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Ende der Überfischung der Meere nicht in Sicht

Fish Dependence Day 2018 am 4. Mai

Noch immer gehen wir nicht verantwortungsvoll mit dem Leben in den Meeren sowie mit denen, die von ihnen leben, um. Durch Überfischung sind auch 2018 noch viele unserer europäischen Fischbestände nicht so ergiebig, wie sie sein könnten. Zu viele Fische landen als unerwünschter Beifang im Netz und gehen ungenutzt - und tot - wieder über Bord.

Bis zum 4. Mai sind deutsche Fischereierzeugnisse aus Nord- und Ostsee sowie aus Aquakultur für dieses Jahr aufgebraucht. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Fish Dependence Day fünf Tage später. Von einer Trendwende kann jedoch keine Rede sein. Slow Food Deutschland, Brot für die Welt, die Deutsche Umwelthilfe und Fair Oceans rufen am Fish Dependence Day Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf, die Überfischung zu stoppen und der Verschwendung von Fischressourcen einen Riegel vorzuschieben.

Jeder Bissen Fisch, der ab dem 4. Mai 2018 in Deutschland verzehrt wird, wird rechnerisch nur noch von Importen ermöglicht. Ermittelt wird dieser Stichtag jährlich von der britischen New Economics Foundation. "Am Fish Dependence Day rufen wir zur Schonung der überfischten Bestände auf", sagt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. "Dazu müssen die EU-Fischereiminister ihrer Verpflichtung nachkommen, der Überfischung bis 2020 ein Ende zu setzen. Um das 2020-Ziel zu erreichen, braucht es entschlossenere Anstrengungen, da für etwa ein Drittel der Bestände die Gesamtfangmengen noch immer oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen liegen. Wir fordern die zuständigen EU-Entscheidungsträger und Bundesagrarministerin Julia Klöckner auf, dieser Verantwortung nachzukommen. Nur mit gesunden Beständen bleiben traditionelle Fischereien und damit auch Fischereitraditionen und -kulturen erhalten."

Francisco Marí, Referent für Agrarhandel und Fischerei bei Brot für die Welt, berät seit vielen Jahren westafrikanische Kleinfischer. Er sagt: "Fangschiffe aus der EU müssen auch in internationalen Gewässern und den Fanggebieten von Drittländern nachhaltig fischen. Die EU- Regelungen dazu gibt es längst, nur lässt sich ihre Einhaltung in armen Ländern schwer überwachen. Die Folgen der Überfischung vor den Küsten Afrikas und Asiens sind Hunger und Mangelernährung in Entwicklungsländern, denn für die Menschen dort ist Fisch oft der einzige Lieferant von tierischem Eiweiß."

Der Projektkoordinator von Fair Oceans, Kai Kaschinski, sieht es darüber hinaus als notwendig an soziale und ökologische Ansätze im Meeresschutz stärker als bisher aufeinander abzustimmen. "Gerade in der Fischereipolitik wird aus entwicklungspolitischer Perspektive deutlich, dass eine Beschränkung der Fangmengen allein nicht ausreicht, um eine nachhaltige Fischerei zu gewährleisten. Die Zerstörung der Küstenökosysteme, die Verschmutzung der Meere oder auch der Ausbau der Offshore-Industrie tragen zum schlechten Zustand der Fischbestände bei und gefährden somit weltweit die Existenzgrundlagen der Kleinfischerei", führt Kai Kaschinski aus.

"Die konsequente Beendigung der Überfischung in der EU dient auch dem Schutz der Ökosysteme in Ostsee, Nordsee und Atlantik", sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. "Zugleich muss zur Schonung marinen Lebens die Verschwendung von Fischressourcen durch Rückwürfe unerwünschter Beifänge beendet werden. Die DUH setzt sich im Rahmen der Our Fish-Kampagne insbesondere dafür ein, dass die Einhaltung der EU-rechtlichen Pflicht zur Anlandung aller Fänge in Deutschland künftig besser kontrolliert wird."

