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Verschiedenes 

NABU: Klimapaket jetzt auch offiziell bestätigt nur ein Klimapäckchen

Krüger: Bundesregierung muss dringend nachsteuern

Berlin, 5-3-2020 – Die von der Bundesregierung beauftragten und heute bekannt gewordenen Gutachten zur Wirksamkeit des Klimaschutzprogramms bestätigen den Verdacht des NABU, dass die Maßnahmen zum Erreichen der Klimaschutzziele, insbesondere in den Bereichen Verkehr und Landwirtschaft, nicht ausreichen.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Verkehrsminister Scheuer ist der oberste Klimaschutzverhinderer der Republik. Gegen den Rat aller Fachleute, aber auch Teile der Wirtschaft und Zivilgesellschaft, stemmt er sich gegen alles, was die Privilegien des Autoverkehrs sinnvoll einschränken würde. Auch besonders kosteneffiziente und wirkungsvolle Instrumente, wie ein generelles Tempolimit, boykottiert er. Dadurch kommt auch die Entwicklung der Elektromobilität nur schleppend voran, die durch fortbestehende Marktverzerrung zugunsten fossiler Kraftstoffe und das überholte Mantra der Technologieoffenheit erheblich ausgebremst wird. So wird aus dem klimapolitischen Versagen des Verkehrsministers eine industriepolitische Katastrophe für den Standort Deutschland.“

„An zweiter Stelle der Klimaschutzverhinderer steht Landwirtschaftsministerin Klöckner. Die notwendigen Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen werden immer noch nicht angepackt, obwohl klar ist, dass ein Ende der Agrarsubventionen für klimaschädliche Nutzung von Moorböden und der Verbot von weiterer Entwässerung enorme Mengen CO2 einsparen könnten. Eine Reduzierung der Tierbesatzdichten würde nicht nur die Treibhausgasemissionen deutlich senken, sondern auch helfen, enorme EU-Strafen wegen der Nitratbelastung von Böden und Grundwasser zu vermeiden.“

„Auch im Gebäudesektor sieht es nicht besser aus: Notwendige Effizienzmaßnahmen werden auf die lange Bank geschoben und der Ausbau der erneuerbaren Energien hakt. Um die Pariser Klimaschutzziele im Blick zu behalten, muss das Klimakabinett erneut einberufen werden, um schnell nachzusteuern.“








Verschiedenes 

Karlsruhe: Baumpatenschaften auf Streuobstwiesen

Praktische Pflegeanleitungen für Familien in Grötzingen

Die vom Ortschaftsrat Grötzingen im letzten Jahr signalisierte Bereitschaft, eine Initiative zur Pflege von Obstbäumen auf Streuobstwiesen bei der Grundstückssuche zu unterstützen, könnte nun zur Umsetzung kommen.

Mit Andreas Siegele vom Obst-, Wein- und Gartenbauverein Grötzingen wurde ein kompetenter Partner gefunden, der interessierten Familien die praktische Seite der Pflege näherbringen möchte. Im November soll in einer gemeinsamen Aktion mit der Grünen Liste Grötzingen das Bäume pflanzen gezeigt und geübt werden. Die weiteren Arbeiten, wie Bäume schneiden, Wiese mähen und Obst ernten, sind im darauffolgenden Jahr vorgesehen.

Finden sich genug Familien, die dauerhaftes Interesse an der Pflege von Obstbäumen auf einer Streuobstwiese haben, wird die Ortsverwaltung bei der Suche nach einem Grundstück helfen. "Es sind natürlich nicht nur Geburten, die zum Pflanzen eines Baumes animieren, sondern auch andere persönliche Anlässe. Jeder Baum, der gepflanzt oder gepflegt wird, ist ein Gewinn", hofft Ortsvorsteherin Karen Eßrich auf das Zustandekommen der Initiative.

Interessierte wenden sich per E-Mail an die Ortsverwaltung Grötzingen unter groetzingen@karlsruhe.de.





