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Verschiedenes 

Veggie-Produzenten aus Biobranche wehren sich gegen Namensregeln

Eine Reihe namhafter Hersteller pflanzlicher Bio-Produkte haben sich zusammengeschlossen, um sich gegen die „Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel mit Ähnlichkeit zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs“ * auszusprechen. Sie sehen die Ende 2018 von der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) veröffentlichten Regeln als nicht umsetzbar an.

- Die DLMBK hat Leitsätze zu veganen und vegetarischen Lebensmitteln erarbeitet - Die Leitsätze kamen ohne Einbeziehung der betroffenen Unternehmen zustande - Die Leitsätze greifen prägend in einen funktionierenden Markt ein - Hersteller wollen die Leitsätze deshalb nicht umsetzen und eigene Vorschläge machen

Seit der Veröffentlichung der neuen Leitsätze herrscht bei Herstellern, Behörden, Händlern und Verbrauchern Unsicherheit darüber, wie diese umgesetzt werden sollen. Die Leitsätze haben, wie auch von Sachverständigen und Rechtsexperten bemängelt **, wenig Praxisbezug und wirken sich sogar zum Nachteil der Verbraucher aus.

Die Regeln, die z.B. vorsehen, dass ein veganes Produkt nicht mehr „Steak“ genannt werden darf, entstanden auf Betreiben des Deutschen Fleischer-Verbands und des Deutschen BauernVerbands ***. Eine solche Beeinflussung der DLMBK ist fragwürdig. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sollen Leitsätze der DLMBK „unabhängig von Weisungen“ **** beschlossen werden. Die DLMBK darf nur unter ganz bestimmten Bedingungen „prägend“ in den Markt eingreifen – nämlich, wenn es bisher keine Verkehrsauffassung gibt, was hier nicht der Fall ist: Seit Jahrzehnten sind vegane und vegetarische Produkte unter Bezeichnungen zu finden, die sich an tierischen Lebensmitteln orientieren.

Führende Hersteller pflanzlicher Bio-Produkte haben deshalb gemeinschaftlich beschlossen, die Leitsätze in ihrer jetzigen Form nicht anzuwenden. Die Taifun-Tofu GmbH ist hier treibende Kraft. Stattdessen sollen die marktüblichen Bezeichnungen weiter genutzt werden, da es eine beim Verbraucher etablierte Verkehrsauffassung gibt und die Kennzeichnung eines Lebensmittels als vegan oder vegetarisch oder durch ein bekanntes Siegel vollkommen ausreicht, um einer „Verwechslungsgefahr“ vorzubeugen. Die Hersteller bezweifeln, dass für den Verbraucher ein mit den Leitsätzen konformes Konstrukt wie „Veganes Würstchen nach Wienerart auf Basis von Seitan“ verständlicher sein soll als die einfache Bezeichnung „veganer Seitan-Wiener“.

Grundsätzlich begrüßen sie, dass die DLMBK eine klare Definition der Begriffe vegan und vegetarisch anstrebt. In diesem Fall entsteht jedoch der Eindruck, dass das Anliegen des „Verbraucherschutzes“ ein vorgeschobenes ist und es mehr um eine Wettbewerbsschwächung geht – darum, fleischlose Alternativen weniger attraktiv zu machen. Anstatt die Leitsätze in ihrer jetzigen Form umzusetzen, kündigen die Hersteller daher an, eigene Vorschläge für verbraucherfreundliche Richtlinien zu erarbeiten und diese zeitnah zu veröffentlichen sowie der DLMBK zu übergeben.








