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Verschiedenes 

Karlsruher Förderprogramm "Lastenräder für Familien"

Karlsruher Förderprogramm "Lastenräder für Familien"
Lastenräder für Familien / Foto:Riese&Müller

Weitere Familien erhalten positiven Bescheid
Rund 60.000 Euro für Interessenten auf der Warteliste

42 Familien hatten es beim Förderprogramm "Lastenräder für Karlsruher Familien" nur noch auf die Warteliste geschafft. Nun können sie sich doch noch auf einen positiven Bescheid aus dem Rathaus freuen. Denn die Stadtverwaltung wird für sie den ursprünglich mit insgesamt 200.000 gefüllten Fördertopf (plus 50.000 Euro ab 2023 für den Nachhaltigkeitsbonus) noch einmal auffüllen. Darüber hatte Bürgermeister Daniel Fluhrer am Donnerstag (12. März) den Planungsausschuss informiert. Die Mittel - rund 50.000 Euro in diesem Jahr sowie rund 10.000 Euro für den Nachhaltigkeitsbonus – werden durch Verschiebungen im Haushalt des Tiefbauamts zur Verfügung gestellt.

Für den Zuschuss von 1.200 Euro für ein E-Cargobike oder 800 Euro für ein muskelbetriebenes Lastenrad konnten Familien ab 1. November online Anträge einreichen, am 18. November war das Programm bereits erschöpft. Bis Ende der Antragsfrist (31. Januar) wuchs die Warteliste auf 42 Familien an. 37 davon möchten ein E-Lastenrad gefördert bekommen. Sieben Familien mit Kinderpass können den um 200 höheren Förderbetrag erhalten (in der ersten Förderrunde waren es 16 Familien). 20 werden voraussichtlich den Nachhaltigkeitsbonus von 500 Euro in Anspruch nehmen. Den bekommen diejenigen, die kein Auto haben oder dieses bis 2023 abschaffen.

Das Förderprogramm, das im Rahmen des IQ-Leitprojekts Fahrradstadt Karlsruhe aufgelegt wurde, kommt – wie von der Stadt erhofft – insbesondere Familien mit Kleinkindern zugute. Bei 146 antragstellenden Familien war das jüngste Kind unter sechs Jahre alt. Nun kommen weitere 38 Familien von der Warteliste dazu.

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Verschiedenes 

NABU: Saubere Energie braucht saubere Planung

Krüger: Länder müssen eigene Ausbauziele für Erneuerbare festlegen - Regionalplanung sorgt für mehr Rechtssicherheit

Berlin, 12.03.2020 – Anlässlich der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz fordert der NABU die Bundesländer auf, eigene Ausbauziele für erneuerbare Energien festzulegen sowie den Ausbaudeckel für Photovoltaik aufzuheben. Für den naturverträglichen und gesellschaftlich akzeptierten Windenergie-Ausbau fordert der NABU zudem eine Steuerung über regionale Planung. Dazu NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Pro Jahr brauchen wir einen Netto-Windenergie-Zubau von vier Gigawatt, damit unserer Strom bis 2030 zu 65 Prozent erneuerbar wird. Da hilft es nichts, wenn die Länder reihum mit dem Finger aufeinander zeigen und die Verantwortung beim anderen abladen. Jedes Bundesland muss jetzt seinen Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren beschließen. Und dabei auch klar und rechtssicher festlegen, welche Gebiete für Windenergie-Anlagen geeignet sind und welche nicht, etwa weil dort Dichtezentren bedrohter Arten liegen. Dazu ist in jedem Bundesland eine flächendeckende Regionalplanung notwendig. Mit ihr können Bürger frühzeitig beteiligt und der Natur- und Artenschutz sowie regionale Besonderheiten ausreichend berücksichtigt werden, um die akzeptiertesten und naturverträglichsten Standorte zu finden. Das gibt Rechtssicherheit für alle Seiten und beschleunigt die Genehmigungsprozesse. Eine gute Regionalplanung führt damit zu mehr Akzeptanz für die Windkraft als jede Scheinlösung in Form pauschaler Abstände zur Wohnbebauung.“

Eine flächendeckende Regionalplanung haben aktuell lediglich die Länder Hessen und Schleswig-Holstein sowie die östlichen Flächen-Bundesländer. In diesen sechs Ländern kommt es nachweislich zu weniger Konflikten mit dem Artenschutz, wie Auswertungen des NABU zeigen. Besonders viele Auseinandersetzungen entstanden hingegen in Nordrhein-Westfalen sowie Niedersachsen, wo der Ausbau der Windenergie bislang nicht über eine Regionalplanung gesteuert wird.

