Grüne Quellen
Donnerstag, 23. Januar 2020 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Nachmittag liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

Slow Food unterstützt EU-Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“

Slow Food unterstützt EU-Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“
Save Bess Farmers (c) SlowFood

Das Umstellen auf eine bienenfreundliche Landwirtschaft und der Erhalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft ist grundlegend für die Zukunft der Ernährung – auch in Europa. Deshalb hat sich Slow Food der EU-Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“ angeschlossen und stellt das Thema biokulturelle Vielfalt 2020 als Jahresthema in den Fokus. Als Auftakt der Slow-Food-Beteiligung an der EU-Bürgerinitiative wurden ihre Forderungen bei der Schnippeldisko am vergangenen Wochenende in Berlin vorgestellt. Das Kampagnen-Bündnis nutzte die „Wir haben es satt!“-Demonstration, um mit einer gemeinsamen Fotoaktion auf die Problematik des Bienensterbens aufmerksam zu machen.

Die EU-Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“ fordert die EU-Kommission auf, eine Landwirtschaft zu unterstützen, welche die Bedürfnisse von Bäuer*innen mit denen der Natur in Einklang bringt. Ihre drei Kernforderungen lauten: erstens der schrittweise Ausstieg der EU-Landwirtschaft aus synthetischen Pestiziden, ihre Reduktion um 80 Prozent bis 2030. Bis 2035 sollen die EU-Mitgliedstaaten komplett pestizidfrei sein. Zweitens gilt es Maßnahmen zur Erholung der Biodiversität umzusetzen: Biotopflächen sollen wiederbelebt und landwirtschaftliche Flächen so gestaltet werden, dass sie die Artenvielfalt fördern. Und drittens sollen Landwirt*innen beim notwendigen Übergang zur Agrarökologie unterstützt werden.

Ziel der Initiative ist es, bis September 2020 eine Million Unterschriften von EU-Bürger*innen zu sammeln und diese der EU zu übergeben. Dann sind die EU-Kommission und das EU-Parlament dazu verpflichtet, die Forderungen der Initiative gesetzlich umzusetzen.

Seit den Anfängen der Organisation macht sich Slow Food mit Projekten wie der Arche des Geschmacks für den Erhalt der biokulturellen Vielfalt stark und fordert die Beendigung des Einsatzes von bienen- und umweltschädlichen Pestiziden und dem damit verbundenen Biodiversitätsverlust. Unter dem Motto #EchteVielfalt stellt Slow Food Deutschland das Thema Biokulturelle Vielfalt 2020 als Jahresthema ins Zentrum des Vereinsgeschehens, inhaltlich und auch im Hinblick auf Aktionen und Events.

"Nur eine nachhaltige, pestizidfreie, agrarökologische Landwirtschaft kann die biokulturelle Vielfalt erhalten, den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren und so aktuelle Klima- und Umweltherausforderungen bewältigen. Mit der Europäischen Bürgerinitiative setzen wir uns weiter dafür ein, eine nachhaltige, bienenfreundliche Landwirtschaft in ganz Europa durchzusetzen", kommentiert Mauro Pizzato, Slow-Food-Experte im Bereich Bienenhaltung.

Slow Food gehört zu den über 90 Organisationen aus insgesamt 17 EU-Ländern, die sich an der EU-Bürgerinitiative beteiligen. Der Verein ruft jede*n EU-Bürger*in auf , für eine bienenfreundliche Landwirtschaft zu stimmen und sich so für die Sicherung der eigenen und unserer aller Ernährung einzusetzen.

Unterschreiben auf der Webseite von Slow Food International ...

Mehr







Verschiedenes 

Baumfällung in der Johannisbergstraße

Freiburg. Nach fachkundiger Überprüfung ist es erforderlich, im Zuge der Sanierung von Reihenhäusern in der Johannisbergstraße (Stadtteil Waldsee) zwei Fichten in einem Hausgarten zu fällen. Sie stehen zu dicht beieinander und behindern sich gegenseitig im Wachstum.

Die Fällung durch eine Fachfirma findet in dieser Woche statt. Damit wird der weitere Wurzeleinwuchs in die Fundamente von Haus und Terrasse verhindert. Eine Ersatzpflanzung wird vorgenommen.





