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Veranstaltungen 

Karlsruhe: "Offene Pforte" lädt zur Gartenschau ein

Karlsruhe: "Offene Pforte" lädt zur Gartenschau ein
Offene Pforte: Jahnstraße 8 © Stadt Karlsruhe

Ab 21. April die ersten von insgesamt 30 Gärten und Höfe besichtigen

Um die Gartenkultur zu fördern, Inspiration zu liefern, aber auch zum Entdecken und Genießen geht das vom Gartenbauamt unterstützte Projekt "Offene Pforte" 2022 in die neunte Runde. Bis zum Herbst können Naturbegeisterte üblicherweise nicht zugängliche private Gärten und Höfe in ihrer Nachbarschaft entdecken.

Rüppurrer Frühlingsstimmung
Besucherinnen und Besucher sind herzlich willkommen, sich von Donnerstag, 21. bis Samstag, 23. April im Holderweg 6 in Rüppurr von jeweils 11 bis 19 Uhr auf den Frühling einzustimmen. Formgehölze wie Buchs und Eiben dienen dem Garten als dauerhaftes Grundgerüst, sodass sich dazwischen eine Vielzahl an Stauden, Rosen und einjährigen Pflanzen frei entwickeln dürfen. Nach Voranmeldung per Telefon oder E-Mail ist der Garten auch ganzjährig zu besichtigen, die Kontaktdaten sind in der Broschüre hinterlegt.

Einladende Ziergehölze im Naturgarten
Ebenfalls am 23. April besteht die Möglichkeit, zwischen 14 und 18 Uhr in der Jahnstraße 8 ein in der Innenstadt-West gelegenes Naturgarten-Idyll zu erkunden. Bereits am Gartenzaun trumpft ein Blauregen mit seiner Blütenpracht auf und lockt eine Vielzahl von Insekten an. Daneben blühen im Garten weitere Ziergehölze wie Forsythie, Scheinquitte und Strauchpäonie.

Gemeinschaftlich gestalteter Innenhof in der Südstadt
Am Sonntag, 24. April, geben die engagierten Bewohnerinnen und Bewohner des Südstadt-Häuserkarees Augarten-, Gervinius-, Scherr- und Sybelstraße nachmittags von 15 bis 18:30 Uhr Einblick in ihren Blockinnenhof. Dort pflegen und gestalten sie gemeinsam die vorhandenen Grünflächen. Neben vielen Obstbäumen und einem Kräuterbeet beleben Stauden, Sommerblumen und Rosenstöcke die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt.

Gartenbauamt bietet mit Führungen Einblicke an
Wer hinter die Kulissen der städtischen Gärtnerei schauen möchte, kann am Dienstag, 26. April, die Gelegenheit nutzen und im Rahmen zweier rund einstündiger Führungen, um 10 und um 13 Uhr, die Gewächshäuser und Freiflächen in der Gebrüder-Grimm-Straße 9 zu besichtigen. In den gut gefüllten Häusern wartet derzeit eine Vielzahl von Sommerblumen darauf, ab Mai in die städtischen Beete umzuziehen und in der angrenzenden Baumschule wachsen über 1.500 Jungbäumen heran.

Broschüre informiert gedruckt oder online
Eine neue Broschüre präsentiert die insgesamt 30 teilnehmenden Gärten und Höfe und liegt an verschiedensten öffentlichen Auslageorten, wie dem Rathaus, den städtischen Bibliotheken oder Museen bereit. Online wird sie bald auch auf karlsruhe.de/offenepforte abrufbar sein. Neuanmeldungen für 2023 nimmt das Gartenbauamt jederzeit gern entgegen.

Hinweis für Besucherinnen und Besucher:

Das Gartenbauamt bittet darum, sich vor einem Besuch über die aktuell gültigen Corona-Bestimmungen zu informieren und mögliche Hygiene- und Abstandsvorschriften in den Gärten einzuhalten.

