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Veranstaltungen 

Bunte Vielfalt für jeden Garten und Balkon!

Bunte Vielfalt für jeden Garten und Balkon!
Setzingsmarkt / Foto: Veranstalter

Freiburg - Zum Start der Gartensaison findet am Samstag, 05. Mai von 10 - 15 Uhr der ProSpecieRara-Setzlingsmarkt auf dem Mundenhof bei Freiburg statt. Hier kann man bummeln, kaufen, sich informieren und sich von der Vielfalt inspirieren lassen.

Wer etwas Platz im Garten oder auf dem Balkon und Lust auf Vielfalt hat ist auf dem ProSpecieRara-Setzlingsmarkt genau richtig! Hier gibt es Gemüseraritäten wie die Tomate ’Green Zebra’, den Kopfsalat ’Maikönig’ oder die Andenbeere (Physalis) ’Schönbrunner Gold’. Traditionelle Sorten, die es in keinem Gartencenter gibt und die ideal geeignet sind für jeden Hausgarten. Die Sorten sind alle ökologisch produziert und samenfest, das heißt von ihnen kann Saatgut gewonnen und selbst weiter vermehrt werden. Viele der traditionellen Sorten sind bekannt für ihre Robustheit und ihren guten Geschmack. Das Angebot des Marktes wird ergänzt durch zahlreiche Kräuter und Stauden, so dass auch Blumenliebhaber/innen auf ihre Kosten kommen. Ein Teil des Erlöses kommt der Erhaltungsarbeit von ProSpecieRara zugute.

Vielfältiges Rahmenprogramm
Neben den zahlreichen angebotenen Sorten sorgt ein buntes Rahmenprogramm für gute Laune. Kinder können sich beim Blumentopf-Bemalen kreativ austoben, Erwachsene können ihre Kenntnisse beim Gewinnspiel unter Beweis stellen und beim Bummeln über den Markt die mit Garten-Vorfreude aufgeladene Atmosphäre genießen. In den letzten beiden Stunden wird dann Live-Musik für gute Stimmung und einen schönen Ausklang sorgen. Am Kiosk des Mundenhofs, der während des Marktes geöffnet ist, werden Snacks und Getränke angeboten.

Aussteller-Palette
Zu den diesjährigen Mitwirkenden gehören die Demeter- und Bioland-Gärtnereien Piluweri, Querbeet und Witt, außerdem die Stauden-Gärtnerei Huthmann, der Kräutergarten Urban, der Dreschflegel-Gärtner Jürgen Wehrle und Patrick Bilharz von „samenfest“. Mit Ständen vertreten sind weiterhin das UWC Robert Bosch College, die Stiftung Kaiserstühler Garten und die Vereine Gartencoop und Echinos.

Über ProSpecieRara
ProSpecieRara Deutschland ist eine gemeinnützige Organisation für den Erhalt traditioneller Kulturpflanzen. Gemeinsam mit SortenbetreuerInnen, Schaugärten, Gärtnereien und Vermarktungspartnern sowie mit Hilfe von Spenden macht ProSpecieRara die alten Sorten wieder erlebbar und für alle verfügbar. ProSpecieRara bietet Kurse sowie Tipps und Anleitungen zur Setzlingsanzucht und zum Samenbau an.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Sind Lastenräder auch eine Transportlösung für den ländlichen Raum?

Karlsruhe: Sind Lastenräder auch eine Transportlösung für den ländlichen Raum?
Lastenräder / Foto: Stadtplanungsamt Karlsruhe

Rastatter Landtagsabgeordneter Thomas Hentschel informierte sich bei Karlsruher Lastenrad-Akteuren

Können Lastenräder auch im ländlichen Raum zum umweltfreundlichen Packesel werden? Diese Frage führte den Rastatter Landtagsabgeordneten Thomas Hentschel am Montag (16. April) nach Karlsruhe, um sich mit Karlsruher Lastenrad-Akteuren auszutauschen. „Mich interessiert besonders, welche infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben sein müssen, um das Lastenrad erfolgreich als Alternative zu motorisierten Transportfahrten zu bewerben“, so Hentschel. Sein Eindruck nach Gesprächen mit Vertretern von Stadtverwaltung und Lastenradinitiative „Lastenkarle“ (www.lastenkarle.de) sowie Nutzern des bundesweiten Lastenradtestes (www.lastenradtest.de) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR): Ja, es lohnt sich, auch im ländlichen Raum auf das Lastenrad umzusatteln. Die Erfahrungen aus der Fahrradstadt Karlsruhe lieferten hier durchaus Anknüpfungspunkte für eine Übertragbarkeit. Um den Einsatz des Lastenrads zu fördern hatte das Stadtplanungsamt 2015 und 2016 die Aktion „Umsteiger gesucht“ durchgeführt. Davon inspiriert, war die Karlsruher Lastenradinitiative „Lastenkarle“ Anfang 2017 von Bürgerinnen und Bürgern gegründet worden.

