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Verschiedenes 

Karlsruhe: Lastenradprogramm: Per "Nachtschicht" zum erfolgreichen Förderantrag

Karlsruhe: Lastenradprogramm: Per "Nachtschicht" zum erfolgreichen Förderantrag
Familienkutsche / Foto: Riese&Müller

171 Familien mit Kindern erhielten positiven Bescheid / Programm ausgeschöpft

Am 1. November ging das Lastenradförderprogramm der Stadt Karlsruhe an den Start. Und offensichtlich hatten sich viele Interessenten den Wecker gestellt: Denn auffallend viele Cargobike-Fans saßen am 1. November um Null Uhr am Rechner und schickten ihren Antrag los. Bereits am ersten Tag gingen rund 150 Anträge ein. Und seit dem 18. November ist das Programm ausgeschöpft. Die Warteliste umfasst inzwischen über 20 Familien.

16 Familien mit Karlsruher Kinderpass bekommen die um 200 Euro höhere Förderung

171 Familien mit Kindern können sich über einen positiven Bescheid freuen. Besonders groß ist die Nachfrage nach der Förderung für E-Cargobikes: 150 Familien entschieden sich für diese Variante mit einem Zuschuss von 1.200 Euro. 21 Familien wollten sich ein reines "Bio"-betriebenes Lastenrad kaufen und bekommen dafür einen Zuschuss von 800 Euro. "Das städtische Angebot und die Nachfrage liegen sehr eng zusammen", zieht Katrin Herold, die das Projekt beim Stadtplanungsamt betreut, eine positive Bilanz. Offensichtlich wurde die Höhe des Fördertopfes gut bemessen. "Besonders erfreulich finde ich", so Herold, "dass auch 16 Familien mit Karlsruher Kinderpass in den Genuss der um 200 Euro höheren Förderung kommen".

Viele haben Nachhaltigkeitsbonus im Blick

Von den 171 Familien haben bereits 72 kein Auto oder beabsichtigen, ihr Auto in den nächsten drei Jahren abzuschaffen, um in den Genuss des zusätzlichen Nachhaltigkeitsbonus von 500 Euro zu kommen. Das Programm kommt auch wie erhofft vor allem Familien mit Kleinkindern zu Gute: Bei 150 Familien war das jüngste Kind unter sechs Jahre alt. "Wir haben unser Leben so eingerichtet, dass wir kein Auto benötigen. Aber bei zwei kleinen Kindern ist das manchmal schwierig. Da kam das Angebot der Stadt genau richtig", freut sich Peter Bube, einer der "Geförderten". "Jetzt können wir unseren autofreien Lebensstil beibehalten und müssen nicht auf ein Auto zurückgreifen", fügt er an. Der Gemeinderat hat das "Förderprogramm Lastenräder für Karlsruher Familien" am 24. September beschlossen. Nach Ende der Antragsfrist am 31. Januar 2020 wird die Verwaltung dem Planungsausschuss des Gemeinderats eine ausführliche Auswertung vorlegen.

zum Bild oben:
Familienkutsche: Das Lastenradförderprogramm war stark nachgefragt
Foto: Riese&Müller

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Verschiedenes 

NABU: Klares Signal für besseren Schutz von Meeren, Flüssen und Seen in Europa

Miller: 90 Prozent aller Flüsse in schlechtem Zustand - von der Leyen muss Gewässerschutz oben auf die Agenda setzen

Brüssel – In einem am heutigen Donnerstag vorgestellten Bericht zur Überprüfung der Vorgaben für den europaweiten Gewässerschutz stellt sich die EU-Kommission klar hinter die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Dies ist ein klares ‚Ja‘ der EU-Kommission für saubere Flüsse, Seen und Meere. Und das ist auch dringend erforderlich, denn allein in Deutschland sind 90 Prozent der Flüsse und alle Küstengewässer in schlechtem Zustand. Die Bundesregierung und EU-Kommission müssen jetzt dafür sorgen, bis 2027 alle Gewässer ökologisch und chemisch wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Denn gesunde Meere und Flüsse sind als Kohlenstoffspeicher im Kampf gegen die Klimakrise unerlässlich. Bund und Ländern müssen dazu schnell den Finanzbedarf ermitteln und das erforderliche Geld für die Renaturierungen bereitstellen. Zudem müssen gewässerschädliche Subventionen, etwa für die Kohleförderung oder den intensiven Maisanbau für Bioenergie, abgeschafft werden.“

Die EU-Kommission hatte zuletzt Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Einschätzung zu den Gewässerschutzvorgaben befragt. Über 375.000 Menschen hatten sich dabei für den Erhalt der Wasserrahmenrichtlinie ausgesprochen.

