Grüne Quellen
Freitag, 19. April 2024 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag
 
oekoplus-freiburg.de
Guten Abend liebe Besucher unserer Webseite!
 
In Ergänzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de möchten wir hier nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps für ein ökologisches Miteinander zusammentragen.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und für jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wünscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion


Veranstaltungen 

Abtauchen in die faszinierende Welt der Fische

Abtauchen in die faszinierende Welt der Fische
Kuhkofferfisch im Aquarium (c) Zoo Leipzig

Entdeckertage Fische mit exklusiven Einblicken

Abtauchen in den faszinierenden Lebensraum Wasser: Am 18. und 19. November stehen der Lebensraum Wasser und dessen tierischen Bewohner im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit im Zoo Leipzig. Tierpfleger des Aquariums gewähren an diesen beiden Tagen besondere Einblicke in ihren täglichen Arbeitsbereich, nehmen die Besucher mit auf ihren Tauchgang in den überfluteten südamerikanischen Tropenwald des 120 Kubikmeter großen Panoramabeckens, führen sie im Rahmen einer Exklusivtour in die rückwärtigen Bereiche des unlängst modernisierten Aquariums und berichten im Zuge von Kommentierungen über ihre Schützlinge. In der Tropenerlebniswelt Gondwanaland stellen die Pfleger unter anderem die beeindruckenden und im südamerikanischen Süßwasser vorkommenden Arapaimas vor, außerdem nehmen Zoolotsen Interessierte mit zu einer geführten Bootstour auf dem Urwaldfluss Gamanil, und die stattfindenden Techniktouren zeigen den Besuchern das technisch anspruchsvolle Know-how im Untergeschoss der Halle eindrücklich auf.

Futterausstellungen, Tiergesichterschminken, Erinnerungsfotos mit Zoo-Maskottchen Tammi (täglich von 10 bis 13 Uhr) sowie weitere Angebote zum zentralen Thema der Entdeckertage runden das Programm für die Besucher passend ab.

Die Exklusivtouren im Aquarium und in Gondwanaland können online über die Website gebucht werden: Entdeckertage Fische | Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de) Einen kompletten Überblick zum Programm der Entdeckertage finden Sie ebenfalls über die verlinkte Website.

Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Mehr







Verschiedenes 

Schutzgebiete halten Naturkrise nicht auf

Breitkreuz: Brauchen mehr Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen, um Artensterben etwas entgegenzusetzen

Berlin, 15.11.23 – Eine aktuelle Studie des Forschungsteams um den Biologen Axel Hochkirch kommt zu dem Schluss, dass der Erhaltungszustand der untersuchten europäischen Flora und Fauna massiv bedroht ist. Die Schätzungen des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) aus dem Jahr 2019 liegen dabei weit unter den tatsächlichen Bedrohungen. Primär durch Lebensraumzerstörung und wirtschaftliche Ausbeutung sind fast 20 Prozent der europäischen Land-, Süßwasser- und Meeresarten vom Aussterben bedroht. Dies hat zur Folge, dass sich die Zahl der in den nächsten 100 Jahren laut Weltbiodiversitätsrat (IPBES) weltweit vom Aussterben bedrohten Arten von einer Million auf fast zwei Millionen verdoppelt. Insekten machen hierbei rund 75 Prozent der globalen Artenvielfalt aus.

