Grüne Quellen
Donnerstag, 18. Juli 2024 Uhr

 
ProlixLetter
Mittagstisch
Prolix-Gastrotipps
Prolix-Studienführer
Ökoplus Freiburg
56plus
lesen-oder-vorlesen
wodsch

 

 
Kontakt
Werbung
Disclaimer
Datenschutzerklärung
Impressum
 
Prolix-Verlag

ARCHIV

 

 

So sollen Stromnetze vogelfreundlich werden
Nebelkrähe auf Telefonmast (c) NABU/Christoph Moning
 
So sollen Stromnetze vogelfreundlich werden
Europäische Umweltorganisationen stellen Prinzipien für Vogelschutz beim Ausbau der Stromnetze vor

Berlin, 26.6.24 – Netzausbau für erneuerbare Energien – aber vogelfreundlich: Der NABU fordert gemeinsam mit 23 anderen Umweltorganisationen aus 18 europäischen Ländern eine beschleunigte Verstärkung und Erweiterung der Stromnetzinfrastruktur unter Einbeziehung von Naturschutz-Maßnahmen zum Schutz von Vogelarten. Mit dem Dokument „Prinzipien für ein vogelfreundliches Stromnetz in Europa“ liegt nun erstmals ein Papier vor, dass einen Weg aufzeigt, wie das Netto-Null-Emissions-Ziel bei 2050 vogelfreundlich erreicht werden kann.

„Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Vermeidung des Netzausbaus in sensiblen Gebieten, das Anbringen von Vogelschutzmarkierungen zum Verringern des Kollisionsrisikos, das Verwenden von vogelfreundlichen Mastkonstruktionen, damit es weniger Stromschläge gibt und das Verlegen von Stromleitungen unter die Erde, wo dies möglich ist“, zählt NABU-Vogelschutzexpertin Catherina Schlüter auf.

Die Umweltorganisationen betonen die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Interessengruppen, einschließlich der Stromnetzbetreiber, damit die Prinzipien umgesetzt werden können. Auf der Wingspan2024-Konferenz in Brüssel im Oktober sollen sich Netzbetreiber, Behörden und andere wichtige Interessengruppen mit Naturschutzorganisationen austauschen, um gemeinsam die nächsten Schritte für ein vogelfreundliches europäisches Stromnetz zu planen.

Wie wichtig es ist, den Vogelschutz beim Leitungsbau zu berücksichtigen, zeigt das NABU-Vogelfundportal. Schlüter: „Uns wurden im Meldeportal bereits über 300 Todfunde gemeldet. Allerdings stirbt die weit überwiegende Zahl ohne gefunden und gemeldet zu werden: laut Schätzungen verenden deutschlandweit bis zu 2,8 Millionen Vögel pro Jahr an Stromleitungen.“

NABU-Vogelfundportal online
Mehr
Eintrag vom: 02.07.2024  




zurück