Grüne Quellen
Sonntag, 20. Oktober 2019 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Mittag liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Verschiedenes 

NABU zur AMK: Arten- und Klimakrise jetzt durch Umbau der Landnutzung stoppen

NABU zur AMK: Arten- und Klimakrise jetzt durch Umbau der Landnutzung stoppen
Buchenwald am Morgen / Foto: Eric Neuling / NABU

Miller: Bund und Länder haben Tragweite der ökologischen Krise noch nicht

Berlin/Mainz – Zur heute beginnenden Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern in Mainz fordert der NABU, Land- und Forstwirtschaft deutlich klima- und naturverträglicher auszurichten. „Bund und Länder haben die Tragweite der Klima- und Artenkrise bislang nicht verstanden. Eine Million Arten könnten aussterben, wir riskieren Schädlingsplagen, Extremwetter und Bodenverlust. Bei der Arten- und Klimakrise geht es um nicht weniger als unser Überleben – und auch das der Land- und Forstwirtschaft“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. In ihrem Klimapaket vernachlässige die Bundesregierung die nötigen Veränderungen im Bereich der Landnutzung sträflich.

Die Folgen der Krise sind längst spürbar: Dürren nehmen zu, Wälder und Böden trocknen aus, die Insektenwelt verliert Arten und die Masse an Bestäuber. Vergangene Woche erst erklärte die Bundesregierung, dass sich Äcker, Wiesen und Weiden in katastrophalem Zustand befinden. Heute berät Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner zudem über die Zukunft der Wälder und die jüngsten Dürreschäden.

Der NABU fordert Bund und Länder auf, sich jetzt für eine klima- und naturverträglichere EU-Agrarpolitik (GAP) einzusetzen, die der Natur deutlich mehr Platz einräumt. Nur die GAP könne die nötigen finanziellen Rahmenbedingungen für den Wandel schaffen. Fördergelder müssten an eine klare „space for nature“-Regelung geknüpft werden: Erhalten darf sie nur, wer zehn Prozent seiner Fläche für die Artenvielfalt freihält – ohne Ausnahme.

Auch müssten die von Bund und Ländern national bereitgestellten Mittel für Wald-Sofortmaßnahmen an klare ökologische Kriterien geknüpft werden. Öffentliches Geld dürfe nur fließen, wenn es der Stärkung des Waldökosystems diene, wie einer naturverträglichen Waldwirtschaft, dem Waldumbau, der ökologischen Wiederbewaldung und der dauerhaften Ausweisung von Naturwäldern. Eine Subventionierung der Forstwirtschaft, die den Status quo erhält und auf eine Maximierung des Holzertrags hinwirkt, dürfe es nicht geben.

Auf diese Weise würden künftig wieder mehr Hecken, Bäume, Feldränder, Brachflächen, artenreiche Wiesen und Weiden sowie Moore erhalten bleiben und als Klimasenken Kohlenstoff binden. Gleichzeitig könne sich so die Artenvielfalt erholen. „EU-weit müssen darüber hinaus mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr für Landwirte und Waldbesitzer als Anreize für weitergehende Naturschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Den Schutz unserer Lebensgrundlagen gibt es nicht zum Nulltarif", so Miller.

Bislang machen die EU-Agrarsubventionen rund 40 Prozent des EU-Haushalts aus, mehr als sechs Milliarden Euro fließen pro Jahr nach Deutschland. „Verglichen mit anderen Branchen hat die Landwirtschaft einen großen Vorteil: Das Geld für den notwendigen Wandel ist da. Die 60 Milliarden Euro aus Brüssel müssen nur umwelt- und klimafreundlich verteilt werden. Doch ausgerechnet der Deutsche Bauernverband und das Bundeslandwirtschaftsministerium versuchen diese Reform nach Kräften zu verhindern. Damit schaden sie ihrer eigenen Branche“, so Miller.

Mehr







Verschiedenes 

Karlsruhe: Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne

Zeitungen und Papiertüten sind gute Alternativen

Damit Bioabfälle reibungslos verarbeitet werden können, weist das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) darauf hin, dass insbesondere Folien, Kunststoffe, Plastiktüten und Tüten aus kompostierbarem Biokunststoff nicht in die Biotonne gehören.

