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Verschiedenes 

Süße Adventszeit: Tafelschokoladen im Test

Eine Weihnachtszeit ohne Schokolade – unvorstellbar. ÖKO-TEST hat rechtzeitig vor dem Fest 25 Milchschokoladen untersucht – mit besonderem Blick auf faire Arbeit und fairen Handel. Das Ergebnis: Nur zwei Produkte erhalten die Testnote „gut“. Kritikpunkte sind vor allem nachgewiesene Mineralölbestandteile, schlechte Arbeitsbedingungen der Arbeiter auf den Kakaoplantagen und mangelhafte Transparenz: Viele Hersteller wissen offenbar nur bruchstückhaft über die genaue Herkunft ihres Rohstoffs Kakao Bescheid ...

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Veranstaltungen 

Die „Uberkalypse“ stoppen: NABU startet Kampagne gegen Fahrdienstvermittler Uber

Miller: Wir erwarten Autoschwemme in unseren Städten

Berlin/Brüssel – Unter dem Motto „Stoppt die Uberkalypse!“ hat der NABU heute gemeinsam mit anderen Umweltverbänden eine Kampagne gegen den Mobilitätsdienstleister Uber gestartet. In der Kritik steht das Geschäftsmodell des amerikanischen Unternehmens: Die auto-basierte Mobilität wird zu einem zeitgemäßen Lifestyle-Produkt verklärt, tatsächlich führt sie aber zu einer unkontrollierbaren Zunahme von Pkw in den Innenstädten. Auch in den USA, Frankreich, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden wenden sich Umweltverbände öffentlich gegen das Unternehmen.

Wie eine heute veröffentlichte Studie des europäischen NABU-Partnerverbandes Transport & Environment (T&E) belegt, wurden durch Uber allein in London und Paris zusammen innerhalb eines Jahres rund eine halbe Million Tonnen C02 produziert. Auch die offizielle Statistik des Londoner Verkehrsdezernats, Transport for London, weist für den Zeitraum von 2012 bis 2017 ein um fünf Prozent erhöhtes Verkehrsaufkommen im Vergleich zu den Vorjahren aus, welches die Behörde vornehmlich auf Uber-Dienste zurückführt.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Diese Studie und die Zahlen widerlegen die Behauptung, dass Mobilitätsdienste wie Uber zu einer Entlastung des Stadtverkehrs beitragen. Uber kommt im Schafspelz des neuen Mobilitätanbieters daher, macht aber mit der Vermittlung möglichst vieler Autofahrten im Innenstadtbereich Kasse. Wir erwarten eine regelrechte Autoschwemme in unseren Städten, wenn dieser digitale Fahrdienstvermittler weiter ungehemmt wachsen darf.“ Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer müsse die Notbremse ziehen und die anstehende Novelle des Personenbeförderungsgesetzes nutzen, um die neuen Mobilitätsdienste deutlich stärker zu regulieren.

Der Mehrverkehr durch Uber steigert die CO2-Emissionen fördert Staus und trägt zu einer gesteigerten Abgas- und Lärmbelastung in den ohnehin schon stark belasteten Ballungsgebieten bei. Aktuell haben die zuständigen kommunalen Behörden weder eine Übersicht, wie viele dieser Fahrzeuge bereits auf ihren Straßen unterwegs sind, noch haben sie eine Handhabe, die Zahl der zusätzlichen Autos effektiv zu begrenzen.

Darüber hinaus stellt sich Uber gerne als Ergänzung zum Umweltverbund dar, es ist aber fraglich, ob es die weniger dicht besiedelten und damit kaum rentablen Endhaltestellen von S- und U-Bahnen erschließt.

Justyna Wladarz, NABU-Expertin für städtische Mobilität: „Uber stürzt sich auf die lukrativen Innenstadtlagen und steht damit in direkter Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr. Die Beförderungstarife sind in der Regel etwas teurer als ein Ticket für den Verkehrsverbund, jedoch günstiger als für ein reguläres Taxi. Damit erhöht sich die Attraktivität, ein individuelles Fahrzeug zu buchen statt umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Bahnen, Bussen und Fahrräder zu nutzen.“ Hier zeige sich der wahre Charakter des Fahrdienstvermittlers, dessen intransparente Geschäftspraktiken keine verlässliche Grundlage für die Mobilität von morgen darstellten.

Der NABU fordert, dass so ausgerichtete Fahrdienste nicht länger als Mietwagen zugelassen werden dürfen. Kommunen müssten klare Vorgaben für Art und Umfang neuer Beförderungsservices erlassen können, die umweltfreundlichen Verkehrsträgern stets Vorrang einräumen.

