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Verschiedenes 

NABU-Kommentar zur "Lex Wolf"

Miller: Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes unnötig - Herdenschutz konsequent umsetzen

Berlin – Bundesumweltministerin Schulze will das Bundesnaturschutzgesetz §45 in Bezug auf den Wolf ändern. Den jetzt vorgelegten Referentenentwurf kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Die Zusammenarbeit der Ministerien und Kanzleramt ist begrüßenswert und notwendig. Eine Änderung des Naturschutzgesetzes ist aus NABU-Sicht jedoch unnötig, da die Entnahme eines Wolfes bereits heute möglich ist. Es wäre wesentlich konstruktiver, sich auf umfassende und bundesweite Standards beim Herdenschutz zu konzentrieren und diese klar zu benennen, als eine Gesetzesänderung, die keine klare Rechtssicherheit schafft. Die geplanten Änderungen sind kein Gewinn für die Koexistenz für Mensch, Weidetier und Wolf. Der NABU fordert ein nationales Herdenschutzzentrum. Ziel muss es sein, Weidetierhalter schnell, unbürokratisch zu unterstützten und über effektiven Herdenschutz zu informieren, statt immer wieder Bestandsregulierungen zu fordern. Hier ist vor allem das Bundeslandwirtschaftsministerium gefordert.

Der NABU sieht sich durch die geplante Änderung des Naturschutzrechts in der Auffassung bestätigt, dass der Wolf auf Grund der internationalen Rechtsverpflichtungen, wie der FFH-Richtlinie, des Washingtoner Artenschutzabkommens und der Berner Konvention nicht, wie vom Landwirtschaftsministerium gefordert, ins Jagdrecht übernommen werden kann.“

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Verschiedenes 

NABU startet Forschungsprojekt zum Insektenschwund in Naturschutzgebieten

Grundlagen schaffen für wirksame Gegenmaßnahmen

Berlin – Im Rahmen internationaler Abkommen hat sich Deutschland zum Schutz der Biodiversität und deren nachhaltiger Nutzung verpflichtet. Um den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten und in einen positiven Trend umzukehren, sind bessere Datengrundlagen erforderlich, die mehr Arten – auch in geschützten Gebieten – erfassen. Potentiell negative Einflussfaktoren müssen bewertet und vermeiden werden.

Vor diesem Hintergrund startet der NABU mit Partnern ein umfassendes Forschungsprojekt. Ziel des soeben angelaufenen Projektes DINA (Diversität von Insekten in Naturschutz-Arealen) ist es, wissenschaftlich basiert die Insektenvielfalt in Naturschutzgebieten zu erfassen und zu dokumentieren. Dazu sollen in den nächsten vier Jahren bundesweit in 21 repräsentativen Gebieten mit standardisierten Monitoring-Methoden Insektenpopulationen erfasst werden.

Für viele Insektenarten in Deutschland gibt es keine Daten zur Gefährdung. Von den bewerteten Insektenarten sind 40 Prozent in den Roten Listen als bedroht eingestuft. Es wird vermutet, dass die Verinselung der Schutzgebiete sowie deren Angrenzung an Nutzflächen zum Rückgang der Artenvielfalt und der Insektenpopulationen beitragen. Als Handlungsgrundlage bedarf es vertiefender Untersuchungen. Insbesondere bei der artenreichsten Tiergruppe – den Insekten – existiert ein großes Kenntnisdefizit“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der NABU wird dazu noch in diesem Sommer zusammen mit Projektpartnern mit den Untersuchungen beginnen. Dabei wird die Artenvielfalt von Fluginsekten neben anderen Messgrößen entlang von sogenannten Transekten (Probepunkte entlang einer Linie) in regelmäßigen Abständen erfasst und wissenschaftlich ausgewertet.