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Karlsruhe: Blumenpracht zeigt sich auf innerstädtischen Plätzen

Karlsruhe: Blumenpracht zeigt sich auf innerstädtischen Plätzen
Narzissen im Zoologischen Stadtgarten © Stadt Karlsruhe

Vom Gartenbauamt Gepflanztes kommt zur Blüte / Gondoletta startet ab 2. April

Bereits im Herbst vergangenen Jahres haben die städtischen Gärtnerinnen und Gärtner fast 200.000 Frühblüher in die Erde gebracht, die in den letzten Monaten Wurzeln getrieben haben. Nach dem frühlingshaften Wetter der vergangenen Wochen zeigt sich auf den vom Gartenbauamt gestalteten Beeten in der Innenstadt und im Zoologischen Stadtgarten nun viel Farbe.

Frühblüher und Blumenzwiebeln läuten den Frühling ein
Zu den Frühblühern wie Stiefmütterchen und Hornveilchen, aber auch Küchenschellen, Kronenanemonen, isländischen Mohn, Vergissmeinnicht und Gänseblümchen gesellen sich verschiedene Zwiebelpflanzen, darunter fast 90.000 Tulpen und 40.000 Narzissen, welche die Mitarbeiter des Gartenbauamts bereits im letzten Herbst steckten. Während sich von den Tulpen derzeit nur die Blätter zeigen, leuchten die Narzissen bereits in Gelb, Weiß und Orange. Neben ihrer Blütenfarbe locken die Hyazinthen mit ihrem Duft auch die ersten Wild- und Honigbienen an.

Unterschiedliche Farbkonzepte auf innerstädtischen Plätzen
Auf dem Friedrichsplatz wird sich in den kommenden Wochen ein Band aus diversen Frühblühern in bunten Konfettifarben durch die Beete schlängeln, während sich entlang der Ettlinger Straße Stiefmütterchen und Goldlack von ihrer farbenfrohen Seite zeigen. In Lila-, Lavendel- und Rosatönen erblühen die Rabatten beim benachbarten Konzerthaus und auf dem Kolpingplatz.

Blütenreiche Gehölze im Zoologischen Stadtgarten
Auch im Zoologischen Stadtgarten können Besucherinnen und Besucher die neu erwachte Blütenfülle in den Beeten bestaunen, auch der Japangarten zeigt sich zur Zeit mit blühenden Gehölzen wie Zierkirschen und Magnolien sehr prächtig. Im Rosengarten nebenan treffen die Stadtgärtnerinnen und Stadtgärtner Vorbereitungen für die nächste Rosensaison, indem sie die Rosenstöcke zurückschneiden und düngen.

Blumenschau und Gondoletta im Stadtgarten genießen
Ab dem kommenden Samstag, 2. April, startet die beliebte Gondoletta wieder ihren Betrieb. Sie verkehrt täglich von 10:30 bis 17:30 Uhr. Tickets können Besucherinnen und Besucher neben dem Onlineshop des Zoos auch über die App eTicket@KA und an den Kassenautomaten vor Ort erwerben. Der Blühhöhepunkt wird in den kommenden Wochen erreicht, sodass sich ein Besuch, vor allem an den Osterfeiertagen, lohnt.

zum Bild oben:
Die gelben Frühblüher leuchten im Zoologischen Stadtgarten mit der Frühlingssonne um die Wette.
© Stadt Karlsruhe

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Verschiedenes 

NABU: So werden Garten und Balkon zum Paradies für Insekten

NABU: So werden Garten und Balkon zum Paradies für Insekten
Rotkehlchen auf Holunder (c) Nabu, Foto: Mathias Schäf

Natternkopf, Leimkraut und Dost locken Schmetterlinge und Wildbienen an

Berlin - Angesichts des dramatischen Insektensterbens wird es immer wichtiger, dass möglichst viele Menschen ihren Garten oder Balkon insektenfreundlich gestalten und so dieser wichtigen Tiergruppe Nahrung und Rückzugsraum bieten. Insekten bestäuben nicht nur unsere Kulturpflanzen, sie sind auch Nahrung für viele Vogelarten, Fledermäuse und Kleinsäugetiere. Der NABU gibt darum zum Start der Gartensaison Tipps, wie man für Schmetterling, Käfer und Co. gärtnert.

