Grüne Quellen
Mittwoch, 20. Oktober 2021 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

NABU zu Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Noch in dieser Legislatur handeln

Krüger: Bundesregierung muss sich sofort auf Begrenzung der Klima- und Artenkrise fokussieren

Berlin/Karlsruhe, 29.4.21 – Das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung reicht nicht, um die Klimakrise wirksam zu begrenzen und die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen: Das Bundesverfassungsgericht urteilte heute, dass dadurch die Freiheitsrechte der kommenden Generationen unzulässig eingeschränkt werden.

Dazu NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Freiheit bedeutet jetzt gerichtlich verbrieft eine hohe Artenvielfalt und ein stabiles Klima. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss dazu führen, dass die gesamte Politik auf die Begrenzung der Arten- und Klimakrise ausgerichtet wird. Eine bloße Nachbesserung des vom Gericht bemängelten Klimaschutzgesetzes von 2019 wird nicht ausreichen. Das Kabinett, von Wirtschaftsminister Peter Altmaier bis Finanzminister Olaf Scholz, muss in der Konsequenz das Klimaschutzgesetz noch in dieser Legislaturperiode anfassen und wirksamer machen - mit einem Klimaziel von minus 70 Prozent bis 2030. Jetzt muss gehandelt werden! Nur so kann die Bundesregierung dem Urteil aus Karlsruhe gerecht werden."

Mehr







Verschiedenes 

NABU: Akzeptanz von Wölfen in Deutschland nach wie vor hoch

Forsa-Umfrage zum Tag des Wolfes am 30. April

Berlin, 28.4.21 – Die Akzeptanz von Wölfen in Deutschland ist nach wie vor hoch. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage, die der NABU anlässlich des Tag des Wolfes in Auftrag gegeben hat. 2.360 Personen wurden befragt, um zu ermitteln, ob sich mit der Zunahme des Wolfsbestandes und Ausbreitung in weitere Bundesländer die Einstellung gegenüber Wölfen verändert hat. „Obwohl weite Teile aus Politik, Medien und der Jagd- und Bauernlobby das Thema Wölfe zunehmend unsachlich behandeln, hat sich die Stimmung in der befragten Bevölkerung im Vergleich zu den Umfragen 2015 und 2018 nicht signifikant verändert“, sagt NABU-Fachbereichsleiter Naturschutz Ralf Schulte. „Menschen in Deutschland stehen der Anwesenheit von Wölfen nach wie vor positiv gegenüber. Wir müssen wieder lernen mit Wölfen zu leben, dazu gehören neben Information und Aufklärung vor allem auch Unterstützung für Nutztierhalter beim Herdenschutz.“

Zu den Ergebnissen:
Insgesamt 77 Prozent der Befragten finden es erfreulich, dass Wölfe wieder hier leben, und sind der Ansicht, dass sie genauso wie auch Füchse, Rehe oder Biber in unsere Landschaft gehören. Dass sie die Lebensweise von Wölfen spannend finden, sagen 75 Prozent der Befragten. Zwei Drittel (65 Prozent) der Bundesbürger teilen die Einschätzung, dass die von Wölfen ausgehenden Risiken in den Medien übertrieben dargestellt werden.

Die Menschen wurden zudem erstmals gefragt, ob es Wölfe in ihrer Region gibt. 28 Prozent der Befragten bejahten das. Bei 52 Prozent ist dies nicht der Fall, 20 Prozent konnten darüber keine Angaben machen. Die Umfrage zeigt, dass in Regionen mit Wölfen die Ablehnung der Tiere nur marginal höher ist als im Durchschnitt. Fast drei Viertel der Befragten begrüßen auch hier die Rückkehr von Wölfen, und meinen, dass sie wie andere Wildtiere in unsere Landschaft gehören (73 Prozent). Das ist auch bei Befragten der Fall, die im ländlichen Raum (Ortsgröße geringer als 20.000 Einwohner) leben. „Menschen in Wolfsgebieten sind zwar eher von der Rückkehr der Tiere betroffen – ein steiles Meinungsgefälle zwischen Stadt und Land oder Wolfsgebiet und Nicht-Wolfsgebiet ist jedoch nicht erkennbar“, so NABU-Wolfsexpertin Marie Neuwald.