„Dieses Insekten-Monitoring wird die bislang umfangreichsten Daten für das Vorkommen von fliegenden Insektenarten in den ausgewählten Schutzgebieten in Deutschland generieren. Wir werden nicht nur die Masse der Insekten erfassen, sondern auch vollständigere Artenlisten durch modernste genetische Methoden erhalten“, so NABU-Projektleiterin Prof. Dr. Gerlind Lehmann. Neben der Erforschung der Insekten werden zeitgleich andere Faktoren, wie zum Beispiel Landnutzung, Zustand und Diversität der Pflanzengemeinschaften, ökotoxikologische Einflüsse und die Zerstörung von Habitaten erfasst, die vermutlich Einfluss auf die Insektendiversität haben.

Im Rahmen des wissenschaftlichen Forschungsprojektes werden wir die Zivilgesellschaft von Anfang an aktiv mit einbinden. Wissenschaftliche Daten werden innerhalb des Projektes transparent geteilt und es sind öffentliche Veranstaltungen rund um das Thema Insekten und nachhaltiger Schutz der biologischen Vielfalt geplant. An diesem Diskurs können sich Vertreter von Landesbehörden, Landes- und Bundesministerien, Landwirte und deren Verbände sowie Interessierte aus Gesellschaft und Wirtschaft beteiligen.

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von 4,2 Millionen Euro finanziert, wobei gut eine Million auf den Projektteil des NABU entfallen. Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), insgesamt beteiligen sich acht Partner-Institutionen.

Partner:
ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung / ISOE - Institute for Social-Ecological Research Frankfurt/Main
Internationales Zentrum für Nachhaltige Entwicklung / Bonn-Rhein-Sieg University of Applied Sciences (IZNE)
iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften / University Koblenz-Landau, Institute for Environmental Sciences
Entomologischer Verein Krefeld e.V. (EVK) /
Justus-Liebig-Universität Gießen, AG Spezielle Botanik (JLU)
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig - Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK) /– Leibniz Institute for Animal Biodiversity/Zoologisches Forschungsmuseum Koenig (ZFMK)
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) / Leibniz Institute of Ecological Urban and Regional Development (IOER)

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Naturbelassenheit, Urban Gardening und ein Sommeratelier

Offene Pforte gewährt weitere vielfältige Einblicke in private Karlsruher Anlagen

Auch Ende Mai und Anfang Juni hält die Initiative Offene Pforte des städtischen Gartenbauamts manch malerischen Garten oder auch Hof in aller Vielfalt quer durch Karlsruhe bereit.

Am Samstag, 25. Mai, ist am Schloss Gottesaue, südlich des Marstallgebäudes, Urban Gardening von 15 bis 18 Uhr frei zugänglich Thema. Seit 2012 gibt es dort einen Gemeinschaftsgarten der Fächergärtner. Die Fläche stellten Stadt und Land zur Verfügung. Weiden- und weitere Hochbeete sind zu finden. Diese werden größtenteils von einzelnen der 30 beteiligten Mitgärtner gepflegt. Auch wenn sich der Ertrag an dieser exponierten Stelle in Grenzen hält, ist der Garten ein abwechslungsreicher Hingucker mit einer großen Artenvielfalt an Pflanzen sowie einer Bienenweide für das in eine Klotzbeute eingezogene Bienenvolk.

Gleichen Tags und am Sonntag, 26. Mai, je zwischen 11 und 18 Uhr ist am Stichweg zwischen den Durlacher Häusern der Weiherstraße 12 und 13 ein Rückzugsort samt Sommeratelier zu bewundern. Die Idylle auf schmalem Grundstück lädt zum Verweilen ein und bietet Raum für Kunst. Neben Obst und Kräutern steht die Farbe der Staudenblüten im Vordergrund.

Ein liebevoll naturnah gepflegter, rustikaler Garten am leicht ansteigenden Hang in der Stupfericher Rieslingstraße 16 steht am Samstag, 1. Juni, von 13 bis 17 Uhr auf dem Programm. Mit Sandsteinen unterschiedlich terrassiert, sind einige Bereiche rund um das Wohnhaus zu entdecken. Vielfältige Wildpflanzen, Rosen, Stauden, Kräuter und Gehöze blühen das ganze Jahr über. Es gibt einen kleinen Nutzgarten, mehrere Sitzplätze und einen Teich.

