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Verschiedenes 

Bündnis gegen Aufweichung der Wasserrahmenrichtlinie

Umweltverbände engagieren sich gemeinsam für gutes Wasser

Berlin, 31.05.2018 - Knapp 92 Prozent der deutschen Oberflächengewässer verfehlen derzeit die ökologischen Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie – denn die typische Vielfalt von Tieren und Pflanzen fehlt oder ist verändert. Europaweit festgelegte Grenzwerte für besonders giftige und schlecht abbaubare Chemikalien werden zudem in praktisch allen Gewässern überschritten.

Aus diesem Grund engagieren sich BUND, DNR, NABU, GRÜNE LIGA und WWF gemeinschaftlich, um den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie endlich die politische Priorität einzuräumen, die ihnen gebührt. Finger weg von der Wasserrahmenrichtlinie, lautet die klare Botschaft der vier Umweltverbände und des Dachverbandes DNR. Die Verbände sind Teil der „Living Rivers Europe“-Koalition, die die europäischen Dachorganisationen der fünf Organisationen ins Leben gerufen haben.

Ziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist es, Flüsse, Seen, Küstengewässer und Grundwasserressourcen vor einer weiteren Verschlechterung zu schützen und die Ressource Wasser zu bewahren. Die Richtlinie wurde im Jahr 2000 von den EU-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Sie schreibt vor, dass die europäischen Gewässer bis spätestens 2027 einen „guten“ ökologischen und chemischen Zustand erreichen müssen. Nun – 18 Jahre nach Inkrafttreten – soll die Richtlinie auf den Prüfstand. Es drohen Fristverlängerungen und Aufweichungen.

„Die Wasserrahmenrichtlinie mit ihren ambitionierten Umweltzielen und dem wegweisenden Politikansatz über nationale Grenzen hinweg ist weltweit ein Modell für eine zukunftsweisende Gewässerpolitik. Umso mehr steht jetzt auf dem Spiel. Die angestrebte und dringend nötige Verbesserung der Gewässerqualität bis 2027 droht sprichwörtlich ins Wasser zu fallen. Und erneut könnte ein starkes Gesetz für den Umweltschutz weichgespült werden“, kommentiert Dr. Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz WWF Deutschland.

„Wer die strengen Schutzziele der Wasserrahmenrichtlinie in Frage stellt und weitere Ausnahmen fordert, verkennt den dramatischen Rückgang der typischen Tier- und Pflanzenarten in unseren Flüssen, Seen und Küstengewässern. Außerdem setzt er die lebensnotwendige Ressource Wasser leichtfertig aufs Spiel. Schifffahrt, industrielle Landwirtschaft und Kohlebergbau beeinträchtigen unsere Gewässer massiv, die Unternehmen müssen aber nicht für Schäden aufkommen. Diesem Vorgehen muss die Bundesregierung einen Riegel vorschieben und sich auch auf europäischer Ebene für den Erhalt der Wasserrahmenrichtlinie einsetzen“, fordert Olaf Tschimpke, Präsident des NABU.

„Unser wichtigstes Lebensmittel ist keine Verhandlungssache. Es kann nicht sein, dass die seit 18 Jahren verschleppte Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie sogar noch belohnt wird, indem Ziele einfach verwässert oder umdatiert werden. Bundesregierung und Bundesländer haben noch acht Jahre Zeit, alles daran zu setzen, die Ziele doch noch zu erreichen. Dafür braucht es den politischen Willen der Regierungen und keinen Aufschub“, ergänzt Sebastian Schönauer, Präsidiumsmitglied des Deutschen Naturschutzrings (DNR).

