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Verschiedenes 

NABU: Gut gestaltete Solarparks sind Win-Win für Natur und Klima

Miller: Entwurf für Ausbau der Photovoltaik für Freiflächen geht in richtige Richtung

Berlin, 10.2.22 – Anlässlich des gemeinsamen Eckpunktepapiers „Ausbau der Photovoltaik auf Freiflächen im Einklang mit landwirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz“ des Wirtschafts-, Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums äußert sich NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Der gemeinsame Vorstoß der drei Ressorts für Kriterien mit denen die Sonnenenergie in der Fläche genutzt werden kann, geht genau in die richtige Richtung. Photovoltaik ist eine der tragenden Säulen in der Energiewende. Nicht nur Dachflächen, Randstreifen und versiegelte Flächen müssen zwingend für die Stromerzeugung genutzt werden.

Entscheidend sind die gute Ausgestaltung und Planung eines Solarparks. Mit den richtigen Kriterien können Flächen naturschutzfachlich aufgewertet werden. Gleichzeitig wird so etwas für den Klimaschutz getan. Wenn darüber hinaus die Erträge aus Solarparks genutzt werden, um entwässerte Moorböden wiederzuvernässen, werden auch noch die für den Klimaschutz so wichtigen Senken gestärkt.“

Mit mehr als 875.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

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Verschiedenes 

NABU bittet Autofahrer um Vorsicht: Kröten und Frösche sind unterwegs

NABU bittet Autofahrer um Vorsicht: Kröten und Frösche sind unterwegs
Erdkröte vor Auto (c) Jonathan Fieber / nabu

Amphibienwanderung ist gestartet / Helfer für die Krötenzäune gesucht

Berlin, 17-2-22 – Der bisher eher milde Winter lockt Frösche, Kröten, Molche und Unken in vielen Regionen Deutschlands besonders früh aus ihren Winterquartieren. „Sobald es nachts mehr als fünf Grad Celsius warm wird, kommt bei ihnen Hochzeitsstimmung auf. Die Tiere begeben sich zu ihren Laichgewässern, um sich zu paaren“, sagt Sascha Schleich, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie und Ichthyofaunistik. „Dabei werden leider jedes Jahr viele Tiere auf unseren Straßen getötet.“

Der NABU bittet darum Autofahrerinnen und Autofahrer, auf Amphibienwanderstrecken höchstens 30 Stundenkilometer zu fahren.

Das könnte vielen Tieren das Leben retten. Denn sie sterben nicht nur durch Überfahren, sondern auch wenn Fahrzeuge sehr schnell unterwegs sind. „Große Geschwindigkeit erzeugt einen so hohen Luftdruck, dass die inneren Organe von Fröschen, Kröten und Molchen platzen oder durch den Mund nach außen gestülpt werden. Die Tiere verenden qualvoll“, so Schleich. Vorsichtiges Fahren ist auch wegen der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer wichtig, die im Einsatz sind. Schleich: „Warnschilder und Tempolimits müssen unbedingt beachtet werden, auch weil die Einsätze in der Dämmerung stattfinden. Dann sind die meisten Tiere unterwegs.“ Der Höhepunkt der Wanderungen wird aufgrund der regional sehr schwankenden Temperaturen erst in einigen Wochen erreicht.

Seit vielen Jahren kämpfen Naturschützer gegen den Amphibientod an unseren Straßen. Sie stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Für diese ehrenamtliche Arbeit sind zahlreiche Helferinnen und Helfer nötig. Der NABU informiert darum unter www.NABU.de/Kroetenwanderung über das bundesweite Wandergeschehen. Dort gibt es neben aktuellen Meldungen über besondere Ereignisse und seltene Arten auch eine bundesweite Datenbank, die über den Standort von Krötenzäunen und Aktionen informiert. Wer mithelfen möchte, findet hier Einsatzmöglichkeiten.

