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Verschiedenes 

Welternährungstag

Welternährungstag
Boden (c) Meerfreiheit

Nachhaltige Ernährungssysteme als entscheidende Klima-Maßnahmen

16.10.2023 – Am heutigen Welternährungstag ruft Slow Food die internationale Staatengemeinschaft auf, nachhaltige Ernährungssysteme im Kampf gegen die Klimakrise und die mit ihr verbundene Gefährdung von Ernährungssicherheit und -souveränität zu etablieren. Ein Hauptaugenmerk legt die weltweit aktive Bewegung an diesem Tag auf Dürre und Wasserknappheit aufgrund steigender Temperaturen und ausbleibender Niederschläge. Damit sind auch Landwirt*innen in Deutschland konfrontiert.

Die globalisierten Nahrungsmittelsysteme gehören zu den treibenden Kräften für den Klimawandel, in dessen Folge auch Wasserknappheit und Dürre zunehmen. Wasser aber ist eine unserer überlebenswichtigen Ressourcen. Unter dem Motto „Water is life, water is food. Leave no one behind.“ rückt daher die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am diesjährigen Welternährungstag das Wasser in den Fokus. Mit Wasserknappheit etwa haben sowohl der globale Süden als auch Europa zu kämpfen. In Deutschland ist der Osten mit seinen großen Agrarflächen besonders betroffen, ebenso Teile Niedersachsens und Schleswig-Holstein. Das zuverlässige Kontinentalklima, das hiesige Pflanzen für ihr Wachstum brauchen, schwindet. Die Böden sind degradiert und erschöpft, ihre biologische Wertigkeit geht zurück. Erschöpft sind auch die Landwirt*innen, die sich nicht so schnell an die Veränderung anpassen können. Sie müssen mit den Extremwetterereignissen wirtschaften, während ihre Erträge schwinden.

David Peacock vom Erdhof in Mecklenburg-Vorpommern und engagiert im Slow-Food-Netzwerk, betont, dass die Dürre hierzulande ein gravierender Wendepunkt und Alarmsignal sei, Landwirtschaft endlich anders zu denken. Die Anreize, die dafür bislang von den Bundesländern und der Bundesregierung kommen, seien weiterhin weder hilfreich noch ausreichend. „Was es braucht, ist der konsequente Aufbau regionaler und lokaler Versorgung. Dafür müssen wir unter anderem Menschen den Zugang zu Land ermöglichen, um die Landnutzung und Lebensmittelerzeugung zu diversifizieren und letztlich zu sichern. Das bedeutet, dass wir weg kommen von den riesigen, monokulturellen Einheiten hin zu agrarökologisch und regenerativ wirtschaftenden Betriebseinheiten, die agil mit den begrenzten Ressourcen des Planeten arbeiten.“ Für Peacock ist es Teil von gutem Essen, Nahrungsmittel selbst anzubauen und zu ernten. Es müssten mehr Menschen und weniger Maschinen in der Landwirtschaft tätig sein.

Die Klimakrise und ihre Folgen verschärfen weltweit Hunger, Armut und gesellschaftliche Konflikte. Slow Food fordert die politischen Entscheidungsträger*innen auf, all jene zu unterstützen, die sich entlang der Lebensmittelwertschöpfung auf den klimaschonenden Weg machen und den Umbau der Ernährungssysteme mittragen; Beispiele aus dem Netzwerk zeigen, dass ein nachhaltiges Wirtschaften machbar und fortschrittlich ist.

Der Welternährungstag oder Welthungertag findet jährlich am 16. Oktober statt. Er macht aufmerksam darauf, dass noch immer zu viele Menschen auf der Welt an Hunger leiden.

