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Sonntag, 20. Oktober 2019 Uhr

 
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Veranstaltungen 

Großes Bündnis mobilisiert für Klimastreik von Fridays for Future

Am 20. September gehen alle gemeinsam auf die Straße für echten Klimaschutz

Berlin, 3.9.2019 – Rückenwind für den Klimastreik: Nun schließen sich auch die Erwachsenen an. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis hat der Fridays-For-Future-Bewegung Unterstützung für den Klimastreik am Freitag, 20. September zugesichert. Dann wollen weltweit Menschen für einen gerechten und wirksamen Klimaschutz auf die Straßen gehen. Allein bundesweit sind Hunderte Klimastreik-Demonstrationen geplant, täglich kommen weitere hinzu.
„Als breites zivilgesellschaftliches Bündnis rufen wir alle auf, am 20. September gemeinsam mit Fridays For Future auf die Straße zu gehen. Gemeinsam fordern wir: Klimaschutz jetzt!“, hieß es aus dem Bündnis. „Schließen Sie sich den Demonstrationen von Fridays For Future in Ihrer Nähe an und unterstützen Sie die jungen Menschen bei ihrem Protest für eine Zukunft ohne Klimakrise. Denn ihre Warnungen und Forderungen sind berechtigt. Wenn Jung und Alt jetzt zusammenstehen, können wir die Regierung zum Handeln treiben.“

Im Bündnis engagieren sich Umwelt-, Wohlfahrts-, Kultur- und Entwicklungsverbände, Kirchen, Klimaschutzinitiativen, Vereine und soziale Bewegungen. Auch Unternehmen und Gewerkschaften mobilisieren zur Teilnahme.
Fridays For Future hatte alle Menschen zu einem weltweiten Klimastreik aufgerufen: „Viele Erwachsene haben noch nicht verstanden, dass wir jungen Leute die Klimakrise nicht alleine aufhalten können. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Menschheit.“
Am Tag des Klimastreiks will das Klimakabinett der Bundesregierung über die nächsten Schritte in der Klimapolitik entscheiden. Mit den Beschlüssen reist Bundeskanzlerin Merkel wenige Tage später zum UN-Sondergipfel nach New York, um sie der internationalen Gemeinschaft vorzustellen.

Das Bündnis kritisiert: „Bisher hat die Bundesregierung versagt und liefert statt einer ambitionierten Klimaschutzpolitik nur Worte, denen keine Taten folgen.“ Tatsächlich sinken die atmosphärischen Treibhausgas-Konzentrationen nicht, sondern steigen. Wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, droht eine Klimakatastrophe, die nicht mehr aufzuhalten ist.

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Veranstaltungen 

Alphorn, Bioküche, Wildobst, Vampirtanz und mehr

Alphorn, Bioküche, Wildobst, Vampirtanz und mehr
Lagerfeuerküche / Foto: Margret Hansen

Weitere Waldhaus-Termine im September 2019

Sonntag, 8. September, 14 bis 15.30 Uhr // Ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang:
Wildobst – Vitamine am Waldrand Der Wald ist voll gesunder Überraschungen. Man muss die Wildfrüchte nur kennen und wissen, wo sie zu finden sind. Bei dieser Exkursion mit Heilpflanzenexpertin Martine Schiller ins StadtwaldArboretum lernen die Teilnehmenden Botanisches, Mythologisches, Geschichtliches, Naturheilkundliches und Kulinarisches zu Wildobstbäumen und -sträuchern. Teilnahmebeitrag: 3,50 Euro.

Dienstag, 10. September, 17 Uhr // Ohne Anmeldung
Konzert: Der Berg ruft – Das Alphorn klingt
Dass auf dem Alphorn musikalisch mehr möglich ist als schlichte Hirtenweisen, das stellen die Alphornspieler der BDBMusikakademie unter der Leitung von Berthold Schick bei ihrem Konzert am Waldhaus unter Beweis. Mal im klangvollen Gesamtchor, mal im Ensemble präsentieren sie ein Repertoire, das neben Polka und Walzer auch lateinamerikanische Melodien und bluesige Rhythmen umfasst. Das Konzert findet in Kooperation mit der BDBMusikakademie in Staufen statt. Der Eintritt ist frei, Spenden kommen der Umweltbildung im Waldhaus zugute.

