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Verschiedenes 

Karlsruhe: Flusspferd Karl Wilhelm gestorben

Karlsruhe: Flusspferd Karl Wilhelm gestorben
Karl Wilhelm ist im tschechischen Zoo Dvůr Králové gestorben / Foto: Zoo Klrh

Der zweijährige Flusspferdbulle Karl Wilhelm ist im Zoo Dvůr Králové nach einer Beißattacke eines weiblichen Flusspferds gestorben. Karl Wilhelm wurde zum 300. Stadtgeburtstag am 17. Juni 2015 im Zoologischen Stadtgarten geboren. Nachdem er zu alt geworden war, um weiter bei seinen Eltern zu bleiben, wurde er am 9. Juni in den tschechischen Zoo abgegeben, wo er mit zwei Flusspferdweibchen eine sehr große Naturanlage bewohnte.

Kurz nach dem Umzug war es schon zu aggressivem Verhalten eines der beiden Weibchen gegenüber Karl Wilhelm gekommen, was bei einer Vergesellschaftung jedoch nicht unüblich ist. Dieses Verhalten legte sich vorerst wieder, die Tiere lagen auch direkt zusammen. Dann kam es jedoch zu einer heftigen Beißattacke, bei der Karl Wilhelm schwer am Hinterbein verletzt wurde.

Von den Mitarbeitern im Zoo Dvůr Králové wurde der junge Flusspferdbulle ins Winterquartier gebracht und dort tierärztlich und tierpflegerisch sehr gut versorgt. Dennoch starb das in Karlsruhe als Besucherliebling bekannte Tier. Karl Wilhelm war das erste Flusspferd, das nach 14 Jahren im Karlsruher Zoo geboren wurde. Die Nachwuchspause ging auf die Empfehlung des Zuchtkoordinators für Flusspferde zurück, denn die mittlerweile jeweils 30 Jahre alten Kathy und Platsch hatten lange Jahre für den Gen-Pool eher uninteressante Erbanlagen.

"Auch wenn solch tragische Ereignisse nie bei einer Vergesellschaftung ausgeschlossen werden können, ist es für uns dennoch sehr traurig, diese Nachricht zu erhalten", betont der Karlsruher Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Karl Wilhelm war für den Aufbau einer neuen Zuchtgruppe im Zoo Dvůr Králové vom Zuchtbuchkoordinator ausgewählt worden.

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Verschiedenes 

Gemeinsam für den Artenschutz

Gemeinsam für den Artenschutz
Schneeleopardenpärchen in der neuen Himalayaanlage (c) Zoo Leipzig

Zoo Leipzig übergibt 10.000 Euro an den WWF Deutschland

Leipzig, 12.08.2017. Die Entdeckertage Artenschutz gaben heute den perfekten Rahmen für die Übergabe eines Spendenschecks in Höhe von 10.000 Euro an den WWF Deutschland durch Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Die seit letztem Jahr bestehende Kooperation „Team Leopard Leipzig“ unterstreicht das Engagement unterschiedlicher Institutionen für die große gemeinsame Aufgabe des Artenschutzes im natürlichen Lebensraum ebenso wie im Zoo. „Es war uns ein besonderes Anliegen, unsere Partnerschaft und unsere gemeinsamen Bemühungen in dieser Form zu bekräftigen. Und wir sind stolz, dass die Unterstützung unserer Zoobesucher so groß ist und wir aus den Einnahmen des Artenschutz-Euros diese Summe für Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen können“, freut sich Zoodirektor Junhold.

„Wir freuen uns sehr über die Spende und dieses Engagement des Zoo Leipzigs. Wir stehen beim Arten- und Umweltschutz weltweit vor großen Herausforderungen und benötigen dabei die breite Unterstützung der Gesellschaft. Einrichtungen wie der Zoo Leipzig sind in diesem Bereich durch ihre Aufklärungsarbeit wichtige Partner, denn sie schärfen das Bewusstsein der Menschen für den Naturschutz“, so WWF-Vertreter Markus Radday.