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Verschiedenes 

Zoos sind Partner der Weltnaturschutzunion IUCN

Zoos sind Partner der Weltnaturschutzunion IUCN
© Zoo Leipzig

Führende Rolle der Zoos in Praxis und Wissenschaft des Artenschutzes

Viele Zoos, Aquarien und botanische Gärten leisten einen wichtigen Beitrag, um gegen das globale Artensterben anzukämpfen. Das bestätigt das neue Positionspapier der Weltnaturschutzunion (IUCN), das am 11. Oktober 2023 der internationalen Öffentlichkeit vorgestellt wurde. „Es ist nie zu spät. Arten können sich in der Wildnis erholen, wenn sie durch gut geführte Populationen in menschlicher Obhut, wie sie von Zoos, botanischen Gärten und Aquarien gepflegt werden, eine Chance erhalten“, betont Razan Al Mubarak, Präsidentin der IUCN. „Die Stellungnahme der IUCN Species Survival Commission erkennt die führende Rolle von Botanischen Gärten, Aquarien und Zoos an, die diese Organisationen in Praxis und Wissenschaft des Artenschutzes spielen." Die IUCN ist die weltweit größte Naturschutzorganisation aus Regierungen und Nicht-Regierungsorganisationen mit über 9.500 Mitgliedern aus 186 Staaten.

Der Zoo Leipzig ist ebenso wie der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) Mitglied in der IUCN. Leipzigs Zoodirektor und VdZ-Präsident Prof. Jörg Junhold ist stolz auf diese enorme Anerkennung durch die Weltnaturschutzunion: „Die Zoo-Gemeinschaft arbeitet tagtäglich Hand in Hand und mit Regierungen und NGOs gemeinsam für den Erhalt bedrohter Arten – durch Erhaltungszuchtprogramme in den Zoo und durch Unterstützung zahlreicher Projekte in den natürlichen Lebensräumen. Die 71 VdZ-Zoos stellten im Jahr 2022 mehr als 11 Millionen Euro für Artenschutzprojekte in den Lebensräumen oder für Forschungsprojekte zur Verfügung. Zudem sind sie Teil von mehr als 400 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEPs), die eine zentrale Rolle spielen beim One Plan Approach der IUCN, der alle Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum und in menschlicher Obhut im Blick hat, um Arten das Überleben zu sichern.

„Wir freuen uns sehr über diese Bestätigung der IUCN, unseres wichtigen internationalen Partners. Zu lange wurden Bemühungen im Artenschutz isoliert betrachtet“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des VdZ, und ergänzt: „Wir nutzen unser Netzwerk und unser kollektives Fachwissen, um den enormen Verlust der biologischen Vielfalt auf globaler Ebene aufzuhalten. Wir wissen, die Zeit drängt und das Artensterben erfordert alle Anstrengungen, die wir aufwenden können. Und wir wissen auch, dass wir immer noch besser werden müssen in diesem Kampf. Das Positionspapier der Weltnaturschutzunion zeigt, dass viele Zoos bereits jetzt entscheidende Partner im globalen Überleben von Arten sind und die Gesellschaft zu mehr Engagement inspirieren."

Der Zoo Leipzig engagiert sich in mehr als 70 Erhaltungszuchtprogrammen sowie in der Stiftung Artenschutz, die sich für den Schutz existentiell bedrohter, oftmals allgemein weniger bekannter Tierarten und deren Lebensräume einsetzt. Mit der Eröffnung einer Zuchtstation für den vom Aussterben bedrohten Feldhamster hat der Zoo Leipzig im vergangenen Jahr sein weltweites Engagement für den Artenschutz auch auf den Erhalt regionaler Tierarten ausgeweitet. Zudem setzt er sich als Träger des Endangered Primate Rescue Centers und des Cat Ba Langur Projektes in Vietnam für den Schutz verschiedener vom Aussterben bedrohten Primaten ein. Insgesamt investiert der Zoo Leipzig rund eine Million Euro jährlich in den Arten- und Lebensraumschutz und unterstützt nicht nur in Asien, sondern auch auf anderen Kontinenten Programme und Projekte, um Tierarten und Lebensräume zu schützen – und zu erhalten.

Alle Informationen rund um das Artenschutz-Engagement finden sich auf www.zooleipzig.de/artenschutz-bildung/artenschutz/.