Freitag, 13. September, 15 bis 19 Uhr // Anmeldeschluss: 3. September
Bioküche am Lagerfeuer
An der Feuerstelle vor der Holzwerkstatt des Waldhauses führt der Naturpädagoge Markus Stickling in die Raffinessen des Kochens am Lagerfeuer ein. Er stellt verschiedenste Kochutensilien vor, die gleich ausprobiert werden können. Aus biologisch zertifiziertem Gemüse und Fleisch stellen die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Garmethoden leckere Gerichte her. Während der Veranstaltung steht der Genuss der selbst zubereiteten Köstlichkeiten in gemütlicher Atmosphäre am Lagerfeuer im Mittelpunkt. Teilnahmebeitrag inkl. Speisen und Getränke: 49 Euro, Jugendliche ab 14 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen.

Sonntag, 15. September, 14 bis 15.30 Uhr // Ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang: Wildobst – Vitamine am Waldrand
Der Wald ist voll gesunder Überraschungen. Man muss die Wildfrüchte nur kennen und wissen, wo sie zu finden sind. Bei dieser Exkursion mit Heilpflanzenexpertin Martine Schiller ins StadtwaldArboretum lernen die Teilnehmenden Botanisches, Mythologisches, Geschichtliches, Naturheilkundliches und Kulinarisches zu Wildobstbäumen und -sträuchern. Teilnahmebeitrag: 3,50 Euro.

Donnerstag, 19. September, 18 bis 21 Uhr // Anmeldeschluss 9. September
Grünholzwerkstatt: Messer schärfen wie ein Profi
Ob Taschen-, Jagd-, Brot- oder edles Kochmesser: Messer wollen regelmäßig gepflegt und sachkundig geschärft werden. Dann erleichtern sie das Arbeiten und verbessern die Ergebnisse. Allen, die gerne mit scharfem Werkzeug arbeiten und an fachgerechter Pflege interessiert sind, zeigt Harald Welzel, Schreinermeister und staatlich geprüfter Gestalter, die jeweils richtige Schärftechnik. Bitte stumpfe Messer mitbringen! Teilnahmebeitrag: 42 Euro.

Freitag, 20. und Samstag, 21. September, jeweils 8.30 bis 17 Uhr // Anmeldeschluss 10. September
Messerbaukurs im Waldhaus
In der Holzwerkstatt am Waldhaus können die Teilnehmer ihr individuelles Küchen-, Jagd- oder Schnitzmesser komponieren. Sie gestalten Griff und Zwinge und erlernen das Einpassen, Schleifen und Schärfen der Klinge. Den Kurs leitet Harald Welzel, Schreinermeister und staatlich geprüfter Gestalter. Teilnahmebeitrag: 99 Euro, ohne Materialkosten.

Freitag, 20. September, 19 bis 20.30 Uhr // Anmeldeschluss 10. September
Tanz der Vampire am Waldhaus: Fledermaustour im Wald
Wie orientieren sich Fledermäuse im Stockdunklen? Wie kann man verschiedene Arten voneinander unterscheiden? Ist in den VampirGeschichten ein Körnchen Wahrheit enthalten und gibt es tatsächlich blutsaugende Fledermäuse? Diese und weitere spannende Fragen werden auf dieser Fledermausführung mit Horst Schauer-Weisshahn von der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg beantwortet. Das Besondere dabei: Die Teilnehmenden beobachten die Flugakrobaten nicht nur in der Dämmerung, sie machen auch ihre sonst für menschliche Ohren nicht wahrnehmbaren Ultraschalllaute hörbar: mit einem „Bat-Detektor“. Teilnahmebeitrag: 7 Euro, Kinder 4 Euro, Familien 17 Euro.

Samstag, 21. September, ab 11 Uhr // Anmeldeschluss 11. September
Bootstour mit selbstgebauten Weißtannenbooten
Eine Bootstour auf heimischem Gewässer ist ein besonderes und spaßiges Naturerlebnis. Die Tour wird mit im Waldhaus gebauten Weißtannenbooten durchgeführt. Wer im Waldhaus ein eigenes bauen möchte, kann sich auf dieser Tour mit erfahrenen Bootsbauern austauschen und sich vom universellen, zuverlässigen Einsatz dieser selbstgezimmerten „Folkboote“ überzeugen. Die Tour leitet Franz-Josef Huber, Technischer Lehrer am Waldhaus. Teilnahmebeitrag: 12 Euro incl. kleiner Stärkung unterwegs, Dauer: ca. 4 Stunden, Treffpunkt wird bekannt gegeben. In Kooperation mit dem Studium generale.

