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Samstag, 26. September 2020 Uhr

 
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Veranstaltungen 

Samstags-Forum Regio Freiburg: Herbstprogramm 2020

30. Gemeinschafts-Reihe: Energiewende - Klima - Atomausstieg - Wohnen/ökosoziale Stadtentwicklung.

Wie wollen und wie dürfen wir leben? Vorträge -- Diskussionen - Vorbild-Führungen vor Ort

Zum aktuellen Leitthema „Energiewende - - Klima – Atomausstieg - Wohnen/ökosoziale Stadtentwicklung: Wie wollen und wie dürfen wir leben?“ gibt es ab 26. Sept. bis 7. Nov. 2020 Vorträge, Konferenzen und Führungen bei der 30. Gemeinschaftsreihe des preisgekrönten Samstags-Forums Regio Freiburg des ge­meinnützigen Freiburger Vereins ECOtrinova und der Mitveranstalter, darunter der Landesnaturschutz­verband LNV e.V., der BUND Freiburg und Regionalverband, das Klimabündnis Freiburg und das Zentrum für erneuerbare Energien an der Universität. Die Teilnehmenden erleben führende Fachleute, Pioniere und Aktive im Saal und vor Ort mit Vorbildern. Schirmherrin seit Beginn des Samstags-Forums in 2006 ist die Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. Die Vorträge finden statt am 10. und 16.10. in Freiburg i.Br. im Bürgerhaus Zähringen, Lameystr. im Stadtteil Zähringen und am 26.9. und 7.11.im Hüttingersaal, Am Hägle 1 im Stadtteil Mooswald, jeweils ab 10:15 Uhr, am Freitag 16.10 ausnahmsweise ab 14:15 Uhr. Für alle Veranstaltungen besteht Pflicht zur namentlichen verbindlichen Anmeldung mit Kontaktangabe an ecotrinova@web.de oder an den Treffpunkt Freiburg T. 0761-2168730.Ort, Anfahrt und Treffpunkte für Führungen werden Angemeldeten mitgeteilt. Der Eintritt ist frei. Das von Dr. Georg Löser geleitete Programm ist online bei www.ecotrinova.de und liegt aus im Innenstadt-Rathaus sowie im Treffpunkt Freiburg Schwabentorring 2. Es gilt die Landes-Corona-Verordnung u.a. Maskenpflicht (nicht beim Sitzen), Abstand, Registrierung.

mit tabellarischer Veranstaltungsübersicht:

26.9. 10:15 „Region im Risiko: Fessenheim: Rückbau.Hochaktiver Atommüll.Atomschrottfabrik? Risse-Reaktoren Beznau, Leibstadt/Hochrhein. Schutz der Bevölkerung“. Eine Konferenz mit Aussprache. Mit Prof. Jürg Stöcklin, Präsident Trinationaler Atomschutzverband, Basel, und Dipl.-Ing. Simone Mohr, Öko-Institut Darmstadt, und weiteren Vortragenden.

10.10. 10:15 „#klimaretten. Jetzt Politik und Leben ändern! Unser Verhalten oder die Verhältnisse ändern?“ Vortrag und Autorenlesung zum Buch von Prof. Rainer Grießhammer, Öko-Institut e.V.. „Der Fuß- & Radentscheid Freiburg i.Br. - Für eine lebenswerte, klimafreundliche, sichere, flächengerechte Stadt“ mit SprecherIn des Bürgerbegehrens Fuß- und Radentscheid. Anschließend Infostand und Probefahrt mit Fahrradspezialitäten.

16.10. 14:15 -18:45 - Freitag: Konferenz „Mehr Wohnungen durch ökologisch-sozialen Umbau in Freiburg und Region“ mit ökosozialen Vorbildern, Dach-Ausbau, Aufstocken, Anbauen, Klimaschutz, Photovoltaik usw.. 12 Vortragende aus Stadt & Region Freiburg Br., darunter: Tanja Kenkmann, Öko-Institut e.V., Freiburg, Jürgen Schipek, Freiburger Stadtbau GmbH, Marc Ulrich, Vorstandsvorsitz. Bauverein Breisgau eG, Nicole Krauße, Studierendenwerk Freiburg, Erdem Akkus, Stadt Freiburg i.Br. und Architekten. Führung geplant für den 17.10.

