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Verschiedenes 

NABU begrüßt Pläne der Kreuzfahrtreederei MSC, klimaneutral werden zu wollen

Miller: Branche hat aber weiter großen Nachholbedarf beim Klimaschutz

Berlin/Hamburg – NABU-Bundesgeschäftsführers Leif Miller zur heutigen Ankündigung des Kreuzfahrtanbieters MSC Cruises, künftig klimaneutral sein zu wollen:

„Wir begrüßen die Entscheidung des Kreuzfahrtanbieters MSC, freiwillig Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen und die Entwicklung emissionsfreier Antriebe aktiv voranzutreiben. Freiwillige Maßnahmen einzelner Anbieter dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin erheblicher Regulierungsbedarf besteht, um die Schifffahrt insgesamt auf Klimaschutzkurs zu bringen. Nach wie vor hat die Schifffahrt ein massives Emissionsproblem. Auch Kompensationsmaßnahmen, die zunächst noch die entstehenden Treibhausgasemissionen ausgleichen sollen, sind dauerhaft kein geeignetes Mittel, effektiven Klimaschutz zu betreiben. Solche Vorstöße sind aber die Messlatte, an der sich die Branche orientieren muss.“








Verschiedenes 

Flusspferd im Zoo Karlsruhe geboren

Flusspferd im Zoo Karlsruhe geboren
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Jungtier wiegt etwa 50 Kilogramm / Tierpfleger nennen es Halloween

Es gibt Nachwuchs bei den Flusspferden im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe. Am 31. Oktober hat Kathy in der Nacht nach acht Monaten Tragezeit ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Die Tierpfleger haben dem Kleinen passend zum Datum den Namen Halloween gegeben. In den ersten Tagen nach der Geburt war das Dickhäuterhaus geschlossen, um Mutter und Jungtier etwas Ruhe zu gönnen. Ab heute (5. November) Nachmittag ist Halloween auch für die Zoogäste zu sehen.

Begeisterung über erfolgreiche Nachzucht

"Wir sind begeistert, dass es mit der Nachzucht geklappt hat und dass das Kleine sich in den ersten Tagen gut entwickelt hat", freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. "Halloween trinkt regelmäßig bei Kathy. Sie macht das als erfahrene Mutter sehr gut", berichtet Robert Scholz, Revierleiter im Dickhäuterhaus. Dazu legt sich die 1,8 Tonnen schwere Kathy im flachen Wasser leicht auf die Seite, das Jungtier taucht und trinkt so unter Wasser. Anschließend kommt es zum Atmen wieder an die Oberfläche.

Ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt, ist noch nicht klar. Kathy lässt den Nachwuchs derzeit jedenfalls nicht aus den Augen, das Kleine darf sich kaum mehr als einen Meter von der Mutter entfernen. Ganz selten geht Halloween allerdings auch kurz aus dem Wasser, macht wenige Schritte auf dem Landteil, um dann sofort wieder zur Mutter ins Wasser zu kommen. Vater Platsch bleibt die kommenden Monate getrennt. Zu groß wäre das Risiko, dass er versuchen würde, Kathy wieder zu decken und dann das Jungtier, das direkt bei seiner Mutter ist, zerdrückt würde.

Das Jungtier ist aktuell etwa 50 Kilogramm schwer, während es ausgewachsene Männchen auf deutlich mehr als drei Tonnen bringen können. Gesäugt wird der Nachwuchs sechs bis acht Monate. In dieser Zeit beginnt das kleine Flusspferd aber auch schon recht früh, zusätzlich Heu, Gras oder andere feste Nahrung zu sich zu nehmen.

Kathy und Halloween bleiben vorerst im Innengehege

"Kathy und Halloween bleiben bis zum Frühjahr im Innengehege, Platsch kann an schönen Tagen weiterhin das Außenbecken nutzen", erläutert Scholz. Dies ist trotz kühlerer Lufttemperaturen möglich, da dieses Jahr eine Heizung auf Solarthermie-Basis eingebaut wurde. Im kommenden Frühjahr werden dann alle drei Flusspferde gemeinsam die Außenanlage nutzen können.

