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Verschiedenes 

NABU kürt RWE-Chef Schmitz zum "Dinosaurier des Jahres 2018"

NABU kürt RWE-Chef Schmitz zum "Dinosaurier des Jahres 2018"
Dinosaurier des Jahres (c) NABU / Foto: Nicole Flöper

Tschimpke: Rodung des Hambacher Forstes wäre Foulspiel auf Kosten von Klima und Natur

Berlin – Der NABU hat den Vorstandsvorsitzenden der RWE AG, Rolf Martin Schmitz, mit dem Negativ-Preis „Dinosaurier des Jahres 2018“ ausgezeichnet.

„Während international auf Klimakonferenzen und national in der Kohlekommission um konkreten Klimaschutz gerungen wird, hat sich Herr Schmitz diesen Herbst mit seiner unzeitgemäßen Machtdemonstration im Streit um die Rodung des Hambacher Waldes selbst ins Abseits gestellt“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der RWE-Boss wollte mit der Rodung des Waldes Tatsachen schaffen – ohne Rücksicht auf die gesellschaftliche Stimmungslage, die laufenden Verhandlungen in der Kohlekommission über einen geregelten Kohle-Ausstieg und die Folgen für Natur und Umwelt. Vorausgegangen waren massive Proteste aus breiten Teilen der Bevölkerung. Erst durch ein Gerichtsurteil im Eilverfahren wurde die Abholzung des Waldes vorerst gestoppt. Die endgültige Entscheidung steht noch aus.

Schmitz habe mit seinem Beharren auf die Rodung des Hambacher Waldes die zunehmend aufgeheizten Debatten um den in Deutschland nicht vorankommenden Klimaschutz zusätzlich polarisiert. „Herr Schmitz nahm bewusst ein Scheitern der Kohlekommission in Kauf, indem er vorzeitig Fakten schaffen wollte. Das war ein bewusstes Foulspiel auf Kosten von Klima und Natur. Auch ein Branchen-Dinosaurier muss einmal die Zeichen der Zeit erkennen“, so Tschimpke. Ziel müsse es sein, den Menschen in den Kohleregionen Alternativen aufzuzeigen. Mit der öffentlichen Stimmungsmache gegen Kohlekommission und Umweltschützer habe der RWE-Chef den Verhandlungen über einen Kohleausstieg geschadet. Hinzu komme eine Geringschätzung der Natur, in diesem Fall von besonders wertvollen und alten Wäldern.

„Dass der RWE-Konzern nicht als Natur- und Klimaschützer in die Geschichte eingehen wird, ist uns klar. Aber jene Vehemenz, mit der Herr Schmitz an der Zerstörung eines jahrhundertealten Waldes festgehalten hat, zeigt, dass er keinen Wert auf den Erhalt von Natur und Artenvielfalt legt“, so der NABU-Präsident. Anders sei es nicht zu erklären, dass er bewusst in Kauf nehme, wertvolle Lebensräume der Bechsteinfledermaus und des Großen Mausohrs mit der Rodung des Hambacher Waldes unwiederbringlich zu zerstören. Aus Klimaschutzgründen sei es für viele Menschen nicht nachvollziehbar, dass immer noch Wälder, die große Kohlenstoffspeicher sind, für den Braunkohleabbau zerstört werden und dann im Zuge der Kohleverstromung noch mehr schädliches Treibhausgas in die Umwelt gelange.

„Während andere große Konzerne erkannt haben, dass Nachhaltigkeit ein Schlüssel zum Erfolg und für breite Akzeptanz in der Öffentlichkeit ist, handelt die RWE-Spitze immer noch wie von vorgestern und wenig weitsichtig. Denn auch RWE weiß: Am Kohleausstieg führt kein Weg vorbei, wenn Deutschland die Klimaziele aus dem Pariser Abkommen erfüllen will“, so Tschimpke.
Für den Essener Energiekonzern – der mit seinen Kohle-Kraftwerken zu den größten Luftverschmutzern Europas zählt – ist es bereits der dritte Umwelt-Dinosaurier. In den vergangenen zwölf Jahren ging die Trophäe ingesamt dreimal an einen RWE-Vorstandsvorsitzenden. 2010 erhielt der damalige RWE-Chef Jürgen Großmann den Negativ-Preis für die Aufkündigung des Atomkonsenses in Deutschland und seine Lobbyarbeit für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. 2006 wurde sein Vorgänger im Amt, Harry Roels, für den Antrag auf Laufzeitverlängerung für den Schrott-Atomreaktor Biblis A zum „Dinosaurier des Jahres“ gekürt.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, einer 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich durch besonders rückschrittliches öffentliches Engagement in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan haben. Preisträger 2017 war Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied für die Blockade einer umweltverträglichen Agrarpolitik, 2016 erhielt Bayer-Chef Werner Baumann die Trophäe für die damals noch angestrebte Fusion von Bayer und Monsanto.

