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Veranstaltungen 

"Minga" - Gemeinsam für den Wald in Karlsruhe

Mitmachaktion zum Umpflanzen junger Eichensämlinge im Oberwald

Das Forstamt veranstaltet mit Unterstützung der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) und des Umweltamtes am Samstag, 7. Dezember, von 10 bis 13 Uhr eine Mitmachaktion für die Bevölkerung im Stadtwald. Unter Anleitung des Forstamtes werden einjährige Eichensämlinge alter Eichen so verpflanzt, dass sie an lichten Waldorten weiter wachsen können. Die Aktion ist ein Baustein im Korridorthema "Grüne Stadt" und verfolgt das Ziel des Waldumbaus für klimastabilere Wälder.

Treffpunkt für die Freiwilligen ist am Holderweg direkt beim Oberwaldsee. Erreichbar ist er von Osten über die Edgar-Heller-Straße (Buslinien 42, 44; Haltestelle "Tiefbauamt") oder zu Fuß beziehungsweise mit dem Fahrrad von Westen über den Holderweg. Parkplätze gibt es am Waldeingang kurz vor dem Oberwaldsee in begrenztem Umfang vorhanden.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin und Forstdezernentin Bettina Lisbach werden mehrere Gruppen gebildet, die entweder Sämlinge sorgfältig ausgraben, transportieren oder einpflanzen. Angeleitet werden die helfenden Hände durch Mitarbeitende des Forstamtes.

Da die Mitmachaktion eine intensive fachliche Betreuung erfordert, ist die Zahl der Teilnehmenden auf 100 Personen beschränkt. Anmeldungen sind unter dem Stichwort "Mitmachaktion Eiche" mit Angabe der teilnehmenden Personenzahl ist per E-Mail an forstamt@karlsruhe.de möglich. Es gilt der Eingang der Meldung. Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und Arbeitshandschuhe müssen mitgebracht werden, Werkzeug wird gestellt. Bei frostigen Temperaturen oder extrem schlechtem Wetter muss die Aktion kurzfristig abgesagt werden. Information gibt es für diesen Fall unter der Telefonnummer 0721 1337353. Für das kommende Frühjahr sind weitere Pflanzaktionen im Wald geplant.

Bäume als Zeichen einer gelebten Klimapartnerschaft

Parallel zur Aktion im Oberwald läuft im Rahmen der Klimapartnerschaft der Stadt Karlsruhe und der KEK eine Baumpflanzaktion in der Gemeinde San Miguel de los Bancos in Ecuador. Aus dieser Partnerschaft leitet sich auch der Begriff "Minga" ab. Das Wort aus der Quechua-Sprache steht für kommunale Gemeinschaftsaktionen im Kulturraum der Anden, also auch in Ecuador. Dort pflanzt die KEK gemeinsam mit dem Umweltbildungszentrum Mindo Lindo und der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe auf rund 30 Hektar ehemaligem Weideland über 40 heimische Baumarten. Ziel ist es, das klimaschädliche CO2 zu binden und gleichzeitig ein bleibendes Schutzgebiet für bedrohte Arten zu schaffen. Weitere Informationen finden sich unter www.karlsruher-klimafonds.de.

Hintergründe der Aktion

Im Jahr 2018 hatten die Eichen in unseren Wäldern eine sogenannte "Vollmast", sie trugen also überdurchschnittlich viele Früchte (Eicheln). Die Bezeichnung stammt aus einer Zeit, als Schweine zum Fressen in die Wälder getrieben und dort "gemästet" wurden. Wenn es so viele Eicheln wie im vergangenen Jahr gab, konnten sich die Schweine mit den extrem nahrhaften Eicheln so richtig satt fressen. Aufgrund der Schweineweide wurde die Eiche schon vor Jahrhunderten gepflanzt und gepflegt. Seitdem die Waldweide Geschichte ist, fressen nur noch Wildschweine, Eichelhäher oder Eichhörnchen die Eicheln. Viele bleiben jedoch liegen und aus den Samen entwickeln sich im Folgejahr Unmengen junger Eichen unter den Baumkronen der Alteichen. Unter deren dichtem Blattwerk bekommen sie aber zu wenig Licht, um dauerhaft überleben zu können. In der Natur bekommen die Nachkommen nur eine Chance, wenn der Samenbaum ausfällt oder entfernt wird.

