Grüne Quellen
Samstag, 24. Juni 2017 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

Neue AKW nach Fessenheim?

Neue AKW nach Fessenheim?
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Im Zusammenhang mit der aktuellen Abschaltdebatte um das älteste französische AKW, hat der Fessenheimer Bürgermeister Claude Brender jetzt den Bau eines neuen Atomkraftwerks in die Debatte eingebracht und damit eine rege Diskussion ausgelöst.

Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer ist ein Neubau von AKW aber nur noch dort möglich, wo der Atomfilz stark ist, wo die Marktwirtschaft nicht funktioniert, wo Autokraten herrschen oder wo militärische Gründe eine Rolle spielen.

Die Grund-Gefahren der Atomenergie sind auch bei neuen AKW gegeben. Auch neue große Euroreaktoren produzieren Atommüll, der eine Million Jahre sicher gelagert werden muss. In jedem alten und neuen AKW entsteht in einem Jahr für jedes Megawatt elektrischer Leistung ungefähr die kurz- und langlebige Radioaktivität von einer Hiroshima-Bombe. Bei zwei Euroreaktoren à 1600 MW wäre das im Jahr die Radioaktivität von 3200 Hiroshima-Bomben. Und überall, wo Menschen arbeiten, gibt es auch unvorhersehbare Fehler.

Die (nicht nur) von den Lobbyisten der EU-Kommission geförderten neuen, kleinen Thorium-Atomkraftwerke kämen für Fessenheim nicht in Betracht. Ein zentrales Risiko der vielen neuen Kleinreaktoren wird in der geschickten, aktuellen PR-Kampagne gezielt ausgeklammert. Viele kleine Reaktoren sind viele kleine, zwangsläufig schlecht gesicherte, potentielle Anschlagsziele. Die Idee der Verbreitung von vielen kleinen AKW auf der Welt ist ein atomarer Alptraum, passt allerdings auch gut ins zerstörerische Zeitalter des Anthropozän.

Seit 45 Jahren kämpft die trinationale Umweltbewegung am Oberrhein aus Menschenschutz-Gründen gegen AKW. Doch zwischenzeitlich sind es durchaus auch ökonomische Gründe, die gegen die Atomkraft sprechen. Deutlich wird das an den implodierten Aktienkursen der AKW-Betreiber und AKW-Bauer EDF und AREVA. Im Gegensatz zu manchen Politikern haben die Aktionäre Fukushima verstanden.

Eine neue Studie des Berliner Prognos-Instituts sagt:
"Neue Wind- und Solarkraftwerke können Strom zu bis zu 50 Prozent niedrigeren Erzeugungskosten liefern als neue Kernkraftwerke oder Kohlekraftwerke mit Kohlendioxidabscheidung."

Atomstrom wird immer teurer, Strom aus Wind und Sonne immer kostengünstiger. Die Hoffnung einer alten, immer noch mächtigen Lobby, auf neue AKW, ist auch ein Grund, warum in Deutschland so viele industrienahe "Tarnkappenorganisationen" die Energiewende bekämpfen.

Die EDF sollte sich freuen, wenn sie 450 Millionen Euro „Entschädigung“ vom französischen Staat für die Fessenheim-Stilllegung erpressen kann. Was Atomkraftwerke tatsächlich wert sind, hat sich in der Schweiz gezeigt. Dort ist kürzlich der Eigentümer der beiden jüngsten AKW an die EDF herangetreten und wollte dem französischen Staatskonzern die Kraftwerke schenken, doch die EDF hat dankend abgelehnt. Es ist mehr als verwunderlich, dass die Medien über diesen unglaublichen Vorgang nicht intensiver berichtet haben.

