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Verschiedenes 

Natur ist wichtiger als Holz

Natur ist wichtiger als Holz
Foto: Naturwald Akademie

Deutsche wollen mehr staatlichen Schutz für den Wald

82 Prozent der Deutschen fordern laut einer Forsa-Umfrage, dass Bund, Länder und Kommunen sich entschiedener für den Wald als natürlichen Lebensraum einsetzen. Für die Mehrheit der Befragten ist der Schutz der biologischen Vielfalt im Wald zudem wichtiger, als die forstwirtschaftliche Nutzung.

Die Deutschen empfinden den Wald als besonders schützenswert. Für 91 Prozent der Befragten ist der Wald als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sehr wichtig. Das zeigt eine neue Forsa-Umfrage, die von der Naturwald Akademie in Auftrag gegeben wurde. Den Schutz von Wasser, Klima und Böden durch den Wald bewerten fast ebenso viele der Deutschen (89 Prozent) als sehr bedeutend ein. Mehr Waldnaturschutz, weniger Forstwirtschaft, sagt die Mehrheit der Befragten: 55 Prozent finden es wichtiger, den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu bewahren, als mit Holzverkauf Geld zu verdienen. Je jünger die Befragten, desto wichtiger ist ihnen der Wald, als Schutzraum für biologische Vielfalt.

„In Zeiten von Artensterben und den sichtbaren Zeichen des Klimawandels in diesem Sommer wird den Menschen in der Stadt und auf dem Land immer bewusster, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Die Umfrage zeigt, dass die Bürger erwarten, dass sich Bundes- und Landesregierung mehr für den Wald einsetzen“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Wir fordern daher, dass in den Waldgesetzen endlich der Schutz der Wälder deutlicher niedergeschrieben wird“, so Tschimpke. Möglich wäre dies beispielsweise durch eine Definition der sogenannten „Guten fachlichen Praxis“, beziehungsweise der „ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“ nach ökologischen Erfordernissen. Dazu gehört beispielsweise die Förderung von heimischen Baum- und Straucharten, der Verzicht auf eine Bewirtschaftung bei zehn Prozent der öffentlichen Waldfläche oder das Verbot von Pestiziden im Wald.

„Die Befragung zeigt, Bürger wünschen sich natürliche Wälder mit einer intakten Natur. Aber im Wald steht oft die Gewinnung von Holz im Vordergrund. Wir brauchen dringend einen Systemwechsel in der Forstwirtschaft “, sagt Pamela Scholz, Geschäftsführerin der Naturwald Akademie.

Zum Hintergrund:
Das Forsa-Institut hat im Auftrag der Naturwald Akademie repräsentativ 1.000 Bürger im Spätsommer 2018 zur „Bedeutung des Waldes“ befragt.

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Autor: https://naturwald-akademie.org/wp-content/uploads/







Verschiedenes 

NABU erhält Förderbescheid für Untere Havelniederung

NABU erhält Förderbescheid für Untere Havelniederung
Hafen Velgast / NABU/L. Giebel

Miller: Modellprojekt für ganz Europa

Berlin – Der NABU freut sich über Grünes Licht für die Fortsetzung von Europas größtem Flussrenaturierungsprojekt an der Unteren Havel: Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat am heutigen Dienstag einen Förderbescheid über 18 Millionen Euro an den NABU übergeben. Die Finanzierung der Projektverlängerung bis 2025 durch den Bund ist damit gesichert. Die Untere Havel in Sachsen-Anhalt und Brandenburg wird gerade auf über 90 Kilometern Länge wieder zu einem lebendigen Fluss.

