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Prognose: Rund 13 Mal weniger Fahrzeuge im Ostseetunnel als im Elbtunnel
Seeanemonen und Blättermoostierchen am Ostseegrund (c) Wolf Wichmann, NABU
 
Prognose: Rund 13 Mal weniger Fahrzeuge im Ostseetunnel als im Elbtunnel
Maximal 12.000 Fahrzeuge werden täglich die vierspuriger Autobahn durch den geplanten Fehmarnbelttunnel nutzen

Berlin, 02.09.2020 – Nur rund 12.000 Fahrzeuge pro Tag sollen künftig durch die Querung zwischen Deutschland und Dänemark fahren. Als Vergleich: Den achtspurigen Elbtunnel nutzen täglich circa 160.000 Fahrzeuge. Das ist mehr als das Dreizehnfache. Trotz der geringen Prognose soll der Ostseetunnel als vierspurige Autobahn durch den Fehmarnbelt gebaut werden. Für 12.000 Fahrzeuge pro Tag entsteht in Deutschland andernorts sonst nicht mal eine Ortsumgehung.

Ab 2021 sollen 18 Kilometer Meeresgrund aufgerissen und zubetoniert werden. Kostbare Lebensräume für Schweinswale, Seehunde und andere stark bedrohte Arten würden weitflächig zerstört – mit katastrophalen Folgen für das gesamte Ökosystem der Ostsee. Dabei haben Taucher des NABU und des Umweltministeriums Schleswig-Holstein streng geschützte Riffe entdeckt, die vom Bauträger offenbar „übersehen“ wurden. Ob der Planfeststellungsbeschluss zu Europas größtem und teuerstem Infrastrukturprojekt gekippt wird, entscheiden die Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ab dem 22. September. Eine NABU-Petition gegen den Ostseetunnel haben bereits über 93.000 Menschen gezeichnet.
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Eintrag vom: 03.09.2020  




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