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Verschiedenes 

Mut und Engagement für mehr Klimaschutz gesucht!

Der Georg Salvamoser Preis zeichnet auch 2019 wieder Heldinnen und Helden der Energiewende aus.

25.000 Euro Preisgeld ausgelobt

Freiburg, Dezember 2018. Auf der Klimaschutzkonferenz COP 24 in Kattowitz wurde klar, dass die bisherigen Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Umso mehr kommt es jetzt auf engagierte Menschen in Vereinen, Firmen und Kommunen an, die die Energiewende voranbringen. Um dieses Engagement für eine zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gespeiste Energieversorgung zu würdigen, lobt die Georg-Salvamoser-Stiftung mit der Stadt Freiburg auch 2019 wieder den mit 25.000 Euro dotierten Georg Salvamoser Preis aus. Bewerbungen sind ab 10. Januar 2019 auf www.georg-salvamoser-preis.de möglich.

Bewerben können sich Institutionen und Einzelpersonen, Unternehmen und Kommunen, Vereine und Projektgruppen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Die Jury würdigt, welchen Beitrag das eingereichte Projekt zu einer vollständigen Versorgung aus regenerativen Energien leistet. Des Weiteren zählt der Innovationsgrad – kreative Lösungsansätze, die über existierende Standardmodelle hinaus weisen, sind gefragt. Auch der Vorbildcharakter der Projekte ist ein wichtiges Kriterium für die Jury. Und nicht zuletzt wird auch das Durchhaltevermögen gewertet, mit dem die Bewerber ihre Projekte zum Erfolg gebracht haben.
Speziell für junge Unternehmen, Start-ups, Schulklassen oder Jugendgruppen verleiht die Jury den Sonderpreis JUNGE ENERGIE. Von den 25.000 Euro Gesamtpreisgeld sind hierfür 5.000 Euro reserviert.

Kreative Köpfe gefragt

„Die Energiewende braucht kreative Ideen“, sagt Jurymitglied Carolin Salvamoser von der Georg-Salvamoser-Stiftung. „Die Leidenschaft, die hinter den Ideen steckt und die Menschen dazu bewegt, ihren Weg gegen alle Widerstände zu verfolgen, ist für uns preiswürdig.“
Die auf der Webseite www.georg-salvamoser-preis.de präsentierten Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre zeigen, wie breit das Spektrum an engagierten Menschen ist. So gewann 2018 mit PVplug eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), die sich zielstrebig für „Guerilla-Strom vom Balkon“ durch die bürokratischen Gremien kämpfte. 2017 konnte das mittelständische Unternehmen Monte Ziego aus Teningen die Jury mit seiner rundum nachhaltigen Käseproduktion überzeugen. Den Sonderpreis JUNGE ENERGIE erhielt 2018 die „Energieschule“ des Münchner Vereins Green City Energy e.V., die Kinder und Jugendliche mit ihren Projekten für die Themen Erneuerbare Energien und Klimaschutz sensibilisiert.
„Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf eine Vielzahl preiswürdiger Projekte“, betont Stiftungsgeschäftsführerin Maria Salvamoser. „Die Bewerbungen der vergangenen Jahre machen Hoffnung, dass es überall Menschen gibt, die sich auf dem Weg zur Energiewende trotz weiterhin schwieriger politischer Rahmenbedingungen nicht aufhalten lassen.“

Wer war Georg Salvamoser?

