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Verschiedenes 

NABU: Nächste Bundesregierung muss im Naturschutz viel nachholen

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger zum Rechenschaftsbericht zur Nationalen Strategie biologische Vielfalt

Berlin, 4.8.21 – Den heute vorgelegten Rechenschaftsbericht der Bundesregierung zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „In den letzten vier Jahren wurde so viel über das Artensterben geredet wie lange nicht - doch dagegen unternommen wurde viel zu wenig. Die Fortschritte der Bundesregierung beim Insektenschutz sind mehr als überschaubar. Bei Weichenstellungen wie der EU-Agrarreform, der marinen Raumordnung oder Änderungen am Baugesetzbuch, mit dem die Flächenversiegelung hätte eingedämmt werden können, entschied die Regierung Merkel meist gegen die Artenvielfalt. Viele Initiativen aus dem Umweltministerium wurden von den anderen Ressorts ausgebremst, so scheiterte die Nutzung der Corona-Aufbauhilfen der EU für die Renaturierung von Ökosystemen am Bundesfinanzminister.“

Krüger weiter: „Bei einem Fehlbetrag von fast einer Milliarde Euro jährlich für die Naturschutzkernaufgaben ist der vom Ministerium gefeierte Zuwachs des Bundesprogramms Biodiversität von 20 (2017) auf 45 Millionen EUR (2021) nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Die entscheidenden Budgets der Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) wurden von der Bundesregierung weiterhin nicht ausreichend für die Honorierung von Naturschutzleistungen in der Landwirtschaft umgeschichtet. Auch hat man sich in Brüssel nicht nachdrücklich für die Einrichtung eines EU-Naturschutzfonds eingesetzt, obwohl dies im Koalitionsvertrag festgelegt war. Die nächste Bundesregierung muss daher vieles nachholen – auch im Angesicht immer schlimmerer Wetterextreme muss ein bundesweiter Renaturierungsplan zur Wiederherstellung naturnaher Wälder, Gewässer, Moore und Meere aufgelegt und mit 500 Mio EUR finanziert werden. Die nationale Umsetzung der EU-Agrarpolitik muss grundlegend angepasst werden.“








Verschiedenes 

Parteien im Klimawahlcheck - Verbände stellen Online-Tool zur Bundestagswahl 202

Gemeinsame Pressemitteilung von Klima-Allianz Deutschland, GermanZero und NABU

Berlin, 4. August 2021. Wer steht wofür beim Klimaschutz? Ab heute können Wählerinnen und Wähler sich in einem neuen Online-Tool auf https://klimawahlcheck.org/ über Klima-Positionen der Parteien zur Bundestagswahl informieren, eine Selbsteinschätzung eingeben und herausfinden, wo sie selbst im Parteienspektrum stehen. Die Klima-Allianz Deutschland, GermanZero und der NABU haben dafür die Wahlprogramme der großen demokratischen Parteien ausgewertet.

Im September entscheiden die Wählerinnen und Wähler in Deutschland über eine Bundesregierung, die in den kommenden vier Jahren ambitionierten Klimaschutz und einen sozial gerechten Umbau unserer Wirtschafts- und Lebensweise organisieren muss. Den klimapolitischen Plänen der Parteien kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Für das Tool haben die Verbände die Wahlprogramme der fünf größten, demokratischen Parteien analysiert und mit Blick auf deren klimapolitische Maßnahmen und Ziele bewertet. Ähnlich wie beim Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung werden die Nutzerinnen und Nutzer selbst um ihre Einschätzung zu dringenden klimapolitischen Entscheidungen befragt. Anschließend erhalten sie den Vergleich mit den Parteiprogrammen. Jeder Frage ist eine Erläuterung beigefügt, die die Relevanz für den Klimaschutz verdeutlicht.

„Die Bundestagswahlen 2021 sind für den Klimaschutz von entscheidender Bedeutung. Deutschland braucht eine Bundesregierung, die den Wandel vorantreiben will und kann. Durch den Klimawahlcheck machen wir die klimapolitischen Ambitionen der Parteien transparent und vergleichbar, damit die Bürger*innen eine informierte Wahlentscheidung treffen können“, erklärt Dr. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland.

