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Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Meinhard Miegel "Das System ist am Ende. Das Leben geht weiter"

Buchtipp: Meinhard Miegel "Das System ist am Ende. Das Leben geht weiter"

»Etwas Neues entsteht, und dieses Neue kann besser sein als das nunmehr Vergehende.« Meinhard Miegel

Über Verantwortung in Krisenzeiten

In seinem neuen Buch »Das System ist am Ende. Das Leben geht weiter« analysiert der Sozialwissenschaftler und Bestsellerautor Meinhard Miegel die Systemkrise unserer Zeit – von den vielfältigen ökologischen Problemen über die Rückkehr des Populismus bis zu den Folgen der Corona-Pandemie. In über 40 kurzen wie prägnanten Essays fordert er, über Verantwortung nicht nur zu reden, sondern sie im täglichen Handeln sichtbar werden zu lassen.

Noch nie hat ein System einen so großen Teil der Menschheit in derart existenzielle Bedrängnis gebracht wie das jetzige. Doch viele Menschen wollen nicht sehen, »wie weit der Ast, auf dem wir sitzen, schon angesägt ist«, sagt Meinhard Miegel. Der Autor blickt in Schlaglichtern auf das Zeitgeschehen der letzten vier Jahre, flankiert von zwei begleitenden Texten zu den jüngsten Ereignissen.

Miegel plädiert für eine tiefgreifende kulturelle Erneuerung, eine Kultur des Teilens und der Teilhabe – und kritisiert Hochmut, Gier und den Wachstumswahn unserer Gesellschaft. Mit Sorge blickt er auf den Zustand der Volksparteien, den Raubbau an den Ressourcen oder das Fehlen eines attraktiven Zukunftsnarrativs. Sein Buch legt offen, wo Zukunft unwiederbringlich verloren geht und wo es an Kreativität bei der Krisenbewältigung mangelt. Doch es gibt auch Hoffnung: Erkennen wir, dass unser ausgebranntes System menschengemacht und damit veränderbar ist, eröffnen sich Chancen: das Alte umzugestalten und Neues zu wagen – damit das Leben (gut) weitergeht.

Meinhard Miegel ist Autor zahlreicher Bücher, von denen »Die deformierte Gesellschaft« (2002), »Epochenwende« (2005) sowie »Exit« (2010) und »Hybris« (2014) zu Bestsellern avancierten. Er ist Vorstandsvorsitzender der »Stiftung kulturelle Erneuerung«, Beiratsmitglied zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen und ständiger Berater von Politik und Wirtschaft.

oekom Verlag 2020, 160 Seiten, € 18,00 (D), 18,50 (A)
ISBN 978-3-96238-208-7

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Verschiedenes 

NABU: Gewaltiger Rückschritt in der EU-Agrarpolitik zeichnet sich ab

Miller: Arten und Lebensräume drohen zu verschwinden

Brüssel, 20.10.2020 – Am gestrigen Dienstagabend stimmte eine Mehrheit der EU-Abgeordneten gegen grundlegende Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Jahre 2023 bis 2027. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Dies ist ein gewaltiger Rückschritt für den Umwelt- und Klimaschutz. Mit Blick auf die sich weiter verschärfende Klima- und Artenkrise hätte es jetzt eine grundlegende Reform gebraucht. Die EU hätte dafür sorgen müssen, dass auf allen Betrieben ausreichend Raum für die Natur zur Verfügung steht und Landwirte belohnt werden, die klima- und naturverträglich arbeiten. Denn die bittere Wahrheit ist: Mit dem, was heute verabschiedet wurde, droht das Verschwinden vieler gefährdeter Arten und Lebensräume. Auch die Klimakrise duldet keine Kompromisse.“

Die Konservativen, Sozialdemokraten und Liberalen haben einen aus Umweltsicht fatalen Deal durchgesetzt. Besonders schwer wiegt der Beschluss, dass Betriebe nicht verpflichtet werden, produktionsfreie Flächen für die Natur bereitzustellen – obwohl die Wissenschaft dies als Grundvoraussetzung für den Erhalt von Insekten und Feldvögeln ansieht. „Im Vergleich zur letzten Reform gibt es bei diesem Punkt keinerlei Fortschritt“, so Miller.

Nach dem aus ökologischer Sicht katastrophalen Votum bleibt den EU-Abgeordneten bei den finalen Abstimmungen in den nächsten Tagen nur noch die Möglichkeit, für eine klare Verknüpfung der Agrarpolitik mit den Zielen des Green Deal und des Pariser Klima-Abkommens zu sorgen. Die entsprechenden Anträge stehen voraussichtlich am Mittwoch zur Abstimmung (AM1199 und AM808).





