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Donnerstag, 16. August 2018 Uhr

 
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Verschiedenes 

Taifun-Tofu für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 nominiert

Taifun-Tofu für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 nominiert

Die Taifun-Tofu GmbH ist zum zweiten Mal für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Kleine und mittlere Unternehmen“ (KMU) nominiert worden. Die renommierte Auszeichnung würdigt Unternehmen, die den ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit besonders erfolgreich begegnen.

Im ersten Schritt des Wettbewerbs gaben die Bewerber einen Überblick über ihre Strategien, Erfolge und Ziele in Sachen Nachhaltigkeit. Dabei konnte der Freiburger Tofuhersteller durch seinen „fairen Umgang mit allen Marktbeteiligten und [sein] Engagement für den Anbau von Tofu-Sojabohnen in seiner Region“ punkten. Auch die Ausrichtung der Taifun-Tofu GmbH auf „einen respektvollen Umgang mit der Umwelt“ überzeugte das unabhängige Expertengremium, das sich aus Vertretern der Bereiche Wirtschaft, Forschung, Zivilgesellschaft und Politik zusammensetzt.

Insgesamt hatten sich 800 Unternehmen unterschiedlichster Branchen für die zum 11. Mal ausgeschriebene Auszeichnung beworben. „Die Nominierten zeigen, wie sie nicht nur Probleme der Zukunft lösen, sondern aus Nachhaltigkeit echte Wettbewerbsvorteile […] und zufriedene MitarbeiterInnen machen“, erklärt Stefan Schulze-Hausmann, Initiator des Preises.

Für die Taifun-Tofu GmbH stehen ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften schon seit den Firmenanfängen Ende der 80er Jahre im Fokus. Mit seinen rein pflanzlichen Tofuspezialitäten leistet der Biopionier einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Eiweißversorgung. In einer zweiten Wettbewerbsphase stellen die Unternehmen nun ihre Strategien und Maßnahmen detailliert dar. Die Gewinner werden am 7. Dezember beim Deutschen Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf vor rund 2000 Gästen gekürt.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit fünf Wettbewerben ist der Preis der größte seiner Art in Europa. Er wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. vergeben, u.a. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung.








Verschiedenes 

Karlsruhe: Extreme Brandgefahr durch anhaltende Trockenheit

Bürger sollten unkontrolliertes Feuer sofort über die Notrufnummer 112 melden

Aus gegebenem Anlass weist die Feuerwehr darauf hin, dass aufgrund der hohen Temperaturen und der lang anhaltenden Trockenheit die Gefahr von Wiesen- und Waldbränden derzeit als sehr hoch einzustufen ist. Anlass für diese Meldung ist neben dem Großbrand Anfang der Woche in Siegburg, bei dem eine Bahnböschung fast explosionsartig in Brand geriet und das Feuer sich in kürzester Zeit auf mehrere Gebäude ausgedehnt und Menschen verletzt hat, auch ein Brand, der sich nachts auf einem Karlsruher Gartengrundstück ereignet hat. Während die genaue Brandursache in Siegburg noch ungeklärt ist, ist der Brand in Karlsruhe unter anderem auf eine völlige Unterschätzung der aktuellen Gefahrenlage durch den Besitzer zurückzuführen.

Obwohl der Brand in Karlsruhe relativ glimpflich verlief und in keiner Relation zum Brand in Siegburg steht, so zeigt er doch die besondere Gefahrenlage, die aktuell vorherrscht und offensichtlich von vielen Bürgern falsch eingeschätzt wird. Auch der in Karlsruhe Geschädigte fühlte sich auf der sicheren Seite, weil er seinen Garten nach seinen Angaben regelmäßig gewässert hat. Trotzdem kam es zu einem Brand, der in seiner Intensität und Brandausbreitungsgeschwindigkeit selbst die erfahrenen Feuerwehrleute überrascht hat. So zündete in dem Garten unter anderem ein Baum in einer Art und Weise durch, wie es die Feuerwehrleute bislang nur von Weihnachtsbäumen kannten, die lange in der Wohnung standen und entsprechend ausgetrocknet waren.