76 Prozent der Befragten gaben an, dass Wölfe selbst dann in Deutschland leben sollen, wenn es zu Problemen kommt. Der NABU wertet das als klares Votum für die grundsätzliche Daseinsberechtigung von Wölfen. 65 Prozent stimmen der Aussage zu, dass einzelne Wölfe, die Probleme verursachen, notfalls getötet werden müssen. Der NABU sieht darin eine Aufforderung an die Länder, ein effizientes Wolfsmanagement mit praktikablen Einzelfallentscheidungen auf die Beine zu stellen. In Bezug auf Nutztierrisse sind 38 Prozent der Befragten der Meinung, dass, wenn diese trotz Herdenschutz passieren, der verursachende Wolf kontrolliert getötet werden sollte. 49 Prozent lehnen diese Vorgehensweise ab.

Der NABU sieht sich durch die Umfrageergebnisse in seiner Wolfsarbeit bestätigt: „Wölfe gehören als heimische Tiere in unsere Landschaft. Wichtig sind sachliche Informationen, auch seitens der Medien. Von der Politik erwarten wir, dass sie anstatt sich um Obergrenzen und Bejagung zu streiten, sich der Unterstützung der Weidetierhaltung und des Herdenschutzes widmet“, so Neuwald.

Mehr




Veranstaltungen 

badenova wird Partnerin für Freiburger Baumpatenschaften

badenova wird Partnerin für Freiburger Baumpatenschaften
Bürgermeister Martin Haag / Fotdo: Patrick Seeger, Stadt Freiburg

300 Samentütchen und Gutscheine für ehrenamtlich Engagierte Freiburgerinnen und Freiburger
Wichtiger Beitrag für Artenvielfalt in der Stadt

Unterstützung für die Freiburger Baumpatenschaften: Die badenova spendet 300 Samentütchen, mit der Flächen rund um die Stadtbäume bepflanzt werden können. Auf diesen sogenannten Baumscheiben oder Baumbeeten kann so ein wichtiger Beitrag zu Artenvielfalt und Baumschutz geleistet werden. Durch bürgerschaftliches Engagement und die Unterstützung von Kooperationspartnern können so bunte und vor allem ökologische Lebensräume für Tiere und Insekten in der Stadt entstehen.

Am Sonntag, 25. April war der internationale Tag des Baumes. Zu diesem Anlass überreichten Vertreter der badenova Bürgermeister Martin Haag die Samentütchen. Die Tütchen werden jetzt kostenlos an die Freiburger Baumpatinnnen und Baumpaten ausgegeben. Freiburg ist eine Stadt der Bäume, mehr als 47 000 Stadtbäumen gibt es an den Straßen und in den Grünanlagen. Hinzu kommen Tausende von Bäumen etwa im Forst und auf privaten Flächen.

Mehr als 600 angemeldete Baumpatinnen und Baumpaten kümmern sich im Rahmen von „Freiburg packt an“ ehrenamtlich um die Baumscheiben oder Baumbeete. Sie bepflanzen und pflegen die Grünflächen um die Straßenbäume mit artenreichen Setzlingen und Samen. Um die organisatorische Begleitung kümmert sich das Garten- und Tiefbauamt mit dem Team von „Freiburg packt an“. Unterstützt werden die Baumpatenschaften auch von der „Freiburger Bürgerstiftung“ und der Ökostation im Rahmen der Jubiläumsaktion „900 Jahre Freiburg - 900 blühende Baumbeete“

Badenova unterstützt die städtischen Baumpatenschaften im Rahmen der neuen Kooperation seit April 2021 mit hunderten von Samentütchen für die Baumscheiben. Ab Herbst erhalten neue Baumpaten außerdem „Dankeschön Gutscheine“, die die badenova zur Verfügung stellt.

Das Pflanzen von Jungbäumen hat bei badenova bereits eine lange Tradition: 2013 startete der regionale Energie- und Umweltdienstleister die Aktion, dass für jedes vom SC Freiburg geschossene Tor, ein Laub- oder Obstbaum in der Region gepflanzt wird. Die aktuelle Bilanz: Mehr als 250 Jungbäume wurden aufgeforstet. Private Beete und Vorgärten erblühen dank der 37.000 Samentüten, die badenova bereits abgegeben hat – jüngst auch in Kindergärten mit Corona-Notbetreuung.

