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Verschiedenes 

Pfingstrosen-Blüte in der Wilhelma

Pfingstrosen-Blüte in der Wilhelma
Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann

Pfingstliche Blütenpracht kurz nach Ostern

In der Wilhelma schickt Pfingsten bereits seine ersten Vorboten: Kaum ist Ostern vorüber, entfalten schon die Pfingstrosen ihre Farbenpracht. Ähnlich wie die Magnolien, deren Blüte in der Wilhelma dieses Jahr schon Anfang März begonnen hat und sich nun dem Ende zuneigt, blühen auch die Pfingstrosen aktuell rund drei Wochen früher als im Vorjahr.

Pfingstrosen, auch Päonien genannt, kommen in 33 Arten in Nordamerika, Europa und Asien vor. Sie wachsen in Form von Stauden, Halbsträuchern und Sträuchern. Die Strauch-Pfingstrose (Paeonia suffruticosa) ist ursprünglich in sonnigen Hochgebirgslagen Chinas beheimatet. In Asien wurde sie bereits vor über 1.000 Jahren als Zierpflanze kultiviert. Ende des 18. Jahrhunderts gelangten die ersten Exemplare nach Europa. Mit ihren üppig gefüllten und duftenden Blüten ist die Pfingstrose eine wahrhaft majestätische Erscheinung. Kein Wunder, dass König Wilhelm I. im Jahr 1844 erstmals Strauch-Pfingstrosen beschaffen und vor dem Maurischen Landhaus in seiner königlichen Residenz – der heutigen Wilhelma – anpflanzen ließ. Man geht davon aus, dass die rosa blühenden Päonien an der Böschungskante des oberen Blumengartens direkt von Pfingstrosen aus der historischen Ursprungsbepflanzung abstammen. Sie sind Vertreter der ältesten Kulturform der Strauch-Pfingstrose und gelten als besonders widerstandfähig gegen Frost, Trockenheit und Hitze. Strauch-Pfingstrosen können ein Alter von über 60 Jahren erreichen. Das Farbspektrum der stark duftenden und bis zu 20 Zentimeter großen Blüten reicht von weiß über rosa bis zu purpurfarben. Bei Hybriden sind sogar gelbe Blüten möglich.

zum Bild oben:
Vor dem Maurischen Landhaus der Wilhelma blühen die Pfingstrosen
Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann

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Verschiedenes 

NABU-Klimafonds unterstützt Wiederherstellung von Mooren in Großbritannien

1,1 Millionen Euro für die Rettung wertvoller Hangmoore in Nordengland

Berlin/Newcastle, 3.4.24 – Der NABU rettet Moore in Großbritannien: Mit 1,1 Millionen Euro unterstützt der 2022 zusammen mit REWE gegründete NABU-Klimafonds die Wiederherstellung von einigen der wertvollsten britischen Hangmoore in der North Pennines National Landscape nahe Newcastle.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Mit dem NABU-Klimafonds verfolgen wir das Ziel, Moore in einem sehr viel größeren Umfang als bisher zu retten. Denn Moore sind der effektivste, aber auch der am meisten geschädigte natürliche Kohlenstoffspeicher. Leider können wir die Mittel, die insbesondere durch unseren Partner REWE zur Verfügung gestellt werden, bisher nur zum Teil in Deutschland einsetzen, was häufig an bürokratischen Hindernissen liegt. Daher freuen wir uns besonders über die Zusammenarbeit mit dem Team der North Pennines National Landscape.“

Mit den Mitteln werden Arbeiten, die in diesen Tagen beginnen, auf über 900 Hektar Moorflächen an fünf Standorten im nordenglischen Mittelgebirge North Pennines finanziert. Das entspricht einer Fläche von 1.200 Fußballfeldern. Unter anderem mit Barrieren aus Stein, Holz und Kokosfaser schließt die örtliche Moorschutzorganisation die durch landwirtschaftliche Entwässerung entstandenen Erosionsrinnen. Hinter diesen Stau- und Schutzbauwerken kann sich die empfindliche Decke aus Torfmoosen in wenigen Jahren erholen. Das gesamte Land befindet sich bisher und auch weiterhin in der Hand von Privatbesitzenden, mit denen das Projekt in Zusammenarbeit mit den Eigentümern und Verwaltungen durchgeführt wird.

