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Verschiedenes 

Winzige Affen im üppigen Urwald

Winzige Affen im üppigen Urwald
Foto: Wilhelma Stuttgart / Birger Meierjohann

Freilaufende Zwergseidenäffchen im Amazonienhaus der Wilhelma

Seit Mai 2024 sind drei Zwergseidenäffchen frei im Amazonienhaus der Wilhelma unterwegs – und genießen dort eine üppig grüne Vegetation auf einer Fläche von über 1.100 Quadratmetern. Die Besuchenden, welche diesen nach dem Vorbild eines brasilianischen Nationalparks gestalteten Lebensraum auf einem Dschungelpfad erkunden, können ganz ohne trennende Gitter oder Glasscheiben auf die possierlichen Primaten treffen. Bei den Zwergseidenäffchen handelt es sich um die Brüder Branco, Luano und Lino. Alle drei sind zwischen 2021 und 2023 in der Wilhelma zur Welt gekommen. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Amazonienhauses haben ein ausgeklügeltes System von Röhren entwickelt, welches es den drei Affen im Miniaturformat ermöglicht, zwischen dem für die für die Besuchenden zugänglichen Teilen des Amazonienhauses und ihren eigenen Bereichen hinter den Kulissen zu bewegen.

Volker Grün, zoologischer Leiter der Wilhelma, ist begeistert: „Die Zwergseidenäffchen in einem so naturnah gestalteten Lebensraum beobachten zu können, ist eine besondere Erfahrung. Zwar gehört manchmal etwas Geduld dazu, bis man die winzigen Affen entdeckt. Aber gerade das macht das Erlebnis so spannend.“

Zwergseidenäffchen sind die kleinsten Affen der Welt. Mit ihrem nur rund 15 Zentimeter langen Körper und dem ungefähr 20 Zentimeter langen Schwanz wirken sie fast wie Hörnchen, wenn sie durchs Geäst turnen. Ihre ursprüngliche Heimat ist das westliche Amazonasbecken, wo die Art immer seltener wird. Durch gezielte Nachzucht, koordiniert durch das Erhaltungszuchtprogramm (EEP) des europäischen Zooverbandes EAZA, leistet auch die Wilhelma ihren Beitrag zum Aufbau einer Reservepopulation in menschlicher Obhut.

Das im Jahr 2000 eingeweihte Albert-Schöchle-Amazonienhaus wurde nach dem ehemaligen Direktor der Wilhelma benannt, der von 1933 bis 1970 die Leitung innehatte. Der Bau kostete damals 18 Millionen Mark und wurde maßgeblich durch den Verein der Freunde und Förderer unterstützt.

zum Bild oben:
Die drei Zwergseidenaffen erkunden das Amazonienhaus
Foto: Wilhelma Stuttgart / Birger Meierjohann








Veranstaltungen 

Vögel zählen zwischen Vatertag und Muttertag

Vögel zählen zwischen Vatertag und Muttertag
Stunde der Gartenvögel (c) nabu / Foto: Sebastian Hennigs

NABU und LBV rufen zur 20. „Stunde der Gartenvögel“ auf

Berlin, 6.5.24 – Am langen Wochenende vom 9. bis 12. Mai rufen der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Natur- und Vogelschutz) wieder dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu zählen und zu melden.

„Unsere Aktion findet bereits zum 20. Mal statt“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wir verfügen daher über einen einzigartigen Datenbestand zu den Vogelarten im Siedlungsraum in ganz Deutschland. Das ist ein großer Schatz für den Naturschutz. Denn wir können anhand der festgestellten Bestandstrends Naturschutzmaßnahmen ausrichten und so die Arten gezielt schützen.“

Jeder kann helfen, Daten zu sammeln, indem er oder sie Vögel zählt, und so den Vogelschutz unterstützen. Miller: „Wer mitmacht, beteiligt sich an einem der größten Citizen-Science-Projekten Deutschlands. Außerdem macht es Spaß, Vögel kennenzulernen und zu zählen. Zudem ist es auch noch gesund.“ Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Beschäftigung mit der Natur und auch Vögel beobachten sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken.

