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Mittwoch, 11. Dezember 2019 Uhr

 
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Veranstaltungen 

Offene Pforte: Kletterrosen und Fernsicht

Grüne Oasen in Grötzingen, Durlach und der Oststadt

Einen blühenden Garten, der aus einem grauen Hinterhof entstanden ist, können Blumenliebhaberinnen und Pflanzenfreunde am Samstag, 20. Juli, von 14 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 21. Juli, von 12 bis 17 Uhr in der Oststadt bewundern. In der Durlacher Allee 10 lädt die Toreinfahrt des Gründerzeitwohnhauses dazu ein, die Alltagsgeräusche zu vergessen. Mahonie, Gingkobaum und Ahorn lassen sich neben Kletterrose und Clematis genießen.

In Grötzingen öffnet ebenfalls am Samstag, 20. Juli, eine Gartenfläche "ohne Grenzen" im Wiesenäckerweg 18a ihre Tore: Der Gemeinschaftsgarten besticht von 14 bis 18 Uhr als Nutzgarten mit altem Baumbestand, in Hausnähe bereichert Staudenvielfalt.

Von 13 bis 18 Uhr lädt ein Anwesen mit besonderem Grundriss und Fernsicht am Sonntag, 21. Juli, in den Stupfericher Weg 13 nach Durlach. Es befindet sich am Scheitelpunkt zwischen Durlach und Stupferich (Thomashof) und bietet viele Sitzgelegenheiten, um Ausblick und Landschaft zu genießen. Zwischen Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude und Weg befindet sich der Nutzgarten mit Obstbäumen und Hühnergehege.

Details zu allen Gärten und Terminen gibt es auch online ...

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Verschiedenes 

Unsere Erde ist ein fragiles Frühstücksei

300 Einreichungen bei Kunstwettbewerb "PlanetArtist"

NABU, NuArt und das Kühlhaus Berlin veröffentlichen eingereichte Kunstwerke - jetzt darf das Publikum abstimmen

Berlin - Hintergründig, überraschend und kontrovers. Über 300 Kunstwerke zum Thema "Mensch und Natur" wurden bei dem internationalen Kunstwettbewerb "PlanetArtist" eingereicht, den NABU, NuArt und das Kühlhaus Berlin ausgeschrieben haben. Die Werke sind so abwechslungsreich und vielfältig wie das Leben in einem tropischen Regenwald. Da schwebt unser Planet Erde in der Form eines Frühstückseis durch den luftleeren Raum; In einer Video-Performance bewegen sich zwei Frauen durch die schier endlose Salzlandschaft: Die Arbeit nimmt die Folgen von Übernutzung und Klimawandel in den Blick; Eine mehrteilige Wandinstallation aus Edelstahl-Käfern und -Bienen macht das Insektensterben zum Thema. Alle eingereichten Gemälde, Fotoarbeiten, Plastiken, Installationen und Collagen sind auf www.nabu.de/planet-artist-abstimmung zu sehen. Bis zum 31. Juli können Natur- und Kunstinteressierte online für ihr favorisiertes Werk abstimmen.

Auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke lässt sich von den Kunstwerken inspirieren: "Wenn ich mal eine Pause brauche, scrolle ich durch die 300 Kunstwerke und entdecke immer wieder neue Bilder, die mich faszinieren. Die Arbeiten setzen sich auf eindrückliche Art und Weise mit den brennenden ökologischen Fragen unserer Zeit auseinander. Sie zeigen Lösungen auf und entwerfen Utopien. Wir können von ihnen lernen", so Tschimpke. Gemeinsam mit dem Fotografen Matthias Koch und der Geschäftsführerin des Kühlhaus Berlin, Andrea Wenzler, ist er Mitglied der dreiköpfigen interdisziplinären PlanetArtist-Jury. Neben der Publikumsabstimmung wird die Jury ihre drei besten Werke küren. Alle Gewinnerinnen und Gewinner werden am 31. Juli bekannt gegeben.

