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Verschiedenes 

Am 25. März ist „Earth Hour“

Am 25. März ist „Earth Hour“
Am 25. März wird das Licht weltweit für eine Stunde ausgeschaltet. © WWF

Freiburg ist wieder bei der weltgrößten Klima- und Umweltschutzaktion dabei

Rathaus, Schwaben- und Martinstor sowie Colombischlössle eine Stunde im Dunkeln

Am Samstag, 25. März, gehen von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr rund um den Globus die Lichter aus. Während der Earth Hour werden unzählige Menschen zuhause das Licht ausschalten und viele Tausend Städte symbolisch ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit hüllen, darunter Wahrzeichen wie den Big Ben in London oder die Christusstatue in Rio de Janeiro

Freiburg ist in diesem Jahr wieder dabei und wird eine Stunde lang die Beleuchtung von Rathaus, Schwaben- und Martinstor sowie Colombischlössle abschalten, um so ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen.

Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, ermuntert die Freiburgerinnen und Freiburger, sich ebenfalls zu beteiligen: „Das Tolle an der Earth Hour ist, dass jeder mitmachen kann. Schalten Sie für eine Stunde zuhause das Licht aus und werden Sie Teil einer weltweiten Gemeinschaft!“

Auch in diesem Jahr werden sich wieder Millionen Menschen auf der ganzen Welt beteiligen. Wer mitmachen möchte, findet unter www.wwf.earthhour neben Neuigkeiten rund um das Event auch Tipps für die eigene Earth Hour. In Deutschland steht die Aktion dieses Jahr unter dem Motto „Klimaschutz geht gemeinsam“. Die Umwelt-schützer des WWF wollen darauf aufmerksam machen, dass jeder seinen Teil zum Klimaschutz beitragen kann und muss.

Die Earth Hour findet dieses Jahr bereits zum elften Mal statt. Ihren Anfang nahm die Aktion im Jahr 2007 in Sydney. In den darauffolgenden Jahren breitete sie sich dann über die gesamte Welt aus. Mittlerweile wird die „Stunde der Erde“ auf allen Kontinenten in über 170 Ländern begangen. Weltweit nehmen rund 7.000 Städte teil, allein in Deutschland waren es 241 im vergangenen Jahr.

Weitere Tipps und praktische Anregungen für Freiburgerinnen und Freiburger gibt es auch auf der städtischen Homepage unter www.freiburg.de/co2 . Mit dem Freiburger CO2-Rechner können Bürgerinnen und Bürger ihren individuellen CO2-Ausstoß einfach berechnen und mit dem bundesdeutschen Durchschnitt vergleichen. Das persönliche CO2-Konto kann man speichern und immer wieder aktualisieren, um die Einsparerfolge zu verfolgen.

Wer gerne eine persönliche und kompetente Beratung
über Energieeffizienz im Haushalt möchte, kann sich für das Projekt Zuhause A+++ anmelden und erhält eine kostenlose Energiesparberatung zu Hause. Die Stadt Freiburg bietet die Beratungen in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden Württemberg noch bis Oktober 2018 an. Mehr Informationen und die Anmeldung unter www.freiburg.de/zuhause-a-plus

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Veranstaltungen 

Ausstellungstipp: NATUR UND KULISSE

Ausstellungstipp: NATUR UND KULISSE

Vornehme Parallelgesellschaften im 19. Jahrhundert

MUSEUM LA8
Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts, Baden-Baden
25. März bis 3. September 2017

Ab dem 25. März 2017 zeigt das Museum LA8 in Baden-Baden die Ausstellung „Natur und Kulisse. Vornehme Parallelgesellschaften im 19. Jahrhundert“. Zu den spannendsten Neuerungen des frühen 19. Jahrhunderts zählt die bürgerliche Öffentlichkeit. Gewöhnlich wird diese Entwicklung in sozial- und wirtschaftspolitischen Theorien behandelt. Die Ausstellung dagegen fragt nach dem konkreten Ort, an dem sich die Bürger nach dem Ende adliger Misswirtschaft und kirchlicher Bevormundung zwanglos trafen, einander außerhalb der alten Ständeverfassung begegneten, die Wirkung ihrer neuen Kleiderordnung praktisch ausprobierten, sich amüsierten oder auf einer Bank saßen und das Wetter genossen sowie wo sich Geschäfts- oder Liebesbeziehungen anbahnten: dem Park.