Die Feuerwehr bittet daher die Bürgerinnen und Bürger eindringlich, im Bereich von Wiesen, Feldern, Kleingärten und Wäldern äußerst behutsam mit Feuer umzugehen und die bestehenden Verbote unbedingt einzuhalten. So ist das Rauchen in Wäldern und das Grillen außerhalb der zugelassenen Feuerstellen strikt untersagt. Dies gilt explizit auch für Einweggrills, die als besonders gefährlich einzustufen sind. Wegen der akuten Gefahr hat die Forstbehörde für die Grillstellen im Hardtwald ein Nutzungsverbot ausgesprochen. Generell gilt, dass auch an zugelassenen Feuerstellen das Feuer vor dem Verlassen des Platzes unbedingt zu löschen ist. Zudem sind die Wald- und Feldwege dauerhaft freizuhalten, um den Einsatzfahrzeugen im Gefahrenfall den ungehinderten Zugang zu den Einsatzstellen zu ermöglichen.

Die Bürgerinnen und Bürger sind zudem aufgerufen, ein verbotenes, unkontrolliertes oder außer Kontrolle geratenes Feuer sofort über Notruf 112 zu melden. Bei Bränden in unwegsamem Gelände, bei denen die genaue Ortsangabe schwierig ist, empfiehlt die Branddirektion, einen Treffpunkt zu vereinbaren, um von dort aus die Einsatzkräfte an die Einsatzstelle führen zu können.





Verschiedenes 

Karlsruhe: Tiergesundheitsampel für Karlsruhe

Informationsplattform der Stadt über ausgewählte Tierkrankheiten

Meldungen über Tierseuchen führen in der Bevölkerung häufig zu Verunsicherung und Ängsten. Auch die Erfahrungen des Ordnungs- und Bürgeramtes der Stadt Karlsruhe zeigen, dass Bürgerinnen und Bürger bei Tierseuchenausbrüchen vermehrt nachfragen, ob damit gesundheitliche Risiken für Menschen verbunden sind.

Bereits im Jahr 2016 hat das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) gemeinsam mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen der Schweiz das sogenannte Radar Bulletin Tierseuchen eingerichtet. Es informiert monatlich über die Gefahrenlage in Deutschland und der Schweiz mittels Ampelfarben unter www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen. Da das Risiko für Karlsruhe, strukturell und geographisch bedingt, ein ganz anderes sein kann als für andere Orte in Deutschland, wurde nun vom Ordnungs- und Bürgeramt die Karlsruher Tiergesundheitsampel entwickelt, die auf der Internetseite der Stadt Karlsruhe unter www.karlsruhe.de/b4/buergerdienste/luv/veterinaer/tiergesundheitsampel.de zu finden ist.

Das jeweilige Risiko der Krankheit wird dargestellt mit den Farben rot (hohes Risiko), gelb (mittleres Risiko) und grün (geringes Risiko). Bei der Bewertung des Risikos wird, neben der Gefährlichkeit des Erregers für die Tiere, auch berücksichtigt, ob der Erreger bereits in Wildtierpopulationen oder angrenzenden Landkreisen nachgewiesen wurde. Dabei werden nicht nur anzeigepflichtige infektiöse Tierkrankheiten aufgeführt, sondern auch andere Infektionskrankheiten bei Tieren, die für Karlsruhe relevant sein könnten und über die die Behörde Kenntnis erlangt. Daneben finden sich zudem Hinweise zur Bedeutung für die menschliche Gesundheit sowie zu veterinärrechtlichen Bestimmungen.

Weitere Informationen zur Tiergesundheit gibt das Ordnungs- und Bürgeramt unter Telefon 0721/133-7101.

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Verschiedenes 

Hitzesommer 2018 & Klimawandel

Hitzesommer 2018 & Klimawandel
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Massiven Folgen für Mensch, Natur und Landwirtschaft (in dieser Reihenfolge!)

