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Verschiedenes 

ÖKO-TEST Mittel gegen Schädlinge in Haus und Garten

ÖKO-TEST Mittel gegen Schädlinge in Haus und Garten
Das ÖKO-TEST-Magazin Juli 2015 gibt es seit dem 26. Juni 2015 im Handel.

Rote Karte für Nervengift

Das ÖKO-TEST-Magazin hat in der aktuellen Juli-Ausgabe Mittel gegen Ameisen, Motten, Schnecken, Blattläuse und Vorratsschädlinge genau unter die Lupe genommen. Viele enthalten sehr wirksame synthetische Stoffe, die aber nicht nur für Schädlinge, sondern auch für nützliche Tiere wie Bienen giftig und sogar für die menschliche Gesundheit problematisch und teilweise gefährlich sind. Das Verbrauchermagazin hat aber „sehr gute“ Alternativen gefunden.

Jedes Jahr werden mehr als 5.000 Tonnen Pflanzenschutzmittel an Hobbygärtner verkauft. Doch der Einsatz von Pestiziden und Co. ist nicht ganz ohne, wie die neueste Untersuchung des ÖKO-TEST-Magazins zeigt. So enthält die Hälfte der Mittel gegen Vorratsschädlinge und Ameisen, aber auch eine Vielzahl der Mittel gegen Motten und Blattläuse Stoffe, die die Schädlinge zwar töten, gleichzeitig aber als Nervengift für die menschliche Gesundheit gefährlich sind. Besonders kritisch sieht das Verbrauchermagazin diesbezüglich den Einsatz von Verdampfern, da sie fortwährend giftige Wirkstoffe in den Raum abgeben. Aber auch bei Sprays ist nicht auszuschließen, dass der Giftnebel bei der Anwendung eingeatmet wird. Haustierbesitzer sollten zudem bei Schneckenmitteln vorsichtig sein. Denn ÖKO-TEST hat in sieben Metaldehyd gefunden, welches für Hunde und Katzen giftig ist.

Besser ist ein biologischer Pflanzenschutz, der Schädlinge effizient bekämpfen kann. Viele „sehr gute“ Mittel wirken beispielsweise mit Hilfe von Sexuallockstoffen (Pheromonen), Pflanzenextrakten und ätherischen Ölen – und zwar völlig giftfrei. Empfindliche Personen können allerdings allergisch auf die entsprechenden Duftstoffe reagieren. Wirkstofffrei sind auch die Gelbfallen, die Blattläuse anlocken. Allerdings sollten sie nur in Wohnräumen angebracht werden, da sie auch nützliche Insekten in anlocken.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Das erste Faultier lebt im Exotenhaus

Karlsruhe: Das erste Faultier lebt im Exotenhaus
Exotenhaus: Sumbawadrossel am Futterplatz / Foto: Stadt Karlsruhe

In einer Woche sind um die 95 Prozent der Tiere da

Was fliegt da denn? Sichtlich gestört fühlen sich die beiden hoch oben auf der Voliere sitzenden Hammerkopfvögel, als Pfeifgänse mit hörbarem Flügelschlag über ihren Köpfen hinweg eine Erkundungsrunde durch die große Halle des Exotenhauses drehen. Auch unten am Ufer haben die gestern angekommenen fünf Pfeilgänse vorübergehend für „Revier-Verschiebungen“ gesorgt. Besetzt doch die kleine Gruppe heute die „vordersten Ränge“ am Flussufer, Bahamaente, Perlwachtel und anderes Gefieder zogen sich in den ersten Stunden ein wenig zurück. „Es wird sich einspielen“, ist sich der kommissarische Zooleiter Dr. Clemens Becker sicher.

Große und kleine Transportboxen: Derzeit ein gewohnter Anblick im Exotenhaus. Kürzlich kamen die kleinen Flughunde sowie die Seychellen-Riesenschildkröten, die wie das Stumpfkrokodil aus dem englischen Newbury bereits in ihrem Domizil sind. Die 15 Rodriquez-Flugfüchse aus Chester oder die Totenkopfäffchen werden dieser Tage aus den Niederlanden erwartet, zudem die eine oder andere der insgesamt rund 60 Fischarten, die im Exotenhaus gezeigt werden.