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Vogelgrippe in Karlsruhe: Vorsichtiger Optimismus

Vogelgrippe in Karlsruhe: Vorsichtiger Optimismus
Alle 20 Pelikane waren mit Vogelgrippe infiziert / Foto: Timo Deible/Zoo Klrh

Zoo erhält Ausnahmegenehmigung / Infizierte Tiere müssen nicht getötet werden / Keine neuen Verdachtsfälle

Im Zoo Karlsruhe gibt es seit Tagen keine neuen Todesfälle mehr bei den Enten, Gänsen und Pelikanen, die sich mit der "hochpathogenen aviären Influenza", auch bekannt als Vogelgrippe, angesteckt hatten. "Es macht uns vorsichtig optimistisch, dass wir nach den 27 toten Tieren bei rund 90 Ansteckungen keine weiteren großen Verluste mehr haben könnten", sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

Wenn die Vogelgrippe sich weiterhin beständig aus dem Karlsruher Zoo zurückzieht, müssen aus jetziger Sicht keine Tiere vorbeugend getötet werden. Dies verlangt eigentlich die EU-Gesetzgebung nach der amtlichen Bestätigung des Ausbruchs einer Seuche der Kategorie A - in diesem Fall der aviären Influenza. Für den Zoo hat die Stadt Karlsruhe nun einer Ausnahmeregelung unter Widerrufsvorbehalt zugestimmt. Diese greift für bestimmte Tierkategorien, wie geschützte oder gefährdete Arten oder Tiere mit hohem genetischem, kulturellem oder pädagogischem Wert. Voraussetzung dafür ist eine Risikobewertung im Hinblick auf die Gesundheit der Tiere und natürlich hohe Biosicherheitsmaßnahmen. Betroffene Tiere müssen – wie im Zoo sofort geschehen – isoliert und überwacht werden, bis kein Risiko mehr zur Verbreitung des Virus besteht. Proben untersucht regelmäßig das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe.

"Dürfen Einheiten durchseuchen lassen"
"Wir werden ganze Einheiten positiver Tiere durchseuchen lassen dürfen, warten also ab, dass sich das Immunsystem der Tiere mit dem Virus auseinandersetzt und dieses eliminiert", erläutert Zootierarzt Dr. Lukas Reese. "Für diese Möglichkeit sind wir extrem dankbar", betont Reese. "Damit sind wir der erste Zoo in Deutschland, der in dieser Form vorgeht. Das geht aber auch nur, da der Zoo, das Veterinäramt, das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und die Task Force Tierseuchenbekämpfung des Landes an einem Strang ziehen. Dieses Vorgehen, wenn es erfolgreich ausgeht, könnte auch Vorbild für ähnliche Fälle in anderen deutschen Zoos und Veterinärämtern sein", erklärt Dr. Marco Roller, ebenfalls Zootierarzt in Karlsruhe.

Die Aufstallung der Vögel erfolgt im Zoo Karlsruhe in 25 streng voneinander getrennten epidemiologischen Einheiten, welche regelmäßig klinisch untersucht und auf das Virus getestet werden. Auf der Basis von Stichproben werden so je Probenrunde mehr als 500 Tupfer durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe untersucht bis sichergestellt werden kann, dass die Tiere kein Risiko einer Übertragung der Vogelgrippe mehr bergen.

Der Zoo Karlsruhe hatte in seinem Antrag zur Ausnahmeregelung von der Tötungspflicht dargelegt, dass über ein Fünftel des gesamten Zoobestandes in Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen enthalten sind. Zahlreiche hoch bedrohte Arten werden hier gehalten, deren Verlust unwiederbringlich wäre.

Keine neuen Verdachtsfälle - vorsichtiger Optimismus
"Dass wir seit der Isolierung keine neuen Verdachtsfälle außerhalb der zwei betroffenen Gruppen haben, bestärkt uns in dem vorsichtigen Optimismus, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben zwar etwa ein Drittel der positiv getesteten Tiere verloren, die anderen zeigen aber bislang keine Symptome. Die weiteren Gruppen konnten wir durch die sehr hohen Biosicherheitsmaßnahmen vor einer Ansteckung schützen. Da können wir auf das bislang Erreichte schon etwas stolz sein", stellt Zoochef Reinschmidt heraus.