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Verschiedenes 

NABU: Offshore-Windparkbetreiber müssen Auswirkungen auf Vögel ernst nehmen

NABU: Offshore-Windparkbetreiber müssen Auswirkungen auf Vögel ernst nehmen
Prachttaucher / NABU/www.green-lens.de/S. Pfützke

Krüger: Fünf Kilometer rund um Windparks gehen Lebensräume komplett verloren – Probleme nicht bagatellisieren

Berlin, 11.03.2020 – Die am heutigen Mittwoch veröffentlichte Studie des Bundesverbands der Windparkbetreiber Offshore (BWO) zu den Auswirkungen von Nordsee-Windparks auf geschützte Vögel aus der Familie der Seetaucher kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Die Studie ist ein recht durchsichtiger Versuch, die Auswirkungen von Offshore-Windparks auf geschützte Vögel zu bagatellisieren. Die Autoren führen selbst an, dass Pracht- und Sterntaucher Windparks in einem Radius von über zehn Kilometern meiden. Im Abstand von fünf Kilometern gehen die Lebensräume der Tiere sogar komplett verloren. Damit verknappen sich passende Lebensräume für beide Arten, mittel- bis langfristig sind Bestandseinbrüche zu erwarten. Trotz dieser Fakten attestiert die Studie sowohl Pracht- als auch Sterntaucher einen stabilen Bestand. Eine fragwürdige Aussage, denn seit Beginn des großflächigen Offshore-Ausbaus im Jahr 2012 gehen beide Arten zurück – je nach Studie und verwendetem Datensatz unterschiedlich stark. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass auch Basstölpel, Dreizehenmöwen und Trottellummen Windräder weiträumig meiden. Statt zu versuchen diese Probleme kleinzureden, sind Windpark-Betreiber und Politik in der Pflicht, tragfähige Lösungen für die naturverträgliche Windkraft auf See zu finden. Die Belastungsgrenzen der Lebensräume in Nord- und Ostsee müssen die Richtschnur dafür sein wie viele Windenergieanlagen gebaut werden können.“

Der Studie vorausgegangen ist eine kontrovers geführte Debatte zu Untersuchungsergebnissen des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste (FTZ) im Auftrag des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie vom März 2019. Diese zeigten, dass zahlreiche Vogelarten Windenergieanlagen weiträumig meiden, mit bis zu 16 Kilometern. Frühere Prognosen wurden damit um das Vier- bis Achtfache überschritten. Mit Blick auf diese massive Scheuchwirkung hat der NABU Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen den Windpark „Butendiek“ eingelegt. Durch die Windenergieanlagen werden rund zwei Drittel des vor Sylt liegenden Vogelschutzgebiets „Östliche Deutsche Bucht“ stark beeinträchtigt.

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Veranstaltungen 

Den Karlsruher Wald entdecken

Den Karlsruher Wald entdecken
Goldkopflöwenäffchen / Foto: Luis Scheuermann

Waldpädagogik startet ihr neues Jahresprogramm am 20. März

Im März startet das neue Programm der Waldpädagogik Karlsruhe. Es beginnt am Freitag, 20. März, mit einem Vortrag über Brasiliens Wälder. Luis Scheuermann, Biologe und Kenner Brasiliens führt bildmächtig in diese Schatzkammer der Artenvielfalt ein. Er zeigt aber auch, welchen Problemen die Wälder durch Abholzung ausgesetzt sind und welchen Einfluss die Vernichtung auf das Weltklima hat. Der Bildervortrag mit musikalischer Untermalung beginnt um 19 Uhr am Waldzentrum in der Linkenheimer Allee 10. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Spenden für den Referenten werden erbeten.

