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Buch- und CD-Tipps 

Gärtnern nebenbei: Alles wächst, gedeiht und blüht

Gärtnern nebenbei: Alles wächst, gedeiht und blüht

Alle, die behaupten, ohne grünen Daumen gehe im Garten gar nichts, werden mit diesem Buch spielerisch widerlegt. Denn Gärtnern nebenbei ist voll mit bebilderten So-besser-nicht-sondern-so!-Doppelseiten und kurzen, knackigen Infos. Sie machen es selbst einem Greenhorn leicht, einen individuellen Garten anzulegen und ohne viel Tamtam zu pflegen. Das handliche Buch ist das neueste Werk aus der erfolgreichen Nebenbei-Reihe der Stiftung Warentest. Autor Lars Weigelt, Landespfleger und Gartenplaner, liefert Inspiration und Information unterhaltsam und übersichtlich.

„Gärtnern kann ganz einfach sein“, ist Weigelt überzeugt. Er empfiehlt: „Nicht zu lange überlegen, einfach losgärtnern.“ Mit dem eigenen Garten wachsen auch Mut und Ideen, und dann geht alles ganz nebenbei. Praktisch, schnell und undogmatisch. Der neue Ratgeber vermittelt lebendig und bunt das nötige Fachwissen für Hobbygärtnerinnen und -gärtner. Warum ist es keine gute Idee, einen Apfelbaum zu pflanzen? Weil ein Apfelbaum allein kaum reiche Ernte bringen wird, wenn kein zweiter zum Bestäuben in der Nähe steht. Erfolge sind ohne große Anstrengung am sichersten zu feiern, wenn man mit der Natur auf pflegeleichte Anlagen und Pflanzen setzt, etwa mit Wiederblühern. Und wie kann man sich vorausschauend auf den Klimawechsel einstellen? Wer sich die permanente Pflege des „englischen Rasens“ ersparen will, der macht daraus eine Tugend in Form einer bunten und insektenfreundlichen Blumenwiese. Und muss es denn ein teurer Pool sein? Badespaß im Sommer gibt es auch mit großen mobilen Planschbecken. Gärtnern nebenbei hilft beim Planen und Loslegen, aber auch beim Zeit sparen im Garten. Das Buch hilft, Probleme zu lösen, den richtigen Dünger und die richtige Gießmenge zu finden, und auch, die passende Technik zu besorgen. Was bringt zum Beispiel smarte Gartentechnik? Tipp: Viele Gartengeräte kann man ausleihen und dadurch Geld und Arbeit für die Wartung sparen. Ein umfassendes Stichwortverzeichnis und eine lange Linkliste für noch mehr Infos und Kaufhilfen runden das Buch ab.

Gärtnern nebenbei hat 224 Seiten und ist seit dem 18. Februar 2020 für 16,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden ...

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Veranstaltungen 

Bündnisaktion zum Tag des Waldes

Die Bürgeraktion Dietenbach ist überall bereitet die Gründung eines Bündnisses vor, das sich langfristig von den Graswurzeln (und Baumwurzeln!) - also von unten her, von den Bedürfnissen der Einwohner und der anderen Lebewesen her - einbringen soll in die umweltverträgliche Gestaltung unserer Stadt:

- mit den speziellen Themen und Zielen der jeweiligen Gruppierungen;
- mit deren speziellen politischen Strategien und Aktionsformen;
- mit deren speziellen persönlichen Ressourcen;
- und mit einer kontinuierlichen Vereinbarung Aller bzgl. konkreter Maßnahmen.

Eine erste gemeinsame Bündnisaktion könnte stattfinden am Samstag, 21. März 2020, dem Tag des Waldes. Wir wollen uns beim Dietenbach-Wäldchen treffen, das von der Rodung bedroht ist. Um 18:00 Uhr will Baubürgermeister Haag ein Grußwort sprechen. Die Detailplanung möglicher Aktionsformen (Fahrradkorso?) muss noch besprochen werden.

Ein noch früherer Termin ganz anderer Art ist der Dienstag, 3. März 2020. Da findet im Freiburger Theater um 20:30 Uhr eine Podiumsdiskussion statt zum Thema Bauwut und Mietwahn. Auf dem Podium werden erwartet Baubürgermeister Haag, Dirk Laucke, Autor des Stücks „Nur das Beste“ (Premiere/Uraufführung 27.3.2020 um 20:00 Uhr im kleinen Haus), Sabine Recker (Referatsleiterin des Referats für bezahlbares Wohnen der Stadt Freiburg).