Sonntag, 22. September, 14 und 16 Uhr // Ohne Anmeldung
Fräulein Brehms Tierleben im Waldhaus
Das Waldhaus präsentiert das einzige Theater weltweit für heimische, bedrohteTierarten. Um 14 Uhr geht es um die Wilden Bienen und um 16 Uhr um den Wolf. Es gelten relative Eintrittspreise nach Selbsteinschätzung, Richtwert für Erwachsene 9 Euro, für Kinder 4,20 Euro. Für Besitzer der Familiencard ist der Eintritt frei.

Samstag, 28. September, 13 bis 17 Uhr // Anmeldeschluss 18. September
Eichelkaffee selbst herstellen im Waldhaus
In Notzeiten oder für Menschen, die sich echte Kaffeebohnen nicht leisten konnten, dienten Eicheln immer wieder als Ersatz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lassen dieses alte Rezept mit der Gesundheitspraktikerin Martine Schiller wieder aufleben, sammeln gemeinsam Eicheln und rösten und mahlen sie auf einfache Weise. Außerdem lernen sie verschiedene Eichenarten sowie deren Nutzungsgeschichte und –möglichkeiten kennen. Gemeinsam wird das Eichelkaffee-Pulver aufgebraut und anschließend mit einem Stück Gebäck probiert. Teilnahmebeitrag: 24 Euro.

Sonntag, 29. September, 10 bis 17 Uhr // Ohne Anmeldung
Frischpilzausstellung im Waldhaus
Bei dieser zweiten großen Frischpilzschau im Waldhaus sind frische und getrocknete Pilze und viele weitere Exponate zum Thema Pilze zu bestaunen. Informiert wird beispielsweise über für den Menschen schädliche und nützliche Pilze, Färbepilze, Vitalpilze, außerdem über Zeitschriften und Bücher sowie Alltagsgegenstände mit Pilzbezug. Die Ausstellung wird von der Pilzsachverständigen Veronika Wähnert und dem Freiburger Pro Pilz-Team organisiert und begleitet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Sonntag, 29. September, 13.30 bis 17.30 Uhr // Anmeldeschluss 20. September
Familienbacktag: Wildobst-Samen-Leckereien
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchstreifen mit Markus Schäfer, Fachwart für Obst- und Gartenbau, den Wald am Waldhaus auf der Suche nach Wildobst, ersten Bucheckern und Haselnüssen und dekorieren damit den selbstgemachten Teig. Während der Backzeit werden kleine Wichtel und Waldgeister aus Naturfundsachen gebastelt. Schnitz-oder Taschenmesser nicht vergessen! Teilnahmebeitrag incl. Mahlzeit: 14 Euro, Kinder ab 6 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen 8 Euro, Familien 28 Euro.

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Verschiedenes 

Wie fit ist Deutschland für den Artenschutz?

NABU und naturgucker.de starten Bildungs-Test zu Tier- und Pflanzenarten. Bisherige Umfragen zeigen Wissenslücken auf.

Berlin – Um Tiere und Pflanzen ausreichend schützen zu können, muss man sie kennen. Doch wie steht es um die Artenkenntnis in der Bevölkerung in Deutschland? Um das herauszufinden, starten der NABU und das Naturbeobachtungsnetzwerk naturgucker.de im Spätsommer ihren diesjährigen arten|pisa-Test. Vom 30. August bis 8. September können Interessierte an der Online-Bildungsumfrage unter www.artenpisa.de/presse teilnehmen. Dabei werden Fotos von Tier- und Pflanzenarten gezeigt, die benannt werden sollen – darunter Vögel, Insekten, Säugetiere und Amphibien. Je nach Anzahl der Treffer findet eine Benotung statt, woraus eine Durchschnittsnote errechnet wird. Bei der ersten arten|pisa-Umfrage im Jahr 2017 erreichten die 8033 Teilnehmer die Durchschnittsnote 4.

