Grüne Quellen
Mittwoch, 25. Mai 2022 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

TON AUS, AUGEN AUF!

TON AUS, AUGEN AUF!
Entschleunigt die Aussicht genießen (c) TMBW / Dietmar Denger

Bei einer Ballonfahrt schwebt man wie in Zeitlupe und ganz leise über Wälder, Wiesen und Dörfer. Und wird auch selbst ganz ruhig dabei

Wir schweben ja schon! Der Korb hebt so lautlos und ruckelfrei von der Wiese im Lautertal ab, dass man nur durch den Perspektivwechsel merkt, dass man in der Luft ist. Dieser unspektakuläre Start kommt für mich überraschend, denn ich habe bis eben mit meiner Angst gekämpft. Ich steige nicht gerne ins Flugzeug – und jetzt soll ich mit vier weiteren Passagieren und einem Ballonpiloten in einem kleinen Korb durch den Himmel über der Schwäbischen Alb cruisen? Mit nichts als ganz viel heißer Luft als Antrieb? Und einem Kapitän, der zwar sehr erfahren ist und der die Winde und die Thermik perfekt kennt – der aber sein Gefährt im Grunde nicht steuern kann?

Mit dem Piloten plaudern

Rudi Fuchs feuert stattdessen. Und der Gasbrenner faucht in kurzen Abständen und speit Feuer, damit die Luft im 180 Kilogramm schweren Ballon heißer wird und wir an Höhe gewinnen. Denn gleich nach dem Start geht’s ein bisschen in eine andere Richtung als vorher gedacht – und die Baumwipfel am Hang scheinen für einen Moment bedenklich in Augenhöhe zu sein. „Da müssen wir jetzt mal schnell machen“, meint der 61-Jährige lachend, wirkt aber nicht besorgt. Es beruhigt mich, dass ich den tiefenentspannten Ballonexperten vor mir habe und mit ihm plaudern kann. Das ist schon einmal viel angenehmer als im Flugzeug – man ist im Kontakt mit dem Piloten und mit der Welt drumherum.

Der Frieden hier oben

Der Effekt: Schon bevor wir über den Berg sind, fällt die Angst wie ein schwerer Stein von mir ab und ich freue mich: über die Morgensonne. Die unfassbare Stille. Den Frieden hier oben. Wie leise man fliegen – pardon – fahren kann. Und wie wunderschön die Alb an so einem Morgen früh um sieben Uhr ist – mit Nebel, feuchten Wiesen, dunklen Wäldern, kleinen Dörfern. „Ballonfahren kann man eigentlich nicht mit Fliegen im Flugzeug vergleichen“, sagt Rudi Fuchs, während wir sanft die Atmosphäre mit unserem Ballon teilen. „Ich mag am Ballonfahren, dass es so langsam und bedächtig ist. Und dass es eine wahre Kunst ist, sich auszurechnen, wo man hinfliegen wird und wo man am Ende gut landen kann. Aber ich starte auch wirklich nur, wenn das Wetter absolut passt.“ Was wiederum heißt, dass über die Hälfte der Fahrten verschoben werden müssen. Aber Rudi Fuchs und seine Frau müssen vom Ballongeschäft auch nicht leben. Es ist mehr eine Leidenschaft, die übrigens zufällig begann. Ein Freund kaufte Anfang der 90er-Jahre günstig einen Ballon und überredete Rudi, den Führerschein für Heißluftballons zu machen.

Über dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Das Tolle am Ballonfahren ist neben der Stille, dass man meist in einer Höhe von 500 bis 1.000 Metern über dem Boden fliegt und noch viel unten erkennen kann: die Kuhherde, die wegen der seltsamen dunkelroten Riesenblase in der Luft aufgeregt herbeigaloppiert. Die Rehe auf dem Feld, die ein Bad in der Morgensonne nehmen. Den Rennradler, der auf der Straße unter uns bergab saust. Wir sind über dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb rund um Münsingen unterwegs, einem eindrucksvollen Stück Natur im Südwesten und einer tollen Urlaubsregion – aber für Autos, Wanderinnen und Freizeitradler ist es noch ein bisschen früh an diesem Sonntag. Die Welt unter uns liegt weitgehend still.