"Damit wir als Zoo wieder als frei von der Vogelgrippe eingestuft werden können, müssen all unsere Vögel zweimal im Abstand von 42 Tagen negativ getestet werden. Dann dürfen wir alle Biosicherheitsmaßnahmen abbauen", beschreibt Reese das weitere Vorgehen. In der zuletzt durchgeführten Testreihe seien die meisten Tests der betroffenen Tiere jedoch noch positiv gewesen. Der Zoologische Stadtgarten bleibt aktuell weiter geschlossen, um eine Verschleppung des Virus möglichst auszuschließen.

Stallpflicht für Hausgeflügel
Für Hausgeflügel in privater oder gewerblicher Haltung hat die Stadt Karlsruhe zu Beginn der Woche eine Stallpflicht beschlossen. Diese gilt entlang der großen Fließgewässer, mit ihren Zu- und Abflüssen, jeweils in einem Abstand von beidseitig 500 Metern und wird zunächst bis zum 15. März befristet sein. Geflügelhalterinnen und -halter können auf einer Online-Karte sehen, ob sie von der Maßnahme betroffen sind. Zu Geflügel zählen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Enten, Gänse und Strauße.

Die sogenannte Aufstallung hat in geschlossenen Ställen zu erfolgen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung besteht. Lediglich bei Hobby- und Rassegeflügelhaltungen darf die Abdeckung für die Aufstallung nach oben hin auch aus einem kleinmaschigen Netz bestehen. Dies gilt sowohl für gewerbliche wie für private Haltungen.

Vogelgrippe
Die Vogelgrippe tritt meist in Gebieten mit hoher Dichte an Geflügel auf sowie auch an den Hauptflugrouten der Zugvögel – wie hier am Oberrhein. Es wird vermutet, dass Wildvögel als Reservoir bei der Virusverbreitung eine Rolle spielen, vor allem wildes Wassergeflügel, welches das Virus nicht nur an Land sondern auch ins Wasser ausscheidet und es so über mehrere Wege verbreitet. Die Übertragung erfolgt von Tier zu Tier über Sekrete aus dem Atem- und Geschlechtstrakt sowie über infizierte Kotausscheidungen.

Hinweis an die Bevölkerung:

Tote Wasservögel und Greifvögel in freier Wildbahn oder auf dem eigenen Grundstück können bei der Feuerwehr über die 112 oder die Behördennummer 115 gemeldet werden. Alle anderen Vogelarten sollten nicht gemeldet werden und können selbst entfernt werden.

zum Bild oben:
Bei den Pelikanen waren alle 20 Tiere mit der Vogelgrippe infiziert. Zwar sind 14 Tiere gestorben, bei den sechs verbliebenen Tieren zeigen sich jedoch keine Symptome. Sie müssen durch die Ausnahmegenehmigung nicht getötet werden.
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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Zoo Karlsruhe: Vogelgrippe bei Zootieren bestätigt

Zoo Karlsruhe: Vogelgrippe bei Zootieren bestätigt
Pelikane im Zoo Karlsruhe / Foto: Ida Jaag/Zoo Karlsruhe

Weitere Tiere verstorben / Zoologischer Stadtgarten muss vorübergehend geschlossen werden

Um eine Verschleppung der „hochpathogenen aviären Influenza“ innerhalb des Zoologischen Stadtgartens zu verhindern, schließt die Einrichtung ab Freitag, 4. Februar, vorübergehend ihre Tore.

