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Veranstaltungen 

Freiburg: Nitrat-Diskussion zum „Weltwassertag“

Die Nitratverunreinigung der Böden, die Rolle der Landwirtschaft und die Aufgaben der Wasserwirtschaft sind die Themen einer öffentlichen Podiumsdiskussion, die zum Weltwassertag am 22. März im SWR-Funkhaus in Freiburg stattfindet. Sie wird moderiert vom SWR-Umweltredakteur Werner Eckert.

Veranstalter sind gemeinsam das Regierungspräsidium, das Institut für Hydrologie der Uni Freiburg, das Regierungspräsidium, der Verein Regiowasser sowie der Energie- und Umweltdienstleister badenova als der größte kommunale Wasserversorger in Baden.

Der „Tag des Wassers“ findet seit 25 Jahren jährlich am 22. März statt und ist seinerzeit von der Weltkonferenz "Umwelt und Entwicklung" 1992 in Rio de Janeiro und den Vereinten Nationen ins Leben gerufen worden. Dieses Jahr steht der Tag des Wasser unter dem Motto „Abwasser“. Dabei geht es vor allem um Spurenstoffe im Abwasser, aber auch um Verunreinigungen im Grundwasser. Deutschland und insbesondere auch der Südwesten sind dabei ganz besonders in das Blickfeld gerückt, weil hier seit Jahren die Nitratbelastung des Grundwassers steigt. In der gesellschaftlichen Debatte über die Sicherheit unseres Trinkwassers nimmt das Thema Spurenstoffe einen immer größer werdenden Raum ein.

An der Podiumsdiskussion beim SWR im Funkhaus Freiburg in der Karthäuserstraße nehmen zu dieser Problematik Experten und Betroffene Stellung. Teilnehmer sind: Dr. Christine Stumpp vom Helmoltz Zentrum in München, Jürgen Mair vom Referat Recht und Verwaltung des Regierungspräsidiums Freiburg, Werner Räpple, Präsident des Badischen Bauernverbandes und Johann-Martin Rogg, Prokurist und Wasserexperte bei der badenova. Es moderiert Werner Eckert von der SWR Umweltredaktion. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr, der Eintritt ist frei.

Beim Themenkomplex Abwasser/Trinkwasser wissen die Bürger häufig nicht, welchen Aufwand Wasserversorger wie die badenova leisten, um täglich das gesündeste und bestkontrollierte Lebensmittel Trinkwasser anzubieten:

Jeder Bürger verbraucht nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes 121 Liter Trinkwasser pro Tag. Der Großteil davon, den wir zum Beispiel zum Duschen, Kochen, Waschen, Spülen und Putzen verwenden, verlässt den Haushalt als Abwasser und fließt zusammen mit dem Regenwasser über ein umfassendes Kanalsystem zu den öffentlichen Kläranlagen. Die Entsorgungskosten für das täglich anfallende, häusliche Schmutz- und Niederschlagswasser betragen 37 Cent im Durchschnitt. Bei einer Wochenarbeitszeit von 32,9 Stunden (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2013) finanziert ein deutscher Haushalt mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von einer Minute und 50 Sekunden seinen gesamten Wasser- und Abwasserverbrauch.  Damit zeigt sich: Kommunale Abwasserentsorger sorgen zuverlässig, wirtschaftlich und nachhaltig für die Sammlung, Ableitung und Behandlung des täglich anfallenden, häuslichen Abwassers.