Der Freiburger Solarpionier Georg Salvamoser (1950 – 2009), dem der Preis gewidmet ist, war ein Mensch mit einer Vision. Unermüdlich trieb er den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region Südbaden voran – ohne zuallererst auf die Rendite zu schielen, aber dann auch mit großem wirtschaftlichem Erfolg.
Für Freiburgs Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik ist das Erbe Georg Salvamosers nach wie vor vorbildhaft. „Dass Freiburg eine Vorreiterrolle im Klimaschutz hat, verdanken wir auch Menschen wie Georg Salvamoser. Es ist der Mix aus innovativen technologischen Ideen und der Hartnäckigkeit, sie auch umzusetzen, der für eine zukunftsweisende Klimaschutzpolitik entscheidend ist.“
Die Stadt Freiburg unterstützt daher den Georg Salvamoser Preis seit Jahren und lobt ihn gemeinsam mit der Georg-Salvamoser-Stiftung aus.

Bewerbungen ab 10. Januar möglich

Das Online-Bewerbungsportal ist ab dem 10. Januar 2019 geöffnet. Informationen zu den Teilnahmerichtlinien, Auslobungskriterien, bisherigen Preisträgern und vielem mehr finden sich jetzt schon auf www.georg-salvamoser-preis.de.
Die Preisverleihung findet am 16. Mai auf der internationalen Fachmesse INTERSOLAR in München statt, die von der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe FWTM mitveranstaltet wird.

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Verschiedenes 

NABU: Planfeststellungsbeschluss für Ostseetunnel völlig überflüssig

Miller: Fehmarnbeltquerung ist ökologisch besonders schädlich und sinnlos

Berlin – Heute ist der Planfeststellungsbeschluss zur Fehmarnbeltquerung vom zuständigen Amt für Planfeststellung des Landes Schleswig-Holstein erlassen worden. „Der Planfeststellungsbeschluss für ein ökologisch besonders schädliches Infrastrukturvorhaben ist völlig überflüssig. Der NABU hätte erwartet, dass die Planungen zu diesem infrastrukturell sinnlosen Projekt eingestellt werden, solange noch kein Totalschaden angerichtet ist. Wir werden diese Entscheidung so nicht hinnehmen“, so Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer.

Deshalb fordert der NABU per Online-Petition dazu auf, an Verkehrsminister Andreas Scheuer zu schreiben. Er soll die Reißleine ziehen und seine im Staatsvertrag festgehaltenen Möglichkeiten nutzen, den Ostsee-Tunnel zu stoppen. Unter www.NABU.de/ostseetunnel kann jeder mitmachen. Schon mehr als 12.000 Menschen haben sich der Forderung angeschlossen.

Der NABU wird sich zusammen mit seinen Fachanwälten den Planfeststellungsbeschluss genau ansehen. Nach Einschätzung des NABU ist es kaum vorstellbar, dass die Auswirkungen der riesigen Sedimentwolke durch die Baggerarbeiten im Fehmarnbelt oder Gefährdung der streng geschützten Schweinswale in einem EU-Meeresschutzgebiet im Planfeststellungsbeschluss ausreichend berücksichtigt worden sind. „Unserer Erfahrung nach wurden die immensen Umweltauswirkungen stets klein- und der Bedarf großgerechnet. Wenn die Planfeststellungsbehörde, auch angesichts des enormen politischen Drucks, bei strittigen Fragen beide Augen zudrückt, ist zu erwarten, dass das Ergebnis Schwachstellen hat, die einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten“, sagt Malte Siegert, Fehmarnbelt-Experte des NABU.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass das Projekt doch noch eingestellt wird. Denn das Gericht der Europäischen Union (EuG) hatte jüngst das Finanzierungsmodell der staatseigenen Bau- und Betreibergesellschaft Femern A/S für den 18 Kilometer langen Absenktunnel wegen nicht zulässiger dänischer Staatsbeihilfen gekippt. Kurz zuvor wurde bekannt, dass der Bundesrechnungshof (BRH) eine Kostensteigerung für die deutsche Hinterlandanbindung von ursprünglich 840 Millionen auf über vier Milliarden Euro prognostiziert. Der Europäische Rechnungshof prüft 2019 zudem große europäische Infrastrukturvorhaben und wird sich auch die geplante Fehmarnbeltquerung hinsichtlich Bedarf und Kosten-Nutzen-Relation anschauen. „Wir gehen davon aus, dass der Europäische Rechnungshof das finanziell völlig unsolide Projekt in der Luft zerreißen wird. Die offizielle Verkehrsprognose halbiert die Zahl der Zugpassagen. Die Verkehrserwartungen für die Straße liegen unterhalb des Niveaus einer Ortsumgehung“, sagt Siegert. Trotzdem spekuliert der Vorhabenträger auf rund 1,4 Milliarden Euro Beihilfen aus Brüssel.

