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Verschiedenes 

Zoo Basel: Tag der Fische

Am Dienstag, 22. August 2023, ist der «Tag der Fische». Das Vivarium bringt Ihnen die Vielfalt der Unterwasserwelt näher. Auf den digitalen Touchscreens lesen Sie spannende Informationen zu seinen Bewohnern.

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Verschiedenes 

Marine Hitzewellen: Ozeane mit Fieber

Miller: Meere stoßen immer öfter an ihre Grenzen und müssen besser geschützt werden

Berlin, 16.8.23 – Pazifik, Atlantik und Mittelmeer werden immer öfter von Hitzewellen heimgesucht. Anfang August erreichte die Durchschnittstemperatur der Ozeane mit fast 21 Grad Celsius einen traurigen Rekord. Das Klimaphänomen El Niño tritt häufiger und intensiver auf. Auch daraus resultierende Extremwetterereignisse nehmen zu, mit fatalen Folgen für Mensch und Natur. Der NABU fordert die Bundesregierung deshalb auf, dem Klima- und Meeresschutz endlich Vorrang einzuräumen.

„Die Ozeane sind die stabilisierende Kraft unseres Klimasystems: Ein Drittel des von uns ausgestoßenen Kohlendioxids und 90 Prozent der Wärmestrahlung der Sonne werden von ihnen aufgenommen. Doch sie stoßen an ihre Kapazitäts- und Belastungsgrenzen. Klimastress, zunehmende Übernutzung und Industrialisierung führen zu ökologischen Kipp-Punkten und Artensterben, auch an unseren Küsten. Das wird von der Bundesregierung nicht ausreichend berücksichtigt“, mahnt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Während im Mittelmeer jüngst fast 29 Grad gemessen wurden waren es um die Florida Keys sogar 38 Grad Celsius. In der Folge starben massenhaft Korallen. Nach Angaben des Weltklimarates IPCC hat sich die Häufigkeit von Hitzewellen seit 1982 verdoppelt, und sie werden immer heißer und großflächiger.

„Wir müssen immer öfter beobachten, wie Riffe sterben und Fischbestände zusammenbrechen. Der überfischte Ostseehering kann sich in der bis zu fünf Grad zu warmen Ostsee nicht erholen, weil seine Larven verhungern. Dem Nordsee-Kabeljau wird es zu warm, er wandert nach Norden. Hitze und Nährstoffüberschuss führen zu giftigen Algenblüten, unser heimisches Seegras, Hotspot der Biodiversität und wertvolle Kohlenstoffsenke droht bei andauernden Wassertemperaturen über 25 Grad zu verschwinden,“ erläutert NABU-Meeresexperte Kim Detloff die Folgen.

Die Wissenschaft sorgt sich um die Meeresströmungen im Nordatlantik, wozu der das Klima Europas bestimmende Golfstrom gehört. Die atlantische Zirkulation ist Motor des globalen Strömungsbandes, welches mit seinen Wassermassen Temperatur, Sauerstoff und Nährstoffe verteilt. Stottert der Motor ändert sich das Klima, verschieben sich Niederschläge, kommt es häufiger zu Stürmen.

Angesichts der Klimakrise rächt sich der jahrzehntelange Raubbau an den Meeren doppelt. Arten gehen verloren, Lebensräume werden zerstört und als Folge nimmt die Widerstandskraft mariner Ökosysteme ab. Doch es ist nicht zu spät. Der NABU fordert neben dem schnellstmöglichen Ausstieg aus den fossilen Energien klimarelevante Biotope wie Algenwälder, Salz- und Seegraswiesen wiederherzustellen und die deutschen Meeresschutzgebiete umgehend wirksam zu schützen. „Die Hälfte der Schutzgebiete muss nutzungsfrei werden. Wir brauchen mehr Tempo. Die Bundesregierung sieht in Nord- und Ostsee immer nur den Wirtschaftsraum, versäumt es Ökosystemleistungen, ja unsere Lebensgrundlagen im Meer zu sichern. Wir können als Deutschland die Weltmeere nicht allein retten, aber wir können in Nord- und Ostsee zeigen, wie es besser geht und zum Vorreiter für den Schutz von Meer und Klima werden“, so Detloff.

Die 10 Punkte des NABU für den Schutz der Meere und mehr Infos gibt es online.