Agutis leben in den Volieren

„In etwa 7 Tagen dürften 95 Prozent der Tiere da sein“, informierte Becker. Noch ist die große Halle in „fester Hand“ der Vögel. Nur die Agutis haben bereits ihre Voliere bezogen. Später werden die kleinen Nager diese mit den Sonnensittichen teilen. Spannend werde es bestimmt noch einmal, wenn auch die Faultiere oder die vierköpfige Saki-Familie sich ihren Raum in der großen Halle nehmen. Das männliche Zweizehen-Faultier ist bereits dieser Tage aus Dortmund gekommen, wartet nun in seinem Innengehege darauf, dass sich der Schieber öffnet und so der Weg frei ist zum eigens für ihn - und dem noch erwarteten Weibchen aus Krefeld - unterm Hallendach eingezogenen Lianen-Wege-Netz. Bereits vorbereitet ist das Eingewöhungszelt um die Höhle der kleinen Fledermäuse.

Pflanzen sind vital

Zufrieden mit den Pflanzen ist Rainer Hiesl vom Gartenbauamt. Sie seien vital. In der Bauphase sei dies schwierig gewesen, da habe man Bäume und Sträucher erst einmal vom Baustaub befreien müssen. Noch haben die Bäume Luft nach oben. Müssen sie irgendwann einmal gestutzt werden, können sich Industriekletterer an fest installierten Seilzügen zum Einsatzort hangeln. Auf den unterm Dach in bis zu 15 Meter Höhe über dem Boden verlaufenden Seilzügen lassen sich momentan auch gerne die Vögel nieder. „Bevorzugt direkt unter den drei gläsernen Dachflächen um UV-Licht zu tanken“, hat Becker festgestellt.

Eingewöhnungszeit ist Beobachtungszeit

Genau beobachten auch die Tierpfleger, ob ihre Schützlinge die Futterstellen annehmen. Und steuern gegebenenfalls etwas nach, etwa bei den Großaquarien. Um dem Grün die Chance zu geben, in die Höhe zu kommen, gibt es im Südamerika- oder Mittelamerikabecken Gurken oder Gemüse als Futterangebot, herabgelassen ins Wasser mit schweren Steinen. Testfeld Australienbecken: Angeln sich die beiden Mertens-Wasserwarane tatsächlich kleinere Fische aus dem Wasser? Ganz sicher ist man sich da nicht. Und da die seltenen - und damit auch sehr teuren - Lungenfische nicht zum noblen Fressen für die Warane werden, ist auch hier Beobachten angesagt. Im Zweifelsfall kommen die derzeit noch nicht ausgewachsenen Lungenfische nach ihrer Ankunft solange in ein anderes Becken, bis sie für das Waran-Pärchen ein zu großer Brocken wären. Ausgewachsen können die Tiere bis einen Meter messen. Um eine Erkenntnis reicher ist man schon bei den Piranhas und Neofischen. Stecknadelklein schwamm der Nachwuchs der Raubfische im gemeinsamen Becken - bis die kleinen Neonfische sie zum Futter erklärten.





Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Dr. Andrea Flemmer "Apotheke Regenwald"

Buchtipp: Dr. Andrea Flemmer "Apotheke Regenwald"

Heilkräfte aus den Regenwäldern: Neu erforschte und erstaunliche Therapiemöglichkeiten mit pflanzlichen und tierischen Substanzen aus den Regenwäldern.

Der Regenwald ist die größte Naturapotheke der Welt. Bis heute wurde nur ein kleiner Teil der dortigen Pflanzen wissenschaftlich auf ihren möglichen Einsatz als Heilmittel untersucht, u.a. für Herz-Kreislaufmedikamente sowie gegen Krebs. Doch seine unendliche Vielfalt wird in den Hausmitteln der dort lebenden Völker schon seit Generationen genutzt und es ist noch gar nicht absehbar, welche Hilfe wir in Zukunft von dort erfahren können. Bereits heute liefern die Regenwälder Substanzen, die von A wie Abszessbehandlung bis Z wie Zahnpflege helfen. Daher ist ihr Schutz nicht nur zur Stabilisierung unseres Klimas so wichtig. Das Buch liefert einen wertvollen Beitrag für weitere Argumente gegen Brandrodung und unkontrollierte Abholzung.