„Damit Insekten in den Garten und auf den Balkon kommen, müssen zunächst einmal Gift und Kunstdünger Tabu sein“, sagt NABU-Gartenexpertin Melanie Konrad. „Pestizide töten nicht nur unerwünschte, sondern auch viele andere Insekten. Jedes hat seinen Platz im Ökosystem. Einige sind beim Gärtnern sogar sehr nützlich. So gehören Marienkäfer zu den besten Gartenhelfern, weil ihre Larven Unmengen von Blattläusen vertilgen.“

Womit lockt man nun Insekten an? Ganz klar, mit lecker Essen. „Insekten, die Blüten besuchen, brauchen auch Pflanzen, die Pollen und Nektar bieten. Es sollten möglichst heimische Gehölze und Stauden sein, da Insekten, die bei uns leben, an die heimische Flora angepasst und auf sie angewiesen sind“, so Konrad. Um möglichst vielen verschiedenen Arten Appetit auf den eigenen Garten zu machen, sollen man viele unterschiedliche Blütenpflanzen anbieten und die ganze Gartensaison abdecken. Kornelkirsche, Weißdorn, Himbeere, Märzenbecher, Storchschnabel, Leimkraut, Glockenblumen, heimische Wildrosen und Jelängerjelieber sehen nicht nur hübsch aus, sie liefern auch das, was Insekten zum Leben brauchen. Auch Küchenkräuter oder Gemüsepflanzen kann man blühen lassen. Die Blüten sollten möglichst ungefüllt sein, damit Insekten auch gut an Nektar und Pollen gelangen können. Wichtig ist es auch, Stauden und Blühpflanzen nicht vor dem Winter abzuschneiden. „Einige Insekten überwintern in oder an abgeblühten Pflanzenteilen“, so Konrad. „Darum sollte man sie unbedingt bis zum Frühling stehen lassen.“

Eine Schmetterlingsspirale mit Dost, Stockrose und Natternkopf sorgt für bunten Gartenbesuch. Konrad: „Sie wird wie eine Kräuterspirale angelegt, aber mit Raupen-Futterpflanzen und Saugpflanzen für die ausgewachsenen Falter bepflanzt.“ Der NABU gibt dazu eine Anleitung unter www.NABU.de/schmetterlingsspirale. Ein Beet für Nachtfalter mit Nachtviole, Weißer Lichtnelke, Waldgeißblatt und Wegwarte erweitert die Artenvielfalt im Garten um viele dämmerungs- und nachtaktive Insekten, die wichtig für Fledermäuse sind. Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten sollte es in einem insektenfreundlichen Garten natürlich auch geben. „Totholz, eine Stelle mit Lehm und Sand für Sand- und andere Solitärbienen sowie ein Laubhaufen in einer ruhigen Gartenecke oder auch künstliche Nisthilfen nehmen Sechsbeiner gerne an“, sagt Konrad. Wer jetzt noch eine kleine Wasserstelle oder einen Mini-Teich anliegt, hilft damit Schwebfliege, Wildbiene und Hummel über heiße Tage.

Viele Tipps lassen sich auch auf Balkon und Fensterbrett umsetzen. „In Deutschland gibt es Millionen von Balkonen“, so Konrad, „Da kommt viel Fläche zusammen, die für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und Wanzen gestaltet werden kann.“

Auch auf einem kleinen Balkon finden Insektennisthilfen und eine Wasserschale Platz. Auf klassische Balkonpflanzen sollte man allerdings verzichten und lieber auf vielfältige Kräuter und heimische Blühpflanzen setzen. Konrad: „Beliebte Balkonpflanzen wie Geranien und Petunien sehen vielleicht gut aus, bieten aber kaum Pollen und Nektar.“

Ein schöner Nebeneffekt für Insektenfans: Wer seinen Garten oder Balkon insektenfreundlich gestaltet, kann bei der NABU-Insektenzählung „Insektensommer“ vom 3. bis 12. Juni und 5. bis 14. August mehr Arten entdecken.

