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Verschiedenes 

NABU: Erneut massives Amselsterben durch Usutu

NABU: Erneut massives Amselsterben durch Usutu
Mit dem Usutu-Virus infizierte Amsel (c) NABU/Michael Beusch

Tödliches Virus inzwischen in ganz Deutschland verbreitet/Kranke und tote Vögel melden

Berlin – Das massive Amselsterben des Hitzesommers 2018 wiederholt sich. Auch in diesem Jahr nimmt das durch das tropische Usutu-Virus ausgelöste Vogelsterben im Laufe des Augusts an Fahrt auf. NABU und Tropenmediziner bitten die Bevölkerung, kranke oder verendete Tiere zu melden und möglichst zur Untersuchung einzusenden. Seit Jahresbeginn bis zum 12. August wurden dem NABU deutschlandweit bereits über 1.300 Verdachtsfälle gemeldet, die über 2.500 kranke oder tote Vögel betrafen. Beim bisher stärksten Auftreten der Usutu-Epidemie im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum lediglich 800 Meldungen.

Seit dem erstmaligen Auftreten dieses Vogelsterbens im Jahr 2011 breitet sich das von Stechmücken auf Vögel übertragene Usutu-Virus zunehmend in Deutschland aus. Waren in den ersten Jahren nur wärmebegünstigte Regionen entlang des Rheintals und am Untermain betroffen, konnte seit 2016 eine Ausbreitung über Nordrhein-Westfalen nach Norden und vor allem im Hitzejahr 2018 eine Ausbreitung in die nördlichen und östlichen Landesteile festgestellt werden. Im Sommer 2018 wurden erstmals Usutu-Infektionen für Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Bayern nachgewiesen. NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann: „Damit ist kein deutsches Bundesland mehr Usutu-frei. Nur aus höher gelegenen Mittelgebirgsregionen werden bisher noch keine toten Vögel gemeldet.“

Den Höhepunkt des Vogelsterbens erwarten Vogelkundler und Virologen in den kommenden Wochen, denn die meisten Usutu-Fälle treten im August und September auf. Im Jahr 2018 entfielen 93 Prozent der insgesamt fast 13.500 Meldungen auf diese beiden Monate. „Der trocken-heiße Sommer 2018 war offensichtlich günstig für die Ausbreitung des wärmebedürftigen Usutu-Virus, auch wenn die Zahl der Mücken als potentielle Überträger aufgrund der Trockenheit allgemein eher gering war“, so Dr. Renke Lühken vom Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin. 2019 ist genauso heiß, dabei aber deutlich feuchter und mückenreicher als das Vorjahr. Lühken: „Daher könnte die diesjährige Usutu-Saison noch stärker ausfallen.“

Alle im Labor eingesandten toten Vögel werden neben dem Usutu- auch auf das West-Nil-Virus getestet, das im vergangenen Jahr erstmals in Deutschland in Vögeln und Pferden nachgewiesen wurde. „Beide Viren können in seltenen Fällen auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen“, so Lühken.

Die Vogelschützer des NABU interessieren vor allem die Auswirkungen der neuen Vogelkrankheit auf die Bestände von Deutschlands häufigstem Vogel, der Amsel. Dazu vergleichen sie die Informationen über die Verbreitung des Virus mit den Ergebnissen der großen NABU-Gartenvogelzählung, der „Stunde der Gartenvögel“. Eine erste Auswertung hatte gezeigt, dass die Amselzahlen in von Usutu betroffenen Gebieten stärker zurückgegangen waren als im übrigen Deutschland. Bisher ist jedoch noch völlig unklar, ob sich betroffene Bestände wieder vollständig erholen können, dauerhaft reduziert bleiben oder gar immer weiter abnehmen werden.