Veranstaltungen 

27.000 für die enkeltaugliche Landwirtschaft und gutes Essen

27.000 für die enkeltaugliche Landwirtschaft und gutes Essen
(c) Wir haben es satt

Bündnis aus Landwirtschaft und Gesellschaft fordert: Bauernhöfe unterstützen, Artenvielfalt sichern und Klima retten – 2020 die europäische Agrarwende anpacken

Bauernhöfe unterstützen, Insektensterben stoppen und konsequenten Klimaschutz – das fordern 27.000 Menschen bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin. „Wir haben die Alibi-Politik des Agrarministeriums gehörig satt!“, sagt Bündnis-Sprecherin Saskia Richartz. Die Bundesregierung trägt die Verantwortung für das Höfesterben und den Frust auf dem Land. Seit 2005, als Angela Merkel Kanzlerin wurde, mussten 130.000 Höfe schließen – im Schnitt gab ein Familienbetrieb pro Stunde auf.

Die Klimakrise, zu viel Nitrat im Grundwasser und das dramatische Artensterben zeigen, dass es so nicht weitergeht. „Reden reicht nicht, die Zeit der Ankündigungen ist vorbei. Wir messen Agrarministerin Klöckner daran, was bei ihrer Politik unter dem Strich für Bauernhöfe, Tiere und das Klima herauskommt. Bislang ist diese Ministerin in dieser Hinsicht eine Nullnummer!“, so Richartz. „Wir fordern, dass die Bundesregierung 2020 bei der EU-Agrarreform Nägel mit Köpfen macht. Jetzt heißt es für Julia Klöckner: Ärmel hochkrempeln und die Agrarwende anpacken!“

Der Bundesregierung kommt während ihrer EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) zu. Mit den rund 60 Milliarden an Fördergeldern pro Jahr sind zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen auf den Tellern europaweit möglich.

Elisabeth Fresen, 29-jährige Bäuerin mit einem 160-Hektar-Betrieb und 100 Mutterkühen aus Verden/Aller, sagt: „Wir Bäuerinnen und Bauern jammern nicht, wir packen an. Viele Betriebe sind der Politik in Sachen Tier- und Klimaschutz schon große Schritte voraus. Wenn Landwirtschaft und Gesellschaft jetzt an einem Strang ziehen, können wir der bauern- und umweltfeindlichen Politik ein Ende machen. Mit einer enkeltauglichen Agrarpolitik und fairen Preisen sind Tierwohl, Insektenschutz und gesundes Essen für alle machbar.“

Mit ihrem „Wachsen oder Weichen“ haben das Agrarministerium und die Spitzen des Bauernverbands jahrelang gegen die bäuerlichen Betriebe gearbeitet. Der jetzt anstehende art-gerechte Umbau der Ställe und das Mehr an Insekten- und Klimaschutz kosten und dürfen nicht auf die Bauernhöfe abgewälzt werden.

Schon am Vormittag übergaben die Bäuerinnen und Bauern, die mit ihren Traktoren aus ganz Deutschland angereist waren, eine Protestnote an die Agrarminister*innen der Welt. Ihre Botschaft: Statt mit unfairen Freihandelsabkommen neue Märkte für Auto- und Chemie-Konzerne zu erschließen, braucht es gerechten Handel, die Durchsetzung von Bauernrechten und Schutz von bäuerlichen Betrieben auf der ganzen Welt. Deswegen fordert das Demonstrationsbündnis ein Veto Deutschlands gegen das geplante EU-Mercosur-Abkommen.

Bei der „Wir haben es satt!“-Großdemonstration gehen zum mittlerweile zehnten Mal Zehntausende gegen die Agrarindustrie und für eine zukunftsfähige Landwirtschaft auf die Straße. Konventionelle und Öko-Bäuer*innen demonstrieren im Schulterschluss mit der Gesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das Bündnis zugleich Wege für eine bäuerliche Landwirtschaft auf, die auf breite Zustimmung in der Bevölkerung trifft und den Bauernhöfen wirtschaftliche Perspektiven bietet.

