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Veranstaltungen 

Karlsruhe: Saisonabschluss der Offenen Pforte

Karlsruhe: Saisonabschluss der Offenen Pforte
Verborgener Rückzugsort in der Durlacher Weiherstraße © Stadt Karlsruhe

Idyllisches Garten-Atelier in Durlach

Zum letzten Mal in diesem Jahr lädt die Offene Pforte Gartenfreunde dazu ein, sich im privaten Grün Gleichgesinnter umzuschauen. Dieses Mal gibt es am Samstag, 26. September, und am Sonntag, 27. September (jeweils von 11 bis 18 Uhr), ein Garten-Atelier zu entdecken, das verborgen hinter den Grundstücken der Weiherstraße 12 und 13 in Durlach liegt. Erschlossen ist dieser etwa 350 Quadratmeter große Garten, der vor einigen Jahren als Rückzugsort und Sommeratelier angelegt wurde, über einen Fußweg, der zwischen den Häusern hindurch führt. Das schmale Grundstück ist eine Idylle, die zum Verweilen einlädt und Raum für Kunst bietet. Neben Obst und Kräutern steht die Farbe der Staudenblüten im Vordergrund.

Zusätzlich besteht auch zum Abschluss der Saison noch die Möglichkeit, nach telefonischer Vereinbarung durch zahlreiche weitere Gärten zu streifen. Alle aktualisierten Termine und Details zu den Gärten gibt es online unter www.karlsruhe.de/offenepforte.

Allgemeine Hygiene- und Kontaktvorschriften

Es gelten für die Gartenbesuche die allgemeinen Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften, sprich ein Mindestabstand von eineinhalb Metern. Gegebenenfalls sind Sonderregelungen für separate Wegenutzungen zu berücksichtigen. Es wird um Verständnis gebeten, dass die teilnehmenden Gartenbesitzerinnen und -besitzer dazu angehalten sind, darauf zu achten, dass sich maximal 20 Personen gleichzeitig im Garten aufhalten. Besucherinnen und Besucher werden gebeten Angaben zu ihrem Namen, der Adresse sowie eine Rufnummer zu hinterlassen, um mögliche Infektionswege nachvollziehen zu können. Diese Regelungen sind immer vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung von COVID-19 zu betrachten und können sich situationsbedingt in den kommenden Wochen und Monaten ändern.

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Verschiedenes 

NABU: Verhandlung zur Fehmarnbeltquerung startet am Bundesverwaltungsgericht

Es ist das größte deutsche Umweltrechtsverfahren / Sieben Verhandlungstage sind anberaumt / Krüger: Der Tunnelbau muss gestoppt werden!

Berlin, 21.09.2020 – Morgen, am 22. September 2020, beginnt die Verhandlung der NABU-Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Festen Fehmarnbeltquerung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Angesichts der prognostizierten Verkehrsmengen von täglich nur rund 12.000 Fahrzeugen (Elbtunnel: 160.000) ist dieser Absenktunnel, für den in 100 Meter Breite, 30 Meter Tiefe und 18 Kilometer Länge Meeresgrund aufgerissen und zubetoniert werden, völlig überdimensioniert und aus der Zeit gefallen. Der geplante Tunnel führt mitten durch ein Meeresschutzgebiet, ausgewiesen für artenreiche Riffe und Sandbänke – einer der letzten Rückzugsräume für Schweinswale, Seehunde, seltene Schwämme und Muscheln.

„Knapp 100.000 Bundesbürger unterstützen unsere Forderung, den Tunnelbau zu stoppen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Sie fordern Verkehrsminister Andreas Scheuer auf, das Projekt noch einmal zu überdenken und gemäß Artikel 22 des Staatsvertrags mit seinem dänischen Kollegen neu zu verhandeln: „Klimakrise, Artenkrise und das Konzept der Mobilitätswende finden keinerlei Berücksichtigung im Projekt.“ Dieses folge allein der Idee des Straßenverkehrswachstums.