07.11. 10:15: „Klimaschutz durch Wärmepumpen? Mit Manifest zur geplanten Elektrifizierung von Gebäuden.“ Dr. Falk Auer, Lahr, und weitere Berichte. Anschließend Führung zu Brennstoffzellen-Mini-BHKW für Strom und Wärm

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Verschiedenes 

Prognose: Rund 13 Mal weniger Fahrzeuge im Ostseetunnel als im Elbtunnel

Prognose: Rund 13 Mal weniger Fahrzeuge im Ostseetunnel als im Elbtunnel
Seeanemonen und Blättermoostierchen am Ostseegrund (c) Wolf Wichmann, NABU

Maximal 12.000 Fahrzeuge werden täglich die vierspuriger Autobahn durch den geplanten Fehmarnbelttunnel nutzen

Berlin, 02.09.2020 – Nur rund 12.000 Fahrzeuge pro Tag sollen künftig durch die Querung zwischen Deutschland und Dänemark fahren. Als Vergleich: Den achtspurigen Elbtunnel nutzen täglich circa 160.000 Fahrzeuge. Das ist mehr als das Dreizehnfache. Trotz der geringen Prognose soll der Ostseetunnel als vierspurige Autobahn durch den Fehmarnbelt gebaut werden. Für 12.000 Fahrzeuge pro Tag entsteht in Deutschland andernorts sonst nicht mal eine Ortsumgehung.

Ab 2021 sollen 18 Kilometer Meeresgrund aufgerissen und zubetoniert werden. Kostbare Lebensräume für Schweinswale, Seehunde und andere stark bedrohte Arten würden weitflächig zerstört – mit katastrophalen Folgen für das gesamte Ökosystem der Ostsee. Dabei haben Taucher des NABU und des Umweltministeriums Schleswig-Holstein streng geschützte Riffe entdeckt, die vom Bauträger offenbar „übersehen“ wurden. Ob der Planfeststellungsbeschluss zu Europas größtem und teuerstem Infrastrukturprojekt gekippt wird, entscheiden die Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ab dem 22. September. Eine NABU-Petition gegen den Ostseetunnel haben bereits über 93.000 Menschen gezeichnet.

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Verschiedenes 

NABU: Wichtiger Schritt auf dem Weg zur bleifreien Jagd

Krüger: Ein generelles Bleiverbot in Jagdmunition muss nun folgen

Berlin, 03.09.2020 – Den heute mit Zustimmung Deutschlands gefällten EU-Beschluss zum Verbot von Bleischrot in Feuchtgebieten kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:

„Der NABU begrüßt den heutigen, längst überfälligen Schritt. Endlich wird der Einstieg in den Ausstieg bei der Verwendung vom Umweltgift Blei in der Jagd begonnen. Ein generelles Bleiverbot in Jagdmunition muss nun folgen. Die jetzt diskutierte Änderung des Jagdgesetzes sollte das Bundeslandwirtschaftsministerium nutzen.“

Nach jahrelangen Verhandlungen und einer Reihe von Abschwächungen und Übergangsfristen, die unter anderem Deutschland durchgesetzt hatte, wurde heute im Chemikalien-Ausschuss der EU über einen Vorschlag der Europäischen Kommission abgestimmt, der ein Verbot von bleihaltiger Schrotmunition in Feuchtgebieten vorsieht. Ohne Einigung mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium hätte sich das federführende Umweltministerium in Brüssel enthalten müssen. Hiermit wäre die erforderliche Mehrheit für das Verbot wohl nicht zustande gekommen und die Blamage für die amtierende deutsche Ratspräsidentschaft perfekt gewesen.

In den letzten Wochen hatte der NABU gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Umweltverbänden aus ganz Europa Julia Klöckner zum Einlenken im Sinne des Natur- und Umweltschutzes aufgerufen.