NABU-Insekten-Expertin Dr. Laura Breitkreuz: „Insekten, und hier vor allem Bestäuber, die für die Landwirtschaft von enormer Bedeutung sind, verschwinden im großen Maßstab. Das Artensterben macht nicht an geografischen Grenzen Halt. Vielmehr beobachten wir eine stetige globale Entwicklung, die uns Anlass zu großer Sorge gibt. Denn neben dem Wert, den Insekten unter anderem durch Bestäubung und Bodenfruchtbarkeit für uns Menschen haben, dienen sie anderen Tierarten als Lebensgrundlage. Wenn diese als Nahrung wegfallen, löst das Kettenreaktionen aus, die unsere Natur zerstören. Tiere sind dabei leider nicht so schnell anpassungsfähig wie Menschen, die an technologischen Strategien arbeiten können.“

Der NABU verweist mit Blick auf die erschütternden Zahlen der aktuellen Analyse, die deutlich mehr Daten als in vorangegangenen Studien zusammenbringt, auf seine Forderung nach einer ambitionierten Nationalen Biodiversitätsstrategie mit konkreten Maßnahmen und messbaren Zwischenzielen. Deutschland muss endlich seinen Beitrag zum Biodiversitätsschutz im Einklang mit dem Weltnaturabkommen und der EU-Biodiversitätsstrategie leisten. Im Hinblick auf die weiter zu entwickelnden Schutzgebiete in Deutschland spricht sich der NABU dafür aus, finanzielle und personelle Ressourcen zum effektiven Schutz der Schutzgebiete an Land und Meer zur Verfügung zu stellen. Wir brauchen mehr Schutzgebiete, in denen die Natur einen deutlichen Vorrang vor wirtschaftlichem Nutzen hat.

Hintergrund:
Am Beispiel der Insekten lässt sich exemplarisch erahnen, welche Szenarien die aktuellen Zahlen der Studie befürchten lassen. Aber neben Insekten (24 Prozent) sind auch Pflanzen (27 Prozent) und Wirbeltiere (18 Prozent) bedroht. Nur die Hälfte aller bedrohten Arten wurde zudem in Schutzgebieten gefunden. Die bisher ausgewiesenen Flächen scheinen folglich nicht auszureichen und nicht genügend Schutz zu bieten. Dabei ist die Ausweitung entsprechender Schutzflächen Teil des Weltnaturabkommens, dem sich Deutschland auf der Weltnaturkonferenz in Montreal (CBD COP 15) im Dezember 2022 verpflichtete, um den Verlust der Biodiversität bis 2030 durch rasches Handeln zu stoppen und umzukehren. Welche Priorität das Abkommen in nationaler Politik hat, zeigt sich daran, dass der im Bundesumweltministerium zu erarbeitende Entwurf für eine Nationale Biodiversitätsstrategie unzureichend ambitioniert formuliert wurde, keine Maßnahmen benennt und zudem noch immer nicht in die Ressortabstimmung gegangen ist. Das erste von 7 Jahren des Umsetzungszeitraums ist damit bereits verstrichen.

Mehr




Verschiedenes 

USA: Mini-AKW viel zu teuer - Projekt abgebrochen

USA: Mini-AKW viel zu teuer - Projekt abgebrochen
(c) mitwelt.org

In vielen deutschen Medien wurde und wird gerade sehr wohlwollend über die zukünftigen, „kleinen, kostengünstigen, grünen“ Atomkraftwerken berichtet und auch die Atom-Lobbyisten werben für die „Reaktoren der Zukunft“.

Die Umweltbewegung warnt schon lange vor den Gefahren (Proliferation!) und Kosten dieser neuen Reaktoren und aktuell zeigt sich in den USA, dass die teuren Mini-AKW auf einem funktionierenden Markt keine Chancen haben, denn Strom aus Wind und Sonne ist viel kostengünstiger.

