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Verschiedenes 

Welternährungstag 2019: Eine Welt der Extreme

Welternährungstag 2019: Eine Welt der Extreme
Linsen (c) Alberto Peroli

Der Welternährungstag (16.10.) weist jährlich darauf hin, dass weltweit Millionen Menschen weiterhin Hunger leiden – Tendenz wieder steigend. Im vergangenen Jahr waren es über 820 Millionen Menschen. Gleichzeitig gibt es in den Industrie- und Schwellenländern immer mehr Übergewichtige. Gemeinsam ist beiden Extremen: Sie fordern eine entschiedene Ernährungspolitik, die über politische Ressort- sowie Kontinentalgrenzen hinweg handelt und das Wachstum des industriellen Lebensmittelsystems auf Kosten von Umwelt und Gesundheit reguliert. Millionen von Verbraucherinnen und Verbraucher müssen außerdem ihr Essverhalten umstellen.

Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben sich mit ihren „Zielen für eine Nachhaltige Entwicklung“ (SDGs) vorgenommen, bis 2030 den Hunger auf der Welt zu beenden. Das Ziel rückt in immer weitere Ferne, weil es der Staatengemeinschaft nicht gelingt, das SDG 13 im Besonderen auch nur annähernd ambitioniert umzusetzen: Climate action. Für Slow Food ist eine solche Klimaanstrengung untrennbar verbunden mit einer ganzheitlichen Ernährungspolitik. Denn weder fürs Klima noch für eine ausgewogene, gerechte Welternährung sieht es gut aus.
Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Dass unsere Art, uns zu ernähren einen großen Einfluss auf unser Klima hat und der Zustand des Klimas darauf, was und wie viel Nahrung uns zur Verfügung steht – dieses Wechselspiel ist nicht neu. Neu hingegen ist die Deutlichkeit, mit der es die Öffentlichkeit diskutiert. Dazu tragen buchstäblich brennende Anlässe wie im Amazonas bei. Ernährung berührt Bildung und Soziales, Wirtschaft, Umwelt und natürlich Landwirtschaft. Mit Tunnelblick auf einzelne Verantwortungsbereiche, eigene Interessen und freiwillige Zugeständnisse der Lebensmittelindustrie wird es keine soziale Gerechtigkeit, keinen Frieden und kein ‚weniger‘ an Hunger geben“. Notwendig ist eine Ernährungspolitik, die traditionelles Wissen, die Vermehrung von Artenvielfalt und von gesundem, fruchtbarem Boden sowie faire Wirtschaftsbeziehungen fördere und das Klima schütze.

Um eine annähernd gerechte Welternährung zu erreichen kommt es – abgesehen von politischen Rahmenbedingungen – auf jeden Einzelnen an. Das international anerkannte Wissenschaftsmagazin The Lancet stellte Anfang 2019 die sogenannte „Planetary Health Diet“ vor; einen Speiseplan, der die Gesundheit des Planeten und des Menschen gleichermaßen sichern soll. Eine der Hauptbotschaften der Autorinnen und Autoren lautete ‚Weniger, weniger, weniger‘. „Dieses Ergebnis hat auch mich erschüttert, weil es so deutlich die drängende Notwendigkeit einer massiven Veränderung bei Millionen von Menschen in den Industrie- und Schwellenländern zeigt. Wir müssen hin zu einem radikal anderen Genussverständnis als das, woran die Lebensmittelindustrie uns in den vergangenen Jahrzehnten gewöhnt hat. Ein solcher ganzheitlicher Genuss orientiert sich an Qualität statt an Quantität“, erklärt Hudson.

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Über den Welternährungstag

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat im Jahr 1979 den 16. Oktober als weltweiten Welternährungstag ausgerufen. Der Gedenktag soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit über eine Milliarde Menschen an Hunger leiden.

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Verschiedenes 

Mehr Klimaschutz mit dem nachhaltigen wachsenden Rohstoff Holz

Neuer Holzbauführer stellt 29 realisierte und zukunftsweisende Holzbauprojekte in Freiburg vor

Mit dem Holzbauförderprogramm will die Stadt konkrete Holzbauten vor allem im Wohnungsbau fördern

Mehr Klimaschutz mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Der Holzbau in Freiburg ist ein wichtiges Instrument beim Klimaschutz und unverzichtbar, um die ambitionierten städtischen Klimaschutzziele erreichen zu können. Hierbei kann der Holzbau effektiv zur Verminderung des CO2-Ausstoßes beitragen.

