Grüne Quellen
Sonntag, 21. Juli 2019 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

Staatliches Textilsiegel „Grüner Knopf“ muss sich in Pilotphase beweisen

Metasiegel kann erste Orientierung für sozial- und ökologisch nachhaltigere Textilien bieten

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht Potential im Konzept des Entwicklungsministeriums (BMZ) zum „Grünen Knopf“. Das staatliche Textilsiegel kann einen echten Mehrwert im Sinne der besseren Orientierung beim Kauf nachhaltig produzierter Kleidung für Verbraucherinnen und Verbraucher darstellen. Eine abschließende Bewertung des Siegels ist erst nach der Pilotphase 2021 möglich.

Der „Grüne Knopf“ soll auf zwei Pfeilern stehen. Erstens müssen Unternehmen, die das Siegel nutzen möchten, nachweisen, dass sie die Menschenrechte in der gesamten textilen Lieferkette schützen. Zweitens müssen Unternehmen private Textilsiegel nutzen, die ökologische und soziale Produktkriterien erfüllen. Vorerst nur für den letzten Schritt der Textilproduktion, die sogenannte Konfektionierung. Dann erst kann das Meta-Siegel zusätzlich erlangt werden. „In der Kombination der Unternehmenskriterien zum Umgang mit Menschenrechten und der Nutzung ausgewählter Textilsiegel, sieht der vzbv einen echten Mehrwert des „Grünen Knopfes“ für Verbraucher“, sagt Kathrin Krause, Referentin für nachhaltigen Konsum beim vzbv.








Verschiedenes 

NABU fordert Regulierung von Plastikmüllexporten

Miller: Unser Plastikmüll hat in Asien nichts zu suchen

Berlin – Anlässlich der Tagung der Vertragsparteien des Basler Übereinkommens in Genf (ab 29. April) fordert der NABU eine strengere Regulierung von Plastikmüllexporten aus Deutschland.

Jährlich werden gut eine Million Tonnen Plastikabfälle von Deutschland ins Ausland exportiert. Dies entspricht etwa einem Sechstel des insgesamt in Deutschland erzeugten Plastikabfalls. In Folge der chinesischen Importrestriktionen wird der Abfall seit vergangenem Jahr verstärkt in südost- und südasiatische Länder wie Malaysia, Indien oder Indonesien verschifft. Allein diese drei Länder nahmen 2018 mehr als ein Viertel der deutschen Exporte auf. Durch Medienberichte und NGO-Arbeit wurde nachgewiesen, dass nur ein Teil dieser Exporte in den Zielländern recycelt wird. Der Rest wird unter niedrigen Umweltstandards verbrannt oder deponiert.

„Die Folge sind schädliche Emissionen durch die Verbrennung sowie Einträge von Plastik in die Natur, Gewässer und letztlich ins Meer“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Nicht nur die Umwelt, auch die lokale Bevölkerung leide unter den Belastungen, wenn Luft, Böden und Gewässer vor Ort verschmutzt werden. „Länder wie Malaysia werden als Müllkippe für Plastikabfälle aus der sogenannten entwickelten Welt missbraucht“, so Miller.

Das internationale Basler Übereinkommen regelt die grenzüberschreitende Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung. Der NABU fordert, dass das Übereinkommen dahin gehend angepasst wird, dass Plastikabfall niedriger Qualität nicht mehr in Länder mit geringen Entsorgungs- und Recyclingstandards exportiert werden kann. Der NABU unterstützt den Vorschlag Norwegens, gemischte oder verunreinigte Plastikabfälle, die nicht oder nur schwer recycelbar sind, zur Gruppe von Abfällen, die besonderer Prüfung bedürfen, zuzurechnen. In der EU würde diese Klassifizierung aufgrund der geltenden EU-Abfallverbringungsverordnung einem Verbot von Exporten jener Plastikabfälle in Nicht-OECD-Länder gleichkommen.