Am Samstag, 21. März, gibt es wahlweise drei Veranstaltungen: Von 9 bis 11 Uhr sind Erwachsene und Familien im Rahmen der Dreckweg-Wochen zu einer Plogging-Runde eingeladen. Auf unterschiedlich langen Strecken zwischen einem und sieben Kilometern sammeln sie im Wald Abfälle auf. Am Schluss gibt es ein kleines Fitnessfrühstück am Waldzentrum. Wegen des Frühstücks sind Anmeldungen erwünscht.

Nur noch wenige freie Plätze gibt es an diesem Tag für "Kreativ in der Holzwerkstatt – Salatbesteck schnitzen" von 10 bis 14 Uhr und den Workshop "Kleine Knospe – große Wirkung" von 14 bis 18 Uhr. Für diese beiden kostenpflichtigen Veranstaltungen sind Anmeldungen erforderlich.

Ausführliche Informationen zu diesen und allen anderen Veranstaltungen im Jahresprogramm finden sich auf der Internetseite online ...

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Veranstaltungen 

Zoo Karlsruhe: Vortragsreihe im Exotenhaus wird fortgesetzt

Zoo Karlsruhe: Vortragsreihe im Exotenhaus wird fortgesetzt
Wolfgang Rades hält einen Vortrag im Exotenhaus (c) Rades

Wolfgang Rades spricht über Bedeutung moderner Zoos für Natur- und Artenschutz

Wolfgang Rades, Artenschutzbeauftragter im Loro Parque, spricht am kommenden Donnerstag, 12. März, um 18.15 Uhr im Rahmen der Winter-Vortragsreihe im Exotenhaus des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe über das Thema "Botschaft der Wildtiere – die Bedeutung der modernen Zoos für den Natur- und Artenschutz am Beispiel des Loro Parque".

"In einer Zeit, in der der Klimawandel, der dramatische Verlust der biologischen Vielfalt, die Verschmutzung der Meere und die Zerstörung der Regenwälder das Leben auf der Erde bedrohen und die Naturentfremdung im urbanen Raum stetig zunimmt, ist die Arbeit der modernen, wissenschaftlich geführten Zoos und Tierparks wichtiger denn je", so der Diplom-Biologe: "Jeden Tag vermitteln moderne Zoos einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit der Natur und Tierwelt sowie mit unserer Umwelt und sensibilisieren für den Schutz der Artenvielfalt in den natürlichen Lebensräumen. Gleichzeitig tragen sie durch koordinierte Erhaltungszuchtprogramme aktiv zur Bewahrung bedrohter Arten bei und liefern als Forschungsstätten bedeutende, wissenschaftliche Erkenntnisse."

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe willkommen. Der Einlass in das Exotenhaus erfolgt ab 18 Uhr ausschließlich über die Ettlinger Straße 4b. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Zoo und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).





Verschiedenes 

EU-Agrarpolitik darf Natur nicht länger zerstören

3.600 Wissenschaftler appellieren!

Zehn-Punkte-Plan für konkrete Verbesserungen beim Natur- und Klimaschutz

Brüssel/Berlin, 9.03.2020 – Scharfe Kritik kommt erneut vonseiten der Wissenschaft an den Plänen der EU für ihre künftige Agrarpolitik: Mehr als 3.600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen einen am heutigen Montag in der Fachzeitschrift „People and Nature“ veröffentlichten Appell. Darin fordern 21 führende Forscherinnen und Forscher aus Ökologie, Ökonomie und Agrarwissenschaften, dass die EU-Agrarpolitik (GAP) das Artensterben, die Klimakrise und die Verschlechterung der Böden nicht länger befeuern darf.

