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Verschiedenes 

Pluton-Atomraketen im Elsass und in Frankreich

Pluton-Atomraketen im Elsass und in Frankreich
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Vor 25 Jahren im Jahr 1993, verschwand "still und heimlich" eine der größten Gefahren für den Oberrhein, den Schwarzwald, für Baden-Württemberg und vermutlich auch für die Schweiz. Die französischen Kurzstrecken-Atomraketen im Elsass wurden abgezogen.

Wenn im Jahr 2018 die AKW in Fessenheim, Beznau und Leibstadt abgeschaltet würden, dann ginge ein erleichtertes Aufatmen (nicht nur) durch Baden-Württemberg. In den End-Zeiten des Kalten Krieges war den wenigsten Menschen die vergleichbare Bedrohung durch das – für den Fall der Fälle geplante – atomare "friendly fire" aus den Vogesen bewusst.

Sinnigerweise nach Pluton,
dem griechischen und römischen Gott der Totenwelt, waren die französischen Kurzstrecken-Atomwaffen benannt, die in Zeiten des Kalten Krieges den vorrückenden Feind (aus dem Osten) im Schwarzwald und in Süddeutschland (und vermutlich auch in der Schweiz) stoppen sollten.

Die Entwicklung dieser Waffe
begann in den frühen 1960er Jahren und 1974 wurde das Waffensystem bei der französischen Armee eingeführt. Die fünf "grenznahen" Pluton-Artillerieregimenter verfügten über 120 Kurzstrecken-Raketen. Der Begriff "grenznah" ist wichtig, denn die Reichweite der Atomwaffen lag bei 120 km. Jede Rakete hätte in Süddeutschland, insbesondere im Schwarzwald, ein Gebiet von rund zehn Quadratkilometern zerstören können. Die Pluton-Raketen konnten mit zwei unterschiedlichen Gefechtsköpfen (15 Kilotonnen TNT und 25 Kilotonnen TNT) bestückt werden. ("Little Boy", die amerikanische Atombombe die am 6. August 1945 über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen wurde, hatte eine Sprengkraft von etwa 13 Kilotonnen TNT.)

Die massive Bedrohung durch die Kurzstrecken-Pluton-Raketen
(nicht nur) in den Vogesen (Mailly-le-Camp, Laon, Suippes, Oberhoffen und Belfort) wurde auf der badischen Rheinseite im Kalten Krieg von der Bevölkerung gut verdrängt und beinah nicht wahrgenommen. Es gab trotz Protesten der badisch-elsässischen Umwelt- und Friedensbewegung und der GRÜNEN nur eine sehr eingeschränkte kritische Berichterstattung. Die uns alle heute noch bedrohenden US-Atomwaffen in Büchel (D) sind heute in der Öffentlichkeit ein ähnlich gut verdrängtes Thema.

Erst im Jahr 1993 wurden die Pluton-Kurzstreckenraketen verschrottet,
und diese massive Gefahr vom Schwarzwald, Baden-Württemberg und der Schweiz abgewendet, ein Erfolg, den wir wohl nur Michail Gorbatschow zu verdanken haben. Die Bewahrung des Friedens ist eine der zentralen Aufgaben der Umweltbewegung. Die gilt insbesondere in Zeiten, in denen CDU und CSU dem Druck des amerikanischen Rüstungslobbyisten Trump folgen und massiv aufrüsten wollen. Auch AfD und FDP sind für mehr Geld für´s Militär. Der Rüstungsanteil am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland liegt zurzeit bei 1,2 Prozent – bis 2020 soll der Verteidigungsetat von 34,3 auf 39,2 Milliarden Euro steigen. Um das Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen, müsste Deutschland aber mehr als 60 Milliarden Euro ( 60.000.000.000) für das Militär ausgeben. Es passt in die zeitgemäßen Durchsetzungsstrategien, dass Parteien und Rüstungslobby lieber von 2% reden, als von jährlich zusätzlichen über 25 Milliarden Euro ( 25.000.000.000).

Das früher einmal realistisch geplante – atomare "friendly fire" aus den Vogesen zeigt den Ungeist des Kalten Krieges. Heute ist es notwendiger den je, einen Rückfall in diese dunklen Zeiten zu verhindern. Auch UN-Generalsekretär António Guterres warnte in seiner Neujahrsbotschaft 2018 vor den neuen Gefahren eines Atomkrieges.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Der Autor hat sich gemeinsam mit Solange Fernex, Jürgen Grässlin, Luise Teubner (MdB) und vielen anderen Menschen schon vor drei Jahrzehnten für den Abzug der Pluton-Raketen im Elsass engagiert.