Die Untere Havelniederung ist mit über 1.100 gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Arten das größte zusammenhängende Binnenfeuchtgebiet des westlichen Mitteleuropa. Das NABU-Großprojekt läuft in Zusammenarbeit von Naturschutz, Behörden und Politik. Durch den früheren Flussausbau und ehemalige Nutzung als Bundeswasserstraße war das Gebiet akut bedroht. „Die Renaturierung der Unteren Havel ist ein Modellprojekt für ganz Europa. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt, geschädigte Lebensräume werden revitalisiert. Ich bedanke mich für das gegenseitige Vertrauen und die Kooperation bei allen Beteiligten ganz herzlich. Das gilt ebenso für alle Spender und Sponsoren, die den NABU bei diesem Projekt unterstützen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die Renaturierung von Flüssen ist eine Generationenaufgabe. An der Havel geht es um vier Jahre Planungszeit und 16 Jahre Umsetzungszeit. Wir unterstützen dieses Vorhaben des NABU seit Beginn und mit insgesamt mehr als 28 Millionen Euro Bundesmitteln bis 2025. Was wir aus diesem wegweisenden Projekt an der Havel lernen, wird uns auch bei der Renaturierung anderer Wasserstraßen helfen, wie wir sie beispielsweise mit dem ‚Blauen Band Deutschland‘ umsetzen werden.“

In den vergangen Jahren wurden im Projektgebiet Altarme angeschlossen, Auenwälder initialisiert und Steinschüttungen am Ufer entfernt. Röhrichte und Weidengebüsche können sich so wieder entwickeln. Sie bieten damit nicht nur zahlreichen Tieren einen Lebensraum, sondern filtern auch Flusswasser, was sich vorteilhaft auf die Wasserqualität auswirkt. Seit Beginn der konkreten Baumaßnahmen 2009 konnten insgesamt 14 Kilometer Uferdeckwerk zurückgebaut, 33 Flutrinnen und neun Altarme an den Fluss angeschlossen werden. Es wurden Uferverwallungen abgesenkt, damit sich natürlicher Auenwald entwickelt. Außerdem wurden 29 Hektar Auenwald gepflanzt und 735 Hektar Fläche für den Naturschutz gesichert.

„Bereits jetzt ist ein positiver Effekt auf die charakteristischen typischen Lebensgemeinschaften der Flussaue zu beobachten. Ab dem kommenden Jahr werden wir, neben der Renaturierung weiterer Ufer und der Wiederanbindung von Flussarmen und Flutrinnen, auch die ersten nicht mehr benötigten Deiche zurückbauen und damit wertvolle Auenlebensräume für die Havel zurückgewinnen“, so NABU-Projektleiter Rocco Buchta.

Seit 2005 setzt der NABU gemeinsam mit dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt das, zusammen mit der Projektverlängerung, insgesamt über 40 Millionen Euro umfassende Naturschutzprojekt, um. Der Bund stellt 75 Prozent der Mittel, elf Prozent das Land Brandenburg, je sieben Prozent das Land Sachsen-Anhalt und der NABU.

Hintergrund:

Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropa. Mehr als 1.100 vom Aussterben bedrohte und stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten leben hier. See- und Fischadler, Bekassine, Rotschenkel, Uferschnepfe, Flussuferläufer, Uferschwalbe, Eisvogel, Großer Brachvogel und Wachtelkönig sind hier zuhause ebenso wie Biber und Fischotter. Die seltenen Fischarten Rapfen, Schlammpeitzger und Flussneunauge sind ebenso nachweisbar, wie die Libellenart Asiatische Keiljungfer. Auch Sumpfdotterblume, Lungenenzian und Schwarze Segge finden an der Unteren Havelniederung einen Lebensraum.

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Verschiedenes 

Jetzt kommt der Lackmustest für Julia Klöckner

Jetzt kommt der Lackmustest für Julia Klöckner
Steinhummel (c) NABU/Helge May

Wie ernst ist es ihr mit dem Schutz der Bienen?

EU-Ausschuss berät über insektenfreundlichere Pestizid-Zulassung – drei Neonikotinoide wurden dank neuer Leitlinie bereits verboten

Berlin/Brüssel – Der NABU fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, sich für eine EU-weit bienenfreundlichere Zulassungspraxis für Pestizide einzusetzen. Am 12./13. Dezember berät der Pestizid-Ausschuss der EU-Kommission über die so genannte „Bee-Guidance“. Sie wurde durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entwickelt und soll Risiken, die durch den Einsatz von Pestiziden für Honig- und Wildbienen entstehen können, künftig besser abschätzen. Ihre erstmalige Anwendung führte Anfang 2018 zum Freiland-Verbot dreier Neonikotinoide. Im EU-Ausschuss steht nun zur Debatte, ob die Leitlinie bei sämtlichen Wieder- und Neuzulassungen von Pestiziden verpflichtend angewendet werden muss.

