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Verschiedenes 

NABU fordert Kohle-Ausstieg und eine neue EU-Agrarpolitik

NABU fordert Kohle-Ausstieg und eine neue EU-Agrarpolitik
Weißstorn (c) NABU/Natalie Meyer

Bundesvertreterversammlung tagte in Hamburg

Hamburg/Berlin – Der NABU hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, den Klimaschutz national und international stärker voranzutreiben und sich endlich für eine andere EU-Agrarpolitik einzusetzen. Deutschland muss bei der UN-Klimakonferenz Anfang Dezember in Polen mit den Ergebnissen der Kohlekommission deutliche Signale setzen. Denn in Kattowitz wird nicht nur das Regelwerk des Pariser Klimaabkommens verhandelt, auch die nationalen Klimaschutz-Beiträge müssen noch deutlich gesteigert werden. Die Weltgemeinschaft, die im Zentrum der polnischen Kohlewirtschaft zusammenkommt, blickt mit Spannung nach Deutschland und wartet auf ein beispielgebendes, deutliches Signal beim Kohleausstieg.

„Der Klimawandel ist Alltagsrealität. Der Dürresommer in diesem Jahr zeigt nur eines von vielen Problemen, denen sich Deutschland künftig noch vermehrt stellen muss. Umso dringlicher ist es, alles zu versuchen, die Klimaschutzziele 2020 noch zu erreichen“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Untrennbar mit dem Klimaschutz verbunden ist auch ein Umsteuern in der Landwirtschaft. Die herrschende EU-Agrarpolitik zwingt die deutschen Bauern dazu, das Letzte aus Äckern und Ställen herauszupressen, unter hohem Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Darunter leiden Artenvielfalt und Klima gleichermaßen. Scharf kritisierte der NABU-Präsident die zuständige Ministerin Julia Klöckner. Sie sei trotz fortgeschrittener EU-Verhandlungen immer noch nicht in der Lage oder willens eine deutsche Position zu kommunizieren. „Offenbar scheut Frau Klöckner eine offene Debatte über ein System, das selbst ihre eigenen Berater als schädlich und völlig ungeeignet bezeichnet haben“, so Tschimpke.

Rund 260 NABU-Delegierte tagten am Wochenende zur NABU-Bundesvertreterversammlung in Hamburg und verabschiedeten eine Resolution, die von der Bundesregierung entschlossenes Auftreten beim Agrarministerrat am 19. November 2018 verlangt. Des Weiteren bekannten sich die NABU-Delegierten zu einer starken EU. Die anstehende EU-Wahl sei entscheidend, um die Ziele des Naturschutzes zu sichern.

Zum Klimaschutz gehörten wiederum auch mutige Schritte im Verkehrsbereich. Von der „Nationalen Plattform Mobilität“ der Bundesregierung bis Ende des Jahres müsse ein klares Signal ausgehen, wie die Klimaschutzziele im Verkehr endlich eingehalten würden. Es gäbe eine ganze Reihe an sinnvollen Maßnahmen, wie der Klimaschutz auch auf der Straße umgesetzt werden kann. Das Verkehrsministerium dürfe sich nicht länger von der Autoindustrie rumschubsen lassen, die bisher bei jeglichen wirkungsvollen Ideen im Verkehr auf der Bremse steht.

Der Landesverband NABU-Hamburg war in diesem Jahr Gastgeber der Bundesvertreterversammlung. Alexander Porschke, Vorsitzender beim NABU Hamburg, weißt noch mal explizit auf die doppelte Abgasbelastung in der Hansestadt hin: „Eine Stadt wie Hamburg muss sich doppelt anstrengen, um seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Neben der Reduktion der Schadstoffbelastung durch den Straßenverkehr fordern wir, dass die Stadt endlich ihre Bürger auch vor dreckigen Schiffsabgasen schützt. Eine Landstromanlage, die von den Steuerzahlern teuer bezahlt wurde, muss nun mindestens auch von den Kreuzfahrtschiffen genutzt werden.“

Der NABU Hamburg arbeitet eng mit dem NABU Bundesverband zusammen, wenn es um höhere Umweltstandards in der Kreuzfahrt- und Schiffsindustrie geht. Als Stadtverband mit mehr als 23.000 Mitgliedern blickt der Landesverband mittlerweile auf 111 Jahre erfolgreiche Naturschutzarbeit. Er ist nicht nur politischer Treiber, wenn es um Erhalt von Hamburgs Grün geht, sondern bietet Naturschutzmachern zahlreiche Möglichkeiten Naturerlebnisse zu erleben und selbst bei der Gestaltung der „StadtNatur“ mitzuwirken.