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Veranstaltungshinweis: Fish Dependence Day 2018 - 3. Mai 2018, 18:00 - 21:00 Uhr, Haus der Wissenschaft Bremen

Am 3. Mai 2018, am Vorabend des deutschen Fish Dependence Day, veranstalten Slow Food Deutschland, Brot für die Welt und Fair Oceans die öffentliche Podiumsdiskussion "Fische im Fokus - ist ein Ende von Überfischung und Verschwendung in Sicht?" mit anschließender offener Gesprächsrunde zum Thema Überfischung und Meeres-, Binnengewässerschutz. Nicht nur Politik und Wirtschaft sind gefragt, auch Verbraucher können ihren Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Fischbeständen leisten, indem sie ihr Konsumverhalten überdenken. Um Handlungsalternativen soll es an diesem Abend deshalb auch gehen. Als Ausklang gibt es einen Imbiss mit nachhaltigem Fischangebot und vegetarischen Alternativen.

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Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln. Slow Food Deutschland e. V. wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv. Als Slow-Food-Mitglied ist man Teil einer großen, bunten, internationalen Gemeinschaft, die das Recht jedes Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel vertritt. V.i.S.d.P.: Dr. Ursula Hudson. www.slowfood.de

Brot für die Welt: Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt unterstützt Menschen in mehr als 90 Ländern dabei, aus eigener Kraft ihre von Hunger, Armut, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung geprägte Lebenssituation zu verbessern. Ein Schwerpunkt ist die Ernährungssicherung. In Zeiten des Klimawandels und knapper werdender Ressourcen wird der Kampf gegen Hunger und Mangelernährung immer wichtiger. www.brot-fuer-die-welt.de

Fair Oceans hat sich zum Ziel gesetzt die entwicklungspolitische Dimension der Meere zum Thema zu machen. Als Arbeitsschwerpunkt des "Vereins für Internationalismus und Kommunikation e.V." diskutiert Fair Oceans deshalb seit 2009 die Konsequenzen der vielfältigen Entwicklungen auf den Weltmeeren für das Nord-Süd-Verhältnis und will dazu anregen, Ansätze für eine solidarische Politik auf See zu suchen. Fischerei, Seerecht, Meeresverschmutzung, Flucht über See, die Arbeitsbedingungen an Bord oder die Vorhaben zum Tiefseebergbau alle diese aktuellen meerespolitischen Themenfelder und ihre sozialen und ökologischen Aspekte sind Bestandteil der Projekte. Von Bremen aus arbeitet Fair Oceans mit verschiedenen regionalen, überregionalen und auch internationalen Partnern zusammen, die ebenfalls versuchen die Meere für die Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Küsten zu erhalten, ihre natürliche Vielfalt zu schützen und sie als gemeinsames Erbe der Menschheit gemeinsam zu verwalten. In Deutschland und Europa eine verantwortliche Meerespolitik umzusetzen ist global von Bedeutung. Menschen für das zu sensibilisieren, was draußen auf See geschieht und wie sehr Land und Meer mitein­ander verbunden sind, und ihnen zugleich Handlungsperspektiven aufzuzeigen und sie einzubeziehen sind für Fair Oceans die Grundlagen des eigenen Engagements. www.fair-oceans.info

Deutsche Umwelthilfe: Seit über 40 Jahren setzt sich die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein. Wie keine andere Organisation in Deutschland verbindet sie dabei den Schutz von Umwelt und Verbrauchern. Die Deutsche Umwelthilfe wurde 1975 gegründet. Sie ist politisch unabhängig, gemeinnützig anerkannt, klageberechtigt und engagiert sich vor allem auf nationaler und europäischer Ebene. Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für nachhaltige Lebensweisen und Wirtschaftsformen ein, die ökologische Belastungsgrenzen respektieren. Gleichzeitig kämpft sie für den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz der Naturgüter sowie für den Klimaschutz. Ihre Überzeugung: Nur eine auf Effizienz und regenerativen Energien basierende Energieversorgung, nachhaltige Mobilität, der verantwortungsvolle Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen sowie die Vermeidung von Abfällen können den Erhalt unseres Planeten sichern. www.duh.de








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Karlsruhe: Großer Fahrspaß mit Lastenrädern

Karlsruhe: Großer Fahrspaß mit Lastenrädern
Urban Arrow - zu sehen auf der Cargobike Lastenroadshow / Foto: cargobike.jetzt

