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Veranstaltungen 

Karlsruher Zoo veranstaltet am Sonntag Artenschutztag

Karlsruher Zoo veranstaltet am Sonntag Artenschutztag
Zoo Karlsruhe beteiligt sich am Erhaltungszuchtprogramm / Foto: Zoo Karlsruhe/Ti

Artenschutzstiftung, Zoo und Partner präsentieren Projekte

Im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe steht am kommenden Sonntag, 9. September, der ganze Tag im Zeichen des Artenschutzes. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Artenschutztag sehr erfolgreich im Zoo ausgerichtet, auch in diesem Jahr sind verteilt über das gesamte Gelände Stände zur Artenschutzthematik zu finden.

"Für uns als Zoo ist es besonders wichtig, die Zoogäste zu sensibilisieren. Sie sollen bei ihrem Besuch neben der Freizeiterholung auch die Thematik Artenschutz nähergebracht bekommen. Das ist eines der zentralen Anliegen der Zoologischen Gärten", betont Dr. Clemens Becker, stellvertretender Zoodirektor und Kurator Artenschutz. "Artenschutz ist für uns das Leitthema, das stellen wir in der gesamten Bandbreite von lokal bis global dar und wollen damit Impulse setzen", ergänzt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

Mehr Institutionen als 2017

Insgesamt 25 Institutionen – und damit zehn mehr als im vergangenen Jahr – beteiligen sich am Artenschutztag im Zoo Karlsruhe. Von 10 bis 17 Uhr können sich die Besucher an zahlreichen Ständen informieren. Der Zoo selbst wird dabei die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe mit dem Thema Biodiversität in den Mittelpunkt rücken. Zudem wird gezeigt, wie sich der Zoo in Sachen Artenschutz engagiert: gezielte und europaweit koordinierte Zuchtprogramme, Wiederansiedlungsprojekte etwa von Przewalski-Pferd und Säbelantilope. Bei beiden Programmen ist der Zoo Karlsruhe beteiligt. Weitere Themen sind nachhaltiges, umweltfreundliches Handeln zum Schutz der Biotope bedrohter Arten, zum Schutz der Arten selbst, etwa durch nachhaltige Fischerei. Bienenschutz wird ebenso erläutert – für entsprechende Spenden an die Artenschutzstiftung gibt es auch kleine Gläschen mit Honig von den zooeigenen Bienen.

Unter den Teilnehmern, die sich am Artenschutztag mit einem Stand präsentieren, sind langjährige Förderer wie die Zoofreunde Karlsruhe, die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins, das Liegenschaftsamt oder der enge Partner des Zoos, die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK). Dort wird über Energiesparmaßnahmen und Klimawandel informiert.

Geschützte Flora und Fauna im Mittelpunkt

Die Zoofreunde zeigen auf, wie mit Hilfe von Patenschaften für Tiere und Bäume der Artenschutz gestärkt werden kann. Über nachhaltiges Umgehen mit Müll informiert das Amt für Abfallwirtschaft an einem Stand. Das Gartenbauamt bringt das Thema naturnahe Grünflächen als Stätten hoher Biodiversität näher. Artenkenntnis und Artenschutz im Wald rund um Karlsruhe wird vom Forstamt und der Waldpädagogik präsentiert. Das Umweltamt stellt die geschützte Flora und Fauna in den Mittelpunkt.
Der Jägerverein gibt Einblicke in die heimische Natur. Das KIT-Schülerlabor ist ebenso mit einem Stand vertreten wie der Amphibienschutz in Untergrombach und Grötzingen.

