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Verschiedenes 

Neuer Arche-Passagier trägt Früchte

Neuer Arche-Passagier trägt Früchte
Palmischbirne (c) Matthias Braun

Die Palmischbirne, eine traditionelle Most- und Brennbirne aus Württemberg ist der neueste Passagier in der "Arche des Geschmacks" von Slow Food Deutschland.

Die Palmischbirne ist eine sehr alte Obstsorte, die schon im 16. Jahrhundert beschrieben wurde und vor allem in Württemberg verbreitet war. Aufgrund ihrer mühsamen Ernte per Hand sowie des Rückgangs der traditionellen Mostkultur verzeichnet sie einen immensen Rückgang. Heute wird sie vor allem noch als Brennbirne genutzt. Um sie vor dem Verschwinden zu bewahren, braucht es Erzeuger, die ihr unverkennbares, kräftiges Aroma mithilfe traditioneller Rezepturen zur Geltung bringen sowie Verbraucher, die bereit sind dafür angemessene Preise für ihre Produkte zu zahlen.

Die genaue Herkunft der Palmischbirne, auch bekannt als Böhmische Birne, Bäumschbirne, Mädlesbirne oder Schwabenbirne, ist bis heute nicht geklärt. Sie wächst als imposanter, eichenartiger Baum mit landschaftsprägendem Charakter und kann ein hohes Alter erreichen. Sie blüht früh und ist bereits Anfang bis Mitte September reif. Aufgrund ihres hohen Zuckergehalts wurde sie traditionell vermostet und zur geschmacklichen Verfeinerung dem Apfelmost beigemischt. Als Dörrobst war die Palmischbirne im Winter sowie zu Zeiten der großen Hungersnöte eine wichtige Nahrungsergänzung für die Landbevölkerung. Inzwischen gibt es nur noch wenige Bäume dieser Sorte, weil sie in den letzten Jahrzehnten kaum mehr nachgepflanzt worden ist. Einerseits, weil die traditionelle Mostkultur sowie das Dörren in Württemberg an Bedeutung verloren haben. Andererseits, weil die Palmischbirne in der Obstweiterverarbeitung durch marktfähigere und produktivere Sorten wie die Williams Birne ersetzt wurde. Gefragt sind die verbliebenen Erträge weiterhin bei Destillerien. Denn die Palmischbirne zählt zu den besten Brennbirnen.

Slow Food Deutschland möchte einer weiteren Bestandsreduzierung der Palmischbirne entgegenwirken, unterstützt durch ein Netzwerk aus Züchtern und Erzeugern. Jörg Geiger, der in seiner Manufaktur in Schlat Destillate, Schaumweine und alkoholfreie PriSeccos herstellt, erklärt worauf es dabei ankommt: "Ziel muss es sein, den originären Geschmack alter Sorten wie der Palmischbirne hervorzuheben, indem wir ihre ursprüngliche Nutzung bewahren. Wir müssen sie in alter Tradition anbauen und weiterverarbeiten. Dann entfaltet sie ihr Alleinstellungsmerkmal. Alles andere wäre kontraproduktiv, auch wirtschaftlich". Geiger verarbeitet nur Palmischbirnen aus nachhaltig extensivem Wiesenobst, also von starkwachsenden Bäumen. Diese tragen alle zwei Jahre Früchte. "Man kann gute alte Sorten auch schlecht halten, wenn man ihre Bedürfnisse nicht kennt oder ungeduldig ist. Die Palmischbirne etwa wächst in die Breite, braucht Platz und Zeit, um sich zu entfalten", so Geiger. Die robuste Palmischbirne ist nicht nur bei Brennereien beliebt. Verschiedene Tiere, darunter auch bedrohte Arten wie Steinkauz und Fledermäuse wertschätzen sie als Nist- und Wohnstätte. Nun ist es an den Verbrauchern, die Palmischbirne wieder nachzufragen. Nicht zuletzt bei der jüngeren Generation ist sie so gut wie nicht mehr bekannt.