Verschiedenes 

Maya kommt vorerst nicht in den Karlsruher Zoo

Maya kommt vorerst nicht in den Karlsruher Zoo
Nanda / Foto Stadt Karlsruhe

Zirkus macht trotz Vorvereinbarung weiteres Gastspiel mit Elefanten

Die Asiatische Elefantenkuh Maya wird vorerst nicht nach Karlsruhe in den Zoologischen Stadtgarten kommen. Es gab mit Zirkusdirektor Hardy Scholl, dem das Tier gehört, eine Vorvereinbarung. Maya sollte demnach an den Zoo abgegeben werden und nicht mehr reisen. Dafür wurde bereits seit längerer Zeit der kommende Frühsommer angepeilt. Nachdem zwei Termine in Karlsruhe zur Abklärung letzter Details von Seiten des Zirkusdirektors kurzfristig abgesagt wurden, steht jetzt fest, dass Scholl mit dem Elefanten weiter auf Tournee gehen will.

"Wir bedauern diese Entscheidung von Herrn Scholl sehr. Schließlich war für uns klar, dass die Zusammenführung von Maya und Nanda in unserem Tierschutzprojekt der Altersresidenz für Elefantenkühe sehr gut für beide Tiere gewesen wäre", zeigt sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt enttäuscht. Die beiden Elefanten lebten zuvor gemeinsam in dem Zirkus, der hauptsächlich im Berliner Raum gastierte.

Nachdem Nanda vor weniger als einem Jahr an den Karlsruher Zoo wegen ihrer fast vollständigen Erblindung abgegeben wurde, reiste Maya weiter mit dem Zirkus. Da die Herdentiere aber eigentlich nicht alleine gehalten werden dürfen, musste das zuständige Veterinäramt mehrere Sondergenehmigungen ausstellen, die in Kürze ausgelaufen wären.

Nun wurde aus einem Zirkus, der in Holland gastiert, ein weiterer alleinlebender Elefant zum Unternehmen von Hardy Scholl gebracht. Damit war keine weitere Ausnahmegenehmigung für Maya mehr notwendig. "Aufgrund der guten sozialen Kontakte von Maya und Nanda hätten wir diese Tiere gerne bei uns wieder vereint und sehen die aktuelle Vergesellschaftung nicht als optimal an", erläutert Reinschmidt. Der Zirkus ist mit beiden Elefanten derzeit wahrscheinlich auf einem Gastspiel in Ungarn.

Die Vereinbarung zur Abgabe von Maya an den Zoo Karlsruhe wurde auch von der Landestierschutzbeauftragten Dr. Cornelie Jäger unterstützt. Dass der Vorvertrag jetzt vom aktuellen Besitzer von Maya nicht eingehalten wird, ist für Reinschmidt ernüchternd: "Wir wollten Maya und Nanda zusammen einen guten Altersruhesitz bieten und hatten fest mit dem Frühsommer als Übergabetermin geplant. Dass dies jetzt einseitig aufgekündigt wird, ist nicht schön für uns, vor allem aber nicht optimal für die Tiere."

Auch wenn zwischenzeitlich Lina in die Karlsruher Elefanten-Altersresidenz eingezogen ist, stand die Aufnahme von Maya für den Zoo nie zur Disposition. "Lina ist als akuter Notfall zu uns gebracht worden. Bis zum Frühsommer ist sie wahrscheinlich so stabil, dass wir sie bis zur Fertigstellung unserer vergrößerten Außenanlage vorübergehend in einem anderen Zoo unterbringen hätten können. Da sie aktuell keine sozialen Bindungen zu anderen Elefanten hat, wäre dies die beste Lösung gewesen", erklärt Reinschmidt.

Auch wenn die Verärgerung über die Entscheidung des Besitzers von Maya derzeit recht groß ist, schließt Reinschmidt eine spätere Übernahme nicht aus: "Wir werden uns jetzt erstmal auf Lina konzentrieren und eine Vergesellschaftung in unsere Gruppe vorbereiten. Wenn der Umbau der Außenanlage fertig ist und Herr Scholl dann doch noch Maya an uns abgeben möchte, sind wir trotz des jetzigen Unmuts gesprächsbereit."