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Verschiedenes 

Erklärung der Stadt Karlsruhe zur Protestaktion auf der Kaiserstraße

Erklärung der Stadt Karlsruhe zur Protestaktion auf der Kaiserstraße
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Die Verwaltung äußert sich zu der Aktion in der Fußgängerzone

Die Stadt Karlsruhe bestätigt eine aktuell stattfindende Protestaktion auf der Kaiserstraße zwischen Marktplatz und Herrenstraße. Demonstrierende haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vier Bäume bestiegen. Die Versammlung wurde nicht angemeldet. Nach einer Pressemitteilung der Demonstrierenden ist die Protestaktion auf der Kaiserstraße Teil einer zeitgleich in mehreren deutschen Städten stattfindenden Aktion.

In Karlsruhe fordern die Demonstrierenden, die Neugestaltung der Kaiserstraße zu ändern und die dort stehenden Platanen nicht durch andere Bäume zu ersetzen. Hierzu nimmt die Stadt Karlsruhe wie folgt Stellung.

Die Kaiserstraße mit mehr und auch klimaresistenten Bäumen auszustatten, ist ein Kernelement der Neugestaltung der Kaiserstraße. Die Anzahl der Bäume wird von zuvor 48 Bäumen auf künftig 86 erhöht werden. Um das Wachstum der Wurzeln und die Wasserversorgung gegenüber dem der bisherigen Bäume zu verbessern, wird für diese der Untergrund neu ausgestaltet. Dies geht mit einer weiteren notwendigen Erneuerung und Neustrukturierung der Leitungs- und Kanalinfrastruktur und einer Ausgestaltung der Oberflächen einher, durch die das Regenwasser künftig auch bei Starkregenereignissen versickern kann.

Argumente für oder gegen eine neue Bepflanzung hat der Karlsruher Gemeinderat intensiv und auch kontrovers ausgetauscht und abgewogen. Der Rat hat sich mit großer Mehrheit dafür entschieden, den Auftrag für den Bauabschnitt zu vergeben und damit die Fällung der bestehenden und die Pflanzung neuer und zusätzlicher Bäume vornehmen zu lassen.

zum Bild oben:
Archivbild: Nach Umgestaltung der Kaiserstraße sollen 86 neue Bäume den notwendigen Schatten spenden.
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin





Verschiedenes 

FWTM für Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert

FWTM für Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert
FWTM-Verwaltungsgebäude (c) FWTM / Spiegelhalter

Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) wurde für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2023 nominiert. Der Preis wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. vergeben und prämiert vorbildliche Nachhaltigkeitsleistungen in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Die nominierten Unternehmen werden in 20 Sektoren unterteilt, die jeweils mehrere Branchen beinhalten. Die FWTM wurde im Sektor „Freizeit und Veranstaltungen“ in der Branche „Messe- und Veranstaltungswirtschaft“ neben acht anderen Unternehmen wie der Messe Frankfurt, der Messe Stuttgart und der Messe Hamburg nominiert. Jedes Unternehmen wird anhand seines Nachhaltigkeitsprofils bewertet. Es bildet die wesentlichen Herausforderungen der betreffenden Branche in den Feldern Klima, Ressourcen, Natur, Wertschöpfungskette und Gesellschaft ab. Die Sieger werden bei der Verleihung des 16. Deutschen Nachhaltigkeitspreises im November in Düsseldorf bekanntgegeben.

Über die FWTM:
Die FWTM wurde 1987 gegründet und ist ein Management- und Marketingunternehmen der Stadt Freiburg. Das breit angelegte Aufgabenspektrum der FWTM umfasst die Bereiche Wirtschaftsförderung, Tourismusförderung, Stadtmarketing, Tagungs- und Kongresswesen, Großveranstaltungen sowie Messen und Märkte. Ziel ist es, zur positiven Entwicklung von Stadt und Region sowie den Freiburger Nachhaltigkeitszielen beizutragen. Dazu gehört nachhaltiges Personalmanagement, Nutzung regionaler Angebote und Klimaneutralität bis 2035. Erste Maßnahmen liegen unter anderem in der Erhöhung der Energieeffizienz, Mobilität sowie Fernwärme. Weitere Informationen online.

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Veranstaltungen 

Auf Regen folgt Sonnenschein: Erlebnis Insektenzählen

Auf Regen folgt Sonnenschein: Erlebnis Insektenzählen
Europäische Hornisse (c) NABU/Frank Hecker

Zweites Wochenende der Zählaktion (4. bis 13. August) steht bevor

Berlin, 10.9.23 - Regenjacke, Gummistiefel und Regenschirm waren in den vergangenen Wochen wichtige Utensilien. Auch für Insekten bedeutet dieses nasse Wetter eher Rückzug als Umherfliegen. Nun hat sich für die kommenden Tage der Sommer wieder angekündigt. Fürs Insektenzählen sind das beste Vorrausetzungen. Jetzt heißt es also: Raus in den Wald, auf die Wiese oder zum See. Auch im eigenen Garten lassen sich Hummel, Feuerwanze, Wildbiene und Co. wunderbar beobachten und zählen.