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Verschiedenes 

NABU: Die EU kann nur so grün werden wie ihr Haushalt

Krüger: Schutz der Artenvielfalt braucht eigenen Finanztopf - mit mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr

Brüssel – Zu den heutigen Verhandlungen der Staatschefs zum EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027 fordert der NABU, den Schutz der Artenvielfalt endlich ausreichend zu finanzieren. Mit Blick auf die alarmierende Lage von Arten und Lebensräumen muss erstmals ein eigenes Budget für den Naturschutz eingerichtet werden, das jährlich mindestens 15 Milliarden Euro umfasst. Einen solchen EU-Naturschutzfonds hat auch die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben. Dieses Geld ist mindestens erforderlich, um die EU-weit selbst gesteckten Naturschutzziele zu erreichen. Mit dem Geld müssen vor allem Landwirte für Naturschutzleistungen belohnt werden, etwa für das Anlegen von Hecken, Brutflächen für Vögel oder die Pflege von artenreichen Wiesen und Weiden.

„Der Naturschutz ist in Deutschland und Europa seit Jahrzehnten chronisch unterfinanziert. Die Folgen sind besorgniserregend: Insekten und Vögel verschwinden in atemberaubenden Tempo, Landwirtschaft und Wälder sind nicht vorbereitet auf die Erderhitzung. Es ist gut, dass Ursula von der Leyen diese Probleme erkannt hat und weit oben auf ihre Agenda setzt. Jetzt muss ihr ‚Green Deal‘ aber auch mit Geld hinterlegt werden, um die Arten- und Klimakrise zu stoppen. Die EU kann nur so grün werden, wie es ihr Haushalt erlaubt“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Die Finanzplanung der EU muss dazu grundlegend überarbeitet werden, vor allem das Agrarbudget. Dieses macht derzeit mit knapp 60 Milliarden Euro fast 40 Prozent des EU-Haushalts Jahr aus. „Die jetzige Subventionspolitik ist ein extrem teurer Anachronismus, der für Klima und Natur zu wenig bringt, Korruption fördert und nachhaltig arbeitende Landwirte benachteiligt. Wir brauchen daher dringend eine Neuverteilung der Subventionen, um Landwirten dabei zu helfen, natur- und klimaverträglicher zu arbeiten“, so Krüger. Die derzeitige Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) halten selbst die Berater des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Europäische Rechnungshof für hochgradig ineffizient und nicht zeitgemäß.

Um die Agrarpolitik gleichermaßen fair für Landwirte, Natur und künftige Generationen zu gestalten, müssen die bisher pauschal pro Fläche ausgeschütteten Direktzahlungen schrittweise abgeschafft werden. Stattdessen müssen sie für die Honorierung konkreter Leistungen der Landwirte für die Natur zweckgebunden werden. Europaweit sind 15 Milliarden Euro jährlich notwendig, für Deutschland hat die Bundesregierung 1,4 Milliarden veranschlagt. Bisher steht davon lediglich etwa ein Drittel zur Verfügung.

Der heute vorliegende Haushaltsentwurf, noch unter dem vorigen Haushaltskommissar Oettinger erstellt, widerspricht jedoch den Plänen Ursula von der Leyens, Europa zum Vorreiter im Naturschutz zu machen: Für die Biodiversität ist bisher überhaupt kein eigenes Budget vorgesehen. Zudem hält der Entwurf an den umweltschädlichen Direktzahlungen fest. Und der bisher progressivere und deutlich kleinere Teil des GAP-Budgets, die sogenannte Zweite Säule, soll überproportional gekürzt werden. „Es ist klar, dass diese Agrarpolitik dem Arten- und Klimaschutz keinesfalls hilft und stattdessen die Probleme verschärfen wird“, warnte Krüger. Auch der Europäische Rechnungshof hat die von der vergangenen Kommission ins Feld geführten 40 Prozent Klimaleistungen der GAP bereits als „unrealistisch“ und nicht messbar widerlegt.

Mehr zu den NABU-Forderungen „Ein EU-Haushalt für Mensch und Natur“ ...