Mit der Altersresidenz für Asiatische Elefantenkühe wurde im Masterplan des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe dieses besondere Tierschutzprojekt verankert. Damit besteht die Möglichkeit, Zirkuselefanten aufzunehmen, die nicht mehr reisen sollen. Auch eine Übernahme von älteren Zooelefanten, die nicht mehr zusammen mit ihren bisherigen Gruppen leben können, ist denkbar.

zum Bild oben:
Die Elefantenkuh Nanda ist seit vergangenem Jahr in Karlsruhe. Sie wurde aufgrund einer fast vollständigen Erblindung vom Zirkus an den Zoo abgegeben. Davor lebte sie jahrelang zusammen mit Maya. / Foto Stadt Karlsruhe

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Pflanzungen zum "Tag des Baumes"

Neulinge ergänzen Naturlehrpfad der Kleingartenanlage "Reitschulschlag"

Zum "Tag des Baumes" pflanzen alljährlich Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Oberrheinischen Waldfreunde, der Bürgervereine und Schulen sowie Anwohner neue Bäume. Die diesjährige Aktion mit Bürgermeister Michael Obert findet am Montag, 20. März, statt. Schauplatz ist um 12 Uhr die Kleingartenanlage "Am Reitschulschlag" (gegenüber der alten Fahnenfabrik, Lachenweg). Die fünf Neupflanzungen ergänzen den Naturlehrpfad der Kleingartenanlage. Allerdings finden sich darunter keine Fichten, denn der "Baum des Jahres 2017" eignet sich nicht als Stadtbaum.

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Verschiedenes 

Slow Food Deutschland feiert 25-jähriges Jubiläum

Slow Food Deutschland feiert 25-jähriges Jubiläum
Dresden rettet Gemüse / Foto: Friedemann Lätsch

25 Veranstaltungen bundesweit rücken Erzeuger und Produkte in den Fokus, die schon heute im Zeichen eines zukunftsfähigen Lebensmittelsystems und ökologischer Nachhaltigkeit stehen.

Unter dem Motto "25 Jahre Slow Food Deutschland - Weil uns die Zukunft des Essens und unserer Lebensmittelerzeuger wichtig ist" startet Slow Food Deutschland gemeinsam mit den rund 14.000 Mitgliedern das 25-jährige Vereinsjubiläum. In 25 Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen bundesweit sind Verbraucher eingeladen, traditionelles Lebensmittelhandwerk kennenzulernen sowie regionaltypische Arten- und Sortenvielfalt geschmacklich zu entdecken.

Die thematische Bandbreite der Jubiläums-Veranstaltungen reicht von regionaler Esskultur über Lebensmittelverschwendung bis hin zur Ganztierverarbeitung und guter Schulverpflegung. Den Auftakt bildete am 4. März die Donnersberger Glanrindwoche. In neun Restaurants rund um den Donnersberg, im Glantal sowie in Mainz, werden alle Teile des Rinds kulinarisch verarbeitet. Das Glanrind ist seit 2007 Passagier der "Arche des Geschmacks", ein internationales Projekt von Slow Food, das die biokulturelle Vielfalt von Nutztierarten und Kulturpflanzen schützt.

Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und hat inzwischen knapp 14.000 Mitglieder sowie viele Unterstützer, die sich bundesweit in über 85 lokalen Gruppen organisieren und mit verschiedensten Aktivitäten vor Ort engagieren. Slow Food Deutschland hat sich nach Italien zur stärksten Slow Food Bewegung weltweit entwickelt. Während der Verein in Deutschland als Bewegung für den Erhalt des guten Geschmacks und der lokalen Esskultur begann, hat er sich über die Jahre hinweg zu einer politisch orientierten Organisation entwickelt. Ziel ist die dringend notwendige Umgestaltung des Lebensmittelsystems hin zu mehr ökologischer, sozialer, kultureller, politischer sowie ökonomischer Nachhaltigkeit. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks sowie der regionalen Geschmacksvielfalt sind dabei genauso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger und die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln.