Zu gewinnen sind vier Ausstellungsflächen bei "PlanetArt - Festvial of Nature", das vom 11. bis 21. September 2019 im Kühlhaus Berlin stattfindet. Die ausgewählten Werke werden hier zusammen mit den Arbeiten 30 renommierter Künstlerinnen und Künstler einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung wird kuratiert von Marianne Kapfer, Filmemacherin und Kuratorin des Kühlhaus Berlin. Besucherinnen und Besucher erwartet auf dem Festival ein kulturelles Programm mit Konzerten, Lesungen und Vorträgen. Auch die Ausstellung "NABU-Welten" ist erstmalig bei PlanetArt zu sehen.

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Verschiedenes 

17.750 Euro Spende für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

17.750 Euro Spende für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe
Schüler der Beruflichen Schulen Achern / Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Wette zwischen Zoodirektor und den Beruflichen Schulen Achern / Reinschmidt: "Ich freue mich riesig, dass ich verloren habe"

Mit diesem Ergebnis hätte niemand gerechnet, und am Ende haben alle Beteiligten gewonnen. Insgesamt 17.750 Euro gehen als Spende dabei an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe. Fernsehlegende und "Wetten, dass..?"-Erfinder Frank Elstner hatte vor drei Monaten den Startschuss zu einer ungewöhnlichen Wette zwischen Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt und dem Schulleiter der Beruflichen Schulen Achern, Ralf Schneider, gegeben. Ziel war, dass jeder Schüler und jede Lehrkraft der Schule einen Euro für die Artenschutzstiftung spendet, so dass mindestens 1.500 Euro zusammenkommen sollten.

Wetteinsatz Biologiestunde und Zoo-Sonderführung

"Ich hätte nie gedacht, dass wir ein solches Ergebnis erreichen können, ich bin davon selbst völlig überwältigt", sagt Schulleiter Schneider. Er hat sein Lehrerkollegium und die Schüler persönlich motiviert, sich für diese Wette und damit den guten Zweck zu engagieren. "Ich freue mich riesig, dass ich verloren habe", betont Reinschmidt, der seinen Wetteinsatz auch direkt abgeleistet hat. Aus einer Biologiestunde und einer Sonderführung wurde dann sogar deutlich mehr. Der Zoodirektor hielt in Achern in einer großen Turnhalle zwei Schulstunden zum Thema Artenschutz vor insgesamt 1.000 Schülern. Bei der Sonderführung im Zoo wurden dann statt der besten gleich die drei erfolgreichsten Klassen eingeladen.

"Das sind ganz positive Erlebnisse für die Schüler, die sich enorm angestrengt haben", berichtet Schneider. Bei zahlreichen Sonderaktionen wie Essensverkäufen, Stoffelefanten und Lavendelsäckchen zum Verkauf nähen, einer Tombola, in Einzelhandelsgeschäften Einpackaktion sowie Spendenläufe kam kräftig Geld zusammen. Die vom Gesamtergebnis her erfolgreichste Klasse (2BFP2) hat stolze 2.050 Euro gesammelt, was einem Schnitt pro Schüler von 93,18 entspricht. Bei einer Bank durfte zudem ein Spendenkässchen aufgestellt werden und die Ausbildungsbetriebe sowie die Unternehmen in Achern beteiligten sich großzügig.

Viele prominente Unterstützer gewonnen

Schneider konnte in den drei Monaten auch weitere prominente Unterstützer gewinnen: Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble, Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Schulpräsident Thomas Hecht sowie der blaue Elefant und die Maus von der "Sendung mit der Maus". "Für uns ist es mehr geworden, als eine einfache Wette", stellt Schneider heraus: "Die Schüler haben gesehen, was sie gemeinsam erreichen können."