„Viele überwinternde Arten haben in diesem Frühjahr zeitig mit dem Brüten angefangen, da es früh schon recht warm war. Wir könnten also bei der Stunde der Gartenvögel möglicherweise mehr Jungvögel sehen als in anderen Jahren“, vermutet Miller. Bei Haussperling, Ringeltaube und Amsel hat der erste Nachwuchs des Jahres bereits das Nest verlassen.

Und so funktioniert die Vogelzählung: Von einem ruhigen Platz im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 11. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 20. Mai.

Wer sich zuvor mit unseren Gartenvögeln beschäftigen möchte, findet viele Infos unter www.stundedergartenvoegel.de, darunter Portraits der 40 häufigsten Gartenvögel, Vergleichskarten der am häufigsten verwechselten Vogelarten, einen Vogeltrainer sowie den Vogel-Podcast des NABU „Reingezwitschert“. Auf der Seite sind ab dem ersten Zähltag auch Zwischenstände und erste Ergebnisse abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Für Kinder bietet die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ vom 13. bis 17. Mai an. Weitere Infos unter www.NAJU.de/sdg.

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Verschiedenes 

Pestizidvergiftungen, Land Grabbing und Co

EU muss Verantwortung für verursachte ökologische und soziale Folgen in Drittstaaten übernehmen

Anlässlich des Internationalen Tags des Fairen Handels am 11. Mai fordert Slow Food Deutschland die EU auf, sich für fairen Handel einzusetzen und diesen in den eigenen Lieferketten umzusetzen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wären Spiegelmaßnahmen für Import-Lebensmittel aus Drittstaaten, durch die sichergestellt wird, dass nur Lebensmittel die EU erreichen, die den EU-Standards im Bezug auf Umwelt- und Tierschutzstandards entsprechen. Von nachhaltigen Investitionen profitieren würden Landarbeiter*innen, die lokale Bevölkerung sowie Ökosysteme in Produktionsländern, vor allem des globalen Südens.

Der Import von Waren aus Drittstaaten ist aus Slow-Food-Sicht nur fair, wenn Mensch, Tier und Umwelt nicht negativ beeinträchtigt werden, weder in Produktionsländern noch hierzulande. Aktuell sind globale Lieferketten aber hauptsächlich auf Profit statt auf Nachhaltigkeit ausgerichtet: So werden zum Beispiel hoch giftige Pestizide, die in Europa nicht erlaubt sind, exportiert und in EU-Drittstaaten auf dem Acker angewandt, wo sie der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt schaden.

Vor allem unser Slow-Food-Netzwerk in afrikanischen Ländern kennt die Folgen des Einsatzes hochgiftiger Pestizide im Kontinent. Dazu John Kariuki, Koordinator von Slow Food Kenya: „In Kenia und anderen afrikanischen Ländern wächst die Besorgnis der Gesellschaft über die Auswirkungen des Pestizideinsatzes auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Das Land ist Zeuge anhaltender wirtschaftlicher Anreize für Monokulturen in der Landwirtschaft und eines übermäßigen Einsatzes von Agrochemikalien. Aufgrund unzureichender Vorschriften und EU-Gesetze, die den Export von giftigen Unkrautvernichtungsmitteln und anderen auf dem europäischen Kontinent verbotenen Pestiziden erlauben, hat das Dumping von Agrochemikalien in Kenia weiter zugenommen. Dies ist ein soziales Übel, das die Lebensgrundlage und die Gesundheit von Millionen von Menschen in Afrika bedroht und auf das Schärfste verurteilt werden sollte“.

Das Beispiel des Sojaanbaus in Brasilien verdeutlicht, wie der profitorientierte Handel nicht nur der Bevölkerung vor Ort schadet, sondern zusätzlich zum Fortbestand der hiesigen industriellen Massentierhaltung beiträgt: Ein Drittel der in diesem großen Sojaexportland zugelassenen Wirkstoffe im Ackerbau sind in der EU verboten. Das meiste genmanipulierte Soja verbraucht in diversen Ländern Lateinamerikas enorme Flächen und Ressourcen und gilt als wichtige Ursache für Land Grabbing. In der EU wiederum sind 90 Prozent des verwendeten Sojas importiert und werden hier fast ausschließlich als Tierfutter eingesetzt. Billiges Importsoja geht auf Kosten der Regenwälder im globalen Süden sowie der Tiere hier.