„Die Mängel im Planfeststellungsbeschluss müssen aufgearbeitet werden“, so der NABU-Präsident weiter. Die kritische Lage des Schweinswals im Schutzgebiet Fehmarnbelt müsse bei der Entscheidung angemessen berücksichtigt werden und schließe eine jahrelange Baustelle aus. „Die Kulisse wertvoller Riffe hat sich seit den ersten Tauchgängen, die der NABU im Sommer 2019 beauftragt hat, und den darauf folgenden Untersuchungen des Landes deutlich verändert“, fügt Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz, hinzu. „Gleich vier neue Riffe liegen unmittelbar an oder auf der Trasse, blieben aber in der Genehmigung unberücksichtigt. Hier stellt sich die Frage, wie sich der drohende Umweltschaden dadurch verstärkt, und ob das Natura-2000-Schutzgebietsnetzwerk in den schleswig-holsteinischen Gewässern nicht angepasst und die Tunneltrasse unter Schutz gestellt werden muss.“ Die Genehmigung dürfe auch die Augen vor möglichen Munitionsaltlasten nicht verschließen.

Bis zum 2. Oktober 2020 ist das größte deutsche Umweltrechtsverfahren festgesetzt. Gegen Ende des Jahres wird die Urteilsverkündung erwartet.

Hintergrund und Chronik in Kürze:

Vor 25 Jahren, also noch zur Regierungszeit Helmut Kohls, beginnt die Planung des Ostseetunnels mit ersten Machbarkeitsstudien. 2008 wird zwischen Dänemark und Deutschland ein Staatsvertrag zum Bau der Fehmarnbeltquerung geschlossen. Damals noch als Schrägkabelbrücke geplant, kommt 2011 die Tunnel-Entscheidung. Das Amt für Planfeststellung des Landes Schleswig-Holstein gibt im Januar 2019 Vorhabenträger Femern/AS grünes Licht für den Bau Europas größten Infrastrukturprojekts. Der NABU klagt im April 2019 gegen den Planfeststellungsbeschluss, schätzt den ökologischen Schaden durch den Tunnelbau im Meeresschutzgebiet als verheerend und unverhältnismäßig ein. Im September 2019 nach Taucharbeiten die Bestätigung: Sie weisen mehrere Quadratkilometer große Riffstrukturen nach – genau dort, wo der Fehmarnbelt-Tunnel gebaut werden soll. In den Gutachten von Femern A/S fanden sich 2013 noch Hinweise auf solche Riffe, in der eigentlichen Umweltverträglichkeitsstudie wurde daraus Feinsubstrat – also Sand oder Schlick. Die Zerstörung kostbarer artenreicher Riffe wurde also nie geprüft.
Die unwiederbringliche Zerstörung des einmaligen Ökosystems durch den Bau des Absenktunnels wiegt umso schwerer, als dass der Bedarf dafür fehlt. Der Verkehr kann mühelos über die bestehenden Straßen- und Schienenverbindungen über Land, Brücken und Fähre abgewickelt werden. Der NABU fordert daher einen Ausstieg aus dem Projekt. Sollte dies politisch mit unseren dänischen Nachbarn nicht durchsetzbar sein, muss nach Einschätzung des NABU zwingend die ökologisch verträglichste Tunnelvariante gebaut werden: Ein bergmännisch gebohrter Eisenbahntunnel.

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Verschiedenes 

NABU: Green Deal muss auch in der Landwirtschaft realisiert werden

NABU fordert Ministerin Klöckner auf, sich im Agrarrat für einen grünen Aufschwung in der GAP einzusetzen

Berlin, 17.09.2020 – Ein Bündnis aus rund 200 Polikern, Wirtschaftsführern, Handelsverbänden, Umweltorganisationen und Denkfabriken hat im Vorfeld des am Montag beginnenden Agrarrats einen grünen Aufschwung in der Landwirtschaft gefordert. Auch NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger gehört zu den Unterzeichnern des Aufrufs „EU Green Recovery for Agriculture“. Der Aufruf dringt darauf, die EU-Ernährungsstrategie zu „Farm to Fork“ und die EU-Strategie zur Biodiversität als Blaupausen für eine nachhaltigere Landwirtschaft zu nutzen. In einem Monat werden das Europäische Parlament und die nationalen Landwirtschaftsminister über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) abstimmen.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Der Green Deal muss auch in der Landwirtschaft realisiert werden. Frau Klöckner muss im Agrarrat dafür eintreten, dass für die künftige Gemeinsame Agrarpolitik die Strategien zur Biodiversität und die Ernährungsstrategie zu ,Farm to Fork‘ als Blaupausen genutzt werden. Landwirtinnen und Landwirte brauchen Unterstützung, um naturfreundlicher wirtschaften zu können. Nur so kann die Landwirtschaft zukunftsfähig werden.“