Verschiedenes 

NABU legt Jahresbilanz vor

Auch 2019 mehr Mitglieder / Krüger: Klima- und Artenkrise erfordern entschlosseneres Handeln der Politik

Berlin, 03.09.2020 – Arten- und Klimaschutz sind Themen, die für immer mehr Menschen oberste Priorität haben. Das zeigte und zeigt sich beispielsweise an den Volksbegehren für Insektenschutz und eine bessere Landwirtschaft in Bayern, Brandenburg, Baden-Württemberg und Niedersachsen, den großen Kimaschutz-Demonstrationen und im steigenden Interesse an Themen wie klima-fitten Wäldern, naturnahem Gärtnern, Plastikfasten und gesunder Ernährung. Der NABU konnte im vergangenen Jahr erneut mehr Unterstützer für den Naturschutz gewinnen. 720.000 Mitglieder, 50.000 Fördernde und 2.000 Orts-, Kreis- und Fachgruppen zählten der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), zum 31. Dezember 2019.

„Was uns durch die fortschreitende Erderhitzung droht, haben wir alle während der Sommer 2018 und 2019 erlebt, die beide durch extreme Hitze und Dürre geprägt waren“, sagte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger bei der Vorstellung des NABU-Jahresberichts in Berlin. Viele Menschen seien zudem über den Zustand der Ökosysteme besorgt.

Klima- und Umweltschutz spielten auch bei der Europawahl im Mai 2019 laut Infratest dimap die wichtigste Rolle bei der Wahlentscheidung – ein klarer Auftrag an das neue EU-Parlament. Krüger: „Es kann kein Weiter so mehr geben. Dies hat auch die EU-Kommission erkannt und mit dem Green Deal Ende 2019 positiv überrascht. Europa muss zukunftsfähig werden – entschlossenes Handeln beim Klima- und Artenschutz ist dringender denn je.“

Zentral sei dabei die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. „Damit hat die EU jetzt die Chance, das Ruder herumzureißen und den vielen Agrarmilliarden einen echten gesellschaftlichen und ökologischen Mehrwert gegenüberzustellen“, so Krüger. „Die EU muss eine Landwirtschaft fördern, die ökologisch verträglich arbeitet, statt wie bisher Subventionen nach Flächengröße zu verteilen.“

„Der Klimawandel setzt auch unsere Wälder gewaltig unter Druck. Dabei brauchen wir dringend naturnähere, stabile Wälder zum Schutz des Klimas und zur Bewahrung der biologischen Vielfalt“, so Krüger weiter. „Der NABU hat 2019 ein Papier vorgelegt, in dem er eine klimaangepasste Forstwirtschaft mit mehr wilden Wäldern und einem schonenden Umgang mit dem Boden fordert.“

Auch für den NABU selbst brachte das Jahr 2019 Veränderungen: Jörg-Andreas Krüger löste am 9. November den langjährigen Präsidenten Olaf Tschimpke nach 16 erfolgreichen Jahren an der Verbandsspitze ab.

Die Einnahmen des NABU aus Mitgliedsbeiträgen stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 2,9 Millionen Euro auf 27,2 Millionen Euro (Vorjahr: 24,3 Millionen Euro). Die Spenden erhöhten sich 2019 gegenüber 2018 um rund 1,8 Millionen Euro auf insgesamt 9,3 Millionen Euro (Vorjahr: 7,5 Millionen Euro). Die Gesamterträge stiegen um 9,7 Millionen auf rund 55,7 Millionen Euro. Mit über 770.000 Mitgliedern und Förderern ist der NABU der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland mit einer breiten ehrenamtlichen Basis. Die 40.000 aktiven Mitglieder im NABU widmen sich dem Natur- und Umweltschutz zwischen Ostsee und Alpen mit rund 2,5 Millionen Stunden unentgeltlicher Arbeit im Jahr.

Krüger: „Wir brauchen auch in Zukunft Menschen, die sich einbringen und sich von der Größe der Herausforderungen nicht entmutigen lassen. Ich bedanke mich daher herzlich bei allen Ehren- und Hauptamtlichen, sowie bei all jenen, die uns und unsere Arbeit unterstützen oder sich auf anderem Wege für unsere Natur engagieren.“

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Verschiedenes 

Steuerliche Begünstigung von Produktionsabfällen verhindern!