Nachdem bei einem Graureiher in der Karlsruher Günther-Klotz-Anlage die als Geflügelpest oder auch Vogelgrippe bekannte Krankheit bestätigt wurde, steht nun fest, dass auch verstorbene Tiere im Karlsruher Zoo mit dem Virus infiziert waren. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hatte heute zunächst drei Verdachtsfälle – zwei Hawaiigänse und ein Pelikan – bestätigt. Zwischenzeitlich sind weitere Tiere verstorben. Dabei handelt es sich um zwei weitere Pelikane aus der im Zoo gehaltenen Gruppe. Zudem wurden zwei Wildvögel, die sich auf dem Gelände des Zoos aufgehalten hatten, ebenfalls tot aufgefunden.

Da das Virus über kontaminierte Schuhe, Kleidung und über Gegenstände weiter verbreitet werden könnte, dürfen sich zunächst keine Zoogäste auf dem Gelände aufhalten. Der Zoo hat bereits epidemiologische Einheiten seiner Vögel gebildet, die nun in enger Absprache mit den Amtsveterinären von den Zootierärzten beprobt werden können.

Wer bereits Karten für einen Zoobesuch in den kommenden Tagen erworben hat, kann sich per E-Mail unter besucherservice@zoo.karlsruhe.de melden. Die Tickets werden dann zurückerstattet oder auf einen späteren Besuch umgebucht.

Zum Hintergrund: Beim Ausbruch der hochpathogenen Geflügelpest liegt die oberste Priorität in der Verhinderung der Verschleppung des Virus in Wirtschaftsgeflügelbestände und private Geflügelhaltungen, um die mit den daraus folgenden Restriktionen verbundenen hohen wirtschaftlichen Schäden für die Geflügelwirtschaft zu verhindern. Die erforderlichen Maßnahmen basieren auf Rechtsverordnungen der EU und des Bundes.

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Schutzmaßnahmen werden sofort eingeleitet

Nachdem bei einem Graureiher in der Karlsruher Günther-Klotz-Anlage "hochpathogene aviäre Influenza", auch bekannt als Vogelgrippe, bestätigt wurde, gibt es nun auch drei Verdachtsfälle im Zoo Karlsruhe. Dabei handelt es sich um zwei Hawaiigänse und einen Pelikan. Die Proben der verstorbenen Tiere werden aktuell an das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) weitergeleitet.

Exotenhaus vorübergehend gesperrt
Der Zoo Karlsruhe beginnt umgehend mit Schutzmaßnahmen für den weiteren Vogelbestand. Das Exotenhaus wird vorübergehend für die Zoogäste gesperrt. Viele weitere Vogelarten, die im Außenbereich leben, werden ebenfalls geschützt. Einige werden in Innenbereiche gebracht, manche Volieren werden so abgehängt, dass kein Eintrag durch Wildvögel erfolgen kann. Als Vorsichtsmaßnahme, um keine weiteren Wildvögel anzulocken, wurde bereits im vergangenen Dezember entschieden, Stadtgarten- und Schwanensee vorerst nicht wieder zu befüllen.

Auch in den einzelnen Revieren des Zoos gibt es seit Wochen bereits Schutzmaßnahmen, die jetzt nochmals verschärft werden. "Die Vogelgrippe ist bei Wildtieren weit verbreitet. Bislang hatten wir immer Glück, dass es die eigenen Bestände bei uns im Zoo nicht getroffen hat. Falls sich die Verdachtsfälle bestätigen, hoffen wir jedoch, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet", sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

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Geflügelpest bei einem Graureiher in Karlsruhe bestätigt

Geflügelhaltern werden strikte Sicherheitsmaßnahmen angeraten

Bei einem in der Günther-Klotz-Anlage gefundenen Graureiher hat sich der Verdacht auf Geflügelpest bestätigt. Das Tier war Anfang vergangener Woche entdeckt worden und musste wegen schwerer Krankheitssymptome eingeschläfert werden. Die Untersuchungen im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe sowie dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI) erbrachten dieselbe Diagnose – der Reiher litt an "hochpathogener aviärer Influenza", auch bekannt als Geflügelpest.