Verschiedenes 

Bericht zur Lage der Natur in Europa

EU verfehlt eigene Ziele zur Artenvielfalt

Krüger: EU-Abgeordnete und Agrarminister stimmen diese Woche über Zukunft der Ökosysteme ab

Berlin/Brüssel, 19.10.2020: Die Europäische Union hat ihre vor zehn Jahren gesetzten Ziele zur Wiederherstellung der Biologischen Vielfalt bis 2020 weit verfehlt. Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte Bericht zur „Lage der Natur“, in dem die Europäische Umweltagentur alle sechs Jahre die offiziellen Berichtsdaten der Mitgliedstaaten zusammenfasst. Aus dem angestrebten Stopp des Artensterbens wurde eine weitere Verschlechterung von fast einem Drittel der untersuchten Tier- und Pflanzenarten sowie wichtiger Lebensräume. Auch die Ziele zur Erholung von zumindest einem Teil der Bestände wurden verfehlt. Die EU-Umweltagentur legt dar, dass die Landnutzung oft die Erfolge des Naturschutzes konterkariert.

„Die heute veröffentlichten Daten zeigen klar: Nur Schutzgebiete und Artenhilfsprogramme werden die Natur nicht retten. Ohne eine Wende in der Landwirtschaft werden wir es nicht schaffen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Die Chance, den Biodiversitätsverlust in der Agrarlandschaft aufzuhalten, besteht jetzt. Jede und jeder Abgeordnete des Europäischen Parlaments muss sich diese Woche bei der Abstimmung zur künftigen EU-Agrarpolitik fragen, ob sie oder er diese Chance verstreichen lassen will. Wer jetzt nicht für eine ökologische Wende im Fördersystem stimmt, macht sich mitverantwortlich für die Naturzerstörung der nächsten Jahre und für die sich fortsetzende ökonomische Misere der Agrarbetriebe.“

In dieser Woche stimmen der Rat der Landwirtschaftsminister der EU und das Europäische Parlament über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bis 2027 ab. Die GAP bestimmt über die Verteilung von Subventionen in Höhe von fast 60 Milliarden Euro jährlich wesentlich, welche Art der Landwirtschaft sich für Betriebe wirtschaftlich lohnt.

Der EU-Bericht zur Lage der Natur benennt die Intensivlandwirtschaft klar als Hauptverursacherin des Artensterbens. Die auf Ertragsmaximierung ausgerichtete Bewirtschaftung, der Mangel an Hecken, Feldrainen und Brachen, Veränderungen im Wasserhaushalt und der Eintrag von Pestiziden und Düngung rauben vielen Artengruppen Nahrung und Lebensraum.

Besonders gefährdet ist laut Bericht das artenreiche Grünland: Düngung, intensive Beweidung aber auch der Verlust von Wiesen und Weiden werden hier als Hauptprobleme benannt. In der Folge gehen mit den Insektenpopulationen auch die Bestäubungsleistungen stark zurück, von denen große Teile der Landwirtschaft abhängen.

„Die Biodiversitätsziele der EU für 2020 konnten auch deshalb nicht erreicht werden, weil die GAP-Subventionen weiterhin diejenigen Landwirtschaftsbetriebe benachteiligen, die Rücksicht auf Natur und Klima nehmen“, so der NABU-Präsident. „Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmen diese Woche mit der GAP-Reform auch über das Wohl und Wehe unserer Ökosysteme ab. Sie verantworten, ob wir als Steuerzahler künftig eine naturverträgliche Landwirtschaft fördern oder weiter ein sozial, ökonomisch und ökologisch zerstörerisches Rennen um die größten Produktionsmengen zum niedrigsten Preis.“

Der NABU fordert, übereinstimmend mit dem neuen EU-Bericht, einen zehnprozentigen Anteil von nicht-produktiven Flächen und Landschaftselementen in der Agrarlandschaft. Ein Kompromisspapier der konservativen, sozialdemokratischen und liberalen Parteien sieht bisher vor, genau dies nicht zuzulassen.

„Trotz großer Anstrengungen rinnt uns die Biodiversität in Europa durch die Finger, und mit ihr die Basis für gesunde, leistungsfähige Ökosysteme, die uns mit ihren vielfältigen Leistungen auch in Zeiten des Klimakrise zur Verfügung stehen können“, so Krüger.