Global denken und lokal Handeln. Diese Maxime darf nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. Wir freuen uns, wenn alle Gruppierungen, die sich ernsthaft bekennen zum Klima- und Flächenschutz, zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, zur Begrenzung des Wachstums mit uns zusammen handeln, damit diese Themen immer auf der kommunalpolitischen Agenda stehen.

Deshalb dieser Brief mit der Bitte um feed back per Email an ulrich.glaubitz@gmail.com oder Rückruf an 0761-87890 oder SMS an 0163-773 13 89, Nennung von Ansprechpartnern in Freiburg, Weiterleitung dieses Briefes an befreundete Gruppen, Fragen und Kritik.

P.S:
Im Herbst 2018 war die „Bürgeraktion Rettet Dietenbach“ erfolgreich angetreten, um mit einem Bürgerbegehren zur Problematik des Dietenbach-Projekts einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Der ging zwar nicht im Sinne der Initiative aus, hat aber indirekt die kommunalpolitische Atmosphäre positiv beeinflusst. Allenthalben ist deutlich spürbar, dass die Stadtverwaltung bei ihren Planungen die Bürgerschaft mehr einbezieht als früher.

Dennoch gilt: Keine Illusionen! Die Exekutive will nach wie vor möglichst ungestört von aufmüpfigen Zeitgenossen die eigene Konzeption der Stadtplanung durchsetzen. Das hat auch die Einwohnerversammlung am 11.11.2019 gezeigt, die zwar aufgrund der Unterschriftensammlung der Dietenbach-Bürgeraktion realisiert wurde, aber nicht von ihr mitgestaltet werden durfte.

Inzwischen hat die Initiative als „Bürgeraktion Dietenbach ist überall“ beschlossen, die gestiegene allgemeine Aufmerksamkeit in Freiburg zu nutzen, um auf breiter Basis kommunalpolitisch weiterzuarbeiten. Auf „breiter Basis“ bedeutet aber nicht nur eine thematische sondern auch eine organisatorische Ausbreitung. Die ist unbedingt nötig, weil es viele Aktive braucht, um nicht nur dicke politische Bretter zu bohren sondern auch solche aus dem Weg zu räumen, die uns einfachen Bürgerinnen und Bürgern immer wieder in den Weg geworfen werden.

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Verschiedenes 

NABU: Bleibt von der Leyens Mondmission am Boden?

Krüger: Dringlichkeit zum Handeln bei Klima- und Artenschutz noch immer nicht erkannt

Berlin/Brüssel, 21.02.2020 – Die heutige Vertagung der Verhandlung zum nächsten EU-Haushalt kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Klimakrise und Artensterben warten nicht, und weitere Verzögerungen gefährden die Implementierung wichtiger EU-Programme. Kommissionspräsidentin von der Leyen hat ihren Green Deal als Europas „Man-on-Moon“-Moment angekündigt. Ohne eine entsprechende Finanzierung bleibt diese Mission jedoch am Boden. Wir sehen, dass die Dringlichkeit zum Handeln noch immer nicht erkannt wurde. Die Debatte ist geprägt vom alten Denken in den Kategorien Nettogeber und Nettoempfänger sowie von Besitzstandwahrung bei den Agrarsubventionen. Die EU Staats- und Regierungschefs und Ratspräsident Michel sollten die Zeit bis zum nächsten Sondergipfel nutzen, um bei der Debatte zum EU-Haushalt umzusteuern.

Auch Bundeskanzlerin Merkel bekommt dann eine zweite Chance, das Versprechen des Koalitionsvertrages für mehr Naturschutzfinanzierung und einer Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik einzulösen. Die Bundeskanzlerin muss dafür sorgen, dass sich der neue EU-Haushalt auch an Nachhaltigkeit ausrichtet. Jedwede mögliche Erhöhung des deutschen EU-Beitrag sollte klar daran gebunden sein.“





Verschiedenes 

Artenschutz im Biodiversitätskonzept für Karlsruhe

Projektbegleitkreis einigte sich in jüngster Sitzung auf Grundzüge

Für den Stadtkreis Karlsruhe wird derzeit ein Biodiversitätskozept für das gesamte Stadtgebiet erarbeitet. Beteiligt sind städtische Ämter, Landesdienststellen, zahlreiche Mitglieder der anerkannten Naturschutzverbände sowie des Naturkundemuseums wie aus Wissenschaft und Lehre. Dieser Projektbegleitungskreis verständigte sich in seiner letzten Sitzung auf die Grundzüge des Artenschutzes innerhalb des Biodiversitätskonzeptes.