Im Stadtwald dürfen die alten Eichen als zentrale Elemente des Ökosystems Wald stehen bleiben. Um ihr, für den zukünftigen Wald wichtiges, genetisches Potenzial trotzdem nutzen zu können, müssen die Eichensämlinge an lichtere Orte im Wald umgezogen werden. Dort haben sie die Chance, zu wachsen und Teil des Zukunftswaldes zu werden.

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Verschiedenes 

NABU: Beschleunigte Bauverfahren gefährden Naturschutzziele

Miller: Unzerstörte Flächen im Außenbereich schützen - Keine Verlängerung von Paragraph 13 b Baugesetzbuch

Berlin – Der NABU spricht sich gegen die Pläne Nordrhein-Westfalens aus, beschleunigte Bauverfahren in den Außenbereichen auch in Zukunft zu ermöglichen. Über einen entsprechenden Antrag will der Bundesrat am Freitag per „sofortiger Sachentscheidung“ kurz vor dem Ablaufdatum entscheiden. Konkret geht es dabei um den zum Jahresende auslaufenden Paragraph 13b des Baugesetzbuches, den der NABU entschieden ablehnt.

„Flächenfraß und Landschaftszerschneidung setzen die Artenvielfalt weiter unter Druck, Tieren und Pflanzen gehen immer mehr Lebensräume verloren. Wir gefährden unsere Naturschutzziele, wenn die Außenbereiche ohne ausgiebige Prüfung immer schneller bebaut und versiegelt werden“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Bundesregierung wollte den Flächenschwund bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag begrenzen. „Wir liegen heute bei 60 Hektar täglich. Der Zersiedlungs-Paragraph 13 gehört abgeschafft.“

Der NABU appelliert deshalb an Bund und Länder, den §13b BauGB zum Jahresende ersatzlos auslaufen zu lassen und der Ressource Boden endlich eine stärkere Wertschätzung entgegen zu bringen. „Statt Siedlungen in die Fläche aufzublähen, sollten die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um Nachverdichtungspotenziale im Innenbereich stärker zu nutzen und so dem Credo Innen- vor Außenentwicklung zu entsprechen“, so Miller weiter.

Der §13BauGB wurde 2017, damals entgegen des Bundesratsbeschlusses, mit dem Ziel kostengünstigen Wohnraum zu schaffen und die Flüchtlingskrise zu bewältigen, eingeführt. Er ermöglicht Gemeinden eine unkompliziertere Aufstellung von Bebauungsplänen im Außenbereich im beschleunigten Verfahren, also „auf der grünen Wiese“. Das beschleunigte Verfahren kann ohne frühzeitige Bürgerbeteiligung, ohne Verpflichtung gleichwertige Ausgleichsflächen für die Natur zu schaffen und ohne Umweltprüfung durchgeführt werden. Aus NABU-Sicht bietet das geltende Baurecht bereits ausreichend Möglichkeiten zum Bauen im Außenbereich.

Wie mehrere Studien und eine Auswertung des Bundesinnenministeriums inzwischen belegen, verfehlt Paragraph 13b sein ursprüngliches Ziel, schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, klar. „Statt den angespannten Wohnungsmarkt in den Ballungsräumen zu entspannen, werden in über 85 Prozent der Fälle Ein- und Zweifamilienhäuser im ländlichen Raum gebaut. Das ist kein Beitrag, um den Wohnungsmangel für alle Bevölkerungsschichten zu beseitigen und schafft auch keine Unterkünfte für Geflüchtete“, so NABU-Siedlungsexperte Stefan Petzold. Die Folgen für die Natur sind jetzt schon verheerend: Momentan wird in Deutschland für Bau- und Infrastrukturmaßnahmen jede Minute die Fläche eines durchschnittlichen Einfamilienhausgrundstücks benötigt. Dabei dauert es 2.000 Jahre bis zehn Zentimeter fruchtbarer Boden entstehen kann. Zudem werden Landschaften zerschnitten und Lebensräume zerstört. Dörfer wachsen in die Fläche, während die Dorfkerne veröden.