Wie in Zeitlupe

Obwohl Rudi Fuchs hier oben einen Wind von etwa 15 Stundenkilometern misst, scheint kein Lüftchen zu wehen. „Das fühlt sich so an, weil wir den Fahrtwind als Antrieb nutzen“, erklärt er uns. Es ist ein bisschen so, als ob wir auf Zeitlupe geschaltet sind und einer zudem den Ton stumm gedreht hat – mal abgesehen vom ab und zu feuerspeienden Gasbrenner. Der muss in regelmäßigen Abständen die 4500 Kubikmeter Luft im Schirm aufheizen. Und auch wir haben’s deshalb warm im Korb.

Keine Adrenalinschübe, dafür zufriedene Mitfahrerinnen und Mitfahrer

Wohin die Reise geht? Wissen wir eben nicht. Geplant ist, dass wir etwa 1,5 Stunden in der Luft sind. „Wahrscheinlich landen wir irgendwo bei Trochtelfingen“, meint Rudi, der schon über 2.000 Fahrten als Ballonführer hinter sich hat, also ein sehr geübter Pilot ist. Wir fünf Passagiere sind alle zum ersten Mal an Bord: Carmen hat ihrer Freundin Angelika die Fahrt geschenkt, damit die ihre Höhenangst überwindet – und tatsächlich schaut Angelika ganz entspannt in die Ferne und macht Fotos mit dem Handy. Siggi und Erwin wollten so etwas schon lange mal machen. Das Paar blickt andächtig auf die Landschaft hinunter, spricht kaum und genießt augenscheinlich jede Minute. Und ich? Alle meine Sorgen sind wie weggepustet. Hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich stehe im Korb und staune ohne Adrenalinschübe über die Schönheit der Welt. Beneide die Vögel. Beobachte die geometrischen Muster der Baumkronen und der abgeernteten Felder. Entdecke ganz in der Ferne im Dunst die Burg Hohenzollern. Die Zeit vergeht wie im Flug, jaja, ein Wortspiel – aber wir fliegen ja auch gar nicht: Wir fahren, weil die heiße Luft im Ballon leichter ist als die drumherum, erklärt uns Rudi.

Das letzte Wäldchen bei Trochtelfingen ist überwunden, wie in Zeitlupe sinken wir, der Boden scheint uns sanft entgegen zu kommen. Mit einem unmerklichen Hopser setzt der Korb auf einer bunten Sommerwiese auf. Also rausklettern, einpacken und dann gemeinsam frühstücken. Ich klopfe Angelika lächelnd auf die Schulter. Wir zwei Ängstlichen haben es auch geschafft. Nein, viel mehr als bloß geschafft, das sehe ich in den leuchtenden Augen meiner Nebensitzerin. Wir haben’s richtig genossen. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, in der Luft gut aufgehoben zu sein. Ja, mehr noch: Ich bin beim Aufsteigen wunderbar runterkommen.

INFO

Mehr übers Ballonfahren gibt es unter fuchs-ballonfahrten.de, mehr über die Schwäbische Alb und Vergünstigungen mit der kostenfreien Gästekarte AlbCard unter schwaebischealb.de

Mehr







Verschiedenes 

Holzernte: Wanderweg „Blaue Raute“ im Forstrevier Schauinsland gesperrt

Der Teilabschnitt des mit der blauen Raute markierten Höhenzugangsweges zum Schauinsland ist zwischen Stäpfelefelsen und Luisenfelsen wegen Holzernte voraussichtlich bis Freitag, 8. Oktober, gesperrt. Die Sperrung gilt auch an Wochenenden. Vor Ort wird eine Umleitung ausgeschildert, die Wandersleute vom Stäpfelefelsen über die Holzschlägermatte zur Bergstation führt – auf Wanderwegen, die bergauf wie bergab mit der gelben Raute markiert sind.

Holzernte im Bergwald ist eine gefährliche Arbeit. Auch wenn die Motorsäge oder die Rücke-Fahrzeuge scheinbar weit entfernt zu hören sind, besteht in gesperrten Bereichen Lebensgefahr. Das gilt auch am Wochenende, wenn die Arbeiten unterbrochen werden: Äste und Kronenteile können aus den noch stehenden Bäumen herabfallen.