Außerdem finden am kommenden Wochenende, 14. und 15. Oktober 2023, die Entdeckertage Artenschutz im Zoo Leipzig statt, bei denen sich die Gäste rund um die Projekte in aller Welt informieren können und Wissenswertes über die bedrohten Tierarten im Zoo Leipzig erfahren.

zum Bild oben:
Der Zoo Leipzig setzt sich u.a. für den Schutz der Goldkopflanguren auf Cat Ba in Vietnam ein
© Zoo Leipzig

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Vortragsreihe im Zoo zu Naturthemen

Karlsruhe: Vortragsreihe im Zoo zu Naturthemen
© Stadt Karlsruhe, Zoologischer Stadtgarten, Timo Deible

Zoodirektor Reinschmidt startet am 19. Oktober mit Artenschutz-Beitrag

Der Zoo Karlsruhe startet zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine Vortragsreihe rund um Naturthemen. Von Oktober bis März gibt es jeden Monat im Exotenhaus jeweils einen Vortrag zu erleben. Los geht es bereits in der kommenden Woche: Am Donnerstag, 19. Oktober, 18:15 Uhr, spricht Zoodirektor Prof. Dr. Matthias Reinschmidt zum Thema „Was kann ein moderner Zoo heute zum Artenschutz und zum Biodiversitätserhalt beitragen? Artenschutz global und lokal“.

„Tatort Boden: Räuberische Pilze mit Anwendungspotenzial“ heißt es am Donnerstag,16. November, wenn Prof. Dr. Reinhard Fischer vom KIT-Mikrobiologie zu erleben ist. Am Donnerstag,14. Dezember, folgt Prof. Dr. Natalia Requena, ebenfalls KIT-Mikrobiologie zum Thema „Glückliche Ehe zwischen Pflanzen und symbiotischen Pilzen? Die Wahrheit hinter den Kulissen und wie wir Pflanzen fit für die Zukunft machen können“.

Die beiden Zootierärzte Dr. Marco Roller und Dr. Lukas Reese sind am Donnerstag,25. Januar, im Exotenhaus zu erleben. Der Titel ihres Vortrags heißt: „Wundervolles Ecuador – Unser Engagement in einem Land mit außergewöhnlicher Artenvielfalt“. Am Donnerstag, 29. Februar, folgt Dipl. Geoökologin Katherina Fies vom Umweltamt der Stadt Karlsruhe unter dem Titel „Biodiversität in Karlsruhe – Schutz der Natur vor der eigenen Haustür“. „Tiertraining im Zoo – Was gibt es Neues? Ein Update“ heißt es am Donnerstag, 7. März, dann spricht Claudia Vollhardt, Kuratorin Zoo Karlsruhe.

Die Teilnahme an den Vorträgen ist jeweils kostenfrei, Spenden für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe werden jedoch gerne entgegengenommen. Eingang ist ausschließlich von Ettlinger Straße 4b aus zwischen 18 und 18:10 Uhr möglich, nicht über den Zoo. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnehmerzahl ist aus Platzgründen dennoch begrenzt.

zum Bild oben:
Zoodirektor Prof. Dr. Matthias Reinschmidt mit zwei Papageien.
© Stadt Karlsruhe, Zoologischer Stadtgarten, Timo Deible

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Verschiedenes 

Neue Wolfszahlen zeigen nur leichtes Wachstum

Neue Wolfszahlen zeigen nur leichtes Wachstum
Grauwolf in Deutschland (c) NABU/Heiko Anders

NABU: Herdenschutz fördern, bevor sich Wölfe ansiedeln

Berlin, 10.10.23 – Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat heute die Wolfszahlen für das Monitoringjahr 2022/23 bekannt gegeben. Danach wurden in Deutschland 184 Wolfsrudel, 47 Wolfspaare sowie 22 sesshafte Einzelwölfe festgestellt. Das entspricht einem Anstieg der Territorien um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Marie Neuwald, NABU-Referentin für Wölfe und Beweidung: „Von einem übermäßigen oder gar exponentiellen Wachstum des Wolfsbestands in Deutschland kann keine Rede sein. Die Wachstumskurve flacht seit Jahren ab. Es ist zu erwarten, dass auch in den nächsten Jahren weitere Territorien entstehen, da es in Deutschland noch unbesetzte, aber für Wölfe geeignete Lebensräume gibt. Der NABU fordert vor allem Bundesländer mit neuer Wolfsanwesenheit auf, sich frühzeitig um die Etablierung von Herdenschutz und einem Fördersystem der Weidetierhaltung zu kümmern. Damit zu beginnen, wenn erste Risse an ungeschützten Weidetieren aufgetreten sind, ist zu spät. Weidetierhaltende benötigen Vorlaufzeit, um Herdenschutz in die Betriebsroutine aufzunehmen. Die Antragstellung für Herdenschutz sollte zudem entbürokratisiert werden. Es kann nicht sein, dass der Schutz der Weidetiere an unnötig komplexen und langwierigen Förderprozessen scheitert.“