Auf dem >> 13. Markt der "Arche des Geschmacks" des Freilichtmuseums Beurenhaben die Besucher am 23. September 2018 die Möglichkeit, Erzeugnisse aus der Palmischbirne zu kosten und zu kaufen. Die Regionalgruppe von Slow Food in Stuttgart, die sich um die Aufnahme der Palmischbirne in die Arche des Geschmacks gekümmert hat, steht den Gästen Rede und Antwort.

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Verschiedenes 

Falsch verstandene Tierliebe schadet Natur und Tieren

Beschwerden über das Füttern von Wasservögeln nehmen zu – Stadtverwaltung bittet das Füttern zu unterlassen

Falsch verstandene Tierliebe schadet der Natur und den Wildtieren. In den letzten Wochen haben sich viele Bürgerinnen und Bürger bei der Stadtverwaltung gemeldet und sich über Fütterungen von Wasservögeln am Flückigersee und am Dietenbachsee beschwert.

Aus diesem Grund appellieren das Umweltschutzamt und das Forstamt, Wasservögel bitte nicht zu füttern!

Vögel suchen sich ihr Futter üblicherweise selbst. Wenn Wasservögel dennoch mit Brot gefüttert werden, ist dies schädlich für die Tiere, da ihre Mägen nicht auf energiereiche Nahrung wie Brot oder andere Futtermittel ausgelegt sind. Letztlich werden die Wasservögel fettleibig und krank.

In der Natur gibt es nur ein begrenztes Futterangebot und die Wildtiere passen sich diesem Angebot an. Wenn Menschen zusätzlich füttern, kommen zusätzliche Tiere hinzu. Fällt das Futter einmal aus, reicht das natürliche Nahrungsangebot nicht mehr aus. Im Übrigen steigt der Stress bei den Wildtieren an, weil zu viele an einem Ort sind. Zusätzlich kommt es zu vermehrter Übertragung von Krankheiten – auch durch verdorbenes Futter.

Zudem leiden die Gewässer, wie beispielsweise der Flückigersee und der Dietenbachsee, unter der Fütterung. Durch das ins Wasser fallende Futter und durch vermehrten Vogelkot können Algen wachsen, wodurch ein Sauerstoffmangel entsteht, der dem gesamten Ökosystem Gewässer schadet.

Aufgrund der zahlreichen Beschwerden weist die Stadtverwaltung deshalb darauf hin, dass das Füttern von Wildtieren falsch verstandene Tierliebe ist und bittet, dies zu unterlassen. Ein Fütterungsverbot von Tauben und Wasservögeln steht auch in der Polizeiverordnung der Stadt Freiburg.

Aber nicht nur die Stadt Freiburg, sondern auch das Land Baden-Württemberg hat die Fütterung von Wildtieren verboten, zu denen Enten, Gänse und Schwäne gehören: Geldbußen bis zu 5.000 Euro können für die illegale Fütterung von Wildtieren verhängt werden. Die Fütterung von Singvögeln im Winter ist davon nicht betroffen.





Veranstaltungen 

Freiburg: 50 Jahre Tiergehege

Mehr Mundenhof geht nicht

Tierpflegersonntag mit Dutzenden von Führungen, Lesungen, Infos am 23. September von 11 bis 17 Uhr

Freiburg 1968: Die Kajo ist betriebsame Durchfahrtsstraße, auf dem Münsterplatz parken die Autos dicht an dicht, im Westen entstehen die neuen Stadtteile Weingarten und Landwasser, ihre Bewohner brauchen Naherholungsgebiete. Daher eilt Oberbürgermeister Eugen Keidel am 30. September vor die Tore der Stadt, wo das ehemalige Stadtgut Mundenhof die Rieselfelder bewirtschaftet. An diesem Tag eröffnet er auf dem Mundenhof ein Tiergehege – trotz strömenden Regens unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit und der Presse.