Hintergrund:
Uber ist derzeit in sieben deutschen Städten aktiv: Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München, Stuttgart. Wie viele Fahrzeuge das Unternehmen dabei im Einsatz hat, bleibt ebenso im Unklaren wie die Zusammensetzung der Fahrzeuge oder die Zahl der Fahrerinnen und Fahrer. Da die gegenwärtige Fassung des Personenbeförderungsgesetzes digitale Fahrtdienstvermittler nur per Sondergenehmigung berücksichtigt, firmieren Ubers Partnerunternehmen als „Mietwagen“, obwohl sie letztlich wie klassische Taxis agieren, die ihre Fahrgäste zum Zielort bringen.
Bereits im Juli hat das Landgericht Köln ein deutschlandweites Verbot des Fahrdienstleisters per einstweiliger Verfügung ausgesprochen. Dennoch bietet Uber seinen Service „Uber X“ als Teil einer aggressiven Expansionsstrategie weiterhin an.

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Verschiedenes 

NABU: Eine Treckerbreite für den Insektenschutz

Krüger: Landwirtinnen und Landwirte können Soforthilfe leisten - Jeder Meter zählt - Aktionsprogramm Insektenschutz muss vom Leitfaden zum echten Gesetz werden

Berlin – Unter dem Motto „Eine Treckerbreite für den Insektenschutz“ will der NABU Bäuerinnen und Bauern für Erste-Hilfe-Maßnahmen für Bienen, Schmetterlinge und andere Sechsbeiner auf ihren Äckern und Wiesen gewinnen. Wenn in den über 266.000 landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland eine Treckerbreite nicht gemäht, gespritzt oder gedüngt wird, ist es ein Signal in Richtung umweltverträglichere Landwirtschaft. „Wir laden alle Bäuerinnen und Bauern ein, schon jetzt eine Treckerspurbreite für den Lebensraum von Insekten frei zu halten. Jeder Meter für Insekten zählt und ist ein Ausdruck der Dialogbereitschaft“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Landwirtinnen und Landwirte, die Platz für die Natur schaffen und Pestizide und Dünger reduzieren, müssen unterstützt und nicht bestraft werden.“

Am heutigen Mittwoch treffen sich auf Einladung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundesagrarministerin Julia Klöckner Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Naturschutz. Sie wollen über das im September von der Bundesregierung beschlossene Aktionsprogramm Insektenschutz diskutieren und den Dialog zu dessen Umsetzung führen. Neben der schnellen unbürokratischen Soforthilfe muss die Politik die richtigen Weichen stellen. „Hier erwartet der NABU, dass nach den vereinbarten politischen Ideen, jetzt auch konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Das aktuelle Programm ist ein Leitfaden und muss nun zügig zum echten Insektenschutzgesetz werden“, so Krüger weiter.

Kurzfristig wirksame Maßnahmen zum Insektenschutz können auch auf kommunalen Grünflächen und im Gartenbereich auf den Weg gebracht werden. Selbst Betrieben bietet sich die Möglichkeit, auf ihren Flächen Platz für die Natur zu schaffen. Der Verzicht auf Pestizide und Dünger sollte dabei eine Selbstverständlichkeit sein.

Nach aktuellen Studien ist die Biomasse an Fluginsekten selbst in Naturschutzgebieten in den vergangenen 30 Jahren um 70 Prozent zurückgegangen. Eine jüngst im Fachmagazin „Nature“ erschienene Studie eines internationalen Forscherteams zeigte, dass auch im Wald die Insektenmasse allein in den Jahren 2008 bis 2017 um 41 Prozent und die Vielfalt der Arten um 36 Prozent geschrumpft ist. Da überwiegend Insektengruppen betroffen waren, die weite Strecken zurücklegen, vermuten die Wissenschaftler eine Wechselwirkung zwischen der umgebenden Landwirtschaft und dem Lebensraum Wald.

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Verschiedenes 

CARLA CARGO

CARLA CARGO
(c) Carla Cargo

Amazon setzt in New York auf Lastenanhänger aus Freiburg

Amazon hat in diesem Jahr schon mehrere hundert Lastenanhänger des in Freiburg gegründeten Start-Ups CARLA CARGO erworben. Der weltweit größte Versandhändler setzt die innovativen Lastenanhänger in New York, USA, für die nachhalte Zustellung auf der letzten Meile ein. Mit dem Lastenanhänger CARLA gelingt es dem Konzern, in einer der größten Metropolen der Welt Waren innerhalb von zwei Stunden mit dem Fahrrad am städtischen Verkehrschaos vorbei auszuliefern.

