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Verschiedenes 

Bleichheim: Hochsommer im Garten der Herrenmühle

Bleichheim: Hochsommer im Garten der Herrenmühle
Foto: Veranstalter

In üppiger Fülle präsentiert sich der Garten von Hansjörg Haas im August.

Der Garten der Herrenmühle Bleichheim steht in voller Blüte, Sommerstauden, Gräser und Hortensien bestimmen das Bild. Aber auch die Exoten in Töpfen und Kübeln zeigen sich in Hochform und bieten Anregungen für den eigenen Garten. Die schattigen Sitzplätze bieten beste Voraussetzungen für einen „Kurzurlaub“.

Der Garten ist am Sonntag, 13. August von 13 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt wird erhoben. Der Fachmann steht den Besuchern für Fragen rund um den Garten zu Verfügung.

Schloßplatz 2, 79336 Herbolzheim
www.herrenmuehle-bleichheim.de

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Während der Ferien das Waldklassenzimmer entdecken

Karlsruhe: Während der Ferien das Waldklassenzimmer entdecken
Im Grünen lernen und Spaß haben / Foto: Waldpädagogik Karlsruhe

Freies Spielen / Holzbackofen wird am 30. August wieder angeheizt

Für Lernen der besonderen Art bleibt das Waldklassenzimmer der Waldpädagogik am Kanalweg zwischen Linkenheimer und Grabener Allee auch während der Sommerferien an einigen Tagen geöffnet: zum freien Spielen und Entdecken für Familien, für Klein und Groß.

An folgenden „Ferien-Entdecker-Tagen“ ohne festes Programm ist der Besuch ohne vorherige Anmeldung möglich: Mittwoch, 9. August, Sonntag, 20., Freitag, 25., Mittwoch, 30. August, und Mittwoch, 6. September - jeweils von 14 bis 18 Uhr. Am 30. August steht außerdem wieder der große Holzbackofen zur Verfügung. Um etwa Flammkuchen, Pizza, Brötchen, Brot, Kuchen zubereiten zu können. Zutaten oder Teige sind selbst mitzubringen und fünf Euro für die Instandhaltung des Ofens sowie Brennholz zu entrichten.

zum Bild oben:
Das Waldklassenzimmer der Waldpädagogik steht auch in den Sommerferien regelmäßig offen. / Foto: Waldpädagogik Karlsruhe

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Verschiedenes 

Freiburg: VAG - Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb

Freiburg: VAG - Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb
VAG-Autos / Foto: VAG

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) bietet mit ihren Stadtbahnverkehren seit jeher einen bedeutenden Beitrag zur Elektromobilität in der Stadt. Nach und nach wird nun auch die Flotte der Dienstfahrzeuge auf Elektroantrieb umgestellt. Mittlerweile besteht der Fahrzeugpool aus drei rein elektrischen Fahrzeugen. Ergänzt wird dieser Fuhrpark durch zwei Hybridfahrzeuge, um auch längere Strecken oder aber notwendige Bereitschaftsdienste abdecken zu können.

Das Zeitalter der E-Autos bei der VAG begann im Jahr 2013 im Rahmen einer Kooperation mit der badenova und dem Möbelhaus IKEA: In einem Pilotprojekt standen den Kundinnen und Kunden des Möbelhauses, die auch ein gültiges Ticket für den Nahverkehr vorweisen konnten, drei elektrische Hochdachkombis für den Möbeltransport kostenlos zur Verfügung. Bei diesem von der Stadt Freiburg finanziell geförderten Testlauf sammelte die VAG erste Erfahrungen mit elektrisch betriebenen Autos. Das bei den ÖPNV-affinen Möbelkäufern sehr beliebte Angebot besteht auch nach der zweijährigen Pilotphase noch heute.

Schnell zeigte sich, dass diese Fahrzeuge sowohl wirtschaftlich als auch in der Verfügbarkeit den Anforderungen der VAG entsprechen. Diese positiven Erfahrungen führten bei der VAG zu der Entscheidung, den Bestand der Dienstfahrzeuge auf Elektroantriebe umzustellen. Dies geschieht im Rahmen von Ersatzbeschaffungen immer dann, wenn ein Benzin- oder ein Dieselfahrzeug ausgemustert wird und durch ein geeignetes Elektrofahrzeug ersetzt werden kann.