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Verschiedenes 

Umbau der Elefantenanlage hat im Zoo Karlsruhe begonnen

Umbau der Elefantenanlage hat im Zoo Karlsruhe begonnen
Elefantenkühe Rani (links) und Nanda / Foto: Zoo Karlsruhe

Außenbereich wird dreimal so groß wie bislang / Elefanten weiter für Besucher zu sehen

Die Außenanlage der Altersresidenz für Asiatische Elefanten wird vergrößert, am heutigen Montag (15. Januar) ist mit dem Umbau im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe begonnen worden. Zunächst muss das alte Südamerikahaus abgerissen werden. "Es ist marode, eine Sanierung hätte sich wirtschaftlich nicht gerechnet", erläutert Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Die Anlagen im Südamerikahaus hatten eine völlig veraltete Technik, auch die Bausubstanz selbst hat ihre besten Tage längst hinter sich.

Papagei Rosalinda ist mit Partnerin Rubin ins Exotenhaus umgezogen

"Alle Tiere von dort haben wir im Zoo unterbringen können", so der Zoochef. Der berühmteste Bewohner, Ara Douglas, besser bekannt als der Original Papagei Rosalinda aus dem Kinderfilm Pippi in Taka-Tuka-Land, ist zusammen mit Partnerin Rubin ins Exotenhaus umgezogen. "Das ist ein echter Gewinn, sowohl für Rosalinda als auch für unsere Zoogäste", ist sich Reinschmidt sicher. Beiden Hellroten Aras wurde ein großes Klettergerüst bei den Riesenschildkröten gebaut. "Da die Schildkröten nur den Boden nutzen, lag es nahe, dort den Papageien im ersten Stockwerk einen neuen Lebensraum zu schaffen. Zwischen Besuchern und Papageien ist jetzt auch keine Scheibe oder Gitter mehr, das Tiererlebnis so noch intensiver", berichtet Reinschmidt.

Im Südamerikahaus sind jetzt keine Tiere mehr, die Handwerker haben das Kommando übernommen. Aktuell sind die Elektriker der Stadtwerke vor Ort. Der Rückbau der gesamten Elektrik steht zuerst an. "Es ist insgesamt mehr ein Rückbau als ein Abriss des Hauses", erläutert Eva Kaltenbach, die als Architektin den Bereich Bau und Technik beim Zoo leitet: "Der gesamte Bereich bis fast zum Kanal wird Teil der neuen Außenanlage.

Außenanlage mit mehr als 3.000 Quadratmeter Fläche

Derzeit verfügt der Zoo über etwa 1.000 Quadratmeter Außengehege. Nach Abschluss der Umbauarbeiten werden es mehr als 3.000 Quadratmeter sein. Die vorhandenen Beläge wie Pflaster, Asphalt, Beton, Sand und Rasen sollen weitgehend erhalten bleiben, um den Elefanten Böden mit unterschiedlichen Härten anzubieten. Auch die auf dem Gelände wachsenden Bäume bleiben erhalten und sollen den Tieren in Zukunft als zusätzliche Schattenplätze dienen.

Mitten im neuen Gelände wird ein künstlicher Baum errichtet, der Versorgungsanschlüsse für Wasser, Strom und Bedienungstechnik beinhaltet. "Um bei der Erweiterung die Bedürfnisse von Tieren, Pflanzen und Besuchern gleichermaßen zu berücksichtigen und einen echten Hingucker zu schaffen, haben wir auch einen kleinen Wasserfall für die Elefanten und Seilzuganlagen eingeplant", sagt Kaltenbach.

Da in der Altersresidenz für Asiatische Elefanten auch in den kommenden Jahren neue Tiere aus Zirkussen und Zoos aufgenommen werden sollen, entstehen mit der Größe der Anlage auch neue Möglichkeiten, wenn Tiere an die bestehende Gruppe herangeführt werden sollen. Dieser Prozess kann teilweise Monate dauern. Die Tiere können sich so kennenlernen, ohne sofort direkt aufeinander zutreffen. Bei der Altersresidenz handelt es sich nicht um eine homogene Herde, sondern um Tiere, die sich davor meist noch nicht kannten. Außerdem wird eine Spezialwaage in das Außengelände integriert, um so das genaue Gewicht der Elefanten bestimmen zu können.

Zoogäste können sich auf ganz neue Einblicke freuen. Eine Art Tribüne lädt zum Verweilen und Beobachten der Tiere aus unterschiedlichen Perspektiven ein. Die neue Wegeführung sieht eine direkte Verbindung zwischen der Brücke am Gondolettakanal und dem Fußweg am Lauterberg vor. Dazu wird eine neue kleine Brücke über den Bach errichtet.

Auch die Flusspferde profitieren vom Außengelände

"Wir bauen aber nicht nur für die Elefanten diese Anlage", erläutert Reinschmidt. Wenn die Elefanten am späten Nachmittag ins Haus gehen, dürfen die Flusspferde das große Außengelände nutzen. "Es sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die tagsüber meist nur dösen. Werden sie dann gegen Abend aktiv, bewegen sich die Tiere gern. So können wir mit einer Anlage und wechselndem Tierbesatz beiden Arten deutlich mehr Raum bieten."