„Wir begrüßen die badenova herzlich als neue Kooperationspartnerin für Freiburger Bäume. Unser Dank für die gute Zusammenarbeit gilt auch der Freiburger Bürgerstiftung und der Ökostation. Alle Freiburgerinnen und Freiburger sind eingeladen, Baumscheiben vor der Haustür zu bepflanzen und zu pflegen. Es ist ein wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt in der Stadt. Dieses ehrenamtliche Engagement ist sehr viel wert“, sagt Bürgermeister Martin Haag.

Die badenova freut sich künftig auf die enge Partnerschaft mit der Stadt und den Freiburger Baumpatinnen und Baumpaten, um für einen möglichst gesunden und artenreichen Baumbestand zu sorgen.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die eine Baumpatenschaft übernehmen oder dafür kostenloses Pflanzmaterial wollen, können sich auf der Homepage von „Freiburg packt an“ informieren und per E-Mail anmelden.

Mehr




Verschiedenes 

Corona-Wiederaufbauprogramm der Bundesregierung ist eine echte Enttäuschung

Krüger: Enormes Potential für die Renaturierung von Ökosystemen wird nicht genutzt / Keine wirkliche Beteiligung der Umweltverbände

Berlin, 26.4.21 – Morgen möchte das Kabinett den deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) beschließen. Darin wird festgelegt, wie die rund 23 Mrd. Euro aus dem EU-Corona-Wiederaufbauprogramm „Next.Generation.EU“ für Deutschland verwendet werden sollen. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert den vorliegenden Entwurf:

„Es ist eine herbe Enttäuschung, dass die Bundesregierung nicht einmal einen kleinen Teil der EU-Gelder in unser Ökosystem investieren möchte. Und das, obwohl der europäische Rechtsrahmen klare Leitlinien vorgegeben hat und das Umweltministerium gute Vorschläge vorgelegt hat. Besonders enttäuschend: Der NABU und weitere Umweltverbände hatten kaum eine Chance, Stellung zu beziehen. Von einer echten Öffentlichkeitsbeteiligung kann keine Rede sein.

Deutschland hat ein enormes Potential für die Renaturierung von Ökosystemen wie Mooren oder naturnahen Wäldern, von denen Natur, Klima und der Mensch profitieren würden. Mit diesem Plan versäumt die Bundesregierung nicht nur dringende Investitionen, um die Artenvielfalt zu schützen. Sie verpasst auch die Chance, die Wirtschaft im Kontext der Klimakrise zukunftsfähig und krisenfest zu machen. Nun hat es die EU-Kommission in der Hand: Sie muss die Pläne noch absegnen und sollte die Bundesregierung dringend dazu auffordern, nachzubessern.“

Mehr
Autor: Nabu




Verschiedenes 

Karlsruhe: Mehr Platz für Mauereidechsen

Karlsruhe: Mehr Platz für Mauereidechsen
Eidechsen-Lebensraum / Foto: Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt

Lebensraum auf dem Edeltrudtunnel wird vergrößert

Zusätzliche Lebensräume für die unter Naturschutz stehenden Mauereidechsen richtet das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe derzeit auf dem Edeltrudtunnel ein. Weil die im letzten Frühjahr angelegten Elemente aktuell sehr dicht besetzt sind, ist nun eine Erweiterung auf die doppelte Fläche erforderlich geworden. Damit erfüllt die Stadt zugleich die fachlichen Anforderungen und die Auflagen der vom Regierungspräsidium erteilten artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung.

Auf dem Edeltrudtunnel haben Mauereidechsen ein neues Zuhause erhalten, deren Lebensraum mit dem Rückbau der Kleingartenanlage südlich der Stuttgarter Straße verloren hatten. Mauereidechsen benötigen Strukturen aus Steinen, Holz und Sand zum Sonnen, Verstecken, zur Eiablage und zur Überwinterung. Als Nahrung dienen Insekten, die in den angrenzenden blütenreichen Wiesen reichlich vorhanden sind.

Geplant ist, dass ein Teil der Tiere wieder zurück in die Kleingartenanlage umgesiedelt wird, sobald diese fertiggestellt ist. Nach dem momentanen Zeitplan wird dies 2024 der Fall sein, so dass nach Ablauf einer Vegetationsperiode 2025 der Eidechsen-Umzug 2025 beginnen kann. Die jetzt auf dem Edeltrud-Tunnel eingebauten zusätzlichen Elemente sollen dann entfernt und der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden.