Vom Land Grabbing durch Rodung für den Sojaanbau sind vor allem auch indigene Gemeinschaften betroffen. Dies bestätigt Jeronimo Villas Boas, Mitglied des Slow-Food-Netzwerks in Brasilien: „Soja nimmt heute mehr als die Hälfte der brasilianischen Anbauflächen ein. Der Sojaanbau ist eine der Hauptursachen für die Entwaldung des Amazonas und ist auch für schwerwiegende Landkonflikte verantwortlich. Eine Studie aus dem Jahr 2023 zeigt, dass mindestens 500 Sojafarmen indigenes Land überlagern. Wir sprechen hier von mehr als 75 Tausend Hektar Überschneidungen, eine Fläche, die der von Ländern wie Singapur oder Bahrain entspricht.“

Auf weitere negative Folgen dieser Lieferketten und die Doppelstandards zwischen EU-produzierten und Importlebensmitteln weist Slow Food Deutschland im kürzlich veröffentlichten Bericht Gleiche Standards für alle Lebensmittel hin und fordert die EU mit Nachdruck auf, den Zugang zum EU-Markt an die Einhaltung grundlegender EU-Standards zu binden und sicherzustellen, dass sich die Handelspolitik nicht negativ auf Umwelt, Nutztiere und die Gesundheit der Menschen - auch in Drittländern - auswirkt.

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Verschiedenes 

Innovative Pflanzkonzepte in Zeiten des Klimawandels

Innovative Pflanzkonzepte in Zeiten des Klimawandels
Foto: Wilhelma Stuttgart / Birger Meierjohann

Umgestaltung von Blumenbeeten in der Wilhelma

Auch die Wilhelma muss sich an die Folgen des Klimawandels anpassen. Die Gärtnerinnen und Gärtner des zoologisch-botanischen Gartens haben daher schon im Februar 2024 damit begonnen, die bisherigen Wechselflorbeete entlang der Lindenallee im unteren Parkteil umzugestalten: Seit Ende April wachsen hier dauerhaft trockenheitsbeständige Stauden, Gräser und Gehölze.

Die Vorläufer der nun umgestalteten Beete wurden noch unter der Leitung von Albert Schöchle angelegt, der die ehemals königlichen Parkanlagen der Wilhelma ab 1949 zum Zoologisch-Botanischen Garten weiterentwickelte. Seitdem wurden in bandförmig angelegten Blumenbeeten zweimal pro Jahr saisonale Blumen angepflanzt – was allerdings nicht nur einen hohen Arbeitsaufwand, sondern auch Wasserverbrauch mit sich brachte.

Katja Siegmann, Fachbereichsleiterin der Parkpflege in der Wilhelma, erklärt: „Die Ressource Wasser wird in Zeiten des Klimawandels immer mehr zu einem beschränkenden Faktor. Für uns stellt sich daher die Herausforderung, unsere Anlagen so umzugestalten, dass wir sie auch in Zukunft auf nachhaltige Art und Weise pflegen können.“

Für das in Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitektin und Pflanzplanerin Bettina Jaugstetter erstellte Konzept wurden vorwiegend trockenheitsverträgliche und widerstandsfähige Gewächse aus dem Mittelmeerraum und Trockenregionen in Osteuropa und Nordamerika ausgewählt. Im ersten Jahr müssen die Pflanzen zwar noch gewässert werden, können aber später selbst in niederschlagsarmen Sommern fast gänzlich ohne zusätzliche Bewässerung auskommen.