Für die gesamte Baumaßnahme sind 1,29 Millionen Euro eingeplant. Das ist etwas mehr, als in den Ursprungsplanungen des Zookonzepts geschätzt wurde. Bei der genaueren Kalkulation zeigte sich schnell, das die erste Schätzung nicht reichen würde. Zudem ist es derzeit aufgrund der hohen Auslastung der Handwerksbetriebe nicht einfach, günstige Angebote einzuholen. Um die Mehrkosten zumindest teilweise zu kompensieren, wird vorerst der Bau eine Auerhuhnanlage am Lauterberg zurückgestellt.

Auch während der Bauphase sind die Elefanten für die Zoogäste zu sehen. Das alte Südamerikahaus ist derzeit von einem großen Bauzaun abgesperrt, die Wege sind teilweise benutzbar. "Wir versuchen, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, werden je nach Bauphase die Absperrungen anpassen", berichtet Kaltenbach. Der Platz vor der bestehenden Außenanlage muss gesperrt werden, der Treffpunkt für Führungen wurde deshalb ans Giraffenhaus verlegt. Die kommentierte Fütterung der Elefanten ist aktuell im Haus zu erleben. Die Tiere sind während der Bauzeit zudem auf der Außenanlage von der Stadtgartenseite her sichtbar. Bis zum Herbst soll der Umbau abgeschlossen sein.

zum Bild oben:
Die Elefantenkühe Rani (links) und Nanda stehen auf der Außenanlage. Im Hintergrund ist der Bauzaun rund um das alte Südamerikahaus zu sehen / Foto: Zoo Karlsruhe

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Veranstaltungen 

Mehrwert als Programm

Vorträge, Seminare und Rundgänge bilden praxisorientierten Rahmen der Gebäude.Energie.Technik

Gebäude.Energie.Technik 2018
2. bis 4. Februar 2018, Messe Freiburg

Sonderthemen „Elektromobilität, Laden, Speichern“ und „Digitalisierung/Smart Home“ - Blockheizkraftwerke, Solarstrom und Solarwärme auf Sonderfläche - Kongress Energieautonome Kommunen findet parallel statt.

Laufend kommen Produktneuheiten auf den Markt, und ständig wächst das Wissen rund um das energieeffiziente Planen, Bauen und Wohnen. Die elfte Auflage der Gebäude.Energie.Technik (GETEC) auf dem Freiburger Messegelände präsentiert sich daher vom 2. bis 4. Februar 2018 als Wegweiser und Begleiter für Modernisierungs- und Sanierungswillige durch diese Vielfalt an Produkten, Förderungen, Vorschriften und neuen Ideen. Die Messebesucher erwarten auf rund 10.000 Quadratmetern Brutto-Ausstellungsfläche innovative Produkte und Dienstleistungen, von der Gebäudehülle über Heizungs- und Anlagentechnik, erneuerbare Energien und Stromspeicherung bis zur ökologischen Haustechnik. Mit über 220 angemeldeten Unternehmen und Handwerksbetrieben geht die diesjährige GETEC in die elfte Runde. Eines der Alleinstellungsmerkmale der Messe ist die durchdachte Mischung aus Produktpräsentationen, dem Marktplatz Energieberatung und einem optimal auf die Themenschwerpunkte der GETEC abgestimmten Rahmenprogramm. Ergänzend kommen 2018 wieder die Sonderthemen „Elektromobilität, Laden, Speichern“ und „Barrierefreies Leben und Wohnen“ dazu. Unter www.getec-freiburg.de sind alle Themen und Termine der Messe verfügbar. Parallel zur GETEC findet am 1. und 2. Februar 2018 der 7. Kongress Energieautonome Kommunen (EAK) im Konferenzbereich der Messe Freiburg statt. Der Kongress greift aktuelle Themen wie Elektromobilität, Wärmeversorgungskonzepte oder Auswirkungen der Digitalisierung auf. Erwartet werden rund 160 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zu den bestimmenden Faktoren der positiven Entwicklung der GETEC gehört das breit aufgestellte Rahmenprogramm. Die für Messebesucher kostenfreien Veranstaltungen für private Bauherren, Hausbesitzer und Modernisierer leben von ihrer großen Praxisnähe und einem dichten Angebot an verschiedenen Formaten. Zur Auswahl stehen in den Themenbereichen Heizung/Anlagentechnik, Gebäudehülle/Baukomponenten und regenerative Energien sowie bei den Sonderthemen „Elektromobilität, Laden, Speichern“ und „Digitalisierung/Smart Home“ insgesamt über 30 Fachvorträge, vier Fach- und Nutzerseminare und ein Bauherrengespräch.