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NABU: Für die Wiederherstellung der Natur verstreicht wertvolle Zeit

Krüger: Verschiebung der Gesetzesvorschläge wird der Ernährungssicherung in Europa und der Welt nicht helfen

Brüssel/Berlin, 23.3.22 – Heute wollte die EU-Kommission die Verordnung zur Wiederherstellung der Natur und den Gesetzesvorschlag zur Reduktion von Pestiziden vorlegen. Nun hat sie die angekündigten Gesetzesvorschläge, die im Europäischen Green Deal bereits für vergangenen Herbst vorgesehen waren, ohne Angabe eines neuen Datums verschoben.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: “Durch die weitere Verschiebung der Gesetzesvorschläge wird der Ernährungssicherung in Europa und der Welt nicht geholfen – ganz im Gegenteil: Die dringend notwendigen Maßnahmen im Kampf gegen die Natur- und Klimakrise, werden schnell benötigt, um nicht nur die Ernährungssicherheit, sondern die Lebensgrundlagen insgesamt zu sichern. Vor nicht einmal einem Monat hat der Weltklimarat klargemacht, dass Renaturierung ein wichtiger Teil der Antwort auf die planetaren Krisen sein muss. Nun verstreicht für die Wiederherstellung unserer Ökosysteme und den konsequenten Schutz unserer Artenvielfalt weitere wertvolle Zeit. Dabei könnte der Entwurf der EU-Kommission für eine echte Trendumkehr sorgen. Ich appelliere daher an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die Gesetzesvorschläge in kürzester Zeit nachzulegen.“

Raphael Weyland, EU-Umweltrechtsexperte des NABU, ergänzt: „Offensichtlich hat sich die EU-Kommission von falschen Argumenten zur Ernährungssicherheit fehlleiten lassen. Schon der Blick auf die Dauer des sich anschließenden Gesetzgebungsverfahrens von durchschnittlich mindestens eineinhalb Jahren macht klar, dass die Gesetzesvorschläge keine Auswirkung auf unmittelbare Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine für die Ernährungssicherheit haben. Wem es tatsächlich um die Ernährungssicherheit geht, der muss die bisherige Flächennutzung für Tierfuttermittel und Bioenergie in den Mittelpunkt rücken, genauso wie das Thema Lebensmittelabfälle.“

Der NABU setzt sich gemeinsam mit seinen Brüsseler Dachverbänden BirdLife Europe und EEB für ambitionierte EU-Renaturierungsziele ein. Diese müssen einen klaren Zeithorizont haben, ambitioniert und durchsetzbar sein. Im Mai 2021 hat der NABU eine Untersuchung vorgelegt, die das Renaturierungspotenzial auf mehr als 20% der Fläche in Deutschland bestätigt. Außerdem führt der NABU selbst großflächige Renaturierungsmaßnahmen durch, z.B. an der Havel.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Waldpädagogik lädt zu Exkursion

Ornithologe Oliver Harms informiert am 3. April über Spechte

Die Waldpädagogik Karlsruhe lädt für Sonntag, 3. April, zu einer Exkursion. Von 7:30 bis 9:30 Uhr informiert der Ornithologe Oliver Harms über Spechte sowie andere höhlenbewohnende Singvögel. Die Veranstaltung findet im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas "Leben und Bauen mit Holz" statt. Im Anschluss ist noch ein gemeinsames Frühstück am Waldzentrum geplant.

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich – entweder telefonisch unter 0721 / 133 7354 oder per E-Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de. Dabei wird auch der Treffpunkt bekannt gegeben. Es wird um eine Spende für den Referenten gebeten.

zum Bild oben:
In diesen Baum hat ein Specht eine Höhle geklopft. / Foto: Stadt Karlsruhe, Umweltamt

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Körperlotionen: Feste Bodylotions sind Öko-Sieger

Aus der Plastikflasche oder aus der Pappschachtel – erstmals traten im Bodylotion-Test der Stiftung Warentest zwölf klassische Lotions gegen drei feste an. Ergebnis: Die flüssigen Körperlotionen pflegen zwar besser, mit der Ökobilanz der festen Alternativen können sie aber nicht mithalten.

