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Verschiedenes 

„Schöner“ neuer Passagier: Slow Food schützt Oberlausitzer Apfelsorte

„Schöner“ neuer Passagier: Slow Food schützt Oberlausitzer Apfelsorte
Schöner von Herrnhut: Äpfel auf der Wiese (c) Christoph Schuster

Mit der Arche des Geschmacks rettet Slow Food alte Nutztierrassen, Kulturpflanzen und Lebensmittel vor dem Vergessen. Schützenswert ist auch die hiesige farbliche, aromatische und genetische Apfelvielfalt, die so vielfältig nicht mehr ist. Der neueste Passagier an Bord der Arche heißt daher „Schöner von Herrnhut“, eine traditionelle Apfelsorte aus der Oberlausitz.

Jede*r kennt sie, die meisten mögen sie, ob unverarbeitet oder als Saft, in Kuchen, Keksen oder herzhaften Gerichten. Die Rede ist von Äpfeln. Dass unsere Supermarktauslage voll von ihnen ist, verrät nichts über ihre wahre Vielfalt. Die ist inzwischen allerdings enorm reduziert; ein Trend, der in den 1970er Jahren seinen Höhepunkt erreichte, als nur noch zählte, welche Ware sich gut anbauen und handeln ließ. Golden Delicious, Jonathan und Cox Orange wurden zur Basis für die Züchtung unseres modernen Tafelobstes. Das Ergebnis sind die heute gängigen Supermarktäpfel, die vor allem süß und saftig sind. Der Genuss regional und saisonal wechselnder Sorten blieb auf der Strecke. Genau der aber ist Slow Food wichtig, weshalb der Verein regionaltypische Apfelsorten in die Arche des Geschmacks aufnimmt.

Der „Schöne von Herrnhut“, umgangssprachlich auch „Herrnhuter“, ist die fünfte Apfelsorte in der Arche. Er erhielt seinen Namen durch den Ort Herrnhut, wo er 1880 gefunden wurde. Im Handel war er ab 1900 erhältlich. Einst ein wichtiger Bestandteil der ursprünglichen Streuobstwiesenlandschaft in der Oberlausitz, wird er heute nur noch vereinzelt angebaut – auf Wiesen, in Hausgärten und an Straßenrändern. Die Entwicklung weg vom extensiven Hochstammobstbau als Bestandteil landwirtschaftlicher Betriebe hin zu spezialisierten Obstbaumbetrieben mit intensiv gepflegten Niederstamm-Plantagen verdrängte ihn. Dabei ist der Herrnhuter ein guter Tafel-, Saft- und Wirtschaftsapfel. Er ist saftig, süßsäuerlich und aromatisch, hat zartes Fruchtfleisch und eignet sich besonders zum Frischverzehr und zur Saftherstellung. Typisch für ihn sind die rötlichen Adern, die sich durch das Fruchtfleisch bis zur Stielgrube ziehen. Als robuste Sorte mit geringen Anforderungen an Boden und Klima machen seinen Anbau auch in Extrem- und Höhenlagen möglich.

Der Herrnhuter hat einen hohen Gehalt an Polyphenolen. Das sind aromatische Verbindungen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören und antioxidativ, antiviral und antimikrobiell wirken. Äpfel mit einem hohen Polyphenolgehalt jedoch sind weniger gern gesehene ‚Gäste‘ im Supermarkt, weil sie nicht die „perfekte“ Form haben und sich ihr Fruchtfleisch nach dem Anschnitt schneller braun färbt. Slow Food aber rät Verbraucher*innen zum Griff nach regionalen Obstsorten statt Standardware. Gerhard Schneider-Rose, Leiter der SFD-Arche-Kommission, erklärt warum: „Wenn wir die Vielfalt unserer alten Apfelsorten und den Anbau auf Streuobstwiesen schützen und nutzen, bewahren wir nicht nur die phantastische Vielfalt der Aromen und einen wichtigen Genpool. Der Anbau an Klima und Boden angepasster Sorten macht auch den Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern sowie künstliche Bewässerung überflüssig. Solche Wiesen gestalten Landschaften und bieten Lebensräume für zahlreiche Insekten, Vögel und Wildblumen.“

Der Herrnhuter ist in Baumschulen in der Oberlausitz sowie überregional in Baumschulen erhältlich, die sich auf alte Obstsorten spezialisiert haben. Weitere Äpfel in der Arche sind: Jakob-Fischer-Apfel, Lausitzer Nelkenapfel, Birkenfelder Rotapfel, Luikenapfel.