"Wir sind begeistert, dass Amazon das Potential unseres Lastenanhängers direkt überzeugt hat, und bis zum Ende des Jahres mehrere hundert CARLAs in New York in der letzten Meile im Einsatz sein werden", sagt Markus Bergmann, Gründer und Geschäftsführer von CARLA CARGO. Und so kommt es, dass mittlerweile die weltweit größte Lastenanhänger-Flotte auf dem Broadway fährt. Mit den Lastenanhängern beliefert der zu Amazon gehörende Supermarkt Whole Foods New Yorker mit Bio-Lebensmitteln klimafreundlich und schnell. Inzwischen sind die Lastenanhänger auf den Straßen von Manhattan nicht mehr zu übersehen. Amazon setzt die CARLAs 14 Stunden an sieben Tagen die Woche für die Zustellung auf der letzten Meile in Manhattan ein.

Über CARLA CARGO
Das Anhängerkonzept von CARLA CARGO wurde 2015 gegründet, damit die solidarische Landwirtschaft in Freiburg ihr angebautes Gemüse klimafreundlich mit dem Fahrrad ausliefern kann. Die Lastenanhänger haben eine Ladefläche von 165 x 65 Zentimeter und können eine Last von bis zu 150 Kilogramm transportieren. Als elektrifizierte CARLA hat der Lastenanhänger einen eigenen Motor und Akku, damit kinderleicht auch große Reichweiten möglich sind. Das Konzept entwarf der aus Zwickau stammende Ingenieur Markus Bergmann. Vor vier Jahren gründete er im Freiburger Gründerzentrum Grünhof das Start-Up, das mittlerweile in Kenzingen produziert und dreizehn Mitarbeiter*innen beschäftigt. In der Anfangszeit waren ökologische Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland die ersten Kunden*innen von CARLA CARGO. Schnell wuchs aber auch die Nachfrage von Kurieren, Handwerkern und Micro-Unternehmern. Inzwischen zählen auch Unternehmen aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Schweden, Schweiz, Österreich, Slowakei, Irland, Luxemburg, Italien, Türkei und Großbritannien zu den Kunden*innen von CARLA CARGO.

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Verschiedenes 

Milliardenpaket für die Deutsche Bahn an Bedingungen knüpfen

Statement von Klaus Müller, Vorstand des vzbv, zu Staatsbeihilfen für die Bahn

Aus Sicht der Bahn-Konkurrenten Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) sowie mofair verstoßen die Staatsbeihilfen für die Bahn als Teil des Klimapakets gegen das Wettbewerbsrecht. Klaus Müller, Vorstand des Verbrauchzentrale Bundesverbands, kommentiert:

„Ziel des Klimapaketes ist es, Verkehr von der Straße und aus der Luft auf die Schiene zu verlagern. Die Bundesregierung sollte ihre Milliardenhilfen deshalb an klare Bedingungen knüpfen: Statt einer Kapitalerhöhung für den DB Konzern sollten die Steuergelder in einen transparenten Schienenfonds fließen. Damit wäre die diskriminierungsfreie Mittelverwendung im Sinne eines funktionierenden Wettbewerbs auf der Schiene gesichert und eine Kontrolle einfacher möglich. Zudem müssen Mitteleinsatz, Qualität und Kundenzufriedenheit unabhängig überprüft werden. Dazu sollte die Bundesregierung eine institutionelle Fahrgaststimme einrichten und fördern.“





Verschiedenes 

2019: Das Jahr, in dem die Konzerne "verschwanden"

2019 war das Jahr, in dem die Konzerne "verschwanden". Nicht die großen Auto-, Öl-, Kohle- und Atomkonzerne selbst bekämpfen die Energiewende, "Fridays for Future" und die CO2 Steuer, sondern ihre Vorfeldorganisationen und die "Initiative neue soziale Marktwirtschaft", die von der Industrie gut bezahlt wird. Wer in einigen Jahren die Gefahrzeitverlängerung von Kohle- und Atomkraftwerken durchsetzen will, der lässt heute die Windenergie (Abstandsregelung...) und die zukunftsfähigen Energien bekämpfen. Wenn 2019 die Windenergie und die Energiegewinnung in BürgerInnenhand gezielt auf ein Abstellgleis geleitet werden, dann hat das auch mit dem erfolgreichen Wirken von gut getarnten neoliberalen und rechten Netzwerken, Bürgerinitiativen und den anderen Vorfeldorganisationen der Konzerne zu tun.