Mehr




Veranstaltungen 

Klimaschutz durch energetische Sanierung

Kostenloses Online-Seminar und Beratungsmöglichkeiten
Vorträge zu Fördermitteln, CO2-Preisen und Photovoltaik am 3. Mai
Online-Energieberatung am 7. Mai

Die Beratungswochen des Förderprogramms klimafreundlich Wohnen werden trotz der Corona-Pandemie stattfinden – im Online-Format. Im Rahmen des Förderprogramms der Stadt Freiburg veranstaltet das Umweltschutzamt ein kostenloses Online-Seminar. Außerdem werden kostenlose Energieberatungen angeboten – auch diese im Digitalformat, kontaktfrei und sicher von zuhause aus. Das Seminar findet 3. Mai statt, die Beratungen am 7. Mai.

Laut Umweltbundesamt entfallen 30 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland auf den Gebäudebereich. Ein zentraler Aspekt der (lokalen) Energiewende ist demnach die energetische Sanierung des Gebäudebestands in Freiburg. Aus diesem Grund hat die Stadt Freiburg vor einigen Jahren das Förderprogramm „Klimafreundlich Wohnen“ ins Leben gerufen und unterstützt Freiburgerinnen und Freiburger seitdem bei der energetischen Sanierung. Die Intensivberatungswochen sollen dabei helfen, erste Eindrücke zur energetischen Sanierung zu erhalten. Außerdem wird das Förderprogramm vorgestellt und aufgezeigt, wie die ersten Schritte zur Sanierung des eigenen Gebäudes laufen können – und das möglichst kostenfrei und unterstützt durch qualifizierte Energieberaterinnen und Energieberater.

Aufgrund des zum Januar eingeführten CO2-Preises und den gestiegenen Zuschüssen zur energetischen Sanierung lohnt es sich einen Blick auf die aktuelle Förderlandschaft zu werfen. Bei entsprechender Sanierung ist es möglich bis zu 60 Prozent der Investitionskosten erstattet zu bekommen. Zu diesem Thema findet am Montag, 3.Mai um 17.30 Uhr ein Vortrag von Herrn Frank Hettler von Zukunft Altbau statt. Er setzt die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen und die neue Förderlandschaft in den Zusammenhang mit den möglichen CO2-Einsparungen. Im zweiten Vortrag des Informationsabends wird Herr Arne Blumberg von der Energieagentur Regio Freiburg aufzeigen, wie eine Photovoltaik-Anlage das Klima schützt und dabei finanzielle Vorteile bringt. Im Anschluss an die Vorträge gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Außerdem wird es am Freitag, 7. Mai ab 13 Uhr kostenlose Energieberatungen von unabhängigen Expertinnen und Experten zu individuellen Sanierungsvorhaben geben. Diese werden online oder telefonisch stattfinden.

Anmeldungen für den Informationsabend und die Energieberatungen sind online auf www.earf.de, per Mail an veranstaltung@energieagentur-freiburg.de oder telefonisch (0761/79177-17) möglich. Alle Angebote sind kostenfrei!

Mehr




Verschiedenes 

NABU zu Nationaler Waldstrategie: Als gäbe es keine Klimaveränderungen

Krüger: Wald nicht nur als Holzlieferanten betrachten

Berlin, 23.4.21 - Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat den Referentenentwurf für eine "Nationale Waldstrategie 2050" vorgelegt. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert:

"Der Entwurf lässt leider keinen grundlegenden Wechsel im Umgang mit dem Wald und der Waldbewirtschaftung in Deutschland erkennen. Ein klimaresilienter Wald ist mehr als ein Holzproduzent. Als NABU wünschen wir uns einen anpassungsfähigen Wald, in dem Ökosystemleistungen wie Lebensräume, Wasserhaushalt, Kohlenstoffsenke und andere Gemeinwohlleistungen gleichwertig berücksichtigt werden. Diese strategischen Förderdimensionen müssen noch ergänzt werden."

In einem offenen Brief wenden sich BUND, Greenpeace, NABU, WWF, das Forum Umwelt & Entwicklung und der Dachverband DNR mit ihrer Kritik an das Bundeslandwirtschaftsministerium. Sie fordern, das Verfahren neu aufzurollen und ergebnisoffen unter Beteiligung aller relevanten Akteure neu zu starten.