In Idaho sollte das erste AKW mit Small Modular Reactors entstehen. Nun wurde das Projekt abgebrochen
„Laut dem Institute for Energy Economics and Financial Analysis lag der Zielpreis für den Atomstrom (aus den US-Mini-AKW) noch Mitte 2021 bei 58 USD/MWh (5,8 ct/kWh). Dieser Preis ist mittlerweile auf 89 USD/MWh gestiegen und ein Ende ist nicht in Sicht. Grund sind vor allem die geschätzten Baukosten, die von 5,3 auf 9,3 Mrd. USD und damit um 75 Prozent gestiegen sind. Die Stromerzeugungskosten für den Atomstrom wären ohne die 4000 Millionen USD an staatlichen Steuersubventionen noch deutlich höher. (...) Selbst bei einer bescheidenen Inflationsrate von 2 Prozent bis 2030 würde der Atomstrom aus dem SMR nach Institutsberechnungen nicht 8,9 ct/kWh (89 USD/MWh), sondern dann schon 10,2 ct/kWh (102 USD/MWh) betragen. "
Quelle IWR

Auch die teure Dauerbaustelle, das neue britische AKW Hinkley Point erhält eine Einspeisevergütung von 11 Cent kWh und zusätzlich einen fest zugesagten Inflationsausgleich. Das macht eine Vergütung von ca. 22 Cent im letzten Förderjahr.
Zum Vergleich: Strom aus dem neuen Solarkraftwerk Al Shuaiba kostet ca. 1,04 ct/kWh, also ein Zehntel der Atomstromkosten aus den Mini-AKW.

Während zu Beginn der Anti-Atombewegung „nur“ die Argumente des Umwelt- und Menschenschutzes auf Seiten der Umweltbewegung standen ist es jetzt auch die Ökonomie. Dennoch soll auch an dieser Stelle auf die Hauptgefahr der Mini-AKW verwiesen werden. Der weltweite Bau von Kleinstreaktoren würde dazu führen, dass immer mehr Länder, Diktaturen und Autokraten in den Besitz von Atomwaffen gelangen und wäre ein globales Selbstmordprogramm.

Warum sollen wir auf gefährliche, teure Hochrisikotechnologien wie Mini-AKW und den Thorium Reaktor setzen, wenn wir kostengünstige, umweltfreundliche Alternativen haben?

Axel Mayer
Der Autor ist seit 50 Jahren in der Umweltbewegung aktiv und war 30 Jahre BUND-Geschäftsführer in Freiburg.

Mehr




Verschiedenes 

Ursula Hudson Preis 2024

Pionierinnen und Pioniere der Ernährungswende gesucht

14.11.2023 – Mit dem Ursula Hudson Preis lenkt Slow Food Deutschland (SFD) jährlich die öffentliche Aufmerksamkeit auf inspirierende Gesichter und Projekte der Ernährungswende. Bis zum 4. Januar 2024 können sich Engagierte selbst bewerben oder nominiert werden. Der Preis wird im April nächsten Jahres erstmalig im Rahmen des Markt des guten Geschmacks- der Slow Food Messe in Stuttgart verliehen.

Mit dem Ursula Hudson Preis honoriert Slow Food Personen, die Vorbildcharakter für all jene haben, die aktiv zu einem nachhaltigen, fairen und genussvollen Wandel unseres Ernährungssystems beitragen möchten. Ausgeschrieben ist der Bildungspreis für Einzelpersonen, Initiativen oder Gruppierungen, die entlang der Lebensmittelwertschöpfung sowie in der Ernährungspolitik und -bildung tätig sind. Sie können sich selbst bewerben oder durch den Vorschlag Dritter nominiert werden. 2024 wird der Preis zum vierten Mal verliehen – erstmalig im Rahmen des Markts des guten Geschmacks – der Slow Food Messe in Stuttgart. Am 5. April wird eine Pionierin oder ein Pionier die Trophäe auf der dortigen Forumsbühne entgegennehmen. Der Preis ist nach Dr. Ursula Hudson benannt, der langjährigen, im Sommer 2020 verstorbenen SFD-Vorsitzenden.