Hintergrundinformation:
Ein Monitoringjahr geht vom 1. Mai bis 30. April des folgenden Jahres, z.B. für 2022/23 vom 1. Mai 2022 bis 30. April 2023. Der zeitliche Rahmen orientiert sich somit an der Geburt der Wolfswelpen Anfang Mai eines jeden Jahres.
Ein Wolfsrudel in Deutschland besteht aus durchschnittlich acht Tieren: Dem Elternpaar, den Welpen des aktuellen und des vorherigen Jahres. Mit Einsetzen der Geschlechtsreife verlassen die Jungwölfe i.d.R. das Territorium der Eltern, um sich auf die Suche nach einem eigenen zu machen. Ein Wolfsterritorium umfasst in Deutschland durchschnittlich 200 km².

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Veranstaltungen 

Artenschutzlauf durch den Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe

Artenschutzlauf durch den Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe
© Zoo Karlsruhe, Maike Franzen

Insgesamt 7,6 Kilometer am 3. Dezember für den guten Zweck

Sich sportlich an einem der schönsten Plätze in Karlsruhe messen und gleichzeitig den Kampf gegen das Artensterben unterstützen: Das ist am Sonntag, 3. Dezember, im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe beim Artenschutzlauf zum zweiten Mal möglich. Die Premiere im vergangenen Jahr hatte allen 400 Teilnehmenden viel Freude bereitet und 11.110 Euro Spendengeld zugunsten der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe zusammengebracht.

„Es war bereits bei der Premiere im vergangenen Jahr eine wunderbare Laufveranstaltung. Diesmal werde ich sogar selbst mitlaufen“, kündigt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt an. Auch die Volksbank pur ist vom Artenschutzlauf im Zoo begeistert: „Bewegen und helfen: das unterstützen wir als langjähriger Partner des Zoos sehr gerne. Da ich letztes Jahr schon mitgelaufen bin, kann ich nur sagen: Es ist großartig und absolut besonders, mitten im Zoo für den Artenschutzlauf an den Start zu gehen. Es wird der Breitensport gefördert und gleichzeitig der Artenschutz unterstützt – und dies vor einer herrlichen Kulisse“, ergänzt Matthias Hümpfner, Vorstandsvorsitzender der Volksbank pur. Die LG Region Karlsruhe kümmert sich als erfahrener Ausrichter um den sportlichen Ablauf und die professionelle Zeitmessung. Die drei Partner haben bereits im vergangenen Jahr nur positive Erfahrungen mit der Veranstaltung gemacht.

Wer am 3. Dezember um 12 Uhr an den Start gehen möchte, kann sich online unter www.volksbank-pur.de/artenschutzlauf anmelden. Das Besondere: Alle Sportlerinnen und Sportler haben die Wahl, ob sie für ihre Startgebühr zehn, 20 oder 50 Euro entrichten. Während bei anderen Läufen die Gebühr zur Deckung der Kosten für die Veranstaltung dient, werden beim Artenschutzlauf alle Grundkosten von der Volksbank pur übernommen. Das Startgeld geht somit komplett und ohne Abzüge als Spende an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe.

Zudem können die Teilnehmenden frei entscheiden, was mit dem Geld geschieht. Drei Projekte der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe stehen dafür zur Auswahl. Es kann der Verein Plumplori unterstützt werden, der im Lawachara-Nationalpark im Nordosten von Bangladesch eine Plumplori-Rehabilitationsstation betreibt. Oder das Geld kann an Sphenisco gehen, der Verein setzt sich seit 2008 vor Ort für den Schutz des Humboldt-Pinguins ein. Als lokales Projekt steht die Kooperation mit dem NABU zur Wiederansiedlung von Fischadlern in Baden zur Auswahl.

„Sport und Artenschutz gehen Hand in Hand und werden perfekt vereint“, freut sich Hümpfner auf die Veranstaltung. Den Teilnehmenden wird zudem eine Strecke geboten, die durch ihre Umgebung einzigartig ist. Der Lauf startet an der Seebühne, führt durch den Stadtgarten an den Seen vorbei in den Süden der Anlage. Zurück geht es entlang der Tiergehege vorbei an Seelöwen, Elefanten und Papageien. Insgesamt ist diese Runde viermal zurückzulegen, sodass die Läuferinnen und Läufer am Ende 7,6 Kilometer absolvieren. In diesem Jahr können auch Walker teilnehmen.

