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Veranstaltungen 

NABU und LBV: Endspurt bei der Wahl zum Vogel des Jahres 2021

NABU und LBV: Endspurt bei der Wahl zum Vogel des Jahres 2021
Singendes Rotkehlchen (c) NABU/Willi Rolfes

Abstimmen noch bis 19. März /Sieger wird im Livestream gekürt/ Musiker werben für „ihre“ Vögel

Berlin, 12.3.21 – Die erste öffentliche Wahl zum „Vogel des Jahres 2021“ von NABU und LBV geht in den Endspurt. Noch bis 19. März kann jeder und jede unter www.vogeldesjahres.de abstimmen. Unter den zehn Kandidaten der Stichwahl haben Rotkehlchen und Rauchschwalbe derzeit den Schnabel vorn. Auch Kiebitz und Feldlerche sind noch gut im Rennen. Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer: „Auf den letzten Metern der Wahl wird es jetzt noch einmal richtig spannend. Aber egal, welcher der Top-Ten-Vögel am Ende gewinnt: Alle Vögel verdienen unsere Aufmerksamkeit und unseren Schutz.“

Zehn Arten hatten sich Ende 2020 in der Vorwahl gegenüber den anderen rund 300 Vogelarten Deutschlands durchgesetzt. In der laufenden Hauptwahl ergibt sich folgender Zwischenstand bei der Rangfolge: Rotkehlchen, Rauchschwalbe, Kiebitz, Feldlerche, Stadttaube, Haussperling, Blaumeise, Eisvogel, Goldregenpfeifer und Amsel. Wer sich nicht entscheiden kann, dem kann der Bird-O-Mat unter www.nabu.de/birdomat helfen. Wer bereits abgestimmt hat, aber nun einer weiteren Art im Endspurt zum Sieg verhelfen möchte, kann dies tun: Pro Art hat jeder und jede eine mögliche Stimme. Bisher sind schon über 263.000 Stimmen eingegangen.

Als prominente Botschafter der Top-Ten-Vögel haben zehn Künstler und Künstlerinnen der Plattenfirma Universal Music die Patenschaft für jeweils einen der Vögel übernommen. So hat der Kindermusiker Rolf Zuckowski den Haussperling unter seinen Fittichen. Wolfgang Niedecken von der Kultband BAP unterstützt die Rauchschwalbe, die ihre Winter in Afrika verbringt und im Sommer bei uns durch die Lüfte schießt. Das Kindermusik-Hörspiel „Eule findet den Beat“ feiert die Blaumeise, die Band „Tochter“ hat sich den schillernden Eisvogel ausgesucht. KID CLIO (Leslie Clio) unterstützt die Feldlerche mit ihrem Wahlkampfteam „Lerchenlurchies“, Oboist Albrecht Meyer bricht eine Lanze für den Goldregenpfeifer. Auch mit dabei sind DIKKA für die Stadttaube, Oonagh für die Amsel, L‘aupaire für das Rotkehlchen und Elen für den Kiebitz.

Am 19. März ist es dann soweit: In einer Live-Online-Veranstaltung unter www.NABU.de/Vogelwahlfinale wird zwischen 19 und 19.45 Uhr der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres verkündet.

Wahlseite "Vogel des Jahres 2021" (incl. Portraits der Top-Ten-Vögel):

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Verschiedenes 

NABU: Entscheidung zu Windpark Butendiek enttäuscht auf ganzer Linie

Krüger: Urteil des OVG Münster setzt unüberwindbare Hürden für Umweltschadens- und Verbandsklagerecht