Ebenfalls in Durlach und an dem Tag lockt zwischen 14 und 18 Uhr ein Hof als Refugium in der Gärtnerstraße 15 über einen seitlichen Stichweg. Ein verwunschenes Kleinod, in dem Kletterrosen mit Clematis wetteifern. Schöllkraut wuchert, und die üppige Begrünung der Balkone verbindet das rund hundert Jahre alte Haus mit dem zahlreiche Kuriositäten offenbarenden Hof.

Das Gros eines Gartens in der Nordwestadt (Dürkheimer Straße 6) ist mit Wildwiese und Trockenbeet entlang der Einfahrt natürlich angelegt und am Sonntag, 2. Juni, von 13 bis 17 Uhr für Neugierige offen. Insekten, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden angezogen. Ganz unterschiedliche heimische Kräuter entwickeln sich am trockenen Standort gut. Mediterranes wie der Mönchspfeffer rundet die Artenvielfalt ab.

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Verschiedenes 

Für mehr Transparenz und Qualität bei der Planung von Bauvorhaben

Umwelt-, Windenergie- und Gutachterverbände legen Kriterien für gute Artenschutzgutachten vor

Durch mehr Transparenz und einheitliche Methodenstandards soll die Qualität von Artenschutzgutachten für den Bau von Windenergieanlagen oder Straßen gesichert werden.

Stuttgart – Die baden-württembergischen Landesverbände von BUND, NABU, LNV, Bundesverband WindEnergie (BWE-LV BW) und dem Berufsverband Landschaftsökologie (BVDL) haben heute (20.05.) einen gemeinsam Kriterienkatalog für eine gute gutachterliche Praxis vorgestellt. Dieser soll dazu beitragen, bei größeren Planungen, wie dem Bau von Windenergieanlagen oder Straßen, die Qualität der dafür benötigten Artenschutzgutachten durch mehr Transparenz und einheitliche Methodenstandards sicherzustellen.

Den Stein ins Rollen brachte 2017 der von NABU, BUND und LNV vorgestellte „Gutachtencheck“, bei dem eine Auswahl von Artenschutzgutachten als Stichprobe aus verschiedenen Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen überprüft wurden. Das Ergebnis: Bei allen untersuchten Gutachten wurden Abweichungen von den Empfehlungen der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) zur Erfassung und Bewertung von Artenvorkommen festgestellt.

Gemeinsame Richtschnur für künftige Artenschutzgutachten
Für die fünf Verbände steht fest: Qualitativ hochwertige Gutachten müssen die Basis jeder Planung sein. Der vorliegende Kriterienkatalog soll für alle künftigen Gutachten eine Richtschnur sein. Er kann dabei helfen, dass der Arten- und Naturschutz ausreichend berücksichtigt wird und professionell erstellte Artenschutzgutachten auch halten, was sie versprechen. Einheitliche Kriterien ermöglichen es, zu bewerten, ob eine Straße, eine Windenergieanlage oder eine neue Gewerbesiedlung gebaut werden kann oder nicht.

Der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle erklärt dazu: „Egal, ob bei Windenergieanlagen oder im Straßenbau, qualitativ hochwertige Artenschutzgutachten sind der Schlüssel, um sachgerecht beurteilen zu können, inwiefern streng geschützte Arten, wie Rotmilan oder Juchtenkäfer, von einer Baumaßnahme betroffen sind. Nur wenn hier Klarheit herrscht, können Planungen frühzeitig angepasst werden und Konflikte mit dem Artenschutz vermieden werden.“ Christian Oberbeck, Landesvorsitzender des BWE-LV BW, ergänzt: „Beim Bau von Windenergieanlagen sind die Gutachten die Grundlage für die Genehmigung. Wir haben als Windenergiebranche daher ein großes Interesse an hochwertigen und gerichtsfesten Gutachten, denn sie verhelfen nicht nur der Natur zu ihrem Recht, sondern geben uns als Planungsträger auch die notwendige Sicherheit im Verlauf des Verfahrens.“