Aus diesem Grund stellen Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik und Baubürgermeister Martin Haag heute den neuen Holzbauführer sowie das geplante Holzbauförderprogramm vor, das dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 22. Oktober zum Beschluss vorgelegt wird. „18 Jahre nach der Einführung des erfolgreichen Förderprogramms „Energiebewusst sanieren“ bringt die Stadt mit dem Holzbauförderprogramm ein weiteres kommunales Förderprogramm für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Gebäudebereich auf den Weg“, erläutert Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. Und Baubürgermeister Martin Haag: „Holzbauten sind nicht nur traditionelle Bauten, sondern auch innovative Bauten, die ein hohes Potenzial in sich tragen. Aus diesem Grund bin ich sicher, dass unser Holzbauförderprogramm vor allem im Freiburger Wohnungsbau einen massiven Schub geben wird.“

Das Holz, das im Stadtwald und auch in der Region wächst und geerntet wird, kann im Baubereich vielfach eingesetzt werden. Statt energie- und rohstoffintensive Materialien wie Beton, Stahl oder Aluminium kann problemlos Holz verwendet werden.

Der Freiburger Stadtwald sowie die Nutzung und Verwendung seines Holzes mindern durch Bindung, Speicherung und Vermeidung von Kohlendioxid die CO2-Bilanz. So können bis zum Jahr 2050 insgesamt über 2 Millionen Tonnen Kohlendioxid gespeichert oder vermieden werden. Aus diesem Grund will die Stadtverwaltung die Holzverwendung im Baubereich weiter fördern. So hat der Gemeinderat im Jahr 2017 die Verwaltung beauftragt, ein städtisches Holzbauförderprogramm auf den Weg zu bringen und einen Holzbauführer zu erstellen, in dem bereits realisierte und zukunftsweisende Holzbauprojekte im Stadtkreis präsentiert werden.

Beide Bausteine liegen nun vor, der neue Holzbauführer und das geplante Holzbauförderprogramm

Der neue Holzbauführer präsentiert 29 bereits realisierte und zukunftsweisende Holzbauprojekte in Freiburg. Die innovativen Bauten sollen interessierte Bauherren, Projektträger, Architekten, Planer und Studierende dazu anregen und überzeugen, sich mit Holzbau zu beschäftigen und dessen Ästhetik, Wirtschaftlichkeit und Potenzial für den Klimaschutz zu entdecken und schlussendlich im eigenen Projekt umzusetzen.

Die Objekte für den Holzbauführer hat eine Jury mit Vertretern der Architektenkammer, des Architekturforums, eines Holzbauingenieurs, des Forstamtes und von proHolz Schwarzwald ausgewählt. Die Vielfalt der Projekte von der Mensa der Lorettoschule bis zur Aufstockung des Breisacher Hofes in der Innenstadt zeigt, wie groß das Potenzial beim Holzbau ist. Vom Gipfel des Schauinslands, an dem es mit dem Aussichtsturm und der Radionukleidstation gleich zwei für ihre Zeit zukunftsweisende Holzbauprojekte zu bestaunen gibt, bis hin zu den Wohnheimen in Holzmodulbauweise in der Merzhauser Straße und Höllentalstraße zeigen die über ganz Freiburg verteilten Objekte, dass sich in Holzbauweise auch äußerst anspruchsvolle bauliche Herausforderungen lösen lassen.

Dabei erläutert der Holzbauführer nicht nur technischen Details, sondern neben Planern und Bauherren wurden die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzerinnen und Nutzer der ausgewählten Gebäude nach ihren Erfahrungen befragt. Der Holzbauführer wurde gemeinsam mit proHolz Schwarzwald erstellt.

„Es ist ein wichtiges Signal, dass die Stadt Freiburg mit ihrer Vorreiterrolle bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit verstärkt auf Holzbau setzt und ein kommunales Förderprogramm aufsetzt. Das stärkt das Handwerk und die Holzbaubranche in der Region ebenso wie die nachhaltige Waldbewirtschaftung und somit Klimaschutz und regionale Wertschöpfung über die Stadtgrenze hinaus“, erläutert Michael Hafner von proHolz Schwarzwald.