„Ebene Radwege ohne Schlaglöcher sind wichtig, denn beim Fahrrad spürt man jede Unebenheit stärker als im Auto“, gab Thomas Hillengas dem Rastatter Landtagsabgeordneten mit auf den Weg. Der Hausmeister des Internationalen Bundes nimmt seit wenigen Wochen am DLR-Lastenradtest mit einem E-Lastenrad teil, pendelt mit diesem zwischen vier Standorten des Bildungswerks: „Der große Vorteil ist, dass ich mit dem Lastenrad im Vergleich zum Auto fast überall einen Parkplatz finde.“ Martin Gebhardt von Lokitel wiederum ist mit einem DLR-Lastenrad ohne elektrische Unterstützung unterwegs: „Ich habe Kunden in Ettlingen, die ich von der Weststadt anfahre.“ Das sei eine für den ländlichen Raum schon typische Distanz. „Und ich bin trotzdem schneller als mit dem Auto“, ist Gebhardt überzeugt, dass das Lastenrad auch eine Alternative für den ländlichen Raum ist.

Manuel Quinting, Vorstandsmitglied von „Lastenkarle“ kann sich eine Ausdehnung des Angebots auf Rastatt sehr gut vorstellen. Man müsse, so Quinting, nur einen geeigneten Standort und Spendengelder für ein „Rastatter Lastenrad“ finden. Stellt die Karlsruher Lastenradinitiative die Transporträder den Nutzern doch kostenfrei zur Verfügung.

Mit Lastenräder lassen sich CO-Emissionen vermeiden

Natürlich lassen sich mit Lastenrädern CO-Emissionen vermeiden, waren sich die Karlsruher mit Hentschel einig, dem dies ein wichtiger Aspekt war. Thomas Hillengass hat in den letzten Wochen schon häufig das Auto für kurze Wege stehen lassen. Und so Kfz-Kurzstreckenfahrten vermieden, die besonders viel Kraftstoff verbrauchen. Langzeittester Martin Gebhardt legt im Monat durchschnittlich 350 Kilometer mit dem Lastenrad zurück – alles Strecken, die er früher mit dem Auto fuhr. Und auch Manuel Quinting kann aus einer Nutzerumfrage bestätigen, dass durch „Lastenkarle“ Kfz-Fahrten vermieden werden. Aktuell sei dies bei 55 Prozent aller Ausleihvorgänge der Fall.

Auch wenn Karlsruhe sich seit mehreren Jahren sehr erfolgreich dafür einsetzt, Transportfahrten im privaten oder gewerblichen Bereich auf stadtverträgliche Lastenräder zu verlagern. „Beim Umsteigerpotenzial ist bestimmt noch viel Luft nach oben“, ist sich Johannes Schell vom Stadtplanungsamt sicher. Und vielleicht „radelt“ die Lastenrad-Idee ja nun nach Rastatt.

zum Bild oben:
Karlsruhe als Vorbild: Der Rastatter Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel informierte sich über die Lastenradinitiative „Lastenkarle“. Im Bild von links nach rechts: Johannes Schell, Stadtplanungsamt, Thomas Hillengas, Internationaler Bund, Thomas Hentschel, MdL, Martin Gebhardt, Lokitel, Manuel Quinting, Lastenkarle (von links) / Foto: Stadtplanungsamt Karlsruhe

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Veranstaltungen 

World Disco Soup Day 2018

Slow Food Youth bietet Lebensmittelverschwendung die Stirn

Am 28. April 2018 organisiert das internationale Jugendnetzwerk von Slow Food (SFYN) zum zweiten Mal den World Disco Soup Day, um auf das gravierende Ausmaß an Lebensmittelverschwendung weltweit aufmerksam zu machen und Handlungsalternativen zur Reduktion aufzuzeigen. Rund um den Globus werden junge Menschen bei über 100 Schnippeldiskos in rund 40 Ländern aktiv und zaubern leckere Gerichte aus nicht marktfähigen Lebensmitteln. In Deutschland können Verbraucher in Berlin, Wuppertal, Braunschweig und Münster teilnehmen.

Während etwa jeder neunte Mensch an Hunger leidet, werden jährlich 1.3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weltweit weggeworfen. Lebensmittelverschwendung findet entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette statt, vom Acker, über den Transport bis hin zum Konsum in Privathaushalten, öffentlichen Einrichtungen und der Gastronomie. Ein Grund für die Lebensmittelverschwendung in der Produktionsphase auf dem Acker ist ein industrielles System, das auf Überproduktion und optische Marktnormen setzt und die durch die Lebensmittelverschwendung verlorenen Ressourcen wie Energie, Wasser und Boden außer Acht lässt. Das internationale Slow-Food-Youth-Netzwerk möchte dem beschämenden Ausmaß vonLebensmittelverschwendung und -verlusten und dessen Ursachen die Stirn bieten und führt am 28. April zum zweiten Mal den World Disco Soup Day (WDSD) durch.

In Deutschland greifen verschiedene lokale Slow Food Youth Gruppen den Aktionstag auf:

Braunschweig: Slow Food, Stadtgarten Bebelhof, Foodsharing und Transition Town Braunschweig laden zur Schnippeldisco Braunschweig am 21. April von 12-16 Uhr ein (Herzogin-Anna-Amalia-Platz, 38100 Braunschweig).

Berlin: Slow Food Youth Berlin organisiert im Rahmen des Berliner Klimatags am 22. April eine Schnippelaktion mit Wam Kat (Circular Economy House, Rollbergstrasse 26, 12053 Berlin).

In Wuppertal und Münster finden am 28. April - am Aktionstag selbst - auch Schnippeldiskos statt, zu denen Sie herzlich eingeladen sind: In Wuppertal ab 17 Uhr im Utopiastadt (Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal); In Münster ab 19 Uhr im Conny Kramer (Am Hawerkamp 31, 48155 Münster).