Im Jahr 2018 erleiden wir erneut einen Hitzesommer, einen "Jahrhundertsommer", wie wir ihn zwischenzeitlich auf Grund des Klimawandels in immer kürzeren Abständen erleben. Der Sommer 2018 ist nicht nur ungewöhnlich warm, sondern auch extrem trocken. Für den Zeitraum April bis Juli wurde seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 in Deutschland noch nie so ein großes Niederschlagsdefizit gemessen, berichtet der Deutsche Wetterdienst. Ein Ende der Hitze ist zwar absehbar, aber dennoch sind die bisherigen Hitzefolgen schon verheerend.

Der Schwerpunkt der Hitze-Berichterstattung in den deutschen Medien im Juli 2018 waren die Forderungen der Landwirtschaftsverbände nach Entschädigung. Dies zeigt auch wie stark die einen und wie schwach die anderen Lobbys sind.

Der Hitzesommer 2018 erinnert in vielen Details an den Extremsommer 2003. Mit geschätzten 70.000 Todesopfern in Europa und einem volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von ca. 13 Milliarden US-Dollar, gehörte der Sommer 2003 zu den opferreichsten Naturkatastrophen der letzten 40 Jahre weltweit. Die damalige Hitze war eine der schwersten Naturkatastrophen Europas der letzten 100 Jahre und wohl das schlimmste Unwetterereignis in Europa seit Beginn der modernen Geschichtsschreibung. Die ganze erschreckende Dimension der Hitzefolgen und des Klimawandels war auch im Jahr 2003 selber noch kein Groß-Thema und wurde es auch nicht. Erdbeben, Waldbrände, Terroranschläge und Überschwemmungen liefern einfach beeindruckendere Bilder als viele, viele "vereinzelte" Hitzetote in den Krankenhäusern.

Auch wenn die Hitze und ihre Auswirkungen in Deutschland aktuell noch nicht an das Jahr 2003 heranreichen, sterben auch im Jahr 2018, auf Grund der Hitze, Menschen (nicht nur) in Alten- und Pflegeheimen und doch ist das menschliche Leid bisher (fast) kein Thema für die Medien. Kleinwüchsige Maispflanzen und tote Fische lassen sich einfach besser fotografieren als das stille Sterben in den Altersheimen.

Ein einzelner Hitzesommer ist Wetter, viele Hitzesommer und die kontinuierliche menschengemachte Erderwärmung ist Klimawandel.

Die globale Erwärmung ist medial und in der Politik auch nur dann präsent, wenn das "eigene Land" gerade unter besonderen Extremen wie Hitze zu leiden hat. Kommt wieder ein relativ kalter Winter, spricht in Medien und Politik lange keiner mehr über den Klimawandel.

Es gibt eine erstaunliche Scheu, über die menschlichen Opfer des Klimawandels bei uns, insbesondere aber auch über die Opfer in Asien und Afrika, zu berichten und zu reden. Wie viele zusätzliche Hitze-Tote wird die Regentschaft des präsidentgewordenen Kohle- und Öllobbyisten Trump kurz- und langfristig verursachen? Wie viele Opfer bringt die jahrzehntelange, industriegelenkte Leugnung des Klimawandels?

Und das Problem ist nicht nur der weit entfernte Präsident und Klimawandelleugner Trump. Der bundesweite, gut organisierte und erfolgreiche Kampf der Öl- und Kohlelobby und ihrer Tarnorganisationen gegen die Energiewende und gegen alternative zukunftsfähige Energieerzeugungsanlagen verlängert die Laufzeit der klimaschädlichen Kohlekraftwerke und vergrößert die Konzerngewinne. Die AFD-Politikerin Beatrix von Storch twitterte im heißen Sommer: „Diese hysterische Klimakrisen-Gekreische der Klimanazis ist wirklich unerträglich.“ Die professionelle Leugnung von Umweltgefahren hat eine lange, makaber erfolgreiche Tradition, nicht nur in Deutschland. Wir erinnern an die jahrzehntelang herunter gespielten Gefahren von Asbest, Zigaretten, Neonicotinoiden, Atomkraftwerken, Dieselabgasen und Holzschutzmitteln und an die vielen menschlichen Opfer dieser Leugnungs-Kampagnen.

