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Verschiedenes 

Weltwirtschaftsforum: Tofu als Baustein, um die Welt besser zu machen

Weltwirtschaftsforum: Tofu als Baustein, um die Welt besser zu machen
Tofu (c) Alnatura

Das Thema Nachhaltige Ernährung ist in der obersten politischen Riege angekommen: Beim Weltwirtschaftsforum in Davos diese Woche beschäftigen sich die Politik- und Wirtschaftslenker auch mit alternativen Eiweißquellen, die eine zukunftstaugliche Ernährung der wachsenden Erdbevölkerung möglich machen. Ganz vorne mit dabei: Tofu.

„Welchen Einfluss hätte es auf das weltweite Ernährungssystem, auf unsere Umwelt und Gesundheit, wenn die Welt einen Wandel vollziehen würde  weg vom Fleischkonsum, hin zu Fleischalternativen?“ Diese Frage steht im Fokus einer 2018 gestarteten Initiative des Weltwirtschaftsforums. Wissenschaftlichen Input liefern verschiedene „White Papers“ der Oxford University, die in alternativen Proteinquellen die Lösung sehen, die Menschheit mit weltweit verfügbarem, nahrhaftem und nachhaltigem Eiweiß zu versorgen. Dabei wird  neben Laborfleisch und unverarbeiteten Nahrungsmitteln wie Nüssen  auch Tofu eine wichtige Rolle zugewiesen. Zum einen ernährungsphysiologisch, denn Soja enthält nicht nur Eiweiß, dessen Wertigkeit mit der von tierischem gleichzusetzen sei, sondern auch andere wichtige Nährstoffe und ist cholesterinfrei. Zum anderen aus Umweltsicht durch den vergleichbar niedrigen CO2-Fußabdruck.

Dass Tofu ein Baustein für die Welternährung der Zukunft sein kann, zeigt die Taifun-Tofu GmbH mit ihren Produkten schon lange: Denn aus einem Kilogramm Sojabohnen fertigt der Traditionshersteller rund zwei Kilogramm Naturtofu. Damit können sich fünf Erwachsene einen Tag lang mit wichtigem Eiweiß versorgen  fünfmal mehr, als würde man das Soja als Futter nutzen und daraus Fleisch herstellen! Tofu bietet die Chance, den zukünftigen Proteinbedarf der Welt effizient, ressourcenschonend und innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten zu decken. Noch dazu über schmackhafte Lebensmittel, wie Taifun mit seinen vielfältig gewürzten Tofu-Spezialitäten beweist – anders, als das leider immer noch weit verbreitete Bild von Tofu glauben lässt. Laut der Oxford University stellt die Umstellung unserer Essgewohnheiten demnach auch die größte Herausforderung dar.

Fest steht: Der hohe Verbrauch an Ackerfläche, Wasser und weiteren Ressourcen bei der Tierhaltung machen ein Umdenken dringend notwendig. Vorreiter der vegetarischen Ernährung, wie Taifun-Tofu, haben das längst erkannt. Dass die Frage nach einer umweltschonenderen Eiweißversorgung nun bei den obersten politischen Entscheidungsträgern angekommen ist, lässt hoffen. Nur, indem die bis Mitte des Jahrhunderts auf geschätzte 10 Milliarden ansteigende Weltbevölkerung mehr und mehr auch auf pflanzliches Protein zurückgreift, können wir das rasante Fortschreiten des Klimawandels eingrenzen.

Taifun-Tofu trägt zum Gelingen dieses Vorhabens aktiv bei: Seit 20 Jahren betreibt die Freiburger Firma Pionierarbeit in Sachen Bio-Sojaanbau – inzwischen bezieht sie ihre Tofu-Sojabohnen zu 100 % aus eigenem Vertragsanbau in Deutschland, Österreich und Frankreich. Weiter engagiert sich der Biohersteller in vom Bund geförderten Projekten, wie der Eiweißpflanzenstrategie und kooperiert intensiv mit Forschungseinrichtungen im Bereich Sojazüchtung. Auf diese Weise hilft das Unternehmen dabei, den nachhaltigen Sojaanbau in Deutschland auszuweiten, insbesondere für die Humanernährung, und die Sojapflanze bekannter zu machen. Mit seiner breiten Produktpalette zeigt Taifun zudem, wie kreativ und genussvoll sich Tofu zubereiten lässt. Und dass er deshalb nicht nur ein toller Beitrag für eine ausgewogene Ernährung ist, sondern auch Spaß macht.