Probleme bereiten diese Kunststoffe vor allem bei der weiteren Verarbeitung in den Bioabfallvergärungsanlagen, wohin die gesammelten Bioabfälle kommen. Sie lassen sich in den Anlagen nicht (Plastiktüten) oder nicht schnell genug (Tüten aus kompostierbarem Biokunststoff) zu Methangas und Kompost umwandeln und müssen daher zunächst zusammen mit anderen Fremdstoffen mechanisch abgesiebt und in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt werden. Ein Teil dieser Fremdstoffe verbleibt jedoch im Bioabfall. Ist der Anteil zu hoch, darf der Reifkompost nicht auf landwirtschaftliche Nutzflächen ausgebracht werden. Das Absieben der Fremdstoffe und deren Verbrennung in einer Müllverbrennungsanlage sind mit hohen Kosten und einem hohen Zusatzaufwand verbunden.

Das AfA bittet daher Bürgerinnen und Bürger, die Bioabfälle in Zeitungspapier einzuwickeln oder Papiertüten zu verwenden. Diese sind in Drogerie- und Supermärkten erhältlich. Kleine Vorsammelgefäße für die Küche, um den Bioabfall zu sammeln, sind zudem beim AfA in der Ottostraße 21 für 2,50 Euro pro Stück erhältlich.





Verschiedenes 

Freiburg: Hochwasserschutz im Bohrertal

Vorbereitende Arbeiten für den Bau der Hochwasserrückhaltebecken in Horben und Breitmatte beginnen Anfang Oktober

Die Stadt Freiburg plant zwei Hochwasserrückehaltebecken (HRB) am Bohrerbach, die unbedingt notwendig sind, um die Freiburgerinnen und Freiburger vor möglichen Überflutungen zu schützen. Einer der beiden Standorte befindet sich bei Günterstal auf der Gemarkung der Gemeinde Horben. Das HRB Horben wird 280 Meter lang und etwa 13,5 Meter hoch. Am zweiten Standort, der Breitmatte, ist die Vergrößerung des bereits bestehenden HRB vorgesehen. Der vorhandene Damm wird erhöht, um das für das Hochwasserschutzziel notwendige Speichervolumen zu erreichen.

Nach langer Vorbereitungsphase und nachdem die Finanzierung und der Grunderwerb gesichert sind, kann nun das Garten- und Tiefbauamt mit dem Bau der HRB Horben und Breitmatte beginnen. Die Bauarbeiten sind so geplant, dass beide HRB, die nur in der Kombination die geplante Hochwasserschutzwirkung erzielen, zeitgleich im Sommer 2022 fertig gestellt und anschließend in Betrieb genommen werden können. Die vorbereitenden Arbeiten für den Bau beginnen für beide HRB Anfang Oktober 2019. Alle Auflagen zum Arten- und Naturschutz, die sich aus den Genehmigungsverfahren ergeben, werden bei den Bauarbeiten vollumfänglich berücksichtigt.

Für das HRB Horben stehen in diesem Jahr noch die Rodungsarbeiten sowie die Herstellung einer Bachüberfahrt an. Anfang nächsten Jahres folgen dann die eigentlichen Bauarbeiten. Zunächst müssen ein Abwasserkanal und der Bach im unmittelbaren Dammbereich verlegt werden. Von Juni 2020 bis Sommer 2021 ist der Bau des Durchlassbauwerks vorgesehen. Die Dammschüttung kann in der zweiten Jahreshälfte 2021 erfolgen, bevor dann die technische Ausstattung eingebaut und das HRB so fertiggestellt werden kann.

Auf der Breitmatte sind in diesem Jahr noch die ersten Rodungsarbeiten vorgesehen. Ab dem Frühsommer 2020 stehen Leitungsverlegungen und der Dammbau an. Im Herbst 2020 erfolgt dann der zweite Teil der Rodungsarbeiten, um 2021 das Trennbau- und Ausleitungsbauwerk zwischen dem Bohrerbach und dem HRB herstellen zu können. 2022 erfolgt die technische Ausstattung, so dass auch dieses HRB im Sommer 2022 fertig gestellt und in Betrieb genommen werden kann.





Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Klaus Hahlbrock "Kein Leben ohne Vielfalt"

Buchtipp: Klaus Hahlbrock "Kein Leben ohne Vielfalt"

Ein Plädoyer für die Rettung unserer Lebensgrundlagen

Das schwierige Verhältnis von Instinkt, Bewusstsein und Handeln: Obwohl wir um die Gefahren unserer Umweltzerstörungen wissen, setzen wir sie rücksichtslos fort. Warum ist das so? Das neue Buch »Kein Leben ohne Vielfalt. Ein Plädoyer für die Rettung unserer Lebensgrundlagen« von Klaus Hahlbrock verdeutlicht, wie unverzichtbar die Vielfalt in allen Lebensbereichen ist, und fordert dazu auf, unser destruktives Verhalten zu zügeln – um unser Überleben zu sichern.