Anmeldeschluss ist der 30. November.

zum Bild oben:
Eine Läuferin zeigt ihr T-Shirt mit der Aufschrift "Artenschutzlauf".
© Zoo Karlsruhe, Maike Franzen

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Verschiedenes 

Der Kiebitz ist der Vogel des Jahres 2024

Der Kiebitz ist der Vogel des Jahres 2024
Kiebitz (c) Kathy Büscher, NABU Rinteln

Fast 120.000 Menschen haben bei der öffentlichen Wahl mitgemacht

Berlin, 5.10.23 – Deutschland hat einen neuen Super-Vogel: 2024 ist der Kiebitz (Vanellus vanellus) Vogel des Jahres und löst damit das Braunkehlchen ab. Bei der vierten öffentlichen Wahl vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), haben insgesamt 119.921 Menschen mitgemacht. 33.289 (27,8 Prozent) Stimmen entfielen dabei auf den Kiebitz, 27.404 (22,9 Prozent) auf den Steinkauz, 25.837 (21,5 Prozent) auf das Rebhuhn, 23.239 (19,4 Prozent) auf die Rauchschwalbe und 10.152 (8,5 Prozent) auf den Wespenbussard.

„Knapp 120.000 Menschen aus ganz Deutschland haben an unserer öffentlichen Vogelwahl teilgenommen. Das Interesse an der heimischen Vogelwelt ist ungebrochen. Darüber freuen wir uns sehr“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Mit dem Kiebitz haben die Menschen einen Vogel gewählt, der durch die Trockenlegung von Feuchtwiesen und eine intensivere Landwirtschaft in vielen Gegenden massiv zurückgegangen ist. Der neue Jahresvogel wird in der Roten Liste als stark gefährdet geführt.“

„Kie-wit“: Der Ruf des Kiebitz hat ihm seinen Namen eingebracht. Der etwa taubengroße Regenpfeifer hat ein im Licht metallisch grün oder violett glänzendes Gefieder. Auffallend sind auch die Federholle auf dem Kopf und die breiten gerundeten Flügel. Kiebitze konnte man ursprünglich vor allem in Mooren und auf Feuchtwiesen finden. Heute haben sich Kiebitze an den Menschen und den damit einhergehenden Flächenverlust angepasst und brüten auch auf Äckern und Wiesen. Ihr Nest besteht aus einer Bodenmulde, meist legen sie vier Eier. Kiebitze sind Teilzieher: Einige überwintern bei milder Witterung in Deutschland und ein anderer Teil zieht in die Wintergebiete in Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden. Beeindruckend sind die Flugmanöver zur Balzzeit: Die „Gaukler der Lüfte“ drehen Schleifen über ihrem Revier, stürzen sich in akrobatischen Flugmanövern gen Boden und singen dabei weit hörbar. Die Kiebitz-Männchen versuchen ihre Auserwählte außerdem mit sogenanntem „Scheinnisten“ von ihren Nestbau-Qualitäten zu überzeugen: Sie scharren kleine Mulden in den Boden und rupfen Gräser. Heute machen vor allem die Entwässerung und der Verlust von Feuchtwiesen der Art schwer zu schaffen. Darum war der Slogan des Kiebitz bei der Wahl zum Vogel des Jahres: „Wasser marsch!“ Die Renaturierung von Feuchtwiesen und Mooren könnte den Rückgang der Art aufhalten. Helfen kann man dem Kiebitz auch, indem man ökologisch und regional erzeugte Lebensmittel kauft.

Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt. Der Kiebitz war 1996 schon einmal Vogel des Jahres.

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Verschiedenes 

Neue Krötenart im Vivarium Basel

Neue Krötenart im Vivarium Basel
(c) Zoo Basel

Seit Juli lebt im Vivarium des Zoo Basel die Rio-Pescado-Harlekinkröte (Atelopus balios). Als zweiter Zoo in Europa hat der Zolli, nebst dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe (D), mit der Haltung der Krötenart begonnen. Die Rio-Pescado-Harlekinkröte ist weltweit von der Ausrottung bedroht und wird deshalb im Citizen Conservation Projekt berücksichtigt.