Alle zwölf flüssigen Bodylotions versorgen die Haut gut mit Feuchtigkeit. Eine im Test schneidet insgesamt befriedigend ab, da sie ein schwer abbaubares Silikon enthält, das sich in der Umwelt anreichern kann. Die festen Lotionen haben nicht nur eine nachhaltigere Verpackung, sie halten auch deutlich länger. Die Testpersonen verbrauchten im Schnitt etwa zweieinhalb Mal so viel flüssige wie feste Lotion. Letztere reichern die Haut dafür weniger mit Feuchtigkeit an und lassen sich etwas schlechter auftragen.

Aus Umweltsicht ist feste Bodylotion die bessere Wahl, ergibt die Ökobilanz. Dazu hat die Stiftung Warentest eine flüssige konventionelle Lotion sowie Naturkosmetikprodukte in flüssiger und fester Form untersucht: von Rohstoffgewinnung über Produktion, Transport bis hin zur Entsorgung der Verpackungen. Je mehr Umweltschadenspunkte eine Lotion sammelt, desto schlechter die Ökobilanz. Ergebnis: Feste Lotionen verursachen nur etwa ein Viertel der Umweltschadenspunkte von flüssigen. Ob konventionelle Flüssiglotion oder Naturkosmetikprodukt ist für die Ökobilanz aber kaum bedeutsam.

Noch mehr Informationen zu Ökobilanzen von Bodylotions sowie die ausführlichen Testergebnisse erscheinen in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/lotion.

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Den Wert des Wassers schätzen: Freiburg wird Blue Community

Den Wert des Wassers schätzen: Freiburg wird Blue Community
Brunnen im Glottertal (c) Daniel Jäger

Wasser soll geschützt werden und allen Menschen zugänglich sein

Information im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz heute

22.3.2022. Die Stadt Freiburg wird am heutigen Weltwassertag zur Blue Community. Blue Communities stellen den Schutz des Wassers und dem freien Zugang zu Wasser als Menschenrecht in den Mittelpunkt. Weltweit bekennen sich 49 Gemeinschaften (Städte, Gemeinden, Kirchen, Orden und Universitäten) zu den Prinzipien.

Blue Communities verstehen Wasser als öffentliches Gut und unterstützen die Umsetzung der Menschenrechte auf Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung. Sie gehen schonend mit den Wasserressourcen um und setzen sich für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in öffentlicher Hand ein. Zudem fördern sie, dass Leitungswasser statt Flaschenwasser getrunken wird und unterstützen andere Länder dabei, eine funktionierende öffentliche Trinkwasserversorgung bereitzustellen. Außerdem bekennen sie sich zur Erhaltung und Wiederherstellung natürlicher Wasserkreisläufe. Viele dieser Punkte setzt Freiburg bereits um, an manchen Punkten wird noch weiter gearbeitet.

Der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz hat bereits 2003 entsprechende Leitlinien zur Anerkennung des Zugangs zu freien Wassers als Menschenrecht beschlossen. Dabei wurde etwa festgelegt, dass Wasserbewusstsein geweckt werden soll, der Energie- und Rohstoffverbrauch minimiert werden sollen und Wasserressourcen naturschonend genutzt werden. Weiterer wichtiger Aspekt einer Blue Community: Wasserdienstleistungen bleiben in öffentlicher Hand. Vor 20 Jahren, 2000, hat Freiburg in der sogenannten „Liberalisierungsdrucksache“ zum Ausdruck gebracht, dass es in den Bereichen Trinkwasser und Abwasser keine privatwirtschaftliche Öffnung geben soll.