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Veranstaltungen 

Ausstellung "Klimaflucht"

Ausstellung "Klimaflucht"
(c) Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Haus auf der Alb

Im Tagungszentrum „Haus auf der Alb“ in Bad Urach ab 25. Februar 2019 zu sehen

Welche Auswirkungen hat die globale Erderwärmung auf die Fischer im Mekong-Delta? Welche Sorgen haben die Olivenbauern in Griechenland? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die Wanderausstellung „Klimaflucht“ der Deutschen KlimaStiftung (DKS). Von 25. Februar bis 31. Mai 2019 ist sie Tagungszentrum „Haus auf der Alb“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) zu sehen.

Zehn lebensgroße Porträts erzählen in Tonaufnahmen über ihre Schicksale und Sorgen sowie darüber, wie sich der Klimawandel auf ihr Leben auswirkt. Diese realen Geschichten stehen für Menschen aus allen Teilen der Welt. Die Ausstellung bietet darüber hinaus Hintergrundinformationen zu den Auswirkungen des Klimawandels und zur Größe des ökologischen Fußabdrucks in den einzelnen Ländern. Realisiert wurde die Wanderausstellung von der Deutschen KlimaStiftung (DKS) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN).

Die Ausstellung im LpB-Tagungszentrum „Haus auf der Alb“ ist werktags von 9 bis 16 Uhr zu sehen, an Wochenenden von 9 bis 13 Uhr. Nicht zugänglich ist sie am 3. und 14. März 2019 sowie vom 15. bis 22. April 2019. Der Eintritt ist frei.





Verschiedenes 

„Der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen!“

35.000 fordern von Ministerin Klöckner eine EU-Agrarreform für Bauern, Tiere und Umwelt

Agrarpolitik der Bundesregierung befeuert Klimawandel und Höfesterben

Eine zukunftsfähige Agrarreform – das fordern 35.000 Menschen bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin. „Lautstark, bunt und entschlossen haben wir heute Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einen unmissverständlichen Auftrag gegeben: Schluss mit der falschen Agrarpolitik“, erklärt „Wir haben es satt!“-Sprecherin Saskia Richartz im Namen der über 100 Organisationen, die zur Demonstration aufgerufen haben.

Das Demonstrationsbündnis fordert die Bundesregierung auf, den überfälligen Umbau der Landwirtschaft anzupacken. Die Gelegenheit ist da: Bei der aktuellen Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) entscheidet die Bundesregierung maßgeblich mit, welche Landwirtschaft künftig durch Steuergelder finanziert wird. In Deutschland werden jedes Jahr 6,3 Milliarden Euro an EU-Agrargeldern ausgeschüttet, mehr als drei Viertel davon als pauschale Subventionen je Hektar Fläche. In der Praxis heißt das: Die 3.300 flächengrößten Betriebe erhalten eine Milliarde Euro im Jahr, während die kleinsten 200.000 Bauernhöfe sich knapp 700 Millionen teilen müssen.

„Mit den über sechs Milliarden Euro, die Deutschland jedes Jahr an EU-Agrargeldern verteilt, muss der umwelt- und tiergerechte Umbau der Landwirtschaft gefördert werden”, so Saskia Richartz. “Doch Agrarministerin Klöckner klammert sich an die pauschalen Flächensubventionen wie ihre Vorgänger ans Ackergift Glyphosat. Der Agrarindustrie immer weiter Milliarden in den Rachen zu stopfen ist agrar- und klimapolitischer Irrsinn. Wir fordern: Umverteilen jetzt!”