Cargobike-Roadshow am 8. Mai in Karlsruhe/Händlerunabhängige Beratung

Bereits zum dritten Mal gastiert am Dienstag, 8. Mai, die Cargobike-Roadshow in der Fächerstadt. „Mit der Veranstaltung rund um Lastenräder möchten wir weitere Interessenten auf das umweltfreundliche Transportmittel bringen“, lädt Bürgermeister Michael Obert ein, zwischen 14 und 19 Uhr auf den Kirchplatz St. Stephan zu kommen. Zu sehen sind zwölf Modelle von Cargobikes, einer modernen Variante der Lastenräder. Von den klassischen Modellen, die man insbesondere aus den Niederlanden und Kopenhagen kennt, bis zu Cargobikes mit E-Unterstützung und Neigetechnik kann alles besichtigt werden. Und mit jedem Modell darf eine Testrunde geradelt werden. Cargobikes sind eine stadtverträgliche Alternative zum Auto, um Fahrten mit schwerem Gepäck - etwa bei einem Großeinkauf - in der Stadt durchzuführen oder auch Kinder in die Kita zu bringen. Von den individuellen Bedürfnissen hängt ab, welcher Typ Lastenrad geeignet ist. Einen Überblick verschaffen hier auch Karlsruher Radhändler, die herstellerunabhängig beraten.

Die XXL-Variante eines Fahrrades zu fahren, benötigt eine gewisse Eingewöhnung, hat auf jeden Fall neben dem reinen praktischen Nutzen seinen besonderen Reiz: „Die meisten wollen gleich noch eine Runde drehen - vor allem die mitfahrenden Kinder", so Colin Pöstgens, einer der Organisatoren der Roadshow.

Und wer nicht gleich ein Cargobike sein Eigen nennen will, der kann sich auf dem Stephanplatz bei der Karlsruher Lastenradinitiative über Lastenkarle informieren. Die Initiative (lastenkarle.de) verleiht für registrierte Nutzer an drei Karlsruher Stationen kostenlos Lastenräder.

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Karlsruhe: Abschluss des Karlsruher Projektwettbewerbs Nachhaltigkeit

"Unsere Zukunft - Dein Projekt": Verantwortliche zogen Bilanz

Vor knapp einem Jahr zeichnete die Jury des Karlsruher Projektwettbewerbs Nachhaltigkeit „Unsere Zukunft – Dein Projekt“ fünf Vereine und ihre Projektideen für mehr Nachhaltigkeit in der Stadt aus. Ausgestattet mit dem Wettbewerbspreisgeld konnten die fünf Projekte danach in die Umsetzung gehen. Seither ist Karlsruhe um fünf Leihlastenräder, einen Naturgarten für ehemals Wohnungslose und drei Ping!-Stationen zum Tausch elektronischer Kleingeräte reicher. Ein Leihladen für Gegenstände aus den Bereichen Heimwerken, Haushalt, Kinder und Freizeit sowie ein Gewächshaus mit Regenwasser-Bewässerungssystem für den Garten der Kita Drachenhöhle sind im Aufbau.

Was wurde bisher erreicht? Welche Erfahrungen wurden in der Umsetzungsphase gemacht? Mit welchen Hürden mussten die Projektverantwortlichen zurechtkommen? Wie geht es mit den Projekten weiter und welche Synergien könnten genutzt werden? Die Projektverantwortlichen trafen sich mit den Mitarbeiterinnen vom Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe zu einem Abschlusstreffen, um sich über diese und weitere Fragen auszutauschen. Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv. Nach dem Start im Herbst nehmen die Verleihzahlen der Lastenräder gerade Fahrt auf. Das Ping!-Projekt weckt auch über die Region hinaus Interesse. Der Naturgarten der Sozialpädagogischen Alternativen e.V. entwickelt sich zu einem Kleinod und ist willkommene Abwechslung im Alltag vieler ehemals wohnungsloser Menschen. Das Gewächshaus für die Kita Drachenhöhle wird in der anstehenden Gartensaison fertiggestellt. Und der Leihladen – das mit Abstand aufwendigste Projekt – gleicht zwar noch einer Baustelle, soll aber voraussichtlich im Herbst eröffnet werden. Bereits 300 Gegenstände wurden zusammengetragen und werden derzeit für den Verleih vorbereitet.