Die Gefahr des Ausbruchs der Geflügelpest gilt als hoch. Anfang des Monats wurde die Geflügelpest bei einem Greifvogel in Donaueschingen und bei einer Rothalsgans im Tierpark in Heidelberg nachgewiesen. Geflügelhalter sollten deshalb auf strikte Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Beständen achten, erklärt das städtische Ordnungs- und Bürgeramt (OA), das auch für Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen zuständig ist. Es gelte, den Eintrag des Virus über Schuhe und Kleidung in die eigene Geflügelhaltung zu vermeiden. Auch die Gefahr einer Übertragung durch Kontakt mit Wildvögeln lasse sich durch eine engmaschige Umzäunung mit Überdachung oder durch die Haltung des Geflügels im Stall deutlich verringern. Dennoch könne es je nach Gefahrenlage auch zur Anordnung einer Stallpflicht für alle empfänglichen Geflügelarten durch die Veterinärbehörde kommen.

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Verschiedenes 

Gino bekommt auf Teneriffa neues Zuhause

Gino bekommt auf Teneriffa neues Zuhause
Seelöwenbulle Gino / Foto: Maike Franzen/Zoo Karlsruhe

Seelöwenbulle und Fledermäuse ziehen in den Loro Parque um

Im Juni 2018 wurde Seelöwenbulle Gino im Zoo Karlsruhe geboren. In diesem Jahr steht sein Umzug bevor, da er nur noch geraume Zeit mit seinem Vater Stevie gemeinsam auf der Anlage leben kann, bevor Revierstreitigkeiten zwischen den Bullen ausbrechen würden. Sein neues Zuhause wird der Loro Parque.

Das Unternehmerehepaar Wolfgang und Brigitte Kiessling war für einen Arbeitsbesuch nach Karlsruhe gereist, um dabei auch das Tier in Augenschein zu nehmen. Wolfgang Kiessling ist Gründer, Besitzer und Generaldirektor des Loro Parques in Puerto de la Cruz auf der kanarischen Insel Teneriffa. Er setzt sich mit der 1994 von ihm gegründeten Loro-Parque-Stiftung unter anderem für die Einrichtung eines Schutzgebietes für Meeressäuger ein.

Im Loro Parque soll Gino in eine bestehende Gruppe integriert werden. "Es ist mir eine Freude, diesen jungen Kalifornischen Seelöwen nach Teneriffa zu holen", betont Kiessling. In den kommenden Monaten soll sein Umzug vorbereitet werden. Per Flugzeug wird es dann für Gino auf die Kanaren gehen.

Auch Fledermäuse ziehen nach Teneriffa um
Neben dem Seelöwen wird der Loro Parque zudem eine größere Gruppe Brillenblattnasen aus Karlsruhe erhalten. Die südamerikanische Fledermausart wird im Zoo Karlsruhe im Exotenhaus in einer begehbaren Anlage gehalten, in der sich die Tiere gut vermehren. Für sie soll auf den Kanaren eine neue Anlage errichtet werden.

"Der Austausch von Tieren innerhalb der Zoogemeinschaft ist ein ganz wichtiger Baustein unserer Zuchtprojekte", erläutert Dr. Matthias Reinschmidt, der vor seiner Zeit als Zoodirektor in Karlsruhe Kurator und Zoologischer Direktor im Loro Parque war. Dort hatte er unter anderem mit der Nachzucht der in der Natur ausgestorbenen Spix-Aras große Erfolge.