Im Rahmen des Aktionstages organisiert Slow Food Youth in über 40 Ländern - von Uganda bis Japan, von Brasilien bis in die Niederlande - Schnippeldiskos. Eine Schnippeldisko, oder Disco Soup, ist eine öffentliche, kulinarische Protestaktion, bei der nicht marktfähiges Obst und Gemüse von Erzeugern und Supermärkten eingesammelt und bei coolen Beats eines DJs, zu einem gemeinsamen Essen verarbeitet wird. Während der Protestaktion informiert Slow Food öffentlich über die Gründe der Verschwendung, angefangen bei den rein optischen Marktnormen, die standardisierte Formen und Größen für Obst und Gemüse vorsehen, um Verbraucher über ihre Rolle als Ko-Produzenten zu sensibilisieren und Handlungsspielräume aufzuzeigen. Denn Verbraucher haben die Möglichkeit dort einzukaufen, wo es krumme Karotten und dicke Zucchini noch ins Verkaufsregal schaffen, und helfen so mit, dass der Landwirt all sein Obst und Gemüse verkaufen kann, egal wie dieses gewachsen ist.

Ursula Hudson, die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, äußerte sich anlässlich des World Disco Soup Day auch zum Thema: "Das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung macht deutlich, dass ein politisches Handeln dringend erforderlich ist. Auf EU-Ebene wurde zum Beispiel eine Einigung über einen EU-Rahmen zur Bekämpfung von Lebensmittelabfällen erzielt. Es wurden aber keine verbindlichen Ziele für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen festgelegt, was aus unserer Sicht sehr problematisch ist. Es liegt nun an den einzelnen Mitgliedstaaten, zu diesem Thema Stellung zu nehmen, sich wirklich zu engagieren und dazu beizutragen, dass die von der EU unterzeichneten Ziele der nachhaltigen Entwicklung erreicht werden. Slow Food appelliert daher an die Regierungen, verbindliche nationale Ziele festzulegen, um Lebensmittelabfälle vom Erzeuger bis 2030 um 50 % zu reduzieren.

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Verschiedenes 

Hintergrund: Kriegslügen, Kriegspropaganda: Giftgas in London & Syrien?

Hintergrund: Kriegslügen, Kriegspropaganda: Giftgas in London & Syrien?
www.mitwelt.org

Was können wir im neuen Kalten Krieg glauben?

Ein persönlicher Meinungsbeitrag von Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident TRAS, Kreisrat - Dieser Hintergrund-Text ist gerade auch aus einer gewissen Verzweiflung heraus entstanden ...

Ich weiß, dass in den uns umgebenden Diktaturen und den entstehenden Halbdikaturen gelogen und betrogen wird. Ich würde aber gerne in einem Land und einer Demokratie leben, in der ich mich in "Vorkriegssituationen" zumindest auf die "Qualitätsmedien" einigermaßen verlassen kann.

Ich bin jetzt 62 Jahre alt und ich erinnere mich noch an den letzten Kalten Krieg, der nur durch verschiedene glückliche Zufälle nicht zu einem letzten, globalen, alles zerstörenden Weltkrieg wurde und es ist zweifelhaft, ob wir im heraufziehenden neuen Kalten Krieg ähnliches Glück haben werden. Mit über 40 Jahren Verspätung berichten jetzt die Medien, wie wir im Kalten Krieg alle von allen Seiten systematisch belogen wurden. Kriegsberichterstattung war und ist leider immer auch fake news.

Ich erinnere mich an die gefakten Gründe für den Krieg in Vietnam und die vorgeschobenen (nicht vorhandene Massenvernichtungswaffen) für den Irak-Krieg, der ein Krieg für Öl war und an die unglaubliche Brutkastenstory, bei der die amerikanischen PR-Agentur Hill & Knowlton mit einer unglaublichen Lügengeschichte Kriegsgründe lieferte.

Wir leben aktuell in einem sich entwickelnden, gut organisierten neuen Kalten Krieg
und ich erlebe ähnliche Mechanismen wie vor 50 Jahren. Nur die PR und die Lügen beider Seiten sind besser geworden und passen besser in die heutige Zeit. Die nur scheinbar sauberen, aktuellen, "eigenen" Kriege in den Medien sind nicht zuletzt das Ergebnis der verlorenen Medienschlacht in Vietnam. Im Vietnamkrieg wurden die zivilen Opfer (in My Lai mit Verspätung) im Fernsehen noch gezeigt. Die Opfer des Drohnenkrieges in Afghanistan werden in den deutschen Nachrichten und Medien (fast) nicht gezeigt. Wenn seit dem Vietnamkrieg die Zensur und Selbstzensur "besser" wurde, spricht das nicht für eine Weiterentwicklung unserer Demokratie.

Aufrüstung in Deutschland und ein Vergleich der Rüstungsausgaben in Ost und West
Um das von CDU, CSU, FDP & AfD gewünschte "Zwei-Prozent-Ziel" zu erreichen, müsste Deutschland aber mehr als 60 Milliarden Euro (60.000.000.000) für das Militär ausgeben. Es passt in die zeitgemäßen Durchsetzungsstrategien, dass Parteien und Rüstungslobby lieber von 2% reden, als von jährlich zusätzlichen über 25 Milliarden Euro (25.000.000.000).