„Diese Leitlinie kann ein Meilenstein sein für den Schutz der Bienen. Sie legt die Schwachstelle der bisherigen Pestizid-Risikobewertung offen: Es gibt kaum Tests mit Honig- und Wildbienen. Deshalb fehlt ein reales Bild, wie die Wirkstoffe auf die gesamte Bienenwelt wirken. Das Ergebnis dieser schlechten Zulassungspraxis sehen wir im rasanten Insektensterben“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Wie wirkungsvoll die „Bee Guidance“ ist, wurde im April 2018 deutlich als auf ihrer Grundlage EU-weit erstmals ein Freiland-Verbot für die drei Neonikotinoide Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid ausgesprochen wurde. Die EFSA hatte zuvor deren Schädlichkeit für Wild- und Honigbienen bestätigt.

Der NABU fordert daher die Bundesregierung auf, sich für die Anwendung der „Bee Guidance“ bei sämtlichen Wieder- und Neuzulassungen von Pestiziden auszusprechen. Die Leitlinie erfüllt die Vorgabe der EU, die Genehmigungspraxis nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft auszurichten. Bislang jedoch sperren sich mehrere EU-Mitgliedstaaten wie Spanien oder Polen gegen die strengere Zulassungspraxis. Andere Länder fordern eine schrittweise Einführung der Leitlinie. Dadurch würden zunächst deutlich weniger Tests durchgeführt, eine vollumfängliche Anwendung der Leitlinie würde um Jahre hinausgezögert.

Sollten sich die EU-Mitgliedstaaten Mitte Dezember dem Druck der Agrar- und Chemielobby beugen und sich nicht auf eine verpflichtende Anwendung verständigen, drohen die jüngsten Erfolge des Freiland-Verbots der drei Neonikotinoide zu verpuffen. Denn bereits jetzt werden diese systemischen Wirkstoffe durch andere, ähnlich wirkende, ersetzt. Auf den europäischen Markt drängen aktuell etwa Thiacloprid, Sulfoxaflor und Cyantraniliprol.

„Für Julia Klöckner kommt jetzt ihr Lackmustest: Wie ernst meint sie es der Rettung von Wild- und Honigbienen? In ihrer Antrittsrede verkündete sie noch: 'Was für Bienen schädlich ist, muss weg vom Markt'. Genau darüber entscheidet sie jetzt: Über die Marktzulassung von Pestiziden und damit über die Zukunft der Wild- und Honigbienen in der EU“, so Miller. Er forderte die Bundesregierung auf, nicht nur für die verpflichtende Anwendung zu stimmen sondern auch die blockierenden Mitgliedstaaten von einer insektenfreundlicheren Pestizidzulassung zu überzeugen.

Hintergrund:
Die EU-Pestizid-Verordnung regelt die Neu- und Wiederzulassungen von Pestiziden. Sie schreibt vor, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Genehmigungspraxis aufzunehmen. Die Erkenntnisse zum Schutz von Wild- und Honigbienen versammelt die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) 2013 entwickelte „Bee Guidance“. Mit dieser Leitlinie können potenzielle Risiken, die durch Wirkstoffe ausgelöst werden können, weitaus umfassender erkannt werden als bislang. Das neue Modell zur Risikobewertung sieht beispielsweise vor, auch dauerhafte oder wiederholte Expositionen gegenüber Pestiziden sowie das Risiko für Larvenstadien der Bienenarten zu berücksichtigen. Die Tests sollen zudem nicht nur für Honigbienen durchgeführt werden sondern auch für eine Hummel- sowie zwei Wildbienenarten. Damit werden deutlich mehr bestäubende Arten untersucht als bislang und die Auswirkungen der Pestizidanwendung realer abgeschätzt. Erstmals sieht das Bewertungsmodell auch Feldstudien zur Freiland-Anwendung vor. Die „Bee Guidance“ soll künftig sowohl bei Neu- als auch bei Wiederzulassungen von Pestiziden angewendet werden.