Der Neubau eines Atomkraftwerks in Fessenheim (und anderswo) ist neben den Umweltgesichtspunkten - auch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen - heute nicht mehr möglich. Die beiden extrem teuren Dauerbaustellen - AKW Olkiluoto/Finnland und Flamanville/Frankreich - sind hoch subventioniert. Beim unrentabelsten und teuersten AKW der Welt, das gegen jede ökologische und ökonomische Vernunft in Hinkley Point/Grossbritannien gebaut werden soll, geht es nur nebenbei um die Stromversorgung. Tatsächlich ist Hinkley Point C ein militärisches Projekt, das für die Erneuerung der Atom-U-Boot-Flotte Trident wichtig ist. Hinkley Point C wäre kein Vorbild für Fessenheim.

Fessenheim war und ist kein Standort für Atomkraftwerke. Der Fessenheimer Bürgermeister Claude Brender kann sich sicher sein, dass es am Oberrhein ein großes Interesse gibt, umweltfreundliche, nachhaltige Industrien in der kleinen Rheingemeinde anzusiedeln.

Mehr
Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident Tr




WERBUNG: www.haengemattenglueck.de



Verschiedenes 

NABU-Umfrage zeigt:

NABU-Umfrage zeigt:
Wofür sollten Landwirte Fördergelder bekommen? / Grafik: NABU

Deutsche wollen neue Förderpolitik für Landwirtschaft

Tschimpke: Mehr natur- und tierfreundliche Produktion gefordert – Prinzip des "Immer größer" genießt keinen Rückhalt mehr

Deutschlands Bürger wünschen sich eine neue Förderpolitik für die Landwirtschaft. Dies zeigt eine aktuell vom NABU beim Meinungsforschungsinstitut forsa in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Demnach unterstützen nur neun Prozent der Befragten die derzeitige EU-Politik, wonach Landwirte überwiegend pauschal Gelder erhalten: Je größer ein Betrieb, desto mehr Förderung bekommt er. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (78 Prozent) hingegen würde ein System bevorzugen, das Fördergelder an die Erbringung konkreter gesellschaftlicher Leistungen koppelt, beispielsweise für den Umweltschutz.

„Jahrzehntelang hat die EU eine Politik des ‚immer mehr und immer größer‘ vorangetrieben. Mit gravierenden Folgen: Höfe sterben, Arten verschwinden in rasantem Tempo aus unserer Landschaft und der Agrarsektor tut viel zu wenig für den Klimaschutz“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Das Ergebnis der NABU-Umfrage sei ein klarer Appell an Landwirtschaftsminister Schmidt und EU-Agrarkommissar Hogan. „Die Bundesbürger wollen eine radikale Reform, hin zu mehr Verantwortung, aber auch gezielter Unterstützung für die Landwirtschaft im Bereich Natur und Umwelt“, so der NABU-Präsident.

Zu den Anstrengungen, für die Landwirte Geld erhalten sollten, haben die Bundesbürger klare Vorstellungen. Die überwiegende Mehrheit (93 Prozent) wünscht sich, dass Landwirte Geld für eine umweltfreundliche Produktion (93 Prozent) und tierfreundliche Viehhaltung (91 Prozent) erhalten sollten. Nur eine Minderheit meint dies über Maßnahmen, die Exportchancen verbessern (45 Prozent) oder eine günstige Produktion gewährleisten (31 Prozent). Damit wendet sich die Mehrheit der Bundesbürger auch gegen die Forderung von Landwirtschaftsminister Schmidt, den Export von Agrarprodukten künftig stärker fördern zu wollen.

Dass ein Richtungswechsel in der EU-Agrarförderung möglich ist – auch ohne finanzielle Einbußen für die Landwirte – hat der NABU kürzlich nachgewiesen. In einer Studie entwickelten Agrarökonomen und -ökologen gemeinsam Alternativen zur derzeitigen pauschalen EU-Förderpolitik. Das Ergebnis ist ein Modell, mit dem Umwelt und Landwirte gleichermaßen profitieren können.