Verschiedenes 

NABU: Zehn Forderungen zur Bundestagswahl für eine bessere Kreislaufwirtschaft

Neue ifeu-Studie zeigt Potenziale, aber auch Grenzen des Recyclings / Rohstoffverbrauch muss insgesamt reduziert werden

Berlin, 22.4.21 – Gerade einmal zwölf Prozent der in Deutschland eingesetzten Rohstoffe stammen aus dem Recycling. Diese Zahl lässt sich nur deutlich steigern, wenn der Rohstoffverbrauch insgesamt reduziert wird. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) im Auftrag des NABU. Deutschlands größter Umweltverband leitet aus der Studie zehn Forderungen zur Bundestagswahl für eine bessere Kreislaufwirtschaft ab.

„Noch immer werden zu viele Abfälle verbrannt oder deponiert und nicht recycelt. Die Wiederverwertung von Kunststoffen, Bauabfällen, seltenen Metallen und Co. muss dringend weiter ausgebaut werden. Wichtig hierfür ist eine kreislauforientierte Produktpolitik, die die Hersteller verpflichtet, die Produkte langlebig, reparierbar und am Ende auch recyclingfähig zu gestalten“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Doch selbst wenn wir alle Abfälle, die in Deutschland anfallen, vollständig recyceln würden, könnte man dadurch nur 22 Prozent des deutschen Rohstoffhungers stillen. Dies zeigt, dass das Potenzial des Recyclings derzeit begrenzt ist.“

Zum einen sind zahlreiche Rohstoffe, die wir nutzen, nicht für ein Recycling geeignet, etwa fossile Rohstoffe, die zur Energiegewinnung verbrannt werden. Zum anderen sind Rohstoffe häufig langfristig in Produkten gebunden und stehen somit nicht für ein Recycling zur Verfügung. Solange mehr Materialien verbraucht werden als Abfälle anfallen, können Rezyklate nur einen Teil der Primärrohstoffe ersetzen.

„Darum muss die Menge an eingesetzten Rohstoffen insgesamt reduziert werden. Rund 16.000 Kilogramm Rohstoffe verbraucht jeder Mensch in Deutschland – pro Jahr. Jede Nutzung von Rohstoffen hat Auswirkungen auf die Umwelt in Form von Emissionen, Flächenverbrauch und Abfallbergen“, so NABU-Kreislaufwirtschaftsexperte Michael Jedelhauser. „Das führt dazu, dass unsere planetaren Grenzen überschritten werden. Um die Klimaziele zu erreichen und die Artenvielfalt zu bewahren, müssen wir unseren Rohstoffverbrauch schnell und wirkungsvoll verkleinern.“

Ein großer Hebel hierfür ist die Energiewende. Indem fossile Rohstoffe durch erneuerbare Energien ersetzt werden, könnte der gesamte Rohstoffverbrauch in Deutschland bis 2030 um etwa ein Drittel reduziert werden. Weitere Ansätze sind langlebige und reparierbare Produkte, nachhaltiger Konsum und rohstoffsparende Produktionen.

Die ifeu-Studie zeigt, wie eine umfassende Kreislaufstrategie für Produktion und Konsum dazu führen kann, dass bis zum Jahr 2050 Sekundärrohstoffe einen Anteil von bis zu 38 Prozent an den in Deutschland verbrauchten Rohstoffen erreichen können. Für die anstehende Bundestagswahl fordert der NABU daher von den Parteien ambitionierte Pläne und Zielsetzungen für eine bessere Kreislaufwirtschaft zum Wohle von Klima- und Artenschutz. In einem Papier nennt der NABU zehn Bundestagswahlforderungen:

1. Deutsche Kreislaufwirtschaftsstrategie entwickeln
2. Verbindliche Abfallvermeidungsziele setzen
3. Primärrohstoffsteuern festlegen
4. Recht auf Reparatur stärken
5. Recyclingfreundliches Design zur Norm machen
6. Mit Rezyklateinsatzquoten Kreisläufe schließen
7. Kreislaufwirtschaft durch umweltfreundliche öffentliche Beschaffung stärken
8. To-Go-Einwegverpackungen durch Abgabe verteuern
9. Biotonnen flächendeckend einführen
10. Plastikmüllexporte in Länder außerhalb der EU stoppen

NABU-Forderungspapier zur Bundestagswahl online ...

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25