Team Leopard Leipzig
Im August 2016 haben der WWF und der Zoo Leipzig für die bedrohten Amur- und Schneeleoparden das Gemeinschaftsprojekt „Team Leopard Leipzig“ aus der Taufe gehoben. Ab sieben Euro im Monat können Mitglieder des „Team Leopard Leipzig“ einerseits dem Zoo bei seiner Leoparden-Haltung helfen und zugleich den WWF unterstützen, die bedrohten Katzen im Freiland zu schützen. Die Bilanz der gemeinsamen Anstrengungen kann sich sehen lassen: Mehr als 600 Unterstützer konnten seitdem gewonnen werden.

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Verschiedenes 

MUSMEHL - EIN REGIONALES KULTURGUT KULINARISCH NEU INTERPRETIERT

MUSMEHL - EIN REGIONALES KULTURGUT KULINARISCH NEU INTERPRETIERT
Musmehl (c) Rose Schweizer

Das Musmehl gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln der Schwäbischen Alb. Obwohl es ernährungsphysiologisch ideal zu den Ansprüchen der modernen Küche passt, ist es inzwischen nahezu in Vergessenheit geraten. Slow Food Deutschland hat das Mehl 2005 als Passagier in die "Arche des Geschmacks" aufgenommen. Damit gehört es zu den 62 handwerklich hergestellten Lebensmitteln, Nutztierarten und Kulturpflanzen, für dessen Fortbestand sich der Verein aktiv engagiert. Am 8. August 2017 stand das Musmehl im Zentrum einer Verkostung im baden-württembergischen Münsingen und wurde in Gerichten neu interpretiert.

Berlin, 10. August 2017. Das Musmehl, schwäbisch "Muasmähl", ist ein grießig gemahlenes Vollkornmehl mit nussigem Geschmack. Es wird traditionell aus den ganzen Körnern von Weizen und Dinkel hergestellt, welche im Ofen geröstet und anschließend gemahlen werden. Schon im Mittelalter wurde es insbesondere in Baden-Württemberg und im Allgäu als süß oder herzhaft gekochter Brei zubereitet. Der aus dem Mehl hergestellte sogenannte "Schwarze Brei" schützte die Landbevölkerung über Jahrhunderte als Hauptnahrung vor dem Verhungern. Heute denken nur noch wenige an das regionaltypische Nahrungsmittel, obwohl so viel Gutes für das Musmehl spricht: Es ist ein günstiges, aromatisches und nahrhaftes Vollkornprodukt und kann in der modernen Küche vom Frühstück, über Hauptgerichte bis hin zum Nachtisch vielfältig eingesetzt werden. "Musmehl ist ernährungsphysiologisch fantastisch. Und wenn es nicht schon früher erfunden worden wäre, so hätten wir heute gute Gründe es zu tun," erklärt Prof. Roman Lenz, Landschaftsökologe und Mitglied im Slow Food Convivium Stuttgart während der Verkostung des Musmehls am 8. August in Münsingen.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Slow Food Deutschland e. V. hat der Verein gemeinsam mit seinem Stuttgarter Convivium zu diesem kulinarischen Abend ins albgut Altes Lager in Münsingen eingeladen. "Das Musmehl hat regionalen Kultstatus und variiert im Geschmack je nach Getreidezusammensetzung, Dörr- und Mahlgrad sowie Zubereitung," schwärmt Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. "Die Verbraucher müssen einfach wieder davon erfahren, es schmecken und dann bin ich sicher, werden sie es wieder nachfragen." Bei den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr kommen Menschen bundesweit mit Erzeugern in Kontakt, die traditionelle Produkte ihrer Region handwerklich erzeugen und weiterverarbeiten. Somit auch die rund 40 Gäste während der Musmehl-Verkostung. Sie gingen mit allen Sinnen auf Entdeckungstour und wurden dabei mit zur Hälfte aus Musmehl gebackenem krossen Vollkornbrot und Musmehl-Polenta mit Fisch und Sommergemüse belohnt. Zum Nachtisch gab es Flammerie mit heimischen Früchten und das klassische Älblerfrühstück neu interpretiert: als Musmehl-Habermusbrei mit Leinsamen, Leinöl, Äpfeln und Waldbeeren. Roman Lenz wurde an diesem Abend vom Koch Jürgen Autenrieth und dem Winzer Helmut Dolde unterstützt.