Der Grüne Punkt, das Reinigungsmittelunternehmen Werner & Mertz sowie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordern eine einheitliche Definition für Kunststoffrecyclate

Das Thema Circular Economy wird im kommenden Jahrzehnt eine, wenn nicht DIE zentrale Aufgabe in puncto Umweltpolitik sein. Doch im Gegensatz zu Papier und Glas wird Kunststoff bisher immer noch zu einem deutlich geringeren Prozentsatz recycelt und danach zur Herstellung neuer Produkte genutzt: Bis 2025 müssen laut EU-Verpackungsrichtlinie 50 Prozent der Kunststoffverpackungen in der EU recycelt werden. Da zudem künftig Aufbereitungsverluste nicht mehr in die Berechnung der Recyclingquote einfließen dürfen, bedeutet das, dass sich die Recyclingmenge von Kunststoffverpackungen europaweit von aktuell etwa 4,6 Millionen Tonnen in den nächsten Jahren auf etwa acht Millionen Tonnen fast verdoppeln muss. Es bedarf deshalb einer erheblichen Kraftanstrengung und klarer politischer Rahmenbedingungen, um Umwelt und Rohstoffe durch das richtige Kunststoffrecycling zu schützen.

Die geringe Recyclingquote ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Verwendung von Neuware viel günstiger ist als der Einsatz von Recyclat – durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat sich dieser Kostenunterschied noch einmal verstärkt: Mit dem sinkenden Rohölpreis sind auch die Recyclingquoten rapide zurückgegangen. Laut einer aktuellen Umfrage des BDE fragen Verpackungshersteller 30 % weniger Recyclat nach.

Aus diesem Grund ist eine finanzielle Förderung von Verpackungen, die ganz oder teilweise aus Recyclat hergestellt werden, unumgänglich. So schreibt es das seit 2019 geltende Verpackungsgesetz vor und das ist auch der Ansatz der ab 2021 geltenden von der EU beschlossenen sogenannten „Plastiksteuer“ auf nicht recyceltes Plastik. Doch dabei ist eine Definition des Recyclat-Begriffs entscheidend: Wenn gesetzliche Regelungen Mindestquoten für Recyclatanteile in Verpackungen festsetzen oder der Einsatz von Recyclaten finanziell privilegiert werden soll, muss entsprechend klar definiert sein, worauf sich die Regelungen beziehen und zwar im zur Novellierung anstehenden Kreislaufwirtschaftsgesetz.

Eine echte Kreislaufwirtschaft setzt voraus, dass Abfälle, die beim Endverbraucher anfallen, hochwertig recycelt und wieder in den Produktkreislauf zurückgeführt werden. Die Verwertung von Produktionsabfällen hingegen, sogenanntes „Post-Industrial-Recyclat“, hilft nicht dabei, der Plastikvermüllung unseres Planeten entgegenzuwirken.

Deshalb fordern Der Grüne Punkt, die Werner & Mertz GmbH (u.a. Marke Frosch) sowie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine gesetzlich bindende Definition für Kunststoffrecyclate, bei der „Post-Consumer-Recyclate“ (PCR) bei der Förderung klar bevorzugt werden. Produktionsabfälle hingegen sollten entsprechend nicht als förderwürdiges Recyclat anerkannt werden und sollen auch nicht in die Berechnung zukünftiger Mindestquoten für Recyclatanteile in Verpackungen herangezogen werden.

Denn wenn industrieller Kunststoffabfall ebenfalls als Recyclat gilt, könnten sich viele Unternehmen für diesen einfacheren und billigeren Weg entscheiden, wie Reinhard Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter der Werner & Mertz GmbH, betont:

„Als der Pionier der hochwertigen Verwendung von PCR aus dem Gelben Sack wissen wir, dass die von uns entwickelten marktfähigen Lösungen sich nicht weiter durchsetzen werden, wenn Industrieabfälle für den Umweltschutz fälschlicherweise als gleichwertig behandelt werden. Industrieabfälle lassen sich deutlich günstiger aufbereiten und sind letztlich die Folge ineffizienter Prozesse. Dies sollte der Staat nicht auch noch subventionieren. Die Verbraucher erwarten hier zu recht nachhaltige Angebote und keine Tricks.“