„Es braucht ein sofortiges Aktionsprogramm für unsere Flüsse“, sagt Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Bisher wurden aufgrund eines Zuständigkeitskonflikts an unseren großen Flüssen und Strömen – Rhein, Donau, Weser, Elbe, Ems und Oder – kaum Maßnahmen ergriffen. Wir fordern eine sofortige Klärung zwischen Bund und Ländern. Um die verlorenen Jahre aufzuholen müssen extra Geld- und Personalmittel zur Verfügung gestellt werden.“

Eine Hauptursache der bisherigen Zielverfehlung ist die mangelnde Integration der Gewässerschutzziele in andere Politikbereiche. „Die Umweltziele der Wasserrahmenrichtlinie müssen als zwingend zu beachtende Vorgaben in die Politikbereiche Landwirtschaft, Energie und Bergbau integriert werden. Dazu gehört, die Gülle-Verschmutzung wirksamer als bisher einzudämmen, die Förderpraxis für erneuerbare Energien auf den Prüfstand zu stellen und die Umweltkosten des Bergbaus zu internalisieren. Auch bei der Durchgängigkeit der Bundeswasserstraßen gibt es erhebliche Rückstände in der Maßnahmenumsetzung stellt“, Michael Bender, Leiter der GRÜNE LIGA Bundeskontaktstelle Wasser klar.

Zentrale Forderungen der fünf Umweltverbände

Viele Gewässer in Deutschland sind in einem schlechten Zustand und die Politik investiert nicht genug in ihre Genesung. Statt einer als Aufweichung getarnten Überarbeitung braucht es mehr Geld, mehr Personal und den politischen Willen, die praktische Umsetzung vor Ort bis 2027 angemessen durchzusetzen und auf Verstöße etwa durch Industrie oder Landwirtschaft zu reagieren.

Wer jetzt die Wasserrahmenrichtlinie ändern will, der spielt mit dem Zustand unserer Gewässer – und der Ökosysteme, die davon abhängig sind. Die Folgen wären weitreichend und verheerend. Gemeinsam setzt sich die „Living Rivers Europe-Koalition“ deshalb dafür ein, unser Wasser von der Krankenstation zu holen und die Wasserrahmenrichtlinie nach knapp 20 Jahren endlich konsequent umzusetzen.

Das Eckpunktepapier mit den Forderungen der Verbände steht online zur Verfügung ...

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Verschiedenes 

Pro Jahr 105.500 Tonnen Plastikmüll für Einweg-Geschirr und To-Go-Verpackungen

Pro Jahr 105.500 Tonnen Plastikmüll für Einweg-Geschirr und To-Go-Verpackungen
Clean-up am Strand / Foto: NABU/ Felix Paulin

Miller: Die Vorschläge der EU-Kommission für weniger Einwegplastik reichen nicht aus

Berlin/Brüssel – Anlässlich der heute vorgelegten Vorschläge der EU-Kommission zur Verringerung des Einsatzes von Einweg-Plastik, veröffentlicht der NABU erstmals Zahlen zum Verbrauch von Kunststoff für Einweggeschirr, Einwegbesteck und To-Go-Verpackungen in Deutschland. Laut Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), die die Daten im Auftrag des NABU erhoben hat, wurden dafür 2017 in Deutschland 105.524 Tonnen Kunststoff verbraucht.

Einweg-Plastik wird zum immer größeren Umweltproblem, insbesondere im Meer. Fast jeder an der Nordseeküste angespülte Eissturmvogel hat heute Plastik im Magen. Vor diesem Hintergrund will die Europäische Kommission den Einsatz von Einweg-Plastik deutlich verringern.

„Der NABU begrüßt, dass die EU-Kommission das Problem Einweg-Kunststoff mit einer speziellen Richtlinie angehen und auch entsprechende Verbote vorschlägt. Allerdings birgt der vorliegende Vorschlag die Gefahr, dass von Einweg-Kunststoff auf Einweg-Papier oder Holz umgestiegen wird statt auf Mehrweg und entsprechende Pfandsysteme. Aus der Debatte um die Plastiktüte haben wir gelernt, dass Einwegprodukte aus Papier nicht umweltfreundlicher sind. Mehrweg - auch aus Kunststoff - ist für Trinkgefäße, Geschirr und Besteck ökologisch die bessere Alternative als Papier-Einweg“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Auch müsse die EU-Kommission Verlagerungseffekten vorbeugen, damit beispielsweise nicht einfach von zukünftig verbotenen Plastiktellern auf materialintensivere To-Go-Einwegverpackungen umgestellt wird, die nicht verboten werden sollen.