Das Forstamt bittet um Verständnis und um Befolgen der Absperrungen. Wer beim Besuch des Waldes Absperrungen missachtet, gefährdet sich selbst und bringt auch die Mitarbeitenden des Forstamtes in riskante Situationen.





Verschiedenes 

Gesundes Klima ernten

Gesundes Klima ernten
Klimaweide (c) Carla Ulrich

Wenige Tage vor der Bundestagswahl unterstreicht Slow Food Deutschland seinen Appell an die sich neu formierende Regierung, eine integrierte Ernäh-rungspolitik zu schaffen, um die Klimaziele zu erreichen.

23.09.2021 – Zwei Tage vor der Bundestagswahl vereinen sich an diesem Freitag (24.09.) bundesweit Menschen, um für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Sie fordern einen Paradigmenwechsel von der Politik, damit es eine Zukunft ohne Klimakrise geben kann. Slow Food unterstützt den Schulterschluss ver-schiedener zivilgesellschaftlicher Bewegungen und Partnerorganisationen und ruft im Besonderen die politisch Verantwortlichen der künftigen Bundesregierung zu einem verbindlichen und wirksamen Klimaschutz auf. Eine integrierte Ernährungspolitik ist aus Sicht von Slow Food eine zentrale Voraussetzung dafür.

Die industrielle Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie daran angepasste Ernährungsgewohn-heiten haben einen großen Einfluss auf die Erderwärmung und setzen dem Planeten und uns Menschen massiv zu. Allein die intensive Landnutzung verursacht weltweit 23 Prozent der klimarelevanten Treibhaus-gasemissionen. Dieses Ausmaß verweist zugleich auf das Potential, welches in einer umfassenden Trans-formation unseres Ernährungssystems und unserer Ernährungsgewohnheiten sowie der Schaffung einer ressortübergreifenden, ganzheitlichen Ernährungspolitik liegt, um zum Schutz des Klimas beizutragen. „Das Klima selber wird uns keinen Aufschub mehr gewähren. Folgen der Klimakrise wie Bodenerosionen, längere Dürreperioden sowie vermehrte Starkregenereignisse verschärfen zunehmend und für immer mehr Menschen spürbar auch die Gefahr für unsere Ernährungssicherheit,“ so Nina Wolff, Vorsitzende von Slow Food Deutschland (SFD). „Die Umstellung auf Agrarökologie sowie eine Politik, Wirtschaft und Ernährung im Einklang mit den planetaren Grenzen werden mitentscheidend dafür sein, ob wir die gesteckten Klimaziele erreichen oder verfehlen.“

Vor dem Hintergrund der immer komplexeren ökologischen und damit auch sozialen Herausforderungen fordert Slow Food die neue Bundesregierung dazu auf, eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz zu übernehmen. Aus Sicht von Slow Food umfasst das:

- die Erzeugung von Lebensmitteln auf eine regenerative und klimapositive Kreislaufwirtschaft umzustellen und sie verstärkt auf den regionalen Bedarf auszurichten.

- alte, widerstandsfähige Sorten zu erhalten und ihren Anbau zu fördern.

- die Land- und Ernährungswirtschaft für klimaschädliche Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in die Pflicht zu nehmen.

- Klimaschutz ins Zentrum finanzieller Förderung zu stellen, insbesondere für eine standortangepasste Landwirtschaft, eine klimafreundliche Bodennutzung, eine pflanzenbasierte Humanernährung und regionale Wertschöpfungsnetzwerke.

- Die Förderung einer Ernährungsbildung, welche den Genuss und das Erleben nachhaltig und fair erzeugter Lebensmittel in den Fokus stellt.

In der aktuellen Broschüre „Zukunft würzen!“ hat SFD seine Forderungen für eine integrierte Ernährungs-politik zusammengefasst; begleitet werden sie von Rezepten, die den Politikwandeln schmackhaft machen sollen.