Die Projektträger erhalten nach erfolgter Umsetzung nun den Rest ihres Preisgeldes, um die Fortführung der Projekte zumindest für einen gewissen Zeitraum weiter zu unterstützen. „Der Karlsruher Projektwettbewerb Nachhaltigkeit“ ist ein tolles Beispiel dafür, wie viel nachhaltiges Potential in unserer Stadt steckt und mit wie viel Herzblut sich die Bürgerinnen und Bürger für ihre Projekte engagieren“, so die Mitarbeiterinnen vom Umwelt- und Arbeitsschutz. Die Webseite zum Projektwettbewerb unter www.karlsruhe.de/nachhaltigkeit bietet Beschreibungen aller fünf Projekte mit weiterführenden Links.

2015 wurde der langjährige Einsatz der Stadt Karlsruhe für eine nachhaltige Stadtentwicklung von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis mit dem Titel "Deutschlands nachhaltigste Großstadt" gewürdigt. Das mit dem Gewinn dieser Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von 35.000 Euro stellte Karlsruhe mit dem im September 2016 gestarteten Projektwettbewerb „Meine Zukunft. Dein Projekt“ den Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung, die sich in Vereinen und gemeinnützigen Organisationen für eine nachhaltige Entwicklung engagieren. Die Stadt Karlsruhe versteht nachhaltige Entwicklung als Gemeinschaftsaufgabe, die nur gelingen kann, wenn der Prozess von der Stadtgesellschaft aktiv mitgestaltet wird. Weil sich diese Überzeugung auch in der Verwendung des Preisgeldes der Allianz Umweltstiftung für den Karlsruher Projektwettbewerb Nachhaltigkeit widerspiegelt, wurde Karlsruhe 2018 unter die drei Finalisten des „Jubiläumspreises für Städte und Gemeinden“ im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises gewählt.

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NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle eröffnet Naturgarten

NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle eröffnet Naturgarten
Pflanzung-Blumberger Mühle / Foto: NABU/S.Hennigs

Auf 600 Quadratmetern können Besucher entdecken, wie sie heimische Tiere in den Garten locken

Angermünde/Berlin – Das NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle in Angermünde bei Berlin ist ab sofort um eine Attraktion reicher: Am 29. April wurde auf dem Gelände ein großer naturnaher Garten eröffnet.

Auf rund 600 Quadratmetern können Besucher entdecken, mit welchen Gestaltungsideen sie heimische Tiere in den eigenen Garten locken. Dazu gehören Nisthilfen und Quartiere für Vögel, Insekten und Fledermäuse. Außerdem gibt es heimische Wildpflanzen, die Nahrung bieten, sowie offene Bodenstellen für Insekten und Vögel. Reisig- und Totholzhaufen dienen als Verstecke, Speisekammer und als Sonneninsel. Zudem ist eine kleine wilde Ecke vorhanden, in der sich Natur frei entwickeln darf. Viele Pflanzen sind für Menschen und Tiere gleichermaßen attraktiv. Sechs Themenbeete erläutern unter anderem nachtduftende Pflanzen, Teekräuter oder essbares Wildgemüse.

„Mit naturnahen Gärten wird die Artenvielfalt gefördert. Solche vielfältig gestalteten Gärten, bei denen auf Pestizide und künstliche Düngemittel verzichtet wird, sind wichtige Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Da in unserer Agrarlandschaft die biologische Vielfalt in erschreckendem Maße abnimmt, werden naturnahe Gärten immer wichtiger.”

„Mit unserer Partnerschaft für naturnahes Gärtnern möchten wir zeigen, wie einfach und schön es ist, auch kleine Grünflächen so zu gestalten, dass die Artenvielfalt unterstützt wird“, sagt Christine Scharnagl, Sustainability Managerin bei IKEA Deutschland.

Der naturnahe Garten ist für Besucher zu den regulären Öffnungszeiten im Sommer von 9 Uhr bis 16 Uhr und im Winter von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.
Erwachsene zahlen 4 Euro, Kinder 1 Euro. NABU-Mitglieder haben freien Eintritt.

Der neue Garten an der Blumberger Mühle ist im Rahmen der Zusammenarbeit von NABU und IKEA Deutschland entstanden. Beide Partner haben sich zum Ziel gesetzt, naturnahes Gärtnern zu fördern. So wurden im vergangenen November zwei Naturgärten am IKEA Einrichtungshaus in Kaarst (Nordrhein-Westfalen) eröffnet. Der NABU engagiert sich bereits bundesweit mit eigenen Mustergärten und Beratungsangeboten für mehr Vielfalt im Garten. Unterstützt durch IKEA sollen im kommenden Jahr weitere NABU-Themengärten entstehen und Bildungsaktivitäten zum naturnahen Gärtnern umgesetzt werden. Am Beispiel der neuen Themengärten soll veranschaulicht werden, wie jeder durch naturnahes Gärtnern dazu beitragen kann, die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür zu fördern und zu erhalten.

