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Sonntag, 22. September 2019 Uhr

 
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Veranstaltungen 

Faire Woche 2019 in Karlsruhe: Aktionen gesucht

Anmeldung ab sofort und noch bis 5. Mai

Die Stadt Karlsruhe beteiligt sich in Kooperation mit der Aktion Eine Welt e.V. erneut am bundesweiten Aktionszeitraum "Faire Woche" vom 13. bis 27. September. Die Vorbereitungen laufen und erste Initiativen haben sich bereits gemeldet - weitere Anmeldungen sind willkommen.

Der Schwerpunkt lautet dieses Jahr "Geschlechtergerechtigkeit". Er unterstreicht, dass der Faire Handel unter anderem Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit unterstützt. Immer mehr Karlsruher Gruppen, Institutionen und ehrenamtliche Initiativen setzten sich für die "Eine Welt Arbeit" ein und leisten so einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und auch zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Ländern des Globalen Südens.

Alle, die sich mit einer Aktion im verlängerten Zeitraum von Mitte September bis Ende Oktober an der Karlsruher Fairen Woche beteiligen wollen oder fair gehandelte Produkte im Angebot haben, sind eingeladen, sich beim Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe zu melden. Ab sofort werden Anmeldungen für Aktionen und Veranstaltungen entgegen genommen, die den Fairen Handel beziehungsweise das Engagement für Menschenrechte und faire und nachhaltige Lebensbedingungen erlebbar machen.

Noch bis 5. Mai können sich Initiativen, Gruppen, Vereine, Schulen und kirchliche Einrichtungen in Karlsruhe sowie gastronomische Betriebe und Einzelhandelsgeschäfte, die sich mit ihrem Angebot im Programmheft präsentieren möchten, mit einer E-Mail an umwelt-arbeitsschutz@karlsruhe.de anmelden.

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Verschiedenes 

NABU: Europaparlament bringt Umweltförderprogramm in trockene Tücher

schimpke: Wahl am 26. Mai entscheidet auch über künftigen Stellenwert des Naturschutzes in Europa

Straßburg – Noch vor der Europawahl macht das Europäische Parlament den Weg frei für die Fortsetzung des Umweltförderprogramms LIFE. Dieses wichtige Finanzierungsinstrument für innovativen Umwelt- und Naturschutz in Europa soll über das Jahr 2020 hinaus verlängert werden. Über das endgültige Budget entscheiden die Staats- und Regierungschefs frühestens im Herbst. Positiv: Kommission und Parlament haben bereits im Vorfeld eine deutliche Aufstockung um 60 bis 100 Prozent gefordert. In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 umfasst die LIFE-Förderung eine halbe Milliarde Euro pro Jahr.

Der NABU begrüßt das Bekenntnis des Europaparlaments zu diesem wichtigen Umweltprogramm, das ein Musterbeispiel für den Mehrwert der EU ist. Es gibt aber noch viel Spielraum, das Artensterben ist noch lange nicht gestoppt. Die verfehlte EU-Agrarpolitik (GAP) mit ihren milliardenschweren pauschalen Flächensubventionen unterläuft alle Bemühungen des in seinem Volumen überschaubaren LIFE-Programms. „Die harten Bretter in der Natur- und Umweltschutzfinanzierung müssen nach der Europawahl auf EU-Ebene noch gebohrt werden. Deshalb ist die Wahl am 26. Mai richtungsweisend und braucht eine hohe Beteiligung und viele Stimmen für den Naturschutz. Das erfolgreiche Volksbegehren in Bayern hat gezeigt, dass die Wählerinnen und Wähler endlich Fortschritte sehen wollen. Es wird Zeit, dass dies auch in Brüssel und Straßburg gehört wird“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Das LIFE-Programm hat sich in der Vergangenheit bewährt und war für einige Arten die letzte Rettung. So konnten bedrohte Vogelarten wie der Azorengimpel oder der Spanische Kaiseradler dank durch LIFE finanzierter Projekte vom Aussterben bewahrt werden. Mehr als fünf Millionen Hektar Land wurden seit der Einrichtung dieses Programms renaturiert und das mit einem Anteil am EU-Budget von gerade einmal 0,3 Prozent. Neben der Biodiversität profitiert auch der Klimaschutz vom LIFE-Förderprojekten. Auch die Natur in Deutschland hat seit dem Bestehen des Programms 1992 von fast 500 Projekten profitiert, zum Beispiel zum Schutz der Gelbbauchunke, welches der NABU Niedersachsen seit 2018 durchführt.