Über die Autorin: Dr. Andrea Flemmer ist Diplom-Biologin und Fachautorin für Ernährungs- und Gesundheitsthemen. Nach der Promotion begann sie als kommunale Umweltschutzbeauftragte und hielt Vorlesungen zu Umweltschutzthemen an der FH München. 2002 erhielt sie den Neubiberger Umweltpreis. Inzwischen sind zahlreiche Werke von ihr erschienen, darunter das „AntiKrebs-Kochbuch“ oder „Mood-Food – Glücksnahrung“. Ihre Fernsehauftritte im WDR, Bayerischen Fernsehen und bei TV München machten die Bücher der Autorin einem größeren Publikum bekannt.

NaturaViva Verlag 2009, 176 Seiten, EUR [D] 16,90, [A] 17,40 / sFR 25,90
ISBN 978-3-935407-15-1





Verschiedenes 

Umwelt-Regionalgeschichte Baden, Elsass, Oberrhein

Umwelt-Regionalgeschichte Baden, Elsass, Oberrhein


Endlich im Netz: Vortrag zur Umweltgeschichte - Regionalgeschichte Baden, Elsass, Oberrhein

Mittelalterlicher Erzabbau im Schwarzwald, der heute noch zu Umweltproblemen führt, giftschäumende Flüsse und Bäche in Südbaden, Schornsteine ohne Abluftreinigung im Elsass, Pläne im Jahr 1662 den Rheinfall zu sprengen und die heutigen Umweltkonflikte um Artenschutz, Flächenverbrauch, Gentechnik, Fessenheim, Freihandel und Nachhaltigkeit ...

An die erfolgreiche Bauplatzbesetzung gegen ein AKW im Wyhler Wald und an die Bauplatzbesetzung in Marckolsheim erinnern sich noch viele Menschen. Doch das alte badische Waldgesetz, die Besetzungen der AKW-Bauplätze in Gerstheim (F) und Kaiseraugst (CH), die auch klimabedingte Badische Revolution von 1848, der Bugginger Genacker und der Widerstand gegen den Giftmüllofen in Kehl sind manchmal schon vergessen.

BUND-Geschäftsführer Axel Mayer gibt in seinem Vortrag mit vielen Bildern einen kurzen, pointierten Überblick über Umweltgeschichte am Oberrhein, über Niederlagen und Erfolge der Umwelt- und Naturschutzbewegung.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Vogelgezwitscher

Karlsruhe: Vogelgezwitscher
Bartlett-Dolchstichtaube im Exotenhaus / Foto: Stadt Karlsruhe

Die ersten Vögel fliegen in der großen Halle des Exotenhauses

Auch für Bernierenten und die Bartlett-Dolchstichtaube haben sich die Schieber geöffnet

„Tür/Netz geschlossen halten - freifliegende Vögel“ - die Nachricht informiert an allen Zugängen zur großen Halle die Herein- und Herausgehende, dass sich seit Dienstag etwas Entscheidendes geändert hat im Exotenhauses. Und auch das Vogelgezwitscher ist unüberhörbar: Zwar stehen noch Restarbeiten an - für die ersten Tiere öffneten sich dennoch die Schieber. Aus dem luftigen Lianengestänge heraus machen sich die Rotohrbülbül bemerkbar, mehrere Madagaskarweber sammeln sich im Buschwerk sowie auf dem blühenden Hibiskus oder fliegen hoch oben unterm Hallendach. Gut auszumachen sind die Männchen mit ihrem grellroten Gefieder, ein geschultes Auge sieht aber auch die unscheinbaren Weibchen. „Wir haben 39 Madagaskarweber“, so der kommissarische Zooleiter Dr. Clemens Becker am heutigen Mittwoch.