„Kunden müssen überall die Möglichkeit bekommen, eigene Becher und Gefäße mitbringen zu können, und es müssen finanzielle Anreize entwickelt werden, damit Imbisse und Cafés eigene Mehrweg-Pfandsysteme für To-Go anbieten“, so Miller. Auch sei die Abschaffung des vergünstigten Mehrwertsteuersatzes für To-Go-Speisen und Milchgetränke überfällig.

„Wir brauchen auch ein Mehrweg-Gebot, wenn vor Ort konsumiert wird, denn Einweggeschirr wird leider auch immer öfter in Cafés und Schnellrestaurants, Bürogebäuden und Kantinen oder auf Messen und bei Sportveranstaltungen genutzt. Bundesländer und Kommunen sollten verpflichtet werden, Mehrweg bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum und bei Auftragsvergaben in ihre Auflagen mit einzubeziehen“, fordert Katharina Istel, NABU-Expertin für nachhaltigen Konsum. Die Verpackungsflut im Einzel- und Versandhandel zeige, dass Europa erst am Anfang mit seinen Ideen zur Abfallvermeidung stehe. In der Öffentlichkeit dürfe jetzt nicht der Eindruck entstehen, mit der Initiative der EU seien die Umweltprobleme durch Kunststoff gelöst.

So orientiert sich der Vorschlag der EU-Kommission für Verbote ausgewählter Produkte an Fundstücken die häufig bei Strandmüllmonitorings gefunden werden. Die von der EU getroffene Auswahl steht für den NABU allerdings nur exemplarisch für die Bedrohung der Meere durch die Plastikmüllverschmutzung. NABU-Bundesgeschäftsführer Miller: „Ein Verbot von einigen wenigen Produkten kann nur ein erster Schritt in Richtung saubere Meere sein.“

Hintergrund
Die EU-Kommission hat heute im Rahmen ihrer Ende 2017 veröffentlichten EU-Plastikstrategie einen Richtlinien-Entwurf zur Reduzierung von Einweg-Plastik veröffentlicht. Mit der EU-Plastikstrategie soll auch das Ziel der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie unterstützt werden, einen guten Umweltzustand der europäischen Meere zu erreichen.
Darin gibt es unterschiedliche Herangehensweisen für verschiedene Einwegprodukte und To-Go-Verpackungen. So schlägt die Kommission ein Verbot von Strohhalmen, Plastikbesteck und Plastiktellern sowie Wattestäbchen und Luftballonstöcken vor. Für andere To-Go-Verpackungen fordert die Kommission lediglich präventive Maßnahmen und eine stärkere Produzentenverantwortung zur Reduktion.
Umweltprobleme verursacht Einweg-Plastik nicht nur, weil Erdöl und Erdgas bei Produktion und Transport verbraucht werden und auch bei der Müllverbrennung klimaschädliches CO2 entsteht. Ein besonderes Anliegen der EU-Kommission ist der Schutz der marinen Umwelt, weil Kunststoffmüll immer öfter in der Natur, insbesondere in Flüssen und Meeren zu finden ist. Er zersetzt sich jahrzehntelang in kleinere Partikel und ist für marine Lebewesen eine Bedrohung, wenn er mit natürlicher Nahrung verwechselt wird oder sich Tiere in Müllteilen strangulieren.