Die Bewerbungsfrist für den Ursula Hudson Preis läuft bis zum 4. Januar 2024. Die Ausschreibung steht verschiedenen Personen offen – Engagierten aller Altersgruppen und diverser Disziplinen, die sich in Theorie und Praxis dafür einsetzen, Lebensmittel auf nachhaltige und faire Weise zu erzeugen, zu verarbeiten, zu handeln und zu genießen und/oder dies mit entsprechender Bildungs- und Aufklärungsarbeit unterstützen. Das Preisgeld von 1.500 € soll die Preisträger*in bei der Wissensvermittlung unterstützen. 2023 wurde Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) für ihren unermüdlichen Einsatz für eine gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung ausgezeichnet.

Gemeinsam mit dem fünfköpfigen Kuratorium freut sich SFD-Vorsitzende Nina Wolff auf erneut Mut verbreitende Nominierte: „Wir zehren noch von dem bereichernden und lebhaften Austausch und der Begeisterung aller Beteiligten bei der diesjährigen Verleihung in Berlin. In diesem Nachhall ist es besonders schön, den Startschuss für die nächste Runde geben zu können. Erstmalig werden wir die Preisträgerin bzw. den Preisträger auf der bundesweit größten Slow-Food-Veranstaltung feiern – der Slow Food Messe.“ Die Verleihung wird in Kooperation mit dem oekom verlag und der Landesmesse Stuttgart umgesetzt.

Zum Bewerbungsformular sowie weiteren Informationen: klicke auf "mehr"

Mehr




Verschiedenes 

Namen für Löwennachwuchs

Namen für Löwennachwuchs
(c) Zoo Leipzig

Nachwuchsquartett entwickelt sich gut

Das Geheimnis ist gelüftet: Die vier Monate alten Junglöwen im Zoo Leipzig haben heute ihre Namen bekommen. Während das kleine Weibchen bereits den Namen Malu (die Ungezähmte) von den Tierpflegerinnen bekommen hatte, haben mehr als 6.000 Zoofans über sechs Namen für die drei kleinen Kater abgestimmt.

Dabei haben sich Themba (die Hoffnung), Amaru (der Starke) und Bahati (das Glück) durchgesetzt. Das Nachwuchsquartett von Löwin Kigali entwickelt sich sehr gut. Malu zeigt sich sehr durchsetzungsstark und clever gegenüber ihren Brüdern. Beim Raufen um Futter oder Spielzeug agiert sie nach dem Motto: Wenn drei sich streiten, freut sich die Vierte. Auch bei der heute vollzogenen Taufe schnappte sie sich vom Brett mit Leckereien ihr eigenes Stück Fleisch, während die Brüder um einen Happen stritten.

Die Löwen sind täglich in der Löwenhöhle oder auf der Löwensavanne zu sehen. Die Jungtiere sind oft sehr aktiv und spielen miteinander – oder mit Mutter Kigali, die ruhig und geduldig, aber auch konsequent die Rabauken erzieht.

Wer den Zoo Leipzig und die Löwen besuchen möchte, profitiert aktuell wieder von den seit 1. November gültigen Winterpreisen. Der Zoo ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Mehr




Buch- und CD-Tipps 

Schluss mit europäischem Plastikmüll in der Türkei und in Südostasien

Miller: Deutschland muss sich für EU-Verbot einsetzen/Abfallexporte nehmen in diesem Jahr wieder zu

Berlin. 13.11.23 – Plastikmüll darf nicht mehr in Länder außerhalb der EU und EFTA exportiert werden: Der NABU fordert anlässlich der am 16. November anstehenden Trilog-Verhandlungsrunde zur Überarbeitung der EU-Abfallverbringungsverordnung ein generelles Exportverbot von Kunststoffabfällen in diese Länder.