---

Statements von Redner*innen der Demonstration

Lea Leimann von Slow Food Youth:
„Durch die Ressourcenübernutzung und Überschreitung der planetaren Grenzen durch das industrielle globale Lebensmittelsystem steuern wir gerade auf einen Abgrund zu. Mit einem ökologisch und sozial verträglichen Lebensmittelsystem können wir dagegen den Umwelt- und Klima-Herausforderungen unserer Zeit begegnen und die Ernährung sichern.“

Tilman von Samson von Fridays for Future:
"Die aktuelle Agrarpolitik verdeutlicht die Ignoranz der Bundesregierung gegenüber den Herausforderungen unserer Zeit. Anstelle der massiv kritisierten Direktzahlungen brauchen wir ein System, das unseren Landwirt*innen hilft, eine der größten Hoffnungen im Kampf für die Klimawende zu werden!"

Christoph Bautz, Geschäftsführer der Bürgerbewegung Campact:
“Die Demos gestern und heute ziehen am selben Strang: Denn den Bauern steht das Wasser bis zum Hals. Jetzt braucht es die richtigen Konsequenzen: Weniger Weltmarkt und mehr regionale Vermarktung. Faire Preise statt Dumping der Discounter. Und Agrarsubventionen für Landwirte, die Artenvielfalt erhalten und ihre Tiere anständig halten."

Paula Gioia von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und La Via Campesina:
„Wir fordern: Schluss mit der Produktion für den Weltmarkt – Bauernrechte jetzt umsetzen! Als Bäuer*innen wollen wir in erster Linie für lokale Märkte produzieren. Das schafft Ernährungssouveranität hier, erhält die Agrarmärkte und bäuerlichen Lebensmittelsysteme anderswo und ist ein wichtiger Beitrag für die globale Solidarität!“

Antônio Andrioli, Agrarexperte und Mitbegründer der brasilianischen Bundesuniversität „Fronteira Sul“:
„Wir fordern EU-Mercosur-Abkommen stoppen! Denn es ist politisch falsch, erhöht die soziale Ungleichheit beim Einkommen, fördert lange Transportwege und noch mehr Abholzung. Die Länder in Lateinamerika werden weiter auf die Produktion von Primärprodukten reduziert, von Industriegütern aus Europa überschwemmt und zur Unterentwicklung verdammt.“

Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace:
„Ohne eine konsequente Agrarwende werden wir die Klimakrise nicht in den Griff bekommen. Ministerin Klöckner muss unseren Protest ernstnehmen. Sie muss Tierleid endlich verbieten und die Emissionen aus der Landwirtschaft durch weniger Tiere deutlich reduzieren.“

Hubert Weiger, Ehren-Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Wir brauchen eine soziale und ökologische EU-Agrarpolitik – bei der die Natur und die bäuerlichen Betriebe im Mittelpunkt stehen. Damit schützen wir auch die Vielfalt der Landschaften und können den Rückgang der Insekten stoppen. Die Agrarpolitik muss endlich den Rahmen dafür schaffen, dass Bäuerinnen und Bauern für den Erhalt der Lebensgrundlagen auch honoriert werden.“

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbunds:
„Stillstand und Rückschritt zeichnen die letzten Jahre deutscher Tierschutzpolitik aus. Erst die Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration – nun soll die Sauenhaltung im Kastenstand legalisiert werden. Wir haben es satt – und stellen Strafanzeige, sofern Frau Klöckner nicht von ihren Plänen ablässt.“

Jörg-Andreas Krüger, NABU-Präsident:
„Dürresommer, Artensterben: Die Zeit rennt uns davon. Wir brauchen jetzt eine zukunftsfähige EU-Agrarpolitik. Denn 2020 entscheidet sich, ob wir endlich faire Bedingungen für Landwirte und Natur schaffen."

