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2,1 Milliarden Zugvögel sind zwischen Europa und Afrika unterwegs
Nur 660 Millionen kommen jedes Jahr nach Europa zurück

Berlin – 2,1 Milliarden Vögel machen sich schätzungsweise jährlich von Europa auf den Weg nach Afrika. Lediglich etwa 660 Millionen davon schaffen es, gesund zurückzukehren, um hier zu brüten. Der Großteil dieser sogenannten Langstreckenzieher wird im April wieder in heimischen Gefilden erwartet. Aber erst Anfang Juni sind auch die letzten Zugvögel zurück.

Fast genauso groß ist die Zahl der Zugvögel, die lediglich bis in den Mittelmeerraum ziehen. Diese Arten werden Kurzstreckenzieher genannt. Deren Ankunft hat schon im Februar begonnen und kommt bis Mitte April zum Abschluss.

Aus Deutschland ziehen jedes Jahr insgesamt 170 Millionen Zugvögel (Lang- und Kurzstreckenzieher) nach Süden. Nur 55 Millionen schaffen es wiederzukommen und zu brüten. 115 Millionen versterben also auf dem Zugweg oder im Winterquartier durch Hunger, Krankheiten oder Altersschwäche. Sind es aber nicht mindestens 55 Millionen, die diese Strapazen überleben, dann nehmen die Zugvogelbestände ab.

Und leider sorgen wir Menschen dafür, den Zugvögeln das Überleben immer schwerer zu machen: Wichtige Rastgebiete werden zerstört, der Klimawandel bringt über Jahrtausende eingespielte zeitliche Routinen durcheinander und Zugvögel werden von Menschen getötet: 53 Millionen im Rahmen der legalen Jagd in Europa, geschätzt weitere 25 Millionen illegal im Mittelmeerraum.

Hintergrund: Eigene Berechnungen auf Basis der Bestandsdaten aus BirdLife International (2015) European Red List of Birds. Luxembourg: Office for Official Publications of the European Communities.
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Eintrag vom: 06.04.2019  




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