Lachmann: „Leider kann man Usutu-Infektionen weder verhindern noch behandeln. Der NABU ruft daher alle Vogelfreunde dazu auf, zumindest dafür zu sorgen, dass Amseln und andere Gartenvögel in naturnahen Gärten gute Lebensbedingungen vorfinden, um die Verluste durch die neue Vogelkrankheit durch guten Bruterfolg wieder ausgleichen.“

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Veranstaltungen 

NABU und NuART vereinen Natur und Kunst auf dem PlanetArt-Festival

Internationale Kunstausstellung - Illustrative Weltreise zum Thema Natur- und Umweltschutz - Kulturelle Veranstaltungen und Thementage - 11.-21. September 2019 im Kühlhaus Berlin

Berlin - Mit einer Begegnung zwischen Mensch und Natur widmet sich das "PlanetArt - Festival of Nature" im September 2019 der Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten. Der NABU, NuART und das Kühlhaus Berlin laden auf eine interaktive Entdeckungsreise durch die Projektwelten des NABU und eine Ausstellung nationaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler ein. Neben den Ausstellungen wird auf dem Festival vom 11. bis 21. September 2019 im Kühlhaus Berlin ein vielfältiges Programm geboten.

Auf fünf Kontinenten engagiert sich der NABU in unterschiedlichsten Projekten für den Schutz von Natur und Umwelt. Bei PlanetArt nimmt der Naturschutzverband seine Besucher mit in seine "NABU-Welten". Die Reise führt von Europa, Kaukasus und Zentralasien über die Weltmeere, die größten und bedeutsamsten Ökosysteme unserer Erde, bis in die immergrünen Bergnebelwälder Äthiopiens. Der NABU stellt den aktuellen Zustand unseres Planeten dar und zeigt konkrete, praktische Lösungsmöglichkeiten für aktuelle Probleme auf.

Über 40 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, darunter Äthiopien, Spanien, Russland, Norwegen, Kirgistan und Kuba, setzen sich in ihren Werken mit den brennenden ökologischen Fragen unserer Zeit auseinander. Auf sechs Stockwerken und insgesamt 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in einem denkmalgeschützten Industriebau im Zentrum Berlins interpretieren sie in vielfältigen Kunstwerken, wie einmalig, wunderschön, aber auch zerbrechlich die Natur unserer Erde ist. Teil der Ausstellung "About Nature - Natürlich Kunst" werden auch die Gewinner der über 300 Einsendungen des PlanetArtist-Kunstwettbewerbs sein, der im Vorfeld des Festivals stattfand. Hier waren Kreative aufgerufen, ihre Botschaft zum Thema "Kein Planet B" künstlerisch umzusetzen.

Neben den Ausstellungen erwartet den Besucher ein spannendes Festivalprogramm mit Thementagen, Mitmachevents, Lesungen und Konzerten. Am 11. September 2019 um 17:30 Uhr eröffnet eine Vernissage die Ausstellungen und gibt den Startschuss für das Festival.

Künstlerliste:
Milena Aguilar (D), Shaarbek Amankul (Kirgistan), Inna Artemova, Susanne Brodhage (D), Angela Bergling (CH), Chuha Chung (South Korea), Giampaolo di Cocco(I), Tahiche Diaz (Es), Lisa Endriss (D), Otgonbayar Ershuu (Mongolia), Claudia Fährenkemper (D), Mike Froidl (D), Stefanie Gendera (D), Henok Getachew (Äthiopien) Jens Heller (D), Ingrid Honneth (D), Velina Ivanova (Bul), Ole Tersløse Jensen (DK), Anastasia Khoroshilova, Matthias Koch(D), Ivan Kostolov (Bul), Korinna McRobert (Zypern), Almagul Menlibayeva (Kazakhstan), Gabor A. Nagy (Ungarn), Andrea Robbins/ Max Becher (USA), David Palacios (Simbabwe, Kuba), Bassirou Sarr (Senegal), Ute Schendel (CH), Claudius Schulze (D), Stefan Ssykor (D), Saule Suleimenova (Kazakhstan), Ishan Tanhka (India), Kathrin Tschirner (D), Aigerim Weimer Aigerim (D, Kazakhstan), Lise Wullf , Alexander Zakharov (Ru, USA)

Programm und weitere Informationen zum Festival online ...