Das Land Nordrhein-Westfalen wirbt in der Begründung des Gesetzesvorschlages um die Zustimmung des Bundesrates mit der „Handlungsempfehlung der Baulandkommission“, einem einberufenen Expertengremium, welches die Fortsetzung des §13b empfiehlt. Diese bereits durch das Bundesinnenministerium verbreitete Fehldarstellung entspricht jedoch nicht den tatsächlichen Empfehlungen der Kommissionsmitglieder. Der Dokumentation der Sitzungen ist zu entnehmen, dass diese zu keinem einheitlichen Meinungsbild kamen und lediglich eine Evaluierung der Anwendungsfälle des 13b empfehlen. Die Empfehlung einer Verlängerung entstammt einzig den in der Kommission vertretenen Bundestagsabgeordneten und Landesbauminister.

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Vortragsreihe im Exotenhaus wird fortgesetzt

Karlsruhe: Vortragsreihe im Exotenhaus wird fortgesetzt
Zoo-Architektin Eva Kaltenbach / Foto: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

"Bauen – nicht nur für Tiere"

Zoo-Architektin Eva Kaltenbach gibt am kommenden Donnerstag, 28. November, um 18.15 Uhr im Rahmen der Winter-Vortragsreihe im Exotenhaus des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe Einblicke in ihre Arbeit. Unter dem Titel "Bauen – nicht nur für Tiere" berichtet sie über die vielfältigen Aufgaben einer Architektin im Zoo.

Historie der Tiergärten
"Wie wird man überhaupt Zoo-Architektin. Das ist eine der häufigsten Fragen an mich", sagt Kaltenbach, die sowohl von ihrem beruflichen Werdegang berichten wird, aber auch die aktuellen Projekte im Zoo beleuchtet und einen Ausblick auf zukünftige Um- und Neubauten geben wird. Dazu wird Kaltenbach eine Bogen von den Anfängen der Tiergärten als Menagerien hin zu modernen Zoos spannen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe willkommen. Der Einlass in das Exotenhaus erfolgt ab 18 Uhr ausschließlich über die Ettlinger Straße 4b. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Zoo und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

zum Bild oben:
Zoo-Architektin Eva Kaltenbach bei ihren Lieblingstieren, den Giraffen / Foto: Zoo Karlsruhe/Timo Deible





Verschiedenes 

NABU zu Bauernprotesten: Umweltprobleme nicht leugnen

Krüger: Steuergeld muss bei Landwirtinnen und Landwirten ankommen, die klima- und umweltverträglicher arbeiten wollen

Berlin, 26.11. – Die heutigen Bauernproteste kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Die Sorgen von Landwirtinnen und Landwirten sind verständlich. Viele fühlen sich dem Preisdruck und steigenden Umweltanforderungen kaum gewachsen. Doch es bringt nichts, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Die Umweltprobleme lassen sich nicht leugnen: Bestäuber verschwinden in Rekordtempo, die typischen Feldvogelarten sind dramatisch eingebrochen. Unser Grundwasser ist mit Nitrat belastet und die Klimabilanz der Landwirtschaft unverändert schlecht. Darüber müssen wir einen Dialog führen.

Die Bundesregierung muss jetzt für eine gerechtere Agrarpolitik sorgen, die Brücken schlägt statt weitere Gräben in der Gesellschaft zu reißen. Unsere Steuergelder müssen endlich bei jenen Landwirtinnen und Landwirten ankommen, die umwelt- und klimafreundlich produzieren wollen – von der Politik aber bislang Steine in den Weg gelegt bekamen. Rund 60 Milliarden Euro stehen hierfür pro Jahr in Brüssel bereit. Dieses Geld darf keine Turbo-Landwirtschaft mehr fördern. Es muss gerechter und nachhaltiger verteilt werden. Die Bundesregierung muss zudem faire Preise und Wettbewerbsbedingungen ermöglichen, regionale Vermarktung stärken und ausreichend Platz für die Artenvielfalt schaffen, in jedem Betrieb. Die künftige Agrarpolitik muss fair sein zu Landwirtinnen und Landwirten, Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern und den nächsten Generationen gleichermaßen. Das sollten wir alle einfordern.“

Mitte Dezember verhandelt Bundeskanzlerin Angela Merkel den EU-Haushalt und damit das Budget und den Kurs der europäischen Agrarpolitik für das kommende Jahrzehnt. „Wenn die Bundesregierung es dann wieder versäumt, für eine nachhaltige Landwirtschaft einzustehen, verdient sie die Proteste von Landwirtinnen und Landwirten wie Umweltschützerinnen und Umweltschützern“, so Krüger.