Stefan Munzinger, Initiator von naturgucker.de: „Ob ein schillernder Rosenkäfer, ein flinker Feldhase oder eine duftende Kamille: Jedes Tier und jede Pflanze zeigt uns die Schönheit der Natur auf. Mit unserer Umfrage wollen wir prüfen, wie fit die Deutschen im Wissen über einheimische Pflanzen- und Tierarten sind. Wir werden den Test in den nächsten Jahren wiederholen um herauszufinden, ob sich möglicherweise Trends in der Entwicklung der Artenkenntnisse abzeichnen.“

Die Entwicklung der Artenkenntnis wurde bislang nur punktuell untersucht. Bei einer Befragung in Bayern vor rund zehn Jahren zu heimischen Vogelarten zeigte sich, dass Schulkinder durchschnittlich sechs von den zehn häufigen Vogelarten benennen konnten. Eine Wiederholung der Umfrage im Jahr 2017 ergab, dass die Artenkenntnis seitdem gesunken ist – die befragten Kinder konnten nur noch fünf der zehn häufigsten Vogelarten bestimmen.

Die Verschlechterung des Wissensstands hat verschiedene Gründe. Die Möglichkeit, vielfältige Arten zu erleben, wurde in den letzten Jahrzehnten durch den Rückgang des Artenreichtums in der Landschaft, immer weniger naturnahe Spielflächen in den Städten sowie die Verhäuslichung der Freizeit stark eingeschränkt. In der Schule sind viele Lehrerinnen und Lehrer ohne Artenkenntnis, da in den Universitäten die entsprechende Disziplin – die freilandbiologische Ausbildung – von hoch geförderten Disziplinen wie der Gentechnik verdrängt wurde.

Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer: „Das Artensterben und der Rückgang der Artenkenntnis gehen Hand in Hand. Je weniger die Menschen Natur erleben können, desto weniger wissen sie darüber und desto weniger liegt ihnen der Schutz der Natur am Herzen. Es ist ein Teufelskreis, den wir durchbrechen müssen. Um die Artenkenntnis zu erhöhen, muss gerade der Nachwuchs gesamtgesellschaftlich gefördert werden. Es braucht geschulte Lehrerinnen und Lehrer, neue freilandorientierte Lehrstühle an den Universitäten und Naturschutzzentren sowie naturnahe Erlebnisorte, an denen Kinder wieder mit Igel, Frosch und Co. in Kontakt treten können.“

Mehr Informationen zum arten|pisa-Test

Für die Online-Umfrage sind ungefähr zehn Minuten nötig. Selbstverständlich ist die Befragung anonym und das Formular datenschutzkonform mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Wer möchte, kann auf Wunsch Kontaktdaten angeben, um eine Rückmeldung zu seinem persönlichen Abschneiden zu erhalten. Die Kontaktdaten werden ausschließlich zum Übermitteln dieser Ergebnisse genutzt.

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Verschiedenes 

Slow-Food-Youth-Aktivisten aus 16 Ländern treffen erstmals in Deutschland zusamm

Vom 29. August bis 2. September treffen sich Vertreterinnen und Vertreter des europäischen Slow-Food-Youth-Netzwerks bei den Herrmannsdorfer Landwerkstätten in Bayern, um gemeinsame politische Aktionen auf europäischer Ebene zu planen, tiefer in die praktischen Prozesse der Lebensmittelerzeugung einzutauchen und um konkrete Wege in eine nachhaltigere Zukunft und ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystems aufzuzeigen. Es ist das bisher größte europäische Slow-Food-Youth-Treffen.

Kommendes Wochenende treffen sich in Glonn rund 60 junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren, die sich täglich privat und beruflich für gutes, sauberes und faires Essen engagieren. Sie reisen an aus Albanien, Armenien, Österreich, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Mazedonien, Portugal, Rumänien, Russland, der Slowakei, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden, um sich in ihrer Freizeit intensiv zur Zukunft unserer Ernährung und den aktuellen Herausforderungen des Lebensmittelsystems auszutauschen. Denn die europäischen und globalen Zusammenhänge beschäftigen sie über die Grenzen hinweg, gemeinsam wollen sie die Welt verändern, vom Acker bis zum Teller.