„Wir haben nicht mehr viel Zeit, um die notwendigen Weichen zu stellen und der Klimakrise entgegenzuwirken. Diese Bundestagswahl und die in der folgenden Legislaturperiode umzusetzende Gesetzgebung wird entscheidend für die Lösung der Klimakrise. Die nächste Bundesregierung muss den Grundstein für die Klimapolitik der nächsten Jahrzehnte legen," so Dr. Julian Zuber, CEO von GermanZero e.V..

„Die aktuellen Ereignisse der letzten Wochen zeigen eindeutig: Wir haben die fatalen gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise unterschätzt. Hitzewellen, Waldbrände, Flutkatastrophen und neue Infektionskrankheiten töten heute schon Menschen, nicht nur im globalen Süden, sondern auch mitten in Deutschland. Deshalb unterstütze ich als Arzt und Wissenschaftsjournalist den Klimawahlcheck und die Klima-Allianz Deutschland, damit jede Bürgerin und jeder Bürger eine gute Wahl treffen kann, denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“, sagt Dr. Eckart v. Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde-Gesunde Menschen.

„Bei dieser Bundestagswahl steht nicht weniger als die Klima- und Artenvielfalt unseres Planeten zur Wahl. Wir entscheiden gemeinsam darüber, wie wirksam künftige Klimapolitik gestaltet wird. Der Anteil der älteren Wählenden ist bei dieser Wahl deutlich größer als der der Jüngeren. Gleichzeitig geht es beim Klima- und Artenschutz aber vor allem darum, künftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft zu bieten. Der Klimawahlcheck bietet dafür eine Entscheidungshilfe”, ergänzt Michael Schäfer, Mitglied der Geschäftsleitung und Fachbereichsleiter Klima-/Umweltpolitik des Naturschutzbund Deutschland e.V..

Wie funktioniert der Klimawahlcheck?

Für das Tool haben die Verbände die Wahlprogramme der fünf größten, demokratischen Parteien analysiert und mit Blick auf deren klimapolitische Maßnahmen und Ziele bewertet. Dafür haben sie einen Fragenkatalog zu fünf Themenbereichen wie „Energie”, „Landwirtschaft und Artenvielfalt” oder „Klimaziele und Klimagerechtigkeit” entwickelt, der einen Großteil der klima- und umweltpolitischen Debatte abdeckt. Die Fragen wurden anhand eines Kriterienkatalogs basierend auf den Forderungen der Klima-Allianz Deutschland und des Deutschen Naturschutzrings bewertet. Die Forderungen spiegeln einen breiten Konsens der deutschen Klima- und Naturschutzorganisationen wieder.

Wer steckt dahinter?

Die zivilgesellschaftlichen Organisationen GermanZero, Klima-Allianz Deutschland und Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben den Klimawahlcheck gemeinsam auf den Weg gebracht. Die Organisationen haben sich zur Bundestagswahl zusammengeschlossen, weil sie gemeinsam das Thema Klimaschutz in den Fokus der Wahlentscheidung rücken wollen und in diesem Jahr einen besonderen Aufklärungsbedarf ausgemacht haben.

GermanZero ist eine überparteiliche Nichtregierungsorganisation, die das erste vollständige Gesetz, mit dem Deutschland bereits 2035 klimaneutral werden kann, geschrieben hat. Damit dieses Gesetz vom nächsten Bundestag verabschiedet wird führt GermanZero Gespräche mit politischen Entscheider:innen auf Bundesebene und mobilisiert GermanZero Bürger:innen in den Kommunen.

Die Klima-Allianz Deutschland ist das breite gesellschaftliche Bündnis für den Klimaschutz. Mit rund 140 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Gesundheit, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften setzt sie sich für eine ambitionierte Klimapolitik und eine erfolgreiche Energiewende auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein. Ihre Mitgliedsorganisationen repräsentieren zusammen rund 25 Millionen Menschen.

