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Verschiedenes 

28 Millimeter misst die größte in Deutschland lebende Biene

Auch die Blaue Holzbiene wird beim NABU-Insektensommer noch bis 11. August gezählt

Berlin – Eine echte Wuchtbrumme: Die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) ist etwa doppelt so groß wie eine Honigbiene. Mit ihrem blauschwarzen Körper und den blau schimmernden Flügeln ist sie selbst im Flug kaum mit anderen Insekten zu verwechseln. Die Blaue Holzbiene ist ursprünglich in Süd- und Mitteleuropa heimisch. In Deutschland war sie bis in die 1980er Jahre nur aus der Oberrheinebene bekannt, sie breitet sich besonders seit 2003 aufgrund der höheren Temperaturen immer weiter in Deutschland aus.

Bienen und andere Insekten beobachten und melden – das kann jeder bei der Hochsommerzählung des NABU-Insektensommers, die noch bis 11. August läuft. Mit der Mitmachaktion will der NABU die kleinen fleißigen Helfer unserer Ökosysteme näher in den Fokus rücken. Der „Insektensommer" ist eine bundesweite Aktion, um eine kontinuierliche Erfassung der Insekten zu etablieren. Die Meldeaktion ist die erste Aktion dieser Art, 2018 fand sie zum ersten Mal statt. Die Beobachtungen können unter www.insektensommer.de gemeldet werden – oder über die kostenlose NABU-App „Insektenwelt“. Sie enthält über 120 in Deutschland häufig vorkommende Arten.

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Verschiedenes 

„Oh Solo Bio“

„Oh Solo Bio“
(c) Ralf Deckert/Pressebüro Freiburg

Ab September setzt Kaisers Gute Backstube auf 100 Prozent Bio-Brot im Sortiment!

Geschäftsführerin Birgit Kaiser: „Kaisers Gute Backstube setzt beim Thema Brot künftig konsequent auf Bio-Qualität und Regionalität!“

Geschäftsführer Gottfried Faller: „Zusammen mit unseren Partnern vor Ort setzen wir ein Konzept um, das bestens in die Zeit und zum Lebensgefühl unserer Kunden passt!“

Ehrenkirchen/Freiburg, Aug. 2019. Die Zeit ist reif für „Oh Solo Bio“! Ab September 2019 setzt Kaisers Gute Backstube aus Ehrenkirchen bei Freiburg in der Backstube zu 100 Prozent auf Bio-Brot! Unter dem Motto „Voll Bio & Volle Leidenschaft“ setzt das Familienunternehmen im 71. Jahr seines Bestehens konsequent fort, was schon seit Jahren Teil der Unternehmensphilosophie war, wie die beiden Geschäftsführer Birgit Kaiser und Gottfried Faller betonen: „Schon lange liegt der Bio-Anteil bei unseren Broten bei 40 Prozent“, so Kaiser. „Und ebenfalls schon lange sehen wir, wir gut Bio-Brote von unseren Kundinnen und Kunden angenommen werden.“ Da sei der nächste Schritt nur folgerichtig gewesen, wie Faller betont: „Wir haben lange mit Rezepturen und unterschiedlich langen Teigführungen experimentiert, haben externes Fachwissen ins Haus geholt und sind nun mehr denn je überzeugt, dass wir mit Bio nur gewinnen können.“

„Zusammen mit unseren Partnern vor Ort setzen wir ein Konzept um, das bestens in die Zeit und zum Lebensgefühl unserer Kunden passt“, so Faller weiter. Man werde wo immer es geht regionale Rohstoffe zu regionalen Produkten von höchster Qualität verarbeiten und diese auch regional vermarkten. „Oh Solo Bio bedeutet für uns auch, dass wir eine regionale Wertschöpfung groß schreiben“, bestätigt Birgit Kaiser. „Kaisers Gute Backstube setzt beim Thema Brot künftig deshalb ganz konsequent auf Bio-Qualität und Regionalität!“ Dadurch entstehe eine „Win-Win-Situation“, von der auch Produzenten und verarbeitende Betriebe vor Ort profitieren, so Kaiser weiter. „Regionalität ist eigentlich bei all unseren Produkten immer schon ein Thema.“ Das beginne beim Getreide und gehe mit dem verwendeten Obst, Eiern aus der Region und vielen weiteren Rohstoffen weiter. Man sehe sich ganz bewusst als Partner der Ökolandwirtschaft in Südbaden und als Vorreiter für Netzwerke wie die Bio-Musterregion Freiburg, die vom Land seit diesem Jahr gefördert wird. „Bio funktioniert nur dann, wenn auch ein Markt für die Produkte da ist. Und wenn am Ende auch die Preise stimmen“, so Birgit Kaiser und Gottfried Faller. „Unsere Kalkulationen zeigen, dass wir unsere neuen Bio-Brote künftig um ca. 15 Cent pro Laib über den bisherigen Preisen verkaufen müssen.“ Bei Kaisers Gute Backstube sei man sicher, dass man damit auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern in der Region punkten kann.