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Verschiedenes 

„Restore Nature“

Mehr als 100.000 Menschen fordern Renaturierungsziele mit Biss

Krüger: Überwältigende Beteiligung ist klarer Appell an Bundesregierung und Parteien / Renaturierung in Deutschland und Europa konsequent umsetzen

Berlin, 6.4.21 – Mehr als 100.000 Menschen haben sich durch die vom NABU unterstützte #RestoreNature-Kampagne an der öffentlichen Befragung der EU-Kommission beteiligt. Sie alle fordern die EU-Kommission dazu auf, ein verbindliches EU-Renaturierungsgesetz vorzulegen. So soll sich die EU-Kommission auf Ökosysteme wie Moore, Flüsse und ihre Auen oder Seegraswiesen konzentrieren und messbare Ziele mit einem klaren Zeithorizont vorgeben. Zuletzt hatten die EU-Mitgliedstaaten ihr selbstgesetztes Renaturierungsziel für 2020 deutlich verfehlt, da es an Verbindlichkeit mangelte.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Die überwältigende Beteiligung an der Kampagne zeigt deutlich, dass es nun endlich an der Zeit ist, eine flächendeckende Renaturierung in Europa anzustoßen und die biologische Vielfalt zurückzubringen. Mit ihrer Teilnahme richten die Bürgerinnen und Bürger auch einen klaren Appell an Bundesfinanzminister Olaf Scholz, bereits heute ausreichende Mittel für die kommenden Renaturierungs-Verpflichtungen im deutschen "Wiederaufbau-Plan" einzuplanen. Zugleich ist es eine klare Aufforderung an alle Parteien, das Thema „Renaturierung“ in ihre Wahlprogramme zur Bundestagswahl aufzunehmen und bei der späteren Verhandlung zum Regierungsprogramm als neuen Naturschutz-Schwerpunkt zu setzen.“

Raphael Weyland, NABU-Naturschutzrechtsexperte in Brüssel: „Es ist ernüchternd, dass Deutschland bei der Frage der Renaturierung bisher nicht selbst gesetzgeberisch aktiv geworden ist und offenbar mal wieder von der EU-Kommission zum Jagen getragen werden muss. Mit Blick auf die besorgniserregenden Ergebnisse der jüngst veröffentlichten Berichte zum Zustand der Auen und der Wälder muss die Bundesregierung schleunigst handeln. Damit sich das Trauerspiel der mangelhaften Umsetzung des wichtigen Schutzgebiets-Netzes Natura 2000 in Deutschland nicht wiederholt, braucht es bei der Renaturierung sowohl eine starke Steuerung durch bundesweite Vorgaben als auch entsprechende finanzielle Unterstützung für die Bundesländer.“

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NABU: Erster „Tag der Streuobstwiese“ in Europa

Rösler: Streuobstwiesen sind Hot Spots der biologischen Vielfalt

Berlin, 30.3.21 - Erstmals wird am Freitag, den 30. April europaweit der erste „Tag der Streuobstwiese“ stattfinden. Die Bedeutung der Streuobstwiesen für die Tier- und Pflanzenwelt und die Gesellschaft soll in ganz Europa hervorgehoben werden: Der NABU unterstützt die Initiative der ARGE Streuobst Österreich und des Umweltdachverbands Österreich.

Allein in den hochstämmigen Streuobstwiesen Deutschlands gibt es dem NABU-Bundesfachausschuss Streuobst zufolge weit über 5.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sowie rund 6.000 Obstsorten. "Damit sind die Streuobstwiesen insbesondere nördlich der Alpen Hot Spots der Biologischen Vielfalt. Auch deswegen wurden sie kürzlich in Deutschland in die deutsche Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen", erklärt Dr. Markus Rösler, Sprecher des NABU-Bundesfachausschuss Streuobst. Er verfasste eine von zwei erforderlichen Stellungnahmen für den erfolgreichen Kulturerbeantrag.

In Zukunft soll der „Tag der Streuobstwiese“ jeweils am letzten Freitag im April seinen Platz im Kalender finden. Um diese Jahreszeit stehen in vielen bedeutsamen Streuobst-Regionen Europas - dazu zählen die Bretagne, die Normandie, Luxemburg, die Schweiz, Österreich und Slowenien ebenso wie ganz Deutschland - die Hochstamm-Obstbäume in voller Blüte. Mit 250.000 bis 300.000 Hektar gibt es in Deutschland nach Angaben des NABU-Bundesfachausschuss Streuobst die größten Streuobstbestände Europas. „Rund ein Viertel der europäischen Streuobstbestände steht in Deutschland“, so Rösler, „davon rund 40 Prozent in Baden-Württemberg, speziell im Vorland der Schwäbischen Alb sowie rund 20 Prozent in Bayern. Wir haben daher eine ganz besondere europaweite Verantwortung für Schutz, Pflege und Entwicklung dieser Paradiese aus Menschenhand“.