"Wir können es uns schlichtweg nicht leisten, in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion so zu wirtschaften wie bislang. Unsere natürlichen Ressourcen sind endlich und die Folgen der industriellen Lebensmittelproduktion gravierend," so die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Ursula Hudson. "Zur Umsetzung eines zukunftsfähigen Lebensmittelsystems ist es unabdingbar auf nationaler und EU-Ebene eine ganzheitliche Ernährungspolitik umzusetzen. Das Vereinsjubiläum möchten wir nutzen, die Öffentlichkeit dafür weiter zu sensibilisieren und sie für Erzeuger und Produkte zu begeistern, die schon jetzt im Zeichen von Zukunftsfähigkeit stehen." Der offizielle Festakt für das Vereinsjubiläum von Slow Food Deutschland findet auf Einladung der Bürgermeisterin und Bremer Senatorin für Finanzen, Karoline Linnert, am 16. Juni 2017 im Bremer Rathaus statt.

Im Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl an Veranstaltungen. Alle 25 Jahre Slow Food Deutschland Veranstaltungen finden Sie unter www.slowfood.de/25_jahre

Baden-Württemberg, Stuttgart: Den Wurzeln guter Milch auf der Spur (1. Juni)

Am Tag der Milch sind die Teilnehmer der Wurzeltour auf dem Reyerhof in Stuttgart eingeladen, der nachhaltigen Erzeugung und -weiterverarbeitung von Milch auf die Spur zu gehen. Bei einem Besuch im Stall während der Melkzeit und einer anschließenden Verkostung können Genussfreudige den deutlichen Unterschieden zwischen verarbeiteten und naturbelassenen Milchen nachschmecken.

Nordrhein-Westfalen, Aachen: Slow Food - Dreiländer-Fritten-Rallye (15. Juli)

In Aachen und den umliegenden belgischen und niederländischen Grenzorten gehört die Fritte zum regionalen kulinarischen Kulturgut. Viele Menschen haben klare Vorstellungen von der "besten Fritte" und davon, wo sie diese bekommen. Die Slow Food - Dreiländer-Fritten-Rallye ist eine Rundtour mit dem Fahrrad zu deutschen, belgischen und niederländischen Frittenbuden. Gemeinsam wird die qualitative und geschmackliche Vielfalt erkundet und gekostet.

Niedersachsen, Hannover: Genuss macht Schule - Food Policy im Lernalltag (13. September)

Über viele Jahre war das Zuhause der zentrale Ort der Essensversorgung unserer Kinder. Mittlerweile übernehmen vor allem am Mittag immer mehr Kindergärten und Ganztagsschulen diese Grundversorgung. Die öffentliche Hand schlüpft zunehmend in die Rolle des "Nährers" von Kindern und Jugendlichen. All dies geschieht in einer Zeit, in der die aktuelle Ernährungspolitik wachsender Kritik ausgesetzt ist, die Nahrungsmittelwirtschaft an ihre Grenzen stößt und ein Umdenken hin zu einem nachhaltigen Lebensmittelsystem von Nöten ist - auch in Schulen und Kindergärten. Verschiedene Impulsvorträge zu Vision und Praxis einer zukunftsfähigen Ernährung in Schulen und Kitas laden Bürger zum Dialog ein.

Hamburg: Rund um die tolle Knolle, Schälen und Kochen mit Eltern und Kindern (17. September)

An diesem Tag steht alles im Zeichen der Kartoffel. Eltern sind gemeinsam mit ihren Kindern eingeladen, Kartoffeln von Söth's Biolandhof weiterzuverarbeiten. Die Knollen kommen direkt aus dem Familienbetrieb am Rand des Dorfes Ahrenviöl, fünfzehn Kilometer westlich von Husum. Angekommen in Hamburg werden die Kartoffeln in der großen Schälmaschine in der Küche "Wackelpeter" von Jens Witte zu einem Überraschungsessen in großen Kesseln und Pfannen zubereitet.