Paul Leadbitter, Programm-Manager beim North Pennines National Landscape Team: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem NABU und den Start des Projekts, mit dem wir uns der Klima- und Biodiversitätskrise entgegenstemmen wollen. Die Investition aus dem NABU-Klimafonds ist für uns sehr wichtig und die erste Finanzierung, die wir von einem Partner außerhalb des Vereinigten Königreichs erhalten.“ Die North Pennines National Landscape kümmert sich seit 20 Jahren sich unter anderem um die Wiederherstellung der stark geschädigten Hangmoore in dem Gebirgszug südwestlich von Newcastle.

Die Investition des NABU unterstützt die Arbeit des North Pennines National Landscape Teams im Rahmen der Great North Bog Coalition (Bündnis Großes nördliches Hochmoor), einer groß angelegten Initiative zur Wiederherstellung von Torfgebieten. Das Great North Bog ist ein landschaftsbezogener Ansatz zur Wiederherstellung und Erhaltung von Hochmooren auf fast 7.000 Quadratkilometern Moorfläche in den geschützten Landschaften Nordenglands, die 400 Millionen Tonnen Kohlenstoff speichern.

Hintergrund NABU-Klimafonds
Der NABU-Klimafonds wurde zusammen von REWE und dem NABU gegründet. Mit den Mitteln aus dem Fonds werden Naturschutzprojekte mit positiver Biodiversitäts- und Klimawirkung umgesetzt. Das erste Projekt des NABU-Klimafonds wird die Wiederherstellung von 200 Hektar Hochmoor im Ahlenmoor bei Cuxhaven sein – das aktuell größte Moorschutzprojekt auf landwirtschaftlich genutzter Fläche in Deutschland. Obwohl Moore weltweit nur drei Prozent der globalen Landfläche einnehmen, sind sie ideale Kohlenstoffspeicher. Wiedervernässte Moore bieten nicht nur den unmittelbaren Stopp von Treibhausgasemissionen, sondern auch einen einzigartigen Lebensraum für viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten, wie Bekassine, Moorfrosch und Sonnentau.

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Veranstaltungen 

Ausstellungstipp: Waldeslust

Ausstellungstipp: Waldeslust
© 2024, ProLitteris, Zurich / Foto: Robert Longo Studio

Bäume und Wald in Bildern und Skulpturen

Sammlung Würth, Arlesheim
bis 03. August 2025

Die Ausstellung «Waldeslust – Bäume und Wald in Bildern und Skulpturen. Sammlung Würth» umfasst rund 60 Exponate der Sammlung Würth vom Ausgang des 19. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. Unterschiedlichste künstlerische Positionen und Techniken, darunter Malerei, Zeichnung und Skulptur geben Einblick in die Faszination und Bedeutung der Bäume und Wälder für den Menschen und die bildende Kunst.

Die Ausstellung folgt thematisch den vielschichtigen Perspektiven des Waldes. Sie nimmt den singulären Baum in den Blick, vom Wurzelwerk bis in seine erhabene Krone. Die starke Symbolik des Waldmotivs kommt zum Ausdruck, in seiner Vergänglichkeit ebenso wie in seiner Bedeutung für den Menschen als Erholungs- und Sehnsuchtsort oder Lebensgrundlage.

In über 35 Positionen von Künstlerinnen und Künstlern und ihren wechselnden Medien wird sichtbar, wie sich Gestaltung und Inhalt wandeln. Die Ausstellung beinhaltet Werke von Alfred Sisley, Franz Marc, Philipp Bauknecht, Günter Grass, John Baldessari, David Nash, Georg Baselitz, Anselm Kiefer oder Gabi Streile, um nur einige zu nennen.