Streuobst-Initiativen und Naturschutzorganisationen, Kindergärten und Schulen, Keltereien und Tourismusregionen sollen diesen Tag nutzen, um auf Streuobstwiesen als Ort der Biodiversität, der Obstvielfalt, der Erwerbsgrundlage, des Genusses und der Erholung hinzuweisen.

"Wir werden unser Netzwerk an BirdLife-Partnern in ganz Europa und befreundete Organisationen in Naturschutz und Obstbau darum bitten, diese Idee aus Österreich zu unterstützen und mit vielfältigen Aktionen zu einem Erfolg werden zu lassen", so Rösler. "Seit 30 Jahren haben wir ein Netzwerk an Streuobst-Partnern in den wichtigsten Streuobst-Ländern Europas von Frankreich bis Polen und von Spanien bis Slowenien aufgebaut. Dabei verbinden wir Naturschutz mit Genuss, Obstbau mit Freizeit sowie faire Einkommen für Landwirte mit Naturerlebnis".

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NABU: Die Schwalben sind zurück

Hilfe für die gefährdeten Glücksboten / Mehr Bewerbungen für NABU-Auszeichnung „Schwalbenfreundlichen Haus“

Berlin, 30.3.21 – Fast wäre sie Vogel des Jahres 2021 geworden: die Rauschwalbe. Die Zweitplatzierte von Deutschlands erster öffentlicher Wahl zum Vogel des Jahres kommt nun aus ihrem Winterquartier in Afrika zurück. Leider werden die fliegenden Glücksboten von Jahr zu Jahr weniger. Ein Lichtblick: Immer mehr Hausbesitzende setzen sich für den Schwalbenschutz ein.

Neben der Rauch- gehört auch die Mehlschwalbe zu den häufigsten Schwalbenarten. Mit etwa 700.000 Brutpaaren sowohl bei Rauch- als auch bei Mehlschwalbe gibt es allerdings nur noch halb so viele Vögel wie vor 30 Jahren. Beide Schwalbenarten stehen in der Vorwarnliste der Roten Liste. Gründe sind das Insektensterben sowie bedingt durch die Klimakrise Trockenheit im Winterquartier und Extremwetterereignisse auf dem Zugweg. Hinzu kommt, dass die Vögel immer weniger Nistmöglichkeiten finden. „Während Hausbesitzer aus Angst vor Verschmutzung die Nester der Mehlschwalben entfernen, verschließen besorgte Bauern den Rauchschwalben ihre Ställe, um vermeintlichen Hygieneanforderungen gerecht zu werden. Dabei gefährden die kühnen Flugakrobaten unsere Gesundheit nicht, sind aber auf dem Land auf genau solche Brutplätze angewiesen“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Eric Neuling.

Die Vögel fühlen sich in einer von Menschen geprägten Umgebung grundsätzlich wohl. Die Mehlschwalbe mit ihrem leuchtend weißen Bürzel und Bauch und dem tief gekerbten Schwanz nutzt vor allem rau verputzte Hauswände unter geschützten Dachvorsprüngen zum Bau ihres Nestes. Sie brütet gerne in Kolonien. Das bringt jedoch Kot und Reste von Nistmaterial an Fassaden und auf dem Boden mit sich. „Viele Nester werden daher mutwillig zerstört, dabei würde ein einen halben Meter unterhalb der Nester angebrachtes Brett oder eine gelegentliche Säuberung bereits wirksam Abhilfe schaffen“, so Neuling.

Rauchschwalben, die über ihre braunrote Färbung von Kehle und Stirn gut erkennbar sind, bevorzugen Balken oder Mauervorsprünge in Ställen, Scheunen oder Carports. Leider bleiben die notwendigen Einflugluken nach Renovierungen zunehmend verschlossen oder sind bei Neubauten gar nicht erst vorhanden. „Möglichst viele Lager und Ställe sollten in der warmen Jahreshälfte nicht komplett verschlossen sein. Eine Einflugluke reicht Rauchschwalben bereits“, so Neuling.