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An 30 Stationen erleben, wie der Wald tickt

An 30 Stationen erleben, wie der Wald tickt
Foto: Veranstalter

Am Sonntag, 6. Mai, findet rund um das Waldhaus der Freiburger Waldtag statt

Zum dritten Mal veranstaltet das Forstamt Freiburg gemeinsam mit dem Naturpark Südschwarzwald, dem Landesbetrieb ForstBW und der Stiftung Waldhaus am Sonntag, 6. Mai, den beliebten „Freiburger Waldtag“. An 30 Stationen entlang eines mehr als zwei Kilometer langen Parcours im Stadtwald erwartet kleine und große Besuchende ein buntes Programm. Es gibt Einblicke und Mitmachangebote rund um folgende Themen: naturnahe Waldbewirtschaftung und Waldschutz, Jagd und Falknerei, Wildtiere, Gewässer- und Bodenschutz, Waldklima, Freiburger Klimapflanzschule, Baumklettern, Wettsägen, Borkenkäfer & Co., Baum des Jahres, Zapfenernte, praktische Waldarbeit, Wald & Kunst, Köhlerei und vieles mehr. Erleben Sie, wie der Wald tickt!

In diesem Jahr gibt es mit dem 10jährigen Bestehen des WaldHauses einen besonderen Grund zum Feiern: Bei der Eröffnung des 3. Waldtages in Freiburg am Sonntag um 11 Uhr können Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik und Forstpräsident Meinrad Joos auch auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Wald- und Umweltpädagogik an der Wonnhalde zurückblicken.

Jeweils um 13 und um 15 Uhr finden Führungen durch das Forstamt, das Waldhaus und die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt BW statt. Dabei geht es um Themen wie Waldbewirtschaftung, Umweltpädagogik und forstliche Forschung. Die Forstwirtschaft sorgt nachhaltig für die Bereitstellung des CO2-neutralen Rohstoffes und Energieträgers Holz. Sie erhält den Lebensraum Wald mit seiner biologischen Vielfalt und bewahrt ein reizvolles Landschaftsbild, das reiche Möglichkeiten für Spiel, Sport und Erholung für alle Altersgruppen bietet.

„Mit dem dritten Waldtag wollen wir den Wald, seine Bedeutung für die Gesellschaft und seine nachhaltige, naturnahe Bewirtschaftung allen
kleinen und großen Menschen näher bringen. Ich freue mich, dass dies wieder in Kooperation mit dem Naturpark Südschwarzwald, der Stiftung Waldhaus, dem Landesbetrieb ForstBW und der Forstlichen Versuchsanstalt geschieht“, so Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik.

Der Waldtag findet bei jedem Wetter statt. Für das leibliche Wohl ist rund um das Waldhaus bestens gesorgt.

Hinweis an Besuchende:
Rund um den Veranstaltungsort des Waldtages am Waldhaus (Wonnhaldestraße 6) sind Parkplätze nur in sehr begrenzten Umfang vorhanden. Bitte kommen Sie daher zu Fuß, mit dem Fahrrad, der Straßenbahn (Linie 2 Richtung Günterstal, Haltestelle Wonnhalde) und parken Sie Ihre Fahrzeuge an den bekannten Park & Ride-Parkplätzen. Wir bitten um Verständnis





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Karlsruhe: "Tag der offenen Tür" am 6. Mai rund um das Waldzentrum

"Wald und Gesundheit – gesunder Wald": Mitmachangebote und Vorführungen

Der Wald tut gut. Er beruhigt und lässt die Menschen auftanken. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes stellt am Sonntag, 6. Mai, der "Tag der offenen Tür" rund um das Waldzentrum in der Linkenheimer Allee 10 und im benachbarten Waldklassenzimmer in den Mittelpunkt. Unter dem Motto "Wald und Gesundheit – gesunder Wald" gibt es von 11 bis 17 Uhr zahlreiche Mitmachangebote und Vorführungen. Sportliche können sich an den Fitnessparcours wagen oder sich beim Schnupperkurs in Yoga oder Qi Gong ausprobieren. Wer sich vom Alltag erholen möchte, nutzt Relaxliege oder Dufthütte. Außerdem können Interessierte Greifvögel und Eulen aus der Nähe beobachten, eine Kutschfahrt machen, in der Holzwerkstatt kreativ arbeiten, von gesunden Waldprodukten kosten oder Waldbewohner kennenlernen.