Felix Prinz zu Löwenstein, Bio-Bauer und BÖLW-Vorsitzender:
„Wir stehen in einer Zeitenwende, ob wir wollen oder nicht. Es kommt jetzt nur darauf an, ob wir sie selbst gestalten. Die Bundesregierung muss deshalb für die Unterstützung der Bauern sorgen, die Klima, Tiere, Boden oder Gewässer schützen. Und die Bäuerinnen und Bauern müssen gemeinsam ein mutiges Bild einer zukunftsfähigen Landwirtschaft entwickeln.“

Mehr




Verschiedenes 

NABU-Rechtsgutachten: Maßnahmenbeschleunigungsgesetz nicht rechtskonform

Miller: Vermeintliche Planungsbeschleunigung ist plumper Angriff auf den Rechtsstaat

Berlin, 17. Januar – Das von der Bundesregierung geplante Gesetzesvorhaben zur Planungsbeschleunigung großer Infrastrukturprojekte ist laut einem vom NABU beauftragten Rechtsgutachten nicht EU-rechtskonform. Die Beschleunigung soll dadurch erreicht werden, dass sie nach einem vorbereitenden Verfahren vom Parlament beschlossen und dadurch die Klagemöglichkeit betroffener Bürger und Verbände ausgehebelt wird. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass eine Beschleunigung so nicht erreicht wird. Stattdessen könnten die Rechtsverstöße zu langwierigen Klageverfahren führen.

„Das geplante Vorgehen stellt außerdem einen plumpen Angriff auf den Rechtsstaat dar, den wir auf das Schärfste verurteilen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung unter der Überschrift Planungsbeschleunigung bewusst Rechtsansprüche Dritter aushebelt und versucht, sich unliebsamer Kritik zu entledigen. Nur eine frühzeitige Einbindung von Öffentlichkeit und Verbänden kann zu beschleunigten Verfahren führen, weil so Konflikte frühzeitig gelöst werden können. Wir fordern die Bundestagsabgeordneten deshalb auf, das Gesetz abzulehnen.“

Die Gesetzesvorhaben zur Planungsbeschleunigung betreffen vorerst zwölf Projekte, die mit erheblichen Eingriffen in Natur und Umwelt verbunden sind.

Rüdiger Nebelsieck, Rechtsanwalt und NABU-Gutachter: „Das geplante Gesetz ist nicht zielführend. Die Zulassungsverfahren werden sogar länger dauern. Gleiches gilt auch für Klagen, weil diese aus europarechtlichen Gründen gar nicht eingeschränkt werden dürfen und daher das Gesetz ungewollt auch den Rechtsschutz komplizierter und länger macht.“

Ingo Ludwichowski, NABU-Landesgeschäftsführer Schleswig-Holstein: „Die zwölf Projekte, für die das Gesetz gelten soll, gelten schon jetzt als todgeweiht – sie werden durch die Rechtsunsicherheit, die dieses Gesetz schafft, über lange Jahre blockiert. Der dabei vorgebrachte Verweis auf Dänemark und die Niederlande greift nicht: Rückfragen zeigen, dass dort nach wie vor Klagemöglichkeiten weiter bestehen, derer man sich in der Bundesrepublik EU-rechtswidrig zu entledigen versucht.“

Mehr




Verschiedenes 

Karlsruhe: In öffentlichen Grünanlagen nicht füttern

Insbesondere Krähen kommen ohne Zufütterung aus

Im vergangenen Jahr stellten städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wiederholt fest, dass in den öffentlichen Grünanlagen Vögel aller Art gefüttert wurden. Das darf nicht geschehen.

Die Stadt Karlsruhe hat Hinweisschilder zur Vermeidung von Fütterungen in Grünanlagen (etwa in der Fanny-Hensel-Anlage) aufgestellt. Grundlage hierfür ist die Straßen- und Anlagenpolizeiverordnung. Hintergrund sind die mit der Fütterung verbundenen negativen Auswirkungen an den Futterplätzen. Diese können Keimstätten von Krankheitserregern sein, die auch auf den Menschen übertragbar sind. Ausgelegte Lebensmittelreste und illegale Fütterungen führen zu Überpopulationen, die sich nachteilig auf die Tiergesundheit auswirken können. Auch die Gewöhnung an den Menschen kann Probleme wie mangelndes Fluchtverhalten, mangelnde Furcht vor Hunden oder nicht wohlgesonnenen Menschen hervorrufen.