Die recht neutrale und objektive Seite Statistika listet die Höhe der Militärausgaben in den NATO-Staaten von 2011 bis 2016 (in Millionen US-Dollar) auf.

So hat die NATO im Jahr 2016 921.439 Millionen Dollar für Rüstung ausgegeben.
Russland hat in selben Jahr 69,2 Millionen Dollar für Rüstung ausgegeben.

Ich mag die Halbdiktatur in Russland und Putin nicht, aber ist er wirklich so dumm in England alte Spione mit einem Gift töten zu lassen, das es scheinbar nur in Russland gibt und das jeder westliche Geheimdienst selber produzieren kann? Im Tatort würde jeder Kommissar feststellen, dass die Spur doch zu offensichtlich zum Täter führt und ähnliches gilt leider auch Syrien...

Ich bin genervt von den Medien & Internetseiten, die jetzt schon zu 100% wissen, dass Russland hinter dem Giftanschlag in London steckt.
Ich bin genauso genervt von den Internetseiten die jetzt schon zu 100% wissen, dass Russland nicht hinter dem Giftanschlag steckt.

Ich weiß es schlicht nicht und nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte ist so ein Anschlag wie in London oder gefakte Chemiewaffenangriffe tatsächlich allen Kriegsparteien und Geheimdiensten zuzutrauen.

Zum besseren Verständnis meiner Kritik an Ost & West gibt es zwei kluge Wikipedia-Quellen:

Liste der Militäroperationen der Vereinigten Staaten
Liste der Militäroperationen Russlands und der Sowjetunion

Axel Mayer, Endingen 13.4.18
(ziemlich verzweifelt)

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer




Verschiedenes 

Zu viel Zucker macht krank und fett

Zu viel Zucker macht krank und fett
(c) Slow Food Archiv

Endlich kommt Bewegung in die Zuckerdebatte. Mit dem Rückenwind der britischen Strafsteuer muss endlich auch in Deutschland der Kampf gegen die süßen Geschäfte aufgenommen werden. Es geht um die Gesundheit von Millionen.

Mit der Einführung der Strafsteuer auf zuckerhaltige Getränke in Großbritannien kommt eine neue Dynamik in die Zuckerdebatte. Inzwischen haben auch einige deutsche Hersteller sowie Supermarktketten und Discounter angekündigt, die Zuckergehalte in manchen Produkten zu senken. Sie tun dies nicht freiwillig, sondern vor allem aus Angst vor entsprechenden gesetzlichen und steuerlichen Regelungen auch in Deutschland. Die sind überfällig und dringend notwendig. Denn die Hauptursache für die Epidemie der Fettleibigkeit und des Diabetes-2 ist der riesige Zuckerkonsum und die dadurch ausgelöste Entgleisung des Insulin-Stoffwechsels. In dem komplexen Krankheitsgeschehen, in dem auch andere Faktoren wie Stress, Schlafrhythmus, Snack-Verhalten oder genetische Dispositionen beteiligt sind, besetzt Zucker eine Schlüsselrolle. "Zuckerlobby und Ernährungsindustrie haben uns lange genug belogen, die wissenschaftlichen Studien belegen glasklar die verhängnisvolle Wirkung des hohen Zuckerkonsums", sagt die Slow-Food-Vorsitzende Ursula Hudson.

Der Zuckerverbrauch hat dramatisch zugenommen. Weit mehr als der Hälfte aller Lebensmittel wird heute Zucker zugesetzt - teilweise in absurden Mengen. Ob Pizza, Fleischwurst, Cornflakes, Toastbrot, Ketchup oder Fruchtjoghurt: der süße Kick ist immer dabei. Denn Zucker ist billig, er erhöht die Gewinnmargen und führt zu Suchtverhalten. Er verändert den natürlichen Geschmack unserer Lebensmittel in die süßlich-kindische Richtung. Er verändert aber auch unser Geschmacksempfinden und bindet die Konsumenten an die süßen Produkte. Natürlich sind es vor allem die von der Ernährungsindustrie verarbeiteten, denaturierten Produkte und Getränke, die mit Zucker vollgepumpt sind. Wer natürliche Lebensmittel isst und sie selbst verarbeitet - also selbst kocht - hat kaum ein Zuckerproblem.

100 Gramm Knuspermüsli enthalten heute bis zu 30 Gramm Zucker. Limonaden, Vitaminsäfte und Cola-Getränke bestehen zu rund 10 Prozent aus Zucker. Die Verbraucher unterschätzen den Zuckergehalt. Sie tappen in die Zuckerfalle und bezahlen mit Fettleibigkeit, Diabetes und anderen Krankheiten. Um sich dann auch noch als charakterschwach beschimpfen zu lassen, weil sie nicht abnehmen.

Im auffälligen Gleichschritt zum Zuckerboom ist die Zahl der Fettleibigen weltweit stark gestiegen. Als Zucker noch teuer war, waren die Reichen übergewichtig. Heute sind es vor allem Schichten mit wenig Bildung und Einkommen, die billige Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt konsumieren. Noch immer werden ihnen wissenschaftlich längst überholte Fett-Vermeidungsstrategien und Kalorienzählen im Kampf gegen Adipositas empfohlen. Doch das eigentliche Übel heißt Zucker.