Freiburg pflegt außerdem internationale Partnerschaften etwa mit Wiwili. Dort wurde bereits in der Vergangenheit die Herstellung von Trinkwasserleitungen von der Stadt Freiburg unterstützt. Diese internationalen Public–public Partnerschaften, also Kooperationen der öffentlichen Hand über Grenzen hinweg, sind auch eine Selbstverpflichtung der Blue Communities.

Ebenfalls ein Grundsatz, den Freiburg bereits erfüllt, ist der Appell, bevorzugt Leitungswasser zu trinken. So gibt es etwa bereits in 80 Prozent der Schulen Trinkbrunnen, der Ausbau soll weitergehen. In dem Projekt „Wasserquartier Waldsee“ hat das Umweltschutzamt mit den Menschen darauf hingearbeitet Flaschenwasser durch Leitungswasser zu ersetzen. Auch auf Musikfestivals soll es frei zugängliches Trinkwasser geben. In diesem Bereich gibt es aber noch Ausbaupotenzial. Der Klimawandel mit heißer werdenden Jahreszeiten macht es zunehmend wichtiger, dass Menschen sich dezentral im öffentlichen Raum mit Trinkwasser versorgen können.

Gemeinsam mit bnNETZE unterstützt die Stadt Freiburg deshalb den Umbau der geeigneten Brunnen zu Trinkwasserbrunnen. An ausgewiesenen Trinkwasserbrunnen, sogenannten Laufbrunnen, gibt es den Berthold-Schwarz-Brunnen auf dem Rathausplatz und den Brunnen vor der alten Münsterbauhütte in der Herrenstraße. Weitere Laufbrunnen sind der Brunnen vor dem Schwabentor auf dem Schwabentorplatz, der Brunnen vor dem Martinstor und den Brunnen gegenüber der Universitätskirche in der Bertoldstraße/Ecke Niemensstraße. Trinkwasserspender, die keine Brunnen sind, gibt es in Freiburg am Platz der Alten Synagoge, auf dem Alfred-Döblin-Platz und am Betzenhauser Torplatz. Die Brunnen werden im Winter (um Einfrieren zu vermeiden) abgebaut oder abgestellt.

Heute wird im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz über den Beitritt zur Blue Community berichtet. Das Zertifikat soll dann bei einem feierlichen Akt am 21. Mai von Maude Barlow überreicht werden. Die Umweltschützerin und Trägerin des alternativen Nobelpreises war maßgeblich daran beteiligt, dass die Vereinten Nationen 2010 das Menschenrecht auf Wasser in ihren Statuten verankert haben.





Veranstaltungen 

Jetzt anmelden für Faire Wochen 2022 in Karlsruhe

"Fair steht dir – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit"

Der Startschuss für die Vorbereitungen zu den Fairen Wochen 2022 in Karlsruhe ist gefallen. Interessierte Initiativen, Gruppen, Vereine, Schulen, kirchliche Einrichtungen sowie gastronomische Betriebe und Einzelhandelsgeschäfte mit fair gehandelten Produkten im Sortiment, können sich ab sofort beim Organisationsteam melden. Neue sowie erfahrene Akteure sind eingeladen, sich in der Programmgestaltung mit eigenen Formaten einzubringen.

Im Fokus der diesjährigen bundesweiten Fairen Woche steht das Thema fair gehandelte Textilien unter dem Motto "Fair steht dir – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit" und damit besonders menschenwürdige Arbeitsbedingungen und nachhaltiges Wirtschaften in der Textil-Lieferkette.

Anmelden bis 15. April
Gemeinsam mit vielen lokalen Eine-Welt-Gruppen beteiligt sich die Stadt Karlsruhe in Kooperation mit dem Aktion Eine Welt e.V. in diesem Jahr bereits zum 14. Mal an den bundesweiten Aktionswochen rund um die Themen Fairer Handel und Eine Welt. Die Faire Woche startet am 16. September und erstreckt sich in Karlsruhe bis Ende Oktober. Bis zum 15. April nimmt das Karlsruher Organisationsteam, bestehend aus dem Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe sowie dem Aktion Eine Welt e.V. Anmeldungen per E-Mail unter fairewoche-ka@web.de entgegen.

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