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete Naturschutzbund Deutschland (NABU) der mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Veranstaltungen 

Offene Pforte: Sommerblüten in Wolfartsweier und Neureut

Offene Pforte: Sommerblüten in Wolfartsweier und Neureut
Prächtige Hortensien zieren den Hausgarten in Neureut © Stadt Karlsruhe

Soziales Gartenprojekt und charmanter Hausgarten zu besichtigen

Am ersten Wochenende im August laden private Gärten wieder zu einem Besuch ein. Das vom Gartenbauamt initiierte Projekt "Offene Pforte" stellt in den Sommermonaten ein Programm aus vielfältigen Hausgärten, Höfen und Grünanlagen zusammen, die üblicherweise nicht zu besichtigen sind.

Sozialer Garten in Wolfartsweier
Wer Pflanzenvielfalt genießen möchte, besucht am Samstag, 7. August, das weitläufige Areal des Vereins Initial in Wolfartsweier. In der Broschüre findet sich eine Wegbeschreibung. Von 13 bis 17.30 Uhr steht der Schaugarten, der 2018 Preisträger der UN-Dekade Biologische Vielfalt wurde, auf einer Fläche von mehr als 6000 Quadratmeter mit Blumen, ausgefallenen Kräutern und Gemüsepflanzen offen. Auch das große Gewächshaus und die über 60 Tomatensorten zeichnen die Anlage aus. Der soziale Garten ist eine von der Stadt Karlsruhe mitfinanzierte soziale Einrichtung, im Rahmen der Wiedereingliederung kümmern sich die dort Beschäftigten um die anfallenden gärtnerischen Arbeiten.

Liebevoll gestalteter Hausgarten in Neureut
Zwischen 14 und 18 Uhr kann man am selben Tag in Neureut ein privates Kleinod entdecken. Die Eigentümer des Hausgartens im Heideweg 14a öffnen die Pforte zu ihrem Grundstück, welches in verschiedene Bereiche aufgeteilt ist und so eine besondere Dynamik erhält. Eingefasst von einer Rotbuchenhecke, beeindruckt der Garten vor allem durch prächtige Blühpflanzen wie Rosen, Dahlien und Hortensien, er weist aber auch schattige, mit Stauden bepflanzte Böschungsteile auf. Ein Nutzgarten und ein sprudelnder Quellstein fügen dem privaten Freiraum weitere Facetten hinzu. Mehr Informationen sind in der Broschüre verzeichnet.

Nur nach telefonischer Anmeldung zu besuchen
Drei Gärten sind in der diesjährigen Ausgabe der Offenen Pforte erst nach telefonischer Vereinbarung im Vorfeld zu besuchen. Eine gesonderte Pressemeldung stellt sie näher vor. Der für Sonntag, 8. August, angekündigte Termin in der Lachnerstraße 7 findet nicht statt.

Für die Gartenbesuche gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften, sprich ein Mindestabstand von eineinhalb Metern. Etwaige Sonderregelungen für separate Wegenutzungen sind zu beachten. Die teilnehmenden Gärten sind dazu angehalten, gemäß der aktuell geltenden Corona-Verordnung gegebenfalls die Besucherzahl zu beschränken. Weiterhin werden Besucherinnen und Besucher gebeten, zur Nachverfolgung von Infektionswegen ihre Kontaktdaten zu hinterlassen.

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Verschiedenes 

Freiburg: Sanierung des Weihers am Hauptfriedhof beginnt

Zuläufe und Weiher werden trocken gelegt
Gießwasser für Grabanlagen kann an anderen Brunnen weiter geschöpft werden

Die Sanierung des Weihers am Hauptfriedhof beginnt. Für landschaftsgärtnerische Arbeiten werden im Laufe der Woche die Wasserzuläufe über das Bächlesystem sowie der Weiher trocken gelegt. Das direkte Schöpfen von Gießwasser hierüber ist daher nicht mehr möglich. Dies betrifft jedoch nur die oben genannten Schöpfstellen und den Weiher, die weiteren Brunnen sind an die städtische Wasserversorgung angeschlossen und daher nicht betroffen. Wie bisher kann an diesen Stellen Wasser zum Gießen der Grabanlagen entnommen werden.