Mit dem geplanten Holzbauförderprogramm, für das im Jahr 2020 rund 300.000 Euro Fördermittel zur Verfügung stehen, die teilweise aus Klimaschutzmitteln der Konzessionsabgabe finanziert werden, soll künftig noch mehr Holzbauten, vor allem im Wohnungsbau in Freiburg realisiert werden.

Bauende und Planende entdecken derzeit zunehmend die Möglichkeiten und konzipieren richtungsweisende Holzbauten oder Holz-Hybridbauten. Mit der zum 1. August 2019 in Kraft getretenen Änderung der Landesbauordnung hat die Landesregierung einen weiteren Baustein dazu beigetragen, die Verwendung von Holz zu erleichtern und Holz anderen Baustoffen in Baden-Württemberg gleich zu setzen.

Aber nicht nur aus gestalterischen Überlegungen will die Stadt die Verwendung von Holz fördern, sondern vor allem auch aus ökologischen Gründen. Das städtische Holzbauprogramm besteht aus drei Bausteinen: Die finanzielle Förderung von Holzbau, der Holzbaupreis und die Förderung und Unterstützung durch Beratung, Vernetzung und Bewerbung des Holzbaus. Dafür hat die Stadt bereits eine zusätzliche halbe Architektenstelle geschaffen, die beim Baurechtsamt angesiedelt ist und ihre Arbeit am 1. Dezember beginnt.

Die Stadt will mit dem geplanten Holzbauförderprogramm konkrete Holzbauprojekte fördern. Ziel ist es, möglichst viel CO2 langfristig zu binden, um so dem Klimawandel entgegen zu wirken. Zudem sollen über das neue Programm Wohnbauvorhaben ab vier Wohneinheiten sowie weiterer Wohnraum im Bestand durch Anbauten gefördert werden. Das Förderprogramm hat leicht verständliche Kriterien, damit möglichst viel Zeit für eine inhaltliche Beratung der Bauwilligen bleibt. Gefördert wird nach der verbauten Masse.

Zweiter Bestandteil des Holzbauprogramms ist die Auslobung eines Holzbaupreises. Mit dem Preis sollen einzelne Gebäude in Freiburg besonders herausgestellt werden und damit das Bauen mit Holz auch einem breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der städtische Holzbaupreis soll erstmals Anfang 2021 für die in 2019 und 2020 fertiggestellten Gebäude vergeben werden.

Neben dem neuen Förderprogramm und des künftigen Holzbaupreises wird die Holzbauförderstelle im Baurechtsamt künftig Interessierte beraten und Beratungen organisieren.





Verschiedenes 

Radstadt: "Karlsruhe will Top bleiben"

Radstadt: "Karlsruhe will Top bleiben"
Radfahrer im Zirkel / Foto: Stadt Karlsruhe

Diskussion im Radlerforum über aktuelle Radverkerkehrsmaßnahmen und Planungen

"Wir sind Deutschlands Fahrradhauptstadt. Wir sollten den ersten Platz nutzen, um den Vorsprung weiter auszubauen", betonte Bürgermeister Daniel Fluhrer im jüngsten Radlerforum. Der strategische Überbau soll mit einem neuen BYPAD-Audit (Bicycle Policy Audit) neu justiert werden, erfuhr das Expertenforum. Am Freitag (11. Oktober) befasste dieses sich im Karlsruher Rathaus unter Leitung von Bürgermeister Daniel Fluhrer mit aktuellen Themen der Radverkehrspolitik.

Neuer Aktionsplan über BYPAD-Verfahren

Anders als beim ersten Beteiligungs- und Zertifizierungsverfahren im Jahr 2005, als Karlsruhe mit dem BYPAD-Verfahren die Radverkehrsförderung erstmals mit dem 20-Punkte-Programm gezielt in Schwung bringen wollte, können die Radakteure 14 Jahre später auf eine Stadt schauen, in der "die Radstadt Karlsruhe Top bleiben will". Mit dem BYPAD-Audit soll das Leitbild "Radverkehr als System" mit konkreten Maßnahmen und Zielen für die nächsten zehn bis 15 Jahre unterfüttert werden. Erstmals soll auch der Fußverkehr ins Verfahren einbezogen werden. Die beauftragte Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV-Alrutz) hat daher für die Ist-Analyse einen ähnlichen Fragebogen erarbeitet. Der neue Aktionsplan soll von einer BYPAD-Gruppe im Wesentlichen in drei Workshops zwischen Januar und Mai nächsten Jahres erarbeitet werden.