"Es ist schön zu sehen, dass der Artenschutz gerade für die junge Generation ein ganz wichtiges Thema ist. Die heutigen Schüler müssen in Zukunft den Hebel herumreißen, um für künftige Generationen die Biodiversität auf der Erde zu erhalten. Vielleicht finden sich ja weitere Schulen, die ebenfalls mit einer besonderen Aktion auf uns zukommen", betont Reinschmidt.

Die Artenschutzstiftung wird den Geldbetrag für ihr Masai-Mara-Projekt in Afrika verwenden. Damit sollen die großen Tierwanderungen außerhalb der bekannten Serengeti trotz Landreform in Kenia weiter ermöglicht werden. Kooperationspartner vor Ort ist der WWF.

Mehr Infos zur Artenschutzstiftung gibt es online ...

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Verschiedenes 

Folgen des Klimawandels

Forstamt entnimmt durch Trockenschäden und Borkenkäfer abgestorbene Bäume

Eingriffe in den Wald werden deutlich sichtbar sein

Freiburg. Der vergangene Sommer war extrem trocken, das gesamte Jahr 2018 zu warm, nun sind viele der heimischen Fichten und Tannen geschwächt und drohen wegen Trockenstress im Laufe dieses Jahres auszufallen. Auf diese besorgniserregende Entwicklung haben Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, Nicole Schmalfuß, die Leiterin des Forstamtes, und ihr Stellvertreter Berno Menzinger heute bei einem Pressetermin im Forstrevier Waldsee hingewiesen.

2018 war nach 2003 und 2006 bereits das dritte Jahr innerhalb kurzer Zeit, in dem der Wald unter Trockenstress leidet. Das liegt an der Klimaentwicklung und damit verbunden den hohen Temperaturen und der ungünstigen Niederschlagsverteilung. Allen Klimaprognosen gemeinsam ist die Voraussage, dass es zu einer weiteren Zunahme dieser Extremjahre in unseren Breitengraden kommen wird.

Dieses Jahr verstärkt ein hoher Befallsdruck durch Borkenkäfer die Folgen des Wassermangels 2018. Dank der warmen, trockenen Witterung können Insekten die geschwächten Bäume leichter befallen und zum Absterben bringen. In den letzten Jahren hat sich bereits eine signifikante Borkenkäfer-Population aufgebaut. Um diese Entwicklung zu brechen, müssen die befallenen und absterbenden Nadelbäume entnommen werden. Wo sie in größeren Anteilen stehen, geschieht dies flächig. Dies wird das Waldbild mancherorts stark verändern, teilweise werden Lücken sichtbar sein, und das Forstamt rechnet damit, dass die Bevölkerung wegen dieser drastischen Maßnahmen kritisch nachfragen wird.

Darum betonte Bürgermeisterin Stuchlik heute im Angesicht geschädigter Bestände im Bergwald: „Wir wollen die Bevölkerung über die Trockenschäden und die notwendigen Maßnahmen informieren. Die Schäden, die der letzte Sommer unserem Wald zugefügt hat, wirken sich inzwischen auf allen Ebenen negativ aus. Seine Widerstandfähigkeit sinkt ebenso wie die ökonomische Rentabilität, auch seine Erholungsfunktion leidet.“

Eine Vielfalt an Baumarten und verschiedenste Waldbilder prägen seit Jahrhunderten den Freiburger Stadtwald. Das liegt an seiner Topografie, den unterschiedlichen Standorten und der differenzierten Bewirtschaftung. Der Bergwald zum Beispiel, der auch das Forstrevier Waldsee prägt, setzt sich aus 18 Prozent Fichte, 19 Prozent Douglasie, 11 Prozent Tanne, 4 Prozent sonstigen Nadelbäumen, 26 Prozent Buche, 7 Prozent Ahorn, 5 Prozent Eiche und 9 Prozent sonstigen Laubbäumen zusammen. Diese Vielfalt ermöglicht seinen Erholungswert, macht ihn ökologisch kostbar und ökonomisch stabil.