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Schlechte Aussichten für Kabeljau, Hering und Makrele

Schlechte Aussichten für Kabeljau, Hering und Makrele
Slow Fish / Foto: Alberto Peroli

Entscheidung über Fanggrenzen 2019 für Nordostatlantik und Nordsee

Am 17. und am 18. Dezember bis tief in die Nacht verhandelte der EU-Fischereiministerrat über die Fanggrenzen für rund 150 Fischbestände in Nordostatlantik und Nordsee. Das Ergebnis am Morgen des 19. Dezember weist bedenkliche Rückschritte auf und stellt die fristgerechte Erreichung des Ziels einer nachhaltigen Fischerei bis 2020 in Frage.

Die EU hat in ihrer Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) 2013 rechtsverbindlich beschlossen, bis 2020 alle EU-Fischbestände schrittweise wiederaufzufüllen und auf einem ökologisch vertretbaren Niveau zu bewirtschaften. Gegenläufig zu diesem Prozess ist die jüngst getroffene Entscheidung des EU-Fischereiministerrats, immer noch etliche Fanggrenzen für 2019 für den Nordostatlantik und die Nordsee jenseits der im Rahmen der GFP vereinbarten Nachhaltigkeitsgrenzen festzulegen. Diese Entscheidung hat vor allem im Angesicht der Tatsache Bedeutung, dass vier der fünf Millionen Tonnen Anlandungen von Fisch in Europa aus diesen Gewässern stammen, die Entscheidung also das Gros der dem Meer durch EU-Fischer entnommenen Fischmengen betrifft. „Der Fischereirat, an dem für Deutschland das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beteiligt war, wird seiner Verantwortung für gesunde Fischbestände nicht gerecht. Nachdem die schrittweisen Verbesserungen des Zustands der Fischbestände in vergangenen Ratsentscheidungen bereits kläglich ausgefallen sind, muss nun bei einigen Beständen sogar von Rückschritten die Rede sein. Das übergeordnete Ziel gesunder Fischbestände bis 2020 schlägt sich gerade bei den für Deutschland wichtigsten Bestände nicht nieder“, so Nina Wolff, Fischerei-Expertin von Slow Food Deutschland.

Sowohl für den Kabeljau und den Hering in der Nordsee als auch für die Makrele im Nordwestatlantik wurden die Fanggrenzen deutlich oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) festgelegt. Und dies sind nur Beispiele. „Die Entscheidung des EU-Fischereiministerrats über einige der Fangquoten für die Gewässer des Nordostatlantik und der Nordsee attestiert einen unverantwortlichen Umgang mit der Nahrungsquelle Meer, denn sie gefährdet den Nachhaltigkeitskurs für so wichtige Arten wie Kabeljau, Hering und Makrele. Damit sich diese Politik nicht in unvernünftigem Konsum fortsetzt, kann Slow Food nur einen reduzierten Fischgenuss empfehlen, bei dem Verbraucherinnen und Verbraucher möglichst auf Fisch aus regionaler und nachhaltiger Bewirtschaftung zurückgreifen - im Binnenland etwa auf Karpfen oder Zander aus Seen, Flüssen oder Teichwirtschaften - und gefährdete Arten gänzlich vermeiden“, kommentierte Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, die aktuelle Entscheidung.

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NABU: Nicht mal jedes zweite Elektrogerät hat eine Chance auf Recycling

Miller: Geringe Sammelquote ist eine Katastrophe für die Umwelt

Berlin – Ab 2019 muss Deutschland mehr Elektroschrott einsammeln und recyceln, um den EU-Vorgaben gerecht zu werden. Dann müssen 65 statt bisher 45 Prozent aller ausgedienten Fernseher, Kühlschränke und Handys bei Wertstoffhöfen, Elektrohändlern oder Onlinehändlern zurückgegeben werden. Das Sammelziel wird aber wahrscheinlich aufgrund der Hürden für die Rücknahme verfehlt werden. Erste Ergebnisse einer Studie im Auftrag des NABU zeigen, dass innerhalb von 10 Jahren in Deutschland 19 Millionen Tonnen Elektrogeräte in Verkehr gebracht und nur 8 Millionen Tonnen eingesammelt wurden. Die Recyclingquoten, die nach dem Gewicht der Geräte berechnet werden, werden vermutlich eingehalten, da sich das Recycling auf schwere anstatt auf ökologisch sensible Geräte mit knappen Rohstoffen konzentriert.