Die Umweltbewegung muss sich in Sachen Klimaschutz fragen, ob der bisherige, stark individuelle, appellierende Ansatz: "Du musst Energie sparen, kauf ein kleineres Auto, du sollst weniger fliegen, dreh die Heizung runter..." tatsächlich zielführend ist. Alle diese Appelle sind sinnvoll und hübsch, nutzen aber wenig. Wer ein schlechtes Gewissen hat wehrt sich nicht gegen die die industriegelenkte Laufzeitverlängerung für Kohlekraftwerke. Denn aktuell werden klimafeindliche Strukturen geschaffen, regional und weltweit neue Straßen, Großraumflugzeuge gebaut und SUV´s gekauft und China und Indien übernehmen mit rasender Geschwindigkeit unser wucherndes, zerstörerisches Verschwendungssystem. Unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Systeme.

Die Politik hat die Dimension der vor uns liegenden Probleme auch nicht ansatzweise erfasst. Nicht nur in Hitzesommern sollten wir fragen, warum der Kohleausstieg so langsam geht und CO2 nicht angemessen besteuert wird, warum Flugpreise so billig und die Dieselsubventionen noch nicht abgeschafft sind und warum mit neuen Autobahnen und Landebahnen dauerhaft klimafeindliche Strukturen geschaffen werden. Warum soll die Energiewende nichts kosten, während fast unwidersprochen die Kampagne für eine Verdoppelung der Rüstungsausgaben auf jährlich 80 Milliarden Euro (80.000.000.000) läuft?
Wir müssen Druck machen, wenn die klimafeindliche Bitcoin-Gier in Kürze so viel Energie frisst, wie alle Photovoltaikanlagen weltweit erzeugen.

Angesichts des menschlichen Leids und der massiven Folgen für Mensch, Natur und Landwirtschaft (in dieser Reihenfolge!), die der Klimawandel bringt, ist die Umweltbewegung viel zu brav. Eigentlich müssten wir in Hitzesommern wie nach der Sandoz-Katastrophe und wie nach Tschernobyl und Fukushima den Protest organisieren und auf die Straßen gehen, die Opfer beklagen und die Energiewende verteidigen.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

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NABU: Im Regierungsviertel summt und krabbelt nicht viel

NABU: Im Regierungsviertel summt und krabbelt nicht viel
Schwalbenschwanz / Foto: nabu, Helge May

"Insektensommer" geht in die zweite Runde - Eine Stunde lang Sechsbeiner zählen - Hochsommer ist Insektenzeit

Berlin – Mit einer Insekten-Zählung im Berliner Regierungsviertel hat der NABU am Freitag den zweiten Teil der großen Mitmachaktion „Insektensommer“ gestartet. Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ rufen die Naturschützer vom 3. bis 12. August zur bundesweiten Insektenzählung auf: Sechsbeiner können ab sofort wieder unter www.insektensommer.de oder per App gemeldet werden.

Ziel der Aktion ist es, ein deutschlandweit möglichst genaues Bild von der Welt der Insekten in unseren Städten und ländlichen Regionen zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Insekten, sondern vielmehr darum, Häufigkeiten und Trends von Arten und Populationen zu ermitteln. Bisher gibt es zu Insekten nur sehr wenige bundesweite und artenübergreifende Informationen. Bereits bekannte Studien in Deutschland zeigen einen Rückgang der Biomasse von Fluginsekten um 75 Prozent.

„Der Hochsommer ist die Hauptzeit der Insekten. Viele der rund 33.000 in Deutschland heimischen Insektenarten können jetzt besonders gut beobachtet werden. Heuschrecken und Schmetterlinge sind in der Natur derzeit gut zu sehen oder – wie beim Grünen Heupferd – zu hören. Die größte heimische Heuschreckenart erfüllt mit ihrem Zirpen die Wiesen – der typische Sound des Hochsommers“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Das Grüne Heupferd ist eine der acht Kernarten der Aktion, auf die jetzt ganz besonders geachtet werden soll. Weitere Kernarten, die bundesweit verbreitet sind, sind die Tagfalter Schwalbenschwanz und Kleiner Fuchs, der Sieben-Punkt-Marienkäfer, die Ackerhummel, die Holzbiene, die Libellenart Blaugrüne Mosaikjungfer und die Streifenwanze.