Über „Kaisers Gute Backstube“

Die „Kaisers Gute Backstube“ GmbH ist seit dem Jahr 1948 in Familienbesitz und versteht sich als in der Region verwurzelte Qualitätsbäckerei. Geführt wird das Unternehmen von Waltraud und Wolfgang Kaiser, die im Jahr 1979 den Bäckereibetrieb von ihren Eltern Frieda und Ernst Kaiser übernommen und die Expansion angestoßen haben. Seit 2007 gehören auch Tochter Birgit Kaiser sowie Gottfried Faller als Geschäftsführer für die Produktion zur Firmenleitung.

Die handwerkliche Backtradition hat das Qualitätsbewusstsein im Unternehmen seit jeher intensiv geprägt. Das fängt schon bei der Wahl der Rohstoffe an: „Bei uns kommen natürliche und ausgewählte Rohstoffe zum Einsatz. Unser Mehl und unser Biogetreide stammen aus der Region“, hebt Birgit Kaiser hervor. Zudem wird das Biogetreide für die Vollkornprodukte täglich frisch in den eigenen Getreidemühlen gemahlen. Der Verzicht auf Fertigmischungen, künstliche Emulgatoren oder Teigsäuerungsmittel im gesamten Brot- und Brötchensortiment ist bei Kaiser Ehrensache – und sorgt für eine hohe Bekömmlichkeit der Produkte. Mit 43 Filialen und über 450 Mitarbeitern gehört „Kaisers Gute Backstube“ zu den führenden Bäckereien in Südbaden. Das Filialkonzept beruht auf drei Säulen: Bäckereifachgeschäfte mit Kaffeebar, Bäckereifachgeschäfte mit Themencafé sowie Bäckereifachgeschäfte mit Café und Restaurant wie „der kaiser“ am Hauptsitz in Ehrenkirchen und „die kaiserin“ auf dem Freiburger Güterbahnareal. Seit dem Sommer 2016 gehört auch das historische ´Gasthaus Krone` in Ehrenkirchen zum Familienbetrieb der Kaisers.

zum Bild oben:
Im Foto v.l.: Friedbert Schill, BLHV-Präsident Werner Räpple und Gottfried Faller / Foto: Ralf Deckert/Pressebüro Freiburg

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Veranstaltungen 

NABU-Insektensommer geht in die zweite Runde

Bis zum 11. August Sechsbeiner zählen - Bundesweite Mitmach-Aktion - Hochsommer ist Insektenzeit

Berlin – Der NABU-Insektensommer geht in die zweite Runde. Deutschland zählt wieder zehn Tage lang Insekten. Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startete der NABU am Freitag Teil zwei seiner bundesweiten Citizen-Science-Aktion. Bis zum 11. August sind wieder Naturfans in ganz Deutschland aufgerufen, Sechsbeiner zu beobachten, zu notieren und an den NABU zu melden.

„Die Idee ist einfach: Jeder kann mitmachen und uns berichten, welche Sechsbeiner in seiner Umgebung fliegen oder krabbeln – gerne auch am Urlaubsort. Vor allem jetzt im Hochsommer ist es besonders spannend, weil viele der in Deutschland heimischen Insektenarten als ausgewachsenes Tier unterwegs sind und leichter zu sehen und zu bestimmen sind. Üben kann man übrigens prima mit unserem Insektentrainer“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Neben zirpenden Heuschrecken wie dem Grünen Heupferd sind vor allem Libellen an Seen und Flüssen zu beobachten, so zum Beispiel die farbenprächtige Blaugrüne Mosaikjungfer. Der NABU-Insektentrainer stellt 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten anschaulich und detailliert vor.