Berlin/Münster,12.3.21 – Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat am 11. März über die Klage des NABU zur Sanierung des Umweltschadens durch den Offshore-Windpark Butendiek entschieden. Durch den Windpark gehen streng geschützten Seevögeln mehr als acht Prozent des für sie ausgewiesenen Vogelschutzgebiets verloren - ein unersetzbarer Lebensraum entlang des fischreichen Jütlandstroms westlich von Sylt. Die Richter lehnten dennoch die Berufungsklage des NABU in zweiter Instanz mit der Begründung ab, es gebe Lücken in den sehr umfangreichen frühen Anträgen des NABU auf Untersagung des Baus und Betriebs von Butendiek aus den Jahren 2014/15. Diese angeblichen Defizite wurden von der Vorinstanz am Verwaltungsgericht Köln ebenso wenig bemängelt wie von dem verantwortlichen Bundesamt für Naturschutz (BfN). Dazu NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Das heutige Urteil setzt die Anwendung des Umweltschadensrechts im Sinne des Biodiversitätsschutzes außer Kraft: Es formuliert für den Nachweis eines Umweltschadens extrem hohe Anforderungen, die praktisch nicht erfüllbar sind. Hier ist der Maßstab verrutscht. Nach Auffassung der Münsteraner Richter ist die Definition eines Umweltschadens nicht erfüllt, wenn eine geschützte Art in einem für sie ausgewiesenen Schutzgebiet weiträumig Lebensraum verliert. So führen wir die Anwendung europäischen Naturschutzrechts ad absurdum. Wenn dann noch der Vorwurf folgt, der NABU hätte im seinen frühen Anträgen trotz vorgelegter Rechts- und Fachgutachten den Umweltschaden nicht in ausreichender Tiefe glaubhaft gemacht, stellt sich tatsächlich die Frage, ob hier nicht das Umweltschadensrecht unbrauchbar und die Verbandsklage unmöglich gemacht werden soll.“

Das OVG hat sogar die Revision am Bundesverwaltungsgericht abgelehnt, Dagegen wird der NABU mit einer Nichtzulassungsbeschwerde vorgehen und versuchen, die Frage der Glaubhaftmachung eines Umweltschadens auch dem Europäischen Gerichtshof vorlegen zu lassen.

Aus NABU-Sicht besonders irritierend ist der Vorwurf, veraltete Daten am Beispiel des einzig verfügbaren Standard-Datenbogens des Vogelschutzgebiets aus dem Jahr 2004 und keine eigenen und aktuellen Monitoringdaten zur Verfügung gestellt zu haben. „Den Aufwand, ein schiffs- oder fluggestütztes Monitoring durchzuführen, können und müssen Behörden und Betreiber leisten. Das kann nicht Aufgabe eines Naturschutzverbandes sein. Doch eben diese Monitoringdaten muss der NABU seit Jahren in einem Parallelverfahren erstreiten. Viele Windparkbetreiber blockieren die Herausgabe mit Verweis auf Urheberrechte der Gutachter. Ganz offensichtlich hat das OVG Münster nach einem Weg gesucht, nicht über die komplexe Frage des Verschuldens und der Sanierung entscheiden zu müssen“, kritisiert NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: "Leitungswasser-Liebe" zeigen

Digitale Fotoaktion zum Weltwassertag / Einsendeschluss 22. März

"Wasser wertschätzen" ist das Motto des diesjährigen, von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltwassertags am 22. März . A tip: tap, ein gemeinnütziger Verein, der sich für den Genuss von Leitungswasser und gegen Plastikmüll einsetzt, hat dazu eine digitale Fotoaktion ins Leben gerufen. Unter dem Titel "Leitungswasser-Liebe" sollen bundesweit mindestens 500 Menschen gewonnen werden, die ihre Leitungswasser-Liebe über soziale Medien zeigen. Interessierte können mitmachen, indem Sie ein Foto von sich auf Instagram, Facebook oder Twitter mit den Hashtags #wasserwende und #leitungswasserliebe teilen oder dieses Foto an wasserwende@atiptap.org mit Betreff "Leitungswasser- Liebe 2021" senden. Visuell verbindet die Kampagne das Tropfenherz, welches ebenfalls Teil des Fotos sein soll. Inspirierende Fotos sowie Vorlagen finden sich auf der Website der Aktion: www.atiptap.org/weltwassertag. Fotos können bis zum 22. März eingesendet werden.