Dazu wurden auf dem Gelände des VAG Zentrums entsprechende Ladestationen eingerichtet. Hier können aktuell bis zu vier Elektrofahrzeuge gleichzeitig ihre Batterien aufladen. Ein weiterer Ausbau soll analog der Erweiterung der E-Fahrzeugflotte erfolgen.

„Es hat sich gezeigt, dass diese Dienstfahrzeuge, die gerade zumeist für kürzere Strecken im innerstädtischen Verkehr genutzt werden, unseren Ansprüchen optimal genügen“, fasst der VAG Vorstand Stephan Bartosch die bisherigen Erfahrungen zusammen. Sein Kollege Oliver Benz ergänzt, dass die kontinuierliche Umstellung des Fahrzeugparks „ein weiterer Schritt der VAG ist, die Mobilität in Freiburg umweltschonend zu gestalten.“ Dies umso mehr, als die Fahrzeuge, wie auch schon die Straßenbahnen und auch die Schauinslandbahn, mit umweltfreundlich erzeugten Strom der badenova „betankt“ werden.

Für die beiden Vorstände sind die drei Elektrofahrzeuge erst der Anfang der Entwicklung. Nach den rundherum guten Erfahrungen wird in Zukunft bei jeder Ersatzbeschaffung geprüft werden, ob der Kauf eines Fahrzeugs mit Elektroantrieb für Pkw oder durchaus auch Kleintransporter sinnvoll wäre.

In diesem Zusammenhang ergänzt Stephan Bartosch, dass die VAG seit geraumer Zeit auch die Entwicklung der Elektrobusse intensiv beobachtet. Im Auftrag der VAG hat das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI untersucht, ob und inwieweit ein Einsatz im vorhandenen Busnetz der Freiburger Verkehrs AG möglich ist. Oliver Benz unterstreicht, dass bei der Untersuchung neben dem vorherrschenden Umweltgedanken und der Wirtschaftlichkeit vor allem auch die betriebliche Umsetzung im Fokus lag.

Im nächsten Schritt soll nun erarbeitet werden, wie eine erste elektrische Buslinie im bestehende Netz umgesetzt werden kann – mit dem Ziel bereits im Laufe des Jahres 2019 ein Pilotprojekt zu starten und Erfahrungen sammeln zu können.





Verschiedenes 

Karlsruhe: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe verwirklicht Großprojekt

Karlsruhe: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe verwirklicht Großprojekt
Seltene Anolis / Foto Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

Gelände in Ecuador erworben / Bewahrung des Nebelwalds und Wiederaufforstung

Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe hat ein 24 Hektar großes Gelände in Ecuador erworben. Es besteht aus unberührtem Wald, teilweise aber auch aus Weideflächen, die wieder aufgeforstet werden sollen. Mit diesem Projekt möchte die Stiftung zum Erhalt der Biodiversität in dem südamerikanischen Land beitragen. „Für mich ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen“, betont Dr. Clemens Becker, Vorstand der Stiftung und Kurator für Artenschutz beim Zoo Karlsruhe: „Es ist etwas ganz Besonderes und bislang auch Einmaliges, dass ein Zoo mit seiner eigenen Stiftung ein Gelände in einem anderen Land erwirbt, um dort ganz aktiv zum Schutz der Natur beizutragen.“

Erst vor wenigen Tagen waren Becker und Dirk Vogeley, Geschäftsführer der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK), persönlich in Ecuador, um die letzten Formalitäten für den Kauf abzuwickeln. „Es hat wunderbar geklappt, auch die bürokratischen Hürden konnten alle gemeistert werden“, freut sich Becker nach der Rückkehr. Zur rechtssicheren Abwicklung wurde eine ecuadorianische Firma eingeschaltet, außerdem musste das Grundstück neu vermessen werden.

Mit allen Nebenkosten wurden rund 115.000 Euro für den Kauf bezahlt. Der Großteil wurde bereits über Spenden von der Artenschutzstiftung eingenommen. Etwa 30.000 Euro, die noch gefehlt haben, wurden als zinslose Kredite von Privatpersonen zur Verfügung gestellt. „Wir sind sehr froh, dass wir das so regeln konnten. Das Gelände ist für unsere Zwecke ideal geeignet. Wenn wir länger warten hätten müssen, wäre es wahrscheinlich anderweitig verkauft worden“, erläutert Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, der ebenfalls Vorstand der Stiftung ist.