Der Weiher auf dem Hauptfriedhof soll in diesem Jahr saniert und aufgewertet werden. Das Gewässer ist in den letzten Jahren regelmäßig trockengefallen. Das liegt vor allem an der schlechten Abdichtung des Teichs. Außerdem ist das Wasser des Weihers aufgrund der geringen Wassertiefe von durchschnittlich 50 bis 60 Zentimeter häufig gekippt. Der Eigenbetrieb Friedhöfe wird die Weiheranlage im Laufe des Jahres sanieren. So soll ein struktur- und artenreicher Weiher entstehen, der nicht versickert oder kippt.

Mit der Sanierung wird nicht nur eine deutliche ökologische Aufwertung erreicht. Durch den größeren Strukturreichtum wird auch die Funktion des Hauptfriedhofs als „Oase der Ruhe" inmitten eines sich dynamisch entwickelnden und verändernden Stadtbereichs gestärkt





Veranstaltungen 

NABU: Kleine Tiere – große Zahlen

NABU: Kleine Tiere – große Zahlen
Siebenpunkt-Marienkäfer (c) NABU / Foto: Helge May

Vom 6. bis 15. August werden beim Insektensommer wieder Sechsbeiner gezählt

Berlin, 30.7.21 – Schwarzgelb, unbeliebt, aber auch unersetzlich: Wespen haben ein Imageproblem. Jetzt im Hochsommer sind die Hautflügler wieder unterwegs und stören uns beim Eis essen und Grillen. Beim deutschlandweiten Insektensommer vom 6. bis 15. August kann man die Tiere besser kennen- und schätzen lernen. „Wir wollen sehen, ob es in diesem Jahr wie vermutet aufgrund des kühlen und verregneten Frühlings weniger Wespen gibt“, so NABU-Insektenexpertin Dr. Laura Breitkreuz, „Auch wenn das viele Menschen freuen dürfte – die Tiere sind enorm wichtig.“ So bestäuben auch Wespen Nutzpflanzen, sie vertilgen Schädlinge, wie Blattläuse und Spannerlarven, und nützen so in Landwirtschaft und Gartenbau. Zudem beseitigen sie als geflügelte Gesundheitspolizei Aas. „Und wer bei Wespen gleich an Stechen denkt, liegt falsch“, sagt Breitkreuz, „Nur etwa jede fünfte der weltweit rund 137.000 Wespenarten hat einen Wehrstachel. Die in Deutschland häufige Gemeine Wespe, die uns jetzt vielfach begegnet, gehört allerdings dazu.“ Wer aber die Tiere nicht bedränge oder nach ihnen schlage, habe wenig zu befürchten.

Um belastbare Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen bei der Insektenzählung mitmachen. „Im vergangenen Jahr haben wir fast die 10.000 Meldungen geknackt und es gab 15.000 Beobachtende“, so Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer. „In diesem Jahr haben allein bei der ersten Zählung im Juni schon 9.000 Menschen mitgemacht. Das freut uns sehr. Denn nur was man kennt und schätzt, kann man auch schützen.“

Eine besondere Rolle beim Insektensommer spielt wie im Vorjahr der Marienkäfer, von dem es in Deutschland rund 70 Arten gibt. Breitkreuz: „Wir wollen herausfinden, ob der heimische Siebenpunktmarienkäfer oder der Asiatische Marienkäfer häufiger zu sehen ist. Letzterer wurde erst vor wenigen Jahrzehnten eingeschleppt. Wie weit sich die invasive Art bereits verbreitet hat, soll der Insektensommer zeigen.“ Im Juni lag der Asiatische Marienkäfer vorne.

Beobachten und zählen kann jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich oder Bach. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App NABU Insektensommer. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de abrufbar.

Jeder gesichtete Sechsbeiner soll gezählt und gemeldet werden. Jetzt im August soll dabei auf einige häufig vorkommende Arten besonders geachtet werden: Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd. Wer diese Tiere nicht kennt, kann sie ganz einfach mit dem NABU-Insektentrainer (www.insektentrainer.de) unterscheiden lernen. Die Daten der Zählaktion werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.