Der Loro Parque ist wie der Zoo Karlsruhe Mitglied im Weltzooverband WAZA, der europäischen Zooorganisation EAZA sowie dem Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) mit Sitz in Berlin. Die darin vertretenen wissenschaftlich geführten zoologischen Gärten tauschen untereinander Tiere, um stabile Gruppen der Arten in Menschenobhut als Reservepopulationen aufzubauen.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Vielfältiges Lernangebot rund um den Wald

Karlsruhe: Vielfältiges Lernangebot rund um den Wald
Waldklassenzimmer im Hardtwald © Stadt Karlsruhe

Waldpädagogik bietet auch 2022 wieder Schulungen und Veranstaltungen für Jung und Alt an

Die Waldpädagogik des Forstamts Karlsruhe stellt ihr Jahresprogramm vor und richtet sich damit an naturbegeisterte Familien und Erwachsene, die Spaß an gemeinsamen Erlebnissen in einer Gruppe haben. Ein Überblick über die angebotenen Veranstaltungen mit thematischen Schwerpunkten wie biologischer Vielfalt, Entschleunigung, Kreativität, Kulinarik und Touren zu Fuß oder auf dem Rad ist online auf der Webpräsenz der Waldpädagogik zu finden.

Vielseitiger Rohstoff Holz im Fokus
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Thema "Leben und Bauen mit Holz". Hierzu können Erwachsenen an verschiedenen Exkursionen und Vorträge teilnehmen und sich dabei über den vielseitigen Rohstoff Holz informieren. Auf spielerische Art erfahren auch Familien Wissenswertes über Holz als Lebensraum und Produkt. Natürlich gibt es auch wieder zahlreiche Angebote in der Schnitzwerkstatt für Menschen jeden Alters.

Mehr Wissen über Artenvielfalt
Zusammen mit den Partnern des Netzwerkes Natur- und Umweltbildung (NUB) der Stadt Karlsruhe bietet das Team der Waldpädagogik im Rahmen des Schwerpunktes "Artenwissen vermitteln" verschiedene Bestimmungskurse an. Wer wissen will, welche Baumarten in den Wäldern in und um Karlsruhe wachsen und welche Arten neu eingewandert sind, kann dies unter anderem bei Waldspaziergängen erfahren. Im Rahmen von thematischen Ausflügen lernen Naturbegeisterte viel zu den Bewohnern von totem Holz, den Fledermäusen als nächtlichen Waldbewohnern oder beim Teichkino am Waldklassenzimmer zu den Lebewesen im Wasser.

Freies Spielen bei den Entdeckertagen
An einzelnen Tagen kann im Holzbackofen auf dem Gelände des Waldklassenzimmers selber Brot, Pizza, Flammkuchen oder Kuchen gebacken werden. Bei den Entdeckertagen an Sonntagen (in den Ferien auch an Mittwochnachmittagen) lädt die Waldpädagogik Familien dazu ein, das Waldklassenzimmer und das Außengelände selber zu entdecken und dort frei zu spielen.

Schulungen am Waldzentrum oder vor Ort
Schulklassen und Kindergartengruppen haben die Möglichkeit, individuell Termine für eine waldpädagogische Veranstaltung zu vereinbaren. Diese kann am Waldzentrum stattfinden, aber auch in einem Waldstück nahe der Schule oder des Kindergartens im Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Darüber hinaus bietet die Waldpädagogik auch in den Ferien zahlreiche einwöchige Ferienprogramme an.

Verbindliche Anmeldung erforderlich
Anmelden können sich Interessierte über das Anmeldeformular auf der Website der Waldpädagogik, telefonisch unter 0721 133-7354 oder per E-Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de. Auf Wunsch ist auch der monatlich erscheinenden Newsletter, der über aktuelle Veranstaltungen informiert, abonnierbar.

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Verschiedenes 

Blume und Baum des Jahres wachsen auch in Karlsruhe

Blume und Baum des Jahres wachsen auch in Karlsruhe
Vierblättrige Einbeere / Foto: Stadt Karlsruhe

Loki Schmidt Stiftung kürt Vierblättrige Einbeere und Rotbuche

Die beiden von der Loki Schmidt Stiftung zu Blume und Baum des Jahres gekürten Pflanzen sind auch in den Karlsruher Wäldern reich vertreten.