Einheitliche Vorgaben für Artenschutzgutachten
Für den Bau von Windenergieanlagen gibt es in Baden-Württemberg Empfehlungen der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) zur Erfassung und Bewertung von Artenvorkommen, wie beispielsweise von Greifvögeln und Fledermäusen. Eine im Jahr 2017 von den Landesverbänden des NABU, BUND und LNV untersuchte Stichprobe von acht Artenschutzgutachten ergab, dass diese Vorgaben nicht immer eingehalten wurden. „Wir haben bei den untersuchten Gutachten Abweichungen von den staatlichen Empfehlungen zur Kartierung und Bewertung festgestellt“, berichtet der LNV-Vorsitzende Gerhard Bronner.“ Beispielsweise wurden Zählmethoden zur Kartierung von Vögeln und Fledermäusen nicht einheitlich angewandt oder Beobachtungsdaten von Naturschutz-Aktiven vor Ort nicht, oder nur unzureichend, berücksichtigt. Das bedeutet nicht, dass die Windkraftprojekte schlecht für den Naturschutz waren, sondern dass die Gutachten nicht ausreichend aussagekräftig waren.“

Mit dem Kriterienkatalog für eine gute gutachterliche Praxis starteten die drei Verbände eine Qualitätsoffensive und holten mit dem BVDL die Berufsvertretung der Gutachter und mit dem BWE-LV BW die Windenergiebranche ins Boot. So wollen die fünf Verbände gemeinsam für mehr Transparenz sorgen und das Vertrauen in die Gutachten und in die Genehmigungsverfahren wiederherstellen. BVDL-Vorstandsmitglied Hubert Laufer sagt dazu: „Wir Gutachterinnen und Gutachter haben erkannt, dass wir einheitliche Qualitätskriterien für die gutachterliche Praxis brauchen. Nur so können wir eine gemeinsame Grundlage für Transparenz und Qualität schaffen. Der Kriterienkatalog gibt uns dabei eine gute Orientierung und wird helfen, die Standards in der Gutachterbranche weiter zu vereinheitlichen.“

BUND-Landesgeschäftsführerin Sylvia Pilarsky-Grosch führt dazu aus: „Uns alle eint das Ziel, die Energiewende in Baden-Württemberg voranzubringen. Der Artenschutz spielt dabei für die Akzeptanz und das Vertrauen in die Planungsverfahren eine entscheidende Rolle. Nicht nur wir Umweltverbände sind daher auf qualitätsvolle Artenschutzgutachten angewiesen, auch die Bürgerinnen und Bürger sowie Trägerinnen und Träger öffentlicher Belange, wie Kommunen, Wasserversorger und Behörden, brauchen die Gutachten, um sich ein genaues Bild von der Sachlage machen zu können und qualifizierte Stellungnahmen zu den Vorhaben abgeben zu können.“
Die Verbände sehen die Kooperation als richtigen Weg: „Dass sich nun fünf Verbände zusammengetan haben, um Kriterien für einen hohen gutachterlichen Standard auf den Weg zu bringen, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag, um Konflikte bei Planungsvorhaben von vornherein zu vermeiden.“ Der Katalog sei nicht auf die Windenergiebranche beschränkt, sondern könne problemlos auf andere Planungsbereiche, wie den Städte- und Straßenbau, übertragen werden. Sie wollen die Kriterien auch bundesweit vorstellen und in die Diskussion bringen.

Infobox:
Den Kriterienkatalog zur Gutachtenpraxis und weitere Infos finden Sie auf den Seiten der Verbände.