In einem Radius von etwa zehn Meter vom eigenen Standpunkt aus werden alle Insekten erfasst. Gezählt werden kann bis zu einer Stunde. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App NABU Insektensommer. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de abrufbar.

NABU-Insektenexpertin Laura Breitkreuz erläutert: “Die Welt der Insekten ist unglaublich spannend. Es lohnt sich, sehr genau hinzuschauen, wenn Hummeln durch den Garten brummen, Schmetterlinge über die Wiese flattern oder Ameisen über den Boden wuseln. Für unsere Böden spielen sie eine zentrale Rolle. Ohne Insekten hätten wir auch keine Früchte für die Obsttorte, sie sind als Bestäuber unverzichtbar. Andere Tiere wie Vögel, Frösche, Eidechsen oder Igel sind ebenso auf sie angewiesen.”

Mit der Aktion wollen der NABU und sein bayerischer Partner LBV auf genau diese enorme Bedeutung von Insekten aufmerksam machen und gleichzeitig die Artenkenntnis fördern. Denn man schützt eben nur, was man kennt. Diese Tiergruppe ist stark gefährdet und wenig erforscht. In Deutschland gibt es etwa 34.000 Insektenarten.

“Um den Einstieg ins Zählen etwas leichter zu machen, haben wir sogenannte Kernarten benannt, auf die besonders geachtet werden kann”, so Laura Breitkreuz. “Zu denen gehören die Blaugrüne Mosaikjungfer die Ackerhummel, die Blaue Holzbiene, das Heupferd, der Kleine Fuchs, der Schwalbenschwanz, der Siebenpunkt-Marienkäfer und die Streifenwanze.”

Außerdem hilft die Entdeckungsfrage “Kannst Du Hummeln am Hintern erkennen?”- wer zum ersten Mal in die faszinierende Welt der Insekten eintaucht, kann sich auf Ackerhummel, Erdhummel und Steinhummel konzentrieren.

Auch in diesem Jahr hat die Aktion prominente Unterstützung: Die Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler, die Moderatoren Ruth Moschner und Ralf Caspers, der forensische Entomologe Dr. Mark Benecke, die Schriftstellerin und Wissenschaftsjournalistin Jasmin Schreiber, der Instagram-Influencer robinga_schnoegelroegel und die bekannte Figur Biene Maja und ihre Freunde (www.diebienemaja-bienenschutz.de) rufen zum Mitzählen auf.

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Waldrentiere ziehen zu den Elchen im Tierpark Oberwald

Waldrentiere ziehen zu den Elchen im Tierpark Oberwald
© Timo Deible, Zoologischer Stadtgarten, Stadt Karlsruhe

Zoo Karlsruhe steigt in Erhaltungszuchtprogramm ein / Männliches Tier folgt

Der Tierpark Oberwald hat neue Bewohner: Ein Spezialtransport aus dem GaiaZoo Kerkrade in den Niederlanden hat zwei weibliche Waldrentiere ins Badische gebracht. Im Gegensatz zur domestizierten Form des Rentiers sind Waldrentiere äußerst selten. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt sie auf der roten Liste als gefährdet.

Auch in Zoos und Tierparks ist das Waldrentier selten vertreten, in Deutschland gibt es lediglich sechs weitere Haltungen. Die beiden Weibchen werden zur Eingewöhnung einige Zeit in einem eigenen Gehege im Tierpark Oberwald, der Dependance des Zoos mitten im Wald, verbringen. Danach kommen sie auf die große Naturanlage der Elche. Dort bilden die Waldrentiere mit den Elchen künftig eine Lebensgemeinschaft.

Früher kam das Waldren, wie Experten die die Unterart nennen, in weiten Teilen Nordosteuropas vor, wurde vom Menschen aber immer mehr bejagt. In vielen Gebieten haben wir Menschen es völlig ausgerottet. Heute gibt es noch zwei kleinere Populationen in Finnland mit jeweils etwas mehr als 1000 Tieren und eine etwas größere Population im russischen Teil Kareliens. Diese schätzen Fachleute im Jahr 2002 noch auf 3.000 Individuen. Seitdem ist die dortige Population wohl durch Wilderei jedoch deutlich kleiner geworden.