Auch mit dabei sind die Karlsruher Hobby-Imker, eine Ausstellung von Heidi Lots über die Vögel Südamerikas, das Botanische Institut am KIT, der Wildtierbeauftragte der Stadt Karlsruhe, das Naturschutzzentrum Rappenwörth sowie das Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe.
Für die jungen Besucher ist eine besondere Aktion geplant. Es gibt direkt an den Kassen kostenlose Sammelhefte, an den einzelnen Ständen bekommen die Kinder die zugehörigen Klebebilder. Spielerisch können die Kinder so die Stände des Artenschutztags entdecken. "Die Wissensvermittlung und das aktive Management zum Thema Artenschutz können an diesem Tag von uns und unseren Partnern im Rahmen eines Zoobesuchs gezeigt werden", berichtet Becker. Die Veranstaltung ist im Rahmen des üblichen Zooeintritts für die Besucher kostenfrei.

zum Bild oben:
Säbelantilopen wurden in der Natur ausgerottet. Der Zoo Karlsruhe beteiligt sich am Erhaltungszuchtprogramm und Maßnahmen zur Wiederansiedelung / Foto: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

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Verschiedenes 

NABU-Zahl des Monats: 8881 Usutu-Verdachtsfälle

Virus tötet mehr Vögel als je zuvor

Berlin – Dem NABU wurden allein in diesem Jahr bereits 8881 Fälle von erkrankten oder toten Vögeln gemeldet, die mutmaßlich von einer Infektion mit dem Usutu-Virus betroffen sind. Es ist davon auszugehen, dass in diesem Jahr in Deutschland mehr Vögel vom Usutu-Virus betroffen sind als je zuvor. Meist sind Amseln von dem Erreger befallen, in geringen Zahlen aber auch andere Arten wie Singdrosseln, Meisen oder Finken. Das von Mücken auf Vögel übertragene ursprünglich südafrikanische Usutu-Virus tritt seit 2010 in Süd-West-Deutschland auf und breitet sich seitdem immer weiter nach Norden aus. Wo das Virus neu auftritt, kommt es vor allem bei Amseln zu Massensterben. In diesem Jahr ist davon vor allem der Norden Deutschlands betroffen. Über ein Viertel aller Meldungen kommt aus Niedersachsen, viele weitere aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.

Usutu-Infektionen treten vor allem im Spätsommer im August und September auf. Ein Rückgang der Meldungen verendeter Vögel ist derzeit noch nicht zu beobachten. Pro Tag gehen beim NABU weiterhin etwa 400 Verdachtsmeldungen ein. Um Ausbreitung, und Verlauf dieser neuen Vogelkrankheit zu erfassen und ihre Auswirkungen auf die Bestände unserer Vögel zu untersuchen, bittet der NABU um Meldungen kranker oder an Krankheit gestorbener Vögel unter www.nabu.de/usutu-melden – und, wenn möglich – zusätzlich um die Einsendung frischer toter Kadaver an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

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Verschiedenes 

Karlsruhe ist weiterhin "Fairtrade-Stadt"

Auszeichnung zum vierten Mal in Folge

Bereits zum vierten Mal hat Karlsruhe die Auszeichnung "Faitrade-Stadt" erhalten. Bürgermeister Klaus Stapf freut sich über die erneute Verlängerung des Titels: "Diese Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung der Eine-Welt-Arbeit und der Unterstützung des fairen Handels in Karlsruhe. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Karlsruhe dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns auch weiterhin mit viel Engagement dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern."

So feiert 2018 die Faire Woche in Karlsruhe ihr zehnjähriges Bestehen und startet im Jubiläumsjahr mit einem besonderen Highlight unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Klaus Stapf. Am Samstag, 15. September, findet für Freunde des Fairen Handels sowie alle Interessierten ein bunter Faire-Woche-Markt bei der Kirche St. Stephan statt. Von 10 bis 14 Uhr stellen dort Eine-Welt-Gruppen sich und ihre Projekte der Öffentlichkeit vor. Mitmachaktionen, Verköstigungen, Live-Musik und ein Kinderkarussell laden Groß und Klein zum Feiern und Verweilen ein. Das Gesamtprogramm der Fairen Woche 2018 ist jetzt bereits an vielen Stellen in der Stadt erhältlich, beispielsweise im Weltladen am Kronenplatz, in den Rathäusern, der Schauburg oder in der Stadtbibliothek, aber auch digital unter www.karlsruhe.de/fair.