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Verschiedenes 

NABU legt Studie zum Einfluss der Forstwirtschaft auf den Wasserhaushalt vor

Krüger: Wir brauchen Änderung des Bundeswaldgesetzes, Zusammenhang von Wald und Wasser muss berücksichtigt werden

Berlin, 16.09.2020 – Die Wälder in Deutschland leiden massiv unter Hitze und den fehlenden Niederschlägen der vergangenen drei Jahre. Wie Wälder gegen die Auswirkungen des Klimawandels stark gemacht werden können, zeigt die Studie „Wasserhaushalt und Forstwirtschaft“, die der NABU heute vorgelegt hat.

„Wälder sind enorm wichtig für die Bildung von Niederschlag, für die Temperaturregulierung und Speicherung von Wasser. Wir brauchen dringend eine Änderung des Bundeswaldgesetzes, die den engen Zusammenhang zwischen Wasser und Wald in den Vordergrund stellt, wie ihn auch unsere Studie belegt. Um Wälder gegen die Auswirkungen der Erderhitzung zu wappnen, muss das Wasser möglichst lange im Wald gehalten werden“, so der NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Die Studie des Öko-Instituts zeigt, dass, um Wasser im Wald zu halten, naturnahe Wälder erhalten und gefördert werden müssen. Wälder sollten aus heimischen Laubbaumarten bestehen und über ein möglichst dichtes Kronendach verfügen. So wird die Sonneneinstrahlung reduziert und die so wichtige Wasserspeicherung gefördert. Darüber hinaus muss der Waldboden geschützt und die Humusbildung unterstützt werden.

Wälder wirken sich auch positiv auf den Wasserhaushalt ihrer Umgebung aus. Da Deutschland zu gut über einem Drittel von Wäldern bedeckt ist, ist der Zustand der Wälder für den gesamten Wasserhaushalt wichtig. Durch einen Waldumbau hin zu Laubmischwäldern, kann die Grundwasserversorgung gerade in trockenen Regionen langfristig verbessert werden.

Fast die komplette Waldfläche Deutschlands wird bewirtschaftet. Die Forstwirtschaft hat daher einen großen Einfluss auf den Wasserhaushalt der Wälder. Die Branche sucht derzeit nach Baumarten, die sich an die zukünftigen klimatischen Bedingungen in Deutschland anpassen können und zudem schnell wachsen, um die Holzproduktion zu fördern. „Dabei wird viel zu wenig beachtet, dass heimische Baumarten Teil vielfältiger Ökosysteme sind“, so Krüger. Die verschiedenen Lebewesen in diesen Ökosystemen stehen in Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten. So können Baumarten durch Pilze besser Nährstoffe aufnehmen, während sie an die Pilze Zucker abgeben, den diese nicht selbst bilden können. Durch den Austausch von Baumarten werden diese Netzwerke zerstört.

„Heimische Baumarten wie die Rotbuche leiten zudem mit ihrer trichterförmigen Aststruktur besonders viel Regenwasser den Stamm hinab und tragen so maßgeblich dazu bei, dass Wasser in den Boden gelangt. Da sie zusätzlich über fünf Monate im Jahr kein Blätter tragen und so kein Wasser verdunsten, haben sie im Vergleich mit Nadelbaumarten, einen positiven Einfluss auf die Grundwasserneubildung“, so der NABU-Waldreferent Stefan Adler.

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Verschiedenes 

NABU: Weltgemeinschaft hat beim Schutz der biologischen Vielfalt versagt

Global Biodiversity Outlook 5 veröffentlicht / Krüger: Funktionsfähige Ökosysteme und die Artenvielfalt sind unsere Lebensgrundlage - Wir dürfen sie nicht weiter aufs Spiel setzen    

Berlin,15.09.2020 – Die Weltgemeinschaft hat ihre Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt deutlich verfehlt. Nach dem heute veröffentlichten „Global Biodiversity Outlook 5“ wurde kein einziges der vor zehn Jahren für 2020 gesetzten Ziele von den 196 Vertragsstaaten des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) vollständig erreicht. Zerstörung von Lebensraum, zu intensive Landnutzung, Überfischung, Umweltverschmutzung, die Einwanderung invasiver Arten und die Erdüberhitzung bedrohen Millionen von Tieren und Pflanzen. Der Bericht zum Zustand der Biodiversität lässt nur wenige Fortschritte erkennen, wie etwa bei der Ausweisung von Schutzgebieten.