Bei gleich bleibender Fördersumme könnten künftig drei Viertel der deutschen Agrarfläche besonders naturverträglich bewirtschaftet werden. Gleichzeitig würden die Einkommen der teilnehmenden Betriebe gleich bleiben oder sogar steigen. Betriebe, die künftig nur die Mindeststandards der Umweltgesetze einhalten wollten, könnten dies auch tun – sie erhielten dann allerdings kein Geld mehr vom Steuerzahler. „Durch diese Umstellung könnte die Agrarförderung wesentlich umwelt- und naturfreundlicher und gegenüber Landwirten wie Steuerzahlern fairer gestaltet werden“, so Konstantin Kreiser, NABU-Experte für EU-Naturschutzpolitik.

Insgesamt fließen derzeit 40 Prozent des EU-Haushalts, und damit jährlich rund 60 Milliarden Euro, in die Landwirtschaft. Das entspricht im Durchschnitt 112 Euro pro EU-Bürger und Jahr. Die Studie überreichte NABU-Präsident Olaf Tschimpke am gestrigen Freitag auch an EU-Agrarkommissar Hogan im Rahmen der Internationalen Grünen Woche.

Für ein Umsteuern in der Landwirtschaft gehen am heutigen Samstag wieder Tausende Menschen in Berlin auf die Straße. Bei der Groß-Demonstration „Wir haben Agrarindustrie satt“ wird auch der NABU seine Forderung nach einer radikalen Reform der EU-Agrarförderung an die Politik adressieren.

Ab Februar 2017 sind zudem alle Bürgerinnen und Bürger in der EU gefragt: In einer groß angelegten Online-Befragung können sie ihre Meinung zur Agrarförderung an die EU richten. Die Ergebnisse sollen in die europaweite Debatte zur Neuausrichtung der Agrarpolitik einfließen.

Mehr




Verschiedenes 

Rhein, Lachs & EDF: Wasserkraftwerke ohne Fischtreppen

Rhein, Lachs & EDF: Wasserkraftwerke ohne Fischtreppen
Quelle: BUND

Der Lachs kehrt endlich an den Oberrhein zurück. Nach über fünfzig Jahren ist im Jahr 2005 erstmals wieder Lachslaich in der Kinzig und damit im baden-württembergischen Rheingebiet entdeckt worden.

Die Freude beim BUND über diesen und andere Funde ist groß. Nachdem seit Jahren auch wieder einzelne Lachse im Rhein aufsteigen, zeigte diese Laichgrube, dass sich die jahrzehntelangen Bemühungen des BUND, der Umwelt- und Fischereiverbände und auch der Politik gelohnt haben.

Wenn der Lachs sich im Rhein und seinen Nebenflüssen wieder wohler fühlt, dann hat das eine Vielzahl von Ursachen. Der Rhein wird für Fische wieder durchlässig und die Wasserqualität hat sich verbessert.

Mehr




Verschiedenes 

„Jugend für die Umwelt“

„Jugend für die Umwelt“

Online-Wettbewerb für Schüler- und Jugendprojekte
Öffentliches Voting bis zum 22. Januar

Sieben Schüler- und Jugendprojekte in den Bereichen Umweltund Naturschutz aus Deutschland, Brasilien, Vietnam und Ghana nehmen an dem Wettbewerb „Jugend für die Umwelt“ der OnlinePlattform „EnviroNetwork.eu“ teil. In einem öffentlichen Voting auf der Facebookseite der European Environment Foundation wird nun bis zum 22. Januar 2017 der Gewinner gekürt. Gewonnen hat das Projekt mit den meisten „Likes“. Hauptgewinn ist die kostenlose Teilnahme an dem viertägigen Internationalen Umweltkonvent in Freiburg vom 9. bis 12. März 2017, auf dem das Projekt präsentiert wird.