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NABU: Minensprengung im Meeresschutzgebiet katastrophal für Natur

Kleine Anfrage der Grünen bestätigt dramatischen Umweltschaden im Fehmarnbelt/Miller: Bundesregierung drückt sich vor Verantwortung

Berlin – Im August sprengte die Bundesmarine bei einem NATO-Manöver 42 Grundminen in der deutschen Ostsee, 39 davon im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt. Der NABU verurteilte das Vorgehen scharf und kritisierte die fehlende Einbindung der Naturschutzbehörden als Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte daraufhin eine Kleine Anfrage mit dem Titel „Sprengungen von Munitionsaltlasten und Kampfmitteln in Meeresschutzgebieten“ an die Bundesregierung. Nach mehr als sechs Wochen kam eine erste sehr vage Antwort. Dazu NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Die Antwort der Bundesregierung offenbart die ganze Katastrophe der Sprengungen: Mitten in einem Meeresschutzgebiet hat jede Mine einen fünf Meter breiten und 1,5 Meter tiefen Krater in streng geschützte Riffe gerissen. In einem Umkreis von jeweils zehn bis 30 Metern wurde alles Leben vernichtet. Noch weiß niemand, wie viele Schweinswale tatsächlich während der Fortpflanzungszeit verletzt oder getötet wurden. 18 Totfunde dieser streng geschützten Meeressäuger sind im fraglichen Zeitraum bekannt geworden. Der Vorfall ist unerträglich und offenbart das Ignorieren geltenden Naturschutzrechts und unzureichende Umweltstandards der Marine ebenso wie das Komplettversagen der Politik im Umgang mit dem Problem der Kriegsaltlasten.“

Die Lage der Grundminen war den verantwortlichen Behörden seit 2016 bekannt. Das vorgeschobene Argument der Bundesregierung, die Sprengung im Sommer 2019 böte die „sofortige Möglichkeit zur Abwehr von Gefahr für Leib und Leben“ greift nach Ansicht des NABU daher nicht. Das Nato-Manöver sei vermutlich eher eine gute Gelegenheit gewesen, kostengünstig zu sprengen und aufwändige Abstimmungsprozesse mit Naturschutzbehörden zu umgehen.

Mehr als 1,6 Millionen Tonnen Weltkriegsmunition liegen als tödliches Erbe in der deutschen Nord- und Ostsee. Die Munitionshülsen korrodieren, gefährliche Giftstoffe reichern sich in der Meeresflora und -fauna an und erreichen über die Nahrungskette auch den Menschen. Zuletzt hatte die Umweltministerkonferenz den Beschluss gefasst, ein gemeinsames Konzept zur Munitionsräumung zu erarbeiten.

„Wider besseren Wissen drückt sich die Bundesregierung vor ihrer Verantwortung. Doch die vage Antwort, dass ressortübergreifende Abstimmungsprozesse und Verwaltungsverfahren überprüft und weiterentwickelt werden sollen, macht ein wenig Hoffnung auf einen Sinneswandel. Es ist Zeit für ein effektives Bündnis von Bund und Ländern. Die Wissenschaft hat geliefert, die umweltschonende Räumungstechnik ist da. Jetzt brauchen wir die Strukturen und das Geld für eine verantwortungsvolle nationale Strategie im Umgang mit den Munitionsaltlasten“, so Miller.