Unfallstatistik 2018: Weniger Schwerverletzte, aber mehr Leichtverletzte

Standardthema im Radlerforum ist die Unfallstatistik des Polizeipräsidiums Karlsruhe für Unfälle mit Rad-Beteiligung. 2018 gab es 588 Fahrradunfälle mit Personenschaden, seit 2010 (435 Fälle) steigt die Kurve stetig an. Dabei zeige die Statistik bei den Schwerverletzten (2018: 80, 2016: 96) eine rückläufige Tendenz, so Joachim Zwirner, Leiter des Referats Verkehr beim Polizeipräsidium Karlsruhe. Nach oben gehen jedoch die Zahlen bei den Leichtverletzten (2018: 544, 2016: 496). 287 Unfälle – und damit rund 50 Prozent der Rad-Unfälle - ereigneten sich an Unfallhäufungsstellen. Das sind Stellen, an denen sich innerhalb von drei Jahren fünf Unfälle mit Personenschaden ereignen. Unter den ersten zehn Unfallhäufungsstellen sind Abschnitte, die künftig nach erfolgten Umbauten aus der Liste verschwinden dürften, etwa Kapellenstraße/Durlacher Tor oder Mendelssohnplatz.

Schon verbessert hat sich die Situation auch im Bereich Karl-Friedrich-Straße und Zirkel – seit der Zirkelsperrung für Autofahrer hat die Polizei nur noch einen Radunfall dokumentiert. Näher anschauen muss sich die Karlsruher Unfallkommission unter anderem noch die Erzbergerstraße/Michiganstraße. Problematisch ist hier der Sichtbezug aufgrund der relativ spitzwinkligen Kreuzung. Bei fünf Unfällen in der Durlacher Allee/Alte Karlsruher Straße fuhren die Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung. "Das muss man unterbinden", so Zwirner.

Werkstattbericht: durchgehende Radfahranlage in der Kriegsstraße

In die richtige Richtung geht es auch für den Radverkehr in der Kriegsstraße. Für die Zeit nach Fertigstellung der KASIG-Baumaßnahme wird bereits an einer durchgehenden Radfahranlage sowie Berücksichtigung der ab- und einbiegenden Radler an den Querungen geplant. Das belegt der Werkstattbericht der KASIG im Radlerforum. Der zeige, dass viele ihrer Punkte aus den vorangegangenen separaten Gesprächen umgesetzt wurden, dankte der ADFC-Vertreter den Planern. Positiv aufgenommen wurde im Radlerforum die Überlegung, Radlern zwischen Herren- und Sophienstraße eine Gleisquerung zu ermöglichen. Aus der Mitte des Gremiums kam die Bitte, Radfahrstreifen großzügig zu bemessen und Aufstellflächen für Radfahrer an Ampeln vorzusehen. "Das System ist extrem ausbalanciert mit allen Verkehrsarten", gab Fluhrer zu bedenken. Dennoch: Gerade an den großen Kreuzungen schaue man aktuell noch nach Optimierungen.

Noch bevor sich der Planungsausschuss als Fachgremium mit den Details beschäftigt, gaben Tiefbauamt und Stadtplanungsamt dem Radlerforum einen Ausblick auf geplante Maßnahmen, wie die Verbreiterung des Geh- und Radwegs entlang der L623 zwischen Grünwettersbach und Wolfartsweier. Und während das Tiefbauamt im nächsten Jahr die weitgehende Fertigstellung der Radroute vom Durlacher Tor nach Hagsfeld vorhat, schauen die Planer bereits mit Rad-Blick auf die Radroute zwischen Grötzingen und Hagsfeld. Für die Innenstadt in der Untersuchung sind unter anderem die Hans-Thoma-Straße stadteinwärts und ihre Kreuzungsbereiche.