„Europa lagert einen Teil seines Abfallproblems einfach aus – zu Lasten von Menschen und Umwelt in den Zielländern. Seit Jahren kämpfen wir gemeinsam mit vielen internationalen Nichtregierungsorganisationen dafür, dass diese unsägliche Entsorgungspraxis ein Ende hat“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Mit der EU-Verordnung können jetzt endlich Fakten geschaffen werden. Deutschland muss sich bei den anstehenden Verhandlungen aktiv für ein Verbot einsetzen.“

Obwohl die katastrophalen ökologischen und sozialen Folgen von Plastikmüllexporten in Länder des globalen Südens mittlerweile vielfach nachgewiesen wurden, sind in der ersten Jahreshälfte 2023 die Ausfuhren aus der EU wieder deutlich angestiegen. Im Durchschnitt haben in den sechs Monaten täglich dreieinhalb Millionen Kilogramm Plastikmüll die EU verlassen. Zwei Drittel dieser Exporte gingen in die Türkei, Malaysia, Indonesien und Vietnam.

„Ein grundsätzliches Exportverbot ist rechtlich möglich und steht nicht im Widerspruch zu den Bestimmungen der Welthandelsorganisation, der OECD und des Basler Übereinkommens. Der Weg ist damit frei, die Ausfuhr unseres Plastikmülls in Drittländer zu beenden“, so NABU-Abfallexperte Dr. Michael Jedelhauser. „Dies stellt auch eine Chance dar, Kunststoffkreisläufe innerhalb der EU zu schließen und die Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu reduzieren.“

Hintergrund:
Im Jahr 2022 wurden 730.000 Tonnen Plastikabfälle aus Deutschland exportiert. Türkei und Malaysia sind die bedeutendsten Zielländer außerhalb der EU. Innerhalb der EU werden große Mengen in die Niederlande, nach Polen und Österreich exportiert. Laut vorliegenden Informationen handelt es sich bei den Exporten in Nicht-EU-Länder vorrangig um gewerbliche Kunststoffabfälle. Zu diesen offiziellen Exporten kommen illegale Ausfuhren hinzu, deren Größenordnung nicht bekannt ist.

Mehr




Verschiedenes 

Wohnungsbau: Beton statt Natur und Klima

Krüger: Idee des Bundeskanzlers ignoriert Artensterben und Klimakrise

Berlin, 13.11.23 - Angesichts des steigenden Wohnungsbedarfs und der wachsenden Bevölkerung will Bundeskanzler Scholz im großen Stil neue Stadtteile auf der grünen Wiese bauen. Vorbild sei der Bauboom der 70er Jahre. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger ist schockiert:

“Flächenfraß nach dem Vorbild der 70er Jahre befeuert vor allem das Artensterben und die Klimakrise. Bundeskanzler Scholz setzt auf eine unausgewogene Scheinlösung zu Lasten natürlicher Lebensräume, landwirtschaftlicher Flächen und Wälder. Probleme beim Wohnungsbau entstehen vor allem durch den zunehmenden Wohnflächenverbrauch pro Kopf, aber auch durch veraltetes und kompliziertes Baurecht, Personalmangel in den Genehmigungsbehörden, Fachkräfte- und Rohstoffmangel sowie Spekulation. Darauf mit Flächenversiegelung zu reagieren, ist eine Antwort aus der Vergangenheit, die den Problemen der Gegenwart nicht gerecht und künftige Generationen vor noch größere Probleme stellen wird.”

Hintergrund:
Nach der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie soll der Flächenverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf 30 Hektar pro Tag reduziert werden. Derzeit liegt er bei 55 Hektar pro Tag. Seit 2014 wurden 2,5 Millionen Wohnungen gebaut, im gleichen Zeitraum ist die Bevölkerung um 2,2 Millionen gewachsen. Wohnungsnot ist ein Problem der Metropolen. Das Problem wird nicht gelöst, wenn großflächig Baugebiete ausgewiesen werden, die dann mit Einfamilienhäusern bebaut werden. Allein das Nachverdichtungspotenzial im Bestand beträgt 2,3 bis 2,7 Mio. Wohnungen (siehe Tichelmann Deutschlandstudie 2019, TU Darmstadt). Darüber hinaus stehen laut Deutschlandatlas derzeit 1,7 Mio. Wohnungen in Deutschland leer. Potenziale durch Umnutzung von Büroflächen nach der Corona-Krise - beispielsweise durch sinkenden Bedarf aufgrund von Home-Office-Lösungen - und vereinfachte Dachaufstockungen sind politisch noch nicht aufgegriffen worden.