Jörg-Andreas Krüger, Präsident des NABU, betont die große Bedeutung des Recyclings für den Umweltschutz: „Um Klima und Rohstoffe zu schützen, müssen wir unseren Verpackungsaufwand minimieren und die Kunststoffe in engen Kreisläufen führen. Dafür braucht es Hersteller, die auf recyclingfreundliches Design achten und Recyclingmaterial in hochwertigen Anwendungen einsetzen. Doch zu oft rechnen Unternehmen ihre Recyclingerfolge schön, indem sie lediglich ihre Produktionsreste verwerten. Sie lassen damit wahre Produktverantwortung vermissen. Damit mehr in das technisch herausfordernde Recycling von Abfällen aus dem Gelben Sack investiert wird, muss der Gesetzgeber die Verwertung dieser Abfallströme in besonderer Weise fördern und eine gesetzlich Definition für Kunststoffrecyclate einführen.“

Michael Wiener, CEO Der Grüne Punkt, geht sogar noch einen Schritt weiter und macht deutlich, dass die gesamte Kreislaufwirtschaft von der richtigen Definition abhängt: „Wir werden die Plastikkrise nur lösen, wenn Kunststoff kreislauffähig wird. Dazu müssen wir gerade an die Kunststoffabfälle heran, die beim Endverbraucher anfallen und bei denen das Recycling eine echte Herausforderung ist. Das Recycling von Produktionsabfällen braucht keine Förderung – das Recycling von Post-Consumer-Abfällen sehr wohl. Aus diesem Grund ist die Unterscheidung von grundlegender Bedeutung – und sie entscheidet über das Gelingen oder Scheitern der Kreislaufwirtschaft für Kunststoff.“

Alle drei sind sich einig, dass nur eine klare Definition des Recyclatbegriffs die Kreislaufwirtschaft retten und damit Klima und Umwelt schützen wird. Der Herkunftsnachweis könnte über das RAL Gütezeichen „%-Recycling Kunststoff“ erfolgen, das den prozentualen Anteil recycelter Kunststoffmaterialien aus dem Gelben Sack oder der Gelben Tonne in Produkten angibt. Die Wiederverwertung von Gewerbe- und Industrieabfällen wird in die Prozentangaben ausdrücklich nicht einbezogen, um gezielt Anreize für die Wiedernutzung von Plastikmaterialien aus Haushaltsabfällen zu schaffen.

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NABU: Der NABU engagiert sich seit 1899 für Mensch und Natur. Mit mehr als 770.000 Mitgliedern und Fördernden ist der NABU der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. Zu den wichtigsten Aufgaben des NABU zählen der Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft und nicht zuletzt der Klimaschutz. Die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse gehören zu den zentralen NABU-Anliegen. In den rund 2.000 NABU-Gruppen und rund 70 Infozentren in ganz Deutschland steht praktischer Naturschutz genauso auf dem Programm wie Lobbyarbeit, Umweltbildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Grüne Punkt: Die Unternehmen des Grünen Punkts sind als Dienstleister für die erweiterte Produzentenverantwortung, als führender Sekundärrohstofflieferant für Kunststoffe und als Premium-Produzent von Kunststoffrezyklaten der Lösungsanbieter für die Bedürfnisse der Kreislaufwirtschaft. Die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) hat mit dem Grünen Punkt als ihrem Markenzeichen das duale System in Deutschland mit eingeführt und aufgebaut und steht für intelligente Rücknahmesysteme sowie die Entwicklung und Vermarktung innovativer Rezyklate und Dienstleistungen. Die Systec Plastics stellt an den Standorten Eisfeld und Hörstel Premiumrezyklate der Marke Systalen für den internationalen Markt her. Die Unternehmen sind in der DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG zusammengefasst.