Während Kanzlerin & Co. in der Sommerpause weilen, haben NABU-Aktive in deren unmittelbarer Nachbarschaft am Morgen eine Stunde nach Flatter- und Krabbeltieren gesucht. Bei den tierischen Nachbarn der Kanzlerin war nicht viel los: „Auf unserer Beobachtungsfläche im Spreebogenpark zwischen Paul-Löbe-Haus und Hautbahnhof haben wir einen Kohlweißling, zwei Siebenpunkt-Marienkäfer, eine Erd-, eine Stein- und drei Ackerhummeln entdeckt“, sagt NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi.

Das vertrocknete Grün und fehlende Wasserquellen machten auch Insekten zu schaffen. „In der Regel kommen Sechsbeiner aber gut mit hohen Temperaturen zurecht, sie haben ihre Strategien. „Manche Libellen gehen in den Handstand, um ihre Körperfläche zu verringern. Bei Schmetterlingsarten weist die spezielle Struktur der Schuppen auf den Flügeln die Wärme ab und Hummeln beherrschen das Prinzip Wärmeaustausch: Heiße Luft wird in den Hinterleib gepumpt, um einen kühlen Kopf zu bewahren“, so Franzisi.

Mitmachen und zählen kann dabei jeder – und das fast überall: Im Garten oder Park, auf dem Balkon, in der Wiese, im Wald, am Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet sollte dabei nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang.

Hilfe beim Bestimmen und Melden bietet die neue App „Insektenwelt“, die der NABU mit Unterstützung von dm entwickelt hat. Die App verfügt auch über eine fotografische Erkennungsfunktion, mit der zahlreiche Tiere automatisch erkannt werden können. Sie ist kostenfrei erhältlich unter www.NABU.de/apps.

Die Daten der Zählaktion „Insektensommer“ werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.

Alle Informationen zur Aktion online ...

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Veranstaltungen 

Zahl des Monats: 80 Heuschreckenarten zirpen in Deutschland

Zahl des Monats: 80 Heuschreckenarten zirpen in Deutschland
Grünes Heupferd / Foto: NABU/Helge May

Mitmachen beim Insektensommer - Zählen, was zählt!

Berlin – Heuschrecken sind die (nahezu) einzigen Insekten, die aktiv Töne von sich geben. 80 Heuschreckenarten gibt es in Deutschland, sie eignen sich deshalb gut für einen Einstieg, sich mit Insekten zu beschäftigen. Am besten am Wegesrand zu entdecken ist das Grüne Heupferd. Sie ist die größte heimische Heuschrecke und wird bis zu 4,5 Zentimeter lang. Bei idealen Witterungsbedingungen versucht jedes Heupferdmännchen seinen Nachbarn zu übertrumpfen und so entsteht der Eindruck eines Sängerwettstreites. Es handelt sich aber gar nicht um ein Singen im eigentlichen Sinne, sondern um ein Zirpen. Dies entsteht durch das gegenseitige Reiben der Vorderflügel. Die dadurch entstandenen Schwingungen werden über eine Membran hörbar gemacht (Zirpapparat). Die Weibchen können auch Zirpen, allerdings nur viel leiser und seltener. Das Grüne Heupferd ist Teil der ausgewählten Arten, die der NABU zu der neuen Zählaktion „Insektensommer“ vorstellt.

Der NABU hat diesen Sommer eine erste bundesweite Insektenzählaktion gestartet. Die erste Phase ist im Juni durchgeführt worden. Zwischen dem 3. und 12. August können in der zweiten Phase wieder alle mithelfen und heimische Insekten zählen und unter www.insektensommer.de melden. Hilfe beim Bestimmen und Zählen bietet auch die neue App „Insektenwelt“, die der NABU zum Start des Insektensommers, mit Unterstützung von dm drogeriemarkt, entwickelt hat.