Verschiedenes 

NABU: Massive Abgasbelastung durch Kreuzfahrtschiffe in Europas Häfen

Studie zeigt am höchsten belastete Städte und identifiziert die dreckigsten Anbieter - Miller: Dreckige Schiffe aus den Häfen verbannen

Berlin – Beliebte Reiseziele wie Barcelona, Palma de Mallorca und Venedig sind die am stärksten von Kreuzfahrtemissionen belasteten Städte Europas. Die meisten Luftschadstoffemissionen gehen dabei offenbar auf die Flotte des italienischen Branchenriesen Costa Crociere zurück, dicht gefolgt von MSC Cruises (Schweiz). Zu diesem Ergebnis kommt eine am heutigen Mittwoch veröffentlichte Studie vom europäischen Dachverband und NABU-Partnerorganisation Transport & Environment. Für den Report wurden die Emissionen von Kreuzfahrtschiffen in europäischen Hafenstädten im Jahr 2017 ermittelt und ausgewertet.

Mit Hamburg rangiert der erste deutsche Hafen im europäischen Vergleich an elfter Stelle, das kleine Warnemünde landete auf Platz 14 von insgesamt 50 ausgewerteten Hafenstädten. Auch die Dimensionen der Luftverschmutzung wurden in der Studie noch einmal deutlich: Demnach verursachten die 2017 Hamburg anlaufenden Kreuzfahrtschiffe mehr als anderthalb mal so viele Schwefeloxidemissionen wie die knapp 770.000 in der Hansestadt gemeldeten Pkw. Die Stickoxidemissionen der Ozeanriesen entsprachen rund zwölf Prozent der Pkw-bedingten Abgasbelastung.

NABU Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die Städte müssen schnellstmöglich dreckige Schiffe aus ihren Häfen verbannen. Die Abnahme von Landstrom aus erneuerbaren Quellen muss zur Pflicht werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass hier eine Branche weiterhin unerhörte Verschmutzungsprivilegien genießt und der Steuerzahler die teuren Landstromanlagen finanziert, die am Ende nicht genutzt werden. So jedenfalls wird die Luft kein bisschen sauber.“ Norwegen mache es vor, hier wurde unlängst ein Einfahrverbot in Fjorde für Schiffe mit laufendem Verbrennungsmotor beschlossen, das ab 2026 greife. Wer das Weltnaturerbe vom Schiff aus bestaunen will, muss dann emissionsfrei unterwegs sein.

Erstmals kann die Studie die Verschmutzung auch konkreten Anbietern zuordnen. Die Untersuchung zeigt, dass der weltgrößte Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation im Jahr 2017 fast zehnmal mehr Schwefeloxide entlang Europas Küsten ausgestoßen hat wie alle 260 Millionen Pkw in Europa zusammen. Zum Carnival Konzern gehören Tochterfirmen wie AIDA Cruises, Costa Cruises oder die Cunard Line. Der zweitgrößte Kreuzfahrt-Konzern Royal Carribean Cruises, zu dem die deutsche TUI Cruises gehört, rangiert an zweiter Stelle mit viermal höheren Schwefeloxidemissionen. Schwefeloxide schaden der menschlichen Gesundheit und führen zur Versauerung von Böden und Gewässern.

Sönke Diesener, NABU-Schiffsverkehrsexperte: „Um dem Problem der hohen Schadstoffemissionen Herr zu werden, muss das bereits in Nord- und Ostsee bestehende Emissionskontrollgebiet unverzüglich auf alle europäischen Meere ausgeweitet werden. Statt wie jetzt das giftige Schweröl zu verwenden, muss die Flotte auf höherwertige Kraftstoffe in Kombination mit Partikelfiltern und Stickoxidkatalysatoren umgestellt werden. Wenn die Branche eine Zukunft haben will, muss sie zudem mit Hochdruck an emissionsfreien Antrieben arbeiten.“

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Verschiedenes 

Rettet die Haferwurzel!

Rettet die Haferwurzel!
Kohlrabi Blaro / Foto: ProSpecieRara Deutschland gGmbH

Freiburg: Alte Sorten vor dem Aussterben zu bewahren ist das übergeordnete Ziel des Projekts »Vielfalt schmeckt«. Bedroht sind tausende Gemüsesorten, darunter die Haferwurzel, der Kohlrabi ‘Blaro’, die Zichorie ‘Roter von Verona’, die Pastinake ‘Halblange Turga’ und der Federkohl ‘Roter Krauser’. Diese werden im Rahmen des Projekts ab 2019 wieder biologisch angebaut und in Bioläden vermarktet.