Die NABU-Bundesvertreterversammlung tagte am 17. und 18. November in Hamburg.
Weitere Informationen zur Klimapolitik: www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/klima-und-luft/klimaschutz-weltweit/25094.html

Der NABU ruft zur Demonstration „Kohle stoppen – Klimaschutz jetzt!“ am 1. Dezember in Köln und Berlin auf. Getragen von einem breiten Bündnis Umwelt- und zivilgesellschaftlicher Organisationen werden um 12 Uhr viele Tausend Menschen in Köln von der Deutzer Werft zum Dom und in Berlin vom Kanzleramt zur Friedrichstraße ziehen. Mehr Infos unter: www.klima-kohle-demo.de

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Verschiedenes 

Arche-Passagier von Slow Food wächst über Grenzen hinaus

Der Laufener Landweizen ist die einzige regionale Landweizensorte in der bayerisch-österreichischen Grenzregion Rupertiwinkel und Salzburger Alpenvorland. Seit er vor rund 20 Jahren wiederentdeckt wurde tritt ein Netzwerk aus Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft und Lebensmittelhandwerk für seinen Fortbestand ein - ab sofort mit Unterstützung von Slow Food Deutschland.

Im Jahr 1996 fand der Landschaftsökologe Heinz Marschalek 40 Körner des Laufener Landweizens in einer Samenbank und baute diese versuchsweise an. Daraus entwickelte sich der bis zu zwei Meter hohe goldrote Weizen, der wertvolle ursprüngliche Inhaltsstoffe und Eigenschaften aufweist. Die alte Landsorte passt sich gut an die lokalen Böden und das niederschlagsreiche Klima an. Durch seinen ökologischen Anbau werden Naturräume und Ressourcen geschont, seine Felder beheimaten eine bemerkenswerte Artenvielfalt. Der Laufener Landweizen ist keine Hochleistungssorte. Sein Ertrag liegt bei etwas unter der Hälfte gegenüber anderen Weizenerträgen im biologischen Anbau. Solange dieser Minderertrag nicht über den Preis der Produkte ausgeglichen werden kann, ist er wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig. Landwirtinnen und Landwirte, Müllerinnen und Müller sowie Handwerkerinnen und Handwerker aus Bäckereien sowie Brauereien arbeiten Hand in Hand, um Verbraucherinnen und Verbraucher von seinem Wert und Preis zu überzeugen und seinen Anbau in Bayern und Österreich zu etablieren. Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: "Das kluge Netzwerk rund um den Laufener Landweizen trägt dazu bei, dass diese standortangepasste Rarität unter den Weizensorten in einer modernen ökologischen Landwirtschaft Fuß fasst. Zurecht, denn er ist nicht nur ein echter Blickfang in der Kulturlandschaft, sondern auch eine nährstoffreiche Zutat für die lokale Küche".

Für das Handwerk machen ihn seine guten Backeigenschaften sowie sein ausgezeichneter Geschmack in weiterverarbeiteten Produkten attraktiv. Er hat eine feine, nussige, mild süße Note, die sich besonders in Süßgebäck entfaltet. Im Vergleich zum konventionellen Weizen aus dem Supermarkt weist er deutlich höhere Mengen an Gesamtcarotinoiden auf. Für Wolfram Adelmann von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) zeigt der Laufener Landweizen auf, wie ökologischer Anbau, Naturschutz, gute Erzeugnisse und faire Preise für die Region zusammengehen können. "Im Zentrum seiner Wiederentdeckung und Vermarktung steht die regionale Wertschöpfung und er ist ein wunderbares Gegenbeispiel zur aktuellen Entwicklung von ,immer größer, immer schneller und immer billiger', die auf Kosten der Umwelt, der Natur und der Gesundheit der Menschen stattfindet", so Adelmann.

Der Laufener Landweizen wird von Slow Food Österreich seit 2017, von Slow Food Deutschland seit 2018 unterstützt. Die betreuende Regionalgruppe Chiemgau-Rosenheimer Land stellt bei einem gemeinsamen Abendessen in Teisendorf am 19.11.2018 die Potentiale des Landweizens vor.