„Eines der artenreichsten Länder der Erde.“
Das Grundstück liegt am Westhang der Anden im Nebelwaldgebiet und grenzt an eine Straße, die von Los Bancos zur Hauptstadt Quito führt. Von dort zieht sich das Gelände etwa 1,2 Kilometer in das Waldgebiet hinein. „Ecuador ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Jedoch ist die Natur sehr stark vom Raubbau durch den Menschen betroffen. Viele Wälder werden einfach abgeholzt, um Weideland zu gewinnen“, erklärt Becker: „Wir werden den ursprünglichen Wald schützen und das abgeholzte Teilstück wieder neu bepflanzen.“

In der Region wurden im Vorfeld verschiedene Grundstücke näher betrachtet. Das jetzt erworbene Land habe sich als ideal erwiesen, so Becker. Es liegt auf etwa 1.600 Höhenmetern, eine Quelle und zwei Bäche sind auf dem Grundstück zu finden. Die Topographie ist wellig, es gibt sowohl flache Bereiche als auch kleinere Steilhänge. Auf alten Baumriesen wachsen zahlreiche Bromelien, Tilandsien und Orchideen.

Bei ersten Beobachtungen und Erkundungen konnten bereits mehr als 70 Vogelarten festgestellt werden, darunter Kolibris, Papageien und Tukane. Zudem wurden von Biologen 18 Amphibien- und Reptilienarten nachgewiesen. Auch die Insekten- und Spinnenvielfalt ist groß, außerdem sind Tamanduas (Ameisenbären), Zwergeichhörnchen und eine heimische Wildschweinart anzutreffen. Faultiere, Schlankbären, Gürteltiere, weitere Vögel, Reptilien und Amphibien sind aus dem direkten Umland bekannt.

„Es ist faszinierend, was es dort alles zu entdecken gibt“, berichtet Becker, der das Gelände mehrfach zu Fuß erkundet hat. Das sei nicht immer so leicht. Schließlich handele es sich teilweise auch um weitgehend von Menscheingriffen verschonte Areale. „Es ist jedoch denkbar, einen Pfad anzulegen, über den Wissenschaftler und Interessierte das Gelände erkunden könnten, ohne die Natur zu beeinträchtigen“, so Becker. An der Straßenseite befindet sich zudem ein kleines Gebäude, das etwa im Gebiet forschenden Biologen in Zukunft als Übernachtungsmöglichkeit dienen könnte.

KEK koordiniert Aufforstung
Mit der Aufforstung des bisherigen Weidelands soll bald begonnen werden. Die Koordination obliegt dabei der KEK, die ein enger Partner der Stiftung ist. Die Pflanzungen sollen ausschließlich mit heimischen Arten erfolgen. Darunter werden Bäume wie Cascarillo, Lacre oder Tarqui sein. Es soll auch darauf geachtet werden, dass es trotzdem Plätze im Gelände gibt, auf denen die Sonne bis zum Boden durchdringen kann, was für viele Reptilienarten besonders wichtig ist. Durch die Aufforstung werden dem Zoo Karlsruhe außerdem CO2-Zertifikate ausgestellt.

Auch das Colegio Los Bancos, das mit dem Gymnasium Neureut eine Schulpartnerschaft unterhält, beteiligt sich an Pflanzaktionen. Damit werde die Verbindung zwischen den Ländern sowie das Bewusstsein für den Wert der Natur gestärkt, so Becker. Nach außen hin soll das Grundstück zu angrenzenden Weiden durch einfache Zäune gegen das Eindringen von Weidevieh abgesichert werden.

Eine klassische Verwaltung des Areals ist nicht notwendig. Partner vor Ort werden die Betreuung übernehmen. Darunter ist auch die deutsche Ornithologin Dr. Heike Brieschke, die mit ihrem Mann Pedro Pena Fiel auf einem benachbarten Grundstück lebt. Der Kontakt kam durch KEK-Geschäftsführer Vogeley zustande. „Es ist ein Glücksfall für uns, dass sie in unmittelbarer Nähe wohnt. So haben wir mit ihr eine Biologin, die sich bestens in Ecuador und vor allem in der Region auskennt“, sagt Becker.