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Veranstaltungen 

Konzepte zum Klimaschutz in Karlsruhe weiterentwickeln

Konzepte zum Klimaschutz in Karlsruhe weiterentwickeln
Foto: Veranstalter

Die Stadt lädt für den 29. November zum Klimaforum in das Bürgerzentrum Südwerk ein

Der Entwurf des Klimaschutzkonzeptes 2030 liegt vor. Die Stadt möchte ihn der interessierten Bürgerschaft vorstellen und sie dazu einladen, in einem erweiterten Online-Beteiligungs­verfahren von Anfang Dezember bis Ende Januar 2020 Kommentare und Anregungen einzubringen.

Zum Start laden Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Umweltbürgermeisterin Bettina Lisbach am Freitag, 29. November, um 17 Uhr die Bürgerinnen und Bürger zum Klimaforum ins Bürgerzentrum Südwerk, Henriette-Obermüller-Straße 10, ein. Neben der Information zum aktuellen Entwurf und seinen Inhalten ermöglicht das Forum Diskussionen in Arbeitsgruppen sowie die weitere Vernetzung aller Interessierten. Aus organisatorischen Gründen ist die Zahl der Teilnehmenden begrenzt. Bis zum 25. November können Interessierte sich im Internet auf der Webseite gruenestadt.karlsruhe.de > Klimaforum oder beim städtischen Umwelt- und Arbeitsschutz unter umwelt-arbeitsschutz@karlsruhe.de anmelden.

Das Beteiligungsverfahren zum Karlsruher Klimaschutzkonzept startet Anfang Dezember auf der Webseite https://beteiligung.karlsruhe.de/.

Klimaschutzziele erreichen

Auf globaler wie auch auf kommunaler Ebene ist erfolgreicher Klimaschutz eine der größten Herausforderungen der aktuellen und künftigen Politik. Nicht zuletzt die immer schnellere Abfolge von Hitzewellen macht die konkreten Auswirkungen des Treibhauseffektes auch in Karlsruhe bereits deutlich spürbar. Diese Entwicklung verschärft sich künftig weiter, insbesondere wenn die Wende hin zu einem klimaneutralen Leben und Wirtschaften nicht schnell genug gelingt.

Daher arbeitet die Stadt aktuell an der Fortschreibung des Karlsruher Klimaschutzkonzeptes bis 2030. Die hier enthaltenen Klimaschutzziele und die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen werden entscheidend sein, um das vom Gemeinderat vorgegebene Ziel der Klimaneutralität für Karlsruhe bis 2050 zu erreichen.

An der Entwicklung geeigneter Maßnahmen für die wesentlichen Handlungsfelder Energie, Stadtentwicklung, Wirtschaft, Mobilität sowie an übergreifenden Maßnahmen arbeiteten engagiert neben den Beteiligten aus Verwaltung und städtischen Gesellschaften auch zahlreiche lokale Schlüsselakteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren zivilgesellschaftlichen Gruppen in themenbezogenen Arbeitsgruppen.

Video mit Statement von Bürgermeisterin Bettina Lisbach ...

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Süße Adventszeit: Tafelschokoladen im Test

Eine Weihnachtszeit ohne Schokolade – unvorstellbar. ÖKO-TEST hat rechtzeitig vor dem Fest 25 Milchschokoladen untersucht – mit besonderem Blick auf faire Arbeit und fairen Handel. Das Ergebnis: Nur zwei Produkte erhalten die Testnote „gut“. Kritikpunkte sind vor allem nachgewiesene Mineralölbestandteile, schlechte Arbeitsbedingungen der Arbeiter auf den Kakaoplantagen und mangelhafte Transparenz: Viele Hersteller wissen offenbar nur bruchstückhaft über die genaue Herkunft ihres Rohstoffs Kakao Bescheid ...

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Veranstaltungen 

Die „Uberkalypse“ stoppen: NABU startet Kampagne gegen Fahrdienstvermittler Uber

Miller: Wir erwarten Autoschwemme in unseren Städten

Berlin/Brüssel – Unter dem Motto „Stoppt die Uberkalypse!“ hat der NABU heute gemeinsam mit anderen Umweltverbänden eine Kampagne gegen den Mobilitätsdienstleister Uber gestartet. In der Kritik steht das Geschäftsmodell des amerikanischen Unternehmens: Die auto-basierte Mobilität wird zu einem zeitgemäßen Lifestyle-Produkt verklärt, tatsächlich führt sie aber zu einer unkontrollierbaren Zunahme von Pkw in den Innenstädten. Auch in den USA, Frankreich, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden wenden sich Umweltverbände öffentlich gegen das Unternehmen.