Zum Hintergrund:
Das besondere bei der Datenerhebung zum Insektensommer ist die Tatsache, dass es zu Insekten bisher wenige bundesweite und artenübergreifende Informationen gibt. Ziel der Aktion ist es, ein deutschlandweites möglichst genaues Bild von der Welt der Insekten in unseren Städten und ländlichen Regionen zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Insekten, sondern vielmehr darum, Häufigkeiten und Trends von Arten und Populationen zu ermitteln. Damit dies repräsentativ ist, sollen die Daten über mehrere Jahre verglichen werden. So werden neue Kenntnisse zur Entwicklung einzelner Insektengruppen und Arten sowie zu regionalen Unterschieden gewonnen.

Alle Informationen zur NABU-Aktion „Insektensommer“ online ...

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Verschiedenes 

Abfallbilanz 2017

Umweltminister Franz Untersteller: „Das Hausmüllaufkommen im Land ist auf einem historisch niedrigen Stand, die wertvollen Bioabfälle werden zunehmend verwertet. Die Tendenz stimmt, aber auf dem Weg zur echten Kreislaufwirtschaft liegt noch ein weiter Weg vor uns.“

Umweltminister Franz Untersteller hat heute (30.07.) in Stuttgart die Abfallbilanz 2017 für Baden-Württemberg vorgestellt. Auf insgesamt 123 Seiten informiert die Bilanz mit zahlreichen Daten und Schaubildern über Art, Menge, Herkunft und Verbleib der von den Stadt- und Landkreisen in ihrem Gebiet entsorgten kommunalen Abfälle.

Ausgewählte landesweite Kennzahlen

Das gesamte Abfallaufkommen in Baden-Württemberg belief sich dem Statistischen Landesamt zufolge im Jahr 2017 auf 49,7 Millionen Tonnen (2016:
50,2 Millionen Tonnen). Beim mit knapp 37,7 Millionen Tonnen größten Teil hiervon handelt es sich um Abfälle, die Industrie- und Gewerbebetriebe direkt an private Entsorger abgegeben haben (2016: 38 Millionen Tonnen). Hierauf geht die kommunale Abfallbilanz nicht näher ein.

Die Abfallbilanz 2017 betrachtet die über 12 Millionen Tonnen Abfälle der privaten Haushalte, der Bauwirtschaft sowie die haushaltsähnlichen Abfälle der Industrie, die die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr entsorgt haben. Gegenüber dem Vorjahr (11,87 Millionen Tonnen) ist die Menge um rund 149.000 Tonnen, das ist gut ein Prozent, angestiegen. „Ursache hierfür ist der Anstieg der kommunal entsorgten Bauabfälle um rund zwei Prozent“, sagte Umweltminister Franz Untersteller.

Häusliche Abfälle insgesamt

Das Gesamtaufkommen an häuslichen Abfällen, das sind Haus- und Sperrmüll einschließlich Geschäftsmüll aus öffentlicher Sammlung, getrennt erfasste Wertstoffe aus Haushalten sowie Abfälle aus der Biotonne, hat sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 10.000 Tonnen auf insgesamt 3,88 Millionen Tonnen erhöht (2016: 3,87 Millionen Tonnen). „Da die Bevölkerung im Land um rund
64.000 Einwohner gewachsen ist, ist das Pro-Kopf-Aufkommen gegenüber dem Vorjahr dennoch um ein Kilogramm auf nun 353 Kilogramm je Einwohner und Jahr gesunken“, so der Minister.

Speziell: Haus- und Sperrmüll

Das Aufkommen an Haus- und Sperrmüll einschließlich Geschäftsmüll aus öffentlicher Sammlung hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 6.000 Tonnen auf zusammen 1,52 Millionen Tonnen zwar nur minimal verringert. „Aufgrund des Bevölkerungswachstums ist das Pro-Kopf-Aufkommen allerdings erneut um über ein Kilogramm zurückgegangen und erreichte mit 139 Kilogramm den niedrigsten Wert seit 1990, als das Ministerium die Abfallbilanz Baden-Württemberg zum ersten Mal erstellt hat“, betonte Untersteller.