Schieber auf, und alles drängt in die große Weite: So war das eher nicht. Nach einem Tag zählten die Tierpfleger aber nur noch drei Webervögel, die noch nicht den Flug in die Halle wagten. Auch bei den elf Mausvögeln ließen zwei die anderen schon einmal „voraus fliegen“. Das gleiche Bild bei den Bernierenten, bei denen am Mittwoch der Schieber hochgezogen wurde. Sie kamen aus dem Zoo Prag, gehören zu den seltensten Wasservögeln der Welt. Oder bei der Bartlett-Dolchstichtaube. Auch sie wollten am Mittwoch noch nicht ihr neues Gehege erkunden. Eingewöhnungszeit eben. Dazu gehört auch, dass die Trennscheiben zuvor mit Kalk geweißelt wurden, zur Sicherheit, damit die frisch ausfliegenden Vögel die Trennscheiben als Hindernisse wahrnehmen.

Die nun überall zu hörenden Vogellaute erinnern die Handwerker an die neuen Bewohner. Bei den Volieren steht der Erstbezug noch aus. Diese erhielten am Mittwoch den Bodenbelag, eine Mischung aus Rindenmulch und duftenden geschretterten Pinienzapfen.

Nachzucht bei mehren Fischen

„Wir haben bei den Fischen sogar schon eigene Nachzuchten“, freut sich Becker. Im großen Malawi-Aquarium machten die Tierpfleger bei den Maulbrütern millimetergroße Fische aus. Und in Backstage-Aquarien schwimmen Minis des Quessalbuntbarschs und der Regenbogenfische herum.

Und der Tier-Zuzug geht weiter: Nächste Woche kommen etwa die Riesenschildkröten aus dem Züricher Zoo. Noch im Juni werden aus Frankreich ein männliches Krokodil und aus England das Weibchen erwartet.

zum Bild oben:
Die Taube kurz nach dem Öffnen des Zugangs zur großen Halle des Exotenhauses. Noch wagt sie nicht den Weg in die Halle. / Foto: Stadt Karlsruhe

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ÖKO-TEST Gartenschläuche

ÖKO-TEST Gartenschläuche
Das ÖKO-TEST-Magazin Juni 2015 gibt es seit dem 29.5. im Handel

Knick in der Leitung

Die weichen Materialien von Gartenschläuchen sind meist ordentlich mit Schadstoffen gespickt. Zu diesem Ergebnis kommt das ÖKO-TEST-Magazin in der aktuellen Juni-Ausgabe. Auch in der Praxisprüfung konnten einige Produkte nicht überzeugen: Die Schläuche bildeten Schlaufen, verdrehten sich – da war kein Durchkommen für das kühle Nass.

Gartenschläuche bestehen in der Regel aus dem Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC). Der eigentlich spröde Kunststoff wird mit Weichmachern weich und elastisch gemacht. Diese haben es jedoch ganz schön in sich: So hat ÖKO-TEST in drei der ingesamt 15 getesteten Gartenschläuchen Pththalat-Weichmacher gefunden, welche im Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken und die Fortpflanzung zu gefährden. Bei einem Produkt wurde sogar die als besonders gefährlich angesehene Verbindung DEHP nachgewiesen – ein Weichmacher, der seit diesem Jahr nur noch mit einer speziellen Zulassung innerhalb der EU bei der Herstellung von Produkten aller Art verwendet werden darf. Manche Anbieter setzen daher auf Ersatzweichmacher. Ob diese eine akzeptable Alternative sind, ist allerdings noch ungewiss. Denn sie stehen im Verdacht, fruchtbarkeitsschädigend zu sein. Eine abschließende Bewertung des Umweltbundesamt steht noch aus.

Es gibt aber auch einen kleinen Lichtblick, denn ein paar wenige Hersteller zeigen, dass es möglich ist, die Schläuche zumindest ohne einige bedenkliche Schadstoffe herzustellen: Bei sieben Produkten im Test analysierte das Labor etwa polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe nur in Spuren.

Auch im Praxistest offenbarte sich bei einigen Gartenschläuchen Verbesserungsbedarf. Sie bildeten beim lockeren Auslegen vom Wandhalter starke Schlaufen, so dass kein Wasser mehr durchfloß. Oder sie zeigten sich beim Aufrollen widerspenstig und verdrehten sich.