Fünf gute Gründe für das Leitungswasser an Stelle von Flaschenwasser: es ist klimafreundlich, wird in Karlsruhe sogar CO2-neutral gewonnen, es vermeidet Plastikmüll, es ist billiger und bequemer als gekauftes Wasser in Flaschen und es ist in Deutschland das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Karlsruhe hat mit der Innenstadt Ost und der Oststadt eines der 14 "Wasserquartiere" in Deutschland, in denen a tip: tap e.V. mit lokalen Akteuren - hier den Stadtwerken, dem städtischen Umwelt- und Arbeitsschutz, dem KIT und der Bürgeraktion Umweltschutz Zentrales Oberrheingebiet (BUZO e.V.) - an der Wasserwende arbeiten.

Am Weltwassertag selbst veranstaltet a tip: tap in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium ein digitales Seminar. Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Rita Schwarzelühr-Sutter, spricht ein Grußwort. Anmeldungen zur Veranstaltung sind bereits online möglich unter www.atiptap.org/events/tag-des-wassers/.

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Verschiedenes 

„Restore Nature“

NABU fordert verbindliches EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur

Krüger: Viele Ökosysteme in Europa sind in besorgniserregendem Zustand / Renaturierung muss auch in Deutschland Naturschutz-Schwerpunkt werden

Berlin,12.3.21 – Mit dem heutigen Start der „Restore Nature“-Kampagne ruft der NABU alle EU-Bürger*innen dazu auf, an der öffentlichen Befragung zur EU-Biodiversitätsstrategie teilzunehmen, um so ein verbindliches und wirksames EU-Renaturierungsgesetz von der Europäischen Kommission einzufordern. Die EU-Kommission soll sich auf Lebensräume wie Moore oder Flüsse konzentrieren und messbare Ziele mit einem klaren Zeithorizont vorgeben. Zuletzt hatte die EU ihr selbstgesetztes Renaturierungsziel für 2020 deutlich verfehlt, da es an Verbindlichkeit mangelte.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Kanalisierte Flüsse, trockengelegte Moore, kahlgeschlagene Wälder – viele Lebensräume in Europa sind in geschädigtem Zustand und können ihre ökologischen Funktionen nicht mehr erfüllen. Es reicht nicht länger aus, nur zu schützen, was an Lebensräumen übrig geblieben ist. Wir müssen den Abwärtstrend umkehren und endlich mit einer großflächigen Renaturierung in Europa beginnen, um die biologische Vielfalt zurückzubringen. Ein ambitioniertes EU-Renaturierungsgesetz fördert nicht nur die Biodiversität, sondern hilft auch dabei, die Klimakrise abzumildern.“

Raphael Weyland, NABU-Naturschutzrechtsexperte in Brüssel: „Das EU-Renaturierungsgesetz kann ein neuer Meilenstein werden. Deswegen möchten wir ein starkes Zeichen an die EU-Kommission senden. Mit unserem europäischen Dachverband BirdLife Europe peilen wir mindestens 50.000 Unterschriften für die Teilnahme an der Konsultation an.“

Renaturierung muss Naturschutz-Schwerpunkt auf allen Ebenen werden. In seinen kürzlich veröffentlichten Bundestagswahl-Kernforderungen ruft der NABU auch die neue Bundesregierung dazu auf, die EU-Vorgaben mittels eines Renaturierungsplans weiter zu konkretisieren und mit den Bundesländern zu koordinieren. Darüber hinaus muss der Bund einen Renaturierungsfonds schaffen, um die konkreten Projekte auch finanziell zu unterstützen. Hierfür sollte die Bundesregierung schon jetzt den EU-Wiederaufbaufonds nutzen. Wie Natur und Ökosysteme ganz konkret wiederhergestellt werden können, zeigt der NABU bereits mit Leuchtturmprojekten wie der erfolgreichen Renaturierung der Unteren Havel.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Tauben müssen trotz Lockdowns nicht verhungern

Karlsruhe: Tauben müssen trotz Lockdowns nicht verhungern
Futterstation für Tauben / Foto: Stadt Karlsruhe

Stadttaubenkonzept: Verwaltung appelliert, Tiere nicht zu füttern

In der Hochphase des pandemiebedingten Lockdowns zeigte sich in der Karlsruher Innenstadt ein fast surreal anmutendes Bild: pickend umherlaufende Stadttauben dominierten die Plätze während deutlich weniger Menschen unterwegs waren. "Zumindest in Karlsruhe muss dieses Verhalten nicht zwingend auf Futtermangel zurückzuführen sein, die Tiere folgen lediglich ihrem natürlichen Pick- und Erkundungstrieb", erklärt der Vorsitzende des Vereins "Stadttaubenkonzept Karlsruhe", Dieter Götz-Dumbeck, der in derzeit sechs von der Stadt errichteten Taubentürmen und Taubenschlägen Stadttauben betreut und füttert.