Das Radlerforum

Das Radler­fo­rum ist das Exper­ten­gre­mium zum Thema Radverkehr. Es besteht aus Vertretern der im Gemein­de­rat vertre­te­nen Parteien sowie Vertretern verschiedener städtischer Ämter. Mitglie­der der Inter­es­sen­ver­bände des Radver­kehrs sowie weitere ­In­ter­es­sen­grup­pen sind eingebunden. Beim jüngsten Radlerforum erstmals mit dabei war auch ein Vertreter von "Fridays for Future". Das Gremium besteht seit Mitte der 90er Jahre und tritt etwa ein- bis zweimal im Jahr zusammen.

Im Radler­fo­rum werden Ziele der Radver­kehrs­po­li­tik disku­tier­t und Radver­kehrs­pla­nun­gen vorge­stellt. Die Ergebnisse werden dann als Empfeh­lun­gen an den Planungs­aus­schuss oder Gemein­de­rat wei­ter­ge­ge­ben. Geleitet wird das Radler­fo­rum von Bau­bür­ger­meis­ter Daniel Fluhrer.

zum Bild oben:
Rad-Unfallstatistik: Für den Kfz-Durchgangsverkehr ist der Zirkel verboten. Seit eine Sperrung dies durchsetzt, hat sich die Situation für den Radverkehr im Bereich Karl-Friedrich-Straße und Zirkel verbessert / Foto: Stadt Karlsruhe

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Verschiedenes 

NABU: Neuer Bericht zeigt Auswirkungen von Windrädern auf den Rotmilan-Bestand

Miller: Weiterer Windenergie-Ausbau nur mit umfassendem Rotmilan-Schutz

Berlin, 14.10. – Mit Blick auf eine aktuell im Fachmagazin „DER FALKE“ erschienene Analyse zur Bestandsentwicklung des Rotmilans in Deutschland hat sich der NABU erneut dafür ausgesprochen, dass der notwendige Ausbau der Windenergie in Deutschland im Einklang mit dem Artenschutz erfolgen muss.

Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), Koordinator der offiziellen bundesweiten Vogelbestandserfassungen, hat jetzt die Ergebnisse einer detaillierten Analyse der jüngsten Bestandsentwicklung des Rotmilans in Deutschland veröffentlicht. Danach gehen die Rotmilanbestände in Landkreisen mit einer hohen Dichte an Windrädern zurück, während sie in Landkreisen ohne Windräder zunehmen.

„Dieser Zusammenhang ist äußert bedeutsam und zeigt, dass der notwendige weitere Ausbau der Windenergie in Deutschland nicht durch eine von der Windindustrie geforderte und derzeit sogar vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagenen Aufweichung des Artenschutzrechts erreicht werden darf, sondern Klima- und Artenschutz von vornherein zusammen gedacht werden müssen“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Insbesondere der Rotmilan ist als Vogel der Offenlandschaft und durch sein Flugverhalten häufig von Kollisionen mit Windkraftanlagen betroffen, weil er beim Jagen nach unten schaut und die Anlagen gar nicht sieht.

In der Studie vergleichen die Autoren des DDA die mit gleicher Methode erfolgten bundesweiten Erfassungen des Rotmilan-Brutbestands der Zeiträume 2005 bis 2009 und 2010 bis 2014. Für jeden der 285 Landkreise im Verbreitungsgebiet der Art wurde die ermittelte Bestandsveränderung mit der Anzahl von Windenergieanlagen pro Quadratkilometer Fläche korreliert. Eindeutiges Ergebnis: Je mehr Windräder, desto schlechter die Bestandsentwicklung. In Landkreisen ohne Windräder nahm der Bestand zu, bei etwa 0,1 Windrädern pro Quadratkilometer waren die Bestände stabil, bei über 0,15 Anlagen auf gleicher Fläche waren die Bestandstrends negativ.

Insgesamt führt dies zu einem bundesweit betrachtet stabilen Rotmilan-Bestand, was die Windindustrie bereits im August zu einer Jubelmeldung über die angeblich konfliktfreie Koexistenz von Windenergieanlagen und dem aufgrund seines gegabelten Schwanzes auch als „Gabelweihe“ bekannten Greifvogel veranlasste. Dieser Fehlinterpretation hatte der NABU bereits in einer Stellungnahme deutlich widersprochen und darauf hingewiesen, dass die Rotmilanbestände insbesondere im Nordosten Deutschlands, wo sehr viele Windräder stehen, deutlich abnehmen, während sie im windradarmen Südwesten des Landes zunehmen. Die neue Studie des DDA bestätigt diesen Effekt und kann ihn sogar Landkreis für Landkreis nachweisen. Die größten Abnahmen gab es demnach in einigen Landkreisen Sachsen-Anhalts, Ost-Westfalens und Mittelhessens, jeweils dort, wo sich auch Windenergieanlagen konzentrieren.