Hintergrund

Auf der globalen Biodiversitätskonferenz von Nagoya 2010 hatten sich die EU-Staaten verpflichtet, den Schwund von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen in Europa bis zum Ende des Jahrzehnts aufzuhalten. In einer eigenen Biodiversitätsstrategie setzte sich die EU ein Jahr später konkrete Etappenziele zur Wiederherstellung der Artenvielfalt. So sollte sich der Anteil der als gut oder sich verbessernd bewerteten Lebensräume verdoppeln, bei den Arten war eine Steigerung um immerhin 50 Prozent vorgesehen. Trotz vieler erfolgreicher Naturschutzprojekte fehlten bis zum Ende des Jahrzehnts noch bis zu einem Fünftel der angestrebten Verbesserungen.

Die EU-Biodiversitätsziele für 2020 sahen im Einzelnen vor, dass…

- für ein Drittel aller EU-Lebensraumtypen ein günstiger oder zumindest sich verbessernder Zustand erreicht würde, realisiert wurde das nur für 22 Prozent. Gleichzeitig haben sich 32 Prozent in den letzten sechs Jahren weiter verschlechtert und nur 15 Prozent aller Lebensraumtypen befinden sich in dem gemäß FFH-Richtlinie anzustrebenden „günstigen Erhaltungszustand“. Grünlandhabitate weisen besonders schlechte Bewertungen auf, die Hälfte von ihnen sind in einem schlechten Erhaltungszustand. Insbesondere die für Bestäuber wichtigen Grünlandtypen sind in einem besonders schlechten Zustand.

- für 80 Prozent aller wildlebenden Vogelarten zumindest ein (vom Aussterben) sicherer Zustand, oder zumindest eine deutliche Verbesserung erreicht wird. Realisiert wurde das nur für 60 Prozent der Arten. Insgesamt nehmen aber weiterhin mehr Vogelarten ab als zu. Der Anteil der Arten in einem sicheren Zustand sank in den letzen sechs Jahren von 52 Prozent auf 47 Prozent.
Dramatisch ist die Situation für die Vogelarten der Agrarlandschaft: Ihr 25-Jahrestrend (Agrarvogelindex) zeigt einen Rückgang von 32 Prozent, ohne jedes Anzeichen von Erholung.

- für 35 Prozent aller anderen von der EU geschützten Tier- und Pflanzenarten ein günstiger oder sich verbessernder Zustand erreicht wird. Dieses Ziel ist nur um zwei Prozent verfehlt worden, was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass sich gleichzeitig bei 31 Prozent aller untersuchten Arten der Zustand verschlechterte. Nur ein gutes Viertel (27 Prozent) aller Arten befindet sich im angestrebten „günstigen Erhaltungszustand“, dagegen 21 Prozent in einem schlechten und 42 Prozent in einem unzureichenden Erhaltungszustand.

Situation in Deutschland

Besonders schlecht sieht es für die Lebensräume aus, insbesondere Grünlandhabitate, die für bestäubende Insekten wichtig sind. In Deutschland sind fast 70 Prozent der von der EU geschützten Lebensraumtypen in einem ungünstigen Zustand (37 Prozent schlecht, 32 Prozent unzureichend).

Deutschland befindet sich unter den Schlusslichtern in der EU, was den Zustand von geschützten Arten unter der FFH-Richtlinie (Pflanzen und Tiere außer Vögel) angeht: Nur sieben EU-Staaten haben mehr als 30 Prozent von ihnen in einem schlechten Erhaltungszustand. Der Wert ist in Deutschland verglichen mit dem letzten Bericht von 29 Prozent auf 33 Prozent sogar gestiegen. Hinzu kommen weitere 30 Prozent in einem unzureichenden Erhaltungszustand, nur 25 Prozent weisen den EU-rechtlich vorgesehenen günstigen Zustand auf.

Insgesamt 25 von 37 Säugetierarten, die laut FFH-Richtlinie besonders schützenswert sind, befinden sich in einem schlechten oder unzureichenden Erhaltungszustand. Nur acht Arten können derzeit ihren günstigen Zustand halten, dazu gehören unter anderem der Baummarder, die Wasserfledermaus und der Biber (nur in der kontinentalen Region).