Die Erfolgsgeschichte des LIFE-Programms zeigt, welch enormes Potenzial in der EU-Naturschutzpolitik liegt und aber auch die Tragik, dass der Großteil des EU-Budgets für völlig ineffektive Instrumente wie die Direktzahlungen innerhalb der GAP verschwendet wird. Bei der Agrarpolitik stehen nach der Europawahl wichtige Entscheidungen in Parlament und Rat an, auch über die Frage wie viel Geld dem Naturschutz in Zukunft zur Verfügung stehen wird.

„Nötig wären etwa 15 Milliarden Euro pro Jahr. Ein Umweltprogramm wie LIFE wird dies nicht allein stemmen können. Umso wichtiger ist eine Ausrichtung der gegenwärtig laufenden Reform der EU-Agrarpolitik auf die Honorierung von Landwirten, die über den gesetzlichen Standard hinaus etwas für den Schutz von Lebensräumen und Arten leisten. Das wäre der richtige Schritt zur Rettung unserer Artenvielfalt“, so NABU-Experte für EU-Haushalts- und Agrarpolitik André Prescher.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Offene Pforte 2019 startet

Blütenpracht und wilder Garten
Grüne Oasen in Rüppurr und Innenstadt-West locken

Einblicke in schöne Privatgärten können Pflanzenfreunde und Blumenliebhaber im Rahmen der "Offenen Pforte 2019" inzwischen zum sechsten Mal genießen. Vom 24. April bis 17. August laden grüne Refugien in der Stadt dazu ein, sich an der Vielfalt und der Schönheit von Gärten und Höfen zu erfreuen. 2019 umfassen die 38 Angebote der "Offenen Pforte" neben bereits bekannten und immer wieder gerne besuchten Oasen auch neue Gärten, die erstmals offene Tore für Besucherinnen und Besucher haben.

Den Auftakt macht am Mittwoch, 24. April, die Stadtgärtnerei in Rüppurr. Von 10 bis 13 Uhr gewährt sie in der Gebrüder-Grimm-Straße 9 einen Blick hinter die Kulissen. Hier wird angezogen und gepflegt, was später auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet grünt und blüht. Auf 6.500 Quadratmetern Anzuchtfläche kultivieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 230.000 Pflanzen für die Wechselflorflächen.

Ein verwunschener und leicht verwilderter Garten lockt am Samstag, 27. April, in die Jahnstraße 8. Naturnah erstreckt sich die Anlage in der Innenstadt-West über 400 Quadratmeter. Dominierend ist die große Eiche aus der Zeit der Stadtgründung. Zu sehen gibt es in Garten und Vorgarten Frühjahrsblüher, Stauden und Ziergehölze wie Strauchpäonie, Forsythie, Scheinquitte und Rosen.

Details zu allen Gärten und Terminen gibt es auch online ...

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Veranstaltungen 

Wildkräuterführung am Schlossberg Freiburg

Der Verein "Zukunftleben" bietet am Sonntag, 5. Mai, ab 15 Uhr eine Veranstaltung über "Essbare Wildkräuter und ihre Heilwirkungen" am Freiburger Schlossberg an. Treffpunkt ist Aufgang zur Fußgängerbrücke am Schwabentor; die zweieinhalbstündige Führung kostet 10 Euro.