"Fairtrade-Stadt" seit 2010

2010 erhielt die Stadt Karlsruhe die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel erstmalig vom gemeinnützigen Verein TransFair e.V., der in Deutschland für die Organisation der internationalen Fairtrade-Towns-Kampagne verantwortlich ist. TransFair e.V. überprüft auch die Einhaltung der Kriterien, die eine Kommune zum Erhalt des Titels "Fairtrade-Stadt" nachweislich erfüllen muss.

Ein Kriterium ist, dass die Stadtverwaltung und der Gemeinderat die Absicht zur Unterstützung des fairen Handels mit einem Ratsbeschluss festhalten. Das ist in Karlsruhe bereits 2007 geschehen, indem man sich für ein generelles Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit bei der städtischen Beschaffung aussprach. 2010 folgte ein weiterer Ratsbeschluss zur schrittweisen Umsetzung einer umweltfreundlichen und fairen Beschaffung und zur Unterstützung der Akteure des Fairen Handels in der Stadt. Diese beiden Beschlüsse bildeten die Grundlage für die spätere Bewerbung.

Weitere Vorgaben sind die Gründung einer Steuerungsgruppe zur Entwicklung und Koordination verschiedener Fairhandels-Projekte, ein zunehmendes Angebot an fair gehandelten Produkte in Geschäften und gastronomischen Betrieben, vielseitige Bildungsarbeit und die Berichte der lokalen Medien über die Aktivitäten zum Fairen Handel in Karlsruhe.

Viele erfolgreiche Projekte

Das Engagement in Fairtrade-Städten ist vielfältig: In Karlsruhe findet man die Programmangebote der alljährlich stattfindenden Fairen Woche an zahlreichen Orten im Stadtgebiet, ferner einen digitalen nachhaltigen Einkaufsführer auf der Website der Lokalen Agenda 21 sowie ein buntes Angebot zur Unterstützung der Bildungsarbeit, um nur einige Beispiele erfolgreicher Projekte in den letzten Jahren zu nennen.

"Wir verstehen die bestätigte Fairtrade-Stadt-Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement", erklärt Bürgermeister Klaus Stapf begeistert. Geplant sind ein Anstieg der zu beschaffenden nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen für die städtische Verwaltung, weitere Kooperationen mit dem Karlsruher Einzelhandel und der Gastronomie sowie Begleitprogramme zur Unterstützung der Aktivitäten an unseren Schulen, beispielsweise im Fairtrade-School-Projekt und/ oder deren Würdigung im Karlsruher Nachhaltigkeitswettbewerb "Grüne Pyramide".

Die Fairtrade-Towns-Kampagne bietet der Stadt Karlsruhe auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals - SDG´s), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto "global denken, lokal handeln" leistet die Stadt mit ihrem Engagement - gemeinsam mit vielen anderen Kommunen weltweit - einen wichtigen Beitrag für eine global nachhaltige Entwicklung. Zudem hat der Gemeinderat 2016 mit seinem Bekenntnis zur Resolution "2030 - Agenda für Nachhaltige Entwicklung" die Bereitschaft der Stadt Karlsruhe signalisiert, sich für ausgewählte Themen der Nachhaltigkeit zu engagieren und im Rahmen ihrer Möglichkeiten entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört neben Maßnahmen in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit auch die Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements sowie der Einkauf nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen.

Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und Libanon. Weiter Informationen zur Fairtrade-Towns-Kampagne finden Sie unter www.karlsruhe.de/fair und www.fairtrade-towns.de.

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Verschiedenes 

ÖKO-TEST Magazin September 2018

ÖKO-TEST Magazin September 2018

Die September-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 30. August 2018 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,90 Euro.

Aus dem Inhalt

Test: Äpfel
Die meisten Äpfel im Supermarktregal stammen aus Deutschland, Chile oder Neuseeland. ÖKO-TEST wollte wissen: Wie steht es um ihre Belastung mit Spritzgiften? Und wie um ihre Klimabilanz?