Die Politik müsse endlich handeln, fordert Slow Food, selbst die industriefreundliche Deutsche Gesellschaft für Ernährung habe gesüßte Lebensmittel und Getränke als "nicht empfehlenswert" eingestuft. Allein der massive Einfluss der Zuckerlobby verhindere vernünftige Gesetze und entsprechende Kennzeichnungen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 25 Gramm Zucker täglich als Höchstgrenze ausgerufen - das sind sechs Teelöffel. Der Deutsche verbraucht im Schnitt inzwischen aber 20 Teelöffel. "Die neuen Minister haben per Amtseid geschworen, Schaden von ihrem Volk abzuwenden; die Bundesregierung ist deshalb verpflichtet, gegen die verzuckerte Ernährung und ihre verheerenden Folgen vorzugehen", fordert Hudson. Die Instrumente dafür seien wirksam und lägen auf der Hand: Klare und auffällige Kennzeichnung der Zuckergehalte, Besteuerung von Zucker und Süßstoffen, Verbot der an Kinder und Jugendliche gerichteten Werbung für stark zuckerhaltige Lebensmittel und eine ungeschminkte Aufklärung der Verbraucher.

Wenn Zucker aber lediglich durch andere, teilweise noch aggressivere Süßstoffe ersetzt werde, sei nichts gewonnen. Dies seien Scheinlösungen, weil auch künstliche Süßstoffe, die teils in der Massentierhaltung zur Gewichtszunahme eingesetzt würden, den Insulinspiegel nach oben katapultierten und somit die Entgleisung des Stoffwechsels antrieben. Auch mit freiwilligen Maßnahmen der Industrie werde man die Epidemie nicht stoppen können. Hudson: "Von der Industrie kommen, wie die Vergangenheit gezeigt hat, stets vollmundige, aber leere Versprechen."





Verschiedenes 

Scheitert der geplante Freiburger Neubaustadtteil Dietenbach?

Scheitert der geplante Freiburger Neubaustadtteil Dietenbach?
Traktoren-Demo in Freiburg im Mai 2017 / Foto: Veranstalter

Umwelt- & Naturschutzverbände & Landwirte wollen Dietenbach nun erst recht stoppen

Freiburg. Anlässlich des forschen Vorgehens der Stadt Freiburg i.Br. und zur laufenden Strategischen Umweltprüfung (SUP) zum geplanten Neubaustadtteil Dietenbach haben acht Vereinigungen aus dem RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen schwerste Mängel bei der SUP selbst und bei der Bedarfsfrage festgestellt sowie eine Vielzahl wichtiger Fakten und neuer Erkenntnisse, die gegen den Neubaustadtteil sprechen. Die Vereine haben zum SUP-Entwurf ausführliche auch in sehr vielen wichtigen Details ablehnende Stellungnahmen gefertigt. Sie lehnen den geplanten Neubaustadtteil nun erst recht ab, fordern den Abbruch der SUP und eine Umorientierung der Wohnungspolitik der Stadt, die schon bis zum Sommer 2018 erfolgen müsste.Dazu gehören der gesetzliche Vorrang der Innenentwicklung mit ihren auch in Freiburg sehr vielen großen und kleinteiligen Wegen, die Korrektur der Neubedarfs-Prognosen für Wohnflächen nach unten, die Vermeidung von Mietpreisspiralen nach oben durch Null Neubau auf der „grünen Wiese“ und Erhalt und Schaffen bezahlbaren Wohnraums in der Stadt, sowie der Stopp des Angriffs auf Landwirtschaft und Natur in der Dietenbach-Niederung.Die Vereinigungen sehen ganz anders als die bisher von „Bauen auf Teufel komm raus“ veranlasste Stadt keine Allgemeinwohlgründe, die den Neubaustadtteil erzwingen, ganz im Gegenteil. Sie erläutern in den Stellungnahmen und nachfolgend Gründe für das voraussichtliche und notwendige Scheitern des Neubaustadtteils und zeigen mit den Stellungnahmen Alternativen auf, die dem Gemeinwohl dienen können.

1.* Nach dem Baugesetzbuch ist der Innenentwicklung Vorrang zu geben gegenüber Bauen im Außenbereich etwa auf Äckern, Wald, Wiesen. Für die Innenentwicklung bestehen in Freiburg viele große und kleinteilige Möglichkeiten, die bisher zu wenig angegangen oder gar fahrlässig vernachlässigt wurden. Es fehlt dazu in der SUP die Prüfung der gesetzlich vorgeschriebenen „Null-Variante“, also keinen neuen Stadtteil im Außenbereich zu bauen, sondern realistischen Wohnflächenbedarf z. B. durch Innenentwicklung nachhaltig zu befriedigen. Dazu wurden aber von 3 Vereinigungen des RegioBündnis - BUND Freiburg, ECOtrinova e.V. und Klimabündnis Freiburg - schon ab 2013 und von weiteren jetzt auch zur SUP viele Vorschläge der Stadt und dem Gemeinderat schriftlich unterbreitet. Solange die Stadt anders als andere Städte keine Leerstands-,Dachgeschossausbau-, Aufstockungs- und Zweckentfremdungs- und Parkplatz- usw. -Kataster hat und hierzu und zum ökosozialen Umbau vieler Stadtquartiere für mehr Wohnraum und für bessere Nutzung vorhandenen Wohnraums keine voll ausreichenden Maßnahmen ergriffen und mit besten Kräften durchgeführt hat, ist Bauen im Außenbereich wie beim Neubaustadtteil Dietenbach geplant nach Einschätzung des RegioBündnisses bei der Änderung des Flächennutzungsplans grundsätzlich nicht genehmigungsfähig. Eine Entscheidung pro Neubaustadtteil wäre überdies gerichtlich überprüfbar. Hierbei sind auch die folgenden 5 Punkte sehr wichtig:

2.* Die Bedarfsprognose der Stadt mitwachsender Wohnfläche pro Kopf in Freiburg ist ab 2011 nicht eingetreten. Dadurch entfällt mit Blick auf 2030 ein von Stadt und Gemeinderat zugrunde gelegter Wohnflächen-Mehrbedarf komplett für 10.000 Wohnungen à über 80 qm – also deutlich größer als Dietenbach mit z.B. 6.000 Wohnungen. Ganz im Gegenteil, die Wohnfläche pro Kopf ist von 2011 bis 2017 von 38,2 auf 37,2 qm gesunken, was rund 2.500 Wohnungen à 90 qm entspricht. Wohnflächenbedarf sei überdies nicht mit Bauland-Flächenbedarf gleich zu setzen

3.*Die Bevölkerungsprognose der Stadt ist nach Erkenntnis der Vereine ebenfalls ein Kartenhaus. Die 3 Sondereffekte Zweitwohnungssteuer mit scheinbarem Bevölkerungszuwachs von rund 3.000 Personen, der Studierenden-Gipfel durch doppelte Abiturjahrgänge (rund 2.000) und der große Flüchtlingszustromin 2015 (rund 3.000) sind vorbei. Der Wanderungsgewinn hat in 2016 und noch mehr in 2017 stark abgenommen. Dem auch vom RegioBündnis zunächst noch erwarteten weiteren Bevölkerungszuwachs kann mit den vielfältigen Instrumenten der Innenentwicklung begegnet werden. Mit Daten der Bundesanstalt BBSR und weiteren Quellen wird laut Empirica-Gutachten (G15-024, Tab. 34, im Mai 2015 beim Gemeinderat online) für Freiburg schon ab 2021 stark abklingender und ab 2026 sogar Null Neubaubedarf von Geschosswohnungen angenommen!

4. * Bezahlbarer Wohnraum nach Definition des Pestel-Instituts würde in Freiburg mit dem Neubaustadtteil noch mehr untergraben, und die Stadt hätte zu große finanzielle Lasten. Denn die beim Neubaustadteil Dietenbach für den freien Wohnungsmarkt errichteten Wohnungen würden künftige Mietspiegel für Freiburger Mietverhältnisse auf dem Markt erhöhen (Empirica-Gutachten 2017), weil es bekanntlich die Neuvermietungen sind, die in den Mietspiegel eingehen und die Mietpreisspirale hochschrauben. Kaum vergleichbar wäre Dietenbach mit dem Rieselfeld und Vauban, denn dort war der Baugrund städtisch und günstig und Bauen nicht so teuer wie inzwischen. Und es waren Umwandlungsgebiete mit zuvor militärischer Nutzung bzw. Verrieselung zunehmend giftiger Abwässer. Trotzdem stellen diese beiden Stadtteile mit die teuersten Mieten in Freiburg und haben zum jahrelangen Anstieg des Mietspiegels wesentlich beigetragen. Bei Dietenbach sind wegen Hochwasser- und - Verlärmungs-bedingten Bauverboten sowie aufgrund des Sparkassenmodells hochpreisige Baugrundstücke zu erwarten. Wenn die Stadt ausgerechnet dort sozialen Wohnbau vornähme, kämen auf sie mit Grundstücks- und langfristigen Mietverbilligungen bis hin zum Wohngeld sowie Bau und Unterhalt von Verkehrswegen und öffentlichen Gebäuden hohe einmalige und enorme langfristige finanzielle Lasten zu, die bei Innenentwicklung erfahrungsgemäß deutlich niedriger ausfallen.

Es ist Aufgabe der Stadtverwaltung und des Gemeinderates sowie der gemeinnützigen und anderen Wohnungswirtschaft, ein Mehr an Wohnflächen möglichst ohne Neubauten aktiv zu erschließen - damit es bei den Mieten und für Neueigentum „bezahlbar“ wird - und ganz ohne Neubau im Außenbereich.

5* Der geplante Neubaustadtteil würde nicht nur wertvolle große landwirtschaftliche Flächen vernichten, womit Äste abgesägt wären, auf denen Freiburg mit Blick auf Ernährung gerade auch in Krisenfällen sitzt. Auch der Naturschutz kann zum Scheitern des Neubaustadtteils führen. Gesetzlich gebotener Naturschutz würde den Neubaustadtteil bzw. die Bauflächen verkleinern, so dass er für das Konzept der Stadt bzw. Sparkassengesellschaft unwirtschaftlich würde. Gründe sind: Die bislang geplanten Abstände der Bebauung zum angrenzenden bestehenden Vogelschutzgebiet (VSG) Fronholz und dem Langmattenwäldchen sind mit 30 m völlig unzureichend. 100 m stellen die absolute Untergrenze für störungsempfindliche Arten dar. In die gleiche Richtung wirkt, wenn das umstrittene Hochwasserrückhaltebecken mit seinem talsperrenartigen Damm im schönen Bohrertal in Horben nicht kommt.