Zwölf themenspezifische, geführte Messerundgänge mit qualifizierten Energieexperten, die an ausgesuchten Ständen die Themen der Fachvorträge anschaulich erläutern und vertiefen, runden die Fachvortragsblöcke und Nutzerseminare ab. „Wie unsere regelmäßigen Befragungen von Ausstellern und Besuchern zeigen, beruht der Erfolg der GETEC auf dem praxisnahen Rahmenprogramm mit seinen sorgfältig auf den jeweiligen Informationsbedarf der Messebesucher abgestimmten Inhalten“, betont Markus Elsässer, Geschäftsführer des Veranstalters Solar Promotion GmbH. „So verbindet sie die Vorzüge einer klassischen Bauherrenmesse mit denen einer Fachmesse, die für private und gewerbliche Bauherren, für Bauträger, Planer, Energieberater und Architekten sowie für kommunale Entscheider und die Wohnungswirtschaft gleichermaßen interessant ist“, ergänzt Elsässer.

Weitere Veranstaltungen richten sich an Fachbesucher wie Architekten, Planer, Fachhandwerker, Energieberater und die Wohnungswirtschaft sowie kommunale Entscheidungsträger. So erwartet beispielsweise die Handwerkskammer Freiburg, Mitveranstalter der GETEC, Vertreter ihrer beiden Partnerkammern aus dem französischen Besançon und dem italienischen Padua. Der trinationale Austausch widmet sich gemeinsamen europäischen Herausforderungen im Bauwesen, wobei Aspekte rund um die digitale Transformation im Bauhandwerk im Vordergrund stehen. Passend zum Thema widmet sich die Handwerkskammer Freiburg an ihrem Stand dem Thema Digitalisierung im Handwerk und stellt die Digitalisierungsoffensive im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative „Handwerk 2025“ des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums und des baden-württembergischen Handwerks vor.

Elektromobilität und Stromspeicher ganz praktisch

Ein Markenzeichen der GETEC sind seit vielen Jahren die Sonderschauen, die sich immer an besonderen Interessen der Messebesucher orientieren. Den engen Zusammenhang von Energiewende, intelligenten Stromnetzen, regenerativen Energien sowie deren Speicherung und Elektromobilität dokumentiert die GETEC in der Sonderschau „Elektromobilität, Laden und Speichern“ in Halle 3. Sie wird als Teil des Rahmenprogramms der Messe vom Cluster Green City Freiburg gemeinsam mit den Veranstaltern der GETEC organisiert. Vorgestellt werden nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Stromtankstellen, Speichersysteme, neue Mobilitätskonzepte und vieles mehr. Ein Block mit Vorträgen am Samstag, 3. Februar 2018 ab 15:00 Uhr rundet die Ausstellung ab.

Angrenzend an das Gelände, auf dem die GETEC stattfindet, baut die Initiative „Green Industry Park“ im Norden von Freiburg ein bestehendes hundert Jahre altes Industriegebiet in einen zukunftsweisenden und energieeffizienten Industriepark um. Auf der Sonderfläche zur Elektromobilität erhalten Besucher der GETEC auch Informationen über diese Initiative.

Ökologischer moderner Holzbau auf der GETEC

Holz, der älteste Baustoff der Menschheit, ist heute in technischer und ökologischer Sicht absolut auf der Höhe der Zeit. Daher greift eine Ausstellergemeinschaft mit Holzbau Bruno Kaiser, Lignotrend und Habisreutinger das hochaktuelle Thema „Holzbau kommt in die Stadt“ im Rahmen eines Informationsaustausches für Fachleute am Freitag, 02.02.2017 ab 16:00 Uhr auf. In einem Projektrückblick erläutern Planer, Architekt und Bauherr den Bau des höchsten Wohngebäudes aus Holz im südbadischen Raum. Zwei Vorträge gehen auf wartungsfreie Holzfassaden und Deckensysteme mit erhöhtem Schallschutz ein.

In einer weiteren Projektvorstellung geht es um Gestaltung und Architektur von sechs Reihenhäusern auf einer bestehenden Tiefgarage in Konstanz. Abgerundet wird der Informationsaustausch mit Erläuterungen zur CO2-Speicherung im Holz. Da dies eine Firmenveranstaltung für Fachpublikum mit begrenztem Platzangebot ist, ist eine Anmeldung per Kontaktformular unter http://www.holzbau-bruno-kaiser.de/de/veranstaltungen/ notwendig.