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Über: Die Arche des Geschmacks - Essen, was man retten will!
Biologische Vielfalt garantiert das Gleichgewicht in der Natur. Sie sorgt für eine vielfältige Ernährung, für die kulturelle Vielfalt unserer Landschaften und kulinarischen Traditionen. In der Arche des Geschmacks sammelt und katalogisiert Slow Food seit 1996 fast vergessene traditionelle Lebensmittel, die wegen ihrer oft aufwändigen Herstellung in Gefahr sind, völlig zu verschwinden. Das Projekt will sie wieder bekannt und beliebt machen, nach dem Motto: Essen, was man retten will! Denn was nachgefragt wird, wird auch erzeugt und ermöglicht so die Vielfalt auf unseren Tellern. Mitte 2017 beherbergt die Arche des Geschmacks weltweit mehr als 4.200 Lebensmittelprodukte aus über 100 Ländern, in Deutschland über 60. Die große Mehrheit der Arche-Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten, deren Anbau, Haltung oder Verarbeitung meistens viel Zeit braucht und damit für einen Umgang mit Lebensmitteln, der auf Geschwindigkeit baut, zu aufwändig und arbeitsintensiv ist. Die kleinere Gruppe sind handwerklich hergestellte Lebensmittel wie Wurst- und Käsespezialitäten, Backwaren, Getränke, Süßigkeiten und andere Spezialitäten, die nur noch von wenigen Herstellern erzeugt werden.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln. Unter dem Motto "25 Jahre Slow Food Deutschland - Weil uns die Zukunft des Essens und unserer Lebensmittelerzeuger wichtig ist" feiert Slow Food Deutschland 2017 das 25-jährige Vereinsjubiläum. Mehr als 25 Veranstaltungen bundesweit laden Verbraucher zum Mitmachen ein und rücken Erzeuger und Produkte in den Fokus, die schon heute im Zeichen ökologischer Nachhaltigkeit stehen. Die thematische Bandbreite
der Veranstaltungen reicht von regionaler Esskultur über Lebensmittelverschwendung bis hin zur Ganztierverarbeitung und guter Schulverpflegung.
Slow Food Deutschland e. V. wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv. Als Slow-Food-Mitglied ist man Teil einer großen, bunten, internationalen Gemeinschaft, die das Recht jedes Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel vertritt.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Bienen ein Zuhause bauen

Karlsruhe: Bienen ein Zuhause bauen
Stolze Tierschützer / Foto: Tom Gerke

Waldorf-Kinder haben vorgelegt, aber das Projekt am Waldzentrum braucht noch Unterstützung

Wild- und Honigbienen sind nach wie vor stark bedroht. Darum war nicht nur lehrreich, sondern auch sehr wichtig, was Drittklässler der Waldorfschule Karlsruhe im Juli geleistet haben: Über einen Zeitraum von zwei Wochen errichteten sie am städtischen Waldzentrum ein Haus für die Insekten. Mit sechseckiger Struktur - einer Honigwabe nachempfunden. Die 33 Mädchen und Jungen - tatkräftig unterstützt, von ihren Eltern - mauerten die Wände auf, verputzten sie mit Lehm, zimmerten ein Holzdach. Beschäftigte der Waldpädagogik erklärten ihnen währenddessen Biologie, Ökologie sowie die hohe Bedeutung der Biene für die Natur und besonders den Menschen.