In einem separaten Raum zum Thema «Walderlebnis» werden spielerische Anregungen und Impulse zur individuellen Walderfahrung und Sinneswahrnehmung gegeben. Einzelne dieser Inhalte werden im Verlauf des Jahres verändert. Die vier Jahreszeiten und ihre Eigenheiten werden auch im erstmals gezeigten Filmbeitrag vom Zürcher Fotografen Markus Bühler erlebbar. Seit über 15 Jahren fängt er die Atmosphäre und Kreisläufe der Wälder vom Tal bis in die Berge mit seiner Kamera ein. Begleitend zur Ausstellung wurde gemeinsam mit dem Naturschutzdienst Baselland zudem ein Audio-Waldspaziergang für die Reinacher Heide konzipiert. Auf einem Spaziergang durch das angrenzende Naturschutzgebiet können so ausgewählte einheimische Bäume und beispielhafte Waldtypen (Lichter Wald, Waldrand und Auenwald) selbständig entdeckt und erkundet werden, sowohl vor- als auch nach dem Ausstellungsbesuch.

Öffentliche Ausstellungsführung mit wechselndem thematischem Schwerpunkt sonntags um 11.30 Uhr, ohne Anmeldung, Eintritt: CHF 9.– pro Person

Forum Würth Arlesheim
Dornwydenweg 11
4144 Arlesheim
Schweiz

geöffnet Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr, Eintritt frei

zum Bild oben:
Robert Longo, Ohne Titel (Fair mount Forest), 2011
Kohle auf montiertem Papier, 177,8 x 304,8 cm
Sammlung Würth, Inv. 15015
© 2024, ProLitteris, Zurich / Foto: Robert Longo Studio

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Verschiedenes 

Neue Vogelarten in der Wilhelma

Neue Vogelarten in der Wilhelma
(c) Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann

Gefiederte Vielfalt aus Südamerika

In der Wilhelma ist zu Frühlingsbeginn eine Reihe neuer Vogelarten eingezogen. Einen Schwerpunkt bilden dabei Arten aus Südamerika. Zu den wohl beeindruckendsten Neuzugängen gehört zweifellos der Riesentukan: Sein orangefarbener Schnabel ist mit fast 20 cm fast ein Drittel so lang wie der restliche Körper. Tukane gehören zwar zu den Spechtvögeln, zum Hämmern ist ihr hohler und leichter Schnabel aber nicht geeignet. Er dient stattdessen einerseits zur Thermoregulation sowie andererseits zum Pflücken und Zerquetschen von Früchten. In seiner südamerikanischen Heimat kommt der Riesentukan sowohl im Tiefland als auch in Höhenlagen von bis über 1.500 Meter über dem Meeresspiegel vor.

Spektakulär ist das blaue Gefieder der Hyazintharas – die mit einer Körperlänge von rund einem Meter größte Papageienart der Welt. Der Hyazinthara hat sich mit seinem riesigen Schnabel auf das Knacken steinharter Palmfrüchte spezialisiert. In Brasilien ist die Art nur noch in drei räumlich voneinander getrennten Gebieten anzutreffen. Die größte Teilpopulation befindet sich im Pantanal, einem Feuchtgebiet, das zwar von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde, aber dennoch durch landwirtschaftliche Nutzung und Straßenbau bedroht ist.

Eine ornithologische Rarität ist der Rotschnabelhokko, ein riesiger Hühnervogel. Das Männchen fällt durch sein pechschwarzes Gefieder und die orange bis rötlich gefärbte Wachshaut am Schnabel des Männchens auf. Das Erscheinungsbild des Weibchens ist etwas schlichter. Den markanten Kopfschmuck aus gewellten Federn haben beide Geschlechter gemeinsam. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Rotschnabelhokkos waren die atlantischen Regenwälder im Osten Brasiliens, wo die Art durch Jagd und Lebensraumzerstörung bis an den Rand der Ausrottung dezimiert wurde. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin betont: „Als wissenschaftlich geleiteter Zoo haben wir die Verpflichtung, aktiv Artenschutz zu betreiben. Der Bestand des Rotschnabelhokkos ist in seinem natürlichen Lebensraum auf wenige Hundert Exemplare geschrumpft. Wir hoffen, die Art in Zukunft selbst nachzüchten und damit zu ihrer Erhaltung beitragen zu können.“

Noch nicht ganz so selten wie der Rotschnabelhokko ist der Graurücken-Trompetervogel, der eher in den zentralen und nördlichen Bereichen des südamerikanischen Kontinents beheimatet ist. Trompetervögel leben in kleinen Gruppen, bei denen immer eine Frau das Sagen hat: Das dominante Weibchen paart sich mit mehreren Männchen, um die Brutpflege kümmert sich aber die ganze Gruppe.