Beim Demonstrationszug zum Agrarministergipfel schlagen die Demonstranten Alarm für die Agrarwende. Mit ihrem Kochtopf-Konzert fordern sie konsequenten Klima- und Naturschutz, mehr Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe, artgerechte Tierhaltung, ein Ende der Dumping-Exporte, gerechten Welthandel und gesundes Essen für alle. Schon am Vormittag hatten die 171 Bauern, die die Demonstration mit ihren Traktoren anführen, eine Protestnote an die 70 versammelten Minister aus aller Welt übergeben.

„Wir haben die Agrarpolitik der Bundesregierung satt. Wir ackern tagtäglich für gutes, enkeltauglich produziertes Essen. Dafür verlangen wir politische Unterstützung“, sagt Moritz Schäfer. Der 32-Jährige ist aus dem hessischen Schwalmtal mit dem Traktor angereist, wo er einen Betrieb mit 100 Kühen und 250 Hektar bewirtschaftet. „Meine Kühe stehen auf der Weide, ich produziere das Futter hier vor Ort und sähe vielfältige Fruchtfolgen. Insekten, Wasser und Klima danken es mir, die Politik aber nicht. Julia Klöckner muss endlich die Interessenvertretung der Industrie beenden und eine Politik für Bauern, Bienen und lebensfähige Dörfer machen“, fordert Schäfer im Namen der Traktorfahrer.

Die Großdemonstration richtet sich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen Landwirte. Die konventionellen und Öko-Bauern demonstrieren auch im neunten Jahr im Schulterschluss mit Bäckern, Imkern, Köchen, Naturschützern und der Zivilgesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das breite „Wir haben es satt!“-Bündnis Wege für eine bäuerliche Landwirtschaft der Zukunft und ein gutes Ernährungssystem auf.

Statements von Rednerinnen und Rednern der Demonstration:

Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland:
„Um unsere Ernährung und die der nächsten Generation zu sichern, müssen wir die biokulturelle Vielfalt bewahren und die kleinbäuerliche Landwirtschaft, handwerkliche Fischerei und Lebensmittelherstellung unterstützen. Gefördert werden darf nur noch, wer soziale und ökologische Leistungen erbringt. Dafür ist ein politischer Kurswechsel unausweichlich.“

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Die europäische Agrarpolitik muss geändert werden. Nur wer Tiere artgerecht hält und unsere Umwelt schützt, soll in Zukunft Geld aus Brüssel bekommen. Wir brauchen ein starkes Europa, das aber ökologisch und sozial gerechter ist und brauchen die Stärkung des EU-Parlaments, damit das auch als Mehrheitswille der europäischen Bevölkerung durchgesetzt werden kann.“

Alina Drach vom ackerfeministischen Treckerblock:
„In landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten knapp 50% Frauen*, ihre Arbeit wird oft nicht gesehen und wertgeschätzt. Wir fordern Chancengleichheit für Frauen* in der Landwirtschaft. Wir sind hier, um zu zeigen, dass wir auch Trecker fahren können und der Kampf für eine gerechte Agrarpolitik nur gemeinsam geht!“

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Bio-Bauer und Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):
„Immer mehr Landwirte packen den Umbau der Landwirtschaft schon selbst an – nicht nur hunderttausende Bio-Bauern in ganz Europa. Die Politik muss mit der EU-Agrarpolitik die Bauern unterstützen, die Klima und Wasser, Boden und Bienen schützen und unsere Tiere artgerecht halten.“

Janet Maro, Geschäftsführerin von Sustainable Agriculture Tanzania (SAT):
„Deutschland muss in seiner Entwicklungszusammenarbeit auf Agrarökologie statt Agrarindustrie und Grüne Revolution setzen. Wir brauchen bäuerliches Saatgut und keine Hybride. Damit Agrarökologie und bäuerliches Saatgut endlich eine Chance haben, muss Deutschland die Förderung der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika einstellen.“

Sweelin Heuss, Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland:
„Für Bäuerinnen und Bauern sind Dürre und Starkregen eine besonders existenzielle Gefahr. Die Landwirtschaft kann dem Klimawandel nicht einfach ausweichen. Ich bin froh, dass wir mit der Klimaklage Seite an Seite mit Landwirten für wirksamen Klimaschutz kämpfen!“