Der Steppensalbei mit seinen blauen Blütenständen, die orange blühende Knollige Seidenpflanze oder die Vielfarbige Wolfsmilch mit ihren winzigen gelblichen Blüten oder die rot blühende Nelkenwurz sind nur einige Beispiele der rund 70 Sorten und Arten umfassenden Mischung. Insgesamt wird mit einem hohen Anteil an wintergrünen Arten gearbeitet, die zusammen mit attraktiven Gräsern und färbenden Stauden das ganze Jahr über für ein attraktives Bild sorgen. Die Höhe der Pflanzen beträgt rund 25 bis 30 cm im Vordergrund und steigt bei manchen der Stauden auf eine Höhe von bis zu zwei Metern. Bei der Auswahl der Pflanzen wurde besonderes Augenmerk auf ihren Nutzen für die heimische Insektenwelt gelegt.

In Abstimmung mit dem Denkmalamt wurden die Beete in einer geschwungenen Form angelegt, die bewusst vom Grundriss der historischen Vorgänger abweicht. Die Besuchenden der Wilhelma werden außerdem die Möglichkeit haben, durch Unterbrechungen im Verlauf der Beete direkt an die Pracht der Stauden, Gräser und Gehölze heranzutreten. Auf diese Weise schafft das vielfältige Pflanzkonzept zusätzlich ein hautnahes botanisches Erlebnis.

zum Bild oben:
Die Vielfarbige Wolfsmilch und die Nelkenwurz sorgen bereits für erste Farbtupfer.
Foto: Wilhelma Stuttgart / Birger Meierjohann

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Verschiedenes 

Baden-Württembergs Wasserwelten zu Fuß und per Rad erleben

Baden-Württembergs Wasserwelten zu Fuß und per Rad erleben
Kocher-Jagst-Radweg in Hohenlohe (c) Patrick Muntzinger

Vor zig Millionen Jahren formten Eis und Wasser die Naturlandschaften im Süden. Entstanden sind liebliche Täler, in denen Bäche plätschern, tiefe Schluchten mit tosenden Wasserfällen, weitverzweigte Höhlen und Unterwasserkanäle, über die Wasser in die Quelltöpfe und Flüsse gelangt. Die nicht selten geschützten, urwüchsigen Landschaften lassen sich auf abenteuerlichen Wanderungen oder Radtouren erkunden.

Unbezwingbar wild: Erkundungstour an Kocher und Jagst

Tief in den Muschelkalk eingeschnitten hat sich die Jagst zwischen Crailsheim und Kirchberg. Der Fluss ist dort völlig ungebändigt, naturbelassen und nicht begradigt. Eindrückliche Blicke tief hinab in die steile Schlucht erhält man auf den höheren Wanderwegen, zum Beispiel in der Nähe des Baierlesstein. Bikende Wasserfans können die Gegend auf dem „Kocher-Jagst-Radweg“ erkunden. Durch drei Querwege kann die Zwei-Flüsse-Rundtour mit dem Radweg "Liebliches Taubertal" zu einer Drei-Flüsse-Tour kombiniert werden.

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Verschiedenes 

Weniger Stimmungsmache, mehr Fakten

Zum Tag des Wolfs fordert der NABU für mehr Sachlichkeit in Medien und Politik / forsa-Umfrage zeigt weiter hohe Akzeptanz

Berlin, 29.4. – Zum Tag des Wolfes am 30. April appelliert der NABU an Politik und Medien, sachlich und lösungsorientiert mit dem Thema umzugehen. „Leider wird immer noch versucht, gezielt Angst mit dem Wolf zu schüren“, kritisierte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Das wird der tatsächlichen Situation der Wölfe in Deutschland und der Wahrnehmung der Menschen nicht gerecht. Anstelle aufgeregter Stimmungsmache müssen wir mehr entlang der tatsächlichen Probleme und Lösungen diskutieren.“

Seit mehr als 20 Jahren gibt es wieder freilebende Wölfe in Deutschland. Trotz ihrem inzwischen nahezu bundesweiten Vorkommen ist ihre Akzeptanz in der Bevölkerung nach wie vor sehr hoch. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage, die der NABU für den Tag des Wolfes in Auftrag gegeben hat.