An dem Wettbewerb konnten Jugendliche zwischen 16 und 28 Jahren teilnehmen. Dazu stellten sie ihr Umweltschutz-Projekt auf der von der FWTM in Kooperation mit der Europäischen Umweltstiftung initiierten Online-Plattform „EnviroNetwork.eu“ ein. Die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Plattform ermöglicht NGOs, Umweltpreisträgern und - aktivisten, Schülern, Studierenden, Unternehmen sowie Medien und Presse das digitale Netzwerken. Interessierte können sich auf der Seite informieren oder selbst Profile und Projekte erstellen und so der Öffentlichkeit vorstellen.

Mehr




Verschiedenes 

kurLife Food/Taifun veröffentlicht Gemeinwohlbericht

kurLife Food/Taifun veröffentlicht Gemeinwohlbericht

Die Life Food GmbH/Taifun-Tofuprodukte hat ihre erste Gemeinwohlbilanz erstellt
und zum Start des 30. Jubiläumsjahres in einem ausführlichen Bericht veröffentlicht.
Neben der wirtschaftlichen und finanziellen Auswertung eines Betriebes stehen
hier gesellschaftliche, soziale und ökologische Aspekte im Vordergrund. Den
Rahmen bildet das Modell der Gemeinwohlökonomie.

Mehr




Verschiedenes 

Offizielle Gründung der BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg ...

Offizielle Gründung der BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg ...

In Freiburg & Regio fallen nach wie vor fast täglich landwirtschaftlicher Boden und Wald dem großen Flächenverbrauch für Bauen und Verkehrswege zum Opfer. Die regionale Landwirtschaft wird zwar von der Politik immer wieder öffentlich gewünscht, aber in der Wirklichkeit durch Ausweisung ständig weiterer Flächen in der Existenz bedroht und letztlich unwiederbringlich zerstört.

Wir sind vom geplanten großen Neubaustadtteil Freiburg Dietenbach betroffene Landwirte und weitere BürgerInnen und verlangen, die Böden, Wald und Wiesen im Dietenbach komplett zu erhalten. Dietenbach ist für uns Landwirte Existenzgrundlage und für viele FreiburgerInnen ein unersetzliches Naherholungsgebiet.

Am 13.01.2017 haben wir daher die BürgerInitiative (BI) Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio offiziell gegründet. Schon vor der Gründung haben wir durch zwei größere Aktionen (Stille Demo vor dem Rathaus am 15.11.2016 und die 1. Schlepperdemo am 25.11.2016 ) auf unser Anliegen aufmerksam gemacht.

Für 2017 sind weitere Aktionen und Infoveranstaltungen in Vorbereitung, wer mitmachen will, bitte unter mail: landwirtschaft.dietenbach@gmail.com melden. Wir sind auch auf facebook!


Weitere Infos zum Thema:

Wir Landwirte werden unsere Grundstücke nicht verkaufen. Ersatzflächen wird es nicht in ausreichender Zahl geben. Auch viele andere Landwirte sind derzeit schon betroffen, denen für Ersatz- und Ausgleichsflächen die Pachtgrundstücke gekündigt werden. Der geplante Stadtteil bedeutet auch das Ende für eine Reihe dann zu klein gewordener Landwirtschaftsbetriebe.
Wir Landwirte stehen für regionale Landwirtschaft und wollen unsere Betriebe und Arbeitsstellen erhalten.

Die BI bezweifelt die Notwendigkeit des von der Stadt geforderten Neubaustadtteils Dietenbach. Die Grundlagenberechnung muss dringend korrigiert werden. Die Vorlage der Stadtverwaltung beruht auf einer veralteten Planung – der geplanten luxuriösen jährlichen Vergrößerung der Wohnfläche pro Kopf für alle Einwohner Freiburgs um 0,2m². Es gibt in Freiburg viele andere und kostengünstigere Wege, Wohnraum zu schaffen, falls der aktuelle FNP und bestehende Baurechte eines späteren Jahres nicht reichen sollten. Man muss endlich in die Höhe bauen!





Verschiedenes 

Gigaliner: Verkehrspolitisch dumm, umweltpolitisch schädlich ...