Eigentlich wissen wir alles, was nötig ist, um den Kampf gegen die mannigfaltigen Bedrohungen der biologischen und kulturellen Vielfalt aufzunehmen. Doch wie kommen wir von diesem Wissen zu einem zukunftsorientierten, ökologisch wie ökonomisch verantwortlichen Handeln? Für Klaus Hahlbrock steht fest: nur durch die Zähmung jener selbstsüchtigen Instinkte, die einmal für das Überleben der Menschheit unerlässlich waren und jetzt in ihr Gegenteil umschlagen.

Sein Buch »Kein Leben ohne Vielfalt« legt dar, wie wir Menschen zu dem wurden, was wir sind, welche Bewusstseinsstufen wir durchlaufen haben, was die Motive unseres selbstzerstörerischen Verhaltens sind – und wie wir die nächste, integrale Bewusstseinsstufe erreichen, in der Natur und Mensch wieder als Einheit gesehen werden. Ein Appell, die Trennung von Mensch und Um-Welt zu durchbrechen.

Der Autor Klaus Hahlbrock ist Professor em. für Biochemie und war langjähriger Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft. Außerhalb der Wissenschaft wurde er bekannt durch seine Bücher »Kann unsere Erde die Menschen noch ernähren?«, erschienen innerhalb der 12-bändigen Buchreihe des Forums für Verantwortung, und »Natur und Mensch. Der lange Weg zum ökosozialen Bewusstsein«.

oekom Verlag 2019, 160 Seiten, € 18,00 (D), 18.50 (A)
ISBN 978-3-96238-123-3





Veranstaltungen 

Karlsruher Tierschutzpreis 2019

Vorschläge einreichen bis 5. Oktober

Die Stadt Karlsruhe erinnert daran, dass Bürgerinnen und Bürger noch bis 5. Oktober Vorschläge für den Karlsruher Tierschutzpreis einreichen können. Dies ist möglich beim Ordnungs- und Bürgeramt, Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen, Alter Schlachthof 5, 76124 Karlsruhe, oder per E-Mail an luv@oa.karlsruhe.de.

Die letzte Möglichkeit eine Person oder Tierschutzorganisation vorzuschlagen, oder sich selbst zu bewerben, besteht beim 15. Karlsruher Tierschutztag, der am 5. Oktober in der New-York-Straße 3-7 stattfindet. Vordrucke des Ordnungs- und Bürgeramtes werden dort während der Veranstaltung ausliegen.

Mehr




Verschiedenes 

SPD: Umfallen oder aufstehen für den Klimaschutz?

Campact-Aktionen vor Regionalkonferenzen

Verden, 24. September 2019. Die SPD hat ihr Verbleiben in der Großen Koalition an ein wirksames Klimaschutzpaket geknüpft. Doch mit dem Plan des Klimakabinetts wird Deutschland seine Klimaziele deutlich verfehlen. Deshalb protestieren Unterstützerinnen und Unterstützer der Bürgerbewegung Campact in den nächsten drei Wochen vor den SPD-Regionalkonferenzen. Sie fordern die Kandidatenpaare für den Parteivorsitz dazu auf, sich für eine deutliche Verschärfung des Klimapakets einzusetzen.

In Braunschweig, Troisdorf, Potsdam, Dresden und München werden die Campact-Aktiven mit Großmasken von Kanzlerin Merkel und der CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer auftreten. Mit einer großen Bowling-Kugel zielen „Merkel“ und „Kramp-Karrenbauer“ auf fast zwei Meter große Kegel mit den sieben SPD-Kandidatenpaaren. Demonstrierende fordern von den Kandidaten eine Entscheidung: umfallen oder aufstehen für den Klimaschutz.

„Das Klimapaket ist eine Kapitulation der SPD vor der Union – mal wieder. Was vom Klimakabinett beschlossen wurde, hat selbst die niedrigsten Erwartungen an diese Koalition unterschritten“, sagt Katrin Beushausen, Campaignerin bei Campact. „Wer die SPD in Zukunft führen will, muss jetzt Farbe bekennen: Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, darf nicht vor der Union umfallen.“

Die Beschlüsse des Klimakabinetts müssen von der Koalition aus Union und SPD noch in Gesetze gegossen werden. Dafür ist die Position der neuen SPD-Spitze entscheidend. Bei den Regionalkonferenzen werben die Kandidatenpaare bei der Basis für sich und stellen ihre Pläne für die künftige Ausrichtung der Sozialdemokraten vor. Anfang Dezember wählt der SPD-Parteitag die neue Doppelspitze.