Gebäude mit vorhandenen und erhaltenen Nistplätzen für Schwalben werden vom NABU als „Schwalbenfreundliches Haus“ mit einer Plakette ausgezeichnet. Immer mehr Menschen wollen sich auf diese Weise engagieren. Seit 2017 ist die Zahl der Bewerbungen um die Auszeichnung von 1263 im Jahr 2017 auf 2110 (2020) gestiegen. Neuling: „Das ist auch ein Beitrag dazu, dass sich die Bestände beider Arten in den letzten zehn Jahren stabilisiert haben, wenn auch auf niedrigem Niveau.“

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Zukunftstaugliche Agrarförderung

Zukunftstaugliche Agrarförderung
Slow Food Aktionen; Ernte (c) Friedemann Lätsch

Vor dem Super-Trilog der EU fordert Slow Food die Berücksichtigung des Green Deal und keine voreiligen deutschen Alleingänge

Slow Food richtet als Teil einer breiten Koalition europäischer Organisationen u.a. aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Entwicklung einen offenen Brief an die Teilnehmenden der Trilog-Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Darin fordert das Bündnis eine ehrgeizige, grüne und faire Ausgestaltung der GAP. Ein Super-Trilog soll am 26. März die stockenden Reform-Verhandlungen von EU-Parlament, Ministerrat und Kommission entscheidend voranbringen.

Als umfassendes Finanzierungsinstrument der europäischen Landwirtschaft bietet die GAP den stärksten Hebel, um das Landwirtschafts- und Ernährungssystem Europas neu zu gestalten. Voraussetzung dafür sind ambitionierte Vorgaben, die einen echten Systemwechsel einleiten, sowie deren konsequente nationale Umsetzung und die Unterstützung jener Landwirt*innen, die den notwendigen Übergang zu agrarökologischen Praktiken vollziehen. Das heutige System der große Flächen begünstigenden Direktzahlungen und einer exportorientierten Agrarindustrie ist weder ökologisch tragfähig, noch ökonomisch oder sozial nachhaltig. Es ist für ein beispielloses Höfesterben verantwortlich und gefährdet durch Pestizideinsatz, die Auslaugung von Böden und die Emission erheblicher Mengen an Treibhausgasen die Gesundheit unseres Planeten und damit unsere Lebensgrundlage.

Dieser Zustand ist aber keineswegs alternativlos. Die Kluft zwischen den verschiedenen Verhandlungspositionen könnte durch eine eindeutige Ausrichtung der GAP an den Zielen und Prinzipien des von der Kommission vorgelegten “Green Deal” geschlossen werden. Mit der Farm-to-Fork- und der Biodiversitätsstrategie hat die europäische Kommission selbst Ziele für eine nachhaltige Umgestaltung der Landwirtschaft vorgegeben. Dazu gehören das Anwachsen des Ökolandbaus um 25% sowie je 50% weniger Pestizideinsatz, Nährstoffverlust und Antibiotika in Viehzucht und Aquakultur und 20% weniger Düngemitteleinsatz bis 2030; zudem eine deutliche Anhebung der Anteile geschützter Flächen (30%) und rechtsverbindliche Ziele zur Wiederherstellung von Ökosystemen. Mit seinem gemeinsamen Schreiben fordert das europäische Bündnis von über vierzig Organisationen auch die Sicherstellung transparenter und fairer Lebensmittelversorgungsketten durch angemessene Instrumente zur Steuerung und Regulierung der Agrarmärkte.

Slow Food Deutschland (SFD) kritisiert mit Nachdruck das Bestreben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), den nationalen Strategieplan zur Umsetzung der GAP schon in diesen Tagen beschließen lassen zu wollen. „Entscheidungen auf nationaler Ebene sollten sinnvollerweise erst dann festgezurrt werden, wenn der Trilog auf EU-Ebene beendet und somit der finale Gestaltungsrahmen bekannt ist,” sagt Nina Wolff, amtierende SFD-Vorsitzende. Darüber hinaus sind die im Raum stehenden Pläne zur nationalen Ausgestaltung aus Sicht des Vereins nicht ambitioniert genug, um die eigenen Ziele in Bezug auf Klima- und Artenschutz zu erreichen und kleineren landwirtschaftlichen Betrieben eine wirtschaftliche Perspektive zu bieten. Als größte Volkswirtschaft in der EU sollte Deutschland bei der nachhaltigen Transformation des Landwirtschaftssystems vorangehen und sich nicht auf unzureichende Minimalpositionen zurückziehen.