So finden es 73 Prozent der Befragten erfreulich, dass Wölfe wieder hier leben. Durchschnittlich 75 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Wölfe in unsere Landschaft gehören, wie etwa Rehe oder Biber auch. In Regionen mit Wolfsvorkommen stimmen dem ebenfalls 71 Prozent zu. Das Interesse der Menschen am Wolfsthema ist wie in den letzten Jahren groß: 71 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie sehr oder eher interessiert an Wölfen sind.
82 Prozent der Befragten sind nicht der Ansicht, dass Wölfe eine Bedrohung für Menschen in Deutschland darstellen. 62 Prozent waren der Meinung, dass die von Wölfen ausgehenden Risiken in den Medien übertrieben dargestellt werden.

„Es ist richtig, dass Medien und Politik auf die Sorgen und Unsicherheiten von Menschen eingehen, auch in Bezug auf Wölfe. Jedoch nur die Herausforderungen abzubilden, aber kaum die Lösungen und funktionierendes Nebeneinander von Menschen, Wölfen und Weidetierhaltung, verzerrt die öffentliche Diskussion massiv und hält im schlimmsten Fall Weidetierhaltende davon ab, Herdenschutz überhaupt auszuprobieren“, sagt NABU-Wolfsexpertin Marie Neuwald.

Auch die aktuelle politische Debatte auf EU-Ebene um den Schutzstatus von Wölfen und anderen Wildtieren im Vorfeld der EU-Wahlen werde leider nicht immer sachlich geführt. Neuwald: „Zu suggerieren, durch einen einfacheren und häufigeren Abschuss von Wölfen würde der Herdenschutz erleichtert, führt an der Realität vorbei und erzeugt falsche Hoffnungen auf vermeintlich einfache Lösungen.“ Auch eine Bejagung wird Herdenschutz nicht ersetzen können, da auch einzelne Wölfe eine Gefahr für ungeschützte Weidetiere darstellen. Die Entnahme einzelner Wölfe, die den Herdenschutz überwunden haben, ist daher der richtige Weg und rechtlich bereits vorgesehen. Der NABU appelliert daher an Politik, Medien und Landnutzerverbände, den Fokus auf die Unterstützung der Weidetierhaltung im Herdenschutz zu lenken, statt sich nur auf den Abschuss von Wölfen zu versteifen. Die Weidetierhaltung ist unersetzbar für den Erhalt vieler Kulturlandschaften und den Artenschutz. Sie muss – auch und besonders abseits des Wolfsthemas – gefördert werden.

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Verschiedenes 

Babyglück bei den Totenkopfaffen

Babyglück bei den Totenkopfaffen
Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohan

Weiterer Nachwuchs bei den Primaten in der Wilhelma

Bei den Totenkopfaffen in der Wilhelma gibt es aktuell wieder berührende Momente zu beobachten: Ende März sind hier zwei Jungtiere zur Welt gekommen, die von ihren Müttern Jassy und Lissy liebevoll umsorgt und umhergetragen werden. Mit etwas Glück kommen sie dabei direkt an die Glasscheibe, welche die Besuchenden von den quirligen Äffchen trennt, und können aus nächster Nähe beobachtet werden. Drei Weibchen sind noch trächtig – es steht also weiterer Nachwuchs kurz bevor. Vater aller Jungtiere in der nun 18-köpfigen Gruppe ist Jack, ein 10 Jahre altes Männchen, das Ende 2021 aus dem Zoo Zürich in die Wilhelma kam.

Totenkopfaffen stammen aus Mittel- und Südamerika. Sie bilden eine eigene Primatengattung. Man unterscheidet bei ihnen zwischen acht Arten und weiteren Unterarten. Die Wilhelma beheimatet Bolivianische Totenkopfaffen, deren natürliches Verbreitungsgebiet sich über Bolivien hinaus in weite Teile des westlichen Südamerikas erstreckt. Der Name „Totenkopfaffe“ bezieht sich auf die dunkle Gesichtszeichnung, deren Form an einen Schädel erinnert. Trotz des unheimlich klingenden Namens sind Totenkopfaffen bei den Besuchenden in der Wilhelma sehr beliebt – zumal die Art durch Pippi Langstrumpf und ihren tierischen Begleiter „Herr Nilsson“ zu Berühmtheit gekommen ist. Als Haustier sind die sozialen Tiere, die sich nur in Gruppen von Artgenossen wohlfühlen, allerdings vollkommen ungeeignet.