Bei den Vogelarten haben sich die Bestandsrückgänge in Deutschland in den letzten zwölf Jahren erheblich beschleunigt. In Deutschland nimmt rund ein Drittel aller Vogelarten ab, ein Drittel nimmt zu und ein Drittel bleibt etwa stabil. Zu den Verlierern gehören vor allem die Vögel der Agrarlandschaft, wie Rebhuhn und Kiebitz, die seit 1980 rund 90 Prozent ihrer Bestände eingebüßt haben.





Verschiedenes 

Nachhaltige Schwellenländerfonds

Alternativen für nachhaltig orientierte Anleger

Auch in Schwellenländern wie China, Brasilien oder Indien können Anleger ihr Geld nachhaltig anlegen. Allerdings ist die Qualität selbst der besten Nachhaltigkeitsfonds nur mittel. Das zeigt die aktuelle Untersuchung von sieben aktiv gemanagten Fonds und ETF der Zeitschrift Finanztest.

Viele Anleger versprechen sich von Schwellenländerfonds mehr Dynamik und bessere Renditechancen fürs Depot. Längst arbeiten auch in Schwellenländern viele Unternehmen nachhaltig. Sie stellen Solarglas her, produzieren energiesparende Chips oder kümmern sich um soziale Belange, wie beispielsweise die Förderung arbeitsloser Jugendlicher.

Für die Bewertung der nachhaltigen Schwellenländerfonds vergibt die Zeitschrift Finanztest Punkte. Die Bestnote von fünf Punkten erreichte keiner der getesteten Fonds, auch auf vier Punkte kam keiner. Zwei aktiv gemanagte Fonds und ein ETF schaffen mit drei Punkten immerhin eine mittlere Bewertung. Die drei schließen Investitionen in fossile Energieträger ganz oder zumindest teilweise aus. Die schlechter bewerteten Fonds tun das nicht.

Die Rendite muss auch bei nachhaltigen Schwellenländerfonds stimmen. Auf Fünfjahressicht hat einer der aktiv gemanagten Fonds im Test 11,3 Prozent pro Jahr erzielt. Das ist auch im Vergleich zu konventionellen Fonds spitze. Die meisten anderen Fonds im Test liegen darunter. Aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Risiken, die mit Schwellenmärkten verbunden sind, empfiehlt Finanztest nachhaltige Schwellenländerfonds nur zur Beimischung in ein gut gestreutes Depot.

Der Test Nachhaltige Schwellenländerfonds findet sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/nachhaltige-fonds abrufbar.

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Veranstaltungen 

Online-Podium und -Verkostung zu biokultureller Vielfalt in Deutschland

Online-Podium und -Verkostung zu biokultureller Vielfalt in Deutschland
Verkostungsbox Arche (c) Slow Food Deutschland

Veranstaltungshinweise für Leser*innen, Zuschauer*innen und Zuhörer*innen:

Von Skudden, Hutzeln, Höri Bülli oder altem fränkischen Satz noch nie gehört? Dann wird es Zeit, das zu ändern! Denn sie gehören zu Deutschlands Tierrassen und Pflanzensorten, die unsere biokulturelle Vielfalt ausmachen. Doch sind sie und viele andere Arten vom Aussterben bedroht. Slow Food schützt sie und weitere ‚Artgenossen‘ mit dem Projekt ‚Arche des Geschmacks‘. Denn im Erhalt der biokulturellen Vielfalt liegt unsere Zukunft. Warum und weshalb und was jede*r einzelne*r von uns dafür im Alltag tun kann, das erkundet Slow Food Deutschland gemeinsam mit interessierten Verbraucher*innen. Und zwar mit allen Sinnen:

Online-Podium zum Thema „Biokulturelle Vielfalt retten - Die Slow Food Arche des Geschmacks“; wann? Am 22.10., 19:30 Uhr bis 20:30 Uhr; wo? Liveübertragung über Youtube:

Vielfalt ist die Grundlage für die Stabilität des Lebens auf der Erde und sichert unsere Ernährung. Doch ist sie in Gefahr: nur noch 30 Pflanzenarten liefern etwa 95% der pflanzlichen Nahrungsmittel, obwohl ursprünglich 7.000 Pflanzenarten von Menschen kultiviert oder genutzt wurden. Schädliche Formen der Landnutzung und der Klimawandel setzen unsere biologische Vielfalt weltweit unter Druck. Slow Food Deutschland macht sich mit Netzwerkarbeit, in politischen Debatten sowie Projekten wie der „Arche des Geschmacks“ für die Artenvielfalt und die Vielfalt kulinarischer Kulturen stark. Erfahren Sie mehr über die Notwendigkeit und das kulinarische Interesse am Schutz unserer Vielfalt und über die Arbeit von Slow Food. Folgende Expert*innen freuen sich auf den Austausch mit Ihnen:

• Dr. Nina Wolff, amtierende Vorsitzende Slow Food Deutschland e.V.
• Dr. Anita Idel, Mediation und Projektmanagement Agrobiodiversität
• Jens Witt, Leitung Chef Alliance in Begleitung eines Skudde-Erzeugers
• Katrin Knüpfer, Leitung Einkaufsführer und Leitung Slow Food Leipzig-Halle
• Jörg Geiger, Presidio Champagner Bratbirne, Manufaktur Jörg Geiger, WiesenObst e.V.
• Gernot Würtenberger, Arche-Passagier Freekeh (Palästina), Conflict Food - so schmeckt Frieden
• Dr. Tanja Busse, Moderation

Die Podiumsdiskussion wird >>Live auf Youtube übertragen und ist für alle kostenfrei zugänglich.

Mehr Informationen zur Teilnahme und zum Zugang unter: https://www.slowfood.de/termine/termine_ueberregional/im-fokus-biokulturelle-vielfalt-retten-die-slow-food-arche-des-geschmacks

***
Online-Verkostung zu „Biokulturelle Vielfalt schmecken - mit dem Slow Food-Arche-Verkostungspaket“; wann? Am 12.11 von 19-20 Uhr. Anmeldung bis zum 27.10.2020:

Ganz nach dem Motto "Essen was man retten will" tischt Slow Food den Teilnehmenden der Online-Verkostung eine Auswahl an regionalen Besonderheiten auf. Ihnen gemeinsam ist, dass sie Schutz in der Arche des Geschmacks gefunden haben. Das Projekt hat zum Ziel, regional bedeutsame Lebensmittel, Nutztierarten, Kulturpflanzen sowie traditionelle Zubereitungsarten vor dem Verschwinden zu retten. Im derzeitigen Lebensmittelsystem gelten sie aufgrund ihrer vergleichsweise aufwendigen Herstellung oder Aufzucht als unrentabel oder sind "aus der Mode" gekommen. Die Teilnehmer*innen erwartet eine Brotzeit bzw. Vesper mit verschiedenen Erzeugnissen, die sie zuvor bequem nach Hause erhalten. Chef-Alliance-Köchin Barbara Stadler, Küchenmeisterin, Aromenakrobatin und Fernsehköchin, begleitet die Verbraucher*innen beim Genießen. Erzeuger*innen einzelner Passagiere erzählen die Geschichte ihrer Produkte.
Die Verkostungsbox besteht u.a. aus: Nieheimer Käse, Bio-Rhönlamm Leberwurst, Höri Bülle Quitten Schmaus, Lausitzer Nelkenapfel Apfelsaft, Alter fränkischer Satz, Bühler Frühzwetschge Marmelade und Hutzeln von den Baumfeldern in Fatschenbrunn (200g).

Zur Teilnahme: Interessierte Verbraucher*innen können sich per E-Mail unter projektbeauftragte@slowfood.de bis zum 27.10.20 verbindlich anmelden. Der Versand der Pakete erfolgt rechtzeitig vor dem Verkostungstermin. Die Zugangsdaten, technische Hinweise, Informationen zu den Produkten sowie eine Handreichung zur Vorbereitung des Verkostungsabends lässt Slow Food allen angemeldeten Teilnehmer*innen vor dem Event per E-Mail zukommen. Die Kosten für das Paket inklusive des Versands und der moderierten Veranstaltung belaufen sich auf 49€.

Mehr Informationen zum Inhalt des Pakets und der Veranstaltung sowie zur Teilnahme unter: https://www.slowfood.de/termine/termine_ueberregional/biokulturelle-vielfalt-schmecken-mit-dem-slow-food-arche-verkostungspaket.

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Die Online-Veranstaltungen finden im Rahmen der internationalen Slow-Food-Veranstaltung Terra Madre Salone del Gusto statt, die größte Veranstaltung der weltweit agierenden Bewegung. Aufgrund von COVID-19 bietet sie 2020 einer Mischung digitalen Angeboten und Präsenzveranstaltungen. Slow Food Deutschland möchte dabei Menschen bundesweit den Schutz von biologischer und kultureller Vielfalt ‚schmackhaft‘ machen.