Karlsruher Zoologischer Garten beteiligt sich an Erhaltungszuchtprogramm

„Für das Waldrentier gibt es ein Erhaltungszuchtprogramm des Europäischen Zooverbands. An diesem möchten wir uns beteiligen, um so die Reservepopulation in Menschenobhut möglichst zu vergrößern“, erläutert Zootierarzt Dr. Marco Roller, der auch Kurator für den Tierpark Oberwald ist. Um züchten zu können, soll noch ein männliches Tier aus Finnland nach Karlsruhe kommen.

Das Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Waldrentiere wird in Helsinki gemanagt. Dort entschieden die Experten, welche Individuen in welche Einrichtung kommen. Dabei soll Inzucht vermieden und die genetische Variabilität möglichst groß gehalten werden. Der Zoo Karlsruhe beteiligt sich aktuell an insgesamt 53 EEP der Europäischen Zoovereinigung EAZA.

„Mit den Waldrentieren haben wir eine weitere Tierart erhalten, die der Mensch erst an den Rand der Ausrottung gebracht hat und jetzt alles dafür tun muss, dass es nicht geschieht. Das ist die Aufgabe der Zoos, wir sehen uns als modernes Artenschutzzentrum“, betont Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

zum Bild oben:
Im Tierpark Oberwald sind Waldrentiere eingezogen
© Timo Deible, Zoologischer Stadtgarten, Stadt Karlsruhe

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Leipzig: Rüssel-Quartett zeitweise zusammen

Leipzig: Rüssel-Quartett zeitweise zusammen
(c) Zoo Leipzig

Entdeckertagen Elefanten am Wochenende

Rüssel-Quartett lernt sich schrittweise kennen: Ranis 10 Tage alte Tochter (geb. am 29. Juli 2023) hat in den vergangenen Tagen nicht nur die Außenanlagen des Elefantentempel Ganesha Mandir kennengelernt, sondern traf auch erstmals direkt auf ihre Halbgeschwister Akito (10 Monate) und Zaya (3 Monate), nachdem sie bisher nur mit Halbschwester Bao Ngoc (7 Monate) die Anlage geteilt hatte. „Wir haben den nächsten konsequenten Schritt in der Herdenzusammenführung vollzogen und können ein erstes positives Fazit ziehen. Vor allem die drei Kälber, die in der Entwicklung Ranis Tochter einiges Voraus haben, zeigten großes Interesse beim ersten Aufeinandertreffen, suchten immer wieder Kontakt zu ihr und wollten sie sichtbar zum Mitspielen animieren. Rani passt allerdings gut auf, dass ihre Tochter immer bei ihr bleibt und schirmt sie auch sanft vor den etwas übermütigen Kälbern ab. In den nächsten Tagen werden wir die Zusammenführung weiter vorantreiben und die Herde stundenweise zusammenlassen“, fasst Seniorkurator Johannes Pfleiderer die aktuelle Situation im Elefantenhaus zusammen und ergänzt, dass sich Rani (15) nach wie vor verlässlich um ihr Jungtier, das sich zufriedenstellend entwickelt, kümmert.

Bei den anstehenden Entdeckertagen Elefanten am 12. und 13. August haben die Zoogäste somit nicht nur die Möglichkeit, das Rüssel-Quartett im Zusammenspiel zu sehen, darüber hinaus bieten die Tage auch die Gelegenheit, mehr über die Pflege und das Handling von Elefanten zu erfahren. Kommentierungen, Elefantenbaden, Infostände und Videoeinblicke ins tägliche Training versprechen spannendende Tage rund um die Asiatischen Elefanten.

zum Bild oben:
Rüssel-Quartett zusammen unterwegs: Akito, Bao Ngoc, Zaya, Rani und Tochter (rechts)
(c) Zoo Leipzig

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Autor: Prof. Jörg Junhold ,Zoodirektor




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Schottergärten zeigen besonders im Sommer ihre Schattenseiten

Schottergärten zeigen besonders im Sommer ihre Schattenseiten
Schottergarten (c) NABU/Iris Barthel

Der NABU klärt fünf Mythen rund um den fragwürdigen Gartentrend auf

Berlin – Schotter und Kies soweit das Auge reicht: Der Trend zum Schottergarten ist ungebrochen. Dabei zeigt die private Steinwüste gerade im Sommer ihre Schattenseiten. Der NABU klärt fünf Mythen über Schottergärten auf.