„Das Abkommen krankt an seiner Unverbindlichkeit, so ist es leider nicht verwunderlich, dass die Ziele verfehlt wurden“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas-Krüger. Ein großes Problem sei auch der falsche Einsatz von Subventionen: „Naturschädliche Subventionen sind in im vergangenen Jahrzehnt kaum reduziert worden, obwohl sich die Regierungen dazu 2010 verpflichtet hatten. Gleichzeitig fehlt es an finanziellen Anreizen für naturverträgliches Wirtschaften. Die aktuelle EU-Agrarpolitik ist ein trauriges Beispiel dafür, wie man mit viel Geld großen Schaden anrichten kann.“

Zudem fehlen vielen Schutzgebieten die Mittel für effektive Betreuung und Pflege. Allein in Deutschland fehlen nach Angaben der Bundesregierung 900 Millionen Euro jährlich für Arten- und Naturschutz. Die EU-Kommission schätzt einen europaweiten Bedarf von mindestens 20 Milliarden Euro pro Jahr. Der NABU unterstützt daher die Forderung des Europäischen Parlaments in den aktuell laufenden Haushaltsverhandlungen, zehn Prozent aller EU-Gelder für den Erhalt der biologischen Vielfalt bereitzustellen. Dies sollte für den mehrjährigen EU-Finanzrahmen genauso gelten wie für das geplante Corona-Hilfspaket.

In den nächsten Tagen steht die nächste Verhandlungsrunde zwischen dem EU-Parlament und der deutschen Ratspräsidentschaft an. „Angela Merkel muss im Namen der Staats- und Regierungschefs der Forderung des Parlaments nach zehn Prozent des EU-Haushalts für biologische Vielfalt nachgeben. Funktionsfähige Ökosysteme und die Artenvielfalt sind unsere Lebensgrundlage. Wir dürfen sie nicht weiter aufs Spiel setzen“, so der NABU-Präsident weiter, „Investitionen in die Biodiversität sind Investitionen in eine gesunde Zukunft. Daher muss die EU auch bei den laufenden Verhandlungen zu einem neuen globalen Übereinkommen für die biologische Vielfalt eine Führungsrolle übernehmen und mit gutem Beispiel vorangehen.“

Hintergrund

Im Jahr 2010 hatten sich die Vertragsstaaten der CBD auf ihrer 10. Konferenz (CBD-COP10) in Japan auf 20 konkrete Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt verständigt – die sogenannten Aichi-Ziele. Diese Ziele sollten im Rahmen des „Strategischen Plans 2011-2020“ bis zu diesem Jahr erreicht werden, um den dramatischen Verlust der Vielfalt an Arten, Genen und Ökosystemen zu stoppen. Die CBD-Vertragsstaaten hatten sich dazu verpflichtet, nationale Strategiepläne auszuarbeiten, um die Ziele gemeinsam zu erreichen. 2021 soll auf der nächsten CBD-Vertragsstaatenkonferenz ein neuer strategischer Plan verabschiedet werden.

Der Global Biodiversity Outlook ist ein seit 2001 regelmäßig erscheinender Bericht über den Zustand der Biodiversität und wird Auftrag der Vertragsstaaten des Übereinkommens zur biologischen Vielfalt erstellt.

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Veranstaltungen 

Freiburg: Vielfältiger Stadtwald

Freiburg: Vielfältiger Stadtwald
Waldhaus Radtour / Foto: Nicole Schmalfuss

Radtour in drei Etappen und Schauinsland-Wanderung am 27. September. Jetzt anmelden

Mehr Anlass geht nicht: Die Stadt Freiburg feiert (mit Einschränkungen) ihren 900. Geburtstag, das städtische Umweltdezernat begeht in diesen Wochen sein 30-jähriges Jubiläum, im Waldhaus nimmt die große Ausstellung „Stadt Wald Mensch – 900 Jahre Wald für Freiburg“ wieder Fahrt auf.