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Verschiedenes 

Weltraumtourismus: Elitärer, umweltzerstörender Millionärs-Weltraumtourismus

Weltraumtourismus: Elitärer, umweltzerstörender Millionärs-Weltraumtourismus
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat für das Jahr 2018 eine Mondumrundung mit zahlenden Weltraumtouristen angekündigt. Die Mission biete Menschen die Gelegenheit, "erstmals seit 45 Jahren tief in den Weltraum zurückzukehren" sowie "schneller und weiter in das Sonnensystem zu reisen, als jemals zuvor", erklärte SpaceX-Chef Elon Musk im Februar 2017.

Die Berichterstattung über diese Pläne ist häufig eine Mischung aus Technikbesoffenheit, Heldenverehrung und rückwärtsgewandtem Fortschrittsglauben.

In Zeiten des Klimawandels, Artensterbens und der absehbaren Endlichkeit der Rohstoffe ist elitärer, umweltzerstörender Millionärs-Weltraumtourismus pervers, passt allerdings gut ins zerstörerische Zeitalter des Anthropozän!
Weltraumtourismus zerstört die Umwelt und das Klima. Weltraumtourismus ist das zukünftige (endlich mal ungestörte) Hobby für das reichste Prozent der Weltbevölkerung (70 Millionen Menschen), das über so viel Vermögen verfügt wie der ganze Rest (sieben Milliarden Menschen) zusammen. In einer Zeit in der 795 Millionen Menschen auf der Welt nicht genug zu essen haben, stellt sich nicht nur beim Thema Weltraumtourismus die Frage, ob an den richtigen Themen geforscht wird. Doch in einer Zeit globaler Umweltzerstörung und wachsender weltweiter Gefährdungen haben Themen wie "Tourismus im All" auch etwas geschickt Ablenkendes...

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer




Verschiedenes 

Karlsruhe: Kap kommt zurück nach Karlsruhe

Karlsruhe: Kap kommt zurück nach Karlsruhe
Eisbär Kap kehrt zurück / Foto: Siegfried W. Kloth, Tierpark Neumünster

Eisbär aus Neumünster soll im Zoologischen Stadtgarten für Nachwuchs sorgen

Mit dem männlichen Eisbären Kap wird noch in diesem Frühjahr ein alter Bekannter nach Karlsruhe zurückkehren. Derzeit lebt er im Tierpark Neumünster. Mit der Karlsruher Eisbärin Nika soll er in den kommenden Jahren für Nachwuchs sorgen. Im Gegenzug verlassen Vitus und Larissa Karlsruhe in Richtung Neumünster.

Die drei Karlsruher Eisbären wurden von einem Experten-Team des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin (IWZ) untersucht. Dabei kam heraus, dass Vitus unfruchtbar und Larissa zu alt für die Zucht ist, Nika aber Nachwuchs bekommen könnte. Kap ist mit seinen 16 Jahren im besten Eisbärenalter und bringt außerdem zum Züchten wertvolle Gene mit, da er aus der Moskauer Blutlinie stammt, die ansonsten in Deutschland nicht vertreten ist.

"Es ist für beide Zoos eine sinnvolle und schöne Lösung", betont Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Nur ausgewählte Zoos dürfen züchten, da die Nachzuchten optimal untergebracht werden müssen und darauf geachtet wird, dass keine Inzucht zustande kommt. Einigen im Zuchtbuch beteiligte Zoos und Tierparks kommt dagegen die Rolle zu, ältere oder auch zuchtunfähige Eisbären gut unterzubringen. Vitus und Larissa können so zusammen in Neumünster leben, Kap und Nika werden gemeinsam in Karlsruhe untergebracht. "Die Zusammenarbeit der Zoos ist für die erfolgreiche Zucht sehr wichtig. Wir sind sehr froh, mit Neumünster diese Lösung realisieren zu können", erklärt Reinschmidt.