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Veranstaltungen 

Fotowettbewerb #GrünerSüden

Fotowettbewerb #GrünerSüden
Familienwanderung mit Forscherrucksack © Stadt Schramberg

Naturliebhaber aufgepasst: Postet eure schönste Naturaufnahme aus Baden-Württemberg auf Instagram und Facebook und gewinnt

- eine Übernachtung für 2 Personen in der Pension „Haus im Donautal“ (inkl. Donauwelle und Kaffee) im Wanderparadies Donaubergland
- 2 Wanderrucksäcke von Deuter im Schwarzwald-Look
- 2 x 2 Übernachtungen in den Trekkingcamps im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord
- 2 Jahresabos des Outdoor-Magazins

Macht mit: Einfach eine Naturlandschafts- bzw. Naturaufnahme aus Baden-Württemberg mit dem Hashtag #GrünerSüden posten und beschreiben, wo dieses Bild entstanden ist. Mit der Verwendung des Hashtags stimmt ihr den Teilnahmebedingungen zu: http://bit.ly/GrünerSüden

Die Siegerbilder werden im Baden-Württemberg Spezial in der September-Ausgabe (2018) des Outdoor-Magazins veröffentlicht.

Teilnahmeschluss ist der 6. Juni 2018

Bitte teilen Sie unseren Facebook-Beitrag (klicke auf "mehr" ...)

Viel Spaß beim Fotografieren und viel Glück!

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Offene Pforte: Sommerdüfte und grüne Idylle

Durlach, Grötzingen und Neureut locken mit privatem Grün

Einblicke in schöne Privatgärten können Pflanzenfreunde und Blumenliebhaber im Rahmen der offenen Pforte wieder am 26. und 27. Mai genießen.

In Grötzingen wartet Im Brühl 6 am 26. Mai von 10 bis 17 Uhr ein etwa 700 Quadratmeter großer Hausgarten mit einem großen Teich. Ein reiches Frosch- und Fischleben, ein malerischer Bach, japanische Steinleuchten, immergrüne Magnolien, Essigbaum und Pfingstrosen umrahmen die Idylle am Rande der Aussiedlerhöfe.

Ebenfalls am Samstag, 26. Mai, öffnet in der Kleingartenanlage Durlach-Süd die Parzelle 44 ihre Tore von 14 bis 17 Uhr. Hier warten mehr als 100 Pfingstrosenstauden, französische Züchtungen aus dem 19. Jahrhundert, auf die Besucher.

Am 26. und 27. Mai – sowie noch einmal am 22. und 23. September – steht in der Durlacher Weiherstraße ein Sommeratelier im Garten offen. Über den Stichweg zwischen den Häusern der Weiherstraße 12 und 13 gelangen Blumenliebhaber jeweils von 11 bis 18 Uhr in einen 350 Quadratmeter großen Garten, in dem neben Obst und Kräutern die Farbe der Staudenblüten im Vordergrund steht.

Aus dem Dornröschenschlaf erweckt wurde der Garten in der Neureuter Gildestraße 1e, der Besuchern am Sonntag, 27. Mai, von 13 bis 18 Uhr offen steht. Beherrscht vom Duft einer Glyzinie verströmt der 600 Quadratmeter große Hausgarten auch das Aroma von Flieder, Jasmin und Wildem Wein.

Entfallen muss der geplante Termin am 27. Mai in der Beiertheimer Allee 46. Die "Villa Rosa" bleibt geschlossen.

Details zu allen Gärten und Terminen gibt es auch online ...

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Verschiedenes 

NABU: Von wegen Unkraut - Wildkräuter helfen bei vielen Beschwerden

NABU: Von wegen Unkraut - Wildkräuter helfen bei vielen Beschwerden
Löwenzahn im Straßenpflaster / Foto: NABU, Helge May

Naturschutz/Garten (zum Tag der biologischen Vielfalt, 22. Mai)

Brennnessel, Spitzwegerich und Co. wurden viele Jahrhunderte als Heilpflanzen genutzt

Berlin – Wildkräuter, die Hobbygärtnern oft als „Unkraut“ ein Dorn im Auge sind, wurden Jahrhunderte lang als Heilpflanzen genutzt und geschätzt. Der NABU möchte anlässlich des Tags der biologischen Vielfalt dieses fast vergessene Wissen wieder ins Bewusstsein bringen.