Werner & Mertz: Seit über 150 Jahren ist die Werner & Mertz GmbH am Standort Mainz vertreten und mit seinen Vertrauensmarken Frosch, Erdal und green care Professional als innovatives Unternehmen auf dem europäischen Markt bestens etabliert. Werner & Mertz arbeitet nach den Prinzipien einer umweltschonenden und nachhaltigen Wirtschaftsweise und betrachtet Nachhaltigkeit als gelebte Firmentradition. Mit der Initiative Frosch und gezielten Projektpartnerschaften bereitet Werner & Mertz zukunftsweisenden nachhaltigen Lösungen den Weg und gibt neue Impulse über die eigene Branche hinaus. www.werner-mertz.de

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Cargobike-Roadshow stoppt in Karlsruhe am 8. September

Cargobike-Roadshow stoppt in Karlsruhe am 8. September
© Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Heiko Simayer

Beratung und Ausprobieren auf dem Friedrichsplatz

Sie sind emissionsfrei, nehmen wenig Platz ein und umfahren den Stau: eCargobikes stehen wie kein anderes Verkehrsmittel so deutlich für die Verkehrswende. Insbesondere für kleinere Transporte wie Kinder oder Einkäufe sowie für Strecken in der Stadt stellen E-Lastenräder eine klimaschonende Alternative zum PKW dar. So kann dieser Fahrradtyp Kommunen dabei helfen, CO2-Emissionen zu reduzieren und Klimaschutzziele zu erreichen. Dieses Potential bleibt allerdings bei vielen Akteuren bisher noch unentdeckt. Karlsruhe möchte dies nun ändern - und holt dafür die Cargobike-Roadshow der AGFK-BW am Dienstag, 8. September, als Unterstützung zu sich.

Auto stehen lassen und Emissionen einsparen
Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff eCargobike? Es geht um das Lastenrad - ein Fahrradtyp, mit dem dank speziellen Konstruktionen kleinere Lasten sicher transportiert werden können. Das kleine "e" weist auf einen elektrischen Antrieb hin, welcher den Transport via Akku bis zu 25km/h (Pedelec) unterstützt. Damit wird der Weg zur Kita oder der Großeinkauf deutlich erleichtert. Auch Handwerksbetriebe greifen bereits gerne auf das E-Lastenrad zurück, um Aufträge im städtischen Raum zu erledigen. Für die Alltags- und Nahmobilität stellen eCargobikes so eine echte Alternative dar. Ein positiver Nebeneffekt: Das Auto bleibt für diese Kurz-Strecken stehen und CO2-Emissionen werden eingespart.

"Teil der Cargobike Roadshow 2020 der AGFK-BW zu sein, ermöglicht uns als Kommune, unseren Bürgerinnen und Bürgern die Vorteile dieser emissionsfreien Mobilitätsform aufzuzeigen", betont Ulrich Wagner, Bereichsleiter Verkehr beim Stadtplanungsamt. Denn um Klimaziele einzuhalten, müsse man weiter gemeinsam CO2-Emisisonen reduzieren: "E-Lastenräder, ob privat oder gewerblich, können definitiv dazu beitragen."

Gesetzesänderungen bringen neue Vorteile
Den Kauf von eCargobikes für den gewerblichen Zweck kann man sich schon heute im Rahmen der "Landesinitiative III Marktwachstum Elektromobilität" des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg fördern lassen. Aber auch für den privaten Gebrauch bieten sich E-Lastenräder immer mehr an. Eine gerade veröffentlichte Studie des EU-Projekts City Changer Cargo Bike zeigt, dass etwa die Hälfte (48 Prozent) der in 2020 (Januar bis April) verkauften Lastenräder an Privatnutzer ging - Tendenz steigend. Mit der neuen StVO-Novelle, in der auch Änderungen zugunsten von Cargobikes beschlossen wurden, könnten es bald noch mehr werden: So ist das Lastenrad zum einen als Zusatzzeichen in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen worden, welches zukünftig spezielle Ladezonen oder Parkplätze für Lastenräder ausweisen soll. Zum anderen wurde gesetzlich verankert, dass neben beweglichen Gütern auch der Transport von Personen in dafür ausgelegten Cargobikes erlaubt ist. Dies kommt insbesondere Familien entgegen.

Die Cargobike Roadshow 2020
Um den Zugang zu eCargobikes zu erleichtern, ist die zweiwöchige Cargobike Roadshow auch in Karlsruhe zu Gast. Die Stadt Karlsruhe ermöglicht so ihren Bürgerinnen und Bürgern, zwölf verschiedene E-Lastenräder anzuschauen und Probe zu fahren. Eine Auswahl, die der lokale Fahrradhandel bislang kaum leisten kann. Dies ist also eine einmalige Gelegenheit, sich auf unterschiedliche Lastenradtypen zu schwingen. Zusätzlich erhalten Interessierte vor Ort eine hersteller- und händlerunabhängige Beratung durch das erfahrene Team der Cargobike Roadshow. Karlsruher Fahrradhändler ergänzen die Roadshow mit ihrem Angebot.