„Kap darf sich demnächst mit einer hübschen Eisbärendame vergnügen, das gönnen wir ihm alle von Herzen, und Neumünster hat bald wieder zwei Eisbären“, so Verena Kaspari, Zoologische Leiterin des Tierparks Neumünster. Kap kam als junger Bär 2001 von Moskau nach Karlsruhe, zog 2004 in den Tierpark Neumünster um. Er kennt die Eisbärin Nika noch aus dieser Zeit, war damals jedoch zu jung, um für Nachwuchs zu sorgen.

Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN gibt es weltweit 22.000 bis 31.000 wildlebende Eisbären. Die IUCN stuft Eisbären als gefährdete Tierart ein und befürchtet einen Einbruch der Populationen um mindestens 30 Prozent in den kommenden 45 Jahren. Mit Blick auf den Gefährdungsstatus gewinnt die Erhaltungszucht kontinuierlich an Bedeutung. Momentan leben in Deutschland 26 Eisbären in zwölf verschiedenen zoologischen Einrichtungen.

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Eisbär Kap wird bald nach Karlsruhe zurückkehren. / Foto: Siegfried W. Kloth, Tierpark Neumünster

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Rund um Arten- und Klimaschutz

Karlsruhe: Rund um Arten- und Klimaschutz
Blauflügel-Bergtangare / Foto Stadt Karlsruhe

Zoo Karlsruhe lädt zu Vortragsabend ins Exotenhaus

Der Zoo Karlsruhe lädt für Mittwoch, 1. März, um 19 Uhr zu einem Vortragsabend rund um das Thema Arten- und Klimaschutz ins Exotenhaus ein. Zum Thema „Ecuadors Fauna und Flora – Chancen für die bedrohte Biodiversität“ spricht Dr. Heike Brieschke, Mindo Lindo (Ecuador), „Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe als Fenster zu weltweiten Projekten“ wird von Dr. Clemens Becker, Kurator Artenschutz Zoo Karlsruhe, erläutert, Dirk Vogeley von der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur hält seinen Teil des Vortrags zu „Klimaschutz-Zertifikate – so wird der Umwelt wirklich geholfen“.

Die deutsche Ornithologin Dr. Heike Brieschke hat mit ihrem Ehemann Pedro Penafiel am Westhang der Anden begonnen, aus Weideflächen den zerstörten Nebelwald in einem Pilotprojekt mit heimischen Bäumen wiederaufzuforsten. Es wurden ein pädagogisches Umweltzentrum eingerichtet und – in Zusammenarbeit mit der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur – weitere zertifizierte Flächen aufgeforstet, die der globalen CO2-Emmission entgegenwirken.

Für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe ist das Ecuador-Projekt das erste Großvorhaben, das seit Gründung der Stiftung vor einem halben Jahr in Angriff genommen wurde. Die Referenten erläutern in kurzweiligen und bildstarken Vorträgen, wie sich ein roter Faden durch ihre Bemühungen in Sachen Arten- und Klimaschutz zieht. Der Zugang zum Vortragsraum erfolgt über die Ettlinger Straße 4. Der Eintritt ist kostenfrei, um eine Spende für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe wird gebeten.

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Der Blauflügel-Bergtangare ist Teil der besonders artenreichen Fauna Ecuadors. / Foto Stadt Karlsruhe

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IMMO – Die Messe rund um Ihre Immobilie

IMMO – Die Messe rund um Ihre Immobilie
Foto: FWTM / Ralf Deckert

18. + 19. Februar 2017, Messe Freiburg

Erfolgreiche Jubiläumsausgabe der IMMO in Freiburg

Beide Messetage der IMMO waren geprägt von regem Interesse am Thema Wohnen in und um Freiburg.