Heute, 50 Jahre später, feiert der Mundenhof seinen runden Geburtstag mit mehreren Einzelveranstaltungen. Ihr Höhepunkt steht am kommenden Sonntag, 23. September, von 11 bis 17 Uhr an. An diesem Tierpflegersonntag gibt es Dutzende von Fütterungen, Führungen, Lesungen und Infostände. Einen Tag lang lassen die Tierpflegerinnen und -pfleger das breite Publikum hinter die Kulissen des Tiergeheges schauen.

Auf dem Terminplan des Tierpflegersonntages stehen unter anderem:
11.30 Uhr: Führung im Betriebshof (Treff: Betriebshof beim Aquarium)
12 Uhr: Lesung Tiergeschichte (Durchfahrt beim Futterhaus)
12 Uhr: Führung bei den Kamelen (Kamelgehege)
13 Uhr: Führung im Aquarium (Aquarium)
13 Uhr: Führung bei den Lamas (Lamagehege)
14 Uhr: Führung Erdmännchen (Spendenaffe)
14.30 Uhr: Führung Javaneraffen (Spendenaffe)
14.30 Uhr: Führung im Aquarium (Aquarium)
15 Uhr: Führung bei den Kamelen (Kamelgehege)
15 Uhr: Lesung Tiergeschichte (Durchfahrt beim Futterhaus)
15.30 Uhr: Führung im Betriebshof (Betriebshof beim Aquarium)
16 Uhr: Führung bei den Lamas (Lamagehege)

Ganztägig gibt es auf dem Betriebshof einen Infostand der Fördergemeinschaft, einen Stand mit dem Kinderbuch des Droste-Hülshoff-Gymnasiums und Informationen über den Beruf des/der TierpflegerIn. Zudem gibt es von 11 bis 17 Uhr Infos zu den Lamas (am Lamagehege), den Kamelen (am Kamelgehege) und den Gibbons (am Gibbongehege).

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.





Verschiedenes 

NABU-Statement zur Nationalen Plattform "Zukunft der Mobilität"

Miller: Verkehrsbereich muss deutlich stärker zum Klimaschutz beitragen

Berlin – Der NABU wird Mitglied in der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ (NPM). Die von der Bundesregierung eingerichtete Kommission soll den Weg in eine emissionsfreie Mobilität beschreiben.

Dazu erklärt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die NPM ist eine große Chance, einen breiten gesellschaftlichen Konsens zum Umbau unseres Mobilitätssystems zu erreichen. Als Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband freuen wir uns über die Ernennung und auf die Zusammenarbeit mit wesentlichen gesellschaftlichen Akteuren. Maßgeblich bleibt für uns die Fokussierung auf das Klimaschutzziel im Verkehrssektor von minus 42 Prozent bis zum Jahr 2030. Der Verkehrsbereich ist mittlerweile die größte Quelle für CO2-Emissionen in der EU und stagniert als einziger Sektor seit Jahren bei den Emissionsreduktionen. Das muss sich ändern.“

Der größte Hebel zur Kohlendioxid-Minderung und zur Erreichung des Klimaschutzziels der Bundesregierung liegt in den europäischen Verbrauchsgrenzwerten für Pkw und Lkw. Hier werden noch in diesem Jahr – parallel zur Arbeit der NPM – in Brüssel die Zielwerte für den Zeitraum 2021 bis 2030 festgelegt. „Die Bundesregierung hat dazu noch keine Position festgelegt, aber sollte sie dort wie in der Vergangenheit als Bremser auftreten, würde die Arbeit der NPM ad absurdum geführt. Denn jede CO2-Minderung, die nicht auf europäischer Ebene realisiert wird, muss durch entsprechend umfassendere Maßnahmen auf nationaler Ebene kompensiert werden.“

Der NABU wird im Lenkungskreis von Präsident Olaf Tschimpke vertreten und in der Arbeitsgruppe 1 (Klimaschutz) von NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger.