Pest, Läuse und Zauberei
Auf das oberste Treppchen bei den Blumen schaffte es die Vierblättrige Einbeere mit dem lateinischen Namen Paris quadrifolia. Sie hat in der Mitte eine unscheinbare Blüte, die sich im Spätsommer zu einer einzelnen Beere entwickelt. Umgeben ist sie von einem Ring aus vier gleichgroßen und gleichmäßig angeordneten Blättern. Der lateinische Name wird gelegentlich mit der Sage aus Homers Illias um Paris und den drei sich streitenden Göttinnen in Verbindung gebracht. Wahrscheinlicher ist aber, dass mit 'paris' die paarförmige Anordnung der Blätter gemeint ist. Die Pflanze ist giftig und wurde im Mittelalter als Mittel gegen die Pest, gegen Läuse und auch Zauberei angewandt.

Die Vierblättrige Einbeere wächst in naturnahen Wäldern und ist eng mit dem Baum des Jahres – der Rotbuche – vergesellschaftet. Da sie eher feuchte Böden bevorzugt, ist sie in Karlsruhe am häufigsten in den Wäldern der Kinzig-Murg-Rinne, im Grötzinger Bergwald sowie in den Rheinauen zu finden. Sie ist keine "Urwaldpflanze", die verschwindet, sobald der Wald forstlich genutzt wird. Aber sie ist auf die natürliche Baumartenzusammensetzung in ihrem Lebensraum angewiesen. Aufgrund des naturnahen Waldmanagements ist ihr Bestand in Karlsruhe nicht gefährdet. Allerdings bereitet der Klimawandel durch zunehmende Trockenheit und plötzliche Auflichtung beim Absterben von Bäumen auch der Vierblättrigen Einbeere Probleme.

Die Rotbuche - Fagus sylvatica
zum Baum des Jahres ist nach 1990 erneut die Rotbuche, mit lateinischem Namen Fagus sylvatica, gekürt worden. Buchenwälder haben in Mitteleuropa ihr weltweites Verbreitungszentrum und wurden von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Sie repräsentieren einen bedeutenden Teil der biologischen Vielfalt Deutschlands.

Die Buche ist nach der letzten Eiszeit nach Mitteleuropa eingewandert und hatte wohl zur Bronzezeit ihre größte Verbreitung erreicht. Die Menschen nutzten ihre Früchte, die Bucheckern, als Nahrungsmittel und Tierfutter sowie ihr Holz als Brennstoff.

Bedroht vom Klimawandel
Mittlerweile bereitet der Klimawandel auch der Buche große Probleme. An Südhängen oder auf trockenen und sandigen Böden, wie zum Beispiel der Oberreuter Hardt, sterben die Altbuchen seit einigen Jahren durch Hitze- und Trockenstress, Sonnenbrand und diverse Folgekrankheiten großflächig ab. Das Verbreitungsgebiet der Rotbuche wird sich deshalb deutlich verkleinern und eher in höhere Lagen verschieben. In Karlsruhe sind vor allem die Bergwälder von der Buche dominiert. Sie verjüngt sich dort ganz von selbst und wird von den Karlsruher Forstleuten so gepflegt, dass Bäume jeden Alters in inniger Mischung als so genannter Dauerwald gemeinsam wachsen.





Veranstaltungen 

„AllerVielfalt Verden“ bringt Natur an die Aller zurück

„AllerVielfalt Verden“ bringt Natur an die Aller zurück
Die Aller von oben (c) NABU/Erich Schwinge

· Start für bislang finanzstärkstes Renaturierungsprojekt im Förderprogramm Auen
· Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V. und dem Landkreis Verden