Sonderfläche „BHKW, Solarstrom und Solarwärme“

Um effiziente Eigenversorgungslösungen für Gebäude mit Strom und Wärme dreht sich die Sonderfläche „BHKW, Solarstrom und Solarwärme“. Bereits zum fünften Mal bietet die Stadt Freiburg hier eine kostenfreie und herstellerunabhängige Beratung an. Technische, organisatorische und finanzielle Aspekte der Umsetzung von BHKW- und Solarprojekten stehen im Mittelpunkt der Sonderfläche. Drei Nutzerseminare zu den Themen „Solarthermie: Technik, Kosten, Nutzen“, „Sonnige Aussichten für Photovoltaik - Individuelle Konzepte, innovative Speichermöglichkeiten“ und „Das richtige BHKW für jeden Bedarf“ stehen für Messebesucher zur Auswahl. Messerundgänge zu den Themen Photovoltaik, Solarthermie und Blockheiz-Kraftwerke (BHKW) flankieren das Angebot auf der Sonderfläche, und Praxisvorführungen zeigen die Funktionsweise von Blockheizkraftwerken.

Im Zentrum: Der Marktplatz Energieberatung

Organisiert und betreut von der Energieagentur Regio Freiburg bieten auf dem Marktplatz Energieberatung, dem traditionellen Herzstück der GETEC, rund 30 zertifizierte Energieberater unabhängige, neutrale und fachlich kompetente Impulsberatungen an. Nach Voranmeldung, oder auch spontan vor Ort, liefern die Experten Fachwissen und Tipps für die Umsetzung konkreter Bau- und Sanierungsvorhaben sowie die passenden Förderungen. Im Anschluss an eine Impuls-Energieberatung hilft der „Messe-Scout“ bei der zielgerichteten Auswahl von Produkten und Firmen weiter. Seit der ersten GETEC wurden bis heute über 5.400 Impulsberatungen auf dem Marktplatz Energieberatung durchgeführt.

Zertifiziertes Expertenseminar – Kooperationspartner Zukunft Altbau führt „Praxisdialog“

Auch für Fachleute hat die GETEC in ihrem Rahmenprogramm Angebote. So bietet der langjährige Kooperationspartner der Messe, das vom baden-württembergischen Umweltministerium geförderte Informationsprogramm „Zukunft Altbau“, im Rahmen seines Praxisdialogs wieder ein Expertenseminar zur energetischen Sanierung am Freitag, 2. Februar 2018 ab 13:00 Uhr an. Der Zukunft Altbau Praxisdialog richtet sich an Energieberaterinnen und Energieberater, Planer, Vertreter des Handwerks und von Kommunen.

Das von der dena, Architektenkammer und Ingenieurkammer zertifizierte Seminar dient der Weiterqualifizierung und dem kollegialen Austausch. Eine verbindliche Anmeldung zur kostenfreien Teilnahme ist bis 26. Januar 2018 erforderlich unter www.zukunftaltbau.de/veranstaltungen/zukunft-altbau-praxisdialog-freiburg-2018/

Fachveranstaltung für Energieberater und TGA-Fachplaner

Im Neubau sind sehr viele unterschiedliche Faktoren zu berücksichtigen, die Komplexität ist sehr stark angestiegen. Damit auch Fachleute auf dem Laufenden bleiben, veranstaltet das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN innerhalb der GETEC am 3. Februar 2018 im Rahmen der DEN-Akademie das Seminar „Energetische baubegleitende Beratung: Was ist beim Neubau alles zu beachten?". Weitere Informationen unter www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/den-akademie/

7. Kongress Energieautonome Kommunen

Am 1. und 2. Februar 2018 findet parallel zur GETEC der 7. Kongress Energieautonome Kommunen (EAK) im Konferenzbereich der Messe Freiburg statt. In zwölf Praxisforen zeigen über 50 Referenten, wie die Energiewende auf kommunaler Ebene bereits erfolgreich umgesetzt wird. Schwerpunkte sind aktuelle Themen wie Digitalisierung, Elektromobilität, Energieeffizienz, Mieterstrom, Klimaschutz und Wärmenetze. Mit dem neuen Forumskonzept stehen vor allem die Vernetzung und der fachliche Austausch zwischen den Akteuren im Vordergrund. Zum Kongress werden rund 160 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet, insbesondere aus den Bereichen Bürger-/Genossenschaften, Gewerbe, Dienstleister, Wohnungswirtschaft, Stadtwerke sowie Kommunalverwaltungen. Am 2. Februar 2018 bietet die GETEC den Kongressteilnehmern einen speziellen „Kommunalrundgang“ über die Messe an. Bei Anmeldung bis zum 12. Januar 2018 profitieren Teilnehmer noch von den attraktiven Frühbucher-Preisen. 1. oder 2. Bürgermeister*innen einer Kommune in Baden-Württemberg erhalten kostenfreien Zugang zum Kongress. Und weitere Mitarbeiter*innen von Kommunen und Behörden erhalten grundsätzlich 30 Prozent Ermäßigung. Weitere Infos, Programm und Anmeldemöglichkeit unter www.energieautonome-kommunen.de

IMMO 2018

Ergänzend zur Gebäude.Energie.Technik findet am Samstag, 3. Februar und Sonntag, 4. Februar 2018 in Messehalle 1 die IMMO 2018 statt. Sie vermittelt einen kompakten und umfassenden Überblick über das Angebot der regionalen Immobilienbranche. Weitere Informationen unter www.immo-messe.freiburg.de.