Die Natur macht es uns vor: wenn die Bären aus der Winterruhe erwachen, dann genießen sie das erste saftige Grün, um ihren Kreislauf wieder in Schwung zu bringen und Wintersteifheit oder winterliche Lungenverschleimungen loszuwerden. Sie mögen den nach ihnen benannten Bärlauch, der auch für uns Menschen eine leckere und gesunde Frühjahrspflanze ist, denn er hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, Arteriosklerose und Bluthochdruck. Doch auch andere Frühjahrskräuter, wie etwa Löwenzahn, Giersch, Gundermann, Sauerampfer, Wiesenschaumkraut, Spitzwegerich, Scharbockskraut (nur Blätter vor der Blüte) oder Gänseblümchen (Blätter und Blüten) sind in Salaten, Soßen, als Pesto oder in Grünen Smoothies genossen leckere Fit- und Gesundmacher. Ihre Vielfalt, Erkennungsmerkmale, Gesundheitseffekte und Verwendungsmöglichkeiten werden bei der Führung vorgestellt. Sogar die jungen Blätter einiger Baumarten sind essbar. Auch die vertretenen Giftpflanzen werden in Augenschein genommen, um Verwechslungen auszuschließen.

Mehr Infos online ...

Der gemeinnützige Freiburger Verein Zukunftleben e.V. betreibt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Bereich Umwelt, Natur und ganzheitlich-nachhaltiges Leben

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Veranstaltungen 

Der NABU ruft wieder zur bundesweiten Vogelzählung auf

Der NABU ruft wieder zur bundesweiten Vogelzählung auf
Haussperling (c) Minden Pictures/Arco Images/Marcel van Kammen/NiS

Miller: Stunde der Gartenvögel wird zeigen, wie es um die Vogelbestände in Gärten und Parks steht

Berlin – Wer fliegt und piept in Deutschlands Gärten und Parks? Das soll die 15. Stunde der Gartenvögel zeigen. Der NABU ruft gemeinsam mit der NAJU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) vom 10. bis zum 12. Mai dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

„Wir wollen wissen: Stemmen sich unsere Gartenvögel weiter gegen den Abwärtstrend der Vogelbestände in der offenen Landschaft?“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Seit 1980 ist mehr als jeder zweite Feldvogel in der EU verschwunden. Bei den Vögeln, die in Gärten und Parks vorkommen, sah es zumindest bisher deutlich besser aus.“

Allerdings gibt es auch bei diesen Arten Sorgenkinder. Das betrifft vor allem Gebäudebrüter und Insekten fressende Vögel wie Mauersegler und Mehlschwalben. „Diese finden durch das Insektensterben immer weniger Nahrung und durch Gebäudesanierungen auch immer weniger Wohnraum“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Seit der ersten Vogelzählung 2005 sind beide Arten um etwa die Hälfte zurückgegangen. Das zeigt die Auswertung aus 15 Jahren Stunde der Gartenvögel, die jetzt als Broschüre erschienen ist. Unter www.NABU.de/15-jahre-sdg kann man sie downloaden.

Wer schon vor der „Stunde der Gartenvögel“ spielerisch das Erkennen von Arten üben will, kann dies mit dem neuen Online-Learning-Tool NABU Vogeltrainer unter www.vogeltrainer.de machen. Hier werden 15 häufige Gartenvögel vorgestellt.

Im vergangenen Jahr hatten fast 57.000 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel mitgemacht und Ergebnisse aus über 37.000 Gärten gemeldet. Gemeinsam mit der Schwesteraktion, der „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

Und so funktioniert es: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt wird. Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de und mit der kostenlosen NABU Vogelführer App gemeldet werden. Meldeschluss ist der 20. Mai. Eine kostenlose Rufnummer zum Melden ist am 11. und 12. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 – geschaltet.

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

Für kleine Vogelexperten hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (6. bis 10. Mai) ins Leben gerufen. Ein NAJU-Aktionspaket versorgt teilnehmende Gruppen und Klassen mit Zählkarten, einem „Vogelbüchlein für die Hosentasche“ für jedes Kind, einem NAJU-Poster, auf dem Kinder die häufigsten Vogelarten in Deutschlands Gärten und ihre Besonderheiten kennenlernen, sowie einem Begleitheft.