„Weihnachten macht der Handel ein Milliardengeschäft mit dem Verkauf digitaler Elektronikgeräte. Die Frage, was mit ausgedienten Geräten passiert, stellen sich nur wenige Händler. Nicht nur große Elektrofachhändler und Baumärkte sollten Elektroaltgeräte kostenfrei und kundenfreundlich zurücknehmen müssen, sondern auch Lebensmittelhändler, die Aktionsware verkaufen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Leider bringen Verbraucher bisher nicht einmal die Hälfte der Geräte zum Recycling. Für die Umwelt ist das eine Katastrophe, wenn schadstoffhaltige Geräte im Restmüll landen oder illegal im Ausland auf Mülldeponien.“

Die zunehmende Digitalisierung erschwert das Recycling. „Immer mehr Geräte werden vernetzt. Kühlschränke sollen bald selbst bestellen, Elektronik-Chips werden neuerdings sogar in Sofas verbaut. Diese immer komplexere Warenwelt erschwert das Recycling. Deutschland ist Europameister im Generieren von Elektroschrott und vernichtet einen Großteil der seltenen Metalle für Zukunftstechnologien im Schredder“, so Miller.

„Die Recyclingsituation muss sich ändern. Es fehlt ein politisches Signal etwa durch ein deutsches Ressourceneffizienzprogramm und entsprechende Änderungen im deutschen Elektrogesetz und auf EU-Ebene, damit alle wichtigen Komponenten durch ein qualitativ hochwertiges Recycling wiedergewonnen werden“, so Ressourcenexpertin Verena Bax.

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Karlsruhe: Jungtier bei den Rotscheitelmangaben

Karlsruhe: Jungtier bei den Rotscheitelmangaben
Mutter Kano mit ihrem Jungtier / Foto Zoo Karlsruhe/Timo Deible

Zoo Karlsruhe erfolgreich in der Zucht selten in Zoos gehaltener Affenart

Die Rotscheitelmangaben im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe haben erneut Nachwuchs bekommen, es ist vermutlich ein Weibchen. Für Mutter Kano ist es bereits das vierte Kind. Der Zoo Karlsruhe ist damit äußerst erfolgreich in der Zucht dieser selten in Zoos gehaltenen Affenart. Kano kümmert sich wie auch bei den bisherigen Jungtieren gut um ihr heute (19. Dezember) geborenes Kleines und säugt es regelmäßig. "Es ist wunderbar, dass die Zucht dieser bedrohten Art bei uns so gut gelingt. Aktuell werden in den europäischen Zoos weniger als 100 Tiere, auch klappt es nicht überall mit der Zucht", erläutert Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

Rotscheitelmangaben gelten als gefährdet in ihrem Bestand. Sie gehören zu den Pavianartigen und sind in den tropischen Regenwäldern der westafrikanischen Küste von Nigeria bis Gabun beheimatet. Dort schwindet ihr Lebensraum immer mehr. Die Tiere dringen in Pflanzungen der ansässigen Bauern ein, werden daher als Ernteschädling verfolgt. Ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) existiert seit 1994, es wird vom Zoo in Barcelona koordiniert.

zum Bild oben:
Mutter Kano mit ihrem Jungtier / Foto Zoo Karlsruhe/Timo Deible

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NABU entwirft verbraucherfreundliche Kennzeichnungen für Getränkeverpackungen

Miller: Handel muss endlich umweltfreundliche Kaufentscheidungen erleichtern

Berlin – Am 1. Januar 2019 tritt das Verpackungsgesetz in Kraft und verpflichtet den Handel, Kunden Hinweise zu Einweg und Mehrweg bei Getränkeverpackungen zu geben. Der NABU fordert den Handel auf, diese Pflicht verbraucherfreundlich umzusetzen und mit aussagekräftigen Kennzeichnungen die Kaufentscheidung für umweltfreundliche Getränkeverpackungen zu erleichtern. Dazu hat der NABU einen eigenen Vorschlag für eine Kennzeichnung entwickelt, um Kunden umfassend darüber zu informieren, ob eine Getränkeverpackung ökologisch unbedenklich ist.