Bayer/Monsanto, Syngenta, Gen-Lobby & Co. sehen ihre Profitinteressen durch das Agrarpaket und das Volksbegehren Artenschutz massiv gefährdet. Sie treten aber psychologisch geschickt nicht selber auf, sondern schicken gezielt den gut getarnten Lobbyisten Bauer Willi vor. Hinter den "Grünen Kreuzen" steht eigentlich eine bundesweite Kampagne "Schützt die Bauern durch ein Ja zum Gift und zur Massentierhaltung". Diese Zielrichtung der "Grüne-Kreuz-Kampagne" missbraucht die berechtigten Sorgen der Landwirtschaft und ist die bestorganisierte PR-Aktion der Agro-Chemie-Lobby seit Jahrzehnten.

Auch die weltweite Atomlobby schiebt gelenkte Bürgerinitiativen vor. Am 20. Oktober 2019 gab es weltweit Aktionen der gut getarnten Atom-Lobbyisten der "Nuclear Pride Coalition". Unter dem Motto »Stand up for nuclear« (Aufstehen für Kernenergie) hat die Lobby "Fridays for Future" gespielt.

Zwei Urteile schwächten 2019 die sozialen Bewegungen und stärkten die industrienahen Lobbyverbände. Dem mehr als gemeinwohlorientierten Verband Attac wurde die Gemeinnützigkeit entzogen und gleiches geschah auch der Kampagnenorganisation Campact. Die aggressiven Klimawandelleugner von EIKE und die Lobby- "Inititative Neue Soziale Marktwirtschaft", die schrecklich erfolgreich gegen die Energiewende, gegen erneuerbare Energien und gegen die CO2 Steuer kämpfen, sind selbstverständlich weiterhin zumindest formal gemeinnützig. Diese Urteile sind Urteile gegen den gemeinwohlorientierten Teil der Zivilgesellschaft.

Umweltbewegung und Medien denken häufig noch in den Kategorien der "alten, großen Umweltkonflikte" der letzten Jahrzehnte, doch die Durchsetzungsstrategien der Konzerne haben sich verändert.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

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Verschiedenes 

Starker Gegenwind für Altmaiers Windkraft-Pläne

Über 115.000 Menschen unterzeichnen gegen Abstandsregeln

Berlin/Verden, 17. November 2019. Die Empörung über neue Hürden für den Windkraft-Ausbau schlägt weiter hohe Wellen. Schon über 115.000 Menschen haben den Campact-Appell an Bundesumweltministerin Schulze sowie an die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder unterschrieben. Sie verlangen, dass der Weg für 100 Prozent Erneuerbaren Strom in Deutschland geebnet und nicht versperrt wird.

“Die Menschen sind doppelt enttäuscht: erst das mickrige Klimapäckchen und jetzt auch noch Wirtschaftsminister Altmaier, der die Windkraft abwürgen will. Es reicht,” sagt Christoph Bautz, geschäftsführender Campact-Vorstand. Im Detail geht es um die von der Bundesregierung geplante Vorschrift, wonach Windräder mindestens 1000 Meter von Wohnbebauung entfernt sein müssen. Der Gesetzentwurf von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht vor, dass das ab mehr als fünf Häusern gelten soll und auch für Häuser, die erst noch gebaut werden könnten.

“Das ist der Ausstieg aus der Windkraft”, so Bautz. “Laut Umweltbundesamt würde das die Plaungs- und Bauflächen um 50 Prozent reduzieren. Energiewende geht anders.” Das Gesetz sollte ursprünglich Montag vom Kabinett beschlossen werden. Die Umweltministerkonferenz hat diese Regelung am Freitag bereits abgelehnt, vom Tisch ist sie bisher aber nicht.

Schon jetzt steckt der Ausbau der Windenergie in Deutschland in einer schweren Krise. So sieht der Windanlagenbauer Enercon mindestens 3.000 der 12.000 Jobs des Unternehmens bedroht. Aber nur mit weit mehr Wind- und Solarstrom kann Deutschland schnell aus Kohle, Öl und Gas aussteigen und 120.000 Arbeitsplätze in der Windbranche erhalten. Das ist auch für den globalen Klimaschutz entscheidend. Doch dass die Politikerinnen und Politiker auf dem nächsten Weltklimagipfel (COP25 in Madrid) sich mutig für Wind und Sonne aussprechen und gegen fossile Energien, ist nicht zu erwarten. Daher unterstützt Campact den nächsten globalen Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung am 29.11., der kurz vor Beginn der COP25 den Druck erhöhen soll.