Mythos 1: Schottergärten sind pflegeleicht und günstig
Leider nein. Schon die Materialkosten von Steinen, Schotter und Pflanzen sowie der Bau gehen ins Geld. Kies und Steine können mit der Zeit Moos und Algen ansetzen, was sie ungepflegt wirken lässt. Darum müssen Schotterflächen regelmäßig von Blättern und Pflanzenaufwuchs befreit werden. Dies geschieht oft mit dem Laubbläser oder Hochdruckreiniger. Die Geräte sind laut, verbrauchen viel Energie und schaden außerdem Kleinstlebewesen. Wird die Fläche nach einigen Jahren unansehnlich, muss sie komplett abgetragen, der Kies gewaschen, das Vlies unter dem Kies erneuert und der saubere Kies wieder aufgelegt werden. Auch das ist teuer, aufwändig und verbraucht Energie. In vielen Kommunen gelten Schottergärten zudem als versiegelt oder teilversiegelt. Weil sie die Kanalisation belasten, fallen zusätzlich Abwassergebühren an.

Mythos 2: Schottergärten haben keinen Einfluss auf das Klima in Garten und Haus
Ganz in Gegenteil: Im Sommer erhitzen sich die Steine sehr stark und kühlen auch nachts nicht ab. Versiegelte Böden können kein Wasser aufnehmen und verdunsten, weshalb sie im Sommer nicht zur Kühlung der Luft beitragen. Nicht bepflanzte Flächen fallen als Wasserverdunster und Schattenspender aus. Durch die fehlenden Pflanzen können auch feine Staubpartikel über die Blätter nicht mehr aus der Luft gefiltert werden, Staub und Stickstoffdioxid reichern sich an. Lärm von der Straße wird nicht von Vegetation gedämpft, sondern verstärkt. Mit offenem Fenster zu schlafen, wird so schwierig.

Mythos 3: Dem Boden ist ein Schottergarten egal
Auch das stimmt nicht. Der Boden leidet stark unter versiegelten Flächen. Durch die Bodenverdichtung und unter Folie und Vlies leidet das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit geht verloren. Angesichts der fortschreitenden Flächenversiegelung und der Klimakrise können wir uns das nicht länger leisten. Starkregen kann auf dem versiegelten Boden ebenfalls zum Problem werden. Zum einen kann Regenwasser weniger gut versickern und die Grundwasservorräte auffüllen. Zum anderen steigt das Risiko für Überschwemmungen: Regnet es sehr stark, können die Kanalisation oder die Vorfluter die oberflächlich abfließenden Wassermassen nicht fassen.

Mythos 4: Steine gehören generell nicht in den Garten
Stimmt nicht! Steine können im Garten ein wichtiges Gestaltungsmittel sein, etwa als Trockenmauer oder Wegebelag. Fachgerecht angelegte naturnahe Kiesgärten oder alpine Steingärten etwa sind meist sehr pflanzen- und artenreich. Wenn auf Folie verzichtet wird, kann auch Wasser in den Boden versickern. Solche Gärten beherbergen spezialisierte Pflanzen, die naturgemäß an sonnigen, trockenen, humus- und nährstoffarmen sowie wasserdurchlässigen Extremstandorten vorkommen, zum Beispiel auf natürlichen Trockenstandorten wie Trockenrasen und Felsheiden oder in Kiesgruben und Steinbrüchen.

Mythos 5: Schottergärten sind erlaubt
Nein, Schottergärten, insbesondere mit Vliesunterlage, entsprechen nicht den Bestimmungen des Baurechts. Alle Länderbauordnungen haben festgeschrieben, dass nicht überbaute Flächen von bebauten Grundstücken wasserdurchlässig zu gestalten und zu begrünen sind. Schottergärten sind darum bereits jetzt nicht erlaubt – auch unabhängig von einem expliziten Verbot. Trotzdem scheint vielerorts Unklarheit darüber zu herrschen, was erlaubt ist oder nicht. Viele Kommunen engagieren sich daher mit Verboten, aber auch positiven Anreizen gegen Schottergärten. Baden-Württemberg verankerte daher 2020 zusätzlich ein Verbot von Schottergärten im Landesnaturschutzgesetz und bestätigte damit die geltende Regelung in der Landesbauordnung. Bundesländer wie Bayern oder Sachsen-Anhalt haben ihre Landesbauordnungen nachgeschärft. Auch in Niedersachsen sind Schottergärten verboten. Das Oberverwaltungsgericht urteilte im Januar 2023, dass sie nicht als Grünflächen anzusehen seien und damit der Niedersächsischen Bauordnung widersprechen. Kommunen können damit ihren Rückbau anordnen.

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