Das Forstamt informiert über die Arbeit in den Karlsruher Wäldern und den Zustand der Bäume, die Waldpädagogik stellt die Waldbox vor. Zahlreiche Stände von Partnerinstitutionen wie dem Nationalpark Schwarzwald, der Falknerei Karlsruhe, Urban Gardening oder dem Storchenhof Dettenheim laden zum Besuch, ebenso der Gastronomiebereich mit regionalen, saisonalen und fair gehandelten Produkten.

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Verschiedenes 

Forsa-Umfrage zum Wolf: Zustimmung in der Bevölkerung bleibt hoch

Miller: Klima für die Akzeptanz des Wolfes ist nach wie vor gut

Berlin – Die große Mehrheit der Bundesbürger (79 Prozent) findet es erfreulich, dass der Wolf wieder Teil der Natur in Deutschland ist. Wölfe gehören genauso wie Füchse, Rehe oder Biber in unsere Landschaft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des NABU zum Tag des Wolfes (30.4.) durchgeführt hat. 55 Prozent verbinden mit dem Wolf positive Gefühle, bei nur zwölf Prozent kommen negative Empfindungen zum Tragen. 78 Prozent sagen, dass Wölfe in Deutschland leben können sollen, auch falls es teilweise zu Problemen käme. Bei der hohen Zustimmung zum Wolf gibt es keinen Unterschied zwischen Bewohnern im städtischen Umfeld und im ländlichen Raum. Der NABU hatte 2015 eine forsa-Umfrage mit der gleichen Fragestellung zum Wolf durchgeführt, die Ergebnisse sind nahezu identisch.

„Die Menschen in Deutschland stehen der Anwesenheit des Wolfes nach wie vor positiv gegenüber. Auch wenn es von Teilen der Politik, der Bauern- und Jagdlobby immer wieder Stimmungsmache gegen den Wolf gibt, bleibt das Klima für den Wolf 18 Jahre nach seiner Rückkehr gut“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der europaweit streng geschützte Wolf sei nach seiner Ausrottung in Deutschland vor 150 Jahren für die meisten Menschen bis vor ein paar Jahren nur ein Fabeltier gewesen. „Wir müssen wieder lernen mit dem Wolf zu leben, dazu gehören neben Information und Aufklärung vor allem auch Unterstützung für Nutztierhalter beim Herdenschutz.“

Eine klare Absage erteilt der NABU Forderungen der Union und SPD, die Anzahl der Wölfe zu begrenzen. Ebenso lehnt der NABU eine Änderung des Schutzstatus beim Wolf – wie im Koalitionsvertrag gefordert – ab. Dies bekräftigte auch die EU-Kommission kürzlich erneut, der strenge Schutzstatus solle nicht gelockert werden. „Die Bedingungen für den ‚guten Erhaltungszustand‘ sind längst nicht erfüllt. Für Ausnahmefälle wie beispielsweise beim Umgang mit Wölfen, die unerwünschtes Verhalten zeigen, reichen die bestehenden gesetzlichen Regelungen aus, um – wenn erforderlich – auch den gezielten Abschuss eines Wolfs anzuordnen“, sagt NABU-Wolfsexperte Markus Bathen.

Daher verurteilt der NABU auch die Forderungen des Deutschen Jagdverbandes nach Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdrecht als fachlich nicht zielführend und unnötige Befeuerung einer immer wieder aufgewärmten Scheindebatte.

Das A und O ist ein flächendeckender Herdenschutz in Deutschlands Wolfsgebieten. Erste Projekte zum Herdenschutz habe der NABU bereits mit Partnern in Brandenburg, Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen initiiert. „Doch auch Bund und Länder müssen sich endlich gemeinsam für den Herdenschutz engagieren“, so Miller weiter. Der NABU fordert die Einrichtung eines nationalen Herdenschutzzentrums ergänzend zur bereits bestehenden bundesweiten Dokumentations- und Beratungsstelle zum Wolf (DBBW), sowie deren dringende Verstetigung. Die Förderung der DBBW wird nach momentanem Stand im Herbst 2018 beendet, was die Errungenschaften der letzten drei Jahre zunichtemachen würde.