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Veranstaltungen 

Nikolaustag im Zoo Leipzig

Nikolaustag im Zoo Leipzig
Tammi und Lama sind am Nikolaustag auch dabei © Zoo Leipzig

Erinnerungsfoto mit Tammi und Lama

Adventskalender, Lichterkranz, Räucherkerzen – und der Nikolaustag läuten den Start in den Advent und damit in die geheimnisvollsten Wochen des Jahres ein. Der Zoo Leipzig lädt am 6. Dezember alle Kinder bis 16 Jahre zum kostenlosen Zoobesuch ein. Der Nikolaus erwartet die kleinen Zoobesucher von 15 bis 16 Uhr gemeinsam mit Zoo-Maskottchen Tammi und einem Lama zum gemeinsamen Fototermin. Die Erinnerungsbilder gibt es kostenfrei als Nikolausgeschenk des Zoos dazu. An diesem Tag hat auch Gorilla-Jungtier Kio seinen ersten Geburtstag und freut sich über zahlreiche Geburtstagsgäste in Pongoland.

Zoo in der City

Mit einer voll bestückten Weihnachtshütte ist der Zoo Leipzig auf dem gestern eröffneten Weihnachtsmarkt in der Leipziger Innenstadt präsent. Kuschelige Plüschtiere, spannende (Wimmel-)Bücher sowie Ticket- und Touren-Gutscheine für den nächsten Zoobesuch sind vorrätig. Diese sind für Erwachsene, Kinder und Familien erhältlich und sowohl für Tagestickets, Jahreskarten oder spannende Entdeckertouren einsetzbar.

Exotische Geschenkidee

Das Veranstaltungshighlight in der kalten Jahreszeit: Beim African Dinner in der stilechten Kiwara-Lodge erleben die Gäste einen unvergesslichen Abend mit afrikanischem Viergangmenü inklusive Getränken und einer Lesung der Leipziger Kabarettistin Uta Serwuschok aus ihrem Buch „Komm, mir gehn bei die Giraffen“. Höhepunkt des Abends ist eine exklusive Tour mit Tierpflegern in das Giraffenhaus und in die Löwenhöhle, bevor die nächtliche Zooatmosphäre vollends in ihren Bann zieht.
Termine: 25.01.2019, 01.02.2019, 08.02.2019, 14.02.2019 (Valentinstag), 22.02.2019.
Buchungen ab sofort unter Tel. 0341-5933377.

Magisches Tropenleuchten im Winter

Wenn die Weihnachtsbäume abgeschmückt und die Adventsmärkte abgebaut sind, erhellt ein neuer Lichtschein die winterliche Dunkelheit: Das Magische Tropenleuchten, das im vergangenen Jahr seine Premiere feierte, kehrt zurück. Vom 10. Januar bis zum 3. Februar 2019 erstrahlt die Tropenerlebniswelt Gondwanaland immer donnerstags bis sonntags von 17 bis 22 Uhr in faszinierenden Farben. Bescher können sich von leuchtenden Wesen, rhythmischen Klängen und einer bunten Illuminierung verzaubern lassen und erleben eine unvergleichliche Stimmung in Deutschlands größtem tierischen Dschungel.

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Verschiedenes 

Weltbodentag 2018

Weltbodentag 2018
(c) Slow Food Archiv

Nur ein bodenerhaltendes Lebensmittelsystem sichert unsere Zukunft!

Zum Weltbodentag 2018 am 5. Dezember fordert Slow Food Deutschland die Politik dazu auf, dringend auf bodenerhaltende Landwirtschaft umzusteuern und die Bodennutzung zukunftsfähig zu regulieren. Denn Fakt ist: Wenn wir die Ressource Boden durch Intensivlandwirtschaft und Versiegelung weiter so wie bisher über ihre Grenzen hinaus nutzen, wird sie uns laut Welternährungsorganisation FAO maximal noch 60 Ernten schenken - dann ist Schluss.