„Nur gut informierte Kunden können ökologische Kaufentscheidungen treffen. Heute ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob eine Flasche Einweg oder Mehrweg ist und ob Getränkekartons umweltfreundlich sind. Wir laden den Handel ein, unsere Kennzeichnung zu übernehmen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Siegel, die keine Aussagen über die Umweltfreundlichkeit der Getränkeverpackungen machen, sind nicht zielführend, denn hier besteht großer Aufklärungsbedarf. Fast 60 Prozent der Kunden stufen den Getränkekarton als umweltschädlich ein, obwohl er zu den ökologisch vorteilhaften Getränkeverpackungen gehört. Dagegen glauben fast 40 Prozent, dass die Getränkedose umweltfreundlich sei, so eine repräsentative TNS Emnid-Verbraucherumfrage im Auftrag des NABU aus dem Jahr 2017. „Das zeigt, wie die großen Marketingkampagnen für die unsinnige Getränkedose und das Märchen der Kreislaufflasche aus Einweg-Plastik für Fehlinformationen bei den Verbrauchern sorgen“, so Miller.

„Neben aussagekräftigen Kennzeichnungen für Getränkeverpackungen sind auch strengere gesetzliche Vorgaben notwendig, um den Anteil von Mehrwegflaschen vom aktuellen Tiefstand von knapp 43 Prozent auf den laut Verpackungsgesetz erwünschten Anteil von 70 Prozent zu erhöhen. Ohne die Einführung einer Getränkeverpackungssteuer und einer verbindlichen Mehrwegquote wird es keine Trendumkehr auf dem Getränkemarkt geben“, sagt Sascha Roth, NABU-Ressourcenschutzexperte.

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Karlsruhe: Trockensommer wirkt in Karlsruher Wäldern nach

Viele Kiefern im Hardtwald sind abgestorben

Viele Kiefern im Karlsruher Hardtwald sind bereits abgestorben oder zeigen rotbraun verfärbte Nadeln in den Baumkronen. Ursache dieses Baumsterbens sind vor allem die extreme Trockenheit der letzten Monate sowie ein Pilzbefall, der sich als sogenannter Schwächeparasit nach bestimmten Wettersituationen schnell verbreitet. Durch milde Winter, feuchtwarme Frühjahre und nachfolgend trockene Sommer wird die Entwicklung des Pilzes Sphaeropsis sapinea begünstigt. Er verursacht das sogenannte Diplodia-Triebsterben, das sich sehr schnell an Kiefern ausbreitet.

Wie das Forstamt erläutert, beschränkt sich das Absterben von Kiefern nicht auf bestimmte Waldgebiete im Hardtwald, sondern kommt großflächig in Kiefernbeständen vor. Forstwirte sind daher derzeit gemeinsam mit Forstunternehmen im Hardtwald unterwegs, um die erkrankten und abgestorbenen Bäume zu fällen. Dies ist unumgänglich, damit das Holz noch verwertbar ist. Auch Massenvermehrungen weiterer sekundärer Schadorganismen - etwa der Bockkäfer - können so verhindert werden. Schließlich vermeidet das Forstamt so die Gefährdung von Waldbesuchenden oder angrenzenden Straßen und Wohngebieten durch umstürzende Bäume.

Innerhalb der Waldbestände bleiben teilweise abgestorbene Kiefern als sogenanntes Totholz stehen. In manchen Gebieten sind die Kiefern so zahlreich abgestorben, dass nahezu die Hälfte der Bäume ausgefallen ist. Ein solcher Schwerpunkt liegt zum Beispiel zwischen der Theodor-Heuss-Allee und der Büchiger Allee in Richtung Skiclub-Gelände.

Die genaue Menge der in Karlsruhe zu fällenden Kiefern ist noch nicht zu beziffern. Das Forstamt geht aber von mindestens 2.000 Kubikmeter Holz aus. Für viele Kiefern wird sich erst im kommenden Jahr zeigen, ob sie den Trockenstress überleben. Deshalb hofft Ulrich Kienzler, Leiter des städtischen Forstamtes, auf einen niederschlagsreichen Winter und Frühling im kommenden Jahr.

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