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Verschiedenes 

NABU: Schöner gärtnern ohne Schotter

NABU: Schöner gärtnern ohne Schotter
Schottergarten / Foto: NABU/Iris Barthel

Tipps für einen pflegeleichten Garten mit Nutzen für Mensch und Natur

Berlin – Weil sich viele Hausbesitzer Arbeit ersparen wollen, entstehen immer mehr Schottergärten in Deutschland. Dabei bleibt leider die Natur auf der Strecke. Der NABU gibt Tipps, wie man seinen Vorgarten pflegeleicht und naturnah gestaltet, ohne ihn mit Schotter zuzuschütten.

„Gärten mit Schotterflächen sind aus Sicht des Naturschutzes äußerst bedenklich“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. „Anders als in echten Steingärten, die, wenn sie fachgerecht angelegt werden, vielen Insekten Nahrung bieten, finden sich in den modernen Schottergärten kaum noch Pflanzen. Diese Flächen bieten daher keine Lebensräume und Nahrung für Insekten oder Vögel. Wenn es überhaupt Pflanzen gibt, dann meist Kirschlorbeer und Thuja.“ Pollen, Nektar oder Samen, welche von Vögeln oder Insekten als Nahrung genutzt werden könnten, haben diese Pflanzen nicht. Die Böden sind zudem meist versiegelt, hier finden Amseln und Co. nicht einen einzigen Regenwurm.

Auch für Menschen sind Schottergärten nicht gut. Die Steine heizen sich stark auf, die Gärten fördern also die Erwärmung der Stadt. Allergene, Pollen und Schadstoffe aus der Luft werden nicht, wie bei grünen Gärten, durch das Laub gefiltert. Regenwasser kann durch die starke Bodenverdichtung nicht versickern und neues Grundwasser bilden. Einige Kommunen belasten daher Schotterflächen im Garten mit Gebühren für das abfließende Regenwasser. Pflegeleicht sind die Gärten auch nicht, da die Steine mit den Jahren vermoosen und Laub sowie Staub auf den Geröllflächen liegenbleiben. Der Schotter muss dann aufwendig gereinigt oder sogar ausgetauscht werden.

Wer sich wohlfühlen möchte, sollte auf eine naturnahe Bepflanzung setzen. Diese kann durchaus pflegeleicht sein. So unterdrücken Pflanzen, die den Boden bedecken und langsam wachsen, unerwünschte Wildkräuter und brauchen selbst kaum Pflege. Für trockene, sonnige Standorte eignen sich beispielsweise Polsterdost, Storchschnabel oder blaues Silbergras. Im Schatten gedeihen Haselwurz und Waldmeister als Bodendecker mit einem Fingerhut als Hingucker. Auch die Akelei fühlt sich im Schatten wohl. Wer den Garten noch mit Totholz ergänzt, hat schon viel für Insekten getan.

„In den nächsten Jahren werden sich immer mehr Menschen fragen, ob ihre Entscheidung für einen Schottergarten die richtige war, wenn die negativen Eigenschaften auffallen“, glaubt Rottleb. Inzwischen stemmen sich auch viele Kommunen gegen den Trend und ändern ihre Bauordnungen, um weitere Schottergärten zu verhindern. Wer einen Rückbau plant, sollte ein paar Punkte beachten.

Der Schotter muss nicht gleich komplett entsorgt werden. Als Haufen aufgeschichtet bildet er ein Lebensraum für Eidechsen und andere Tiere. Die Folie darunter muss allerdings entfernt und entsorgt werden. Der verdichtete Boden sollte mit Kompost versorgt werden, wenn er stark geschädigt ist. Dazu muss der Kompost gut in den Boden eingearbeitet werden. Eine weitere Methode zur schonenden Bodensanierung ist die Saat von Gründungung, wie Buchweizen. Dieser hat tiefe Wurzeln, lockert den Boden und versorgt ihn mit Nährstoffen. Nach dieser Behandlung können pflegeleichte Pflanzen einziehen und den Vorgarten auch für Insekten attraktiv machen.