Vergangenen Freitag gingen bundesweit mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Fridays for Future auf die Straße und forderten wirksame Maßnahmen zur Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele. „Die SPD hat sich selbst ein Ultimatum für den Verbleib in der Regierung gestellt: Wirksamer Klimaschutz oder Ende der Koalition. Sie muss jetzt handeln – oder die Konsequenzen ziehen“, so Beushausen.





Verschiedenes 

Grüne Kreuze: "Kreuzzug" für Agrar-Gift, Glyphosat und Massentierhaltung

Grüne Kreuze: "Kreuzzug" für Agrar-Gift, Glyphosat und Massentierhaltung

Bei einem Abendspaziergang bin ich an einem der vielen grünen Kreuze vorbeigegangen, die jetzt bundesweit überall in der Landschaft stehen. "Die grünen Kreuze sollen als Mahnmal auf die Folgen des neuen Agrarpakts der Bundesregierung, auf das Volksbegehren "Rettet die Bienen" und auf die allgemeine Lage der Landwirtschaft hinweisen." Ein am Kreuz angebrachter Text besagt, dass der von der Bundesregierung geplante Agrarpakt ein „kommendes Bauernsterben“ auslösen würde. Hinter den vorgeschobenen Kreuzen steht eigentlich eine bundesweite Kampagne "Schützt die Bauern durch ein Ja zum Gift". In manchen Medien wird unkritisch schon von einem "Kreuzzug auf dem Land" geschrieben.

Kernpunkte des von der Agrochemie-Lobby so massiv bekämpften, von der Bundesregierung geplanten Agrarpakets sind unter anderem das verspätete Aus für das Unkrautgift Glyphosat Ende 2023, endlich ein wenig mehr Schutz für Insekten und ein neues Tierwohl-Kennzeichen. In einer Zeit in der in Deutschland die Masse der Insekten teilweise um über 75% abgenommen hat, ist das geplante Agrapaketchen eine kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die bundesweite Kreuz-Aktion ist der verzweifelte Wunsch nach Beibehaltung des Sta­tus quo und das heißt Agrar-Gifte, Glyphosat, Massentierhaltung, Insektenvergiftung, Vogelsterben, CO2 Belastung und Nitrat im Grundwasser.

Ähnliche Bauern-Aktionen und die gut organisierte Agrar-Lobby in der Vergangenheit haben dazu geführt, dass wir in Deutschland ein massives Grundwasserprobleme mit Nitrat haben. Der Applaus vieler AfD, CDU, CSU und FDP-Politiker für die Grünen Kreuze passt eigentlich eher in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts und ist insbesondere für die Parteien mit dem C besonders peinlich.

Der Missbrauch christlicher Symbole für Gift, Glyphosat und Massentierhaltung ist nicht akzeptabel.
Absolut nachvollziehbar aber sind die Ängste, Sorgen und Nöte der Landwirte.

Zumeist unter CDU- & CSU-Landwirtschaftsministern sind, politisch gewollt, seit 1949 in Baden-Württemberg 75 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe verschwunden. Bundesweit gab es einen Rückgang von 42 Prozent innerhalb der letzten 17 Jahre.
Aktuell wird die deutsche Landwirtschaft auf dem Altar eines nicht umwelt- und menschengerechten Freihandels (Mercosur) geopfert.

Die kleinen ökologischen Fortschritte des geplanten und bekämpften Agrarpaketes stören den Traum von der ständig wuchernden, großen, globalen, giftdominierten Agrarfabrik, den Bayer, Hoechst, Monsanto, Syngenta, Genlobby & CDU, CSU, FDP & Bauernverbände träumen. In diesem zerstörerischen Traum kommen allerdings kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe, egal ob öko oder konventionell, auch nicht vor.