Am Dienstag, 8. September, von 14 bis 19 Uhr sind alle Interessierten dazu eingeladen, an der Aktion auf dem Friedrichsplatz teilzunehmen - am besten mit eigenem Helm.

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Karlsruhe: Internationaler Tag für saubere Luft und blauen Himmel

Stadt gibt Tipps zum Schutz von Gesundheit und Klima

Am 7. September findet erstmalig der "International Day of Clean Air for blue skies" statt. Die Vereinten Nationen wollen damit auf die Gefahren von Schadstoffen in der Luft aufmerksam machen, denn Feinstaubemissionen können Lungenerkrankungen, Krebs oder auch Herz- und Kreislauferkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfälle, verursachen. Gleichzeitig sind viele Luftschadstoffe auch Treibhausgase, die in hohem Maße zur menschengemachten Klimakatastrophe beitragen. Saubere Luft schützt also Gesundheit und Klima.

Anlässlich des International Day of blue skies hat "Meine Grüne Stadt Karlsruhe" fünf Tipps, wie Menschen für saubere Luft sorgen können.

1. Das Fahrrad nutzen
Das "gute alte Fahrrad" spart Emissionen ein und fördert gleichzeitig Fitness und Gesundheit. Das gilt auch für das zu Fuß gehen – die ursprünglichste, gesündeste und emissionsfreite Art der Fortbewegung.

2. Auf Regionalität und Bioqualität achten
Lebensmittel, die regional produziert und verarbeitet werden, haben kürzere Transportwege hinter sich und schonen damit die Luft. Durch den Verzicht auf Kunstdünger und Pestizide wird bei Biolebensmitteln deutlich weniger CO2 ausgestoßen als bei Lebensmitteln aus konventioneller Landwirtschaft. Zusätzlich kann der Verzicht auf Fleisch und andere Tierprodukte CO2- und Methanemissionen stark mindern. Regional erzeugtes Obst und Gemüse sowie nachhaltig produzierte Produkte, wie etwa Säfte, Liköre, Milchprodukte, Ziegenprodukte, Essige oder Honig, werden zum Beispiel jeden Mittwoch von 16 bis 20 Uhr beim Abendmarkt auf dem Marktplatz angeboten.

3. Notwendigkeit von Produktkäufen überdenken
Dinge, die erst gar nicht produziert werden müssen, schonen Luft und Klima. Das gilt auch für Produkte, die lange halten oder vielfach verwendet werden können. Viele Gegenstände kann man auch leihen. Im leih.lokal in der Karlsruher Oststadt können nützliche Gebrauchsgegenstände für Heimwerkerinnen und Heimwerker, Haushalt, Küche, Kinder und Freizeit gegen ein kleines Pfand ausgeliehen werden.

4. Sparsame Nutzung von Ressourcen
Die sparsame Nutzung von Ressourcen wie Strom, Gas oder Wasser reduziert Emissionen bei der Energieproduktion und Entsorgung. In Kooperation mit der Verbraucherzentrale bietet die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) kostengünstige Energiesparchecks für Mieterinnen und Mieter an.

5. Strom selber machen
Regenerativer Strom spart CO2 und kann heute ganz einfach selbst erzeugt werden. Die eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach oder ein Blockheizkraftwerk im Keller machen die Energiewende zu Hause möglich und sind auch wirtschaftlich attraktiv. Hierzu berät die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK).

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Verschiedenes 

EFFEKTE: Klimawandel als Chance für Neues

EFFEKTE: Klimawandel als Chance für Neues
EFFEKTE im September © Stadt Karlsruhe

Dritte Online-Ausgabe beschäftigt sich mit politischen und sozialen Veränderungen

Dass unter "Klimawandel" nicht nur die vom Menschen beeinflusste Veränderung des globalen Klimas zu verstehen ist, sondern auch die Veränderung politischer oder sozialer Strömungen, zeigt die dritte Online-Ausgabe der EFFEKTE-Reihe, die erstmalig am Dienstag, 8. September, um 19.30 Uhr auf www.effekte-karlsruhe.de ausgestrahlt wird.