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Veranstaltungen 

Symposium „Holz, Mensch, Baum“

am 19. September 2019 in Titisee

Themen Emissionen durch Holz und Holzwerkstoffe im Innenraum oder barrierefreies Bauen -

Titisee-Neustadt (mr). „Holz, Mensch, Raum“, so lautet der Titel eines Symposiums, das jetzt von der Holzkette Schwarzwald e.V. und dem Cluster proHolz Schwarzwald zusammen ausgerichtet wird. Während der eintägigen Veranstaltung am Donnerstag, 19. September 2019, ab 9.20 Uhr, im Kurhaus Titisee, vertiefen die Referenten aus Industrie und Forschung die Argumente für Holz. Vorgestellt werden unter anderem die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Baubuche – einem einzigartigen und hochwertigen Buchenfurnierschichtholz - für tragende Anwendungen.

Für Aufmerksamkeit sorgt schon jetzt die Debatte über Emissionen durch Holz und Holzwerkstoffe im Innenraum. Auch darüber wird es einen Vortrag geben. Weitere Themen sind Barrierefreies Bauen mit Holz, das ebenfalls immer mehr Beachtung erhält sowie Ausführungen zum mehrgeschossigen Holzbau.

Anmeldungen werden online bitte bis 12. September 2019 unter www.pro-holzschwarzwald.com/de/eventanmeldung. Es wird eine Tagungspauschale in Höhe von 70,00 Euro zzgl. Mehrwertsteuer erhoben. Darin enthalten sind die Skripte der Vorträge per Mail und die Verpflegung während der Mittagspause.

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Verschiedenes 

Torfreie Erde

Lange Zeit wurde Torf abgebaut und für die Bodenverbesserung mit Blumenerde gemischt. Dabei wurden kaum die Folgen für die Natur und Umwelt hinterfragt. Durch den Torfabbau verschwanden somit weltweit viele Hochmoore und damit auch eine gewisse Artenvielfalt. Im Laufe der Zeit schärfte sich jedoch das Bewusstsein der Menschen hinsichtlich des Naturschutzes. Der Torfabbau wurde vielerorts untersagt. Torf in Blumenerde jedoch blieb. Immer mehr Hobbygärtner setzen jedoch nun auch auf torffreie Erde – der Umwelt zuliebe.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Schwieriger Kampf gegen anhaltende Trockenheit

Karlsruhe: Schwieriger Kampf gegen anhaltende Trockenheit
Mit Teleskop-Lanze effizient wässern / Foto: Stadt Karlsruhe

Bäume wichtig für Stadtklima / Fokus auf junge Pflanzungen / Viel zu wenig Niederschlag

Der teils kräftige Regen der vergangenen Tage darf nicht darüber hinwegtäuschen: Die Trockenheit hält wie in den vergangenen Jahren, extrem 2013, 2016 und 2018, weiter an. Die Folgen für den gesamten Baumbestand der Stadt sind gravierend. Das städtische Gartenbauamt ist intensiv mit Wässern beschäftigt und konzentriert sich dabei auf die bis zu drei Jahre alten Jungbäume. Alle verfügbaren Lastwagen und Kräfte des Gartenbauamtsfuhrparks sind durchweg im Einsatz, um Bäume zu wässern. Zusätzlich ist in jedem Unterhaltungsbezirk mindestens ein weiteres Fahrzeug zur Wässerung unterwegs, um möglichst viele der Jungbäume vor dem Vertrocknen zu schützen.

Jeder Liter jeder Hand hilft

Um die begrenzten Kapazitäten optimal zu nutzen, wurden in den vergangenen Jahren bereits einige technische Verbesserungen vorgenommen. Auf den Wagen sind Fässer mit bis zu 6.000 Liter Fassungsvermögen installiert, zwei Fahrzeuge an der Front mit einem hydraulisch beweglichen Arm versehen, einer sogenannten Teleskop-Lanze. Über diese kann der Fahrer vom Wagen aus effizient wässern und so rund 60 Bäume am Tag versorgen. Das Amt für Abfallwirtschaft unterstützt mit einem 10.000 Liter fassenden Tankwagen und, wann immer einsetzbar, einem weiteren Wagen mit 3.000 Litern Wasser auf der Ladefläche. Auch ehrenamtliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren sind mit im Einsatz. Die Stadt begrüßt jeden Liter jeder weiteren helfenden Hand, auch aus der Bürgerschaft. Vor allem Stadtbäume können gar nicht überwässert werden.