Die Rückkehr des Wolfes ist eine Erfolgsgeschichte und wird, wie die forsa-Umfrage zeigt, von der Mehrheit der Bundesbürger positiv wahrgenommen. Um diese breite Akzeptanz des Wildtieres in der Bevölkerung nachhaltig zu stärken, bedarf es aus Sicht des NABUs vor allem eines lösungsorientierten Umgangs mit möglichen Mensch-Tier-Konflikten - dafür muss eine praxisnahe, unbürokratische Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen ebenso gefördert werden wie Investitionen in Wissenschaft und Forschung. „Wir nehmen Ängste und Sorgen sehr ernst und appellieren an alle Interessengruppen, sich am seriösen, wissenschaftsbasierten Dialog über den Umgang mit dem Wildtier Wolf zu beteiligen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Miller.

Die Befragung wurde im Auftrag des NABU von der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH durchgeführt. Hierzu wurden im Zeitraum vom 23. Februar bis zum 4. März 2018 mittels des bevölkerungsrepräsentativen Befragungspanels forsa.omninet 2.009 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse weisen eine Fehlertoleranz von ± 2,5 Prozent auf.

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Wildtiere im Wald nicht stören

Spaziergänger und Hunde sollten auf Wegen bleiben

Karlsruhe. Viele Wildtiere in den Karlsruher Bruch- und Auewäldern bekommen jetzt Nachwuchs. Die Elterntiere sind emsig bei der Nahrungsbeschaffung und die Jungen unternehmen schnell ihre ersten Ausflüge. Um die Wildtiere nicht zu stören, rät Stefan Lenhard, Wildtierbeauftragter beim Forstamt, bei Aktivitäten im Wald auf den Wegen zu bleiben, um die Tiere nicht unnötig zu beunruhigen.

Trifft man trotzdem auf Jungtiere, so empfiehlt er den Rückzug. Scheinbar alleingelassene und hilflose Jungtiere warten lediglich auf ihre Elterntiere. Diese werden aufgrund ihrer Scheu vor dem Menschen nur zu ihrem Nachwuchs zurückkehren, wenn im wahrsten Sinne des Wortes "die Luft rein ist". Es ist zum Beispiel bei den Greifvögeln und Eulen typisch, dass die noch nicht flügge gewordenen Jungvögel, die ihr Nest oder ihre Bruthöhle verlassen haben, von den Altvögeln auf den Ästen weiterversorgt werden. Dabei kommt es auch vor, dass solch ein sogenannter Ästling auf dem Boden landet. Das ist zunächst kein Grund zur Sorge, da die Alten ihr Junges weiterversorgen, sofern sie nicht dabei gestört werden. Besonders Hundebesitzer sollten darauf achten, dass ihr vierbeiniger Freund keine Streifzüge auf eigene Faust abseits der Wege unternimmt.

Das Forstamt weist zudem auf das häufige Vorkommen von Zecken im Wald hin. Diese sind Überträger von FSME und Borreliose, ernsthafte Krankheiten bei Menschen und Tieren. Nach dem Waldspaziergang sollte man an der Kleidung und am Körper nach Zecken schauen und diese entfernen, bevor sie zubeißen.

Liebhaber des Bärlauchs sollten beim Betreten der Waldfläche unbedingt beachten, dass von stehendem, hängendem und liegendem Totholz erhebliche, waldtypische Gefahren ausgehen können. Vor allem beim Betreten von Wäldern mit Eschen ist derzeit besondere Vorsicht geboten. Seit einiger Zeit verursacht ein Pilz namens "Falsches Weißes Stengelbecherchen" ein Absterben von Eschentrieben oder sogar ganzen Bäumen. Das abgestorbene Holz ist dann besonders brüchig und ganze Bäume können ohne Vorwarnung, auch ohne Sturmeinwirkung, umbrechen. Das Forstamt weist darauf hin, dass das Betreten des Waldes stets auf eigene Gefahr erfolgt.

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