Schäden in der heimischen Vogelwelt
Des Weiteren möchte die Stadtverwaltung darauf hinweisen, dass Vögel, insbesondere Rabenvögel, nicht auf Fütterungen durch den Menschen angewiesen sind. Gerade Rabenvögel, hierzu gehören die Krähen, sind konkurrenzstark und können sehr gut für sich selbst sorgen. Auch der örtliche Naturschutzbund (NABU) weist darauf hin, dass die Fütterung von Rabenvögeln ökologisch unsinnig ist und unter Umständen zu Schäden in der heimischen Vogelwelt führen kann.

Um ökologische Schäden und Verunreinigungen der Grünanlagen zu vermeiden, bittet die Stadt Karlsruhe um Beachtung des Verunreinigungsverbots. Wer sich nicht an diese Regelungen der Straßen- und Anlagenpolizeiverordnung hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Ergänzend weist die Stadtverwaltung auch darauf hin, dass in allen Naturschutzgebieten und flächenhaften Naturdenkmalen ein striktes Fütterungsverbot für Krähen und andere Vögel gilt. In den vergangenen Jahren wurden leider immer wieder ungenehmigte, ökologisch nachteilige Fütterungen wie beispielsweise im Naturschutzgebiet Alter Flugplatz Karlsruhe festgestellt. Auch für die Naturschutzschutzgebiete gilt, dass Zuwiderhandlungen erhebliche Bußgelder bewirken können. Der Wortlaut der Verordnung findet sich unter https://web1.karlsruhe.de/Stadt/Stadtrecht/s-1-1.php.

Die Stadt Karlsruhe erarbeitet derzeit ein Biodiversitätskonzept. Im Rahmen der städtischen Öffentlichkeitsarbeit wird auch hinsichtlich der Fragen zur ökologisch sinnvollen Fütterung informiert werden.

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Ausstieg aus der Braunkohle kommt viel zu spät

Krüger: Einigung zur Umsetzung des Kohlekompromisses reicht nicht, um Klimaziele zu erreichen

Berlin, 16. Januar – In der Nacht auf den heutigen Donnerstag haben sich Bund und Länder auf einen Pfad zum Kohleausstieg als Umsetzung des Kohlekompromisses geeinigt. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert:

„Der nun vereinbarte Ausstiegspfad für die Abschaltung der Kohlekraftwerke reicht vorne und hinten nicht, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Er entspricht noch nicht einmal dem im letzten Jahr ausgehandelten Kohlekompromiss. Zwar sollen in den kommenden beiden Jahren die ersten Kraftwerke abgeschaltet werden, allerdings wird mit Datteln auch noch ein neues Kraftwerk ans Netz gehen. Auch von einem stetigen Ausstieg – wie im Kohlekompromiss vereinbart – kann keine Rede sein. Insbesondere der viel zu späte Ausstieg aus der Braunkohle wird das verbleibende CO2-Budget schmerzlich verringern. Wie der gleichzeitig dringend notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien mit den aktuell diskutierten Abstandregeln zu Windenergieanlagen realisiert werden soll, steht in den Sternen. Energie- und klimapolitisch bleibt diese Bundesregierung immer noch weit hinter dem Notwendigen zurück.“





Veranstaltungen 

NABU und Biosphere Expeditions ...

Teilnehmende für Expeditionen nach Armenien und Kirgistan gesucht

Laienforscherreisen helfen beim Schutz bedrohter Großkatzen

Berlin - Die Naturschutzorganisationen NABU und Biosphere Expeditions suchen noch Teilnehmende für die diesjährigen Großkatzen-Expeditionen nach Armenien und Kirgistan. Die Forscherreisen ermöglichen es Laien als Bürgerwissenschaftler, aktiv am Schutz seltener Großkatzen wie Schneeleoparden und anderer Wildtiere mitzuwirken. Die Termine für die Expeditionen sind 10.-22. Mai und 24. Mai - 5. Juni (Armenien) sowie 22. Juni - 4. Juli und 6. - 18. Juli (Kirgistan). Anmeldungen sind unter www.biosphere-expeditions.org/armenia und www.biosphere-expeditions.org/kyrgyzstan möglich.