„Norwegen hat einen sinnvollen Vorschlag gemacht, den die deutschen Vertreter unbedingt unterstützen müssen“, fordert Miller. „Durch die Anpassung des Basler Übereinkommens würde dem Export von dreckigem Plastikmüll aus Deutschland nach Südostasien, aber auch in alle anderen Länder des globalen Südens, ein Ende bereitet werden.“

Neben den positiven ökologischen Effekten in den Importländern, bietet die Regulierung der Plastikmüllexporte auch große Chancen für Exportländer wie Deutschland. „Eine Einschränkung der Ausfuhren würde zu einer Stärkung der inländischen Kreislaufwirtschaft führen“, so NABU-Abfallexperte Michael Jedelhauser. „Wenn deutscher Plastikabfall nicht mehr nach Südostasien exportiert werden kann, erhöht sich der Handlungsdruck, die Sortier- und Recyclingstrukturen innerhalb Deutschlands auszubauen.“ Dem Näheprinzip der Abfallgesetzgebung folgend könnten Plastikabfälle somit dort verwertet werden, wo sie entstehen.

Weiterführende Informationen:
Das Basler Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung ist ein internationales Umweltabkommen. Es ist seit 1992 in Kraft und umfasst derzeit 187 Mitgliedsstaaten. Das Übereinkommen legt fest, welche Abfälle als gefährliche Abfallfraktionen gelten und regelt deren Export. Im Zuge von Anpassungen am Basler Übereinkommen hat sich die EU verpflichtet, im Rahmen der EU-Abfallverbringungsverordnung den Export von gefährlichen Abfällen und Abfällen, die besonderer Prüfung bedürfen, aus der EU in Nicht-OECD-Länder zu verbieten. Die Einordnung gemischter oder verunreinigter Plastikabfälle als gefährlicher bzw. prüfungspflichtiger Abfall würde somit den Export aus der EU in Länder mit wenig ausgebauten Entsorgungs- und Recyclingstrukturen einschränken. Die Vertragsparteien des Basler Übereinkommens tagen vom 29. April bis 10. Mai 2019 in Genf (BC COP-14).

Mehr




Verschiedenes 

NABU: So wird der Balkon zum Paradies für Vögel und Insekten

Auch auf wenig Fläche kann man viel für Tiere in der Stadt tun

Berlin – Um Insekten und Vögeln zu helfen, braucht man nicht unbedingt einen Garten. Auch auf Balkon und Fensterbrett kann jeder etwas für die Tiere in der Stadt tun. „In Deutschland gibt es viele Millionen Balkone und Terrassen“, so NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb, „Da kommt viel Fläche zusammen, die wertvoll für Wildbienen, Schmetterlinge, Meisen und Spatzen sein kann. Viele füttern bereits im Winter Vögel auf ihrem Balkon und beobachten sie beim Fressen. Aber auch im Sommer kann man ihnen helfen.“

Etwa indem man an heißen Tagen eine Wasserstelle für Vögel anbietet. Nistkästen für Kohl-, Blaumeisen und Haussperlinge können auch auf dem Balkon angebracht werden. Wer im obersten Stockwerk wohnt, kann auch einen Nistkasten für Mauersegler anbringen und damit die Wohnungsnot für Gebäudebrüter lindern. Sie brüten gern am höchsten Punkt eines Gebäudes.

Insekten kann man ebenfalls gut auf Balkonien fördern. Wer ihnen helfen möchte, pflanzt viele verschiedene heimische Pflanzen und Kräuter, lässt diese auch über den Winter stehen. „Einige Insekten überwintern in abgeblühten Pflanzenteilen“, so Rottleb. „Und die Samenstände sind wertvolles Futter für Vögel, wie den Distelfinken.“

Geeignete Pflanzen für den schattigen Balkon sind beispielsweise Efeu, Vergissmeinnicht, Beinwell und Blutampher. Wer einen eher sonnigen Balkon hat, sollte Lavendel, Fetthenne, Storchschnabel oder Jelängerjelieber pflanzen. „Sie bieten Insekten Pollen und Nektar als Nahrung – viele klassische Balkonpflanzen, wie Geranien und Petunien, hingegen nicht“, so Rottleb.