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Verschiedenes 

NABU zum European Green Deal: Viel Deal, viel zu wenig Green

Krüger: Vorschläge gehen am Kern der größten Umweltprobleme vorbei

Brüssel – Der NABU bewertet den am heutigen Mittwoch von der EU-Kommission vorgestellten „European Green Deal“ als unzureichend im Kampf gegen das Massenartensterben. „Im Papier steckt viel Deal, aber viel zu wenig Green. Ausgerechnet beim Schutz unserer Lebensgrundlagen fehlt die Substanz. Die Kommission verkennt, wie wichtig gesunde Wälder, Moore und Meere für den Klimaschutz sind“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Damit die Funktionsfähigkeit der Natur erhalten bleibt, fordert der NABU, dass jeder EU-Staat bis 2030 geschädigte Ökosysteme wiederherstellt. Und zwar auf mindestens 15 Prozent seiner Fläche. Wiedervernässte Moore, fischereifreie Zonen im Meer und naturnahe Wälder sind notwendige Verbündete im Kampf gegen das Artensterben und die Klimakrise. All diese Punkte fehlen in den heute vorgestellten Plänen. Und das, obwohl die EU weltweit Vorreiter im Naturschutz werden möchte. Die geplante Waldstrategie könnte sich gar als Rückschritt für den Naturschutz erweisen. „Vor allem auf Aufforstungen zu setzen ist der falsche Schritt, um die Klima- und Artenkrise zu stoppen. Viel wichtiger wäre jetzt der Umbau der vorhandenen Wälder hin zu klimawandelsicheren, gemischten Wäldern, die Kohlenstoff und Wasser speichern“, so Krüger.

Weitgehend unbeantwortet lässt die Kommission auch, wie sie die Meere vor Überfischung, Verschmutzung und den Folgen der Klimakrise schützen möchte. Zwar erkennt sie Meere als natürliche Kohlenstoffsenken an, betont aber zugleich ihre Bedeutung für den Ausbau von Aquakultur, erneuerbarer Energien und den Abbau mariner Ressourcen. Ein Bekenntnis zur Rettung der Artenvielfalt unter Wasser und Schutzgebieten fehlt völlig. „Europas Meere dürfen nicht zum Industriestandort verkommen“, so Krüger.

Vergleichsweise positiv bewertet der NABU das geplante EU-weite Klimaschutzgesetz. Mit ihm will die EU festschreiben, bis 2050 klimaneutral zu werden. Der Weg dorthin bleibt jedoch unklar. Fatal ist die Ankündigung der Kommission, bis 2030 nur 50 Prozent der Treibhausgase reduzieren zu wollen. „Das ist zu wenig, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen“, kritisiert Krüger. Problematisch sei auch, dass die EU ihr 2030-Ziel erst bis Sommer 2020 erhöhen will. „Damit verschwendet die Kommission wertvolle Zeit. Der Druck auf schnelle, wirksame Klimaschutzmaßnahmen steigt.“

Auch das klare Signal für eine zukunftsfähige Landwirtschaft fehlt. Der NABU begrüßt den Vorschlag für eine „Nahrungsmittelstrategie“ vom Acker bis zum Teller („farm to fork“) und den erklärten Willen zur Reduzierung der Anwendung chemischer Pestizide. Ein konkretes Reduktionsziel von 50 Prozent wurde jedoch offenbar in letzter Minute gekippt. Gleichzeitig hält die Kommission am bisherigen, weitgehend umweltschädlichen Subventionssysten fest. „Wir brauchen jetzt eine Agrarpolitik, die klima- und naturverträglicheres Wirtschaften belohnt und für Landwirte, Natur und künftige Generationen gleichermaßen fair ist. Es ist daher kein gutes Signal, dass die EU-Kommission weiter an den Grundsätzen ihrer Subventionspolitik festzuhalten scheint“, so Krüger. Zudem fehle ein klares Ziel, den zu hohen Konsum von Tier- und Milchprodukten zu reduzieren. Mit Blick auf die weltweiten Folgen für Natur und Klima sowie die menschliche Gesundheit sei dies überfällig.

Insgesamt mangelt es nach Ansicht des NABU auch an Mechanismen zur Kontrolle und Nachschärfung des „Green Deals“. Ursula von der Leyen, Frans Timmermans sowie die Kommissarinnen und Kommissare seien jetzt gefordert, den Green Deal mit konkreteren Strategien zu unterlegen. „Die Kommission ist erst elf Tage im Amt. Noch kann es in den ersten hundert Tagen gelingen konkretere Maßnahmen vorzulegen, sodass die EU tatsächlich zum globalen Vorreiter im Umwelt- und Klimaschutz wird“, so Krüger.

