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Verschiedenes 

NABU: Weißt du wie viel Vöglein fliegen?

Wissenschaft für alle: Freitag startet die zehnte "Stunde der Wintervögel"

Berlin – Wer sich für das neue Jahr vorgenommen hat, etwas für den Artenschutz zu tun, kann damit am kommenden Wochenende beginnen: Bei Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ kann jeder die Vögel zählen, die in den Garten, den Park oder ans Futterhäuschen auf dem Balkon kommen. „Die dabei gesammelten Daten sind für Vogelschützer äußerst wertvoll, weil sie Aufschluss über den Zustand der heimischen Vogelwelt geben“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Je mehr Menschen uns ihre Beobachtungen melden, desto genauer werden die Schlussfolgerungen.“

Mit Spannung erwarten die Naturschützer bei der Wintervogelerfassung in diesem Jahr Meldungen von Eichelhähern. „Diese Art dürfte derzeit besonders häufig zu sehen sein, da wir im Herbst einen außergewöhnlich starken Einflug von Eichelhähern aus dem Norden und Osten Europas hatten“, so Miller.

Aufgrund der bisher sehr milden Winterwitterung erwarten die Experten des NABU einen insgesamt eher geringen Vogelbestand in den Gärten. Denn ohne Schnee und Eis finden die Vögel auch in den Wäldern und in der freien Landschaft noch Futter oder sind gleich in ihren nördlicheren Brutgebieten geblieben. Miller: „Aber jede Vogelart reagiert anders. Die Zahl in Deutschland überwinternder Stare und Ringeltauben dürfte zum Beispiel eher steigen.“ Die Zahl der gemeldeten Amseln wiederum wird zeigen, ob sich die Bestände der auch „Schwarzdrossel“ genannten Art nach der großen Usutu-Epidemie des Sommers 2018 wieder erholen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum zehnten Mal statt. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 20. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 11. und 12. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2019 beteiligten sich über 138.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 95.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.

Für die „Schulstunde der Wintervögel“ vom 6. bis 10. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW Zählkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz für Kindergruppen und Schulklassen an. Bei fünf Aktionen lernen sie Vögel und ihre Anpassungsstrategien an die kalte Jahreszeit kennen. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

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Verschiedenes 

NABU: Neue Treibstoffvorschrift für Schiffe lässt giftiges Schweröl weiter zu

Miller: Verbrennung dieses Sondermülls auf See muss endgültig ein Riegel vorgeschoben werden

Berlin – Am ersten Januar tritt weltweit eine neue Treibstoffvorschrift für die Schifffahrt in Kraft. Schiffe dürfen dann prinzipiell kein giftiges Schweröl mehr verbrennen. Der NABU begrüßt die Neuregelung, kritisiert aber die im Gesetz eingeräumte Ausnahme zur möglichen Reinigung der Abgase, die zur teilweise unkontrollierbaren weiteren Verwendung dieses giftigen und billigen Treibstoffs führt.

Ab 2020 dürfen Schiffe nur noch Treibstoffe verwenden, die höchstens 0,5 Prozent Schwefel enthalten. Bisher waren bis zu 3,5 Prozent erlaubt, das sind dreitausendfünfhundert Mal mehr als beim Straßendiesel. An Land sind 0,001 Prozent die Obergrenze. Der Schwefelgehalt gilt als grober Gradmesser der Treibstoffqualität. Ist der Schwefelanteil hoch, sind auch viele andere Giftstoffe im Treibstoff enthalten. Die Reeder dürfen ab 2020 leider weiterhin das giftige Schweröl nutzen, wenn der Schwefel nach der Verbrennung aus dem Abgas gewaschen wird. Die anderen Giftstoffe landen trotzdem in der Luft, und wenn nicht dort, dann über das Waschwasser im Meer, das auf den meisten Schiffen über Bord gegeben wird.