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Terra Madre Salone del Gusto ist die größte internationale Slow-Food-Veranstaltung, die alle zwei Jahre unter Einbeziehung des internationalen Slow-Food-Netzwerks stattfindet. Da eine physische Veranstaltung in Turin dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich ist, wird es stattdessen weltweit eine Mischung aus digitalen Events und Präsenzveranstaltungen in den Regionen geben. In einer vielfältigen Reihe von Konferenzen, Workshops und Vorträgen werden Umwelt- und Agrarpolitik, Fischerei, Lebensmittelverschwendung, artgerechte Tierhaltung und Fleischverbrauch, Klimawandel und die biokulturelle Vielfalt unserer Lebensmittel diskutiert.

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Verschiedenes 

Zahl des Monats: 2088 Stunden lang haben Freiwillige Müll an Stränden und Ufern

Beim Internationalen Küstenputztag am 19. September kamen über 7.300 Kilo Abfall zusammen

Berlin – Über 2.000 Arbeitsstunden für saubere Küsten und Ufer: So lange haben die Aktiven des NABU und der großen Wassersportverbände am Internationalen Küstenputztag (ICCD) ehrenamtlich für die Natur gearbeitet, um insgesamt 7.337 Kilogramm Abfälle zu sammeln und zu entsorgen. Allein die rund 460 Freiwilligen des NABU und der NAJU säuberten eine Strecke von 31 Kilometern und insgesamt 3.693 Kilogramm Abfälle.

Der ICCD startete 1986 als Initiative engagierter Meeresschützer in Texas. Sie hat sich mittlerweile zur weltweit größten ehrenamtlichen Aktion für den Meeresschutz entwickelt. Allein im Jahr 2019 sammelten weltweit rund 900.000 Freiwillige etwa 97 Millionen Fundstücken von den Stränden.

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Veranstaltungen 

Ausstellung "Papier - weniger ist mehr"

17.11.2020 bis 06.12.2020 jeweils von 09:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

Weltweit steigt der Papierverbrauch: Die Ausstellung von ROBIN WOOD zeigt die globalen Auswirkungen des hohen Papierkonsums in den Industrieländern. Nach Belgien/Luxemburg wird in Deutschland am meisten Papier weltweit verschwendet. Auf den Tafeln werden Zusammenhänge dargestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, was jeder Mensch mit seinem Handeln zum weltweiten Schutz von Wäldern, Umwelt und Klima tun kann

In Kooperation mit der Freiburger Abfallwirtschaft und mit ROBIN WOOD
Ein Beitrag zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung
Anmeldung unbedingt erforderlich!

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Veranstaltungen 

Weiterbildung: GloPe - Globale Perspektiven auf Ernährung in der Umweltbildung

am 10.11.2020 von 17:30 bis 19:00
in der Ökostation Freiburg

Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikator*innen und an Engagierte aus den Bereichen der Bildung, der Umweltbildung und des globalen Lernens.
Welche Methoden und Konzepte werden zum Thema Nachhaltige Ernährung in den Angeboten außerschulischer Bildungseinrichtungen umgesetzt? Wie ist hierbei das Thema Soja integriert?
Diskussions- und Vortragsveranstaltung zum Projekt globale Perspektive nachhaltiger Ernährung in den Angeboten außerschulischer Bildungseinrichtungen – Adaptionen zum Thema Sojaimporte (GloPE). Das Projekt zielt darauf ab, außerschulische Bildungsanbieter*innen der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu unterstützen, die globalen Auswirkungen (z.B. Biodiversitätsverlust, Verlust von Ökosystemdienstleistungen, Menschenrechtsverletzungen) der durch einen hohen Milch- und Fleischkonsum geprägten Ernährungsweise im Globalen Norden anhand des Beispiels Sojaanbau vermehrt im eigenen pädagogischen Angebot zu thematisieren.
Dabei soll aufgezeigt werden, durch welche Methoden und Formate dieses Themenfeld in das eigene Bildungsangebot eingebaut werden können. Zunächst wird der aktuelle bundesweite Sachstand von den Bildungsanbietern dargelegt um im Anschuss Erfahrungen aus der regionalen Praxis vorzustellen, zu ergaenzen und zu diskutieren.

Referentin: Julia Pesch, Projektleiterin des ANU Bundesverbandes
N.N. Ernährungsrat Freiburg und Region
N.N. Ökostation Freiburg
Weitere Infos unter: https://www.oekostation.de/docs/ANU_GloPe_Projekt.pdf
Anmeldung unbedingt erforderlich!

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