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Verschiedenes 

Für eine sozialverträgliche Verkehrswende

NABU startet Dialogprozess mit Gewerkschaften und Sozialverbänden

Miller: Die Verkehrswende kann nur gemeinsam gelingen

Berlin – Der NABU dringt auf die Entwicklung einer gemeinsamen Roadmap für die anstehenden Umwälzungen im Mobilitätssektor. Auf seiner heutigen Konferenz „Sozialverträgliche Verkehrswende“ startete der NABU in Berlin einen entsprechenden Dialogprozess mit Gewerkschaften und Sozialverbänden. Gleichzeitig rief er dazu auf, die Verkehrswende als gesamtgesellschaftliches Großprojekt zu begreifen, das nur im Verbund wesentlicher Akteure gelingen könne. Der Zivilgesellschaft komme dabei eine entscheidende Rolle als Vermittler zwischen den unterschiedlichen Interessenlagen zu, die es aktiv auszufüllen gelte. Ziel sei es, die teilweise unterschiedlichen Positionen von Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbänden einander weiter anzunähern und so einen gerechten Übergang in ein zukunftsfähiges Mobilitätssystem zu organisieren. Nur so könne auch einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft angesichts der enormen Herausforderungen vorgebeugt werden.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Eine sozial verträgliche Verkehrswende kann nur gemeinsam gelingen. Für den Klimaschutz braucht es zentrale Weichenstellungen wie den Abbau umweltschädlicher Subventionen für fossile Kraftstoffe. Um diese Hebel in Bewegung zu setzen, ist ein gesellschaftlicher Konsens notwendig. Entscheidend wird sein, den Transformationsprozess und den damit verbundenen Strukturwandel in der Fläche zu organisieren. Der NABU mit seiner Verwurzelung in den Regionen möchte seinen Teil zum Gelingen dieses Mammutvorhabens beitragen. Die Anliegen der Beschäftigten der Automobilindustrie müssen bei der Verkehrswende ebenso berücksichtigt werden, wie die Frage nach inklusiver, verlässlicher und bezahlbarer Mobilität. Dann können die Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor schnellstmöglich und umfassend wirksam werden.“

Daniel Rieger, Leiter Verkehrspolitik: „Die verkehrspolitische Debatte war bisher vor allem von Schreckensszenarien und einem gegeneinander Ausspielen von Klimaschutz- und Arbeitnehmerinteressen geprägt. Die berechtigte Frage nach der Sozialverträglichkeit von Klimaschutzmaßnahmen wurde politisch dazu instrumentalisiert, am bestehenden System festzuhalten. Dabei schafft die derzeitige Verkehrspolitik selbst erhebliche soziale Verwerfungen. Sie diskriminiert sozial Benachteiligte und schwächere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer und hinkt beim Klimaschutz massiv hinterher.

Die Autoindustrie setzt durch ihr zögerliches Vorgehen beim Umstieg auf emissionsfreie Antriebe ihre Zukunftsfähigkeit und damit hunderttausende Arbeitsplätze aufs Spiel. Wir stehen beim Umbau des Mobilitätssektors im Stau. Eine partnerschaftlich entwickelte Roadmap für eine sozialverträgliche Verkehrswende erscheint vor diesem Hintergrund als einzig erfolgversprechender Ansatz.“

Auf der NABU-Konferenz „Die Verkehrswende sozialverträglich gestalten“ am heutigen Montag in Berlin nehmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall, ver.di, dem Sozialverband Deutschland, dem Deutschen Städtetag, der evangelischen Kirche, Umweltverbänden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil.

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Zoo Karlsruhe: Flusspferdnachwuchs ist männlich

Zoo Karlsruhe: Flusspferdnachwuchs ist männlich
Halloween und seine Mutter Kathy / Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Halloween entwickelt sich sehr gut und ist zum Publikumsliebling avanciert

Lange hatte sich das junge Flusspferd Halloween gegen neugierige Blicke der Tierpfleger im Zoo Karlsruhe verwehrt. So war bislang nicht klar, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. "Jetzt konnten wir aber doch den entscheidenden Unterschied ausmachen und sind uns sicher, dass es ein junger Bulle ist", berichtet Revierleiter Robert Scholz.