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ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik und Wellness

ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik und Wellness
Der aktuelle ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik u. Wellness ist ab dem 5..6. erhältlich

Passt gut, tut gut

Die ungeschminkte Wahrheit: An meine Haut lasse ich nur Wasser und – ja, was noch? Die Auswahl ist riesig, was die Entscheidung für ein Pflegeprodukt umso schwieriger macht. Viele Frauen wollen Kosmetik, die ohne bedenkliche Stoffe auskommt, die nicht die Umwelt belastet, die dank hochwertiger Inhaltsstoffe ihren Preis wert ist und die natürlich die Haut gut pflegt und strahlen lässt. Solche Alleskönner für Haut und Haare sucht ÖKO-TEST – und ist in jedem Test in diesem Ratgeber Kosmetik und Wellness fündig geworden. Es gibt aber auch die Nichtskönner, die „ungenügenden“ Produkte, die teilweise nicht einmal hätten verkauft werden dürfen. Welche das sind, erfahren Sie ebenso. Neben den zahlreichen Produkttests erhalten Sie in diesem Heft zusätzlich Tipps, wie Sie Ihre Kosmetik selbst herstellen können oder wo Mode made in Germany produziert wird.

Tests (Auswahl):

• Vegane Kosmetik: Für die meisten Rohstoffe mit tierischen Bestandteilen haben die Hersteller veganer Kosmetik mittlerweile gute Ersatzstoffe gefunden. Doch nicht immer kann man sich auf die Auslobung „vegan“ verlassen. Zudem stecken in solchen Produkte nicht automatisch weniger Schadstoffe. Ein Nagellack im Test enthält etwa freies Phenol, das laut Kosmetikrichtlinie der EU in Kosmetik verboten ist.

• Silikonfreie Shampoos: „Ohne Silikone“ prangt mittlerweile auf den Verpackungen vieler Shampoos. Da freuen sich die Umwelt und das Haar. Das Testergebnis ist ausgesprochen erquicklich: Unter 28 Produkten befindet sich nur ein Ausreißer.

• Gesichtspeelings: Ein Peeling macht die Haut rosig und zart. Möglicherweise jedoch auf Kosten der Umwelt, denn etliche Produkte enthalten Mikroplastik als Reibekörper. ÖKO-TEST rät deswegen zu Alternativen auf pflanzlicher oder mineralischer Basis; immerhin 13 Produkte haben das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“ erhalten.

• Badezusätze: Ein warmes Wannenbad kann eine Wohltat sein, vor allem wenn man es mit einem duftenden Öl, Salz oder anderen Zugaben anreichert. Das Testergebnis zeigt, die Mehrzahl der untersuchten Produkte kann bedenkenlos angewendet werden.

• Antibakterielle Produkte: Keime lauern überall. Doch wie sinnvoll ist es, sich mit antibakteriellen Seifen, Gelen und Tüchern dagegen zu wappnen? Experten halten wenig von deren Einsatz in Privathaushalten. Keines der getesteten Produkte kommt in der ÖKO-TEST-Bewertung über ein „befriedigend“ hinaus.

• Aknemittel: Wer als Jugendlicher von Mitessern und Pickeln heimgesucht wird, doktert gerne auf eigene Faust daran herum – oft unter Zuhilfenahme von rezeptfreien Aknemitteln. Doch nur vier der elf getesteten Präparate sind rundherum empfehlenswert, die übrigen fallen mit dem Urteil „mangelhaft“ und einmal „ungenügend“ durch.

• Gesichtscremes mit UV-Schutz: Immer mehr Tagescremes werden mit UV-Schutz angeboten. Häufig aber ist der Lichtschutz nicht nur dürftig, sondern wird auch noch mit bedenklichen chemischen UV-Filtern und den Hormonhaushalt belastenden Stoffen erzielt.