Test: Popcorn
Zwei Produkte sind stark mit Tropanalkaloiden belastet. Das sind pflanzliche Giftstoffe, die bereits in kleinsten Mengen die Herzfrequenz und das zentrale Nervensystem beeinträchtigen können. Die Knuspersnacks der drei großen Kinoketten sind in Ordnung.

Test: Blondierungen
ÖKO-TEST sieht rot. Die Blondierungen strotzen vor bedenklichen Inhaltsstoffen. In sechs stecken etwa aromatische Amine. Das sind Färbesubstanzen, die teilweise zu schweren Allergien führen können.

Test: Gummistiefel für Kinder
Die Schadstoffliste ist lang: PAK etwa, die teilweise als krebsverdächtig eingestuft sind, Phthalate, die im Verdacht stehen, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und wie ein Hormon zu wirken, und, und, und. Immerhin gibt es dieses Mal ein Model mit dem Testurteil „befriedigend“.

Test: Luftentfeuchter
Ist die Luft zu feucht, droht Schimmel. Hilft selbst das Lüften nicht, springen Luftentfeuchter ein. Wir wollten wissen, wie effizient diese Geräte sind, also mit wie viel Energie sie wie viel Feuchtigkeit aus der Luft ziehen. Ein Schadstofflabor hat zudem geprüft, ob sie umweltschädliche oder gesundheitsbedenkliche Materialien enthalten. Es zeigte sich, dass sich die Geräte in punkto Effizienz und Ausstattung erheblich unterscheiden.

Test: Mittel gegen Gedächtnisstörungen
Helfen Mittel mit Ginkgo, Ginseng- oder Taigawurzeln gegen Vergesslichkeit und nachlassende Konzentration? Das kann man vergessen. Nur ein Arzneimittel schneidet mit „gut“ ab. Es enthält einen Extrakt, dem aktuelle Studien eine signifikante Verbesserung der kognitiven Defizite bescheinigen.

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Dieses Mal im Heft: Wenn Eltern alt werden

Ausländische Pflegekräfte
Häufig betreuen Frauen aus Osteuropa in Deutschland alte Menschen. Die einen brauchen das Geld, die anderen Hilfe. Vieles läuft illegal und unter der Hand, aber anders geht es wohl kaum noch.

Gemeinsam wohnen
Unter einem Dach, aber mit eigenem privaten Wohnbereich: Gemeinschaftliches Wohnen bietet gerade für Senioren Vorteile. Viele Probleme lassen sich in den Griff kriegen, wenn man gut plant und sich selbst richtig einschätzt.

Altersvorsorge auf der Resterampe?
Mit der Generali Leben wird der erste große Lebensversicherer in Deutschland an eine Abwicklungsplattform verkauft. In Großbritannien haben solche Firmen vorgemacht, wie das geht – nicht immer zum Vorteil für die Kunden. ÖKO-TEST zeigt die Chancen und Risiken auf und was Kunden machen können.

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Und außerdem:

Alte Apfelsorten
Sie sterben langsam aus: Von den mehr als 8.000 Apfelsorten, die es einmal in Deutschland gab, sind nur rund 2.500 geblieben. Viele davon sind gefährdet. Auch weil der Handel nur eine gute Handvoll Sorten verkauft. Pomologen und Forscher kämpfen um den Erhalt der alten Sorten.





Verschiedenes 

NABU belebt Moor am Ewigen Meer wieder

Intakte Moore schützen das Klima und dienen als Wasserspeicher bei Dürre und Hitze

Berlin/Aurich – Der Schutz der Moore als bedeutender Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten hat eine über 100-jährige Tradition im NABU. Aufbauend auf die Jahrzehnte lange Erfahrung bei der Sicherung der vielfältigen Ökosystemdienstleistungen hat der NABU sein Engagement in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Mit der Wiedervernässung von Moorflächen am Ewigen Meer bei Aurich ist der NABU einen wichtigen Schritt bei seinen Moorschutz-Projekten vorangekommen. Nach fünf Jahren Vorbereitung hat die Wiedervernässung von Moorflächen am Ewigen Meer in Ostfriesland begonnen.