Prominente Unterstützung zum Start seiner Mitmach-Aktion erhielt der NABU am heutigen Freitag von TV-Moderator („Wissen macht Ah!“, „Quarks“) und Botschafter der UN-Dekade Biologische Vielfalt Ralph Caspers. Zwischen Lavendel, Disteln und Storchschnabel ging der beliebte TV-Moderator mit NABU-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Insektenfans im Naturgarten von Anne Rixmann in Köln auf Insektensuche. Die Schauspielerin ist prominentes Mitglied des Kölner Stunk-Ensembles.

„Ich finde Insekten wichtig, weil sie wichtig SIND. Ohne Insekten würden wir ganz schön in der Scheiße stecken. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn man sich nur mal vorstellt, wie viele Hundehaufen Insekten jährlich wegschaffen. Wenn es das nicht gäbe – gar nicht auszudenken“, so Ralph Caspers.

Beobachten und zählen ist fast überall möglich: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Melden kann man unter www.insektensommer.de oder direkt von unterwegs per Smartphone über die NABU-App „Insektenwelt“.

Bei der ersten Zählung in diesem Jahr vom 31. Mai bis 9. Juni nahmen 6.400 Insektenfans teil und gaben über 3.600 Meldungen ab. Im vergangenen Jahr beteiligten sich in beiden Zählräumen zusammen genommen 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen. „Die Teilnehmer haben bei der ersten Zählung vor allem die Natur direkt vor der Haustür erkundet und Ergebnisse vom Balkon, aus dem Garten oder Park gemeldet. Das am häufigsten gesehene Insekt war die Steinhummel“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. Insgesamt seien in Deutschland rund 33.000 Insektenarten heimisch.

Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Gezählt wird zweimal im Jahr, einmal im Früh- und einmal im Hochsommer.

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Verschiedenes 

2. ERKLÄRUNG AN DIE BEVÖLKERUNG UND KOMMUNALPOLITIK

REGIOBÜNDNIS FÜR ALTERNATIVEN STATT BAUEN AUF DER GRÜNEN WIESE WÄCHST WEITER

Das 2017 gegründete RegioBündnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen sieht sich mit dem kürzlichen Beitritt des gemeinnützigen Vereins für den Erhalt der Schönbergwiesen erneut gestärkt und umfasst nun 17 Vereinigungen aus Freiburg und Region.

Knapp ein halbes Jahr nach dem Bürgerentscheid vom 24.2.2019 zum Riesen-Neubaustadtteil Dietenbach zieht das RegioBündnis nun Zwischenbilanz mit einer 2. Erklärung an die Bevölkerung und Kommunalpolitik: Die ablehnenden Gründe des RegioBündnis liegen weiterhin auf dem Tisch: Der Finanzbürgermeister rechne wie das Bündnis mit einem steigenden Mietspiegel durch den Neubaustadtteil. Der Oberbürgermeister sehe in Dietenbach bis 2026 keine Wohnung verfügbar werden: also Null Abhilfe bei der aktuellen Freiburger Wohnungssituation.

Deshalb seien jetzt, so das RegioBündnis, die Alternativen zu Dietenbach gefragt, vor allem die für bezahlbares Wohnen mit Dachaufstockungen, Parkplätze-Überbauungen. Umfassende Aktionen für die bessere Nutzung oder Aufteilen der laut Zensus von 2011 über 14.000 viel zu großen Freiburger Wohnungen seien erforderlich, u.a. mit mehr Wohnen für Hilfe und Senioren-WGs. Das gelte ebenso für mehrere Dutzend aktuelle und geplante große und kleine Bau- und Umbaugebiete im schon bebauten Bereich der Stadt und für geeignete Misch- und Gewerbegebiete. Weiterhin sollten die vielen hundert illegalen Ferienwohnungen und der Leerstand intensiver als bisher angegangen werden.

Der Bürgerentscheid binde die Stadtverwaltung für 3 Jahre bis Februar 2022, was nicht bedeute, dass Dietenbach gebaut werden müsse. Denn es bestehen laut RegioBündnis weiterhin sehr hohe sachliche und finanzielle Hürden, an denen Dietenbach scheitern kann: Die Bauverbote aufgrund der Überschwemmungsgefährdung und des Schnellstraßenlärms sind nur mit hohem Millionenaufwand zu überkommen. Weitere Probleme sind u.a. Gashochdruck- und Stromfernleitungen im Gebiet, fehlendes und ungeeignetes Ersatzland für Landwirte, sehr hohe Erschließungskosten, steigende Baukosten, die sehr hohe wachsende Verschuldung der Stadt mit ihren Gesellschaften, die ungesicherte Finanzierung des sozialen Mietwohnungsbaus und nicht zuletzt wesentliche Nachteile fürs Klima und für die Natur.