„Unkraut wird zu Unrecht so genannt, denn Wildkräuter sind besonders wichtig für Insekten und andere Tiere – und viele haben Heilwirkungen für den Menschen“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. „Leider ist das Wissen darüber in großen Teilen der Bevölkerung verloren gegangen. Unsere Großeltern wussten noch, wie sie die Kräuter in Küche und Hausapotheke einsetzen konnten.“

So wird beispielsweise der Löwenzahn seit Jahrhunderten als Heilkraut genutzt. Durch seinen hohen Vitamingehalt, beispielsweise Vitamin A, C und K, aber auch dank der enthaltenen Bitterstoffe wirkt er positiv auf den menschlichen Körper. Eine Frühjahrskur mit frischen jungen Blättern wirkt Wunder bei Frühjahrsmüdigkeit, und nicht nur Galle und Leber, sondern auch der Darm und der Blutzuckerspiegel werden ausgeglichen.
Die Brennnessel kann mehr als bei Berührung brennende Quaddeln auf der Haut zu hinterlassen. Ihr Vitamingehalt ist wesentlich höher als der eines Kopfsalates, sie enthält Karotinoide, Kalium, Kalzium, Eisen und Chlorophyll. Dieser hohe Nährstoff- und Vitamingehalt machen die Brennnessel zu einem wahren Wundermittel. Sie wirkt stark harntreibend und blutreinigend. Auch die Samen sind essbar. Sie werden in vielen Kulturen als Aphrodisiakum eingesetzt. „Insekten und Vögel fliegen total auf die Brennnessel“, so Marja Rottleb. „Die Brennnessel ist Raupenfutterpflanze für mehr als dreißig heimische Falterarten, darunter Tagpfauenauge, Distelfalter und Admiral. Es lohnt sich also in jedem Fall, eine Brennnesselecke im Garten zu belassen, sei es als Superfood-Quelle oder Insektenbuffet.“

Die Blätter des Spitzwegerichs – auch König des Wegesrands genannt – hilft bei vielen Beschwerden. „Bei Mückenstichen verschafft es Linderung zerdrückte Blätter auf dem Stich zu verreiben“, so die NABU-Gartenexpertin. Spitzwegerich enthält Stoffe, die eine antibakterielle Wirkung haben, sowie Schleimstoffe, die reizmildernde Effekte besitzen. Sie bilden eine Art schützenden Film über die Schleimhaut in Mund und Rachen. „Damit kann der Spitzwegerich lästigen Hustenreiz mindern“, so Marja Rottleb.

Ein Tausendsassa unter den Wildkräutern ist der Afrikanische Beifuß – heimisch im Osten und Süden Afrikas von Äthiopien bis nach Südafrika. Die Pflanze kann zur Behandlung von Husten- und Fiebersymptomen eingesetzt werden, aber auch bei Magenschmerzen und Nierenleiden. Der Saft der zerstampften Beifußblätter wird mit heißem Wasser zu einem Tee aufgegossen und dann getrunken oder inhaliert. Der NABU baut Afrikanischen Beifuß und andere heilende Pflanzen im Kafa-Medizinalgarten in Südwest-Äthiopien an und bietet der lokalen Bevölkerung Führungen und Weiterbildungen für Kräuterzucht an. „Denn auch in Äthiopien geht das Wissen um Kräuter und ihre heilende Wirkung sukzessive verloren. Auch dort möchten wir diese Pflanzenarten erhalten und wertvolles Wissen um natürliche Heilung pflegen und weitergeben“, sagt die NABU-Afrikaprogramm-Leiterin Svane Bender.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: 653 neue Bäume für Karlsruhe

Gartenbauamt sorgt für neues Grün im Stadtgebiet

Damit die Stadt Karlsruhe weiterhin ihr grünes Image bewahrt, wurden in der vergangenen Pflanzperiode 653 neue Bäume im gesamten Stadtgebiet gepflanzt. Davon hat das Gartenbauamt 489 im Herbst 2017 eingesetzt, in diesem Frühjahr kamen noch einmal 164 dazu.