Schwerpunkt des Wochenendes ist das Thema „Wege hin zu einem zukunftsfähigen Lebensmittelsystem“. Deshalb stehen die Vorstellung von Leuchtturmprojekten aus verschiedenen europäischen Ländern und die Diskussion über zukunftsfähige Alternativen sowie die Ausgestaltung von Lösungsansätzen im Vordergrund des Geschehens. Behandelt wird dabei vor allem die Frage, wie wir unseren Alltag klimafreundlicher und ressourcenschonender sowie im Sinne des Artenschutzes gestalten können. Gleichzeitig werden Antworten gesucht auf Fragen wie: Kann ich Beruf und Aktivismus in Einklang bringen? Wie überzeuge ich Menschen davon, sich politisch zu engagieren und Verantwortung wahrzunehmen? Da Slow Food Genuss und Verantwortung sowie Theorie und Praxis stets verbindet, stehen neben der Netzwerkbildung und dem Austausch zu brisanten Themen des Lebensmittelsystems praktische Workshops und Betriebsbesichtigungen auf dem Programm sowie gemeinsames Kochen und das anschließende Genießen. Geplant sind ein Besuch der Kaffee Rösterei Merchant & Friends sowie der ökologisch betriebenen Herrmannsdorfer Landwerkstätten, eine Wildkräuterwanderung, Wein und Käse Verkostungen sowie Workshops zum selber machen von Pasta, Knödeln, Brezeln und Butter.





Verschiedenes 

NABU: Verheerende Brände zerstören Regenwälder auch in Indonesien

Tschimpke: Abholzung von Regenwäldern und Trockenlegung von Mooren steigert Gefahr für Brände

Berlin/Jakarta/Jambi – Während die Welt derzeit auf die in Brasilien wütenden Waldbrände schaut, brennt es erneut auch in Indonesiens Regenwäldern im verheerenden Ausmaße. Nach Angaben des indonesischen Umwelt- und Forstministeriums (KLHK) waren in den ersten fünf Monaten dieses Jahres landesweit bereits 42.740 Hektar Regenwald von Bränden betroffen, noch bevor die im Juni einsetzende Trockenzeit begonnen hatte. Dies entspricht fast dem Doppelten der Fläche, die im gesamten, besonders regenreichen Vorjahr betroffen war.

Seit Anfang August spitzt sich die Lage insbesondere auf dem indonesischen Teil Borneos Kalimantan und Sumatra weiter zu. Der staatliche Dienst für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik (BMKG) registrierte am 3. August landesweit 1.025 Brandherde, am 7. August 1.586 und am 9. August bereits 2.002 Brandherde mit Schwerpunkten in den Provinzen Riau auf Sumatra sowie West- und Zentralkalimantan auf Borneo. „Die Situation ist aktuell ähnlich kritisch wie in den Katastrophenjahren 1997 und 2015“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Bei Wald- und Moorbränden im Spätsommer und Herbst 2015 wurden nach Berechnungen des Internationalen Forstwissenschaftszentrums (CIFOR) 884 Millionen Tonnen Kohlendioxid freigesetzt.

Im Süden Sumatras, wo der NABU das Projekt „Hutan Harapan“ (indonesisch: „Wald der Hoffnung“) zum Schutz tropischer Regenwälder umsetzt, hat es seit zwei Monaten nicht mehr geregnet. Hier kämpft die 40-köpfige Waldschutzeinheit seit Wochen gegen illegal immer wieder neu gelegte Brände – seit Jahresbeginn bereits 75. Seit vorletzter Woche erhält sie dabei Unterstützung von Polizei und Militär. So gelang es bereits, zwei Brandstifter zu verhaften. Der NABU betont jedoch, dass jetzt nicht nur die Brandbekämpfung im Vordergrund stehe, sondern auch die klare Benennung von Ursache und Wirkung.

„Tropische Tieflandregenwälder und Moore verfügen über ein feuchtes Mikroklima und brennen daher unter natürlichen Bedingungen auch während längerer Trockenperioden normalerweise nicht“, sagte NABU-Regenwaldexperte Tom Kirschey. „Erst durch die Landnutzung, wie die Abholzung der Wälder und die Trockenlegung von Mooren, werden tropische Ökosysteme überhaupt erst feueranfällig.“ Verbunden mit der kriminellen Energie der Brandstifter, die eine Umwandlung der Waldflächen in Agrarflächen meist für den Anbau von Ölpalmen anstreben, könne es dann leicht zu solchen Katastrophen kommen. „Es handelt sich hierbei aber eben nicht um eine Naturkatastrophe, sondern um Brandstiftung“, so Kirschey.

Mit 95 Millionen Hektar tropischer Waldfläche gehört Indonesien zu den bedeutendsten Ländern für Regenwaldschutz. Das Land liegt in der Zone des tropischen Monsunklimas, der Monat August gilt als der im langjährigen Mittel trockenste Monat insbesondere auf den Inseln Borneo, Sumatra und Java. Während es noch um das Jahr 1900 etwa 16 Millionen Hektar Tieflandregenwald auf Sumatra gab, sind diese auf heute etwa 250.000 Hektar geschrumpft – ein Verlust von über 98 Prozent. Mit Förderung der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) unterstützen der NABU und die KfW Entwicklungsbank das Projekt „Hutan Harapan“ zum Schutz der bedeutenden Regenwaldgebiete auf Sumatra.