Eine kritiklose Hinnahme des Bürgerentscheids sei deshalb ein großer Fehler. Der Weg für Alternativen und gegen das Bauen auf der „grünen Wiese" in Stadt und Region sollte weiter verfolgt werden.

Das RegioBündnis will deshalb im Verlauf von 2019 erneut belegen, dass der Neubaustadtteil Dietenbach nicht erforderlich ist, zu teuer würde und dass Landwirtschaft und Natur dort erhalten werden müssen. Auf das Bauen auf der „grünen Wiese" sei zu verzichten wie baugesetzlich geboten. Und die natürlichen Lebensgrundlagen für künftige Generationen müssen erhalten bleiben wie es das Grundgesetz Artikel 20 a verlangt und die Stadtverwaltung und den Gemeinderat unmittelbar bindet.

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des RegioBündnis wurden die bisherigen Sprecher Dr. Georg Löser, Martin Linser, Ralf Schmidt und Erwin Wagner wieder gewählt.





Veranstaltungen 

Hochsommer im Garten der Herrenmühle

Hochsommer im Garten der Herrenmühle
Foto: Veranstalter

In üppiger Fülle zeigt sich der Garten von Hansjörg Haas im August.

Der Garten der Herrenmühle Bleichheim präsentieren sich Sommerstauden, Gräser und Hortensien rund um das historische Gebäude. Aber auch Exoten in Töpfen und Kübeln liefern Anregungen für den eigenen Garten. Die schattigen Sitzplätze bieten beste Voraussetzungen für einen Kurzurlaub. Interessant auch, welche Pflanzen Hitze und Trockenheit am besten trotzen konnten.

Der Garten ist am Sonntag, 11. August, von 13 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt wird erhoben. Der Fachmann steht den Besuchern für Fragen rund um den Garten zu Verfügung.

Hansjörg Haas
Schloßplatz 2
79336 Herbolzheim
Tel. 07643 40137

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Verschiedenes 

Aufgabenträger stellen Weichen für zukünftiges Nahverkehrsangebot in der Region

"Gruppe von Behörden" für angestrebte Direktvergabe der Verkehrsleistung gebildet

Gemeinsame Pressemeldung von Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Stadt Karlsruhe, Landkreis Karlsruhe, Landkreis Germersheim, Stadt Heilbronn und Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd

In Karlsruhe wurde am vergangenen Dienstag (30. Juli) ein weiterer wichtiger Schritt für den Erhalt des regionalen Zweisystem-Stadtbahnmodells vollzogen. Im Rathaus am Marktplatz unterzeichneten die Aufgabenträger eine rechtliche Vereinbarung zur Bildung einer so genannten "Gruppe von Behörden". Dieses Konstrukt bildet die Voraussetzung für eine angestrebte und mit EU-Recht konforme Direktvergabe der Verkehrsleistung an die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) – beide erbringen gemeinsam seit 1992 das eng miteinander verzahnte ÖPNV-Angebot.

Zu dieser "Gruppe von Behörden" zählen neben der Stadt Karlsruhe auch das Land Baden-Württemberg, die Landkreise Karlsruhe und Germersheim, die Stadt Heilbronn und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV).

OB: "Wichtiger Meilenstein für Direktvergabe"

"Wir wollen das erfolgreiche 'Karlsruher Modell' sichern und zukunftsfähig weiterentwickeln. Der heutige Vertragsabschluss stellt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur von uns angestrebten Direktvergabe dar", machte Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup deutlich. "Ein leistungsstarker öffentlicher Nahverkehr bildet das Rückgrat unserer urbanen Mobilität. Das 'Karlsruher Modell', das mit seiner einzigartigen Organisationsstruktur weltweit Maßstäbe gesetzt hat, trägt entscheidend zur hohen Lebensqualität in unserer Stadt und unserer Region bei. Diese Erfolgsgeschichte möchten wir gerne weiter mit der AVG und den VBK fortschreiben", betonte Mentrup.