Stadtnahe Landschaftsparks sind komplexe Gebilde. Jenseits bäuerlicher oder frühindustrieller Nutzung wird die Natur gärtnerisch eingehegt, nur um sie desto deutlicher als Natur zu inszenieren. Im Park des frühen 19. Jahrhunderts wurde die Natur kompositorisch arrangiert wie in einem Landschaftsgemälde. Der – bis heute andauernde – Reiz für die Spaziergänger war, frei von unmittelbaren Alltagszwecken in passender Kleidung durch das Gemälde zu flanieren, um teilzunehmen am Sehen und Gesehen werden. Der Parkweg wurde zur Bühne, die Natur zur Kulisse.

Mit dem öffentlichen, für alle zugänglichen Kurpark, der nicht mehr mönchischer Kloster- oder höfischer Schlossgarten war, wird für die Ausstellung der neuartig freie Ort lebendig, der Stadt und Landschaft, Zivilisation und Natur, Künstlichkeit und Wildwuchs, Hochkultur und Entspannung harmonisch miteinander verbinden sollte. Zu sehen sind Gemälde von Courbet und Schirmer, elegante historische Kleidung für die Dame und den Herren, Lebenszeugnisse weltberühmter Musiker und Dichter, architektonische und landschaftsplanerische Modelle und Skizzen, in denen die Anliegen und Leidenschaften als Panorama einer Epoche anschaulich werden.

Auffällig sind die Parallelen zwischen Baden-Baden, Wiesbaden, Bad Ems, Karlsbad und anderen Kurorten, in denen das Kuren bald nur eine unter vielen weiteren Aktivitäten und Angeboten wurde. Mit den öffentlichen Parks schuf sich das frühe Bürgertum die angemessene symbolische Form: einen Erlebnis- und Begegnungsraum der vielen Parallelgesellschaften der sich nun ausdifferenzierenden, pluralisierenden Gesellschaft. Im Park an der Lichtentaler Allee in Baden-Baden trafen sich alle: Gäste und Einheimische, Erholungsuchende und Glückspieler, Alt- und Neureiche, Mätressen und vornehme Damen, berühmte Maler wie August Wilhelm Schirmer oder Gustave Courbet, einflussreiche Architekten wie Friedrich Weinbrenner, bedeutende Musiker wie Johannes Brahms oder Clara Schumann (die in Baden-Baden lebte), Dichter wie Fjodor Dostojewski oder Leo Tolstoi, gekrönte Häupter wie Napoleon III., Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta.

Für das Museum LA8 liegt der konkrete historische Ort, an dem all das geschah und der bis heute besucht und besichtigt werden kann, buchstäblich sehr nahe. Das Museum trägt die Lichtentaler Allee als Kürzel in seinem Namen. Mit und in der Lichtentaler Allee erlebte Baden-Baden im 19. Jahrhundert einen atemberaubenden kosmopolitischen und touristischen Aufstieg – ohne spektakuläres Naturwunder wie den Rheinfall in Schaffhausen, eine große Universität oder altehrwürdiges Münster wie in Straßburg oder Freiburg. Im Gegenteil, die Anziehungskraft des Landschaftsparks selbst löste anspruchsvolle Bauvorhaben aus, die sich als Konversationshaus, Grand-Hotel oder Trinkhalle in die Kulisse aus Baumgruppen, Wiesen und sanften Hängen einfügten.

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit der Kuratorin Dr. Irene Haberland, Bonn, und ist eine Kooperation mit dem Stadtmuseum Baden-Baden. Zu sehen ist sie bis 3. September 2017, begleitet wird die Schau von einem umfangreichen Essayband mit zahlreichen Abbildungen.