Hutan Harapan steht zum einen für ein ca. 100.000 Hektar große Waldgebiet in den Provinzen Süd-Sumatra und Jambi, zum anderen ist es das Modellvorhaben der sogenannten „Ökosystem-Restaurations-Konzession“ (ecosystem restoration concession, ERC), welche als Instrument gegen die Entwaldung etabliert wurde. Seit der Etablierung des ERC-Modells sind heute in Indonesien ca. 650.000 Hektar (insbesondere auf Sumatra und Kalimantan) nach diesem zukunftsweisenden Lizenztyp verwaltet.

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Veranstaltungen 

Pilze, Pilze, Pilze: Die Waldhaus-Termine im September 2019

Pilze, Pilze, Pilze: Die Waldhaus-Termine im September 2019
Pilze / Foto: LauraFischer

Freiburg. Die Anzahl und die Vielfalt der Pilze ist nahezu unüberschaubar. Auch das Wachsen und Vergehen der Bäume und Pflanzen im Wald ist auf eine Fülle unterschiedlichster Pilzarten angewiesen. Neben dem Pilzpfad des Holzkünstlers Thomas Rees hinter dem Waldhaus bietet das Waldhaus allen Interessierten mit einer Pilzexkursion und einer Frischpilzschau Möglichkeiten an, sich zum Thema Pilze weiterzubilden. Auch Schulklassen können einen Vormittag zum Thema Pilze buchen.

Während der Pilzsaison können Pilzsammler ihre Funde jeweils sonntags, am 1. und am 8. September, im Waldhaus gegen einen Betrag von 5 Euro der Pilzexpertin Veronika Wähnert vorlegen und sich zwischen 15 und 17 Uhr beraten lassen. Dieses Angebot gilt, wenn es witterungsbedingt Pilze gibt. Mit der Diplom-Biologin Wähnert, Pilz-Coach und Pilzsachverständige der DGfM, steht eine ausgewiesene Pilzexpertin bereit.

Dienstag, 3. September, 13 bis 17 Uhr // Anmeldeschluss: 26. August
Pilzexkursion: Ohne Pilze kein Wald
Pilze sind überall in großer Zahl und ungeheurer Artenvielfalt zu finden. Bei dieser Exkursion stehen die Pilze im Mittelpunkt, die uns je nach Wetterlage mehr oder weniger zahlreich im Wald begegnen werden. Erfahren Sie interessante Einzelheiten zu Lebensweise, Vorkommen sowie Speisewert oder Giftigkeit einzelner Arten. (Das Sammeln von Speisepilzen ist nicht Ziel der Veranstaltung.). Die Exkursion wird geleitet von Pilz-Coach Veronika Wähnert. Bitte mitbringen: Pilzkorb, Messer, Schreibzeug, ggfs. Fotoapparat und Bestimmungsbücher. Teilnahmebeitrag: 17 Euro, Kinder 9 Euro.

Sonntag, 29. September, 10 bis 17 Uhr // Ohne Anmeldung
Frischpilzausstellung im Waldhaus
Bei dieser zweiten großen Frischpilzschau im Waldhaus sind frische und getrocknete Pilze sowie viele weitere Exponate zum Thema Pilze zu bestaunen. Informiert wird u.a. über Pilze, die für den Menschen schädlich oder nützlich sind, über Färbepilze, Vitalpilze, über Zeitschriften und Bücher sowie über Alltagsgegenstände mit Pilzbezug. Die Ausstellung wird von der Pilzsachverständigen Veronika Wähnert und dem Freiburger Pro Pilz-Team organisiert und begleitet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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Umweltverbände: Erhalt der Artenvielfalt zur Chefsache machen

Bundeskanzlerin Merkel muss mit Frankreich beim Kampf für die Biodiversität vorangehen

Berlin/Biarritz, 23. August 2019 - Anlässlich des G7-Gipfels in Biarritz fordert ein breites Bündnis aus deutschen Umweltverbänden die Unterstützung der Bundeskanzlerin für eine französische Initiative zum Schutz der Artenvielfalt.