Gebäude.Energie.Technik 2018 auf einen Blick:

Datum: Freitag, 2. Februar - Sonntag 4. Februar 2018
Ort: Messe Freiburg, Halle 2 + 3, Messeboulevard (Freigelände) Europaplatz 1, 79108 Freiburg i. Br.
Öffnungszeiten: täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Turnus: jährlich
Ausstellerzahl: über 220 (erwartet)
Besucherzahl: rund 10.000, davon ca. 25 % Fachbesucher (erwartet)
Ausstellungsfläche: 10.000 qm (brutto)
Eintrittspreise: Erwachsene 10,- Euro/Tag
Ermäßigt* 7,50 Euro/Tag
Vorverkauf 7,50 Euro/Tag (bis 01.02.2018)
* Rentner, Schwerbehinderte, Schüler/Studenten

Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei
Schulklassen** ab 10 Personen 3,- EUR/Schüler
** Vorlage Schülerausweis erforderlich, 2 Lehrer kostenfrei

Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren während der Messeöffnungszeiten am Samstag und Sonntag.

Die Angebote im Rahmenprogramm der Gebäude.Energie.Technik sind für die Messebesucher kostenfrei.

Eintrittskarte = RFV Ticket

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Veranstaltungen 

"Wir haben Agrarindustrie satt!"

Demo am 20.1.2018 in Berlin

Diese Woche ist es schon so weit: Wir gehen gemeinsam auf die Straße, um gegen Tierleid in Megaställen, Dioxinskandale und Gentechnik im Essen zu protestieren. Auch in diesem Jahr möchten wir in Berlin ein Zeichen setzen: Wir haben Agrarindustrie satt - wir wollen eine gesellschaftlich akzeptierte bäuerliche und ökologischere Land- und Lebensmittelwirtschaft. Damit der Demonstrationszug noch größer und noch bunter wird, brauchen wir möglichst viele Mitstreiter! Seien Sie dabei, wenn es am 20. Januar 2018 wieder heißt: "Wir haben Agrarindustrie satt!"

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Amphibienwanderungen beginnen bald

Straßen werden teilweise gesperrt / Amphibienschutzgruppen brauchen Verstärkung

Wenn im Frühjahr die Nächte milder werden und Regen fällt, dann beenden Kröten und Frösche ihre Winterstarre. Sie machen sich aus ihren Winterquartieren im Wald auf den Weg zu den Laichgewässern. Unterwegs müssen viele Amphibien Straßen und Wege überqueren und sind dort tödlichen Gefahren ausgesetzt.

Im Stadtgebiet Karlsruhe sind mehrere Wanderstrecken bekannt. Dort sind jedes Jahr ehrenamtliche Helfer aktiv, damit die Kröten ihre Laichgewässer sicher erreichen. Sie stellen Amphibienzäune auf, sammeln die Kröten vom Weg und tragen sie zu den Gewässern oder über die Straße. Zusätzlich zu den lange bekannten Wanderstrecken finden seit einigen Jahren auch in Hohenwettersbach und hinter dem Karlsruher Schloss Krötenwanderungen statt.

Für diese beiden Bereiche sucht der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe dringend noch helfende Hände. Wer Lust hat, an den Wanderstrecken zu helfen, meldet sich per E-Mail unter umwelt-arbeitsschutz@karlsruhe.de oder der Telefonnummer 0721/133-3101.





Veranstaltungen 

NABU: Warmer Winter, weniger Vögel?

NABU: Warmer Winter, weniger Vögel?
Star am Nistkasten / Foto: Frank Hecker - nabu

Bundesweite Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" vom 5. bis 7. Januar 2018