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Veranstaltungen 

Freiburg: Nitrat-Diskussion zum „Weltwassertag“

Die Nitratverunreinigung der Böden, die Rolle der Landwirtschaft und die Aufgaben der Wasserwirtschaft sind die Themen einer öffentlichen Podiumsdiskussion, die zum Weltwassertag am 22. März im SWR-Funkhaus in Freiburg stattfindet. Sie wird moderiert vom SWR-Umweltredakteur Werner Eckert.

Veranstalter sind gemeinsam das Regierungspräsidium, das Institut für Hydrologie der Uni Freiburg, das Regierungspräsidium, der Verein Regiowasser sowie der Energie- und Umweltdienstleister badenova als der größte kommunale Wasserversorger in Baden.

Der „Tag des Wassers“ findet seit 25 Jahren jährlich am 22. März statt und ist seinerzeit von der Weltkonferenz "Umwelt und Entwicklung" 1992 in Rio de Janeiro und den Vereinten Nationen ins Leben gerufen worden. Dieses Jahr steht der Tag des Wasser unter dem Motto „Abwasser“. Dabei geht es vor allem um Spurenstoffe im Abwasser, aber auch um Verunreinigungen im Grundwasser. Deutschland und insbesondere auch der Südwesten sind dabei ganz besonders in das Blickfeld gerückt, weil hier seit Jahren die Nitratbelastung des Grundwassers steigt. In der gesellschaftlichen Debatte über die Sicherheit unseres Trinkwassers nimmt das Thema Spurenstoffe einen immer größer werdenden Raum ein.

An der Podiumsdiskussion beim SWR im Funkhaus Freiburg in der Karthäuserstraße nehmen zu dieser Problematik Experten und Betroffene Stellung. Teilnehmer sind: Dr. Christine Stumpp vom Helmoltz Zentrum in München, Jürgen Mair vom Referat Recht und Verwaltung des Regierungspräsidiums Freiburg, Werner Räpple, Präsident des Badischen Bauernverbandes und Johann-Martin Rogg, Prokurist und Wasserexperte bei der badenova. Es moderiert Werner Eckert von der SWR Umweltredaktion. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr, der Eintritt ist frei.

Beim Themenkomplex Abwasser/Trinkwasser wissen die Bürger häufig nicht, welchen Aufwand Wasserversorger wie die badenova leisten, um täglich das gesündeste und bestkontrollierte Lebensmittel Trinkwasser anzubieten:

Jeder Bürger verbraucht nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes 121 Liter Trinkwasser pro Tag. Der Großteil davon, den wir zum Beispiel zum Duschen, Kochen, Waschen, Spülen und Putzen verwenden, verlässt den Haushalt als Abwasser und fließt zusammen mit dem Regenwasser über ein umfassendes Kanalsystem zu den öffentlichen Kläranlagen. Die Entsorgungskosten für das täglich anfallende, häusliche Schmutz- und Niederschlagswasser betragen 37 Cent im Durchschnitt. Bei einer Wochenarbeitszeit von 32,9 Stunden (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2013) finanziert ein deutscher Haushalt mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von einer Minute und 50 Sekunden seinen gesamten Wasser- und Abwasserverbrauch.  Damit zeigt sich: Kommunale Abwasserentsorger sorgen zuverlässig, wirtschaftlich und nachhaltig für die Sammlung, Ableitung und Behandlung des täglich anfallenden, häuslichen Abwassers.





Verschiedenes 

Maya kommt vorerst nicht in den Karlsruher Zoo

Maya kommt vorerst nicht in den Karlsruher Zoo
Nanda / Foto Stadt Karlsruhe

Zirkus macht trotz Vorvereinbarung weiteres Gastspiel mit Elefanten

Die Asiatische Elefantenkuh Maya wird vorerst nicht nach Karlsruhe in den Zoologischen Stadtgarten kommen. Es gab mit Zirkusdirektor Hardy Scholl, dem das Tier gehört, eine Vorvereinbarung. Maya sollte demnach an den Zoo abgegeben werden und nicht mehr reisen. Dafür wurde bereits seit längerer Zeit der kommende Frühsommer angepeilt. Nachdem zwei Termine in Karlsruhe zur Abklärung letzter Details von Seiten des Zirkusdirektors kurzfristig abgesagt wurden, steht jetzt fest, dass Scholl mit dem Elefanten weiter auf Tournee gehen will.