Aufgrund der geringen Niederschläge sinkt die pflanzenverfügbare Wasserkapazität der Böden. Erst ab 60 Zentimeter Tiefe ist etwas intensivere Bodenfeuchte unter Grasland gegeben, doch so weit reichen die Wurzeln der Jungbäume noch nicht, die es zusätzlich im heißen Asphalt der Stadt ganz besonders schwer haben. Der Niederschlag auch der diesjährigen Vegetationszeit reicht bei Weitem nicht aus. Wenn, wie jüngst bei der Unwetterlage, Starkregen auf trockene Erde trifft, rauschen gut zwei Drittel des Wassers über die Oberfläche und versickern im Kanal oder verdunsten binnen weniger Tage. Der länger anhaltende Landregen am Folgetag half - aber nur vorübergehend. Er reichte nicht aus, um die vielen Kubikmeter Boden unter den Bäumen mit der Tagesration zu füllen. Das Gros des Niederschlags greifen zudem Gras, Stauden und dergleichen an der Oberfläche ab.

Auf notwendige Fällungen folgt Konzept zur Wiederbegrünung

Wie berichtet, führen die Trockenschäden der vergangenen Hitzesommer weiterhin zu starkem Pilzbefall geschwächter Bäume und machen umfangreiche Verkehrssicherungsarbeiten notwendig. Zum Oktober wird das Gartenbauamt erneut bilanzieren, wie viele tote Bäume zu fällen sind. Unter Beachtung des vorgeschriebenen Artenschutzes kommt es - beispielsweise in der Waldstadt - bereits unterjährig zu ersten Fällungen. Immer eingebunden ist das Umweltamt. Voraussichtlich ab Ende August soll mit den Fällarbeiten unter Einbeziehung von Fachfirmen der Forstwirtschaft begonnen werden. Zur Bewältigung des großen Umfangs an erforderlichen Baumfällungen im Stadtgebiet wird das Gartenbauamt in geeigneten Bereichen durch das städtische Forstamt unterstützt.

Bäume sind für das Stadtklima und damit auch für die Menschen ungemein wichtig. Sie spenden nicht nur Schatten, sondern tragen auch durch Verdunstungskälte zur Abkühlung bei. Sobald der gesamte Umfang der gerodeten Flächen bekannt ist, wird ein Konzept zur Wiederbegrünung erarbeitet. Ziel ist, im Spätherbst mit ersten Neupflanzungen geeigneter Baumarten zu beginnen. Es sollen alle gefällten Bäume durch Neupflanzungen ersetzt werden. Bei den Nachpflanzungen sollen Baumarten ausgewählt werden, die möglichst gut an den Standort und die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst sind.

Absperrungen ernstzunehmen

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass nach wie vor abgesperrte Areale zu beachten sind. Der Zugang ist untersagt, weil tatsächlich ernste Gefahr für Leib und Leben besteht. Jederzeit könnten auch bei Windstille Baumkronen oder schwere Äste kaum hörbar herabfallen. Auch das Fällen ist für die Beschäftigten sehr gefährlich. Deshalb kann hierfür nur besonders geschultes Personal eingesetzt werden.

Zurzeit erbringen die routinemäßigen Kontrollen jede Woche rund 300 weitere abgestorbene Bäume. Allein in Waldstadt-Waldlage sind aktuell mehr als 1000 Bäume betroffen, vor allem Buchen und Kiefern. Insgesamt gibt es rund 150.000 Stadtbäume in Karlsruhe, etwa 77.000 davon an Straßen, die andere knappe Hälfte in Anlagen. Viele Arten haben unter den gegebenen klimatischen Bedingungen hier keine Zukunft mehr und müssen, wenn Bäume abgängig sind, Schritt für Schritt durch klimaangepasste Baumarten ersetzt werden.