Ludger Pfanz, Vorsitzender des The Future Design Institute und Leiter des internationalen BEYOND Festivals zeigt auf, wie "Future Design" versucht, neue Narrative für das 21. Jahrhundert zu entwerfen, indem soziale Verantwortung und persönliche Freiheit wieder zusammengebracht werden. Natur und neue Technologien schließen sich dabei nicht gegenseitig aus. In seinem Vortrag erläutert Pfanz, welche neuen Narrative sich für das 21. Jahrhundert abzeichnen. Zum einen das "Silicon Valley Narrativ", in dem - vereinfacht - die individuelle Freiheit absolut über der sozialen Verantwortung liegt. Dem gegenüber steht das asiatische "Expertocratie-Narrativ", bei dem der Staat mit Hilfe künstlicher Intelligenz totale Kontrolle ausübt, jede und jeder Einzelne dem Gemeinwohl dient und absolute soziale Verantwortung gilt.

Im zweiten Vortrag geht es um "Klimawandel" im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Denn um die 17 globalen Klimaziele der UN zu erreichen, müssen bioökonomische Konzepte entwickelt werden, die wiederum Kompromisse verlangen, da soziale, ökologische und ökonomische Anforderungen erfüllt werden müssen. Sven Willrich vom FZI Forschungszentrum Informatik widmet sich in seinem Vortrag einer tragenden Säule der Bioökonomie: der Forstwirtschaft. Um eine ökologisch und ökonomisch aussichtsreiche Zukunft für das Gemeingut Wald zu entwerfen, werden digitale Technologien wie die Blockchain aufgegriffen, bei der Datensätze mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet sind. Sie unterstützt die partizipative Entscheidungsfindung und führt Wald-Nutzerinnen und –nutzer so zusammen, dass sie trotz nicht immer kooperativen Verhaltens gemeinwohlorientierte Ziele erreichen können. So kann die Vision einer digitalen, nachhaltigen Waldbewirtschaftung entstehen.

Nach den Vorträgen stehen die Expertinnen und Experten dem Publikum im Live Chat zur Verfügung. Hierfür können sich Interessierte einfach bei You-Tube zur Premiere um 19.30 Uhr einloggen.

Zur EFFEKTE-Reihe

Die EFFEKTE-Reihe findet bereits zum vierten Mal statt und lädt wieder alle Interessierten dazu ein, in die Welt der Wissenschaft einzutauchen. Unter dem diesjährigen Motto "Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit" stellen Expertinnen und Experten auf unterhaltsame Art jeweils einen Abend lang ihre Themen vor und kommen mit Zuschauerinnen und Zuschauern ins Gespräch, unabhängig von deren Vorwissen. Aufgrund der Corona-Situation finden die EFFEKTE-Termine 2020 digital statt. Auf www.effekte-karlsruhe.de können die Vorträge verfolgt werden. Dort, wie auch auf dem Facebook-Kanal des Wissenschaftsbüros, gibt es zudem weitere Informationen zur EFFEKTE-Reihe und Impressionen vom Wissenschaftsfestival EFFEKTE. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Wissenschaftsbüro Karlsruhe

Das Wissenschaftsbüro der Stadt Karlsruhe konzipiert Projekte, die Karlsruhe als Wissenschafts- und Technologiestandort überregional vermarkten und die Stadt für Studierende, Fachkräfte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch attraktiver machen sollen. Es vernetzt Wissenschaft und Stadtgesellschaft miteinander und fördert den Dialog durch Veranstaltungen wie EFFEKTE, die interessierten Bürgerinnen und Bürgern wissenschaftliche Themen auf unterhaltsame und verständliche Art und Weise näher bringen und dafür begeistern sollen.

zum Bild oben:
Bei der nächsten Veranstaltung der EFFEKTE-Reihe geht es auch um soziale und politische Veränderungen.
© Stadt Karlsruhe

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