Das Extremjahr 2018 hat nun viele Bäume geschwächt, sie wurden anfällig für Schadorganismen und fielen auf trockenen Standorten komplett aus. Besonders betrifft das die Fichte und die Tanne. Schon 2018 mussten 6.500 Festmeter (Fm) Fichte und 2.100 Fm Tanne außerhalb planmäßiger Hiebe geerntet werden – das sind 75 Prozent des Gesamteinschlages. Im ersten Halbjahr 2019 waren es bereits 1.250 Fm Fichte und 2.230 Fm Tanne. Wie viele Fichten und Tannen noch geschlagen werden, hängt von der Witterung der nächsten Monate ab. Nun geht es darum, Bäume, die von rindenbrütenden Käfern befallen sind, zu fällen und aus dem Wald zu schaffen oder als Brutmaterial untauglich zu machen, bevor sich die Käfer fertig entwickeln und weitere Bäume befallen.

In jedem Fall wird sich das Absterben der geschädigten Bäume deutlich zeigen. Zumal ganz aktuell neben den Nadelbäumen auch Buchen und Bergahorn deutliche Trockenschäden zeigen und in größerem Umfang absterben. Das Forstamt muss an vielen Orten im Bergwald ganzjährig Fichten und Tannen fällen. Die Mischwälder werden sich aufgrund des Ausfalls einzelner Baumarten teilweise entmischen; es bleiben Bestände zurück, die stärker von einzelnen Baumarten geprägt werden. Zudem entstehen auch Kahlflächen, wo ganze Bestände betroffen sind. Dennoch wird der finanzielle Gewinn nicht nennenswert steigen: Weil der gesamte Schwarzwald, ganz Süddeutschland und angrenzende Länder betroffen sind, fallen die Preise für die betroffenen Baumarten. Die Kosten der Aufarbeitung sind bei solchen zerstreuten Hieben hoch, und der jetzige ungeplante zusätzliche Einschlag wird in kommenden Jahren fehlen. Auch der Aufbau neuer Bestände mit höherer Resilienz gegenüber der Klimaentwicklung kostet viel Arbeitszeit und Geld.





Verschiedenes 

Karlsruhe: Geothermie-Kraftwerk vorstellbar

Unternehmen informierte über Planungsabsicht im Umweltausschuss

Über ein geplantes Tiefengeothermie-Projekt in Karlsruhe wurde der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit in seiner jüngsten Sitzung am 4. Juli unter Leitung von Bürgermeisterin Bettina Lisbach informiert.

Demnach will ein Unternehmen, das die alleinigen Nutzungsrechte im hiesigen Gebiet hat, ein Geothermie-Kraftwerk in Karlsruhe errichten. Es stellte seine grundsätzlichen Planungsabsichten vor. Zu den nächsten Schritten gehört nun, einen geeigneten Standort zu finden und die zahlreichen notwendigen Voruntersuchungen durchzuführen. In der Tiefengeothermie liegt eines der wenigen großen Potenziale an erneuerbaren Energien in Karlsruhe. Deshalb wird sich der Ausschuss auch in der kommenden Sitzung im Beisein von unabhängigen Fachleuten weiter mit dem Thema befassen.

In Landau, Bruchsal und Soultz-sous-Forest sind schon seit mehreren Jahren Anlagen zur Tiefengeothermie in Betrieb. Entwicklungen wie sie in Staufen oder Basel zu beobachten sind, können aus Sicht des Unternehmens für Karlsruhe ausgeschlossen werden, da hier andere Verhältnisse im Untergrund vorherrschen und man aus den bisherigen Problemen gelernt habe.