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Wichtiger Baustein für den Schutz der Dreisam

Neue Anlage filtert Schadstoffe, bevor sie in die Dreisam gelangen können

Stadt investiert mehr als zwei Millionen Euro in den Gewässerschutz
Regenwasser, das von der B 31 abließt, wird gesäubert
Benzin und Öl kann abgehalten werden

Die Dreisam ist jetzt besser geschützt: Eine neue Anlage sorgt dafür, dass weniger Schadstoffe aus dem Autoverkehr in den Fluss gelangen. Unterhalb der Ochsenbrücke ist dafür jetzt eine neue Regenwasserbehandlungsanlage mit besonderer Technik in Betrieb.

Das Garten-und Tiefbauamt ist für die B 31 und damit auch für die Entwässerung dieser Straße im Stadtgebiet verantwortlich. Im Abschnitt westlich der Kronenbrücke wird das Regenwasser über einen Kanal in die Dreisam eingeleitet. Hier, an der Einleitstelle wurde die neue Anlage eingebaut. Sie verhindert, dass Abrieb von Reifen und Bremsen und andere Schadstoffe mit dem Regenwasser über den Kanal in die Dreisam gelangen. Dafür wurde in das Regenklärbecken ein sogenannter Kreuzstromklärer eingebaut. Die Anlage befindet sich auf der Südseite der Dreisam auf Höhe der Bohlstraße und liegt direkt am Dreisamuferradweg.

Die Kreuzstromklärer funktionieren ein bisschen wie Goldwaschanlagen: Es sind in Regenklärbecken eingebaute Module, in denen Lamellen befinden. Das verschmutzte Regenwasser durchströmt die Lamellen, die Partikel setzen sich ab und werden von den Lamellen zurückgehalten. Der Wirkungsgrad eines Regenklärbeckens wird so deutlich gesteigert. Für den besseren Schutz der Dreisam wurden rund 2,2 Millionen Euro investiert. Nur durch den Einsatz dieser Technik war es überhaupt möglich an der sehr engen Stelle zwischen der Dreisam, dem Dreisamuferradweg und der B 31a eine zuverlässige und sichere Regenwasserbehandlungsanlage zu errichten.

Die Anlage ist auch ein Schutz vor Havarien. Sie kann etwa Öle und Benzin zurückhalten. Durch eine Tauchwand werden kontinuierlich eingetragene Leichtflüssigkeiten zurückgehalten. Bei Bedarf werden Öle aus dem Becken abgepumpt und entsorgt. Stoffe, die schwerer als Wasser sind, sinken auf den Beckenboden ab und verbleiben dort. Wenn größere Mengen davon etwa bei einem Unfall ins Becken gelangen, werden diese sofort mit einem Saugfahrzeug abgepumpt.

Sauberes Wasser ist eines der wichtigsten Schutzgüter, das es zu bewahren gilt. Die Regenwasserbehandlungsanlage entspricht dem neuesten Stand der Technik und ist optimal dafür ausgelegt, die heute geltenden Ziele und Anforderungen des Gewässerschutzes zu erreichen. Sie leistet einen enorm wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wasserqualität der Dreisam an der Einleitstelle und darüber hinaus.

Gebaut wurde die Anlage von Mitte Mai bis Mitte Dezember 2020. Trotz der Arbeiten wurde der Dreisamuferweg nur kurzzeitig gesperrt, auch die B 31 war ebenfalls nur kurzzeitig einspurig befahrbar.

Das Garten- und Tiefbauamt bedankt sich bei allen Verkehrsteilnehmenden für ihr Verständnis. Der Kreuzstromklärer wurde Ende Februar 2021 eingebaut und in den vergangenen Tagen in Betrieb genommen, damit ist die Anlage jetzt komplett in Betrieb.





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NABU zur Agrarministerkonferenz

Krüger: Die Transformation der Landwirtschaft könnte noch deutlich mehr Fahrt aufnehmen

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger zur heutigen Entscheidung der Agrarminister der Länder:

"Wir reiben uns verwundert die Augen, dass Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner heute Erfolge aus der Agrarministerkonferenz für sich verbuchen möchte, die sie gleichzeitig an anderen Stellen zu verhindern weiß. Die heutigen Entscheidungen gehen grundsätzlich in die richtige Richtung: Wir haben dennoch Zweifel daran, dass sich damit die notwendige Geschwindigkeit für die Transformation der Landwirtschaft erreichen lässt. Wir brauchen mehr Dynamik. Dafür müssen die Eco-Schemes stärker ansteigen und Mittel aus der ersten Säule im Laufe der Förderperiode deutlich stärker in die zweite Säule umgeschichtet werden. Bei den Brachflächen wünschen wir uns eine Quote von bis zu zehn Prozent. Der Zukunftspfad den die Landesagrarminister heute aufgezeigt haben ist nicht ambitioniert genug. Daher müssen Bundesumweltministerium und Bundeslandwirtschaftsministerium jetzt nachverhandeln. Da kann Julia Klöckner zeigen, dass sie es ernst meint."