Veranstaltungen 

Waldpädagogik-Tagung 2020

Waldpädagogik-Tagung 2020
Ökostation Freiburg (c) Ökostation

am 13.03.2020 von 09:30 bis 10:00
in der Ökostation Freiburg
 
Bundesweite SDW-Waldpädagogik-Tagung 2020 Waldbezogene Umweltbildung im Kontext von Digitalisierung und Urbanisierung

Zum Thema Biodiversität in der Stadt bietet die Ökostation eine sog. "Praxis-Projekt-Insel" Freiburg blüht auf - bluehende Baumscheiben" an.
2020 beschäftigt sich die Waldpädagogiktagung mit den Themen Digitalisierung und Urbanisierung. Denn: Waldbezogene Umweltbildung findet im gesellschaftlichen Kontext statt. Aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Fragestellungen betreffen auch waldpädagogische Angebote. Was kann der Wald für diese Themen bieten? Wie können/sollten Angebote gestaltet werden, um einen Beitrag zur Gesellschaftsentwicklung zu leisten? Solche und ähnliche Fragestellungen werden auf der Fachtagung aufgeworfen und diskutiert.
Der Flyer steht hier: www.oekostation.de/docs/Waldpadagigiktagung_2020.pdf
Veranstaltungsort: Waldhaus Freiburg, Wonnhaldestraße 6, 79100 Freiburg
Den anktuellen Programmflyer finden Sie hier.
Anmeldung: Freiburg Convention Bureau, Kerstin Schultheis, Tel.: +49 761 3881-1516, E-Mail: groups@fwtm.de
105.00 € / TeilnehmerIn
85.00 € für SDW-Mitglieder

Anmeldung unbedingt erforderlich! 

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Veranstaltungen 

Mooswälder Backtag im März

am 11.03.2020 von 17:00 bis 19:00
in der Ökostation Freiburg
 
Jeden zweiten Mittwoch im Monat ist Backtag im Stadtteil Mooswald! Die Ökostation Freiburg heizt den Holzofen im Haus kräftig ein und zwischen 17 und 20 Uhr kann der eigene mitgebrachte Brotteig verfeinert, geknetet und gebacken werden.
Betreuung: Antje Cybulla
Geeignet für Familien mit Kindern ab 7 Jahren. Für Teilnehmende ohne eigenen Brotteig bietet die Ökostation jeweils frisch gemahlenes Getreide + Vorteig am Vortag gegen Spende an.

Anmeldung unbedingt erforderlich! 

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Verschiedenes 

NABU: EU-Kommission zückt stumpfes Schwert im Kampf gegen Klimawandel

Krüger: Kommission verkennt die Bedeutung gesunder Wälder, Moore und Meere für den Klimaschutz

Berlin/Brüssel,4.3.2020 – Das am heutigen Mittwoch vorgestellte EU-Klimagesetz kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Mit ihrem Klimagesetz zückt die EU-Kommission leider ein stumpfes Schwert. Richtig und wichtig ist, dass die EU bis 2050 klimaneutral werden soll und die Messlatte dazu alle fünf Jahre höher gelegt wird. Doch Papier ist bekanntlich geduldig: Hehre Ziele bringen nichts, wenn die Resultate ausbleiben.

Fatal ist, dass die Kommission bisher komplett verkennt, wie wichtig gesunde Wälder, Moore und Meere für den Klimaschutz sind. Als Treibhaussenken sind sie unsere natürlichen Verbündeten im Kampf gegen die Erderhitzung, sie müssen wiederhergestellt und wirksam geschützt werden. Ohne den Fokus auf diese natürlichen Senken wird uns das Gesetz nicht auf einen 1,5-Grad-Pfad bringen.