Der Weg zum Kriterienkatalog
Als ersten Schritt zur Erarbeitung des Kriterienkatalogs hatte das Beratungsunternehmen IFOK im Auftrag der Verbände mit verschiedenen Interessengruppen Interviews geführt. Nach einem speziell entwickelten Fragenkatalog wurden Ehrenamtliche aus dem Naturschutz, Verantwortliche der Genehmigungsbehörden, der höheren Naturschutzbehörden, der Windenergiebranche sowie Gutachterinnen und Gutachter nach ihren Erfahrungen aus der Praxis befragt. Auf Basis der Interviewergebnisse erarbeiteten die fünf Verbände einen Entwurf, den sie auf einem ganztägigen Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern aus Umweltverbänden, Verwaltung, Wirtschaft, Kommunen und Gutachtern diskutierten und ergänzten.

Inhalte des Kriterienkatalogs
In den Kriterien zur Gutachtenpraxis geht es um die Einhaltung rechtlicher Vorgaben und landesspezifischer Methodenempfehlungen. Weiteres Ziel ist mehr Transparenz in der Dokumentation und ein nachvollziehbarer Umgang mit den selbst erhobenen Daten und mit den Daten von Dritten, wie beispielsweise örtlichen Artenexperten und Fachverbänden im Fledermaus- oder Greifvogelschutz. Außerdem werden Anforderungen zur Qualifikation und Weiterbildung der an der Gutachtenerstellung beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestellt. Die Qualitätskriterien sind ein Hilfsmittel für alle, die Gutachten erstellen und Projekte entwickeln, aber auch für Ehrenamtliche aus dem Naturschutz sowie Anwohnerinnen und Anwohner.





Veranstaltungen 

Karlsruhe: Anmeldung zu "Gartenträume" noch bis 30. Mai

Karlsruhe: Anmeldung zu "Gartenträume" noch bis 30. Mai
Farbenfrohe Gartenträume beleben den angrenzenden Straßenraum / Foto: Stadt Klrh

Motto des Wettbewerbs: "Begrünungen, die den Straßenraum beleben"

Das Gartenbauamt ermuntert alle Gärtnerinnen und Gärtner, die mit ihrem Grün die Karlsruher Straße beleben, am Wettbewerb "Gartenträume" teilzunehmen. Sie werden gebeten, ihre Schöpfung bis zum 30. Mai anzumelden.

Der neue Wettbewerb läuft unter dem Korridorthema "Meine Grüne Stadt Karlsruhe". Diese entsteht in erster Linie aus dem vielfältigen und großen Engagement der Karlsruher Bürgerschaft. Daher rief das Gartenbauamt im vergangenen Jahr die "Gartenträume" als neuen Wettbewerb ins Leben, der künftig den Rahmen zur Würdigung und Unterstützung gärtnerischen Engagements bieten soll.

Motto lautet dieses Jahr: "Begrünungen, die den Straßenraum beleben"

Um den verschiedenen Formen des Stadtgrüns gerecht zu werden, setzt der Wettbewerb jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt. Aktuell lautet das Motto "Begrünungen, die den Straßenraum beleben". Darunter können ganz unterschiedliche Formen von Begrünungen verstanden werden. Von kleinen Grünflächen entlang und zwischen Gebäuden, allgemein als Durchgangsgrün bezeichnet, über begrünte Vor-, Schul-, Mieter- oder auch Firmengärten bis hin zu Fassadenbegrünungen. Entscheidend ist lediglich der Bezug zum öffentlichen Straßen- beziehungsweise Gehwegraum. Die Größe der begrünten Fläche ist für die Teilnahme nicht entscheidend. Die einzige Einschränkung ist, dass sich die Flächen nicht in städtischer Pflege befinden dürfen.