Lucia Heigl, konventionelle Milchbäuerin aus Bayern und stellvertretende Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL):
„Wir nehmen die Sorgen und Wünsche der Gesellschaft ernst. Aber dafür brauchen wir faire Preise und eine grundlegend andere Förder- und Marktpolitik in Berlin. Die alte Agrarpolitik haben wir satt.“

Olaf Tschimpke, NABU-Präsident:
„Die aktuelle Agrarpolitik schaufelt ein Grab für Insekten und Höfe – finanziert mit 60 Milliarden Euro Steuergeld. Wir brauchen einen Kurswechsel: Landwirte, die Natur und Klima schonen, müssen besser belohnt werden. Frau Klöckner, befreien Sie sich endlich aus dem Zangengriff der Agrarlobby und machen Sie Agrarpolitik für Bauern und Verbraucher“

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:
„Eine freiwillige, staatliche Tierwohlkennzeichnung, wie sie Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner plant, darf nicht missbraucht werden, um notwendige Anpassungen im Ordnungsrecht auf die lange Bank zu schieben. Die Kennzeichnung sollte daher dringend in eine Gesamtstrategie eingebettet sein.“

Christoph Bautz, Geschäftsführer der Bürgerbewegung Campact:
„Wir sind hier, damit die 60 Milliarden im Jahr, unser Steuergeld, endlich an die Bäuerinnen und Bauern fließen, die mit ihrer harten Arbeit unsere Kulturlandschaft und die Artenvielfalt erhalten und für gutes Essen sorgen. Gebt denen genug Geld. Aber dreht der Agrarindustrie endlich den Geldhahn zu!“

Klaus Ahrens, Vizepräsident des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbunds (DBIB):
„Ob Insektenschutz, Tierhaltung oder Pestizidverbot – die Agrarministerin vertagt den Umbau der Landwirtschaft auf den Kosten von Umwelt, Tier und Klima. Die Zeche bezahlen am Ende die Artenvielfalt und die Verbraucher. Denn Insekten sind nicht nur die wichtigsten Pflanzenbestäuber, sondern sie regulieren auch Schädlinge und dienen zahlreichen anderen Arten als Futter.“

Lea Kliem, Sprecherin des Berliner Ernährungsrats:
„Wir wollen keinen Einheitsbrei von Großkonzernen, sondern schmackhafte Vielfalt auf den Tellern! Die Zeit ist reif für die Ernährungswende. Die Politik zeigt wenig Engagement und so nehmen zivilgesellschaftliche Initiativen wie der Ernährungsrat den Wandel in die Hand. Wir fordern: Ernährungsdemokratie jetzt!”

- Gemeinsame Pressemitteilung des WHES-Bündnis - Berlin, 19. Januar 2019 -

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Veranstaltungen 

NABU präsentiert VR-Welt "OstseeLIFE" auf der Wassersportmesse boot

NABU präsentiert VR-Welt "OstseeLIFE" auf der Wassersportmesse boot
Making of OstseeLIFE - Foto: Kubikfoto

Die Artenvielfalt vor der Haustür erleben, verstehen, schützen

Berlin/Düsseldorf – Vom 19. bis zum 27. Januar 2019 präsentiert der NABU auf der weltgrößten Wassersportmesse boot in Düsseldorf die erste virtuelle Realität der Unterwasserwelt der Ostsee: OstseeLIFE. Im Mittelpunkt des virtuellen Tauchgangs steht die zunehmende Bedrohung der Nord- und Ostsee. „Nur wer die einzigartige Schönheit an unseren Küsten kennt, der weiß auch was die Natur hier so schützenswert macht. Über dieses Tool können wir die Ostsee in jedes Wohnzimmer bringen “, sagt NABU Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Immer mehr Menschen verbringen ihren Urlaub an der Ostsee, 2017 waren es mehr als 6,5 Millionen Besucher. „Manchmal geht dabei verloren, dass die Ostsee viel mehr zu bieten hat als Strand- und Badevergnügen. Unter der Wasseroberfläche wartet eine faszinierende und farbenfrohe Welt. Normalerweise ist die Ostsee erfahrenen Tauchern vorbehalten. Doch mit der innovativen Technik von OstseeLIFE machen wir Schweinswale, Seehasen und Fadenschnecken für jeden erlebbar, entführen in Seegraswiesen, Steinriffe und das Reich alter Schiffswracks. Wir zeigen, was die Ostsee so besonders macht“, erklärt NABU-Meeresexperte Kim Detloff.