Gigaliner: Verkehrspolitisch dumm, umweltpolitisch schädlich ...
Quelle: BUND

... und ein Kniefall vor der mächtigen LKW- Lobby

Die in Berlin immer mitregierende Automobillobby will die neuen, schweren und langen LKW auf die Straße bringen und der Cheflobbyist, Autobahn-Privatisierer und Verkehrsminister Dobrindt setzt dies zum Jahreswechsel durch. Ab dem 1.1.2017 dürfen 25,25 Meter lange und (vorläufig noch) bis zu 44 Tonnen Gesamtgewicht schwere Lastwagen auf einem 11.600 Kilometer langen, festgelegten Straßennetz fahren. Der "Probebetrieb" diente nur der Durchsetzung des fest geplanten "Normalbetriebes". Die Anhebung der Gewichtsbeschränkung nach dem Prinzip der Salamitaktik ist absehbar. Ein Spediteur kauft keinen teuren Giga-Lkw der 60 Tonnen laden kann um sich auf die erlaubten 44 Tonnen zu beschränken.
Gigaliner sind eine verkehrspolitische Dummheit, umweltpolitisch schädlich und ein klassischer Kniefall vor der mächtigen PKW/LKW-Lobby. Unsere Verkehrsinfrastruktur ist weder für überschwere LKW noch für eine LKW-Länge von 25,25 Metern ausgelegt. Bereits ein 40-Tonnen-LKW belastet den maroden Straßenbelag so stark wie 60.000 PKW!
"Riesen-Lkw leisten keinen Beitrag zur Verringerung der Luftschadstoffemissionen im Güterverkehr. Auch der Verkehrslärm lässt sich mit Riesen-Lkw nicht verringern." sagt das Umweltbundesamt in einer Studie

Um den Widerstand gegen die überschweren Lang-LKW zu brechen und ein umweltfreundliches Image zu erzeugen, versuchen Spediteure, Logistiker, LKW-Lobbyisten und manche Politiker den wunderbar grün klingenden Begriff "Öko-Laster / Ökoliner" einzuführen.

Es gibt zwischenzeitlich kein umweltschädliches Produkt oder Projekt, das nicht mit Greenwash auf den Markt gebracht wird. Im Vergleich mit Bahn und Binnenschiff produziert der LKW-Verkehr deutlich mehr schädliches Kohlendioxid (CO2), Feinstaub, Lärm und Naturzerstörung. Die Einführung sogenannter "Öko-Laster / Ökoliner" wird diese Probleme noch verschärfen. Das Argument, mit diesen Fahrzeugen lasse sich die gleiche Tonnage mit weniger Fahrten befördern, sodass die Straßen entlastet würden, ist schlicht Unsinn: Vielmehr werden noch mehr Güter von der Schiene auf die Straße verlagert und Straßen und Brücken werden auf Kosten der Steuerzahler noch schneller zerstört.

Gigaliner sind ein klassischer Dobrindt: Eine verkehrspolitische Dummheit, umweltpolitisch schädlich und ein klassischer Kniefall vor der mächtigen PKW und LKW-Lobby.

Ein Verkehrsminister, der glaubt, mit Riesen-LKW etwas für die Umwelt und das Klima zu tun, der löscht sein Lagerfeuer auch mit Benzin.

Mehr
Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer




Verschiedenes 

Karlsruhe: Energie zu sparen lohnt sich

Karlsruhe: Energie zu sparen lohnt sich
Standby vermeiden / Foto: Fränkle

Verbräuche in städtischen Gebäuden sinken zunehmend

Tagtäglich engagieren sich städtische Ämter für den Klimaschutz. Sehen lassen können sich die Erfolge durch das schrittweise Reduzieren der Verbräuche von Wärme, Strom und Wasser. Zu finden ist die Bilanz im neuen Energiebericht "2015" des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft für die Jahre 2014 und 2015.