Rund 170 Millionen Fahrgäste pro Jahr nutzen das umweltfreundliche Nahverkehrsangebot zwischen Heilbronn, Wörth und Baden-Baden mit seinem charakteristischen Stadtbahnsystem. Das "Karlsruher Modell" ermöglicht die Überwindung der Systemgrenzen von Eisenbahn und Straßenbahn. So können die Fahrgäste seit Beginn der 1990er Jahre umsteigefrei die Karlsruher Innenstadt oder Ziele im Umland erreichen. Die Verträge für die Erbringung der Verkehrsleistung durch die beiden kommunalen Verkehrsunternehmen AVG und VBK – beide sind hundertprozentige Töchtergesellschaften der Stadt Karlsruhe – laufen nun aus.

Die Aufgabenträger möchten dieses einzigartige und erfolgreiche Nahverkehrskonzept auch zukünftig in der jetzigen Form erhalten. Damit die Stadt Karlsruhe das Nahverkehrsangebot im Stadtgebiet auch weiterhin durch die VBK sicherstellen kann, soll die Verkehrsleistung ab Dezember 2022 für 22,5 Jahre direkt an die VBK gegeben werden. Bei der AVG, die ihre Verkehre am Oberrhein in den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erbringt, soll die Vertragslaufzeit für das Netz 7a mittels der Direktvergabe bis mindestens 2035 fixiert werden.

Landrat Schnaudigel: "Schritt für den Erhalt des 'Karlsruher Modells'"

"Dieses Nahverkehrssystem hat in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten maßgeblich zur positiven wirtschaftlichen und demographischen Entwicklung der Region beigetragen und genießt weltweit großes Renommee. Der heutige Vertragsabschluss ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt des 'Karlsruher Modells'", erklärte Dr. Christoph Schnaudigel, Landrat des Landkreises Karlsruhe.

Bereits im Juli 2017 hatten sich die Stadt Karlsruhe und das Land Baden-Württemberg mit der Unterzeichnung eines Eckpunktepapiers auf die zukünftige Vergabekonzeption geeinigt. Diese sah vor, die umsteigefreie Innenstadtanbindung zu erhalten, wo sie aus Fahrgastsicht vorteilhaft ist. Diese Strecken sollen dann direkt an die AVG vergeben werden, weil die alleiniger Inhaber von Zweisystemfahrzeugen ist. Die Stadt Karlsruhe hat entschieden, dass sich die AVG in dem Teilnahmewettbewerbe für das Netz 7b nicht beteiligen wird. Gleichzeitig werden langlaufende Verbindungen ohne Innenstadtanbindung als klassische Eisenbahnverkehre in den Wettbewerb überführt und europaweit ausgeschrieben.

Im März dieses Jahres hatte sich dann auch der Karlsruher Gemeinderat einstimmig für die angestrebte Direktvergabe ausgesprochen, indem das Gremium einer Veröffentlichung der Direktvergabe-Absicht im Amtsblatt der EU zustimmte.

"Dem Schienenverkehr wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine wachsende Bedeutung zukommen, wenn wir die Klimaziele, gerade im Verkehrssektor, erreichen wollen. Deshalb benötigen wir in der Region auf beiden Seiten des Rheins ein leistungsstarkes Nahverkehrsangebot, das wir kontinuierlich weiter verbessern möchten, um noch mehr Menschen für den ÖPNV zu begeistern", machte Ministerialdirektor Professor Dr. Uwe Lahl vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg deutlich.

Was 1992 mit einer 30 Kilometer langen Stadtbahnstrecke begann, hat sich in den darauffolgenden zweieinhalb Jahrzehnten zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte weiterentwickelt. Inzwischen ist die Streckenlänge des Stadtbahnnetzes auf über 600 Kilometer angewachsen. Durch das 'Karlsruher Modell' konnten auch verhältnismäßig kleine Orte im Umland zu vertretbaren Konditionen an einen leistungsstarken Schienennahverkehr angebunden werden.