Aber das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Bevor nun, wie für 2018 geplant, ein Honigbienenvolk in das Häuschen einziehen kann, müssen unterschiedliche Nisthilfen gebaut werden. Ebenfalls nächstes Jahr sollen das Dach bepflanzt und ein Beet mit für Bienen attraktiven Pflanzen angelegt werden. Für diese Arbeiten können sich die Lehrkräfte interessierter Schulklassen der Jahrgangsstufen vier bis sechs bei der Waldpädagogik des Forstamts melden: telefonisch, unter der Rufnummer 0721/133-7354, oder per E-Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de.

zum Bild oben:
Drittklässler der Waldorfschule Karlsruhe vor dem baulich fertiggestellten Bienenhaus am Waldzentrum. / Foto: Tom Gerke

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Bleichheim: Hochsommer im Garten der Herrenmühle

Bleichheim: Hochsommer im Garten der Herrenmühle
Foto: Veranstalter

In üppiger Fülle präsentiert sich der Garten von Hansjörg Haas im August.

Der Garten der Herrenmühle Bleichheim steht in voller Blüte, Sommerstauden, Gräser und Hortensien bestimmen das Bild. Aber auch die Exoten in Töpfen und Kübeln zeigen sich in Hochform und bieten Anregungen für den eigenen Garten. Die schattigen Sitzplätze bieten beste Voraussetzungen für einen „Kurzurlaub“.

Der Garten ist am Sonntag, 13. August von 13 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt wird erhoben. Der Fachmann steht den Besuchern für Fragen rund um den Garten zu Verfügung.

Schloßplatz 2, 79336 Herbolzheim
www.herrenmuehle-bleichheim.de

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Während der Ferien das Waldklassenzimmer entdecken

Karlsruhe: Während der Ferien das Waldklassenzimmer entdecken
Im Grünen lernen und Spaß haben / Foto: Waldpädagogik Karlsruhe

Freies Spielen / Holzbackofen wird am 30. August wieder angeheizt

Für Lernen der besonderen Art bleibt das Waldklassenzimmer der Waldpädagogik am Kanalweg zwischen Linkenheimer und Grabener Allee auch während der Sommerferien an einigen Tagen geöffnet: zum freien Spielen und Entdecken für Familien, für Klein und Groß.

An folgenden „Ferien-Entdecker-Tagen“ ohne festes Programm ist der Besuch ohne vorherige Anmeldung möglich: Mittwoch, 9. August, Sonntag, 20., Freitag, 25., Mittwoch, 30. August, und Mittwoch, 6. September - jeweils von 14 bis 18 Uhr. Am 30. August steht außerdem wieder der große Holzbackofen zur Verfügung. Um etwa Flammkuchen, Pizza, Brötchen, Brot, Kuchen zubereiten zu können. Zutaten oder Teige sind selbst mitzubringen und fünf Euro für die Instandhaltung des Ofens sowie Brennholz zu entrichten.

zum Bild oben:
Das Waldklassenzimmer der Waldpädagogik steht auch in den Sommerferien regelmäßig offen. / Foto: Waldpädagogik Karlsruhe

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Freiburg: VAG - Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb

Freiburg: VAG - Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb
VAG-Autos / Foto: VAG

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) bietet mit ihren Stadtbahnverkehren seit jeher einen bedeutenden Beitrag zur Elektromobilität in der Stadt. Nach und nach wird nun auch die Flotte der Dienstfahrzeuge auf Elektroantrieb umgestellt. Mittlerweile besteht der Fahrzeugpool aus drei rein elektrischen Fahrzeugen. Ergänzt wird dieser Fuhrpark durch zwei Hybridfahrzeuge, um auch längere Strecken oder aber notwendige Bereitschaftsdienste abdecken zu können.