"Wir bedauern diese Entscheidung von Herrn Scholl sehr. Schließlich war für uns klar, dass die Zusammenführung von Maya und Nanda in unserem Tierschutzprojekt der Altersresidenz für Elefantenkühe sehr gut für beide Tiere gewesen wäre", zeigt sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt enttäuscht. Die beiden Elefanten lebten zuvor gemeinsam in dem Zirkus, der hauptsächlich im Berliner Raum gastierte.

Nachdem Nanda vor weniger als einem Jahr an den Karlsruher Zoo wegen ihrer fast vollständigen Erblindung abgegeben wurde, reiste Maya weiter mit dem Zirkus. Da die Herdentiere aber eigentlich nicht alleine gehalten werden dürfen, musste das zuständige Veterinäramt mehrere Sondergenehmigungen ausstellen, die in Kürze ausgelaufen wären.

Nun wurde aus einem Zirkus, der in Holland gastiert, ein weiterer alleinlebender Elefant zum Unternehmen von Hardy Scholl gebracht. Damit war keine weitere Ausnahmegenehmigung für Maya mehr notwendig. "Aufgrund der guten sozialen Kontakte von Maya und Nanda hätten wir diese Tiere gerne bei uns wieder vereint und sehen die aktuelle Vergesellschaftung nicht als optimal an", erläutert Reinschmidt. Der Zirkus ist mit beiden Elefanten derzeit wahrscheinlich auf einem Gastspiel in Ungarn.

Die Vereinbarung zur Abgabe von Maya an den Zoo Karlsruhe wurde auch von der Landestierschutzbeauftragten Dr. Cornelie Jäger unterstützt. Dass der Vorvertrag jetzt vom aktuellen Besitzer von Maya nicht eingehalten wird, ist für Reinschmidt ernüchternd: "Wir wollten Maya und Nanda zusammen einen guten Altersruhesitz bieten und hatten fest mit dem Frühsommer als Übergabetermin geplant. Dass dies jetzt einseitig aufgekündigt wird, ist nicht schön für uns, vor allem aber nicht optimal für die Tiere."

Auch wenn zwischenzeitlich Lina in die Karlsruher Elefanten-Altersresidenz eingezogen ist, stand die Aufnahme von Maya für den Zoo nie zur Disposition. "Lina ist als akuter Notfall zu uns gebracht worden. Bis zum Frühsommer ist sie wahrscheinlich so stabil, dass wir sie bis zur Fertigstellung unserer vergrößerten Außenanlage vorübergehend in einem anderen Zoo unterbringen hätten können. Da sie aktuell keine sozialen Bindungen zu anderen Elefanten hat, wäre dies die beste Lösung gewesen", erklärt Reinschmidt.

Auch wenn die Verärgerung über die Entscheidung des Besitzers von Maya derzeit recht groß ist, schließt Reinschmidt eine spätere Übernahme nicht aus: "Wir werden uns jetzt erstmal auf Lina konzentrieren und eine Vergesellschaftung in unsere Gruppe vorbereiten. Wenn der Umbau der Außenanlage fertig ist und Herr Scholl dann doch noch Maya an uns abgeben möchte, sind wir trotz des jetzigen Unmuts gesprächsbereit."

Mit der Altersresidenz für Asiatische Elefantenkühe wurde im Masterplan des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe dieses besondere Tierschutzprojekt verankert. Damit besteht die Möglichkeit, Zirkuselefanten aufzunehmen, die nicht mehr reisen sollen. Auch eine Übernahme von älteren Zooelefanten, die nicht mehr zusammen mit ihren bisherigen Gruppen leben können, ist denkbar.

zum Bild oben:
Die Elefantenkuh Nanda ist seit vergangenem Jahr in Karlsruhe. Sie wurde aufgrund einer fast vollständigen Erblindung vom Zirkus an den Zoo abgegeben. Davor lebte sie jahrelang zusammen mit Maya. / Foto Stadt Karlsruhe