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Veranstaltungen 

5. Internationales Greenmotions Filmfestival

5. Internationales Greenmotions Filmfestival
Reluctant (C) Radical

Freiburg im Breisgau, 15. – 18. November 2018

* Vier Tage regionale und internationale Dokumentationen und Kurzfilme unter dem Motto „Über Nachhaltigkeit Hinaus“

* Programmhöhepunkte: Kurzfilmwettbewerb; Sonderpreis „Millennials in Motion“; Fahrraddisko und Fahrradkino

Unter dem Motto „Über Nachhaltigkeit Hinaus“ findet vom 15. – 18. November 2018 das fünfte internationale Greenmotions Filmfestival im Kommunalen Kino im alten Wiehrebahnhof, Urachstrasse 40 statt. In diesem Rahmen zeigt der Verein Greenmotions e. V. regionale und internationale Filme, die sich lösungsorientiert, jenseits Fragen der Nachhaltigkeit, mit der Regeneration und dem Wiederaufbau zerstörter Ökosysteme auseinandersetzen. Am Donnerstag beginnen die Vorführungen ab 18 Uhr, am Freitag ab 17 Uhr und am Samstag ab 13 Uhr. Am Sonntag startet das Programm um 11 Uhr zunächst in der katholischen Akademie, Wintererstrasse 1. Im “Fahrradkino” angetrieben von Fahrrädern wird der Film “The End of Meat - Eine Welt ohne Fleisch” vorgeführt. Um 13 Uhr wird das Programm im kommunalen Kino fortgesetzt. Der 52-minütige Stummfilm “Kamtchatka Bears.Life begins” um 16 Uhr eignet sich auch für Kinder.

Das Finale des Festivals bildet am Sonntag ab 19.00 Uhr der internationale Kurzfilmwettbewerb und die anschließende Preisverleihung. Geehrt werden die schönsten Kurzfilme und die besten Dokumentationen in den Kategorien “Publikumsliebling”, “Millenials in Motion” sowie “Jurypreis für Langfilme” .

Insgesamt werden vierzehn Dokumentationen und zehn Kurzfilme zu sehen sein, die sich vielseitigen Themen wie solidarische Landwirtschaft, Bedingungslosem Grundeinkommen, zivilem Ungehorsam, fleischloser Ernährung, Klimagerechtigkeit, Bildung und Achtsamkeit sowie innovativer Energieversorgung widmen. Im Anschluß an die Filmvorführungen finden Gespräche mit den Filmschaffenden statt.

Das Gesamtprogramm kann online unter www.greenmotions-filmfestival.de eingesehen oder als pdf-Datei heruntergeladen werden: http://greenmotions-filmfestival.de/wp-content/uploads/2018/10/Greenmotions_Progr ammflyer_2018.pdf

Es wird empfohlen Plätze zu reservieren unter www.koki-freiburg.de. Die BesucherInnen entscheiden nach den Filmen selbst, wieviel sie bezahlen möchten.

NEUE THEMEN und PROGRAMM - HIGHLIGHTS:

>>> individueller und gesellschaftlicher Wandel

Unter dem Motto “Going beyond Sustainability - Über Nachhaltigkeit hinaus” präsentiert das Festival vier Filme zu individuellem und gesellschaftlichem Wandel. Den Auftakt des Festivals am Donnerstag, 15. November um 18 Uhr bildet Kurt Langbeins Film “Zeit für Utopien“, in dem Menschen und Initiativen mit Gemeinschaftssinn Alternativen zum kapitalistischen Profitstreben und Wegwerfgesellschaften aufzeigen. In dem anschließenden Film “Free Lunch Society” geht Christian Tod der Frage nach, wie eine Gesellschaft mit Bedingungslosem Grundeinkommen funktionieren kann.

In der Dokumentation “Das stille Leuchten - Die Wiedereroberung der Gegenwart” am Freitag um 20.30 Uhr untersucht Anja Krug Metzinger wie Kinder durch mentales Training nachhaltig gestärkt werden können. Der Film ist für den Sonderpreis “Millenials in Motion” nominiert.

In “Living the Change“ präsentieren Antoinette Wilson und Jordan Osmond Menschen, die eine nachhaltige und regenerative Lebensweise umsetzen und so als Teil des Ganzen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

>>> friedlicher Aktivismus

Am Freitag, 16. November stehen ab 17 Uhr die für den diesjährigen Sonderpreis „Millenials in Motion“ nominierten Kurzfilme und Dokumentationen auf dem Programm. Dieser Filmpreis richtet sich an die Jugend und ihren Aktionismus in Bezug auf den Klimawandel. Die Protagonisten der Filme machen sich stark für eine zukunftsfähigere Gesellschaft.