Etwa 2700 Arten leben in der Ostsee, ein Drittel davon steht auf der Roten Liste und gilt als bedroht. Schuld daran ist der Mensch. Überfischung, Industrialisierung, Nährstoffbelastung und immer mehr Plastikmüll machen dem kleinen Brackwassermeer zu schaffen. OstseeLIFE zeige auch wie man sich für den Schutz der Meere engagieren kann, beispielsweise mit dem Portal Gewässerretter. Die Gewässerretter sind eine Initiative des NABU und der drei großen deutschen Wassersportverbände. Gemeinsam organisieren die Naturschützer, der Deutsche-Segler-Verband (DSV), der Deutsche Kanu-Verband (DKV) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) Reinigungsaktionen an der Küste aber auch in Flüssen und Seen. „Mehr als 50 Tonnen Müll sind so schon zusammengekommen“, so Detloff.

Neben zwei Informationsständen ist der NABU mit einem abwechslungsreichen Vortragsprogramm auf der boot vertreten.

NABU-Programm auf der boot 2019:

Auf der Wassersportmesse boot ist der NABU in Halle 3 am VDST-Stand (A 54) und in Halle 14 am Gemeinschaftsstand „Love your Ocean“ (Stand B22+B31) zu finden.

NABU-Vorträge finden auf der „Love your Ocean”-Bühne an folgenden Terminen statt: 19. und 21.1. jeweils 14:45 Uhr, 20.1. 15:45 Uhr, 26.1. 14:00 Uhr und 27.1. 14:30 Uhr.

Vorträge im Maritimen Klassenzimmer (Halle 14, Stand A02) finden statt am: 19. und 26.1. um 14:00 Uhr und am 27.1. 13:30 Uhr.

Zum Hintergrund:
Die Technik von Ostsee LIFE heißt „Authentic VR“ und ähnelt modernen Gaming-Technologien. Betrachter mit einer VR-Brille können die virtuelle Welt mit ihren Augen selbst steuern, diese reagiert wiederum auf das Verhalten des Betrachters. Werden bestimmte Navigationspunkte fixiert, erhält der „Taucher“ Informationen rund um die Ostsee-Welt. Dabei können fünf verschiedene Lebensräume und mehr als 40 Arten entdeckt werden. Auch die Machart von Ostsee LIFE ist besonders: Im Unterschied zu künstlichen Umgebungen besteht Ostsee LIFE aus eigens gedrehten 360-Grad-Filmen.

2017 entwickelten der NABU und die drei großen deutschen Wassersportverbände Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), Deutscher Kanu-Verband (DKV) und Deutscher Segler-Verband (DSV) die App „Gewässerretter“. Mit der App können sich Freiwillige zusammen finden, die Einsätze für müllfreie Gewässer organisieren wollen. Zudem können engagierte Naturschützer und Wasserliebhaber Müllfunde dokumentieren. Der NABU führt die Informationen in einer Datenbank zusammen.

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Verschiedenes 

NABU bringt neue Vogel-App heraus

Mit der NABU "Vogelwelt" alle Brutvogelarten Deutschlands kennenlernen und bestimmen

Berlin – Von Alpenbirkenzeisig bis Zwergtaucher: Der NABU bietet mit seiner neuen App „Vogelwelt“ ein kostenloses Tool für Naturliebhaber, um alle heimischen Vogelarten kennenzulernen und zu bestimmen.