„Der Verbrennung dieses Sondermülls auf See muss endgültig ein Riegel vorgeschoben werden. Nicht nur die Gesundheit, die Gewässer und das Klima werden unnötig belastet, auch die Gefahr einer verheerenden Ölpest fährt auf jedem dieser Kähne mit. Die grausamen Bilder toter Vögel und Fische und verdreckter Strände müssen endlich der Vergangenheit angehören“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Mit dem neuen Gesetz sollte eigentlich das Schweröl aus den Tanks verbannt werden. Die Ausnahmeregelungen bringen nicht nur neue Gefahren für die Gewässer mit sich, wie eine neue Studie des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie im Hinblick auf die Schadstoffeinträge ins Meer zeigt, auch die Luftschadstoffemissionen werden nicht so stark gesenkt wie beim vollständigen Verzicht auf Schweröl.

Der NABU sieht in der neuen Vorschrift dennoch einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer sauberen Schifffahrt. Schweröl wird nicht mehr der allgegenwärtige Treibstoff auf See sein. Der Großteil der Flotte wird auf Schiffsdiesel umstellen, der deutlich sauberer verbrennt. Zudem ermöglicht der sauberere Treibstoff auch den Einsatz von Partikelfiltern. Diese sind auf See allerdings bisher nicht vorgeschrieben.

„Die Verschärfung der Vorschriften für die Schiffstreibstoffe ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Schifffahrt verfügt aber weiterhin über riesige Verschmutzungsprivilegien. Während Partikelfilter und Katalysatoren an Land längst Standard sind, verbrennen Schiffe ihre Treibstoffe weiterhin zumeist ohne Filter. Schiffe sind dadurch für riesige Mengen umwelt- und gesundheitsschädlicher Stickoxide, Feinstaub und anderer Luftschadstoffe verantwortlich“, so NABU-Schiffsexperte Sönke Diesener. „Der Anteil der Seefahrt an Schadstoff- und Treibhausgasemissionen wird wachsen. Wenn in der Schifffahrt nicht schnellstens umgesteuert wird, bleibt sie der letzte große Luftverschmutzer.“ Die neuen Treibstoffregelungen sind eine Vorbedingung um genauso wie auf der Straße den Partikelfilter und Katalysator zum Standard zu machen. Für neue Schiffe müssten aber schon heute komplett emissionsfreie Antriebe und Treibstoffe in Anwendung gebracht werden, um neben der Luftreinhaltung auch die Klimaschutzziele zu erreichen.





Verschiedenes 

Zahl des Monats: schon über 48.000 Unterschriften gegen Turteltaubenjagd

In zehn EU-Ländern ist die Jagd auf den Vogel des Jahres erlaubt / NABU-Petition will das ändern

Berlin, 8. Januar – Schluss mit der Jagd auf Turteltauben! Schon 48.300 Menschen haben die NABU-Petition mit der Forderung an Umweltministerin Svenja Schulze unterschrieben, sich bei der EU dafür einzusetzen, dass die Turteltaubenjagd endlich verboten wird. In zehn EU-Ländern ist die Jagd auf den Vogel des Jahres 2020 immer noch erlaubt, obwohl der Bestand weltweit gefährdet ist.

Der Turteltauben-Bestand in Deutschland ist seit 1980 um fast 90 Prozent auf höchstens 22.000 Brutpaare zurückgegangen. In manchen Regionen ist die Art bereits nahezu ausgestorben. Hauptgrund dafür ist die Intensivierung der Landwirtschaft. Sie bewirkt, dass die Vögel zu wenig Nahrung finden und weniger Jungvögel groß werden. Auf immer weniger Vögel wiegt die anhaltende Jagd umso schwerer: Rund zwei Millionen Turteltauben pro Jahr werden in süd- und südosteuropäischen EU-Ländern geschossen, darunter Spanien, Griechenland und Italien, und kehren nie von ihrer Reise aus den Überwinterungsgebieten heim. Noch bis zum 13. Februar kann man die Petition zeichnen.