Verschiedenes 

Die Klima- und Mobilitätswende gestalten

Gemeinsame Pressemitteilung der IG Metall, des BUND und des NABU

Für eine erfolgreiche Energie- und Mobilitätswende gemeinsam drastisches Umsteuern vorantreiben

Unternehmen und Politik müssen endlich liefern

Mit einer schwarzen Null ist die Energie- und Mobilitätswende nicht zu schaffen

Effektive Klimaschutzpolitik zur Verringerung der sozialen Spaltung nutzen

Berlin, 10. Juli 2019 – Mit einer gemeinsamen Initiative „Die Klima- und Mobilitätswende gestalten“ machen die IG Metall, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) Druck für eine ökologische, soziale und demokratische Transformation. „Wer den Wandel der Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich gestalten will, muss mehr tun, als die Menschen nur mitzunehmen – sie müssen selbst Handelnde in eigener Sache sein. Mit unseren Organisationen, unseren vielen regionalen und lokalen Gruppen und unseren vielen Millionen Mitgliedern erheben wir unsere Stimme für eine ökologische, soziale und demokratische Transformation“, heißt es in dem am Mittwoch in Berlin von Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, Ernst-Christoph Stolper, stellvertretender Vorsitzender des BUND, und Olaf Tschimpke, Präsident des NABU, vorgestellten gemeinsamen Eckpunktepapier.

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall: „Klimaschutz kann nur gelingen, wenn die Energie- und Verkehrswende ernsthaft angegangen werden. Dafür brauchen wir keine neuen ‚Zielzahlen‘, sondern konkrete Maßnahmen vor allem von der Bundesregierung. Und wir erwarten, dass die Unternehmen ihrer Verantwortung nachkommen und die Chancen mit energieeffizienten und klimagerechten Produkten und Dienstleistungen konsequent nutzen. Aber wir sagen auch klipp und klar: Klimaschutz und Beschäftigung gehören zusammen. Das verlangt gute Rahmenbedingungen für beides. Und von der Politik erwarten wir nicht nur die nötigen Investitionen, sondern auch wirksame Programme, damit Beschäftigung gesichert und die Qualifizierung erhöht werden kann.

Ernst-Christoph Stolper, stellvertretender Vorsitzender des BUND: „Die Uhr tickt und läuft Ende des Jahres ab. Wir brauchen dringend ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz und Maßnahmenprogramm, das geeignet ist, die 1,5°-Grenze des Pariser Klimaabkommens zu erfüllen. Mit unserem gemeinsamen Papier von IG Metall, BUND und NABU wollen wir deutlich machen, dass die Gesellschaft erheblich weiter ist als die Politik der Bundesregierung. Niemand braucht weitere Ausreden. Die alte Politik des Zauderns und Zögerns hat Umwelt und Wirtschaft schwer geschadet. Wir wollen, dass die Chancen, die Erneuerbare Energien und CO2-freie Mobilität für Klima und menschliche Gesundheit bieten, ebenso wie für die Arbeitsplätze endlich beherzt genutzt werden.“

Olaf Tschimpke, Präsident des NABU: „Wenn wir unsere Klimaschutzziele erreichen wollen, kommen wir an radikalen politischen Lösungen nicht vorbei. Unsere Gesellschaft und unser Wirtschaftssystem werden sich verändern. Die Frage ist nur, ob wir jetzt einen Weg wählen, der uns Zeit gibt, uns anzupassen, auch mit Blick auf Beschäftigung und soziale Fragen. Oder ob wir warten bis uns eine Katastrophe ereilt, und wir innerhalb kürzester Zeit reagieren müssen. Das gilt auch für den Verkehr: Bis 2030 muss der CO2-Ausstoß um 40 Prozent sinken. Die Verkehrswende ist alternativlos. Sie muss schnell kommen, wirtschaftlich sein und sozial gerecht. Für Deutschland heißt das: Wir müssen umweltfreundliche Verkehrsträger wie Fahrrad, Bahn, Bus und Fußverkehr deutlich stärken und zugleich die E-Mobilität ausbauen. Uns ist wichtig, dass bei der Verkehrswende niemand auf der Strecke bleibt. Lösungen müssen für die Bürger attraktiv sein, daher diskutieren wir intensiv mit Gewerkschaften und Automobilherstellern.“