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Verschiedenes 

NABU: Auswirkungen künftiger Hochwasserereignisse reduzieren

Miller: Fehlender Wasserrückhalt in der Fläche, Ausbau von Fließgewässern und Verlust der Auen verschärfen Folgen der Klimakrise

Berlin, 29.7.21 – Die Folgen der Extremwetterereignisse im Westen und Süden Deutschlands sind dramatisch. Dort kamen verschiedene Faktoren zusammen, die letztendlich zu der Katastrophe mit vielen Toten geführt haben – großen Niederschlagsmengen, fehlender Regenrückhalt und besondere topographische Bedingungen. Was lässt sich daraus lernen und welche Konsequenzen sollten daraus gezogen werden? Die Regenmengen hätten vermutlich in den meisten Teilen Deutschlands zu Überschwemmungen geführt. Durch die besondere topografische Lage sammelte sich in sehr kurzer Zeit enorm viel Wasser in den Tälern, mit den bekannten gravierenden Folgen für Mensch und Natur.

Die Auswirkungen einer Hochwasserkatastrophe lassen sich abmildern, wenn bestimmte Faktoren beachtet werden. Ein großes Problem bei Flutereignissen ist die mangelnde Aufnahme von anfallendem Regenwasser durch den Boden. In Siedlungsbereichen dominieren versiegelte Flächen aus Asphalt und Beton. Aber auch in großen Teilen der freien Landschaft können Niederschläge kaum noch versickern und auf natürliche Weise zurückgehalten werden. Das Wasser sucht sich seinen Weg. Ist es erst einmal im Tal, findet es kaum Platz sich schadlos auszubreiten. Das beschleunigt Strömungsgeschwindigkeiten und erhöht die Gefahrenpotenziale.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller beschreibt die schwierige Situation: „Unsere Siedlungen, aber auch landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Nutzflächen sind so gestaltet, dass Regenwasser immer schnell abgeleitet werden kann. Das führt bei Starkregenereignissen zu schnell und hoch auflaufenden Hochwasserwellen. Bei Hitzeperioden hingegen trocknen die entwässerten Böden schneller aus. Dürre und Hochwasser werden so gleichermaßen begünstigt. Dieses System der flächendeckenden Entwässerung ist noch dazu teuer und kaum noch steuerbar. Für einen wirksamen Hochwasserschutz müssen wir künftig das Ablaufen des Wassers stärker auf natürliche Weise verzögern. Dazu sind Strategien anzuwenden, die das Wasser besser in der Fläche halten. Diese müssen durch technischen Hochwasserschutz ergänzt werden.“

Dazu bedarf es einer Kombination unterschiedlichster Lösungsansätze auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, mit den folgenden Schwerpunkten:

- Das Wasserspeichervermögen der Landschaft muss verbessert werden, um Extreme abzupuffern. Dazu müssen Entwässerungssysteme umgestaltet werden, die Wasserspeicherfähigkeit der Böden deutlich verbessert und wasserspeichernde Ökosysteme, wie naturnahe Wälder und Moore, geschützt werden.

- Außerdem muss die Renaturierung von Flüssen und Auen viel stärker gefördert werden als das bisher.

- Durch den Klimawandel werden Extremwetterereignisse weiter zunehmen. Deshalb muss künftig hinreichend Vorsorge in den Siedlungsbereichen getroffen werden. Bis heute werden in den großen Flussauen Deutschlands Siedlungen und landwirtschaftliche Nutzflächen gleichermaßen mit Deichanlagen geschützt. Das muss sich ändern. Nur wenn sich Extremhochwasser auf Wiesen und Ackerflächen ungehindert ausbreiten kann, sinken die Gefahren für Siedlungsflächen und Infrastruktur. Das gilt besonders, wenn Überflutungsgebiete und exzellente technische Hochwasserschutzeinrichtungen kombiniert werden.

Ein gutes Beispiel für die Renaturierung von Flüssen und Auen ist das europaweit größte Projekt seiner Art, die „Untere Havelniederung“ des NABU. Der einstmals stark ausgebaute Fluss wird gemäß aktuellem Planungsstand bis spätestens 2033 renaturiert und wieder in ein Naturparadies verwandelt. Altarme und Hochflutrinnen werden wieder angeschlossen und Auenwälder begründet. Deichabschnitte werden zurückgebaut und so Überflutungsfläche zum Hochwasserschutz gewonnen. Das hier gewonnene Wissen lässt sich auf viele andere Gebiete in Deutschland übertragen.