Zur Lösung der Umweltprobleme in der Agrarlandschaft legen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Zehn-Punkte-Plan vor: naturschädliche Subventionen sollen gestrichen und umweltfreundliche Praktiken besser honoriert werden. Mindestens zehn Prozent der Agrarfläche sollen zudem als Rückzugs- und Lebensraum für Tiere und Pflanzen dienen – wie es bis 2008 der Fall war.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist brisant: Denn aktuell verhandeln die EU-Staats- und Regierungschefs den Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027. Dessen größter Einzelposten ist der Agrarhaushalt.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Eine umweltschädliche Agrarpolitik können wir uns nicht mehr leisten. Unsere Steuergelder müssen jetzt in echte Zukunftsinvestitionen fließen, sie müssen gebunden werden an einen grundlegenden Wandel der Landwirtschaft und an wirksamen Klimaschutz. Passiert das nicht, gibt es für die milliardenschweren Agrar-Subventionen keine Rechtfertigung mehr. Der Brexit reißt ein enormes Loch in den EU-Haushalt, das verbleibende Geld muss daher umso klüger investiert werden, in ökologischer wie ökonomischer Hinsicht. Der neue EU-Haushalt ist kein Selbstzweck. Bleiben diese Investitionen in den Wandel aus, wäre es besser, das Agrar-Budget zu kürzen und die Gelder an anderer Stelle in echte Zukunftsprogramme zu investieren. Doch noch hat es die EU in der Hand, die Landwirtschaft auf einen klima- und naturverträglichen Kurs zu führen. Der Zehn-Punkte-Plan liefert dazu einen konkreten Fahrplan: mit mehr Raum für die Natur und punktgenauer Förderung von Leistungen der Landwirte für Natur und Gesellschaft.“


Hintergrund: Kernbotschaften der 3.600 Wissenschaftler

In ihrer Fachpublikation kritisieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem die Pläne zur Weiterführung der flächenbezogenen Direktzahlungen, Kürzungen bei den Programmen für die Entwicklung ländlicher Räume und Defizite beim Klimaschutz. Mit Sorge sehen sie, dass die EU den Mitgliedstaaten große Flexibilität bei der Umsetzung der EU-Agrarpolitik auf nationaler Ebene zugestehen möchte. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass viele Staaten flexible Vorgaben der EU wenig ambitioniert umsetzen.

Die Veröffentlichung „Action needed for the EU Common Agricultural Policy to address sustainability challenges“ erscheint im Fachmagazin „People and Nature“, das alle Beiträge einem Gutachterprozess unterzieht (Peer Review). Unterstützt wird das Papier von mehr als 3.600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus allen 27 EU- und 36 weiteren Staaten.

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Verschiedenes 

Solarenergie droht Ausbaustopp

EWS und Bündnispartner fordern die sofortige Abschaffung des Solardeckels

In einem offenen Brief an hochrangige Vertreter der Bundesregierung fordern die EWS mit Bündnispartnern die sofortige Streichung des sogenannten 52-Gigawatt-Solardeckels. Der Ausbaudeckel entbehrt jeder sachlichen Grundlage und konterkariert die Erreichung der Klimaschutzziele.

Solarstrom: Preiswert und von hoher Akzeptanz

Der ambitionierte Ausbau der Solarenergie ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele 2030. Umso erfreulicher ist es, dass der Photovoltaik-Ausbau nach jahrelanger Talfahrt wieder an Fahrt aufgenommen hat, auch wenn dieser noch weit hinter seinem Potenzial zurück bleibt. Solarstrom ist inzwischen nicht nur preiswert, er trifft in der Gesellschaft auch auf eine besonders hohe Akzeptanz, wie eine aktuelle Umfrage bestätigt.

Politikversagen gefährdet Einhaltung der Klimaziele

Um die Kosten der Solarförderung zu begrenzen, wurde im Jahr 2012 der Ausbau der Solarenergie für Anlagen bis 750 kW mit einem Passus im EEG durch den damaligen Umweltminister Peter Altmaier auf insgesamt 52 Gigawatt Gesamtleistung gedeckelt.