Im Vorwort stellt Bürgermeister Michael Obert erfreut fest: "Konnte im Zeitraum von 1990 bis 2003 eine jährliche Einsparung beim Wärmeverbrauch von einem Prozent erreicht werden, wurden es zwischen 2003 und dem Bilanzjahr 2013 des letzten Berichtes schon zwei Prozent. Für den nun vorliegenden Bericht der Jahre 2014 und 2015 können wir nun sogar eine mittlere jährliche Einsparung von vier Prozent im Vergleich zu 2013 feststellen. Dieses Ergebnis ist nicht nur sehr erfreulich, sondern auch wirtschaftlich bedeutend: Der städtische Bedarf an Wärmeenergie ist etwa fünfmal höher als der Strombedarf. Die Kosten der Wärmeverbräuche sind anderthalb mal so hoch wie die Stromkosten." Für den Energiebericht wurden auf Basis der Abrechnungen und eigener Ablesungen für die rund 250 "hungrigsten" Gebäude in städtischer Nutzung die Verbräuche wieder neu bilanziert

Stromverbrauch rückläufig

Aber auch beim Stromverbrauch sind städtische Gebäude auf Sparkurs. Obwohl die Gebäude immer mehr Ausstattung erhalten, konnte in Karlsruhe der stetige Anstieg der Stromverbräuche zwischen 1993 und 2010 von rund einem Prozent pro Jahr nun seit 2010 gesenkt werden. Jetzt sind es im aktuellen Zeitraum 2014 bis 2015 im Mittel sogar ganze vier Prozent pro Jahr.

Umsetzung energetischer Standards bei Neubauten

Zieht man Vergleiche zu anderen Kommunen, so ist der Erfolg nicht selbstverständlich. "Die Gründe sind einfach zu benennen, auch wenn es täglicher Anstrengungen bedarf", fasst Anne Sick, die Leiterin des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft zusammen. "Seit 2012 sanieren wir die bestehenden Gebäude und errichten Neubauten nach energetischen Standards, die selbst jetzt noch die aktuellen gesetzlichen Anforderungen übertreffen. Dies zahlt sich für den städtischen Haushalt nachhaltig aus. Zudem haben wir seit 2011 Karlsruher Schulen und folgend auch große Teile der Verwaltung in einem freiwilligen Einsparprojekt begleitet. Die teilnehmenden Schulen haben etwa über fünf Prozent der Verbräuche zusätzlich gespart und über eine Beteiligung von 40 Prozent auch noch direkt finanziell profitiert."

Wie geht es weiter?

Die Verwaltung begreift hinsichtlich der Energieverbräuche die Haushaltskonsolidierung als Rückenwind und hat zusätzliche Maßnahmen vorgeschlagen: beispielsweise ein Energiecontrolling auf Basis online verfügbarer Daten oder ein sogenanntes Lastmanagement für Neubauten, welches die nötige Anschlussleistung begrenzen hilft.

Standby vermeiden

Aktuell hilft das kommunale Energiemanagement den Standby städtischer Elektrogeräte in Dienststellen zu vermeiden. Hierzu wurden über 3.000 abschaltbare Steckdosenleisten nach einer Bestandsaufnahme bestellt und nun unter anderem an Torsten Dollinger, den Leiter der Stadtkämmerei, übergeben. So können alle Geräte in den Diensträumen nach Feierabend wirklich abgeschaltet werden. Mit "Goodbye Standby" grüßt dazu passend Bürgermeister Obert vom Aktionsplakat der Kampagne. Der Effekt in allen Dienststellen: Zwischen 14.000 und 28.000 Euro jährlich ersparte Stromkosten. In ein bis zwei Jahren werden so die Investitionsmittel, die aus dem städtischen Klimaschutzfonds stammen, refinanziert.

zum Bild oben:
Zur Vermeidung von Geräte-Standby übergibt Anne Sick, Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Stadtkämmerer Torsten Dollinger 390 schaltbare Steckdosenleisten. / Foto: Fränkle

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25