„Die Bundesregierung muss die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Moorschutzstrategie zügig voranbringen. Die Renaturierung von Mooren verringert den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen und hilft, die Klimaschutzziele zu erreichen. Durch den gesteigerten Wasserrückhalt können auch die Auswirkungen von Extremwetterereignissen wie die diesjährige Trockenheit lokal abgemildert werden“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke am Donnerstag anlässlich der aktuellen Wiedervernässungsarbeiten am Ewigen Meer bei Aurich. Angesichts der globalen Erderwärmung müsse der Moorschutz deutlich stärker in den Fokus rücken.

Ziel des gemeinsam mit dem NABU Aurich und der Stiftung Naturschutz Ostfriesland entwickelten Projektes ist die Wiederherstellung von Hochmoorlebensräumen im Randbereich des Naturschutzgebietes „Ewiges Meer und Umgebung“. Dieses ist auch als Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzgebiet ausgewiesen und somit Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU: „Nicht nur für die Artenvielfalt in Niedersachsen, sondern auch für den Klimaschutz bringt dieses Projekt viel. Wir haben berechnen lassen, dass pro Jahr über 700 Tonnen klimaschädlicher Treibhausgase aus den Eigentumsflächen des NABU Niedersachsen und der Stadt Aurich entweichen und mit dazu beitragen, das Klima weiter aufzuheizen. Es war schon immer unser Wunsch, diese Flächen vernässen zu können. Dazu mussten aber erst die Flächen so arrondiert werden, dass Anlieger den Maßnahmen zustimmen. Insbesondere Niedersachsen als moorreichstes Bundesland trägt hier eine besondere Verantwortung. Rund 12 Prozent der Gesamtemissionen Niedersachsens werden durch entwässerte und genutzte Moore verursacht. Wir sind gerne bereit uns weiterhin im Moorschutz in Niedersachsen zu engagieren, benötigen hier künftig aber auch mehr Unterstützung der Landesregierung.“

Seit vielen Jahren engagiert sich der NABU Aurich für die Moore am Ewigen Meer. So konnten durch seine Arbeit mehr als 50 Hektar Moorflächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert werden. Seit 2012 wurden die Planungen mit der Unterstützung des Deutschen Moorschutzfonds des NABU Bundesverbandes intensiv vorangetrieben, um diese und weitere Moorflächen wieder zu vernässen. Bis zum Abschluss der Arbeiten wird der NABU über 500.000 Euro in das Projekt am Ewigen Meer investiert haben.

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Veranstaltungen 

Filmtipp: GRÜNER WIRD'S NICHT, SAGTE DER GÄRTNER UND FLOG DAVON

Filmtipp: GRÜNER WIRD'S NICHT, SAGTE DER GÄRTNER UND FLOG DAVON
Scenenausschnitt / Foto: Veranstalter

Deutschland 2018, 116 Minuten
Regie: Florian Gallenberger
Darsteller: : Elmar Wepper, Emma Bading, Monika Baumgartner, Dagmar Manzel, Ulrich Tukur, Sunnyi Melles

Gärtner Schorsch hat genug von den Dramen am Boden der Tatsachen – steigt in sein rotes Doppeldecker-Flugzeug und fliegt davon… Heiterer Roadmoavie über den Wolken mit bayrischem Charme!