Eine Wasserstelle oder ein Mini-Teich hilft auch Schwebfliege, Wildbiene und Co. über heiße Tage. Rottleb: „Wer dann noch ein Insektenhotel und als Ergänzung einen Balkonkasten mit Sand und Lehm für Sandbienen und andere Solitärbienen anbietet, bei dem wird es auf Balkonien bald summen und brummen.“

Mehr




Veranstaltungen 

Kinder - raus in die Natur

am 03.05.2019 von 15:00 bis 17:30
in der Ökostation Freiburg

Am Lagerfeuer kochen, süße Erdbeeren naschen oder an frischer Minze schnuppern, wilde Bienen beobachten, das sind Naturerlebnisse, die sich in der Kindheit tief einprägen. Dieser Nachmittag in der Ökostation bietet Eltern mit ihren Kindern vielfältige Möglichkeiten der Naturerfahrung, z.B. werken und malen mit Erdfarben, Beobachtung von Wassertieren unter dem Binokular, Feuer machen u.v.m.

Für Familien mit Kindern ab 5 Jahren

Referentin: Jutta Schumacher und Team
Anmeldung erforderlich bei der VHS über www.vhs-freiburg.de
Kosten: 18.00 Euro Familienbeitrag, ermäßigt: 9,- Euro mit Familiencard

Mehr




Verschiedenes 

NABU-Experten warnen: Auch Fledermäuse leiden unter Wohnungsnot

NABU-Experten warnen: Auch Fledermäuse leiden unter Wohnungsnot
Zwergfledermaus (c) NABU/NelumboArt/Stefanie Gendera

Tschimpke: Klima- und Artenschutz müssen auch im Siedlungsbereich zusammen gedacht werden

Berlin/Hamburg – Das energetische Sanieren von Gebäuden, das so genannte „Einpacken“, führt immer häufiger zum Verlust von Fledermausquartieren. Dabei sind Fledermäuse streng geschützt. Viele Arten sind gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. „Klima- und Artenschutz schließen sich nicht aus. Lebensräume für gebäudebewohnende Arten wie Fledermäuse und Vögel müssen geschützt werden. Die Möglichkeiten, den Artenschutz von Anfang an in die Planungen zu integrieren gibt es schon lange. Sie müssen endlich umgesetzt werden“, sagt NABU Präsident Olaf Tschimpke.

Der NABU fordert daher, den Artenschutz am Gebäude massiv zu stärken. So müssten beispielsweise Vorabprüfungen konsequent durchgeführt und kontrolliert aber auch Rechtsnormen wie Gebäudebrüterverordnungen novelliert werden, um dem Artenschutz Rechnung zu tragen. NABU-Experten machten dies zu einem der Hauptthemen auf der größten Fledermaus-Fachtagung Deutschlands, die am Wochenende in Hamburg tagte.

„Werden Gebäude saniert, wird häufig vergessen, dass auch Tiere wie Fledermäuse und Vögel von der Sanierung betroffen sein können. Viele wissen einfach nicht, dass Fledermäuse am Gebäude vorkommen“, sagt Sebastian Kolberg, NABU-Fledermausexperte. Oft werden Fledermausquartiere unwissentlich zerstört, Tiere verscheucht oder gar eingemauert. Zugänge zu Quartieren werden verschlossen, ganze Kolonien verschwinden und auf dem Wohnungsmarkt der Fledermäuse herrscht Wohnungsnotstand. „Fledermäuse sind auf Gebäudequartiere angewiesen. Denn in der Natur finden sie immer weniger Lebensraum“, so Ingrid Kaipf, Sprecherin des NABU-Bundesfachausschuss Fledermäuse. „Die Tiere können theoretisch überall vorkommen, leben aber sehr heimlich. Vorsorglich sollte daher bei jeder Sanierung rechtzeitig überprüft werden, ob Fledermäuse am Gebäude vorkommen“, so Kaipf.

Die Sorge, durch den Artenschutz würde es zu Verzögerungen bei den Baumaßnahmen kommen, ist bei Hausbesitzern in den meisten Fällen groß, doch unbegründet. „Die artenschutzfachliche Untersuchung und die Begleitung von Gebäudesanierungen sowie der Erhalt von Quartieren ist kein Hexenwerk. Der NABU hat hier mittlerweile genügend Erfahrungen, so dass Planung und Umsetzung problemlos sind. Auch die Stadt Hamburg hat in diesem Bereich schon viel für den Artenschutz getan. Wichtig ist vor allem, den Artenschutz am Gebäude rechtzeitig mit zu denken“, sagt Holger Reimers, Sprecher des Landesfachausschuss Fledermäuse aus Hamburg.