zum Bild oben:
Nach und nach sollen alle verfügbaren Fahrzeuge des Gartenbauamts mit einer sogenannten Teleskop-Lanze, wie hier im Einsatz, ausgestattet werden. Um vom Wagen aus effizient gießen und möglichst viele Bäume täglich versorgen zu können / Foto: Stadt Karlsruhe





Verschiedenes 

NABU: Sorge um Arten- und Klimakrise treibt die Menschen um

Tschimpke: Mehr Mitglieder - Naturschädliche Landwirtschaftspolitik bremst Arten- und Klimaschutz aus

Berlin – Der Arten- und Klimaschutz spielt für immer mehr Menschen eine wichtige Rolle. Das zeigt sich in der Fridays-for-Future-Bewegung, dem erfolgreichen Volksbegehren Artenschutz in Bayern, den grünen Gewinnern bei der Europawahl und im steigenden Interesse an Themen wie Insektenschutz, naturnahem Gärtnern, Plastikfasten und gesunder Ernährung. Auch der NABU konnte im vergangenen Jahr mehr Unterstützer für den Naturschutz gewinnen. Die Zahl der Mitglieder ist 2018 um 42.000 gewachsen. 664.000 Mitglieder, 47.000 Förderer und 2.000 Orts-, Kreis- und Fachgruppen zählten der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), zum 31. Dezember 2018.

„Der extreme Hitzesommer 2018 hat den Menschen vor Augen geführt, was im Zuge der Erderwärmung droht. Die Auseinandersetzungen um den Hambacher Wald und den Kohleausstieg trugen dazu bei, dass der Naturschutz mehr Aufmerksamkeit erhielt“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke bei der Vorstellung des NABU-Jahresberichtes in Berlin. Viele Bürgerinnen und Bürger seien bereit, selbst etwas für den Umwelt- und Naturschutz zu tun. Um die Energiewende naturverträglich voranzubringen, müssten Klima- und Naturschützer an einem Strang ziehen.

„Wir wissen heute, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien zu einem steigenden Druck auf Flächen und geschützte Arten führt. So können schlecht geplante und platzierte Windenergieanlagen gravierende Folgen für Fledermäuse und Vögel haben, gleichzeitig ist der Klimawandel für viele Arten eine Bedrohung.“ Einige wenige Projekte würden eine ganze Branche in Misskredit bringen. Daher sei es dringend notwendig, gemeinsam Lösungen voranzutreiben, die den Klimaschutz ermöglichen ohne dabei das zu zerstören, was gerettet werden soll. Klimaschutz und Artenschutz gehörten unteilbar zusammen.

„Es kann nicht sein, dass Naturschutzbelange immer erst auf Druck von außen oder durch die Androhung der EU von hohen Strafzahlungen berücksichtigt werden“, so Tschimpke. Die Bundesregierung hingegen habe sich zwar verpflichtet, die UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen, dafür passiere aber viel zu wenig. Das Nachhaltigkeitsprinzip müsse nicht nur im Grundgesetz verankert werden, sondern Richtschnur des Regierungshandelns sein – ressortübergreifend.

Mit Blick auf den Waldschutz kritisiert der NABU, dass erst knapp zwei Prozent der Wälder aus der Nutzung genommen wurden. Die Bundesregierung will bis 2020 erreichen, dass fünf Prozent des Waldes sich natürlich entwickeln können. „Wenn Ministerin Klöckner im September zum Waldgipfel lädt, müssen wir darüber sprechen, wie der Waldumbau schneller vorankommt. Das aktuelle Waldsterben ist vor allem ein Fichtensterben, da auf schnell wachsende Hölzer gesetzt wurde, die viel anfälliger für Extremwetter und den Borkenkäfer sind“, so der NABU-Präsident. Ziel müsse sein, mehr Mischwälder und den Verbleib von Totholz im Wald zu fördern. Die Verbrennung von Holz müsse unter 50 Prozent der Holzernte sinken. Der NABU zeige mit verschieden Projekten, dass mehr Klimaschutz im Wald möglich ist.