Die Wilhelma beteiligt sich im Rahmen des Ex-Situ Programms des Europäischen Zooverbandes EAZA aktiv an der Nachzucht von Bolivianischen Totenkopfaffen.

zum Bild oben:
Nachwuchs bei den Totenkopfaffen in der Wilhelma
Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohan

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Buch- und CD-Tipps 

NEUES ZOLLI-BUCH: «ZOO BASEL – DIE STADT-OASE NEU ENTDECKEN»

NEUES ZOLLI-BUCH: «ZOO BASEL – DIE STADT-OASE NEU ENTDECKEN»

Am Mittwoch Abend (17.4.) hat im Zoo-Restaurant die Buchvernissage zum neuen Zolli-Buch «Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken», erschienen im Christoph Merian Verlag, stattgefunden. Das nachhaltig produzierte Buch ist eine Liebeserklärung an die 150-jährige Institution und drückt aus, was die Menschen mit «ihrem» Zolli verbindet. Das Autorenteam Jennifer Degen und Lukas Meili lässt Mitarbeiter:innen an 40 Zoo-Orten erzählen und Besucher:innen an Vergnügliches erinnern. Das Buch ist ab sofort für CHF 49.– im Zoo-Shop sowie über den Buch- und Onlinehandel erhältlich.

Zu seinem 150. Jubiläum hat sich der Zoo Basel ein neues Buch geschenkt: Das nachhaltig produzierte Werk mit dem Titel «Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken» (Christoph Merian Verlag, Autoren: Jennifer Degen und Lukas Meili) nimmt die Leserinnen und Leser mit auf einen Rundgang durch den Zolli und blickt in 40 unabhängig voneinander lesbaren Kapiteln hinter die Kulissen der prestigeträchtigen Institution.

Moderne Naturschutz-Oase mit langer Geschichte
In Sachen Design ist die Natur unschlagbar, was der blau schillernde Koran-Kaiserfisch oder die Eleganz eines Seepferdchens in grossformatigen Tierporträts eindrücklich vor Augen führen. Solche Tiere unmittelbar erleben zu können, ist nach wie vor ein Besuchermagnet. Doch heutzutage stehen punkto Zoos auch tiefergehende Fragen im Raum: Wie funktioniert der moderne Zoo von heute? Wie hat sich die Tierhaltung im Laufe der Zeit verändert? Wird dem Tierwohl entsprochen und ist Kolonialismus noch ein Thema? Diese und weitere Aspekte erläutert «Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken» gezielt in Info-Boxen. Bei der virtuellen Entdeckungstour durch den Garten, zu dem das Buch mit seinem aufklappbaren Faltplan einlädt, erhält der/die interessierte Leser/in vielschichtige Antworten aus Sicht der heutigen Zolli-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Aufschlussreich und unterhaltsam sind auch die persönlichen Erinnerungen von Besucherinnen und Besuchern. Und selbst treuen Fans bietet der Band überraschende Einblicke in den ältesten Zoo der Schweiz – sei es in den Alltag, die Geschichte oder zu seiner Verwurzelung in der Region Basel.

Dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet
Im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes wurde das Buch «Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken» nach hohen ökologischen Aspekten und mit lokalen Partnern produziert. Alle benutzten Papiere wurden nachhaltig geschöpft: vom Graspapier im Inhalt der Publikation bis zum Bezugsmaterial Toile Ocean, welches Garne enthält, die aus im Meer gebundenem Plastik gewonnen werden.

Das Buch ist für CHF 49.– im Zoo-Shop sowie über den Buch- und Onlinehandel erhältlich.

Zoo Basel – Die Stadt-Oase neu entdecken
Zoo Basel (Hg.)
Jennifer Degen, Lukas Meili
256 Seiten, 157 meist farbige Abbildungen, gebunden, 22.5×31 cm
ISBN 978-3-03969-022-0
© 2024 Christoph Merian Verlag







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