Wichtig ist jetzt auch Schnelligkeit: Je eher alle Länder beginnen wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen, desto mehr Spielraum haben wir in den kommenden Jahrzehnten. Doch leider fehlt im Gesetz ein Mechanismus, der die Länder zu Sofort-Maßnahmen zwingt. Entscheidend ist daher auch, dass die Kommission schon im Juni beschließt, bis 2030 bestenfalls 65 Prozent der Treibhausgase im Vergleich zu 1990 einzusparen.“





Verschiedenes 

Sieben Tage sind Zugvögel im Durchschnitt früher wieder da

Seit 1959 ist die Ankunft der Zugvögel in Europa und Nordamerika wegen des Klimawandels nach vorne gerückt

Berlin, 4.3.2020 – Alle Vögel sind schon früher da: Verglichen mit 1959 fliegen Zugvögel in Europa und Nordamerika im Schnitt eine Woche früher in ihre Brutgebiete zurück. Das hat eine Auswertung von Vogelbeobachtungsdaten ergeben, die in der Fachzeitschrift „Ecological Indicators“ erschienen ist. Grund für die frühere Rückkehr ist der Klimawandel: Je höher die Frühlingstemperaturen, umso früher starten die Vögel ihre Rückreise nach Norden.

Einzelne Arten sind besonders zeitig dran. So fliegen Mönchsgrasmücke und Zilpzalp durchschnittlich 19, beziehungsweise 17 Tage früher in ihr Brutgebiet als noch vor gut 60 Jahren.

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Verschiedenes 

NABU: Kriegsmunition in Nord- und Ostsee muss naturverträglich geborgen werden

Krüger, Lemke und Schwabe fordern nationale Strategie von Bund und Ländern

Berlin, 4.3.2020 – Bei einem Parlamentarischen Frühstück zum Thema Altlasten in Nord- und Ostsee haben NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger, Grünen-Politikerin Steffi Lemke und SPD-Politiker Frank Schwabe eine nationale Strategie von Bund und Ländern gefordert, um die Kriegsmunition schnell und sicher zu bergen.

Krüger, Lemke und Schwabe hatten mit 30 Vertretern aus Politik, Behörden und Wissenschaft erörtert, welche Gefahren für Mensch und Umwelt durch die bis zu 1,6 Millionen Tonnen Kriegsaltlasten in unseren Meeren bestehen. Erst im November 2019 hatte die Umweltministerkonferenz in einem Beschluss gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern gefordert, um die Altlasten aus zwei Weltkriegen in Nord- und Ostsee zu beseitigen.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „75 Jahre nach Kriegsende korrodieren Munitionshüllen und entlassen riesige Mengen krebserregender Schadstoffe ins Meer. Diese können beim Verzehr von Fisch auch auf unseren Tellern landen. Wir müssen jetzt so schnell wie möglich die erste naturverträgliche Bergungskampagne starten. Die Kapazitäten für die Verbrennung oder gezielte Detonation von Altmunition über Wasser müssen dringend ausgebaut werden. Es ist Zeit für eine gemeinsame nationale Strategie von Bund und Ländern für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem gefährlichen Erbe zweier Weltkriege.“

Steffi Lemke (Grüne): „Bisher fehlt es Bund und Ländern an einer Strategie und naturverträglichen Verfahrensweisen im Umgang mit Munitionsaltlasten in der gesamten Nord- und Ostsee. Ich fordere alle Beteiligten auf, in einem anstehenden Abstimmungsverfahren zwischen Bund, Behörden und Ländern, Fragen der nord- und ostseeweiten Bergung von Munitionsaltlasten zu klären und die Bergung systematisch anzugehen. Dafür sind zusätzliche Finanzmittel des Bundes und eine bessere technische Ausstattung der Behörden unabdingbar.“

Frank Schwabe (SPD): „Bei den Munitionsaltlasten in den Meeren handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine tickende Zeitbombe. Das Thema wird mit Macht auf die Tagesordnung drängen und ist ein nationales wie internationales Problem. Bund und Länder müssen jetzt Zuständigkeiten klären und Untersuchungen sowie Bergung mittelfristig organisatorisch und finanziell regeln.“