So unterschiedlich die Haltung in der Bevölkerung zum Thema Tauben ist, so unterschiedlich sind die Maßnahmen der Gemeinden in Deutschland, um einerseits den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden und andererseits Überpopulationen zu vermeiden. "In Karlsruhe wird schon seit vielen Jahren ein Konzept zur tierschutzgerechten Regulation der Stadttaubenpopulationen umgesetzt, das aus einem Maßnahmenbündel kontrollierter Fütterungen und dem Austausch der Eier in den Nestern besteht", erläutert der für ordnungs- und tierschutzrechtliche Angelegenheiten zuständige Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Albert Käuflein.

Vier der derzeit sechs städtischen Fütterungseinrichtungen befänden sich innerhalb des natürlichen Flugradius der innerstädtischen Taubenpopulationen, damit sei "die Versorgung der Tiere mit ausreichend artgerechtem Futter gewährleistet". Diese Maßnahmen sicherten die Grundversorgung der Tiere mit Futter, dienten aber auch der Populationskontrolle. "Das Einfangen und Töten der Tiere zur Bestandsregulation ist nicht Bestandteil des Karlsruher Konzepts", so Käuflein.

Der Erfolg des Stadttaubenkonzeptes hängt jedoch auch wesentlich davon ab, dass keine Fütterungen außerhalb der offiziellen städtischen Futterstellen stattfinden. Die Stadtverwaltung appelliert deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, sich an das in der städtischen Straßen- und Anlagenpolizeiverordnung verankerte Fütterungsverbot zu halten, denn Überpopulationen führten zwangsläufig zu Stress und damit einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit bei den Tieren.

Ansprechpartner für das Karlsruher Stadttaubenprojekt sind der Verein Stadttaubenkonzept Karlsruhe e. V. (www.stadttaubenkonzept-karlsruhe.de/) und das Ordnungs- und Bürgeramt, Abteilung Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen (Telefon: 0721/133-7101).

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Online-Vorträge zum Klimaschutz

Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) startet Veranstaltungsreihe

Die neue Veranstaltungsreihe des Karlsruher Klimafonds der KEK startet am Donnerstag, 4. März, mit dem Thema "C02-Kompensation – sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz oder moderne Form des Ablasshandels?". In seinem Online-Vortrag erläutert KEK-Geschäftsführer Dirk Vogeley, was hinter dem Modell der CO2-Kompensation steckt und welche Kriterien erfüllt sein müssen.

Im zweiten Teil der Reihe am darauffolgenden Donnerstag (11. März) stellen Vogeley und Dr. Clemens Becker, stellvertretender Zoo-Chef und Artenschutzkurator, unter dem Titel "Welchen Beitrag leisten Aufforstungsprojekte für den Klima- und Artenschutz?" ihr gemeinsames Engagement am Westhang der Anden in Ecuador vor.

Die Veranstaltungen finden jeweils von 18 bis 19.30 Uhr online statt und sind kostenfrei. Im Anschluss an die Vorträge stehen die Referenten für Fragen zur Verfügung. Anmeldung und weitere Informationen unter www.karlsruher-klimafonds.de.

Der Karlsruher Klimafonds ist der erste kommunale Klimaschutzfonds in Deutschland. Mit seinen lokalen und internationalen Projekten bietet er Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Unternehmen und Institutionen die Möglichkeit, unvermeidbare CO2-Emissionen zu kompensieren. Mit der Betreuung des zertifizierten Fonds ist die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur KEK betraut.