Eine ganz andere Brutstrategie verfolgt der aus dem östlichen Brasilien stammenden Zimttinamu: Bei dieser Steißhuhnart herrscht Polygamie: Das Männchen paart sich mit mehreren Weibchen, die ihre Eier ins gleiche Nest legen. Das Ausbrüten und die Aufzucht der Jungvögel sind dann Männersache – genau wie bei den mit Tinamus verwandten Laufvögeln wie z. B. Emus. Zimttinamus sind durch Bejagung und die Abholzung von Regenwäldern bedroht.

Einen kuriosen Namen trägt die Magellan-Dampfschiffente. Der massige und aufgrund seiner kurzen Flügel nur eingeschränkt flugfähige Entenvogel kommt in den Küstengewässern auf Feuerland und an Kap Hoorn am äußersten Ende des südamerikanischen Kontinents vor. Ihr Name bezieht sich auf ihr Fluchtverhalten: Wenn die auf dem Wasser schwimmenden Riesenenten aufgeschreckt werden, paddeln sie nicht nur mit Hilfe der Füße davon, sondern nutzen dabei auch ihre Flügel – was dann an die Schaufelräder von Dampfschiffen erinnert.

Die gefiederten Neuzugänge aus Südamerika kamen natürlich nicht direkt über den Atlantik in die Wilhelma, sondern sind Nachzuchten aus zoologischen Einrichtungen in Europa.

zum Bild oben:
Hyazinthara (Subtropenterrassen)
(c) Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann





Verschiedenes 

Gestohlener Bartaffe zurück im Zoo Leipzig

Gestohlener Bartaffe zurück im Zoo Leipzig
Bartaffe Ruma (c) Zoo Leipzig

Tier nach Hinweis aufgefunden

Der in der Nacht auf Ostersonntag gestohlene Bartaffe Ruma ist seit heute Morgen wieder zurück im Zoo Leipzig. Im Lagezentrum der Polizei Leipzig war am Morgen ein Hinweis eingegangen, dass auf einem Baum nahe eines Mehrfamilienhauses im südlichen Stadtteil Reudnitz ein Bartaffe gesichtet wurde. Sofort rückte ein Team des Zoo Leipzig aus, um das Tier, das zwischenzeitlich in das Gebäude gelaufen war, zu sichern und augenscheinlich wohlbehalten zurückzubringen. „Wir sind erleichtert, dass es unserem Bartaffenweibchen einer ersten Prüfung nach gut geht. Es sind keine äußeren Verletzungen zu sehen, aber sie macht einen geschwächten Eindruck. Unser herzlicher Dank gilt dem Hinweisgeber, der beim Joggen die Sichtung gemacht und gemeldet hat“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und bedankte sich auch bei der Polizei Leipzig sowie den Medien: „Die Zusammenarbeit mit der Polizei Leipzig lief sehr gut, wir waren in enger Abstimmung und freuen uns gemeinsam über den für den Bartaffen guten Ausgang. Auch den Medien gilt unser Dank, die mit enormer Öffentlichkeit möglicherweise den Druck auf den oder die Täter derart erhöht und damit zum Aussetzen und schnellen Auffinden beigetragen haben.“

Die Ermittlungen zum Täter sowie den Geschehnissen zwischen dem Diebstahl in der Nacht zum Sonntag bis zum heutigen Auffinden des Tieres dauern an. Es werden Zeuginnen und Zeugen gesucht, die Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden

Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor





Veranstaltungen 

„Zur barocken Ausmalung im Stiegenhaus von Schloss Ebnet“

„Zur barocken Ausmalung im Stiegenhaus von Schloss Ebnet“
Schloss Ebnet (c) DSD

Das Ortskuratorium Freiburg im Breisgau lädt ein

Das Ortskuratorium Freiburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Mittwoch, den 24. April 2024 um 15.00 Uhr nach Schloss Ebnet, Schwarzwaldstraße 278 in 79117 Freiburg im Breisgau ein zu der Führung „Zur barocken Ausmalung im Stiegenhaus von Schloss Ebnet“. Nach der Begrüßung durch die Schlossherrin Juliane van Manen führt Dr. Christine Schneider, Gebietsreferentin beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, und gibt interessante Einblicke in die Baustelle und die Deckenfresken. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung oder über Dr. Dagmar Zimdars, Tel. 01515-6150 640. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten. Nach langer, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geförderten Instandsetzung des barockzeitlichen Dachstuhls öffnet Schloss Ebnet erstmals wieder seine Pforten für die Öffentlichkeit.

Schloss Ebnet befindet sich in einem östlichen Stadtteil von Freiburg im Breisgau. Es ist ein „Hôtel entre Cour et Jardin“ – ein Palais zwischen Hof und Garten nach dem Vorbild des fränkischen Rokokos. In seiner heutigen Form mit Park und Nebengebäuden wurde es von 1748 bis 1751 im Auftrag des Freiherrn Ferdinand Sebastian von Sickingen nach dem Entwurf des Baseler Architekten Johann Jacob Fechter erbaut, denn der Vorgängerbau entsprach nicht mehr den Ansprüchen des Bauherrn.

Für die künstlerische Ausgestaltung wurden bedeutende Barockkünstler der Region herangezogen. Christian Wenzinger übernahm die Steinmetz- und Stuckarbeiten und fertigte unter anderem die reich verzierten Vier Jahreszeiten aus Sandstein im Park und im Gartensaal. Im Inneren sind neben den Stuckdecken auch festliche Deckenmalereien in typischer Rokokomanier zu sehen. Die Gemälde, wie zum Beispiel im Gartensaal, stammen vom Allgäuer Künstler Benedict Gambs.

Das Deckengemälde im prächtigen Stiegenhaus von Schloss Ebnet schuf der aus Tirol stammende und in Freiburg lebende Johann Pfunner im 18. Jahrhundert. Es stellt nach dem Vorbild des venezianischen Freskomalers Tiepolo den Gott Hermes und die damals vier bekannten Erdteile dar.

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Verschiedenes 

Riesige Osterküken aus grünen Eiern

Riesige Osterküken aus grünen Eiern
Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohan

Nachwuchs bei den Emus in der Wilhelma

In der Wilhelma gibt es dieses Jahr außergewöhnliche Osterküken zu bestaunen: Nämlich vier Emu-Jungvögel, die ihrem Vater auf Schritt und Tritt folgen. Geschlüpft ist der in ein gestreiftes Federkleid gehüllte Nachwuchs bereits Anfang März, hielt sich in den ersten Lebenswochen aber meist im vor Wind und Wetter geschützten Stall auf.

Die beiden Emu-Eltern namens Susi und Strolch sind beide fast fünf Jahre alt und kamen vor drei Jahren als Nachzuchten aus einer privaten Haltung in die Wilhelma. Bereits Anfang Januar hatte Susi ihrem Gatten ein Gelege mit dunkelgrünen Eiern beschert, jedes von ihnen mehr als ein halbes Kilo schwer. Für den Emu-Hahn begann daraufhin eine kräftezehrende Zeit: Die Brut und die Aufzucht der Jungvögel sind beim zweitgrößten Vogel der Welt nämlich reine Männersache. Vogelkurator Andreas Frei erklärt: „Die Brutdauer bei Emus beträgt bis zu 60 Tage – das ist fast dreimal so lang wie bei Hühnern. Während dieser Zeit zehrt das Männchen von seinem Körperfett und verzichtet komplett auf die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit. Es kann dabei bis zu einem Drittel seines Körpergewichts verlieren“. Auch nach dem Schlüpfen der Jungvögel ist es das Männchen, welches sich um den Nachwuchs kümmert. Besonders an sonnigen Tagen können die Besuchenden der Wilhelma gut beobachten, wie Emu-Hahn Strolch seine gestreiften Küken durch ihre an die Vogelfreiflugvolieren angrenzende Anlage führt.