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Buch- und CD-Tipps 

Buchtipp: Nina Dittmann "Wachteln im Garten"

Buchtipp: Nina Dittmann "Wachteln im Garten"

Artgerechte Haltung Japanischer Legewachteln

Frische Eier, spannende Naturerlebnisse und Freude mit dem Federvieh verspricht Nina Dittmann mit ihrem Buch »Wachteln im Garten«, erschienen im pala-verlag. Japanwachteln sind ideal für den Einstieg in die Hobbygeflügelhaltung. Die attraktiven Hühnervögel im Miniaturformat sind pflegeleicht und können zutraulich, manchmal sogar handzahm werden.

Die Autorin vermittelt leicht verständlich alles Wissenswerte rund um die Brut, Aufzucht und Fütterung der Wachteln. Sie schöpft dabei aus ihrer langjährigen Erfahrung mit der artgerechten Haltung im kleinen Reihenhausgarten. Die Autorin stellt die Bedürfnisse der Tiere und ihre Eigenarten vor und gibt Anleitungen für den Bau von Voliere und Freilaufgatter. Auf wichtige Fragen zum Platzbedarf oder zu Futtermischungen und notwendigem Zubehör gibt sie ebenso kompetente Auskunft wie zur Zubereitung der Wachteleier.

Fühlen sich die Wachteln wohl, legen sie fleißig und zuverlässig Eier. Die kleinen, originell gesprenkelten Delikatessen, denen auch gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden, sind besonders gut verträglich. Dass sie nicht aus Massentierhaltung stammen, macht den Genuss perfekt. Nina Dittmann lebt mit ihrer Familie im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet und schafft es dennoch, naturnah zu leben und sich mit selbst produzierten Lebensmitteln selbst zu versorgen. Die artgerechte Haltung von Wachteln und von alten Nutztierrassen gehört für sie seit vielen Jahren dazu.

pala-verlag 2019, 160 Seiten, € 19,90
ISBN: 978-3-89566-391-8





Verschiedenes 

Milchschokolade im Ökotest wenig überzeugend

Zum wiederholten Mal hat Ökotest Milchschokoladen unter die Lupe genommen. Wirklich empfehlen konnten die Prüfer nur zwei von 25 Produkten. Kritikpunkte waren insbesondere Mineralölrückstände sowie mangelnde Kenntnis über Herkunft und Arbeitsbedingungen bei der Kakaoproduktion ...

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Verschiedenes 

Klimapaket besser, aber nicht gut genug

Klimapaket wird verbraucherfreundlicher, aber Härtefälle müssen stärker unterstützt werden

Am Mittwoch hat der Vermittlungsausschuss des Bundestages und des Bundesrates deutliche Änderungen am Klimaschutzpaket vorgeschlagen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt, dass die Einnahmen aus der höheren CO2-Bepreisung im Wesentlichen in eine stärkere Absenkung der EEG-Umlage fließen sollen. Dies entspricht einer aktuellen Umfrage zufolge auch dem Mehrheitswunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher. Das Ergebnis des Vermittlungsausschusses wurde in der letzten Woche von Bundestag und Bundesrat beschlossen.

„Die Ergebnisse des Vermittlungsausschusses machen das Klimapaket klimawirksamer und etwas fairer. Die Frage, ob die Senkung der EEG-Umlage und die Erhöhung der Pendlerpauschale ausreichen, um soziale Härten auszugleichen, muss beobachtet und eventuell nachjustiert werden“, sagt Klaus Müller Vorstand des vzbv. „Keinesfalls darf der Gesetzgeber den Forderungen aus der Wirtschaft nach Ausnahmen von der CO2-Bepreisung nachgeben und damit den Fehler der EEG-Umlage und den Netzentgelten wiederholen. Beim Klimaschutz muss das Verursacherprinzip gelten. Die Industrie darf die Kosten nicht auf die Verbraucher abwälzen.“





Veranstaltungen 

Karlsruhe: Gartenparadiese kennen lernen

Karlsruhe: Gartenparadiese kennen lernen
Grünes Juwel in Durlach / Foto: GBA, Stadt Karlsruhe

Wieder für die "Offene Pforte" beim Gartenbauamt anmelden

Wer die Begeisterung für das eigene grüne Gartenparadies mit anderen teilen will, kann sich auch 2020 wieder oder erstmals an der "Offenen Pforte" beteiligen. Schon seit mittlerweile sechs Jahren erleben interessierte Bürgerinnen und Bürger bei diesem städtischen Projekt, wie viel Freude der gärtnerische Austausch bereitet und welche positive Resonanz der eigene Garten bei vielen Besucherinnen und Besuchern hervorruft.