Informationen zum Klimastreik am 29.11. online ...

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Verschiedenes 

Der Fachkongress zum Wassermangel im Südschwarzwald – ein voller Erfolg!

Der Fachkongress zum Wassermangel im Südschwarzwald – ein voller Erfolg!
Foto: Veranstalter

Freiburg, 14.11.2019: Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte sowie Wasserversorger waren sich einig: Es braucht anstelle eines reaktiven Katastrophenmanagements eine vorausschauende Anpassung.

Über 90 Teilnehmer kamen zum Fachkongress „Trockenheit und Wassermangel als Folge des Klimawandels“ am 13.11.2019 ins Kurhaus Hinterzarten. Die Veranstalter, der fesa e.V. und die Energieagentur Regio Freiburg, haben gezielt Akteure aus Gemeinden und Kommunen eingeladen, um die Dringlichkeit der wasserbezogenen Klimawandelfolgen zu verdeutlichen und gemeinsam mit ihnen Handlungsstrategien zu erarbeiten. Dieser Herausforderung kann nur gemeinsam begegnet werden, weshalb ebenso der Austausch und die Vernetzung im Vordergrund standen.

Dass dies notwendig ist, wurde während der Fachbeiträge eindringlich vermittelt: Die Folgen des Klimawandels sind immer deutlicher wahrzunehmen. Besonders
betroffen ist der Südschwarzwald – eine Tatsache, die Außenstehenden nicht sofort klar ist. Ausgetrocknete Böden und sinkende Wasserpegel machen dem Wald, ganzen Ökosystemen und der Landwirtschaft zu schaffen.

Wenn Quellen versiegen

Roland Schöttle, Geschäftsführer Naturpark Südschwarzwald, Prof. Dr. Hartmut Fünfgeld, und Prof. Dr. Kerstin Stahl, Universität Freiburg, gewährten einen Einblick in die globale und ökologische Situation und in die damit verbundene Vulnerabilität der Gemeinden und Kommunen. Diese stehen vor der drängenden Frage, wie sie ihre Wasserversorgung dauerhaft sicherstellen können. Erfahrungsberichte der Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner aus Fröhnd, verdeutlichten, wie ihre Wasservorräte 2018 gerade noch, buchstäblich bis auf den letzten Tropfen, ausreichten. „Dank Fördergeldern einfach nur Wasser auf die Viehweiden karren zu lassen, ist keine dauerhafte Lösung“, so waren sich die Teilnehmer einig.

Förderung und Finanzierung

Der Kongress lieferte mit interaktiven Workshops weitere Handlungsmöglichkeiten und es wurde viel Gelegenheit für eigene Ideen und Initiativen geboten. Nicht zuletzt geht es bei allen Vorhaben um finanzielle Investitionen: Hierzu informierten Dr. Ellinor von der Forst (LUBW) und Thomas Eser (Regierungspräsidium Freiburg).

Wie soll der Bürger sensibilisiert werden?

Die Bürgermeisterin aus Freiamt, Frau Reinbold-Mench, weiß, dass ein Artikel im Mitteilungsblatt nicht reicht. Gute Erfahrungen macht sie beispielsweise mit der Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen. Des Weiteren wurden als konkrete Schritte unter anderem mehr öffentliche Veranstaltungen, gezielte Pressearbeit oder Bildungsmöglichkeiten wie Wasserlehrpfade diskutiert. Jeder müsse zu einer Art Multiplikator werden. Es wurde aber auch betont, dass die heutige Anspruchshaltung, Wasser habe immer, überall und für alle Zwecke zur Verfügung zu stehen, ebenfalls hinterfragt werden müsse.

Zahlreiche Länder, auch bei uns in Mitteleuropa, liefern nicht annähernd sauberes Trinkwasser aus dem Hahn, wie es in Deutschland weitgehend der Fall ist. „Wir bekommen 1000 Liter reinstes Wasser für durchschnittlich zwei Euro. Ich habe seit heute wieder eine ganz andere Wertschätzung dafür, was wir hier, gerade in unseren Schwarzwälder Quellen, eigentlich haben“, so das Fazit der Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner aus Fröhnd.

Der fesa e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 1993 für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und für die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Er leistet Umweltbildungsarbeit in der Erwachsenenbildung sowie an Schulen und schafft Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Verbänden.

Die Energieagentur Regio Freiburg ist seit 1999 direkter Ansprechpartner für die Kommunen in der Regio.







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