Kanzlerin Angela Merkel muss dafür sorgen, dass der Kampf gegen das weltweit dramatisch voranschreitende Artensterben und den Verlust der Natur auf dem G7-Gipfel endgültig zur Chefsache gemacht wird, fordern die Verbände. „Der Internationale Biodiversitätsrat (IPBES) prognostiziert, dass in den nächsten Jahrzehnten eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind. Wenn das Realität wird, ist die Menschheit selbst in Gefahr. Die Bundeskanzlerin muss gemeinsam mit Gastgeber Emmanuel Macron und anderen Staatschefs eine starke Allianz für die Artenvielfalt und den Erhalt der Natur schmieden“, so die Umweltverbände. Nur so könnten Regenwälder, Mangroven, Korallenriffe und andere wertvolle Lebensräume vor der weiteren Zerstörung bewahrt werden.

Die doppelte Krise des Artensterbens, die Zerstörung der Ökosysteme und die zunehmende Erderhitzung bedroht unsere Lebensgrundlagen, unsere Gesundheit, Sicherheit und Wirtschaft in einer nie da gewesenen Art und Weise. Denn leider werden die bestehenden internationalen und europäischen Vereinbarungen nur schleppend in Taten umgesetzt. Strafverfahren der EU gegen Deutschland wegen mangelhafter Ausweisung von Schutzgebieten oder Überdüngung seien hierfür nur Beispiele, mahnen die Umweltverbände.

Die G7-Chefs müssten daher bei ihrem Treffen ein deutliches Zeichen setzen. Die von Frankreich initiierte Erklärung der G7-Umweltministerinnen und Umweltminister zur Erhaltung der Natur und zum Stopp des Artenschwundes, die sogenannte „Charta von Metz zur biologischen Vielfalt“ vom 6. Mai 2018, müsse von Deutschland uneingeschränkt und mit Nachdruck unterstützt werden. Bundeskanzlerin Merkel sollte hier den Schulterschluss mit Frankreichs Präsident Macron herstellen und die anderen Staatschefs auf einen klaren Naturschutzkurs einschwören.

Die G7-Staaten müssen außerdem vereinbaren, den Stopp des Artensterbens im kommenden Jahr zum Top-Thema des nächsten G20-Gipfels in Saudi-Arabien sowie der 75. UN-Generalversammlung im Jahr 2020 machen. Denn nur so könne der „Weltnaturschutzgipfel“ im chinesischen Kunming im Oktober 2020 ein Wendepunkt für die Rettung der Biodiversität werden.

Ausgehend von der Charta von Metz muss der G7-Gipfel nach Ansicht der Verbände folgende vier Kernforderungen konkret aufgreifen:

1. Wende in der Wirtschaftspolitik: Ein neues internationales Abkommen muss endlich primär und effektiv die Treiber des Artensterbens angehen. Dafür ist eine grundlegende Wende in der Nutzung von Landflächen und Meeren hin zu einer natur- und klimaschonenden Land-, Waldwirtschaft und Fischerei einzuleiten, wie vom Weltbiodiversitätsrat angemahnt. Hierzu gehört die rasche Abschaffung aller naturschädlichen Subventionen ebenso wie die Etablierung positiver Anreize zur Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen.

2. Schutzgebiete: 30 Prozent der Land- und Meeresfläche müssen bis zum Jahr 2030 im Einklang mit indigenen Völkern und lokalen Gemeinden effektiv für den Erhalt der Natur geschützt werden. Hierfür sind Regeln und Gelder notwendig, die sicherstellen, dass damit die wichtigsten Gebiete für den Erhalt der Artenvielfalt und Ökosysteme gesichert, gut gemanagt, ausreichend finanziert und untereinander vernetzt werden. Dabei sind die Bedürfnisse von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften zu berücksichtigt.

3. Finanzierung: Die Investitionen in den Schutz unserer Lebensgrundlagen müssen enorm gesteigert werden. Die G7-Länder müssen ihre Investitionen in den Naturschutz massiv erhöhen. Damit würde auch ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens durch den Schutz wichtiger Kohlenstoffsenken geleistet werden. Deutschland macht dabei seine eigenen Hausaufgaben bisher nicht. Bund und Länder müssen ihre Ausgaben für den Schutz von Arten und Lebensräumen von derzeit gut 500 Millionen Euro auf mindestens 1,4 Milliarden Euro jährlich steigern.