Verschiedenes 

NABU: Stromnetzausbau muss naturschutzfachlich überzeugen

Miller: Beschneidung von Beteiligungsrechten gefährdet sorgfältige Planung unter Naturschutzaspekten

Berlin – Der NABU spricht sich für einen naturverträglichen Stromnetzausbau aus. Die Pläne der Bundesregierung zu verkürzten Planungsverfahren beim Trassenausbau bewertet der Umweltverband kritisch. In solchen Verfahren würden Naturschützer in den betroffenen Regionen das Recht verlieren, ihre Vor-Ort-Kenntnisse in die Planungen einfließen zu lassen.

„Stromleitungen sind ein massiver Eingriff in Natur und Landschaft. Der Netzausbau muss naturschutzfachlich überzeugen, wenn die Energiewende ein Erfolgsmodell bleiben soll. Die Beteiligungsrechte von Naturschützern vor Ort sollten gestärkt statt eingeschränkt werden“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller anlässlich des morgigen Stromnetzgipfels von Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Daher sei es wichtig, die Bundesfachplanung gerade für den Naturschutz an Stromtrassen aufrechtzuerhalten. „Auf dieser Planungs-Ebene ist dann zumindest sichergestellt, dass die naturverträglichste Variante des Trassenkorridors gefunden wird. Konfliktreiche Standorte können so von vornherein ausgeschlossen werden“, so Miller weiter.

Wichtige Kriterien für die Bewertung zur Naturverträglichkeit von Stromtrassen sind Lage sowie Bauweise und Verlauf vor Ort. Den Abschluss der Bundesfachplanung bildet die Ent­scheidung der Bundesnetz­agentur (BNetzA) für einen konkreten Trassenkorridor von etwa 500 bis 1.000 Metern Breite. Dieser ist für die dann folgenden Planungsstufen verbindlich.

Lediglich bei aus Naturschutzsicht weniger belastenden Eingriffen wie Zu- bzw. Umbeseilungsmaßnahmen bei bestehenden Masten mit neuen Kabeln kann eine Verfahrensverkürzung angemessen sein ­ – allerdings nehmen bei zusätzlichen Leiterseilen auch die Hindernisse für kollisionsgefährdete Vogelarten zu. Bei der Nutzung von Bestandstrassen müssen aktuelle Erkenntnisse einfließen. Aus heutiger Sicht sind viele alte Leitungen nicht mehr genehmigungsfähig, weil sich entlang der Bestandstrassen über mehrere Jahrzehnte schützenswerte Arten und Biotope entwickelt haben. Diese werden durch die Baumaßnahmen beeinträchtigt. Daher muss bei jeder Stromnetz-Planung die Suche nach dem naturverträglichsten Standort Vorrang haben.

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Wettbewerb „Natur nah dran“

Land Baden-Württemberg unterstützt kommunale Projekte zum Erhalt der biologischen Vielfalt mit insgesamt 150.000 Euro

Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller: „Städte und Gemeinden schaffen mit naturnahen Grünflächen wertvolle Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten.“

Der Wettbewerb „Natur nah dran“ ist in den Kommunen des Landes in den vergangenen drei Jahren auf reges Interesse gestoßen. „Insgesamt haben fast 150 Städte und Gemeinden kreative Projekte eingereicht, die dem Erhalt der lokalen Biodiversität dienen. Dies zeigt, dass Natur- und Artenschutz auf kommunaler Ebene eine wichtige Rolle spielen“, sagte Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller heute (19.09.) anlässlich des Starts der vierten Ausschreibungsrunde des Wettbewerbs. „Kommunen, die ihre innerörtlichen Grünanlagen naturnah umgestalten und dauerhaft pflegen wollen, unterstützen wir daher auch im kommenden Jahr gerne mit einem Zuschuss von bis 15.000 Euro.“