Unser Umgang mit der Ressource Boden zeigt deutlich: Unser aktuelles Lebensmittelsystem ignoriert die Grenzen natürlicher Ressourcen und ist damit - wie die Ressourcen selber - endlich. Obwohl wir über 90 Prozent unserer Nahrungsmittel dem Boden verdanken, gehen jedes Jahr weltweit Millionen Hektar fruchtbaren Bodens aufgrund der Übernutzung durch industrielle Landwirtschaft sowie Versiegelung verloren. Auch nimmt die Bodenfruchtbarkeit stetig ab und es werden wertvolle Agrarflächen im großen Stil für die Produktion von Futtermitteln für die Massentierhaltung sowie von Bioenergien falsch genutzt. Laut der Heinrich-Böll-Stiftung haben durch die Intensivlandwirtschaft 45 Prozent von Europas Böden an organischer Substanz verloren. Durch falsche und zu intensive Nutzung verlieren unsere Böden ihre natürliche Funktionsfähigkeit und degradieren. Schätzungsweise 20 bis 25 Prozent aller Böden weltweit sind bereits davon betroffen. Hinzu kommen die 33 der Prozent weltweiten Anbauflächen, welche für die Produktion von Viehfutter verwendet werden. Das ist vor allem vor dem Hintergrund, dass laut Schätzungen der FAO weltweit immer noch rund 821 Millionen Menschen hungern, nicht zu rechtfertigen. Slow Food Deutschland fordert deshalb, die Agrarflächen für die nachhaltige Erzeugung von Grundnahrungsmitteln zu nutzen, statt damit den global übermäßigen Fleischkonsum überhaupt erst zu ermöglichen.

"Das globale Lebensmittelsystem muss dringend von Grund auf erneuert werden, wenn wir mehr Klima- und Umweltschutz sowie Verteilungsgerechtigkeit für alle erreichen und die Ernährung auch in Zukunft sichern wollen. Ein Drittel der Ackerflächen, die Europa zur Deckung des eigenen Lebensmittelbedarfs nutzt, liegen außerhalb des Kontinents. Diese Landnutzung in Drittländern durch Importprodukte wie Palmöl dient allein der Industrie zur Beschleunigung und Vereinfachung der Produktionsprozesse. Der größte im Ausland genutzte Flächenanteil bedient Europas Bedarf an billig importiertem Futtermitteln für die Massentierhaltung. Das kommt einem Raubbau an wertvollen Ressourcen gleich", erklärt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V. Dieser virtuelle Flächenimport sei eine indirekte Form des Land Grabbings, dem genauso ein Riegel vorgeschoben werden müsse wie der fortschreitenden Bodendegradation.

Bodennutzung geht auch zukunftsfähig

Slow Food Deutschland fordert die Politik dazu auf, sich für eine humusfördernde Landwirtschaft einzusetzen und dafür auf Agrarökologie, Mischkulturen und Fruchtfolgen zu setzen, die den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit begünstigen. Dazu müssen zum Beispiel im Rahmen der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik Anreize für Landwirte geschaffen werden, ökologische und soziale Ziele zu verfolgen. Außerdem müssen Politik und Gesellschaft an einem Strang ziehen. Verbraucherinnen und Verbraucher leisten unter anderem ihren Beitrag, indem sie Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft kaufen, ihren Konsum tierischer Produkte deutlich reduzieren und auf Erzeugnisse aus artgerechter Freilandhaltung zurückgreifen.





Verschiedenes 

Der Nachwuchs engagiert sich für die Zukunft unseres Essens

Bewerbungsphase für die Slow Food Youth Akademie 2019 gestartet

Wie ist unser Lebensmittelsystem aufgebaut? Wer sind die Entscheider und wie kommen deren Beschlüsse zustande? Wie können wir unsere Nahrungsmittelproduktion umkrempeln, um Menschen weltweit nahrhaft zu versorgen? Welchen Beitrag kann jeder Einzelne dafür leisten? Diesen Fragen und vielem mehr gehen die Teilnehmenden der Slow Food Youth Akademie während des interaktiven Weiterbildungsprogramms nach. Begleitet werden sie dabei in Theorie und Praxis von Landwirten und Lebensmittelhandwerkern, Wissenschaftlern und engagierten Aktivisten.