Auch der nächtliche Gang über die große Elefantenanlage ist dann möglich. Diese wurde als Wechselgehege konzipiert, um den Flusspferden, die hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv sind, mehr Platz zu ermöglichen, wenn die Elefanten am späten Nachmittag ins Haus gebracht werden. Bei der Planung wurde bereits berücksichtigt, dass im unteren Bereich der Begrenzung mehr Stahlseile eingezogen wurden, um so die Anlage auch ausbruchsicher für ein Flusspferdjungtier zu gestalten.

Flusspferde werden nicht häufig in deutschen Zoos gehalten, insgesamt sind es nur sechs Einrichtungen, die diese beeindruckenden Tiere pflegen. In Baden-Württemberg ist Karlsruhe der einzige Zoo mit Flusspferden. "Umso mehr freuen wir uns, dass wir jetzt wieder ein Jungtier haben. Ich bin mir sicher, Halloween wird ein Besucherliebling", betont Reinschmidt.

zum Bild oben:
Halloween bleibt immer ganz eng bei seiner Mutter.
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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Verschiedenes 

Zahl des Monats: 360.000 Handys für die Havel

Der NABU sammelt weiter alte Smartphones - aber jetzt für den Insektenschutz

Berlin – Rund 360.000 ausgediente Handys hat der NABU seit 2006 in ganz Deutschland mit dem Projekt „Alte Handys für die Havel“ gesammelt. Der NABU erhält für die Handys eine jährliche Spende von Telefonica, abhängig vom Erlös aus Recycling und Wiederverwendung. Bis März 2019 kam das Geld der Renaturierung der Havel zugute. Insgesamt waren das über 835.000 Euro. Alte Mobilgeräte werden aber weiterhin gesammelt, jetzt fließt der Erlös in den NABU-Insektenschutzfonds. Damit werden beispielsweise Ackerflächen und Wiesen durch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe gekauft und als Lebensraum für Insekten gesichert.

Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom schlummern mehr als 105 Millionen alte Handys und Smartphones ungenutzt in deutschen Schubladen. Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen oder an illegale Händler zu geben, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten. Im Vordergrund steht für den NABU die Wiederaufbereitung und – falls erforderlich – Reparatur inklusive Austausch von Ersatzteilen von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer eines Handys oder Smartphones zu erhöhen. Eine Verlängerung der Nutzungsdauer spart pro Gerät 58 Kilogramm CO2 und 14 Kilogramm Ressourcen.

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Verschiedenes 

Karlsruhe: Totes Holz und neues Leben im Wald

Karlsruhe: Totes Holz und neues Leben im Wald
Totholz im Karlsruher Stadtwald / Foto: Forstamt/Stadt Karlsruhe

Forstamt fördert natürlichen Kreislauf und greift wo nötig ein

Totes Holz ist eine wichtige Lebensgrundlage für viele Tier- und Pflanzenarten und vor allem auch für Pilze. Als ein wichtiger Baustein im Ökosystem fördert es Artenvielfalt und Biodiversität. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Karlsruhe schon 2009 dazu entschlossen, das Alt- und Totholzkonzept im Karlsruher Stadtwald umzusetzen. In Zusammenarbeit mit Vertretungen des amtlichen Naturschutzes und von Naturschutzverbänden legte das Forstamt 20 Flächen fest, die der natürlichen Entwicklung überlassen werden sollen. Zusätzlich wurden mittlerweile über 80 Baumgruppen gekennzeichnet und erfasst, die so lange stehen bleiben dürfen, bis sie von selbst zusammenbrechen. Dass dieses Konzept erfolgreich umgesetzt wird, zeigt die letzte Waldinventur: Sie hat ergeben, dass im Karlsruher Stadtwald 44 Festmeter Totholz pro Hektar vorhanden sind. Das liegt deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 33 Festmetern pro Hektar.