Verschiedenes 

Exotische Vögel brüten zu ungewohnten Zeiten

Exotische Vögel brüten zu ungewohnten Zeiten
(c) Foto: Wilhelma Stuttgart

Herbstliche Kükenparade in der Wilhelma

Während unsere einheimischen Vögel vom Frühjahr bis zum Hochsommer brüten, gibt es in der Wilhelma zahlreiche gefiederte Bewohner, die später und teilweise unabhängig von der Jahreszeit Eltern werden. So gibt es derzeit bei der Freiflugvoliere Nachwuchs bei den Rosalöfflern und den Hühnergänsen, im Amazonienhaus sind zwei junge Chacochachalacas geschlüpft. Diese aus Südamerika stammenden Regenwaldbewohner können sich frei im Blätterdach des Amazonienhauses bewegen und nisten auch dort. „Als Nestflüchter verlassen die Küken schon kurze Zeit nach dem Schlupf das Nest und können sowohl am Boden als auch im Geäst beobachtet werden“, sagt Andreas Frei, der neue Vogelkurator der Wilhelma, der Anfang Oktober vom Weltvogelpark Walsrode nach Stuttgart gekommen ist. „Manchmal verstecken sie sich aber auch unter den Flügeln der Elterntiere, um sich dort aufzuwärmen.“

Die Chacochachalaca brüten in ihrer südamerikanischen Heimat zwischen August und Oktober – haben diesen Zeitplan jedoch in unseren Gefilden nicht beibehalten und brüten hier in der Regel von März bis September. Die Hühnergänse dagegen, die im Süden Australiens und in Tasmanien heimisch sind, legen ihre Eier in der Regel in unseren Wintermonaten. Auch in ihrer Heimat fällt ihre Brutzeit in den Herbst und Winter – allerdings in den australischen, wenn es auf der Südhalbkugel anfängt zu herbsteln, die Tage kürzer werden, Regenfälle aufziehen und das Gras, ihr wichtigstes Futter, zu sprießen beginnt. Die vier jungen Hühnergänschen, die eifrig im Gehege hinter ihren Eltern her watscheln, sind Anfang Oktober in der Wilhelma geschlüpft.

Anders als andere Gänsearten haben die grau gefärbten Australier mit Wasser wenig am Hut: Sie halten sich lieber an Land auf, aufs Wasser flüchten sie nur bei Gefahr. Sie sind ein Großteil des Tages mit Fressen beschäftigt. In ihrer Heimat wurden sie deshalb bis in die 1960er-Jahre hinein stark bejagt und fast ausgerottet – die gefräßigen Gänse wurden als ernstzunehmende Futterkonkurrenz für das Weidevieh angesehen. Seitdem ein Jagdverbot ausgesprochen wurde, haben sich die Bestände wieder erholt, sodass die Art nun als nicht mehr bedroht gilt.

Auch die stattlichen Rosalöffler standen einst kurz vor der Ausrottung, ihrer schönen Federn willen, die in den 1920er-Jahren so manche Modekreation schmückten. Heute gilt die Art, die an den südlichen Küsten der USA, in Mittel- und Südamerika vorkommt, als nicht mehr gefährdet. Im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart leben zwei Paare der prächtigen Stelzvögel, drei Jungtiere sind Mitte September geschlüpft: „Das ist schon außergewöhnlich, dass aus einem Gelege drei Küken erfolgreich aufgezogen werden“, freut sich Andreas Frei.

zum Bild oben:
Die Chacochachalacas sind im Amazonienhaus mit ihren Eltern unterwegs
(c) Foto: Wilhelma Stuttgart

Mehr






Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25