Diese drei schönen Termine haben das städtische Forstamt und das Waldhaus genutzt, um eine – in dieser Form nie dagewesene - Radtour zu organisieren. Am Sonntag, 27. September, führt diese Tour vom Mooswald hinauf zum Schauinsland. In Kooperation mit der Universität Freiburg gibt es zeitgleich auch eine Wanderung am Schauinsland.

Mit 5200 Hektar Wald gehört Freiburg zu den waldreichsten Kommunen Deutschlands. Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Stadt und Wald sind hier eng miteinander verknüpft. Der Stadtwald erstreckt sich vom Mooswald in der Ebene bis zum Gipfel des Schauinslands über 1000 Höhenmeter. Bedingt durch unterschiedliche Böden, Niederschläge, Temperaturen und Geschichte der Bewirtschaftung haben sich von den Eichen-Hainbuchenwäldern in der Ebene bis zu den subalpinen BucheTannenwäldern in der Bergregion vielfältige Waldbilder entwickelt. Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß und Revierförster Bernhard Friedmann führen nun am Sonntag, 27. September, mit Fahrrad oder E-Bike durch die Wälder der verschiedenen Höhenlagen.

Die gesamte Strecke der Radtour umfasst etwa 40 Kilometer und 1.400 Höhenmeter. Ohne Elektroantrieb erfordert sie entsprechende Kondition. Jedoch besteht die Möglichkeit, auch nur eine oder zwei der insgesamt drei Etappen zu bewältigen. Das entspannte Tempo richtet sich nach den unmotorisierten Teilnehmenden. Ziel der dritten Etappe ist der Schauinslandgipfel, die Abfahrt von dort erfolgt selbstständig, nach Lust und Laune auch mit gemeinsamer Einkehr im Gasthaus Holzschlägermatte.

Etappe 1 (10 km, flach) startet um 9 Uhr in Waltershofen und führt durch den Mooswald nach St. Georgen. Etappe 2 (10 km, 300 Höhenmeter) beginnt um 10.30 Uhr in St. Georgen und führt über Schönberg und Rehbrunnen zum Waldhaus in der Wonnhalde. Hier besteht die Möglichkeit zum Mittagessen aus dem Suppentopf (bitte bei der Anmeldung angeben). Etappe 3 (20 km, 1.100 Höhenmeter) startet um 13 Uhr, nach dem Mittagessen, am Waldhaus und führt auf den Schauinsland.

Die Tour führt über Forstwege, die Fahrräder müssen entsprechend bereift sein. Ab der zweiten Etappe am Schönberg erklimmen die Fahrer Steigungen bis zu 15 Prozent; zuoberst am Schauinsland sind es kurz auch mal 20 Prozent. Schieben ist keine Schande, eine geeignete Gangschaltung und Kondition (oder E-Unterstützung) sind aber Voraussetzung für eine genussvolle Tour. Das Mindestalter ist 10 Jahre.

Bei schlechtem Wetter wird die Tour gegebenenfalls verkürzt oder abgesagt. Diese Information erfolgt per Mail am Freitag, 25. September, bis 14 Uhr.

Schauinslandwanderung: Von der Bergstation nach Günterstal Auf einer Wanderung von der Bergstation bis zum Fuße des Schauinslands in Günterstal erläutet Prof. em. Dr. Jürgen Huss vom Institut für Waldbau der Universität Freiburg waldbauliche und kulturhistorische Aspekte des Waldes und der Waldbewirtschaftung. Auf einer Gesamtstrecke von 12 bis 15 Kilometer führt die Wanderung fast 1000 Höhenmeter bergab, daher setzt die Teilnahme eine gewisse Kondition und „Geländegängigkeit“ voraus. Die Tour startet um 10.15 Uhr an der Talstation Schauinslandbahn (die Fahrt zahlt jeder selbst) oder alternativ um 11 Uhr am Eingang der Bergstation. Ende ist gegen 17 Uhr.

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist frei. Anmeldungen bis Dienstag, 15. September, beim Waldhaus Freiburg: info@waldhausfreiburg.de, Tel. 0761/896 477 10.