Herbstpflanzung bietet bessere Voraussetzungen

Die Herbstpflanzung bietet dabei die besseren Voraussetzungen für ein gutes Anwachsen und Gedeihen. Insbesondere die gute Feuchtigkeitsversorgung im Winter kommt den Jungbäumen zugute. Als Ersatz für Schadbäume mit Sicherheitsrisiken wurden 444 neue Exemplare gepflanzt, 209 kamen im Rahmen von Neubaumaßnahmen dazu. Hauptbaumart sind mit 118 Exemplaren die Ahorne, gefolgt von 84 Linden und 83 Eichen.

Im Stadtpark Südost stehen 42 weitere Bäume und an der Ettlinger Straße 30 neue Linden. In der Nordweststadt wurde der Walther-Rathenau-Platz mit drei Trompetenbäumen ergänzt. Auf Wunsch des Bürgervereins wurde mit der Pflanzung einer "Stadtteil-Linde" noch eine Idee realisiert, die zum Stadtgeburtstag 2015 entstanden war. Im Technologiepark Vogelsand wurden 14 Ungarische Eichen gepflanzt.

Hopfen und blaue Blütenglocken

Bei der Europahalle ersetzte das Gartenbauamt einen Teil der dort seit Jahren kümmernden Ahornbäume durch zehn Hopfenbuchen beziehungsweise sieben Paulownien. Beide haben interessante Blühaspekte. Erstere ähnelt, wie der Name schon sagt, dem Hopfen, und die Paulownie zeichnet sich durch ihre blauen Blütenglocken aus. Zahlreiche weitere Baumpflanzungen gab es in Schulhöfen oder Freianlagen von Kindertageseinrichtungen. Jetzt ist ein intensives Bewässern notwendig, damit die Neupflanzungen gut gedeihen und sowohl Stadtbild als auch Stadtklima wohltuend verbessern.





Verschiedenes 

NABU kritisiert schwachen Vorschlag zur Einführung von CO2-Grenzwerten für Lkw

Miller: Kein nennenswerter Beitrag zu nationalen Klimaschutzzielen

Brüssel/Berlin – Der NABU kritisiert den am heutigen Donnerstag von der Europäischen Kommission vorgelegten Vorschlag zur Einführung von CO2-Grenzwerten für Lkw als unzureichend. Zwar lobte der Umweltverband den grundsätzlichen Ansatz, künftig gesetzliche Vorgaben zur Minderung des Kraftstoffverbrauchs von Lkw zu erlassen, um so die dringend nötige Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs voranzutreiben. Allerdings sei der jetzt vorgelegte Entwurf kaum geeignet, Lkw rasch deutlich effizienter zu machen und flächendeckend innovative, klimaschonende Technologien auf den Markt zu bringen. Der NABU sieht jetzt die Bundesregierung in der Pflicht, sich in Brüssel für strengere Verbrauchsgrenzwerte, aber auch verbindliche Quoten für besonders emissionsarme Fahrzeuge einzusetzen.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Der heute vorgestellte Gesetzentwurf leistet keinen nennenswerten Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaziele. Er schreibt allenfalls die minimalen Effizienzsteigerungen der vergangenen Jahre fort, die durch höhere Motorleistung und ein massives Wachstum des Straßengüterverkehrs aufgezehrt werden. Die Bundesregierung muss in Brüssel dringend auf Nachbesserungen drängen, wenn sie es mit den Klimazielen ernst meint. Ansonsten gerät Bundesverkehrsminister Scheuer in Erklärungsnot, wie der Straßengüterverkehr seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um rund 40 Prozent mindern will.“ Bereits der parallel diskutierte Vorschlag zur Weiterentwicklung der CO2-Grenzwerte für Pkw sei völlig unzureichend. Dabei werde übersehen, dass lasche Verbrauchsvorgaben immer auch den Druck erhöhten, auf nationaler Ebene mit umfangreichen und vor allem unpopulären Maßnahmen gegenzusteuern. Hier stünden die Erfolgsaussichten jedoch noch einmal deutlich schlechter, da mit erheblichem politischen Gegenwind zu rechnen sei.