Ziviler Ungehorsam ist die treibende Kraft des Umweltschützers Ken Ward der in dem Film “The Reluctant Radical” von Lindsey Grazel am Samstag, 17. November um 21 Uhr portraitiert wird. Der Film feiert auf dem Festival seine Deutschlandpremiere.

>>> Energie und Landwirtschaft

Die diesjährige Programmauswahl macht deutlich, dass an den Themen Energie und Landwirtschaft nach wie vor ein ungebremstes Interesse herrscht. Am Samstag, 17 November um 13 Uhr widmet sich das Programm mit dem Film “Saving the Dark” von Sriram Murali dem Thema Lichtverschmutzung. Die anschließenden Filme „SunGanges“ von Valli Bindana und „Energy Pioneers“ von Samuel Stefan diskutieren alternative Energiekonzepte. Der Film “Klimakiller Holzkohle” von Vivien Pieper und Johannes Bünger am Sonntag, 18 November um 17.30 klärt über die Auswirkungen der Holzkohleproduktion auf den Klimawandel auf.

Am Sonntag, 18 November um 13 Uhr setzten sich die Filmemacher Bodo Kaiser und Georg Löser in dem Film „Im Abseits von Green City: Die Bauern vom Dietenbach“ mit dem regionalen Konflikt zwischen Stadtplanung, Landwirtschaft und Naturschutz auseinander. Um 14.30 Uhr werden zwei Kurzfilme zum Thema solidarische Landwirtschaft gezeigt: “Ernten was man sät” von Christian Beyer und “60 seasons” von Jeanette Breward.

>>> Fahrradkino und Fahrraddisko

Die Afterparty des Filmfestivals findet am Freitag, 16. November ab 22:00 Uhr im Anschluß an die Filmvorführungen als Fahrraddisko im Freizeichen/ArTik e.V., Haslacherstr. 25, statt: Radfahrende Partygäste liefern die elektrische Energie für die Soundanlage aus eigener Muskelkraft zur Musik der Kopfkino Crew.

Am Sonntag, 18. November ab 11 Uhr können die Zuschauer*innen im Fahrradkino den Strom für den Film „The End of Meat“ von Marc Pierschel in der katholischen Akademie, Wintererstraße 1, selbst erzeugen.

Beim Sonderteil des Festivals für Freiburger Schulen findet am Freitag, 9. November im Goethe Gymnasium und am Montag, 12. November im Evangelischen Montessori Schulhaus in Zusammenarbeit mit dem Verein Solare Zukunft e.V. Fahrradkino-Vorstellungen statt. Die Schülerinnen und Schüler produzieren den Strom für den Filmprojektor mit Hilfe von Fahrrädern selbst. Die Schülerinnen und Schüler sehen ausgewählte Kurzfilme aus dem internationalen Wettbewerb.

Veranstalter des Greenmotions Filmfestivals, das 2014 von Studierenden der Universität Freiburg i.Br. gegründet wurde, ist der gemeinnützige in Freiburg ansässige Verein Greenmotions e.V.

Mehr Informationen zum Greenmotions Filmfestival online ...

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Verschiedenes 

NABU: Storchenjahr besser als erwartet

NABU: Storchenjahr besser als erwartet
Weißstorn (c) NABU/Natalie Meyer

Im Westen nehmen Storchenbrutpaare weiter zu, im Osten geringerer Bruterfolg

Berlin – Während sich die Störche schon in ihren afrikanischen und spanischen Winterquartieren von ihrer langen Reise erholen, zieht der NABU eine erste Bilanz der diesjährigen Brutsaison. „Der Bruterfolg war trotz der anhaltenden Trockenheit in den meisten Regionen besser als erwartet“, sagte Christoph Kaatz, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz.
Zwar begann die Brutsaison 2018 vor allem in den ostdeutschen Bundesländern sehr zögerlich, denn viele Störche wurden durch einen Wintereinbruch in Bulgarien und Rumänien an der Rückkehr gehindert. Viele kamen später als üblich zurück und der Brutbestand ging leicht zurück.
In den westlichen Bundesländern nahm die Zahl der Störche dagegen, wie in den Vorjahren, weiter zu. „Die Weststörche ziehen zumeist nicht mehr nach Afrika, sondern überwintern bereits in Spanien, mit der Folge, dass eine größere Zahl zu uns zurückkehrt“, so Kaatz. Die Überwinterung in Spanien sei also die Hauptursache für den rasanten Wiederaufstieg des Weißstorchs im Westen.