Hintergrund:
Ungefähr die Hälfte der 25 in Deutschland heimischen Arten sind gebäudebewohnende Fledermäuse. Sie sind Stadtbewohner, manchmal sogar Nachbarn oder heimliche Untermieter und beziehen Quartiere hinter Dachverwahrungen/Attikas, Fassadenverkleidungen, in Mauerritzen, aber auch auf Dachböden. Diese gebäudebewohnenden Arten sind Kulturfolger und haben nicht immer an menschlichen Bauten gelebt. Denn dort, wo heute Siedlungen stehen, gab es einst natürliche Lebensraumstrukturen. Viele Fledermauspopulationen sind auf die jetzt dort vorkommenden Quartiere angewiesen.

Der NABU ist seit über 30 Jahren im Fledermausschutz aktiv. Mit Projekten und Aktionen wie dem Fledermausfreundlichen Haus, Lebensraum Kirchturm oder der NABU Fledermaushotline unterstützt der NABU Fledermausinteressierte, Hausbesitzer und Baugewerke beim Fledermausschutz und schützt und fördert damit wichtige Lebensräume für Fledermäuse.

Mehr




Veranstaltungen 

Faire Woche 2019 in Karlsruhe: Aktionen gesucht

Anmeldung ab sofort und noch bis 5. Mai

Die Stadt Karlsruhe beteiligt sich in Kooperation mit der Aktion Eine Welt e.V. erneut am bundesweiten Aktionszeitraum "Faire Woche" vom 13. bis 27. September. Die Vorbereitungen laufen und erste Initiativen haben sich bereits gemeldet - weitere Anmeldungen sind willkommen.

Der Schwerpunkt lautet dieses Jahr "Geschlechtergerechtigkeit". Er unterstreicht, dass der Faire Handel unter anderem Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit unterstützt. Immer mehr Karlsruher Gruppen, Institutionen und ehrenamtliche Initiativen setzten sich für die "Eine Welt Arbeit" ein und leisten so einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und auch zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Ländern des Globalen Südens.

Alle, die sich mit einer Aktion im verlängerten Zeitraum von Mitte September bis Ende Oktober an der Karlsruher Fairen Woche beteiligen wollen oder fair gehandelte Produkte im Angebot haben, sind eingeladen, sich beim Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe zu melden. Ab sofort werden Anmeldungen für Aktionen und Veranstaltungen entgegen genommen, die den Fairen Handel beziehungsweise das Engagement für Menschenrechte und faire und nachhaltige Lebensbedingungen erlebbar machen.

Noch bis 5. Mai können sich Initiativen, Gruppen, Vereine, Schulen und kirchliche Einrichtungen in Karlsruhe sowie gastronomische Betriebe und Einzelhandelsgeschäfte, die sich mit ihrem Angebot im Programmheft präsentieren möchten, mit einer E-Mail an umwelt-arbeitsschutz@karlsruhe.de anmelden.

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Europaparlament bringt Umweltförderprogramm in trockene Tücher

schimpke: Wahl am 26. Mai entscheidet auch über künftigen Stellenwert des Naturschutzes in Europa

Straßburg – Noch vor der Europawahl macht das Europäische Parlament den Weg frei für die Fortsetzung des Umweltförderprogramms LIFE. Dieses wichtige Finanzierungsinstrument für innovativen Umwelt- und Naturschutz in Europa soll über das Jahr 2020 hinaus verlängert werden. Über das endgültige Budget entscheiden die Staats- und Regierungschefs frühestens im Herbst. Positiv: Kommission und Parlament haben bereits im Vorfeld eine deutliche Aufstockung um 60 bis 100 Prozent gefordert. In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 umfasst die LIFE-Förderung eine halbe Milliarde Euro pro Jahr.