Landrat Brechtel: "Starker Motor für die gute wirtschaftliche Entwicklung auf der rheinland-pfälzischen Rheinseite"

Auch der Landkreis Germersheim ist an das dicht getaktete Stadtbahnnetz angeschlossen und bietet seinen Bürgern über die Achse Germersheim-Wörth-Karlsruhe eine schnelle Verbindung in die Fächerstadt. "Der Zweisystem-Stadtbahnverkehr ist ein starker Motor für die gute wirtschaftliche Entwicklung auf der rheinland-pfälzischen Rheinseite und ein bedeutender Standortfaktor für den Landkreis Germersheim. Gerade für die große Zahl an Pendlern, die jeden Tag auf dieser Verkehrsachse unterwegs sind, brauchen wir ein gutes ÖPNV-Angebot, das hat nicht zuletzt die Sanierung der Rheinbrücke gezeigt. Ein gut ausgebauter ÖPNV kann zudem einen wichtigen Beitrag für gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land leisten", erklärte Landrat Dr. Fritz Brechtel, als er heute sowohl als oberster Repräsentant des Landkreises Germersheim als auch des ZSPNV seine Unterschrift unter das Vertragswerk setzte.

Auch für die Stadt Heilbronn bedeutet Mobilität ein wichtiges Zukunftsthema. Die Weinstadt am Neckar ist ein wichtiger Knotenpunkt für mehrere Stadtbahnlinien. "Auch wenn es in Sachen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit oder den Anschlüssen sicherlich noch Luft nach oben gibt, wollen wir dieses klimafreundliche Angebot weiter mit unseren Partnern fortführen und verbessern", erklärt Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel und verweist in diesem Zusammenhang exemplarisch auf den zweigleisigen Ausbau der Stadtbahnstrecke zwischen Schwaigern und Leingarten oder aber den im Frühjahr mit dem Land Baden-Württemberg besiegelten Mobilitätspakt.

Dr. Alexander Pischon, Vorsitzender der Geschäftsführung von AVG und VBK, begrüßte die heutige Vereinbarung der Aufgabenträger. "Das Vertragswerk markiert nach dem Eckpunktepapier von 2017 einen weiteren wichtigen Meilenstein zur Sicherung unseres Nahverkehrsmodells. Es stellt einen Vertrauensbeweis der Aufgabenträger in unsere Verkehrsunternehmen dar. Zudem ist es auch ein gutes und wichtiges Signal für alle unsere Beschäftigten. Nun gilt es, das komplexe Direktvergabe-Verfahren in den kommenden Monaten zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen."





Verschiedenes 

EWS bringen erstes Mieterstromprojekt in Berlin an den Start

EWS bringen erstes Mieterstromprojekt in Berlin an den Start
Mieterstromanlage in Berlin / Foto: Silke Reents (c) Elektrizitätswerke Schönau

Gemeinsam mit der BürgerEnergie Berlin eG und der Wohnbaugenossenschaft Neukölln eG haben die EWS ihr erstes Mieterstromprojekt in Berlin an den Start gebracht. Dabei zeichnen die EWS für die Gesamtstromversorgung der Bewohner verantwortlich. Auf die Sonnenernte der neuen Photovoltaikanlage mit 99,8 kWp können 118 Haushalte zugreifen.

Mieterstromtarif zehn Prozent günstiger als Grundversorgung

«Mieterstrom ist in städtischen Gebieten ein wichtiger Baustein für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und wirksamen Klimaschutz. Die Dächer großer Mehrfamilienhäuser bieten ein gewaltiges Potential für die Installation von Photovoltaikanlagen», sagt EWS-Vorstand Sebastian Sladek. Im Rahmen von Mieterstromprojekten können die Bewohnerinnen und Bewohner zudem direkt von dem dezentral erzeugten Ökostrom profitieren, die Verteilnetze werden so entlastet. Beim Mieterstromprojekt in Neukölln liegt der Mieterstromtarif mehr als zehn Prozent unter dem Grundversorgertarif von Vattenfall. Wenn die Sonne nicht scheint oder nicht genug Strom auf dem Dach produziert wird, beziehen die Bewohnerinnen und Bewohner automatisch zertifizierten Ökostrom der Elektrizitätswerke Schönau. Die Stromversorgung ist somit wie gewohnt sicher.