Während im verregneten Sommer 2017 zahlreiche Jungstörche der Nässe und Kälte zum Opfer fielen, kamen in diesem Jahr Sonne und Wärme den Jungstörchen eher entgegen. Dass es trotzdem nicht in allen Regionen zu einem erfolgreichen Storchenjahr reichte, liege an der langen Trockenheit. „In Regionen mit vielen Feuchtwiesen und Flussauen gab es mehr Jungstörche als in anderen Regionen, da dort genügend Futter zur Verfügung stand“, so der NABU-Storchenschützer Kaatz. Weißstörche seien auch bei der Nahrungswahl flexibel: Gibt es wenig Regenwürmer und Frösche, weichen sie auf Insekten und Mäuse aus.

In Sachsen-Anhalt und Niedersachsen lag der Bruterfolg bei fast zwei Jungen pro Paar, in Thüringen und Baden-Württemberg sogar darüber. Hessen verzeichnete 2018 eine Zunahme der Bestände um zehn Prozent auf derzeit 700 Paare. In Teilen Brandenburgs war es dagegen vergleichsweise nur ein durchschnittliches Jahr für den NABU-Wappenvogel.

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Bürgerhaus in Ornbau wird gefördert

Bürgerhaus in Ornbau wird gefördert
Ornbau: Bürgerhaus Altstadt (c) Schabe / DSD

Feuchtigkeit als Gefahr von unten wie von oben

Für die Dachinstandsetzung am Bürgerhaus, Altstadt 7 in Ornbau stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr dank der Lotterie GlücksSpirale 60.000 Euro zur Verfügung. Am Mittwoch, den 7. November 2018 um 11.00 Uhr überbringt bei einem Presse- und Fototermin vor Ort Manfred Kiesel, Ortskurator Dinkelsbühl der DSD, den symbolischen Fördervertrag an den Ersten Bürgermeister Heinz Baum.

Der zweigeschossige Walmdachbau mit Geschossgliederung und geohrten steinernen Fenstergewänden aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stand lange leer. In der Folge muss nun die verschlissene Dachhaut saniert werden, durch die Feuchte eingedrungen ist und die Deckenbalken und Sparrenfußpunkte zerfressen hat. Zudem müssen zerstörte Mauerlatten beseitigt, fehlende Kopf- und Fußbänder erneuert sowie die Dachstuhlkonstruktion ertüchtigt werden. Das bauzeitliche Kehlbalkendach besitzt einen liegenden Stuhl und eine Stützenreihe in der Mitte der ersten Dachebene sowie einen liegenden Stuhl in der zweiten Dachebene. Ein bemerkenswertes Detail sind die vier im Dachbereich verzogenen Kaminzüge, die heute noch ihre markanten von zwei kreuzgewölbten Funkenfängen bekrönten Kaminköpfe besitzen.

Das Anwesen Altstadt 7 in Ornbau ist ein äußerst stattlicher und in bemerkenswerter Geschlossenheit überlieferter Bau. Der erkennbar hohe architektonische Anspruch spiegelt den Rang des in fürstbischöflichen Diensten stehenden und später geadelten Bauherrn Johann Philipp Riedel wider. Die streng symmetrisch gegliederte fünfachsige Barockfassade lädt durch eine in der Mitte vorgelegte Freitreppe zum Betreten des Hauses.

Im Inneren erschließt sowohl im Erdgeschoss wie im Obergeschoss ein Längsflur die einzelnen Räume. Eine Stiege als Winkeltreppe wurde nördlich in dem hallenartigen barocken Entree an die Flurzone angelagert. Trotz später eingefügter Wände ist die Grundrissstruktur der Eingangshalle nahezu unverändert und mit einer Fülle an bauzeitlichen Ausstattungsdetails überkommen. Dazu gehören aufwendig gestaltete Brettbaluster, runde Eichensäulen, bauzeitliche Rahmenfüllungstüren und -schlösser sowie die Stuckdeckenspiegel. Die Schablonenwandmalereien unter der heutigen Tapete stammen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Besonders eindrucksvoll sind die als Enfilade gestalteten Hauptwohnräume im Obergeschoss.