Mehr




Buch- und CD-Tipps 

Buch Photovoltaik: Energiekosten sparen und die Umwelt schonen

Buch Photovoltaik: Energiekosten sparen und die Umwelt schonen

Photovoltaikanlagen werden immer effizienter und decken bereits etwa ein Drittel des Strombedarfs eines Haushalts – mit einem zusätzlichen Speicher sogar über die Hälfte. Auch finanziell lohnt sich Photovoltaik wieder. Das neue Buch „Photovoltaik & Batteriespeicher“ der Stiftung Warentest vermittelt alle notwendigen Kenntnisse über die heutige Technik, die aktuelle Förderung und die Wirtschaftlichkeit einer Anlage.

Der Ratgeber „Photovoltaik & Batteriespeicher“ erläutert, wie Photovoltaik zur Energieversorgung heute funktioniert und was bei der Installation bei Hausneubau oder einer Nachrüstung zu beachten ist. „Zuerst sollte eine Abwägung zwischen der vor Ort nutzbaren Solarstrahlung und dem Flächenbedarf der Anlage vorgenommen werden“, sagt der Autor des Ratgebers, Wolfgang Schröder. Unterschiedliche Modellrechnungen informieren über Kosten und Erträge.

Schritt für Schritt unterstützt das Buch dann beim Einholen vergleichbarer Angebote, informiert über die Möglichkeiten der Förderung durch das aktuelle Erneuerbare-Energien-Gesetz und begleitet bei der fachkundigen Abnahme und Inbetriebnahme. Im letzten Kapitel werden alle Fragen beantwortet, die dann im laufenden Betrieb auftauchen können: von der Überprüfung der Stromerträge über die Wartung bis zur Abrechnung mit dem Finanzamt.

Der Autor Wolfgang Schröder ist seit 2002 in der Photovoltaikbranche tätig und arbeitet zusätzlich als Tüv-zertifizierter und BDSF-geprüfter freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen.

Der Ratgeber „Photovoltaik & Batteriespeicher“ hat 208 Seiten und ist ab dem 21. September 2021 für 39,90 Euro im Handel erhältlich. Über test.de/photovoltaik-batteriespeicher kann es online bestellt werden.

Mehr




Verschiedenes 

Drei Millionen Mülltonnen weniger möglich

vzbv-Studie: Strengere Regeln für Mogelpackungen könnten Verpackungen um bis zu 27 Prozent schrumpfen lassen

Bei Mogelpackungen - also überdimensionierten Verpackungen - bestehen Einsparpotenziale zwischen 3 Prozent und 27 Prozent. Das entspricht jährlich drei Millionen Mülltonnen à 240 Liter, wie eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung und der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) ergeben hat. Die Studie hat unterschiedliche Bereiche im Verpackungsmarkt unter die Lupe genommen, über die sich Verbraucher:innen regelmäßig bei den Verbraucherzentralen und der Stiftung Warentest beschweren. Dazu gehören etwa Teebeutel, Waschmittelpackungen oder Beutel für Süßigkeiten.

„Seit Jahren kritisieren der vzbv und die Verbraucherzentralen Mogelpackungen, Verpackungen, die Verbraucher:innen mehr Inhalt vortäuschen als tatsächlich vorhanden ist. Trotzdem nimmt der Verpackungsmüll von Jahr zu Jahr zu. Überflüssige Zusatzverpackungen, etwa Pappschachteln bei Zahnpastatuben, befeuern diese Entwicklung, obwohl Maßnahmen gegen den Anstieg auf dem Tisch liegen. Die nächste Bundesregierung muss überflüssige Zusatz- und Mogelpackungen abschaffen, um den Verpackungsmüll zu reduzieren und in der Konsequenz CO2-Emmissionen einzusparen. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel der Verbraucher:innen“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.





Veranstaltungen 

"Globalstreik": Erhebliche Verkehrsbehinderungen am 24.9. in Karlsruhe

Demonstration "Fridays for Future" startet am Mendelssohnplatz

Wie bereits berichtet, findet am Freitag, 24. September, ein sogenannter "Globalstreik" der "Fridays for Future"-Bewegung in Karlsruhe statt. Zu dieser Veranstaltung mit Schwerpunkt im Bereich des Mendelssohnplatzes werden rund 5.000 Teilnehmende erwartet.