Das Hausmüllaufkommen ohne Sperrmüll hat von 119 auf 118 Kilogramm pro Kopf abgenommen. „Von unserem Ziel im aktuellen Abfallwirtschaftsplan von 104 Kilogramm je Einwohnerin und Einwohner sind wir allerdings immer noch ein gutes Stück entfernt“, so der Umweltminister. Das zeige, dass es keinen Grund gebe, sich auf dem Erreichten auszuruhen, sondern auch in den nächsten Jahren noch viel Arbeit vor der Abfallwirtschaft im Land liege. Das betreffe auch den weiteren Ausbau der Infrastruktur, etwa bei Deponien und Anlagen zur Bioabfallentsorgung.

Speziell: Bioabfall

„Eine Ursache für den Rückgang beim Haus- und Sperrmüll ist, dass die Bioabfälle immer häufiger getrennt vom Restmüll gesammelt werden“, erläuterte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft weiter. So habe sich das jährliche Aufkommen je Einwohner im Landesdurchschnitt von 49 Kilogramm in 2016 auf aktuell 50 Kilogramm erhöht. „Das ist ein neuer Höchstwert für die getrennt gesammelten Bioabfälle im Land“, so der Umweltminister. Es habe sich gelohnt, in intensiven Gesprächen die Kreise im Land von der Sinnhaftigkeit der Getrenntsammlung zu überzeugen. „Nachdem sich erst vor wenigen Tagen der Alb-Donau-Kreis auf den Weg gemacht hat, die Bioabfälle in Zukunft getrennt einzusammeln, gibt es inzwischen auch aus dem Landkreis Sigmaringen positive Signale. Ich bin daher zuversichtlich, dass die hochwertige Ressource Bioabfall in wenigen Jahren in ganz Baden-Württemberg möglichst sinnvoll genutzt wird und wir unser Ziel von 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr erreichen können.“

Aber nicht nur die Menge an eingesammelten Bioabfällen sei wichtig, sagte der Umweltminister weiter. „Auch die Qualität muss stimmen! Wir habe daher ein europaweit einzigartiges Forschungsvorhaben zur Detektion von Fremdstoffen in Bioabfällen mit einer Million Euro gefördert.“ Das Vorhaben ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt. Zudem habe Baden-Württemberg im Bundesrat eine Initiative gestartet mit dem Ziel, den über die Entsorgung verpackter Lebensmittel aus dem Einzel- und Großhandel verbundenen Fremdstoffeintrag zu minimieren.

Stabile Abfallgebühren

Die Jahresabfallgebühr für einen Vier-Personen-Haushalt beträgt im Jahr 2018 durchschnittlich 152,03 Euro. Im Jahr 2017 waren es 151,00 Euro. „Trotz Investitionen in die Entsorgungsinfrastruktur und gestiegenen Lohnkosten haben es die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger geschafft, die Gebühren stabil zu halten“, betonte Franz Untersteller. Zum Vergleich: Die Inflationsrate lag im Jahr 2017 bei 1,8 Prozent.

Entwicklung in den Stadt- und Landkreisen

„Die Strukturen der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg unterscheiden sich zum Teil erheblich“, betonte Umweltminister Untersteller. Die Größe eines Kreises, seine Einwohneranzahl oder der Anteil der gewerblichen Abfälle am kommunalen Abfallaufkommen seien zumindest in Teilen für die gravierenden Unterschiede in den Kreisen verantwortlich. Dennoch ermögliche die Abfallbilanz es den Stadt- und Landkreisen, sich mit anderen Kreisen mit einer ähnlichen Siedlungsstruktur zu messen und mögliche Optimierungspotenziale zu entdecken, sagte der Minister.

In der Kategorie „Ländliche Kreise“ fielen im Jahr 2017 je Einwohner durchschnittlich 122 Kilogramm Haus- und Sperrmüll an. Mit 73 Kilogramm konnte hierbei erneut der Landkreis Freudenstadt das beste Ergebnis erzielen, am anderen Ende der Tabelle steht der Landkreis Biberach mit 148 Kilogramm je Einwohner.