Die Slow Food Youth Akademie wurde 2017 ins Leben gerufen und geht 2019 in die dritte Runde. Sie richtet sich an Auszubildende, berufserfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende zwischen 18 und 35 Jahren. Bisher kam der Großteil von ihnen aus der Gastronomie, der Landwirtschaft und der Lebensmittelbranche. An acht gemeinsamen Wochenenden im Laufe eines Jahres kommen sie an verschiedenen Orten mit Menschen zusammen, die wissen, wie Erzeugung und Weiterverarbeitung fernab von Monotonie und Standardisierung funktionieren und dabei ökonomisch und ökologisch tragbar sind. Dafür geht es auf den Acker, in die Backstube, die Käserei und die Fleischerei, um sich dort mit unseren Grundnahrungsmitteln zu beschäftigen - mit Sinn und Verstand.

Junge Menschen weiterzubilden und zu fördern ist essentieller Bestandteil der Vereinsarbeit von Slow Food Deutschland. "Mit der Akademie bieten wir den Entscheidern von morgen ein Spielfeld. Indem sie mehr darüber lernen, wo wir mit unserem Lebensmittelsystem aktuell stehen und wir bei Slow Food mit ihnen hin möchten, erforschen sie, wie uns das gemeinsam gelingen kann. Dabei sollen sie nicht nur Kritik üben, sondern müssen auch echte Verbesserungsvorschläge entwickeln. Das ist sehr kraftvoll und inspirierend, auch ich lerne immer wieder aufs Neue", so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V. begeistert.

Bei rund der Hälfte der Teilnehmenden schlagen sich die Erfahrungen der Akademie in den beruflichen Biographien nieder. So bei Sebastian Junge, der sich dazu entschloss, das Restaurant zu verlassen, in dem er Küchenchef war. Stattdessen gründete er sein Eigenes. "Ich setze jetzt ein für mich stichhaltiges Konzept konsequent um. Regional ist bei mir regional und nicht quer durchs Land transportiert. Ich unterstütze traditionelles Lebensmittelhandwerk, setze es in meiner Küche selber um, kenne meine Erzeuger und mache meinen Gästen den Wert solcher engen Beziehungen wortwörtlich schmackhaft. Nicht zuletzt die Gespräche mit innovativen Unternehmern über konkrete Möglichkeiten der Umsetzung, der Finanzierung und der Rentabilität während der Akademiezeit haben mich zu diesem Schritt ermutigt", so Junge. Für sein Restaurant bezieht er Kaffee und Wein von Unternehmen, die er während der Akademie kennengelernt hat.

Details zur Bewerbung stehen ab sofort bereit: >> slowfoodyouth.de/akademie. Die Kosten für das Weiterbildungsprogramm inklusive Unterkunft und Verpflegung belaufen sich für Privatpersonen sowie Teilnehmende aus Betrieben mit bis zu 25 Angestellten auf 600 Euro, für Teilnehmende aus Betrieben mit mehr als 25 Angestellten auf 1.500 Euro.

Maßgeblich gefördert wird die Slow Food Youth Akademie in Deutschland von der Heinz Sielmann Stiftung.

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Verschiedenes 

Doppel-Demo zum Klimaschutz

Doppel-Demo zum Klimaschutz

Endspiel um unsere Zukunft

Über 36.000 Menschen fordern in Köln und Berlin Schutz vor Klima-Desaster

Berlin/Köln, 01. Dezember 2018. Über 36.000 Menschen protestieren heute in Köln und Berlin trotz Kälte und Wind für einen engagierten Kohleausstieg und gegen das Versagen der Bundesregierung beim Klimaschutz. Kurz vor Beginn des Weltklimagipfels (COP24) im polnischen Katowice und vier Tage nach dem vernichtenden Klima-Zeugnis des UN-Umweltprogramms zeigten sich viele der Demonstrantinnen und Demonstranten entsetzt und enttäuscht über die Untätigkeit der Politik.
Die Klimakrise sei längst bittere Realität.