Bereits ab 9.30 Uhr muss die stadtauswärtsführende Fahrbahn der Ludwig-Erhard-Allee zwischen der Rüppurrer Straße und der Kapellenstraße für den Verkehr gesperrt. Ab 14 Uhr erfolgen weitere Sperrungen im näheren Umfeld. Die Kapellenstraße wird ab der Markgrafenstraße und die Ludwig-Erhard-Allee in Fahrtrichtung Innenstadt ab dem Oststadtkreisel gesperrt.

Mit Beginn der Demonstration, die zwischenzeitlich auf 16 Uhr vorverlegt wurde, sind weitere Sperrungen erforderlich. Der Demonstrationszug verläuft über Kriegsstraße - Ettlinger Tor - Rondellplatz – Marktplatz - Zirkel - Waldhornstraße – Berliner Platz - östliche Kaiserstraße – Durlacher Tor - Kapellenstraße zurück zum Mendelssohnplatz. Der innerhalb dieser Route liegende Bereich ist daher nur eingeschränkt erreichbar, es kommt zu zahlreichen weiteren temporären Straßensperrungen. Betroffen davon sind unter anderem auch die Parkhäuser Marktplatz und Kronenplatz.
Die Stadtverwaltung empfiehlt Ortskundigen daher erneut, den Bereich Mendelssohnplatz und die von der Demonstration betroffenen Straßen weiträumig zu umfahren.

Außerdem ist mit Behinderungen des Stadtbahn- und Straßenbahnverkehrs insbesondere im Abschnitt zwischen dem Rüppurrer Tor und dem Kronenplatz zu rechnen.

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Weniger Wespen, mehr Holzbienen

NABU: Weniger Wespen, mehr Holzbienen
Holzbiene (c) Leo/fokus-natur.de

Nasses Wetter wirkt sich auf Sichtungen beim Insektensommer 2021 aus / Ackerhummel wieder auf Platz 1

Berlin, 17.9.21 – Sie ist die ungekrönte Königin des Insektensommers: Die Ackerhummel wurde in diesem Jahr am häufigsten gemeldet – wie auch in den vergangenen Jahren. Bei der Mitmachaktion des NABU haben sich in beiden Zählzeiträumen insgesamt über 13.000 Menschen beteiligt und eine Stunde lang Insekten beobachtet und sie dem NABU gemeldet.

„Wir freuen uns, dass sich so viele Menschen Zeit für die Natur genommen haben. Interesse und das Engagement für unsere heimischen Insekten sind auch dringend nötig, wie das weiter fortschreitende Insektenschwinden zeigt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wer jetzt seinen Garten oder Balkon insektenfreundlich gestaltet, kann dieser wichtigen und faszinierenden Tiergruppe auch ganz praktisch helfen.“

Die Gärten zeigten sich bei Betrachtung der verschiedenen Meldeorte auch mit am artenreichsten: Mehr als zehn verschiedene Insektenarten wurden dort im Schnitt gefunden – nur am Teich gab es mit elf Arten pro Meldung mehr. Auf Balkonen wurden durchschnittlich sechs unterschiedliche Arten gesichtet.

Was bei den Meldungen besonders auffällt: Im Gegensatz zu den sehr warmen und trockenen Vorjahren wurden 2021 deutlich weniger Wespen gesichtet. 2020 waren es im Schnitt 11,5 Wespen pro Meldung, 2021 nur 4,5. „Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass es sehr nass im Frühjahr und im Hochsommer war“, sagt Daniela Franzisi, NABU-Projektleiterin des Insektensommers, „Daher gab es weniger Wespenstaaten und möglicherweise auch weniger Individuen pro Staat. Zusätzlich war die Woche des Zählzeitraums im August selbst relativ kalt, weshalb speziell in dieser Woche weniger Wespen gemeldet wurden.“ Derzeit seien aber etwas mehr Wespen unterwegs. Franzisi: „Wespen-Staaten erreichen Ende August, Anfang September ihren Höhepunkt. Dann sehen wir mehr Tiere, die uns auch mal beim Eis essen oder Grillen stören.“

Weiter aufwärts ging es für die Holzbiene. Die Sichtungen hatten bisher in jedem Jahr zugenommen, nun hat sie es erstmals in die Top Ten – auf Platz 8 – geschafft.