Mit Nachdruck stehen die drei Organisationen für die Einhaltung der Klimaschutzziele. Ziel ist es, den folgenden Generationen eine intakte Umwelt zu hinterlassen und dafür sind bezahlbare und erreichbare Mobilitätsangebote notwendig. Gleichzeitig sind sich die drei Organisationen einig, dass die Gestaltung der Transformation nicht nur Bündnisse auf der Spitzenebene braucht, sondern auf allen gesellschaftlichen Ebenen angegangen und breit getragen werden muss. „Auch wenn wir nicht in allen aktuellen Fragen der Klimapolitik übereinstimmen, uns eint eine gemeinsame Vision: Wir hinterlassen unseren Kindern eine lebenswerte Welt. Wir schaffen eine gerechte Gesellschaft mit sicheren und nachhaltigen Arbeitsplätzen. Wir ermöglichen jeder und jedem ein selbstbestimmtes Leben“, heißt es in dem Eckpunktepapier.

Das Eckpunktepapier zur Initiative finden Sie online ...

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Verschiedenes 

Biotonne – Karlsruhe macht mit

Stadt beteiligt sich an Pilotprojekt des Umweltministeriums zur Verbesserung der Bioabfallqualität

Da insbesondere in Mehrfamilienhäusern und Großwohnanlagen größere Mengen an Bioabfällen anfallen, nimmt das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) der Stadt Karlsruhe gemeinsam mit der Volkswohnung GmbH aktuell an dem Pilotprojekt "Biotonne: Baden-Württemberg macht mit!" des Umweltministeriums Baden-Württemberg teil. Dabei soll untersucht werden, wie sich Menge und Qualität des Bioabfalls in großen Wohnanlagen verbessern lassen.

Neben Karlsruhe beteiligen sich auch Stuttgart und Heilbronn an dem Projekt, das bis Herbst läuft. Unterstützung haben sich die Städte jeweils bei einer ansässigen Wohnungsbaugesellschaft geholt. Gemeinsam wählten sie in den beteiligten Städten jeweils eine Großwohnanlage mit mehr als 100 Wohneinheiten aus, in der sie verschiedene Maßnahmen zur Abfalltrennung anwenden werden.

In Karlsruhe steht die Volkswohnung mit Beständen in ihrem Quartier Rintheimer Feld dem AfA als Projektpartnerin zur Verfügung. Damit das Trennen der Bioabfälle im Alltag gelingt, wurde unter anderem eine Bewohnerbefragung durchgeführt. Und außerdem ein Starter-Paket verteilt, das Informationen und praktische Hilfen zum Thema Bioabfälle beinhaltet und die Anwohnenden bei der Abfalltrennung unterstützt.

Den offiziellen Startschuss für das Projekt gab Helmfried Meinel, Amtschef im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg, Anfang Juli auf dem Bioabfallforum Baden-Württemberg in Stuttgart. Das Kompetenzzentrum Bioabfall bei der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) ist für die Projektbetreuung zuständig. Das AfA hatte sich im Sommer 2018 für das Projekt beworben.

Aus den gesammelten Erfahrungen der drei Pilotstädte erarbeitet die LUBW einen Leitfaden und Bausteinkatalog, den die Abfallwirtschaftsbetriebe zukünftig anwenden können.

Weitere Informationen zum Pilotprojekt gibt es im Internet ....

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Verschiedenes 

NABU: UNESCO weist vier neue Weltnaturerbestätten aus

Tennhardt: Anerkennung der Naturerbe im Iran und in China ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt der Artenvielfalt

Berlin/Baku - In Baku endet heute die 43. Sitzung der UNESCO-Welterbekommission, die über die Neuaufnahme von Natur- und Kulturräumen in die Liste der Welterbestätten entscheidet. Den Titel hat die Kommission dieses Jahr an 30 der 35 nominierten Gebiete verliehen. Unter den neuen Stätten finden sich 24 Kultur- und vier Natur- sowie zwei gemischte Welterbegebiete.