NABU-Verkehrsexperte Daniel Rieger: „Bereits mit heutigen Technologien sind beim Lkw Effizienzsteigerungen von rund 40 Prozent möglich. Hinzu kommen die Möglichkeiten der Elektrifizierung. Warum dieses Potenzial angesichts der enormen Herausforderungen im Zuge der Dekarbonisierung des Verkehrssektors nicht abgerufen wird, bleibt unverständlich.“ Schließlich handele es sich um eine Win-Win-Situation: Nicht nur das Klima, auch Spediteure und Verlader und selbst die Fahrzeugindustrie profitiere vom reduzierten Kraftstoffverbrauch. Das zeige nicht zuletzt der gemeinsame Appell von Unternehmen aus Logistik und Handel, die sich kürzlich gemeinsam für ambitionierte CO2-Grenzwerte für Lkw ausgesprochen hätten. Gleichzeitig erhalte die europäische Fahrzeugindustrie Planungssicherheit und müsse ihre Anstrengungen im Bereich der Entwicklung von Effizienztechnologien und alternativen Antrieben verstärken, um dauerhaft auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben und Arbeitsplätze zu sichern. Alle anderen zentralen Fahrzeugmärkte hätten ohnehin längst Verbrauchsvorgaben für Lkw eingeführt. „Im gegenwärtigen Stadium ist die Grenzwertverordnung daher kein großer Wurf, sondern eine verspätete Reaktion auf globale Entwicklungen“, so Rieger.

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Bienenschutz entscheidet über die Zukunft von Mensch, Tier und Umwelt

Bienenschutz entscheidet über die Zukunft von Mensch, Tier und Umwelt
Biene / Foto: Sharon Sheets, slowfood

Slow Food Deutschland nimmt den Weltbienentag der UN am 20. Mai zum Anlass, um öffentlich zur Wertschätzung und zum Schutz von Bienen aufzurufen. Die intensive Landwirtschaft, die zunehmende Strukturverarmung naturnaher Lebensräume sowie die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln entziehen Bienen ihre Nahrungsgrundlagen und Lebensräume. "Bienen sind als Bestäuber für die Erzeugung von rund einem Drittel unserer Nahrungsmittel verantwortlich. Mit jedem Tag, an dem wir nicht aktiv für sie eintreten, setzen wir Artenvielfalt und Ernährungssicherheit aufs Spiel", so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Bienen versorgen uns nicht nur mit Honig, sondern sind unverzichtbar für ein intaktes Ökosystem, im Gartenbau sowie in der Landwirtschaft und damit für unsere Ernährung, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Doch geht es den Wild- und Honigbienen hierzulande nicht gut. Ihre Bestände sind stark reduziert und bedroht. Dafür trägt insbesondere unsere Agrarindustrie die Verantwortung. Sie raubt ihnen das Blütenangebot und vergiftet sie durch Pflanzenschutzmittel. Slow Food fordert anlässlich des Weltbienentags das Komplettverbot für den Einsatz von Neonicotinoiden für alle Kulturpflanzen auf dem Acker und im Gewächshaus sowie den Systemwandel in der Landwirtschaft. "Wir brauchen kluge und starke Bündnisse der Zivilgesellschaft, um Druck auf die Politik auszuüben und Verbraucher aufzuklären. Mit unseren täglichen Kaufentscheidungen stimmen wir darüber ab, welche Art der Lebensmittelerzeugung hierzulande und international betrieben wird. Übersetzt heißt das auch, Daumen hoch oder runter für die Biene", erklärt Ursula Hudson.