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Pflanzungen zum "Tag des Baumes"

Neulinge ergänzen Naturlehrpfad der Kleingartenanlage "Reitschulschlag"

Zum "Tag des Baumes" pflanzen alljährlich Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Oberrheinischen Waldfreunde, der Bürgervereine und Schulen sowie Anwohner neue Bäume. Die diesjährige Aktion mit Bürgermeister Michael Obert findet am Montag, 20. März, statt. Schauplatz ist um 12 Uhr die Kleingartenanlage "Am Reitschulschlag" (gegenüber der alten Fahnenfabrik, Lachenweg). Die fünf Neupflanzungen ergänzen den Naturlehrpfad der Kleingartenanlage. Allerdings finden sich darunter keine Fichten, denn der "Baum des Jahres 2017" eignet sich nicht als Stadtbaum.

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Verschiedenes 

Slow Food Deutschland feiert 25-jähriges Jubiläum

Slow Food Deutschland feiert 25-jähriges Jubiläum
Dresden rettet Gemüse / Foto: Friedemann Lätsch

25 Veranstaltungen bundesweit rücken Erzeuger und Produkte in den Fokus, die schon heute im Zeichen eines zukunftsfähigen Lebensmittelsystems und ökologischer Nachhaltigkeit stehen.

Unter dem Motto "25 Jahre Slow Food Deutschland - Weil uns die Zukunft des Essens und unserer Lebensmittelerzeuger wichtig ist" startet Slow Food Deutschland gemeinsam mit den rund 14.000 Mitgliedern das 25-jährige Vereinsjubiläum. In 25 Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen bundesweit sind Verbraucher eingeladen, traditionelles Lebensmittelhandwerk kennenzulernen sowie regionaltypische Arten- und Sortenvielfalt geschmacklich zu entdecken.

Die thematische Bandbreite der Jubiläums-Veranstaltungen reicht von regionaler Esskultur über Lebensmittelverschwendung bis hin zur Ganztierverarbeitung und guter Schulverpflegung. Den Auftakt bildete am 4. März die Donnersberger Glanrindwoche. In neun Restaurants rund um den Donnersberg, im Glantal sowie in Mainz, werden alle Teile des Rinds kulinarisch verarbeitet. Das Glanrind ist seit 2007 Passagier der "Arche des Geschmacks", ein internationales Projekt von Slow Food, das die biokulturelle Vielfalt von Nutztierarten und Kulturpflanzen schützt.

Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und hat inzwischen knapp 14.000 Mitglieder sowie viele Unterstützer, die sich bundesweit in über 85 lokalen Gruppen organisieren und mit verschiedensten Aktivitäten vor Ort engagieren. Slow Food Deutschland hat sich nach Italien zur stärksten Slow Food Bewegung weltweit entwickelt. Während der Verein in Deutschland als Bewegung für den Erhalt des guten Geschmacks und der lokalen Esskultur begann, hat er sich über die Jahre hinweg zu einer politisch orientierten Organisation entwickelt. Ziel ist die dringend notwendige Umgestaltung des Lebensmittelsystems hin zu mehr ökologischer, sozialer, kultureller, politischer sowie ökonomischer Nachhaltigkeit. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks sowie der regionalen Geschmacksvielfalt sind dabei genauso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger und die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln.

"Wir können es uns schlichtweg nicht leisten, in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion so zu wirtschaften wie bislang. Unsere natürlichen Ressourcen sind endlich und die Folgen der industriellen Lebensmittelproduktion gravierend," so die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Ursula Hudson. "Zur Umsetzung eines zukunftsfähigen Lebensmittelsystems ist es unabdingbar auf nationaler und EU-Ebene eine ganzheitliche Ernährungspolitik umzusetzen. Das Vereinsjubiläum möchten wir nutzen, die Öffentlichkeit dafür weiter zu sensibilisieren und sie für Erzeuger und Produkte zu begeistern, die schon jetzt im Zeichen von Zukunftsfähigkeit stehen." Der offizielle Festakt für das Vereinsjubiläum von Slow Food Deutschland findet auf Einladung der Bürgermeisterin und Bremer Senatorin für Finanzen, Karoline Linnert, am 16. Juni 2017 im Bremer Rathaus statt.

