreichen Vorjahr betroffen war.

Seit Anfang August spitzt sich die Lage insbesondere auf dem indonesischen Teil Borneos Kalimantan und Sumatra weiter zu. Der staatliche Dienst für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik (BMKG) registrierte am 3. August landesweit 1.025 Brandherde, am 7. August 1.586 und am 9. August bereits 2.002 Brandherde mit Schwerpunkten in den Provinzen Riau auf Sumatra sowie West- und Zentralkalimantan auf Borneo. „Die Situation ist aktuell ähnlich kritisch wie in den Katastrophenjahren 1997 und 2015“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Bei Wald- und Moorbränden im Spätsommer und Herbst 2015 wurden nach Berechnungen des Internationalen Forstwissenschaftszentrums (CIFOR) 884 Millionen Tonnen Kohlendioxid freigesetzt.

Im Süden Sumatras, wo der NABU das Projekt „Hutan Harapan“ (indonesisch: „Wald der Hoffnung“) zum Schutz tropischer Regenwälder umsetzt, hat es seit zwei Monaten nicht mehr geregnet. Hier kämpft die 40-köpfige Waldschutzeinheit seit Wochen gegen illegal immer wieder neu gelegte Brände – seit Jahresbeginn bereits 75. Seit vorletzter Woche erhält sie dabei Unterstützung von Polizei und Militär. So gelang es bereits, zwei Brandstifter zu verhaften. Der NABU betont jedoch, dass jetzt nicht nur die Brandbekämpfung im Vordergrund stehe, sondern auch die klare Benennung von Ursache und Wirkung.

„Tropische Tieflandregenwälder und Moore verfügen über ein feuchtes Mikroklima und brennen daher unter natürlichen Bedingungen auch während längerer Trockenperioden normalerweise nicht“, sagte NABU-Regenwaldexperte Tom Kirschey. „Erst durch die Landnutzung, wie die Abholzung der Wälder und die Trockenlegung von Mooren, werden tropische Ökosysteme überhaupt erst feueranfällig.“ Verbunden mit der kriminellen Energie der Brandstifter, die eine Umwandlung der Waldflächen in Agrarflächen meist für den Anbau von Ölpalmen anstreben, könne es dann leicht zu solchen Katastrophen kommen. „Es handelt sich hierbei aber eben nicht um eine Naturkatastrophe, sondern um Brandstiftung“, so Kirschey.

Mit 95 Millionen Hektar tropischer Waldfläche gehört Indonesien zu den bedeutendsten Ländern für Regenwaldschutz. Das Land liegt in der Zone des tropischen Monsunklimas, der Monat August gilt als der im langjährigen Mittel trockenste Monat insbesondere auf den Inseln Borneo, Sumatra und Java. Während es noch um das Jahr 1900 etwa 16 Millionen Hektar Tieflandregenwald auf Sumatra gab, sind diese auf heute etwa 250.000 Hektar geschrumpft – ein Verlust von über 98 Prozent. Mit Förderung der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) unterstützen der NABU und die KfW Entwicklungsbank das Projekt „Hutan Harapan“ zum Schutz der bedeutenden Regenwaldgebiete auf Sumatra.

Hutan Harapan steht zum einen für ein ca. 100.000 Hektar große Waldgebiet in den Provinzen Süd-Sumatra und Jambi, zum anderen ist es das Modellvorhaben der sogenannten „Ökosystem-Restaurations-Konzession“ (ecosystem restoration concession, ERC), welche als Instrument gegen die Entwaldung etabliert wurde. Seit der Etablierung des ERC-Modells sind heute in Indonesien ca. 650.000 Hektar (insbesondere auf Sumatra und Kalimantan) nach diesem zukunftsweisenden Lizenztyp verwaltet.

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