Angemeldet werden kann die Teilnahme kleiner und größerer, einfacherer und komplexerer Gärten übrigens fortlaufend über das ganze Jahr. Wer allerdings bereits in der kommenden Gartensaison teilnehmen möchte, sollte sich beeilen, denn ab Ende Februar geht die neue Gartenbroschüre für 2020 in den Druck. Wer mitmachen will, kann sich mit seinem Garten oder Hof entweder schriftlich oder auch telefonisch beim Gartenbauamt melden. Anfang April erscheint dann wieder die Broschüre mit allen 2020 teilnehmenden Gärten und Höfen. Diese wird im Internet veröffentlicht und ist an allen dort aufgeführten Stellen kostenlos zu haben.

Anmeldungen sind möglich bei der Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt, 76124 Karlsruhe. Außerdem per Mail an Gartentraeume@gba.karlsruhe.de, per Telefon unter 0721/ 133-6754 und -6701 oder via Internet unter www.karlsruhe.de/offenepforte.


Gartenenthusiastin der ersten Stunde

Bereichernder Austausch in verwunschenen Ecken

Stellvertretend für die rund 40 bis 50 Teilnehmenden pro Jahr erzählt Gisela von Birckhahn als Gartenenthusiastin der ersten Stunde von den Erfahrungen, die Sie im Laufe der vergangenen Jahre gesammelt hat. In ihrem verwunschenen Garten am Rande der Durlacher Altstadt, versteckt hinter der straßenbegleitenden Blockrandbebauung, schuf Sie innerhalb der letzten 15 Jahre ein Kleinod, in dem nicht nur viele Blumen und Sträucher zu Hause sind. Vielmehr dient ihr der Garten auch als Atelier und Rückzugsort.

Er bietet Raum für die Familie und ist Ort vieler Erinnerungen der Gärtnerin und Kunstschaffenden. Wenn Gisela von Birckhahn von ihrem Garten spricht, spürt man, wie viel Tatendrang und Entdeckergeist in der Gestaltung und Pflege dieses grünen Fleckchens steckt. Bis ein solcher Gartentraum entsteht, braucht es viele Stunden Arbeit. So auch im liebevoll von Frau Birckhahn "Hortus Rosazea" genannten Garten. Nachdem das Grundstück nämlich zu Beginn vom dichten Brombeerdickicht befreit worden war, kamen viele Rosengewächse (Rosaceae) aus vergangenen Tagen sowie Himbeeren, Stachel- und Johannesbeeren, Hundsrosen und alte Obstbaumtorsi zum Vorschein.

Garten mit vielen Zimmern

Die Gestaltung des langen und schmalen Gartens bereitete der Besitzerin anfangs Kopfzerbrechen. Bis bei einem Besuch ihres Neffen dieser mit dem Ausruf "Titia, dein Garten ist ein Garten der vielen Zimmer" den Anstoß und Grundstein für das von nun an konsequent weiter verfolgte Gartenkonzept legte. Inzwischen erwartet die Besuchenden eine ganze Reihe solcher Gartenräume, wie beispielsweise die Kräuterterrasse, die Beerenallee und das Apfelzimmer.

Für die Gärtnerin interessant zu erleben ist, wie einige Besucher den Garten betreten um ihn schnellen Schrittes zu durchschreiten. Jedoch spätestens im zweiten "Gartenzimmer" verlieren sich die meisten in den Details und Stimmungen des Gartens und nehmen alsbald Platz auf einer der vielen kleinen Sitzgelegenheiten. Dann entstehen häufig Gespräche, die wie die Gärtnerin sagt: "immer sehr bereichernd und kreativitätsstiftend sind". So mancher philosophiert dann mit ihr über die Daseinsberechtigung des einen oder anderen Unkrauts, während andere sich begeistert Anregungen und Inspiration für den eigenen Garten holen.