„Der jetzt veröffentlichte Bericht macht deutlich, dass der potentielle Konflikt zwischen dem Schutz windenergiesensibler Arten und dem Ausbau der Windenergie nicht nur in der Theorie und in Projektionen für die Zukunft existiert, sondern sich schon heute in konkreten Bestandsrückgängen manifestiert“, so Miller. Der NABU warnt daher davor, den derzeit stockenden Ausbau der Windenergie durch Aufweichungen des geltenden Artenschutzrechts erzwingen zu wollen. Stattdessen fordert er den bestehenden gesetzlichen Rahmen so zu nutzen, dass auch die kumulativen Auswirkungen vieler einzelner Windräder angemessen berücksichtigt werden und damit dem Artenschutz Genüge getan wie auch eine deutliche Verbesserung der Genehmigungsfähigkeit von Planungen aus Artenschutzsicht erreicht werden kann.

Dies ist möglich, wenn für betroffene Arten wie den Rotmilan auf regionaler Ebene umfassende Artenschutzprogramme erstellt und umgesetzt werden. Sind diese erfolgreich und sorgen in der betreffenden Region für einen mindestens stabilen Bestand, ist es möglich weitere Windräder über artenschutzrechtliche Ausnahmen zu genehmigen. „Ein einfaches Durchwinken von artenschutzrechtlichen Ausnahmen ohne entsprechende effektive Schutzprogramme verbietet sich jedoch angesichts der bereits heute nachweisbaren negativen Wirkungen auf die Bestände windkraftsensibler Arten wie dem Rotmilan.“

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Eisbärin Nika unter Narkose untersucht

Karlsruhe: Eisbärin Nika unter Narkose untersucht
Nika hat eine Arthrose am rechten Hinterfuß / Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Probleme mit dem rechten Hinterfuß

Der Gesundheitszustand von Eisbärin Nika hat sich verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung im Zoo Karlsruhe, für die das Tier erneut in Narkose gelegt und von mehreren spezialisierten Veterinären untersucht worden ist. Nika hat schon längere Zeit eine Arthrose durch eine Gelenkveränderung am rechten Hinterfuß. "Seit längerer Zeit wird Nika behandelt und wir haben versucht, sie möglichst beschwerdefrei zu halten. Da wir aber gemerkt haben, dass Nika wieder mehr an dem Fuß manipuliert, mussten wir sie erneut betäuben und röntgen", berichtet Zootierärztin Julia Heckmann.

Nika hat sich an der Haut über der Gelenkveränderung durch Kratzen und Reiben offene Stellen zugefügt. Diese wurden ausrasiert, gespült und mit Salbe versorgt. "In den kommenden Wochen werden wir mit den jetzigen Erkenntnissen die Behandlung ganz intensiv fortführen", erläutert Heckmann. Dazu gehören Schmerzmittel, Antibiotikum, Salben und die Förderung der Wundheilung über Lasertherapie.

Nika soll keine Schmerzen haben
"Wir sind sehr froh, dass die Tierpfleger rund um Revierleiter Moritz Ehlers ein gutes, medizinisches Training mit den Eisbären Nika und Kap machen. Nur so ist die tägliche Behandlung jetzt möglich", sagt Zoo-Pressesprecher Timo Deible. Beim medizinischen Training wird über positive Verstärkung mit den Tieren beispielsweise eingeübt, sich ein Medikament freiwillig auf die Haut auftragen zu lassen. Das kommt der Behandlung jetzt zugute.