Schutz natürlicher Ressourcen, Prozesse

Danach ist neben dem Schutz von natürlichen Ressourcen und Prozessen sowie des Biotopschutzes der Schutz von Arten einer der wichtigsten Handlungsbereiche zum Schutz der Biodiversität. Das schlägt sich auch in diversen Gesetzen nieder, wie dem allgemeinen Verbot des Fällens von Gehölzen innerhalb der Vegetationsperiode, also zwischen dem 1. März und September. Räumlich beschränkt sich das Verbot auf Flächen außerhalb des Waldes und außerhalb gärtnerisch genutzter Flächen. Laut Gesetz ist ebenso das Töten, Stören und Beeinträchtigen geschützter Arten verboten.

Biotopschutz vorrangig

Der gestaltende Artenschutz gilt der Frage, welche Maßnahmen ergriffen werden können und müssen, um seltene, landschaftstypische oder kulturgeschichtlich besondere Arten zu erhalten und zu fördern. Der Projektkreis einigte sich auf "Spielregeln" für die Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen, die auch aus dem Naturschutzgesetz abzuleiten sind. Hierzu gehört beispielsweise, dass Artenschutz vorrangig durch Biotopschutzmaßnahmen und nur dann, wenn dies nicht möglich ist, durch artspezifische Einzelmaßnahmen erfolgen soll. Wichtig ist dem Arbeitskreis auch, dass Artenschutzmaßnahmen der Eigenart der Landschaft nicht zuwider laufen. Ansiedlungen seltener, gefährdeter oder geschützter Arten sollen nur ausnahmsweise genehmigt und naturschutzfachlich gut begründet sowie dokumentiert erfolgen können.

Details und Erläuterungen zum Artenschutz und Biodiversitätskonzept finden sich auf www.karlsruhe.de. Neuigkeiten und Aktivitäten zum Biodiversitätskonzept sind künftig außerdem auf der Homepage des Karlsruher Naturkompasses unter www.karlsruher-naturkompass.de abrufbar.

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Verschiedenes 

Mild und regnerisch: Kröten, Molche und Frösche wandern

Wanderstrecken teilweise gesperrt / Ehrenamtliche helfen mit

Karlsruhe, 20.02.2020. Mit steigenden Temperaturen und bei Regen sind auch im Stadtkreis Karlsruhe bei Lurch, Molch, Frosch & Co. die Frühlingsgefühle wieder erwacht. Sichtbares Zeichen sind deren Wanderungen zu den Laichgewässern. Viele von ihnen müssen hierfür Straßen überqueren, wo sie auf Schutzmaßnahmen und Hilfe angewiesen sind. So wandern schon seit Mitte Januar die Springfrösche. Sie sind jedes Jahr die ersten Amphibien, die sich an den Straßen zeigen. Verstärkte Wanderungen von Molchen wurden ebenfalls schon registriert. Der größere Schub an wandernden Erdkröten hat jetzt begonnen.

Strecken werden bei Bedarf gesperrt
Die bekannten Wanderstrecken an der B3 bei Grötzingen, am Regenrückhaltebecken Durlach und am Rosenhof Neureut werden deshalb in der gewohnten Weise betreut. Die Straße durch den Weiherwald sowie die Jean-Ritzert-Straße am Turmberg zwischen Schützenhaus und Rittnertstraße sind bei Bedarf in den Nachtstunden gesperrt (Hinweisschilder beachten). Ein Hinweisschild an der Kreuzung Neßlerstraße/Reichardtstraße weist frühzeitig auf die Sperrungen ab dem Schützenhaus hin. Im unteren Teil der Reichardtstraße sind bei Bedarf ehrenamtliche Helfer an der Strecke unterwegs, um wandernde Erdkröten abzusammeln. Hier ist eine besondere Rücksichtnahme zum Schutz der Helferinnen und Helfer notwendig. Zu Beginn der Wanderungen werden daher Warnschilder und Zäune aufgestellt.