Das Zeitalter der E-Autos bei der VAG begann im Jahr 2013 im Rahmen einer Kooperation mit der badenova und dem Möbelhaus IKEA: In einem Pilotprojekt standen den Kundinnen und Kunden des Möbelhauses, die auch ein gültiges Ticket für den Nahverkehr vorweisen konnten, drei elektrische Hochdachkombis für den Möbeltransport kostenlos zur Verfügung. Bei diesem von der Stadt Freiburg finanziell geförderten Testlauf sammelte die VAG erste Erfahrungen mit elektrisch betriebenen Autos. Das bei den ÖPNV-affinen Möbelkäufern sehr beliebte Angebot besteht auch nach der zweijährigen Pilotphase noch heute.

Schnell zeigte sich, dass diese Fahrzeuge sowohl wirtschaftlich als auch in der Verfügbarkeit den Anforderungen der VAG entsprechen. Diese positiven Erfahrungen führten bei der VAG zu der Entscheidung, den Bestand der Dienstfahrzeuge auf Elektroantriebe umzustellen. Dies geschieht im Rahmen von Ersatzbeschaffungen immer dann, wenn ein Benzin- oder ein Dieselfahrzeug ausgemustert wird und durch ein geeignetes Elektrofahrzeug ersetzt werden kann.

Dazu wurden auf dem Gelände des VAG Zentrums entsprechende Ladestationen eingerichtet. Hier können aktuell bis zu vier Elektrofahrzeuge gleichzeitig ihre Batterien aufladen. Ein weiterer Ausbau soll analog der Erweiterung der E-Fahrzeugflotte erfolgen.

„Es hat sich gezeigt, dass diese Dienstfahrzeuge, die gerade zumeist für kürzere Strecken im innerstädtischen Verkehr genutzt werden, unseren Ansprüchen optimal genügen“, fasst der VAG Vorstand Stephan Bartosch die bisherigen Erfahrungen zusammen. Sein Kollege Oliver Benz ergänzt, dass die kontinuierliche Umstellung des Fahrzeugparks „ein weiterer Schritt der VAG ist, die Mobilität in Freiburg umweltschonend zu gestalten.“ Dies umso mehr, als die Fahrzeuge, wie auch schon die Straßenbahnen und auch die Schauinslandbahn, mit umweltfreundlich erzeugten Strom der badenova „betankt“ werden.

Für die beiden Vorstände sind die drei Elektrofahrzeuge erst der Anfang der Entwicklung. Nach den rundherum guten Erfahrungen wird in Zukunft bei jeder Ersatzbeschaffung geprüft werden, ob der Kauf eines Fahrzeugs mit Elektroantrieb für Pkw oder durchaus auch Kleintransporter sinnvoll wäre.

In diesem Zusammenhang ergänzt Stephan Bartosch, dass die VAG seit geraumer Zeit auch die Entwicklung der Elektrobusse intensiv beobachtet. Im Auftrag der VAG hat das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI untersucht, ob und inwieweit ein Einsatz im vorhandenen Busnetz der Freiburger Verkehrs AG möglich ist. Oliver Benz unterstreicht, dass bei der Untersuchung neben dem vorherrschenden Umweltgedanken und der Wirtschaftlichkeit vor allem auch die betriebliche Umsetzung im Fokus lag.

Im nächsten Schritt soll nun erarbeitet werden, wie eine erste elektrische Buslinie im bestehende Netz umgesetzt werden kann – mit dem Ziel bereits im Laufe des Jahres 2019 ein Pilotprojekt zu starten und Erfahrungen sammeln zu können.