Das repräsentative Gebäude, das die vergangenen 280 Jahre ohne größere Eingriffe überstanden hat, ist an allen vier Gebäudeseiten auch im Sockelbereich durch die aufsteigende Feuchtigkeit gefährdet.





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Europäischer Rechnungshof kritisiert Vorschläge zur künftigen EU-Agrarpolitik

Europäischer Rechnungshof kritisiert Vorschläge zur künftigen EU-Agrarpolitik
(c) NABU/Natalie Meyer

Umwelt- und Klimaprobleme werden so nicht gelöst – pauschale Direktzahlungen sind ungerechtfertigt

Berlin/Brüssel, 8. Nov. 2018 – In einem am heutigen Mittwoch vorgestellten Bericht übt der Europäische Rechnungshof fundamentale Kritik am bisherigen Kommissions-Vorschlag zur Ausgestaltung der künftigen EU-Agrarpolitik ab 2021. Der Vorschlag werde der Notwendigkeit eines ambitionierteren Umweltschutzes nicht gerecht, so der Rechnungshof.

Im Zentrum der Kritik stehen die flächenbasierten Direktzahlungen. Sie machen in Deutschland derzeit fast 80 Prozent des Gesamt-Agrarbudgets aus. Diese Gelder werden nach Flächenbesitz vergeben: Je mehr Fläche ein Landwirt besitzt, desto mehr Geld erhält er – ungeachtet dessen wie gewirtschaftet wird, ob umweltverträglich oder hoch-intensiv. Der Rechnungshof kritisiert, dass die Mitgliedstaaten weiterhin gezwungen werden, solche flächenbasierten Direktzahlungen auszuschütten. Obwohl inzwischen klar sei, dass dieses Modell nicht die bestehenden Umwelt- und Klimaprobleme lösen kann. Andere Modelle seien dazu besser geeignet.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Wie viele Gutachten und Studien braucht es noch, damit die EU endlich von ihrem umweltschädlichen Kurs in der Agrarpolitik abrückt? Die milliardenschweren Direktzahlungen schaden nachweislich Natur und Umwelt. Und die EU verschwendet Milliarden an Steuergeld. Wir brauchen endlich eine EU-Agrarpolitik, die Umwelt und Klima schützt – und nicht hochsubventioniert und sehenden Auges zerstört.“ Bislang habe es die EU-Kommission nicht geschafft aufzuzeigen, wie sie die Klima- und Umweltprobleme im Agrarbereich künftig lösen möchte.

Die Kontrollbehörde bemängelt in ihrem Bericht zudem, dass ihr bis heute keine stichhaltige Datengrundlage vorliegt, die die Direktzahlungen als Einkommensunterstützung für Landwirte rechtfertigen würde. So sollen die Mitgliedstaaten auch künftig keinerlei Daten liefern müssen, wie die Einkommensverhältnisse der Landwirte tatsächlich aussehen – und das, obwohl der Großteil des EU-Agrarhaushalts weiter in die Pauschalzahlungen fließen wird.

Für die Beibehaltung dieser Direktzahlungen lobbyieren in Brüssel und Berlin der Europäische und Deutsche Bauernverband. Das Europäische Parlament und der Europäische Rat möchten weiterhin an ihnen festhalten. Die Berichterstatterin des Parlaments, Esther Herranz Garciá (EVP) kündigte unlängst an, sogar 70 Prozent der Ersten Säule im Agrarhaushalt für Direktzahlungen festschreiben zu wollen.

„Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner hat bislang noch nicht durchblicken lassen, wie sich Deutschland zur künftigen Agrarpolitik positionieren wird. Aber im Sinne von uns Steuerzahlern und der Umwelt muss sie sich für einen deutlich naturverträglicheren Kurs aussprechen“, so Miller.

Der Rechnungshof moniert in seinem Bericht zudem, dass unklar sei, wie die Kommission erreichen möchte, dass die Mitgliedstaaten jene Instrumente wählen und finanzieren, die mehr Umweltverträglichkeit ermöglichen. Bereits in der Vergangenheit hatte der Rechnungshof mehrfach die Ausgestaltung der bisherigen EU-Agrarpolitik kritisiert. Er forderte in aller Deutlichkeit, dass künftige Ausgaben für landwirtschaftliche Betriebe auf ehrgeizigen und relevanten Leistungszielen beruhen sollen – damit kritisierte die Kontrollbehörde auch, dass die Landwirtschaft in Sachen Umwelt- und Klimaschutz bislang kaum vorankommt.