Und außerdem:

• Flower-Power: Wer zu Naturkosmetik greift, möchte chemische Inhaltsstoffe, die gesundheitsgefährdend oder hormonell belastend sind oder die Haut durchlässig für Schadstoffe machen, umgehen. Doch eine naturkosmetische Rezeptur ist immer auch eine Mischung aus natürlichen und weiterverarbeiteten Stoffen, um bestimmte Anforderungen an Konsistenz, Anwendbarkeit und Hygiene zu erfüllen. ÖKO-TEST schafft jetzt Überblick im Kosmetikdschungel und stellt die wichtigsten Inhaltsstoffe vor – von Aloe bis Zaubernuss.

• Outdoorbekleidung – Stochern im Nebel: Warm, robust, atmungsaktiv und wasserabweisend – die Anforderungen an Outdoorkleidung sind extrem unterschiedlich. ÖKO-TEST informiert über Funktionalität und Komfort der Materialien von Funktionswäsche, Outdoorjacke und Co., zeigt aber auch die teils mangelhaften Standards der Produktkontrollen auf.

• Mode made in Germany: Bekleidung, die komplett in Deutschland designt, zugeschnitten und genäht ist, ist oft etwas Besonderes. Ob moderne Mode aus Berlin oder Bambusstrümpfe aus Thüringen, Kleidung aus nachhaltiger Herstellung gibt es für jeden Geschmack in allen Preisklassen. ÖKO-TEST stellt eine bunte Auswahl an Textilien und Schuhen von Firmen aus Deutschland vor.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Das Exotenhaus füllt sich mit Leben

Karlsruhe: Das Exotenhaus füllt sich mit Leben
Wie im Dschungel / Foto: Stadt Karlsruhe

Nur noch Detailarbeiten nötig / Tiere brauchen Eingewöhnungszeit

Eigentlich sieht alles schon ziemlich fertig aus. In der großen Halle des Exotenhauses rauscht bereits der kleine Wasserfall, die Bäume haben sichtlich an Wachstum zugelegt, die Netze um die Volieren sind auszumachen. Nur Vogelstimmen oder das Geflatter von Fledermäusen sind noch nicht zu hören. Denn von den Fischen in den Großaquarien einmal abgesehen sind die Tiere noch nicht in die später dem Publikum zugänglichen Bereiche des Exotenhauses eingezogen.

Der Grund für die in den Spätsommer verschobene Eröffnung wird bei näherer Betrachtung deutlich: Hier fehlt es am Lückenschluss zwischen Netz und Kunstfels, damit die Tiere nicht durchschlüpfen können. Dort sind einige Felsen noch nicht fertig modelliert und an anderer Stelle können Zoobeschäftigte nach Abzug der Bauarbeiter erst jetzt an die Gehegeeinrichtung gehen.

Für das Tierpfleger-Team ist die Bauverzögerung eine große Herausforderung. Denn natürlich können sie nicht einfach warten. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schließlich sind schon hunderte Tiere da, die gefüttert werden, deren Gehege sauber sein sollen. Die Ankunft anderer Tiere wiederum musste verschoben werden. Die Volieren der Totenkopfäffchen, Degus oder auch Sonnensittiche müssen noch fertig eingerichtet werden, wie die Revierleiterin des Exotenhauses, Michaela Gaum, erzählt.

„Es ist eine unglaublich spannende Zeit“, freut sie sich. Und jeden Tag kehrt das Leben ein bisschen mehr ein. In den Aquarien schwimmen schon hunderte Fische, von Zebrabuntbarschen über Welse und Pfauenaugen-Stachelrochen bis hin zu Piranhas. Lediglich die Infotafeln, die darüber aufklären, welche Fische im Becken schwimmen, wo sie herkommen und wie sie sich fortpflanzen, sind noch anzubringen.

Neues zu Hause einrichten und kennenlernen

Wo es ging, wurde die Ankunft der Tiere herausgezögert. „Wir versuchen, die Tiertransporte zu verschieben, damit die Tiere möglichst kurz hinter den Kulissen bleiben müssen“, klärt die Revierleiterin auf. Wenn sie ankommen, müssen die meisten zunächst in Quarantäne, die zwei bis vier Wochen dauert.