Wichtiger Schritt für bürgereigenen Klimaschutz

Die BürgerEnergie Berlin hat die Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Gebäudekomplexes der Wohnbaugenossenschaft Neukölln geplant, finanziert und gebaut. «Das Mieterstromprojekt ist der Startschuss für die bürgereigene Energiewende in Berlin und ein wichtiger Schritt für mehr bürgereigenen Klimaschutz», sagt Christoph Rinke, Vorstand der BürgerEnergie Berlin eG. Auch die Wohnbaugenossenschaft Neukölln eG ist vom Nutzen des Projekts überzeugt: «Wir wollen mit Mieterstrom Klimaschutz und Preisvorteile für unsere Genossenschaftsmitglieder verbinden», so Vorstand Sami Natal. Sebastian Sladek, Vorstand der EWS Elektrizitätswerke Schönau eG, legte den Schwerpunkt seiner Rede auf die Bedeutung des gemeinsame Handelns als Kern der genossenschaftlichen Idee: «Wir werden den Herausforderungen des Klimawandels nur durch gemeinsames Handeln begegnen können. Dafür ist dieses Projekt, das drei Genossenschaften gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern realisiert haben, ein sehr gutes Beispiel».

Technische Kennzahlen der Anlage:

Leistung der Photovoltaikanlage: 99,8 kWp.
Damit zählt die Anlage zu den größten PV-Mieterstromanlagen in Berlin.
Jährlicher Ertrag: 84.500 kWh
Eingesparte Menge CO₂: ca. 50 Tonnen/Jahr
Die Haushalte können zu knapp 1/3 direkt vom Dach mit Strom versorgt werden
118 Haushalte können auf das Mieterstromangebot zugreifen
Mieterstromtarif: 26,80 Cent/kWh sowie 7,35 €/Monat Grundpreis, monatl. kündbar
(damit mehr als 10% günstiger als der Grundversorgertarif)

Partner der Mieterstromanlage:

BürgerEnergie Berlin eG
Die BürgerEnergie Berlin plant, finanziert und baut die Solaranlage auf dem Dach des Gebäudekomplexes. Die BEB ist darüber hinaus Ansprechpartner vor Ort für alle Fragen im laufenden Betrieb.

Wohnungsgenossenschaft Neukölln eG
Die GW Neukölln eG stellt die Dachflächen zur Verfügung. Nachhaltig handeln steht seit über 100 Jahren im Mittelpunkt der Wohnungsgenossenschaft. Das erste Mieterstromprojekt der GW Neukölln eG in der Fuldastraße/Ossastraße ist ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz.

EWS Elektrizitätswerke Schönau eG
Die Genossenschaft EWS Elektrizitätswerke Schönau eG ergänzt mit ihrem zertifizierten Ökostrom den Sonnenstrom vom Dach, wenn die Sonne nicht scheint. So haben die Bewohnerinnen und Bewohner wie gewohnt rund um die Uhr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung.





Verschiedenes 

NABU trauert um Hermann Hötker

Miller: Großer Verlust für die Naturschutzforschung in Deutschland – Hermann Hötker leitete seit 2001 das Michael-Otto-Institut im NABU

Berlin/Bergenhusen – Mit großer Bestürzung hat der NABU den Tod des Leiters des Michael-Otto-Instituts im NABU, Dr. Hermann Hötker, aufgenommen. Deutschland verliert einen seiner besten Kenner naturschutzbezogener Forschung und einen der renommiertesten Ornithologen in Deutschland. Dr. Hermann Hötker starb am 24. Juli 2019 nach längerer Krankheit im Alter von nur 60 Jahren.

Seit 2001 leitete Hermann Hötker das vom NABU geführte Institut im schleswig-holsteinischen Bergenhusen. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass das Institut heute als eine der herausragenden Forschungseinrichtungen im angewandten Naturschutz gilt.

Verdient gemacht hat sich Hermann Hötker insbesondere um die wissenschaftliche Aufarbeitung der Auswirkungen von Windkraft und Biomasse auf die Vogelwelt. Darüber hinaus forschte er zum Schutz von Vögeln in der Agrarlandschaft. In enger Kooperation mit Landwirten entwickelten er und seine Mitarbeiter Maßnahmen, um bedrohten Vögeln wie den Kiebitz, langfristig das Überleben in der modernen Agrarlandschaft zu sichern. Zudem trug er mit der Erforschung von Küstenvögeln wie dem Seeregenpfeifer maßgeblich dazu bei, dass diese Arten an Nord- und Ostsee besser geschützt werden können.

„Wir sind tief erschüttert. Der NABU verliert mit Hermann Hötker einen anerkannten Wissenschaftler, engagierten Naturschützer, geschätzten Kollegen und einen treuen Weggefährten und für viele auch einen persönlichen Freund. Mit seiner fachlichen Expertise und seinem unermüdlichen Einsatz hat er den Naturschutz in Deutschland maßgeblich vorangebracht. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Familie“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

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