Alle Kommunen, die in den ersten drei Wettbewerben nicht zum Zuge gekommen seien oder solche, die das Thema neu für sich entdeckten, erhielten nun wieder die Chance auf eine Projektförderung, warb Untersteller für die Teilnahme am Wettbewerb. „Ich bin überzeugt, dass auch in der neuen Runde viele interessante Ideen und Projekte entstehen, die den Siedlungsraum bunter und lebendiger machen werden.“

„Städte und Gemeinden schaffen mit naturnah gestalteten Grünflächen wertvolle Lebensräume für viele heimische Tier- und Pflanzenarten“, so der Minister weiter. „Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag für die für uns alle so wichtige biologische Vielfalt.“

Alle Informationen zum Wettbewerb sind im Internet abrufbar.

Ergänzende Informationen:

Der Förderwettbewerb „Natur nah dran“ wird vom Naturschutzbund Baden-Württemberg (NABU) durchgeführt und vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes mit Mitteln des Naturschutzes und der Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt. Der NABU wird in diesen Tagen allen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg eine Informationsmappe zusenden, die eine detaillierte Projektbroschüre, ein Bewerbungsformular sowie Hinweise auf weitere Informationsmaterialien enthält. Ergänzende Informationen oder Antworten auf Fragen gibt es direkt bei der NABU-Landesgeschäftsstelle.

Zur Teilnahme am Wettbewerb ist es erforderlich, das ausgefüllte Bewerbungsformular sowie weitere Unterlagen bis zum 31.12.2018 an den NABU Baden-Württemberg, Stichwort „Natur nah dran“, Tübinger Straße 15, 70178 Stuttgart oder per E-Mail an Naturnahdran@NABU-BW.de zu senden.

Die Auswahl der zehn Förderkommunen erfolgt über eine Jury, in der das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, der NABU und auch die kommunalen Landesverbände vertreten sind.

„Natur nah dran“ ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes und wird auch vom Städtetag Baden-Württemberg und vom Gemeindetag Baden-Württemberg unterstützt.

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Verschiedenes 

NABU fordert rasche Antriebswende bei Lkw

Miller: Straßengüterverkehr torpediert Klimaziele - Strenge CO2-Grenzwerte auch für Lkw nötig

Berlin/Hannover – Zum morgigen Start der IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover fordert der NABU strenge CO2-Grenzwerte auch für Lkw. Angesichts des wachsenden Straßengüterverkehrs sei neben Effizienzsteigerungen zudem ein beschleunigter Umstieg auf elektrifizierte Antriebe auf Basis erneuerbarer Energien dringend nötig. So müssten die Hersteller verstärkt auf Alternativen zum Verbrennungsmotor setzen und Lkw anbieten, die mit Oberleitungen, Wasserstoff oder Batterien betrieben werden.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Wenn sich die Lkw-Branche in Hannover für sattes Wachstum feiert, blendet sie gern ihr Klimaschutzproblem aus. Hinter den Kulissen tun die Lkw-Hersteller alles dafür, um ambitionierte Verbrauchsvorgaben in Brüssel zu verhindern und noch lange am Diesel festhalten zu können. Dabei hat das Rennen um emissionsarme Fahrzeuge längst begonnen. Wer keine innovativen Lösungen anbietet, schadet nicht nur Umwelt und Klima, sondern riskiert auch die Zukunft Deutschlands und Europas als erfolgreichem Produktionsstandort für Nutzfahrzeuge.“

NABU-Verkehrsexperte Daniel Rieger: „Die Vorschläge der Fahrzeughersteller zur Minderung des CO2-Ausstoßes von neuen Lkw sind völlig inakzeptabel. Aktuelle Berechnungen unseres europäischen Dachverbands ‚Transport & Environment‘ zeigen, dass damit bis zum Jahr 2030 real keine Emissionsminderung gegenüber heutigen Werten erzielt werden kann. Dabei sehen die deutschen Klimaziele für den Verkehrssektor vor, bis 2030 mindestens 40 Prozent CO2 gegenüber 1990 einzusparen.“ Doch davon sei man aktuell meilenweit entfernt, da die sektorspezifischen Emissionen zuletzt sogar wieder leicht gestiegen seien. Das Bundesverkehrsministerium rechnet im selben Zeitraum mit einer Zunahme des Straßengüterverkehrs um 39 Prozent. Entsprechend müssen Lkw und leichte Nutzfahrzeuge erhebliche Technologiesprünge realisieren, um zum Klimaschutz beizutragen. Rein technisch und dabei kosteneffizient sind laut dem International Council on Clean Transportation (ICCT) beim Lkw 43 Prozent Effizienzsteigerung bis zum Jahr 2030 möglich.