Wie eine heute veröffentlichte Studie des europäischen NABU-Partnerverbandes Transport & Environment (T&E) belegt, wurden durch Uber allein in London und Paris zusammen innerhalb eines Jahres rund eine halbe Million Tonnen C02 produziert. Auch die offizielle Statistik des Londoner Verkehrsdezernats, Transport for London, weist für den Zeitraum von 2012 bis 2017 ein um fünf Prozent erhöhtes Verkehrsaufkommen im Vergleich zu den Vorjahren aus, welches die Behörde vornehmlich auf Uber-Dienste zurückführt.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Diese Studie und die Zahlen widerlegen die Behauptung, dass Mobilitätsdienste wie Uber zu einer Entlastung des Stadtverkehrs beitragen. Uber kommt im Schafspelz des neuen Mobilitätanbieters daher, macht aber mit der Vermittlung möglichst vieler Autofahrten im Innenstadtbereich Kasse. Wir erwarten eine regelrechte Autoschwemme in unseren Städten, wenn dieser digitale Fahrdienstvermittler weiter ungehemmt wachsen darf.“ Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer müsse die Notbremse ziehen und die anstehende Novelle des Personenbeförderungsgesetzes nutzen, um die neuen Mobilitätsdienste deutlich stärker zu regulieren.

Der Mehrverkehr durch Uber steigert die CO2-Emissionen fördert Staus und trägt zu einer gesteigerten Abgas- und Lärmbelastung in den ohnehin schon stark belasteten Ballungsgebieten bei. Aktuell haben die zuständigen kommunalen Behörden weder eine Übersicht, wie viele dieser Fahrzeuge bereits auf ihren Straßen unterwegs sind, noch haben sie eine Handhabe, die Zahl der zusätzlichen Autos effektiv zu begrenzen.

Darüber hinaus stellt sich Uber gerne als Ergänzung zum Umweltverbund dar, es ist aber fraglich, ob es die weniger dicht besiedelten und damit kaum rentablen Endhaltestellen von S- und U-Bahnen erschließt.

Justyna Wladarz, NABU-Expertin für städtische Mobilität: „Uber stürzt sich auf die lukrativen Innenstadtlagen und steht damit in direkter Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr. Die Beförderungstarife sind in der Regel etwas teurer als ein Ticket für den Verkehrsverbund, jedoch günstiger als für ein reguläres Taxi. Damit erhöht sich die Attraktivität, ein individuelles Fahrzeug zu buchen statt umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Bahnen, Bussen und Fahrräder zu nutzen.“ Hier zeige sich der wahre Charakter des Fahrdienstvermittlers, dessen intransparente Geschäftspraktiken keine verlässliche Grundlage für die Mobilität von morgen darstellten.

Der NABU fordert, dass so ausgerichtete Fahrdienste nicht länger als Mietwagen zugelassen werden dürfen. Kommunen müssten klare Vorgaben für Art und Umfang neuer Beförderungsservices erlassen können, die umweltfreundlichen Verkehrsträgern stets Vorrang einräumen.

Hintergrund:
Uber ist derzeit in sieben deutschen Städten aktiv: Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München, Stuttgart. Wie viele Fahrzeuge das Unternehmen dabei im Einsatz hat, bleibt ebenso im Unklaren wie die Zusammensetzung der Fahrzeuge oder die Zahl der Fahrerinnen und Fahrer. Da die gegenwärtige Fassung des Personenbeförderungsgesetzes digitale Fahrtdienstvermittler nur per Sondergenehmigung berücksichtigt, firmieren Ubers Partnerunternehmen als „Mietwagen“, obwohl sie letztlich wie klassische Taxis agieren, die ihre Fahrgäste zum Zielort bringen.
Bereits im Juli hat das Landgericht Köln ein deutschlandweites Verbot des Fahrdienstleisters per einstweiliger Verfügung ausgesprochen. Dennoch bietet Uber seinen Service „Uber X“ als Teil einer aggressiven Expansionsstrategie weiterhin an.

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