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Veranstaltungen 

Saisonstart im Garten der Herrenmühle Bleichheim

Saisonstart im Garten der Herrenmühle Bleichheim
Foto: Veranstalter

Das Frühjahr zeichnet außergewöhnliche Stimmungen in den romantischen Garten von Hansjörg Haas im nördlichen Breisgau. Stauden und Gehölze treiben kraftvoll aus, Narzissen und erste Tulpen tauchen die Beete bereits in erste Farbspiele. Zu dieser Jahreszeit sind die baulichen Strukturen und gestalterischen Absichten mit historischem Sandstein sehr gut zu erkennen. Der Garten am Schloßplatz 2 in Herbolzheim-Bleichheim ist am Sonntag, 14. April von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt wird erhoben.

Der Fachmann beantwortet den Besuchern gerne ihre Fragen.

Weitere Termine:
bis einschließlich Oktober immer der 2. Sonntag im Monat 13 bis 18 Uhr
Mai bis September 2. Und 4. Freitag im Monat von 15 bis 18 Uhr

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Führung im Zoologischen Stadtgarten am 14. April

Frühblüher und Zwiebelblumen

Zu Beginn der neuen Gartensaison lädt das Gartenbauamt am Sonntag, 14. April, wieder zu einer Führung im Zoologischen Stadtgarten mit dem Thema "Frühjahrsblüher" ein. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr der Stadtgarteneingang bei der Nancyhalle.

Neben Frühjahrsblühern wie Stiefmütterchen und Gänseblümchen stehen Zwiebelblumen, insbesondere die Tulpe im Mittelpunkt. Verwendungsmöglichkeiten in öffentlichen Anlagen und im eigenen Garten werden erläutert, ebenso Probleme, die sich durch Schädlinge und Krankheiten ergeben können. Gerne beantworten Fachleute des Gartenbauamtes Fragen zur Gartengestaltung mit Frühjahrsblühern sowie zu Ansprüchen und Pflege. Nach diesem Auftakt sind weitere Führungen im Zoologischen Stadtgarten geplant.





Verschiedenes 

Neue NABU-Studie: So kann die Artenvielfalt auf Äckern & Wiesen gerettet werden

Tschimpke: Agrarminister müssen mehr Geld für Naturschutz bereitstellen / bisherige EU-Pläne unzureichend

Berlin/Landau – Auf Deutschlands Äckern und Wiesen wird es immer stiller. Doch das Artensterben kann gestoppt werden, sofern die EU-Agrarpolitik deutlich mehr Geld für den Naturschutz bereitstellt. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der NABU beim Institut für Agrarökologe und Biodiversität (ifab Mannheim) in Auftrag gegeben hat.

Die Agrarökologen kommen zu dem Schluss, dass 50 Prozent der Gelder, die Landwirte aktuell als Direktzahlungen pro Hektar von der EU erhalten, künftig in die konkrete naturverträgliche Bewirtschaftung von Lebensräumen fließen müssen. Nur so werden Feldlerchen und Wildbienen ausreichend Platz finden. Für Deutschland bedeutet dies einen Finanzbedarf von etwa 2,4 Milliarden Euro jährlich.

Der NABU fordert Bundesagrarministerin Julia Klöckner und ihre Kollegen in den Ländern auf, sich bei ihrem morgen beginnenden Treffen in Landau auf einen naturverträglicheren Kurs in der Agrarpolitik zu verständigen. Bereits kommende Woche muss Frau Klöckner Pläne mit nach Luxemburg bringen, wie sie die EU-Agrarförderung nachhaltiger gestalten will. Bislang blieb sie dazu jeden Vorschlag schuldig. Und längst schlugen andere ihre Pflöcke ein: Vergangene Woche erst stimmte der EU-Agrarausschuss dafür, ab 2021 noch weniger Geld für nachhaltig arbeitende Landwirte bereitzustellen als bisher.