Der in Australien beheimate Emu ist mit einer Körperhöhe von bis zu 1,90 Metern nach dem Afrikanischen Strauß der zweitgrößte Vogel der Welt. Bei beiden handelt es sich um flugunfähige Laufvögel. Dennoch sind sie im Laufe der Evolution unabhängig voneinander entstanden und damit nicht näher miteinander verwandt. Emus können bis zu 50 km/h schnell rennen – ihre Flügel sind allerdings zu schmalen, gerade mal 20 cm langen Stummeln zurückgebildet. In ihrer australischen Heimat leben Emus in der Regel meist einzeln oder paarweise. In Dürrezeiten können sie sich allerdings auf der Suche nach Wasser zu riesigen Gruppen zusammenschließen.

zum Bild oben:
Der Emu-Nachwuchs erkundet unter den Argusaugen von Emu Strolch ihre Anlage.
Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohan

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Verschiedenes 

Stiftung zum Schutz des Humboldt-Pinguins gegründet

Werner Knauf bringt Privatvermögen ein / Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe als Dach

Der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe stehen zukünftig weitere Mittel zum Kampf gegen das Artensterben zur Verfügung. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Humboldt-Pinguin gelegt. Dafür wurde jetzt die Sphenisco Stiftung gegründet. In diese hat Werner Knauf aus Landau rund 900.000 Euro private Vermögenswerte eingebracht.
„Ich schätze die Arbeit der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe und den Vorsitzenden Dr. Matthias Reinschmidt sowie dessen Stellvertreter Dr. Clemens Becker. Von daher war es mein Wunsch, die Strukturen zu nutzen und Sphenisco als Unterstiftung zu gründen“, erläutert Knauf.

Er hat zudem mit seiner vor einem Jahr verstorbenen Frau Gabriele 2008 den Verein „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins“ aus der Taufe gehoben und seitdem geführt. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit chilenischen Naturschützern und Wissenschaftlern dazu beizutragen, den Humboldt-Pinguin vor der Ausrottung zu bewahren.

Die in die Unterstiftung eingebrachten Vermögenswerte sollen dabei langfristig erhalten bleiben. Mit einem geschätzten Ertrag von rund 20.000 Euro jährlich sollen Maßnahmen zum Schutz des Humboldt-Pinguins und dessen Lebensraums finanziert werden. „So können wir weiterhin zum Schutz dieser Art beitragen“, betont Knauf.

Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, der zudem Vorsitzender der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe ist, zeigt sich begeistert von dem Engagement: „Es ist das Lebenswerk von Gabriele und Werner Knauf, das wir hier unter unserem Dach weiterführen dürfen. Es verdient unheimlichen Respekt, wie sich das Ehepaar über so viele Jahre engagiert hat.“

„Mit dieser zukunftsfähigen Lösung kann weiter daran gearbeitet werden, diese bedrohte Vogelart, die an den Pazifikküsten in Peru und Chile lebt, zu retten. Das war der gemeinsame Wunsch von meiner Frau und mir“, berichtet Knauf. Die Weltnaturschutzunion stuft den Humboldt-Pinguin auf der Roten Liste als „gefährdet“ ein.

Der Bestand der Art in der Natur ist durch eine ganze Reihe von Faktoren bedroht. Der Rückgang des Fischbestands durch Überfischung und Klimaveränderungen, Meeresverschmutzung sowie illegaler Guano-Abbau nehmen dem Humboldt-Pinguin zunehmend die Lebensgrundlage. Zudem verenden Tiere in Fischernetzen, sterben beim Fischfang mit Dynamit oder werden gefangen, verzehrt oder als Fischköder benutzt.

Erhaltungszuchtprogramm

Der Zoo Karlsruhe beteiligt sich am Erhaltungszuchtprogramm für Humboldt-Pinguine des Europäischen Zooverbands EAZA. Darin sind 109 Institutionen vereint, koordiniert wird das Programm im Zoo Košice in der Slowakei. In Karlsruhe werden aktuell 25 Tiere gehalten. In der aktuellen Brutsaison sind bereits neun Eier gelegt worden.

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