Fünf Männchen und fünf Weibchen der drei bis vier Zentimeter grossen Rio-Pescado-Harlekinkröten sind am 13. Juli 2023 aus dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe (D) im Zolli angekommen. Geschlüpft sind sie in einem erfolgreichen Erhaltungszuchtprojekt im Centro Jambatu de Investigación y Conservación de Anfibios in Quito, Ecuador. Besucherinnen und Besucher können die Tiere in den für sie eingerichteten Schauterrarien 59 und 61 im Vivarium beobachten. Ziel ist es, die Kröten im Zoo Basel zu züchten und damit zur Erhaltung der Tierart beizutragen. Die Rio-Pescado-Harlekinkröte zählt zu den am stärksten bedrohten Amphibienarten weltweit.

Ein Leben im tropischen Regenwald

Das Verbreitungsgebiet der Rio-Pescado-Harlekinkröte beschränkt sich auf einige wenige Populationen im tropischen Regenwald der Provinzen Azuay, Cañar und Guayas im Südwesten Ecuadors. Die Kröten sind am Rücken hellgelb bis grün und mit braun-schwarzen Tupfen gefärbt. Ihr Bauch ist hell, die Hand- und Fussflächen orange. Die orange Färbung, auch aposematische Färbung genannt, dient der innerartlichen Kommunikation oder als Warnsignal für Angreifer, dass sie ungeniessbar sind. Rio-Pescado-Harlekinkröten sind tagaktiv. Nachts schlafen sie auf Blättern und Ästen. Die Männchen halten sich vorwiegend an kleinen Bächen auf, die etwas grösseren Weibchen tiefer im Wald. Sie wandern während der Trockenzeit zum Laichen an die Gewässer und befestigen Laichschnüre mit weissen Eiern an die Unterseite von Steinen. Die geschlüpften Larven weiden an den Steinen Algenrasen ab.

Bedrohung durch Hautpilz und Lebensraumverlust

Rio-Pescado-Harlekinkröten werden in der Roten Liste der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) als «von der Ausrottung bedroht» geführt. In den 1990-er Jahren wurde sogar befürchtet, dass die Art ausgerottet sei. Die Chytridiomykose, eine von einem Pilz ausgelöste Hauterkrankung bei Amphibien, führte zu einem enormen Bestandeseinbruch. Glücklicherweise wurden nach gezielter Suche noch einige lebende Populationen entdeckt. Da der Chytridpilz sich auch in unberührten Gebieten ausgebreitet, bleibt er für die Amphibien weiterhin eine Bedrohung. Weiter schwindet der natürliche Lebensraum der Kröte. Denn die Tieflandregenwälder am Pazifik werden stark gerodet.

Arterhaltung durch Ex-situ-Zucht

Die Zahl der Wirbeltiere auf der Erde nimmt stetig ab und viele Arten sind von der Ausrottung bedroht. Zoos beschäftigen sich mit den Lebensgewohnheiten von Tierarten und züchten gezielt, um Arten vor diesem Schicksal zu bewahren. Auch viele private Tierhalter und Forschungseinrichtungen engagieren sich für den Erhalt von Arten. Diese Erfahrung und das gewonnene Wissen sind wichtige Ressourcen. Angesichts der Entwicklung des Artensterbens müssen Ex-situ-Erhaltungszuchtprogramme – sie koordinieren die Zucht gefährdeter Arten ausserhalb ihres natürlichen Lebensraums – in Zukunft noch ausgebaut werden. Deshalb haben 2018 der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), in welchem auch der Zoologische Garten Basel Mitglied ist, Frogs & Friends und die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) das Gemeinschaftsprojekt Citizen Conservation (CC) ins Leben gerufen. Es hat die Absicht, mithilfe von ausgesuchten Privathaltern die Anzahl Erhaltungszuchtprogramme zu erhöhen sowie auch innerhalb der Programme mehr Haltungskapazitäten aufzuweisen. Das Projekt soll vor allem Arten berücksichtigen, die weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Auch die Rio-Pescado-Harlekinkröte wurde in das Projekt aufgenommen und wird künftig in verschiedenen Zoos und bei Privathaltern gezüchtet, damit diese Art erhalten bleibt.