„Nochmal zehn Jahre eine solch zerstörerische Agrarpolitik und Insektensterben können wir uns nicht erlauben. Wir brauchen jetzt einen Kurswechsel. Für Landwirte muss es sich lohnen, unsere Lebensgrundlagen zu schützen“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Er warnte die Agrarminister davor, Fehler zu wiederholen und Probleme auf die lange Bank zu schieben – wie bei der Düngeverordnung. Die Quittung komme in Form von teuren Vertragsverletzungsverfahren und wachsendem Unmut der Bevölkerung.

Die Studienautoren unterstreichen, dass in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zu wenig für die Artenvielfalt in der Landwirtschaft getan wurde. Für ihre Untersuchung stellten sie nun die Anforderungen zusammen, wie typische Arten der Agrarlandschaft, wie Kiebitz, Feldlerche, Rebhuhn, Wiesenpieper sowie Acker- und Grünland-Wildkräuter, in ihrem Bestand gesichert und gefördert werden können. Daraus leiteten sie die erforderlichen Maßnahmen sowie deren Flächenumfang und das notwendige Budget ab.

Besonderes Augenmerk richteten sie dabei auf ein neues Instrument der EU-Agrarpolitik, die „Eco-Schemes“. Diese sind nach Ansicht der Studienautoren besonders geeignet, die Artenvielfalt flächendeckend zu erhöhen – und nicht nur punktuell. Nach den Plänen der EU-Kommission soll jeder Mitgliedstaat diese Maßnahmen anbieten. Für Betriebe sollen sie freiwillig sein, einfach umsetzbar und zudem attraktiv entlohnt. Sie sind als Teil der sogenanten „Ersten Säule“ geplant und demnach vollständig von der EU finanziert.

Damit das neue Instrument auch tatsächlich zum Überleben von Agrarvögeln und Insekten beitragen kann, müssen wirksame Maßnahmen auf einem entsprechend hohen Flächenanteil umgesetzt werden – und zudem finanziell attraktiv sein. Laut Studie sollten mit den Eco-Schemes hocheffektive Maßnahmen auf mindestens 18 Prozent der Fläche im Ackerland und auf 28 Prozent der Wiesen und Weiden umgesetzt werden – zusammen genommen auf rund 3,5 Millionen Hektar in Deutschland. Darüber hinaus sollte der Ökolandbau auf 1,7 Millionen Hektar gefördert werden.

Konkret empfehlen die Studienautoren für das Ackerland, auf 15 Prozent der Fläche Extensivgetreide oder Lichtäcker anzulegen und diese mit 400 Euro pro Hektar zu fördern. Auf weiteren drei Prozent sollten über- oder mehrjährige Blüh- und Brachestreifen entstehen, für die ein Landwirt eine attraktive Förderung von bis zu 750 Euro pro Hektar erhalten kann. Im Grünland sollten artenreiche und extensiv bewirtschaftete Wiesen und Weiden sowie Streuobstwiesen mit 350 bis 500 Euro pro Hektar unterstützt werden. Der Ökolandbau sollte 300 Euro erhalten.

Insgesamt ergibt sich daraus ein Finanzbedarf von rund 2,4 Milliarden Euro pro Jahr für die Eco-Schemes. Dies entspricht rund der Hälfte der Gelder, die derzeit als Direktzahlungen nach Deutschland fließen. Darüber hinaus müsse verpflichtend sein, dass alle Landwirte, die von Direktzahlungen profitieren, Landschaftselemente wie Hecken, Pufferstreifen und Brachflächen erhalten oder neu anlegen. Sollten all diese Maßnahmen umgesetzt werden, könnte Deutschland seine Biodiversitätsziele in der Agrarlandschaft erreichen.

Der NABU sieht sich durch die Studienergebnisse in seiner Forderung bestätigt, dass im künftigen EU-Agrarhaushalt insgesamt mindestens 15 Milliarden Euro für den Naturschutz zur Verfügung stehen müssen und dass mindestens 50 Prozent der Ersten Säule dieses Ziel verfolgen. So könnten die ökonomisch, sozial wie ökologisch unsinnigen pauschalen Flächenprämien schnell in gute Anreize für mehr Umweltschutz umgewandelt werden.

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