Viele traditionelle Gemüsesorten haben einen außergewöhnlichen Geschmack und ein besonderes Aussehen – aber sie sind bedroht! Im Rahmen des gemeinsamen Projekts »Vielfalt schmeckt« von ProSpecieRara und Rinklin Naturkost soll dieser Entwicklung entgegengewirkt werden, indem wieder einige dieser Sorten angebaut und in den Biohandel gebracht werden. So kann durch den Kauf und Genuss dieser Sorten zu deren Erhalt beigetragen werden, denn die Nachfrage hat Einfluss auf den Anbau.

Haferwurzel & Co

Die Haferwurzel ist seit Jahrhunderten bekannt und wurde bereits im Altertum von den Griechen und Römern kultiviert. Sie ist mit der etwas bekannteren Schwarzwurzel verwandt. Da sie heute kaum mehr angebaut wird, steht sie mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Kulturpflanzen und ist vom Aussterben bedroht. Bei der länglichen, hellbraunen, rübenähnlichen Wurzel handelt es sich nicht um die Wurzel von Hafer, sondern um eine hübsche Blühpflanze, deren Wurzeln roh oder gekocht genossen werden können. Zubereiten lässt sie sich beispielweise wie Spargel oder Schwarzwurzel. Ihr leicht erdiger, süßlichnussiger Geschmack erinnert viele Menschen an Austern. Neben der Haferwurzel werden insgesamt 16 weitere traditionelle, bedrohte Sorten im Rahmen des Projekts nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus angebaut und in zahlreichen Bioläden in und um Freiburg vermarktet. Aktuell sind der Kohlrabi ‘Blaro’, der Kopfsalat ‘Maikönig’ und das Radieschen ‘Eiszapfen’ erhältlich. Die Haferwurzel gibt es ab September.

Was machen mit Gemüse alter Sorten?

Viele der alten Sorten sind mittlerweile unbekannt und es fehlt das Wissen um deren Zubereitung. Dabei können diese oft ganz einfach wie moderne Sorten auch verwendet werden. Ein Beispiel für ein Rezept mit der Kohlrabi-Sorte ‘Blaro’:

Rezept Kohlrabi ‘Blaro’: Vegetarisches Kräuter-Kohlrabi-Schnitzel

Zutaten:
1 mittelgroßer Kohlrabi ‘Blaro’
100g Mehl
1 Ei 50g geriebener Parmesan
15g Paniermehl
15g Kräuter: Petersilie, Schnittlauch, nach Belieben weitere
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
1. Den Kohlrabi schälen und in 1-2cm dicke Scheiben schneiden.
2. Für die Panade drei Teller bereitstellen: das Mehl wird in den ersten Teller gefüllt, in den zweiten das verquirlte Ei und in den dritten das Paniermehl vermischt mit den klein gehackten Kräutern und dem Parmesan. In den dritten Teller Salz und Pfeffer nach Belieben zufügen.
3. Die Kohlrabischeiben erst in Mehl wenden, dann im Ei und anschließend in der Kräuter-Parmesan-Panade.
4. Die Kohlrabischeiben in einer Pfanne bei mittlerer Hitze mit Öl anbraten, auf jeder Seite etwa 3 Minuten bis sie goldbraun sind. Dabei ab und zu wenden.
5. Die Kohlrabi-Schnitzel noch warm servieren. Dazu passt ein frischer Salat.

Zahlreiche weitere Rezepte sind zu finden auf der Internetseite von »Vielfalt schmeckt« unter www.vielfaltschmeckt.de.