Ob als Gastgeberin oder Besucherin anderer teilnehmender Gärten - Gisela von Birckhahn schätzt den Wert dieses besonderen Gartennetzwerkes und möchte die Austauschmöglichkeit nicht missen. So wird sie auch in der neuen Gartensaison 2020 wieder ihren Garten für Interessierte öffnen.

zum Bild oben:
Verwunschenes Paradies und Rückzugsort für die Familie ist der Garten von Gisela von Birckhahn in Durlach.
Foto: GBA, Stadt Karlsruhe

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Verschiedenes 

Aufregung und Freude auf dem Mundenhof

Valerian, der zweite Sibirische Buntmarder, ist da

Wird Freiburgs Tiergehege bald in „Marderhof“ umbenannt? Groß ist jedenfalls die Aufregung und die Freude auf dem Mundenhof, seit dort am Mittwoch die männliche Hälfte des Buntmarder-Pärchens eingetroffen ist. Das Männchen wurde heute auf einem Pressetermin vorgestellt und freut sich ab sofort auf Besucherinnen und Besucher.

Bei seiner Vorstellung betonte Bürgermeisterin Gerda Stuchlik: „Wir freuen uns, dass der Mundenhof mit dem Buntmarderpärchen um eine weitere Attraktion reicher ist und laden die Bevölkerung zu einem Besuch zwischen den Jahren ein.“ Dabei gab Stuchlik auch bekannt, dass die Tierpfleger des Mundenhofs dem Männchen den Namen Valerian gegeben haben.

Der Neuzugang ist wie auch das Weibchen Manja, das bereits im September auf dem Mundenhof eintraf, ein Dreivierteljahr alt. Er ist von Kopf bis Schwanzende fast einen Meter lang und hat jede Menge Migrationshintergrund. Eigentlich kommen Martes flavigula in den trockenen, immergrünen Landschaften und Trockenwäldern von Ostsibirien, China und der Malaiischen Halbinsel vor.

Auch der neue Mundenhof-Marder kam aus einem Drittland, nämlich dem Zoo von Jerusalem. Das verzögerte seine Einreise erheblich. Zu beachten waren Ausfuhrbestimmungen aus Israel, Einfuhrbestimmungen in die EU, und auch Zoll, Artenschutz und Veterinärbehörden hatten viele Wörtchen mitzureden.

Die Verteilung der seltenen, aber in Zoos sehr begehrten Buntmarder ist eine Wissenschaft für sich. Für bestimmte Tierarten führen Zoologische Gärten Erhaltungszuchtbücher, für die es jeweils einen Zuchtbuchmanager gibt. Die Zuchtbuchmanagerin für Buntmarder arbeitet in einem schwedischen Zoo. Sie ist dafür zuständig, Tiere, die genetisch oder aus anderen Gründen gut zueinander passen, auszuwählen. Die Organisation des Austauschs obliegt dann den Zoos selber. Um aus Berlin bzw. jetzt aus Jerusalem Buntmarder zu bekommen, musste der Mundenhof jahrelange Vorarbeiten leisten.

Die Mühe lohnt sich aber, wie man an Weibchen Manja sieht. Erst seit drei Monaten auf dem Mundenhof, hat sie schon ihre eigene Fangemeinde und ist Liebling der Tierpfleger wie auch vieler, gerade junger Besucherinnen und Besucher. Dabei neigen Buntmarder dazu, vieles von dem, was Kinder süß finden, aufzufressen. Auf ihrer Speisekarte stehen kleine Nager, Pfeifhasen, Hühnchen, Frösche, Eidechsen, Früchte, Beeren, Gemüse und Eier.