Berlin – Bei Regen und milden Temperaturen ist von Winter derzeit nicht viel zu spüren. Was hat das frühlingshafte Wetter für Auswirkungen auf die Vögel im Garten? Zur bundesweiten Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 5. bis 7. Januar hoffen der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) konkrete Zahlen zu erhalten. „Grundsätzlich bedeuten milde Winter, dass weniger Vögel in den Gärten zu sehen sind. Ohne Frost und Schnee können die bei uns überwinternden Vögel auch in Wald und Flur gut Nahrung finden“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Marius Adrion. „Erst wenn der Boden zugeschneit und die Zweige mit Eis überzogen sind, werden die wärmeren Städte und die zahlreichen Vogelfütterungen in den Gärten zum Magnet für Vögel.“ Ist es nicht nur bei uns, sondern auch im Osten und Norden Europas so mild, bleibt meist auch der Zuzug von Wintergästen aus diesen Regionen aus. „Besonders extrem war das Phänomen im vergangenen Winter zu beobachten. Damals wurden gegenüber dem langjährigen Durchschnitt 17 Prozent weniger Vögel bei der Stunde der Wintervögel gezählt. Die diesjährige Wintervogelzählung wird zeigen, ob das Vorjahr nur ein extremer Ausreißer war oder ob sich ein Trend zu schwindenden Wintervogel-Zahlen in unseren Gärten abzeichnet“, so Adrion.

Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 16. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 6. und 7. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2017 beteiligten sich über 124.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 82.000 Gärten und Parks mit über 2,8 Millionen gezählten Vögeln ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Amsel lag erstmals auf Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Kohlemeise, Feldsperling und Blaumeise.

Im Rahmen der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 8. bis 12. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW Zählkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz für Kindergruppen und Schulklassen an. Bei fünf Aktionen lernen sie Vögel und ihre Anpassungsstrategien an die kalte Jahreszeit kennen. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

In diesem Jahr können Wintervögel am Futterhaus erstmals den ganzen Winter über live im Internet beobachtet werden. Der NABU hat eine Webcam an einem Futterhäuschen eingerichtet, die das Geschehen unter www.NABU.de/webcam überträgt.

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Veranstaltungen 

Riesenflohmarkt in der Messehalle Freiburg

Hier ist für jeden Geldbeutel das Richtige dabei!

Freiburg. Am Freitag den 12.1. und Samstag den 13.1. findet in der Freiburger Messehalle sowie im Foyer der beliebte Riesenflohmarkt statt.

Auch dieses Mal bieten über 200 Aussteller mit Antiquitäten, Möbeln, Schmuck, Second-Hand und Briefmarken, bis hin zu Sammlerwaren und ausgesuchten Raritäten ein abwechslungsreiches Sortiment an. Das große Angebot lockt nun seit mehr als 20 Jahren traditionell zum Feilschen und Shoppen. Viele überregionale und internationale Aussteller, sowie das geöffnete Messerestaurant laden zum langwierigen Verweilen und Genießen in entspannter Atmosphäre ein.

Frönen Sie ihrer Leidenschaft und ergattern Sie beim Streifzug durch die Halle mit ein Wenig Glück den ein oder anderen Schatz. Denn hier findet sich für jeden Geldbeutel das Richtige und die Aussteller geben gerne Auskunft über jedes der unzähligen Prachtstücke.
Die Öffnungszeiten sind Freitag von 14-19 Uhr und am Samstag vom 9-17 Uhr. Für Besucher stehen ausreichend Parkplätze auf dem Messegelände zur Verfügung.

Weitere Informationen und Flohmarkttermine erhalten Sie beim Veranstalter, der SüMa Maier GmbH unter Telefon 07623 74192-0 oder im Internet ...

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Verschiedenes 

Stocamine, Breisach, Wyhl...

Stocamine, Breisach, Wyhl...
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Ein schlechtes Jahr 2017 für‘s Grundwasser am Oberrhein

Die Grundüberzeugung vieler Menschen, die „Ökoregion“ am Oberrhein wäre von einem dauerhaften ökologischen Fortschritt geprägt, hat zum Jahresende 2017 wieder einmal einen Dämpfer erhalten. In Sachen Grundwasserschutz hat das Jahr 2017 Rückschritte gebracht.

Wir belegen diese Aussage mit drei Beispielen:

Stocamine (F):
Der Zustand des Sondermülllagers Stocamine im Elsass hat sich nach dem Brand des „nicht brennbaren Giftmülls“ schnell verschlechtert. 2017 wurde mit den Tests/Vorarbeiten zur „Versiegelung“ der Deponie begonnen, obwohl immer noch Giftstoffe unter Tage sind. Bis 2019 soll die unterirdische Deponie versiegelt sein. Für den BUND und die elsässische Umweltbewegung sind die jetzigen Lösungen nicht enkeltauglich und gefährden mittel- und langfristig das Grundwasser am Oberrhein. Der BUND kritisierte die Planungen und begleitet das Stocamine-Debakel seit der Planungsphase. Hätte der französische Staat rechtzeitig auf die grenzüberschreitende Umweltbewegung und den BUND gehört, dann wäre dem Oberrhein ein Umwelt- und Grundwasserproblem erspart geblieben und die französischen SteuerzahlerInnen hätten auch viel Geld gespart.