Über »Vielfalt schmeckt«
»Vielfalt schmeckt« ist ein gemeinsames Projekt von ProSpecieRara und Rinklin Naturkost für den Erhalt der Kulturpflanzenvielfalt. Ziel ist es, bedrohte traditionelle Gemüsesorten anbauen zu lassen und in Bioläden anzubieten, so dass diese durch Nutzung erhalten bleiben.

Weitere Informationen finden Sie online ...

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Veranstaltungen 

NABU: Stunde der Gartenvögel mit Rekord-Beteiligung

Teilnehmerzahl mit über 76.000 auf Höhenflug/Insektenfresser im Sinkflug

Berlin – Die „Stunde der Gartenvögel“ auf steilem Höhenflug: Mit über 76.000 Teilnehmern erreicht Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion eine Rekord-Beteiligung. Aus über 51.000 Gärten wurden dem NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) über 1,6 Millionen Vögel gemeldet. Das Endergebnis der Zählung liegt nun vor.

„So viele Vogelfreunde wie noch nie haben mitgemacht – ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr. Wir freuen uns sehr über das riesige Interesse an der heimischen Vogelwelt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Die Rekord-Beteiligung zeigt, wie sehr das Thema Artenschutz bewegt. Die Menschen sind aufgerüttelt und wollen, dass endlich mehr getan wird, um das verheerende Artensterben zu stoppen.“

Auch bei den Gartenvögeln, denen es immer noch viel besser geht als den Feldvögeln, macht sich offensichtlich der Insektenschwund bemerkbar. Während sich insgesamt bei den Gartenvögeln Zu- und Abnahmen die Waage halten, gibt es bei den reinen Insektenfressern in den Gärten keine Gewinner: Von den neun häufigsten Insektenfresser-Arten nehmen sechs deutlich ab, nur drei können ihre Bestände halten. Besonders dramatisch sind die anhaltenden Rückgänge seit Beginn der Stunde der Gartenvögel im Jahr 2005 bei Mauersegler mit minus sieben Prozent pro Jahr, Mehlschwalbe mit minus fünf Prozent pro Jahr und Hausrotschwanz mit einem Minus von vier Prozent pro Jahr. Auch Mönchsgrasmücke, Zaunkönig und Zilpzalp nehmen in den Gärten deutlich ab.

Deutschlandweit wurden in diesem Jahr pro Garten im Schnitt 32 Vögel gesichtet. Damit liegt dieses Endergebnis sechs Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Einen deutlichen Abwärtstrend der Gesamtzahl an Gartenvögeln kann man jedoch bisher nicht feststellen. Pro Garten konnten innerhalb der Zählstunde durchschnittlich 11 Vogelarten entdeckt werden. Dieser Wert liegt im Bereich des langjährigen Mittels.

Gute Nachrichten gibt es bei den Spatzen: Der Haussperling kann ein Plus von sieben Prozent verbuchen und liegt mit seinem bisher besten Ergebnis von durchschnittlich 5,34 Exemplaren pro Garten unangefochten an der Spitze der häufigsten Gartenvögel. Auch sein Cousin, der Feldsperling gewann acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und zeigt damit wie der Haussperling einen langjährig deutlich steigenden Bestand. Nach den jahrzehntelangen Rückgängen beider Arten, die dazu geführt hatten, dass sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste gelandet waren, ist das sehr erfreulich. „Beide Arten haben offenbar vom warmen, trockenen Sommer 2018 profitiert“, so NABU-Vogelschutzexperte Marius Adrion.

Außer für die Insektenfresser gibt es schlechte Nachrichten für die Amsel, immer noch Nummer zwei der häufigsten Gartenvögel: Die Amsel setzt ihren steten Negativ-Trend weiter fort und erreicht mit 2,93 Vögeln pro Garten ihr bisher schlechtestes Ergebnis – elf Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist besonders in den Gebieten stark, in denen das tödliche Usutu-Virus im vergangenen Jahr erstmals nachgewiesen wurde. „Das zeigt, dass der Rückgang der Amselpopulation auch mit dem Auftreten von Usutu zusammenhängt“, so Adrion.