In Deutschland spielt die Biene außerdem für ein ganz besonders beliebtes Nahrungsmittel eine große Rolle: den Honig. Beim Honigkonsum stehen wir weltweit an der Spitze, wobei wir etwa 80 Prozent aus Europa und von anderen Kontinenten importieren, um den hohen Bedarf zu stillen. Vielen Verbrauchern sind die Wertschöpfungs- und Arbeitsprozesse sowie die Gesichter der Produzenten hinter ihrem Honig nicht bekannt. Deswegen werfen Slow Food Deutschland und proBiene mit der Kulturinsel Stuttgart am 27. Mai 2018 den Scheinwerfer auf die Honigbiene sowie handwerklich arbeitende Imker. Verbraucher sind an diesem Aktionstag auf das Areal der Kulturinsel und der Imkerei Summtgart in Stuttgart eingeladen. Imker zeigen ihnen die Bienenstöcke und erklären die Besonderheiten wesensgemäßer Bienenhaltung. Verschiedene Mitmach-Angebote wie Honigverkostung, die Herstellung von Bienenwachskerzen und Bienen aus Naturmaterialien laden Groß und Klein zum ganztägigen Verweilen ein. "In Deutschland sind es zu 98 Prozent Hobby-Imker, welche die Honiggläser füllen, dabei aber nicht kostendeckend produzieren. Wir müssen ihren Mut und ihr Selbstvertrauen wecken, damit sie noch stärker die natürlichen Lebensäußerungen der Bienen berücksichtigen und angemessene Preise für die wertvollen Erzeugnisse nehmen. Bewusste Konsumente, die das mittragen, sind dafür eine Grundvoraussetzung. Deswegen laden wir sie zu uns ein", so Tobias Miltenberger von der Demeter-Imkerei Summtgart und Mitbegründer von proBiene, dem Freien Institut für ökologische Bienenhaltung, welches die biodynamische Imkerei in Deutschland vorantreibt.

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Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln. Slow Food Deutschland e. V. wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv. Als Slow-Food-Mitglied ist man Teil einer großen, bunten, internationalen Gemeinschaft, die das Recht jedes Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel vertritt. V.i.S.d.P.: Dr. Ursula Hudson. www.slowfood.de

UN-Weltbienentag: Ende 2017 beschloss die UN den 20. Mai zum Weltbienentag zu erklären. Die Initiative dafür kam aus Slowenien. Der Weltbienentag weist darauf hin, wie wichtig Bienen für die Umwelt und nicht zuletzt für die Ernährung der Menschheit sind. Ziel ist ein nachhaltiger Umgang mit sowie der Schutz für Bienen.

proBiene- Freies Institut für ökologische Bienenhaltung hat das Ziel, das Wissen um die essentielle Bedeutung der Biene zu verankern, einen respektvollen Umgang mit ihr zu etablieren und sie in ihrer Gesundheit zu stärken. proBiene lehrt und entwickelt Methoden der wesensgemäßen Bienenhaltung, ein Ansatz aus der biodynamischen Bewegung. Hierbei wird das Bienenvolk als Gesamtorganismus "der Bien" betrachtet und dessen natürliche Lebensäußerungen werden berücksichtigt wie z.B. Naturwabenbau, Vermehrung über den Schwarmtrieb und keiner künstlichen Königinnenzucht. proBiene wurde im Jahr 2016 von Demeter-Berufsimkern gegründet und führt jedes Jahr ca. 1.000 Kinder an Bienen, bietet Seminare und Publikationen an und betreibt Forschungsprojekte für eine zukunftsfähige Bienenhaltung.

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