Schorsch ist Gärtner in einer bayerischen Kleinstadt und schuftet täglich in seinem Betrieb, der kurz vor der Pleite steht. Er redet nicht gern und auch nicht viel. Hat er nie. Die Ehe mit seiner Frau ist längst entzaubert und zu allem Überfluss möchte seine Tochter jetzt auch noch an die Kunstakademie. „Ein solcher Schmarrn!“ ist alles, was Schorsch dazu einfällt. Nur über den Wolken, in seinem klapprigen Propeller-Flugzeug, einer alten Kiebitz, fühlt sich Schorsch wirklich frei. Doch dann missfällt dem Chef des lokalen Golfplatzes, den Schorsch angelegt hat, der Grünton des Rasens und Schorsch bleibt auf seiner Rechnung sitzen. Als der Gerichtsvollzieher kurz darauf sein geliebtes Flugzeug pfänden will, setzt sich Schorsch in die Kiebitz, packt den Steuerknüppel und fliegt einfach davon – ohne zu wissen, wohin. Es beginnt eine Reise an ungekannte Orte, voller skurriler und besonderer Begegnungen – und mit jedem Start und jeder Landung öffnet der Gärtner ganz langsam sein Herz wieder für das, was man eine Ahnung von Glück nennt...

Nach dem gleichnamigen Roman des Kabarettisten und Schauspielers Jockel Tschiersch schrieb Regisseur Florian Gallenberger das Drehbuch als Co-Autor gemeinsam mit Gernot Gricksch (ROBERT ZIMMERMANN WUNDERT SICH ÜBER DIE LIEBE, DAS LEBEN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE), der schon mehrfach ein gutes Händchen für publikumswirksame Stoffe bewies – und dank des nordisch-trockenen Humors sind diese glücklicherweise kaum kitschgefährdet. Die Schauspieler haben sichtlich Spaß an dem augenzwinkernden Stoff und Oscar-Besitzer Florian Gallenberger (COLONIA DIGNIDAD – ES GIBT KEIN ZURÜCK) kann sich bei seinem fliegenden Roadmovie quer durch die Republik auf ein exzellentes Ensemble verlassen. Allen voran Elmar Wepper (DREIVIERTELMOND, LOMMBOCK), der in dieser luftigen Tragikomödie mit leinwandpräsenter Lässigkeit vom mürrischen Saulus zum empathischen Paulus mutiert. Einmal mehr präsentiert sich der einst als Serien-Mime unterforderte, von Doris Dörrie schließlich auch für die große Leinwand wachgeküsste Schauspieler in der (Kirsch-) Blüte seiner Karriere. UndUlrich Tukur und Sunny Mellies erweisen sich als adeliges Pärchen der exzentrischen Extraklasse – und könnten zugleich als famose Parodie durchgehen!

„Schorsch steigt in sein kleines rotes Flugzeug und haut ab. Er macht Ferien von jedem Sinn für Realitäten. Und das macht äußerst lebendig!“ FESTIVAL DES DEUTSCHEN FILMS

Läuft in der Harmonie Freiburg

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Verschiedenes 

Freiburger Abfallbilanz: Am wenigsten Müll im Land

Erneut Spitzenreiter in Baden-Württemberg

Freiburg ist Spitzenreiter. Zumindest wenn es um die Müllvermeidung geht. Mit einer Abfallmenge von 108 Kilogramm (2016: 109 Kilogramm) Rest- und Sperrmüll pro Person liegt die Stadt an erster Stelle unter den kreisfreien Großstädten in Baden-Württemberg. Damit produzieren die Freiburgerinnen und Freiburger weniger Abfall als ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger im Land. Der Mittelwert in Baden-Württemberg liegt bei 139 Kilogramm pro Person.

Diese Zahlen veröffentlichte das baden-württembergische Umweltministerium Baden-Württemberg Ende Juli. Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik zeigt sich erfreut über das erneut gute Ergebnis und sieht darin eine Bestätigung des Freiburger Abfallgebührensystems, bei dem sich die Kosten nach Haushaltsgröße und Restmüllmenge richten und damit Abfallvermeidung belohnt wird. „Nicht zuletzt ist dies auch ein großer Erfolg der Bürgerinnen und Bürger, denen ich dafür herzlich danken möchte“, betont Stuchlik.