Wer Amsel, Drossel, Fink und Star helfen möchte, der sollte seinen Garten oder Balkon vogelfreundlichen gestalten. Tipps dazu gibt es unter www.NABU.de/balkon und www.NABU.de/vogelgarten .

Die nächste NABU-Mitmachaktion ist gerade angelaufen. Beim Insektensommer werden Sechsbeiner gezählt und gemeldet. NABU-Vogelschutzexperte Adrion: „Da viele Vogelarten von Insekten leben, ist das auch eine wichtige Aktion für Vogelfreunde.“

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Verschiedenes 

Vier neue Biobauern erhalten Förderpreis

Auszeichnung durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze

NABU und Alnatura fördern Umstellung auf ökologische Landwirtschaft – Neue Bewerbungen bis Ende Juli möglich

Berlin/Darmstadt – Vier künftige Bio-Bauern erhalten am heutigen Sonntag finanzielle Unterstützung für die Umstellung ihres Betriebes von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft. Sie alle wurden von Bundesumweltministerin Svenja Schulze im Rahmen des NABU-Projekts „Gemeinsam Boden gut machen“ ausgezeichnet.

Mit dem Projekt möchte der Umweltverband, unterstützt durch die „Alnatura Bio-Bauern-Initiative“ (ABBI) und weitere Hersteller der Bio-Branche, den Ausbau der Bio-Landwirtschaft in Deutschland voranbringen. Die Landwirte erhielten ihre Auszeichnung im Rahmen des Umweltfestivals der Grünen Liga am Brandenburger Tor. Ihre Betriebe liegen in Bayern und Schleswig-Holstein.

„Es ist uns ein großes Anliegen, Landwirte zu unterstützen, die naturverträglich produzieren wollen. Sie alle leisten einen wertvollen Beitrag für gesunde Böden, den Klimaschutz und sauberes Grundwasser. Und sie sorgen für eine Landschaft, in der Insekten und Vögel eine Zukunft haben“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Mithilfe des Förderpreises konnten innerhalb der vergangenen vier Jahre bereits mehr als 50 Bäuerinnen und Bauern ihre Betriebe umstellen. In diesem Jahr gingen mehr als 50 Bewerbungen ein. Aus ihnen wurden acht Betriebe ausgewählt, die besonders große Leistungen für die Umwelt erbringen. Alle Betriebe werden sich nun einem anerkannten Öko-Anbauverband anschließen. Mit Unterstützung des Projekts konnten deutschlandweit bereits über 11.000 Hektar auf ökologische Landwirtschaft umgestellt werden – eine Fläche größer als die Insel Sylt.

„Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr zur Förderung des Bio-Landbaus beitragen können. Ermöglicht wird dieser Beitrag durch unsere Kundinnen und Kunden: Denn beim Kauf jedes Alnatura-Produkts, das gekennzeichnet ist mit ‚Gemeinsam Boden gut machen‘, fließt ein Cent in das Förderprojekt des NABU“, ergänzt Alnatura-Geschäftsführer Götz Rehn.

Aktuell läuft die Bewerbungsphase für die nächste Förderrunde. Bewerben können sich Landwirte aus allen Sparten, die im Jahr 2019 ihren Hof auf Bio umstellen, sich neu gründen oder auch Bio-Betriebe, die einen neuen Betriebszweig aufbauen wollen. Voraussetzungen sind, dass der ganze Betrieb auf biologische Landwirtschaft umgestellt wird – und das möglichst langfristig. Bewerbungen sind noch bis 31. Juli möglich.

