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Für Käfer, Kröte und Kohlmeise - 100 Glyphosat-Aktionen
Aktion vor dem Brandenburger Tor / Foto: Jakob Huber/Campact
 
Für Käfer, Kröte und Kohlmeise - 100 Glyphosat-Aktionen
Verden/Brüssel, 20. November 2017. Heute wird u.a. Christoph Bautz für die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat vor dem EU-Umweltausschuss ENVI angehört. Der Campact-Geschäftsführer spricht als einer von fünf für die Initiative, die seit Februar über 1,3 Mio. Unterschriften für ein Verbot des Pestizids in 28 Ländern gesammelt haben. Außerdem werden ab morgen vor knapp 100 Geschäftsstellen der CDU und CSU in Deutschland Menschen für ein Verbot des Pestizids Glyphosat protestieren. Initiiert von Campact werden sie symbolisch Glyphosat versprühen und Schilder bedrohter Tiere hochhalten. Am 27.11. soll in der EU über die weitere Zulassung des Giftes entschieden werden, das im Verdacht steht, Krebs auszulösen und das Artensterben beschleunigt.

Bio-Gärtnerin Ute Rettmann ist bei der Protestaktion in Flensburg dabei. Sie sieht im Einsatz von Glyphosat ein grundsätzliches Problem. „Landwirtschaft braucht eine andere Herangehensweise, weil sie mit der Ökologie direkt verbunden ist. Chemiekonzerne konzentrieren um sich sehr viel Geld und Macht”, sagt sie in einem Interview der Regionalzeitung shz.de. Die meisten Protestaktionen haben Bürgerinnen und Bürger in Bayern vor über 20 CSU-Geschäftsstellen geplant. Auch im Wahlkreis des geschäftsführenden Landwirtschaftministers Schmidt (CSU) wird demonstriert, ebenso auf dem Marienplatz in München. An zweiter Stelle steht Nordrhein-Westfalen mit über 15 Aktionen.

Die Bundesregierung hat sich bei den Abstimmungen der EU-Mitgliedsstaaten über Glyphosat bisher immer enthalten, da die SPD in der geschäftsführenden Bundesregierung für ein Verbot ist und die CDU/CSU dagegen. Die Zulassung von Glyphosat läuft europaweit Mitte Dezember aus.

Die EU-Regeln sehen vor, krebsauslösende Stoffe zu verbieten. Glyphosat steht im Verdacht, das Wachstum von Tumoren zu begünstigen. Für Campact ist das Verbot ein wichtiger Schritt hin zu nachhaltiger Landwirtschaft mit regional angepassten Anbaumethoden. Das Totalherbizid Glyphosat vernichtet alle unerwünschten Samen und Pflanzen, so dass Insekten wie Hummeln, Käfer und Schmetterlinge keine Nahrung mehr finden und dadurch Amphibien und Vögel in Mitleidenschaft gezogen werden.

zum Bild oben:
Riesen-Schmetterlinge symbolisieren die Gefahr für die Artenvielfalt durch das Pestizid Glyphosat - Aktion zum Start der europaweiten Verbots-Initiative im Februar 2017 / Foto: Jakob Huber/Campact
 
Eintrag vom: 20.11.2017  




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