Am 20. September will das Klimakabinett einen Entwurf für das Klimaschutzgesetz vorstellen. Die Bundesregierung hat sich vom verbindlichen CO2-Reduktionsziel von minus 40 Prozent gegenüber 1990 verabschiedet. Dies soll jetzt nur noch „so schnell wie möglich“ erreicht werden. Positiv ist, dass mit dem Klimaschutzgesetz die Ziele für jeden Sektor bis 2030 festgelegt werden sollen, aber auch hier fehlen immer noch konkrete Maßnahmen, wie Ziele erreicht werden können. Die Vorschläge von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner reichen beispielsweise noch lange nicht aus, um die Klimagase aus der Landwirtschaft wirksam zu reduzieren. „Wir brauchen eine flächengebundene Tierhaltung, die Wiedervernässung von Mooren oder zumindest die Nutzung als Grünland, sowie den Erhalt von artenreichem Dauergrünland und mehr Maßnahmen zum Schutz von Ackerböden, zum Beispiel durch Anreicherung von Humus – das hilft dem Klima, unseren Feldvögeln und Insekten“, so Tschimpke.

Der NABU fordert ein Umsteuern in der EU-Agrarpolitik und engagiert sich dafür in einer europaweiten Kampagne. Die zentrale Forderung: Das pauschale Verteilen von Steuer-Milliarden pro Fläche muss ein Ende haben und 15 Milliarden Euro jährlich sollten an Landwirte ausgezahlt werden, die Maßnahmen für die Artenvielfalt durchführen. Von einem „Aktionsprogramm Insektenschutz“, das die Bundesregierung noch im August verabschieden will, erwartet der NABU konkrete Maßnahmen für deutlich weniger Einsatz von Pestiziden und für strukturreichere Lebensräume in der Agrarlandschaft.

Die Einnahmen des NABU aus Mitgliedsbeiträgen stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 2,2 Millionen Euro auf 24,3 Millionen Euro (Vorjahr: 22 Millionen Euro). Die Spenden erhöhten sich 2018 gegenüber 2017 um rund 1,1, Millionen Euro auf insgesamt 7,5 Millionen Euro (Vorjahr: 6,4 Millionen Euro). Die Gesamterträge stiegen um 1,4 Millionen auf rund 46 Millionen Euro. Der positive Trend hält an: Mit aktuell über 730.000 Mitgliedern und Förderern (Stand: 31. Juli 2019) ist der NABU der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland mit einer breiten ehrenamtlichen Basis. Die 40.000 aktiven Mitglieder im NABU initiieren Artenschutzprojekte, engagieren sich in Beteiligungsverfahren bei Infrastrukturplanungen und pflegen artenreiche Lebensräume.

Tschimpke: „Es braucht nicht nur gute Ideen, sondern auch Mut und Entschlossenheit, um vor Ort für seine Ziele einzutreten. Das sind Eigenschaften, die unsere Naturschutzmacherinnen und Naturschutzmacher bei ihrem nimmermüden Engagement täglich beweisen. Sie sind, was sie tun. Dafür bedanke ich mich herzlich, auch für die lange gemeinsame erfolgreiche Zeit im NABU.“

Denn Olaf Tschimpke kündigte an, nach 16 Jahren an der Verbandsspitze nicht erneut für das Amt als Präsident zu kandidieren. Die nächsten Präsidiumswahlen finden im Rahmen der NABU-Bundesvertreterversammlung im November in Berlin statt.

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Verschiedenes 

Freiburg: Frelo nimmt richtig Fahrt auf und wächst weiter

„Die Fahrräder mit dem schwungvollen Frelo-Schriftzug werden mehr und mehr Teil des Stadtbildes. Und das nicht nur in Form der mittlerweile 52 Ausleihstationen: fast überall, wo man geht und steht, kommt einem ein rotweißes Fahrrad entgegen“, freut sich Freiburgs Baubürgermeister Dr. Martin Haag anlässlich der Juli-Zahlen, die vom Freiburger Fahrradverleihsystem jetzt vorgelegt werden konnten. „Man kann mit Fug und Recht sagen, dass unsere Pläne voll aufgegangen sind.“

Dass der optische Eindruck nicht täuscht, belegen die Nutzungszahlen für den Monat Juli: Mittlerweile (Stand 1. August) haben sich rund 7000 Nutzer für Frelo registriert, und die Zahl steigt kontinuierlich weiter. Seit dem Start des Fahrradverleihsystems am 17. Mai bis Ende Juli wurden bereits fast 40.000 Ausleihen getätigt, davon alleine rund die Hälfte im Juli. Im Durchschnitt gab es rund 670 Ausleihen pro Tag, wobei der 19. Juli mit genau 956 Leihen als bisher bester Tag hervorstach.