"Wir haben uns von Anfang an sehr über den Nachwuchs gefreut, sind aber immer wieder darauf angesprochen worden, welches Geschlecht Halloween habe. Nachdem dieses Geheimnis für uns als Zoo-Team gelüftet wurde, freuen wir uns sehr, dies auch der Öffentlichkeit mitteilen zu können", sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.
Halloween entwickelt sich seit seiner Geburt am 31. Oktober, was ihm auch den Namen eingebracht hat, prächtig. "Das Geburtsgewicht haben wir auf etwa 50 Kilogramm eingeschätzt, jetzt dürfte er knappe 100 Kilogramm haben. Das ist ein sehr gutes Zeichen. Das Wachstum deutet darauf hin, dass es dem Kleinen sehr gut geht", so Scholz.

Flusspferdmütter verteidigen Nachwuchs
Eine Routine-Untersuchung wie bei anderen Jungtieren durch die Zootierärztin ist nicht möglich, da Flusspferdmütter ihren Nachwuchs verteidigen. Und Mutter Kathy nimmt ihre Rolle sehr ernst. Ein Herausnehmen des Jungtiers aus dem Gehege wäre lebensgefährlich für die Pfleger. Somit bleibt nur das Beobachten. Und mit dem, was zu sehen ist, sind die Mitarbeiter des Dickhäuterhauses sehr zufrieden.
Halloween trinkt regelmäßig bei seiner Mutter, was bei Flusspferden immer unter Wasser geschieht. Zudem nimmt der kleine Bulle auch schon geringe Mengen Heu auf, wenn er neben der fressenden Mutter Kathy an Land steht. "Halloween ist ein sehr agiles und neugieriges Jungtier, das bereits früh an allen Dingen interessiert ist, die rund um das Gehege passieren", so Scholz.

Und es ist teilweise sehr viel los im Dickhäuterhaus, schließlich ist der Mini-Flusspferdbulle zum Publikumsliebling avanciert. Manchmal müssen die Zoogäste sogar anstehen und warten, um dann einen Blick auf das Kleine zu erhaschen, bevor es wieder im Wasser abtaucht. Häufig döst Halloween aber einfach vor sich hin, legt dabei seinen kleinen Kopf neben oder direkt auf die riesige Schnauze seiner 1,8 Tonnen schweren Mutter.

Vater bleibt von Mutter und Sohn getrennt
Flusspferd-Vater Platsch bleibt weiterhin von Mutter und Sohn getrennt. "Er würde dem Kleinen zwar nicht direkt etwas antun. Indirekt könnte es aber dennoch sehr gefährlich werden, wenn er seine Partnerin wieder begatten und Halloween dazwischen geraten würde", erklärt Scholz. Erst im Frühjahr, wenn das Jungtier nicht mehr bei der Mutter gesäugt wird, kommt es zur Familienzusammenführung. "Wir hoffen, dass Halloween später auch einmal ein solch beeindruckender Bulle wie sein Vater wird", sagt Reinschmidt. Etwa zwei Jahre kann der Kleine in Karlsruhe bleiben, bis er in die Pubertät kommt und mit seinem Vater in Konkurrenz tritt. Spätestens dann wird der jetzt noch so kleine Halloween in einen anderen Zoo umziehen, um dort eine eigene Familie zu gründen.

zum Bild oben:
Halloween und seine Mutter Kathy sind immer eng beeinander.
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe





Verschiedenes 

NABU-Halbzeitbilanz zur Klimakonferenz: Lieber keine als schlechte Ergebnisse

Krüger: Erfolge bei Eindämmung von Treibhausgasen noch nicht erkennbar

Madrid – Der NABU und seine Jugendorganisation NAJU ziehen eine verhaltene Halbzeit-Bilanz zur 25. UN-Weltklimakonferenz, die unter chilenischem Vorsitz in Madrid stattfindet. Nach der ersten Verhandlungswoche ist noch nicht erkennbar, wie die Klimaziele aus dem Pariser Abkommen erreicht werden können.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Das wichtigste Verhandlungsthema der diesjährigen Klimakonferenz sind die Regeln für ein Emissionshandelssystem. Bisher liegen noch Optionen auf dem Tisch, die sowohl den Transfer alter Zertifikate aus dem Kyoto-Protokoll als auch Doppelzählungen von Emissionsminderungen in mehreren Ländern ermöglichen. Das Offenhalten beider Möglichkeiten gefährdet das Ziel, die globalen Treibhausgas-Emissionen wie erforderlich einzudämmen. Keine der diskutierten Optionen ist tatsächlich ein Hebel, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, wie 2015 im Pariser Abkommen beschlossen.“