Bei der Entdeckungsfrage zeigt sich, dass der Asiatische Marienkäfer mit 51 Prozent und Siebenpunkt-Marienkäfer mit 49 Prozent etwa gleich häufig gefunden wurden. Franzisi: „Das spricht für eine friedliche Koexistenz dieser beiden Arten. Der Asiatische Marienkäfer, der vor etwa 40 Jahren nach Deutschland zur Blattlausbekämpfung eingeschleppt wurde, scheint also den heimischen Siebenpunkt bisher nicht zu verdrängen. Wir werden das aber weiter beobachten.“ Eine deutliche Tendenz zeigt sich wie in jedem Jahr auch diesmal: Im Frühsommer wurden mehr Asiatische, im Spätsommer mehr Siebenpunkt-Marienkäfer gemeldet.

In der Rangliste der zehn am häufigsten gemeldeten Arten für den Insektensommer 2021 folgen nach der erstplatzierten Ackerhummel: Siebenpunkt-Marienkäfer, Asiatischer Marienkäfer, Steinhummel, Wildbiene, Hainschwebfliege, Westliche Honigbiene, Holzbiene, Fliege und Ameise.

Mehr




Veranstaltungen 

Großer Klimastreik zur Bundestagswahl

Großer Klimastreik zur Bundestagswahl

Breites Bündnis unterstützt den achten weltweiten Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung am 24. September

Berlin – Für den 24. September ruft die Fridays-for-Future-Bewegung zum nächsten großen Klimastreik auf. Zwei Tage vor der Bundestagswahl soll der Protest Klimagerechtigkeit zum wahlentscheidenden Thema machen. Mit dem Aufruf „Höchste Zeit zu handeln: Wir wählen Klima!“ unterstützt ein breites Bündnis aus zahlreichen Organisationen, Verbänden und Initiativen den achten Klimastreik. Es fordert dazu auf, sich den deutschlandweit mehr als 300 Demonstrationen und Aktionen anzuschließen.
„Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen. Nur so können wir das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten“, heißt es aus dem Koordinierungskreis. „Bisher hat die Große Koalition auf den Protest von Millionen Menschen auf den Straßen nur halbherzig reagiert. Doch mit der Bundestagswahl können wir das ändern: Wenn wir erneut die Straßen füllen, machen wir gemeinsam Klima zum zentralen Thema der Wahl – und stimmen am 26. September für konsequenten Klimaschutz.“

Gemeinsam mit Fridays for Future fordert das Bündnis, bis spätestens 2030 aus der Kohle auszusteigen. Gleichzeitig setzt es sich dafür ein, den Anteil der erneuerbaren Energie auf 80 Prozent zu erhöhen. Alle neuen Autobahnprojekte müssten gestoppt und ein verbindliches Datum – am besten 2030 – für das Ende der Neuzulassung von Verbrennungsmotoren festgelegt werden. Zudem fordert das Bündnis eine klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft sowie eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft. Das Bündnis setzt sich außerdem für weltweite Klimagerechtigkeit ein und fordert eine Verdoppelung der Klimafinanzierung für die Länder des Globalen Südens.

„Bei diesem Klimastreik geht es um alles. Deswegen brauchen wir am 24. September Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft, die mit uns auf die Straßen gehen. Das schaffen wir nur in einem starken Bündnis“, so Louis Motaal, Fridays-for-Future-Aktivist.

Zum Koordinierungskreis des Bündnisses gehören die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Attac Deutschland, Avaaz, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die BUNDjugend, Campact, Greenpeace, die Klima-Allianz Deutschland, der NABU, die NAJU (Naturschutzjugend im NABU), die NaturFreunde Deutschlands, die Naturfreundejugend Deutschlands, Together for Future, der WWF und die WWF-Jugend. Der Aufruf wird insgesamt von über 190 zivilgesellschaftlichen Organisationen getragen.

Alle Aktionen und Demonstrationen des Klimastreiks werden Corona-konform mit Abstand, Hygieneregeln, FFP2- oder medizinischen Masken organisiert.

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25