"Für uns ist besonders wichtig, dass das Tier keine Schmerzen hat. Ob die Therapie wirklich anschlägt, werden wir in einigen Wochen nochmal unter Narkose überprüfen", berichtet Heckmann. Dafür werden dann erneut die externen Spezialisten dazukommen. Nika wurde im Jahr 2000 im Tiergarten Schönbrunn in Wien geboren und lebt seit 2002 in Karlsruhe.

zum Bild oben:
Nika hat eine Arthrose durch eine Gelenkveränderung am rechten Hinterfuß.
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Infoabend "Radonsicher leben" im Exotenhaus

Stadt unterstützt private Radonmessungen

Radon ist ein radioaktives Gas, welches zwar aus der Natur stammt, aber bereits in geringen Mengen langfristig der Gesundheit schadet. Eine Informationsveranstaltung des Landes Baden-Württemberg unter dem Motto "Radonsicher leben und arbeiten" findet am Montag, 14. Oktober, um 18 Uhr im Konferenzraum des Exotenhauses im Zoo Karlsruhe, Ettlinger Straße 4b, statt. Der Eintritt ist frei.

Bürgermeisterin Bettina Lisbach wird in ihrem Grußwort auf das besondere Angebot der Stadt Karlsruhe zur finanziellen Unterstützung privater Radonmessungen im Stadtgebiet hinweisen. Denn Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das Gas kann aus dem Boden in Gebäude eindringen und sich dort ansammeln. Es zerfällt dann in weitere radioaktive Stoffe, die der Mensch über die Atemluft aufnimmt. Nicht jede Region ist in gleichem Maße betroffen.

Land weist Radonvorsorgegebiete aus
Wer radonsicher bauen und sanieren will, kann sich zu technischen Lösungen informieren. So gibt das Strahlenschutzgesetz als Prüf- und Orientierungswert bei Maßnahmen zum Schutz vor Radon einen Jahresdurchschnittswert von 300 Becquerel des Gases pro Kubikmeter Luft an. Dieser Wert sollte sicher unterschritten werden. Auch an bestimmten Arbeitsplätzen können aus Gründen der Gesundheitsvorsorge Radon-Messpflichten entstehen.

Das Land wird bis Ende 2020 Radonvorsorgegebiete ausweisen und hierzu Messungen durchführen. Je mehr Messungen erfolgen, desto genauer können betroffene Gebiete identifiziert werden. In solchen Gebieten gelten dann zusätzliche Anforderungen an Neubauten.

Stadt bezuschusst private Messungen finanziell
Auch Bürgerinnen und Bürger können das Vorhaben des Landes unterstützen und private Radonmessungen bei behördlich anerkannten Messstellen in Auftrag geben. Diese Messungen sind kostengünstig durchführbar und werden von der Stadt Karlsruhe ab November in begrenztem Umfang finanziell bezuschusst.

Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hat für Fragen zu Radon eine Radonberatungsstelle eingerichtet, die unter der Mailadresse radon@lubw.bwl.de erreichbar ist.

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NABU: Kein Sperrwerk in der Elbmündung!

Miller: Deutschland darf Fehler der Niederlande nicht wiederholen

Berlin – Der NABU lehnt ein von Hamburgs Umweltsenator Kerstan und Niedersachsens Umweltminister Lies ins Gespräch gebrachte Sperrwerk an der Elbe-Mündung zur Nordsee strikt ab. Dass sich Politiker angesichts der Klimakrise mit dem Anstieg des Meeresspiegels befassen, sei zwar zunächst richtig. Sich jedoch als Umweltminister gleich auf die ökologisch problematischste Lösung festzulegen, zeuge von wenig Sachverstand und Sensibilität für das durch die früheren Ausbaggerungen und die laufende Umsetzung der Elbvertiefung erheblich geschädigte Ökosystem.

„Dieser Vorschlag ist an Absurdität kaum zu überbieten. Mit der Elbvertiefung hat man wissentlich die Sturmflutrisiken an der Elbe selbst erhöht. Ein Sperrwerk als Lösung ist eine Idee von vorgestern und wird den künftigen Herausforderungen durch die Klimakrise nicht gerecht“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Die Niederländer haben die ökologischen Auswirkungen von Sperrwerken bereits zu spüren bekommen und zahlen dafür einen hohen Preis. Deutschland darf Dekaden später nicht die gleichen Fehler wiederholen.“

Statt Sperrwerke zu bauen und damit einzigartige, geschützte Lebensräume endgültig zu vernichten, müssen Deiche umfangreich zurückverlegt und der Elbe mehr Flutraum gegeben werden. Das wäre nach Auffassung des NABU bereits heute dringend erforderlich, um die im Wasserkörper des Hamburger Hafens problematische Sauerstoffsituation zu entschärfen. Die gesetzlich geforderte Verbesserung des ökologischen Zustands der Elbe im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie und des Erhaltungszustands von Lebensräumen und Tier- und Pflanzenarten nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sind nur so zu erreichen.