Mit Freude am Gärtnern Stadt verschönern

Im Vordergrund sollen die Freude am Gärtnern und die damit einhergehende Verschönerung der Stadt stehen. Ein weiterer positiver und wichtiger Effekt ist die nachhaltige Verbesserung und der Erhalt wichtiger Lebensraumfunktionen für Flora und Fauna. In Zeiten des Klimawandels und der zunehmenden Flächeninanspruchnahme durch Versiegelung kommt privaten Grünflächen steigende Bedeutung zu. Die Pflege und Unterhaltung privater Pflanzflächen ist eine wichtige, aber nicht selbstverständliche Aufgabe, die es zu würdigen gilt.

Beim Gartenbauamt bis 30. Mai anmelden

Wer mitmachen möchte, kann seine Beiträge telefonisch über die Nummer 0721/133-6754 oder per Mail unter gartentraeume@gba.karlsruhe.de anmelden.

Voraussichtlich im September erfolgt dann nach einer Vorbesichtigung der eingesendeten Beiträge die finale Bewertung in Form einer Juryrundfahrt aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen. Gegen Jahresende werden die besten Beiträge bei einer Preisverleihung geehrt.

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Verschiedenes 

NABU: Der Spatz bleibt Spitze in Deutschlands Gärten

"Stunde der Gartenvögel": deutlich mehr Sperlinge, aber Schwalben im Sinkflug/Teilnehmerrekord erwartet

Berlin – Spatzen top, Insektenfresser flop – das ist kurzgefasst das Zwischenergebnis der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“, die am vergangenen Wochenende bundesweit stattgefunden hat. Bis Mittwoch hatten über 60.000 Vogelfreunde aus mehr als 41.000 Gärten und Parks über 1,3 Millionen Vögel an den NABU und seinen bayerischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz (LBV), gemeldet. Damit deutet sich ein Teilnehmerrekord bei Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmach-Aktion an. Noch bis zum 20. Mai können Vogelzählungen per Internet, per App oder per Post an den NABU übermittelt werden.

„Das Highlight ist das Spitzenergebnis für den Haussperling. Es liegt sechs Prozent über dem des Vorjahres. Damit erreicht diese Art ihr bestes Ergebnis in 15 Jahren Stunde der Gartenvögel“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Die Spatzen haben vom Rekordsommer 2018 eindeutig profitiert.“ Auch der Feldsperling hat gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent zugenommen und wird damit nach 2016 sein zweitbestes Ergebnis in der Geschichte der „Stunde der Gartenvögel“ erreichen. Die Naturschützer des NABU freuen sich besonders über die positive Entwicklung der beiden Spatzenarten. Denn starke Rückgänge in den Jahrzehnten vor Beginn der NABU-Zählaktion hatten dafür gesorgt, dass beide Arten bis heute in der Vorwarnkategorie der Roten Liste deutscher Brutvogelarten stehen. Davon können sich die Spatzen heute offensichtlich etwas erholen.

Schlecht sieht es dagegen für Mauersegler und Mehlschwalben aus. „Die Zahlen für diese beiden Arten sind katastrophal“, so NABU-Vogelschutzexperte Marius Adrion. „Beide erreichen die mit Abstand schlechtesten Ergebnisse bisher. Aufgrund der Wetterlage mit Kaltluft aus dem Norden verzögert sich offenbar die Ankunft eines Teils der Mauersegler und Mehlschwalben. Leider fügen sich die diesjährigen Ergebnisse aber nahtlos in eine Reihe abnehmender Zahlen aus den Vorjahren – egal ob warmes oder kaltes Maiwetter herrschte. Wir haben es daher wohl mit einem tatsächlichen deutlichen Rückgang zu tun. Das Fehlen der Fluginsektennahrung und das Verschwinden von Brutnischen an Gebäuden sind wahrscheinlich die Ursachen.“

Beim Sorgenkind Amsel zeigt sich wie erwartet ein starker Rückgang. Bundesweit wurden elf Prozent weniger Amseln gesichtet. „In Hamburg und Bremen, wo die tödliche Krankheit Usutu 2018 erstmals auftrat, wurden sogar über 40 Prozent weniger Amseln als im Vorjahr gemeldet“, so Adrion. „Das deutet darauf hin, dass die Viruserkrankung mit für den Rückgang verantwortlich ist.“

Eine kleine Sensation deutet sich beim Rotkehlchen an. Es wird mit einem Plus von 20 Prozent sein zweitbestes Ergebnis nach 2006 erzielen. Warum dieser Gartenvogel so häufig zur „Stunde der Gartenvögel“ gesichtet wurde, ist jedoch vorerst unklar.