Aus dem Zoo Basel gibt es bereits Erfreuliches zu berichten: Am 24. September 2023 hat die Rio-Pescado-Harlekinkröte abgelaicht. Aus diesem Laich sind am 30. September 2023 die ersten Kaulquappen geschlüpft.

zum Bild oben:
Neue Krötenart im Vivarium / Tierart: Rio-Pescado-Harlekinkröte
(c) Zoo Basel

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Verschiedenes 

Studie bestätigt: Keine Erholung der Biomasse von Insekten

Krüger: Schutzgebiete müssen besser schützen

Berlin/Krefeld, 25.9.23 - Fünf Jahre nach Veröffentlichung der bekannten Studie zum Rückgang der Insektenbiomasse in Naturschutzgebieten in Deutschland hat das Projekt DINA (Diversität von Insekten in Naturschutz-Arealen) in Zusammenarbeit mit dem Entomologischen Verein Krefeld (EVK) die Insektenbestände in 21 ausgewählten Naturschutzgebieten in den Jahren 2020 und 2021 untersucht. Thomas Hörren, Vorsitzender des Entomologischen Vereins Krefeld, bestätigt eine anhaltend negative Entwicklung: „Ausgehend von den 2017 veröffentlichten Insektenbiomassen ist derzeit keine Erholung für die Jahre 2020 und 2021 erkennbar. Dieser Abwärtstrend der Insektenbiomasse kann für 10 Bundesländer im Nord-Süd-Gradienten bestätigt werden.“

Die gemessene Gesamtinsektenbiomasse blieb auf niedrigem Niveau und entsprach den zuletzt veröffentlichten Zahlen für die Jahre 2007-2016. Es gab keine signifikanten regionalen Unterschiede, jedoch wurde die Biomasse deutlich negativ durch den Anteil der landwirtschaftlichen Produktionsfläche im Umkreis von 2 km um die Schutzgebiete beeinflusst. Die Unterschiede zwischen zwei aufeinanderfolgenden Jahren sind höchstwahrscheinlich auf die bekannten natürlichen Schwankungen der Insektenpopulationen, Änderungen in der landwirtschaftlichen Produktion und lokale Wetterereignisse zurückzuführen. Die Ergebnisse zeigen, dass geschützte Lebensräume für Insekten zwar wichtig, aber in ihrer Funktion nicht ausreichend sind und dass weitere Schritte unternommen werden müssen, um Insekten, die in vielen Ökosystemen Schlüsselfunktionen erfüllen, besser zu schützen und zu erhalten.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger fordert deshalb: „Es reicht nicht, Schutzgebiete auszuweisen, wenn sie nicht konkret schützen. Wir brauchen ein Schutzgebietsnetz im Rahmen der grünen Infrastruktur, das Biotope verbindet und in dem Erhaltungsziele auch für Insekten festgelegt werden. Hier stellt das Naturflächengesetz und die Nationale Umsetzung des Nature Restauration Law, indem Bestäuber explizit angesprochen wurden, eine große Chance dar. Dem gravierenden Verlust an Insektenbiomasse muss dringend entgegengewirkt werden. Ein Erfolg ist von großer Bedeutung für die Bestäubung vieler Kulturpflanzen und bedrohte Arten, die sich von Insekten ernähren. Es ist in unser aller Interesse.”

Hintergrund

Das Projekt DINA (Diversity of Insects in Nature protected Areas) wurde von Mai 2019 bis April 2023 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Gesamtsumme von 4,6 Millionen Euro gefördert. An bundesweit 21 repräsentativ ausgewählten Standorten wurde die Insektenvielfalt und deren Belastung aus den umliegenden landwirtschaftlich genutzten Flächen erfasst. Begleitend wurden Befragungen und Fokusgruppendiskussionen mit Landwirt*innen durchgeführt, um die Rahmenbedingungen für die Akzeptanz von Maßnahmen für den Insektenschutz zu untersuchen. An drei DINA-Standorten fanden vertiefende Dialogworkshops mit Akteur*innen aus Naturschutz und Landwirtschaft statt. Der kontinuierliche Austausch dient sowohl der Vernetzung zwischen den Akteur*innen als auch der Konsensfindung für Ziele und Maßnahmen für einen integrierten Naturschutz.

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