Die Bundesregierung hat inzwischen erkannt, dass die Einführung dieser künstlichen Ausbaubremse für die Solarenergie ein großer Fehler war. So verkündete sie Ende 2019 in ihrem Klimaschutzprogramm 2030, den Deckel aufheben zu wollen. Geschehen ist bislang allerdings nichts, denn die Koalition blockiert sich im Streit um die von der CDU/CSU geforderten bundesweit einheitlichen Mindestabstände für Windkraftanlagen an Land. Obwohl zwischen den beiden Themen keinerlei fachliche Wechselwirkung besteht, macht die CDU/CSU die Aufhebung des Solardeckels vom Zugeständnis der SPD bei den Mindestabständen für Windkraft abhängig – ein reines politisches Faustpfand.

Es droht ein Einbruch in der Solarbranche

Ende Januar 2020 betrug die installierte Photovoltaikkapazität in Deutschland nach Auskunft der Bundesnetzagentur knapp 49,6 Gigawatt. Für die kommenden Monate ist vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Förderendes von einem Anstieg der Ausbaurate auszugehen. Bereits bei einer Neuinstallation von durchschnittlich 500 MW pro Monat wäre der Solardeckel im Laufe des Juni 2020 erreicht. Damit würde ab dem 1. August 2020 die Zahlung der Einspeisevergütung enden und der dringend benötigte Ausbau der Photovoltaik weitgehend einbrechen. Davon betroffen wäre der gesamte Wohngebäudesektor (inkl. Mieterstrom) sowie Anlagen auf Gewerbedächern und kleinere Freiflächenanlagen. Bereits im Februar vermeldeten erste Projektierer, dass sie aufgrund des drohenden Förderendes keine Finanzierung mehr für ihre Projekte bekämen.

Vertrauen in die Klima- und Energiepolitik wird untergraben

„Es ist fatal, dass die Solarenergie aus rein polit-strategischen Erwägungen einiger Vertreter aus dem sogenannten Wirtschaftsflügel von CDU/CSU in Geiselhaft genommen wird“, so Sebastian Sladek, Vorstand der EWS Elektrizitätswerke Schönau eG. Damit werde das Vertrauen in die Klima- und Energiepolitik dieser Bundesregierung weiter untergraben. Statt beides gegeneinander auszuspielen, brauche es den massiven Ausbau sowohl bei der Solarenergie als auch der Windenergie, um beim Klimaschutz in Deutschland wieder auf Kurs zu kommen.

Vor diesem Hintergrund fordert die EWS in einer Allianz mit Vertretern der Bürgerenergie, Energiewirtschaft und Gewerkschaften in einem offenen Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Umweltministerin Svenja Schulze, die Fraktionsspitzen von CDU/CSU und SPD sowie deren zuständige Fachpolitiker die sofortige Streichung des Solardeckels. Der parlamentarische Weg für die schnelle Aufhebung ist über den Bundesrat längst angelegt. Die nun anstehenden Sitzungswochen im März sollten hierfür genutzt werden.





Veranstaltungen 

Führung durch den Zoo Karlsruhe am 8. März

Führung durch den Zoo Karlsruhe am 8. März
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Familienfreundlicher Rundgang zu aktuellen Projekten

Die Zoopädagogik bietet am kommenden Sonntag, 8. März, eine familienfreundliche Führung durch den Zoo an. Bei dem rund einstündigen Rundgang durch das Gelände werden aktuelle Projekte vorgestellt, Hintergründe zu den Tieren erklärt und Fragen beantwortet. Die Führung findet bei jedem Wetter statt, sollte es stärker regnen, werden der Großteil des Rundgangs in den Häusern sein.

Die Führung kostet fünf Euro zusätzlich zum regulären Zooeintritt, Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre können kostenfrei beim Rundgang mitkommen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Tickets werden im Voraus an den Zookassen oder online unter https://zoo-karlsruhe.ticketfritz.de verkauft. Treffpunkt zur Führung ist um 11 Uhr an der Sonnenuhr bei der Kasse Süd.

zum Bild oben:
Der Umbau der Afrikasavannen-Anlage mit den Giraffen ist eines der Themen bei der Führung am kommenden Sonntag durch den Zoo.
Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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