Des Weiteren brüten 23 bzw. 28 Vogelarten im Dietenbach-Gelände, im dortigen Fronholz und Langmattenwäldchen. Gesetzlich geschützte Vogelarten nutzen die Gebiete als Nahrungshabitat. Durch Bau und Bewohnung des Neubaustadtteils verlören Schwarzmilan, Mäusebussard, Baumfalke, Weißstorch, Neuntöter und Feldlerche ihre Nahrungshabitate oder würden sogar bei ihrer Brut durch die Nutzung der umliegenden Freiräume gestört. Somit sind mehrere Verbotstatbestände des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) erfüllt. Trotz eines geplanten „Besucherlenkungskonzepts“ ist nach BNatSchG zudem eine wesentliche Verschlechterung des Zustands des Naturschutzgebietes Rieselfeld und des VSGanzunehmen, da bisherige Freiräume entfallen und bis zu 15.000 Einwohner*innen, deren Naherholungsdruck sowie die erwartete große Anzahl Katzen und Hunde zusätzlich Freiraum beanspruchen werden.

6.* Die Richtlinie der EU zur Strategischen Umweltprüfung sieht von Anfang an eine Pflicht zur Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Bei der Umsetzung zu Dietenbach sind im Verfahren einige Probleme aufgetreten, so dass fraglich ist, ob das SUP-Verfahren überhaupt rechtskonform abgelaufen ist. Hierzu bieten sich Klagemöglichkeiten.

Im Übrigen danken die Vereinigungen des RegioBündnis denjenigen Eigentümerinnen und Eigentümern von Dietenbach, die bisher nicht verkaufen wollen und den „faustischen Pakt mit dem Teufel“ ablehnen, im Rahmen des Plans von Stadt und Sparkassengesellschaft viel Geld für Bauernland und „Landwirteseelen“ zu erhalten und die den von der Stadt angekündigten „Folterwerkzeugen“ der Enteignung widerstehen wollen. Solche Menschen helfen der Bevölkerung Freiburgs und der Region, dass nicht die Äste abgesägt werden, d.h. diejenigen Flächen verloren gehen, die die Menschen für ihre Ernährung brauchen. Freiburg ernährt sich nur noch zum kleinen Teil aus der Region.

Weitere Themen: Ein Jahr RegioBündnis - Zwischenbilanz. Was war, was kommt?
Das RegioBündnis entstand am 4. März 2017 gleich nach der symbolischen Platzbesetzung auf einer Wiese in der Dietenbach-Niederung. Es hat anlässlich der Nachhaltigkeitstage den 2. Traktorenkorso der BI pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio am 20.5.2017 und das Herbstfest der BI am 21.10. auch bei den Kundgebungen unterstützt. Es hat der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat angeraten, im Freiburger Stühlinger-West die Sundgauallee so mit Wohngebäuden zu bebauen, dass die dortigen Kleingärten kaum in Anspruch genommen werden und teils auf Dächer verlegt werden, damit wertvolles Bauernland in Freiburg-St Georgen nicht für Ersatzgärten missbraucht wird. Kritisch hat das Bündnis im Sommer 2017 zum Perspektivplan Freiburgs Stellung genommen, der Baugebiete vorbereiten soll. Entlarvt hat es den Etikettenschwindel, der mit einer Regionalisierung der Freiburger „Bauwut“ durch Übertragen von zusätzlichen Neubau-Kontingenten auf landwirtschaftliche Böden u.a. nach Vörstetten versucht wird.

Im Bereich der Ensisheimer Str. /Eisstadion sieht das Bündnis die Chance auf Wohnraum für zusätzlich rund 1.500 Menschen, in Zähringen-Nord iauf derzeitigen Großparkplätzen für 2.000 - 3.000 Menschen. Dies sind nur 2 von vielen Bausteinen zum Stadtumbau, zu denen das Bündnis in den kommenden Monaten näher und im Grundsatz zustimmend Stellung nehmen möchte. Diese sind auch angesichts des Flächensparziels des Landes unbedingt vorzuziehen gegenüber einem dreiseitig von Lärm und Autobahnen sowie Schnellstraßen versperrten entlegenen neuen Trabanten-Stadtteil Dietenbach, der wichtigen landwirtschaftlichen Boden vernichtet und strikt abgelehnt wird.

Hauptarbeitsgebiet des Bündnisses bleibt die Verhinderung des Neubaustadtteils Dietenbach zugunsten von besseren, kostengünstigeren Alternativen, die die Natur- und Landwirtschaftsflächen in Freiburg und im Breisgau erhalten. Auch ist vorgesehen, die Themen in den Kommunalwahlkampf einzubringen.

Das RegioBündnis ist inzwischen auf 15 Landwirte-, Natur-, Umweltschutz-, Kleingarten- und Nachhaltigkeits-Vereinigungen mit rund 7000 Mitgliedern angewachsen. Hinzu gekommen sind seit Anfang 2018 die schon mehr als 40 Jahre bestehende Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Markgräflerland (AGUS) e.V. und die NABU Gruppe Dreisamtal e.V..