Einen wichtigen Anteil an dem Erfolg sieht Oliver Benz, Vorstand der Freiburger Verkehrs AG, in der guten Organisation des Angebotes: “Wenn man sich die Ausleihstationen anschaut, dann stellt man fest: Da stehen einwandfreie zur Nutzung bereite Räder, da ist es ordentlich und sauber und es geht total geordnet zu.“ Genau so, so Benz, habe man sich bei der VAG den optimalen Kooperationspartner vorgestellt: „Ungefähr ein Viertel der registrierten Nutzerinnen und Nutzer sind Zeitkartenkunden (RegioKarte im Abo oder JobTicket BW) und rund 30 Prozent Studierende der Uni und der Musikhochschule die Frelo ganz offensichtlich nutzen, um ihre Ziele in einer Kombination aus Öffentlichem Nahverkehr und Fahrrad zu erreichen. Und das ist exakt das, was wir im Sinn haben.“

Onur Semerci, Projektmanager bei nextbike kann all diese Eindrücke nur bestätigen: „Es ist schon bemerkenswert, wie selbstverständlich, nach gerade mal drei Monaten Laufzeit, viele Freiburgerinnen und Freiburger Frelo als alltägliches Verkehrsmittel in ihre Wegekette integrieren. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort tun alles dafür, dass an den Stationen stets genügend einsatzbereite Frelos zur Verfügung stehen. Das ist unser Qualitätsanspruch und ganz bestimmt auch ein wesentlicher Teil des Erfolgs dieses Angebotes in Freiburg.“

Was die Ausleihhäufigkeit bei den einzelnen Stationen betrifft gibt es bisher ziemlich klare Spitzenreiter. Frelo-Hotsopots sind die Stationen im Rotteckring (über 1.500 Ausleihen im Juli), in der Rempartstraße und am Hauptbahnhof mit jeweils knapp 1.200 (1.195) und am Europaplatz mit rund 1.000 Ausleihen im Monat Juli: Sehr gut im Rennen liegt aber auch der Standort an der Berliner Allee, bei dem im Juli immerhin über 900 Räder ausgeliehen wurden.

Knapp 90 Prozent der Ausleihen liegen unter 30 Minuten und die im Juli durchschnittlich pro Fahrt mit einem Frelo zurückgelegte Strecke betrug knapp 1,8 Kilometer.

Was ist, und wie funktioniert Frelo?

Nach einmaliger Registrierung kann man sich ein Frelo an einer Station ausleihen und an einer beliebigen Station wieder zurückgeben. Die Standorte wurden von den Planern des Garten- und Tiefbauamtes, der Freiburger Verkehrs AG sowie vom Betreiber nextbike so ausgewählt, dass diese möglichst in der Nähe von Bus- oder Stadtbahnhaltestellen, in bevölkerungsreichen Gebieten, nahe an vielen Arbeitsplätzen oder universitären Einrichtungen und im Bereich touristisch attraktiver Punkte liegen.

Der Einführung voraus gegangen war eine Potenzial- und Machbarkeitsstudie über den möglichen Erfolg und Finanzbedarf eines solchen Systems in Freiburg. Im Oktober 2017 hatte dann der Gemeinderat auf Grundlage der positiven Gesamteinschätzung der Verwaltung die Einführung und den Aufbau eines öffentlichen Fahrradverleihsystems beschlossen und die VAG mit der organisatorischen Abwicklung bzw. der Regiefunktion beauftragt. Nach einer Ausschreibung wurde die Leipziger Firma nextbike für die Installation und den Betrieb eines Verleihsystems ausgewählt.

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