In den „Städtischen Kreisen“ betrug der Durchschnittswert 132 Kilogramm Haus- und Sperrmüll je Einwohner. „Besonders bemerkenswert ist, dass im Landkreis Calw im vergangenen Jahr lediglich 65 Kilogramm je Einwohner angefallen sind, das ist das geringste Aufkommen an Haus- und Sperrmüll in ganz Baden-Württemberg“, betonte Franz Untersteller. Schlusslicht in dieser Kategorie ist der Ortenaukreis mit durchschnittlich 203 Kilogramm Haus- und Sperrmüll je Einwohner und Jahr.

In den „Kreisfreien Großstädten“ hat jede Einwohnerin und jeder Einwohner im vergangenen Jahr durchschnittliche 172 Kilogramm Haus- und Sperrmüll erzeugt. Mit 108 Kilogramm konnte die Stadt Freiburg ihren ersten Platz aus dem Vorjahr verteidigen, gefolgt von Ulm mit 118 Kilogramm. Bei den größten Städten weist die Stadt Mannheim einen Wert von 241 Kilogramm auf. „Aber sechs Kilogramm weniger als im Vorjahr ist ein deutlicher Rückgang in Mannheim, den es zu würdigen gilt“, sagte Untersteller. Auch in der Landeshauptstadt Stuttgart (minus acht Kilogramm) und in Karlsruhe (minus fünf Kilogramm) zeige sich, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Förderung der Abfalltrennung offenbar erfolgreich seien.

Die Abfallbilanz steht auf der Homepage des Umweltministeriums ...

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Verschiedenes 

Karlsruhe: "Offene Pforte" lädt im August wieder zur Gartenerkundung

Besichtigung privaten Grüns in der Wald- und Oststadt, in Neureut und in Grünwinkel

Rund 500 Quadratmeter umfasst ein natürlich gestalteter Vorgarten in der Waldstadt. Er liegt an der Süd- und Ostseite des Hauses in der Hirschberger Straße 4 und kann am Samstag, 4. August, von 14 bis 18 Uhr besucht werden. Rasen und Moos dürfen wachsen, Veilchen und Gänseblümchen haben sich entfaltet und dazu wird Obst und etwas Gemüse angebaut. Besonderer Blickpunkt ist der Gartenpavillon.

Die Mauern alter Gartenparzellen in der Buntestraße 4 sind zu großen Teilen erhalten und strukturieren eine Anlage in der Oststadt, die am Sonntag, 5. August, von 11 bis 18 Uhr erkundet werden kann. In den individuell gestalteten Bereichen werden Tomaten kultiviert, die musische und handwerkliche Entfaltung ermöglicht und es findet sich sogar eine Herberge für Eidechsen.

Ein blühender Hausgarten lockt am Samstag, 18. August, von 13 bis 18 Uhr nach Neureut in den Heideweg 14a. Er ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt, wird von einer Rotbuchenhecke eingefasst und es gibt einen Nutzgarten mit Gemüse und einer Feige. Ergänzt wird das Ensemble durch Rosen, Hortensien und Dahlien, einer Vielzahl blühender Stauden und Gräser sowie einem Quellstein.

Die umgebenden Bäume lassen den Garten in der Zehntwaldstraße 86 in Neureut-Kirchfeld deutlich größer erscheinen. Davon können sich Garten-Fans am Samstag, 18. August, von 14 bis 18 Uhr überzeugen. Zwischen der zentralen Rasenfläche und der äußeren Hecke ist eine Mischung aus Gehölzen, Stauden und Gräsern gepflanzt, die das besondere Flair ausmachen. Ein Brunnen fügt sich nahtlos ein.

In der Eichelbergstraße 60 wartet am Samstag, 26. August, von 14 bis 18 Uhr ein etwa 350 Quadratmeter großer Hausgarten. Der verwunschen wirkende und von der Sonne verwöhnte Fleck in Grünwinkel beherbergt neben Trompetenblumen, Winterjasmin oder Japanischem Buschklee auch viele tierische Bewohner wie Igel und Vögel.

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