Naturschutzbewegung, das geplante Agrarpaket in Berlin und das Volksbegehren in Baden-Wüttemberg sind nicht die Feinde der Landwirtschaft. Gerade BUND und Umweltbewegung sind potentiell Verbündete einer insektenfreundlichen, grundwasserfreundlichen, naturnäheren, giftärmeren, nachhaltigen und somit auch moderneren und zukunftsorientierten Landwirtschaft. Wir müssen den Wachstumswahn brechen, den Traum von der globale Argrafabrik beenden und die Globalisierung menschengerecht und nachhaltig gestalten. Dazu braucht es nicht nur ein Agrarpaket und ein Volksbegehren, sondern eine andere, neue Agrar- und Subventionspolitik. Und die Landwirtschaft braucht endlich auch gute Preise für gute, umweltschonend erzeugte Produkte.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Mehr




Verschiedenes 

NABU: Weltgemeinschaft muss endlich handeln

Weltklimarat sieht Klimafunktion der Ozeane in Gefahr / Arktiseis schmilzt so schnell wie nie

Berlin/Monaco – Am morgigen Mittwoch stellt der Weltklimarat IPCC in Monaco seinen Bericht zum Zustand der Ozeane und eisbedeckten Flächen vor. Der Termin fällt unmittelbar zusammen mit der Phase der geringsten Ausdehnung des arktischen Eisschildes in diesem Jahr, dem zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. „Der Bericht und der sich weiter beschleunigende Rückgang des Arktiseises fordern ein entschiedenes Handeln der Weltgemeinschaft. Die Ozeane verlieren mit einer beängstigenden Geschwindigkeit wichtige Funktionen für Klima und Ernährungssicherheit. Die Klimakrise und die Zerstörung von Lebensräumen haben sie an ihre Belastungsgrenze gebracht“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der IPCC-Bericht zeigt die ganze Dramatik der Klimakrise: Bei einer Meereserwärmung von drei Grad Celsius kann der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 bis zu einem Meter ansteigen. Überflutungen und Extremwetterereignisse werden weiter zunehmen. Strömungssysteme und wichtige nährstoffreiche Auftriebsgebiete werden destabilisiert. Die Bestände von Seegras und Mangroven sind im 20. Jahrhundert bereits um 50 Prozent geschrumpft und Fischbestände brechen zusammen oder verlagern sich.

Nach dem alarmierenden Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES und dem IPCC-Report zu den Ökosystemen an Land ist der Report „Oceans and Cryosphere“ der dritte Bericht in diesem Jahr, der den katastrophalen Zustand unseres Planeten, seiner Lebensräume und Arten in Zahlen fasst. Die Geschwindigkeit der Meereserwärmung hat sich seit 1993 verdoppelt. Alle Warmwasserkorallen drohen zu verschwinden und die sauerstofffreien Todeszonen am Meeresgrund werden größer. „Die Ozeane verlieren ihre zentrale Klimafunktion als Kohlenstoffsenke. Seit 1980 haben sie bis zu 30 Prozent des vom Menschen verursachten Kohlendioxids aufgenommen. Zudem sind die Pflanzen der Meere unsere wichtigsten Sauerstofflieferanten. Jeder zweite Atemzug kommt aus dem Meer“, so Kim Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz, „Aber die Pufferfunktion der Ozeane ist aufgebraucht. Wir müssen sie besser schützen.“

Die Klimakrise führt dazu, dass die polaren Eisschilde schmelzen. Seit dem Jahr 1980 ist die durchschnittliche Fläche des Arktiseises im September um eine Fläche zehnmal so groß wie die Bundesrepublik zurückgegangen. Es werden gefährliche Kipppunkt erreicht, die den Klimawandel weiter beschleunigen.

Der IPCC-Bericht fällt in eine Zeit, in der darüber diskutiert wird, ob das Gelingen der Energiewende eine Anpassung des Naturschutzrechtes erfordert, ob zu viel Naturschutz den Klimaschutz verzögert. Auch darauf gibt der IPCC eine Antwort. „Klimaschutz und Naturschutz schließen einander nicht aus: Meeresschutz ist Klimaschutz. Gut gemanagte Meeresschutzgebiete oder die Wiederherstellung von Seegraswiesen oder Mangroven gehören zu den effektivsten Klimaschutzmaßnahmen, die uns zur Verfügung stehen“, betont Detloff. Der NABU fordert daher, viel stärker als bisher auf natürliche Kohlenstoffsenken wie Meere, Wälder oder Moore zu setzen parallel zum Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter, um die Pariser Klimaziele zu erfüllen. Mit Blick auf das gerade erst verabschiedete und unzureichende Klimaschutzpaket der Bundesregierung hegt der NABU Zweifel daran, dass die Politik die Zeichen der Zeit erkannt hat und fordert in einem öffentlichen Appell dringend Nachbesserung.

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25