Damit würde sich auch die Hochwassersituation entspannen. Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands der Elbe werden seit 2013 zwischen den Bundesländern Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie allen relevanten gesellschaftlichen Gruppen im Forum Tideelbe diskutiert. „Bis heute ist keine der vielen Maßnahmen umgesetzt worden, während parallel die Situation durch die laufende Elbvertiefung verschärft wird“, so Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg. Zudem sei es nicht hinnehmbar, während der aktuell laufenden Elbvertiefung bereits den nächsten Großeingriff in das sensible Ökosystem Elbe ins Visier zu nehmen. Siegert: „Der Elbe ist schon genug zugemutet worden, sie ist in einem schlechten Zustand.“

Bereits die im Rahmen der aktuellen Elbvertiefung durchgeführten Bauarbeiten an der Grenze des UNESCO-Welterbegebiets Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer drohen der Flussmündung einen großen ökologischen Schaden zuzufügen. Der Bau eines Sperrwerks würde das größte noch existierende Wattenmeer-Ästuar endgültig zerstören. Solche Pläne im vom Umweltbundesamt ausgelobten „Jahr des Großen Nordseeästuars“ bereits nur zu diskutieren zeugt von großer Ignoranz für die Belange des Wattenmeer-Welterbegebietes. Statt weitere Beeinträchtigungen zu planen, sollten zügig Maßnahmen umgesetzt werden, die das aus dem Ruder laufende ökologische Gleichgewicht des Flusses und seines Mündungsgebiets wieder herstellen.

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NABU: EuGH bestätigt - Hände weg vom Wolf!

Finnland-Urteil sollte der Bundesregierung eine Mahnung sein

Berlin,11.10. – Zum gestern ergangenen Urteil vor dem Europäischen Gerichtshof zur Rechtmäßigkeit der Wolfsjagd in Finnland begrüßt der NABU, dass der EuGH die hohen rechtlichen Hürden für die Bejagung von Wölfen und die Wichtigkeit der FFH-Richtlinien betont hat. In Deutschland war das Urteil vor dem Hintergrund der Erleichterung von Wolfsabschüssen oder Forderung nach Schutzjagden Spannung erwartet worden.

„Das Urteil zeigt, dass alle Forderungen nach Abschusserleichterungen oder gar der Bejagung von Wölfen im Widerspruch zum FFH-Recht stehen“, kommentiert NABU-Fachbereichsleiter Naturschutz und Umweltpolitik Ralf Schulte. „Darüber hinaus unterstreicht das Urteil, dass alle Maßnahmen des Wolfsmanagements im Einklang mit dem übergeordneten Ziel des günstigen Erhaltungszustandes stehen müssen. Dem Herdenschutz muss als Instrument der Vorbeugung und der Schadensabwehr daher deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.“

Der EuGH betont nochmals die strengen Auflagen der FFH-Richtlinie zur Vergabe von Ausnahmeregelungen bei der Quotenjagd oder ähnlichen Praktiken. So muss beispielsweise klar gezeigt werden, dass Maßnahmen zur Erreichung der Ziele (z.B. Herdenschutz, Reduzierung von illegaler Jagd) zweckdienlich sind und dies nicht mit einer anderen zufriedenstellenden Lösung erreicht werden können. Und genau dies konnte Finnland bislang nicht hinreichend belegen.

Nach Auffassung des NABU müssen Herdenschutz und Weidetierhaltung unterstützt werden statt sich weiterhin von unsachlichen Forderungen nach präventiven Bestandsregulierungen, wie von Agrarministerin Klöckner propagiert, leiten zu lassen. Das gestrige Urteil unterstreicht einmal mehr die fehlende rechtliche Handhabe für ein solches Vorgehen.

Schon 22.500 Bürger sind dem Aufruf des NABU mit der Aktion „Hände weg vom Wolf“ gefolgt und haben ihre Abgeordneten aufgerufen, gegen das geplante Gesetz zu stimmen.

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