Die „Vogelwelt“ enthält über 1.400 freigestellte Fotos von 308 Arten. „Dabei handelt es sich um sämtliche Brutvogelarten und – mit Ausnahme extremer Seltenheiten – alle regelmäßigen Gastvogelarten, die in Deutschland beobachtet werden können“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Damit ist die NABU Vogelwelt, die erste kostenlose App, mit der man alle heimischen Vögel kennenlernen und bestimmen kann.“ Die App ist erhältlich für iOS und Android. „Die kostenlose Basisversion der NABU Vogelwelt ersetzt die frühere NABU-Vogel-App, enthält aber 80 zusätzliche Vogelarten und viele neue Funktionen“, so Miller. Eine davon ist das Bestimmen und das Vergleichen von Vögeln, die leicht verwechselt werden können. Bis zu acht Arten können auf dem Smartphone und bis zu 16 Arten auf dem Tablet direkt miteinander verglichen werden.

Zu jeder Art gibt es eine eigene Bestimmungstafel. Sie bestehen aus freigestellten Fotos, die viele Details zeigen. Die Tafeln zeigen die jeweils typischen Federkleider einer Art, die wichtigsten Merkmale werden direkt in den Tafeln gekennzeichnet. Auch europäische Verbreitungskarten zu allen 308 Vogelarten sowie eine Such- und erneuerte Bestimmungsfunktion sind bereits in der kostenlosen Basisversion enthalten.

Die App beinhaltet auch eine Melde-Funktion, mit der Sichtungen von Arten direkt gemeldet werden können, zum Beispiel für NABU-Aktionen wie die „Stunde der Gartenvögel“ und „Stunde der Wintervögel“.

Die voll funktionsfähige Basis-Version der App kann durch In-App-Käufe erweitert werden: Dazu gehören alle Vogelstimmen, Fotos von den Eiern sowie Video-Sequenzen, die das typische Verhalten der Vögel in ihrer natürlichen Umgebung zeigen. Dank der Erlöse für diese Erweiterungen kann die App mit ihren Grundfunktionen kostenlos angeboten werden. Ein weiterer Teil der Erlöse der In-App-Käufe fließt in die Arbeit des NABU für den Schutz der Natur und insbesondere der heimischen Vogelwelt.

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Verschiedenes 

Getigertes Rind aus Franken wird neuer Arche-Passagier

Getigertes Rind aus Franken wird neuer Arche-Passagier
© Ursula Pfäfflin-Nefian

Die alte deutsche Rinderrasse Ansbach-Triesdorfer zählt seit Jahrhunderten zum fränkischen Kulturgut. Ende des 19. Jahrhunderts gab es noch über 190.000 der großen und robusten Ansbach-Triesdorfer, heute sind es um die 140 Kühe. Der Fortbestand dieser leistungsstarken Kreuzungsrasse ist damit extrem gefährdet. Für ihren Schutz setzt sich Slow Food Deutschland ab sofort gemeinsam mit dem Verein zur Erhaltung des Ansbach-Triesdorfer Rindes e.V. sowie einer regionalen Erzeuger- und Vermarktungsgemeinschaft ein.

Ansbach-Triesdorfer Rinder waren immer eine äußerst fränkische Rinderrasse. Sie gehen auf Ansbacher Markgrafen zurück. Diese kreuzten ab Mitte des 18. Jahrhunderts friesisch-holländische Niederungsrinder sowie Höhenrinder aus der Westschweiz in die fränkischen, rotbunten Landschläge ein. Infolge der Einkreuzungen entwickelten die Ansbach-Triesdorfer verschiedenartige Fellzeichnungen von dunklem Rotbraun bis zu sehr hellem Gelb. Besonders auffällig waren die sogenannten ‚Tiger‘: Ihr Fell wies zwar keine klassischen Tiger-Streifen auf, dafür aber Muster mit Pünktchen. Diese Tiger-Färbung gibt es bis heute. Das Rind hat typischerweise dunkle Hornspitzen und zeichnet sich durch seine besondere Stärke und Größe aus.