Wyhl:
Die Gemeinde Wyhl hat ein großes Nitratproblem und der Gemeinderat stimmte im Dezember 2017 für einen Liefervertrag mit dem Wasserversorgungsverband Sasbach-Endingen. Ab 2019 sollen die Menschen in Wyhl mit dem Wasser aus dem Sasbacher Tiefbrunnen versorgt werden. Für den Bund für Umwelt und Naturschutz ist dies eine nachvollziehbare "gute" schlechte Entscheidung:
Endlich bekommen die Menschen in Wyhl besseres Trinkwasser. Kleinkinder sollten aus Gesundheitsgründen das Wyhler Leitungswasser nicht trinken, denn der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser von 50 Milligramm Nitrat pro Liter (mg/l) ist überschritten.
Die gute Entscheidung für die Menschen in Wyhl ist allerdings gleichzeitig eine schlechte Entscheidung für‘s Grundwasser, denn nicht das Grundproblem wird behoben und das Grundwasser saniert, sondern der Grundwasserverschmutzung wird nur ausgewichen. Mit zugekauftem „guten“ Wasser, mit mischen, verdünnen und neuen Brunnen wird an vielen Stellen in der Rheinebene das Grundproblem des zu großen Düngemitteleintrags in das Grundwasser nur verschoben und nicht gelöst. Nicht die Verursacher und die gut verdienenden Düngemittelkonzerne kommen für die Kosten auf, sondern die Verbraucher und Verbraucherinnen.

Breisach:
Die Badische Zeitung vom 13.11.17 berichtete, dass die Pläne, Breisach, Ihringen und Merdingen an einen salzfreien Brunnen anzuschließen, endlich Realität werden. Nach vielen Jahren und viel zu spät bekommen die Menschen endlich besseres Wasser. Die jetzt schon entstandenen massiven Rostschäden in Breisach zeigen die dringende Notwendigkeit auf, diese Maßnahme endlich zu realisieren, ein Problem, auf das der BUND seit 1988 aufmerksam macht. Die Ursache und der Hauptverursacher der Breisacher Wasserprobleme sind bekannt. Auf der Fessenheimer Rheininsel sind in den Zwischenlagerbecken der "Mines de Potasse d'Alsace" von 1957 bis 1976 eine Million Tonnen Salz im Untergrund versickert und dort finden sich bis zu 50 Gramm (!) Salz in einem Liter Grundwasser.
Die verdünnte Spitze der Grundwasser-Versalzungs-Fahne ist längst in Breisach angekommen, doch nicht die Verursacher tragen die Kosten für die bereits entstandenen massiven Schäden und für die geplanten 3,8 Millionen Euro Anschlusskosten, sondern die Menschen in Breisach und das Land Baden-Württemberg. Bei den Mines de Potasse d'Alsace das Geld zu holen, ist zweifellos schwieriger als bei kleinen Umweltsündern. Doch diese Ungleichbehandlung darf nicht akzeptiert werden. Im Grundgesetz steht in Artikel 3: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich" und das muss auch für große, einflussreiche Umweltverschmutzer gelten. Eine solche Ungleichbehandlung widerspricht zutiefst unserem bürgerlichen Rechtsempfinden, sie ruft zu Recht Unverständnis und Verärgerung hervor. In was für einem Rechtssystem leben wir, wenn es sich eine Gemeinde, das Land Baden-Württemberg und der Wasserversorger Badenova finanziell nicht leisten können, gegen einen bekannten Grundwasserverschmutzer anzugehen?
Aus diesen Gründen hat sich der BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein am 18.12.2017 an den Landesrechnungshof gewandt, in der Hoffnung, dass die neue Beteiligung des Landes an den Sanierungskosten dazu führt, dass durch eine Klage doch noch das Verursacherprinzip durchgesetzt wird.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Im Oktober sind bei Messungen in privaten Brunnen im südlichen Breisgau die Grenzwerte für Nitrat überschritten worden.
Am Hochrhein, im Rheineinzugsgebiet setzt die Schweiz nach dem Prinzip der Salamitaktik ein atomares Endlager durch. Wir brauchen ein „möglichst sicheres“ Endlager, denn die Menschheit ist zu unzuverlässig, um Atommüll dauerhaft überirdisch zu lagern. Die geologischen Sonderbedingungen der Schweiz (wachsende Alpen, dünner Opalinuston...) erlauben es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, hochradioaktiven Atommüll eine Million Jahre sicher zu lagern.
Der BUND fordert seit Jahrzehnten - zunehmend verärgert - und leider heute wieder mehr Anstrengungen der Behörden, um das Grund- und Trinkwasser am Oberrhein zu schützen und Grundwasser, Bäche, Flüsse, Meere und GebührenzahlerInnen zu entlasten.
Das Beispiel Stocamine zeigt, dass es manchmal kostengünstig ist, auf den Umweltschutz zu hören.

Autor: Axel Mayer, Geschäftsführer






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