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Verschiedenes 

Erstes genossenschaftliches Solarstrom PPA

Erstes genossenschaftliches Solarstrom PPA
Der Solarpark der EGIS eG im niederbayerischen Unterdietfurt / Foto: MaxSolar

Solarpark kommt ohne EEG-Förderung aus

Am Dienstag, den 3. März 2020, schlossen zum ersten Mal zwei Genossenschaften ein solares Power Purchase Agreement, kurz PPA. Der Energieversorger EWS Elektrizitätswerke Schönau eG und die Energiegenossenschaft InnSalzach eG unterzeichneten das PPA für die direkte Lieferung von Solarstrom feierlich im Rahmen des Bundeskongresses Genossenschaftliche Energiewende in Berlin.

Neuer Solarpark mit 4,3 Megawatt Peak

Der Stromabnahmevertrag der EWS eG mit der EGIS eG gilt als neues Vermarktungsinstrument und regelt den Stromverkauf direkt zwischen Erzeuger und Abnehmer. Produziert wird der Strom vom neu errichteten Solarpark der EGIS eG im niederbayerischen Unterdietfurt. Die Gesamtleistung der Anlage beträgt knapp 4,3 MWp. Im Oktober 2019 erfolgte der Netzanschluss des Solarparks. Für den Stromabnahmevertrag gilt bis Ende 2024 ein vertraglich vereinbarter Vermarktungspreis.

Entwickelt und schlüsselfertig übergeben hat das Projekt für die EGIS eG der Ingenieursdienstleister MaxSolar GmbH aus dem oberbayerischen Traunstein. MaxSolar zählt bei der Markterprobung von Power Purchase Agreements in Deutschland zu den wenigen Vorreitern.

Meilenstein der bürgergetragenen Energieversorgung

«Mit diesem Vertrag begeben wir uns gemeinsam mit der EWS Schönau auf den Weg der Zukunft», zeigt sich der Vorstandsvorsitzende der EGIS eG Pascal Lang überzeugt. Der ökologische Energieversorger EWS eG sieht die Zusammenarbeit mit der EGIS eG als einen wichtigen Schritt für die Realisierung von Erneuerbaren-Energien-Projekten ohne staatliche Förderung. «Für die EWS eG ist dieser Vertrag ein Meilenstein. Gemeinsam entwickeln wir die bürgergetragene Energieversorgung der Zukunft weiter», sagt EWS-Vorstandsmitglied Armin Komenda.

Von vielen Branchenkennern wird erwartet, dass zukünftig immer häufiger Projekte im Photovoltaik- und Windbereich auf Basis von PPAs finanziert beziehungsweise betrieben werden. Auch wird dies sicherlich ein Thema für viele Bestandsanlagen sein, die in den kommenden Jahren aus der EEG-Förderung fallen werden.

Zur Energiegenossenschaft InnSalzach eG (EGIS eG)

Die EGIS eG ist ein Zusammenschluss vieler Bürger, Kommunen und Unternehmen in und außerhalb der Region Inn-Salzach. 2013 gegründet, hat sie mittlerweile knapp 1.000 Mitglieder und 14 Projekte deutschlandweit umgesetzt. Darunter mit 8,7 MWp das größte Bürgerenergie-Solarprojekt Deutschlands im Jahr 2015 und 2016 die zweitgrößte PV-Dachanlage Europas mit über 4 MWp installierter Leistung auf einem Logistikzentrum. Daneben realisiert die Genossenschaft besondere Projekte wie Carportanlagen und eine neuartige PV-Lärmschutzwand, für die die EGIS eG mehrfach ausgezeichnet wurde.

zum Bild oben:
Der Solarpark der EGIS eG im niederbayerischen Unterdietfurt (Foto: MaxSolar). Die Stromproduktion des Solarparks mit 4,3 Megawatt Peak fließt vollständig in das Stromportfolio der EWS.

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