Verjüngung und Nachpflanzungen

Genauso wichtig für den natürlichen Kreislauf wie das tote Holz ist die neue Baumgeneration. In großen Teilen des Stadtwaldes wächst sie von selbst, das heißt, der Wald verjüngt sich auf natürliche Weise. An anderen Stellen müssen Mitarbeitende des Forstamts nachhelfen und neue Bäume pflanzen. Durch die Trockenheit 2018 und verschiedene Baumkrankheiten sind auch freie Flächen entstanden. Die Forstleute beobachten, wo sich der Wald natürlich wieder entwickelt und wo man ihm helfen muss. Ein Grund für das Eingreifen ist, dass nicht einheimische Pflanzen, sogenannte Neophyten überhand nehmen und verhindern, dass die Samen der Bäume keimen und anwachsen können. Gepflanzt werden Baumarten, die mit Trockenheit und Hitze gut zurechtkommen wie Eichen und Esskastanien.

Von Krankheiten zerstörte Bäume werden entfernt

Leider machen dem Wald und den Bäumen auch Krankheiten zu schaffen, die eingeschleppt wurden und gegen die die heimischen Bäume kaum Abwehrstoffe haben. Hierzu gehört das Eschentriebsterben. Ein aus Ostasien stammender Pilz ist dafür verantwortlich, dass in ganz Mitteleuropa Eschen großflächig absterben. Vornehmlich betroffen sind junge Eschenbestände. Das ist für den Wald und die Forstleute besonders schwierig, weil dann die junge Waldgeneration fehlt und noch keine natürliche Verjüngung vorhanden ist. Einige dieser Flächen werden in diesem Winter frei gemacht. Dafür werden die abgestorbenen Eschen mit einer Forstmaschine, einem sogenannten Harvester, aus dem Wald entnommen. Die große Maschine ist notwendig, weil die Bäume extrem brüchig und umsturzgefährdet sind, so dass es zu gefährlich wäre, sie mit der Motorsäge zu fällen. Die freien Flächen werden mit verschiedenen Laubbaumarten bepflanzt. Sie sollen sich zu einem artenreichen Laubmischwald entwickeln, der aufgrund seiner Vielfalt robust gegenüber Klimaveränderungen ist. Die Pflanzungen finden im kommenden Frühjahr statt. Sie werden mit Fördermitteln des Landes unterstützt.

zum Bild oben:
Die jüngste Waldinventur hat ergeben, dass im Karlsruher Stadtwald 44 Festmeter Totholz pro Hektar vorhanden sind / Foto: Forstamt/Stadt Karlsruhe





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NABU: Auch im Wald verschwinden die Insekten

Kowalski: Keine Pestizide mehr im Wald einsetzen, Flächen aus der Nutzung nehmen, Biodiversitätsforschung fördern

Berlin – Seit der weltweit beachteten „Krefelder Insektenstudie“ ist bekannt, dass der Bestand an Fluginsekten selbst in Naturschutzgebieten in den letzten 30 Jahren um 70 Prozent zurückgegangen ist. Eine jetzt im Fachmagazin „Nature“ erschienene Studie eines internationalen Forscherteams zeigt, dass auch im Wald die Insektenmasse allein in den Jahren 2008 bis 2017 um 41 Prozent und die Vielfalt der Arten um 36 Prozent zurückgegangen ist. Die Forscher stellten fest, dass vorwiegend Insektengruppen schwanden, die weite Strecken zurücklegen. Sie vermuten eine Wechselwirkung zwischen der umgebenden Landwirtschaft und dem Lebensraum Wald.