Alle Ergebnisse aus inzwischen 15 Jahren „Stunde der Gartenvögel“ sind jetzt in einer Broschüre erschienen. Unter www.NABU.de/15-jahre-sdg kann sie jeder downloaden.

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Verschiedenes 

NABU: Wildbienen schützen in Haus und Garten

Insektensommer vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August

Berlin – Zum Weltbienentag (20.5.) gibt der NABU Tipps für eine bienenfreundliche Umwelt und macht auf seine bevorstehende bundesweite Insektenzählung „Insektensommer“ vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August aufmerksam. Ziel der Aktion ist es, auf die enorme Bedeutung von Wildbienen und anderen Insekten hinzuweisen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren. Jeder kann etwas tun, mit dem Pflanzen bienenfreundlicher Stauden und Kräuter oder dem Bau eines Insektenhotels. Viele Tipps rund um den Wildbienenschutz gibt es unter www.NABU.de/bienen

In Deutschland leben 560 unterschiedliche Wildbienenarten. Mehr als die Hälfte von ihnen ist auf der Roten Liste als stark gefährdet verzeichnet.

Wildbienen, zu denen auch die Hummeln zählen, sind unersetzliche Bestäuberinnen. Die wilden Schwestern der Honigbiene sind auch bei Kälte, Wind und Regen unterwegs. Besonders für kurz blühende Obstbäume wie Kirschen spielen sie deshalb eine tragende Rolle. So können Hummeln aufgrund ihrer Kraft sogar Tomaten bestäuben, wozu die Honigbiene nicht in der Lage ist. Je mehr verschiedene Arten von Bestäubern vorhanden sind, umso besser funktioniert die Gesamtbestäubung von Obstbäumen und anderen Pflanzen.

„Die Mehrzahl der Wildbienen bildet keine Staaten und benötigt Hohlräume in Holz, Stängeln oder Steinen, um darin Brutkammern anzulegen. Wer Wildbienen hilft, muss keine Stechattacken befürchten. Die Tiere sind harmlos und friedlich. Von einem ruhigen Platz aus, kann man das Treiben beobachten, wenn Bienen Baumaterial und Nahrung zu ihrer Brutröhre tragen“, sagt NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. Wer Bienen dabei unterstützen möchte, kann ein Insektenhotel selber bauen oder ein geeignetes kaufen. Wichtig ist, dass kein Weichholz verwendet wird, damit Bohrlöcher nicht ausfransen, sonst können sich die Bienen daran verletzen. Die Hotels sollten in der Nähe von Futterpflanzen aufgestellt werden.

Auf Blumenbeeten freuen sich Bienen über Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Wilde Malve, Astern, Blutweiderich, Wiesenschafgarbe und Wiesensalbei. Auf Gemüsebeeten bieten sich Ackerbohnen, Borretsch, Ringelblumen, Kürbisgewächse, Zwiebeln, Kohl, Möhren und verschiedene Gewürzkräuter an. Für den Balkon empfiehlt der NABU Katzenminze, Gundermann, Liegender Ehrenpreis, Zypressenwolfsmilch und Blutroten Storchschnabel sowie Küchenkräuter wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze und Thymian. Die Kräuter sollte man blühen lassen.

Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden, Flächenversiegelung und artenarme Grünflächen in Siedlungsgebieten sind Gründe für den Insektenschwund. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen.

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Amerikanische Faulbrut bei einen Bienenvolk ausgebrochen

Keine Gefahr für Menschen – Stadtverwaltung bittet um Unterstützung aller Freiburger Imkerinnen und Imker

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