Gelände größer als der Zoologische Stadtgarten
„Das Gelände ist mit seinen 24 Hektar zwei Hektar größer als der Zoologische Stadtgarten. Mit dem Projekt können wir den Artenschutzgedanken des Zoos ganz konkret in der Natur unterstützen. Es ist das Partnerprojekt unseres Exotenhauses, das für Artenvielfalt und Schutz von Lebensräumen steht. Für uns ist das ein Meilenstein in der modernen Neuausrichtung des Karlsruher Zoos“, betont Reinschmidt.

„Ich bin extrem dankbar, dass wir noch nicht einmal ein Jahr nach Gründung der Artenschutzstiftung dieses Großprojekt verwirklichen konnten. Wir werden jetzt noch einige Spenden benötigen, um die Kredite zurückzahlen zu können, hoffen aber darauf, dies in den kommenden zwei Jahren zu erreichen“, sagt Becker. Neben dem eigenen Ecuador-Projekt unterstützt die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe außerdem noch Partnervorhaben, darunter das Elefan­ten­wai­sen­haus in Udawalawe auf Sri Lanka und sowie ein Projekt, das sich den seltenen Orangehaubenkakadus widmet.


Zum Thema:
Wer zur restlichen Finanzierung des Geländekaufs in Ecuador sowie den Kosten für die nötige Wiederaufforstung beitragen oder eines der anderen Projekte der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe unterstützen möchte, kann Spenden auf das Konto der Stiftung bei der Volksbank Karlsruhe (IBAN DE07 6619 0000 0000 2121 21, BIC GENODE61­KA1) einzahlen.

zum Bild oben:
Auch seltene Anolis leben in dem von der Artenschutzstiftung erworbenen Areal / Foto Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

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Verschiedenes 

Umfirmierung: Aus Life Food GmbH wird Taifun-Tofu GmbH

Umfirmierung: Aus Life Food GmbH wird Taifun-Tofu GmbH
(c) Firma Taifun

Der Tofuhersteller aus Freiburg hat sich nach 30 Jahren Unternehmensgeschichte für die Änderung seines Firmennamens entschieden. Der neue Name „Taifun-Tofu GmbH“ sorgt für mehr Klarheit.

Bisher trug das Unternehmen den langen Namen Life Food GmbH / TaifunTofuprodukte: Dieser stammt noch aus den Anfangsjahren des BioPioniers. „Der Name Taifun konnte damals als Firmenname nicht eingetragen werden“, erläutert Geschäftsführerin Elisabeth Huber. „Trotzdem sprechen wir von uns schon immer als Taifun.“ Von der Umfirmierung verspricht Huber sich für die Firma eine klarere Identität. Sie ist seit Anfang Juli offiziell gültig.

Unter dem Dach der Taifun-Tofu GmbH werden mehrere Marken produziert: Die Tofu-Marke Taifun, von Beginn an dabei, ist europaweit im Naturkostfachhandel vertreten. Mit der Marke Tukan bio&vegan gibt es seit 2004 ein speziell abgestimmtes Sortiment für den konventionellen Lebensmitteleinzel¬handel in Deutschland. Und das LZ Soja erzeugt biologisches Soja-Saatgut und Tofu-Soja aus europäischem Vertragsanbau. „Hinzu kommen einige eingetragene Marken, die wir vielleicht in Zukunft gerne auf den Markt bringen möchten“, verrät die Geschäftsführerin. Dass die Umfirmierung mit dem 30. Jubiläum zusammenfällt, sei eher Zufall. „Unsere Firmenidentität ist Taifun, das haben wir schon länger erkannt. Jetzt war der Moment gekommen, das umzusetzen.“

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Veranstaltungen 

Aktuelles Video (12 min) über die G 20 Proteste in HH

jetzt im Netz!
Auszug aus dem neuen Dokumentarfilm „Reise in den Herbst“ (ca 90 min, 2017)
von Martin Keßler

Während auch eine Woche nach den Krawallen im Hamburger Schanzenviertel die Debatte über „linke Gewalt“ weiter anhält, legen wir jetzt ein aktuelles Video über die Großdemonstration am letzten Gipfeltag (8.7.17) vor, in dem die inhaltliche Kritik am G 20 – Gipfel im Vordergrund steht.