Die Expedition nach Armenien, wo in den entlegenen Khustup-Bergen im Süden des Landes seltene Leoparden, Luchse und Bären leben, bieten die Organisationen dieses Jahr erstmalig an. "Der NABU freut sich, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Biosphere Expeditions nun auch nach Armenien auszuweiten und über die zusätzlichen Kapazitäten, die diese für den Schutz der bedrohten Tierwelt mit sich bringt", sagte Thomas Tennhardt, NABU-Direktor Internationales.

Die Expeditionsteilnehmenden bauen zusammen mit NABU-Mitarbeitern Fotofallen auf oder prüfen bereits aktive. Sie suchen und identifizieren Spuren von Schneeleoparden, Persischen Leoparden, Braunbären und Luchsen, führen Wildzählungen an Wildschafen, Steinböcken, Murmeltieren und Vögeln durch und helfen dabei, die Akzeptanz für Großkatzen in der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Daher gehört der Austausch mit den örtlichen Hirten und Dorfbewohnern ebenfalls zu den Aufgaben der Teilnehmenden. Zu Fuß oder im Geländewagen geht es in teils abgelegene Siedlungen und Bergdörfer in Höhen bis zu 3.600 Meter hinauf. "Körperliche Fitness ist daher eine Teilnahmevoraussetzung", erklärte Dr. Matthias Hammer, Gründer und Geschäftsführer von Biosphere Expeditions. Auch zumindest grundlegende Englischkenntnisse seien wichtig. "Weitere Vorkenntnisse oder spezielle Fähigkeiten sind nicht erforderlich - was man für die Feldarbeit wissen muss, wird vor Ort im Rahmen einer zweitägigen Ausbildung zum Beginn der Expedition vermittelt", so Hammer weiter.

Sowohl der Persische Leopard als auch der Schneeleopard sind durch Wilderei und Lebensraumverlust stark bedroht. Der NABU engagiert sich seit zwanzig Jahren in Armenien und Kirgistan für den Schutz dieser und anderer bedrohter Tiere. Bereits seit 2014 bietet Biosphere Expeditions zusammen mit dem NABU die Forscherreisen für alle in den Tian Shan an. Das lokale Wissen der NABU-Mitarbeiter vor Ort und die Erfahrung von zwanzig Jahren im nachhaltigen Wissenschaftstourismus von Biosphere Expeditions bilden die Grundlage für die Expeditionen.

Übrigens: Für beide Expeditionen gibt es einen Teilnahmeplatz im Wert von ca. 3.000 Euro zu gewinnen. Bewerbungen und Informationen unter www.nabu.de/expedition. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 1. März.

Mehr




Veranstaltungen 

Bürgerstrom ohne Atom

Zum 9. Fukushima-Gedenktag am Mittwoch, den 11. März 2020, 17.00 Uhr laden Oskar Kreuz und Erhard Schulz die Bürgerinnen und Bürger mit Kindern zu einem kleinen Familien-Spaziergang zu drei Bürger-Wasserkraftanlagen im Emmendinger Stadtgebiet ein: Die Teilnehmer treffen sich um 17.00 Uhr am Wasserrad an der Romaneistraße mit Wasserkraftpionier Oskar Kreuz, welcher hier seit 1999 jährlich über 200.000 kWh elektrischen Strom produziert. Anschließend geht es zum Schneckenkraftwerk am Ahornweg, welches 2008 errichtet wurde und jährlich über 300.000 kWh liefert. Zum Abschluss wird das Ramie-Wasserkraftwerk außen und innen besichtigt, welches im Jahr 2019 über 590.000 kWh Strom für 200 Haushalte produziert hat. Erhard Schulz, welcher von der japanischen demokratischen Ärztevereinigung nach Fukushima eingeladen war wird als einer der 185 Mitinhabern dieses leistungsfähige Wasserkleinkraftwerk vorstellen und auch Eindrücke aus Fukushima vermitteln. Die privaten Wasserkleinkraftwerke auf der Emmendiger Gemarkung produzieren jährlich zusammen elektrischen Strom für 700 Haushalte mit über 2000 Bürgern!







Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25