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NABU erinnert an 30 Jahre Nationalparkprogramm der DDR

Miller: Naturschutz in Deutschland profitiert noch heute davon / Bundesregierung muss Naturerbe schützen

Berlin, 11.09.2020 – Das „Tafelsilber der Deutschen Einheit“ feiert Jubiläum: Am 12. September 1990 wurden auf Beschluss des letzten DDR-Ministerrats 4,5 Prozent der Landesfläche der DDR als Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks ausgewiesen. „Diese historische Leistung der DDR-Naturschützer ist nicht hoch genug anzuerkennen“, betont NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Zu verdanken ist dieser Erfolg ambitionierten Naturschützer rund um den engagierten Biologen Michael Succow. Davon profitiert der Naturschutz in Deutschland bis heute.“ Succow war auch maßgeblich an der Vereinigung des NABU zu einem gesamtdeutschen Verband beteiligt. Als NABU-Vizepräsident von 1990 bis 2003 hat er wichtige Impulse für den Aufbau des NABUs in Ostdeutschland gegeben.

Unter den damals gesicherten Flächen sind die fünf Nationalparke Vorpommersche Boddenlandschaft, Jasmund auf Rügen, Müritz, der Hochharz und die Sächsische Schweiz. Dazu kommen sechs Biosphärenreservate: Südost-Rügen, Schorfheide-Chorin, Spreewald, Mittlere Elbe, Rhön und Vessertal sowie 16 Naturparke. Von den Naturparken wurden zunächst aber nur drei beschlossen, nämlich Schaalsee, Drömling und Märkische Schweiz. Damit waren rund 500.000 Hektar oder 4,5 Prozent des DDR-Gebiets gesichert und via Einheitsvertrag in das vereinte Deutschland übernommen. Fast alle übrigen einstweilig gesicherten Naturparke wurden in den Folgejahren noch ausgewiesen. Das gleiche gilt für den bereits zu DDR-Zeiten konzipierten Nationalpark Unteres Odertal. Andere Gebiete wurden erweitert oder umgewandelt. So ist die Schaalseeregion heute Biosphärenreservat und unweit des Vessertals entstand neu der Nationalpark Hainich.

Der Erfolg vom September 1990 hat eine lange Vorgeschichte. Schon 1953 hatte Kurt Kretschmann – Vater der Naturschutzeule und inzwischen verstorbener NABU-Ehrenpräsident – versucht, Nationalparke im DDR-Naturschutzgesetz zu verankern. Der Versuch scheitert ebenso wie spätere, etwa im Elbsandsteingebirge oder auf dem Darß ein solches Reservat einzurichten. So hat am Ende der Westen die Nase vorne, wo 1970 der Bayerische Wald zum ersten deutschen Nationalpark erklärt wird.

Das „Tafelsilber der deutschen Einheit“, wie der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer die 1990 ausgewiesenen Naturschutzgebiete nannte, müsse aber auch Verpflichtung für die heute Handelnden sein. Miller: „Es reicht nicht, sich auf der Vergangenheit auszuruhen. Heutzutage kann man Deutschlands Natur nicht ohne das Nationale Naturerbe denken – die Bundesregierung drückt sich aber aktuell um ihre diesbezüglichen Hausaufgaben.“ Der NABU fordert daher die Regierungskoalition auf, endlich den Weg frei zu machen für die Übertragung der Flächen der sogenannten vierten Tranche im Umfang von insgesamt 30.000 Hektar, wie es im Koalitionsvertrag festgelegt ist.

Hintergrund Nationales Naturerbe (NNE):
Durch die Übertragung bundeseigener Flächen an Bundesländer und gemeinnützige Stiftungen wollen Bundesregierungen seit den 2000er Jahren wertvolle Gebiete für den Naturschutz sichern. Im Koalitionsvertrag hat die amtierende Bundesregierung die Fortführung des Nationalen Naturerbes vereinbart: „Das erfolgreiche Programm „Nationales Naturerbe“ werden wir mit einer vierten Tranche über 30 000 Hektar, darunter 20 000 Hektar von der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH [BVVG], fortsetzen.“ Eine Übertragung der Flächen hat bisher jedoch nicht stattgefunden. Hierfür müsste das Ausgleichsleistungsgesetz (AusglLeistG) angepasst werden, das dafür notwendige Gesetzgebungsverfahren wurde immer noch nicht eingeleitet.