Ein breites Bündnis aus kirchlichen und gewerkschaftlichen Gruppen, attac bis hin zur inter-ventionistischen Linken hatte zu dieser Demonstration aufgerufen. Und 76 000 sind gekommen, um friedlich zu demonstrieren. Gegen ein weltweites Wirtschaftssystem, das zu mehr Hunger, Flucht und Umweltzerstörung führt. Für einen Ausstieg aus der CO 2 - Wirtschaft und ein „Ende des Wachstumswahns“.

Doch auch auf dieser friedlichen Demonstration bleibt die Polizeiführung bei Ihrer harten „Hamburger Linie“. Ohne Vorankündigung geht sie unter Einsatz körperlicher Gewalt gegen einige Demonstranten vor, die sich „vermummt“ haben. Bei diesem Einsatz wird auch unser Kameramann von einem Polizeitrupp „überrannt“ und geht zu Boden.

Das Video ist ein Auszug aus unserem neuen Dokumentarfilm „Reise in den Herbst“ (ca 90 min), der kurz vor der Bundestagswahl herauskommt. Ein Film über eine spannende Reise quer durch Deutschland. Die im Januar beim Treff der europäischen Rechtspopulisten in Koblenz startet und beim G 20 – Gipfel in HH endet.

Premieren:
19. September 2017, Naxos – Kino, Frankfurt a. M. // 22.September 2017, BABYLON Berlin
danach geht der Film auf Tournee

Video auf youtube ... (klicke auf "mehr")

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Verschiedenes 

Freiburger Flächenverbrauch durch Böschungspflege am Kaiserstuhl ?

Freiburger Flächenverbrauch durch Böschungspflege am Kaiserstuhl ?
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Eingriffsregelung & Ausgleichsmaßnahmen & Ökokonto: Eine kurze Kritik

"Irgendwann ist die Oberrheinebene zugebaut, aber alles ist selbstverständlich ausgeglichen."
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer (frei zitiert nach Hans Mattern, dem früheren Leiter der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Stuttgart)

Wenn Natur durch Baumaßnahmen oder anderes zerstört wird, dann soll diese Zerstörung zumindest ausgeglichen werden...
Die Eingriffsregelung (auch Eingriffs-Ausgleichs-Regelung) nach §§ 13ff. BNatSchG ist zumindest theoretisch das wichtigste Instrument zur Durchsetzung des Naturschutzes beim Bauen. Die schöne Grundidee ist ein generelles Verschlechterungsverbot für Natur und Landschaft. Mit dieser Eingriffsregelung sollen negative Folgen von Eingriffen in Natur und Landschaft wenn möglich vermieden oder zumindest minimiert werden. Nicht vermeidbare Eingriffe sollen ausgeglichen werden. Ökokonten und Ökopunkte sind die Instrumente, mit denen der Ausgleich organisiert wird.

Der Idealfall sähe folgendermaßen aus:
Eine naturzerstörende Baumaßnahme wird geplant und Eingriffsregelung & Ausgleichsmaßnahmen bewirken das Folgende:

Die naturzerstörende Baumaßnahme kann verhindert werden.
Die naturzerstörende Baumaßnahme kann nicht verhindert werden, die Naturzerstörung wird allerdings zumindest reduziert.
Anstelle der entwertenden Flächen werden möglichst ortsnah dauerhaft neue Naturflächen geschaffen.

Angesichts des enormen Flächenverbrauchs, der Zersiedelung und Naturzerstörung, nicht nur am Oberrhein, (Entlang der B3 zwischen Freiburg und Offenburg gibt´s auf der Gesamtstrecke von 68 km aktuell 50,3 km Siedlungsflächen und nur noch 17,7 km "Freiraum") sondern in allen Ballungsräumen in Deutschland, stellt sich die Frage, wo denn die vielen zerstörten, betonierten, denaturierten Naturflächen tatsächlich "ausgeglichen" und durch die Neuschaffung von Ersatznatur ersetzt wurden?