Die zehnte IMMO in der Messe Freiburg war ein Erfolg: Die landesweit bedeutendste Messe rund ums Thema Immobilien lockte erneut über 7000 Besucher in die Halle 1 der Messe. Für die rund 60 Aussteller zeichnete sich folglich am Sonntag schon früh eine positive Bilanz der beiden Messetage ab. Die Qualität der Beratungsgespräche und der Informationsbedarf seien sehr hoch gewesen, so die einhellige Rückmeldung.

Viele Besucher hätten genaue Vorstellungen mitgebracht und seien besonders an Renditeobjekten zur Geldanlage interessiert gewesen. Auch die Vorträge im Rahmenprogramm der Messe seien sehr gut besucht gewesen. Fragen zur Zinsentwicklung, Wohnbausituation in der Region und zur Preisentwicklung hätten im Vordergrund gestanden und einmal mehr bestätigt, dass das Interesse am Immobilienthema in der Stadt und der Region wie schon seit Jahren ungebrochen groß sei, fasste FWTM-Geschäftsführer Daniel Strowitzki am Sonntag zum Messeausklang die Stimmung zusammen. „Mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro, also rund 300 Millionen Euro mehr als Schnitt der vergangenen Jahre, hat die Freiburger Immobilienbranche 2016 ein Rekordjahr erlebt“, so IMMO-Mitinitiator Hugo W. Sprenker. Ein Ende der Nachfrage, aber auch der günstigen Zinssituation, sei nicht abzusehen. Für das laufende Jahr erwarte man stabile, weiterhin leicht anziehende Preise am Markt, so der ehemalige Vizepräsident des Immobilienbundesverbandes IVD am Samstag zum Messestart. Und auch Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag bestätigte zum Messeauftakt: „Freiburg ist attraktiv.“ Es gelte für die städtische Baupolitik, Familien in der Stadt zu halten und gleichzeitig in Abstimmung mit den Gemeinden im Umland den hohen Anforderungen an den Wohnungsmarkt zu begegnen. „Wir können nur gemeinsam gewinnen“, so Haags Credo.

Die Rückmeldung der Aussteller am Sonntag zur IMMO 2017 war durchweg positiv: Vertriebsleiter Ralf Fütterer („Living Haus“ Bauherrenzentrum, Buggingen) betonte das „sehr hohe Niveau“ der Messe, und Erik Beudeker (Geschäftsführer Beudeker Immobilien, Bad Krozingen) honorierte die „gezielten Vorstellungen“, mit denen viele Besucher zur Messe gekommen seien. Philipp-Maximilian Klein, Geschäftsführer der Klein Immobiliengruppe in Freiburg, bescheinigte der Messe „eine ideale Plattform zur Präsentation von Produkten und Dienstleistungen“, bei der neben dem Gespräch mit dem Kunden auch der Austausch innerhalb der Branche im Mittelpunkt stand. Und Geschäftsstellenleiter Dieter Störck vom Siedlungswerk in Freiburg fasste zusammen: „Die Messe bleibt wichtig“, und zwar als Anlaufstelle für Interessenten im Bereich Immobilien und Unternehmen gleichermaßen. Störck lobte auch das Engagement der Stadt Freiburg für die IMMO. An anderen Standorten sei dies häufig nicht gegeben. Auch in den kommenden Jahren werde das Interesse am Freiburger Immobilienmarkt nicht nachlassen, so Daniel Strowitzki am Sonntag in seiner Bilanz der IMMO. „Wir gehen alle davon aus, dass der Erfolg der IMMO auch in den kommenden Jahren ungebrochen sein wird, da es einfach keinen besseren Branchentreffpunkt gibt, bei dem man sich in einer derart großen Breite über das Thema Immobilienkauf und -verkauf informieren kann.“ Die IMMO sei, gerade auch durch die zeitliche Anbindung an die Bau- und Ausbaumesse GETEC, auch auf lange Sicht ein attraktives Angebot für das Freiburger Publikum und Besucher aus dem Umland.







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