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NABU-Kreuzfahrtranking 2020: Branche nicht auf Kurs für Klimaschutz

Miller: Bisher weitestgehend Lippenbekenntnisse – NABU stellt Fahrplan für emissionsfreie Kreuzschifffahrt vor

Berlin/Hamburg – Das Gros der Kreuzfahrtbranche ist weit davon entfernt, den Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens zu entsprechen. Das ist das Ergebnis des heute veröffentlichten NABU-Kreuzfahrtrankings. Die Abfrage bei den 18 größten Anbietern auf dem europäischen Markt ergab, dass kaum eine Reederei eine konkrete Strategie hat, den konsequenten Umbau der Flotte in Richtung emissionsfreiem Betrieb voranzutreiben. Allenfalls einzelne Unternehmen, wie Ponant und AIDA, haben die Entwicklung entsprechender Antriebe angefangen und teilweise sogar in Pilotprojekten zum Einsatz gebracht. Auch prominente Anbieter aus Deutschland, wie TUI Cruises oder Hapag-Lloyd Cruises, stellen sich noch nicht im nötigen Maße der Herausforderung des Klimaschutzes, schneiden aber zusammen mit MSC und dem norwegischen Anbieter Hurtigruten deutlich besser ab als der Branchenschnitt.

„Klimaschutz in der Kreuzschifffahrt ist derzeit vor allem ein Lippenbekenntnis. Neun von 15 Anbietern bekennen sich zwar auf Nachfrage zu den Pariser Klimazielen. Sie haben aber keine nachvollziehbare Strategie, wie die Ziele erreicht werden können“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Noch mehr hapert es an der Umsetzung. Der Branche läuft die Zeit davon, wenn sie im Jahr 2050 vollständig emissionsfrei unterwegs sein möchte.“

Mit Blick auf die durch das Corona-Virus bedingte Krise der Branche warnten die Umweltschützer davor, bereits in Aussicht gestellte Investitionen in den Klimaschutz zurückzunehmen. Daniel Rieger, NABU-Kreuzfahrtexperte: „Die bislang erfolgsverwöhnte Branche sollte die Zwangspause nutzen, um sich ernsthaft mit der Frage zu beschäftigen, unter welchen Vorzeichen die Kreuzfahrt eine Zukunft haben kann. Auch die Politik muss eingreifen, Umwelt- und Klimaschutzauflagen sollten zur Voraussetzung für staatliche Hilfen werden. Erfreulicherweise nehmen auf europäischer Ebene Regulierungen Gestalt an, die die Schifffahrt in den Emissionshandel einbeziehen und die Steuerbefreiung mariner Kraftstoffe beenden. Der Druck auf die Anbieter wird größer. Zu lange hat man es der Industrie selbst überlassen zu entscheiden, ob und welchen Beitrag zum Klimaschutz sie leisten möchte – mit bekanntem Ergebnis.“

Parallel zum Kreuzfahrtranking veröffentlichte der NABU seine Vision für eine emissionsfreie Kreuzschifffahrt im Jahr 2050. Der dreistufige Fahrplan benennt Maßnahmen, um den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden. So müsste etwa in den kommenden drei Jahren der Abschied vom giftigen Schweröl, die Entwicklung einer individuellen Klimastrategie und die Nutzung von Landstrom umgesetzt werden. Bis zum Jahr 2030 müsste das erste emissionsfreie Schiff in Betrieb gehen und ein Null-Emissionsstandard für sämtliche Neubauten greifen. Auch müsste die Nachrüstung der Bestandsflotte mit entsprechenden Technologien vorangetrieben werden. Damit blieben noch 20 Jahre, um bis zur Mitte des Jahrhunderts vollständig emissionsfrei unterwegs sein zu können.

Von diesen Schritten würden auch die Hafenstädte profitieren. Malte Siegert, NABU-Hafenexperte: „Landstrom ermöglicht die Nutzung erneuerbarer Energien beim Betrieb der Schiffe. Doch die Bereitstellung der Infrastruktur in den Häfen allein reicht nicht aus. Die Reeder müssen zeigen, dass sie es ernst meinen, indem sie ihre Schiffe mit entsprechenden Anschlüssen nachrüsten und sich verpflichten, den grünen Strom abzunehmen. Eine EU-weite Landstrompflicht würde die zwingend notwendige Entwicklung vorantreiben und den Hafenstädten Sicherheit für die zu leistenden Investitionen geben.“

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