Übrigens: Wer Manja in Aktion sehen will, besucht sie am besten morgens gegen 8 oder nachmittags um 15 bis 16 Uhr. Nachts schläft sie gern im Innenstall, tagsüber in ihrer Box im Ausweichgehege. Vermutlich wird sich ihr Gefährte diesem Biorhythmus anpassen.

Jetzt auch Patenschaft für die Buntmarder möglich Ab sofort können Interessierte eine Patenschaft für die Buntmarder in Höhe von 500 Euro übernehmen. Patenschaften sind ein beliebtes und bewährtes Mittel, die Arbeit im Freiburger Tiergehege zu unterstützen. Es gibt derzeit etwa 200 davon; sie reichen von 50 bis 500 Euro. Am begehrtesten sind Patenschaften für Erdmännchen und Wollschweine, davon gibt es rund 40 bzw. 30. Manche Mundenhof-Tiere, etwa die Schwarzwälder Füchse, die Strauße und die Pfauen, müssen dagegen mit wenigen Paten auskommen.

Eine Patenschaft schließt man in der Regel für ein Jahr ab, gerne darf sie verlängert werden. Die Gründe, warum sich MundenhofFreunde ein bestimmtes Tier aussucht, sind vielfältig und oft sehr persönlich (erste Kuss auf der Bank bei den Bisons etc.). Deshalb werden Patenschaften gerne verschenkt. Manche Paten halten dem Mundenhof schon über viele Jahre die Treue.

Das Geld aus den Patenschaften wird von der Fördergemeinschaft Mundenhof verwaltet. Es wird für Ausgaben im Tierbereich genutzt, zum Beispiel teure Tierklinikaufenthalte, Operationen, Spezialfutter oder Medikamente, aber auch für die Renovierung von Stallungen. Tierpaten erhalten eine Urkunde und werden zum Patentag auf dem Mundenhof eingeladen.


Neuzugänge auf dem Mundenhof: Buntmarder-Weibchen wurde vorgestellt – das Männchen folgt demnächst

Nach vierjähriger Wartezeit ist es soweit: der Mundenhof empfängt seine neuen Mitbewohner – ein Sibirisches Buntmarderpärchen. Bislang wuseln in ganz Europa nur rund 40 dieser neugierigen und geschickten Tiere durch die Zoos. Dort, wo sie zu sehen sind, zählen sie zu den Publikumslieblingen. Der Mundenhof hatte sich deshalb entschieden, den Beton des ehemaligen Bärengeheges durch einen naturnahen Lebensraum für Buntmarder zu ersetzen.

Die Tiere werden über das Europäische Zuchtprogramm verteilt, wo der Mundenhof seit 2015 auf der Wartliste stand. Vor kurzem gab es endlich grünes Licht: Ein Weibchen aus Berlin und ein Männchen aus Jerusalem können nach Freiburg umsiedeln. Während der Umzug aus Berlin nur einen zweitägigen Roadtrip für zwei Tierpflegerinnen bedeutete, sind die Einreisebestimmungen für das Männchen aus Israel aufwendiger. Im November sollen alle Untersuchungen und Bestätigungen vorliegen, damit das Tier den Flug antreten kann. Bis dahin bleibt es bei einer Fernbeziehung.

Die Eingewöhnung in das neue Gehege erfolgt gemeinsam, wenn beide Buntmarder vor Ort sind. Das Weibchen wird daher aktuell hinter den Kulissen im Ausweichgehege gehalten. Bei einem Ortstermin auf dem Mundenhof mit Bürgermeisterin Gerda Stuchlik wurde die aufgeweckte junge Marderdame heute vorab der Presse vorgestellt. Dabei betonte Stuchlik: „Unsere beiden Neuzugänge aus Berlin und Jerusalem waren mit mehr Formalitäten verbunden als der Wechsel eines Fußballstars nach Freiburg. Das Warten hat sich aber gelohnt. Ich bin überzeugt davon, dass unsere Buntmarder bald die neuen Stars auf dem Mundenhof sein werden. An hoher Laufbereitschaft fehlt es ihnen jedenfalls nicht.“







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