Der NABU nimmt die Forschungsergebnisse sehr ernst und fordert Insekten-Schutzprogramme auch für den Wald. „Dabei darf es nicht nur um Einzelinitiativen handeln – wir brauchen eine völlig andere Naturschutz- und Waldnutzungspolitik“, fordert Heinz Kowalski, waldpolitischer Sprecher des NABU. Vor allem der Staatswald, aber auch der Gemeinde- und Kirchenwald müssten sofort beginnen, keinerlei Pflanzenschutzmittel mehr einzusetzen. Kowalski: „Außerdem müssen wir insgesamt zehn Prozent der Wälder aus der wirtschaftlichen Nutzung nehmen und möglichst viele natürliche Strukturen auch im Wirtschaftswald erhalten und fördern. So gewährleisten wir eine hohe Vielfalt an potenziellen Lebensräumen für Insekten.“

Die Situation des Waldes in Deutschland schätzt der NABU als sehr kritisch ein. Von der Temperaturerhöhung und den immer noch bestehenden Nadelholz-Monokulturen haben in den vergangen Jahren einige spezialisierte Insektenarten wie der Fichtenborkenkäfer oder die Nonne profitiert. Um diese naturfernen Forste gegen diese Massenvermehrung zu schützen, werden sie meist mit Kontakt- und Nervengiften behandelt. Keines der eingesetzten Pestizide wirkt dabei ausschließlich selektiv. Es werden immer auch Insekten geschädigt, die nicht Ziel eines Gifteinsatzes sind. Kurz- und langfristig werden die komplexen Waldökosysteme so durcheinander gebracht.

„Wenn wir jetzt nicht sofort handeln, haben wir bald im Wald die gleiche schlechte Situation wie in den landwirtschaftlichen Flächen“, so Kowalski „Wir brauchen die Insekten als Bestäuber und als Teil eines vielfältigen Netzwerks um langfristig stabile Ökosysteme gerade im Rahmen des Klimawandels zu fördern.“

Um mehr Erkenntnis zum ökologischen Zustand der Wälder und der Entwicklung der Insektenvielfalt im Wald zu bekommen, fordert der NABU bereits seit vielen Jahren, dass neben den Vögeln auch Insekten und Pilze in das bundesweite Biodiversitätsmonitoring aufgenommen werden, zum Beispiel bei der alle zehn Jahre stattfindenden Bundeswaldinventur.

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Fessenheim Stilllegung und sechs neue französische AKW?

Fessenheim Stilllegung und sechs neue französische AKW?
Quelle: BUND Südl. Oberrhein

Die beiden Uralt-Reaktoren in Fessenheim werden jetzt wohl ziemlich sicher im Jahr 2020 abgestellt. Nach der Abschaltung und der Entleerung der gefährlichen Abklingbecken kommen für die Umweltbewegung "die Mühen der Ebene". Es ist ärgerlich, dass die EDF sogar noch richtig viel Entschädigung für das Uralt-AKW möchte und bekommt. Im Hintergrund sind Summen im Gespräch, die weit über die bisher genannten 400 Millionen Euro hinaus gehen.

Doch die französische Tageszeitung "Le Monde" berichtete im Oktober 2019 von einem Brief, den Umweltministerin Elisabeth Borne und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire an EDF-Chef Jean-Bernard Lévy geschrieben haben sollen. Darin ist der Zeitung zufolge die Rede vom Neubau von insgesamt sechs EPR, die paarweise an drei Standorten im Land errichtet werden sollen. Die Neubauten sollen über einen Zeitraum von 15 Jahren erfolgen. Diese Debatte ist angesichts des Fiaskos des im Bau befindlichen EPR in Flamanville erstaunlich. Der Reaktor in Flamanville sollte knapp über drei Milliarden Euro kosten und viereinhalb Jahre dauern. Nun ist er vier Mal teurer und braucht 15 Jahre Bauzeit.

Fessenheim wird als Standort für die sechs neuen EPR zwar nicht genannt, wäre aus EDF-Sicht aber zumindest von der Lage her ideal. Fessenheim liegt weit im französischen Osten und an einem gesicherten Kühlstandort mit viel Rhein-Wasser.

- Generell gegen neue AKW sprechen nicht nur die Gefahren der Atomkraft und alle ökologischen Gesichtspunkte. Gegen Atomkraft spricht schon lange auch die Ökonomie. Strom aus Wind und Sonne sind (auch ohne Atomunfälle und Atommülllagerung) einfach kostengünstiger als Atomstrom. Nur in Ländern, in denen der Markt nicht funktioniert, oder dort, wo mit der zivilen Nutzung auch militärische Interessen verbunden sind, werden immer noch AKW gebaut.