13. Januar 2022, Verden an der Aller: Mit dem jetzt gestarteten Projekt „AllerVielfalt Verden“ wird an der Aller, dem wichtigsten Verbindungsgewässer zwischen Nordsee und Harz, ein Biotopverbund von nationaler Bedeutung entwickelt. Dafür ist bis 2031 ein Gesamtbudget von rund 17 Millionen Euro vorgesehen. Heute hat Sabine Riewenherm, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), gemeinsam mit dem Land Niedersachsen den Förderbescheid über 5,1 Millionen Euro für die erste Förderphase an den Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und den Landkreis Verden digital überreicht. Das vom NABU initiierte Vorhaben soll an der Allerniederung auf einem Projektgebiet von 2.350 Hektar naturnahe Strukturen schaffen und wird dabei auch die Interessen von Landwirtschaft und Freizeitnutzung im Blick haben. Flutrinnen, Kleingewässer und Altarme wie die „Alte Aller“ sollen wiederangebunden und Deiche rückverlegt werden. Das BfN begleitet und fördert das Projekt mit Mitteln des Bundesumwelt- und Verbraucherschutzministeriums im Förderprogramm Auen.

Sabine Riewenherm, Präsidentin des BfN: „Auen sind einer der artenreichsten, aber auch gefährdetsten Lebensräume Deutschlands. Gewässer- und Auenrenaturierungen, wie sie im Projekt ‚AllerVielfalt Verden‘ geplant sind, können zudem einen natürlichen Hochwasserschutz bieten und die Wasserqualität der Flüsse verbessern. Deshalb muss es unser gemeinsames Anliegen sein, diese Lebensräume langfristig naturnah zu entwickeln und zu erhalten – nicht nur an der Aller. Dabei wird der Bund den Akteuren vor Ort mit dem Förderprogramm Auen langfristig als verlässlicher Partner zur Seite stehen.“

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Mit dem Projekt AllerVielfalt haben wir die Chance, an einer weiteren Bundeswasserstraße Naturschutzmaßnahmen umzusetzen und so die Biodiversität in der Allerniederung nachhaltig zu stärken. Hier fließen unsere langjährigen Erfahrungen aus dem Havel-Projekt – Europas größtem Flussrenaturierungsvorhaben – mit ein. Der Zusammenschluss zwischen Landkreis, Wasserstraßen- und Schiffahrtsamt (WSA) und NABU bündelt dabei verschiedenste Kompetenzen für eine erfolgreiche Verwirklichung des Biotopverbundes entlang der Aller.“

In den vergangenen Jahren hatten sich verschiedene Institutionen und Verbände im Rahmen des Aller-Akteursdialoges für ein ökologisches Projekt in der Allerniederung eingesetzt. Peter Bohlmann, Landrat des Landkreises Verden: „Knapp 20 Jahre nach dem Abschluss des Naturschutzprojektes Fischerhuder Wümmeniederung ergreift der Landkreis mit dem Projekt AllerVielfalt das zweite Mal die Chance einer national bedeutenden Renaturierung einer seiner Flussläufe.“

Im Projekt werden Auenbiotope wie Auengehölze, artenreiches Grünland und Gewässerrandsteifen entwickelt, mit dem Ziel, die Ufer- und Auenlebensräume aufzuwerten. Im Dialog mit allen Flächeneigentümerinnen und -eigentümern und Nutzenden in der Allerniederung werden gemeinsam fachlich sinnvolle und gleichzeitig sozialverträgliche Maßnahmen identifiziert und umgesetzt.

Neben NABU und Landkreis Verden konnte auch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) für die Zusammenarbeit gewonnen werden, welche im Oktober 2020 in Verden mit einer Kooperationsvereinbarung besiegelt wurde.

Die Umsetzung von Maßnahmen im Fluss selbst liegt in der Hand des örtlichen WSA Weser, Maßnahmen in der Aue werden von NABU und Landkreis Verden durchgeführt. Thomas Arkenau, Leiter der Abteilung Naturschutz des Landkreises Verden, wird die Projektleitung übernehmen. Für das operative Geschäft mit der fachlichen Betreuung von Maßnahmen wird ein NABU-Projektbüro beim Ökozentrum in Verden eingerichtet.

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