Verschiedenes 

NABU: Das Schwalbenjahr beginnt

NABU: Das Schwalbenjahr beginnt
Rauchschwalben / Foto: NABU, Bernhard Schiewe

Hilfe für die gefährdeten Glücksboten

Berlin – Pünktlich zum Frühlingsbeginn kommen die Schwalben zurück nach Deutschland. Die beiden häufigsten Arten sind bei uns die Rauch- und die Mehlschwalbe. Doch auch sie werden von Jahr zu Jahr immer weniger.

„Während Hausbesitzer aus Angst vor Verschmutzung die Nester der Mehlschwalben entfernen, verschließen besorgte Bauern den Rauchschwalben ihre Ställe, um vermeintlichen Hygieneanforderungen gerecht zu werden. Dabei gefährden die kühnen Flugakrobaten unsere Gesundheit mitnichten, sind aber auf dem Land auf genau solche Brutplätze angewiesen“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Eric Neuling.

Obwohl es den Schwalben immer schwerer gemacht wird, geeignete Quartiere zu finden, gelten sie als Sympathievögel. Viele Menschen tragen sie als Tattoo auf der Haut oder benennen Motorräder nach ihnen. Früher galten Schwalben als Boten des Glücks, die das Haus vor Feuer und Blitz sowie das Vieh im Stall vor Krankheiten bewahrten. Noch heute gilt die erste aus dem afrikanischen Winterexil zurückgekehrte Schwalbe bei vielen als Anzeichen dafür, dass die Freibadsaison nicht mehr weit ist, und tief fliegende Schwalben warnen angeblich rechtzeitig vor drohendem Regen.

Die Vögel fühlen sich in einer von Menschen geprägten Umgebung grundsätzlich wohl. Die Mehlschwalbe mit ihrem leuchtend weißen Bürzel und Bauch sowie dem tief gekerbten Schwanz nutzt vor allem rau verputzte Hauswände unter geschützten Dachvorsprüngen zum Bau ihres Nestes. Sie brütet gerne in großen Kolonien. Das bringt jedoch Kot und Reste von Nistmaterial an Fassaden und auf dem Boden mit sich. „Viele Nester werden daher mutwillig zerstört, dabei würde ein einfaches, einen halben Meter unterhalb der Nester angebrachtes Brett oder eine gelegentliche Säuberung bereits wirksam Abhilfe schaffen“, so Neuling.

Rauchschwalben, die über ihre braunrote Färbung von Kehle und Stirn gut erkennbar sind, bevorzugen Balken oder Mauervorsprünge in Ställen, Scheunen oder Carports. Leider bleiben die notwendigen Einflugluken nach Renovierungen zunehmend verschlossen oder sind bei Neubauten gar nicht erst vorhanden. „Viele Lager und Ställe müssten zumindest in der warmen Jahreshälfte nicht komplett verschlossen sein. Eine Einflugluke reicht Rauchschwalben bereits“, so Neuling.

Gebäude mit vorhandenen und erhaltenen Nistplätzen für Schwalben werden vom NABU als „Schwalbenfreundliches Haus“ mit einer Plakette ausgezeichnet. Alle Infos zur NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ im Internet ...

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Veranstaltungen 

WAS KOSTET UNS DIE LANDWIRTSCHAFT?

Vortrag und Diskussion
mit Christian Hiß und Hanns Zischler
Mittwoch, 11. April 2018, Freiburger Theater, Winterer-Foyer, 19.00 Uhr

In den vergangenen Jahren ist immer deutlicher geworden, dass Landwirtschaft, zumal nachhaltig, zu unseren vordringlichen Zukunftsfragen gehört. Dabei kommt ökologische und soziale Nachhaltigkeit in unserer kapitalistisch orientierten Welt meist an letzter Stelle. Wirklich kapitalistisch wird jedoch dann gewirtschaftet, wenn das Gesamtvermögen aller Werte einer Gesellschaft – also auch Naturräume, biologische Vielfalt, Versorgungssicherheit und Ressourcen – nicht verbraucht, sondern erhalten und vermehrt wird. Wie kommt es also, dass falsch gerechnet wird und in der Folge Preise und Bilanzwerte entstehen, die nicht im Geringsten die ökonomische Wahrheit abbilden.

In seinem Buch RICHTIG RECHNEN hat sich Christian Hiß mit der doppelsinnigen Frage WAS KOSTET UNS DIE LANDWIRTSCHAFT beschäftigt und eine neue ökonomische Einordnung für die Landwirtschaft entworfen. Denn eine Bilanz ist erst dann wirklich aussagekräftig, wenn sie die gesamte ökonomische Realität wiedergibt.

Im Gespräch mit Hanns Zischler erläutert der Autor, dass ökologische Ökonomie kein Widerspruch ist, sondern vielmehr die Voraussetzung für profitables und gesundes Wirtschaften. Dem Schauspieler und Schriftsteller Hanns Zischler liegen Land- und Landwirtschaft künstlerisch und politisch am Herzen und er beschäftigt sich seit Jahren literarisch und fotografisch mit dem Thema Nachhaltigkeit.

Christian Hiß führt seit drei Jahrzehnten eine Gärtnerei, hat in Eichstetten im Kaiserstuhl den SAMENGARTEN der Stiftung Kaiserstühler Garten entwickelt und gründete die Bürgeraktiengesellschaft REGIONALWERT AG, mit der über zwanzig Partnerbetriebe eine vielseitige Wertschöpfungskette in der Region bilden.

Durch den Abend führt Dr. Bettina Schulte, Kulturredakteurin der Badischen Zeitung.

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