Die Tiere, die schon in Karlsruhe sind, wie zum Beispiel Schlangenhalsschildkröten, Pfeilgiftfrösche, Turakos, Gürteltiere, Straußenwachteln, Sumbawadrossel, Hammerköpfe, Degus oder Mertens-Wasserwarane, benötigen auch Aufmerksamkeit. „Fünf-Sterne-Hotel mit voller Verpflegung“, lacht Gaum. Ihre Pfleglinge wollen nicht nur gefüttert werden - unter Beachtung diverser Futterpläne. So sind Fred und Wilma, wie das Tierpflegerteam die beiden Schlangenhalsschildkröten nennt, sehr gefräßig. Die Piranhas können überraschenderweise auch einmal Garnelen links liegen lassen.

Alle Tiere haben im Fünf-Sterene-Hotel natürlich „Zimmerreinigung gebucht“ und wollen beschäftigt sein. So lässt sich das sechsköpfige Pflegerteam für jedes Tier abwechslungsreiche Beschäftigung einfallen. Die Turakos etwa haben einen Pappkarton voll Stroh, in dem sie ihre Mehlwürmer suchen müssen.

Auch wenn der letzte Handwerker das Exotenhaus verlassen hat und die Gehege und große Halle bezogen werden können, ist das Exotenhaus nicht sofort für Besucher betretbar. Die Tiere müssen sich erst eingewöhnen und neu orientieren. „Das kann ein bis zwei Tage dauern, aber auch einige Wochen“, sagt Gaum. Die Tiere müssen ihr Gehege zunächst kennenlernen. Hier gehen Gaum und ihr Team auf die sichere Seite: Vor allem für die frei in der großen Halle herumfliegenden Vögel - wie die Madagaskar-Turteltauben oder die Webervögel - werden in der Eingewöhnungsphase die Glastrennscheiben abgehängt, damit sie nicht dagegen fliegen. Und was ein Lieblingsfutterplatz ist, müssen Pfleger und Vögel auch erst herausfinden. Immerhin, an die Pfleger haben sich die Tiere schon gewöhnt. „Anfangs saßen sie ängstlich in der Ecke, aber mittlerweile haben sie sich an uns gewöhnt, haben Vertrauen gefasst“, merkt die Revierleiterin an.

Stichwort Großaquarien: Hier reicht es nicht, einfach den Wasserhahn zum Befüllen aufzudrehen. Zunächst muss sich im Wasser der Biorhythmus einpendeln, ehe die ersten Tiere eingesetzt werden. Bei den meisten ist dies schon der Fall. Noch warten müssen unter anderem Fred und Wilma, die Schlangenhalsschildkröten. Die australische Landschaft, ein Paludarium, begrünt stilecht ein Eukalyptus. Da australische Pflanzen aber sehr schwer zu bekommen sind, werden hier für den Lungenfisch und seine Mitbewohner derzeit auch Pflanzen verwendet, etwa der Zylinderputzer, die dem rot blühenden australischen Lampenputzer ähnlich sieht.

Ein Großteil des Tierbestandes ist im Exotenhaus

Wenn alle Tiere da sind, beheimatet das Exotenhaus mehr als 2.000 Tiere aus rund 100 verschiedenen Arten - von Pärchen wie dem Gürteltier bis hin zu Schwarmtieren wie dem Neonfisch. 15 Rodriquez-Flugfüchse gehören dazu, die sich genauso frei bewegen können wie das Faultier oder der Sakiaffe. Auch Krokodile werden noch erwartet. „Die Vielfalt wird sehr groß sein“, betont Michaela Gaum. Sie ist sich sicher, dass das Exotenhaus „ein Besucher-Highlight und Erlebnis“ wird. Optisch - allein durch die Farbenpracht einiger Vögel - und akustisch. Die Gäste können sich auf ein Stimmengewirr aus markanten Vogellauten, Affengeräusche oder Fledermausgeflatter freuen.

„Wir sind einfach froh, wenn wir in unseren normalen Tierpflegerablauf starten können“, schaut Gaum erwartungsvoll auf den Exotenhaus-Alltag. Und mit ihr alle, die sich auf die Eröffnung freuen.

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