Ein fester Bestandteil des Freiburger Abfallwirtschaftskonzeptes ist die separate Erfassung und Verwertung von Bioabfällen. Die bundesweite Pflicht besteht nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz erst seit dem 1. Januar 2015. Die Freiburger Haushalte sammeln diese werthaltigen organischen Abfälle bereits seit 1997! Rund 15.460 Tonnen Bioabfälle wurden 2017 in der Bioabfallvergärungsanlage Reterra angeliefert und konnten energetisch genutzt und zu Kompost weiterverarbeitet werden. Mit einer Pro-Kopf-Menge von 68 Kilogramm rangiert Freiburg damit ebenfalls auf dem ersten Tabellenplatz unter den kreisfreien Großstädten und sammelte pro Kopf 36 Prozent mehr Bioabfall als der Landesdurchschnitt mit 50 Kilogramm. Das Land will die Sammelmenge bis 2020 auf jährlich 60 Kilogramm pro Einwohner steigern - Freiburg erfüllt dieses Ziel bereits seit vielen Jahren.

Mit insgesamt rund 19.060 Tonnen Altpapier sammeln die Freiburgerinnen und Freiburger in 2017 pro Kopf 84 Kilogramm und somit rund 9 Prozent mehr als der Landesdurchschnitt. Die Altglasmenge rangiert mit rund 6.450 Tonnen und 28 Kilogramm pro Einwohner ebenfalls rund 13 Prozent über dem Durchschnitt in Baden-Württemberg.

In der Abfallbilanz sind auch die im gelben Sack erfassten Verpackungsabfälle enthalten. Dieses Material wird von der privaten Entsorgungswirtschaft eingesammelt und verwertet, doch nicht über die kommunale Abfallgebühr finanziert. Rund 5.400 Tonnen machte das Gesamtgewicht der 2017 in Freiburg eingesammelten gelben Säcke aus, das entspricht 24 Kilogramm pro Einwohner. Der Landesdurchschnitt beträgt 31 Kilogramm pro Kopf und dieser Vergleich zeigt deutlich, dass die Freiburgerinnen und Freiburger offenbar sparsamer im Gebrauch von Einwegverpackungen ist als die Mehrzahl der Konsumenten im Land.

Zusätzlich stehen den Freiburgern drei städtische Recyclinghöfe, ein Netz von Altglas- und Grünschnittcontainern und die seit 2013 im Stadtgebiet aufgestellten Wertstoffinseln zur Verfügung. Hier können neben Altglas und Altkleidern auch Elektrokleingeräte und Metallschrott abgegeben werden. Diese dezentralen Entsorgungsmöglichkeiten erleichtern den Bürgerinnen und Bürgern die Abfalltrennung und führen noch mehr verwertbaren Abfall in den Wertstoffkreislauf zurück.

Setzt man die nicht fürs Recycling geeigneten Abfälle wie Rest- und Sperrmüll mit den Abfällen zur Verwertung wie Bioabfall, Altpapier oder Glas ins Verhältnis, erhält man die Recyclingquote. Diese konnte mit 67 Prozent nahezu auf dem überdurchschnittlichen Vorjahresniveau gehalten werden. Im Vergleich dazu liegt der Landesschnitt bei 51 Prozent.





Verschiedenes 

Grünkohl vor dem Vergessen retten!

Grünkohl vor dem Vergessen retten!
Lippische Palme (c) Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Mit der ostwestfälischen "Lippischen Palme" wird erstmals eine regionale Grünkohlvariante in die "Arche des Geschmacks" von Slow Food Deutschland aufgenommen.
Mit der Aufnahme der Lippischen Palme als 71. Arche-Passagier möchte Slow Food den Fortbestand dieses Grünkohls sichern, indem mehr Menschen ihn wieder zu schätzen wissen, nachfragen und auch selber anbauen. Die regionale Slow-Food-Gruppe "Südlicher Teutoburger Wald" bringt die Besucher des "Freilichtgenusses" im LWL-Freilichtmuseum Detmold am 1. und 2. September auf den Geschmack des neuen Passagiers.