4. Kontrolle: Konkrete und einheitliche Umsetzungs- und Berichtspflichten für die 196 Vertragsstaaten müssen sicherstellen, dass Regierungen, die die Naturschutzziele in ihren Ländern nicht ausreichend umsetzen, öffentlich zur Rechenschaft gezogen werden.

Im zweiten Halbjahr 2020 wird die Bundesregierung die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen und daher eine große Verantwortung dafür tragen, dass gemeinsam mit dem Gastgeber China auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD COP15 in Kunming/China) die richtigen Weichenstellungen für das nächste Jahrzehnt gestellt werden. Ein Versagen der Bundesregierung, der EU und der Weltgemeinschaft beim Schutz der Artenvielfalt und der Ökosysteme würde in naher Zukunft zu irreparablen Schäden nicht nur mit verheerenden Folgen für unsere Lebensgrundlagen, sondern auch mit immensen Kosten für Wirtschaft und Gesellschaft führen“, so die Verbände.

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, DNR, Forum Umwelt & Entwicklung, Greenpeace, NABU, WWF Deutschland zum G7-Gipfel in Biarritz (24.-26. August 2019)





Verschiedenes 

NABU zu Strukturwandel in Kohle-Regionen: Viele Maßnahmen sind klimaschädlich

Tschimpke: Milliarden-Hilfen nur für nachhaltige Entwicklung und wirklichen Strukturwandel einsetzen

Berlin – Der NABU kritisiert die aktuellen Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums zum Strukturwandel in den Kohle-Regionen als zum Teil klimaschädlich. Ein Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle oder der Neubau von Autobahnen würden den Klimazielen zuwiderlaufen. Kritik übt der NABU auch an der viel zu kurzen 24-stündigen Frist zur Beteiligung der Verbände am „Referentenentwurf Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“. „Es kann nicht sein, dass Verbände und Politik sich zu solch komplexen Plänen innerhalb von 24 Stunden eine Meinung bilden sollen. Deshalb haben wir eine Fristverlängerung beantragt und erwarten ein ordentliches Beteiligungsverfahren“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Der NABU kritisiert, dass jetzt überstürzt neben sinnvollen auch zahlreiche klimaschädliche Maßnahmen gefördert werden sollen. So ist neben der Ansiedlung von Bundes- und Forschungseinrichtungen etwa der Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle angedacht, außerdem der Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen. Fest eingeplant sind dabei der sechsspurige Ausbau der A4 bis zur polnischen Grenze und der Neubau der B176 zwischen Neukieritzsch und Pödelwitz südlich von Leipzig.

„Es ist absurd: Statt in die Kohle sollen jetzt Millionen in eine andere klimaschädliche Branche fließen. Der Straßen- und Flugverkehr werden gefördert, obwohl Anwohner und Natur schon jetzt zu stark belastet sind. Dem Bundeswirtschaftsministerium geht es mit dem Gesetz offensichtlich nicht um einen nachhaltigen, klimafreundlichen Strukturwandel in den Kohleregionen“, so Tschimpke.

Bei der B176 müsse es sich zudem um einen Irrtum handeln, so der NABU. Denn diese ist bereits seit 2011 im Bau. Ihr Neubau müsse Aufgabe der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft MIBRAG sein, schließlich ist die Straße zur Ausweitung des Tagebaus „Vereinigtes Schleenhain“ gedacht. In diesem Fall wäre das Bergbauunternehmen als Verursacher des Eingriffs auch für die Finanzierung verantwortlich. „Dieser Entwurf ist nicht ausgegoren. Dafür haben das Bundeswirtschaftsministerium und die Länder sieben Monate gebraucht – und den Verbänden räumen sie nur einen Tag zur Stellungnahme ein“, so Tschimpke.

Mit den vorgelegten Plänen würden die Kohle-Regionen nicht klimagerecht modernisiert, kritisiert der NABU. Zwar stehen im Bedarf 38 Bahninfrastrukturvorhaben, doch schon jetzt schöpft die Bahn ihre Mittel für den Ausbau des Schienennetzes nicht aus. Aus den nicht abgerufenen Geldern könnten laut Entwurf 74 Pläne zum Ausbau von Fernstraßen finanziert werden. „Das lehnen wir ab. Das Gesetz ist nicht dazu da, den Straßen- und Flugverkehr zu fördern. Und mit Blick auf das Klima ist dies keinesfalls tragbar“, so Tschimpke.







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