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Karlsruhe: Rücksicht nehmen in der "Kinderstube Wald"

Karlsruhe: Rücksicht nehmen in der "Kinderstube Wald"
Gerettetes Rehkitz © Forstamt

Brut- und Setzzeit beginnt / Hunde an die Leine / Rauchverbot ab 1. März

Mit den wärmer werdenden Temperaturen beginnt die Zeit, in der der Wald zur Kinderstube vieler Tierarten wird. Auf das Balz-Konzert der Vögel folgt der Bau der kunstvollen Nester und schon bald liegen darin die Jungen und sperren ihre hungrigen Schnäbel auf. Aber nicht nur die Vögel, sondern viele andere kleine und große Tiere wie Hasen, Dachse, Rehe oder Wildschweine bringen im Wald und den angrenzenden Feldfluren ihre Nachkommen zur Welt. In dieser Zeit, von März bis Juni, gilt es für alle Erholungssuchenden, besonders achtsam und respektvoll zu sein.

"Ein kleiner Verhaltens-Check kann dabei den Waldkindern und ihren Eltern das Leben retten", erläutert Ulrich Kienzler, Leiter des städtischen Forstamtes. "Besonders wichtig ist es für Fußgänger und Radfahrende, in dieser Zeit auf den Wegen zu bleiben und die Dämmerungs- und Nachtstunden den Tieren als Ruhephasen zu überlassen", ergänzt der Förster.

Alle Hunde vorsorglich an die Leine
Auch betont Kienzler, der selbst Hundefreund ist, dass auch noch so folgsame Hunde beim Gassi-Gehen in Wald und Flur zum Schutz der Wildtiere vorsorglich an die Leine genommen werden sollten. Auch für Erholungssuchende, die Angst vor Hunden haben, ist diese Form der Rücksichtnahme ein wichtiges Zeichen. Einen Leinenzwang gibt es im Wald nur in bestimmten Bereichen, wie beispielsweise auf Waldspielplätzen oder in Naturschutzgebieten. Gerade in der Brut- und Setzzeit sollte es für Natur- und Umweltfreunde aber klar sein, dass die Vierbeiner an der Leine laufen.

"Freilaufende Hunde sind nicht nur in der Theorie eine Gefahr für unsere Wildtiere, sondern auch in der Realität", meint Kienzler dazu. Das Forstamt und die angegliederte Jagdbehörde mit dem Wildtierbeauftragten Stefan Lenhard erhalten viel zu oft Meldungen über Rehe, die tagsüber aufgeschreckt werden und dann auf der Straße totgefahren werden oder die in Zäune rennen und sich dort strangulieren. Mehrmals im Jahr werden leider auch Rehe gefunden, die von Hunden gerissen wurden. Auch die Jägerschaft meldet zunehmend mehr Rehe, die nicht erlegt, sondern überfahren oder gerissen werden.

Rauchverbot ab 1. März
Der Forstamtschef weist ergänzend darauf hin, dass ab dem 1. März wieder ein allgemeines Rauchverbot in den Wäldern gilt. Es dauert bis Ende Oktober und schützt unseren Wald vor Waldbränden.

In den letzten Monaten der Corona-Pandemie ist der Wald als Erholungs-, Sport- und Freizeitraum mehr gefragt als je zuvor, beobachten die städtischen Forstbediensteten. Zum Schutz und Erhalt der unter dem Klimawandel leidenden Wälder sind gegenseitige Rücksichtnahme sowie Respekt und Achtsamkeit vor der Natur und den darin lebenden Tieren und Pflanzen unverzichtbar. Insofern setzt man beim Forstamt auf Verständnis und nicht auf Verbote.

zum Bild oben:
Dieses Rehkitz wurde letztes Jahr im Oberwald gefunden. Die Mutter (Rehgeiß) wurde von Hunden in einen Zaun getrieben und ist dort verendet.
© Forstamt

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Veranstaltungen 

Vogel des Jahres: Horch mal, wer da singt

Zum meteorologischen Frühlingsanfang erklärt der NABU, welche Kandidaten der Vogelwahl schon zu hören sind / Abstimmung läuft bis 19. März

Berlin, 26.2.21 – „Frühling kommt, der Sperling piept“, sang schon Marlene Dietrich. Kaum etwas verbinden wir so sehr mit dem Frühling wie Vogelgezwitscher. Davon zeugen zahlreiche Schlager und Volkslieder. Viele gefiederte Sänger laufen rund um den meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März zu Höchstform auf. Auch unsere Vogel-des-Jahres-Kandidaten trällern im vielstimmigen Chor mit.