Aus der Wirtschaft kommt bereits der Wunsch nach schadstoffärmeren Lastwagen. Große Logistik- und Handelsunternehmen forderten die Europäische Kommission bereits im April in einem offenen Brief auf, ambitionierte CO2-Grenzwerte für Lkw festzulegen. Besonders deutlich ist laut NABU der Nachholbedarf deutscher Hersteller bei Bussen. Immer mehr Kommunen fragen Elektrobusse nach, um das Luftqualitätsproblem in den Griff zu bekommen. Mercedes-Benz, MAN, Neoplan und Setra können aktuell keine serienreifen Produkte liefern, während in China schon Hunderttausende Elektrobusse im Einsatz sind.

„Von einer Antriebswende bei Lkw profitieren auch Spediteure und Verlader. Die leicht höheren Anschaffungskosten effizienterer Fahrzeuge amortisieren sich bereits innerhalb weniger Monate durch geringere Kraftstoffkosten“, so Rieger. Hinzu kämen volkwirtschaftliche Impulse. Eine Studie der European Climate Foundation (ECF) kommt zu dem Ergebnis, dass allein durch gesteigerte Effizienzvorgaben für Lkw ein Nettozuwachs von rund 120.000 Jobs bis zum Jahr 2030 in Europa zu erwarten ist. Der NABU sieht die Bundesregierung in der Pflicht, sich in Brüssel für strengere Verbrauchsgrenzwerte, aber auch verbindliche Quoten für emissionsfreie Fahrzeuge, einzusetzen.

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Veranstaltungen 

NABU eröffnet Fotoausstellung "Naturschätze des Westkaukasus"

im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur, Berlin

NABU und Zapovednik Kavkazskij seit 25 Jahren gemeinsam für den Naturschutz im Westkaukasus aktiv

Berlin – Nach 25 Jahren aktivem Naturschutz im Westkaukasus, stellt der NABU in Zusammenarbeit mit dem Zapovednik Kavkazskij das Weltnaturerbe im Süden Russlands in einer Bilderausstellung vor. Die Wanderausstellung „Naturschätze des Westkaukasus“ stellt eine fotografische Reise dar und präsentiert all die Naturschätze, die die Region zu bieten hat: unberührte Hochgebirgslandschaften, alpine Pflanzen und viele zum Teil endemische Tierarten. Ab dem 20. September wird die Ausstellung erstmals im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin zu sehen sein.

Der Westkaukasus ist ein kleiner Teil des Großen Kaukasus, einer einzigartigen, weitestgehend unbeeinflusst gebliebenen Hochgebirgslandschaft Europas und Westasiens. Der NABU ist seit 1993 in der Region aktiv und initiierte maßgeblich, dass der Westkaukasus in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurde. Die Fotoausstellung rückt mit einmaligen Aufnahmen die Schönheit und Besonderheit der Natur in der Region in den Mittelpunkt. Die Künstler der Ausstellung sind die Naturfotografen Dmitry Andreev, Alexey Bibin, Alexander Perevozov und Sergei Trepet, deren Arbeiten schon vielfach publiziert und prämiert wurden.

Die NABU-Ausstellung ist noch bis zum 7. Oktober im Russischen Haus zu sehen und zieht dann ab dem 10. Oktober weiter in die Beroliner Galerie im Rathaus Mitte, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin.







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