Auch im Schlossgarten sowie in Hohenwettersbach (Dürrenwettersbacher Straße/Hopfenäcker) werden in diesem Jahr die wandernden Erdkröten betreut. Im Schlosspark ist mit Wegsperrungen zu rechnen. Auf den Alleen nördlich des Schlossparks und auf dem Ahaweg wandern die Erdkröten zum Schlossparksee, Radfahrer werden um vorsichtiges Fahren gebeten. Am Mastweideweg in Durlach queren viele Molche, darunter auch seltene Kammmolche, über einen Radweg. Am Neureuter Heidesee ist zum Schutz der wandernden Kröten mit zeitlichen Sperrungen der Straße "Alte Bahnlinie" zu rechnen.

Stadt bittet um Rücksicht
Zum Schutz von Helfenden und Tieren bittet der Umwelt-und Arbeitsschutz der Stadt bei allen Strecken um Rücksicht. Bei entsprechenden Witterungsbedingungen können die Tiere auch ganz spontan wandern. Auf der L 623 von Wolfartsweier nach Grünwettersbach ist mit querenden Feuersalamandern zu rechnen. Verstärkte Amphibienwanderungen sind auch auf der Kleinsteinbacher Straße zwischen Stupferich und Kleinsteinbach (im Bereich des Waldes) zu erwarten.

Die Amphibienschutzgruppe am Turmberg sucht speziell für ihre Strecke noch Unterstützung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich beim Umwelt- und Arbeitsschutz unter der Telefonnummer 0721/133-3101 (Sekretariat) oder unter 115 (Bürgerdienste) melden. Die Kontaktdaten werden zur Vermittlung an die Turmberg-Gruppe weiterleitet.





Verschiedenes 

NABU: Recyclingquote von Elektrogeräten muss steigen

Miller: Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Smartphone, Laptop und Co. zu selten repariert und weiter genutzt werden

Berlin, 21. Februar – Die heute vom Statistischen Bundesamt vorgestellten Zahlen zum Recycling von Elektro- und Elektronikaltgeräten in Deutschland kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Entsorgung von Elektrogeräten dringend verbessert werden muss. Elektroschrott ist eine der am schnellsten anwachsenden Abfallarten weltweit. Unter erheblichem Energie- und Ressourcenaufwand werden Rohstoffe für Elektroprodukte gewonnen, die wir nur sehr kurz nutzen, selten reparieren können und in den meisten Fällen nicht vollständig recyceln. Die Rohstoffgewinnung schadet zudem der Natur und der Artenvielfalt.

Die Bundesregierung muss den Schwerpunkt der im Frühling anstehenden Novelle des Elektrogesetzes auf Vermeidung und Wiederverwendung setzen. Geräte müssen grundsätzlich reparierbar sein, fehlende Updatefähigkeit darf nicht dazu führen, dass ein Handy vor der Zeit aus dem Verkehr gezogen wird. Außerdem muss die Rückgabe von ausgedienten Geräten für Verbraucher und Verbraucherinnen deutlich leichter werden.“

Der NABU hat 2019 eine Studie zum Recycling von Elektrogeräten veröffentlicht ...

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Verschiedenes 

Fessenheim: „Das Abschalten ist längst überfällig.“

Umweltminister Untersteller begrüßt vorgesehene Abschaltung des ersten Reaktors des Kernkraftwerks in Fessenheim

Stuttgart, 21. Februar. „Endlich folgen den jahrelangen Ankündigungen der französischen Regierung Taten“, sagte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller heute in Stuttgart. „Mit dem Abschalten des ersten Reaktors wird das Ende des Kernkraftwerks in Fessenheim nun offensichtlich doch Realität. Das zu wissen, erleichtert mich.“

Dennoch bestehe weiter ein enormes Risiko, solange der zweite Block noch in Betrieb ist, betonte der Minister. „Es ist Fakt, dass Fessenheim den Sicherheitsanforderungen an ein modernes Kraftwerk nicht genügt. Das haben wir uns schon vor Jahren gutachterlich bestätigen lassen.“ Die damaligen Gutachten zeigten, so Untersteller, dass beim Kernkraftwerk Fessenheim in einzelnen Bereichen Sicherheitsdefizite vorliegen und generell die Sicherheitsreserven deutlich geringer sind als bei den in Deutschland noch betriebenen Kernkraftwerken.