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Karlsruhe: Neues Förderprogramm für Lastenräder

Karlsruhe: Neues Förderprogramm für Lastenräder
© Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Heiko Simayer

Zuschüsse erleichtern den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad

Um eine nachhaltige und verträgliche Mobilität zu fördern, setzt sich die Stadt Karlsruhe dafür ein, die Zahl der Autofahrten zu verringern. Doch der Verzicht auf das Auto fällt vielen schwer, wenn es um Einkaufsfahrten oder Touren mit Kindern geht. Deshalb wird das beliebte Lastenradförderprogramm neu aufgelegt.

Bewerbung erst ab Ende Oktober möglich
Auch wenn sich Interessierte erst ab Samstag, 23. Oktober, 0 Uhr bewerben können - schon jetzt sollten sich Familien – und erstmalig auch Neubürgerinnen und Neubürger, die 2021 nach Karlsruhe gezogen sind - über die Anforderungen an ihren künftigen "Packesel" Gedanken machen. Ab Samstag, 18. September, sind dann die genauen Förderbedingungen auf der städtischen Internetseite eingestellt. Bis Ende November ist die Bewerbung möglich, die Bearbeitung richtet sich jedoch nach dem Eingangsdatum der Anträge, bis das Fördergeld ausgeschöpft ist. Um zukünftig auf belastbare Aussagen über mögliche Veränderungen im Mobilitätsverhalten zurückgreifen zu können, sollen Geförderte etwa ein Jahr nach Erwerb ihres Cargobikes an einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung teilnehmen.

Neuauflage mit angepassten Fördersätzen
Schon vor zwei Jahren richtete sich ein Förderprogramm an Menschen, welche die Anschaffung eines Lastenrads planen. Der finanzielle Rahmen war in kürzester Zeit ausgeschöpft, weshalb der Gemeinderat die Wiederauflage beschloss. Aus den Mitteln des Klimaschutzes stellt die Stadt nun 200.000 Euro Fördermittel bereit. Nach erfolgreicher Bewerbung erhält man nun einen Fördersatz von 600 Euro für Cargobikes ohne elektrische Unterstützung und 1.000 Euro für E-Lastenräder. Gleichzeitig erhöht sich der Sozialbonus auf 400 Euro.

zum Bild oben;
Mit Lastenfahrrädern (auch Cargobikes genannt) lassen sich auch schwere und sperrige Dinge transportieren – beispielsweise der wöchentliche Einkauf.
© Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Heiko Simayer

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„Klima und Energie – Baden-Württemberg geht voraus“

Sommertour 2021 von Umweltministerin Thekla Walker und Staatssekretär Andre Baumann

Thekla Walker: „Das Land ist reich an guten Beispielen für gelungenen Klima- und Hochwasserschutz und die Energiewende.“

Es ist die erste Sommertour für Umweltministerin Thekla Walker. Sie und ihr Staatssekretär Andre Baumann werden in diesem Jahr spannende Orte und Unternehmen im Land besuchen, an denen Klima- und Hochwasserschutz sowie die Energiewende schon beispielhaft gelebt werden.

Die Sommertour 2021 „Klima und Energie – Baden-Württemberg geht voraus“ führt die beiden kreuz und quer durchs Land, von Emmendingen bis Wendlingen und von Whylen bis Adelsheim. Die Tour beginnt am Montag, 2. August, an der Echaz in Reutlingen und endet am Freitag, 6. August, mit einer Schifffahrt über den Bodensee.

Mehr Zeit für die bedeutsamen Themen im Land

„Der Beginn der Sommerferien bietet optimale Gelegenheiten, sich außerhalb der sonst eng getakteten Tagesabläufe mit mehr Zeit den bedeutsamen Themen im Land zu widmen“, sagte Thekla Walker. Und Andre Baumann ergänzte: „Ich freue mich unheimlich auf die unterschiedlichen Stationen der Tour und vor allem auf die Gespräche mit den Menschen, die sich für den Klimaschutz, die Klimavorsorge oder für die Energiewende einbringen.“







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