Im Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl an Veranstaltungen. Alle 25 Jahre Slow Food Deutschland Veranstaltungen finden Sie unter www.slowfood.de/25_jahre

Baden-Württemberg, Stuttgart: Den Wurzeln guter Milch auf der Spur (1. Juni)

Am Tag der Milch sind die Teilnehmer der Wurzeltour auf dem Reyerhof in Stuttgart eingeladen, der nachhaltigen Erzeugung und -weiterverarbeitung von Milch auf die Spur zu gehen. Bei einem Besuch im Stall während der Melkzeit und einer anschließenden Verkostung können Genussfreudige den deutlichen Unterschieden zwischen verarbeiteten und naturbelassenen Milchen nachschmecken.

Nordrhein-Westfalen, Aachen: Slow Food - Dreiländer-Fritten-Rallye (15. Juli)

In Aachen und den umliegenden belgischen und niederländischen Grenzorten gehört die Fritte zum regionalen kulinarischen Kulturgut. Viele Menschen haben klare Vorstellungen von der "besten Fritte" und davon, wo sie diese bekommen. Die Slow Food - Dreiländer-Fritten-Rallye ist eine Rundtour mit dem Fahrrad zu deutschen, belgischen und niederländischen Frittenbuden. Gemeinsam wird die qualitative und geschmackliche Vielfalt erkundet und gekostet.

Niedersachsen, Hannover: Genuss macht Schule - Food Policy im Lernalltag (13. September)

Über viele Jahre war das Zuhause der zentrale Ort der Essensversorgung unserer Kinder. Mittlerweile übernehmen vor allem am Mittag immer mehr Kindergärten und Ganztagsschulen diese Grundversorgung. Die öffentliche Hand schlüpft zunehmend in die Rolle des "Nährers" von Kindern und Jugendlichen. All dies geschieht in einer Zeit, in der die aktuelle Ernährungspolitik wachsender Kritik ausgesetzt ist, die Nahrungsmittelwirtschaft an ihre Grenzen stößt und ein Umdenken hin zu einem nachhaltigen Lebensmittelsystem von Nöten ist - auch in Schulen und Kindergärten. Verschiedene Impulsvorträge zu Vision und Praxis einer zukunftsfähigen Ernährung in Schulen und Kitas laden Bürger zum Dialog ein.

Hamburg: Rund um die tolle Knolle, Schälen und Kochen mit Eltern und Kindern (17. September)

An diesem Tag steht alles im Zeichen der Kartoffel. Eltern sind gemeinsam mit ihren Kindern eingeladen, Kartoffeln von Söth's Biolandhof weiterzuverarbeiten. Die Knollen kommen direkt aus dem Familienbetrieb am Rand des Dorfes Ahrenviöl, fünfzehn Kilometer westlich von Husum. Angekommen in Hamburg werden die Kartoffeln in der großen Schälmaschine in der Küche "Wackelpeter" von Jens Witte zu einem Überraschungsessen in großen Kesseln und Pfannen zubereitet.

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Verschiedenes 

Weltraumtourismus: Elitärer, umweltzerstörender Millionärs-Weltraumtourismus

Weltraumtourismus: Elitärer, umweltzerstörender Millionärs-Weltraumtourismus
Quelle: BUND Südlicher Oberrhein

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat für das Jahr 2018 eine Mondumrundung mit zahlenden Weltraumtouristen angekündigt. Die Mission biete Menschen die Gelegenheit, "erstmals seit 45 Jahren tief in den Weltraum zurückzukehren" sowie "schneller und weiter in das Sonnensystem zu reisen, als jemals zuvor", erklärte SpaceX-Chef Elon Musk im Februar 2017.

Die Berichterstattung über diese Pläne ist häufig eine Mischung aus Technikbesoffenheit, Heldenverehrung und rückwärtsgewandtem Fortschrittsglauben.