Verschiedenes 

Karlsruhe: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe verwirklicht Großprojekt

Karlsruhe: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe verwirklicht Großprojekt
Seltene Anolis / Foto Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

Gelände in Ecuador erworben / Bewahrung des Nebelwalds und Wiederaufforstung

Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe hat ein 24 Hektar großes Gelände in Ecuador erworben. Es besteht aus unberührtem Wald, teilweise aber auch aus Weideflächen, die wieder aufgeforstet werden sollen. Mit diesem Projekt möchte die Stiftung zum Erhalt der Biodiversität in dem südamerikanischen Land beitragen. „Für mich ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen“, betont Dr. Clemens Becker, Vorstand der Stiftung und Kurator für Artenschutz beim Zoo Karlsruhe: „Es ist etwas ganz Besonderes und bislang auch Einmaliges, dass ein Zoo mit seiner eigenen Stiftung ein Gelände in einem anderen Land erwirbt, um dort ganz aktiv zum Schutz der Natur beizutragen.“

Erst vor wenigen Tagen waren Becker und Dirk Vogeley, Geschäftsführer der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK), persönlich in Ecuador, um die letzten Formalitäten für den Kauf abzuwickeln. „Es hat wunderbar geklappt, auch die bürokratischen Hürden konnten alle gemeistert werden“, freut sich Becker nach der Rückkehr. Zur rechtssicheren Abwicklung wurde eine ecuadorianische Firma eingeschaltet, außerdem musste das Grundstück neu vermessen werden.

Mit allen Nebenkosten wurden rund 115.000 Euro für den Kauf bezahlt. Der Großteil wurde bereits über Spenden von der Artenschutzstiftung eingenommen. Etwa 30.000 Euro, die noch gefehlt haben, wurden als zinslose Kredite von Privatpersonen zur Verfügung gestellt. „Wir sind sehr froh, dass wir das so regeln konnten. Das Gelände ist für unsere Zwecke ideal geeignet. Wenn wir länger warten hätten müssen, wäre es wahrscheinlich anderweitig verkauft worden“, erläutert Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, der ebenfalls Vorstand der Stiftung ist.

„Eines der artenreichsten Länder der Erde.“
Das Grundstück liegt am Westhang der Anden im Nebelwaldgebiet und grenzt an eine Straße, die von Los Bancos zur Hauptstadt Quito führt. Von dort zieht sich das Gelände etwa 1,2 Kilometer in das Waldgebiet hinein. „Ecuador ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Jedoch ist die Natur sehr stark vom Raubbau durch den Menschen betroffen. Viele Wälder werden einfach abgeholzt, um Weideland zu gewinnen“, erklärt Becker: „Wir werden den ursprünglichen Wald schützen und das abgeholzte Teilstück wieder neu bepflanzen.“

In der Region wurden im Vorfeld verschiedene Grundstücke näher betrachtet. Das jetzt erworbene Land habe sich als ideal erwiesen, so Becker. Es liegt auf etwa 1.600 Höhenmetern, eine Quelle und zwei Bäche sind auf dem Grundstück zu finden. Die Topographie ist wellig, es gibt sowohl flache Bereiche als auch kleinere Steilhänge. Auf alten Baumriesen wachsen zahlreiche Bromelien, Tilandsien und Orchideen.

Bei ersten Beobachtungen und Erkundungen konnten bereits mehr als 70 Vogelarten festgestellt werden, darunter Kolibris, Papageien und Tukane. Zudem wurden von Biologen 18 Amphibien- und Reptilienarten nachgewiesen. Auch die Insekten- und Spinnenvielfalt ist groß, außerdem sind Tamanduas (Ameisenbären), Zwergeichhörnchen und eine heimische Wildschweinart anzutreffen. Faultiere, Schlankbären, Gürteltiere, weitere Vögel, Reptilien und Amphibien sind aus dem direkten Umland bekannt.