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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NABU: So fühlt sich der Vogel des Jahres im Garten wohl

Das frischgekürte Rotkehlchen mag es wild und giftfrei / Jeder Garten hat seinen eigenen Jahresvogel

Berlin, 26.3.21 – Klein, rund und knopfäugig: Das Rotkehlchen ist der Vogel des Jahres. Weil der zutrauliche Vogel in unseren Gärten lebt, kann gerade jetzt zum Start der Gartensaison jeder etwas für den gefiederten Sympathieträger tun. Der Bestand des mit 3,4 bis 4,3 Millionen Brutpaaren achthäufigsten Vogels in Deutschland ist derzeit nicht gefährdet. Damit das so bleibt, müssen Gärten, Parks und Wälder möglichst naturnah gestaltet werden.

„Erithacus rubecula, so der lateinische Name, ist bundesweit verbreitet. Er kommt praktisch in jedem Garten vor“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Diese Art ist sehr territorial. Das heißt, ein Vogel besetzt mit seinem Partner ein bestimmtes Gebiet und verteidigt es gegen Artgenossen. Man sieht also immer dieselben Vögel - jeder hat seinen ganz ,persönlichen‘ Vogel des Jahres im Garten.“ Häufig könne man erleben, dass ein Rotkehlchen beim Umgraben neugierig zuschaue und ganz nah herankomme. Miller: „Der Vogel weiß, dass wir bei der Gartenarbeit Leckerbissen für ihn freilegen. Diese Verhaltensweise dürfte zur Beliebtheit und zum Sieg des Rotkehlchens bei der ersten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres wesentlich beigetragen haben.“ Die meisten Vogelarten singen nur zur Brutzeit – das Rotkehlchen aber auch im Winter, um ein Winter-Territorium zu verteidigen. Dann singen sogar die Weibchen. Dabei starten die Sänger schon besonders früh: 50 Minuten vor Sonnenaufgang. Damit ist es einer der frühesten Vögel. Miller: „Möglich machen das seine großen schwarzen Augen, mit denen es im Halbdunkel gut sehen kann.“

Damit der Jahresvogel sich wohlfühlt, können Gartenbesitzende einiges tun. Die wichtigsten Tipps sind:

- Mut zur Unordnung! Wilde Ecken mit dichten Sträuchern sind für Erithacus rubecula ein Paradies. Hier findet es Schutz und unter am Boden liegenden Laub seine Nahrung. Es sucht nach Würmern, Schnecken, Spinnen und Insekten. In der kalten Jahreszeit mag es auch Beeren von heimischen Gehölzen, wie Vogelbeere und Weißdorn.

- Kein Gift im Garten! Pestizide töten seine Nahrung. Ist nichts zu fressen da, macht es den Abflug.

- Keine versiegelten Flächen! Das Rotkehlchen braucht offene Böden. Ganz schlecht sind Schottergärten und Kunstrasen. Dort kann der Jahresvogel nicht leben, weil er kein Futter und keine Brutmöglichkeit findet.

- Befristeter Lockdown für Hauskatzen! Zur Brutzeit – insbesondere Ende April bis Ende Juni, wenn die Jungen flügge werden – Katzen am frühen Morgen und Vormittag nicht aus dem Haus lassen. Rotkehlchen brüten in offenen Nestern im Gebüsch und sind darum leichte Beute. Selbst die bloße Anwesenheit von Katzen kann Eltern davon abhalten, ihre Jungen zu füttern.

Der Jahresvogel ist aber nicht nur in Gärten und Parks zuhause. „Zwei Drittel aller Rotkehlchen leben im Wald. Darum erfordert diese Art eine naturnahe Waldbewirtschaftung“, so Miller. „Strukturreiche Wälder mit einer Strauchschicht und viel Totholz am Boden sind ideal.“

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen (17,4 Prozent) vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel unter den verbliebenen zehn Stichwahlkandidaten gemacht. Insgesamt über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl. Das Rotkehlchen trägt nun zum zweiten Mal nach 1992 den Titel.

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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