Nachdem die Bundesregierung den Kohleausstieg ausgebremst und die Verhandlungen der Kohlekommission ins kommende Jahr verschoben hat, steht sie nun in Katowice mit leeren Händen da. Die Bundesregierung hat das Klimaziel 2020 aufgegeben, obwohl sie es durch entschlossenes Handeln noch erreichen könnte, so die Organisatoren: "Wir sind im Endspiel um unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkel."

In Berlin am Kanzleramt machen 16.000 und in Köln an der Deutzer Werft sogar über 20.000 Menschen sichtbar, dass der Einsatz für einen schnellen und sozialverträglichen Kohleausstieg und für eine saubere Energiezukunft von der Mitte der Gesellschaft getragen wird. Viele Rednerinnen und Redner aus dem In- und Ausland kritisieren, dass den Interessen der Kohlelobby Vorrang vor dem Klimaschutz eingeräumt wird.

Die Protestierenden fordern, dass die Weltgemeinschaft in Katowice beschließt, den Ausstoß an Treibhausgasen wesentlich zu senken, um ein globales Klima-Desaster mit ständigen Wetterextremen noch zu verhindern. Dazu muss auch Deutschland als reiches Industrieland seinen fairen Beitrag leisten und den Kohleausstieg jetzt beginnen.

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UN Klimakonferenz 2018: Wie verändert der Klimawandel unser tägliches Leben?

UN Klimakonferenz 2018: Wie verändert der Klimawandel unser tägliches Leben?
Claus-Peter Hutter © Thomas Niedermueller

Vom 3. - 14. Dezember 2018 findet die 24. UN-Klimakonferenz in Katowice, Polen statt

Mit den Folgen des Klimawandels und den Auswirkungen auf unser tägliches Leben beschäftigt sich der Autor und Naturschützer Claus-Peter Hutter in seinen aktuellen Büchern "Die Erde rechnet ab" und - gemeinsam mit Volker Angres - "Das Verstummen der Natur". Darüber hinaus gibt er viele konkrete Tipps, was jeder einzelne gegen den Klimawandel tun kann.

"Wir brauchen eine radikale Änderung der Forstpolitik in Deutschland und mehr Mut für wilde Wälder. Wälder erfüllen nicht nur die Funktion als Holzlieferanten, sondern sind die grünen Lungen unserer Landschaften, reinigen die Luft, binden CO² und sind damit unsere Klimaregulatoren. Darüber hinaus stabilisieren sie Hangbereiche, sind Wassererneuerungsgebiete und - sofern sie naturnah belassen werden - unersetzliche Lebensräume." Claus-Peter Hutter

„Seit Menschengedenken gab es noch nie so viel Treibhausgase in der Atmosphäre, noch nie so lange Hitzeperioden mit verheerenden Auswirkungen, noch nie so intensive Warnungen der Wissenschaftler. Und noch nie haben Politiker rund um den Globus so lange die Konsequenzen aus dem Klimawandel nicht zur Kenntnis genommen. Jetzt ist klar: Die Umweltveränderungen schreiten so schnell voran, dass die Anpassungskapazität der Natur am Anschlag ist. Immer mehr Ökosysteme brechen zusammen, Arten verschwinden, bevor wir sie überhaupt entdeckt haben. Die Frage ist: Lässt sich diese Entwicklung überhaupt noch stoppen?“ Volker Angres

Claus-Peter Hutter, Jahrgang 1955, ist Präsident der Stiftung NatureLife-International und Autor zahlreicher Bücher und Publikationen zu Umwelt- und Verbraucherthemen. Hauptberuflich leitet C.-P. Hutter die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg.

Volker Angres ist Autor und Leiter der Umwelt-Redaktion des ZDF. Er wurde für seine Arbeit mehrfach mit verschiedenen Umweltpreisen ausgezeichnet. Mit Claus-Peter Hutter veröffentlichte er bereits mehrere Sachbücher.

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