- Was aber massiv gegen den Standort Fessenheim spricht ist die wachsame, grenzüberschreitende Umweltbewegung am Oberrhein, der bisheriger Widerstand und der zurecht erwartete zukünftige Widerstand. Wer neue AKW durchsetzen will und nicht Marine Le Pen heißt, wird es in Fessenheim nicht versuchen, denn dort würde ein AKW-Neubau heftigsten Protest und einen politischen Tsunami auslösen.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Waldpädagogik bietet Wanderungen unter Bäumen

Karlsruhe: Waldpädagogik bietet Wanderungen unter Bäumen
Spaziergänge unter Bäumen bietet die Waldpädagogik © Stadt Karlsruhe

Jetzt anmelden für mehrere Spaziergänge im November

Im November finden mehrere von der Waldpädagogik Karlsruhe organisierte Spaziergänge im Wald statt. Los geht es am Samstag, 9. November, von 14 bis 17 Uhr mit einer stillen Wanderung auf dem Schöpfungspfad "Waldzeit" in Hohenwettersbach. Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der "Woche der Stille". Am darauffolgenden Sonntag, 10. November, können Erwachsene und Familien von 17.30 bis 19.30 Uhr an einer musikalisch untermalten Laternenwanderung im stadtnahen Hardtwald teilnehmen. Schließlich ist es am Samstag, 16. November, von 9 bis 13 Uhr möglich, Forstwirte im Bergwald bei der Holzernte durch den Wald zu begleiten.

Die Veranstaltungen sind kostenlos, es wird jedoch um eine Spende für die Musikerinnen am 10. November gebeten. Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, bitten die Organisatoren um Anmeldung bis zum 5. November. Dies ist entweder telefonisch unter 0721-1337354 oder per E-Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de möglich.

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NABU: Änderung des Naturschutzgesetzes ist Angriff auf den Artenschutz

Miller: CDU, FDP und AfD treten Sorgen der Weidetierhalter mit Füßen

Berlin – Am Donnerstagabend hat der Bundestag in der ersten Lesung über einen Kabinettsvorschlag zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes zum Wolf beraten. Dies kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Es ist erschreckend, wie die Debatte seitens der Wolfsgegner für Panikmache und sogar Wahlkampf genutzt wird. CDU, FDP und AfD schieben die Schutzbedürftigkeit der Weidetierhaltung vor, um schnelle und EU-rechtswidrige Abschusslösungen für den Wolf zu fordern. Sie verraten damit nicht nur die Idee des Artenschutzes, sondern treten die Sorgen und Nöte der Schäfer und Weidetierhalter mit Füßen. Es ist doppelzüngig, die Bedeutung der Schaf- und Rinderbeweidung für den Schutz biologischer Vielfalt und das Insektensterben zu betonen, den Weidetierhaltern als Ökosystemdienstleistern aber eine nachhaltige Förderung durch die Weidetierprämie sowie Hilfen des Bundes, z.B. durch ein Herdenschutz-Kompetenzzentrum, zu versagen.“

Miller weiter: „Bereits heute erlaubt das Naturschutzrecht die rechtssichere Entnahme von auffälligen Wölfen. Die geplante Änderung beschränkt sich zudem nicht auf den Wolf, sondern ist ein Angriff auf den Artenschutz im Ganzen. Auch andere streng geschützte Arten wären von den Änderungen betroffen und geraten damit in Gefahr.

A&O für das Zusammenleben von Wölfen und Weidetieren ist der Herdenschutz. Dort, wo Herdenschutzzäune aufgestellt und Herden von Schutzhunden begleitet werden, reduzieren sich die Übergriffe von Wölfen auf Weidetiere signifikant. Dafür fehlt es bislang jedoch an dringend notwendigen einheitlichen Standards. Der Änderungsentwurf sieht dazu aber gar keine Regelungen vor.“

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