Der NABU begrüßt das Bekenntnis des Europaparlaments zu diesem wichtigen Umweltprogramm, das ein Musterbeispiel für den Mehrwert der EU ist. Es gibt aber noch viel Spielraum, das Artensterben ist noch lange nicht gestoppt. Die verfehlte EU-Agrarpolitik (GAP) mit ihren milliardenschweren pauschalen Flächensubventionen unterläuft alle Bemühungen des in seinem Volumen überschaubaren LIFE-Programms. „Die harten Bretter in der Natur- und Umweltschutzfinanzierung müssen nach der Europawahl auf EU-Ebene noch gebohrt werden. Deshalb ist die Wahl am 26. Mai richtungsweisend und braucht eine hohe Beteiligung und viele Stimmen für den Naturschutz. Das erfolgreiche Volksbegehren in Bayern hat gezeigt, dass die Wählerinnen und Wähler endlich Fortschritte sehen wollen. Es wird Zeit, dass dies auch in Brüssel und Straßburg gehört wird“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Das LIFE-Programm hat sich in der Vergangenheit bewährt und war für einige Arten die letzte Rettung. So konnten bedrohte Vogelarten wie der Azorengimpel oder der Spanische Kaiseradler dank durch LIFE finanzierter Projekte vom Aussterben bewahrt werden. Mehr als fünf Millionen Hektar Land wurden seit der Einrichtung dieses Programms renaturiert und das mit einem Anteil am EU-Budget von gerade einmal 0,3 Prozent. Neben der Biodiversität profitiert auch der Klimaschutz vom LIFE-Förderprojekten. Auch die Natur in Deutschland hat seit dem Bestehen des Programms 1992 von fast 500 Projekten profitiert, zum Beispiel zum Schutz der Gelbbauchunke, welches der NABU Niedersachsen seit 2018 durchführt.

Die Erfolgsgeschichte des LIFE-Programms zeigt, welch enormes Potenzial in der EU-Naturschutzpolitik liegt und aber auch die Tragik, dass der Großteil des EU-Budgets für völlig ineffektive Instrumente wie die Direktzahlungen innerhalb der GAP verschwendet wird. Bei der Agrarpolitik stehen nach der Europawahl wichtige Entscheidungen in Parlament und Rat an, auch über die Frage wie viel Geld dem Naturschutz in Zukunft zur Verfügung stehen wird.

„Nötig wären etwa 15 Milliarden Euro pro Jahr. Ein Umweltprogramm wie LIFE wird dies nicht allein stemmen können. Umso wichtiger ist eine Ausrichtung der gegenwärtig laufenden Reform der EU-Agrarpolitik auf die Honorierung von Landwirten, die über den gesetzlichen Standard hinaus etwas für den Schutz von Lebensräumen und Arten leisten. Das wäre der richtige Schritt zur Rettung unserer Artenvielfalt“, so NABU-Experte für EU-Haushalts- und Agrarpolitik André Prescher.

Mehr




Veranstaltungen 

Karlsruhe: Offene Pforte 2019 startet

Blütenpracht und wilder Garten
Grüne Oasen in Rüppurr und Innenstadt-West locken

Einblicke in schöne Privatgärten können Pflanzenfreunde und Blumenliebhaber im Rahmen der "Offenen Pforte 2019" inzwischen zum sechsten Mal genießen. Vom 24. April bis 17. August laden grüne Refugien in der Stadt dazu ein, sich an der Vielfalt und der Schönheit von Gärten und Höfen zu erfreuen. 2019 umfassen die 38 Angebote der "Offenen Pforte" neben bereits bekannten und immer wieder gerne besuchten Oasen auch neue Gärten, die erstmals offene Tore für Besucherinnen und Besucher haben.

Den Auftakt macht am Mittwoch, 24. April, die Stadtgärtnerei in Rüppurr. Von 10 bis 13 Uhr gewährt sie in der Gebrüder-Grimm-Straße 9 einen Blick hinter die Kulissen. Hier wird angezogen und gepflegt, was später auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet grünt und blüht. Auf 6.500 Quadratmetern Anzuchtfläche kultivieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 230.000 Pflanzen für die Wechselflorflächen.

Ein verwunschener und leicht verwilderter Garten lockt am Samstag, 27. April, in die Jahnstraße 8. Naturnah erstreckt sich die Anlage in der Innenstadt-West über 400 Quadratmeter. Dominierend ist die große Eiche aus der Zeit der Stadtgründung. Zu sehen gibt es in Garten und Vorgarten Frühjahrsblüher, Stauden und Ziergehölze wie Strauchpäonie, Forsythie, Scheinquitte und Rosen.

Details zu allen Gärten und Terminen gibt es auch online ...

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25