Massiver politischer Widerstand gegen einen realen Flächenausgleich kommt nachvollziehbarer Weise von der mächtigen Landwirtschaftslobby, denn die Landwirte sind doppelt betroffen. Einerseits schwinden ihre Flächen durch den Bauboom, anderseits sind landwirtschaftliche Monokulturen auch ideale Flächen, um Ersatznatur zu schaffen.

Dieser Druck einer starken Lobby führt bei den zuständigen Behörden dazu, dass der Ausgleich immer weniger in realen, neuen Naturflächen realisiert wird und dass manche Maßnahmen möglichst teuer und aufwändig geplant und realisiert werden.

Das Geschäft mit Ökokonto und Ökopunkten vereinfacht den Bau von Straßen und Gewerbegebieten. Doch hilft es auch der Natur? Oder wird die Zerstörung von Wald und Wiese eher befördert? Ein lesenswerter Beitrag im Spiegel zeigt die Kritik.

Von einem Extrembeispiel aus dem Hohenlohekreis berichtet der BUND-Experte Gottfried May-Stürmer: "Eine Trockenmauer wird nach dem Biotopwertsystem bewertet. Dann wird sie abgerissen, um 20 m versetzt und aus denselben Steinen neu gebaut. Das kostet tierisch viel Geld. Nach dem Herstellungskostenansatz bringt sie nun 10x soviel Ökopunkte wie die alte Mauer..." Der Antrag wurde gestellt, wurde aber nicht bewilligt.

Eine viele Millionen Euro teure Grünbrücke über eine Straße ist aus dieser Sicht eine "ideale" Maßnahme. Sie verschlingt viele Millionen (= viel Ausgleich), braucht keine landwirtschaftlichen Flächen, nützt der Natur und auch der ADAC und die Betonindustrie freuen sich. Die zerschnittene Natur braucht tatsächlich Grünbrücken. Diese müssen allerdings aus Straßenbaugeldern finanziert werden und nicht mit Ausgleichsgeldern ...

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer




Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Andrea Flemmer "Tierschutz mit Messer und Gabel"

Buchtipp: Andrea Flemmer "Tierschutz mit Messer und Gabel"

Ein Buch, das aufzeigt, dass man Nutztiere auch tierfreundlich halten kann.

Wir alle wollen saubere, gut schmeckende Lebensmittel. Aber wie können künstlich hochgezüchtete Hähnchen gut schmecken? Rinder, die sich kaum bewegen können, Sauen, die auf ihren eigenen Fäkalien leben?

Nicht nur Menschen, auch Tiere wollen gut behandelt werden. Dieses Buch zeigt, dass dies auch wirklich möglich ist. Nicht nur Neuland und die Verbände des ökologischen Landbaus zeigen, dass sie finanzierbare Alternativen anwenden. So müssen männliche Küken nicht „geschreddert“ werden. Die „Bruderhahninitiative“ zeigt, dass es auch anders möglich ist. Anstelle von Enthornung gibt es z. B. Hornkugeln. Auch die Haltung hornloser Rinder ist möglich. Freilandhaltung von Hühnern funktioniert prächtig mit dem „wandernden Hühnerstall“. Die muttergebundene Kälberaufzucht zeigt, dass man das Kalb der Mutterkuh nicht nehmen muss.
Kommt man mit den zahlreichen Positivbeispielen doch nicht zurecht, kann man auf ganz spezielle Nutztierarten ausweichen: ob es nun Damhirsche, schottische Hochlandrinder, „Büffel“ oder der Vogel Strauß ist.

Es gibt auch Tierhaltungssysteme, die an ein Paradies denken lassen und auch Sarah Wiener zeigte in ihren Fernsehsendungen, dass es bei Hühnern und Schafen alternative Haltungssysteme gibt, die den Tieren gerecht werden.

Die Liste der alternativen, tierfreundlichen Haltung ist lange. Sie werden am Ende des Buches gar nicht mehr verstehen, warum es immer noch Massentierhaltung, Stopfleber und grausige Fischereien geben muss, denn: Tierschutz mit Messer und Gabel zeigt, dass es auch anders geht!

Spurbuchverlag 2015, 288 Seiten, EUR 29,80 (D)
ISBN 978-3887784560







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