In Zeiten des Klimawandels, Artensterbens und der absehbaren Endlichkeit der Rohstoffe ist elitärer, umweltzerstörender Millionärs-Weltraumtourismus pervers, passt allerdings gut ins zerstörerische Zeitalter des Anthropozän!
Weltraumtourismus zerstört die Umwelt und das Klima. Weltraumtourismus ist das zukünftige (endlich mal ungestörte) Hobby für das reichste Prozent der Weltbevölkerung (70 Millionen Menschen), das über so viel Vermögen verfügt wie der ganze Rest (sieben Milliarden Menschen) zusammen. In einer Zeit in der 795 Millionen Menschen auf der Welt nicht genug zu essen haben, stellt sich nicht nur beim Thema Weltraumtourismus die Frage, ob an den richtigen Themen geforscht wird. Doch in einer Zeit globaler Umweltzerstörung und wachsender weltweiter Gefährdungen haben Themen wie "Tourismus im All" auch etwas geschickt Ablenkendes...

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer




Verschiedenes 

Karlsruhe: Kap kommt zurück nach Karlsruhe

Karlsruhe: Kap kommt zurück nach Karlsruhe
Eisbär Kap kehrt zurück / Foto: Siegfried W. Kloth, Tierpark Neumünster

Eisbär aus Neumünster soll im Zoologischen Stadtgarten für Nachwuchs sorgen

Mit dem männlichen Eisbären Kap wird noch in diesem Frühjahr ein alter Bekannter nach Karlsruhe zurückkehren. Derzeit lebt er im Tierpark Neumünster. Mit der Karlsruher Eisbärin Nika soll er in den kommenden Jahren für Nachwuchs sorgen. Im Gegenzug verlassen Vitus und Larissa Karlsruhe in Richtung Neumünster.

Die drei Karlsruher Eisbären wurden von einem Experten-Team des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin (IWZ) untersucht. Dabei kam heraus, dass Vitus unfruchtbar und Larissa zu alt für die Zucht ist, Nika aber Nachwuchs bekommen könnte. Kap ist mit seinen 16 Jahren im besten Eisbärenalter und bringt außerdem zum Züchten wertvolle Gene mit, da er aus der Moskauer Blutlinie stammt, die ansonsten in Deutschland nicht vertreten ist.

"Es ist für beide Zoos eine sinnvolle und schöne Lösung", betont Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Nur ausgewählte Zoos dürfen züchten, da die Nachzuchten optimal untergebracht werden müssen und darauf geachtet wird, dass keine Inzucht zustande kommt. Einigen im Zuchtbuch beteiligte Zoos und Tierparks kommt dagegen die Rolle zu, ältere oder auch zuchtunfähige Eisbären gut unterzubringen. Vitus und Larissa können so zusammen in Neumünster leben, Kap und Nika werden gemeinsam in Karlsruhe untergebracht. "Die Zusammenarbeit der Zoos ist für die erfolgreiche Zucht sehr wichtig. Wir sind sehr froh, mit Neumünster diese Lösung realisieren zu können", erklärt Reinschmidt.

„Kap darf sich demnächst mit einer hübschen Eisbärendame vergnügen, das gönnen wir ihm alle von Herzen, und Neumünster hat bald wieder zwei Eisbären“, so Verena Kaspari, Zoologische Leiterin des Tierparks Neumünster. Kap kam als junger Bär 2001 von Moskau nach Karlsruhe, zog 2004 in den Tierpark Neumünster um. Er kennt die Eisbärin Nika noch aus dieser Zeit, war damals jedoch zu jung, um für Nachwuchs zu sorgen.

Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN gibt es weltweit 22.000 bis 31.000 wildlebende Eisbären. Die IUCN stuft Eisbären als gefährdete Tierart ein und befürchtet einen Einbruch der Populationen um mindestens 30 Prozent in den kommenden 45 Jahren. Mit Blick auf den Gefährdungsstatus gewinnt die Erhaltungszucht kontinuierlich an Bedeutung. Momentan leben in Deutschland 26 Eisbären in zwölf verschiedenen zoologischen Einrichtungen.

zum Bild oben:
Eisbär Kap wird bald nach Karlsruhe zurückkehren. / Foto: Siegfried W. Kloth, Tierpark Neumünster

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