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Zahl des Monats: Jede Sekunde werden über 1.300 Tonnen CO2 ausgestoßen

NABU: 1,5°C-Ziel bedeutet bis 2050 Null-Emissionen

Berlin – Jede Sekunde werden weltweit über 1.300 Tonnen CO2 ausgestoßen. Der NABU fordert mit Blick auf die kommende UN-Klimakonferenz in Polen, weltweit Null-Emissionen bis 2050. Nur so kann die Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5°C erreicht werden, um Schäden für Menschen und Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Wenn das Ziel der Null-Emissionen erreicht werden soll, muss eine grundlegende Veränderung unseres Lebens und Wirtschaftens, und zwar in allen Bereichen, stattfinden. Das bedeutet letztendlich weniger Verbrauch und eine effizientere Nutzung von Ressourcen und Energie. Die Landnutzung muss nachhaltiger und fossile Energieträger müssen vollständig durch naturverträgliche erneuerbare Energien ersetzt werden.

Der NABU fordert daher von der Kohlekommission, dass ein ambitionierter Kohleausstieg verhandelt wird. Noch vor 2020 müssen die dreckigsten Kraftwerke vom Netz gehen. Auf der Weltklimakonferenz muss das Regelwerk für das Pariser Klimaabkommen festgelegt werden. Klimaschutz ist nur wirksam, wenn die Regeln für alle Staaten gerecht und eindeutig sind. Sonst wird das 1,5°C-Ziel nicht erreicht.





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Die Klostermühle in Schönthal erhält die Bronzeplakette der DSD

Die Klostermühle in Schönthal erhält die Bronzeplakette der DSD
Schoenthal: Klostermuehle (c) Schabe / DSD

Im öffentlichen Interesse erhaltenswert

Vor zwei Jahren stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die statische Instandsetzung der Dachkonstruktion des Klostermühlengebäudes, Thurau Nr. 11 in Schönthal 30.000 Euro zur Verfügung. In diesen Tagen nun erreicht Denkmalbesitzer Maximilian Rohrmüller eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Tafel soll das Engagement der privaten Förderer der Denkmalstiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung halten und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert stammende, 1830 erneuerte und 2011 stillgelegte Klostermühle in Thurau, die bis zur Säkularisation zu dem im 10. Jahrhundert gegründeten Augustinerkloster gehörte, ist eines von über 440 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Mehrere Wasserläufe umgeben das Mühlenanwesen am südöstlichen Ortsrand von Thurau, das wenige Kilometer östlich der Gemeinde Schönthal in einer äußerst reizvollen landschaftlichen Umgebung liegt. Zur Mühle, dem Haus Nr. 11, gehören ein Wohnhaus mit Halbwalmdach und verschindeltem Giebel, Gewölbe-Stallungen und ein Stadel.

Das eigentliche Mühlengebäude mit vorhandener technischer Ausstattung ist zweigeschossig. Das Mühlengebäude wurde wohl um 1700 errichtet. Aus der Erbauungsphase stammen die wesentlichen Bau- und Grundrissstrukturen des Gebäudes und das bauzeitliche Dachwerk, ein in der Konstruktion regionaltypisches Kehlbalkendach. Der Eingang befindet sich auf der Hofseite im Norden. Die technische Ausstattung stammt aus dem späten 19. Jahrhundert bis hinein in die frühen 1950er Jahre. Die Wohnräume der Müllerfamilie lagen im Osten. Die einfach gehaltenen Zimmer mit Weißdecken erhielten ihre Gestaltung nach 1830, nachdem die Vorfahren der heutigen Eigentümer die Mühle erworben hatten. Die Wohnausstattung hingegen stammt aus der Zeit um 1914. Im Westen des Gebäudes verläuft der Mühlbach, der Triebwerkskanal. Hier befinden sich die unterschlächtigen Mühlräder, von denen wesentliche Teile der Eisenkonstruktionen noch erhalten sind.

Aufgrund seiner Baugeschichte, aber auch aufgrund seiner weitgehend originalen und kaum veränderten Ausstattung ist die Klostermühle in Thurau ein bedeutendes Bau- und Kulturdenkmal, dessen Erhalt im öffentlichen Interesse liegt.







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