Aufgrund seiner Milch-, Fleisch- und Arbeitsleistung war das Ansbach-Triesdorfer Rind als Dreinutzungsrasse in der bäuerlichen Landwirtschaft von Anfang an sehr gefragt. Es verbreitete sich zunächst in Mittelfranken, anschließend in Unter- und Oberfranken sowie in Nordschwaben. Ende des 19. Jahrhunderts jedoch besiegelte das Bayerische Reinzuchtgebot den weitreichenden Niedergang. „Ab den 1950er Jahren machte dann die Industrialisierung durch Mechanisierung die starken Arbeitsochsen überflüssig und durch Hochleistungsmilchrassen die Kühe unrentabel. Aber 1992 kam die Rettung durch den Verein zur Erhaltung des Ansbach-Triesdorfer Rindes e. V. Mit Leidenschaft fahnden die Mitglieder nach Tigern, bieten ihnen ein Zuhause mit Zukunft, denn sie fördern professionell die Zucht“, betont Dr. Anita Idel, Tierärztin, Autorin und Mitglied der Slow-Food-Kommission für die Arche des Geschmacks.

2018 rief der Verein eine Erzeuger- und Vermarktungsgemeinschaft für das Fleisch der Ansbach-Triesdorfer ins Leben. Ziel ist es, das Rind bei Erzeugerinnen und Erzeugern, Gastronomen sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern bekannter und für Landwirtinnen und Landwirte ökonomisch interessanter zu machen. „Ansbach Triesdorfer Tiger zu fördern, bedeutet darüber hinaus, Lebensraum zu erhalten. Angesichts von Umweltbelastungen und Klimawandel, gilt es die Potenziale von Weidetieren für die biologische Vielfalt – von Blütenpflanzen und Insekten – zu erkennen“, so Idel weiter. Und die Qualität des Fleisches überzeugt: Es entwickelt sich bei extensiver Haltung – insbesondere auf der Weide - durch langsames Wachstum besonders gut. Es gilt als herb, würzig und nussig sowie sehr gut marmoriert.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Amphibienbetreuungsgruppe sucht Helfer

Unterstützung für Einsatz am Turmberg gebraucht

Die Amphibienbetreuergruppe am Turmberg sucht für die kommende Saison dringend zusätzliche helfende Hände. Weil die Tiere ihre Wanderrouten verlagert und sich die Wanderstrecke damit vergrößert hat, mangelt es an Helferinnen und Helfern. Interessierte werden gebeten, sich beim Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe unter Telefon 0721/133-3101 oder per E-Mail an umwelt-arbeitsschutz@karlsruhe.de mit Namen und Anschrift zu melden.





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Vortragsreihe im Zoo Karlsruhe: "Plastikbauer – Plastikfresser"

Vortragsreihe im Zoo Karlsruhe: "Plastikbauer – Plastikfresser"
Prof. Dr. Christoph Syldatk / Foto: KIT/Martin Lober

Es ist im täglichen Leben überall – Plastik, ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für viele Arten von Kunststoffen. Prof. Dr. Christoph Syldatk vom Institut für Technische Biologie des KIT gibt am Donnerstag, 17. Januar, um 18.15 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe im Exotenhaus des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe unter dem Titel "Plastikbauer – Plastikfresser" Einblicke in eine derzeit viel diskutierte Umweltproblematik.

Klassischerweise besteht Plastik aus verschiedensten Bausteinen basierend auf Erdöl. Durch die vielfältige Wandelbarkeit in seinen Eigenschaften wie Härte oder Temperaturempfindlichkeit spielt es eine wichtige Rolle in der Industriegesellschaft. Doch so toll Kunststoff auch ist – er ist in der Natur schwer abbaubar und verschmutzt zunehmend die Umwelt. Deshalb sind Wissenschaftler verstärkt auf der Suche nach sogenannten Biokunststoffen, welche biologisch abbaubar sind. Mittels Bausteinen wie Ethanol lassen sich bereits biobasierte Kunststoffe erzeugen, die jedoch nicht automatisch biologisch abbaubar sind.

Eine Anmeldung für den Vortrag ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe willkommen. Der Einlass in das Exotenhaus erfolgt ab 18 Uhr ausschließlich über die Ettlinger Straße 4b. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Zoo und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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