"Die Ernennung der Naturerbestätten im Iran, in China, Island und den Französischen Süd- und Antarktisgebieten ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt der globalen Artenvielfalt", sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. 1.121 Welterbestätten gibt es nun weltweit, davon sind aber nur 213 Weltnaturerbe. "Die Ernennung von Weltnaturerbegebieten hat sich als wirksames Instrument für den Naturschutz erwiesen. Für die Zukunft ist es wichtig, die Zahl der Naturerbestätten deutlich zu erhöhen", so Tennhardt.

Mit der Ernennung der Hyrkanischen Wälder im Iran, die zur Ökoregion Kaukasus zählen, stehen nun einzigartige Laubwälder unter dem Schutz der UNESCO. Der Waldtyp zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Pflanzenvielfalt aus und bietet seltenen Tieren, wie dem Persischen Leoparden, eine Heimat. Die Hyrkanischen Wälder erstrecken sich rund 850 Kilometer entlang der Südküste des Kaspischen Meeres in Aserbaidschan und dem Iran. Vor 25 bis 50 Millionen Jahren bedeckten diese Wälder den Großteil der Region, die letzten Eiszeiten überstanden sie jedoch nur hier. Bereits zu Beginn der 2000er Jahre beriet der NABU das aserbaidschanische Ministerium für Ökologie und Natürliche Ressourcen bei der Nominierung der Hyrkanischen Wälder. Diese Nominierung soll nun aktualisiert und als Erweiterung des neu ausgewiesenen Gebiets im Iran eingereicht werden.

Der NABU begrüßt auch die Ernennung der Französischen Süd- und Antarktisgebiete und des Nationalparks Vatnajökull in Island zum Weltnaturerbe sowie die Regionen Paraty und Ilha Grande in Brasilien und Ohrid in Albanien als gemischte Kultur- und Naturerbestätten. Für besondere Freude unter Naturschützern weltweit sorgte die Aufnahme der Zugvogelschutzgebiete entlang der Küste des Gelben Meeres in China, zu der die NABU-Partnerorganisation Birdlife Australien beigetragen hat. Das Schutzgebietsnetzwerk umfasst Teile des größten Gezeiten- und Wattsystems der Welt und ist ein wichtiger Rast- und Überwinterungsplatz für zahlreiche Zugvögel aus 22 Ländern. Darunter der Löffelstrandläufer, der mit weniger als 120 Brutpaaren zu den seltensten Vögeln der Welt gehört und für dessen Rettung sich der NABU seit 2015 engagiert. "Das Gelbe Meer liegt mitten in der ostasiatisch-australischen Migrationsroute - nirgendwo auf der Welt ist die Vielfalt und Abundanz von Zugvögeln größer", so Tennhardt.

In den 1990-er Jahren hat der NABU mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums bei der Nominierungen der Weltnaturerbegebiete in Russland erfolgreich mitgewirkt, darunter das UNESCO-Weltnaturerbegebiet "Westkaukasus". Seit über 25 Jahren setzt der NABU im Kaukasus Projekte zum Schutz der Biodiversität, Umweltbildung und Ökotourismus um. "Die Ausweisung eines zweiten Weltnaturerbegebiete in der Ökoregion Kaukasus ist ein großer Erfolg für die internationalen Bemühungen zum Schutz ihrer Naturschätze", sagte Vitalij Kovalev, Leiter des NABU-Kaukasusprogramms.

Die Welterbekonvention ist das erfolgreichste Instrument zur Erhalt der bedeutendsten Kultur- und Naturstätten der Welt. Bereits 190 Staaten haben die Konvention ratifiziert. Der NABU fordert mehr internationales Engagement beim Schutz der bestehenden und bei der Nominierung von neuen Weltnaturerbegebieten.







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