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Karlsruhe: Tausende kleine Erdkröten im Schlossgarten unterwegs

Karlsruhe: Tausende kleine Erdkröten im Schlossgarten unterwegs
Junge Erdkröten wandern durch den Schlossgarten / Foto: Stadt Karlsruhe

Umwelt- und Arbeitsschutz bittet um Rücksichtnahme

Im Frühjahr haben sehr viele Erdkrötenpaare aus dem Hardtwald den Weg zum Schlossgartenteich auf sich genommen und ihre Laichschnüre dort abgelegt. Die daraus geschlüpften Kaulquappen haben sich in den letzten Wochen zu kleinen Kröten entwickelt und verlassen nun den Schlossgartenteich. Es handelt sich um tausende klitzekleine Kröten, die auf den Wegen und Wiesen rund um den Schlossgartenteich unterwegs sind. Besonders bei Regen kann dieses Phänomen sehr plötzlich auftreten. Man spricht dann vom sogenannten Krötenregen.

Der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe bittet die Besucherinnen und Besucher des Bereichs um den Schlossgartenteich dringend um Rücksichtnahme. Die Wege und Wiesen um den Schlossgartenteich sollten besser ganz gemieden oder nur mit größter Vorsicht betreten werden. Mit Sperrungen bestimmter Bereiche ist zu rechnen.

zum Bild oben:
Klitzekleine Kröten sind derzeit auf den Wegen und Wiesen rund um den Schlossgartenteich unterweg / Foto: Stadt Karlsruhe





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Zum Wohl! – 43 Pils-Marken im Test

Mit rund 55 Prozent Anteil am gesamten Biermarkt ist das Pils die mit Abstand beliebteste Biersorte. In der Juni-Ausgabe des ÖKO-TEST Magazins nimmt die Redaktion davon 43 Produkte genauer unter die Lupe. Dabei prüft sie die Biere auf kritische Stoffe wie das Herbizid Glyphosat, Bisphenoal A und die Belastung durch Keime, die das Bier verderben lassen können. Das Ergebnis fällt überwiegend positiv aus: 28 der getesteten Pilssorten sind frei von bedenklichen Stoffen. 25 Sorten schneiden in der Gesamtwertung sogar mit „sehr gut“ ab – darunter Astra Urtyp, Beck´s & Krombacher Pils.

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Veranstaltungen 

Web-App "Agenda 2030 – Nachhaltigkeit in Karlsruhe"

Anwendung macht nachhaltiges Engagement sichtbar

Mit der Web-App "Agenda 2030 – Nachhaltigkeit in Karlsruhe" beteiligt sich Karlsruhe an den Nachhaltigkeitstagen. Die "N!-Tage Baden-Württemberg" finden in diesem Jahr landesweit vom 1. bis 4. Juni unter anderem mit den Schwerpunktthemen Klimaschutz und Biodiversität statt.

Mit der Web-App können sich Bürgerinnen und Bürger einen schnellen Überblick über die zahlreichen Karlsruher Akteure beim Thema Nachhaltigkeit verschaffen. In Form einer interaktiven Karte, die unter https://geoportal.karlsruhe.de/agenda2030 abgerufen werden kann, werden die Informationen zu Akteurinnen und Akteuren sowie Angeboten gebündelt.

Hier finden sich zahlreiche Initiativen, Gruppen, Akteurinnen und Akteure, die mit ihrem Engagement und ihren Aktivitäten die Bürgerinnen und Bürger über Themen der Nachhaltigkeit informieren und sensibilisieren möchten. Zudem gibt es zahlreiche stationäre Angebote, wie Geschäfte und Örtlichkeiten, die gelebte Nachhaltigkeit innerhalb der Stadt sichtbar, möglich und erlebbar machen.

Die Einträge basieren auf den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und umfassen die Themen Natur/Umwelt, Klimaschutz/Klimawandel, nachhaltiger Konsum und nachhaltige Mobilität, Gesundheit, Bildung und Eine Welt. Auch ist das Karlsruher Netzwerk offen für Erweiterungen. Wer Anregungen hat, kann sich an das Agendabüro beim Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe unter 0721/133 3101 oder umwelt-arbeitsschutz@karlsruhe.de wenden.

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