Die Verabschiedung eines Kompromisses, der nicht sicherstellt, dass Handelsmechanismen tatsächlich zu Absenkungen der gesamten globalen Treibhausgas-Emissionen beitragen, muss in der kommenden Woche unbedingt verhindert werden. NABU-Klimaexperte Sebastian Scholz: „Einmal beschlossene Regeln sind für die nächsten Jahre gültig und können im schlechtesten Fall über Jahre hinweg für den Anstieg von Treibhausgasemissionen sorgen. Als Erfolg wird Ende der nächsten Woche nur gewertet werden können, wenn gute Regeln verhandelt werden. Lieber keine als schlechte Ergebnisse.“

Kurz vor Beginn der zweiten Woche unter Anwesenheit vieler Ministerinnen und Minister und Regierungschefs irritieren Ankündigungen der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass die europäischen Klimaschutzziele erst im Oktober des kommenden Jahres erhöht werden sollen. Wenn es tatsächlich so käme, sei die EU viel zu spät dran, um die Klimaschutzziele bei der kommenden Klimakonferenz in Glasgow einzubringen. NAJU-Klimaexpertin Janine Wohlers: „Damit würde die EU den Prozess zur Steigerung der weltweiten Klimaschutzambitionen torpedieren und schwer beschädigen. Das ist inakzeptabel. Deshalb haben sich die europäischen Jugendlichen vernetzt, um die Verschärfung der Klimaziele voranzutreiben! Nächste Woche, zur Vorstellung des Green Deals der EU, werden wir genau hinschauen, wann welche Klimaziele verabschiedet werden sollen.“

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Veranstaltungen 

NABU: Welche Vögel sind noch da?

NABU: Welche Vögel sind noch da?
Weidenmeise (C) AdobeStock/Alexander Erdbeer

Der Naturschutzbund und der LBV rufen zur bundesweiten Stunde der Wintervögel auf

Berlin – Wer flattert denn da durch den winterlichen Garten? Der NABU und sein bayerischer Partner LBV rufen wieder zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Vom 10. bis zum 12. Januar können Vogelfreundinnen und -freunde eine Stunde lang Vögel beobachten, zählen und dem NABU melden. „Nach dem zweiten Rekordsommer in Folge könnte die Zählung Aufschluss darüber geben, wie sich anhaltende Dürre und Hitze auf die heimische Vogelwelt auswirken“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.“

In diesem Jahr könnte es zudem interessante Erkenntnisse für den Eichelhäher geben. „Im Herbst haben wir einen massiven Einflug dieser Art nach Deutschland und Mitteleuropa beobachtet“, sagt Miller. „Im September waren es über zehnmal so viele Vögel wie jeweils im gleichen Monat der vergangenen sieben Jahre. Im Oktober registrierten Vogelzugzählstationen sogar 16 Mal so viele Eichelhäher. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt 1978.“ Als Grund vermuten die Ornithologen, dass es 2018 in Nordosteuropa eine sogenannte Eichelvollmast gab, also besonders viele Eicheln herangereift sind. So konnten deutlich mehr Eichelhäher den vergangenen Winter überleben und in diesem Jahr brüten. „Viele dieser Vögel sind nun zu uns gezogen, weil in ihren Herkunftsgebieten nicht mehr genug Nahrung für alle Vögel vorhanden ist“, erklärt Miller. „Seit die Eichelhäher nicht mehr aktiv wandern, scheinen sie jedoch wie vom Erdboden verschluckt. Die Stunde der Wintervögel könnte zeigen, wo diese Eichelhäher geblieben sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sich in den Wäldern und Gärten des Landes verteilt haben.“

Vielleicht kann bei der Stunde der Wintervögel sogar der in Deutschland fast noch nie beobachtete Hakengimpel entdeckt werden. Dieser kernbeißer-große Finkenvogel aus der nördlichen Taigazone wurde in diesem Herbst vermehrt weit südlich seines normalen Vorkommens im südlichen Skandinavien beobachtet. Besonders in Gärten mit früchtetragenden Vogelbeerbäumen könnten diese roten oder gelben Vögel mit ihren typischen weißen Flügelstreifen auftreten.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum zehnten Mal statt. Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 20. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 11. und 12. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2019 beteiligten sich über 138.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 95.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.

Für die „Schulstunde der Wintervögel“ vom 6. bis 10. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW
Zählkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz für Kindergruppen und Schulklassen an. Bei fünf Aktionen lernen sie Vögel und ihre Anpassungsstrategien an die kalte Jahreszeit kennen. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

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