Auslöser für die Vogelgesänge ist die zunehmende Tageslänge. „Bereits um den Jahreswechsel herum ,läuten‘ die ersten Kohlmeisen, wie ihr oft zweisilbiger klingelnder Gesang beschrieben wird“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann, „Andere Meisen singen dann auch schon – vor allem die Blaumeise, eine der Stichwahlkandidatinnen.“ Auch die derzeitige Nummer eins der Wahl, das Rotkehlchen, gehört zu den ersten Sängern.

„Manch frühe Gesangsstrophe dient sicher auch dazu, die eingerosteten Kehlen zu ölen und etwas zu üben“, so Lachmann, „Das ist bei den Vögeln nicht anders als bei uns Menschen.“ Die Vogel-des-Jahres-Kandidatin Amsel, bisher noch hinten im Ranking, macht ab Mitte Februar intensiv Eigenwerbung, wenn ihr melodischer und variantenreicher Gesang erklingt. In diesem Jahr startete sie pünktlich zum Ende der Dauerfrostperiode. Sie bevorzugt die große – besser gesagt hohe – Bühne für ihre Darbietung: einen Dachgiebel oder Baumwipfel.

Ein „Early Bird“ ist auch die Feldlerche. Ihre Gesangssaison beginnt, sobald die Vögel im Februar und März aus dem Süden zurückkehren. Dann trällert sie von der Morgendämmerung bis zum Abend. Einst galten die kleinen Vögel wegen ihres frühen Starts in den Tag als natürliche Wecker. Mit den Feldlerchen kehren auch die Kiebitze aus Südwest-Europa zurück. Im März besetzen sie ihre Brutreviere auf frisch ergrünten feuchten Wiesen und Feldern. Dann begleitet ihr namensgebendes „Ki-witt“ als Soundtrack die akrobatischen Balzflüge der Männchen.

Die charakteristisch flötenden Balzstrophen des Goldregenpfeifers sind leider seit einigen Jahren nicht mehr über Deutschlands Mooren zu hören. Doch nahe der Küste hört man im Winter und Frühjahr die melancholischen „düh“-Rufe größerer rastender Trupps, bevor sie weiter nach Norden ziehen.

Die Stadttaube ist ganzjährig in unseren Siedlungen zu beobachten. Ihr bekanntes Gurren ertönt vor allem zur Balzzeit über Straßen und Plätzen und damit deutlich häufiger im Frühjahr. Auch der Eisvogel überwintert bei uns. Bei ihm ist der scharf pfeifende Ruf kaum von seinem Gesang – einer Reihe mehrerer Rufe – zu unterscheiden. Trotzdem steigen die Chancen, ihn zu Beginn der Brutzeit Anfang März an sauberen Flüssen und Seeufern zu hören.

Unter den Jahresvogel-Kandidaten betritt die Rauchschwalbe als letzte die Chor-Bühne. Als einziger Langstreckenzieher im Kandidatenreigen ist sie erst Mitte April aus ihrem Winterquartier in Afrika zurück. Sofort lässt sie dann ihr lautes Zwitschern mit eingebauten munteren „witt witt“-Rufen vernehmen. Der Frühling ist dann bereits fortgeschritten, Schwalben gelten daher als Vorboten des Sommers.

Noch bis zum 19. März kann jeder seine Stimme für einen der Sänger unter www.vogeldesjahres.de abgeben. Bisher haben schon über 227.000 Menschen bei der Aktion vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), mitgemacht. Für unentschlossene Wähler gibt es unter www.NABU.de/birdomat einen Bird-O-Mat. Er hilft dabei, den eigenen gefiederten Favoriten herauszufinden.

Abstimmen bei der Wahl des Vogel des Jahres 2021 online ...

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