„Es ist faszinierend, was es dort alles zu entdecken gibt“, berichtet Becker, der das Gelände mehrfach zu Fuß erkundet hat. Das sei nicht immer so leicht. Schließlich handele es sich teilweise auch um weitgehend von Menscheingriffen verschonte Areale. „Es ist jedoch denkbar, einen Pfad anzulegen, über den Wissenschaftler und Interessierte das Gelände erkunden könnten, ohne die Natur zu beeinträchtigen“, so Becker. An der Straßenseite befindet sich zudem ein kleines Gebäude, das etwa im Gebiet forschenden Biologen in Zukunft als Übernachtungsmöglichkeit dienen könnte.

KEK koordiniert Aufforstung
Mit der Aufforstung des bisherigen Weidelands soll bald begonnen werden. Die Koordination obliegt dabei der KEK, die ein enger Partner der Stiftung ist. Die Pflanzungen sollen ausschließlich mit heimischen Arten erfolgen. Darunter werden Bäume wie Cascarillo, Lacre oder Tarqui sein. Es soll auch darauf geachtet werden, dass es trotzdem Plätze im Gelände gibt, auf denen die Sonne bis zum Boden durchdringen kann, was für viele Reptilienarten besonders wichtig ist. Durch die Aufforstung werden dem Zoo Karlsruhe außerdem CO2-Zertifikate ausgestellt.

Auch das Colegio Los Bancos, das mit dem Gymnasium Neureut eine Schulpartnerschaft unterhält, beteiligt sich an Pflanzaktionen. Damit werde die Verbindung zwischen den Ländern sowie das Bewusstsein für den Wert der Natur gestärkt, so Becker. Nach außen hin soll das Grundstück zu angrenzenden Weiden durch einfache Zäune gegen das Eindringen von Weidevieh abgesichert werden.

Eine klassische Verwaltung des Areals ist nicht notwendig. Partner vor Ort werden die Betreuung übernehmen. Darunter ist auch die deutsche Ornithologin Dr. Heike Brieschke, die mit ihrem Mann Pedro Pena Fiel auf einem benachbarten Grundstück lebt. Der Kontakt kam durch KEK-Geschäftsführer Vogeley zustande. „Es ist ein Glücksfall für uns, dass sie in unmittelbarer Nähe wohnt. So haben wir mit ihr eine Biologin, die sich bestens in Ecuador und vor allem in der Region auskennt“, sagt Becker.

Gelände größer als der Zoologische Stadtgarten
„Das Gelände ist mit seinen 24 Hektar zwei Hektar größer als der Zoologische Stadtgarten. Mit dem Projekt können wir den Artenschutzgedanken des Zoos ganz konkret in der Natur unterstützen. Es ist das Partnerprojekt unseres Exotenhauses, das für Artenvielfalt und Schutz von Lebensräumen steht. Für uns ist das ein Meilenstein in der modernen Neuausrichtung des Karlsruher Zoos“, betont Reinschmidt.

„Ich bin extrem dankbar, dass wir noch nicht einmal ein Jahr nach Gründung der Artenschutzstiftung dieses Großprojekt verwirklichen konnten. Wir werden jetzt noch einige Spenden benötigen, um die Kredite zurückzahlen zu können, hoffen aber darauf, dies in den kommenden zwei Jahren zu erreichen“, sagt Becker. Neben dem eigenen Ecuador-Projekt unterstützt die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe außerdem noch Partnervorhaben, darunter das Elefan­ten­wai­sen­haus in Udawalawe auf Sri Lanka und sowie ein Projekt, das sich den seltenen Orangehaubenkakadus widmet.


Zum Thema:
Wer zur restlichen Finanzierung des Geländekaufs in Ecuador sowie den Kosten für die nötige Wiederaufforstung beitragen oder eines der anderen Projekte der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe unterstützen möchte, kann Spenden auf das Konto der Stiftung bei der Volksbank Karlsruhe (IBAN DE07 6619 0000 0000 2121 21, BIC GENODE61­KA1) einzahlen.

zum Bild oben:
Auch seltene Anolis leben in dem von der Artenschutzstiftung erworbenen Areal / Foto Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

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