„Es ist eine sicherheitstechnische Notwendigkeit, dass Fessenheim vom Netz geht. Das Abschalten des Kraftwerks ist längst überfällig“, machte Umweltminister Untersteller deutlich. Der zweite Block des französischen Meilers wird Ende Juni dieses Jahres abgefahren. „Ich hoffe, dass dieses Datum steht und es keine weiteren Verzögerungen gibt.“





Verschiedenes 

DSD fördert ehemalige Textildruckerei im Mössinger Pausa-Quartier

DSD fördert ehemalige Textildruckerei im Mössinger Pausa-Quartier
Mössingen: Textildruckfirma Pausa (c) Wegner / DSD

Stoffe gingen in die ganze Welt

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert die Restaurierung der Grieshaber-Drucke, weiterer Stoffmuster der 1950er und 1960er Jahre sowie von Filmfolien der ehemaligen Textildruckerei Pausa in Mössingen mit 40.000 Euro. Die Förderung ermöglichen Mittel der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die DSD ist. Aus diesem Anlass besucht Christian Barth, Ortskurator Neckar-Alb der DSD, am Freitag, den 14. Februar 2020 um 10.00 Uhr gemeinsam mit Hubert Gförer von Lotto Baden-Württemberg den Mössinger Oberbürgermeister Michael Bulander im Pausa-Quartier am Löwensteinplatz, um sich bei einem Presstermin vor Ort die Arbeiten erläutern zu lassen.

Das Industriedenkmal Pausa am Nordwestrand der Altstadt entstand mit der Verlegung der 1911 im Vogtland gegründeten Firma Pausa nach Mössingen. Pausa war unter dem Einfluss des Werkbundes und des Bauhauses auf die Herstellung hochwertiger Dekorationsstoffe spezialisiert. Der Druck mit Handmodeln wurde bald durch neue Verfahren des Filmhanddrucks mit Siebdruckschablonen ersetzt.

Die Nationalsozialisten zwangen die jüdischen Firmeneigentümer, den Betrieb weit unter Wert zu verkaufen und zu emigrieren. Dennoch überlebte die Firma und erlebte nach dem Krieg unter der Leitung von Willy Häussler, der das erfolgreiche Gründer-Konzept wieder aufgriff, einen Jahrzehnte anhaltenden Aufschwung. Die Firma erwarb sich ein weltweites Renommee. Renommierte Künstler und Designer der Nachkriegszeit, wie Willi Baumeister, HAP Grieshaber, Leo Wollner, Andreas Felger und Anton Stankowski, arbeiteten erfolgreich für die Pausa, für die der Architekt und Bauhaus-Schüler Manfred Lehmbruck zwischen 1951 und 1961 mehrere Industriehallen und ein Verwaltungsgebäude im Stil des Neuen Bauens errichtete. Erst der generelle Wandel in der Textilindustrie führte 2004 zur Insolvenz.

Neben den denkmalgeschützten Firmengebäuden zeugen vor allem die Firmensammlungen von der gestalterischen Kompetenz und nicht zuletzt dem Selbstverständnis der Pausa. Sämtliche Erzeugnisse in allen Produktionsschritten seit den 1930er Jahren sind archiviert. Das umfangreiche Firmenarchiv enthält etwa 60.000 Stoffmuster und ebenso viele grafische Entwürfe für Stoffe, mehrere Hundert Musterbücher sowie ungezählte Filmfolien für die Herstellung der Druckschablonen, tausende fotografische Abzüge und Glasplattennegative.

Die in den Gebäuden verbliebenen Sammlungen befanden sich zuletzt in einem bedenklichen Zustand. Die Kulturstiftung der Länder förderte daher umfangreich die Sicherung und Konservierung sowie die Inventarisierung und wissenschaftliche Nutzbarmachung der außergewöhnlichen Firmensammlung. Nun können die Arbeiten durch die Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fortgeführt werden.

In den denkmalgeschützten Gebäuden – Tonnenhalle, Kantine, Kesselhaus, Werkstatt, Bogenhalle, Verwaltungsgebäude – bietet die Stadt kulturellen und sozialen Einrichtungen Raum. Die ehemalige Textilfabrik gehört zu den über 340 Projekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden, Mittel ihrer Treuhandstiftungen sowie der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.







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