Als "heimisches Superfood" wiederentdeckt, erfreut sich Grünkohl schon seit geraumer Zeit großer Beliebtheit. Er ist vom Speiseplan bewusst lebender Menschen kaum mehr wegzudenken, als Smoothie-Zutat ist er unentbehrlich. Da aber die meisten Verbraucher nicht um die Grünkohlvielfalt in Deutschland wissen und entsprechend nicht nachfragen, rettet die allgemeine Popularität des Grünkohls regionale Sorten wie die "Lippische Palme" nicht vor dem Verschwinden. "Das Überleben eines Trend-Gemüses wie Grünkohl zu sichern, hat eine gewisse Ironie. Es zeigt aber ,wunderbar' die Doppelmoral unseres Lebensmittelsystems sowie den Nachholbedarf an Verbraucheraufklärung. Denn die Industrie bedient natürlich den Grünkohlbedarf und schreibt sich dabei Regionalität auf die Fahnen. Am Ende aber fördert sie nur die Pflanzen, die mit möglichst wenig Arbeitsaufwand hohe Erträge bringen. Da scheidet die Lippische Palme aus. Mit echter Regionalität hat das nichts zu tun", erklärt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V. Erst wenn Verbraucher über das Gemüseangebot konventioneller Supermärkte hinausschauen, erblicken sie den wahren Fundus ihrer Region, die Geschmacksvielfalt sowie ihr kulturelles Gut, so Hudson.

Für die Region Ostwestfalen-Lippe war die Lippische Palme identitätsstiftend und blickt als Gemüse- und Futterpflanze auf eine fast 400-jährige Tradition. Die Kultur des Braunkohlessens war in der Region weit verbreitet. Heute hingegen finden die "traditionellen" Grünkohlessen mit anderen Varianten statt. Das, so das Ziel von Slow Food Deutschland, soll sich künftig wieder ändern. Wie der Name verrät, ist die Lippische Palme eine Grünkohlvariante, die besonders hoch wächst - bis zu 1,60 Meter. Genau das gefährdet maßgeblich ihren Fortbestand. Moderne Erntemaschinen können sie nicht fassen, was sie für den gewerblichen Gemüseanbau ungeeignet macht. Dabei spricht alles für sie: Sie ist nicht nur milder im Geschmack als der klassische Grünkohl, sondern aufgrund ihres hohen Gehalts an Anthocyanen auch gesünder. Züchterisch ist sie nie bearbeitet worden, inzwischen vermehren sie nur noch wenige Kohlliebhaber in ihren Privatgärten. "Die Lippische Palme zu halten und zu vermehren ist sehr arbeitsintensiv. Die Gärtner, die das noch machen, sind Überzeugungstäter und wissen genau diesen Kohl zu schätzen. Ihre Begeisterung fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Doch gehören sie fast ausnahmslos der älteren Generation an. Unsere Aufgabe ist es daher, die junge Generation zu gewinnen. Unter ihnen gibt es viele, die sich dem Trend des Gärtnerns und des eigenen Gemüseanbaus verschrieben haben. Das hat Potential und wir hoffen, dass uns die Aufnahme der Lippischen Palme in die ,Arche des Geschmacks' dabei unterstützen kann", erklärt Agnes Sternschulte vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Der Verein "Alt Lemgo" hat sich seit vielen Jahren um die Erhaltung der Lippischen Palme bemüht, das LWL-Freilichtmuseum Detmold, das die Variante von einer Privatperson aus Lippe erhalten hatte, vermehrte sie über Jahre.

Für die Museumsbesucher gibt es beim FREILICHTgenuss neben der Verkostung auch die Möglichkeit, die Lippische Palme mit nach Hause zu nehmen. Die Grünkohlsorte wurde in Gläser abgefüllt und kann ab dem 1. September im Museumsshop erworben werden. Weitere Informationen zum FREILICHTgenuss finden online ...

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